Wäre für jeden Rat dankbar!
delphinige Grüße, Dennis
Viele Grüße,
Frank
Rat: Frag mal einen wirklich guten Tauchmediziner. Wenn du DAN-Mitglied
bist, wende dich z. B. an Ulli van Laak im SchiffMedInst in Kiel 0431 -
54090.
Lange Zeit durften auch Diabetiker gar nicht tauchen, heute wird das
relativiert.
Viel Erfolg! Und hoffentlich bald eine Transplantationschance - in
meiner Familie haben alle einen Organspendeausweis, wollen aber noch
eine Weile am Leben bleiben!
Gruß
Joachim
Dennis Reinhardt schrieb:
Gruß, Dennis
"Frank" <frank...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hb6q4$rgg$07$1...@news.t-online.com...
Gruß, Dennis
"Joachim Warner" <foerde...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B39D708...@t-online.de...
du bist offensichtlich Anfänger. DAN heißt ausgeschrieben Divers Alert
Network und bietet u. a. weltweiten Versicherungsschutz bei
Tauchunfällen.
Ulli van Laak ist der repräsentant Deutschland.
Schau mal auf die Seite http://www.daneurope.de
Da kannst du alles nachlesen.
Gruß
Joachim
Dennis Reinhardt schrieb:
>
Gruß, Dennis
"Joachim Warner" <foerde...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B3A1586...@t-online.de...
wenn Du hier keine Antwort findest, stell Deine Frage einfach hier
http://tsvnrw.vdst.de/cgi-shl/forum/YaBB.pl?board=medizin
auch wenn Du kein Mitglied im Verband bist ;-)
Gruß,
Udo
"Dennis Reinhardt" <Del...@wale.de> wrote in message
news:9hb6eg$chcgr$1...@ID-13962.news.dfncis.de...
delphinige Grüße, Dennis
"Udo Blatzheim" <udo.bl...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hdhtv$qg1$1...@Adler.dlrg.de...
>Hallöchen, ich hab schonmal vor ein paar Monaten iese Frage gestellt aber
>hatte da bisher nich viel Erfolg, also kann ich, so als Dialysepatient,
>irgentwie nen Tauchschein machen?
Suche Dir mal unter
http://www.gtuem.org/divedocs.htm einen Arzt in Deiner Nähe und laß
Dir einen Termin geben. Und wenn der unsicher ist, gib ihm die
Telefonnummer von Deinem behandelndem Arzt, dann sollen die das
bekakeln.
Interessant ist die Frage der Taucherdiurese. Beim Tauchen reguliert
der Körper die Blutfülle im Brustkorb aufgrund der Gewichtslosigkeit
durch erhöhte Harnproduktion. Da das beim Dialysepatienten so nicht
funktioniert, gibt es wenn überhaupt vielleicht eine eingeschränkte
Tauchtauglichkeit "nur in Trockentauchausrüstung".
Liebe Grüße
Astrid
--
Noch Fragen zu dieser Newsgroup?
DIR für User: http://www.oschn.de/drst/info.html
"Astrid Schleicher" <astrid.s...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hdttd$r1i$05$2...@news.t-online.com...
>
> Interessant ist die Frage der Taucherdiurese. Beim Tauchen reguliert
> der Körper die Blutfülle im Brustkorb aufgrund der Gewichtslosigkeit
> durch erhöhte Harnproduktion. Da das beim Dialysepatienten so nicht
> funktioniert, gibt es wenn überhaupt vielleicht eine eingeschränkte
> Tauchtauglichkeit "nur in Trockentauchausrüstung".
Die "Taucherdiurese" resultiert daraus, das wir den Blutdrucksensoren im
Körper unter Wasser einen Streich spielen: Die Sensoren erhalten plötzlich
auch von aussen Druck. Sie melden deshalb einen zu hohen Blutdruck und
senken den, indem sie uns über bestimmte Regelkreise pinkeln lassen. Die
relative Blutverteilung im Körper wird durch "Zusammenziehen" bzw.
"Weiterstellen" der relevanten Blutgefäße reguliert, dem sind aber Grenzen
gesetzt. Und: Auf den Körper wirkt unter Wasser doch die gleiche Schwerkraft
wie drüber. Die Situation ähnelt also der, wenn Du im Bett auf dem Bauch
liegst. Ich verspüre in der Lage keinen besonderen Harndrang :-)
Habe lange nachgedacht, ob daß mit der Schwerkraft so ist. Man fühlt sich
zwar schwerelos, aber da ein See keine brauchbare "Antigravitationsmaschine"
muß man ja irgendwie genausoviel wiegen. Auch wenn der See aussen rum ist.
Der oben beschriebene Mechanismus gilt natürlich auch für Trockis, in denen
die Druckverhältnisse ja die gleichen sind. Nur, daß der Druck von Luft, und
nicht vom Wasser ausgeübt wird. Macht aber keinen Unterschied.
Viele Grüße,
Frank
Das würde dann ja auch für Berufstaucher in Kammern und Caissonarbeiter
gelten. Ist da aber m.W. nicht bekannt.
Gruß
Matthias
Frank schrieb:
"Matthias Voss" <mat....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B3AEA0F...@t-online.de...
> Hallo Frank,
> Wie jetzt, du redest doch von den Füllungsgradgssensoren in den
> Vorhöfen. Die sind druckabhängig ? Oder dehnungsabhängig..? Absolutdruck
> oder Relativdruck ?
> Wenn absolut, also je tiefer , desto pinkel ???
Ich meinte die Drucksensoren am Carotis-Sinus (am Hals). Das Gewebe darüber
ist dünn, so daß die Sensoren auch von aussen komprimiert werden können. Bei
Kindern (Erwachsene geben's nicht zu) passiert deshalb Folgendes: Sie
steigen ins Wasser bis zu den Schultern. Keine besonderen Vorkommnisse.
Gehen sie weiter, bis der Hals eintaucht, pinkeln sie.
Absolutdruck oder Relativdruck? Schwer zu sagen. Der Absolutdruck müsste ja
von innen wie von aussen gleichermaßen wirken, sich also aufheben.
Andererseits scheint es sich bei meinem hochwissenschaftlichen Beispiel oben
um den absolutdruck zu handeln.
Bin da etwas überfordert. Mache mich schlau und melde mich wieder!
Ach ja: Der Druck wird über Dehnungsrezeptoren gemessen, wie meines Wissens
überall im Körper.
Viele Grüße,
Frank
Dennis Reinhardt wrote:
> Hallöchen, ich hab schonmal vor ein paar Monaten iese Frage gestellt aber
> hatte da bisher nich viel Erfolg, also kann ich, so als Dialysepatient,
> irgentwie nen Tauchschein machen?
Hallo,
nach den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin sieht
es leider schlecht aus,
gekürztes Zitat aus :
http://www.gtuem.org/guidelines.htm#3.3.7
3.3.7. Urogenitalsystem
Relative Kontraindikationen:
Zustand nach Nierentransplantation
Absolute Kontraindikationen:
Dialysepatienten
Wenn ich an die offenen Wunden an dem Anschluss zur Dialysesystem denke und
an den sehr problematischen Wasserhaushalt kann ich diese Kontraindikation
schon verstehen.
Tut mir leid, aber ich fürchte da wird auch Dr. van Laak nichts anderes
sagen, der ist auch Präsident der GTÜM.
Bye
habe heute mal einige Ärzte von unserer Station interviewed. Vorab: Wir
haben eine Dialysestation bei uns im Haus und fahren auch auf unserer
Station Dialysen und CVVH. Unsere Docs wissen also einigermassen bescheid.
Ergebnis:
1. So pauschal und aus der Ferne kann man das garnicht beurteilen
2. Die Dialysepflicht selbst ist wahrscheinlich kein Hinderungsgrund
3. Die Grunderkrankung, die Dich dialysepflichtig gemacht hat, kann durchaus
ein Hinderungsgrund sein
Keiner konnte irgendwelche absoluten Kontraindikationen erkennen. Die
Gewebesättigung, nehmen sie an, ändert sich nicht. Die Bläschenbildung
vermutlich auch nicht.
Du siehst, die Frage ist offenbar nicht leicht zu beantworten. Ich habe
heute nicht die zuständige Dialyseärztin getroffen, werde sie aber bei
Gelegenheit auch noch mal fragen.
Du solltest aber nicht vergessen: Das sind alles keine Tauchärzte. Immerhin:
Der eine hat mit mir gemeinsam den OWD gemacht und sich aus Hobby sehr viel
damit beschäftigt.
Du wirst ja sicher auch schon in Deinem Dialysezentrum gefragt haben.
Schreib doch mal, was die dazu sagen. Würde mich interessieren.
Wenn ich mehr erfahre, erfährst Du es auch
Viele Grüße, Frank
> Keiner konnte irgendwelche absoluten Kontraindikationen erkennen. Die
> Gewebesättigung, nehmen sie an, ändert sich nicht. Die Bläschenbildung
> vermutlich auch nicht.
Hallo,
die Taucherärzte der GTÜM sehen das ja anders, wie ich schon schrieb, da ist
eine
absolute Kontraindikation bei Dialysepatienten gegeben.
Nachdem ja Taucher unbedingt reichlich trinken sollen um ja nicht dehydriert zu
tauchen
sehe ich schon Probleme bei einem Dialysepatineten, der muss doch seine
Flüssigkeitsaufnahme
genau auf die Dialyse abstimmen.
Solange ein Facharzt für Dialyse ja und ein Taucherarzt nein sagt bleibt nur
eine Konsequenz: nicht
tauchen, auch wenn es schwer fällt.
Bye
Matthias Voss wrote:
> Hallo Frank,
> Wie jetzt, du redest doch von den Füllungsgradgssensoren in den
> Vorhöfen. Die sind druckabhängig ? Oder dehnungsabhängig..? Absolutdruck
> oder Relativdruck ?
> Wenn absolut, also je tiefer , desto pinkel ???
Hallo,
wenn ich mir technische Absolut- und Relativdrucksensoren so anschaue habe
ich
arge Schwierigkeiten mir einen biologischen Absolutdruckrezeptor
vorzustellen.
Eine Vakuumkammer als Bezugspunkt ist biologisch nicht möglich, aber auch
ein
starrer Hohlraum mit konstantem Innendruck nicht.
Ein Dehnungsrezeptor in der Wand eines Blutgefässes kann doch nur auf die
Differenz
zwischen Innen- und Aussendruck reagieren, auf den Relativdruck also.
Bye
Andererseits wurde mal bei einem Greenpeacetraining darauf hingewiesen,
daß findige Bereitschaftspolizisten , um eingehakte Blockierer zu
ärgern, iregndeinen Reflexpunkt an der Halswirbelsäule quetschen, mit
den beabsichtigten Folgen..
..
..
Gruß
Matthias
Uwe Hercksen schrieb:
Der Vollständigkeit halber und für alle:
Dennis hat hier auch hier eine meiner Meinung nach sehr kompetente Antwort
bekommen:
http://tsvnrw.vdst.de/cgi-shl/forum/YaBB.pl?board=medizin&action=display&num
=993680445
(in einer Zeile).
Viele Grüße,
Martin
"Uwe Hercksen" <herc...@mew.uni-erlangen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B3C6DCC...@mew.uni-erlangen.de...
>
> Hallo,
>
> die Taucherärzte der GTÜM sehen das ja anders, wie ich schon schrieb, da
ist
> eine
> absolute Kontraindikation bei Dialysepatienten gegeben.
>
Ja klar, habe ich gelesen. Aber eine sinnvolle Erklärung fehlte mir
irgendwie. (Später in diesem Thread habe ich sie aber gefunden)
> Nachdem ja Taucher unbedingt reichlich trinken sollen um ja nicht
dehydriert zu
> tauchen
> sehe ich schon Probleme bei einem Dialysepatineten, der muss doch seine
> Flüssigkeitsaufnahme
> genau auf die Dialyse abstimmen.
>
Na ja, Dehydration ist ja nicht gerade eine Hauptsorge der Dialysepatienten
;-)
> Solange ein Facharzt für Dialyse ja und ein Taucherarzt nein sagt bleibt
nur
> eine Konsequenz: nicht
> tauchen, auch wenn es schwer fällt.
>
Ist wahrscheinlich sicherer, ich habe mich (hoffe ich) ja auch entsprechend
vorsichtig geäussert. Es gilt aber in der Medizin immer, sich so viele
Meinungen wie möglich einzuholen. Bei den späteren Antworten hier kommen ja
auch völlig neue Aspekte rein, auf die die Docs meiner Station nicht
gekommen sind. Jeder Denkanstoß ist hilfreich!
Viele Grüße,
Frank
> Bye
>
>
"Matthias Voss" <mat....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B3C7302...@t-online.de...
> Bekannt ist der Einfluß des carotissinus- Knotens auf den Blutdruck,
> klar, daher ja auch die Vorsicht bei zu engen Halsmanschetten und
> Kopfhauben am Hals, die Blutdruckregulierung kann im Eimer sein, aber
> davon muss man nicht pinkeln.
Klingt nicht übel! Leider kann ich trotzdem nur Lehrbuchmeinungen
zitieren.....(peinlich!)
> Ein Notfallmediziner trug mal vor, das Ärzte bei akuten
> Hochdruckpatienten mal den Carotispuls etwas energisch auf beiden Seiten
> fühlen, um gleichzeitig einen reflektorischen Blutdruckabfall
> hinzubekommen, aber daß die Patienten davon in die Hose machen ???
Den Patienten gehen wir eigentlich nur an den Hals, wenn die Herzfrequenz zu
hoch ist. Ich werde morgen mal heimlich einen drücken und Urinausscheidung
und Blutdruck beobachten :-)
Viele Grüße,
Frank
> Sie war so kompetent, dass er arme Dennis vermutlich kein Wort
> verstanden hat. Ein Tauchanfänger bzw. Nichttaucher dürfte mit
> Abkürzungen wie "DCS" oder Begriffen wie "Shunt" nicht viel anfangen
> können. (Jm2p)
>
Du unterschätzt den Wissensdurst chronisch Kranker. Gerade Dialysepatienten
wissen meist ausgezeichnet bescheid. Jedenfalls ausgezeichneter als ich.
Übrigens: Shunt ist ein Begriff, der eigentlich _nur_ mit Dialyse zu tun
hat, nicht mit Tauchen. Das ist eine Verbindung zwischen einer Arterie und
einer Vene. So kriegt man beim Punktieren den erforderlichen hohen
Blut-Fluß.
Viele Grüße,
Frank
Frank Dudek schrieb:
> Übrigens: Shunt ist ein Begriff, der eigentlich _nur_ mit Dialyse zu tun
> hat, nicht mit Tauchen. Das ist eine Verbindung zwischen einer Arterie und
> einer Vene. So kriegt man beim Punktieren den erforderlichen hohen
> Blut-Fluß.
von Dialyse habe ich kaum Ahnung und auch in diesem Zusammenhang noch
nie etwas von Shunts gehört - was ein Rechts-Links-Shunt ist und was
der mit dem Tauchen zu tun hat könnte ich aber einigermaßen(-;
erklären...
Viele Grüße
Stefan
meine Antwort war missverständlich, stimmt.
Aus dem Zusammenhang war klar, um welchen Shunt es sich handelt. Es gibt
natürlich noch haufenweise andere, die meisten sind eher unangenehm, ...und
einige haben auch mit Tauchen zu tun.
Viele Grüße,
Frank
Frank Dudek schrieb:
leicht hat man's hier wirklich nicht. Da meint man, kluge Kommentare zu
schreiben, und mit jedem Nachhaken bröckelt das Bild mehr und mehr :-)
Dachte, ich wäre wenigstens in med. Fragen -) .-) -)
Einäugiger unter Blinden, wenn ich schon vom Tauchen nichts verstehe.
Aber was soll's! Mein Examen habe ich, und im Dienstalltag schummel ich mich
so durch.
Viele Grüße,
Frank!
"Dietmar Strey" <nur_fu...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hj487$a61$1...@news.online.de...
> Und Du nimmst es mit Humor. :-)
> Hier ein paar Spickzettel zum besseren Durchmogeln im Dienstalltag:
> http://www.medizin-netz.de/sportmedizin/Foramen.htm
> http://www.medicdive.de/htm/wissen/tauchmedizin/foramen-ovale.PDF
Sehr führsorglich, danke. Aber: Du ruinierst nur endgültig meinen Ruf. ;-)
Es war doch nur ein SCHERZ. Habe auch schon live gesehen, wie so ein Foramen
Ovale verschlossen wird. Gibt elegante Lösungen.
Werde mir die Seiten trotzdem mal anschauen, man lernt ja nie aus.
Trotzdem nochmals Danke,
Viele Grüße,
Frank (mit gehisster Ironieflagge)
>> Interessant ist die Frage der Taucherdiurese. Beim Tauchen reguliert
>> der Körper die Blutfülle im Brustkorb aufgrund der Gewichtslosigkeit
>> durch erhöhte Harnproduktion. Da das beim Dialysepatienten so nicht
>> funktioniert, gibt es wenn überhaupt vielleicht eine eingeschränkte
>> Tauchtauglichkeit "nur in Trockentauchausrüstung".
>
>Die "Taucherdiurese" resultiert daraus, das wir den Blutdrucksensoren im
>Körper unter Wasser einen Streich spielen: Die Sensoren erhalten plötzlich
>auch von aussen Druck.
Nein. Sie erhalten von innen plötzlich Druck. Durch eine vermehrte
lokale Blutfülle.
[...]
>Habe lange nachgedacht, ob daß mit der Schwerkraft so ist. Man fühlt sich
>zwar schwerelos, aber da ein See keine brauchbare "Antigravitationsmaschine"
>muß man ja irgendwie genausoviel wiegen. Auch wenn der See aussen rum ist.
Das Gewicht nimmt ab (Archimedes soll auf sein Prinzip gekommen sein,
weil ihm beim Baden die Beine aufschwammen), der Drang zur Erdmitte
bleibt: Gewichts- aber keine Schwerlosigkeit.
>Der oben beschriebene Mechanismus gilt natürlich auch für Trockis, in denen
>die Druckverhältnisse ja die gleichen sind. Nur, daß der Druck von Luft, und
>nicht vom Wasser ausgeübt wird. Macht aber keinen Unterschied.
Nein. Die Druckverhältnisse sind nicht die gleichen. Der engsitzende
Neoprenanzug ist quasi ein Ganzkörperstützstrumpf. Die Venen werden
komprimiert und das Blut nach innen gedrückt. Der Trocki sitzt i.A.
weiter.
Der anfängliche Kältereiz mit reaktiver Vasokonstriktion entfällt.
Und die Blutfülle im rechten Vorhof ist bei überwiegender Position mit
den Füssen leicht nach unten geringer als bei der typischen
Naßtaucherhaltung mit dem Kopf leicht nach unten.
Kurz: Es pullern nicht nur weniger Trockentaucher als Naßtaucher in
den Anzug, weil es ekliger ist, sondern weil auch die Taucherdiurese
weniger ausgeprägt ist.
vgl. http://members.aol.com/go2dive/tauchen/urin.htm
"Astrid Schleicher" <astrid.s...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hlve1$34b$00$1...@news.t-online.com...
> Frank schrieb:
> >Die "Taucherdiurese" resultiert daraus, das wir den Blutdrucksensoren im
> >Körper unter Wasser einen Streich spielen: Die Sensoren erhalten
plötzlich
> >auch von aussen Druck.
>
> Nein. Sie erhalten von innen plötzlich Druck. Durch eine vermehrte
> lokale Blutfülle.
>
Woher soll denn die "lokale Blutfülle" kommen? Weiter unten schreibst -
sicher richtig - daß durch den engen Nasstauchanzug die Venen komprimiert
werden. Interessanter Aspekt, bin ich nicht drauf gekommen, um ehrlich zu
sein. Aber: Das der Druck sich praktisch durch Venen (die eigentlichen
Kapazitätsgefässe), rechtes Herz, Lunge, linkes Herz bis zum Hals fortsetzt
halte ich für sehr unwahrscheinlich. Genauer: Für ausgeschlossen. Und von
einer "lokalen Blutfülle" kann man an der Halsschlagader bestimmt auch nicht
reden. Aber, wie oben eingeräumt, wird der venöse Rückstrom erhöht, und
dadurch mag sich auch der Füllungszustand in den Arterien systemisch (nicht
lokal!) erhöhen. Das ist sehr wahrscheinlich. Nein, eigentlich ganz sicher!
>
> Das Gewicht nimmt ab (Archimedes soll auf sein Prinzip gekommen sein,
> weil ihm beim Baden die Beine aufschwammen), der Drang zur Erdmitte
> bleibt: Gewichts- aber keine Schwerlosigkeit.
>
Ja, ich entsinne mich....
Der Unterschied zwischen Gewicht und Masse...
> >Der oben beschriebene Mechanismus gilt natürlich auch für Trockis, in
denen
> >die Druckverhältnisse ja die gleichen sind. Nur, daß der Druck von Luft,
und
> >nicht vom Wasser ausgeübt wird. Macht aber keinen Unterschied.
>
> Nein. Die Druckverhältnisse sind nicht die gleichen. Der engsitzende
> Neoprenanzug ist quasi ein Ganzkörperstützstrumpf. Die Venen werden
> komprimiert und das Blut nach innen gedrückt. Der Trocki sitzt i.A.
> weiter.
>
> Der anfängliche Kältereiz mit reaktiver Vasokonstriktion entfällt.
>
Stimmt, bin noch nie trocken getaucht, deshalb habe ich den Unterschied noch
nie am eigenen Leibe gespürt. Bin davon ausgegangen, das in beiden Fällen
eben der Wasserdruck vorliegt, der aber beim Trocki durch Luft ausgeübt
wird.
> Und die Blutfülle im rechten Vorhof ist bei überwiegender Position mit
> den Füssen leicht nach unten geringer als bei der typischen
> Naßtaucherhaltung mit dem Kopf leicht nach unten.
Klar, betrifft aber wiederum nur das venöse System (s.o.)
>
> Kurz: Es pullern nicht nur weniger Trockentaucher als Naßtaucher in
> den Anzug, weil es ekliger ist, sondern weil auch die Taucherdiurese
> weniger ausgeprägt ist.
>
(s.o) Also ich würde es mir im Trocki sicher ganz verkneifen :-)
> vgl. http://members.aol.com/go2dive/tauchen/urin.htm
Mach ich. Später. (müde!)
Viele Grüße,
Frank
>Woher soll denn die "lokale Blutfülle" kommen?
[...]
> Aber, wie oben eingeräumt, wird der venöse Rückstrom erhöht, und
>dadurch mag sich auch der Füllungszustand in den Arterien systemisch (nicht
>lokal!) erhöhen. Das ist sehr wahrscheinlich. Nein, eigentlich ganz sicher!
War schon spät. Natürlich erhöht sich der Druck systemisch. Mit lokal
meinte ich: Wenn man sich den Ausschnitt um den Sensor anguckt, dann
ist das da so.
Es soll ja Teckies geben, die, würde bei ihnen ein PFO festgestellt,
eine Verschlußoperation ernsthaft in Betracht ziehen würden.
Viele Grüße
Matthias
"Matthias Voss" <mat....@t-online.de> schrieb
> interessant, hast du zufällig auch Zugang zu Angaben über die Häufigkeit
> postoperativer Komplikationen ?
Zahlen habe ich nicht vorliegen, angeblich sind die Komplikationsraten aber
sehr gering. Ich habe vor etwa 3 Monaten während einer Fortbildung in der
Charité gesehen, wie ein PFO verschlossen wurde, indem zwei
"Maschendraht-Deckel", die man vor dem Einführen über einen Katheter setzt
und flach legt, angelegt wurden. Echte Langzeiterfahrungen dürften noch
fehlen, aber das Verfahren ist minimal invasiv und wirklich sehr elegant.
Und vermutlich wesentlich billiger als eine OP. Die Drahtgeflechte werden
normal überwachsen und verbleiben dann, wo sie sind.
Viele Grüße,
Frank