Am 28.03.2015 um 20:09 schrieb G Wolmershäuser:
> Am 28.03.2015 um 18:19 schrieb Karl-Heinz Rekittke:
>> Trotzdem ist es gut, wenn man viele davon hat, weil die sich über Algen,
>> totes Pflanzenmaterial und Aas hermachen. Wenn die alle an einer Stelle
>> auftauchen, könnte es natürlich sein, dass sie dort ein gutes
>> Betätigungsfeld vorgefunden haben. Fehlt dir vielleicht ein fetter
>> Karpfen im Teich?
>
> Wie gesagt, entlang der Uferzone gibt es diverse "Nester" mit einer
> Unzahl junger Schneckleins. Fische gibt es in der Tat im Teich derzeit
> keine, nachdem vor mehreren Jahren Reiher offenbar ganze Arbeit
> geleistet haben.
Es könnte sein, das der Teich über die Jahre eutrophiert ist. Das ist
der natürliche Gang der Dinge, wenn auch im Garten ein unerwünschter.
Dann liegen da womöglich größere Mengen halb oder noch gar nicht
verrotteten organischen Materials. Da findet sich dann ein
Nutzer/Reduzent dafür und das könnte z.B. die Posthornschnecke sein. Bei
mir war es die Große Schlammschnecke.
Auch wenn mir meine Kristallkugel sagt, dass das bei dir nicht ganz
unaufwändig ist: versuch, den Modder loszuwerden. Wenn das Gewässer
fischlos ist, kann man ja vielleicht die lokale Nabu-Gruppe dafür
begeistern von wegen Amphibiengewässer und so. Muss ja nicht OP-tauglich
leer sein, aber eben etwas verjüngt. Und dann ist ja klar, was in einem
(Folien-)teich einmal drin ist, kommt durch den Kescher oder den Reiher
oder Verdunstung wieder raus, aber sonst nicht. Man kann die Chemie aber
anders verteilen. Bei mir war z.B. die Auswahl, ob ich eine
Nahrungskette mineralisch-Phytoplankton-Zooplankton-mineralisch haben
will oder ob es nicht doch schöner wäre, die zirkulierende Chemie auch
mal in Gefäßpflanzen oder Wirbeltieren zwischenzulagern.
Gefäß(unterwasser)planzen schon deshalb, weil die u.a. auch die
Unterlage für weitere Mitbewohner wie Libellenlarven usw. bilden, die es
bei meinem Teichprofil sonst schwer haben, sich was vom Plankton zu
greifen. Ich hab mir zur Umgestaltung der Nahrungskette in ein
Nahrungsnetz deshalb einerseits ein paar Teichmuscheln zugelegt,
andererseits einen Top-Prädator zugelegt. Mein Weißer Hai (Leucaspius
delineatus) hat das Wasser erheblich geklärt. Bei dir könnte sich
vielleicht vorerst die Schleie bewähren, vielleicht mit Flusskrebsen
zusammen. Und vielleicht Moderlieschen, damit man auch was sieht im
Teich. Nach ein paar Jahren könnte es durchaus sinnvoll sein, einen
Hecht anzuschaffen. Da frag dann z.B. mal bei einem Fischereiverein o.ä.
an.
Aber klar ist eben, dass keiner von denen irgendwas wegschafft. Das
Material wird nur anders konzentriert. Deshalb schaff vorher raus, was
rauszuschaffen ist.
Hottonia übrigens gedeiht nicht überall, aber bei dir vermutlich und ist
ganz wunderhübsch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserfeder
Ich hab letztes Jahr auch versucht sie bei mir anzusiedeln, es könnte
sogar geklappt haben. Aber sicher ist das noch nicht. Sie ist eben etwas
kapriziös - oder eben unverstanden, das ist ja manchmal (immer?) dasselbe :)
> Und Karpfen gehören definitiv nicht zu meinen
> Lieblingsspeisen! ;-)
Ich bin erleichtert - muss ich nicht um mein Leben fürchten, wenn ich es
bis zu dir schaffen sollte :)