habe im Urlaub letztes Jahr meinen OWD bei PADI gemacht. Nun möchte
ich hier in Deutschland Spezialkurse wie z.B. Tieftauchen machen. Kann
ich das auch bei SSI machen oder muss ich dafür erst den PADI-OWD nach
SSI-OWD konvertieren lassen und was würde das dann kosten?
Christian
Eine "Konvertierung" oder "Umschreibung" eines Brevets auf ein Brevet
gleicher Stufe eines anderen Verbandes ist generell weder vorgesehen
noch sinnvoll (denn danach hättest Du zwei gleiche Brevets derselben
Stufe).
Zumindest für den Bereich PADI ist die Voraussetzung zum Erwerb von
Spezialbrevets auch immer als PADI-Brevet oder entsprechendes
Äquivalent definiert. D. h. eine Specialty-Ausbildung, die ein PADI
OWD-Brevet voraussetzt, kann auch mit einem äquivalenten Brevet (SSI
OWD, CMAS *, usw.) durchgeführt werden.
Was das Tieftauchen betrifft, ist die Eingangsvoraussetzung bei PADI
der AOWD.
Ich gehe davon aus, dass dies im Bereich SSI ähnlich geregelt ist.
Bye,
Andreas
Dekungnehmend Manfred
mna...@web.de
www.tsg-bonn-rhein-sieg.de
>Hi Christian
>Du kannst sicher sein, ALLE wollen dein Geld ;o)
>somit kannst du überall alle Kurse und Spezialkurse machen.
>Du solltest dir nur überlegen wofür du dein Geld ausgibst.
>Warum allso zusätzlich eine Tieftauch Kurs wo dies doch
>in andern (......) ich sage nichts :o))) selbst verständlich dazu gehört.
>Solche kurse wie auch Tarieren sollte gleich zu einer guten
>Ausbildung dazu gehören und nicht extra bezahlt werden.
Ach, aber so wie ich das sehe sind bei allen Grundkursen OWD, egal ob
SSI, PADI, CMAS o.ä. nur Tauchgänge bis 18m erlaubt. Erst eine
Weiterbildung erlaubt bis 30 oder 40m. Und wo gibt es das bitte direkt
bei der Grundausbildung. Ich würde nicht als blutiger Anfänger so tief
gehen wollen. Da gehört doch etwas Routine dazu.
Christian
>Hello Christian Schumann <csch...@gmx.de>!
>
>Was das Tieftauchen betrifft, ist die Eingangsvoraussetzung bei PADI
>der AOWD.
>
>Ich gehe davon aus, dass dies im Bereich SSI ähnlich geregelt ist.
>
Bei SSI ist zum Tieftauchen (30m bzw. 40m) Nur ein OWD und 25
Tauchgänge nötig und bei Padi ist doch gerade der AOWD dafür da, bis
30m zu gehen oder meinst du mit Tieftauchen alles >30m?
Dazu kenne ich folgendes von SSI:
Was ist Tieftauchen?
0 - 18 m
Empfohlene Grenze für Sporttaucher ohne Tieftauchausbildung.
18 - 30 m
Tiefe für Taucher mit Tieftauchausbildung und geringer Erfahrung
30 - 40 m
Tiefe für Taucher mit Tieftauchausbildung und Erfahrung auf
Tauchgängen von 18 - 30 m.
Christian
Hallo Christian
Und wieso machst du nicht gleich mit dem PADI AOWD weiter ?
Da wäre doch auch Tieftauchen mit dabei.
Ich weiss kostet mehr und würde länger dauern.
mfg Stefan
On Tue, 30 Jul 2002 17:32:34 +0200, Christian Schumann
<csch...@gmx.de> wrote:
>Bei SSI ist zum Tieftauchen (30m bzw. 40m) Nur ein OWD und 25
>Tauchgänge nötig und bei Padi ist doch gerade der AOWD dafür da, bis
>30m zu gehen oder meinst du mit Tieftauchen alles >30m?
Die empfohlenen Grenzen sind bei PADI ähnlich: OWD 18 m, AOWD 30 m,
Specialty Tieftauchen 40 m, wobei PADI Tieftauchen als Tauchgang >18 m
definiert.
>18 - 30 m
>Tiefe für Taucher mit Tieftauchausbildung und geringer Erfahrung
Und woher kommt dann nach SSI-Definition die Tieftauchausbildung (oder
ist das dort auch an den AOWD gekoppelt)?
Gruß,
Andreas
>
>Und woher kommt dann nach SSI-Definition die Tieftauchausbildung (oder
>ist das dort auch an den AOWD gekoppelt)?
>
SSI hat einzele Spezialities und auch einen AOWD, wo 4 Spezialities
zusammengefasst werden.
Christian
>Hallo Christian
>
>Und wieso machst du nicht gleich mit dem PADI AOWD weiter ?
>Da wäre doch auch Tieftauchen mit dabei.
>Ich weiss kostet mehr und würde länger dauern.
>
>mfg Stefan
>
Dazu ist meine Frage, wie es mit der Akzeptanz der einzelnen
Spezialities ist. Wird das Tieftauchen-Speziality ganz normal gewertet
oder zählt bei Tauchbasen nur OWD, AOWD u.ä. als Grenzmaß?
Christian
>Hallo Christian
>
>Und wieso machst du nicht gleich mit dem PADI AOWD weiter ?
Meine Tauchschule vor Ort macht die Spezialities immer zu bestimmten
Terminen im jahr und als nächstes ist Tieftauchen dran. Und im Urlaub
möchte ich den nicht unbedingt machen, habe dort den OWD gemacht, war
auch sehr zufrieden damit, möchte aber jetzt lieber dort ganz normal
tauchen gehen und nicht wieder lernen. Aber vorher noch Tieftauchen
lernen fände ich angebracht.
Christian
On Tue, 30 Jul 2002 18:05:17 +0200, Christian Schumann
<csch...@gmx.de> wrote:
>>Und woher kommt dann nach SSI-Definition die Tieftauchausbildung (oder
>>ist das dort auch an den AOWD gekoppelt)?
>
>SSI hat einzele Spezialities und auch einen AOWD, wo 4 Spezialities
>zusammengefasst werden.
Ist der AOWD bei SSI vier _komplette_ Specialties? Oder ist es wie bei
PADI jeweils _ein_ Tauchgang aus einem Specialty? Bei PADI besteht der
AOWD aus min. fünf TG, darunter muss ein Tief-TG (>18-30 m) und ein
Navigations-TG sein. Die restlichen drei obliegen der Auswahl des
Tauchschülers und den Möglichkeiten des Instructors.
Gruß,
Andreas
On Tue, 30 Jul 2002 18:07:30 +0200, Christian Schumann
<csch...@gmx.de> wrote:
>Dazu ist meine Frage, wie es mit der Akzeptanz der einzelnen
>Spezialities ist. Wird das Tieftauchen-Speziality ganz normal gewertet
>oder zählt bei Tauchbasen nur OWD, AOWD u.ä. als Grenzmaß?
Also wenn ich mir beispielsweise die Regelungen in Hemmoor ansehe,
bezweifle ich, dass ein OWD mit Tieftauchspecialty weiter kommt als
ohne, da er in allen Fällen (OWD und AOWD ob mit oder ohne
Tieftauch-Specialty) als einem CMAS *-Taucher äquivalent betrachtet
wird und damit die Tiefengrenze bei 25 m liegt.
Was die Basen im Ausland betrifft, so habe ich bisher noch nicht
erlebt, dass das jemand dort interessiert hat (Brevet-Stufe und ggf.
durch die Organisation ausgesprochene Tiefenempfehlung). Und es würde
mich letztlich auch wundern, denn einerseits wollen die Basen den
zahlenden Kunden nicht verlieren und ausserdem sagt das Brevet alleine
wieder mal nicht soviel aus... eine gute Bekannte hat 1993 mit mir
zusammen ihren OWD gemacht und seitdem jeden Urlaub viel (und auch
tief) getaucht. Sie hat nie weitergemacht, ist aber eine sichere und
gute Taucherin. Hier gibt es keinen Grund, eine Begrenzung auf 18 m
oder worauf auch immer auszusprechen, weil die Erfahrung für den
gesamten Nullzeitbereich längst da ist.
Wie schon einige Male hier in der NG gesagt, es kommt auf das Brevet,
die Art und die Zahl der TG und auch der Zeitraum, in dem diese
durchgeführt worden sind, an. Nur damit und ggf. einem Check-Dive kann
man realitische Aussagen über eine Tauchqualifikation treffen.
Gruß,
Andreas
Ähm, ich sehe auf der Homepage meiner Tauchschule nur was von 4
Spezialities und 25 Tauchgängen, dann hat man wohl den AOWD. Aber habe
jetzt dort auch gefunden, dass der Ursprungsverband egal ist.
Christian
>Also wenn ich mir beispielsweise die Regelungen in Hemmoor ansehe,
>bezweifle ich, dass ein OWD mit Tieftauchspecialty weiter kommt als
>ohne, da er in allen Fällen (OWD und AOWD ob mit oder ohne
>Tieftauch-Specialty) als einem CMAS *-Taucher äquivalent betrachtet
>wird und damit die Tiefengrenze bei 25 m liegt.
>
Stimmt, habe ich dort auch schon bemerkt und mich strikt dran
gehalten. Aber was muss man dort von PADI oder SSI sein, um über 25m
zu kommen?
Christian
> Ist der AOWD bei SSI vier _komplette_ Specialties? Oder ist es wie bei
> PADI jeweils _ein_ Tauchgang aus einem Specialty? Bei PADI besteht der
> AOWD aus min. fünf TG, darunter muss ein Tief-TG (>18-30 m) und ein
> Navigations-TG sein. Die restlichen drei obliegen der Auswahl des
> Tauchschülers und den Möglichkeiten des Instructors.
Bei SSI brauchst du nach dem OWD 4 komplette Specialties
und insg. mind. 24 TG :-) , dann kannst du dir das AOWD-Kärtchen
ausstellen lassen. Die Auswahl der Specialties ist allerdings
dir überlassen.
-Sven-
--
Sven Blankenberger
http://www.psych.uni-halle.de/~sven/
On Tue, 30 Jul 2002 18:32:14 +0200, Christian Schumann
<csch...@gmx.de> wrote:
>Stimmt, habe ich dort auch schon bemerkt und mich strikt dran
>gehalten.
Sollte man auch... Hemmoor hat so seine Tücken und aufgrund der
Unfälle, die es dort gegeben hat, werden diese Regeln auch
kontrolliert.... konnte ich am Sonntag live mitverfolgen.
>Aber was muss man dort von PADI oder SSI sein, um über 25m zu kommen?
Rescue-Diver (Äquivalenz CMAS **, dann sind es 40 m max in Hemmoor)
Gruß,
Andreas
On 30 Jul 2002 16:39:59 GMT, Sven Blankenberger
<s.blank...@web.de> wrote:
>Bei SSI brauchst du nach dem OWD 4 komplette Specialties
>und insg. mind. 24 TG :-) , dann kannst du dir das AOWD-Kärtchen
>ausstellen lassen. Die Auswahl der Specialties ist allerdings
>dir überlassen.
Naja, die TG-Anforderung ist ok, aber 4 komplette Specialty-Kurse...
aha.
Gruß,
Andreas
tschööö
Markus !!
Christian Schumann schrieb:
> ... Aber vorher noch Tieftauchen
> lernen fände ich angebracht.
Lieber Christian,
hast du dich schon mal gefragt, was du da eigentlich "lernen" willst und
kannst??? Wie man eine Dekotabelle liest und mit ihr arbeitet, das steht
in jedem Lehrbuch, und was dein Tauchcomputer macht und anzeigt, steht in
seinem Handbuch. Was ein Tiefenrausch ist steht auch in jedem Buch. Und
auf 30 m taucht man nicht anders als auf 18 m.
Mit "Buch" meine ich übrigens nicht die Schnipselwissen-Paperbacks zu den
jeweiligen Kursen. Da steht absichtlich immer nur das zum Kurs drin, denn
sonst könnten sie ja nicht fortlaufend weitere Publikationen verkaufen.
Wenn du über Tauchen etwas lernen willst, kommst du irgendwann an Büchern
wie dem Stibbe oder dem Ehm nicht vorbei.
Was erwartet dein Tauchshop von dir: Euros!
Was kriegst du dafür: Vom Instructor vielleicht ein buntes Hurra-Video
gezeigt, erzählt, was schneller in jedem Buch nachzulesen ist und ein
nettes Plastikkärtchen.
Prüfe selbst, ob das eine vernünftige Preis-Leistungs-Relation ist.
Gruß
Joachim
Christian Schumann schrieb:
Da gehört doch etwas Routine dazu.
Und Routine bekommt man durch Tauchgänge und nicht durch irgendwelche
Specialties!
Ich kenne dein Bankkonto nicht, aber was hindert dich eigentlich daran, in
einen aktiven Tauchverein einzutreten. Da findest du Tauchpartner und in aller
Regel auch Tauchlehrer, die dich weiterbilden.
Das ist wesentich billiger und unterm Strich besser als hier noch ein Special
und da noch ein Brevetchen löhnen.
Gruß
Joachim
>
> Christian
Andreas Klein schrieb:
aha.
Hörst du schon die Tauchschulkasse vor Freude klingeln???
Joachim
>Hörst du schon die Tauchschulkasse vor Freude klingeln???
Nein... und es wäre auch der Sachlichkeit hier dienlich, wenn Du neben
unsachlichen Anwürfen noch etwas anderes zu bieten hättest.
Aber ich habe eher den Eindruck, dass hier mal wieder die typische
"igitt, PADI/SSI, kommerziell" Scheuklappen-Reaktion vorliegt. Daher
solltest Du Dich mal bei Gelegenheit mit dem Begriff Toleranz
beschäftigen.
Und es sei Dir an dieser Stelle gesagt: Ich habe keine Tauchschule,
sondern verdiene mein monatliches Gehalt mit etwas gänzlich anderem.
Achja, nur nebenbei, man muss auch keinem Verein sein Geld geben, um
Tauchen zu können und Taucherfahrung mit anderen zu sammeln.
>
>
>Christian Schumann schrieb:
>
>Da gehört doch etwas Routine dazu.
>
>Und Routine bekommt man durch Tauchgänge und nicht durch irgendwelche
>Specialties!
>
Routine sammel ich schon fleissig. 2x die Woche in unterschiedlichen
Gewässern.
>Ich kenne dein Bankkonto nicht, aber was hindert dich eigentlich daran, in
>einen aktiven Tauchverein einzutreten. Da findest du Tauchpartner und in aller
>Regel auch Tauchlehrer, die dich weiterbilden.
>
Im Verein bin ich natürlich auch.
Ich bin auch der Meinung, dass ein Logbuch mehr sagt als ein Brevet
aber was soll man machen, wenn die Basis doch nur nach dem Brevet geht
und nicht nach der Routine und deinem Können? Ist doch leider so,
oder?
Christian
>
>
>Christian Schumann schrieb:
>
>> ... Aber vorher noch Tieftauchen
>> lernen fände ich angebracht.
>
Gut, falsch ausgedrückt. Gelernt habe ich das sicherlich schon, jeder
2. Tauchgang war in letzter Zeit über den 18m, die ich lt. OWD nur
darf und insgesamt habe ich momentan über 50 TG (in diesem Jahr über
40) . Also können tue ich es aber viele wollen das doch leider auch in
Form einer Plastikkarte sehen oder nicht? Logbuch reicht denen halt
nicht. Was will man dagegen machen?
Christian
Was du bei diesem thread offensichtlich nicht mitbekommen hast: Es geht
um einen AOWD von SSI. Und dafuer brauchst du vier komplette
Specialities. Man kann nicht bei allen PAID-Organisationen so billig 'ne
AOWD-Karte kaufen wie bei PADI :-))
SCNR,
Dirk
wieso redet ihr immer von "so tief tauchen_dürfen_"? Dürfen tust du -
zumindest in AT und in vielen anderen Ländern - so tief du willst, sogar
ohne Brevet. Es wird dich auch kein UW-Polizist aufhalten und dir ein
Strafmandat verpassen, nur weil du als OWD 20 m tief warst.
Diese Limits sind nur Empfehlungen bzw. das Brevet ist eine Bestätigung,
dass du bis zu dieser max. Tiefe (18, 30, 40, wie auch immer) geprüft bist.
Klemens
"Klemens Schatka" <k.sc...@aon.at> schrieb
klar darfst Du, aber sollte Dir etwas passieren was rechtliche Folgen
hat, oder eine Versicherung soll für dich zahlen musst Du oder Deine
Erben erst einmal beweisen od. widerlegen dass Du innerhalb/ausserhalb
Deiner Grenzen getaucht bist.
Diese Grenzen wird man wohl zuerst anhand deines aktuellen Brevets
u. Deiner TG-Erfahrung ziehen.
Mal ganz hart:
Angenommen du besitzt ein PADI-OWD Brevet u. hast einen Unfall
in 30m Tiefe mit tödlichem Ausgang für Dich(Gott behüte), könnte sich
Deine Lebensversicherung (sofern Du eine besitzt) aufgrund grob
fahrlässigen Eigenverhaltens weigern die Todesfallsumme an Deine
Angehörigen auszuzahlen.
Naa, Häuschen schon abbezahlt, Studium für die Kinder gesichert,
Firma schuldenfrei?(((-;
Noch schlimmer allerdings wird es wenn es _nur_ um
Schadenersatzansprüche Anderer geht.
HTH
Hans - Jürgen
--
Schon gehört ? Die Deutsche Telekom und die Deutsche Post AG
fusionieren jetzt wieder. Name des neuen Unternehmens "Kompost".
Christian Schumann schrieb:
Also können tue ich es aber viele wollen das doch leider auch in Form
einer Plastikkarte sehen oder nicht? Logbuch reicht denen halt nicht. Was
will man dagegen machen?
Hallo Christian,
du bist genau auf dem richtigen Weg!
Frage: Warum machst du nicht einfach bei euch im Verein dein CMAS
Silber-Brevet??? Wenn du mal nach Malta oder Camaret willst brauchst du
das zum Tauchen ohnehin fast zwangsläufig.
Und eine Basis, die einen schnell gekauften PADI-AOWD-Schein dem OWD plus
über 50 TG bis 20 Meter in trüben Heimatgewässern vorzieht würde ich eh
meiden, es gibt schließlich fast überall Mitbewerber!
Ein Logbuch sagt kundigen Basisleitern viel mehr als jedes Kärtchen!
Gruß und weiterhin viel Spaß
Joachim
ich toleriere jeden Taucher jedes Verbandes und jeder Firma, wenn er
tauchen kann!
Ich toleriere aber nicht, wenn hier nicht einmal geschrieben werden darf,
dass vieles von der Abzocke-Philosophie gewisser Franchising-Firmen, die
der ladenbesitzende Inhaber zu seinem IDC/IE gelernt hat, mit der Realität
wenig zu tun hat und nur dem wirtschaftlichen Überleben von Tauchschule XY
dient. Ich habe in den letzten Jahren zu viel Sche**** miterlebt, was da
so abgeht mit dem Dollarzeichen auf der Stirn und dem dünnbrettbohrenden
"Fun" im Angebot!
Joachim
TL 2 und seit 12 Jahren Besitzer eines PADI-Divemaster-Kärtchens
On Thu, 01 Aug 2002 14:26:36 +0200, Uwe Stoeckel <u...@zollstocks.de>
wrote:
>>Es wird dich auch kein UW-Polizist aufhalten und dir ein
>>Strafmandat verpassen, nur weil du als OWD 20 m tief warst.
>
>der Polizist wartet z. B. in Hemmoor über Wasser, ansonsten könnte
>sich Deine Versicherung ein wenig quer stellen, wenn es um irgendwie
>mit dem Tauchgang entstehende Ansprüche geht...
Aber nicht aufgrund der Tiefenempfehlungen des Brevets, sondern
aufgrund er für diesen See geltenden, speziellen Regeln. Und die
unterscheiden sich zudem von den Empfehlungen der Verbände.
Gruß,
Andreas
On Thu, 01 Aug 2002 21:12:51 +0200, Uwe Stoeckel <u...@zollstocks.de>
wrote:
>>Aber nicht aufgrund der Tiefenempfehlungen des Brevets, sondern
>>aufgrund er für diesen See geltenden, speziellen Regeln. Und die
>>unterscheiden sich zudem von den Empfehlungen der Verbände.
>
>Sorry, bin ich im Moment überfragt :-(
>
>Aber darf ein OWD da denn tiefer als 18 m?
Ja, denn ein OWD/AOWD wird äquivalent zum CMAS * betrachtet....
Aus den Regeln von Hemmoor:
"Als Taucher mit Bronze/*, OWD, AOWD oder mit äquivalentem Tauchbrevet
habe ich eine maximale Tauchtiefe von 25m."
Bei einem Silber/**, RESCUE sind es dann 40 m und drüber 45 m. Jeweils
100 geloggte Tauchgänge werden analog der nächsthöheren Brevetstufe
betrachtet (also OWD mit 100 TG -> max. 40 m). Und die Einhaltung
dieser Regeln wird kontrolliert und Verstösse führen zu Tauchverboten
(1 Jahr oder dauerhaft).
Dagegen lauten die Empfehlungen der Verbände ja OWD 18 m, AOWD 30 m
und mit Tieftauchspecialty 40 m.
Und die EInha
Gruß,
Andreas
>Bei einem Silber/**, RESCUE sind es dann 40 m und drüber 45 m. Jeweils
>100 geloggte Tauchgänge werden analog der nächsthöheren Brevetstufe
>betrachtet (also OWD mit 100 TG -> max. 40 m). Und die Einhaltung
>dieser Regeln wird kontrolliert und Verstösse führen zu Tauchverboten
>(1 Jahr oder dauerhaft).
>
Ist das mit dem OWD und 100 TG = max. 40 m wirklich so? Ich hab das
bis jetzt so gedeutet, dass man mit OWD und 100 TG als AOWD betrachtet
wird.
Christian
On Thu, 01 Aug 2002 14:26:36 +0200, Uwe Stoeckel <u...@zollstocks.de>
wrote:
>der Polizist wartet z. B. in Hemmoor über Wasser, ansonsten könnte
>sich Deine Versicherung ein wenig quer stellen, wenn es um irgendwie
>mit dem Tauchgang entstehende Ansprüche geht...
Noch etwas... die Kontrolle in Hemmoor hat weniger mit dem
Versicherungsschutz des Tauchers als mit Auflagen der örtlichen
Behörden zu tun, um Unfälle zu vermeiden. Würden die Kontrollen nicht
durchgeführt, wäre das Tauchen in Hemmoor nach meinem Sachstand
untersagt worden.
Eine Tauchgruppe ist erstmal für sich selbst verantwortlich (auf die
unterschiedlichen Verantwortlichkeiten _in_ der Gruppe bei
unterschiedlichen Ausbildungsstufen will ich nicht weiter eingehen),
da sie ausgebildet sind, eigenständig zu tauchen.
Inwieweit eine Versicherung bei einem Unfall zahlt, hängt dann wieder
von den Versicherungsbedingungen ab. Ein Grund, warum ich bei DAN
versichert bin.
Gruß,
Andreas
On Thu, 01 Aug 2002 22:18:54 +0200, Christian Schumann
<csch...@gmx.de> wrote:
>>Bei einem Silber/**, RESCUE sind es dann 40 m und drüber 45 m. Jeweils
>>100 geloggte Tauchgänge werden analog der nächsthöheren Brevetstufe
>>betrachtet (also OWD mit 100 TG -> max. 40 m). Und die Einhaltung
>>dieser Regeln wird kontrolliert und Verstösse führen zu Tauchverboten
>>(1 Jahr oder dauerhaft).
>
>Ist das mit dem OWD und 100 TG = max. 40 m wirklich so? Ich hab das
>bis jetzt so gedeutet, dass man mit OWD und 100 TG als AOWD betrachtet
>wird.
Ja, da die Tauchregeln von Hemmoor sich auf die VDST/CMAS-Brevets
stützen (Bronze/*, Silber/**, Gold/***) und die PADI/SSI/...-Brevets
dorthin einsortiert werden (* <-> OWD/AOWD, ** <-> RESCUE, ***/höher
<-> Divemaster/DiveCon/höher)
Gruß,
Andreas
> dass vieles von der Abzocke-Philosophie gewisser Franchising-Firmen, die
> der ladenbesitzende Inhaber zu seinem IDC/IE gelernt hat, mit der Realität
> wenig zu tun hat und nur dem wirtschaftlichen Überleben von Tauchschule XY
> dient.
Hallo Joachim,
jedes Geschäft dient dazu das überleben des Besitzers und seiner Mitarbeiter
zu sicher!
Sonst sollte er es besser gleich lassen.
Welche Realität ist den für Dich die momentan gültige?
Gruß
Walter
On Fri, 02 Aug 2002 11:14:55 +0200, walter herzog
<her...@antesundmerkle.de> wrote:
>> dass vieles von der Abzocke-Philosophie gewisser Franchising-Firmen, die
>> der ladenbesitzende Inhaber zu seinem IDC/IE gelernt hat, mit der Realität
>> wenig zu tun hat und nur dem wirtschaftlichen Überleben von Tauchschule XY
>> dient.
>jedes Geschäft dient dazu das überleben des Besitzers und seiner Mitarbeiter
>zu sicher!
>Sonst sollte er es besser gleich lassen.
<Ironie>
Aber Walter, wo denkst Du hin... im Tauchsport hat gefälligst jeder
seine Kurse zum Nulltarif anzubieten und die Ausrüstung und
Materialien auf seine Kosten zu stellen. Beim Verkauf neuer Ausrüstung
sind natürlich die Herstellerpreise 1:1 weiterzugeben.
</Ironie>
Zumindest könnte man auf diese Meinung kommen, wenn man einigen hier
aus der NG glaubt. Manche machen sich kein Bild, welche Kosten hinter
einer Tauchschule stehen.
Gruß,
Andreas
"Andreas Klein" <not_...@akxak.de> schrieb
vergeßt nicht Kundendienst u. Service haben ASAP, am besten gestern, und
natürlich kostenlos zu erfolgen!(((-;
Gruß
Hans - Jürgen
--
Ein Lächeln kostet nichts, und im Gegensatz
zu Strom, erhellt es einen ganzen Tag.
> Hallo Ihr Beiden,
>
> "Andreas Klein" <not_...@akxak.de> schrieb
>> <Ironie>
>> Aber Walter, wo denkst Du hin... im Tauchsport hat gefälligst jeder
>> seine Kurse zum Nulltarif anzubieten und die Ausrüstung und
>> Materialien auf seine Kosten zu stellen. Beim Verkauf neuer Ausrüstung
>> sind natürlich die Herstellerpreise 1:1 weiterzugeben.
>> </Ironie>
>>
>> Zumindest könnte man auf diese Meinung kommen, wenn man einigen hier
>> aus der NG glaubt. Manche machen sich kein Bild, welche Kosten hinter
>> einer Tauchschule stehen.
>
> vergeßt nicht Kundendienst u. Service haben ASAP, am besten gestern, und
> natürlich kostenlos zu erfolgen!(((-;
Aber, aber meine Herren,
wenn man TL2 ist, und seit 12 Jahren ein Divemasterkärtchen besitzt hat man
doch schon viel Erfahrung und kennt sich in jeder Sparte des Tauchsports
bestens aus.
Wie per se fast jeder, der irgendeinmal seinen TL gemacht hat sich
hervorragend am Markt auskennt, genau weiß warum exakt seine Ausrüstung die
Beste aller am Markt ist und vor allem was man für sie höchstens bezahlen
sollte.
Man muß neue Realitäten erkennen und vorbehaltlos für sich prüfen.
;)))
Gruß
Walter
Andreas Klein schrieb:
Manche machen sich kein Bild, welche Kosten hinter einer Tauchschule stehen.
... vor allem wenn es am Ort davon zu viele gibt, viele Taucher ihr Gerödel
lieber im Internet kaufen, der Inhaber maulig ist, Kunden vergrault und der
Service nicht stimmt.
Dann verkauft man eben an Ahnungslose ziemlich überflüssige "Specials", weil die
Bank drängt. Und irgendwann erfahren die Kunden, daß so ein Special überflüssig
ist und meiden den Laden fortan. Dann setzt sich die Abwärtsspirale fort.
Leute wie Pastorino prophezeien seit über einem Jahr, daß bald die Seifenblase
wie auf dem Surfmarkt vor einigen Jahren platzt und dann nur wenige wirklich gute
Läden übrigbleiben.
Joachim
>
>
> Andreas Klein schrieb:
>
> Manche machen sich kein Bild, welche Kosten hinter einer Tauchschule stehen.
>
> ... vor allem wenn es am Ort davon zu viele gibt, viele Taucher ihr Gerödel
> lieber im Internet kaufen, der Inhaber maulig ist, Kunden vergrault und der
> Service nicht stimmt.
Deshalb sollte nicht jeder der seinen Tauchlehrer gemacht hat gleich davon
ausgehen, das er damit auch einen Laden aufmachen kann.
Man braucht neben BWL-Wissen auch gute Nerven. Ich spreche hier von
"Gelegenheitskunden Rabatt" und Stammkundenrabatt "Ich hab doch schon einen
Schnorchel bei Dir gekauft 4 Tassen Kaffee getrunken, sowie Dir meine lange
Tauchlebensgeschichte 2x aufs Ohr gedrückt")
> Dann verkauft man eben an Ahnungslose ziemlich überflüssige "Specials", weil
> die Bank drängt.
Meeresfrüchte sind als Nahrung so finde ich auch überflüssig weil 1.
energetisch unhaltbar, 2. schmecken sie mir nicht und 3. sind sie zumindest
im Landesinneren nicht mehr als Frisch zu bezeichnen. Deshalb verteufle ich
die Nordseegeschäfte nicht die das Zeug an den Mann bringen.
Es gibt genügend die es toll finden und sich damit wohl fühlen.
> Leute wie Pastorino prophezeien seit über einem Jahr, daß bald die Seifenblase
> wie auf dem Surfmarkt vor einigen Jahren platzt und dann nur wenige wirklich
> gute
> Läden übrigbleiben.
Das wird wohl so sein, es werden aber nicht die Guten, sondern die Größten
bzw die, mit den höchsten Margen überleben.
Walter
>Manche machen sich kein Bild, welche Kosten hinter einer Tauchschule stehen.
>
>... vor allem wenn es am Ort davon zu viele gibt, viele Taucher ihr Gerödel
>lieber im Internet kaufen, der Inhaber maulig ist, Kunden vergrault und der
>Service nicht stimmt.
Ich sehe nach wie vor dein Problem nicht, Joachim. Sieht man davon ab,
dass Du hier offensichtlich auf Stimmungmache aus bist, regelt sich
ein Markt meistens selbst.
Wenn ein Inhaber maulig ist und Kunden vergrault, hat er irgendwann
keine mehr. Ebenso, wenn der Service nicht stimmt. Wenn die Preise im
Internet günstiger sind, werden die Leute dort kaufen, bis sie
möglicherweise merken, dass sie eben doch den Service des Tauchcenters
vor Ort brauchen und den als "Nicht-Kunde" dann eben bezahlen müssen.
>Dann verkauft man eben an Ahnungslose ziemlich überflüssige "Specials", weil die
>Bank drängt. Und irgendwann erfahren die Kunden, daß so ein Special überflüssig
>ist und meiden den Laden fortan. Dann setzt sich die Abwärtsspirale fort.
So what? Dann passiert genau das, was man Angebot und Nachfrage nennt.
Wer mit seinen Kunden unfair umgeht, bekommt dafür die Quittung und
Konkurrenz ist genau das, was man dazu braucht. Gibt es nämlich nur
eine Tauchschule in weiter Umgebung, dann ist ein Monopol da und da
entstehen Misstände wie selbstherrliche Inhaber und schlechter
Service.
>Leute wie Pastorino prophezeien seit über einem Jahr, daß bald die Seifenblase
>wie auf dem Surfmarkt vor einigen Jahren platzt und dann nur wenige wirklich gute
>Läden übrigbleiben.
So what, wen interessiert das? Und was willst Du uns damit sagen,
ausser dass Du hier Stimmung machst? Eine solche Entwicklung betrifft
alle Tauchcenter, gleich welchen Verbandes. Ich sehe immer noch keinen
Grund für Deine hochgespielte Entrüstung.
Andreas
"Joachim Warner" <foerde...@t-online.de> schrieb
> Dann verkauft man eben an Ahnungslose ziemlich überflüssige
> "Specials", weil die Bank drängt. Und irgendwann erfahren die
> Kunden, daß so ein Special überflüssig ist und meiden den Laden
> fortan. Dann setzt sich die Abwärtsspirale fort.
Vielleicht gibt es ja auch Leute die keine Vereinsmeier sein wollen u.
selbst bestimmen wollen wann Sie welche Erfahrung zu welchem Preis
machen wollen?
Wie schon PM mittgeteilt, macht es bei einer Basis absolut keinen
Unterschied, ob PAID od. irgendein CMAS-Klon ausser vielleicht
dass der CMAS-Klon bei vergleichbarer Ausbildung (meistens werden
eh die PADI-Unterlagen verwandt) teurer ist.
> Leute wie Pastorino prophezeien seit über einem Jahr, daß bald die
> Seifenblase wie auf dem Surfmarkt vor einigen Jahren platzt und
> dann nur wenige wirklich gute Läden übrigbleiben.
Dann lass' sie doch platzen, hoffentlich verschwinden dann auch die
ganzen Hinterhof CMAS TL die unter dem Deckmäntelchen des
Vereins im Urlaub schnell ein Sonderbrevet abkassieren, weil es den
meisten Leuten doch zu dumm ist erst einmal ein halbes Jahr im
Schwimmbad rumzudümpeln, bevor man Sie ins Freiwasser od.
die nächste Brevetstufe entlässt.
Jehova, Jehova
Hans - Jürgen
"walter herzog" <her...@antesundmerkle.de> schrieb
Joachim Warner schrieb:
> > Leute wie Pastorino prophezeien seit über einem Jahr, daß bald
> > die Seifenblase wie auf dem Surfmarkt vor einigen Jahren platzt
> > und dann nur wenige wirklich gute Läden übrigbleiben.
> Das wird wohl so sein, es werden aber nicht die Guten, sondern
> die Größten bzw die, mit den höchsten Margen überleben.
ich glaube hier hat Joachim eher recht, die/der qualitativ höherwertige
Ausbildung, Service, Kundendienst wird/werden sich durchsetzen.
Grundvoraussetzung ist natürlich,wie du schon richtig bemerkt hast,
fundierte betriebswirtschaftliche, pädagogische, technische u.
natürlich -last but not least- taucherische Kenntnisse.
Gut Luft
Hans - Jürgen
Hans - Juergen Pahle schrieb:
Dann lass' sie doch platzen, hoffentlich verschwinden dann auch die ganzen
Hinterhof CMAS TL die unter dem Deckmäntelchen des Vereins im Urlaub
schnell ein Sonderbrevet abkassieren,
Lieber Hans-Jürgen,
da muß ich massiv protestieren! Diese TLs, die keinen eigenen Laden haben,
sind die Stützen der Vereinsausbildung. Sie haben überwiegend auf eigene
Kosten bis zu ihem TL2-Status ca. 2000 Euro ausgegeben, Urlaube und
Freizeit geopfert, um die notwendige und vorgeschriebene Assizeit zu
machen, investieren weiterhin Freizeit in die Vereinsausbildung, nutzen
ihr Equipment ab, zahlen die vorgeschriebene TL-Haftpflichtversicherung.
Das sind fast durchweg Idealisten - einen idealistischen Instructor der
PAID-Firmen kannst du dagegen mit der Lupe suchen!
Und solche TLs als "Sonderbrevet abkassierende Hinterhof-TL" zu
diffamieren finde ich übel!
Ich mache auch gelegentlich mal ein Prüfungswochenende für Taucher aus
anderen Vereinen, hatte neulich z. B. drei Silber- und einen
Gold-Kandidaten, Samstag morgen angefangen und Sonntag abend fertig. Diese
Taucher hatten aber zwischen 100 und 300 TG, alle Übungen klappten auf
Anhieb perfekt, weil sie sie vorher ausgiebig trainiert hatten. Nach Abzug
aller Kosten für Auto, Luft, Hotel etc. blieben mir vielleicht 100 Euro.
Es ist richtig, daß man mit PAID viel mehr Kohle verdienen kann: Wenn ein
CMAS-Bronze-Taucher noch am TG-Sammeln (und Erfahrung-Sammeln) zur
Zulassung für Silber ist, kann der PADI-Taucher längst seinen Rescue haben
und bald Divemaster sein. Dann hat er viele Kärtchen, viel Geld
ausgegeben, aber ist er der "bessere" Taucher??? Über die
Tauchtheorie-Kenntnisse lasse ich mich lieber nicht detailliert aus,
vermute aber, daß viele OWSI bei Vorlage des CMAS-Goldprüfungsbogens
durchfallen würden.
Joachim
bin zwar kein OWSI(mehr), aber mich wuerde der Pruefungsbogen
interessieren, kannste mir mal einen ruebermailen ?
Micha
On Sat, 03 Aug 2002 11:30:58 +0200, Joachim Warner
<foerde...@t-online.de> wrote:
>da muß ich massiv protestieren! Diese TLs, die keinen eigenen Laden haben,
>sind die Stützen der Vereinsausbildung. Sie haben überwiegend auf eigene
>Kosten bis zu ihem TL2-Status ca. 2000 Euro ausgegeben, Urlaube und
>Freizeit geopfert, um die notwendige und vorgeschriebene Assizeit zu
>machen, investieren weiterhin Freizeit in die Vereinsausbildung, nutzen
>ihr Equipment ab, zahlen die vorgeschriebene TL-Haftpflichtversicherung.
>Das sind fast durchweg Idealisten - einen idealistischen Instructor der
>PAID-Firmen kannst du dagegen mit der Lupe suchen!
Joachim, genauso wie du hier protestierst, kann ich hier protestieren.
Denn du hast offensichtlich Deine Scheuklappen und Deine Vorurteile
immer noch nicht abgelegt. Das Engagement und die Arbeitsweise eines
TL hängen nicht mit dem Verband zusammen, sondern mit seiner
persönlichen Einstellung.
Und solange du andere diffamierst (und anders kann man dein Verhalten
in dieser NG langsam nicht mehr bezeichnen), solange kannst du dich
nicht beschweren, wenn du genauso behandelt wirst.
Es gibt bei allen Verbänden TLs, die nur auf Geld aus sind und genauso
gibt es TLs, denen der Sport und ein vernünftiger Umgang mit "ihren"
Tauchern wichtig sind.
Andreas
Hans - Juergen Pahle schrieb:
> Dann lass' sie doch platzen, hoffentlich verschwinden dann
> auch die ganzen Hinterhof CMAS TL die unter dem
> Deckmäntelchen des Vereins im Urlaub schnell ein Sonderbrevet
> abkassieren,
> Lieber Hans-Jürgen,
> da muß ich massiv protestieren! Diese TLs, die keinen eigenen
> Laden haben, sind die Stützen der Vereinsausbildung. Sie haben
> überwiegend auf eigene Kosten bis zu ihem TL2-Status ca.
> 2000 Euro ausgegeben, Urlaube und Freizeit geopfert, um die
> notwendige und vorgeschriebene Assizeit zu machen, investieren
> weiterhin Freizeit in die Vereinsausbildung, nutzen ihr Equipment ab,
> zahlen die vorgeschriebene TL-Haftpflichtversicherung.
> Das sind fast durchweg Idealisten - einen idealistischen Instructor
> der PAID-Firmen kannst du dagegen mit der Lupe suchen!
Lieber Joachim,
so langsam gewinne ich hier den Eindruck du mißt mit 2 verschiedenen
Maßstäben.
Die PADI-Instruktoren welche keinen eigenen Laden haben engagieren
sich auch oftmals in Vereinen u. haben genauso jede Menge Geld und
Freizeit geopfert.
Auch bei PADI muss i.d.R. eine Assi-Zeit absolviert werden.
Nutzen etwa nur CMAS_TL's Ihr Equipment ab, ich dachte nur die
PADI's würden in gammeliger Ausrüstung herumlaufen?
Ohne Haftplichtvers. kommst Du bei PADI nicht in den
"Teaching Status", ist doch wohl logisch, also worauf willst Du denn
hier hinaus?
> Und solche TLs als "Sonderbrevet abkassierende Hinterhof-TL"
> zu diffamieren finde ich übel!
Um das gleich mal klar zu stellen, ich diffamiere hier niemanden,
ganz im Gegensatz dazu habe ich bis jetzt immer versucht mich
aus diversen Diskussionen PAID vs. Non Profit herauszuhalten
u. jeweils das individuelle Engagement der Einzelperson, sowohl in
fachlicher als auch persönlicher Hinsicht zu bewerten.
Dies vor allem deshalb weil nach den ersten 2-3 Postings die
Diskussionen meiner Meinung nach ins niveaulose abgeglitten sind
u. von persönlichen Ressentiment bestimmt wurden.
> Ich mache auch gelegentlich mal ein Prüfungswochenende für
> Taucher aus anderen Vereinen, hatte neulich z. B. drei Silber-
> und einen Gold-Kandidaten, Samstag morgen angefangen und
> Sonntag abend fertig. Diese Taucher hatten aber zwischen 100
> und 300 TG, alle Übungen klappten auf Anhieb perfekt, weil sie
> sie vorher ausgiebig trainiert hatten. Nach Abzug aller Kosten für
> Auto, Luft, Hotel etc. blieben mir vielleicht 100 Euro.
Ich hatte schon AOWD-Schüler mit 10Tg u. mit 250TG, was sagt
uns dass?
Jeder nach seinem Belieben!
Manchmal stelle ich zu meinem eigenen Spass eine
Kosten/Nutzen-Rechnung zur Tauchausbildung auf, ich komme
dann so auf einen Salär von ca. 6- 10 EUR/Std. - dies zum Thema
abzocken.
> Es ist richtig, daß man mit PAID viel mehr Kohle verdienen kann:
> Wenn ein CMAS-Bronze-Taucher noch am TG-Sammeln
> (und Erfahrung-Sammeln) zur Zulassung für Silber ist, kann der
> PADI-Taucher längst seinen Rescue haben und bald Divemaster
> sein. Dann hat er viele Kärtchen, viel Geld ausgegeben, aber ist er
> der "bessere" Taucher???
Mal unter'm Strich betrachtet:
PADI: CMAS:
OWD - 4 TG Bronze - 6 TG
AOWD - 5 TG
Rescue - 5 TG + 20 TG Silber - 6 + 30 TG
(gesamt 34 TG) (gesamt 42 TG)
DM - insgesamt 60 TG Gold - Silber + 40 TG (82)
OWSI - 100 TG TL* - 140 TG
Findest Du diese Unterschiede so eklatant?
Bitte keine Diskussion darüber dass ein Vereinsmitglied welches
regelmäßig trainiert u. übt besser ausgebildet ist als ein Gelegenheits-
taucher.
Wenn ich Deine Argumentation auf andere Gebiete projiziere, so
müsste man auch behaupten, dass, gemessen an der PISA-Studie,
alle deutschen Lehrer Versager od. beurteilt nach einschlägigen
TV-Reportagen alle Handwerker/Notdienste Betrüger sind, denen
es nur um Abzocke geht.
Ich denke hier wird viel zu sehr pauschalisiert u. polarisiert, denn
man liest u. hört ja immer nur von den Negativbeispielen.
Zu guter Letzt dürften etwa 10x mehr Semi- u. Profesionelle PADI's
existieren als etwa CMAS'ler.
Dies erklärt wohl auch warum es mehr Negativbeispiele gibt.
Ergänzend möchte ich noch hinzufügen dass jeder mündige Bürger
das Recht haben sollte sein Lerntempo u. im Groben, die Inhalte
(Specialtys) selbst zu bestimmen.
> Über die Tauchtheorie-Kenntnisse lasse ich mich lieber nicht
> detailliert aus, vermute aber, daß viele OWSI bei Vorlage des
> CMAS-Goldprüfungsbogens durchfallen würden.
Ich glaube nicht das ich vor einer CMAS-Goldprüfung Angst hätte,
aber Du solltest nicht, gezielt eingetrichterte Prüfungsinformationen
mit
fundiertem, fest verankertem Wissen gleichsetzen, denn auf gezieltes
Nachfragen musste ich auch schon häufig feststellen - sowohl bei
PAID, als auch bei CMAS - dass die meisten bei der Rekapitulation
stehen geblieben u. vom Transfer noch 'ne ganze Ecke entfernt sind.
> Mal unter'm Strich betrachtet:
>
> PADI: CMAS:
>
> OWD - 4 TG Bronze - 6 TG
Bronze: Grundtauchschein lassen wir mal weg?
> AOWD - 5 TG
> Rescue - 5 TG + 20 TG Silber - 6 + 30 TG
Silber: + SK Gruppenfuehrung (4 TG) + SK OT (4 TG)
> (gesamt 34 TG) (gesamt 42 TG)
Silber: gesamt 50 TG
> DM - insgesamt 60 TG Gold - Silber + 40 TG (82)
Gold: + SK Nachttauchen (2 TG) + SK TSR (4 TG) = 88 TG
Damit waere der Unterschied schon fast 50%.
> OWSI - 100 TG TL* - 140 TG
TL* = Gold + UE/L + 50TG + 6TG Bronze-Assi + 5TG Pruefungsbegleitung =
149TG
> Findest Du diese Unterschiede so eklatant?
Ja, ich finde die Unterschiede schon ziemlich deutlich.
Gruss,
Dirk
On Mon, 05 Aug 2002 16:08:39 +0200, Dirk Macke
<eed...@eed.ericsson.se> wrote:
>Ja, ich finde die Unterschiede schon ziemlich deutlich.
Aber auch hier gilt wieder einmal, dass die Anzahl der TG alleine kein
Kriterium sein kann... es kommt die Zeit dazu, in der diese TG
absolviert worden sind und auch die Tauchumgebung.
Von daher macht jede Pauschalbeurteilung einfach keinen Sinn.
Gruß,
Andreas
> Aber auch hier gilt wieder einmal, dass die Anzahl der TG alleine kein
> Kriterium sein kann... es kommt die Zeit dazu, in der diese TG
> absolviert worden sind und auch die Tauchumgebung.
50% mehr *Pflicht*tauchgaenge um eine "aequivalente" Ausbildungsstufe
wie bei PADI zu erreichen lassen IMHO sehr wohl einen Schluss auf den
Inhalt der Ausbildung zu.
> Von daher macht jede Pauschalbeurteilung einfach keinen Sinn.
Es macht keiner Pauschalbeurteilungen. Es wurde im Gegenteil eine
relativ detaillierte Aufstellung gemacht, wieviele Pflicht-TG bei PADI
und VDST benoetigt werden, um eine "aequivalente" Ausbildungsstufe zu
erreichen. Ich habe diese Aufstellung lediglich korrigiert. Und bei ca.
50% mehr Pflichttauchgaengen von keinen deutlichen Unterschieden zu
sprechen, halte ich fuer einen Witz.
Wenn man mal etwas realitaetsnaeher Silber mit AOWD vergleicht (ich
persoenlich kenne jedenfalls keine Basis/See, wo Silber = Rescue
gefordert wird), dann wird das Missverhaeltnis noch deutlicher.
Insofern kann man sagen: Spaetestens ein Gold-Taucher hat signifikant
mehr Ausbildung erfahren als ein Divemaster. Das ist nicht
pauschalisiert, sondern das kann man allein an dem Umfang der Pflicht-
und Ausbildungs-TG festmachen. Oder moechtest du jetzt argumentieren,
dass VDST/CMAS-Taucher einfach nur deutlich laenger brauchen, um den
gleichen Stoff zu beherrschen wie PAIDs?!
Gruss,
Dirk
Dirk Macke schrieb:
> 50% mehr *Pflicht*tauchgaenge um eine "aequivalente" Ausbildungsstufe
> wie bei PADI zu erreichen lassen IMHO sehr wohl einen Schluss auf den
> Inhalt der Ausbildung zu.
meiner Meinung kann man die Ausbildungsstufe nicht alleine an der Anzahl
Pflicht-TG festmachen. Nicht alle mit einem PADI-Brevet machen die
Ausbildung vom OWD zum divemaster auf einen Rutsch durch... Es gibt
auch welche, die zwischendurch mehr als die erforderlichen Pflicht-TG
machen.
> Wenn man mal etwas realitaetsnaeher Silber mit AOWD vergleicht (ich
> persoenlich kenne jedenfalls keine Basis/See, wo Silber = Rescue
> gefordert wird), dann wird das Missverhaeltnis noch deutlicher.
stimmt
> Insofern kann man sagen: Spaetestens ein Gold-Taucher hat signifikant
> mehr Ausbildung erfahren als ein Divemaster. Das ist nicht
> pauschalisiert, sondern das kann man allein an dem Umfang der Pflicht-
> und Ausbildungs-TG festmachen.
die Ausbildung divemaster/Gold hat andere Schwerpunkte. Beim divemaster
ist mehr Assistenz bei Tauchkursen, bei Gold mehr Gruppenfuehrung/Tauch-
gangsplanung. Ich habe den divemaster bei einem guten Instructor gemacht
und viel gelernt, das ich jetzt gut im Verein nutzen kann.
Dieses Jahr habe ich noch die Goldpraxis gemacht (um in F
tauchen gehen zu koennen) An Inhalten Gruppenfuehrung, mehr
Konditonsuebungen, Berechungen... Gut, die Theoriepruefung muss ich noch
machen. Die ist aber fuer jemanden mit PADI-brevets auch machbar...
Gruss Annerose
Ich bin - wenn ich für einen Verein aktiv bin - und ich bin seit
meinem 17. LJ im Deutschen Roten Kreuz bzw. der Bergwacht -
ehrenamtlich unterwegs. Und da darf ich erwarten, daß ich da kein Geld
bekomme! Es wäre falsch, da mit dem aufgehaltenen Portemonai zu stehen
und zu bejammern, was doch die Ausbildung oder Ausrüstung so gekostet
hat. Mein Koffer, den ich so dabei habe, kostet sicher mehr als die
von Dir angegebene Ausbildung. Und meine Ausbildung zur fachgerechten
Bedienung dieses Koffers an einem Notleidenden ist gar nicht in DM
oder € auszudrücken - da müßtest Du Dein liebes Schiff für in Zahlung
geben, wenn Du das finanzieren wolltest. Dennoch halte ich die Hand
nicht auf, WENN ICH EHRENAMTLICH UNTERWEGS BIN.
>Das sind fast durchweg Idealisten - einen idealistischen Instructor der
>PAID-Firmen kannst du dagegen mit der Lupe suchen!
Da habe ich wohl eine leistungsfähige Lupe erwischt.
Mein erster TL vor 7 Jahren (Achim Blum vom Edersee) war ein Idealist
- auch ein toller TL, dann kennen viele den Holger Lesch - ein
ultra-angenehmer Zeitgenosse - und alles rein enthusiastisch und am
Lernerfolg der Schützlinge orientiert - m.E. hervorragend. Und
Alexander E. Schmidt, der hier mal mitgeschrieben hat, hat auch - wenn
er ausgebildet hat - kein Geld den Leuten abgeknöpft für seine
Ausbildungstätigkeit.
Also - mindestens schon mal 3 PADI-TL, die nach Deiner Definition ja
unter PAID fallen würden. Deren Schützlinge - mich einbezogen - kannst
Du auch als ordentliche Taucher ansehen mit fundierten Kenntnissen und
Fähigkeiten, die sie zum autonomen Tauchen (bei mir bis in 72m WT)
befähigen.
Bitte polarisiere nicht so sehr (ich lese Deine Postings eigentlich
sonst sehr gern) - es gibt, wie ein Konsens in der NG ist - in allen
Organisationen Gut und Schlecht. Und das gleichverteilt - ohne
überzufällige Häufung in einem oder dem anderen Bereich!
Viele Grüße
Björn
--
Früher meinte ich, 30-40 m seien genug.
Jetzt meine ich, 30+40 m sind genug. :-)