auch im Country Western Tanz spricht's sich allmählich herum, dass 'ne
vernünftige Gymnastik vor der Trainingseinheit nicht völlig verkehrt sein
kann.
Ich mache zwar gezielt Gymnastik mit meinen Tänzern - hätte das aber gerne
irgendwie "tänzerischer". Also irgendwie mit Musikunterstützung, oder so.
Wie zieht ihr euer Aufwärmen, Dehnen, Kräftigen so auf?
Servus
Georg
wir sind da beim Round Dance auch erst am Anfang,
hier der erste mir bekannte Text dazu:
http://www.eaasdc.de/bulletin/b0603_15/index.htm
Heinz
> http://www.eaasdc.de/bulletin/b0603_15/index.htm
Danke schon mal dafür.
Ich habe "schon immer" meinen Tänzern 'nen Slowfox zum Warmwerden
vorgesetzt, gefolgt von 'ner Rumba zum Dehnen und einer Polka zum Kräftigen.
Dann erst bin ich den eigentlichen Stoff der Stunde angegangen. Im Zuge
einer Diskussion habe ich mich überzeugen lassen, dass, wenn Tanzen ein ganz
gewöhnlicher Sport ist, er auch mit ganz normaler Zweckgymnastik einhergehen
sollte.
Und nun muss ich versuchen das besonders "kundenfreundlich" also
tänzerorientiert anzugehen :)
Servus
Georg
PDFs gibts bei mir:
http://www.dekay.org/blog/archives/tango-stretching-excercises
Liebe Grüße,
Daniel
> Wie zieht ihr euer Aufwärmen, Dehnen, Kräftigen so auf?
Beim Scottish Country Dance wird von vielen Lehrern die Variante "einfacher
Kreistanz zu Marschtempo" genommen.
Dabei darf dann auch mal etwas schwungvoller "marschiert" werden.
(Aufwärmen und Kreislauf in Schwung bringen)
Oft gefolgt von Waltz-Musik, bei der dann Füsse kreisen und andere
"gymnastische" Übungen gemacht werden.
Hier zwei Artikel zum Thema Aufwärmen:
http://www.strathspey.org/practice/healthyDancing
Dancing Our Feet Off Without Injuring Them, by Linking Our Warm-Ups to
Kinetic Chains:
http://www.strathspey.org/practice/kineticChains.pdf
Gruss,
Anja
> Von Victor Levant gibts es einen Artikel zum Thema "Tango Stretching
> Excercises", der allerdings auch für andere Tänzer geeignet ist.
Danke dafür.
Bei den Übungen fällt mir auf, dass vieles im liegen und sitzen auf dem
Boden gemacht werden muss. Das geht, denke ich, regelmäßig nicht. Jedenfalls
wäre es eine (unnötige) Extrahürde, müsste ich meine Damen dazu bringen,
sich mit ihren Röckchen und die Herren mit ihren oft tiefschwarzen Hosen auf
den Hallenboden zu setzen/legen.
Ich würde das jedenfalls als für Tänzer eher ungewohnt empfinden, wenn man
nicht auf seinen Beinen steht...
Servus
Georg
Wir hatten zwei Krankengymnasten die das Aufwärmen geleitet haben.
Neben Warmlaufen waren lediglich die Grundschritte in jeglicher
Variation und einige Übungen für Rücken,Beine und Schulter/Arme
Musikorientiert.
Der Rest (SitUps, Liegestütze, Dehnungsübungen) liefen dann ohne
Musik.
Ich habe auch meine Zweifel ob dabei Musik Sinn macht. Solche Übungen
sind halt ein "notwendiges Übel" bei praktisch jeder sportlichen
Betätigung.
Fasziniernd übrigens an welchen Stellen sich Muskeln verstecken ;-)
Merkwürdigerweise starten meine bessere Hälfte und ich auch beim
Freizeittanzen eher mit langsamen Stücken zum warm werden.
Ralf
Ich beginne (für Lindy Hop) mit Jazz Steps im Kreis (also einigen
Basic-Moves zur Musik, ganz locker), danach benutze ich vor allem
"Räkeln/strecken/gähnen" (mein Tipp: 1 Minute systematisch und
hemmungslos Räkeln (Gähnen nicht vergessen! Der Impuls kommt ganz von
selbst, die Teilnehmer müssen ermutigt werden, ihn zuzulassen) erspart
eine Menge spezieller Dehn-und Mobilisierungsübungen, jeder kann es
nach eigenem Bedarf gestalten und der Körper macht mit etwas Übung
automatisch das Richtige), "Schütteln" (u. a. aus Tai Chi bekannt) und
ein "Ganzkörperschaukeln" (ich weiß keinen richtigen Namen dafür ),
dass u.a. im New Dance und asiatischer Körperarbeit genutzt wird: im
gut hüftbreiten Stand, werden die Arme aus Hüften oder Brustbein
heraus locker nach links und rechts "geschleudert", Oberkörper und
Kopf drehen mit, auch das äußere Bein, bei der Drehung ins Knie
gehen. Das wärmt auf, mobilisiert und kann von jedem in der
Intensität selbst reguliert werden. Dazu ein paar
Mobilisierungsübungen für die Extremitäten, Vordehnen, was durchaus
situationsabhängig hinsichtlich der Teilnehmer oder auch des folgenden
Trainingsprogramm ist.
Das klassische Sport- oder Ballettdehnen erscheint mir im
Freizeittanz-Bereich nur begrenzt bzw. bei entspreched eingestellten
Teilnehmern nutzbar, weil es im Kopf meist mit "Anstrengung" verbunden
wird; und angestrengtes Tanzen ist kein schönes Tanzen.
Für mich gehören Aufwärmen, Dehnen und Kraftübungen als Aufwärmprogramm
quasi zusammen. Möglichwerweise eine etwas eigenwillige Ansicht.
Zumindest bei Kraftübungen ist Spass doch sehr subjektiv.
> Teilnehmer spüren, dass es ihnen beim Tanzen hilft und das ihnen
> deshalb auch Spaß macht. Und nur wenn's Spaß macht, macht es auch
> Sinn - jedenfalls im Freizeitbereich.
Prinzipiell ACK. Gelegentlich muss dann nur der Verstand auf die Sprünge
helfen. Da ich es wie unten ausgeführt als notwendig erachte.
> Eine weitere Möglichkeit ist, tänzerische Fitnessformen zum
> Aufwärmen/Mobiliseren zu nutzen, z. B. NIA, Energy Dance, Fun Dance
> etc.
Wobei "nur" aufwärmen wohl noch am "einfachsten" durch entsprechende
leichte Schrittfolgen umzusetzen ist.
> Das klassische Sport- oder Ballettdehnen erscheint mir im
> Freizeittanz-Bereich nur begrenzt bzw. bei entspreched eingestellten
> Teilnehmern nutzbar, weil es im Kopf meist mit "Anstrengung" verbunden
> wird; und angestrengtes Tanzen ist kein schönes Tanzen.
Ich selbst bin durch einen relativ späten Einstieg und eine damals recht
straffe "Grundausbildung" möglicherweise auch anders Konditioniert.
Oder war es das "Ohne Fleis kein Preis"? Letzendlich soll das Aufwärmen
dem Kraft- und Konditionsaufbau dienen und Verletzungen vorbeugen. Wir
haben es auch genutzt um in den Basics sicherer zu werden und die
Syncronität zu fördern. Spass und Motivation ist dabei nett, bei uns kam
es wohl eher durch den Gruppendruck und die Einsicht in die
Notwendigkeit.
Das schöne Tanzen baut darauf erst auf. Ohne Fundament kein Haus.
Das Erfolgserlebnis wäre z.B. nach einer Runde Tanzen noch reden können.
Let's dance lässt grüssen.
Ralf