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Knochenkrebs beim Hund? Vorsicht lang!

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Veronika

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Jul 14, 2001, 2:44:27 PM7/14/01
to
Hallo!
Mein 6,9 Jahre alter Flat Herold hat im März am linken Vorderfuß zu humpeln
begonnen. Der Tierarzt meinte damals, dass er wahrscheinlich eine
Schulterzerrung hat. Herold wurde geschont. Immer wieder humpelte er
leicht, aber nur tageweise. Vor 3 Wochen hatte er plötzlich große Probleme
mit der Halswirbelsäule. Er konnte seinen Kopf nicht stark nach unten,nach
oben, nach links und rechts drehen. Am Röntgen war nichts zu sehen. Ich fuhr
mit ihm zur Chiropraktikerin, die meinte er hätte sich 3 Halswirbeln
ausgerenkt. Sie renkte ihm diese in 3 Sitzungen wieder ein. Herold konnte
sich wieder einwandfrei bewegen, zeigte sich aber erneut an der linken
Schulter schmerzempfindlich.Ein Neurologe meinte damals, dass er glaube sein
Problem liegt in der Schulter und deshalb hätte er sich in der Wirbelsäule
verissen.
Mir wurde geraten Herold 8 Wochen zu schonen, damit die Schulterzerrung
ausheilen kann. Doch schon am 2. Tag hatte Herold starke Schmerzen, wollte
keine Stiegen mehr steigen und brüllte auf, wenn er sich bewegte. Ich fuhr
wieder zum Tierarzt. Dort machten wir einen Ultraschal von Herolds Schulter
um die Bizepssehne anzusehen. Diese hatte keinen Einriss oder Abriss. Es lag
nur eine Sehnenscheidenentzündung vor. Danach machten wir erneut ein Röntgen
von seiner Schulter. Der Oberarmknochen zeigte deutliche Veränderungen, vor
allem im Vergleich mit dem Bild vom März. Auch die rechte Schulter wurde im
Vergleich geröntgt. Diese sieht ganz normal aus. Somit stand der Verdacht
auf Knochenkrebs fest. Am Mittwoch habe ich einen Termin für eine
Knochenbiopsie.
Herold bekommt seither Rymadyl (Schmerztabletten) , hat aber trotzdem
Schmerzen, auch weddelt und schleckt er sehr wenig, was für ihn sehr seltsam
ist. Stiegen hinuntergehen will er gar nicht, auch humpelt er stark.

Hat jemand von euch Erfahrung mit Knochenkrebs bei Hunden?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Herold vielleicht bald nicht mehr
haben werde.
traurige Grüße Veronika

Elvira

unread,
Jul 14, 2001, 2:50:07 PM7/14/01
to
Hallo Veronika,

leider (oder auch zum Glück) habe ich keine Erfahrungen mit Knochenkrebs bei
Hunden. Aber ich hoffe mit dir.

Liebe Grüße
Elvira

Christa Bösiger

unread,
Jul 15, 2001, 2:57:23 AM7/15/01
to

Veronika

> Mein 6,9 Jahre alter Flat Herold hat im März am linken Vorderfuß zu
humpeln begonnen SNIP

> Herold bekommt seither Rymadyl (Schmerztabletten) , hat aber trotzdem
> Schmerzen, auch weddelt und schleckt er sehr wenig, was für ihn sehr
seltsam
> ist. Stiegen hinuntergehen will er gar nicht, auch humpelt er stark.
> Hat jemand von euch Erfahrung mit Knochenkrebs bei Hunden?

hallo veronika
meine chica musste ich vor 1 jahr wegen knochenkrebs einschläfern lassen. es
tut mir immer noch sehr weh, die lücke die sie hinterliess ist einfach zu
gross.
die ersten anzeichen des krebses waren einfach eine gewisse müdigkeit und
sich
ein um ein mehrfaches streicheln lassen. die müdigkeit schrieb der ta ihrem
alter zu, ich wollte deswegen einen sogenannten alterscheck mit ihr machen
lassen. sie war 8-jährig. bei ihr ging alles sehr schnell. knochentumore
sind vorwiegend bösartige wucherungen mit grosser neigung zur ausstreuung
über den gesamten körper. innerhalb von ein paar tagen wuchs an ihrem
rippenbogen eine wucherung, eine kleinere wucherung an ihrem augenlied. es
wurde eine röntgen gemacht, und bei der zweiten wucherung linksseitig an der
flanke wurde eine gewebebiopsie gemacht. zudem waren ihre lefzen ebenfalls
betroffen. sie, die ihr leben lang eine sehr gute esserin war, wollte kein
futter mehr anrühren. nach dem ergebnis, knochenkrebs, wäre es nur derjenige
am rippenbogen gewesen, hätte man den entfernen können oder wäre es im
anfang gewesen, sogar chemotherapie machen, mit metastasen und ihrem doch
sehr,sehr schlechten zustand, entschloss ich mich den schweren gang mit ihr
anzutreten (das erkennen des knochenkrebses, die biopsie und nicht mehr
fressen wollen geschah innerhalb 2er wochen). zellen teilen sich beim hund
um ein mehrfach schnelleres als beim mensch, d.h. die krankheit grasiert.
ich finde die entscheidung einen betroffenen hund von seinen qualen zu
erlösen hängt doch sehr davon ab, wieviel lebensqualität er noch hat.
jemand in dieser ng schrieb mir als trost; verstand vor emotionen setzen. es
trifft zu, ist aber sehr hart.
liebe veronika, ich wünsche euch beiden nur das beste.
liebe grüsse
christa

Graziella Pugliese

unread,
Jul 15, 2001, 5:08:58 AM7/15/01
to
"Veronika" <a980...@unet.univie.ac.at> wrote:

> Hat jemand von euch Erfahrung mit Knochenkrebs bei Hunden?
> Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Herold vielleicht bald nicht mehr
> haben werde.

So hart es auch klingt, aber wenn sich die Diagnose auf Knochenkrebs
bestaetigt (wonach es sich anhoert), dann wirst Du Dich - in Herolds
Interesse - so bald wie moeglich von ihm verabschieden muessen.
(traurig guck)

Im Dezember vergangenen Jahres hat sich herausgestellt, dass die
Mutter meiner Grossen Knochenkrebs hatte.... sie war sehr ruhig
geworden, wimmerte des nachts und humpelte ganz erbaermlich.
Ungluecklicherweise hielten alle das fuer die Folge einer Ueber-
belastung der Vorderlaeufe aufgrund einer kuerzlich vorausgegangenen
Kreuzband-OP. Doch ihr Zustand besserte sich nicht. Eines Tages dann
reichte eine sanfte Beruehrung am linken Schulterblatt und die Huendin
bruellte auf vor Schmerzen. Ab zum TA und geroengt: die Ergebnis war
eindeutig. Der Knochen sah aus, als ob er explodiert sei.

Die Roentgenbilder wurden zur Sicherheit einer zweiten TA vorgelegt
und die hat uns ganz klar gesagt, dass der Krebs unheilbar sei, die
Huendin massive Schmerzen haben muesse, eine Amputation des Vorderlaufs
schon aufgrund der Groesse und Schwere der Huendin (Landseer) sowie
der Lage des Tumors nicht in Frage komme und wahrscheinlich eh schon
Metastasen in der Lunge seien, was sich offenbar bestaetigte, denn die
Huendin begann tags darauf zu husten und angestrengt zu atmen.

Leider ist diese Form des Krebs aeusserst aggressiv und greift meist
innerhalb kuerzester Zeit auf innere Organe ueber. Selbst starke
Schmerzmittel (und Rimadyl ist da schon eine gute Wahl) koennen die
Schmerzen nicht voellig unterdruecken, sondern sie nur leicht daempfen
.. deshalb riet man uns, Tapsi schnellstmoeglich zu erloesen...jeder
weitere Tag sei eine Quaelerei.

Zwischen Diagnosestellung und Tapsis letztem Gang sind gerade mal
5 Tage vergangen. Das war fuer uns alle sehr hart, doch es war die
einzig richtige Entscheidung... Die Schmerzen waren zu heftig und
die Kleine hatte keine Kraft und keinen Lebenswillen mehr.... Sie,
die sich ansonsten beim TA wie wild gebaerdete, ging an diesem Tag
ganz ruhig und entspannt in die Praxis hinein, liess sich die
erloesende Spritze geben und ist mit einem dankbaren Blick in den
Augen sanft eingeschlafen.

Mitfuehlende Gruesse
Grazi

Ingeborg Bott

unread,
Jul 15, 2001, 10:45:10 AM7/15/01
to
>Hallo Veronika,
>erspar Herold weitere Schmerzen, m.W. gibt es hier leider
>noch keine Heilung.
>Ganz arg mitfühlende Grüssle
>Ingeborg
>
>

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claudia s.

unread,
Jul 15, 2001, 11:04:53 AM7/15/01
to

"Veronika" <a980...@unet.univie.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
news:fq047.18275$wp4.5...@news.chello.at...

hallo,
tut mir leid für deinen schwarzen.
Ich hoffe das beste für euch.
übrigens, du wolltest mir ein mail wegen der termine schicken.
lg claudia + 3 wuffis


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