In letzter Zeit häufiger streicht Dingo uns um die Beine, wie es Katzen
tun, vorallem wenn sie um Futter betteln. Dingo streift mit dem ganzen
Körper von vorn bis hinten mit leichtem Druck dem Bein entlang, wenn wir
sitzen, manchmal auch unter den Beinen durch.
In der Familie macht er das bei allen hin und wieder, sonst nur bei
Menschen, die er wirklich gut leiden mag.
Für dieses Verhalten habe ich schon diverse und teils widersprüchliche
Erklärungsversuche gehört/gelesen, z.B.:
- Dominanzgeste
- Beschwichtigungsgeste
- Einfordern von Streicheleinheiten
- Eine Art von Markieren (den eigenen Körperduft auf den andern übertragen)
Was meint ihr? Gibt es eine "vorherschende Lehrmeinung" dazu?
Gruss Martin
[bein & hund]
moin!
viel einfacher: er will sich selber den rücken kratzen. kein witz, kein
unsinn. lena macht das auch immer wieder. anfangs habe ich mich
gewundert, bis sie das einmal bei einer entsprechend hohen parkbank,
später auch am wohnzimmertisch. ich weiss auch von einigen hunden, die
das z.b. an tiefhängenden ästen tun...
eine ihrer lieblingspositionen ist, wenn sie halb unter meinen
oberschenkeln hängt, aber noch alles im blick hat...
dazu kommt sicherlich auch, das dein wuff dich mag...während lena das
nur bei leuten macht, die sie kennt (und vielleicht auch mag), ist jenny
da schmerzfreier: die schubbert sich an jedem, der nicht bei drei die
beine hochnimmt.
so[tm] den hundescheuerbaum machend,
nils
> Was meint ihr?
Dingo hat Flöhe :-(( (Frontline vernachlässigt?)
(Duck und wegrenn)
Er ist ein sehr unterwürfiger Hund, daher scheidet (bei ihm) Dominanz aus.
Er macht das, wenn er sich über meine Rückkehr freut und wenn ich ihn
kraule. Daher sehe ich keine Beschwichtigung in dem Verhalten.
Ob ich nach ihm riechen soll? Keine Ahnung.
Aber es scheint (s)eine Art zu sein, seine Zuneigung auszudrücken,
"zurückzustreicheln", Nähe zu erzeugen und genießen. Seine Vorgänger waren
auch verschmust, haben das aber nicht gemacht. - Jeder Jeck (auch jeder
Hund) ist anders...
Viele Grüße,
Jürgen
Zwei meiner letzten drei Hunde (Isa, vor zwei Jahren mit 13 1/2 Jahren
verstorben, und Emily, jetzt bissl über zwei Jahre alt) zeigten, bzw.
zeigen ihre Zuneigung durch Pfote geben. Und obwohl beide sehr gelehrig
sind/ waren, war es uns bis jetzt unmöglich, ihnen das abzugewöhnen. Ich
glaub auch, dass das eine Art "Zurückstreicheln" ist, und das kann man
ihnen nicht ausreden. Toni, der Zwischenhund (sie wurde nur vier Jahre
alt), hat das nicht getan. Bei Emily hege ich ja noch die Hoffnung.....
sie ist ja noch jung. An sich wäre es mir ja egal, aber ich habe,
altersbedingt, eine sehr dünne Haut auf den Unterarmen und da blutet es
halt immer wieder ;-(.
Gruß, Monika
--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
(bitte, die Ziffer in der Adresse weglassen)
Ich fasse mal zusammen:
Entweder juckt
- Dingo eine Floh; oder
- die Liebe.
Natürlich bringt er hin und wieder einen Floh mit nach Hause. Aber das
waren bisher - dan ExSpot - einzelne und sehr vorübergehende Fälle.
Häufiger ist ein "Verlegenheitskratzen" - typisches Beispiel: Wenn ihm
in der Hundegruppe nicht klar ist, was ich von ihm will, setzt er sich
erst mal hin und kratzt sich ausgiebig hinter dem Ohr. Wie ich, wenn ich
vor einer schwierigen Matheaufgabe der Tochter sitze. ;-)
Gruss Martin
[...]
> Ich fasse mal zusammen:
> Entweder juckt
> - Dingo eine Floh; oder
> - die Liebe.
>
> Natürlich bringt er hin und wieder einen Floh mit nach Hause. Aber das
> waren bisher - dan ExSpot - einzelne und sehr vorübergehende Fälle.
>
> Häufiger ist ein "Verlegenheitskratzen" - typisches Beispiel: Wenn ihm
> in der Hundegruppe nicht klar ist, was ich von ihm will, setzt er sich
> erst mal hin und kratzt sich ausgiebig hinter dem Ohr. Wie ich, wenn ich
> vor einer schwierigen Matheaufgabe der Tochter sitze. ;-)
Das kenne ich auch sehr gut. Obwohl ich keine Tochter habe ;-)
Ich habe bei Feddersen-Petersen und bei Gansloßer mal nachgeschaut, habe
aber nichts zum Thema "Körperkontakt" finden können. Von daher vermute
ich mal, daß es keine endgültige und allgemeingültige Erklärung geben wird.
Katja sucht den engen Körperkontakt zu mir, wenn ihr etwas unheimlich
ist bzw. sie Schiß kriegt. Emma sucht den engen Körperkontakt, wenn ich
für ihren Geschmack zu lange mit anderen Hunden rumschmuse. Dann
quetscht sie sich ganz beiläufig an mich ran.
Gruß Martin
> Ich fasse mal zusammen:
> Entweder juckt
> - Dingo eine Floh; oder
> - die Liebe.
Meine Hündin macht das auch.
Manchmal ist sie einfach nur albern und drückt sich U- Förmig (das U von
mir weg) mit lachendem Gesicht an mich. Da hab ich wirklich den Eindruck
als würde sie mich "anhimmeln". Sie "flirtet" dann irgendwie.
Teilweise auch, wenn das kastrierte Mäusken "läufig" ist, dann liebt sie
es am Po/Schenkel durchgekrabbelt zu werden :-)
Oder sie macht das zum Teil abends, wenn wir auf dem Sofa sitzen. Dann
ist zwar das "Lachen" dabei, aber sie möchte dann wirklich gekrabbelt
werden und meist finde ich eine bestimmte Stelle, die entweder kitzelt
oder juckt. Kröte weiß halt, dass nur meine Finger diese Stellen finden
und sie geniesst es. Da kommt sie mit ihren Pfoten selber nicht dran.
Und allgemein streicht sie auch gern durch Hecken und ich nenne das
"Fellpflege". Derzeit wirft sie ordentlich Unterwolle/Fell ab und alles
juckt irgendwie. Da liebt sie es wenn ich mit den Fingern ordentlich
druchkrabbel, die Bürste bringt da nicht so viel - sie "lacht" dann
nicht so drollig.
Grüße Sandra und die olle Lara
Scheint ja auch je nach Hund sehr individuell zu sein.
Dingos Vorgängerin war eine leidenschaftliche Kontaktliegerin :-)
Dingo dagegen war zu Anfang sehr kontaktscheu. Heute geniesst er
Körperkontakt, sucht ihn - manchmal durchaus auch manipulativ, scheint
mir -, kann sich aber auch klar abgrenzen, wenn er seine Ruhe will.
> Katja sucht den engen Körperkontakt zu mir, wenn ihr etwas unheimlich
> ist bzw. sie Schiß kriegt.
In dieser Situation wirft mir Dingo zwar einen fragenden/suchenden Blick
zu, beschliesst dann aber, wenn ich mich unbeeindruckt zeige, die Sache
selber in die Hand bzw. Pfote zu nehmen (vermutlich aus seiner
Strassenhunde-Erfahrung). Das heisst, er weicht dem beängstigenden Ding
aus, so lange er kann. Andernfalls knurrt oder bellt er es an.
Emma sucht den engen Körperkontakt, wenn ich
> für ihren Geschmack zu lange mit anderen Hunden rumschmuse. Dann
> quetscht sie sich ganz beiläufig an mich ran.
Das wiederum hält Dingo genau so.
Gruss Martin
[...]
>> Ich habe bei Feddersen-Petersen und bei Ganslo�er mal nachgeschaut, habe
>> aber nichts zum Thema "K�rperkontakt" finden k�nnen. Von daher vermute
>> ich mal, da� es keine endg�ltige und allgemeing�ltige Erkl�rung geben
>> wird.
>
> Scheint ja auch je nach Hund sehr individuell zu sein.
Den Eindruck habe ich auch.
> Dingos Vorg�ngerin war eine leidenschaftliche Kontaktliegerin :-)
Judith war eine Schmuserin, aber Kontaktliegen machte sie �berhaupt
nicht. Wenn ich mich zu ihr auf den Boden setzte, stand sie auf und ging
woanders hin. Das schien mir mit Rangordnung zu tun zu haben - ich hatte
den Eindruck, sie w�rde glauben, das ich den Platz jetzt f�r mich
beanspruchte.
> Dingo dagegen war zu Anfang sehr kontaktscheu. Heute geniesst er
> K�rperkontakt, sucht ihn - manchmal durchaus auch manipulativ, scheint
> mir -, kann sich aber auch klar abgrenzen, wenn er seine Ruhe will.
Klingt so, als h�ttet Ihr da ein sch�nes St�ck Arbeit geschafft.
>> Katja sucht den engen K�rperkontakt zu mir, wenn ihr etwas unheimlich
>> ist bzw. sie Schi� kriegt.
>
> In dieser Situation wirft mir Dingo zwar einen fragenden/suchenden Blick
> zu, beschliesst dann aber, wenn ich mich unbeeindruckt zeige, die Sache
> selber in die Hand bzw. Pfote zu nehmen (vermutlich aus seiner
> Strassenhunde-Erfahrung). Das heisst, er weicht dem be�ngstigenden Ding
> aus, so lange er kann. Andernfalls knurrt oder bellt er es an.
Bei Dingen, die Katja beunruhigen (Plastikt�te auf dem Feldweg o.�.),
ihr aber nicht wirklich Angst machen, schaut sie mich fragend an. Wenn
ich dann "Ist OK" sage, l�uft sie einfach weiter.
Aber wenn ihr was wirklich nicht geheuer ist, dann sitzt sie auch schon
mal auf meinem Fu� ;-)
> Emma sucht den engen K�rperkontakt, wenn ich
>> f�r ihren Geschmack zu lange mit anderen Hunden rumschmuse. Dann
>> quetscht sie sich ganz beil�ufig an mich ran.
>
> Das wiederum h�lt Dingo genau so.
Eifers�chtige Bande ist das ;-)
Gru� Martin
Was ich auf unserem Hundeplatz beobachte, scheint es nicht nur
individuelle, sondern auch rassenspezifische Unterschiede zu geben, Die
ersten, die sich einem "ans Bein schmeissen", sind regelmässig Labradors
und Retrievers. Am anderen Ende der Skala sind die zwei oder drei Canaan
Dogs, die ebenfalls regelmässig auf dem Platz sind. Obschon eigentlich
schulbuchmässig sozialisiert, ists bei denen harte Arbeit, bis sie sich
berühren lassen, ohne dass gleich die Schnauzhaare nach vorn gehen...
[...snip...]
>> Emma sucht den engen Körperkontakt, wenn ich
>>> für ihren Geschmack zu lange mit anderen Hunden rumschmuse. Dann
>>> quetscht sie sich ganz beiläufig an mich ran.
>>
>> Das wiederum hält Dingo genau so.
>
> Eifersüchtige Bande ist das ;-)
Wie ich immer sage: Hunde sind auch keine besseren Menschen ;-)
Gruss Martin
Das kann durchaus möglich sein - ich treffe fast nur noch Mischlinge ;-)
Es kann aber auch damit zu tun haben, daß bestimmte Rassen oft auch von
Menschen gekauft werden, die bestimmte Vorstellungen von einem Leben mit
Hund haben. Vielleicht sind die typischen Retriever-Käufer auch eher
die, die mit ihrem Hund schmusen wollen, und sozialisieren ihren Hund
ganz automatisch dementsprechend.
> [...snip...]
>
>>> Emma sucht den engen Körperkontakt, wenn ich
>>>> für ihren Geschmack zu lange mit anderen Hunden rumschmuse. Dann
>>>> quetscht sie sich ganz beiläufig an mich ran.
>>>
>>> Das wiederum hält Dingo genau so.
>>
>> Eifersüchtige Bande ist das ;-)
>
> Wie ich immer sage: Hunde sind auch keine besseren Menschen ;-)
Zumindest nicht so viel besser :-P
Gruß Martin