Und wieder einmal gehts den Gaensen an den Kragen

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Andy Angerer

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Aug 14, 2014, 11:33:02 AM8/14/14
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Ich kopier Euch am besten einfach mal den ganzen Text hier rein:

Dï¿œstere Wolken ziehen ï¿œber der Welt der Gï¿œnse auf:
In Bayern dï¿œrfen seit 1. August fï¿œr fast ein halbes Jahr Grau- und
Kanadagï¿œnse und auch Nilgï¿œnse planlos geschossen werden!

Protestiert bitte hier:

<https://www.change.org/de/Petitionen/bayerisches-staatsministerium-fï¿œr-
ernï¿œhrung-landwirtschaft-und-forsten-stoppen-sie-5-1-2-monate-ungeregelte-
jagd-auf-gï¿œnse-nehmen-sie-die-neuen-jagdzeiten-zurï¿œck>

Wohin das fï¿œhrt, ist am Starnberger See zu sehen: In Tutzing wurde bereits
am ersten Tag der neuen Jagdzeitenregelung ein Viertel der Gï¿œnse geschossen
- vor den Augen und gegen den Willen der Mehrheit der Bï¿œrger und der
Gemeinde! Inzwischen (4.8.2014) gibt es dort schon keine Gï¿œnse mehr - sie
wurden abgeschossen oder sind (vorï¿œbergehend) geflohen. Vor ein paar Jahren
wurden am gesamten Starnberber See - damals noch mit Ausnahmegenehmigung -
70 % der Gï¿œnse geschossen!
Dies kï¿œnnte sich nun in ganz Bayern wiederholen. Denn wenn man nicht massiv
bejagen wollte, wofï¿œr braucht man dann 5 1/2 Monate?

Naturfreunde haben sich zu einer Interessengruppe Wasservï¿œgel
zusammengefunden und eine Petition zum Schutz der Gï¿œnse und anderer
Wasservï¿œgel gestartet, damit Deutschland endlich seinen Verpflichtungen zum
Schutz heimischer und ziehender Wasservï¿œgel nachkommt.
Die Forderungen der Petition sind:
Die sofortige Rï¿œcknahme der neuen Jagdzeitenregelung solange eine
Umweltvertrï¿œglichkeitsprï¿œfung nicht deren Unbedenklichkeit fï¿œr den
Erhaltungszustand einheimischer und europï¿œischer Wasservogelpopulationen
erwiesen hat
Eine generelle Jagdruhe fï¿œr Wasservï¿œgel von Oktober bis November
zum Schutz von Zugvï¿œgeln
Einen Mindestabstand von Jagdhandlungen von 300 Metern zu
Mauserplï¿œtzen zum Schutz von Mauservï¿œgeln
Die Abschaffung der Jagdzeiten auf Bleï¿œgï¿œnse, Saatgï¿œnse und
Ringelgï¿œnse: Bei diesen Arten handelt es sich um in Bayern sehr seltene
Zugvï¿œgel; Ringelgï¿œnse kommen praktisch nicht vor, insgesamt nimmt ihr
Bestand ab; bei den Bleï¿œgï¿œnsen besteht die Gefahr einer Verwechslung mit den
bedrohten Zwerggï¿œnsen, bei Saatgï¿œnsen besteht die Gefahr von Abschï¿œssen der
seltenen Kurzschnabelgï¿œnse und Waldsaatgï¿œnse
Die Genehmigung von Gï¿œnsejagden frï¿œhestens ab 15. August nach
Beendigung der Mauser der Gï¿œnse ausschlieï¿œlich in Gebieten, in denen
Managementplï¿œne die Abschuï¿œzahlen regeln sowie geeignete Duldungszonen fï¿œr
Gï¿œnse ausgewiesen und umgesetzt worden sind

ERLï¿œUTERUNGEN:

Die bayerischen Jagdzeiten auf Grau- und Kanadagï¿œnse wurden erweitert und
eine Jagdzeit fï¿œr Nilgï¿œnse eingefï¿œhrt, alle drei Arten dï¿œrfen ab sofort
jï¿œhrlich vom 1. August durchgï¿œngig bis 15. Januar geschossen werden.

Fï¿œr den Erhaltungszustand der Graugans trï¿œgt Deutschland laut BfN-Kriterien
in besonderem Maᅵe Verantwortung, fᅵr Bleᅵ-, Saat- und Ringelgᅵnse sogar in
besonders hohem Maᅵe. Das heiᅵt, daᅵ das ᅵberleben dieser Arten entsprechend
gefï¿œhrdet ist, wenn sie in Deutschland nicht ausreichend geschï¿œtzt werden.
Bei der Kanadagans - frï¿œher auch Trompetergans genannt - handelt es sich um
einen eingebï¿œrgerten, aber inzwischen heimischen Brutvogel. Die Nilgans ist
keine echte Gans im engeren Sinne, sondern eine Halbgans. Sie wurde
ebenfalls in Europa eingebï¿œrgert und breitet sich seither selbstï¿œndig aus.
Ohne Abschuï¿œplï¿œne oder Zielvorgaben liegt es im Ermessen der Jï¿œger, wieviele
Gï¿œnse geschossen werden - praktisch dï¿œrfen sie 5 1/2 Monate lang schieï¿œen,
solange sie noch Gï¿œnse in ihrem Revier antreffen.

Dies, obwohl in der Vergangenheit die Jagd jeden Nachweis schuldig geblieben
ist, die gewï¿œnschten Effekte auf die Lenkung oder die Regulation von
Gï¿œnsebestï¿œnden zu haben.

Gesunde adulte (ausgewachsene) Gï¿œnse haben in Mitteleuropa keine natï¿œrlichen
Feinde, daher haben sich wï¿œhrend ihrer Evolution eine Reihe von Mechanismen
herausgebildet, mit denen sie selbst ihre Bestï¿œnde regulieren. Durch
Bejagung werden alle diese Mechanismen auᅵer Kraft gesetzt - so daᅵ der
Gï¿œnsebestand sogar deutlich ansteigen kann! Am Starnberger See, wo seit
einigen Jahren besonders Kanadagï¿œnse streng bejagt werden (in manchen Jahren
bis zu 70 % des Bestandes), hat sich bei gleichbleibendem Gï¿œnsebestand die
Anzahl der aufgezogenen Jungvï¿œgel im Vergleich zum Zeitraum vor der Bejagung
verdoppelt. Dies dient der Rechtfertigung, die Bejagung auch weiterhin
fortzufï¿œhren, doch ist es eine Folge der Jagd. Im gleichen Zeitraum hat sich
der Bestand der Graugï¿œnse dort fast verdreifacht - ein Teufelskreis wurde
losgetreten...

Erfahrt unter "Kein Platz fï¿œr wilde Gï¿œnse?"

<http://www.gaensewelt.de/keinplatz/wildegaense.html>

nï¿œheres darï¿œber, weshalb es vï¿œllig unmï¿œglich ist, durch Bejagung die
Bestï¿œnde heimischer Gï¿œnse zu regulieren.
Bejagung kann allenfalls unter bestimmten Voraussetzungen eine
unterstï¿œtzende Maï¿œnahme bei der Lenkung von Gï¿œnsebestï¿œnden sein, doch dafï¿œr
mᅵᅵten erstmal geeignete Duldungsflᅵchen fᅵr die Gᅵnse ausgewiesen und die
Jï¿œger entsprechend geschult sein.

Fï¿œr Kanadagï¿œnse und auch fï¿œr Nilgï¿œnse, die keine festgelegte Brutzeit haben,
kommt eine Bejagung zum 1. August zu frï¿œh. Zu diesem Zeitpunkt lernt der
Nachwuchs gerade fliegen oder steht noch davor, so daᅵ die Gefahr fᅵr die
unerfahrenen Jungvï¿œgel, bei einer Bejagung in Panik gegen Hindernisse wie
Bᅵume zu fliegen und sich schwer zu verletzen oder den Anschluᅵ an ihre
Familie zu verlieren, sehr groᅵ ist. Die Altvᅵgel kommen zu diesem Zeitpunkt
aus der Schwingenmauser und habe ihre volle Flugfï¿œhigkeit noch nicht wieder
erreicht.

Kanadagï¿œnse brï¿œten spï¿œter im Jahr als Graugï¿œnse, ihr Nachwuchs schlï¿œpt im
Mai, in Ausnahmefï¿œllen auch im April und Juni. Damit sind die Jungvï¿œgel zu
Beginn der Bejagung noch nicht flï¿œgge oder werden es gerade - in jedem Fall
haben sie keine Flugerfahrung. Gleichzeitig sind sie zu diesem Zeitpunkt
kaum noch von den Altvï¿œgeln zu unterscheiden. Junge Gï¿œnse werden ein Jahr
lang von ihren Eltern betreut; verlieren sie den Anschluᅵ an die Elterntiere
- in Panik oder weil diese geschossen wurden - sinken ihre ï¿œberlebenschancen
dramatisch. Unter diesen Umstï¿œnden verbietet der Tierschutz (und im ï¿œbrigen
auch das Jagdgesetz) eine Bejagung.
Gleiches gilt fï¿œr die Nilgans. Die Brutzeit der Nilgï¿œnse ist nicht
festgelegt, sie kï¿œnnen noch im Sommer Nestjunge fï¿œhren.

Auch viele andere Wasservogel-Arten mausern auf unseren Gewï¿œssern bis in den
September hinein, etliche davon kï¿œnnen - ebenso wie die Gï¿œnse - wï¿œhrend der
Schwingenmauser nicht fliegen. Durch eine Bejagung der Gï¿œnse bereits Anfang
August werden diese Mauservï¿œgel extrem beunruhigt.

Viele Wasservï¿œgel durchleben eine Schwingenmauser, bei der alle
Schwungfedern gleichzeitig abgeworfen werden und sie - je nach Art - fï¿œr
drei bis vier Wochen flugunfï¿œhig sind. In dieser besonders sensiblen Phase
suchen die Wasservï¿œgel zentrale Mauserplï¿œtze auf. Aus weiten Teilen Europas
kommen dabei auch Mauservï¿œgel nach Deutschland. Jagdhandlungen im August und
September stï¿œren die Mauser von Arten, die spï¿œt im Jahr mausern, wie Zwerg-
und Schwarzhalstaucher, bzw. treffen insbesondere erfolgreich brï¿œtende
Entenweibchen, da diese erst sehr spï¿œt die Mauserplï¿œtze aufsuchen, wie
Reiher-, Knï¿œk- und Schnatterente.
Zu Mauserplï¿œtzen ist daher ein ausreichender Abstand einzuhalten.


<https://www.change.org/de/Petitionen/bayerisches-staatsministerium-fï¿œr-
ernï¿œhrung-landwirtschaft-und-forsten-stoppen-sie-5-1-2-monate-ungeregelte-
jagd-auf-gï¿œnse-nehmen-sie-die-neuen-jagdzeiten-zurï¿œck>


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