Hierbei spielt sicherlich der Salzgehalt des jeweiligen Gewässers eine
entscheidende Rolle.
Oder wie haltet Ihr es? Verlaßt Ihr Euch auf die Erfahrungen des
Tauch-Guides, wenn Ihr z.B. im Urlaub in einem unbekannten Tauchgebiet
auf "Tour" geht?
Gruß
Dirk
Dirk schrub:
>Gibt es Erfahrungstabellen, bzw. Berechnungsmöglichkeiten wieviel Blei
>bei einem Tauchgang benötigt wird.
Nein, nicht wirklich. Da der menschliche Koerper ja einigermassen
neutral tariert ist, muss ein Taucher eigentlich nur seine Ausruestung
austarieren.
Das betrifft hauptsaechlich den Anzug, denn Flasche und Jacket haben
meist Abtrieb. Es sei denn, es handelt sich dabei um eine
Aluminiumflasche. Die hat voll vielleicht noch ein wenig Abtrieb, leer
allerdings nicht mehr.
>Hierbei spielt sicherlich der Salzgehalt des jeweiligen Gewässers eine
>entscheidende Rolle.
Naja, ein wenig zumindest. In der Ostsee nehme ich nicht ,ehr Blei als
in einem Binnensee. Im Roten Meer duerfen es dann allerdings schon
zwei Kilo mehr sein.
>Oder wie haltet Ihr es? Verlaßt Ihr Euch auf die Erfahrungen des
>Tauch-Guides, wenn Ihr z.B. im Urlaub in einem unbekannten Tauchgebiet
>auf "Tour" geht?
Nein. Woher sollte der Guide denn wissen, wieviel Blei ich benoetige?
Ueblicherweise macht man in unbekannten Gewaessern und mit unbekannter
Ausruestung zunaechst einen flachen "Ausbleitauchgang".
Ich weiss, dass ich in meinem halbtrockenen Overall mit einer 12er
Stahlflasche 6 Kilo benoetige. Dann brauche ich im Roten Meer zwei
Kilo mehr (Erfahrungssache, sowas sollte ein Guide allerdings auch
wissen). Und wenn ich dort eine 12er Alu-Flasche benutze, nochmal zwei
Kilo drauf. Und wenn ich dann auch noch fotografieren will, nehme ich
zusaetzlich noch ein bis zwei Kilo mit, um auch mit einer leeren
Flasche noch bequem tarieren zu koennen.
Vielleicht probierst Du ja im Schwimmbad mal aus, wieviel Blei Du
brauchst, um nur Deinen Anzug zu versenken. Das duerfte dann so
ziemlich der benoetigten Bleimenge entsprechen, denn der Abtrieb von
Stahlflasche, Automaten und Jacket wird durch Maske, Fuesslinge,
Handschuhe und Flossen wohl einigermassen ausgeglichen.
HTH
Dietmar
> Hierbei spielt sicherlich der Salzgehalt des jeweiligen Gewässers eine
> entscheidende Rolle.
ja
> Oder wie haltet Ihr es? Verlaßt Ihr Euch auf die Erfahrungen des
> Tauch-Guides, wenn Ihr z.B. im Urlaub in einem unbekannten Tauchgebiet
> auf "Tour" geht?
Wenn der Erfahrungswert z.B. 2kg mehr als zuhause lautet kann man das
ruhig glauben.
Allerdings schadet es auch nicht sich neu auszubleien.
Da der Anzug durch den Flug recht gut aufgegangen ist braucht man
anfangs sowieso meist ein Kilo mehr.
Das gibt sich sobald der Anzug wieder plattgetaucht ist.
Gruss _Jens_
Entsprechend weniger brauchst du in der Ostsee, entsprechend mehr im
Toten Meer (falls einer auf den Gedanken käme, dort tauchen zu wollen)
HTH
Wolfgang
--
http://www.nord-com.net/wolfgang.nick/start.htm
mailto:wolfga...@nord-com.net
>Nein, nicht wirklich. Da der menschliche Koerper ja einigermassen
>neutral tariert ist, muss ein Taucher eigentlich nur seine Ausruestung
>austarieren.
Hallo,
vor einigen Jahren machten wir mal im 5 m tiefen Sprungbecken mit ABC
folgende Übung: eingeatmet abtauchen, auf den Boden legen und dann
hochtreiben lassen.
Ich stieg dabei mit einer Geschwindigkeit wie die kleinen Luftblasen
auf, ganz ohne Flossenschlag.
Ein anderer Taucher konnte dabei bewegungslos auf dem Boden liegen
bleiben, solange halt die Luft reichte.
Mein zusätzlicher Auftrieb reichte um ihn an der Hand zu nehmen und
mit hochzuziehen, ganz ohne Flossenschlag.
Will ich mich ohne Flossenschlag absinken lassen muss ich weit
ausatmen, die Restluft reicht gerade eben noch zum
Schnorchelausblasen, aber nur wenn ich das Ausblasen sehr stossartig
mache und dann sehr vorsichtig einatme, denn alles Wasser geht dabei
nicht raus.
Tja so neutral tariert ist der menschliche Körper, der Unterschied
zwischen fast voller und fast leerer Lunge sind bei mir so 2 bis 3 kg
Auftriebsänderung, bei einer Vitalkapazität von 5,5 l
Bye
--
Uwe Hercksen
Elektronikwerkstatt Universität Erlangen-Nürnberg
Cauerstr. 5 D91058 Erlangen
> Gibt es Erfahrungstabellen, bzw. Berechnungsmöglichkeiten wieviel Blei
> bei einem Tauchgang benötigt wird.
Ich habe mal etwas von einer 10% Faustregel gehört: 10% des Köpergewichts
als Blei. Meine Frau und ich nehmen das als Obergrenze im Urlaub: Ich tauche
hier im Baggersee mit 7mm Doppelanzug, 10l Stahlflasche mit 6kg Blei. Ich
wiege 75kg.
Korrekt ist es wohl so: Wenn man keine (!!) Luft auf der Weste hat darf man
mit normaler Atmung etwa bis zum Maskenglas untergehen. Zum Abtauchen muß
man dann tief ausatmen. Dann ist man richtig austariert.
> Hierbei spielt sicherlich der Salzgehalt des jeweiligen Gewässers eine
> entscheidende Rolle.
Im Urlaub am Mittelmeer hatte ich einen 5mm Doppelanzug (das heißt weniger
Auftrieb, s.o.) und bin ebenfalls mit 6kg ausgekommen. Ich kam auch mit vier
Kilo zurecht, allerdings setzte dann bei 3m der Fahrstuhl nach oben ein, den
ich nur durch Lungentarierung ausgleichen konnte, mir war das zu lästig,
weil ich dann keine richtige Luft bekam. Es geht aber (Der ortsansässige
Guide tauchte in dieser Konfiguration).
> Oder wie haltet Ihr es? Verlaßt Ihr Euch auf die Erfahrungen des
> Tauch-Guides, wenn Ihr z.B. im Urlaub in einem unbekannten Tauchgebiet
> auf "Tour" geht?
Hiiiieeeeelfe!!!! Meine Frau ist aufgrund eine Tauchlehrers, dessen Rat sie
befolgt hat bei 10m auf dem Grund aufgeschlagen.... Sie war so heftig
überbleit, daß sie aktiv nach oben flosseln musste um aufzusteigen und das
trotz Luft auf der Weste!
Ich mache es immer so: Ich beginne immer bei den 10%. Wenn ich merke, daß
ich mit leerer Weste untergehe dann habe ich definitiv zu viel und nehme das
nächste mal zwei Kilo weniger. (Ausnahme: Tropenanzug da sind 10% bereits
heftig zu viel...)
Für uns beide funktioniert es. Allerdings sind wir beide fast gleich groß
und haben ähnliche Körpergrößen...
Frank.
die genannten Gewichte im Süß- und im Salzwasser im Zusammenhang mit den
Neoprenstärken und Flachen entsprechen auch meinen Erfahrungen.
> Oder wie haltet Ihr es? Verlaßt Ihr Euch auf die Erfahrungen des
> Tauch-Guides, wenn Ihr z.B. im Urlaub in einem unbekannten Tauchgebiet
> auf "Tour" geht?
Vielleicht dazu soviel, daß ein guter Guide hoffentlich immer darauf
drängt, so wenig wie möglich Blei aufzupacken.
Als ich von einigen Jahren als Greenhorn in Safaga Tauchen so richtig
ausgiebig betrieben, und dabei natürlich viel gelernt habe, hat mich der
damalig Guide förmlich gestichelt, es mit immer weniger Blei zu probieren.
Hat bis auf 2 kg bei 5 mm, 12 ltr ALU bei ca. 75 kg Körper und sonstiger
normaler Ausrüstung funktioniert. War richtig stolz UND ein tolles Feeling
!!!
Halte es hier in Deutschland auch möglichst gering, trotz dickem Neopren.
Kam mir doch neulich am Kulki ein offensichtlicher Anfänger (war ja jeder
mal) unter Wasser entgegen. Wollte meinen Augen nicht trauen als ich auf
der einen Gutseite 5 (fünf) Stücke je 2 kg sah. Bin hinterher, um mich
auch von der anderen Seite zu überzeugen. Es waren sage und schreibe 10
(zehn) Stück a 2 kg.
Abgesehen davon, daß er unmöglich im Wasser lag und mehr Rad zu fahren
schien, als zu tauchen, bekommt man solche Leute wohl aus einer tieferen
Gegend wohl fast nicht mehr hoch. Im Logbuch steht: "Bleifisch" gesehen
...
Gruß
Hartmut
>Hat bis auf 2 kg bei 5 mm, 12 ltr ALU bei ca. 75 kg Körper und sonstiger
>normaler Ausrüstung funktioniert. War richtig stolz UND ein tolles Feeling
>!!!
Hi,
hast Du die Neoprenpappe plattgetaucht ?? ;-)
Gruesse von Andreas (c)¿(c)
--
22117 Hamburg, Borchardsheide 28a, ++49 (0)40-7136380
http://home.t-online.de/home/Andreas.Huss/
> Gibt es Erfahrungstabellen, bzw. Berechnungsmöglichkeiten wieviel Blei
> bei einem Tauchgang benötigt wird.
es gibt erfahrungswerte...
bei einem 7mm anzug im suesswasser etwa koerpergewicht/10
(anfaenger +10%), bei salzwasser +2kg. jeweils mit stahlflasche.
aluflasche +2kg.
bei 5mm anzug im suessw. etwa koerpergewicht durch/15,
bei salzwasser etwa +1,5kg, aluflasche +2kg
ciao
holger
--
Holger Lesch - Tauchschule Hai Life Berlin
0170/5607464 - http://www.hailife-tauchen.de
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
>es gibt erfahrungswerte...
>
>bei einem 7mm anzug im suesswasser etwa koerpergewicht/10
>(anfaenger +10%), bei salzwasser +2kg. jeweils mit stahlflasche.
>aluflasche +2kg.
Hmm - rechnen wir mal: Körpergewicht / 10 = 10 kg :))
Doppel-10 in Stahl im Mittelmeer: +2 kg = 12 kg.
Tatsächlich brauche ich 0 kg (Null) :). Okay, okay: Nehmen wir mal
an die Doppel-10 ist besonders schwer, dann noch die Hartenberger
und die SMB mit je 1 kg, hätten wir geschätzt so 5 kg.
Also noch nicht mal die Hälfte dessen...
Selbst als ich noch schön und schlank war, mit 70 kg Lebendgewicht
hatte ich im Meer nie 9 kg gebraucht. Es muß also noch an etwas
anderem liegen...
...liegt es übrigens auch - es ist die Atemtechnik. :)))
Liebe Grüße
Matthias
Hai Matthias,
du solltest ruhig erwähnen, das man mit deinem Doppel-10 mit zwei
Automaten und ner besonders schweren Brücke auch fast nen
Flugzeugträger versenken kann;-)))
Hab das Ding schließlich auch nen paar mal gehoben;-(
Lästerliche Grüße
Oliver
> du solltest ruhig erwähnen, das man mit deinem Doppel-10 mit zwei
> Automaten und ner besonders schweren Brücke auch fast nen
> Flugzeugträger versenken kann;-)))
gib ihm noch Deine Lampe und der Flugzeugträger ist weg :))))
> Hab das Ding schließlich auch nen paar mal gehoben;-(
Gruss Klaus
der die Doppel-10 auch ein paar mal gehoben hat
>du solltest ruhig erwähnen, das man mit deinem Doppel-10 mit zwei
>Automaten und ner besonders schweren Brücke auch fast nen
>Flugzeugträger versenken kann;-)))
>Hab das Ding schließlich auch nen paar mal gehoben;-(
Psssst. Verrat doch nicht gleich alles :))
Sind halt die guten Flaschen aus Apolda....
Liebe Grüße
Matthias
> Selbst als ich noch schön und schlank war, mit 70 kg Lebendgewicht
> hatte ich im Meer nie 9 kg gebraucht. Es muß also noch an etwas
> anderem liegen...
>
> ...liegt es übrigens auch - es ist die Atemtechnik. :)))
naja, wenn du in einem neuen 7mm anzug (long john
mit weste oder overall) im meer mit weniger als 6kg
noch bequem tauchen kannst, dann gebe ich dir einen
aus...
natuerlich kann man das blei auch in form von
lampen, kameras und doppelgeraeten mitnehmen...
trotzdem... ein 7mm anzug hat gut und gerne einen
auftrieb von 5-7 kg. wenn du da ohne blei tauchen
willst, dann muesstest du schon sehr, sehr tief ausatmen...
ich komme im 5mm overall im schwimmbad mit stahlflasche
gerade so noch ohne blei klar, aber das ist dann wirklich
nicht mehr schoen oder bequem.
hast du vielleicht edelstahl-gelenge irgendwo ???
Matthias Frey schrieb:
>
>
> Psssst. Verrat doch nicht gleich alles :))
>
> Sind halt die guten Flaschen aus Apolda....
?? Wieso? Sind die nach der russischen Methode hergestellt?
Aus einem Stück gefeilt?
Vom großen russischen Chefingenieur Wladimir Lokomitvfeilowitsch?
;-)))
MfG
Falk
bei deinen Salzwasserzuschlägen muss ich dir widersprechen. Salzwasser
hat eine ca. 3% höhere Dichte als Süßwasser, also brauchst du ca. 3% des
verdrängten Volumens mehr.
Das heißt: Normmensch (z.B. lt. Fahrstühlen 75 kg) + 10l-Flasche +
sonstiges Gerödel verdrängt ca. 90-100 Liter Wasser, davon 3% sind 3kg.
Die Dicke des ANzuges ist weniger entscheidend als der Salzgehalt. In
der Ostsee brauchst du also entsprechend weniger.
btw: ich brauche im Süßwasser mit 10l Stahl und 7mm Halbtrocken ca.
Körpergewicht/14
Wolfgang
> >Hat bis auf 2 kg bei 5 mm, 12 ltr ALU bei ca. 75 kg Körper und sonstiger
> >normaler Ausrüstung funktioniert. War richtig stolz UND ein tolles Feeling
> >!!!
>
> Hi,
>
> hast Du die Neoprenpappe plattgetaucht ?? ;-)
Naja, ganz neu ist der 5-er nicht mehr, aber platt wäre doch stark
übertrieben.
Gruß
Hartmut
Wolfgang Nick schrieb:
> Die Dicke des ANzuges ist weniger entscheidend als der Salzgehalt. In
> der Ostsee brauchst du also entsprechend weniger.
In der Ostsee brauchen wir genauso viel wie im Süßwasser.
Lediglich weiter im Norden (Middelfart) packen wir noch je
ein kg drauf.
> btw: ich brauche im Süßwasser mit 10l Stahl und 7mm Halbtrocken ca.
> Körpergewicht/14
Bei mir Körpergewicht/15, bei meinem Männe (mit 12 l Stahl)
Körpergewicht/25. Von daher: Ich glaub nicht an eine
funktionierende Formel. Da spielen einfach zu viele Faktoren
mit, allem voran die Atemtechnik.
Gruß, Anita
Hi,
>In der Ostsee brauchen wir genauso viel wie im Süßwasser.
>Lediglich weiter im Norden (Middelfart) packen wir noch je
>ein kg drauf.
im Trockie (10er-Faber und 12kg Blei) macht Ostsee/Suesswasser ca. 2kg
Unterschied aus ...
Hi,
ich konnte in einer Woche beim 8mm-Anzug 5kg wegschmeissen, inzwischen
sind wieder 4 hinzugekommen ... trotzdem sind 2kg/Aluflasche und
ausgangs 5mm sehr interessant.
> Die Dicke des ANzuges ist weniger entscheidend als der Salzgehalt. In
> der Ostsee brauchst du also entsprechend weniger.
ja, sicher, es waren nur grobe anhaltswerte, aber damit
hat man wenigstens einen ausgangspunkt..
> btw: ich brauche im Süßwasser mit 10l Stahl und 7mm Halbtrocken ca.
> Körpergewicht/14
ich brauche auch deutlich weniger als k-gewicht/10, aber die frage
war ja auch von/fuer anfaenger bestimmt. bei unserer ausbildung
hat sich gezeigt, das anfaenger mit der fuer sie optimal-niedrigen
bleimenge nicht zurecht kommen...
Disclaimer: Die obige Aussage gilt unabhängig von der jeweiligen
Ausbildungsorganisation. Auch möchte ich niemanden in dieser NG damit
ansprechen, es sei denn jemand zieht sich nach dem Motto "der getroffene
Hund bellt" den Schuh an.
Immer gut Luft
Wolfgang
>ok, aber es schadet in meinen Augen nichts, auch schon Anfängern eine
>Alternative zum "Katzen ersäufen" aufzuzeigen, wie ich die Unsitte zu
>nennen pflege, lieber nochmal 5 kilo Blei mehr umzuhängen, damit man
>auch schön runter kommt.
Hai Wolfgang,
da hast Du imho grundsätzlich recht - auch ich bin der Meinung -
grundsätzlich, jedenfalls.
Allerdings gibt es Fälle, da bekommst Du die Leute *trotz aller
ausgiebigen Anstrengung und Vorbereitungen* nicht ohne
Bleiüberschuß unter das Wasser - und um sie dort ausbilden zu
können, mußt Du sie halt erst mal unter das Wasser bringen...
Theorie und Praxis: Erzähl einem 1000 mal wie er atmen muß etc. pp.
Bei manchen dauerts eben einige überbleite TGs bis es sitzt...
Aber bemühen sollte man sich natürlich - und nicht einfach nur Blei
drauflegen.
Liebe Grüße
Matthias