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Hydrokultur & Aquarien

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Ingo Schmidt - Hammer

unread,
Nov 17, 1997, 3:00:00 AM11/17/97
to

Hallo zusammen!

Einige scheinen Ihr Aquarium irgendwie mit Hydrkulturtöpfen zu
kombinieren.
Wie funktioniert daß den technisch? Pumpt Ihr Wasser in eure Töpfe und
laßt das Wasser dann passiv (der Schwerkraft folgend) ins Wasser? Was
passiert, wenn der Auslauf verstopft? Oder stellt Ihr den Topf direkt
ins Becken?

Grüße --- Ingo

Castillo

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Ich wollte mich schon lange melden, war aber zwischendurch krank.

Ich habe einfach einen ueblichen Blumenkasten mit einem Hahn versehen,
indem ich ein Loch 2-3 cm ueber den Boden gebohrt habe und dort dann
einen Hahn befestigt (hat ca. 7 DM im Gartengeschaeft gekostet und
kommt mit einer Gegenmutter).

Diesen Blumenkasten habe ich dann wie sonst ueblich bei Hydropflanzen
vorbereitet (Blaehton eingefuellt etc.). Schliesslich habe ich den
Kasten auf das Aquarium (auf dem Deckel) gestellt, das U-Rohr (Auslauf
der Topfpumpe) auf der anderen Seite weit vom Hahn eingehaengt... und
fertig. Das Wasser fliesst von der Aussenpumpe in den Kasten, durch
den Blaehton, heraus durch den Hahn und herein ins Aquarium.
Natuerlich musste ich diesen Kasten auf das Aquarium so stellen, dass
der Ablauf (das Plastikrohr vom Hahn) durch eine Aussparung im Deckel
geht. Von aussen merkt man nichts vom Wasser.

Diese Kombination ist einfach genial, denn der Wasserpegel der
Hydropflanzen bleibt konstant (normalerweise muss man die Hydrotoepfe
nachgiessen und duengen, dass alles entfaellt hier). Das ist fuer die
Hydropflanzen von grossem Vorteil. Es gibt auch in der Duengung keine
Schwankungen - sofern das Aquariumwasser selbst keinen grossartigen
Aenderungen unterworfen wird. Fuer dieses Experiment habe ich mich von
meiner Frau beraten lassen, da sie diejenige ist, die sich mit Hydro
auskennt. Sie hat mir gesunde, strebende junge Pflanzen zur Verfuegung
gestellt und ist jetzt selbst begeistert (sie braucht ja nichts mehr
zu tun und die Pflanzen wachsen und wachsen...). Welche Pflanzen sind
das?

Russischer Wein
Drazaena
Gummibaum
Flamingobaum
Diefenbachia (?)
und andere (insgesamt 7 Stueck)

Und wenn sie wachsen, dann auf Kosten der Naehstoffe im Aquarium,
wodurch sie praktisch das Aquariumwasser bereinigen.

Anmerkung:

Am Anfang habe ich versucht, den Kasten ueber dem Aquarium an der Wand
zu befestigen. Dann waere aber eine zusaetzliche Pumpe vonnoeten. Mit
dem Kasten direkt auf dem Deckel ergibt sich keine grosse
Hoehenbelastung fuer die Aussenpumpe, das ist der Vorteil. Bei mir ist
der Blumenkasten so positioniert, dass der vordere Teil der
Abdeckklappe noch aufgeht, so dass man an das Wasser herankommt (zum
Futtern, etc.).

Fuer Leute die sich nicht mit Hydro auskennen: Man kann leider nicht
so ohne Weiteres eine Pflanze, die in Blumenerde waechst, einfach auf
Hydro umtoepfen! Jedenfalls nicht, ohne genau zu wissen, was man tut.
Man muss also Hydropflazen nehmen (schon umgestellte).

Fragt mich jetzt nicht, wie der Einfluss der Hydrokultur auf die
Zusammensetzung genau ist; ich habe das Wasser nicht chemisch
analysiert. Das wuerde aber auch in Hinblick auf die Anwendung nichts
bringen. Tatsache ist, dass seitdem die Wasserwechselzyklen des
Aquariums beliebig dehnbar zu sein scheinen. Kein Wunder, den sie
entziehen dem Wasser Nitrat, Phosphat, etc., sodass sich das
Aquariumwasser besser haelt.

Im Grunde genommen kann ich mir kein Suesswasseraquarium ohne
gekoppelte Hydropflanzen mehr vorstellen. Diese Kombination ist so
praktisch und gelungen, dass es einfach dumm waere, darauf zu
verzichten.

Und tschuess,

Roderick
----------------
mailto:pub...@germany.b.shuttle.deREMOVE.THIS

Maria Ortner

unread,
Nov 28, 1997, 3:00:00 AM11/28/97
to

Ich finde das mit der Hydrokultur sehr interssant und wuerde es gerne
ausprobieren, habe aber ein paar Fragen dazu:

(1) Hast Du Pflanzen im Aquarium?
Wenn ja, (a) wachsen die Pflanzen?
(b) duengst Du zusaetzlich (Eisen, Spurenelemente, ...)?
(c) duengst Du mit CO2?
Oder, anders gefragt, findest Du, dass das Filtern ueber
Hydrokultur auch fuer ein bepflanztes Becken Sinn hat?

(2) Hast Du Algen im Aquarium oder verhindert die Hydrokultur alles
Algenwachstum?

(3) Wie gross ist Deine Hydrokultur, wie gross das Becken?

Wuerde mich sehr freuen, Deine Meinung (oder natuerlich auch von anderen
Leuten) zu diesen Fragen zu erfahren,

Maria

--
--------------------------------------------------
Maria Ortner
Center of Applied Molecular Engineering
University of Salzburg, Austria
Maria....@came.sbg.ac.at

martin adler

unread,
Nov 28, 1997, 3:00:00 AM11/28/97
to


On Thu, 27 Nov 1997, Castillo wrote:

> ingo.schm...@metronet.de (Ingo Schmidt - Hammer) wrote:
>

> Ich habe einfach einen ueblichen Blumenkasten mit einem Hahn versehen,
> indem ich ein Loch 2-3 cm ueber den Boden gebohrt habe und dort dann
> einen Hahn befestigt (hat ca. 7 DM im Gartengeschaeft gekostet und
> kommt mit einer Gegenmutter).
>
> Diesen Blumenkasten habe ich dann wie sonst ueblich bei Hydropflanzen
> vorbereitet (Blaehton eingefuellt etc.). Schliesslich habe ich den
> Kasten auf das Aquarium (auf dem Deckel) gestellt, das U-Rohr (Auslauf
> der Topfpumpe) auf der anderen Seite weit vom Hahn eingehaengt... und
> fertig. Das Wasser fliesst von der Aussenpumpe in den Kasten, durch
> den Blaehton, heraus durch den Hahn und herein ins Aquarium.
> Natuerlich musste ich diesen Kasten auf das Aquarium so stellen, dass
> der Ablauf (das Plastikrohr vom Hahn) durch eine Aussparung im Deckel
> geht. Von aussen merkt man nichts vom Wasser.

hmm... irgendwelche vorsorge, falls der auslauf verstopft?

das beruehmth loechlein im ansaugrohr knapp unter'm wasserspiegel?

servus

martin adler

Kay Herzog

unread,
Nov 28, 1997, 3:00:00 AM11/28/97
to

In <347de1e6...@NEWS.b.shuttle.de> ro...@127.0.0.1 (Castillo) writes:

Ein paar kritische Anmerkungen:

>fertig. Das Wasser fliesst von der Aussenpumpe in den Kasten, durch
>den Blaehton, heraus durch den Hahn und herein ins Aquarium.

Der Blaehton muss immer gut gewaschen werden, weil er sehr viele
kleine Schwebeteilchen enthaelt (und das Aquarium sonst rot wird).

>Diese Kombination ist einfach genial, denn der Wasserpegel der
>Hydropflanzen bleibt konstant (normalerweise muss man die Hydrotoepfe
>nachgiessen und duengen, dass alles entfaellt hier). Das ist fuer die
>Hydropflanzen von grossem Vorteil.

Normalerweise muss der Wasserstand bei der Hydrokultur zwischen der
"Optimum"-Marke und der "Minimum"-Marke schwanken. Dadurch wird u.
a. Faeulnis vermieden (-> bei staendigem "Wasserwechsel" mit Aquari-
umwasser irrelevant) und (wichtiger) das Wurzelwachstum der Hydro-
pflanze gefoerdert. Nicht alle Pflanzen vertragen das Stehen im
Wasser !

> Es gibt auch in der Duengung keine
>Schwankungen

Einige Pflanzen benoetigen eine Ruhephase ohne Duengung (und bei
geringem Wasserstand).

> - sofern das Aquariumwasser selbst keinen grossartigen
>Aenderungen unterworfen wird. Fuer dieses Experiment habe ich mich von
>meiner Frau beraten lassen, da sie diejenige ist, die sich mit Hydro
>auskennt. Sie hat mir gesunde, strebende junge Pflanzen zur Verfuegung
>gestellt und ist jetzt selbst begeistert (sie braucht ja nichts mehr
>zu tun und die Pflanzen wachsen und wachsen...). Welche Pflanzen sind
>das?

>Russischer Wein
^^^^^^^^^^^^^^^
>Drazaena
^^^c^^^^ Die sind etwas empfindlich gegen zu hohen (konstanten) Wasserstand

>Gummibaum
^^^^^^^^ Ficus benjamina ? Sollte funktionieren
>Flamingobaum
>Diefenbachia (?)
^^^^^^^^ Sollte funktionieren (kaum totzubekommen)

>und andere (insgesamt 7 Stueck)

Eine andere (aber IMHO bessere) Loesung waere die Verwendung von
Pflanzen, die in der Natur auch mit "nassen Fuessen" gedeihen:

Zyperngrass: Waechst wie Unkraut, sehr leicht aus einen (irgendwie
organisierten) Halm zu ziehen: Obere Blattkrone bis auf ein paar cm
stutzen, Stiel auf ca. 10cm kuerzen und umgedreht ins Wasserglas
stellen: Nach einigen Wochen erscheinen Wurzeln und Pflaenzchen.

Zwergkalmus: Der hat als Wasserpflanze sowieso kein Chance, warum
den Kalmus nicht einmal richtig pflegen ?

Fuer Experimentierfreudige: Einige Crypto-Arten, Hygrophilias etcpp.
kommen in natura emers vor.

>Anmerkung:

>Fuer Leute die sich nicht mit Hydro auskennen: Man kann leider nicht
>so ohne Weiteres eine Pflanze, die in Blumenerde waechst, einfach auf
>Hydro umtoepfen! Jedenfalls nicht, ohne genau zu wissen, was man tut.
>Man muss also Hydropflazen nehmen (schon umgestellte).

Die Umstellung aelterer Pflanzen ist etwas heikel, bevorzugt juengere
(kraeftige) Pflanzen umstellen. Die Pflanze muss voellig neu Wurzeln
bilden, und das dauert seine Zeit. Methode (finktioniert aber nicht
immer):

Pflanze aus dem Erdtopf nehmen, Wurzelballen so gut es geht freilegen
und ins Wasser stellen. 1-2 Woche stehen lassen, gut durchspuelen (es
darf keine Erde mehr zwischen den Wurzeln sein!), Wurzelballen etwas
beschneiden und in Blaehton setzen (Wasserstand auf "Maximum", kein
Duenger). Nicht Nachgiessen, und auf Minimum absinken lassen, dann
Planze im Einsatztopf noch einmal gut durchspuelen, etwas duengen.
Entweder sie ist dann eine Hydropflanze, oder eingegangen.

>Im Grunde genommen kann ich mir kein Suesswasseraquarium ohne
>gekoppelte Hydropflanzen mehr vorstellen. Diese Kombination ist so
>praktisch und gelungen, dass es einfach dumm waere, darauf zu
>verzichten.

So ganz optimal, wie es klingt, ist die Sache zwar nicht, aber einen
Versuch sollte einen die Sache Wert sein. Aber die Pflanzenauswahl
erfordert doch einige Kenntnisse (also Literaturarbeit) - Kakteen
wuerde ich nicht empfehlen (obwohl die auch in Hydrokultur wachsen).

Gruessings aus dem hohen Norden

kay

--
Kay Herzog "You can't run away forever, but there's
FFF#6 nothing wrong with getting a good head start"
-----------------------------------------------------------------------
k...@techfak.uni-kiel.de http://www.techfak.uni-kiel.de/~kah/

Rainer Schneck

unread,
Nov 28, 1997, 3:00:00 AM11/28/97
to

Castillo schrieb:

>
> ingo.schm...@metronet.de (Ingo Schmidt - Hammer) wrote:
>
> >Einige scheinen Ihr Aquarium irgendwie mit Hydrkulturtöpfen zu
> >kombinieren.
> >Wie funktioniert daß den technisch? Pumpt Ihr Wasser in eure Töpfe und
> >laßt das Wasser dann passiv (der Schwerkraft folgend) ins Wasser? Was
> >passiert, wenn der Auslauf verstopft? Oder stellt Ihr den Topf direkt
> >ins Becken?
> >
>
> Ich wollte mich schon lange melden, war aber zwischendurch krank.
>
> Ich habe einfach einen ueblichen Blumenkasten mit einem Hahn versehen,
> indem ich ein Loch 2-3 cm ueber den Boden gebohrt habe und dort dann
> einen Hahn befestigt (hat ca. 7 DM im Gartengeschaeft gekostet und
> kommt mit einer Gegenmutter).
>
N'abend,

wie hoch ist denn der Durchlauf deiner Pumpe?
Ich wollte dies bei meinem neuen Becken aehnlich machen und dachte da an
einen Bypass, um die Hydrokoltur dann als Langsamfilter zu verwenden.
Gem. deinen Aussagen duerfte dies wohl fuer di Hydropflanzen kein
Problem darstellen.

--
Gruss

Rainer

Bernd Malkusch

unread,
Nov 28, 1997, 3:00:00 AM11/28/97
to

Hi, Maria

>
> Ich finde das mit der Hydrokultur sehr interssant und wuerde es gerne
^^^^^^^^^^^^^^ eben!

> ausprobieren, habe aber ein paar Fragen dazu:

Soweit ich das verstanden habe ging es hier
a) um die Wirkung des Aquariums im Gesamten (Wasserpflanzen UND Hydro
obendrauf und
b) (hauptsächlich) um die zusätzliche Filterwirkung als Biofilter.

Ich gehe daher schon davon aus, dass Pflanzen IM Aquarium sind.

Reflektierend ...
Bernd

Bernd Malkusch

unread,
Nov 29, 1997, 3:00:00 AM11/29/97
to

>
> Und tschuess,
>
> Roderick

Hi Roderick,
wollte mich eigentlich nur für deine ausfuehrliche E-Mail bedanken,
die kam aber leider als "Unbekannt" zurueck :^(

Gruß Bernd

Castillo

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

ma...@Zenzi.came.sbg.ac.at (Maria Ortner) wrote:

>
>Ich finde das mit der Hydrokultur sehr interssant und wuerde es gerne

>ausprobieren, habe aber ein paar Fragen dazu:
>

>(1) Hast Du Pflanzen im Aquarium?

Ja, und nicht wenige. Ich muss jeden 2. Tag "ernten", und wenn ich das
unterlasse, muss ich am 3. Tag die Pflanzen, die ich wegwerfe, mit
beiden Haenden fassen, soviel wird das.


> Wenn ja, (a) wachsen die Pflanzen?

Die Barsche, die ich habe, greifen die Pflanzen ganz heftig an.
Darueber freue ich mich, da sie sowieso zu schnell wachsen. Darum habe
ich Schwimpflanzen, um ein Bisschen Schatten zu spenden, dann aber
wuchern die Schwimmpflanzen...

> (b) duengst Du zusaetzlich (Eisen, Spurenelemente, ...)?

Nur bei der Einrichtung vor ca. 6 Monaten, danach habe ich winzige
"Portionen" eines eisenhaltigen Praeparats zugegeben, nur fuer alle
Faelle. Die genannte Groesse der Portionen ist auch angebracht, da das
Zeug sauteuer ist.

> (c) duengst Du mit CO2?

Ja. Allerdings ist das eine Geschichte fuer sich. Ich benutze die
Hefemethode, was sich allerdings als sehr problematisch herausgestellt
hat, da der pH-Wert stark schwankt, mit entsprechenden Folgen fuer die
Fische. Nach viel Experimentieren habe ich gelernt, die
Hefe-Zucker-Mischung so herzustellen, dass das CO2 langsam und stetig
abgegeben wird. Darueberhinaus erzeuge ich absichtlich eine gewisse
Bewegung der Oberflaeche mit der Innenpumpe, was fuer einen gesunden
Gasenaustausch sorgt, d.h. genug Sauerstoff aber nicht zu viel CO2.

Meine Ueberzeugung ist, dass ohne CO2 irgendwann Probleme auftauchen
(z.B. habe ich schon mal in einem anderem Becken Kalkbelag auf den
Scheiben gehabt), glaube aber, dass CO2 zumindest in meinem Fall die
Pflanzen nicht direkt zum Wachstum anregt. Der bestimmende Faktor ist
in meinem Fall das Licht, eindeutig.

> Oder, anders gefragt, findest Du, dass das Filtern ueber
> Hydrokultur auch fuer ein bepflanztes Becken Sinn hat?

Da jede Bestrebung zu bejahen ist, die zu einem gesunderen Wasser
fuehrt, warum soll das auch dann keinen Sinn haben? Bekanntlich ist
die biologische Abbaufaehigkeit bei dem ueblichen Besatz mit Fischen
generell in Aquarien nicht ausreichend (Wasser-zu-Fisch-Verhaeltnis zu
gering). Mit anderen Worten, das Wasser ist in Aquarien immer
verbesserungsfaehig. Das schlaegt sich direkt in deiner
Wasserwechselfrequenz.

Es gibt aber Ausnahmen. Ich habe einen Bekannten, der in seinem
Keller einen Selbstbaubecken mit 5.000 Liter (in Worten: fuenftausend)
eingerichtet hat; der Filter ist etwa so gross wie das Becken. Er kann
sich an den letzten Wasserwechsel nicht erinnern...

>(2) Hast Du Algen im Aquarium oder verhindert die Hydrokultur alles
> Algenwachstum?

Ich hatte nach dem Einrichten Probleme mit einem braunen Zeug, das in
den *Schlaeuchen*, aber nicht im Aquarium, gewachsen ist. Das Wasser
wurde gebremst und die Pumpe ueberfordert, da diese Dinger immer mit
flatterten und die Schlaeuche langsam verstopften.

Auch nach volligem Abdunkeln von Teilen der Schlaeuche wuchsen sie
trotzdem; mir wurde versichert, es handele sich um Bakterienkulturen.
Das Problem gibt es jedenfalls nicht mehr.

Im Becken selbst hat es nie Algen gegeben (hoffe, Dich nicht zu
enttaeuschen). Allerdings muss ich fuer die Aesthetik einmal pro Monat
die Scheiben von innen putzen, da sich dort ein duenner schmieriger
Belag bildet, was ich selbst normal und fast unvermeidbar finde.


>
>(3) Wie gross ist Deine Hydrokultur, wie gross das Becken?

Das Becken: 200 L

Der Hydrokasten ist ca. 1 m lang und 15 cm breit. Er enthaelt 7
Pflanzen.

(In Zukunft vielleicht nicht den ganzen Artikel ohne zwingenden Grund
zitieren?)

Castillo

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

martin adler <kap...@uni-tuebingen.de> wrote:


>hmm... irgendwelche vorsorge, falls der auslauf verstopft?

Ja. Ich habe den Auslauf vom Hydrokasten von der Innenseite mit einem
Zylinder, das ich aus Maschendraht geformt habe, bedeckt. Das Zylinder
ist senkrecht angebracht und ist oben offen. Wenn sich im unteren Teil
des Zylinders etwas verstopft, steigt erstmal der Wasserpegel im
Kasten und das Wasser kann zunaechst weiter fliessen.

Allerdings gibt es nicht die geringsten Anzeichen fuer eine
Verstopfung. Der Grund ist klar: Das Wasser, das in den Kasten
geleitet wird, kommt schon mechanisch gefiltert aus der Aussenpumpe.

Die Barriere musste ich trotzdem anbringen, da die Oeffnung ca. 3 cm
Durchmesser hat und ohne sie die Blaehtonkugeln in das Aquarium landen
wuerden.
----------------
mailto:pub...@germany.b.shuttle.deREMOVE.THIS

Castillo

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

k...@techfak.uni-kiel.de (Kay Herzog) wrote:


>Ein paar kritische Anmerkungen:


>
>Der Blaehton muss immer gut gewaschen werden, weil er sehr viele
>kleine Schwebeteilchen enthaelt (und das Aquarium sonst rot wird).

Er wurde vor der Erstbenutzung reichlich gewaschen, bis das
Waschwasser klar wurde.

>Normalerweise muss der Wasserstand bei der Hydrokultur zwischen der
>"Optimum"-Marke und der "Minimum"-Marke schwanken. Dadurch wird u.
>a. Faeulnis vermieden (-> bei staendigem "Wasserwechsel" mit Aquari-
>umwasser irrelevant) und (wichtiger) das Wurzelwachstum der Hydro-
>pflanze gefoerdert. Nicht alle Pflanzen vertragen das Stehen im
>Wasser !

Ich wiederhole, dass ich von Hydrokultur eigentlich keine Ahnung habe.
Bevor ich diesen Hydrofilter eingerichtet habe, habe ich versucht,
mich in dieser Materie sachkundig zu machen und Buecher gelesen.

Im Ergebnis war ich nicht schlauer, weil die Leute aus diesem
Hydrometier offensichtlich eine fuerchterliche Besserwisserei
betreiben, mit der sich die Aquaristik nicht messen kann. Ich konnte
jedenfalls keine Systematik erkennen und habe laufend Warnung gelesen,
wie schwierig alles in dieser Branche sei, und wie falsch die Leute
alles machen. Mein Eindruck war, dass in dieser "Hydrobranche" die
Leute jeweils sehr persoenliche Meinungen vertreten, gemaess wohl
ihren eigenen Erfahrungen, aber keine allgemeingueltigen.

>Einige Pflanzen benoetigen eine Ruhephase ohne Duengung (und bei
>geringem Wasserstand).

Meine anscheinend nicht :)

Ich verhalte mich praktisch. Bisher sind die Pflanzen mit dem
Aquariumwasser BESSER gewachsen, als vorher in der gewohnlichen Art.
Ergo...

Dennoch will ich Dir nicht wiedersprechen.

Genaugenommen gibt es doch kleine Schwankungen des Wasserspiegels,
naemlich dann, wenn der Topffilter gereinigt worden ist und schneller
pumpt, ist aber nicht mit der ueblichen "MIN/MAX"-Methode zu
vergleichen.

ich danke Dir fuer deine Vorschlaege ueber geeignete Pflanzen.

>So ganz optimal, wie es klingt, ist die Sache zwar nicht, aber einen
>Versuch sollte einen die Sache Wert sein. Aber die Pflanzenauswahl
>erfordert doch einige Kenntnisse (also Literaturarbeit) - Kakteen
>wuerde ich nicht empfehlen (obwohl die auch in Hydrokultur wachsen).

Was konkret ist nicht optimal?

(Ein Tip von mir: Es gibt eine hoehere Verdunstung...)

Kakteen sind natuerlich aus Aquaristischer Sicht nicht geeignet.

Castillo

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Rainer Schneck <rainer....@skynet.be> wrote:


>wie hoch ist denn der Durchlauf deiner Pumpe?

Aussenpumpe: Nominal 400 L/h (praktisch vielleicht 300 bis 50 L/h)
Innenpumpe: Nominal 1000 L/h (praktisch vielleicht 400-100 L/h)

>Ich wollte dies bei meinem neuen Becken aehnlich machen und dachte da an
>einen Bypass, um die Hydrokoltur dann als Langsamfilter zu verwenden.
>Gem. deinen Aussagen duerfte dies wohl fuer di Hydropflanzen kein
>Problem darstellen.

Wenn der Durchfluss zu hoch sein sollte, muss man damit rechnen, dass
im Hydrokasten ein gewisses Gefaelle herrscht. Der Wasserpegel ist am
Einlauf zum Kasten vielleicht dann zu hoch (weil es sich doch durch
den Widerstand des Blaehtons ein Bisschen staut).

Kay Herzog

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

In <34820443...@NEWS.b.shuttle.de> ro...@127.0.0.1 (Castillo) writes:

>k...@techfak.uni-kiel.de (Kay Herzog) wrote:

>>Normalerweise muss der Wasserstand bei der Hydrokultur zwischen der
>>"Optimum"-Marke und der "Minimum"-Marke schwanken. Dadurch wird u.
>>a. Faeulnis vermieden (-> bei staendigem "Wasserwechsel" mit Aquari-
>>umwasser irrelevant) und (wichtiger) das Wurzelwachstum der Hydro-
>>pflanze gefoerdert. Nicht alle Pflanzen vertragen das Stehen im
>>Wasser !

...


>Im Ergebnis war ich nicht schlauer, weil die Leute aus diesem
>Hydrometier offensichtlich eine fuerchterliche Besserwisserei
>betreiben, mit der sich die Aquaristik nicht messen kann.

Dann hast Du noch nie mit mehreren Aquarianer diskutiert. ;^)

> Ich konnte
>jedenfalls keine Systematik erkennen und habe laufend Warnung gelesen,
>wie schwierig alles in dieser Branche sei, und wie falsch die Leute
>alles machen. Mein Eindruck war, dass in dieser "Hydrobranche" die
>Leute jeweils sehr persoenliche Meinungen vertreten, gemaess wohl
>ihren eigenen Erfahrungen, aber keine allgemeingueltigen.

Also genau wie in der "Aquarienbranche" ;^)

...
>Dennoch will ich Dir nicht wiedersprechen.

Ich hatte nicht vor, Deinen Hydrofilter zu zerreissen (Du brauchst
Dich also nicht angegriffen fuehlen), ich wollte nur ein paar Anmer-
kungen dazu machen. Der wesentliche Punkt ist dabei die Pflanzen-
auslese, es gibt eben einige Pflanzen, die nicht dafuer geeignet
sind (wie es nahc meinen Erfahrungen einige Pflanzen gibt, die in
Hydrokultur schlecht bis nicht zu ziehen sind). Du brauchst Dich
mit der Hydrokultur auch nicht zu beschaeftigen (alle Rahmenbedin-
gungen sind ja durch das Filtersystem vorgegeben, Du hast deshalb
keinen Spielraum), also solltest Du versuchen, die Pflanzen
geeignet auszuwaehlen.

>ich danke Dir fuer deine Vorschlaege ueber geeignete Pflanzen.

>>So ganz optimal, wie es klingt, ist die Sache zwar nicht, aber einen
>>Versuch sollte einen die Sache Wert sein. Aber die Pflanzenauswahl
>>erfordert doch einige Kenntnisse (also Literaturarbeit) - Kakteen
>>wuerde ich nicht empfehlen (obwohl die auch in Hydrokultur wachsen).

>Was konkret ist nicht optimal?

Die Anordnung ist fuer einige Pfalnzen nicht geeignet, ich wollte
(und will) nur darauf hinweisen, dass es zu Problemen kommen kann,
wenn man jetzt diesen Hydrokasten mit beliebigen Pflanzen fuellt.
Der Widerspruch richtet sich nur dagegen, dass dieses Filterprinzip
als "Kochrezept" angeboten wird, quasi mit Erfolgsgarantie - man
muss sich ein bischen mit den Pflanzen auseinandersetzen, die da-
fuer geeignet sind, sonst geht es schief - man muss sich IMHO uebri-
gens NICHT mit der HYdrokultur auseinandersetzen, da alle Pflegepa-
rameter festgelegt sind - einzig die Wasserstandshoehe waere evtl.
noch etwas regulierbar.
Und die Auseinandersetzung mit den verwendeten Pflanzen sollte
einen Aquarianer nicht so unbekannt sein, wir schmeissen ja auch
nicht wahllos irgendwelche Fische und Pflanzen zusammen ...

>(Ein Tip von mir: Es gibt eine hoehere Verdunstung...)

Dadurch wird die emerse Pflege einiger "Wasserpflanzen" wohl auch
erst moeglich - ich hatte einmal versucht, einige Cryptos langsam
"umzustellen", bin aber vermutlich an der zu trockenen Luft ge-
scheitert.

>Kakteen sind natuerlich aus Aquaristischer Sicht nicht geeignet.

Noe, eigentlich nur aus der Sicht der Kakteen - dem Aquarium duerfte
es relativ egal sein, welche Pflanzen Du verwendest. Aber wie
gesagt - wenn ich mir das richtig ueberlege, dann wuerde es mich
reizen, einige Wasserpflanzen einmal "artgerecht" zu halten ...

Achja, etwas faellt mir noch dazu ein, alle Pflanzen, die einen
"Winter" brauchen, fallen auch aus, da ja die Wassertemperatur
(zusaetzlich zum Wasserstand) konstant bleibt.

Gruessings

Maria Ortner

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Danke fuer die ausfuehrlichen Erklaerungen!

> Ich hatte nach dem Einrichten Probleme mit einem braunen Zeug, das in
> den *Schlaeuchen*, aber nicht im Aquarium, gewachsen ist. Das Wasser
> wurde gebremst und die Pumpe ueberfordert, da diese Dinger immer mit
> flatterten und die Schlaeuche langsam verstopften.

Ja, das braune Zeug hab ich auch. Waere toll, wenn das durch die
Hydrokultur wegbleibt.

> Im Becken selbst hat es nie Algen gegeben (hoffe, Dich nicht zu
> enttaeuschen). Allerdings muss ich fuer die Aesthetik einmal pro Monat
> die Scheiben von innen putzen, da sich dort ein duenner schmieriger
> Belag bildet, was ich selbst normal und fast unvermeidbar finde.

Algen hab ich viele, und ich werd sie einfach nicht los (trotz
Duenger (PMDD), CO2, viel Licht; Nitrat und Phosphat-Tests zeigen
Null, aber auf die ist angeblich wenig Verlass). Die Algen sind auch
der Hauptgrund, warum ich das mit der Hydrokultur gern testen moechte.
Nun, nachdem Du nie Algen hattest, ist es wieder schwer zu sagen, welchen
Beitrag die Hydrokultur dabei hat. Aber nach allen Erklaerungen
sollte es eigentlich sehr gut gegen Algen wirken.

Waere es sinnvoll, einen Hydrokultur-Flachwasserbereich
im Aquarium einzurichten (ich habe ein offenes Aquarium),
also etwa so:

Einlauf von Pumpe
|
v
|~~~~~~~~~~~~|~~~~~~|
| Auslauf<-- HyK. |
| -------|
| |
| |
| ---> Absaugen zu Pumpe
---------------------

Oder wuerde es bei soeiner Anordnung voraussichtlich Faeulnisprobleme
in der Hydrokultur geben? Ich wuerde mir davon folgende Vorteile
erwarten (1) Sicherheit gegen das Auslaufen von Wasser,
(2) kein zusaetzliches Gewicht auf dem Aquarium (3) Pumpe
muss das Wasser nicht hoeher befoerdern (4) CO2-Verlust
bleibt niedriger. Oder lieg ich da recht falsch?

> (In Zukunft vielleicht nicht den ganzen Artikel ohne zwingenden Grund
> zitieren?)

Sorry, werd's mir merken.

Maria

Bernd Malkusch

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

> >k...@techfak.uni-kiel.de (Kay Herzog) wrote:
[...]

>
> Dann hast Du noch nie mit mehreren Aquarianer diskutiert. ;^)
>
[Schnippel, per Hand, da ich kein DOSen-Proggy habe ..8^)

>
> >Kakteen sind natuerlich aus Aquaristischer Sicht nicht geeignet.
> Noe, eigentlich nur aus der Sicht der Kakteen - dem Aquarium duerfte
> es relativ egal sein, welche Pflanzen Du verwendest.

Danke erstmal,fuer Ihren äußerst informativen Beitag und wir schalten
jetzt um zu J*rg Wonto**a ... (Ende talk show, --> ZAP)

> > Gruessings >
> kay
> Kay Herzog

> k...@techfak.uni-kiel.de
^^^
Er (Castillo) hat sich m.E. wirklich sowas nicht verdient, zumal er
von verschiedenen threads zu Äusserungen gedrängt wurde (u.a. von mir)
die echt was aus der Praxis hören (nein, lesen) wollten. Das Thema
interessiert hier scheinbar einige Leute, aber echte Erfahrung haben
nur wenige, jedenfalls wurde nichts gepostet.

Wenn dann mal jemand was aus seiner Praxis raussläßt, was zu klappen
scheint und nicht mit Wahnsinn's Technik behaftet ist, könnte man das
doch einfach mal so nehmen, zumal wenn man nichts zu geben hat.

flameignorierend ...
Bernd

Bernd Malkusch

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Hi Maria,

mich würde bei dieser Lösung folgendes stören:

a) Volumenverbrauch im Becken (wenn es nicht gerade 5000 l hat :^)
b) Wirkungsverhätnis zum Beckeninhalt
c) Verschattung des darunterliegenden Bereichs (s. a) + b)

Was mir aber mehr Sorgen macht ist die Beleuchtung der Hydros.
Kommen sie zu nahe an die HQLs (2x125W über 1,20m), ist der Effekt
bekannt %^8 Bleiben sie drunter, reicht dann die Mit-Beleuchtung von
8,5 Std. im Randbereich (4 + 4,5 Std. geteilt)?

Ikarusgeprüft ...
Bernd

Kay Herzog

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Lieber Bernd !

In <65v75f$d63$2...@news01.btx.dtag.de> malk...@t-online.de (Bernd Malkusch) writes:

>> >k...@techfak.uni-kiel.de (Kay Herzog) wrote:
>[...]
>> Dann hast Du noch nie mit mehreren Aquarianer diskutiert. ;^)

>[Schnippel, per Hand, da ich kein DOSen-Proggy habe ..8^)

>> >Kakteen sind natuerlich aus Aquaristischer Sicht nicht geeignet.
>> Noe, eigentlich nur aus der Sicht der Kakteen - dem Aquarium duerfte
>> es relativ egal sein, welche Pflanzen Du verwendest.

>Danke erstmal,fuer Ihren äußerst informativen Beitag und wir schalten
>jetzt um zu J*rg Wonto**a ... (Ende talk show, --> ZAP)

Toller Beitrag von Dir. Ich habe versucht, auf ein paar Probleme
hinzuweisen, und das in einen nicht unbedingt verkalkten Stil.
Aber die hast Du ja geschickt gesnippt, geeignetes Zitieren un-
terstreicht immer die eigene Meinung - vielleicht solltest Du
doch ein "DOSen-Proggy" verwenden...

Und die von Dir zitierte Aussage moechte ich immer noch unter-
stutzen: Dem Aquarium ist es mit Sicherheit relativ egal, ob
Du zur Bepflanzung Kakteen nimmst oder nicht - ausser sie ver-
rotten und verderben das Wasser. Umgekehrt werden die Kakteen
aufgrund der fuer sie ungenuegenden Haelterungsbedingungen ein-
gehen. Jetzt fuer Dich klar ? Der Effekt der Wasserreinigung
durch Hydrokultur wird IMHO etwas ueberschaetzt - der positive
Effekt waere die Entnahme von Nitraten/Phosphaten aus dem Aqua-
riumwasser. Andererseits werden bestimmte Mineralstoffe und
Spurenelemente zusaetzlich entnommen, die durch verstaerkte
Duengung zusaetzlich zugegeben werden muessen. Auch logisch,
oder ? Und (eigentlich eine Nullaussage) die Wirkung der
Hydrobepfalnzung wird von Aquarium zu Aquarium unterschiedlich
sein, da ueberall andere Bedingungen herrschen.

Und mein Kritikpunkt bezieht sich allein auf eine geschickte
Pflanzenauswahl. Das Extrembeispiel "Kakteen" habe ich deshalb
gewaehlt, weil es SO offensichtlich nicht zu den Haelterungsbe-
dingungen passt, das es eigentlich jeden merkwuerdig vorkommen
muss (Verdeutlichung durch Uebertreibung). Nachvollziehbar ?

>> > Gruessings >
>> kay
>> Kay Herzog

>> k...@techfak.uni-kiel.de
> ^^^
>Er (Castillo) hat sich m.E. wirklich sowas nicht verdient, zumal er
>von verschiedenen threads zu Äusserungen gedrängt wurde (u.a. von mir)
>die echt was aus der Praxis hören (nein, lesen) wollten. Das Thema
>interessiert hier scheinbar einige Leute, aber echte Erfahrung haben
>nur wenige, jedenfalls wurde nichts gepostet.

Erstens verstehe ich das unterstrichene ".de" nicht (das darfst Du
mir per email erklaeren, wenn Du willst), und zweitens habe ich nur
versucht, den (IMHO sehr guten) Vorschlag mit ein paar kritischen
Bemerkungen zu versehen, um auf (mir evetuell moeglich erscheinende)
Fehler oder Probleme aufmerksam zu machen.

>Wenn dann mal jemand was aus seiner Praxis raussläßt, was zu klappen
>scheint und nicht mit Wahnsinn's Technik behaftet ist, könnte man das
>doch einfach mal so nehmen, zumal wenn man nichts zu geben hat.

Sicherlich. Ich halte die Idee (immer noch!!!) fuer sehr gut, NUR
sehe ich die Gefahr, dass die Bepflanzung aufgibt und dadurch das
Wasser belastet wird (ich bin KEIN Hydrokulturexperte, und ich ken-
ne auch keinen, der mir alle Fragen dazu beantworten kann, aber ich
habe schon ein paar Pflanzen in Hydrokultur (gepflegt). Und (ab-
haengig von der Kulturzeit) befuerchte ich, dass sich bei Castillo
(?) eine Phase starken Wachstums einstellt, die aber (falls die
Pflanzen Probleme mit dem konstanten Wasserstand bekommen, was bei
einigen Pflanzen in meiner Pflege geschehen ist !) irgendwann vorueber
ist und die Pflanze stagniert bzw. schlimmstenfalls eingeht.
Das (komplizierte) System Aquarium wird bestimmt nicht einfacher durch
hinzufuegen weiterer (zumindest fuer mich nicht genau bekannter)
Komponenten ! Und wenn im Hydrobehaelter Faeulnis auftritt, dann
kann es u.U. fuer das Gesamtsystem unangenehm sein (OBWOHL ich der
Meinung bin, dass Faeulnis aufgrund des staendigen Wasserwechsels nur
in Extremfaellen auftreten sollte - VERMUTUNG!).
Und meine Kritik setzt an der Pflanzenauswahl an, die an die Bedingun-
gen angepasst sein muss (!) - eigenen Erfahrungen mit Hydrokultur.

Hast Du ein Problem mit (kontruktiver) Kritik ? Oder liegt es an
meiner etwas direkten Art, auf meiner Meinung nach verbesserungsfaehige
Dinge hinzuweisen ? Ich bin kein Politiker, ich darf direkte Aussage
machen, ohne Angst vor der naechsten Wahl ...

>flameignorierend ...
Wenn Du das fuer ein Flame haelst, dann bist Du nicht sehr fuer Kritik
zu haben...
> Bernd

Trotzdem Gruesse

Kay Herzog

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

>Waere es sinnvoll, einen Hydrokultur-Flachwasserbereich
>im Aquarium einzurichten (ich habe ein offenes Aquarium),
>also etwa so:

> Einlauf von Pumpe
> |
> v
> |~~~~~~~~~~~~|~~~~~~|
> | Auslauf<-- HyK. |
> | -------|
> | |
> | |
> | ---> Absaugen zu Pumpe
> ---------------------

Da schlaegt der Theoretiker wieder zu:

1. Abschattung unter dem Becken (Welse u.a. werden sich freuen!)
2. Belechtung ? Zu stark/heiss/wenig, je nach Position Deiner Lampen
3. Zu hoher Wasserstand ? In der obigen Zeichnung steht der Topf
zu >2/3 im Wasser, das koennen nur ganz wenige Pflanzen ab
(aber siehe mein anderes Posting: Fuer Zyperngrass/Cryptos/Kalmus
ideal !), also kaum Auswahl "normaler" Zimmerpflanzen.
Eventuell den HyK-Topf hoeher haengen (nur einige cm Wasserstand?)
4. aus Stroemungstechnischen Grunden wuerde ich Ein- und Auslauf an
den gegenueberliegenden (Stirn)Seiten machen (damit der gesamte
Behaelter durchspuelt wird). Das gibt dann aber vermutlich Probleme
mit dem Wasserstand innerhalb des HyK-Topfes und der Groesse des
Auslaufes (wie gesagt, ich bin dabei nur Theoretiker!)

>Oder wuerde es bei soeiner Anordnung voraussichtlich Faeulnisprobleme
>in der Hydrokultur geben? Ich wuerde mir davon folgende Vorteile
>erwarten (1) Sicherheit gegen das Auslaufen von Wasser,
>(2) kein zusaetzliches Gewicht auf dem Aquarium (3) Pumpe
>muss das Wasser nicht hoeher befoerdern (4) CO2-Verlust
>bleibt niedriger. Oder lieg ich da recht falsch?

Faeulnis: Warum ? (1) Gut. (2) Gut. (3) Gut. (4) ? Man muss das Wasser
ja auch aus einen obenstehenden Topf nicht herausplaetschern lassen !

Gruessings aus dem eisigen Norden

martin adler

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to


On 2 Dec 1997, Kay Herzog wrote:

>
> Lieber Bernd !
>
> In <65v75f$d63$2...@news01.btx.dtag.de> malk...@t-online.de (Bernd Malkusch) writes:

[snippeldi]

is this a private fight, or can anybody join? ;-)

[naehrstoffe und belastung]

als problem bei der ans aquarium angeschlossenen hydrokultur vermute ich,
dass, _wenn_ sie prima laeuft, es fuer die pflanzen _im_ aquarium
naehrstoffmaessig eng werden koennte.

[pflanzenauswahl]

ich taete probieren: cypergras (nicht cybergras!), efeutute, russ. wein
(koennte danebengehen), dieffenbachie, gruenlilie (haelt fast alles aus),
den gedanken mit den cryptos und so halte ich fuer erwaegenswert.

Ich habe derzeit einfach so versuchsweise einen stengel efeutute und
einen russ. wein im becken haengen, beide habe sich gut bewurzelt und
fangen langsam an zu wachsen. eine andere pflanze, die sonst nichts
erschrecken kann (was begonien-aehnliches, namen habe ich vergessen), mag
anscheinend das bewegte wasser nicht (in einem glas mit wasser zum
bewurzeln angesetzt, haelt sie sich sonst mindestens ein jahr lang, wenn
man zu faul ist, sie endlich eizutopfen :) ).

servus

martin adler, von der idee der aquarium-hydrokultur-kombi durchaus angetan.

Kay Herzog

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

>On 2 Dec 1997, Kay Herzog wrote:

>[snippeldi]

>is this a private fight, or can anybody join? ;-)

Du seist, wir gewaehren Dir diese Bitte, in unserem fight der
Dritte ! ;^)

>[pflanzenauswahl]

>ich taete probieren: cypergras (nicht cybergras!), efeutute, russ. wein

^^^^^
>(koennte danebengehen)
^^^^^^^^
Der russ. Wein mag normalerweise (erdkultur) keine Staunaesse, und ein
Hydro-Ratgeber warnte vor zu hohem Wasserstand. Testen ?

> dieffenbachie, gruenlilie
^^^^^^^^^^^^
Achso, der Pflanzensaft ist normalerweise zumindest fuer Menschen
giftig. Ob das die Fische wissen ? -> Vorsicht.

>den gedanken mit den cryptos und so halte ich fuer erwaegenswert.

Ohja, versuch es doch einmal (ich hab' im Moment weder Zeit
noch Lust, mich damit ernsthaft zu beschaeftigen).

Gruessings

martin adler

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to


On 2 Dec 1997, Kay Herzog wrote:

> > dieffenbachie, gruenlilie
> ^^^^^^^^^^^^
> Achso, der Pflanzensaft ist normalerweise zumindest fuer Menschen
> giftig. Ob das die Fische wissen ? -> Vorsicht.


giftig heisst hier, soweit ich weiss, dass die schwach giftige oxalsaeure
in ekelhaft spitzigen nadeln vorliegt und sich schoen irgendwo reinbohren
kann. betrifft m.w. die vakuolen in den blattzellen, sollte in diesem
zusammenhang weniger von bedeutung sein.

irgendwie sollte ich jetzt noch den bogen zum aquarium kriegen, wegen
offtopic und so...

aeh .. achja, wenn ich nuer wuesste, wo ich billig ein paar cryptos zum
kaputtprobieren in emerser kultur finden koennte...

servus

martin adler

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Bernd Malkusch

unread,
Dec 3, 1997, 3:00:00 AM12/3/97
to

> > Lieber Bernd !

Nur immer rein, ist weder was privates, noch ein 'fight'. Ich habe
mich da wohl in der Deutung "etwas" vergriffen 8^) Sollte durch Email
an Kay klar geworden sein.

> is this a private fight, or can anybody join? ;-)

> [pflanzenauswahl]
[...]

Danke für die Tips ...

> servus
>
> martin adler, von der idee der aquarium-hydrokultur-kombi durchaus angetan.

dto.
Bernd

Reinhardt.Kern

unread,
Dec 5, 1997, 3:00:00 AM12/5/97
to

Am 2 Dec 1997 09:19:26 GMT hat k...@techfak.uni-kiel.de (Kay Herzog)
geschrieben:

[...]


>3. Zu hoher Wasserstand ? In der obigen Zeichnung steht der Topf
> zu >2/3 im Wasser, das koennen nur ganz wenige Pflanzen ab
> (aber siehe mein anderes Posting: Fuer Zyperngrass/Cryptos/Kalmus
> ideal !), also kaum Auswahl "normaler" Zimmerpflanzen.

Sehr dankbar ist Spathophyllum, das "Einblatt". Gedeiht gut im
Schatten und mag nasse Füße. Und ist einfach zum Blühen zu bewegen.
Die unkaputtbare Grünlilie "Chlorophytum" kommt auch mit solchen
Bedingungen zurecht.


> Eventuell den HyK-Topf hoeher haengen (nur einige cm Wasserstand?)

Das ist wohl die bessere Lösung. Aber ich dachte immer, daß reine
Hydrokulturpflanzen die Wurzeln völlig wasserbedeckt haben können,
weil mangels Erde nichts faulen kann.

Reinhardt

Ingo Schmidt - Hammer

unread,
Dec 7, 1997, 3:00:00 AM12/7/97
to

Hi Roderick!

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!


> Ich wollte mich schon lange melden, war aber zwischendurch krank.


Ach ja, gute Besserung! Auch ich komme in letzter Zeit _leider_ nur
selten zum Lesen, Streß im Job...

Einige Fragen bleiben für mich jedoch noch offen...

> Das Wasser fliesst von der Aussenpumpe in den Kasten, durch
> den Blaehton, heraus durch den Hahn und herein ins Aquarium.

Welche Vorkehrungen hast Du getroffen, falls der Auslauf Deines Hydro-
kastens getreu Murphy's Law mal verstopft? Dann müßte dein Topf
irgendwohin überlaufen, oder?

> Natuerlich musste ich diesen Kasten auf das Aquarium so stellen, dass
> der Ablauf (das Plastikrohr vom Hahn) durch eine Aussparung im Deckel
> geht. Von aussen merkt man nichts vom Wasser.

Steht Dein Aquarium denn so, daß die Hydrokultur - Pflanzen noch genügend
Licht abbekommen?


> Bei mir ist
> der Blumenkasten so positioniert, dass der vordere Teil der
> Abdeckklappe noch aufgeht, so dass man an das Wasser herankommt (zum
> Futtern, etc.).

Das klingt, als ob Du die Abdeckung nur noch mit einigen
Deinstallationsaufwand abnehmen kannst, oder?

> Fuer Leute die sich nicht mit Hydro auskennen: Man kann leider nicht
> so ohne Weiteres eine Pflanze, die in Blumenerde waechst, einfach auf
> Hydro umtoepfen! Jedenfalls nicht, ohne genau zu wissen, was man tut.
> Man muss also Hydropflazen nehmen (schon umgestellte).

Reicht es nicht, die vorhandene Erde sorgfältig von den Wurzeln zu
spülen? Ist natürlich aufwendig und für die Pflanze ein ziemlicher
Schock.

Nochmal Danke, ist was, was ich mal ausprobieren werde, allerdings nur
mit etwas Elektronik zum "bewachen", ich hab' höllischen Respekt
vor meinen 200 Litern Wasser...


Gruß --- Ingo

Kay Herzog

unread,
Dec 8, 1997, 3:00:00 AM12/8/97
to

In <669c4i$9gs$1...@news02.btx.dtag.de> Reinhar...@t-online.de (Reinhardt.Kern) writes:

>Am 2 Dec 1997 09:19:26 GMT hat k...@techfak.uni-kiel.de (Kay Herzog)
>geschrieben:

>[...]
>>3. Zu hoher Wasserstand ? In der obigen Zeichnung steht der Topf
>> zu >2/3 im Wasser, das koennen nur ganz wenige Pflanzen ab
>> (aber siehe mein anderes Posting: Fuer Zyperngrass/Cryptos/Kalmus
>> ideal !), also kaum Auswahl "normaler" Zimmerpflanzen.
>Sehr dankbar ist Spathophyllum, das "Einblatt". Gedeiht gut im
>Schatten und mag nasse Füße. Und ist einfach zum Blühen zu bewegen.

Zustimmung (auch wenn ich es "nur" in Erde pflege).

>Die unkaputtbare Grünlilie "Chlorophytum" kommt auch mit solchen
>Bedingungen zurecht.

Die musst Du zerschneiden und verbrennen, sonst waechst sie ! ;^)

>> Eventuell den HyK-Topf hoeher haengen (nur einige cm Wasserstand?)
>Das ist wohl die bessere Lösung. Aber ich dachte immer, daß reine
>Hydrokulturpflanzen die Wurzeln völlig wasserbedeckt haben können,
>weil mangels Erde nichts faulen kann.

Der Wasserstand in den HyK-Toepfen liegt nur bei enigen cm (ich
muesste nachmessen). Ein Austrocknen wird durch das poroese und
damit gut Wasser speichernde Tongranulat verhindert. "Nasse Fuesse"
moegen nur wenige Pflanzen (und faulen dann).

Kay Herzog

unread,
Dec 8, 1997, 3:00:00 AM12/8/97
to

In <348d94d3...@194.64.25.22> al...@gmx.net (Ingo Albert) writes:

>On Sun, 7 Dec 1997 12:55:44 +0100,
>Ingo Schmidt - Hammer wrote in
><MPG.ef496cb8...@pop-news.metronet.de>:

>[...]


>>> Fuer Leute die sich nicht mit Hydro auskennen: Man kann leider nicht
>>> so ohne Weiteres eine Pflanze, die in Blumenerde waechst, einfach auf
>>> Hydro umtoepfen! Jedenfalls nicht, ohne genau zu wissen, was man tut.
>>> Man muss also Hydropflazen nehmen (schon umgestellte).
>>
>>Reicht es nicht, die vorhandene Erde sorgfältig von den Wurzeln zu
>>spülen? Ist natürlich aufwendig und für die Pflanze ein ziemlicher
>>Schock.
>>

>Ich habe erst vor 3 Wochen einen Benjamini von Erde auf Hydro umgestellt.
>So einfach ist das Auswaschen der Erde nicht. Wenn der Wurzelballen sehr
>kompakt ist, dann kann man ziemlich lange mit dem Wasser panschen. Besser

Die meiner Erfahrung nach beste Methode:
1. Erde soweit moeglich mechanisch entfernen
2. Wurzelballen "auswaschen"
3. Wurzelballen fuer 1-2 Wochen waessern (z.B. Eimer)
4. Wurzelballen gut ausspuelen (erdfrei, sonst Faeulnisbildung)
5. in ausreichend grosses Hydrokulturgefaess pflanzen
6. nach einigen Wochen duengen

Waehrend der Phase 3 bilden sich (angeblich) geeignete "Wasserwurzeln".
Kritisch ist eine Standortveraenderung in dieser Zeit (mehr Stress fuer
die Pflanze).
Funktionierte bei mir selbst mit Kakteen.

Castillo

unread,
Dec 14, 1997, 3:00:00 AM12/14/97
to

ingo.schm...@metronet.de (Ingo Schmidt - Hammer) wrote:


>Welche Vorkehrungen hast Du getroffen, falls der Auslauf Deines Hydro-
>kastens getreu Murphy's Law mal verstopft? Dann müßte dein Topf
>irgendwohin überlaufen, oder?

Habe ich irgendwoanders in dieser Diskussion erklaert.

>Steht Dein Aquarium denn so, daß die Hydrokultur - Pflanzen noch genügend
>Licht abbekommen?
>

Das Aquarium steht in einer Ecke, aber die Wohnung ist *sehr hell*.

>Das klingt, als ob Du die Abdeckung nur noch mit einigen
>Deinstallationsaufwand abnehmen kannst, oder?

Hahn (Auslauf des Hydrokastens) zu drehen, U-Rohr (Einlauf zum
Hydrokasten) ausklinken und wie sonst ueblich von aussen in der
Oberkante einer Beckenseite einhaengen, und schon kann man den ganzen
Hydrokasten entnehmen, wenn es sein muss. Es bleiben einige cm Wasser
darin.

Und tschuess
----------------
mailto:pub...@germany.b.shuttle.deREMOVE.THIS

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