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Tauchen und Sodbrennen

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Jens Handelmann

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
Hi NG !

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Tauchen und Sodbrennen ? Ist es
sinnvoll bereits vor dem Tauchgang entsprechende Mittel zu nehmen ?

Greetings
Jens


--


************************************************************
Whether 'tis nobler in mind to suffer
the slings and arrows of outrageous fortune,
or, by taking arms, fighting against a sea of troubles...

Hamlet, William Shakespeare
************************************************************

Uwe Hercksen

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
On Thu, 15 Apr 1999 13:25:13 +0200, Jens Handelmann
<Jens.Ha...@ruhr-uni-bochum.de> wrote:

>Hi NG !
>
>Hat jemand von euch Erfahrungen mit Tauchen und Sodbrennen ? Ist es
>sinnvoll bereits vor dem Tauchgang entsprechende Mittel zu nehmen ?
>

Hi Jens,

ich habe damit keine Erfahrungen machen müssen.

Im Ehm "Tauchen noch sicherer" steht dazu der Rat vor dem Tauchen ein
säurebindendes Mittel einzunehmen.

Also kauf Dir den Ehm und lies dort nach oder geh zu einem
Tauchmediziner oder Tauchapotheker deines Vertrauens und befrage ihn
zu Risiken und Nebenwirkungen ;-))

Bis dann,

Uwe
--
Uwe Hercksen
Elektronikwerkstatt
Universität Erlangen-Nürnberg
Cauerstr. 5
D91058 Erlangen

Carsten Grosch

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
Jens Handelmann schrieb:

>
> Hi NG !
>
> Hat jemand von euch Erfahrungen mit Tauchen und Sodbrennen ? Ist es
> sinnvoll bereits vor dem Tauchgang entsprechende Mittel zu nehmen ?
>
> Greetings
> Jens

Mein Tauchpartner nimmt immer "Maloxan" vor dem TG, bis jetzt
ohne Nebenwirkungen.

Gruss

Carsten


Jürgen Bruns

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
Hi Uwe!

> Im Ehm "Tauchen noch sicherer" steht dazu der Rat vor dem Tauchen ein
> säurebindendes Mittel einzunehmen.

Mit Bullrichsalz macht man auf alle Fälle nichts verkehrt.

Ciao

Jürgen
--
Dipl.-Ing. Jürgen Bruns ISAF TU Clausthal
Tel.: +049-5323-72 21 52 Fax: +049-5323-72 31 98
Hiermit widerspreche ich der Nutzung oder Übermittlung meiner
Daten für Werbezwecke oder für die Markt- oder Meinungsforschung
gemäß Par. 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz.

Uwe Hercksen

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
On Thu, 15 Apr 1999 16:13:42 +0200, =?iso-8859-1?Q?J=FCrgen?= Bruns
<br...@isaf.tu-clausthal.de> wrote:

>Mit Bullrichsalz macht man auf alle Fälle nichts verkehrt.
>

Hallo,

na ob das so auf dem Beipackzettel vom Bullrichsalz steht halte ich
doch für fraglich.

Ich erinnere mich dunkel vor etlicher Zeit mal ein schönes Beispiel zu
Wechselwirkungen von Medikamenten gehört zu haben. Das war glaub ich
so: Nimmt man ein bestimmtes Mittel gegen Sodbrennen und ein anderes
gegen Verstopfung zusammen ein, so reagieren diese miteinander, das
Ergebnis ist ein bekanntes Rattengift. Die Namen der beiden Mittel und
des Rattengifts fallen mir jetzt bloss beim besten Willen nicht mehr
ein.

Anton Dischner

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
Hi Jens,

habe gute Erfahrungen mit Solugastril gemacht.
Ich nehme sie vor dem Tauchgang.
Wie auch sonst, unter Wasser?
Nach dem Tauchgang bin ich nicht mehr in horizontaler Lage ->
kein Problem.
Wer keine Tabletten mag sollte mal einen Schluck Kondensmilch in
betracht ziehen.

Schoene Gruesse,

Toni

Jürgen Bruns

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
Hi Uwe!

> na ob das so auf dem Beipackzettel vom Bullrichsalz steht halte ich
> doch für fraglich.

Ich nicht, das ist reines (hau mich nicht tot, wenns nich genau stimmt,
ich habe die Packung gerade nicht da) Hatriumhydrogencarbonat (oder eben
so ähnlich, ich gucke nach, wenn die packung in Reichweite ist) und
genau das ist (wenn auch in geringerer Menge) in bestimmten
Mineralwässerchen.
Ich halte Bullrichsalz für sehr harmlos, ähnlich wie Kondensmilch.
Bei den diversen anderen Magenmittelchen hätte ich da schon eher
Probleme.



> Ich erinnere mich dunkel vor etlicher Zeit mal ein schönes Beispiel zu
> Wechselwirkungen von Medikamenten gehört zu haben. Das war glaub ich
> so: Nimmt man ein bestimmtes Mittel gegen Sodbrennen und ein anderes
> gegen Verstopfung zusammen ein, so reagieren diese miteinander, das
> Ergebnis ist ein bekanntes Rattengift. Die Namen der beiden Mittel und
> des Rattengifts fallen mir jetzt bloss beim besten Willen nicht mehr
> ein.

Geht auch umgekehrt:
Chlor ist das erste eingesetzte Giftgas und Natrium ist auch nicht
gerade
zum Verzehr geeignet, allerdings streut man sich beides aufs
Frühstücksei.
Als Kochsalz nämlich.

Das gerade Bullrichsalz mit irgendwelchen anderen Mittelchen zu
toxischen
Reaktionen führen soll glaube ich erst, wenn sich dazu ein (Gerichts-)
Mediziner ge"außert hat. ;-)

Matthias Frey

unread,
Apr 15, 1999, 3:00:00 AM4/15/99
to
Jens Handelmann <Jens.Ha...@ruhr-uni-bochum.de> schrieb:

:]Hat jemand von euch Erfahrungen mit Tauchen und Sodbrennen ? Ist es


:]sinnvoll bereits vor dem Tauchgang entsprechende Mittel zu nehmen ?

Hai jens,
Wie heißt's doch in der Werbung: "Rennie räumt den Magen auf". :)))

Ich habe festgestellt, daß ich nur dann Sodbrennen (beim Tauchen)
bekomme, wenn zwischen Essen und Tauchen eine zu kurze Zeit ist.

Ich bin kein Arzt (und verstehe auch sonst wenig von dieser
Materie), aber ich denke es könnte hilfreich sein, zu
rekapitulieren, unter welchen Bedingungen das Sodbrennen bei Dir
auftrit.

Wie? Immer? - na, dann war der Tip wohl nix... :)))

Liebe Grüße

Matthias


Snake

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
Hallöchen,
was ist mit der Ernärung? Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich nach einer
Tonno-Pitzza mit vielen Zwiebeln, bei'm Tauchen Sodbrennen bekahm.. Was ist
einfacher, als die Pizza erst nach dem TG zu essen?
Viele Grüße
Achim
PS Werbung für Fa. Bullrich! Mann hätte auch Natron schreiben können!! ;-)

Jürgen Bruns schrieb in Nachricht
<3715F416...@isaf.tu-clausthal.de>...


>Hi Uwe!
>
>> Im Ehm "Tauchen noch sicherer" steht dazu der Rat vor dem Tauchen ein
>> säurebindendes Mittel einzunehmen.
>

>Mit Bullrichsalz macht man auf alle Fälle nichts verkehrt.
>

H. Jaschhof

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
> Hat jemand von euch Erfahrungen mit Tauchen und Sodbrennen ? Ist es
> sinnvoll bereits vor dem Tauchgang entsprechende Mittel zu nehmen ?

Hallo Jens,

mit Magenproblemen habe ich bisher zwei Erfahrungen gemacht
(glücklicherweise nur eine selbst):
1. Einem Mittaucher wurde ob der Bootsfahrt zum Spot übel. Er fühlte
sich oben noch ganz gut, hat sich aber sein Mittagessen auf etwa 20 m
nochmal durch den Kopf gehen lassen - durch den Regulator :-)
Ergebnis war eine _große_ Menge an Fischen, die ganz wild auf seine
Fütterung waren. Die Schau.
2. Ich habe mal sehr unvorsichtigerweise direkt vor einem TG mal ein
Stück Durian (kennt die jemand hier?) gegessen. Ich hätts besser bleiben
lassen sollen. Das Ding hat mir den ganzen Tag Pfötchen gegeben. Besser
wurd's erst, nachdem ich einen kräftigen Schluck Salzwasser genommen
habe. Da hat's mich zwar auch gehoben, aber die Durian war weg.

Ansonsten würd ich's auch mal mit den schon zitierten Mittelchen
probieren - Maaloxan (zwei a?) enthält m.W. eh nur Lauge, die die
sodbrennenverursachende Magensäure neutralisiert. Nimm aber nicht zuviel
davon, sonst merkt's der Magen und produziert noch mehr Säure...

Sers,

Harry

S. Halit Omay

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
Hi Toni

kondensmilch? Soweit ich mich erinnere ist in milch freie aminosäuren
und diese regen die Magensäureabgabe. Also No Milk Today

halit

Anton Dischner schrieb:

Uwe Hercksen

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
On Thu, 15 Apr 1999 17:39:52 +0200, =?iso-8859-1?Q?J=FCrgen?= Bruns
<br...@isaf.tu-clausthal.de> wrote:

>Ich nicht, das ist reines (hau mich nicht tot, wenns nich genau stimmt,
>ich habe die Packung gerade nicht da) Hatriumhydrogencarbonat (oder eben
>so ähnlich, ich gucke nach, wenn die packung in Reichweite ist) und
>genau das ist (wenn auch in geringerer Menge) in bestimmten
>Mineralwässerchen.
>Ich halte Bullrichsalz für sehr harmlos, ähnlich wie Kondensmilch.
>Bei den diversen anderen Magenmittelchen hätte ich da schon eher
>Probleme.
>

Hallo,

dann schau doch mal nach ob da wirklich Natriumhydrogencarbonat als
Hauptbestandteil drin ist.

Im Buch "Bittere Pillen" Nutzen und Risiken der Arzneimittel, Ein
kritischer Ratgeber, Kurt Langbein/Hans-Peter Martin/Peter
Sichrovsky/Hans Weiss, Verlag Kiepenheuer & Witsch steht im Kapitel
über Mittel gegen Magen-Darm Störungen:

Natriumhydrogencarbonat
Wichtigste Nebenwirkungen : Magendurchbruch
Empfehlung : Abzuraten
Natriumhydrogencarbonat sollte wegen seiner möglichen Nebenwirkungen
nicht mehr angewendet werden.
Wenn öfter als einmal täglich ein Antazidum eingenommen wird, kann die
Natriummenge im Körper für Patienten mit hohem Blutdruck, Herz und
Nierenstörungen, Leberschrumpfungen oder jene, die eine salzarme Diät
einhalten müssen, gefährlich werden.

Ende des Zitats

Natürlich sollten Taucher keinen hohen Blutdruck, Herz und
Nierenstörungen, Leberschrumpfungen haben.

Aber kann man Natriumhydrogencarbonat wirklich für "sehr harmlos"
halten?

Matthias Frey

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
herc...@mew.uni-erlangen.de (Uwe Hercksen) schrieb:

:]Aber kann man Natriumhydrogencarbonat wirklich für "sehr harmlos"
:]halten?

Hai Uwe,
was ist schon harmlos?

Für Bluthochdruckler ist auch Kochsalz nicht harmlos!

Wie wußten schon die Alchimisten: "Die Dosis macht das Gift".

In geringen Mengen genossen ist auch Arsen hilfreich. Gibt ein
seidiges Fell... :)))

In jedem Fall gibt es in Bad Dürkheim (Pfalz) eine *Heilquelle*
(die Maxquelle) und die enthält 13mg/l Arsen...

Liebe Grüße
Matthias


Uwe Hercksen

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
On Fri, 16 Apr 1999 13:55:43 GMT, Matt...@t-online.de (Matthias
Frey) wrote:

>Wie wußten schon die Alchimisten: "Die Dosis macht das Gift".
>

Hallo,

das gilt ja auch für den lebensnotwendigen Sauerstoff.

In dem Buch "Bittere Pillen" wird auch die Arzneimmitelkommission der
deutschen Ärzteschaft über Enzympräparate bei Magen-Darmstörungen
zitiert:

"Sie seien nahezu ideale Placebos - wirken nicht, werden nicht
resorbiert und haben keine Nebenwirkungen. Sie haben nur einen
Nachteil der sie vom idealen Placebo trennt: ...sie sind zu teuer"

"Bei einem der genannten Säurehemmer sollte man laut Hersteller 10-20
g nach jeder Mahlzeit einnehmen; nach Berechnung der deutschen
Arzneimmitelkommission wären jedoch 324,6 Gramm notwendig, um eine
therapeutische Wirksamkeit zu erzielen."

Mit einer wirkungslosen Unterdosierung liegt man natürlich mehr auf
der sicheren Seite. ;-))

Bis dann,

Uwe

Gerhard Strobel

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
On Fri, 16 Apr 1999 13:55:43 GMT, Matt...@t-online.de (Matthias
Frey) wrote:

[...]


>In geringen Mengen genossen ist auch Arsen hilfreich. Gibt ein
>seidiges Fell... :)))
>
>In jedem Fall gibt es in Bad Dürkheim (Pfalz) eine *Heilquelle*
>(die Maxquelle) und die enthält 13mg/l Arsen...

Hi Matthias,

...und deshalb freut sich deine Frau so ueber dein seidiges Fell??
;-))))

Kennst du "Arsenik und Spitzenhaeubchen" ? .....

;-))))


--
best regards Gerhard
g...@red-sea-diving.com
enjoy a scuba-divetrip liveaboard MS Challenger
http://www.red-sea-diving.com
http://www.dtti.de

Matthias Frey

unread,
Apr 16, 1999, 3:00:00 AM4/16/99
to
g...@red-sea-diving.com (Gerhard Strobel) schrieb:

:]>In geringen Mengen genossen ist auch Arsen hilfreich. Gibt ein
:]>seidiges Fell... :)))
:]
:]Hi Matthias,


:]...und deshalb freut sich deine Frau so ueber dein seidiges Fell??
:];-))))
:]Kennst du "Arsenik und Spitzenhaeubchen" ? .....
:];-))))

Hai Gehrhard,
kenn ich :))))

Daher möchte ich Dir und der Netzgemeinde auch weitere Ausführungen
über Arsenik nicht vorenthalten und zitiere wörtlich aus Hofman
Rüdorff, Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 19. Auflage, 1966:

"... in solcher Verdünnung genossen [gemeint sind die 13mg/l der
Maxquelle] kann Arsenik die Blutbildung im Knochenmark, in der Milz
usw. fördern und so bei Bleichsucht, auch bei allgemeiner
Nervenschwäche für einige Zeit einen Zustand des Wohlbefindens
herbeiführen. Da Arsenik auch in den Hautgeweben ausgeschieden
wird, vermag es dort durch einen besonders gearteten Reiz auf
manche Leiden, auch auf solche von syphilitischer Natur, bessernd
einzuwirken. Pferden gibt man kleine Mengen Arsenik, um das Fell
glänzender zu machen und die Lebhaftigkeit zu erhöhen [!!!]. In
Tirol und Steiermark findet man Leute, die regelmäßig Arsenik zu
sich nehmen, um die Anstrengungen des Bergsteigens besser
überwinden zu können und die Kräfte zum Lastentragen zu erhöhen.
Solche Arsenikesser sehen eine zeitlang gut aus, doch leidet
schließlich ihr allgemeiner Ernährungszustand und sie bekommen
Katarrhe der Luftwege. Meist gehen diese Schädigungen aber nach
Entziehung des Mittels wieder zurück. ...".

Du siehst also: Meine Frau freut sich nicht nur über mein seidiges
Fell, sondern auch über meine Lebhaftigkeit..... :))))

Mir ist diese Passage über Arsen aus Hofmanns Lehrbuch seit meiner
Studienzeit fast wörtlich in Erinnerung geblieben. Überflüssig zu
sagen, daß die Vorlesungen von Prof. Hofmann (er lehrte hier in
Heidelberg) immer zum Brechen überfüllt waren... :))).

Und wenn wir schon beim Thema sind, möchte ich euch auch die
folgende Anleitung von Hofmann ans Herz legen, für den Fall, daß
das ihr mal in die Verlegenheit kommt....

"...akute Arsenvergiftungen ..... führen in Ausnahmefällen schon
nach einigen Stunden, meist aber erst nach einem Tage zum Tode. Oft
sieht die Krankheitserscheinung einem Choleraanfall täuschend
ähnlich. Schon 0,03g Arsenik rufen solche auffälligen Symptome
hervor. Als Gegenmittel dienen zunächst gründliche Magenausspülung
und Wasserzufuhr in den Darm.
Die Giftigkeit des Arseniks war schon im Altertum bekannt und wurde
zu Verbrechen oft mißbraucht. Doch sind die Giftmorde durch Arsenik
seltener geworden, nicht zuletzt , weil die analytische Chemie den
Arsennachweis so verfeinert hat, daß Vergiftungsfälle auch noch
nach Jahren aufgedeckt werden können...".

Wer weitere Anleitungen für kleine Morde sucht, dem kann ich den
Hofmann-Rüdorff (in der alten Fassung) nur empfehlen....

Liebe Grüße
Matthias


Jürgen Bruns

unread,
Apr 19, 1999, 3:00:00 AM4/19/99
to
Hi Uwe!

> dann schau doch mal nach ob da wirklich Natriumhydrogencarbonat als
> Hauptbestandteil drin ist.

(fast) wortwörtlich:
"... einziger medizinisch wirksamer Bestandteil:
Natriumhydrogencarbonat..."



> Natriumhydrogencarbonat
> Wichtigste Nebenwirkungen : Magendurchbruch
> Empfehlung : Abzuraten
> Natriumhydrogencarbonat sollte wegen seiner möglichen Nebenwirkungen
> nicht mehr angewendet werden.
> Wenn öfter als einmal täglich ein Antazidum eingenommen wird, kann die
> Natriummenge im Körper für Patienten mit hohem Blutdruck, Herz und
> Nierenstörungen, Leberschrumpfungen oder jene, die eine salzarme Diät
> einhalten müssen, gefährlich werden.

Welche Dosis? Über welchen Zeitraum?

> Aber kann man Natriumhydrogencarbonat wirklich für "sehr harmlos"
> halten?

Ja, ich tue es (noch?), weil eben Dein Zitat die von mir oben gestellten
Fragen nicht beantwortet.
Ich persönlich halte von solchen "Informationsbüchern", die sich in
solchen Pauschalaussagen ergehen, nichts.
Schließlich wissen wir alle, daß auch Sauerstoff toxisch sein kann!

Uwe Hercksen

unread,
Apr 19, 1999, 3:00:00 AM4/19/99
to
On Mon, 19 Apr 1999 13:35:16 +0200, =?iso-8859-1?Q?J=FCrgen?= Bruns
<br...@isaf.tu-clausthal.de> wrote:

>(fast) wortwörtlich:
>"... einziger medizinisch wirksamer Bestandteil:
>Natriumhydrogencarbonat..."

Schnipp



>Welche Dosis? Über welchen Zeitraum?
>

Hallo Jürgen,

zuerst hast Du ja mal getönt:

>Mit Bullrichsalz macht man auf alle Fälle nichts verkehrt.

Beim Natriumhydrogencarbonat im Bullrichsalz kommt es jetzt doch auf
die Dosis an?

Kann man also doch was verkehrt machen, z.B. zuviel nehmen, oder
zulange?

Mit kopfschüttelnden Grüssen,

Anton Dischner

unread,
Apr 19, 1999, 3:00:00 AM4/19/99
to
Hi Halit,

> kondensmilch? Soweit ich mich erinnere ist in milch freie aminosäuren
> und diese regen die Magensäureabgabe. Also No Milk Today
>

Bei mir funktionierts. :-)

Wenn mann ueber laengere Zeit heftige Beschwerden hat dann sollte man
einen Facharzt aufsuchen.
Der soll dann klaeren ob nicht eine Reflux Oesophagitis vorliegt.
Wenn ja wird i.d.R. ein Protonenpumpenblocker (Agopton oder aehnliche)
verschrieben, der radikal die Saeureproduktion ausschaltet.
Das ist aber verschreibungspflichtig und unklar ob es sich mit dem
Tauchen vertraegt.

Toni,

PS: Bin kein Arzt, nur interessierter Laie.
Fachfragen kann ich aber an Kollegen weiterreichen.

Astrid Schleicher

unread,
Apr 19, 1999, 3:00:00 AM4/19/99
to
Anton Dischner schrieb:

>Wenn mann ueber laengere Zeit heftige Beschwerden hat dann sollte man
>einen Facharzt aufsuchen.
>Der soll dann klaeren ob nicht eine Reflux Oesophagitis vorliegt.
>Wenn ja wird i.d.R. ein Protonenpumpenblocker (Agopton oder aehnliche)
>verschrieben, der radikal die Saeureproduktion ausschaltet.

Oft ist ein Zwerchfellbruch die Ursache für den Reflux. Dann
funktioniert der Verschluß nicht richtig, weil der Magen sich
teilweise durch das Zwerchfell drängelt. Statt sein Sodbrennen
gottgewollt hinzunehmen oder dauernd Mittelchen zu schlucken, kann man
dann mit seinem Arzt diskutieren, ob eine Operation sinnvoll ist.

Liebe Grüße
Astrid
--
Speziell für Ankauf und Verkauf wurde die Unter-Hierarchie
"de.markt.*" eingerichtet, um entsprechende Artikel aus allen
anderen Gruppen fernzuhalten. Bitte respektieren Sie das!
(aus: Netiquette für "de.*")

Jürgen Bruns

unread,
Apr 20, 1999, 3:00:00 AM4/20/99
to
Hi Uwe!

> Kann man also doch was verkehrt machen, z.B. zuviel nehmen, oder
> zulange?

Erwischt!

Ok, machen wir es richtig:

IMHO ist Bullrichsalz eine recht ungefährliche Sache. Man nimmt vor
jedem
TG ein bis zwei Tabletten und gut solls sein.
Ich persönlich bezweifele, daß es dadurch zu Magendurchbrüchen oder
ähnlich schlimmen Auswirkungen kommen kann.

Wer sich natürlich auch im täglichen Leben zu jeder Gelegenheit
Bullrichsalz (o.ä.) reintut, der wird sicher irgendwann Probleme
bekommen.

Da aber in dem von Dir zitierten Buch keinerlei Angaben zu Dosis
und Zeitraum der Einnahme gemacht werden, halte ich die Aussagen,
die dort gemacht werden für eher pseudowissenschaftlich und eher
für wenig hilfreich.

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