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Ausgetickter Berner Sennenhund

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Bonsai

unread,
May 16, 2004, 7:28:23 PM5/16/04
to
Hi Leute,

ich dachte eigentlich immer, dass es zumindest unter den groesseren
Hunden keinen (naja ... so gut wie keinen) gibt, der ohne Vorwarnung
beisst. Die Berner Sennenhunde hatte ich fuer mich eigentlich unter
den relativ "gutmuetigen" eingeordnet.

Heute, genauer Gestern, begegnete ich aber einem ganz speziellen.
Ich hatte ihn an der Hand schuppern lassen - ok ... er hat sich den
Kopf kaulen lassen - ok ... und *zack* ... hing er in meinem Arm.
Na ganz klasse.
Mit der Kraft mit der der zugebissen hatte, musste ich erst mal meine
Jacke ausziehen um zu checken wie tief das sass ... oh Wunder ... ja
hat der scheiss Koeter denn stumpfe Zaehne?
Er hat mich nur "halb = einseitig" erwischt, also einseitig die
Reisserchen ... zwei mal massive Abschuerfung (oben, unten), fieser
Bluterguss inzwischen und _keine_ Loecher in der Jacke.
Beim Loch-Check in der Jacke wurden vom Halter _keine_ Loecher
_erwartet_ ... bestaetigt welche Vermutung? ... Stumpf gemacht! (kein
Oldie, der Hund)

Die Reaktion des Halters: eher Bedauern als Entsetzen ... der hatte
das also schon oefter gemacht? Dieses mal mitten in einer gut
besuchten Sportvereinveranstaltung in der auch jede Menge Kiddies
rumliefen (man bedenke, diese Hunde schauen einfach zum knuddeln aus).

Ich hatte den Hund die ganze Zeit _beobachtet_ (ich kenne ja _mein_
ungewoehnliches Nervenbuendel)! Da war kein grummeln, zurueckzucken,
Gesichtsveraenderungen oder sonstiges, der hatte nicht mal mit der
Wimper gezuckt.
Wenn ich ihn nicht beobachtet haette, haette er mich wahrscheinlich
"ganz" erwischt und nicht nur "halb".
Ich kann von meiner "Monstine" sagen, dass ich bei _diesem_ Druck eine
ganz fiese Fleischwunde davongetragen haette (deswegen habe ich ja
nachgeschaut, im ersten Schreck spuert man nicht so viel), doch ...
unwahrscheinliches Ergebnis ... abgefeilte Zaehne?

Dann kam Frauchen ... Herrchen: "die hat gebissen" ... der
Gesichtsausdruck und die Haltung sagte "au weia, nicht schon wieder",
die Sprache brachte diverse kleinlaute, stammelnde Entschuldigungen.

So leid es mir fuer den Hund tut ... aber der _ist_ gemeingefaehrlich
zumindest zusammen mit _diesen_ Haltern. _Wenn_ ich weiss, dass mein
Hund manchmal unmotiviert und ohne Vorwarnung zubeisst (und das war
definitiv _kein_ Schnappen mehr), dann _sage_ ich vorher den Leuten,
dass sie nicht an den Hund gehen sollen _und_ der kriegt derweil einen
Maulkorb _und_ ich stelle das gleichzeitig ab (wie auch immer).

Aber _so_?

Logisch haben sie sich entschuldigt, getoppt von einem zaghaftem "der
hat wohl ihren Hund gerochen ...".
Bloedsinn, dann haette der viel frueher agiert.

Na, wie dem auch sei ... ich bin entsetzt.
Und ja, es gibt _wirklich_ Hunde die ohne Vorwarnung zubeissen ....
eben die ausgetickten ... und ich musste ausgerechnet einem solchen
begenen, was fuer'n Scheiss *grmpf*.

Himmel, bewahre uns vor solchen Haltern mit ihren Hunden.

Tschau
Marion

Sabine 'Sani' Schulz

unread,
May 16, 2004, 9:11:49 PM5/16/04
to
* Am 17.05.2004 begab es sich, dass Bonsai schrieb:

> ich dachte eigentlich immer, dass es zumindest unter den groesseren
> Hunden keinen (naja ... so gut wie keinen) gibt, der ohne Vorwarnung
> beisst. Die Berner Sennenhunde hatte ich fuer mich eigentlich unter
> den relativ "gutmuetigen" eingeordnet.

Man lernt dazu, nimm es gelassen.

> Heute, genauer Gestern, begegnete ich aber einem ganz speziellen.
> Ich hatte ihn an der Hand schuppern lassen - ok ... er hat sich den
> Kopf kaulen lassen - ok ... und *zack* ... hing er in meinem Arm.
> Na ganz klasse.

Den Halter hast Du vorher gefragt, ob Du seinen Hund anfassen darfst?

[...]

> So leid es mir fuer den Hund tut ... aber der _ist_ gemeingefaehrlich
> zumindest zusammen mit _diesen_ Haltern.

Jedem Kind wird gelernt, keine fremden Hunde anzufassen, die sind
nämlich nicht immer so, wie "man" denkt.

> _Wenn_ ich weiss, dass mein Hund manchmal unmotiviert und ohne
> Vorwarnung zubeisst (und das war definitiv _kein_ Schnappen mehr),
> dann _sage_ ich vorher den Leuten, dass sie nicht an den Hund gehen
> sollen _und_ der kriegt derweil einen Maulkorb _und_ ich stelle das
> gleichzeitig ab (wie auch immer).

Vielleicht dachte der Halter, erwachsene Menschen, die selbst Hunde
haben, wissen, daß man keinen Hund anfaßt, ohne vorher zu fragen?

> Aber _so_?

Deine Schuld, Du bist kein Kind mehr.

> Logisch haben sie sich entschuldigt, getoppt von einem zaghaftem "der
> hat wohl ihren Hund gerochen ...".
> Bloedsinn, dann haette der viel frueher agiert.
>
> Na, wie dem auch sei ... ich bin entsetzt.

Über Dich?

> Und ja, es gibt _wirklich_ Hunde die ohne Vorwarnung zubeissen ....
> eben die ausgetickten ... und ich musste ausgerechnet einem solchen
> begenen, was fuer'n Scheiss *grmpf*.
>
> Himmel, bewahre uns vor solchen Haltern mit ihren Hunden.

Der Vorfall erweitert vielleicht etwas Deinen Horizont in Sachen Hunde,
und ... such den Fehler bei Dir, nicht bei dem Hund oder deren Halter.

Ich hatte meine Hunde so erzogen, daß sie fremden Antatschern weichen,
anstatt sich zu wehren, nicht jeder macht das - damit muß man leben und
verinnerlichen, daß man keine fremden Hunde anfaßt, ohne vorher um
Erlaubnis zu fragen. Auch wenn man glaubt, was über Hunde zu "wissen"
und sie einschätzen zu können - Selbstüberschätzung ist der erste Weg
zur Besserung. Lern einfach was daraus ....

Gruesse
Sabine
--
Alle Männer sind auf der Suche nach der idealen Frau,
vor allem nach der Hochzeit.
(Helen Rowland)

Charlie

unread,
May 16, 2004, 11:02:11 PM5/16/04
to
Heute um 03:11 Uhr schrieb Sabine 'Sani' Schulz <foo...@schnuerpel.net>:

> * Am 17.05.2004 begab es sich, dass Bonsai schrieb:

> Man lernt dazu, nimm es gelassen.

"Man" lernt dazu, ja... nur Du leider nicht.

>> So leid es mir fuer den Hund tut ... aber der _ist_ gemeingefaehrlich
>> zumindest zusammen mit _diesen_ Haltern.

> Jedem Kind wird gelernt, keine fremden Hunde anzufassen, die sind
> nämlich nicht immer so, wie "man" denkt.

Leider wird eben *nicht* jedem Kind _gelehrt_, keinen fremden Hund
anzufassen.
(Du kannst - zumindest mal theoretisch - selbst etwas lernen, jemand
anderem - ebenfalls theoretisch - jedoch nur etwas lehren)

>> _Wenn_ ich weiss, dass mein Hund manchmal unmotiviert und ohne
>> Vorwarnung zubeisst (und das war definitiv _kein_ Schnappen mehr),
>> dann _sage_ ich vorher den Leuten, dass sie nicht an den Hund gehen
>> sollen _und_ der kriegt derweil einen Maulkorb _und_ ich stelle das
>> gleichzeitig ab (wie auch immer).

> Vielleicht dachte der Halter, erwachsene Menschen, die selbst Hunde
> haben, wissen, daß man keinen Hund anfaßt, ohne vorher zu fragen?

Nein, offensichtlich dachte der Halter so gut wie gar nicht.
Denn wenn ich als Halter selbst schon *weiß*, daß mein Hund ohne jegliche
Vorwarnung und/oder ohne jegliche erkennbaren Anzeichen zubeißt, dann
behalte ich meinen Hund auf jeden Fall so unter Beobachtung, daß ich andere
*rechtzeitig* warnen kann.
Ach ja, selbstverständlich muß ich auch andere Hunde vor einem solchen Tier
schützen. Solange ich dieses Verhalten nicht abstellen kann, ist ein
Maulkorb für so einen Hund in der Öffentlichkeit dringend angeraten, kaum
jemand ist in der Lage, immer ausreichend auf *so* einen Hund zu achten.

>> Aber _so_?

> Deine Schuld, Du bist kein Kind mehr.

Sorry, aber du hast wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank.

>> Und ja, es gibt _wirklich_ Hunde die ohne Vorwarnung zubeissen ....
>> eben die ausgetickten ... und ich musste ausgerechnet einem solchen
>> begenen, was fuer'n Scheiss *grmpf*.
>>
>> Himmel, bewahre uns vor solchen Haltern mit ihren Hunden.

> Der Vorfall erweitert vielleicht etwas Deinen Horizont in Sachen Hunde,
> und ... such den Fehler bei Dir, nicht bei dem Hund oder deren Halter.

In diesem Falle: Nein. Zumindest mal nicht ausschließlich.

> Ich hatte meine Hunde so erzogen, daß sie fremden Antatschern weichen,
> anstatt sich zu wehren, nicht jeder macht das - damit muß man leben und
> verinnerlichen, daß man keine fremden Hunde anfaßt, ohne vorher um
> Erlaubnis zu fragen.

Sicher sollte man zunächst den jeweiligen Halter fragen, bevor man einen
fremden Hund anfassen möchte, ein Hund, der sich nicht anfassen lassen
möchte, hat jedoch *immer* auszuweichen und sich maximal dann zu wehren,
wenn er in Bedrängnis gebracht wird. Das schließe ich in diesem Falle aber
einfach mal aus.

Ich war bei dem Vorfall natürlich nicht dabei, aber der Beschreibung nach
gehören diese Halter mit ihrem Hund zu genau denen, denen wir diese ganzen
hirntoten Verordnungen und Gesetze zu verdanken haben.
Ich hätte die Sache in diesem Fall zur Anzeige gebracht. BEI EINEM
EINMALIGEN SOLCHEN Vorfall hat das für den Hund und die Halter kaum
Auswirkungen, bei Wiederholung hilft es aber vielleicht, entsprechende
Maßnahmen einzuleiten und Schlimmeres zu verhindern.

> Auch wenn man glaubt, was über Hunde zu "wissen" und sie einschätzen zu
> können - Selbstüberschätzung ist der erste Weg zur Besserung.

Soso... Selbstüberschätzung ist der erste Weg zur Besserung? ROTFLOL!
Der ist so gut, den muß man siggen.

Bert

Graziella Pugliese

unread,
May 17, 2004, 1:23:20 AM5/17/04
to
Bonsai <Bons...@nurfuerspam.de> writes:

> ich dachte eigentlich immer, dass es zumindest unter den groesseren
> Hunden keinen (naja ... so gut wie keinen) gibt, der ohne Vorwarnung
> beisst.

Wie man sich irren kann...

> Die Berner Sennenhunde hatte ich fuer mich eigentlich unter
> den relativ "gutmuetigen" eingeordnet.

Yepp...die haben halt den kuscheligem Stofftier-Bonus. Nur leider
ist nicht jeder Berner so gutmuetig wie sein Image.



> Heute, genauer Gestern, begegnete ich aber einem ganz speziellen.
> Ich hatte ihn an der Hand schuppern lassen - ok ... er hat sich den
> Kopf kaulen lassen - ok ... und *zack* ... hing er in meinem Arm.
> Na ganz klasse.

Ooooch, ich haette noch ganz andere Dinge gedacht....und gesagt. :-)

Um mal hier auf Sani einzugehen: ich gehe mal davon aus, dass der
Hund auf dieser Veranstaltung angeleint war, das Herrchen ebenfalls
an der Leine hing und Marion eine ruhige, freundliche Kontaktaufnahme
(unter den Augen des Mannes!) gestartet hat. Bei einem offensichtlich
bekannten *unfreundlichen* Verhalten des Hundes kann man aber wohl
erwarten, dass der Mann seinen Hund immer im Blick hat und entsprechende
Kontaktaufnahmen untersagt, sprich: potentielle Streichler warnt.

Ich verstehe also nicht so ganz, warum Du Marion also eine Schuld zu-
gesprechen willst.

> Er hat mich nur "halb = einseitig" erwischt, also einseitig die
> Reisserchen ... zwei mal massive Abschuerfung (oben, unten), fieser
> Bluterguss inzwischen und _keine_ Loecher in der Jacke.
> Beim Loch-Check in der Jacke wurden vom Halter _keine_ Loecher
> _erwartet_ ... bestaetigt welche Vermutung? ... Stumpf gemacht! (kein
> Oldie, der Hund)

Das denke ich eher nicht. :-)

Nur Welpenzaehnchen sind extrem spitz und bei jedem erwachsenen Hund
werden die Zaehne durch Abnutzung staendig stumpfer. Hast Du einen
Steinetraeger, Tennisballgnatscher oder dergleichen geht das sogar
noch viel schneller. Hinzu kommt, dass Berner Sennen, Neufundis & Co.
fuer ihre Koerpergroesse eh sehr kleine, unscheinbare Zaehne haben.
Demi z.B. hat das Gebiss ihrer Mutter (Landseer) geerbt... und ihre
Zaehne sehen bei einem so grossen Hund echt laecherlich aus!

Weiterhin muss man bedenken, wie fest das Gewebe Deiner Jacke war.

Und noch ein Gedanke: welcher TA wuerde mit welcher Begruendung die
Zaehne eines Hundes runterfeilen?


> Ich hatte den Hund die ganze Zeit _beobachtet_ (ich kenne ja _mein_
> ungewoehnliches Nervenbuendel)! Da war kein grummeln, zurueckzucken,
> Gesichtsveraenderungen oder sonstiges, der hatte nicht mal mit der
> Wimper gezuckt.

Also unberechenbar. *nick*

Den Haltern gehoert eigentlich ein gehoeriger Tritt in den Hintern
verpasst.



> Logisch haben sie sich entschuldigt, getoppt von einem zaghaftem "der
> hat wohl ihren Hund gerochen ...".
> Bloedsinn, dann haette der viel frueher agiert.

Dieses Argument finde ich eh daemlich. Ich kann mir ja noch so
gerade vorstellen, dass ein Hund, der eine Feindschaft zu einem
bekannten Hund pflegt, diesen "Hass" auch auf dessen Halter ueber-
traegt. Mich hat im Vorbeigehen auch mal eine DSH gebissen, die
nicht besonders gut auf meine Weiber zu sprechen war (sie hat
aber gluecklicherweise nur einen Zipfel meiner Lederjacke erwischt).
Aber selbst da erwarte ich immer noch angemessenes Drohverhalten.

Gruss, Grazi

franz hegele

unread,
May 17, 2004, 1:22:45 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 05:02:11 +0200, Charlie
<dr...@decadence.kicks-ass.net> wrote:

Marion schrieb:

>Ich hatte ihn an der Hand schuppern lassen - ok ... er hat sich den
>Kopf kaulen lassen - ok ... und *zack* ... hing er in meinem Arm.

Da kann es doch keine zwei Meinungen geben: Wenn ein Halter seinen
Hund so nah an mich ranlässt, dass der an meiner Hand schnuppern kann,
dann impliziert das sein OK, dass der Hund "sauber" ist und ich -
sowie jeder Andere, ein Kind z.B. - ihn auch anfassen "darf".

- Wär' ja noch schöner, wenn man da zur Salzsäule erstarrt
stehenbleiben müsste, bis man vom Halter erfragt hat, ob der Hund
jetzt gleich zuschnappt, wenn man die Hand bewegt, die gerade
beschnuppert wird.. :-((


>> Auch wenn man glaubt, was über Hunde zu "wissen" und sie einschätzen zu
>> können - Selbstüberschätzung ist der erste Weg zur Besserung.

- Heiliger Sankt Sigismund... ;-))

>Soso... Selbstüberschätzung ist der erste Weg zur Besserung? ROTFLOL!
>Der ist so gut, den muß man siggen.
>
>Bert

moin Bert,

is' doch nicht schlecht, dass Du wieder da bist... mit Deinem
"Durchblick", den Du manchmal in so klare Worte kleidest... ;-)

Grüsse,
franz

Harald M.

unread,
May 17, 2004, 3:12:17 AM5/17/04
to

"Bonsai" <Bons...@nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:m0rfa0lb96jhjs1ev...@4ax.com...
snip

> Himmel, bewahre uns vor solchen Haltern mit ihren Hunden.
>
> Tschau
> Marion

Das ist exakt mein Ding- dagegen wettere ich schon seit langer Zeit! Es
sind kaputte Typen, die den Hund absichtlich scharf gemacht haben und
oft genug nicht mehr "Herr" darueber werden und zu solchen Methoden
greifen- (Zaehne abschleifen) weil sie mit dem Hund zuechten wollen.
Das habe ich schon oefter gesehen, dass Hunde in engen Boxen zu mehreren
saßen und deshalb diese "Zahnbehandlung" bekommen haben.. (Bernhardiner)

Aus diesen Gruenden halte ich auch n i c h t s von Hundevereinen und
SV´s ...
und habe die "neue Sozialisation" durchgesetzt bei meiner
Hundeerziehung- jeder Mensch und vor allen Dingen jedes Kind m u s s
jederzeit und immer den Peter gefahrlos streichel und anfassen duerfen.
Das ist auch eine Frage der Wesensfestigkeit, die bei vielen
Zuchthunderassen arg an ihre Grenzen stoeßt.

Viele HalterInnen gerade groeßerer Rassen sind hart am Rande von Sozial
einzustufen und bestaetigen oft den Eindruck der restlichen
,nichthundehaltenden Bevoelkerung und schueren weiter Vorurteile...


--
Gruß v. Efeu-Netzwerk Phoenix
u. Peter, dem Plätzchenwolf:
http://de.geocities.com/thebabastar/Peterchen.html
***Client Countryboy,IBM DualPentiumPro***
--

Olivier Hain

unread,
May 17, 2004, 2:35:51 AM5/17/04
to
Bonsai <Bons...@nurfuerspam.de> schrieb:

[fremder Berner Sennenhund beisst zu]

Hallo Marion,

zum einen erstaunt es mich, zum anderen muss man damit rechnen,
jederzeit bei jedem "nicht von einem selber erzogenen Hund".

Ich war mal auf Kurzurlaub im Allgaeu Naehe Kempten, da traf ich eine
Frau mit einem Bernhardiner, ein richtigt schoener stattlicher
Bursche. Die Frau sagte mir, dass er beisst und ich (ohne Hund) besser
Abstand halten solle. Ich kam mit ihr in's Gespraech und erfuhr, dass
das Verhalten eigentlich typisch ist fuer einen Bernhardiner, das sind
tolle Wachhunde. Das hat mich voellig umgehauen, da ich auch nur
Bernhardiner mit dem Bild des Helfenden mit Rumfaesschen um den Hals
kenne.

Ich kam in Florida, in Miami auf dem Flughafen mit einem "Wachmann mit
Golden Retriever" in's Gespraech und sagte welch ein Schoener
Retriever, wie im Bilderbuch. Er nur ganz kurz, dass der bissig ist
und ich vorsichtig sein muss. Ich war wie von den Socken gehauen, ein
Golden Retriever diese sanftmuetige Rasse soll aggre sein?

Als Teenager habe ich mal Zeitungen einmal die Woche ausgetragen und
kam immer jede Woche zu einem altdeutschen DSH mit langem Fell. Auch
ein schoenes Tier lebte auf einem Bauernhof, den hat es nie
gekuemmert, wenn ich kam, die Zeitung in den Postkasten tat, und
wieder verschwand. Bis eines Tages, es war ein sonniger Tag und er lag
in der Sonne auf dem Absatz vor der Haustuer unterhalb des
Briefkastens. Ohne Vorwarnung (Knurren oder so) biss er kraeftig zu,
sodass ich zum Arzt musste, diverse Spritzen und eine Woche Verband.
Aber warum sollte ich mich wundern? Nein damit muss man jederzeit bei
fremden Hunden rechnen.

Obwohl ich sehr viel Kontakt habe mit sehr vielen unterschiedlichen
Rassen, grosse und kleine, habe ich gewaltigen Respekt vor fremden
Hunden (Dackel, wie auch Dobermaenner), nicht Angst, aber Respekt.
Erst schaue ich ihn mir an, bevor ich ihn einfach anfasse. Der Hund
kann ja nix fuer sein Verhalten, wenn er von irgendeinem Volltrottel
erzogen wurde, der von Erziehung keine Ahnung hat. Auch ich habe die
Idioten (Jugendliche/Jungerwachsene) gesehen in Duisburg-Homburg, die
Erziehung gleichsetzen mit Fusstritten an einen angeleinten Hund, der
sich nicht wehren kann, da zuviele um ihn herum standen.

Aber ich bin nicht der Meinung, dass bestimmte Rassen verboten
gehoeren, sondern "Halter", die es nicht schaffen ihren Hund gewaltlos
zu erziehen.

Laut den deutschen Gesetzen, die ich gelesen habe, reicht es Marion,
wenn du eine Anzeige wegen dem Hundebiss machst, dass der Hund
(Rasseunabhaengig) als hochgradig gefaehrlich eingestuft wird, was das
heisst weiss hier ja jeder.

Zitat: Ein Hund, der einen Menschen oder einen anderen Hund verletzt,
stellt eine Gefahr dar fuer die Oeffentlichkeit.

Olivier

Stephanie 'BlackCrow' Hinsch

unread,
May 17, 2004, 2:58:36 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 07:22:45 +0200, franz hegele wrote:
> - Wär' ja noch schöner, wenn man da zur Salzsäule erstarrt
> stehenbleiben müsste, bis man vom Halter erfragt hat, ob der Hund
> jetzt gleich zuschnappt, wenn man die Hand bewegt, die gerade
> beschnuppert wird.. :-((

Warum gehst du davn aus, dass der Hund auch dann gebissen hätte, wenn
Marion sich nur bewegt hätte? Mir wurde in der Tat aus genau diesem Grunde
als Kind beigebracht keine fremden Hunde anzufassen. Das gilt auch für
kuschelige Hunde. Es geht mir auch ziemlich auf den Zeiger, dass ich
regelmäßig einen Schwarm Kinder von "Lassie" vertreiben muss und das obwohl
er _kein_ Beißer ist. Ich kann aber auch schwerlich mit einem Schild
herumlaufen "lassen Sie bitte den Hund in Ruhe". Gewisse Dinge sollten sich
eigentlich von selbst verstehen.

Natürlich würde ich von den Besitzern etwas mehr Umsicht und Reaktionen
erwarten als nur "Oh. Sorry."
Aber davon, den Hund jetzt als eigenständige Killermaschine darzustellen,
die alles angreift, was sich bewegt, halte ich anders herum auch wenig.


Gruss von Stephanie

--
Stephanie 'BlackCrow' Hinsch
mit Lucie, Mika und Special Agent Dale Cooper (|\)

René 'vollmi' Vollmeier

unread,
May 17, 2004, 2:52:24 AM5/17/04
to
Charlie <dr...@decadence.kicks-ass.net> schrieb folgendes:

> Nein, offensichtlich dachte der Halter so gut wie gar nicht.
> Denn wenn ich als Halter selbst schon *weiß*, daß mein Hund ohne jegliche
> Vorwarnung und/oder ohne jegliche erkennbaren Anzeichen zubeißt, dann
> behalte ich meinen Hund auf jeden Fall so unter Beobachtung, daß ich andere
> *rechtzeitig* warnen kann.

Nunja, bei uns ist es eher umgekehrt. Bei Berner Sennenhunden nimmt man
eher an das sie grundsätzlich eher gefährlich als harmlos sind.

Ich glaube nicht das die in DE grundlegend anders sind.

Keiner käme hier auf die Idee einem Berner zu nahe zu kommen ohne ihn
gut zu kennen.

Und bei dem im OP genannten Hund scheint es eher ein Warnbiss gewesen zu
sein. Selbst mit abgeschliffenen Zähnen würde ein Berner wohl nicht
unerhebliche Verletzungen verursachen, sollte er ernsthaft zubeissen.

mfG René

franz hegele

unread,
May 17, 2004, 3:33:08 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 08:58:36 +0200, Stephanie 'BlackCrow' Hinsch
<blac...@netdefense.de> wrote:

>Warum gehst du davn aus, dass der Hund auch dann gebissen hätte, wenn
>Marion sich nur bewegt hätte?

Wissen tu ich's natürlich nicht... aber ausschliessen kannst Du es
genausowenig, wenn der Ablauf so war, wie von Marion geschildert.

Für mich ist es eigentlich eher ein bedingter Reflex, dass ich in so
einem Fall dem Hund kurz über den Kopf streichle und ihn frag':
"Na was bist'n du für einer..??" - oder ähnlichen "smalltalk", den
wohl die Meisten... gerade *diejenigen*, die Hunde mögen... in so
einem Fall ablassen.

> Mir wurde in der Tat aus genau diesem Grunde
>als Kind beigebracht keine fremden Hunde anzufassen.

Das ist zwar sozusagen die "sichere" Art, mit Hunden umzugehen..
nämlich *nicht*..!
Aber es impliziert natürlich auch: *Hunde sind gefährlich*, und genau
davon wollen - müssen - wir doch eigentlich wegkommen, dass es *das*
ist, was Kinder über Hunde schon von klein auf lernen.

>Es geht mir auch ziemlich auf den Zeiger, dass ich
>regelmäßig einen Schwarm Kinder von "Lassie" vertreiben muss und das obwohl
>er _kein_ Beißer ist.

Tut mir leid, ich versteh's nicht, warum Du das tun *musst*.
- Ich hab' bei dem Meinen noch nie den Eindruck gewonnen, dass es ihm
besonders unangenehm wäre, auch wenn da eine komplette Schulklasse an
ihm rumtatscht. Es ist ihm eher egal und für mich doch kein Grund, ihm
"beizustehen".

>Aber davon, den Hund jetzt als eigenständige Killermaschine darzustellen,
>die alles angreift, was sich bewegt, halte ich anders herum auch wenig.

Übertreiben wir da nicht ein bisserl?.. ;-)

Grüsse,
franz

S. Heinz

unread,
May 17, 2004, 3:39:48 AM5/17/04
to
Bonsai <Bons...@nurfuerspam.de> wrote:
> Hi Leute,

> Heute, genauer Gestern, begegnete ich aber einem ganz speziellen.
> Ich hatte ihn an der Hand schuppern lassen - ok ... er hat sich den
> Kopf kaulen lassen - ok ... und *zack* ... hing er in meinem Arm.
> Na ganz klasse.

irgentwas ist egschehn das hund meinte dich zurechtweisen zu müssen,
nein, ich denke das du keine schuld hast an der eminung des hundes.
vielleicht irgentwas im hintergrung.
hunde wissen schon genau wie sie ihre beißerchen einsetzen.
gebissen hat er eigentlich nicht, hablt nur sein maul benuzt.
denk das ein senn mehr beiskraft hat eis der viel zitierte "kampfhund"

>
> Die Reaktion des Halters: eher Bedauern als Entsetzen

kann ich mir vostellen.


> So leid es mir fuer den Hund tut ... aber der _ist_ gemeingefaehrlich.

nö, muß nict sein, dus chreibst ja selber genug stress in der
umgebung....

> Na, wie dem auch sei ... ich bin entsetzt.
> Und ja, es gibt _wirklich_ Hunde die ohne Vorwarnung zubeissen ....

sei froh das er nict "gebissen" hat, dann hätte auch eine noch so dicke
kleidung nicts genuzt.
richtig ist aber auch das sich den besitzer vorsehen muß und
kontaktaufnahmen verhindern muß.

> Himmel, bewahre uns vor solchen Haltern mit ihren Hunden.

so würde ichs nict sehn... bin auch schon von hunden gezwickt worden,
ja, es gab auch blaue flecken.

der hund müte eigentlich lernen mit seinem maul umzugehn..... und zu
lernen wenn er sein unbehagen anders äußern sollte.
frage, was der hund vielleicht noch sehr jung?

steffen


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Stephanie 'BlackCrow' Hinsch

unread,
May 17, 2004, 6:52:17 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 09:33:08 +0200, franz hegele wrote:
>>Warum gehst du davn aus, dass der Hund auch dann gebissen hätte, wenn
>>Marion sich nur bewegt hätte?
>
> Wissen tu ich's natürlich nicht... aber ausschliessen kannst Du es
> genausowenig, wenn der Ablauf so war, wie von Marion geschildert.

Ich finde es ineffektiv, von Dingen auszugehen, die man nicht ausschließen
kann und von dort aus zu argumentieren. Sinnvoller wäre es doch, erst
einmal die tatsächliche Situation zu diskutieren.

Ich für meinen Teil sehe einen sehr großen Unterschied zu einem Hund, der
von sich aus jemanden angreift und einen der beißt, wenn man ihn am Kopf
anfasst.

> Für mich ist es eigentlich eher ein bedingter Reflex, dass ich in so
> einem Fall dem Hund kurz über den Kopf streichle und ihn frag':

Das mache ich z.B. nie. Ich halte die offene Hand hin und gehe in die
Hocke. Das mache ich bei allen fremden Tieren in dieser Höhe, die ich gern
anfassen würde so - ich demonstriere Kontaktbereitschaft und überlasse es
dem Tier, ob es mich berühren möchte. Das schafft IMO Vertrauen.

>> Mir wurde in der Tat aus genau diesem Grunde
>>als Kind beigebracht keine fremden Hunde anzufassen.
>
> Das ist zwar sozusagen die "sichere" Art, mit Hunden umzugehen..
> nämlich *nicht*..!

Ich sehe noch eine große, weite und bunte Welt zwischen "ich berühre
niemals Hunde" und "ich fasse ungefragt keine fremden Hunde an". Die
Betonung lag btw auch auf _fremde_ Hunde.

> Aber es impliziert natürlich auch: *Hunde sind gefährlich*, und genau
> davon wollen - müssen - wir doch eigentlich wegkommen, dass es *das*
> ist, was Kinder über Hunde schon von klein auf lernen.

Sowas ("gefährlich") habe ich auch nicht gelernt. Ich habe auch keine Angst
vor Herdplatten, trotzdem fasse ich nicht blindlings einfach drauf. Ich bin
mir einfach sachlich und vernünftig der Gefahren bewusst und respektiere
sie. Ich weiß ja auch, dass ich einem Pferd ein Stück Karotte auf der
flachen Hand geben muss, damit es mir nicht (versehentlich) in den Finger
beißt. Angst hatte ich auch als Kleinkind nicht vor Pferden.

>>Es geht mir auch ziemlich auf den Zeiger, dass ich
>>regelmäßig einen Schwarm Kinder von "Lassie" vertreiben muss und das obwohl
>>er _kein_ Beißer ist.
>
> Tut mir leid, ich versteh's nicht, warum Du das tun *musst*.

Weil ich nicht möchte, dass er zum Beißer _wird_. Er mag Kinder nicht
sonderlich, ich glaube es hängt mit ihren Stimmen zusammen. Er kann auch
keine kreischigen Frauenstimmen leiden.
Und er ist ein distanzierter Hund, heisst - er mag nicht einfach von
Fremden angefasst werden, er weicht dann zurück bzw möchte erst an der Hand
schnuppern. Kinder zeigen dahingehend aber selten Respekt. Ich wüsste
nicht, warum er das erdulden muss.

Ein einzelnes Kind, das vorher fragt und ihn nicht bedrängt, darf ihn
natürlich auch anfassen, wenn ich sehe, dass er nichts dagegen hat.

> - Ich hab' bei dem Meinen noch nie den Eindruck gewonnen, dass es ihm
> besonders unangenehm wäre, auch wenn da eine komplette Schulklasse an
> ihm rumtatscht. Es ist ihm eher egal und für mich doch kein Grund, ihm
> "beizustehen".

Dann würde ich von _deinem_ Hund wohl auch keine Schulklassen vertreiben.
Ich habe aber _meinen_ Hund.

>>Aber davon, den Hund jetzt als eigenständige Killermaschine darzustellen,
>>die alles angreift, was sich bewegt, halte ich anders herum auch wenig.
>
> Übertreiben wir da nicht ein bisserl?.. ;-)

Ja, ich fand die Darstellung mit dem "wenn ich nur meine Hand bewege" etwas
übertrieben - sie kam aber nicht von mir.

Bonsai

unread,
May 17, 2004, 7:37:16 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 07:23:20 +0200, le...@gmx.net wrote:
>> ich dachte eigentlich immer, dass es zumindest unter den groesseren
>> Hunden keinen (naja ... so gut wie keinen) gibt, der ohne Vorwarnung
>> beisst.
>
>Wie man sich irren kann...

Ja leider :-(

>> Die Berner Sennenhunde hatte ich fuer mich eigentlich unter
>> den relativ "gutmuetigen" eingeordnet.
>
>Yepp...die haben halt den kuscheligem Stofftier-Bonus. Nur leider
>ist nicht jeder Berner so gutmuetig wie sein Image.

Es ist nur bloed, dass ich nicht "Spezialist fuer alle Hunderassen"
bin, quasi ein "wandelnder Rassenduden".

>Um mal hier auf Sani einzugehen: ich gehe mal davon aus, dass der
>Hund auf dieser Veranstaltung angeleint war, das Herrchen ebenfalls
>an der Leine hing und Marion eine ruhige, freundliche Kontaktaufnahme
>(unter den Augen des Mannes!) gestartet hat. Bei einem offensichtlich
>bekannten *unfreundlichen* Verhalten des Hundes kann man aber wohl
>erwarten, dass der Mann seinen Hund immer im Blick hat und entsprechende
>Kontaktaufnahmen untersagt, sprich: potentielle Streichler warnt.

Also, dann jetzt nochmal im Detail:
Bereits abseits vom Getuemmel, Herrchen steht bei seinem Hund, plus
Herrchen's Eltern. Herrchens Vater palavert mit meiner
Schwiegermutter, ich komme dazu.
Hund will zu mir zum schnuppern, Herrchen zieht ihn zurueck. Ich
schaue Herrchen fragend an, Herrchen laesst die Leine locker.
Also Herrchen steht hinter dem Hund, die Eltern von Herrchen stehen
links und rechts vom Hund, ich stehe vor dem Hund, meine
Schwiegermutter neben mir und palavert weiter.
Ich lasse den Hund schnuppern, er laesst sich am Kopf kraulen, keiner
bewegt sich irgendwie (alles steht ruhig), es laeuft auch niemand in
dem Moment an uns vorbei, es war eben _gar nichts_.
Ich beobachte Hund, Herrchen beobachtet Hund und *zack*.
Frauchen kam erst spaeter dazu.

Wie gesagt, haette der Bloedmann vorher einen Ton gesagt (oder die
Leine auf meinen fragenden Blick eben nicht wieder locker gelassen)
haette ich einen Teufel getan und den Hund "angegrapscht". So einen
Scheiss mache ich nicht und schon gar nicht, da ich selbst eine
"Madame-fass-mich-nicht-an" habe.

>Ich verstehe also nicht so ganz, warum Du Marion also eine Schuld zu-
>gesprechen willst.

Weil sie einen Sprung in der Schuessel hat?

>> Er hat mich nur "halb = einseitig" erwischt, also einseitig die
>> Reisserchen ... zwei mal massive Abschuerfung (oben, unten), fieser
>> Bluterguss inzwischen und _keine_ Loecher in der Jacke.
>> Beim Loch-Check in der Jacke wurden vom Halter _keine_ Loecher
>> _erwartet_ ... bestaetigt welche Vermutung? ... Stumpf gemacht! (kein
>> Oldie, der Hund)
>
>Das denke ich eher nicht. :-)

Ok, ueber die Beschaffenheit der Zaehne _dieser_ Hunde weiss ich
tatsaechlich nichts. Auch nicht ueber die "normale" Beisskraft.
Ich kann nur von _meinem_ Hund (und von Hunden, von denen ich Laufe
meines Lebens so gezwickt wurde) ausgehen.
Hunde koennen _sehr_ genau ihre "Beisskraft" dosieren, so sie denn
wollen. Mehr als ein paar Kratzer bzw blaue Flecke habe ich bisher
noch nie davongetragen.
Mit _so_ einem Druck (wieso fiel mir ausgerechnet _dieses_ so sehr
auf? Weil so voellig unerwartet hoch? Weil noch nie ernsthaft gebissen
worden?) haette ich eben eine fiese Fleischwunde erwartet, dem war
aber nicht so. Einen solch fetten Bluterguss hatte ich bei einem
"gezwickt" werden noch nie, nicht mal bei "boese gezwickt".
Keine Loecher bei _normal spitzen_ Zaehnen ... fuer mich nicht
vorstellbar.
Daher sagte ich, dass das _kein_ Schnappen mehr war. Wenn _das_ noch
als Schnappen durchgeht ... na dann, gute Nacht.

>Nur Welpenzaehnchen sind extrem spitz und bei jedem erwachsenen Hund
>werden die Zaehne durch Abnutzung staendig stumpfer. Hast Du einen
>Steinetraeger, Tennisballgnatscher oder dergleichen geht das sogar
>noch viel schneller. Hinzu kommt, dass Berner Sennen, Neufundis & Co.
>fuer ihre Koerpergroesse eh sehr kleine, unscheinbare Zaehne haben.
>Demi z.B. hat das Gebiss ihrer Mutter (Landseer) geerbt... und ihre
>Zaehne sehen bei einem so grossen Hund echt laecherlich aus!

Dass der evtl. Steinetraeger ist, daran dachte ich auch, aber _so_ alt
erschien er mir nicht.
_Da_ kann ich mich jetzt taeuschen, aber ich wuerde den irgendwo
zwischen 3 und 6 einordnen (intuitiv etwa 4/5), also "im besten
Alter".

>Weiterhin muss man bedenken, wie fest das Gewebe Deiner Jacke war.

Oeh ... so ein Nylon-Regenteil, also relativ duenn.
Gerade deswegen hatte ich mich ja gewundert. Auch kurze Zaehne hatten
da mit sehr viel weniger Druck fix ein Loch reingehauen, nur ganz
stumpfe eben nicht.

>Und noch ein Gedanke: welcher TA wuerde mit welcher Begruendung die
>Zaehne eines Hundes runterfeilen?

Ich kenne keinen.
Ausser - so thereotisch - einer, der einen chronischen Beisser vorm
Einschlaefern bewahren will, indem er die Folgen der Bisse
"vermindert"?

>Also unberechenbar. *nick*
>
>Den Haltern gehoert eigentlich ein gehoeriger Tritt in den Hintern
>verpasst.

Sage ich doch.
Der Hund kann ja erst mal nichts dafuer, dass er so ist, wie er ist,
aber den Haltern gehoert gewaltig eine drueber.
Nur ... gehoert der leider zur Verwandschaft meiner Schwiegermutter,
was ich erst hinterher erfahren habe. Eine Anzeige wuerde uns also
tierischen Aerger mit den Schwiegerleuten einhandeln und mit denen
leben wir auf einem Grundstueck *grummel*.

>> Logisch haben sie sich entschuldigt, getoppt von einem zaghaftem "der
>> hat wohl ihren Hund gerochen ...".
>> Bloedsinn, dann haette der viel frueher agiert.
>
>Dieses Argument finde ich eh daemlich.

Vor allem da das erst kam nachdem er wusste, dass ich selbst einen
Hund habe. Das wusste er vorher nicht.

>Ich kann mir ja noch so
>gerade vorstellen, dass ein Hund, der eine Feindschaft zu einem
>bekannten Hund pflegt, diesen "Hass" auch auf dessen Halter ueber-
>traegt.

Koennte ich mir auch vorstellen.
Wenn jeder, der einen unbekannten Hundegeruch an den Klamotten hat,
von diesem Hund gebissen wuerde, haetten wir bei diesem gestern wohl
ein wahres Massaker erlebt.

>Mich hat im Vorbeigehen auch mal eine DSH gebissen, die
>nicht besonders gut auf meine Weiber zu sprechen war (sie hat
>aber gluecklicherweise nur einen Zipfel meiner Lederjacke erwischt).
>Aber selbst da erwarte ich immer noch angemessenes Drohverhalten.

Genau _dieses_.
_Irgend etwas Erkennbares_ welches kund tut, das Hund gleich zubeisst
und wenn es nur ein ganz leises "grmpf" ist, egal.

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 17, 2004, 7:47:34 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 06:35:51 GMT, Olivier Hain wrote:
>Ich war mal auf Kurzurlaub im Allgaeu Naehe Kempten, da traf ich eine
>Frau mit einem Bernhardiner, ein richtigt schoener stattlicher
>Bursche. Die Frau sagte mir, dass er beisst und ich (ohne Hund) besser
>Abstand halten solle. Ich kam mit ihr in's Gespraech und erfuhr, dass
>das Verhalten eigentlich typisch ist fuer einen Bernhardiner, das sind
>tolle Wachhunde. Das hat mich voellig umgehauen, da ich auch nur
>Bernhardiner mit dem Bild des Helfenden mit Rumfaesschen um den Hals
>kenne.

Aeh .... ich kenne die (aus dem RL) auch nur als "vollkommen harmlos".

>Ich kam in Florida, in Miami auf dem Flughafen mit einem "Wachmann mit
>Golden Retriever" in's Gespraech und sagte welch ein Schoener
>Retriever, wie im Bilderbuch. Er nur ganz kurz, dass der bissig ist
>und ich vorsichtig sein muss. Ich war wie von den Socken gehauen, ein
>Golden Retriever diese sanftmuetige Rasse soll aggre sein?

Goldies stehen bei mir auf "da weiss man nicht", die koennen so oder
so sein. Da habe ich also keine ueberwiegende gut/boese Tendenz.

>Als Teenager habe ich mal Zeitungen einmal die Woche ausgetragen und
>kam immer jede Woche zu einem altdeutschen DSH mit langem Fell. Auch
>ein schoenes Tier lebte auf einem Bauernhof, den hat es nie
>gekuemmert, wenn ich kam, die Zeitung in den Postkasten tat, und
>wieder verschwand. Bis eines Tages, es war ein sonniger Tag und er lag
>in der Sonne auf dem Absatz vor der Haustuer unterhalb des
>Briefkastens. Ohne Vorwarnung (Knurren oder so) biss er kraeftig zu,
>sodass ich zum Arzt musste, diverse Spritzen und eine Woche Verband.
>Aber warum sollte ich mich wundern? Nein damit muss man jederzeit bei
>fremden Hunden rechnen.

Wenn ich jederzeit damit rechnen muesste von unbekannten Hunden
gebissen zu werden, dann wuerde ich mich wohl kaum noch vor die Tuer
trauen bei den vielen Hunden, die hier(zum Teil leinenlos) unterwegs
sind.
Dann haette ich mich am Samstag in der Hundeschule bei "Leinen los"
sofort mit meinem Hund vom Platz fluechten muessen. Insbesondere, da
da einer dabei war, der angeblich sofort auf jeden fremden Hund
losgeht (uebrigens hatten die Halter ihren Schaefer-Mix vollkommen
falsch eigeschaetzt und immer falsch reagiert bei solchen
"Angriffsversuchen").

>Obwohl ich sehr viel Kontakt habe mit sehr vielen unterschiedlichen
>Rassen, grosse und kleine, habe ich gewaltigen Respekt vor fremden
>Hunden (Dackel, wie auch Dobermaenner), nicht Angst, aber Respekt.

Respekt habe ich vor allen fremden Hunden.

>Erst schaue ich ihn mir an, bevor ich ihn einfach anfasse.

Haargenau.

>Aber ich bin nicht der Meinung, dass bestimmte Rassen verboten
>gehoeren, sondern "Halter", die es nicht schaffen ihren Hund gewaltlos
>zu erziehen.

Auch dieses.

>Laut den deutschen Gesetzen, die ich gelesen habe, reicht es Marion,
>wenn du eine Anzeige wegen dem Hundebiss machst, dass der Hund
>(Rasseunabhaengig) als hochgradig gefaehrlich eingestuft wird, was das
>heisst weiss hier ja jeder.

1. Anzeige geht leider nicht (der Halter gehoert zur Verwandtschaft,
andererseits ... *seufz*).
2. Was das in Bayern bedeutet weiss ich nicht (der Hund kann ja nichts
fuer die Daemlichkeit des Halters).
3. Was das in unserer Stadt bedeutet weiss ich nicht (der Hund kann ja
nichts fuer die Daemlichkeit des Halters)

>Zitat: Ein Hund, der einen Menschen oder einen anderen Hund verletzt,
>stellt eine Gefahr dar fuer die Oeffentlichkeit.

Ja.
Ist ein Bluterguss eine "Statistik wuerdige" Verletzung?
Ich wuerde sagen: nein.

Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob der Hund nicht bei einem Kind
(insofern er das ueberhaupt auch bei Kindern macht, weiss ich ja
nicht) damit nicht mal flugs ein Aermchen brechen koennte.

Tschau,
Marion

Bonsai

unread,
May 17, 2004, 7:51:05 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 09:39:48 +0200, "S. Heinz" wrote:
>irgentwas ist egschehn das hund meinte dich zurechtweisen zu müssen,
>nein, ich denke das du keine schuld hast an der eminung des hundes.
>vielleicht irgentwas im hintergrung.

Ich habe darueber nachgedacht und konnte leider beim besten Willen
keine Entschuldigung zu Gunsten des Hundes finden.

>hunde wissen schon genau wie sie ihre beißerchen einsetzen.

Richtig.

>gebissen hat er eigentlich nicht, hablt nur sein maul benuzt.

Kommt darauf wo man die Grenze setzt.

>denk das ein senn mehr beiskraft hat eis der viel zitierte "kampfhund"

Ich weiss es nicht.
Aber wie du schon selbst sagtest, sie wissen genau, wie sie ihre
Beisserchen einsetzen.

>> So leid es mir fuer den Hund tut ... aber der _ist_ gemeingefaehrlich.
>
>nö, muß nict sein, dus chreibst ja selber genug stress in der
>umgebung....

Wenn alleine diese Tatsache einen Hund zum beissen bewegt, dann
gehoert er nicht dahin und hat gefaelligst erst mal in einer weniger
stressigen Umgebung zu bleiben.
Ausserdem standen wir bereits abseits von dem "Getuemmel".

>> Na, wie dem auch sei ... ich bin entsetzt.
>> Und ja, es gibt _wirklich_ Hunde die ohne Vorwarnung zubeissen ....
>
>sei froh das er nict "gebissen" hat, dann hätte auch eine noch so dicke
>kleidung nicts genuzt.

Ich denke er hat, hat mich aber nicht "richtig" erwischt.

>> Himmel, bewahre uns vor solchen Haltern mit ihren Hunden.
>
>so würde ichs nict sehn... bin auch schon von hunden gezwickt worden,
>ja, es gab auch blaue flecken.

Blaue Flecke sind fuer mich definitiv "nur zwicken".
Ich kann jetzt nicht genau erklaeren was fuer mich "noch blauer Fleck"
ist und ab wann "ein Bluterguss", da beides zusammengehoert. Ich
versuche es mal. Blauer Fleck: wird halt blau. Bluterguss: die ganze
Palette mit aufschwillen durch saemliche rot- und lilatoene, bis es
halt mal blau wird.

Wegen einem blauen Fleck rege ich mich nicht auf.

>frage, was der hund vielleicht noch sehr jung?

Nein, ich schaetze grob um die 4/5.

Tschau
Marion

Bonsai

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May 17, 2004, 8:42:44 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 08:52:24 +0200, René 'vollmi' Vollmeier wrote:
>Nunja, bei uns ist es eher umgekehrt. Bei Berner Sennenhunden nimmt man
>eher an das sie grundsätzlich eher gefährlich als harmlos sind.
>
>Ich glaube nicht das die in DE grundlegend anders sind.

Ich denke doch.
In DE halten viele Menschen alle DSH fuer "Kommissar Rex" und das
_obwohl_ es davon doch viele gibt. Genauso halten viele Menschen alle
DSH fuer "Kampfmaschinen", was natuerlich genauso Quark ist.
Die meisten aber - denke ich - wissen, dass ein fremder DSH "erst mal
mit Vorsicht" zu geniessen ist und weder das eine, noch das andere
sein muss. Mit dem "die meisten" kann ich mich jetzt aber auch
taeuschen.

Da kann man kein "breit gestreutes" Wissen ueber eine sehr viel
seltenere Hunderasse erwarten.
Googlen hat mir dann auch einiges offenbart, was ich ueber diese Hunde
eben _nicht_ wusste.

>Keiner käme hier auf die Idee einem Berner zu nahe zu kommen ohne ihn
>gut zu kennen.

Der Hund wollte zu mir und ich hatte mich auch am Halter orientiert.
Ich schaue mir immer beide an, Hund _und_ Halter. Aus den Aktionen und
Reaktionen des Halters, kann man meistens erkennen mit was man zu
rechnen hat. Leider war _dieser_ ein Depp.

Also auch bei einem Collie, DSH, Rottweiler, Labbi oder etwas ganz
anderem, waere das vermutlich mit _diesem_ Halter ganz genauso
abgelaufen.
Ok, vielleicht nicht bei einem Hund mit Stehohren (diese "unbewusst
richtig zu lesen" habe ich als Kind vom Hund gelernt).
Wie legt eigentlich ein Schlappohrhund die Ohren an? Kann man das als
"Fremder" ueberhaupt erkennen? Kann es ueberhaupt der Halter?

Und wenn ich jetzt mal so rumphilosophiere ...
Vielleicht hatte der Hund ganz kurz tatsaechlich _irgend etwas_
angezeigt, was ich vielleicht auch _irgendwie_ unbewusst wahrgenommen
hatte und vielleicht _deswegen_ schnell genug meinen Arm zurueckzog
und er mich vielleicht _deswegen_ "nicht richtig" erwischt hatte. Viel
zu viele "vielleicht" fuer meinen Geschmack.
Meistens gibt es Kombinationen von Anzeichen, deutlich sind
"ploetzlich veraenderte" Koerperhaltung (kann ich nicht in Worte
fassen, ist einfach so) und sehr deutlich Ohren, Lefzen, der ganze
"Gesichtsausdruck" eben. Ich habe schon DSH gesehen die "nur" die
Ohren anlegten in manchen Situationen, das ist bei denen auch deutlich
genug, es gibt also auch "nur-ein-Signal-Hunde" (so weit fuer Mensch
deutlich erkennbar).
Fazit: Darf ich jetzt also keine Schlappohr-Hunde mehr anfassen? Da
koennte es solche ja auch geben, bloede wenn es gerade die Ohren sind.

>Und bei dem im OP genannten Hund scheint es eher ein Warnbiss gewesen zu
>sein. Selbst mit abgeschliffenen Zähnen würde ein Berner wohl nicht
>unerhebliche Verletzungen verursachen, sollte er ernsthaft zubeissen.

Wie gesagt, ich kann das jetzt nur subjektiv beurteilen (ich trage
schliesslich kein "Beisskraftmessgeraet" am Arm spazieren).
Aber mit _so_ einem Druck und "nicht richtig erwischt" ... na, ich
weiss nicht, aber ein "Zwicken" war das wirklich nicht mehr.

Wie definierst du "Warnbiss"?
Ein Biss als Warnung _anstatt_ zu warnen "jetzt scheppert es gleich im
Karton"?

Tschau
Marion

Mandy Gierke

unread,
May 17, 2004, 8:58:27 AM5/17/04
to
René 'vollmi' Vollmeier <vol...@vollmi.ch> sprach:

>Nunja, bei uns ist es eher umgekehrt. Bei Berner Sennenhunden nimmt man
>eher an das sie grundsätzlich eher gefährlich als harmlos sind.

>Ich glaube nicht das die in DE grundlegend anders sind.

Berner haben hier eindeutig die "Ich-bin-immer-lieb-Kappe" auf.

Viele Grüße,
Mandy

Michael Meier

unread,
May 17, 2004, 9:06:08 AM5/17/04
to
Mandy Gierke <ma...@hoodies-online.de> wrote:

Jo. Bernhardiner wohl auch. Nachdem mir mal einer an Gurgel wollte,
traue ich keiner Kappe mehr. Ich habe den nicht mal angefaßt, meine
Existenz hat dem bereits gereicht.

Michael

Patrick Kormann

unread,
May 17, 2004, 9:08:53 AM5/17/04
to
René 'vollmi' Vollmeier wrote:

> Nunja, bei uns ist es eher umgekehrt. Bei Berner Sennenhunden nimmt
> man
> eher an das sie grundsätzlich eher gefährlich als harmlos sind.

Das seh ich nun nicht so. Allerdings kraule ich keinen Hund am Kopf (das
am Kopf kraulen ist ja IMHO etwa das intimste, was ein Hund zulassen
kann, resp. es ist grundsätzlich eben gar nicht so positiv besetzt), der
nicht mindestens aktiv auf mich zu kommt.
Die sog. Gebrauchshunde die teilweise auch mal unter die Listenhunde
fallen, sind ja oft Fremden gegenüber eher reserviert. Wenn ein
Rottweiler oder Dobermann mir signalisiert, dass er auf einen Kontakt
mit mir keinen Wert legt, dann bedränge ich ihn nicht, so sehr mir diese
Hunde gefallen. Wenn sie dann erst mal etwas Vertrauen gefasst haben und
aktiv auf einen zu kommen, kann man immer noch knuddeln. Ich sehe
mehrmals pro Woche nen mittlerweilen recht stattlichen Rotti Rüden von
Weitem. Vor ein paar Monaten, als er noch ne halbe Portion war, liess er
sich auch ein bisschen knuddeln von mir. Gestern bin ich in die Hocke
gegangen und hab mit ihm gesprochen, so aus 3 m Entfernung, aber er
wollte nicht zu mir kommen. Die Besitzerin kam dann hinzu und wollte ihn
zu mir führen (die war wahrscheinlich froh, dass mal jemand ihrem Hund
positiv gegenüber tritt), der Hund hat sich dann allerdings eher hinter
ihr versteckt und wollte nicht in meine Nähe. Akzeptiere ich, wir
können's ja noch ein paar Mal versuchen und irgendwann wird das Eis auch
brechen...

> Und bei dem im OP genannten Hund scheint es eher ein Warnbiss gewesen
> zu sein. Selbst mit abgeschliffenen Zähnen würde ein Berner wohl nicht
> unerhebliche Verletzungen verursachen, sollte er ernsthaft zubeissen.

Das sehe ich allerdings auch so.

franz hegele

unread,
May 17, 2004, 9:12:39 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 12:52:17 +0200, Stephanie 'BlackCrow' Hinsch
<blac...@netdefense.de> wrote:

>>>Aber davon, den Hund jetzt als eigenständige Killermaschine darzustellen,
>>>die alles angreift, was sich bewegt, halte ich anders herum auch wenig.
>>
>> Übertreiben wir da nicht ein bisserl?.. ;-)
>
>Ja, ich fand die Darstellung mit dem "wenn ich nur meine Hand bewege" etwas
>übertrieben - sie kam aber nicht von mir.

Na gut, ich meinte damit eher die "eigenständige Killermaschine"...
von wem kam die gleich wieder ?? ;-)

Ansonsten hast Du schon recht, nicht jeder Hund ist gleich und
natürlich muss kein Hund unbedingt Kinder mögen und die sollten das
auch wissen, bzw. lernen, vorher danach zu fragen.

Das ist aber eher ein Thema für die de.soc.familie.kinder und *hier*
fänd' ich es schon gut, wenn wir zu dem Konsens kämen, dass ein Hund
auf *keinen_ Fall* beissen darf.

- Auch nicht in Deine Nase, wenn Du mit Deiner vertrauensbildenden
Massnahme an den Falschen gerätst... ;-)

Grüsse,
franz

Patrick Kormann

unread,
May 17, 2004, 9:17:39 AM5/17/04
to
Bonsai wrote:

> Wenn ich jederzeit damit rechnen muesste von unbekannten Hunden
> gebissen zu werden, dann wuerde ich mich wohl kaum noch vor die Tuer
> trauen bei den vielen Hunden, die hier(zum Teil leinenlos) unterwegs
> sind.

Was heisst denn hier 'zum Teil leinenlos'? Einen angeleinten fremden
Hund würd ich eh nie anfassen, einen nicht angeleinten schon eher.

Patrick Kormann

unread,
May 17, 2004, 9:24:35 AM5/17/04
to
Mandy Gierke wrote:

> Berner haben hier eindeutig die "Ich-bin-immer-lieb-Kappe" auf.

Ich nehm das als Berner mal missbilligend so zur Kenntnis :)

Erasmus Karl

unread,
May 17, 2004, 9:26:20 AM5/17/04
to
Olivier Hain schrieb:

> tolle Wachhunde. Das hat mich voellig umgehauen, da ich auch nur
> Bernhardiner mit dem Bild des Helfenden mit Rumfaesschen um den Hals
> kenne.

> und ich vorsichtig sein muss. Ich war wie von den Socken gehauen, ein


> Golden Retriever diese sanftmuetige Rasse soll aggre sein?

Wenn es schon uns Hundehaltern passiert, einzelne Rassen in solche
Schubladen zu stecken (ich schliesse mich da nicht aus), dürfen wir uns
dann über Menschen wundern/ärgern/empören die beim Anblick eines
Vertreters des Typus "Kampfhund" (bitte Anführungszeichen beachten!)
Angst/Abneigung zeigen?
Die tun doch nur das gleiche unter umgekehrten Vorzeichen.

Nur mal so zum Nachdenken,
Grüsse Erasmus

Renate Alt

unread,
May 17, 2004, 9:40:12 AM5/17/04
to
Bonsai wrote:

Hallo,

auch das ist mir mit einem kleinen Mischling passiert.

Als der Bursche noch sehr klein war, hat er mit Astor gespielt, Astor hat
alles geduldet, sogar den Knochen durfte er zerkauen, gutmütig hat Astor
zugeschaut.

Dann kam er ins Halbstarkenalter. Die Kinder, die am Grundstück vorbeikamen,
ärgerten ihn - wie Kinder so sind - Hund konnte nicht raus, aber er bellte
wild. Der Halbstarke entdeckte seinen Wachinstinkt und Herrchen wollte
nicht, dass er so bellt, so hat er jedesmal eins mit der Hand an den Kopf
bekommen.

Wenn dieser kleine Mischi dann zu uns kam, hab ich ihn immer gestreichelt,
doch nun war das vorbei. Er hatte auch vor meiner Hand Angst. Ich
streichelte Mischi, er knurrte, und ehe ich mich versah, hatte ich sein
Gebiss in der Hand, die er grad noch so erwischte, weil ich wegzog.

Ja, wer hat da nun was falsch gemacht?

Renate


Renate Alt

unread,
May 17, 2004, 9:53:25 AM5/17/04
to
Olivier Hain wrote:

> Bonsai <Bons...@nurfuerspam.de> schrieb:
>
> [fremder Berner Sennenhund beisst zu]
>
> Hallo Marion,

>

> Laut den deutschen Gesetzen, die ich gelesen habe, reicht es Marion,
> wenn du eine Anzeige wegen dem Hundebiss machst, dass der Hund
> (Rasseunabhaengig) als hochgradig gefaehrlich eingestuft wird, was das
> heisst weiss hier ja jeder.

Leider werden da aber Unterschiede bei der Beurteilung gemacht, hast Du was,
bist Du was, fällt oft das Urteil der Ordnungshüter anders aus als bei
Otto-Normal-Verbraucher.

Wir haben hier eine sehr gut situierte Frau rumlaufen mit Dackel Henry an
der Leine, die alle Hundebesitzer mit großen Hunden, auch ohne Grund,
anmacht und damit droht, dafür zu sorgen, dass Hundi Leinenzwang erteilt
wird. Bei sehr vielen hat sie es mittlerweile geschafft (Dackel Henry lebt
ein Leben ohne Hundikontakt und immer an der Leine.

Hat immer Spray dabei und Strom (sagen Betroffene).

Renate

Lueko Willms

unread,
May 17, 2004, 8:47:00 AM5/17/04
to
Am 17.05.04
schrieb Bons...@nurfuerspam.de (Bonsai)
auf /DE/REC/TIERE/HUNDE
in m0rfa0lb96jhjs1ev...@4ax.com
ueber Ausgetickter Berner Sennenhund

B> unwahrscheinliches Ergebnis ... abgefeilte Zaehne?

Die Zähne können auch durch Steine oder Steinstaub an Bällen etc
abgeschliffen sein.


Mfg,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --

"Das Volk, das ein anderes Volk unterjocht, schmiedet seine eigenen
Ketten." - Karl Marx (1. Januar 1870)

Lueko Willms

unread,
May 17, 2004, 8:46:00 AM5/17/04
to
Am 17.05.04
schrieb blac...@netdefense.de (Stephanie 'BlackCrow' Hinsch)
auf /DE/REC/TIERE/HUNDE
in 16qq9hw9mzs5s.4...@40tude.net
ueber Re: Ausgetickter Berner Sennenhund

SBH> Es geht mir auch ziemlich auf den Zeiger, dass ich
SBH> regelmäßig einen Schwarm Kinder von "Lassie" vertreiben muss

woher kommt diese Verpflichtung?

SBH> und das obwohl er _kein_ Beißer ist. Ich kann aber auch
SBH> schwerlich mit einem Schild herumlaufen "lassen Sie bitte den
SBH> Hund in Ruhe".

Ich hab eher das umgekehrte Problem: wenn irgendwo in der Ferne
Kindergeschrei ertönt, läuft mein Hund dort hin, denn Kinder sind
tolle Spielgefährten.

Die Aufsichtspersonen von Schulhöfen und Kindergärten sehen das
leider meist anders, weil sie einfach gegenüber ihren Vorgesetzten den
Arsch bedeckt halten wollen. Sie wollen den Kindern nur den Spaß
gönnen, der im Pflichtenheft ihrer Anstalt vorgeschrieben ist.

SBH> Gewisse Dinge sollten sich eigentlich von selbst verstehen.

Ja, aber ich verstehe nicht, was für Dinge hier gemeint sind.


Mfg,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --

"Es sind nicht die Generäle und Könige, die die Geschichte machen,
sondern die breiten Massen des Volkes" - Nelson Mandela

Renate Alt

unread,
May 17, 2004, 10:17:37 AM5/17/04
to
franz hegele wrote:


>
> Das ist aber eher ein Thema für die de.soc.familie.kinder und *hier*
> fänd' ich es schon gut, wenn wir zu dem Konsens kämen, dass ein Hund
> auf *keinen_ Fall* beissen darf.
>
> - Auch nicht in Deine Nase, wenn Du mit Deiner vertrauensbildenden
> Massnahme an den Falschen gerätst... ;-)

und wie schaff ich das?

Indem ein Hund niemals mit der Hand geschlagen wird.

Überhaupt nicht geschlagen wird....

Gewaltfrei aufwächst, liebevoll mit in unserer Familie/unserem Haushalt
lebt.

Viele Kontakte zu Menschen ob groß oder klein, zu anderen Hunden, zu anderen
Tieren hat.

Renate


Stephanie 'BlackCrow' Hinsch

unread,
May 17, 2004, 11:37:41 AM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 15:26:20 +0200, Erasmus Karl wrote:
> Wenn es schon uns Hundehaltern passiert, einzelne Rassen in solche
> Schubladen zu stecken (ich schliesse mich da nicht aus), dürfen wir uns
> dann über Menschen wundern/ärgern/empören die beim Anblick eines
> Vertreters des Typus "Kampfhund" (bitte Anführungszeichen beachten!)
> Angst/Abneigung zeigen?

Ich finde es nicht problematisch für den eigenen Alltag in "Schubladen" zu
denken, solange man sich dessen bewusst bleibt und daraus keine Gesetze
formuliert oder aggressive Handlungen oder gar Feldzüge daraus begründet.

Ohne Schubladen könnte der Mensch seinen Alltag nicht mehr überblicken,
wenn jede Situation sozusagen wieder Faktor für Faktor neu abgewogen werden
muss (man prüft ja z.B. auch nicht jeden Tag das komplette Preissortiment
aller Supermärkte, sondern weiss wo es was billig gibt - auf die Gefahr
hin, auch mal ein Sonderangebot im anderen Laden zu verpassen, weil man die
tägliche Überprüfung versäumt hat).

IMO sollte ein erwachsener Mensch aber in der Lage sein wichtige Schubladen
zu _benutzen_, sich aber nicht komplett von ihnen dominieren zu lassen.

Hendrik Stindt

unread,
May 17, 2004, 12:04:01 PM5/17/04
to
Hallo Stephanie 'BlackCrow' Hinsch

> Ich finde es nicht problematisch für den eigenen Alltag in
> "Schubladen" zu denken, solange man sich dessen bewusst bleibt und
> daraus keine Gesetze formuliert oder aggressive Handlungen oder gar
> Feldzüge daraus begründet.
>
> Ohne Schubladen könnte der Mensch seinen Alltag nicht mehr
> überblicken, wenn jede Situation sozusagen wieder Faktor für Faktor
> neu abgewogen werden muss (man prüft ja z.B. auch nicht jeden Tag
> das komplette Preissortiment aller Supermärkte, sondern weiss wo es
> was billig gibt - auf die Gefahr hin, auch mal ein Sonderangebot im
> anderen Laden zu verpassen, weil man die tägliche Überprüfung
> versäumt hat).
>
> IMO sollte ein erwachsener Mensch aber in der Lage sein wichtige
> Schubladen zu _benutzen_, sich aber nicht komplett von ihnen
> dominieren zu lassen.

Das finde ich sehr gut ausgedrückt.
Jeder macht so seine Erfahrungen mit bestimmten Rassen, hört und liest
von Erfahrungen anderer Leute. Man sieht welche Art von Leuten welche
Rassen haben, wie die mit denen umgehen usw. Wenn dann viele Leute mit
gefährlichen Hunden bestimmte Rassen in Verbindung bringen, ist das ja
nicht alles aus den Fingern gesogen.
Auch die Wahl seiner eigenen Rasse macht man ja meistens nach den
Erfahrungsschubladen. Kritisch wird es nach meiner Meinung, wenn jemand
nur nach den Rassebeschreibungen in Büchern geht.

--
Viele Grüße
Henk

Olivier Hain

unread,
May 17, 2004, 12:54:27 PM5/17/04
to
Renate Alt <renat...@t-online.de> schrieb:

>Wir haben hier eine sehr gut situierte Frau rumlaufen mit Dackel Henry an
>der Leine, die alle Hundebesitzer mit großen Hunden, auch ohne Grund,
>anmacht und damit droht, dafür zu sorgen, dass Hundi Leinenzwang erteilt
>wird. Bei sehr vielen hat sie es mittlerweile geschafft (Dackel Henry lebt
>ein Leben ohne Hundikontakt und immer an der Leine.
>
>Hat immer Spray dabei und Strom (sagen Betroffene).
>

Entschuldigt den Ausdruck: "Die Alte tickt wohl nicht mehr richtig?"
Habt ihr schon mal ueberlegt, sie koennte mal zufaellig gestolpert
sein, und "zufaellige" 10 Leute bezeugen genau dies?

Man, man, was es alles gibt. <kopfschuettel>

Olivier

Olivier Hain

unread,
May 17, 2004, 12:59:16 PM5/17/04
to
Renate Alt <renat...@t-online.de> schrieb:


>Ja, wer hat da nun was falsch gemacht?
>

Meiner Meinung nach der Halter des kleinen Mixhundes. Angst vor der
Hand, toll. Gerade das Koerperteil, dass ihn fuettert.

Ich haette mir die "Halbstarken" jedesmal vorgenommen.

Olivier

Jessica Grüning

unread,
May 17, 2004, 1:22:37 PM5/17/04
to
Hallo Lüko!

> Die Aufsichtspersonen von Schulhöfen und Kindergärten sehen das
> leider meist anders, weil sie einfach gegenüber ihren Vorgesetzten den
> Arsch bedeckt halten wollen. Sie wollen den Kindern nur den Spaß
> gönnen, der im Pflichtenheft ihrer Anstalt vorgeschrieben ist.

Da ist leider was wahres dran. Kennst Du schon die Seite:
www.helfer-auf-vier-pfoten.de? Dort organisieren sich Menschen, die
*dagegen* "vorgehen" und Hundebesuchsprogramme für Schulklassen, KiTas und
Horte organisieren.

Liebe Grüße
Jessica

franz hegele

unread,
May 17, 2004, 1:37:59 PM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 19:22:37 +0200, Jessica Grüning
<jes...@familie-gruening.de> wrote:


>Da ist leider was wahres dran. Kennst Du schon die Seite:
>www.helfer-auf-vier-pfoten.de? Dort organisieren sich Menschen, die
>*dagegen* "vorgehen" und Hundebesuchsprogramme für Schulklassen, KiTas und
>Horte organisieren.

Eine IMHO sehr gute Sache.

Aber es geht auch einfacher: Warum fragt nicht ein Jeder von uns, der
einen "kindersicheren" Hund hat, bei seiner örtlichen Grundschule an,
ob die nicht z.B. im Zuge eines Wandertages eine Pause mit
"Hundekunde" einlegen wollen.

Ich war schon ein paarmal bei einer befreundeten Lehrerin in der
Klasse - die Kinder waren jedesmal begeistert - aber da kamen jetzt
"haftungsrechtliche" Bedenken auf.

Jetzt treffen wir uns halt "zufällig" beim Wandertag - ist eh in
dieser Umgebung entspannter und besser.

Grüsse,
franz

Jessica Grüning

unread,
May 17, 2004, 1:28:42 PM5/17/04
to
Mandy Gierke schrieb:

> Berner haben hier eindeutig die "Ich-bin-immer-lieb-Kappe" auf.

Ich würde ja mal behaupten, dass *fast_alle* "Kuschelhunde" diesen Ruf
haben... Bobtail, Berner, Bernhardiner, Briard.... Und gerade bei Bobtail,
Berner und Briard habe ich auch schon dermaßen schlechte Erfahrungen - nicht
persönlich - gemacht bzw. kenne einige Exemplare, die besser mit Vorsicht zu
genießen sind.

Grüße
Jessica

Jessica Grüning

unread,
May 17, 2004, 1:34:11 PM5/17/04
to
Patrick Kormann schrieb:

> Die sog. Gebrauchshunde die teilweise auch mal unter die Listenhunde
> fallen, sind ja oft Fremden gegenüber eher reserviert. Wenn ein
> Rottweiler oder Dobermann mir signalisiert, dass er auf einen Kontakt
> mit mir keinen Wert legt, dann bedränge ich ihn nicht, so sehr mir diese
> Hunde gefallen. Wenn sie dann erst mal etwas Vertrauen gefasst haben und
> aktiv auf einen zu kommen, kann man immer noch knuddeln.

Also insgesamt betrachtet gibt es sicherlich Hunde, die eher mehr und
freudiger auf Fremde zugehen (z.B. Bearded Collie) und Hunde, die Fremden
gegenüber eher misstrauisch sind (Hütehunde - Briards...). Aber insgesamt
betrachtet muss ich schon sagen, dass es IMO *viel* mit der Sozialisation zu
tun hat. Ich kenne haufenweise Hunde, deren Rasse nachgesagt wird, dass sie
Fremden gegenüber misstrauisch und zurückhaltend sind. So z.B. auch das
Kooikerhondje. Auf einer Ausstellung mit ca. 150 Kooikerhondjes konnte ich
das *gar_nicht* beobachten, jeder Hund, zu dem ich mich runter bückte, kam
freudig und schwanzwedelnd auf mich zu. Ich denke schon, dass die
Erfahrungen in den ersten 6 Monaten sehr viel ausmachen.

Grüße
Jessica

Jessica Grüning

unread,
May 17, 2004, 1:40:28 PM5/17/04
to
Graziella Pugliese schrieb:

> Dieses Argument finde ich eh daemlich. Ich kann mir ja noch so


> gerade vorstellen, dass ein Hund, der eine Feindschaft zu einem
> bekannten Hund pflegt, diesen "Hass" auch auf dessen Halter ueber-

> traegt. Mich hat im Vorbeigehen auch mal eine DSH gebissen, die


> nicht besonders gut auf meine Weiber zu sprechen war (sie hat
> aber gluecklicherweise nur einen Zipfel meiner Lederjacke erwischt).
> Aber selbst da erwarte ich immer noch angemessenes Drohverhalten.

Einerseits ja. Also Hund verstehen, der Mensch gegenüber gnatzig wird, weil
er dessen Hund nicht leiden kann. Und Drohverhalten auch ja. Aber im Großen
und Ganzen bin ich dann doch der Meinung, dass bei Hunden, die einen
Menschen angehen/beißen, weil der nach "Erzfeind" riecht, irgendwas falsch
gepolt oder schief gelaufen sein muss. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer,
dass Jally nie einen Menschen angehen würde, der nach "Erzfeindin" riecht.
Ihre Erzfeindin 2 Häuser weiter aber doch. Und die ist gewaltig balla-balla.
Sprich, ich erlebe das täglich in der Praxis, ist also nicht einfach so die
Hand ins Feuer gehalten.

Grüße
Jessica

Jessica Grüning

unread,
May 17, 2004, 1:46:54 PM5/17/04
to
Bonsai schrieb:

> Dass der evtl. Steinetraeger ist, daran dachte ich auch, aber _so_ alt
> erschien er mir nicht.
> _Da_ kann ich mich jetzt taeuschen, aber ich wuerde den irgendwo
> zwischen 3 und 6 einordnen (intuitiv etwa 4/5), also "im besten
> Alter".

Der Hund unserer Agility-Trainerin ist jetzt 7, die hatte aber schon vor 2-3
Jahren, also genau in Deinem geschätzten Alter, total abgeschliffene,
stumpfe Zähne, weil sie immer Tennisbälle geschleppt hat, ein typischer Ball
hypnotisierender Border-Mix eben. ;-) *g*

Grüße
Jessica

Lueko Willms

unread,
May 17, 2004, 12:08:00 PM5/17/04
to
Am 17.05.04
schrieb Bons...@nurfuerspam.de (Bonsai)
auf /DE/REC/TIERE/HUNDE
in j46ha0lofh0526224...@4ax.com

ueber Re: Ausgetickter Berner Sennenhund

>> Laut den deutschen Gesetzen, die ich gelesen habe, reicht es Marion,


>> wenn du eine Anzeige wegen dem Hundebiss machst, dass der Hund
>> (Rasseunabhaengig) als hochgradig gefaehrlich eingestuft wird, was das
>> heisst weiss hier ja jeder.

B> 1. Anzeige geht leider nicht (der Halter gehoert zur Verwandtschaft,
B> andererseits ... *seufz*).

B> 2. Was das in Bayern bedeutet weiss ich nicht (der Hund kann ja nichts
B> fuer die Daemlichkeit des Halters).

B> 3. Was das in unserer Stadt bedeutet weiss ich nicht (der Hund kann ja
B> nichts fuer die Daemlichkeit des Halters)

Was sagt denn der Betroffene dazu? Mal mit ihm diese Fragen
besprochen?

Hat der ne Haftpflichtversicherung für den Hund?


mfG,


Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --

"Ohne Pressefreiheit, Vereins- und Versammlungsrecht ist keine
Arbeiterbewegung möglich" - Friedrich Engels (Februar 1865)

Jessica Grüning

unread,
May 17, 2004, 2:07:37 PM5/17/04
to
franz hegele schrieb:

> Aber es geht auch einfacher: Warum fragt nicht ein Jeder von uns, der
> einen "kindersicheren" Hund hat, bei seiner örtlichen Grundschule an,
> ob die nicht z.B. im Zuge eines Wandertages eine Pause mit
> "Hundekunde" einlegen wollen.

Sicher, *das* ist auch eine Möglichkeit. IMO eigentlich nichts anderes als
"Helfer auf vier Pfoten", die haben nur einfach schon Erfahrungen zusammen
getragen, sich organisiert.
Andererseits IMO *auch* Aufgabe der Hundesportvereine. Unser Verein nimmt
zwar jedes Jahr am Kinderferienprogramm teil. Aber letztes Jahr ist auch das
erste Mal etwas in Sachen "Hund" passiert. Da haben wir beiden
Agility-Trainer eine kleine Vorführung gemacht und mit den Kindern über
Hunde geredet. Die Kinder konnten die Hunde streichen etc. Bin mal gespannt,
wie das dieses Jahr wird.

> Ich war schon ein paarmal bei einer befreundeten Lehrerin in der
> Klasse - die Kinder waren jedesmal begeistert - aber da kamen jetzt
> "haftungsrechtliche" Bedenken auf.

Mein Dad kam auch mal mit unserer Bobtail-Hündin in den Bio-Unterricht, das
fanden auch alle klasse. Hier in der Nähe in Heddesheim gibt es einen
Psychotherapeuten, der Hunde-Phobien bei Kindern und Jugendlichen - und
deren Eltern - durch Konfrontationstherapie behandelt in Kooperation mit dem
Tierheim. Ich denke echt, dass Angstabbau am besten durch Konfrontation
gestaltet werden kann, denn immer wieder nur an ängstliche Menschen
heranreden und hündische Verhalten in der Theorie erklären nutzt wenig.

Grüße
Jessica

Hendrik Stindt

unread,
May 17, 2004, 2:21:08 PM5/17/04
to
Hallo franz hegele

> fänd' ich es schon gut, wenn wir zu dem Konsens kämen, dass ein Hund
> auf *keinen_ Fall* beissen darf.

Ich finde, es kommt ganz auf die Situation an. Wenn ich massiv
angegriffen werde, und der Hund vertreibt den Angreifer durch einen Biß
und bewahrt mich so vor weiteren Verletzungen, finde ich das gut.

--
Viele Grüße
Henk

Patrick Kormann

unread,
May 17, 2004, 2:33:08 PM5/17/04
to
Jessica Grüning wrote:

> und schwanzwedelnd auf mich zu. Ich denke schon, dass die Erfahrungen
> in den ersten 6 Monaten sehr viel ausmachen.

Sicher. Wenn ich mit meinem Hund sowas dauernd machen würde, würde er
sich wohl auch daran gewöhnen. Andererseits verlangt man halt auch von
einem Dobermannhalter, dass der Hund bloss nicht zu jemand fremden
hinrennt, der könnte sich ja vor Angst von einer Brücke springen (schon
geschehen...). Vielleicht ist es auch das, was die Hunde so macht.
Wir haben heute in der Hundeschule ne Übung gemacht wo die Leiterin den
Hund festhielt und der Besitzer ist weggerannt und hat sich hinter nem
Baum versteckt und ihn dann gerufen.
Naja, die Leiterin ist noch nicht so lange dabei und als Ellie gemerkt
hat, dass die Frau sie festhalten will, ist sie richtig weggerannt, das
feige Huhn. Naja, 'warten' hätte sie ja auch gekonnt, ohne festgehalten
zu werden.

Andrea Martin

unread,
May 17, 2004, 1:47:15 PM5/17/04
to
Bonsai <Bons...@nurfuerspam.de> schrieb:

>>Und noch ein Gedanke: welcher TA wuerde mit welcher Begruendung die
>>Zaehne eines Hundes runterfeilen?
>
>Ich kenne keinen.
>Ausser - so thereotisch - einer, der einen chronischen Beisser vorm
>Einschlaefern bewahren will, indem er die Folgen der Bisse
>"vermindert"?

Meines Wissens ist das Abknipsen der Reisszähne nicht mehr
erlaubt.Manche Schäfer machen das bei ihren Hütehunden trotzdem noch.
Tierärzte wrden es aber sicherlich nicht machen....

VG
Andrea + Pack

Jessica Grüning

unread,
May 17, 2004, 2:44:15 PM5/17/04
to
Patrick Kormann schrieb:

> > und schwanzwedelnd auf mich zu. Ich denke schon, dass die Erfahrungen
> > in den ersten 6 Monaten sehr viel ausmachen.
>
> Sicher. Wenn ich mit meinem Hund sowas dauernd machen würde, würde er
> sich wohl auch daran gewöhnen. Andererseits verlangt man halt auch von
> einem Dobermannhalter, dass der Hund bloss nicht zu jemand fremden
> hinrennt, der könnte sich ja vor Angst von einer Brücke springen (schon
> geschehen...). Vielleicht ist es auch das, was die Hunde so macht.

Ja, sicher ist es besser, wenn ein Hund eher *nicht* auf Ansprache etc.
reagiert. Jally rennt auch nicht auf wildfremde Leute einfach zu. Die legt
los, wenn sie irgendeine Form der Ansprache erfährt. Zu Weihnachten waren
wir in und vor einer Kneipe, in der sich zu Weihnachten immer mind. die 10
letzten Abi-Jahrgänge treffen, denn zu Weihnachten sind dann doch die
meisten wieder zu Hause. Da rief ständig irgendjemand "Halloho!". Mein
doofer Köter hat sich ständig angesprochen gefühlt. *ggg* War echt zum
Schießen, sobald irgendjemand lautstark begrüßt wurde, eilte sie dahin. Die
Leute waren alle begeistert, dass ein Hund sie begrüßen kommt, wenn sie
"Hallo!" sagen - Gott sei Dank. Ich hatte sie aber auch an der Leine. Und
Jally ist ja nicht gerade der "Hallo, Du bist aber ein süßer Knuddel -
Hund", groß und schwarz....
Ich denke schon, dass das davon kommt, dass in ihrem Welpenalter bei uns
haufenweise Leute ein und aus gingen, und sie eben viele verschiedene Leute
kennenlernte. Wir werden uns jetzt ein Schild anschaffen: "Vorsicht!
Kontaktfreudiger Hund!" ;-)

Liebe Grüße
Jessica

Renate Alt

unread,
May 17, 2004, 2:54:45 PM5/17/04
to
Olivier Hain wrote:

> Renate Alt <renat...@t-online.de> schrieb:
>
>
>>Ja, wer hat da nun was falsch gemacht?
>>
> Meiner Meinung nach der Halter des kleinen Mixhundes. Angst vor der
> Hand, toll. Gerade das Koerperteil, dass ihn fuettert.

Aber auch die selbe Hand, die ihn schlägt, ebenso die Kinder die am Weg
vorbeikamen/-kommen, die ihn immer wieder ärgern.


>
> Ich haette mir die "Halbstarken" jedesmal vorgenommen.

Was hättest Du mit diesem "Halbstarken getan"? Einerseits soll er ja Haus
bewachen, melden, wenn Fremde kommen. Andererseits nicht so viel Bellen.

Du hättest ihn aber ganz bestimmt nicht geschlagen oder?

Gruß Renate


Graziella Pugliese

unread,
May 17, 2004, 2:53:59 PM5/17/04
to
Jessica Grüning <jes...@familie-gruening.de> writes:

> Aber im Großen
> und Ganzen bin ich dann doch der Meinung, dass bei Hunden, die einen
> Menschen angehen/beißen, weil der nach "Erzfeind" riecht, irgendwas falsch
> gepolt oder schief gelaufen sein muss.

Wie gesagt...ich kann mir *vorstellen*, dass es Hunde gibt, die
eine insgesamt angespannte-aggressive Situation auch auf den
dazugehoerigen Hundehalter uebertragen. "Normal" im Sinne von
"ueblich" ist das aber IMO nicht. Koennte aber z.B. auf eine
Fehlverknuepfung zurueckzufuehren sein.

> Ich lege meine Hand dafür ins Feuer,
> dass Jally nie einen Menschen angehen würde, der nach "Erzfeindin" riecht.

Selbiges gilt fuer meine Maedels. Bestes Bsp. Vio und ihre (mittler-
weile verstorbene) Erzrivalin, ein Airedale aus der Nachbarschaft.
Deren Besitzerin und ich haben die beiden mehr als einmal auseinander-
pfluecken muessen... trotzdem konnten wir Frauen uns gegenseitig
besuchen oder auf der Strasse miteinander schnacken, ohne dass es
nur zu einem *Knurren* gekommen waere. Ganz im Gegenteil. Die Be-
gruessungen fielen immer ausgesprochen stuermisch und begeistert aus.

Gruss, Grazi

Bonsai

unread,
May 17, 2004, 3:09:34 PM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 15:40:12 +0200, Renate Alt wrote:
>Wenn dieser kleine Mischi dann zu uns kam, hab ich ihn immer gestreichelt,
>doch nun war das vorbei. Er hatte auch vor meiner Hand Angst. Ich
>streichelte Mischi, er knurrte, und ehe ich mich versah, hatte ich sein
>Gebiss in der Hand, die er grad noch so erwischte, weil ich wegzog.
>
>Ja, wer hat da nun was falsch gemacht?

Gute Frage (ich tendiere deutlich zum Halter).
Er hatte zwar geknurrt, aber wenn die "Aktion" dann _so_ schnell auf
die "Warnung" folgte, dass du keine Chance mehr hattest deine Hand
ganz wegzukriegen, dann sehe ich nicht mehr viel Sinn in der
"Warnung".

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 17, 2004, 3:35:19 PM5/17/04
to
On Mon, 17 May 2004 15:17:39 +0200, "Patrick Kormann" wrote:
>> Wenn ich jederzeit damit rechnen muesste von unbekannten Hunden
>> gebissen zu werden, dann wuerde ich mich wohl kaum noch vor die Tuer
>> trauen bei den vielen Hunden, die hier(zum Teil leinenlos) unterwegs
>> sind.
>
>Was heisst denn hier 'zum Teil leinenlos'?

Ganz einfach, dass ein grosser Teil der Hunde nicht angeleint ist.
In unserem Wohngebiet: einige, etwa 30/70 (ohne/mit)
Im Wald dahinter: viele. etwa 40/60
In anderen Ecken aussenraum: die meisten
Es gibt bei uns - so weit ich weiss - _keine_ pauschale Anleinpflicht.
Ansonsten stehen da Schilder, wie z.B. bei den staedtischen Parks.

Als wir letzthin in einer "viele-Hunde-Ecke" spazierengingen, sahen
wir vor uns drei Kiddies (um die 10-11 Jahre alt) mit einem riesigen,
weissen, wuscheligen, _nicht_ angeleinten Hund, die bei Erblicken des
Unseren ploetzlich stoppten und in hektische Diskussionen verfielen.
Dann kam eines der Kinder aufgeregt angerannt und fragte, ob das ein
Ruede ist. Antwort: Nein. Kind zurueckgefetzt und noch mehr Hektik
ausgeloest.
Als wir denn dort vorbei gingen (wir mussten da vorbei), sassen/lagen
alle drei Kinder auf dem Hund und haben dem auch noch die Augen und
Ohren zugehalten (ich nehme an der/die geht auf Huendinnen los).
Und das in einer Ecke in der sehr viele Hunde - angeleinte und nicht
angeleinte - herumlaufen. Wie viele davon koennten (angeleint oder
nicht) Huendinnen sein?
Absolut unverantwortlich.

Ein anderer nicht angeleinter Hund (etwa 15 Meter weiter, die Kiddies
lagen immer noch auf dem Hund) war neugierig und wurde nach Tinka's
ersten "nervoesen Hopsern" auch prompt zurueckgerufen. Hatte ich nicht
"erbeten", war nicht notwendig, aber gut gemeint.
Der Typ ging mit seinem Hund (nach unserer Vorwarnung: an der Leine)
in Richtung der Kinder, die auch weiterhin auf dem Hund lagen ... und
kam auch vorbei.
Die Kinder lagen noch immer auf dem Hund als wir ziemlich weit weg
ausser Sichtweite gingen.

Ein dritter hatte sich fuer unseren nur marginal interssiert und ein
kurzes "scht" vom Halter reichte, dass er vollkommen uninteressiert
tat. War ein Jagdhund und den Klamotten des Halters nach zu urteilen,
mit Jaeger.

>Einen angeleinten fremden
>Hund würd ich eh nie anfassen, einen nicht angeleinten schon eher.

Bei einem angeleinten Hund ist der Halter in unmittelbarer Naehe, da
kann man sich das Gespann/Verhalten angucken und dann entscheiden.

Einen nicht angeleinten Hund wuerde ich ohne auch den Halter gesehen
zu haben, erst mal nicht anfassen. Weisst du, ob das ein "ganz lieber"
ist oder einer der "ausgebrochen" ist? Die Huskies von dem einen
Typen, die immer wieder ausgebrochen sind, waren _keine_ sehr
freundlichen. Die sind zwar "sehr freundlich" auf Menschen zugelaufen
(nachschauen, ob es Fressbares abzustauben gibt), aber _wehe_ jemand
versuchte die anzufassen. Da musste man jedesmal den Halter
"einfangen", damit er seine Hunde abholt (und der hatte so seine
Probleme mit dem einfangen seiner Hunde).

Und wie siehst du das, wenn ein unangeleinter Hund auf dich und deinen
Hund zukommt und der Halter daraufhin hektisch plaerrend erfolglos
seinen Hund zur Umkehr zu bewegen versucht?

Ich finde das kann man alles nicht pauschalisieren. Es kommt eben auf
die Umstaende an und das Gesamtbild, das ein Hund-Halter-Gespann
abgibt (insofern ein Halter da ist).

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 17, 2004, 3:36:37 PM5/17/04
to
On 17 May 2004 16:08:00 GMT, Lueko Willms wrote:
> Was sagt denn der Betroffene dazu? Mal mit ihm diese Fragen
>besprochen?

Nein und ...

> Hat der ne Haftpflichtversicherung für den Hund?

... weiss ich nicht.

Die haben ganz fix das Weite gesucht.

Halter's Mutter meinte nur noch kurz zu meinem Schwiegertiger "Du hast
ja meine Nummer falls was ist ..." und weg waren sie.

Wie gesagt, fuer mich ist der Kerl ein Wildfremder, fuer die
Schwiegermutter Verwandschaft. Die wuerden da ein "Auf'gschau"
ueberhaupt nicht verstehen.

Tschau
Marion

Renate Alt

unread,
May 17, 2004, 3:55:22 PM5/17/04
to
Bonsai wrote:

> On Mon, 17 May 2004 15:40:12 +0200, Renate Alt wrote:
>>Wenn dieser kleine Mischi dann zu uns kam, hab ich ihn immer gestreichelt,
>>doch nun war das vorbei. Er hatte auch vor meiner Hand Angst. Ich
>>streichelte Mischi, er knurrte, und ehe ich mich versah, hatte ich sein
>>Gebiss in der Hand, die er grad noch so erwischte, weil ich wegzog.
>>
>>Ja, wer hat da nun was falsch gemacht?
>
> Gute Frage (ich tendiere deutlich zum Halter).

So konnte ich doch dem Hund nicht böse sein!

Hab dann eine Spritze verpasst bekommen und alles war o.k.

Streicheln kann ich leider ihn nicht mehr, den Mut hab ich einfach nicht
mehr, es tut ja doch weh.

Den Vorwurf muss auch ich dem Halter machen. Drum beschränke ich alles auf
Guten Tag, Guten Weg.

Gruß Renate

Renate Alt

unread,
May 17, 2004, 3:58:44 PM5/17/04
to
Olivier Hain wrote:

Tja, das wäre noch ne Überlegung wert, aber leider kriegen wir hier so viele
Leute auf einmal zur gleichen Zeit nicht zusammen :-)))

Leben zwar am Rande der Stadt, letztlich jedoch aufn'n Dorf.

Gruß Renate

Hendrik Stindt

unread,
May 17, 2004, 4:32:28 PM5/17/04
to
Hallo Renate Alt

> Wir haben hier eine sehr gut situierte Frau rumlaufen mit Dackel
> Henry an der Leine, die alle Hundebesitzer mit großen Hunden, auch
> ohne Grund, anmacht und damit droht, dafür zu sorgen, dass Hundi
> Leinenzwang erteilt wird. Bei sehr vielen hat sie es mittlerweile
> geschafft (Dackel Henry lebt ein Leben ohne Hundikontakt und immer
> an der Leine.

Wie geht das, daß ein Hund vom Amt Leinenzwang bekommt, nur weil ein
einziger Mensch etwas behauptet? Gibt es da keine Überprüfung, keine
Rechtsmittel? Und dann auch noch bei sehr vielen! Hat sich denn keiner
der vielen gegen den verordneten Leinenzwang gewehrt? Mit welcher
Begründung und auf welcher Rechtsgrundlage wurde der Leinenzwang
verordnet?

--
Viele Grüße
Henk

Sandra Thölen

unread,
May 17, 2004, 4:42:33 PM5/17/04
to
Hi Marion,

Bonsai schrieb:

> Er hatte zwar geknurrt, aber wenn die "Aktion" dann _so_ schnell auf
> die "Warnung" folgte, dass du keine Chance mehr hattest deine Hand
> ganz wegzukriegen, dann sehe ich nicht mehr viel Sinn in der
> "Warnung".

Es soll Hunde geben, die halt nicht "offensichtlich" warnen.
Die Augen/Ohren können mehr aussagen als ein knurren :-)

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du die ersten "Zeichen" nicht
wahrgenommen hast.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Hund wegen dem Hand wegziehen zu
gepackt hat. Er war sich sicher, dass Du unsicher bist und hat es
ausgenutzt, weil Du ihm gegenüber "respektlos" warst.

Rein theoretisch :-)
Trotzdem kein netter Hund und miese Halter.

Eine Bekannte von mir wurde von einem Appenzeller _gebissen_, sie musste
genäht werden. Sie ist nur mit dem Rad am Grundstück (Hof) vorbei gefahren.

In Deinem Fall denke ich auch, dass es _nur_ eine scharfe zurechtweisung
war.

Gruß Sandra

Hendrik Stindt

unread,
May 17, 2004, 5:01:14 PM5/17/04
to
Hallo Bonsai
> Ich hatte ihn an der Hand schuppern lassen - ok ... er hat sich den
> Kopf kaulen lassen - ok ... und *zack* ... hing er in meinem Arm.

Hast Du den Halter gefragt, ob Du den Hund anfassen darfst? Wenn der
Halter mit Nein geantwortet hat, ist es Deine Schuld. Wenn der Halter
mit Ja geantwortet hat, ist es entweder wirklich das erste mal, daß der
Hund beißt, oder der Halter hat Dir eine falsche Auskunft gegeben. Wenn
es nicht das erste mal war, dann hätte der Halter, selbst wenn Du nicht
gefragt hättest, Dir sagen müssen "Bitte den Hund nicht anfassen.".
Besser ist es natürlich immer vorher zu fragen und die Antwort
abzuwarten und sich dann daran zu halten.
--
Viele Grüße
Henk

Hendrik Stindt

unread,
May 17, 2004, 5:33:25 PM5/17/04
to

Schade, daß Du zu dem Widerspruch nichts mehr sagst.

--
Viele Grüße
Henk

Renate Alt

unread,
May 17, 2004, 6:18:16 PM5/17/04
to
Hendrik Stindt wrote:

Hallo Hendrik,

leider kann ich Dir das nicht genau beantworten, aber Dackel Henry macht
alle an, ob groß, ob klein. Da reagieren einige drauf. Du kannst ja in
Ortsteilen deinen Hund frei laufen lassen, wenn deiner keine Gefahr für
andere Menschen ist. Dackel H. ist an der Leine, der andere nicht, schon
hat sie den 1. Grund, der 2. ist dann, dass eine Rauferei beginnt. Wirklich
nur Rauferei. Da fließt dann auch mal ein Blutstropfen, nichts
lebensgefährliches. Sie erstattet Anzeige. Das wird dann überprüft, wie es
weitergeht, kann ich Dir eben nicht beantworten.

Was mich betrifft hätt sie es für Astor auch liebend gern. Sie hat es mir
vor Jahren schon angedroht, "Ihren krieg ich auch noch an die Leine".

Astor läuft noch immer frei, deshalb, weil ich weiß, kommt ein anderer
Hundi, bleibt er erstmal stehen, da kann ich auch aus 30 m Entfernung
reagieren.Er bleibt so lange stehen, bis ich ran bin. Und .... Astor mag
eigentlich Dackel (ist mit aufgewachsen), Astor ist sanft gegen Kleine,
wenn er frei läuft.

Außerdem weiß ich, wo ich sie treffen könnte, da passe ich besonders auf.

Leider erfahre ich die Dinge immer von anderen, wenn schon alles gelaufen
ist. Dann sind die Hunde schon an der Leine und man kommt an die Leute
nicht mehr ran, Sie gehen einem aus dem Weg um ihren Hunden die Aufregung
zu ersparen.


Mit einem habe ich mal gesprochen, der hat sich gewehrt, aber auch er führt
heute seinen Hund an der Leine Jagdterrier (der büchste auch immer aus).


Gruß Renate

franz hegele

unread,
May 17, 2004, 6:26:22 PM5/17/04
to

Das kommt daher, dass ich es nicht als Widerspruch verstanden habe.

Ich bin mit dem, was Du schreibst voll d'accord - nur hat *dieses*
Beissen mit dem Vorfall, den wir hier durchnehmen überhaupt nichts zu
tun. Und hierfür gilt meine Ansage, dass (m)ein Hund auf keinen Fall
beissen darf. - Auch dann nicht, wenn jemand auf unser Grundstück
kommt. Und selbst dann nicht, wenn *ihn* jemand bedroht - zumindest
solange er abhauen, oder ausweichen kann nicht.

Wenn wer auf meine Frau, oder auf mich losgeht, ist das ganz was
Anderes, ich hab' hier auch schon mal beschrieben, wie ich mit einem
Figuranten diese Nagelprobe gemacht habe.. eben deshalb, weil meine
Frau**, die mit dem Hund oft nachts noch rausgeht, auch wissen wollte,
was wäre, wenn...

Seither wissen wir, dass er da jede Beisshemmung fahren lässt - und
damit ist's gut.

Grüsse,
franz


P.S. Für die Gedächtnisathleten unter uns: Sie** hat auch (meistens)
einen Elektroschocker in der Tasche, aber um damit ggf. eine
Beschädigungsbeisserei mit seinem "Erzfeind" abbrechen zu können. Ohne
Hund hätt' sie den nicht, aber dann wäre sie eh nicht nachts zu Fuss
unterwegs. - So aber... wehe dem, der ihr jetzt krumm kommt... ;-)

Patrick Kormann

unread,
May 17, 2004, 7:07:47 PM5/17/04
to
Bonsai wrote:

>> Was heisst denn hier 'zum Teil leinenlos'?
>
> Ganz einfach, dass ein grosser Teil der Hunde nicht angeleint ist.

Ehm, das war eine eher rhetorische Frage, da ich bei nicht angeleinten
Hunden eben weniger Gefahr sehe als bei angeleinten.

> Absolut unverantwortlich.

Naja, die Kinder haben gefragt, ob du ne Hündin hast und sind auf ihren
Hund gelegen, mehr hab ich der Story nicht entnehmen können.

> Bei einem angeleinten Hund ist der Halter in unmittelbarer Naehe, da
> kann man sich das Gespann/Verhalten angucken und dann entscheiden.

Kann man. Ich halte mich aber sowieso nicht gern an Orten auf, wo der
Hund angeleint sein muss und da ich weiss, dass meine Ellie wenn sie
angeleint ist, auch zickig sein kann (ab und zu: kläff kläff gegen
Hunde) geh ich einfach davon aus, dass Hunde auch ruhiger sind, wenn sie
abgeleint sind, gerade wenn sie eben nicht so selbstsicher sind.

> Einen nicht angeleinten Hund wuerde ich ohne auch den Halter gesehen
> zu haben, erst mal nicht anfassen. Weisst du, ob das ein "ganz lieber"
> ist oder einer der "ausgebrochen" ist? Die Huskies von dem einen

Wenn er ausgebrochen ist, kann er ja auch lieb sein. Ich hab schon Hunde
von unfähigen Haltern eingefangen, ich hab schon ganze Spaziergänge mit
ausgebüxten Hunden gemacht und ich habe noch nie ein negatives Erlebnis
gehabt. Ich dränge mich einem Hund nicht auf. Wenn er herkommt und ich
das Gefühl habe, dass er geknuddelt werden möchte, dann tu ich das, aber
ich dränge mich nicht auf.

> Typen, die immer wieder ausgebrochen sind, waren _keine_ sehr
> freundlichen. Die sind zwar "sehr freundlich" auf Menschen zugelaufen
> (nachschauen, ob es Fressbares abzustauben gibt), aber _wehe_ jemand
> versuchte die anzufassen. Da musste man jedesmal den Halter

Wehe was? Und gab's keine Warnung, kein Zurückweichen, nix?

> Und wie siehst du das, wenn ein unangeleinter Hund auf dich und deinen
> Hund zukommt und der Halter daraufhin hektisch plaerrend erfolglos
> seinen Hund zur Umkehr zu bewegen versucht?

Ellie kann schnell rennen (und geht Ärger so konstant aus dem Weg, dass
auch sonst kaum mal was passiert) und um mich hab ich keine Angst. Ich
geh einfach davon aus, dass keiner mit nem Killerhund unangeleint in
'unsrem' Wald rumspaziert. Bisher hatte ich immer recht.

> Ich finde das kann man alles nicht pauschalisieren. Es kommt eben auf
> die Umstaende an und das Gesamtbild, das ein Hund-Halter-Gespann
> abgibt (insofern ein Halter da ist).

Mag sein. Aber die Erfahrung die ich bisher gemacht habe sagt mir z.B,
dass ich nen Dobi nicht anfasse, wenn ich ihn zum ersten mal sehe -
einfach weil die meisten das nicht mögen. Wenn ich ihn ein paar mal
gesehen habe und er zeigt Freude, wenn er mich sieht, ist's was anderes.
Dann fass ich so einen Hund ganz sicher nicht an, wenn ich ihn nicht
kenne und er an der Leine ist.
Generell lass ich einfach den Hund entscheiden. Wenn er gleich auf mich
losstürzt und an mir hoch satzt, dann geh ich davon aus, dass ein
Knuddler drin liegt :)

Sabine 'Sani' Schulz

unread,
May 17, 2004, 7:47:09 PM5/17/04
to
* Am 17.05.2004 begab es sich, dass Wolfgang Krietsch schrieb:

> Sabine 'Sani' Schulz <foo...@schnuerpel.net> wrote:
>
>>
>> Jedem Kind wird gelernt, keine fremden Hunde anzufassen, die sind
>> nämlich nicht immer so, wie "man" denkt.
>
> Das wäre schön, wenn das so wäre. SChon die Tatsache, dass Du überhaupt
> Aussagen darüber triffst, was bei "jedem Kind" ist, ist ziemlich
> eigenartig.

Es sollte so sein, genauso wird einem Kind gelernt, nicht ohne Schauen
auf die Straße zu laufen - zu seiner eigenen Sicherheit.

>> Vielleicht dachte der Halter, erwachsene Menschen, die selbst Hunde
>> haben, wissen, daß man keinen Hund anfaßt, ohne vorher zu fragen?
>
> ACK - davon würde ich auch ausgehen. Nur entbindet mich das als Halter
> keineswegs davon, selber darauf zu auchten, dass das auch tatsächlich so
> ist. Die Gefahrenquelle in dem Fall ist nämlich *mein* Hund, für den *ich*
> die Verantwortung trage.

Ja, aber nicht alle Halter sind so perfekt wie Du.

Und für mich trage ich die Verantwortung, daher frage ich vorher oder,
wenn nicht (kommt meistens vor), beschwere ich mich nicht, wenn ich
gebissen werde, weil ich den Hund falsch eingeschätzt habe.

z. B. ein Hund, der oft geschlagen wird, kann erst ganz freundlich
sein, aber wenn die Hand dann schnell zu seinem Kopf geht, zwickt er
sofort, weil er Angst hat, geschlagen zu werden - wobei ich denke, die
meisten würden sich der Situation durch Flucht entziehen, was aber
oft durch die Leine verwehrt wird.

Allgemein würde ich mit dem Halter ein ernstes, aber freundliches
Gespräch führen; indem man in drth ablästert, ist für die Zukunft
nichts gewonnen.

Gruesse
Sabine
--
Der Leser hat es gut,
er kann sich seine
Schriftsteller aussuchen....
(Kurt Tucholsky, Journalist und Schriftsteller)

Sabine 'Sani' Schulz

unread,
May 17, 2004, 8:36:45 PM5/17/04
to
* Am 17.05.2004 begab es sich, dass Hendrik Stindt schrieb:

>> Ich hatte ihn an der Hand schuppern lassen - ok ... er hat sich den
>> Kopf kaulen lassen - ok ... und *zack* ... hing er in meinem Arm.
>
> Hast Du den Halter gefragt, ob Du den Hund anfassen darfst? Wenn der
> Halter mit Nein geantwortet hat, ist es Deine Schuld.

Spätestens, wenn der Halter den Hund von einem wegzieht, sollte man
nachfragen bzw. anfangen, nachzudenken, _warum_ er das macht.

> Wenn der Halter mit Ja geantwortet hat, ist es entweder wirklich das
> erste mal, daß der Hund beißt, oder der Halter hat Dir eine falsche
> Auskunft gegeben. Wenn es nicht das erste mal war, dann hätte der
> Halter, selbst wenn Du nicht gefragt hättest, Dir sagen müssen "Bitte
> den Hund nicht anfassen.".

Jau, hat der Halter eigentlich mitgeteilt, daß der Hund schon öfters
"unmotiviert" gebissen hat? Oder war das eine Vermutung von Bonsai?

> Besser ist es natürlich immer vorher zu fragen und die Antwort
> abzuwarten und sich dann daran zu halten.

ACK

Gruesse
Sabine
--
Wenn Du ein Boot bauen willst, dann trommle nicht die
Menschen zusammen und gib Ihnen Holz, Hammer und Nägel,
sondern erzähle Ihnen von der Weite des Meeres
* Antoine de Saint Exupery

Sabine 'Sani' Schulz

unread,
May 17, 2004, 9:21:13 PM5/17/04
to
* Am 18.05.2004 begab es sich, dass franz hegele schrieb:

> Ich bin mit dem, was Du schreibst voll d'accord - nur hat *dieses*
> Beissen mit dem Vorfall, den wir hier durchnehmen überhaupt nichts zu
> tun. Und hierfür gilt meine Ansage, dass (m)ein Hund auf keinen Fall
> beissen darf.

Meine Molly wurde vom Vorbesitzer schwer mißhandelt und von dessen Kind
gequält, daher hat sie es zwei Mal gezwickt - allerdings ins Gesicht,
mit ähnlichen Verletzungen wie bei Bonsai.

Ihr Kinder völlig vom Hals halten, hielt ich aber für falsch, langsam
bauten wir Kontakt zu Neffe und Nichte auf (die genauso viel Angst vor
Molly hatten wie sie vor ihnen), erst schnuppern lassen und dann den
Hund ganz langsam streicheln, aber _niemals_ am Kopf anfangen -
natürlich nur unter meiner direkten Aufsicht.

Später kam dann mal das kleine Nachbarskind auf Molly zugerannt, ich
war aber präsent, erst hat sie sich mit einem Keks bei meinem Hund
eingeschleimt (vorher aber um Erlaubnis gefragt), dann wollte sie sie
unbedingt anfassen - mir war sehr unwohl dabei, aber solange Molly
nicht weglief (sie war unangeleint) und ich erst mal die Hand der
Kleinen führte, war die Gefahr, daß Molly zubeißt, relativ gering.

Du kannst einem Hund schwer beibringen, nicht zu beißen, wenn er
aufgrund früherer Mißhandlungen dazu neigt, aber Du kannst versuchen,
ihm neues Vertrauen zu geben.

Dafür sorgen, daß Kinder ihm nichts mehr tun und ihn dann langsam an
sie heranführen, immer unter Aufsicht natürlich, ihm seine Angst
nehmen, ihn positiv bestärken (Keks vom Kind,).

- Auch dann nicht, wenn jemand auf unser Grundstück
> kommt.

Ich fands nicht schlecht, daß Molly freiwillig den Aufpasser gespielt
hat.

Allerdings hat sie bereits am Zaun derart die Zähne gezeigt, daß
sowieso niemand reingegangen wäre - selbst jedem Laien war dadurch
klar, daß sie sofort angreift, wenn er unser Grundstück betritt -
Klingel und Halter herbeiholen ist angesagt.

> Und selbst dann nicht, wenn *ihn* jemand bedroht - zumindest
> solange er abhauen, oder ausweichen kann nicht.

ACK - _das_ ist sehr wichtig und Molly ist auch lieber vor Kindern
weggerannt, die sie antatschen wollten, anstatt zu beißen.

> Wenn wer auf meine Frau, oder auf mich losgeht, ist das ganz was
> Anderes, ich hab' hier auch schon mal beschrieben, wie ich mit einem
> Figuranten diese Nagelprobe gemacht habe.. eben deshalb, weil meine
> Frau**, die mit dem Hund oft nachts noch rausgeht, auch wissen wollte,
> was wäre, wenn...

Ich denke, ein nicht ausgebildeter Hund reagiert auf den Angstschweiß
seines Halters, mit dem er ein Team ist, instiktiv richtig.

Nachstellen könnte _ich_ den nicht, da ich bei einem Figuraten keine
Angstschweiß simulieren kann - daher dürfte mein Hund den dann auch
nicht angreifen.

> Seither wissen wir, dass er da jede Beisshemmung fahren lässt - und
> damit ist's gut.

Und was ist, wenn nachts im Park jemand Deiner Frau hinterherläuft, um
sie z. B. nach dem Weg, der Uhrzeit oder sonstwas zu fragen?

Instinktiv Bedrohung erspüren ist mE was anderes als angelernt, bei
letzterem kann es Kollateralschäden geben.

> P.S. Für die Gedächtnisathleten unter uns: Sie** hat auch (meistens)
> einen Elektroschocker in der Tasche, aber um damit ggf. eine
> Beschädigungsbeisserei mit seinem "Erzfeind" abbrechen zu können.

Der dann vermutet, der einsetzende Schmerz stammt vom Artgenossen, was
ihn noch aggressiver macht?

> Ohne Hund hätt' sie den nicht, aber dann wäre sie eh nicht nachts zu
> Fuss unterwegs. - So aber... wehe dem, der ihr jetzt krumm
> kommt... ;-)

Ich war jahrelang nachts mit meinen Rüden in einem kleinen, etwas
verruchten Park unterwegs, manchmal traf ich völlig Betrunkene, die
mich angemacht haben und den Erzfeind meiner Hunde - eine riesige Dogge.

Ein Problem gabs nie, mußte ich an Betrunkenen vorbei, habe ich meine
Rüden rangerufen, einen rechts, den anderen links Fuß gehen lassen, mich
an ihnen angehalten und damit war ihre "Grundschärfe" hergestellt - sie
haben mein Unwohlsein gespürt.

Hätte mich einer angegriffen oder überfallen - _ich_ hätte nicht in
dessen Haut stecken wollen, vermutlich hätte ich den Type noch vor
meinen Hunden retten müssen. Nicht trainierte Hunde gehen nicht auf den
Arm, sondern versuchen, einen Kehlbiß anzudeuten; reicht das nicht, um
den Gegenüber "ruhigzustellen", wird wohl auch zugebissen.

Bei Molly wars anders, die mußte ich nachts, wenn wir Spaziergänger
trafen, immer ranrufen, nach Einbruch der Dunkelheit wurde sie extrem
mißtrauisch und angriffslustig.

Gruesse
Sabine
--
Ich stimme mit der Mathematik nicht überein.
Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist.
(Stanislaw Jerzy Lec, pol. Satiriker, Unfrisierte Gedanken)

Olivier Hain

unread,
May 18, 2004, 12:43:16 AM5/18/04
to
Renate Alt <renat...@t-online.de> schrieb:

>Olivier Hain wrote:
>
>> Renate Alt <renat...@t-online.de> schrieb:
>>
>>
>>>Ja, wer hat da nun was falsch gemacht?
>>>
>> Meiner Meinung nach der Halter des kleinen Mixhundes. Angst vor der
>> Hand, toll. Gerade das Koerperteil, dass ihn fuettert.
>
>Aber auch die selbe Hand, die ihn schlägt, ebenso die Kinder die am Weg
>vorbeikamen/-kommen, die ihn immer wieder ärgern.
>>
>> Ich haette mir die "Halbstarken" jedesmal vorgenommen.
>
>Was hättest Du mit diesem "Halbstarken getan"? Einerseits soll er ja Haus
>bewachen, melden, wenn Fremde kommen. Andererseits nicht so viel Bellen.
>

Ich haette, ich tue sowas bei mir hier immer so, sie darauf
"angesprochen" sie moegen doch weitergehen.

>Du hättest ihn aber ganz bestimmt nicht geschlagen oder?
>

Nein, das faellt mir im Traum nicht ein, warum auch? Er hat ja nur das
getan, was von ihm erwartet wird, "Eindringlinge" gemeldet.

Ich hatte mal ein Erlebnis in Holdorf (A1) am Autobahnhof, da war ich
noch daemlich, ich ging drinnen einen Kaffee trinken und hatte immer
einen Blick zum Auto, es war 2 Uhr morgens und ich stellte meinen
Wagen ein bischen abseits.
Wie Terrier so sind, schlagen die bei Allem Alarm, was ihnen nicht
passt. Sie "verteidigten" mein Auto vor vier jungen Maennern, die
meinten noch meine zusaetzlich anzustacheln zu muessen und machten
sich sichtlich einen Spass daraus..
Ich kam raus und fragte erstmal: "Na, macht Spass fremde Hunde zu
aergern?" "Soll ich sie mal rauslassen?" ich hielt den Schluessel mit
der Fernbedienung demonstrativ in der Hand und sagte weiter: "Oder wie
waere es, ich rufe einfach mal die Polizei, es ist Nachtruhe hier
wollen einige Leute schlafen?"
Die jungen Maenner entschuldigten sich, und verliessen den Ort des
Geschehens - mit der Reaktion habe ich nicht unbedingt gerechnet, es
haette auch anders ausgehen koennen.

Aber jetzt habe ich mir eine kleine "Kaffeemaschine" in das Auto
gebaut, was mich flexibler macht, ich lasse die Hunde meistens auf
einem Feldweg, auch nachts, raus, und ich kann mir einen Kaffee machen
und in aller Ruhe trinken und bin dabei zusammen mit ihnen, waehrend
die dann auch Wasser trinken.

Aber wie gesagt, dafuer, dass meine Hunde meistens "klaeffen" gibt es
auch eine vernuenftige Erklaerung. Dann werde ich, wenn ich keinen
offensichtlichen Grund dafuer erkenne, nur kurz laut und sage "Hey,
nun ist gut!" Leider ahmt diesen Spruch auch mein Graupapagei nach,
wenn die Hunde zu hause bellen.

Olivier

Jessica Grüning

unread,
May 18, 2004, 2:01:01 AM5/18/04
to
Sabine 'Sani' Schulz schrieb:

> >> Jedem Kind wird gelernt, keine fremden Hunde anzufassen, die sind
> >> nämlich nicht immer so, wie "man" denkt.
> >
> > Das wäre schön, wenn das so wäre. SChon die Tatsache, dass Du überhaupt
> > Aussagen darüber triffst, was bei "jedem Kind" ist, ist ziemlich
> > eigenartig.
>
> Es sollte so sein, genauso wird einem Kind gelernt, nicht ohne Schauen
> auf die Straße zu laufen - zu seiner eigenen Sicherheit.

Klar, jedem Kind wird auch beigebracht, dass es bei grün über die Ampel
gehen kann, und eine Freundin hatte dabei einen tödlichen Unfall.
Ich denke *diese* Diskussion ist *echt* absolut unnötig, denn es gibt
immernoch genug Eltern, die ihren Kindern eben *kein* hundgerechtes
Verhalten beibringen. Das gehört in die Kinder-NG und nicht hier her. Ich
denke *hier* sind wir uns im Großen und Ganzen einig.

Grüße
Jessica

Jessica Grüning

unread,
May 18, 2004, 2:07:35 AM5/18/04
to
Bonsai schrieb:

> Als wir letzthin in einer "viele-Hunde-Ecke" spazierengingen, sahen
> wir vor uns drei Kiddies (um die 10-11 Jahre alt) mit einem riesigen,
> weissen, wuscheligen, _nicht_ angeleinten Hund, die bei Erblicken des
> Unseren ploetzlich stoppten und in hektische Diskussionen verfielen.

[snip]
> Absolut unverantwortlich.

Mal abgesehen davon, dass ich es insgesamt für unverantwortlich halte 10-11
Jahre alte Kinder *alleine* mit Hund nach draußen zu schicken. :-(


> Und wie siehst du das, wenn ein unangeleinter Hund auf dich und deinen
> Hund zukommt und der Halter daraufhin hektisch plaerrend erfolglos
> seinen Hund zur Umkehr zu bewegen versucht?

Im Allgemeinen würde ich schauen, ob der Hund noch abrufbar ist. Wenn nicht
würde ich *meine* ebenfalls ableinen und sehen was passiert.

> Ich finde das kann man alles nicht pauschalisieren. Es kommt eben auf
> die Umstaende an und das Gesamtbild, das ein Hund-Halter-Gespann
> abgibt (insofern ein Halter da ist).

Ja, da hast Du sicherlich Recht, dass man das nicht pauschalisieren kann.

Liebe Grüße
Jessica

Graziella Pugliese

unread,
May 18, 2004, 2:32:39 AM5/18/04
to
"Patrick Kormann" <sir...@hotmail.com> writes:

>> Absolut unverantwortlich.

> Naja, die Kinder haben gefragt, ob du ne Hündin hast und sind auf ihren
> Hund gelegen, mehr hab ich der Story nicht entnehmen können.

Nicht? Koennte es sein, dass Du zu Verharmlosungen neigst? :-)

Es ist prinzipiell verantwortungslos, Kinder mit einem Hund
loszuschicken, dem sie koerperlich nicht gewachsen sind, selbst
wenn dieser noch so freundlich ist und nur spielen moechte.
Begegnet er naemlich Hunden, die (obwohl angeleint) keinen
Kontakt haben duerfen, weil aggressiv / aengstlich / krank /
laeufig und die Kinder ihren Hund nicht halten koennen, kann
das zu sehr unschoenen oder gar gefaehrlichen Situationen
fuehren.

Das Gnaze wird noch schlimmer, wenn es sich bei dem "Kinderhund"
um ein nicht gerade vertraegliches Exemplar handelt und Konfron-
tationen vorprogrammiert sind. Wer garantiert, dass die Kinder
potentielle "Feinde" immer rechtzeitig entdecken und sich auf
ihren Hund legen koennen? Wer garantiert, dass es dem Hund nicht
einmal doch gelingt, sich loszueisen und sich auf den anderen
Hund zu stuerzen? *Diese* Kinder sind ganz bestimmt nicht in der
Lage, raufende Hunde zu trennen.

Gruss, Grazi

franz hegele

unread,
May 18, 2004, 2:57:27 AM5/18/04
to
On Tue, 18 May 2004 03:21:13 +0200, Sabine 'Sani' Schulz
<foo...@schnuerpel.net> wrote:

>Und was ist, wenn nachts im Park jemand Deiner Frau hinterherläuft, um
>sie z. B. nach dem Weg, der Uhrzeit oder sonstwas zu fragen?
>
>Instinktiv Bedrohung erspüren ist mE was anderes als angelernt, bei
>letzterem kann es Kollateralschäden geben.

Darum haben wir's auch bei diesem einen "Test" belassen. Da hat der
Hund erst zugebissen, als der Figurant angefangen hat, mich zu
schubsen.

>> P.S. Für die Gedächtnisathleten unter uns: Sie** hat auch (meistens)
>> einen Elektroschocker in der Tasche, aber um damit ggf. eine
>> Beschädigungsbeisserei mit seinem "Erzfeind" abbrechen zu können.
>
>Der dann vermutet, der einsetzende Schmerz stammt vom Artgenossen, was
>ihn noch aggressiver macht?

Was der in diesem Moment vermutet, ist sekundär. Diese Geräte sind
nicht nur schmerzhaft - wie ein Weidezaun z.B. - sondern es kommt da
zu einer kurzzeitigen Lähmung. Da sich aber der Unsre bei so einem
Beschädigungskampf eher umbringen liesse, als sich zu unterwerfen,
geht's leider nicht anders.

Übrigens: Gelassenheit kann man einem Hund schon beibringen.
Der Unsre wollte ja anfangs auch auf alles losgehen, das sich z.B. in
einem Biergarten auch nur in Richtung unseres Tisches bewegt hat.

Gottseidank war das nicht so sehr "in ihm d'rin", wie wir da
befürchtet haben und nach einer Weile hat er's kapiert, dass nicht
andauernd Krieg ist. Seitdem legt er sich mit einem Brummer unter den
Tisch und pennt.

Grüsse,
franz

Andrea Martin

unread,
May 18, 2004, 2:53:36 AM5/18/04
to
Jessica Grüning <jes...@familie-gruening.de> schrieb:

>Ich würde ja mal behaupten, dass *fast_alle* "Kuschelhunde" diesen Ruf
>haben... Bobtail, Berner, Bernhardiner, Briard.... Und gerade bei Bobtail,
>Berner und Briard habe ich auch schon dermaßen schlechte Erfahrungen - nicht
>persönlich - gemacht bzw. kenne einige Exemplare, die besser mit Vorsicht zu
>genießen sind.

Tatsächlich hab ich schon bei den Hunden aller gängigen Rassen einige
Exemplare kennen gelernt die mit Vorsicht zu geniessen waren,
kuschelig oder nicht. Ich bezweifle das die Fellbeschaffenheit sich
allzu sehr auf das Wesen auswirkt. (Sonst sollte man vielleicht nur
noch Hunde mit Locken züchten ;-D)

VG
Andrea + Pack

Andrea Martin

unread,
May 18, 2004, 2:57:33 AM5/18/04
to
Jessica Grüning <jes...@familie-gruening.de> schrieb:

>Mal abgesehen davon, dass ich es insgesamt für unverantwortlich halte 10-11
>Jahre alte Kinder *alleine* mit Hund nach draußen zu schicken. :-(

Das kommt wohl auf den Hund an. Als ich in dem Alter war hab ich die
Hunde von allen willigen Hundehaltern der Umgebung ausgeführt.
Größere Probleme hatte ich keine damit.
Aber damals wr der Hund auch noch nicht das größte Problm der
Menschheit.

VG
Andrea + Pack

Message has been deleted

Renate Alt

unread,
May 18, 2004, 3:35:02 AM5/18/04
to
Jessica Grüning wrote:

> Bonsai schrieb:
>
>> Als wir letzthin in einer "viele-Hunde-Ecke" spazierengingen, sahen
>> wir vor uns drei Kiddies (um die 10-11 Jahre alt) mit einem riesigen,
>> weissen, wuscheligen, _nicht_ angeleinten Hund, die bei Erblicken des
>> Unseren ploetzlich stoppten und in hektische Diskussionen verfielen.
> [snip]
>> Absolut unverantwortlich.
>
> Mal abgesehen davon, dass ich es insgesamt für unverantwortlich halte
> 10-11 Jahre alte Kinder *alleine* mit Hund nach draußen zu schicken. :-(

ich habe früher immer meine Kinder mit unserer Terry losgeschickt. Es ist
nie was passiert, Gott sei Dank.

Heute als Großmutter sehe ich das etwas anders, besorgter, wenn ich sehe wie
manche Hundebesitzer mit ihren Hunden umgehen.

Vielleicht hat sich im Umgang mit Hunden generell etwas geändert? Oder hab
ich mich verändert?


>
>
>> Und wie siehst du das, wenn ein unangeleinter Hund auf dich und deinen
>> Hund zukommt und der Halter daraufhin hektisch plaerrend erfolglos
>> seinen Hund zur Umkehr zu bewegen versucht?

Na, ich nähme ihn, ist er in der Nähe, ans Halsband und streichle ihm die
Ohren, so dass er weiß, es ist alles o.k.

Oder ich lass ihn frei entscheiden, entweder macht er einen Bogen oder er
begrüßt Hundi brav oder es gibt eine Rauferei. Wobei Astor immer nur klar
stellt, wer der Boss ist. Ist ers nicht, wendet er sich ab und geht seiner
Wege.


>
> Im Allgemeinen würde ich schauen, ob der Hund noch abrufbar ist. Wenn
> nicht würde ich *meine* ebenfalls ableinen und sehen was passiert.
>
>> Ich finde das kann man alles nicht pauschalisieren. Es kommt eben auf
>> die Umstaende an und das Gesamtbild, das ein Hund-Halter-Gespann
>> abgibt (insofern ein Halter da ist).
>
> Ja, da hast Du sicherlich Recht, dass man das nicht pauschalisieren kann.

Und jede Situation ist anders, man kann eigentlich nie eine rechte Regel
aufstellen. Ich entscheide viel aus dem Bauch heraus, dass ist meistens das
Richtige.

Auch heute wieder, wir haben einen Dobi getroffen, wird mit Pfeife gerufen.
Astor ist schon im Auto (die beiden Rüden verstehen sich übrigens prima)
Rotti ist 20 m weiter, an einer Straße. Ich hocke mich hin, rufe per Namen,
und.... Rotti kommt ganz lieb angedackelt, schwanzwedelnd. Fraule hat nicht
schlecht gestaunt.

Gruß Renate
>
> Liebe Grüße
> Jessica

Mandy Gierke

unread,
May 18, 2004, 6:20:26 AM5/18/04
to
Andrea Martin <fel...@gmx.de> sprach:

>Jessica Grüning <jes...@familie-gruening.de> schrieb:

>>Mal abgesehen davon, dass ich es insgesamt für unverantwortlich halte 10-11
>>Jahre alte Kinder *alleine* mit Hund nach draußen zu schicken. :-(

>Das kommt wohl auf den Hund an.

Mit Leine würde ich _keinen_ Hund einem Kind mitgeben. (Was soll das
bringen?)

Insofern kämen für mich nur Hunde dafür in Frage, die sowieso ihr
eigenes Ding machen und das Kind nur "locker" begleiten. Verlassen
muss man sich auf _den Hund_ können. Ob da nun noch ein Kind mit
herumrennt, spielt eigentlich keine Rolle ;)

Verantwortung kann IMO immer nur _der Hund_ in solch einem Gespann
tragen - nicht das Kind!

Ich kenne einige wenige (!) Hunde, bei denen das problemlos
funktioniert und wo das auch über Jahre so praktiziert wurde. Die
restlichen Hunde, die ich kenne, sind jedoch ungeeignet - entweder
weil selbst nicht genug ausgebildet oder aber sie mögen keine Kinder.

Kind mit Hund an Leine ist für mich generell verantwortungslos.
Freilaufender Hund und Kind dabei - da kommt´s dann auf das spezielle
Gespann an.

Viele Grüße
Mandy

Wolfgang Krietsch

unread,
May 18, 2004, 7:22:43 AM5/18/04
to
Sabine 'Sani' Schulz wrote:

>* Am 17.05.2004 begab es sich, dass Wolfgang Krietsch schrieb:
>
>> Das wäre schön, wenn das so wäre. SChon die Tatsache, dass Du überhaupt
>> Aussagen darüber triffst, was bei "jedem Kind" ist, ist ziemlich
>> eigenartig.
>
>Es sollte so sein, genauso wird einem Kind gelernt, nicht ohne Schauen
>auf die Straße zu laufen - zu seiner eigenen Sicherheit.

Was sein "sollte" und was "ist" sind leider völlig verschiedene Dinge.

>> ACK - davon würde ich auch ausgehen. Nur entbindet mich das als Halter
>> keineswegs davon, selber darauf zu auchten, dass das auch tatsächlich so
>> ist. Die Gefahrenquelle in dem Fall ist nämlich *mein* Hund, für den *ich*
>> die Verantwortung trage.
>
>Ja, aber nicht alle Halter sind so perfekt wie Du.

Lass doch endlich mal Deine dämliche Polemik. Ichhabe niemals behauptet,
perfekt zu sein, sonder lediglich gesagt, dass in erster Linie *ich* die
Verantwortung für *meinen* Hund trage, und daher *ich* auch als erster
"Schuld" bin, wenn mein Hund jemanden beisst.


Bye

woffi

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Patrick Kormann

unread,
May 18, 2004, 7:24:31 AM5/18/04
to
Graziella Pugliese wrote:

> Es ist prinzipiell verantwortungslos, Kinder mit einem Hund
> loszuschicken, dem sie koerperlich nicht gewachsen sind, selbst

Ach, jetzt auf einmal. Wie viele Frauen hier führen den Hunde, denen sie
körperlich nicht gewachsen sind?

Ernsthaft: Ich finde das auch nicht gut. Ist noch nicht lange her, da
hätten zwei Kinder auf Fahrrädern fast ihren Hund (Weisser Schäfer)
überfahren, weil der plötzlich die Richtung änderte, als er Ellie
gesehen hat).
Ich sehe aber nicht *das* riesen Problem in so einer Konstellation.

Wolfgang Krietsch

unread,
May 18, 2004, 8:19:06 AM5/18/04
to
Patrick Kormann wrote:

>Ernsthaft: Ich finde das auch nicht gut. Ist noch nicht lange her, da
>hätten zwei Kinder auf Fahrrädern fast ihren Hund (Weisser Schäfer)
>überfahren, weil der plötzlich die Richtung änderte, als er Ellie
>gesehen hat).
>Ich sehe aber nicht *das* riesen Problem in so einer Konstellation.

Das Problem sehe ich nicht (nur) in der körperlichen Unterlegenheit,
sondern darin, dass Hunde ziemlich komplexe Verhaltensweisen haben und
selbst für Erwachsene, die sich recht intensiv damit beschäftigt haben,
oftmals schwer einzuschätzen und berechenbar sind. Für (kleinere) Kinder
ist dasIMHO deutlich zu viel Verantwortung, und zwar weitestgehend
unabhängig von der Größe des Hundes.

Hunde gehören für mich einfach nicht unbeaufsichtig in Kinderhände.

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 8:34:19 AM5/18/04
to
On Tue, 18 May 2004 01:07:47 +0200, "Patrick Kormann" wrote:
>Naja, die Kinder haben gefragt, ob du ne Hündin hast und sind auf ihren
>Hund gelegen, mehr hab ich der Story nicht entnehmen können.

Und du stellst dir nicht Frage _warum_ das _notwendig_ war?

>gehabt. Ich dränge mich einem Hund nicht auf. Wenn er herkommt und ich
>das Gefühl habe, dass er geknuddelt werden möchte, dann tu ich das, aber
>ich dränge mich nicht auf.

Wieso meinst du ich wuerde mich einem Hund aufdraengen?

>> Typen, die immer wieder ausgebrochen sind, waren _keine_ sehr
>> freundlichen. Die sind zwar "sehr freundlich" auf Menschen zugelaufen
>> (nachschauen, ob es Fressbares abzustauben gibt), aber _wehe_ jemand
>> versuchte die anzufassen. Da musste man jedesmal den Halter
>
>Wehe was? Und gab's keine Warnung, kein Zurückweichen, nix?

Oh doch, die "sagten" das sehr deutlich (*knurr*, *schnapp* im
Vorwaertsgang, nicht rueckwaerts).
Einer davon - _der_ Ausbrecherking schlechthin - und Rudelfuehrer
zeigte es am allerdeutlichsten (die anderen orientierten sich an dem,
insofern sie mitausbrechen konnten).
Etwas detaillierter:
In einem beliebten Grilleck fanden wir und andere sich des oefteren
zusammen. Dieser lag ca. 1-2 km vom Grundstueck auf dem die Huskies
wohnten. Dem entsprechend schauten die Huskies dort natuerlich nach,
ob da wieder jemand grillt. Etwa bei jedem dritten mal tauchte
mindestens der Chef-Husky auf, manchmal auch noch zwei mehr.
Es kam immer wieder vor, dass Leute das ganze Verhalten nicht
"verstanden". Der war doch gerade noch lieb und hat sich "anfassen"
lassen (logisch, wenn er dafuer was vom Grill kriegt) und jetzt ist er
auf einmal so boese und laesst sich nicht mehr anfassen? Viele
Menschen koennen sich nicht vorstellen wie gut ein Hund
"schauspielern" kann, wenn es um Futter geht. Da "ertraegt" Hund auch
kurz angefasst zu werden, um das Begehrte zu kriegen. Ziel erreicht,
es gibt nix mehr abzustauben und der Hund schaltet wieder "auf normal"
(= ein deutliches "lass mich in Ruhe").
Da dort zum Teil auch Kinder dabei waren, kam es immer wieder zu
"haesslichen" Szenen, weil die Kinder den Hund natuerlich auch _nach_
dem Fressen abstauben anfassen wollten (und wir sagten noch "seid
vorsichtig ...").
So wie dort, habe ich selten gesehen mit welcher Geschwindigkeit Leute
ihre Zwerge einfangen und in Sicherheit bringen koennen. Gebissen
wurde dort - so weit mir bekannt ist - niemand. Der/die Hund/e wurden
flugs zu "Gaga", "unberechenbar" und "gemeingefaehrlich" erklaert.
Falsch, einfach nur intelligent und eben nicht Knuddelhund.

_Diese_ Hunde sprachen eine _sehr deutliche_ Sprache, noch deutlicher
geht es kaum.

>[Hund anfassen]


>Generell lass ich einfach den Hund entscheiden.

Wie kommst du auf die Idee, dass ich das anders mache?

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 8:34:29 AM5/18/04
to
On Tue, 18 May 2004 08:32:39 +0200, Graziella Pugliese wrote:
>"Patrick Kormann" <sir...@hotmail.com> writes:
>> Naja, die Kinder haben gefragt, ob du ne Hündin hast und sind auf ihren
>> Hund gelegen, mehr hab ich der Story nicht entnehmen können.
>
>Nicht? Koennte es sein, dass Du zu Verharmlosungen neigst? :-)

Ich fuer meinen Teil frage mich _wieso_ war es _notwendig_, dass sich
alle drei Kinder auf den Hund legen musste und dabei Augen und Ohren
vom Hund zuhielten?
Dem konnte ich zwar schlussfolgern, dass der Hund sich von diesen
Kindern nahezu alles gefallen laesst, aber nicht was waere gewesen
wenn die nicht ...

>Es ist prinzipiell verantwortungslos, Kinder mit einem Hund
>loszuschicken, dem sie koerperlich nicht gewachsen sind, selbst
>wenn dieser noch so freundlich ist und nur spielen moechte.

Jein :-).
Als Faustregel wuerde ich dir da recht geben, aber es gibt auch
Ausnahmen.
Haetten sich die drei Kiddies eben nicht auf den Hund geworfen und
waeren mitsamt Hund einfach an uns vorbeigegangen, haette ich nur kurz
mit dem Kopf geschuetteln und gut waers gewesen.

>Begegnet er naemlich Hunden, die (obwohl angeleint) keinen
>Kontakt haben duerfen, weil aggressiv / aengstlich / krank /
>laeufig und die Kinder ihren Hund nicht halten koennen, kann
>das zu sehr unschoenen oder gar gefaehrlichen Situationen
>fuehren.

Ausser der Hund ist einer den andere Hunde/Menschen sowieso nicht die
Bohne interessieren und der lediglich "seine Kinder spazieren fuehrt".
Das meine ich mit Ausnahme.

>Das Gnaze wird noch schlimmer, wenn es sich bei dem "Kinderhund"
>um ein nicht gerade vertraegliches Exemplar handelt und Konfron-
>tationen vorprogrammiert sind. Wer garantiert, dass die Kinder
>potentielle "Feinde" immer rechtzeitig entdecken und sich auf
>ihren Hund legen koennen? Wer garantiert, dass es dem Hund nicht
>einmal doch gelingt, sich loszueisen und sich auf den anderen
>Hund zu stuerzen? *Diese* Kinder sind ganz bestimmt nicht in der
>Lage, raufende Hunde zu trennen.

Ich meine, die Vermutung der "Unvertraeglickeit" liegt bei den
Reaktionen der Kinder auf "Huendin? Ja" doch ziemlich nahe.
Gerade deswegen fand ich es vollkommen verantwortungslos.

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 8:34:45 AM5/18/04
to
On Mon, 17 May 2004 22:42:33 +0200, Sandra Thölen wrote:
>Rein theoretisch :-)

Ja, aber praktisch falsch :-).

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 8:34:51 AM5/18/04
to
On Mon, 17 May 2004 23:01:14 +0200, "Hendrik Stindt" wrote:
>Hast Du den Halter gefragt, ob Du den Hund anfassen darfst?

Den genaueren Ablauf findest du hier:
<gh3ha0dqogi454l2q...@4ax.com>

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 8:35:03 AM5/18/04
to
On Tue, 18 May 2004 02:36:45 +0200, Sabine 'Sani' Schulz wrote:
>[Buchstabenreihen]

Wenn du _lesen und verstehen_ gelernt hast, werde ich vielleicht
wieder auf deine postings naeher eingehen.
Momentan sehe ich da keinen Sinn drin.

Marion

Charlie

unread,
May 18, 2004, 8:35:47 AM5/18/04
to
Hi Patrick,

Vorhin um 13:24 Uhr schrieb Patrick Kormann <sir...@hotmail.com>:
> Graziella Pugliese wrote:

>> Es ist prinzipiell verantwortungslos, Kinder mit einem Hund
>> loszuschicken, dem sie koerperlich nicht gewachsen sind, selbst

> Ach, jetzt auf einmal. Wie viele Frauen hier führen den Hunde, denen sie
> körperlich nicht gewachsen sind?

Mindestens schon mal eine: nämlich Graziella Pugliese selbst.

Ansonsten ACK zu Mandys Posting.

Gruß,
Bert

Patrick Kormann

unread,
May 18, 2004, 8:39:09 AM5/18/04
to
Wolfgang Krietsch wrote:

> Das Problem sehe ich nicht (nur) in der körperlichen Unterlegenheit,

Ich auch nicht, aber im OP wurde nur die körperliche Unterlegenheit als
Grund für die Verantwortungslosigkeit genannt.

> sondern darin, dass Hunde ziemlich komplexe Verhaltensweisen haben und
> selbst für Erwachsene, die sich recht intensiv damit beschäftigt
> haben, oftmals schwer einzuschätzen und berechenbar sind. Für
> (kleinere) Kinder ist dasIMHO deutlich zu viel Verantwortung, und
> zwar weitestgehend unabhängig von der Größe des Hundes.

Wobei sich dann noch die Frage stellt, ob ein 11 Jähriges Kind das nicht
besser kann als mancher Erwachsene (je nach dem).

> Hunde gehören für mich einfach nicht unbeaufsichtig in Kinderhände.

... zu ihrer eigenen Sicherheit nicht, würde ich sagen.

Renate Alt

unread,
May 18, 2004, 8:38:26 AM5/18/04
to
Andrea Martin wrote:


genau, das ist es....

Renate

Graziella Pugliese

unread,
May 18, 2004, 8:54:32 AM5/18/04
to
"Patrick Kormann" <sir...@hotmail.com> writes:

>> Es ist prinzipiell verantwortungslos, Kinder mit einem Hund
>> loszuschicken, dem sie koerperlich nicht gewachsen sind, selbst

> Ach, jetzt auf einmal.

Habe ich jemals etwas anderes behauptet?

> Wie viele Frauen hier führen den Hunde, denen sie
> körperlich nicht gewachsen sind?

Du vergleichst Aepfel mit Birnen. Ich bin z.B. so eine Frau, die
ihrem Hund koerperlich nicht gewachsen ist. Allerdings muss ich
mich auch nicht zusammen mit ein oder zwei Freundinnen auf meinen
sozial unsicheren Hund werfen / legen, um ihn halten zu koennen.
Oder alternativ den naechsten Baumstamm / Zaunpfahl o.ae. suchen,
um die Leine drumzuwickeln.

Ich halte es grundsaetzlich fuer verantwortungslos, wenn Personen
einen Hund fuehren, den sie nicht kontrollieren koennen. Ein Er-
wachsener strahlt in der Regel mehr Autoritaet aus als ein Kind
(so dieses *ueberhaupt* von dem Hund ernst genommen wird) und kann
so u.a. auch durch seine Anwesenheit alleine, durch Stimme, Koerper-
sprache seinen Hund beeindrucken und von "Attacken" abhalten.

Fehlen einer Person sowohl Kraft als auch Autoritaet, sollten
sie weder sich noch andere (Menschen oder Hunde) gefaehrden, in-
dem sie mit einem im Notfall nicht kontrollierbaren Tier auf die
Strasse gehen.

Und das Gespann, von dem Marion schrieb, hat ja nun einmal ganz
klar bewiesen, wie es um die Kontrollierbarkeit des Hundes bestellt
ist.

Gruss, Grazi

Renate Alt

unread,
May 18, 2004, 8:44:47 AM5/18/04
to
Andrea Martin wrote:


ach ja, dass hab ich noch vergessen, gerade heute habe ich mal wieder meinen
Enkel vom Kindergarten abgeholt. Mit zweijähriger Enkelin und Astor.


Das erste war, das Astor von zwei 8 jährigen Mädchen beschmust wurde. Astor
hatte Platz gemacht. Das sahen die Kindergartenkinder und ein jedes, was
rauskam ging zum Astor und streichelte ihn, keines hatte Angst, die beiden
größeren hattens ja vorgemacht und Astor war seeeeeliiiig :-)))))

Renate

Graziella Pugliese

unread,
May 18, 2004, 9:13:48 AM5/18/04
to
Bonsai <Bons...@nurfuerspam.de> writes:
>>Es ist prinzipiell verantwortungslos, Kinder mit einem Hund
>>loszuschicken, dem sie koerperlich nicht gewachsen sind, selbst
>>wenn dieser noch so freundlich ist und nur spielen moechte.

> Jein :-).

> Haetten sich die drei Kiddies eben nicht auf den Hund geworfen und


> waeren mitsamt Hund einfach an uns vorbeigegangen, haette ich nur kurz
> mit dem Kopf geschuetteln und gut waers gewesen.

Deinem "Jein" kann ich mich sogar teilweise anschliessen. :-)
Allerdings nicht solange der eigene Hund *aktiv* auf andere
Hunde zurennt und das Kind keine Moeglichkeit hat, ihn davon
abzuhalten, wenn es denn mal noetig sein sollte.


> Ausser der Hund ist einer den andere Hunde/Menschen sowieso nicht die
> Bohne interessieren und der lediglich "seine Kinder spazieren fuehrt".
> Das meine ich mit Ausnahme.

Mit genau dieser Ausnahme kann ich leben.
Schliesslich habe ich es als Kind aehnlich gehalten. :-)

Meine erste Huendin bekam ich zu meinem 7. Geburtstag und wir
hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Sie war absolut auf mich
fixiert, lief *immer* ohne Leine, hoerte auf's Wort (oft waren
aber nicht einmal Worte noetig...), war vertraeglich, aber voll-
kommen uninteressiert an anderen Hunden oder Personen.

Meine Brueder (einer davon aelter als ich) durften *nicht* mit
ihr rausgehen...schlicht und ergreifend, weil sich Lilla einen
Kehricht darum scherte, was die von ihr wollten. :-)

Und waere Lilla nicht so "perfekt" gewesen, sondern haette mich
oder andere gefaehrdet, haette auch *ich* sie erst alleine aus-
fuehren duerfen, sobald ich ihr koerperlich (und geistig) ge-
wachsen gewesen waere.

Gruss, Grazi

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 9:03:53 AM5/18/04
to
On Tue, 18 May 2004 14:39:09 +0200, "Patrick Kormann" wrote:
>> Das Problem sehe ich nicht (nur) in der körperlichen Unterlegenheit,
>
>Ich auch nicht, aber im OP wurde nur die körperliche Unterlegenheit als
>Grund für die Verantwortungslosigkeit genannt.

_Wo_ hast du _das_ denn herausgelesen?

Erst mal ging es im OP nicht um Kindern und zum zweiten, habe ich dem
posting (<adiha093k9jkclenm...@4ax.com>), welches du
vermutlich meinst, nichts von "koerperlicher Unterlegenheit"
geschrieben, sondern ein Szenario beschrieben aus dem man Schluesse
ziehen kann ... oder auch nicht. Es scheint du ziehst da ganz andere
Schluesse als ich, also unterstelle _mir_ bitte nicht _deine_.

Meine Schlussfolgerung ist, dass die Kinder den Hund eben _nicht_ _im_
_Griff_ hatten und "irgend etwas Uebles" erwarteten, als sie uns
sahen. Unter der Vorraussetzung ist es verantwortungslos die Kinder
mit dem Hund loszuschicken. Wenn jetzt auch noch meine
Schlussfolgerung - dass der Hund Huendinnen angreift (aufgrund der
_noch_ hektischeren Reaktion der Kinder auf das "Ja") - richtig ist,
dann ist es _absolut_ unverantwortlich die Kinder mit dem Hund
loszuschicken.

Etwas "im Griff haben" ist fuer mich nicht durch reine Koerperkraft
definiert.

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 9:25:50 AM5/18/04
to
On Tue, 18 May 2004 15:13:48 +0200, Graziella Pugliese wrote:
>Deinem "Jein" kann ich mich sogar teilweise anschliessen. :-)
>Allerdings nicht solange der eigene Hund *aktiv* auf andere
>Hunde zurennt und das Kind keine Moeglichkeit hat, ihn davon
>abzuhalten, wenn es denn mal noetig sein sollte.

Wenn er hinrennt, kurz schnuppert (= hallo sagt) und gleich wieder
seines Weges geht, ist es fuer mich auch noch ok. Nicht wenn er andere
Hunde in irgendeiner Form "belaestigt" :-).

Tschau
Marion

Charlie

unread,
May 18, 2004, 9:52:04 AM5/18/04
to
Vorhin um 14:34 Uhr schrieb Bonsai <Bons...@nurfuerspam.de>:

> On Tue, 18 May 2004 08:32:39 +0200, Graziella Pugliese wrote:
>> "Patrick Kormann" <sir...@hotmail.com> writes:

>>> Naja, die Kinder haben gefragt, ob du ne Hündin hast und sind auf ihren
>>> Hund gelegen, mehr hab ich der Story nicht entnehmen können.

>> Nicht? Koennte es sein, dass Du zu Verharmlosungen neigst? :-)

Es könnte eher sein, daß er sich nicht, wie manch andere , in wilden
Spekulationen verliert.

> Ich fuer meinen Teil frage mich _wieso_ war es _notwendig_, dass sich
> alle drei Kinder auf den Hund legen musste und dabei Augen und Ohren
> vom Hund zuhielten?

Du hast nur gesehen, daß die Kinder es so gemacht haben, das bedeutet noch
lange nicht, daß es auch tatsächlich nötig war.

> Dem konnte ich zwar schlussfolgern, dass der Hund sich von diesen
> Kindern nahezu alles gefallen laesst, aber nicht was waere gewesen
> wenn die nicht ...

Ganz genau.

> Haetten sich die drei Kiddies eben nicht auf den Hund geworfen und
> waeren mitsamt Hund einfach an uns vorbeigegangen, haette ich nur kurz
> mit dem Kopf geschuetteln und gut waers gewesen.

Und nun bist Du trotzdem vorbeigegangen und gut ist's gewesen. So what?

so long,
Bert

Charlie

unread,
May 18, 2004, 9:55:32 AM5/18/04
to
Vorhin um 14:54 Uhr schrieb Graziella Pugliese <le...@gmx.net>:

> Und das Gespann, von dem Marion schrieb, hat ja nun einmal ganz klar
> bewiesen, wie es um die Kontrollierbarkeit des Hundes bestellt ist.

Wodurch genau hat dieses Gespann das doch gleich bewiesen?

Bert

Lueko Willms

unread,
May 18, 2004, 9:09:00 AM5/18/04
to
Am 17.05.04
schrieb Bons...@nurfuerspam.de (Bonsai)
bei /DE/REC/TIERE/HUNDE
in 403ia01d9569hn6up...@4ax.com
ueber Re: Ausgetickter Berner Sennenhund

B> On 17 May 2004 16:08:00 GMT, Lueko Willms wrote:
>> Was sagt denn der Betroffene dazu? Mal mit ihm diese Fragen
>> besprochen?

B> Nein und ...

>> Hat der ne Haftpflichtversicherung für den Hund?

B> ... weiss ich nicht.
B>
B> Die haben ganz fix das Weite gesucht.
B>
B> Halter's Mutter meinte nur noch kurz zu meinem Schwiegertiger "Du hast
B> ja meine Nummer falls was ist ..." und weg waren sie.

Ich rate: anrufen.


B> Wie gesagt, fuer mich ist der Kerl ein Wildfremder, fuer die
B> Schwiegermutter Verwandschaft. Die wuerden da ein "Auf'gschau"
B> ueberhaupt nicht verstehen.

Ich verstehe auch nicht was ein "Auf'gschau" sein soll.


MfG,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --

"Die Arbeit in weißer Haut kann sich nicht dort emanzipieren, wo sie
in schwarzer Haut gebrandmarkt wird." - Karl Marx 12.11.1866

Wolfgang Krietsch

unread,
May 18, 2004, 10:39:48 AM5/18/04
to
Patrick Kormann wrote:

>Wobei sich dann noch die Frage stellt, ob ein 11 Jähriges Kind das nicht
>besser kann als mancher Erwachsene (je nach dem).

Natürlich wird ein "pfiffiges" Kind, dem man die Zusammenhänge erklärt hat,
dass besser können als ein strohdoofer Erwachsener, der nie einen Gedanken
an sowas verschwendet hat. Aber *in der Regel* sind Erwachsene nunmal
besser in der Lage, vorausschauend und verantwortungsbewusst zu handeln als
Kinder.

>> Hunde gehören für mich einfach nicht unbeaufsichtig in Kinderhände.
>
>... zu ihrer eigenen Sicherheit nicht, würde ich sagen.

Das selbstverständlich auch. Ich würde auch den liebsten und
kinderverträglichsten Hund nicht mit kleineren Kindern unbeaufsichtigt
allein lassen wollen.

Lueko Willms

unread,
May 18, 2004, 10:49:00 AM5/18/04
to
Am 18.05.04
schrieb sir...@hotmail.com (Patrick Kormann)
auf /DE/REC/TIERE/HUNDE
in c8crpf$vom$1...@ns1.sirdir.ch

ueber Re: Ausgetickter Berner Sennenhund

PK> Ernsthaft: Ich finde das auch nicht gut. Ist noch nicht lange her, da
PK> hätten zwei Kinder auf Fahrrädern fast ihren Hund (Weisser Schäfer)
PK> überfahren, weil der plötzlich die Richtung änderte, als er Ellie
PK> gesehen hat).

Das ist mir mit meinem Hund auch gelegentlich schon passiert.

Schlimmer waren allerdings die Stöckchen (1 bis 2 m lang), die mein
Hundchen in die Speichen vom Hinterrad gehalten hat ... inzwischen
habe ich endlich das neue Schutzblech montiert.


MfG,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --

"Regierung aus dem Volke, durch das Volk und für das Volk"
- Abraham Lincoln, Ansprache in Gettysburg, 19.11.1863
"... was in die revolutionäre Sprache von heute übersetzt heißt:
eine Regierung von Arbeitern, durch Arbeiter und für Arbeiter"
- Fidel Castro, November 1994

Patrick Kormann

unread,
May 18, 2004, 11:06:04 AM5/18/04
to
Bonsai wrote:

> geschrieben, sondern ein Szenario beschrieben aus dem man Schluesse
> ziehen kann ... oder auch nicht. Es scheint du ziehst da ganz andere
> Schluesse als ich, also unterstelle _mir_ bitte nicht _deine_.

Naja ich hab mit OP das Posting gemeint, in dem es eben um die fehlende
Körperkraft ging. Ich bin zu faul immer rauszusuchen, wer was wann
geschrieben hat, nur weil es jemand nicht gelesen haben will. Ich hab
auch nicht behauptet, dass du das warst.

Harald M.

unread,
May 18, 2004, 12:33:14 PM5/18/04
to

"Sabine 'Sani' Schulz" <foo...@schnuerpel.net> schrieb im Newsbeitrag
news:uwu3a8...@sanis.schnuerpel.net...
> * Am 18.05.2004 begab es sich, dass franz hegele schrieb:
>
> > Ich bin mit dem, was Du schreibst voll d'accord - nur hat *dieses*
> > Beissen mit dem Vorfall, den wir hier durchnehmen überhaupt nichts
zu
> > tun. Und hierfür gilt meine Ansage, dass (m)ein Hund auf keinen
Fall
> > beissen darf.
>
> Meine Molly wurde vom Vorbesitzer schwer mißhandelt und von dessen
Kind
> gequält, daher hat sie es zwei Mal gezwickt - allerdings ins Gesicht,
> mit ähnlichen Verletzungen wie bei Bonsai.
>

Hier muss ich mal inmitten des Textes antworten, weil mir doch sehr viel
im Argen zu liegen scheint...


> Ihr Kinder völlig vom Hals halten, hielt ich aber für falsch, langsam
> bauten wir Kontakt zu Neffe und Nichte auf (die genauso viel Angst vor
> Molly hatten wie sie vor ihnen), erst schnuppern lassen und dann den
> Hund ganz langsam streicheln, aber _niemals_ am Kopf anfangen -
> natürlich nur unter meiner direkten Aufsicht.
>

Das ist freilich niemals so ganz ungefaehrlich, besonders wenn man weiß,
dass sein Hund schon einmal schlecht behandelt worden ist. Hier sollte
stets die halterliche Fuersorge gelten den Hund strikt anzuleinen !

> Später kam dann mal das kleine Nachbarskind auf Molly zugerannt, ich
> war aber präsent, erst hat sie sich mit einem Keks bei meinem Hund
> eingeschleimt (vorher aber um Erlaubnis gefragt), dann wollte sie sie
> unbedingt anfassen - mir war sehr unwohl dabei, aber solange Molly
> nicht weglief (sie war unangeleint) und ich erst mal die Hand der
> Kleinen führte, war die Gefahr, daß Molly zubeißt, relativ gering.
>

Dieses "relativ" wuerde ich mir als Elternteil aber herzlich verbitten!
Das ist nicht nur arglos , sondern sogar grob fahrlaessig- wenn der Hund
schon lange in den ewigen Jagdgruenden weilt- ist das Kind ggf. noch
gezeichnet- das darf man nicht in Kauf nehmen -oder?!

> Du kannst einem Hund schwer beibringen, nicht zu beißen, wenn er
> aufgrund früherer Mißhandlungen dazu neigt, aber Du kannst versuchen,
> ihm neues Vertrauen zu geben.
>

Das dauert sehr lange und muss mit umsichtigen und vor allen Dingen
erzogenen Kindern geschehen..

> Dafür sorgen, daß Kinder ihm nichts mehr tun und ihn dann langsam an
> sie heranführen, immer unter Aufsicht natürlich, ihm seine Angst
> nehmen, ihn positiv bestärken (Keks vom Kind,).
>

Das ist leider sehr naiv und wird im Ernstfall immer noch den gleichen
Impuls oder Reflex ausloesen- wenn ein Hund " schnappt " wird der nach
aller Erfahrung immer wieder tun.

> - Auch dann nicht, wenn jemand auf unser Grundstück
> > kommt.
>
> Ich fands nicht schlecht, daß Molly freiwillig den Aufpasser gespielt
> hat.
>

Hunde haben einen angeborenen Schutzinstinkt.

> Allerdings hat sie bereits am Zaun derart die Zähne gezeigt, daß
> sowieso niemand reingegangen wäre - selbst jedem Laien war dadurch
> klar, daß sie sofort angreift, wenn er unser Grundstück betritt -
> Klingel und Halter herbeiholen ist angesagt.

Ist Dir klar, dass Du hier in der Pflicht bist und Gefahren abzuwenden
hast? Der Hund koennte ganz fix als "gefaehrlich" eingestuft werden und
restriktiv behandelt werden muessen...
Selbst wenn ein Einbrecher des Nachts gebissen wird, ist es sehr
wahrscheinlich, dass er Schmerzensgeld einklagen kann! Wir leben in
einem Rechtsstaat und so manches Ding kann ich nicht verstehen- es ist
aber so.
Wenn nun aber am hellichten Tag ein Bote gebissen wird- dann wird´s
eklig teuer ; Verdienstausfall, Tagegeld, ggf. Krankenhaus, zumindest
aber Arztbesuch und Spritzen, Schmerzensgeld ggf . zudem und eine
Anzeige vom Chef des Boten !

>
> > Und selbst dann nicht, wenn *ihn* jemand bedroht - zumindest
> > solange er abhauen, oder ausweichen kann nicht.
>
> ACK - _das_ ist sehr wichtig und Molly ist auch lieber vor Kindern
> weggerannt, die sie antatschen wollten, anstatt zu beißen.
>

"Antatschen"? Bist Du erwachsen zur Welt gekommen und hast niemals
Beruehrung mit Kindern gehabt?

Fuer die Kleinen ist es das Groeßte mit einem Hund zu knuddeln und zu
spielen- ein sozialisierter Hund, der sich in der Oeffentlichkeit bewegt
sollte hier ueberlegen reagieren und w i s s e n was ein Kind ist und
was ein Angriff ..

> > Wenn wer auf meine Frau, oder auf mich losgeht, ist das ganz was
> > Anderes, ich hab' hier auch schon mal beschrieben, wie ich mit einem
> > Figuranten diese Nagelprobe gemacht habe.. eben deshalb, weil meine
> > Frau**, die mit dem Hund oft nachts noch rausgeht, auch wissen
wollte,
> > was wäre, wenn...
>
> Ich denke, ein nicht ausgebildeter Hund reagiert auf den Angstschweiß
> seines Halters, mit dem er ein Team ist, instiktiv richtig.
>

Da bin ich aber im Zweifel !
Ich moechte es gerne glauben- aber so hundertprozentig weiß ich es
nicht...

> Nachstellen könnte _ich_ den nicht, da ich bei einem Figuraten keine
> Angstschweiß simulieren kann - daher dürfte mein Hund den dann auch
> nicht angreifen.
>

"Figuranten" wenn ich das schon lese... da koennten mir grad´ die
Nackenhaare hochstehen-


> > Seither wissen wir, dass er da jede Beisshemmung fahren lässt - und
> > damit ist's gut.
>
> Und was ist, wenn nachts im Park jemand Deiner Frau hinterherläuft, um
> sie z. B. nach dem Weg, der Uhrzeit oder sonstwas zu fragen?
>

Wer keinen Verfolgungswahn hat wird auch keine Angst kennen, besonders
dann nicht, wenn ein groeßerer Hund mitgeht...

> Instinktiv Bedrohung erspüren ist mE was anderes als angelernt, bei
> letzterem kann es Kollateralschäden geben.
>

Dieser Ausdruck ist blanker Zynismus, der seinesgleichen sucht- hier
sollte man dringend nachschulen!

> > P.S. Für die Gedächtnisathleten unter uns: Sie** hat auch
(meistens)
> > einen Elektroschocker in der Tasche, aber um damit ggf. eine
> > Beschädigungsbeisserei mit seinem "Erzfeind" abbrechen zu können.
>
> Der dann vermutet, der einsetzende Schmerz stammt vom Artgenossen, was
> ihn noch aggressiver macht?
>

Ein erzogener Hund- hat auch freilaufend- an seinem "Erzfeind" auf
Geheiß vorbei zu gehen ohne verrueckt zu spielen.

> > Ohne Hund hätt' sie den nicht, aber dann wäre sie eh nicht nachts zu
> > Fuss unterwegs. - So aber... wehe dem, der ihr jetzt krumm
> > kommt... ;-)
>
> Ich war jahrelang nachts mit meinen Rüden in einem kleinen, etwas
> verruchten Park unterwegs, manchmal traf ich völlig Betrunkene, die
> mich angemacht haben und den Erzfeind meiner Hunde - eine riesige
Dogge.
>
> Ein Problem gabs nie, mußte ich an Betrunkenen vorbei, habe ich meine
> Rüden rangerufen, einen rechts, den anderen links Fuß gehen lassen,
mich
> an ihnen angehalten und damit war ihre "Grundschärfe" hergestellt -
sie
> haben mein Unwohlsein gespürt.
>

Das spueren die Hunde auf jeden Fall und bilden ein Rudel.


> Hätte mich einer angegriffen oder überfallen - _ich_ hätte nicht in
> dessen Haut stecken wollen, vermutlich hätte ich den Type noch vor
> meinen Hunden retten müssen. Nicht trainierte Hunde gehen nicht auf
den
> Arm, sondern versuchen, einen Kehlbiß anzudeuten; reicht das nicht, um
> den Gegenüber "ruhigzustellen", wird wohl auch zugebissen.
>

Mach´ keine Sachen, erzaehl´ doch nicht solche Raeuberpistolen, das ist
ja schrecklicher Unfug !
Ein normaler Hund kommt im Leben nicht auf solches Verhalten- das ist
vom Halter ganz klar und eindeutig antrainiert- wobei wir wieder bei
unseren sonderbaren SV-Spielchen waeren...

> Bei Molly wars anders, die mußte ich nachts, wenn wir Spaziergänger
> trafen, immer ranrufen, nach Einbruch der Dunkelheit wurde sie extrem
> mißtrauisch und angriffslustig.

Dann gehoert der Hund in den Zwinger oder nur mit Maulkorb auf die
Straße und .. angeleint!

>
> Gruesse
> Sabine
> --
> Ich stimme mit der Mathematik nicht überein.
> Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist.
> (Stanislaw Jerzy Lec, pol. Satiriker, Unfrisierte Gedanken)

Hier sehe ich ganz andere Gefaehrdungen- hoffentlich treffe ich solche
Kandidaten nicht auf offener Flur- mir gruselt !
Unseren Hund darf jeder anfassen- besonders Kinder !
Ueber Schutzinstinkt brauchen wir uns bei einem Schaeferhund nicht zu
unterhalten- er muss jedoch wesensfest sein und belastbar- sonst ist es
eine Kruecke.


--
Gruß v. Efeu-Netzwerk Phoenix
u. Peter, dem Plätzchenwolf:
http://de.geocities.com/thebabastar/Peterchen.html
***Client Countryboy,IBM DualPentiumPro***
--

Jessica Grüning

unread,
May 18, 2004, 11:39:30 AM5/18/04
to
Andrea Martin schrieb:
> Tatsächlich hab ich schon bei den Hunden aller gängigen Rassen einige
> Exemplare kennen gelernt die mit Vorsicht zu geniessen waren,
> kuschelig oder nicht. Ich bezweifle das die Fellbeschaffenheit sich
> allzu sehr auf das Wesen auswirkt. (Sonst sollte man vielleicht nur
> noch Hunde mit Locken züchten ;-D)

Hallo Andrea!
Kynologisch betrachtet sicherlich nicht. Aber mit Kinderaugen gesehen:
"Kuschelhunde beißen doch nicht, oder?!" ;-)
Ansonsten wäre es echt prima, wenn man nur knuddelige Eisbären züchten
müsste, um Beißunfälle zu verhindern. *g*
Grüße
Jessica

Jessica Grüning

unread,
May 18, 2004, 11:58:40 AM5/18/04
to
Jessica Grüning schrieb:

> Mal abgesehen davon, dass ich es insgesamt für unverantwortlich halte
10-11
> Jahre alte Kinder *alleine* mit Hund nach draußen zu schicken. :-(
*maleineRundeschäm*
*Ich* war in dem Alter ja auch mit unserer Bobtailhündin alleine unterwegs,
und das angeleint und unangeleint. *g* Wie peinlich!
Naja, also mal schnell den Disclaimer "grundsätzlich" einfügen, Ausnahmen
gibt es betimmt reichlich. ;-)
Wird als Entschuldigung akzeptiert, dass ich noch nicht ganz wach war? ;-)

Grüße
Jessica

Charlie

unread,
May 18, 2004, 1:25:26 PM5/18/04
to
Heute um 15:09 Uhr schrieb Lueko Willms <l.wi...@jpberlin.de>:

> Am 17.05.04
> schrieb Bons...@nurfuerspam.de (Bonsai)
> bei /DE/REC/TIERE/HUNDE
> in 403ia01d9569hn6up...@4ax.com
> ueber Re: Ausgetickter Berner Sennenhund

[...]

> B> Schwiegermutter Verwandschaft. Die wuerden da ein "Auf'gschau"
> B> ueberhaupt nicht verstehen.

> Ich verstehe auch nicht was ein "Auf'gschau" sein soll.

Offensichtlich verstehst Du auch nicht, was eine EinleitungsZEILE sein soll
(an Deinem 5zeiligen Einleitungsroman deutlich erkennbar)

http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/

Siehe besonders 1.1, 1.2, 2.6 und 3.3

Zusätzlich darfst Du Dich dann noch über signaturen, ihre empfohlene
maximale Länge und die korrekte Abtrennung informieren.

Bert (f'up2p)

Bonsai

unread,
May 18, 2004, 2:39:14 PM5/18/04
to
On 18 May 2004 13:09:00 GMT, Lueko Willms wrote:
> Ich rate: anrufen.

Und dann was?
Was soll das bringen?

>B> Wie gesagt, fuer mich ist der Kerl ein Wildfremder, fuer die
>B> Schwiegermutter Verwandschaft. Die wuerden da ein "Auf'gschau"
>B> ueberhaupt nicht verstehen.
>
> Ich verstehe auch nicht was ein "Auf'gschau" sein soll.

Aufstand wegen eines Butergusses und dann auch noch innerhalb der
Verwandschaft. Das gehoert hier eindeutig in die Kategorie "mach dich
doch nicht laecherlich" und "wegen so etwas legt man sich nicht mit
der Verwandtschaft an".

Jetzt verstanden?

Tschau
Marion

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