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Wie schnell wirkt Tarasex (chemische Kastration) ???

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Petra Fuhrmann

unread,
Oct 13, 2001, 1:56:45 PM10/13/01
to
Hallo zusammen,

sonst lesen wir hier ja nur aufmerksam mit, aber heute haben wir mal
eine Frage.

Wir haben zwei Chesapeake Bay Retriever Rüden. Der Dominante hat wegen
zu dominaten Verhaltens jetzt die chemische Kastration per Spritze mit
Tarasex erhalten.
Das war vor 5 Tagen und bis heute ist keine veränderung im verhalten
festzustellen.

Kann uns jemand sagen, wie schnell und auch wie lange das Mittel wirkt?

Der Hund wiegt ca. 30 Kilogramm.

Für Hilfen/Anregungen sind wir dankbar.

Viele Grüße

Petra

Andrea Martin

unread,
Oct 13, 2001, 2:44:08 PM10/13/01
to
Petra Fuhrmann schrieb:

Hallo PetRA

> Kann uns jemand sagen, wie schnell und auch wie lange das Mittel wirkt?
>
> Der Hund wiegt ca. 30 Kilogramm.
>

Wie lange weiss ich nicht genau, ich schätze mal 4 Wochen. Aber normal mit
fast sofortiger Wirkung. Laut Tierarzt lässt die chemische Kastration nicht
unbedingt darauf schliessen, daß die tatsächliche Kastration auch nicht
wirkt. Trotzdem würde ich in so einem Fall vermuten das die Dominanz nicht
hormonell gesteuert ist.
Wenn es um die Unverträglichkeit der Rüden untereinander geht empfiehlt
Neville (glaube ich) den weniger dominanten Rüden zu kastrieren um die
soziale Kluft zu vergrößern.
Vielleicht versucht ihr da die chemische Kastration mal in 4 Wochen.

Viele Grüße
Andrea


Nicole P.

unread,
Oct 13, 2001, 2:37:10 PM10/13/01
to
Hallo Petra,
normalerweise sollte die Spritze spätestens am nächsten Tag wirken! Sie hält
dann bis zu 6 Wochen an. Je nachdem wie alt der Rüde ist, wird es aber zu
keiner Veränderung führen, da er sich seiner Position ja bewußt ist und sie
auch dann noch verteidigen wird. So eine Kastration ist ja keine "Gehirnwäsche"
;-). Es kann sein das er läufigen Hündinnen nicht mehr so extrem nachstellt,
ist aber auch nicht immer der fall. Wenn es sich um zwei Rüden in einem
Haushalt handelt, sollte der andere kastriert werden, damit die Position des
stärkeren noch unterstrichen wird. Der dominantere wird sein Verhalten dem
anderen gegenüber nicht verändert, weil er kastriert ist, im Gegenteil. Er
riecht für den anderen dann nicht mehr wie ein Rüde, was die Probleme dann noch
verstärkt. Bin mal gespannt wie die Sache bei den Rüden ausgeht?! Habe das bis
jetzt nur an Jackys beobachten können, Rüde wie Hündin hat es im Rudel nicht
und Fremden gegenüber kaum verändert. Aber Jackys sind ja in allem sehr extrem
;-).
Liebe Grüße Nicole & Rudel

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
Oct 13, 2001, 2:50:53 PM10/13/01
to
Hi Petra,

On Sat, 13 Oct 2001 19:56:45 +0200, Petra Fuhrmann
<petra.f...@pf-marketing.de> wrote:

>Wir haben zwei Chesapeake Bay Retriever Rüden. Der Dominante hat wegen
>zu dominaten Verhaltens jetzt die chemische Kastration per Spritze mit
>Tarasex erhalten.

Das Mittel heißt Tardastrex ;-)

>Das war vor 5 Tagen und bis heute ist keine veränderung im verhalten
>festzustellen.

Naja, wie alt ist er denn?

>Kann uns jemand sagen, wie schnell und auch wie lange das Mittel wirkt?

Das ist unterschiedlich. Ponda bekommt es schon sehr lange alle 4
Wochen und pünktlich 3 Tage nach Injektion ist die Wirkung wieder
verstärkt da. Ebenso pünktlich ist sie nach genau 28 Tagen
verschwunden.

Zitate aus dem Beipackzettel:
"Bei therapeutischem Einsatz ist die Wirkung nach 2-4 Tagen zu
erwarten. Bleibt die Besserung innerhalb 8 Tagen aus, ist eine
Wiederholungsinjektion mit gleicher Dosis angezeigt."
....
"Die charakteristischen Merkmale der abnormen Sexual-Aktivität wie
Vagabundieren, Aufspringen, Aufreiten auf Hunde beiderlei Geschlechts,
andere Haustiere, Menschen und Gegenstände, häufiges Belecken der
Genitalien, normales, aber unerwünschtes, als auch abnorm
übersteigertes Interesse am weiblichen Geschlecht und lästiges
Markieren (Urinieren im Hause) gehen nach 3-14 Tagen zurück oder
verschwinden gänzlich."
....
"Die Wirkung von Tardastrex ad us. vet erstreckt sich auch auf
epileptiforme Anfälle, Pruritus sine materia, Circumanal-Tumoren,
extreme Angriffslust und Nervosität. Die geprüften zahlenmäßig noch
begrenzten Fälle dieser Indikationen lassen im Hinblick auf die
bisherigen Erfolge stets einen Therapieversuch geraten erscheinen,
zumal belastende Nebenwirkungen niemals verzeichnet worden sind."
...
Zitat Ende

Naja, über die belastenden Nebenwirkungen kann man streiten und auch
darüber, ob nicht manches Mal Erziehung der bessere Weg wäre.

Auf dem Beipackzettel ist außerdem noch eine Indikationstabelle, dort
hat "Angriffslust, extreme Nervosität" die geringsten Abstände
zwischen Wiederholungsbehandlungen. Es werden 2wöchentliche
Wiederholungsbehandlungen empfohlen (sofern nötig). Puuh, das würde
ich mir gut überlegen.

Liebe Grüße,
Ellen


Elfriede Mally

unread,
Oct 15, 2001, 12:32:42 AM10/15/01
to
Hallo Petra und NG-Fachleute
Möchte gerne alles über die "chemische Kastration" wissen.
Kannst du mir alles erzählen drüber? Interessiert mich sehr.
Gruss elfie

"Petra Fuhrmann" <petra.f...@pf-marketing.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BC8805D...@pf-marketing.de...

Petra Fuhrmann

unread,
Nov 2, 2001, 7:46:38 AM11/2/01
to
Hallo Elfie, sorry, dass ich erst jetzt antworte. Diese Chemische Kastration
heisst Tarastrex - oder so ähnlich. Ist eine Spritze, die eigentlich nahc 2
bis 4 Tagen später wirken sollte und zwischen 1 und 3 Monate wirkt.
Theoretisch. Bei unserem Chessie (9 Monate und voller
Hormon-Pubertäts-Probleme hat das ganze nicht so recht geholfen).
Kostet so um 100 Mark und soll wie eine normale Kastration wirken, d.h. kein
Ausbuechsen wegen läufiger Hündin, kein Aufreiten etc. Nebenwirkungen - keine
Ahnung?
Gruss Petra

Petra Fuhrmann

unread,
Nov 2, 2001, 7:52:15 AM11/2/01
to
Hallo Nicole,
sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber vielen Dank auf jeden Fall für Deine
schnelle Antwort.
Was unsere beiden Chessies angeht: sie lieben sich zur Zeit über alles. Aber wohl
nicht wegen der Spritze, denn die scheint nicht geholfen zu haben. Hündinnen stehen
nämlich noch immer hoch im Kurs. Stattdessen bekommt er ein homöopathisches Mittel
was anscheinden super wirkt und keine Nebenwirkungen hat.
Die Agression liess sich allerdings auch auf eine Vergiftung zurückführen (durch
Eicheln oder Tollkirschen), denn ein paar Tage später fing er an zu speicheln,
frass nicht mehr und magerte ab. Tierarztdiagnose: Leber funktioniert nicht. Und
nachdem wir dieses bekämpft haben, geht es ihm prima. Und kastriert ist zur Zeit
keiner von beiden.
Viele Grüsse
Petra

Klaus Klabisch

unread,
Nov 2, 2001, 12:18:26 PM11/2/01
to
"Petra Fuhrmann" <petra.f...@pf-marketing.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BE296FF...@pf-marketing.de...

>
> Die Agression liess sich allerdings auch auf eine Vergiftung
> zurückführen (durch Eicheln oder Tollkirschen), denn ein paar Tage
> später fing er an zu speicheln, frass nicht mehr und magerte ab.
> Tierarztdiagnose: Leber funktioniert nicht.
> Viele Grüsse
> Petra


Grüß Dich Petra!
Mit Deiner obigen Aussage -Vergiftung durch Eicheln- wolltest Du mich
sicherlich nur gewaltig erschrecken. Ist Dir auch (fast) gelungen.

Denn unser Terry frisst mit Wonne alle Eicheln, die jetzt im Herbst zu
Hauff auf unsere Terrasse fallen. Er packt sie sogar vorher aus; im
Gegensatz zu den Wildschweinen, die auch die Schale nicht verschmähen.

Und unsere Großeltern haben sogar aus Eicheln (allerdings geröstet) noch
Kaffee zubereitet.

Bist Du nun bereit die "Eicheln" aus obiger Klammer wieder zu entfernen
und nur noch die "Tollkirschen" zu belassen?

PS. Andernfalls sehe ich mich gezwungen -durch einen Selbstversuch- die
Harmlosigkeit von Eicheln (wie schmeckt das Zeug eigentlich - na ja, mit
viel Cognac werde ich das Zeugs wohl ´runter bekommen) nachzuweisen.
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch

Im Übrigen bin der der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden sollte.


Paul Cech

unread,
Nov 3, 2001, 10:35:05 AM11/3/01
to

Petra Fuhrmann schrieb:
>

> Die Agression liess sich allerdings auch auf eine Vergiftung zurückführen (durch
> Eicheln oder Tollkirschen),


Wirklich Eicheln?
Die Schalen oder Kern? Ich denke, eher Schalen.

BTW: Seit wir im neuen Heim 2 Nussbäume im Garten haben, die gewaltig
tragen bzw. "abwerfen" wurden unsere 3 Hunde zu unermüdlichen
Nussknackern.
Knacken sie auf und schälen mit dem Fangzähnen das Innere raus.
Stundenlang - und ohne Nebenwirkungen.


herzliche Grüsse
Paul

Nicole P.

unread,
Nov 6, 2001, 8:48:59 AM11/6/01
to
Hallo Petra,
puuuhhhhh, da bin ich aber froh das die beiden "heil" bleiben dürfen :-)!
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