Woran denkt Ihr zuerst, wenn Ihr eine Tanzgattung genannt bekommt? Welche
positiven und negativen Assoziationen verbindet Ihr damit? Und warum ?
Und schreibt auch, was Ihr selber tanzt oder wozu Ihr Euch hingezogen fühlt.
Fühlt Euch frei, die Tanzliste zu ergänzen.
Hier mein Klischeebild:
Turniertanz
-------------
* positiv
Eleganz, Schwung, schöne Kleider, sexy Kleider (Latein)
* neutral
Wettbewerb
* negativ
Dauerlächeln, gestelzt, künstlich, überschminkt
Tango Argentino
-------------
* positiv
Intim, Eleganz
* neutral
* negativ
Volkstanz
-------------
* positiv
grosse Variationsbreite, gute Musik
* neutral
Tracht
* negativ
braunes Gedankengut, Betrachtung als die "wahre" Tanzart,
Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität
Bauchtanz
-------------
* positiv
Schön, Frauenbefreiung, halbdurchsichtige Kleider
* neutral
Wüste, Teppiche
* negativ
Frauenunterdrückung, Pascha
Historischer Tanz
-------------
* positiv
Elegant, schönes Gewand, Schloss
* neutral
Perücken
* negativ
Gestelzt
Square Dance
Round Dance
rauchfrei
alkoholfrei
wettbewerbsfrei
Integration Behinderter und aller Alters- und Herkunftsgruppen
weltweit mittanzen können, da Calls/Cues überall in Englisch
Heinz
Mario Herger schrieb:
>
> Vielleicht ist es nicht uninteressant, hier in einer NG mit vielen Tänzern
> herauszufinden, welche Vorstellungen man mit gewissen Tänzen bzw. Tanzarten
> verbindet. Und man sollte meinen, Tänzer wissen es besser :-) Aber genau
> solche Vorstellungen haben einen zum Tanz gebracht, oder davon abgehalten.
>
> Woran denkt Ihr zuerst, wenn Ihr eine Tanzgattung genannt bekommt? Welche
> positiven und negativen Assoziationen verbindet Ihr damit? Und warum ?
> Und schreibt auch, was Ihr selber tanzt oder wozu Ihr Euch hingezogen fühlt.
> Fühlt Euch frei, die Tanzliste zu ergänzen.
>
> Hier mein Klischeebild:
>
> Turniertanz
> -------------
> * positiv
> Eleganz, Schwung, schöne Kleider, sexy Kleider (Latein)
> * neutral
> Wettbewerb
> * negativ
> Dauerlächeln, gestelzt, künstlich, überschminkt
>
> Tango Argentino
> -------------
> * positiv
> Intim, Eleganz
> * neutral
>
> * negativ
gibt Rückenschäden wg. gebeugter Haltung ;)
>
> Volkstanz
> -------------
> * positiv
> grosse Variationsbreite, gute Musik
> * neutral
> Tracht
> * negativ
> braunes Gedankengut, Betrachtung als die "wahre" Tanzart,
> Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität
>
> Bauchtanz
> -------------
> * positiv
> Schön, Frauenbefreiung, halbdurchsichtige Kleider
leckeres orientalisches Essen
> * neutral
> Wüste, Teppiche
warm
> * negativ
> Frauenunterdrückung, Pascha
zu selten zu sehen
>
> Historischer Tanz
> -------------
> * positiv
> Elegant, schönes Gewand, Schloss
> * neutral
> Perücken
> * negativ
> Gestelzt
da fehlt doch noch was, ... grübel ... AHHHHHHHHH
Klar doch: Table-Dance
die passenden Attribute kennt wohl jeder ;-)
Grüße
Heinz
>>Turniertanz
>>-------------
>>* negativ
> Hautkrebs erregende Solarienbräune
Abgesehen davon, daß die Bräune häufig nur Farbe ist und keine Solariumsbräune:
Ist das nur im Zusammenhang mit Tanzen als negative Eigenschaft zu sehen?
Sagt niemand mehr in Deutschland nach dem Urlaub: "Du siehst aber erholt (=braun)
aus"?
> manierierte Bewegungen
Gerade ergoogelt da ich zu doof für diesen Begriff war. Sehr schön:
85. Manieriert/bizarr (F)
Definition:
Alltägliche Bewegungen und Handlungen (auch Gestik, Mimik und Sprache)
erscheinen dem Beobachter verstiegen, verschroben, possenhaft und verschnörkelt,
werden manchmal mit einer ausgesprochen spielerischen Note ausgeführt.
Bei possenhaft mußte ich an Winnetouch aus dem Schuh des Manitu denken :-)
Gruß andi
> weltweit mittanzen können, da Calls/Cues überall
^^^^^^^^
> in Englisch
halte ich für ein Gerücht! Es gibt genügend Länder, in denen Englisch
nicht Muttersprache ist und auch nicht von jedem zweiten gesprochen
wird.
Mein persönliches Vorurteil beim Square/Round Dance: zu amerikanisch.
Ich selber bin bei einer "schottischen Tanzgruppe" und eigentlich
werden wir dem Namen nicht immer gerecht, weil wir halb Europa und
teilweise Kanada tanztechnisch umfassen.
So long,
-+- Dirk -+-
>>Volkstanz
>>-------------
>>* positiv
>> grosse Variationsbreite, gute Musik, Traditionspflege
>> je nach Gegend sozialer Mittelpunkt
>>* neutral
> teilweise einfache Tänze, die sich für Animation auf
> Festen eignen (ich erinnere mich noch mit Grausen
> daran, wie man mich bei einem Seniorennachmittag
> gezwungen hat, bei so etwas mitzutanzen. Ich war
> die einzige, die es nicht begriffen hat.)
Es kommt wohl sehr darauf an, in welchem Umfeld das Tanzen statt
findet. Ich habe Discofox mit Begeisterung schon zu Techno-Musik
getanzt und kenne es aber auch von Orten, in denen vorwiegend Menschen
> 50 sind ... und dementsprechend langsamer getanzt wird.
Vergleichst Du "Volkstanz" in verschiedenen Ländern und schaust
verschiedene Altergruppen an, dann hast Du die gesamte Bandbreite: Vom
beinbrechenden, das Gehirn überfordernden anspruchsvollen Tanz bis hin
zum "Schwofen" ohne großartige Bewegung.
>>* negativ
>> braunes Gedankengut, Betrachtung als die "wahre" Tanzart,
AUA! Schaut mal bitte die Liste bei http://www.volkstanz.at/ an ...
woher die Tänze stammen, wo sie überall getanzt wurden/werden. Ich
finde, dass Volkstänze Brücken zwischen Nationen geschlagen haben,
weil Ideen und Tanzstile exportiert wurden. Letzten Endes ist "Square
Dance" auch nur eine relativ junge Form von Volkstanz (im Vergleich zu
den meisten Jigs und Reels in Schottland/England oder diversen Polkas,
Walzer, usw. im übrigen Europa).
>> Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität
Bitte? Es kann genauso zu einem Leistungssport ausarten, wie bei jeder
anderen Tanzart auch ... gekoppelt mit allen sonst bekannten Symptomen
inkl. Wettbewerb.
> Turniertanz
> -------------
> * positiv
> Eleganz, Schwung, schöne Kleider, sexy Kleider (Latein)
> * neutral
> Wettbewerb
> * negativ
> Dauerlächeln, gestelzt, künstlich, überschminkt
negativ: fast keine Kleider (Latein)
Außerdem gibt es ja neben Standard und Latein noch einige andere
Turniertanzarten, auf die das nicht passt. Mir fallen da spontan z.B.
Rock'n'Roll, Disco Fox u. C&W Couple Dance ein.
> Volkstanz
> -------------
> * positiv
> grosse Variationsbreite, gute Musik
> * neutral
> Tracht
> * negativ
> braunes Gedankengut, Betrachtung als die "wahre" Tanzart,
> Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität
Da wissen halt die meisten, ich eingeschlossen, nicht, was alles unter
Volkstanz fällt. Als ich irgendwo Linedance das erste mal unter
Volkstanz eingestuft gesehen habe, dachte ich auch, die spinnen wohl.
Wenn man aber mal darüber nachdenkt, ist es wohl nicht ganz falsch.
Ciao
Matthias
>> Tango Argentino
>> * negativ
>gibt Rückenschäden wg. gebeugter Haltung ;)
Beim Tango Argentino sollte jeder für sich selbst stehen können.
Allenfalls beim Milonguero-Stil lehnt man sich leicht aneinander, aber
wer davon Rückenschmerzen bekommt, macht definitiv was falsch.
Grüsse,
Michael
--
Die Tango-Argentino-Szene in Freiburg:
http://www.michaelsattler.de/tango-in-freiburg/
> > weltweit mittanzen können, da Calls/Cues überall
> ^^^^^^^^
> > in Englisch
>
> halte ich für ein Gerücht! Es gibt genügend Länder, in denen Englisch
> nicht Muttersprache ist und auch nicht von jedem zweiten gesprochen
> wird.
Na bei den "Schotten" stimmt es ja auch i.a., warum sollte das für Square
und Round nicht gelten?
Es war von Calls und Cues die Rede. Und die werden wohl tatsächlich
(fast)überall auf English sein. Ob es der Unterricht etc. auch ist, das war
nicht die Frage und ist auch tatsaechlich nicht ganz so wahrscheinlich.
Anja
PS: Welche Schotten? Ich meine: welche Gruppe?
> Na bei den "Schotten" stimmt es ja auch i.a.
nö ... wenn Du blutigen Anfängern ein "four hands across" nicht
beibringst, sie aber mit "Rechtshandmühle" oder "rechtshändiger Stern"
weiter kommen, dann tendierst Du zum Callen in deutsch ;-)
Es ist schon erstaunlich, was es alles in verschiedenen Sprachen an
Figuren gibt:
http://www.volkstanz.at/Tanzschluessel.htm
Also so ziemlich die meisten Figuren bei Jigs, Reels und Strathspay
finde ich deutsche Begriffe in der Liste ... ob das wirklich sinnvoll
ist beim Callen, sei dahin gestellt. Wir haben halt recht
unterschiedliche Leute in der Gruppe, u.a. aus Russland. Und da kann
man nicht immer mit englisch weiter kommen.
> Es war von Calls und Cues die Rede.
Wir haben auch schon bei Ceilidhs auf deutsch gecallt, weil's sonst
nicht alle verstanden hätten ... und es waren zu einem großen Teil
einheimische (Schwoba halt ;-) ).
> PS: Welche Schotten? Ich meine: welche Gruppe?
www.ceilidh.de bzw. www.ceilidh-tue.de
Nö...wenn ich blutigen Anfängern ein "four hands across" beibringe, dann
zeige ich es ihnen und sage, dass heisst einfach so. Eine Poussette heisst
schliesslich auch einfach so, ohne dass ich weiss, was es (übersetzt)
heisst.
Wobei... das ist natürlich genau das Beispiel mit den meisten Ausnahmen.
aber nur, weil es so oft mit "cross right hand" verwechselt wird.
Da greife ich dann auch schon mal zum "Teapot" (aber immerhin auch englisch
;-)) oder zur Mühle, weil das englische "wheel" wieder mit "reel"
verwechselt wird.
Gruss,
Anja
> > weltweit mittanzen können, da Calls/Cues überall
> ^^^^^^^^
> > in Englisch
>
> halte ich für ein Gerücht!
nein, ist definitiv so. Alle Befehle haben englische Namen, und das
lernen die Chinesen genauso wie wir Deutschen, die Franzosen, genauso
wie die Italiener, die Menschen in Saudi-Arabien genuso wie Engländer,
Finnen, Schweden, Österreicher, Dänen, Holländer, Belgier, Luxemburger,
Spanier, Tschechen, Polen, Slowaken, Japaner, Mongolen, Russen. Da
überall gibt es Square Dance Clubs, in etlichen auch Round Dance.
Vielleicht hab ich sogar ein paar Länder vergessen.
> Es gibt genügend Länder, in denen Englisch
> nicht Muttersprache ist und auch nicht von jedem zweiten gesprochen
> wird.
DAS macht dabei überhaupt nix. Die Figuren haben englische Namen,- die
Direktbefehle auch. Das alles lernt man, woimmer auf der Welt,- im
Unterricht kriegt man es natürlich in der jeweiligen Landessprache
erklärt.
So, wie wenn wir in die Fahrschule gehen, da lernen wir auch, dass ein
Motor halt Motor heißt, und nicht "Viertopf-Zerknalltreibling".
Und kapieren es.
> Mein persönliches Vorurteil beim Square/Round Dance: zu amerikanisch.
Nun, es wird ja niemand gezwungen. So wie ich etwas Bammel vorm
Schottischen Tanzen hätte,- wegen der vielen Hüpfer...
Und amerikanisch,- wenn ich so gucke, was sich in der Fastfood-Newsgroup
so tut,- wo es viele gar net erwarten können, am liebsten Dr. Pepper in
jedem Laden, und die ganzen amerik. Fastfood-Ketten gegenüber ihres
Arbeitsplatzes hätten...
> Ich selber bin bei einer "schottischen Tanzgruppe" und eigentlich
> werden wir dem Namen nicht immer gerecht, weil wir halb Europa und
> teilweise Kanada tanztechnisch umfassen.
nun, auch das ist ja nur ne Sammelbezeichnung für eine Tanzart, die
Anhänger auf der ganzen Welt hat.
Heinz
> Es war von Calls und Cues die Rede. Und die werden wohl tatsächlich
> (fast)überall auf English sein.
ja, überall, denn wir sollen ja auch mittanzen können, woimmer wir sind.
> Ob es der Unterricht etc. auch ist, das war
> nicht die Frage und ist auch tatsaechlich nicht ganz so wahrscheinlich.
Das kommt darauf an. Die Class im lokalen Square- oder Rounddance-Club
kriegt die Figuren in der Landessprache erklärt, lernt sie aber unterm
englischen Namen,- denn nur dann kann der Tänzer sie auch erkennen und
ausführen, wenn er am Strand von Hawaii, unterm Eifelturm in Paris, am
Strand von Nizza, oder in einem Einkaufszentrum in China mittanzen
möchte.
Aber: Es gibt z.B. Workshop-Wochenenden bzw. Wochen, z.B. in Cham /Bayr.
Wald,- oder auch in Eringerfeld. Da kommen Caller/Cuer und Teilnehmer
aus der ganzen Welt,- da ist Unterrichtssprache Englisch.
Und es gibt z.B. das Square Dance Camp auf der Insel Öland in Schweden,-
da ist Unterrichtssprache Schwedisch und Englisch.
Bei den Jamborees, z.B. ist kommenden Freitag bis Sonntag eine in
Dachau,- da ist auch alles in Englisch, mit Hilfssprache Deutsch,- da
auch hier die Teilnehmer aus mehreren Ländern kommen.
Heinz
> nö ... wenn Du blutigen Anfängern ein "four hands across" nicht
> beibringst, sie aber mit "Rechtshandmühle" oder "rechtshändiger Stern"
> weiter kommen, dann tendierst Du zum Callen in deutsch ;-)
nö, sowas heißt bei uns dann "right hand star",- wird ein, zweimal
gezeigt, wie es geht,- und dann sitzt es,- das lernen die unseren schon
beim ersten oder zweiten "Open House",- da sind sie noch nicht mal in
der Class drin...
Heinz
Ja mein lieber, das ist *meine* Website. Also wenn wer das sagen darf, dann
ich :-) Aber ich habe natuerlich vor allem mal fuer mein eigenes Land
gesprochen, weil das immer noch Dikussionsthema dort ist
Mario
http://www.volkstanz.at/
http://www.dancilla.com/
> negativ: fast keine Kleider (Latein)
Wieso NEGATIV ????
-Richard :-))
--
------------------------------------------------------------------------------
Dr.Richard Stoll (DK9WR) \ Philipps-University of Marburg, UNITED GERMANY
\
To contact me, visit my homepage \ http://staff-www.uni-marburg.de/~stoll
Ich hatte mir noch überlegt, einen Smily dahinter zu machen.
Aber es gibt durchaus Outfits, die ich als unpassend für die Tanzfläche
ansehen würde.
Und da es hier ja um Klischees geht; Ich habe durchaus schon Kommentare
von Frauen gehört, die sich über die knappe Kleidung anderer Frauen in
der Öffentlichkeit aufgeregt haben. Meist waren das Frauen, die sowas
nicht hätten tragen können.
Matthias
Hier _mein_ Klischee:
Turniertanz
-------------
* positiv
Ästhetisch
Akrobatisch
Spannend
* negativ
Dauerlächeln, überschminkt,
Posen
Tango Argentino
-------------
* positiv
Erotisch
Kein Lächeln
Gute Musik
Viel Berührung
* negativ
Die Erotik erscheint künstlich.
Volkstanz
-------------
* positiv
Gemeinschaftsgefühl
Die Tradition wird hochgehalten.
* negativ
Die Tradition wird hochgehalten.
Bauchtanz
-------------
* positiv
Verdauungsfördernd ;-)
* negativ
Schweiss
Bauchspeck
Unästhetisch
Anachronistisch
Historischer Tanz
-------------
* positiv:
Elegant (Francaise)
Gemütlich
Leicht erlernbar
* negativ
unpassende Bekleidung
langweilige Musik
Gruss, Lutz
Was ist Table-Dance ?
Mario
Tja, Volkstanz ist ein weiter Begriff. Darunter fallen Linedance,
Country-Dance (woher auch immer, ob Scottish, English, Irish,...),
Contra-Dance, Barn-Dance, Ceilidh, Bourrée, Flamenco, Irish/English Step
Dancing, Clog Dancing, Reigen- und Kettentänze, Walzer (aus dem Landler
entstanden), und natürlich Milonga (eigentlich damit auch Tango Argentino,
aber das behaupte ich mal hier lieber nicht). Und ich habe sicher noch
etliche vergessen...
Mario
> Square Dance
> Round Dance
> Integration Behinderter
Das ist jetzt aber ein Scherz, oder?
Rollis haben per se schon Probleme, jedenfalls in einem Square (oder
dem Äquivalent im Round Dance), der aus 7 "Fußgängern" und einem Rolli
besteht.
Hörbehinderte können mit Musik in der Regel erheblich mehr anfangen,
als mit schnell runtergesungenen Kommentaren.
Sehbehinderte dürften zumindest im Square nicht unerhebliche Probleme
haben, den jeweiligen Partner zu finden.
Fazit: Für erstere bietet sich nach wie vor Rollstuhltanz als am
ehesten geeignet an, auch wenn dies mit Integration eher wenig zu tun
hat.
Für Hör- und Sehbehinderte sind die klassischen Paartänze (z.B. S/L
oder TA, aber auch DF, RR etc) allemal geeigneter (wegen
Führungsmöglichkeiten durch den Partner), als Tänze mit "Ansagen"
durch Dritte.
Gruß, Kai
--
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> Beim Tango Argentino sollte jeder für sich selbst stehen können.
> Allenfalls beim Milonguero-Stil lehnt man sich leicht aneinander, aber
> wer davon Rückenschmerzen bekommt, macht definitiv was falsch.
Deine Aussage ist zweifelsohne richtig, allerdings haben fast alle
Klischees, die bisher genannt wurden, die Gemeinsamkeit, daß sie mit
der Realität nicht viel zu tun haben. :-)
Einfach ist relativ. Jede Tanzgattung hat doch ihr Bewegungsrepertoire, und
wenn einem das nicht vertraut ist, dann zackert's am Anfang nicht richtig,
sondern es rumpelt.
Ich war immer erstaunt, wie z.B. Kinder (auch Buben) von Bauchtänzerinnen
die Bewegungen innehatten und mitmachen konnten, und meinereiner nicht
herausfand, welchen Muskel ich anspannen muss, um mit dem Popsch oder meiner
fehlenden Brust wackeln zu können :-)
Das stimmt vermutlich fuer alle anderen Tänze auch. Wenn man das Repertoire
intus hat, dann ist es ein leichtes, darauf aufzubauen. Wenn man zu einer
anderen (wenig verwandten) Tanzgattung wechselt, muss man sich das
Basisrepertoire wieder erarbeiten.
Mario
*positiv:
Variable Tempi
*jeder* kann DF
*neutral
?
*negativ
DF wird prinzipiell auf alles getanzt
DF besteht nur aus Figuren mit zufällig plazierten
Grundschritten im Gegentakt
Rock`n Roll
-----------
*positiv
Temporeich
Abwechslung durch Akrobatik
moderne Musik
knappe Kostüme bei vorwiegend sehr handlichen Damen
*neutral
*negativ
nur Akrobatik zu Musik
und vieleicht noch
Tanzen allgemein:
-----------------
*negativ
Tänzer sind arrogant
Ralf
Arno
Mario Herger schrieb:
>
> > da fehlt doch noch was, ... grübel ... AHHHHHHHHH
> >
> > Klar doch: Table-Dance
>
> Was ist Table-Dance ?
Strip auf dem Tisch *grins*
Grüße
Heinz
Matthias Kleinschmidt schrieb:
Das ist wohl normale Weiblichkeit...
Um Reklamationen bezüglich Outfit zu vermeiden, kann man es ja
ganz weglassen, das spart auch Kosten... ;-)
Grüße
Heinz
> > Ob es der Unterricht etc. auch ist, das war
> > nicht die Frage und ist auch tatsaechlich nicht ganz so wahrscheinlich.
>
> Das kommt darauf an. Die Class im lokalen Square- oder Rounddance-Club
> kriegt die Figuren in der Landessprache erklärt, lernt sie aber unterm
> englischen Namen,- denn nur dann kann der Tänzer sie auch erkennen und
> ausführen, wenn er am Strand von Hawaii, unterm Eifelturm in Paris, am
> Strand von Nizza, oder in einem Einkaufszentrum in China mittanzen
> möchte.
Ja, genau das meinte ich.
Ich tue mich selbst auch schwer, den kompletten Unterricht in Englisch
abzuhalten. Das versuche ich auch nur, wenn wir ausländische Gäste haben
(und bei der Prüfung natürlich ;-))
Das (internationale) Workshops auf Englisch gehalten werden ist auch klar.
Ergibt sich bei "uns Schotten" schon daraus, dass bevorzugt mindest ein
Lehrer aus Schottland (oder mindestens UK) mit dabei ist.....
(Falls übrigens zufällig jemand mitliest, der einen Ladies Step-Teacher
kennt: unsere Lehrerin musste uns grade absagen...)
Gruss,
Anja
Dazu haette ich jetzt gerne ein paar Worte mehr von Dir.
Was meinst Du damit?
Anja
DAS ist eindeutig ein Gerücht.
Gruss,
Anja
> Das kommt darauf an. Die Class im lokalen Square- oder Rounddance-Club
> kriegt die Figuren in der Landessprache erklärt, lernt sie aber unterm
> englischen Namen,- denn nur dann kann der Tänzer sie auch erkennen und
> ausführen, wenn er am Strand von Hawaii, unterm Eifelturm in Paris, am
> Strand von Nizza, oder in einem Einkaufszentrum in China mittanzen
> möchte.
Wobei gerade in Frankreich aufgrund eines obskuren Gesetzes die Calls
zusätzlich in der Landessprache erfolgen müssten... Wenn bis jetzt noch
keiner deswegen verklagt wurde, hat er einfach Glück gehabt.
Flups
Klischee on:
Bauchtanz gehört in eine Zeit und Gegend, in der die Frauen
bekanntermassen keine Seele besassen und dem Mann gehörten.
Bei Bauchtanz muss ich an Ali Baba und Sheherazade denken.
Gruss, Lutz
Flups Baumann schrieb:
>
....
> Wobei gerade in Frankreich aufgrund eines obskuren Gesetzes die Calls
> zusätzlich in der Landessprache erfolgen müssten... Wenn bis jetzt noch
> keiner deswegen verklagt wurde, hat er einfach Glück gehabt.
Das Gesetz soll die Französische Sprache schützen, von daher find ich's
in Ordnung. Betrachte mal die sogenannte deutsche Sprache, was da für
fremde Zutaten zu hören sind. Wenn Du einen Satz in reinem Deutsch
hörst, ist das schon die Ausnahme...
Grüße
Heinz
> Das Gesetz soll die Französische Sprache schützen, von daher find ich's
> in Ordnung.
Ich finde das einfach nur beschränkt vom französischen Gesetzgeber.
Französisch ist doch nicht aus dem Nichts entstanden, die Anleihen an
Latein, die Gemeinsamkeiten mit Spanisch, Italienisch, Englisch usf
sind unübersehbar. Wenn jetzt versucht wird, die Sprache
"einzufrieren", dann wird das gewiss nicht auf diesem Wege gelingen.
> Betrachte mal die sogenannte deutsche Sprache, was da für
> fremde Zutaten zu hören sind. Wenn Du einen Satz in reinem Deutsch
> hörst, ist das schon die Ausnahme...
Definiere "reines Deutsch"... Meinst Du den Stand von 1800 oder 1900
oder 1950 oder was?
H.J. Koenig wrote:
> Das Gesetz soll die Französische Sprache schützen, von daher find ich's
> in Ordnung. Betrachte mal die sogenannte deutsche Sprache, was da für
> fremde Zutaten zu hören sind. Wenn Du einen Satz in reinem Deutsch
> hörst, ist das schon die Ausnahme...
einerseits hast Du Recht, andererseits ist Sprache etwas lebendiges und
entwickelt sich weiter. Man schaue sich nur die Einflüsse der
(nord)deutschen Sprache auf das Schwedische während der Hanse-Zeit an.
Und diese natürliche Weiterentwicklung per Gesetz verhindern zu wollen,
ist meiner Meinung nach eine etwas merkwürdige Idee.
Matthias
ich weis das ja auch
Ralf
Interessant aber ist, dass Bauchtanz einer Frau sehr stark bei der
Entdeckung des eigenen Körpers helfen und Selbstbewusstsein kann. Eigentlich
bewirkt es das Gegenteil, sie erfreut sich am Frausein, und nicht am
Frau-für-den-Mann-sein. Insofern täte ich aus dieser Erfahrung sogar
behaupten, dass Bauchtanz nicht etwas patriarchalisches ist, dass die Frau
zur Freude und als (Lust)Objekt des Mannes macht, sondern als versteckte
Revolution gegen den Mann...
Mario
So wird es heute von Frauen verstanden, das ist wahr.
Die entsprechenden Damen machen jetzt Bauchtanz ... :-)
Gruss, Lutz
Kai Juerges schrieb:
>
> H.J. Koenig wrote:
>
> > Das Gesetz soll die Französische Sprache schützen, von daher find ich's
> > in Ordnung.
>
> Ich finde das einfach nur beschränkt vom französischen Gesetzgeber.
> Französisch ist doch nicht aus dem Nichts entstanden, die Anleihen an
> Latein, die Gemeinsamkeiten mit Spanisch, Italienisch, Englisch usf
> sind unübersehbar. Wenn jetzt versucht wird, die Sprache
> "einzufrieren", dann wird das gewiss nicht auf diesem Wege gelingen.
Man will, so seh ich es, nicht einfrieren, sondern schützen vor
allzuviel "amerikanisch..."
Des weiteren - vermute ich mal - bist Du politisch nicht besonders
interessiert, oder?
Zur Vermeidung von Falschinterpretationen: Ich bin Europäer !
>
> > Betrachte mal die sogenannte deutsche Sprache, was da für
> > fremde Zutaten zu hören sind. Wenn Du einen Satz in reinem Deutsch
> > hörst, ist das schon die Ausnahme...
>
> Definiere "reines Deutsch"... Meinst Du den Stand von 1800 oder 1900
> oder 1950 oder was?
Reines Deutsch, um es zu definieren, ist für mich deutsch ohne
englische Begriffe. Daß das dann auch kein reines Deutsch ist mir
auch klar. Mit Deinen Worten: Stand 1945 vor mir aus... :-)
Grüße
Heinz
Matthias Kleinschmidt schrieb:
Gegen eine "natürliche" Weiterentwicklung habe ich nicht... ;-)
Grüße
Heinz
Um es zu verdeutlichen:
Mich kotzt die Werbung an, die fast kein deutsches Wort mehr hat!
Das musste jetzt raus.
Grüße
Heinz
"H.J. Koenig" schrieb:
Aber italienische Begriffe in Deutsch sind dann gut ? Französische noch
besser ? Weil "politisch" und "interessiert" sind eindeutig "deutsche"
Begriffe....
> Zur Vermeidung von Falschinterpretationen: Ich bin Europäer !
> >
> > > Betrachte mal die sogenannte deutsche Sprache, was da für
> > > fremde Zutaten zu hören sind. Wenn Du einen Satz in reinem Deutsch
> > > hörst, ist das schon die Ausnahme...
> >
> > Definiere "reines Deutsch"... Meinst Du den Stand von 1800 oder 1900
> > oder 1950 oder was?
>
> Reines Deutsch, um es zu definieren, ist für mich deutsch ohne
> englische Begriffe. Daß das dann auch kein reines Deutsch ist mir
> auch klar. Mit Deinen Worten: Stand 1945 vor mir aus... :-)
Wie gesagt, warum nur englische Begriffe ausschliessen ? Du verwendest doch
sicherlich Begriffe wie "Nase", "Mauer", "Glas", "Tomate", "Kartoffel",
"Trottoir", "Portemonnaie"... etc. in Deinem Wortschatz ? Und die sind
alles, nur leider leider keine "reinen" deutschen Begriffe
Genauso wie viele Begriffe im Englischen nicht englischen Ursprungs sind.
Und geht deshalb bei denen die Welt unter?
Mario
Aha, das ist was anderes: da sprichst Du von den Sprachpanschern (siehe den
entsprechenden "Preis"). Da gehe ich mit Dir konform.
Mario
Mario Herger schrieb:
Gut, daß Du es jetzt begriffen hast.
Und es ist nicht nur die Werbung...
Grüße
Heinz
Mario Herger schrieb:
>
> Wie gesagt, warum nur englische Begriffe ausschliessen ?
Weil genau die Überhand nehmen !
Grüße
Heinz
> nö, sowas heißt bei uns dann "right hand star" ...
es gibt bei "uns" "four hands across", "right hand cross", "left hand
cross", "four/six/eight hands round", ... mit "right hand star" wird
man übrigens nicht dem "four hands across" gerecht, denn dabei werden
nicht einfach nur die rechten Hände in die Mitte gestreckt, sondern
jeweils die gegenüber stehenden geben sich die rechte Hand - also sind
es in der Mitte *zwei* Linien und kein Stern.
Deshalb ist eigentlich "four hands across" != "Mühle" oder "Stern".
Aber das mit der korrekten Körperhaltung ist eh eine andere Geschichte
;-)
So long,
-+- Dirk -+-
Ausnahme: Bei nicht gerader Anzahl (three hands across) - da ist's
dann wirklich eine Mühle.
> Man will, so seh ich es, nicht einfrieren, sondern schützen vor
> allzuviel "amerikanisch..."
Nicht nur "amerikanisch", bei anderen Sprachen (z.B. Deutsch) gilt das
Gesetz dort genauso.
> Des weiteren - vermute ich mal - bist Du politisch nicht besonders
> interessiert, oder?
Oh doch, allerdings nicht sonderlich auf nationaler Ebene und eher
wenig auf lokaler Ebene. Internationale Politik interessiert mich
hingegen schon, aber ich verstehe darunter gewiß nicht eine Haltung,
wie von vielen Ländern praktiziert: Eigeninteressen auf
internationaler Ebene durchzusetzen versuchen.
> Reines Deutsch, um es zu definieren, ist für mich deutsch ohne
> englische Begriffe. Daß das dann auch kein reines Deutsch ist mir
> auch klar. Mit Deinen Worten: Stand 1945 vor mir aus... :-)
Nachdem ich Deine Antworten auf die Nachfragen von Mario und Matthias
gelesen habe, weiß ich jetzt auch, wie Du das meinst.
Und erstaunlicherweise gehen wir auch hier wieder konform. Nur sollte
uns allen auch klar sein, daß die Werbewirtschaft diese "speziellen"
Formulierungen bewußt wählt, um aus der "normalen" Sprache
herauszustechen.
Aber es gibt so oder so genug Sachen, über die man sich beim deutschen
Sprachgebrauch aufregen kann. Ich werfe nur mal die Apostropheritis
und die neue deutsche Rechtschreibung in den Raum... Da bedarf es
keiner fremden Sprachen zu...
Gruß, Kai
--
Qualitaet im Tango laesst sich halt nicht in "Sacadas pro Minute"
klassifizieren. (Dr. Richard Stoll in drt)
Kai Juerges schrieb:
>
> H.J. Koenig wrote:
>
> > Man will, so seh ich es, nicht einfrieren, sondern schützen vor
> > allzuviel "amerikanisch..."
>
> Nicht nur "amerikanisch", bei anderen Sprachen (z.B. Deutsch) gilt das
> Gesetz dort genauso.
>
Richtig, wobei von deutsch kaum Gefahr droht ( Imperialismus,
Kapitalismus )
> > Des weiteren - vermute ich mal - bist Du politisch nicht besonders
> > interessiert, oder?
>
> Oh doch, allerdings nicht sonderlich auf nationaler Ebene und eher
> wenig auf lokaler Ebene. Internationale Politik interessiert mich
> hingegen schon, aber ich verstehe darunter gewiß nicht eine Haltung,
> wie von vielen Ländern praktiziert: Eigeninteressen auf
> internationaler Ebene durchzusetzen versuchen.
>
Da gabs und gibts in jüngerer Vergangenheit bis aktuell ja recht
bedenkliche Beispiele...
> > Reines Deutsch, um es zu definieren, ist für mich deutsch ohne
> > englische Begriffe. Daß das dann auch kein reines Deutsch ist mir
> > auch klar. Mit Deinen Worten: Stand 1945 vor mir aus... :-)
>
> Nachdem ich Deine Antworten auf die Nachfragen von Mario und Matthias
> gelesen habe, weiß ich jetzt auch, wie Du das meinst.
>
> Und erstaunlicherweise gehen wir auch hier wieder konform. Nur sollte
> uns allen auch klar sein, daß die Werbewirtschaft diese "speziellen"
> Formulierungen bewußt wählt, um aus der "normalen" Sprache
> herauszustechen.
>
Es ist nicht nur die Werbewirtschaft - dort allerdings kann es jeder
leicht verstehen...
> Aber es gibt so oder so genug Sachen, über die man sich beim deutschen
> Sprachgebrauch aufregen kann. Ich werfe nur mal die Apostropheritis
> und die neue deutsche Rechtschreibung in den Raum... Da bedarf es
> keiner fremden Sprachen zu...
>
Hast Du völlig recht, ich praktiziere ausdrücklich die alte Rechtschr.
Grüße
Heinz
> Da gabs und gibts in jüngerer Vergangenheit bis aktuell ja recht
> bedenkliche Beispiele...
Full Ack.
> Es ist nicht nur die Werbewirtschaft - dort allerdings kann es jeder
> leicht verstehen...
Ich würde mal behaupten, zum Großteil ist die Werbewirtschaft dafür
verantwortlich. Daß so manche "Redewendungen" anschließend im
alltäglichen Sprachgebrauch wieder auftauchen, sagt ja nichts über die
ursprüngliche Herkunft aus.
> Hast Du völlig recht, ich praktiziere ausdrücklich die alte Rechtschr.
Wie vielleicht bereits aufgefallen ist, verwende ich zu gut 90%
ebenfalls die alte Schreibweise. Lediglich bei manchen Wörtern, fast
ausschließlich geht es dabei um Zusammen- oder Getrenntschreibung,
wende ich die neue Schreibweise an.
Wenn ich gesagt bekomme, das ich das Sekretariat nicht mehr so nennen soll,
ob man es nicht lieber "Personal Assistant" nenen soll (oder so), dann
kriege ICH die Kriese....
Anja
Das ist m.E. subjektiv und undifferenziert. Technologie-, wirtschafts- und
wissenschaftsmässig hat sich so viel geändert, dass die zumeist englischen
Begriffe sehr viel schneller in die deutsche Sprache übernommen werden, als
eine "offizielle" Institution (Welche ? Die die die Sprachreform gemacht hat
? Na dann lieber nicht...) ein neues Wort vorschlägt. Auch sind die
ursprünglichen Begriffe meistens wesentlich präziser, als das oft
herausschauende deutsche Wortungetüm.
Ich versuche zwar "undeutsche" (was auch immer das ist) Begriffe zu
vermeiden wenn ich "deutsch" (ich spreche österreichisches Deutsch), aber
ich als Wiener (mit sprachlichen Einfluss durch slawische Nachbarländer und
früher französisch sprechenden Kaiserhaus, das dann in's wienerische
gesickert ist) und als zur Zeit in Kalifornien lebenden, der dort täglich in
meinem Umfeld mit ca. 20 Nationalitäten (Inder, Saudi, Amerikaner, Deutsche,
Franzosen, Briten, Venezuelaner, Russen, Moldawier, Ungarn, Taiwanesen,
Chinesen, Japanern,...) zu tun hat, finde ich den Versuch eine Sprache
"rein" zu halten einfach hoffnungslos naiv, da wir uns durch Medien,
Internet etc. in einer immer globalisierten Welt befinden und nicht nur vor
500, 100 und 50 Jahren andere Sprachen Worte in unsere eigene gebracht,
sondern auch bereichert haben.
Und interessanterweise haben die anderen Nationen (bis auf die Franzosen)
scheinbar so überhaupt kein Problem, andere Worte zu akzeptieren. Für mich
ist das deutsche&französisches Kreuzritterum in dieser Richtung eher ein
Zeichen für mangelndes Selbstbewusstsein der eigenen Sprache gegenüber.
Du hättest vermutlich gewaltige Probleme, wenn Du wirklich konsequent sein
willst, mit der "Reinheit der deutschen Sprache" (ein Oxymoron). Oder fahrst
Du nicht mit dem "Auto" oder "Bus", gehst Du nicht in eine "Bar" oder ein
"Restaurant", putzt Dir die "Nase", lehnst Dich an die "Mauer", lauscht dem
"Radio", gehst ins "Museum", gehst "spazieren", machst Dein "Examen" und
"Abitur", legst Dein "Rigorosum" ab, gehst in die "Disco", kaufst "CDs",
redest "Tacheles",....
Servus (ein ur-wienerischer Gruss, den wir mit den Ungarn gemeinsam haben)
Mario (ein italienischer Name für einen Urösterreicher)
Du meinst, weil "Sekretariat" urdeutscher ist ? Zumindest genauso, wie
Assistent....
Mario
Und was die Werbung betrifft...wenn ich jetzt von der Firma Storck aus
Künsebeck lese "a part of your world" und von McDonalds "ich liebe es!",
dann muss ich schon grinsen...es geht auch auf deutsch.
Nun, zumindest gab es m.E. "Sekretariat" schon anfang des letzten
Jahrhundert als Element der deutschen Sprache. Somit ist es für mich
Neugeborenes Dummerchen ein urdeutsches Wort.
Im Übrigen habe ich von "Personal Assistant" geschrieben. Nicht vom
persönlichen Assistent.
Anja