Wer kann mir mehr Informationen zu dem Bootsunfall geben?
wir waren an dem Tag am Tobia Kebir und Tobia Arba mit der
Barakuda Tauchbasis (Lotus Bay).
Das abgebrannte Schiff gehoerte zur Orca Tauchbasis, es gab nach
meinen Infos keine Verletzten.
Das Schiff sank spaeter, alle Personen schwammen ans nahegelegene
Safaga Island (Miltitaerinsel) und wurden spaeter von einem
Tauchboot von Orca abgeholt.
Genauere Infos habe ich auch nicht, aber da die Schiffe
dort unten in der Regel nicht mal einen Feuerloescher an
bord haben wundert mich das ganze nicht.
Gruss, Thomas
In article <8d9gq6$cmc$1...@news.online.de>,
"Markus Rückert" <116...@onlinehome.de> wrote:
> Am 8.4.2000 betauchten wir den Tauchspot Shab Sheer in Ägypten
> Auf dem Nachhauseweg bemerkten wir eine Rauchfahne, es stellte sich
heraus,
> dass ein Tauchboot brannte.
>
> Wer kann mir mehr Informationen zu dem Bootsunfall geben?
>
> 116...@onlinehome.de
>
>
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
eine Bekannte hat mir gestern von dem Vorfall erzählt. Ihr Bekannter
(Tauchpartner)
war nämlich einer der Tauchgäste auf dem Boot. Jedenfalls hat er erzählt,
dass
anscheinend der Motor warm geworden ist. Der Crew hat es irgendwie nicht
interessiert.
Dann fing es langsam an zu rauchen ... ein paar Minuten später fing das Boot
an zu brennen.
Die ersten die von Bord gingen waren so wie ich gehört habe die Crew, der
Kapitän und
die Diveguides. Danach entschlossen sich auch die Tauchgäste das Boot zu
verlassen.
Retten konnten sie nicht viel. Der "Bekannte" konnte noch seine Flossen
schnappen
und so konnten sie sich an das nahegelegen Riff retten. Er hatte die anderen
im
Schlepptau. Einer der Gäste hatte sein Handy dabei und so konnten sie kurz
vorher
die Tauchbasis alarmieren die gleich ein anderes Boot los schickte. Die
Leute vom
Boot wurden aber schon vorher von einem anderen Boot aufgefischt. Es gab
anscheinend
keine Verletzte, er hat aber erzählt dass ein paar inzwischen in
psychologischer
Behandlung sind.
Tschüss Gregor
und dann noch die crew vernadern!
aber einer der gäste hatte ein handy an bord! und die nummer der basis hatte er
auch super!
wenn schon posten, dann bitte schön mit background
jörg
Da waren also Taucher an Bord, die Schwimmen seelisch nicht verkraften. War das
der Patientenausflug der Klapsmühle oder wollen die nur Schmerzensgeld für den
erlittenen Dachschaden abzocken?
Walter
> hier war aber nicht gefragt, ob du jemanden kennst dessen onkel einen
kennt der
> sicher weiß daß seine tochter einen kennt der einen kennt.....
Kann schon sein, ich wollte nur damit sagen/schreiben das die Infos nicht
von
mir persönlich kommen, sondern von einem anderen.
> und dann noch die crew vernadern!
^^^^^^^^^^
Vernadern ??? Das musst Du mir leider genauer erklären, was Du damit meinst
...
Wenn Du aber damit meinst, dass damit die Crew schlecht gemacht wird ...
... wenn die sich nicht um die Tauchgäste gekümmert haben, sondern gleich
als erste ins Wasser reinspringen ... dann ja !!!
Andereseits, wenn ich sehe dass das Boot anfängt zu brennen, wäre ich
wahrscheinlich einer der ersten die ins Wasser springen würden.
Wieso die noch gewartet haben, weiss ich auch nicht. Vielleicht wollten
sie noch die Ausrüstung retten ...
> aber einer der gäste hatte ein handy an bord! und die nummer der basis
hatte er
> auch super!
Ich weiss nicht was da so aussergewöhlich sein soll. Ich tippe immer die
Nummer
der Tauchbasis in mein Handy ein. Mann weiss ja nie wozu man sie brauchen
kann.
es koennen halt nicht alle so cool sein wie Du.
Wenn einem das Boot unter den Fuessen webrennt und
untergeht halte ich das ganze schon fuer eine seelische
Belastung.
Gruss, Thomas
> Da waren also Taucher an Bord, die Schwimmen seelisch nicht
verkraften. War das
> der Patientenausflug der Klapsmühle oder wollen die nur
Schmerzensgeld für den
> erlittenen Dachschaden abzocken?
In article <8dfefj$n42$1...@news02.btx.dtag.de>,> Ich weiss nicht was da
so aussergewöhlich sein soll. Ich tippe immer die
> Nummer
> der Tauchbasis in mein Handy ein. Mann weiss ja nie wozu man sie
brauchen
> kann.
Bringt nur auf See nicht viel, da man kaum Empfang hat.
Die Leute hier hatten Glück (war zwischen Safaga Island und
Safaga selbst), nur draussen an den Aussenriffen (Abu Kafan,etc.)
its aus mit dem Empfang :(
Gruss, Thomas
>Hallo Walter,
>
>es koennen halt nicht alle so cool sein wie Du.
>
>Wenn einem das Boot unter den Fuessen webrennt und
>untergeht halte ich das ganze schon fuer eine seelische
>Belastung.
Die aequivalent mit der Moeglichkeit zur Abzocke von
Schadenersatzforderungen fuer entgangene Urlaubsfreuden,
Schmerzensgeld etc.steigt, gelle? :-)
Da die ganze Geschichte mal wieder ausschliesslich auf Hoerensagen
beruht (Ihr wisst, wie ich solche Threads liebe), ist der Sinngehalt
ungefaehr der gleiche wie beim Wasserballett - und ebenso spannend.
Gruss,
Dietmar
--
PGP Public Key @ http://paranoide.home.pages.de/
Kennt denn jemand die Tauchschule und die Leute die da arbeiten?
>Kennt denn jemand die Tauchschule und die Leute die da arbeiten?
Noe. Aber die sind vermutlich genauso gut - oder genauso schlecht -
wie alle anderen dort. Und das abgebrannte Boot ist das gewesen, das
letzte Woche untergegangen ist. Und naechste Woche wird im Roten Meer
wieder ein Tauchboot untergehen. Und inschallah wieder eines. So ist
das eben. AFAIR passiert das so zwanzig bis dreissig Mal im Jahr.
Wenn Du in Aegypten auf ein Boot steigst, dann darfst Du Dich nicht
wundern, wenn nach dem Auslaufen der Schiffsjunge auf Anweisung des
Skippers das Armaturenbrett auf der Flybridge mit 'nem Kuechenmesser
abschraubt, um mit 'ner aufgeschnittenen Barakaflasche als Trichter
solange Maschinenoel auf das quietschende Lenkgestaenge zu kippen, bis
es selbst aus den Lautsprechern im Salon wieder hinauslaeuft, waehrend
das Boot steuerlos muntere Kreise vorm Jetty zieht (selber so erlebt
vor exakt neun Tagen - und das Boot war ansonsten zumindest
aeusserlich recht gut gepflegt). So what?
Wenn Du europaeische Standards haben willst, dann mach 'ne Butterfahrt
nach Helgoland.
hier kann man dir nur zustimmen!
(nicht nur) hier hat man den eindruck, daß allewelt vergisst, daß ägypten
sehr weit vom europ. standard entfernt ist.
Die Hotelanlagen und die preise ebendieser täuschen zwar, aber die
einheimischen haben NICHTS!!!!
Und wenn dann einer kommt und bemängelt, daß sich eine unterbezahlte und
unmotivierte crew zuerst ums eigene leben sorgt (so es überhaupt so
gefährlich war) überschätzt er die macht des geldes gewaltig.
glaubt ihr, die riskieren was oder sterben gar für uns ???
wir mieten dort ein boot und nicht mehr. In vielen fällen kennen die leute
nach einer woche nicht mal die namen der crew oder haben gar versucht, ein
paar worte mit denen zu reden.
Den helden lässt die crew gerne die allzeit bereiten handytelefonierer
spielen
Und da ist es völlig egal, wer der veranstalter ist oder die basis.
Übrigens gilt das meiner meinung nach auch für europäishce TL und guides
liebe grüße jörg
es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen,
aber Du bist ein Idiot.
ich glaube kaum, daß die paar Minuten schwimmen für
einen seelischen Knacks verantwortlich sind, sondern
wohl eher das Feuer. Es gibt eben auch Menschen, die
nicht ganz so unendlich cool sind wie Du es vorgibst
zu sein.
Gruß
Peter Tannert
Walter schrieb:
>
> > Es gab anscheinend keine Verletzte, er hat aber erzählt dass ein paar
> > inzwischen in
> > psychologischer Behandlung sind.
> >
> > Tschüss Gregor
>
> Da waren also Taucher an Bord, die Schwimmen seelisch nicht verkraften. War das
> der Patientenausflug der Klapsmühle oder wollen die nur Schmerzensgeld für den
> erlittenen Dachschaden abzocken?
>
> Walter
mailto:Claus...@gmx.de
http://www.abtauchen.de
---
"Termin-Druck GmbH" <termin...@t-online.de>
Claus Muehr schrieb:
>
> Hallo Termin-Druck GmbH!
> Schon mal was von der _Netiquette gehört?
> Nein???
> Solltest du dir mal durchlesen bevor du antwortest, könnte helfen...
Ja, Du hast recht und ich entschuldige mich hiermit vor
der gesamten Leserschaft.
Um mildernde Umstände zu bekommen sei nur noch gesagt, daß
mir als ich diesen Quatsch las, wirklich nichts anderes als
eben dieses Wort dazu einfiel.
Sorry
Peter Tannert
Hallo!
Das stimmt so nicht! Als ich vor ner Woche dort war gingen Handies
selbst dort noch, wenn auch nicht 100prozentig zuverlaessig.
Gruss
Tjark
"Markus Rückert" <116...@onlinehome.de> wrote:
> Am 8.4.2000 betauchten wir den Tauchspot Shab Sheer in Ägypten
> Auf dem Nachhauseweg bemerkten wir eine Rauchfahne, es stellte sich heraus,
> dass ein Tauchboot brannte.
>
> Wer kann mir mehr Informationen zu dem Bootsunfall geben?
Hallo!
Wenn es der Unfall ist, von dem ich weiss, dann kann ich ein paar Dinge
dazu sagen, da ich gerade aus Safaga komme und mit dem TL, der an Bord
war sehr ausfuehrlich ueber die Vorgaenge gesprochen habe. Somit jetzt
also erst mal 'seine' Version der Geschichte:
Das betroffene Boot war die 'Road Runner' und fuhr fuer die Orca-Basis
in Safaga, auf dem Rueckweg stellten Gaeste bzw. der Guide ungewoehnlich
starke Rauchentwicklung fest. Der Guide wies die Gaese daraufhin an, die
Anzuege anzulegen, die Jackets darueber zu ziehen und sich auf dem
Vorderdeck zu versammeln. Als die Situation zu kritisch wurde verliessen
alle Gaeste sowie der Guide und die Crew das Boot um nach Safaga Island
zu schwimmen. Die genaue zurueckzulegende Distanz kann ich nicht sagen,
aber wer den Abstand zwischen Safaga und Safaga Island kennt weiss, dass
es nicht uebermaessig weit sein kann (hier: keine Strecke, die jemand,
der ein Tauchaeztliches Attest bekommt nicht schwimmen koennte).
Alle erreichten ohne Verletzungen Safaga Island und wurden von dort
abgeholt.
Verluste gab es also in erster Linie persoenliche Gegenstaende, die in
der Kabine lagen (Rucksaecke mit was auch immer drin) sowie Ausruestung
die nicht angelegt worden war (Automaten, Computer).
Die Nachgeschichte: Es handelte sich bei den Gaesten um eine
Reisegruppe, die vorher sehr homogen aufgetreten war, nach diesem Unfall
jedoch in zwei Gruppen zerfallen ist: eine, die nach der ersten
Aufregung ruhig reagierte und eine zweite, die mittlerweile nur noch per
Anwalt mit der Basis bzw. dem Bootseigner verkehrt. Das Problem hier
ist, dass die Basis eigentlich nicht haftbar fuer den Schaden ist,
sondern der Bootseigner, der aber natuerlich nach dem Verlust seines
Bootes Pleite ist. Die Basis scheint in Form einer Goodwill-Geste aber
Bereitschaft signalisiert zu haben den *tatsaechlichen* Schaden zu
uebernehmen.
Weitere Details zum Rechtsstreit lasse ich hier aussen vor, da ich auch
keinen Rufmord gegen die Gaeste begehen moechte. Nochmal: Die
Schilderung oben basiert auf den Ausfuehrungen des Guides auf dem Boot,
ich kann diese nur so wiedergeben, einzig die Anmerkung bzgl. der
zurueckzulegenden Distanz im Wasser ist ein persoenlicher Kommentar.
Jetzt aber noch einige persoenliche Kommentare:
1. Wer in Aegypten auf ein Boot steigt muss sich der Gefahr bewusst
sein, dass es:
a) untergeht
b) abbrennt
c) steuerlos abgeschleppt werden muss
Aegypten ist nun mal ein Land in dem europaeische Standards nicht
gelten.
2. Sofern die Schuilderungen des Guides zutreffend sind sehe ich nur
einen Fehler: Beim Anziehen der Anzuege und Jackets haette man auch
Automaten und Computer mitnehmen koennen (das macht einen Handgriff aus)
3. Der laufende Rechtsstreit bewegt sich zum Teil auf einem Niveau der
Laecherlichkeit, leider kann ich den Thread wohl nicht mehr ganz lesen,
insofern weiss ich nicht, ob sich ein Betroffener zu Wort gemeldet hat.
4. Zur Basis: Ich bin dort getaucht und fuehlte mich sehr gut
aufgehoben, sicherlich keine
Geld-in-diese-Hand-Brevet-gibts-in-der-anderen-Basis, mir fehlt jedoch
der Vergleich zu den anderen Basen in Safaga, die Boote waren allgemein
in einem (zumindest auf Sicht) gutem Zustand, also ich war zufrieden.
(Mir ist aber auch kein Boot abgebrannt) ;-)
Ich hoffe ein kleines bisschen Licht in die Sache gebracht zu haben,
ansonsten bin ich auf die Diskussion gespannt... *grin*
Gruesse und Viel Spass beim Tauchen!
Tjark
endlich mal wieder ein posting zum Thema, Danke !
Gruss, Thomas
In article <390720B5...@tjarknikolai.de>,
Tjark Nikolai <ne...@tjarknikolai.de> wrote:
> Sorry, das ist keine Antwort auf Walters Posting sondern auf den
Start,
> aber ich kanns mailservertechnisch leider nicht dorthin posten. Sorry
> dafuer und danke fuers lesen.
>
> "Markus R=FCckert" <116...@onlinehome.de> wrote:
> > Am 8.4.2000 betauchten wir den Tauchspot Shab Sheer in =C4gypten
> > Auf dem Nachhauseweg bemerkten wir eine Rauchfahne, es stellte sich
her=
> aus,
> > dass ein Tauchboot brannte.
> > =
>
> > Wer kann mir mehr Informationen zu dem Bootsunfall geben?
>
> Hallo!
>
> Wenn es der Unfall ist, von dem ich weiss, dann kann ich ein paar
Dinge
> dazu sagen, da ich gerade aus Safaga komme und mit dem TL, der an Bord
> war sehr ausfuehrlich ueber die Vorgaenge gesprochen habe. Somit jetzt
> also erst mal 'seine' Version der Geschichte:
Hi,
ich war nicht dabei und ich kenne die Basis nicht !!
>Jetzt aber noch einige persoenliche Kommentare:
>
>1. Wer in Aegypten auf ein Boot steigt muss sich der Gefahr bewusst
>sein, dass es:
> a) untergeht
> b) abbrennt
> c) steuerlos abgeschleppt werden muss
> Aegypten ist nun mal ein Land in dem europaeische Standards nicht
>gelten.
Soweit liegst Du richtig, so sieht die traurige Realität aus.
Tatsache ist aber auch dass dort gelogen und betrogen wird, dass sich
die Balken biegen! Es ist also kein Wunder dass es ein Nachspiel gibt,
wer wollte den Gästen Unsachlichkeit unterstellen wenn sie aufgewacht
sind und den schoenen Schein einklagen.
Die von solchen Realitäten betroffenen Basen (hoffentlich sind nicht
alle betroffen) sind offensichtlich aus Ignoranz und Dummheit nicht
dazu in der Lage aus dem Desaster noch eine annehmbare Situation zu
machen, die beteiligten Basenbetreiber und Guides (hoffentlich nicht
alle) sind Abenteurer, Geschichtenerzähler und offensichtlich sehr
haeufig auch einfach nur tumbe Lumpen.
Wenn denn überall auf den billigen Schiffen O², Rettungsinseln und
Feuerlöscher fehlen ist es doch ein leichtes jeden Morgen Kisten mit
diesen Utensilien mit an Bord zu nehmen, die Wertsachen der Gäste kann
man doch wohl so unterbringen dass sie schnell von Bord zu schaffen
sind, auf der Ostsee findet man häufig diese verschraubbaren,
wasserdichten Plastiktonnen.
Aber solche Massnahmen könnten ja die Gäste verunsichern.
Stattdessen wird geflunkert und heile Welt vorgespielt.
>2. Sofern die Schuilderungen des Guides zutreffend sind sehe ich nur
>einen Fehler: Beim Anziehen der Anzuege und Jackets haette man auch
>Automaten und Computer mitnehmen koennen (das macht einen Handgriff aus)
Darauf hätten die Gäste auch selbst kommen können.
>3. Der laufende Rechtsstreit bewegt sich zum Teil auf einem Niveau der
>Laecherlichkeit, leider kann ich den Thread wohl nicht mehr ganz lesen,
>insofern weiss ich nicht, ob sich ein Betroffener zu Wort gemeldet hat.
>4. Zur Basis: Ich bin dort getaucht und fuehlte mich sehr gut
>aufgehoben, sicherlich keine
>Geld-in-diese-Hand-Brevet-gibts-in-der-anderen-Basis, mir fehlt jedoch
>der Vergleich zu den anderen Basen in Safaga, die Boote waren allgemein
>in einem (zumindest auf Sicht) gutem Zustand, also ich war zufrieden.
>(Mir ist aber auch kein Boot abgebrannt) ;-)
Natürlich ist man nach dieser *Rufschädigung* sehr bemüht, wer wäre
das nicht.
Gruesse von Andreas (c)¿(c)
--
22117 Hamburg, Borchardsheide 28a, ++49 (0)40-71363800
http://home.t-online.de/home/Andreas.Huss/
> Das Problem hier
>ist, dass die Basis eigentlich nicht haftbar fuer den Schaden ist,
>sondern der Bootseigner, der aber natuerlich nach dem Verlust seines
>Bootes Pleite ist.
Hai Tjark,
ist nicht die Tauchbasis der Vertragspartner des jeweiligen Tauchers,
und damit auch Derjenige der dem Taucher gegenüber haftbar ist ?
Mit etwas Glück dürfte es sich obendrein bei vielen der Betroffenen
um Personen handeln die ihren Vertrag nach deutschem Recht geschlossen haben.
Gruß,
Karl
--
Keine Rechtsberatung! Keine Steuerberatung !
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater!
Ich bin juristischer Laie !
On Wed, 26 Apr 2000 22:26:14 +0200, Andreas Huss
<andrea...@t-online.de> wrote:
[snip]
>Tatsache ist aber auch dass dort gelogen und betrogen wird, dass sich
>die Balken biegen! Es ist also kein Wunder dass es ein Nachspiel gibt,
Worauf genau beziehst Du Dich da? Falsche Versprechungen sind in der
Tourismusbranche ueblich, ich sage nur 'aufstrebende Stadt' als
Entschuldigung fuer Baulaerm... ;-)
>wer wollte den Gästen Unsachlichkeit unterstellen wenn sie aufgewacht
>sind und den schoenen Schein einklagen.
Es geht wohl nicht nur um 'entgangene Urlaubsfreuden' sondern auch
einfach um Geld. Was da einigen alles an Bord verbrannt sein soll...
Naja, ich war nicht dabei und weiss nicht, wie viele Automaten,
Computer, Bargeld und Kreditkarten da jeder an Bord hatte, also halt
ich mich mit Auesserungen zurueck... ;-) Ausserdem kenn ich ja auch
nur die Sicht der Basis, waere schoen mal jemand von den Betroffenen
auch zu hoeren, dazwischen duerfte dann die Wahrheit liegen.
>Die von solchen Realitäten betroffenen Basen (hoffentlich sind nicht
>alle betroffen) sind offensichtlich aus Ignoranz und Dummheit nicht
>dazu in der Lage aus dem Desaster noch eine annehmbare Situation zu
>machen, die beteiligten Basenbetreiber und Guides (hoffentlich nicht
>alle) sind Abenteurer, Geschichtenerzähler und offensichtlich sehr
>haeufig auch einfach nur tumbe Lumpen.
Das ist scharfer Tobak!
>Wenn denn überall auf den billigen Schiffen O², Rettungsinseln und
>Feuerlöscher fehlen ist es doch ein leichtes jeden Morgen Kisten mit
>diesen Utensilien mit an Bord zu nehmen, die Wertsachen der Gäste kann
>man doch wohl so unterbringen dass sie schnell von Bord zu schaffen
>sind, auf der Ostsee findet man häufig diese verschraubbaren,
>wasserdichten Plastiktonnen.
Also O2 und ein Medizinkoffer war immer auf dem Boot (zumindest auf
den Booten, auf denen ich war). Es gab auch das Ausdrueckliche Angebot
beim Check-Dive-Briefing die Benutzung des O2-Koffers (Wenoll-System)
zu erklaeren. Ich habe auch eine solche Erklaerung bekommen.
Rettungsinseln? Also wenn ein Boot mit Tauchern ausfaehrt haben die
mit Neopren und Jackets mehr als genug Auftrieb, Feuerloescher lass
ich als sehr guten Vorschlag gelten, wenn auch rundrum eigentlich
Wasser ist, es war wohl so, dass man aufgrund der Rauchentwicklung
auch gar nicht mehr loeschen konnte...
>Aber solche Massnahmen könnten ja die Gäste verunsichern.
>Stattdessen wird geflunkert und heile Welt vorgespielt.
>
>>2. Sofern die Schuilderungen des Guides zutreffend sind sehe ich nur
>>einen Fehler: Beim Anziehen der Anzuege und Jackets haette man auch
>>Automaten und Computer mitnehmen koennen (das macht einen Handgriff aus)
>
>Darauf hätten die Gäste auch selbst kommen können.
Naja, in der Situation weiss ich auch nicht, ob ich dran gedacht
haette... Aber hast schon Recht!
>Natürlich ist man nach dieser *Rufschädigung* sehr bemüht, wer wäre
>das nicht.
LOL! Ja klar, aus Schaden wird man klug. Naja, ich kenn die Basis erst
seit jetzt, aber laut Hoerensagen war das vorher auch schon so, die
kriegen auch bei taucher.net ne recht gute Bewertung (wahrscheinlich
gekauft ;-) )
Gruesse
Tjark
On Wed, 26 Apr 2000 22:31:05 GMT, Kar...@KarlKramer.de (Karl Kramer)
wrote:
>ist nicht die Tauchbasis der Vertragspartner des jeweiligen Tauchers,
>und damit auch Derjenige der dem Taucher gegenüber haftbar ist ?
So genau kenne ich mich da nicht aus, da muesste man nen Juristen
fragen, was mir gesagt wurde ist, dass die Versicherung der Basis fuer
den Schaden nicht aufkommen will, weil die meinen, der Bootseigner ist
dafuer zustaendig. *schulterzucken*
>Mit etwas Glück dürfte es sich obendrein bei vielen der Betroffenen
>um Personen handeln die ihren Vertrag nach deutschem Recht geschlossen haben.
Die Prozessiererei laeuft aber in Kairo (AFAIK). Na wie auch immer,
die Basis will ja wohl auch zahlen, die Frage ist offenbar eher wie
viel da auf dem Boot war, und die Sache mit dem psychischen Knacks
etc.
Gruesse
Tjark
>On Wed, 26 Apr 2000 22:26:14 +0200, Andreas Huss
><andrea...@t-online.de> wrote:
>>...(hoffentlich nicht
>>alle) sind Abenteurer, Geschichtenerzähler und offensichtlich sehr
>>haeufig auch einfach nur tumbe Lumpen.
>
>Das ist scharfer Tobak!
>... wenn auch rundrum eigentlich
>Wasser ist, es war wohl so, dass man aufgrund der Rauchentwicklung
>auch gar nicht mehr loeschen konnte...
Hmm, die Diveguides sollten ansich schon mal das Stichwort
"schwerer Atemschutz" gehört haben.
Blos: ohne Feuerlöscher ist man ziemlich aufgeschmissem
und selbst Wassereimer gibt es auf manchem Tauchboot nur genau einen:
den zum Maske auswaschen (und Klo putzen?) .
>>Darauf hätten die Gäste auch selbst kommen können.
Die Gäste müssen den Anweisungen des Personals Folge leisten
(genauer gesagt denen des Kapitäns):
wenn es heißt "Anzug und Rettungsweste anlegen und dann sofort von Bord",
dann ist ihnen dadurch VERBOTEN länger zu verweilen um Sachwerte zu retten.
>...kriegen auch bei taucher.net ne recht gute Bewertung
Die Bewertung kann sich ändern, entsprechend der eingehenden Berichte,
ich empfehle für Berichte das Formular von der Webseite
http://scuba.quest.de/dive/deutsch/basetest.htm
als Anhaltspunkt mit zurate zu ziehen.
>So genau kenne ich mich da nicht aus, da muesste man nen Juristen
>fragen, was mir gesagt wurde ist, dass die Versicherung der Basis fuer
>den Schaden nicht aufkommen will, weil die meinen, der Bootseigner ist
>dafuer zustaendig. *schulterzucken*
Ja, die Basis kann versuchn sich die Entschädigung die sie an ihre Kunden
gezahlt hat vom Bootseigner zurück zu holen, aber es ist imho
eben die Basis die den Kunden gegenüber in der Pflicht ist.
>Die Prozessiererei laeuft aber in Kairo (AFAIK).
Man sollte als Kunde sehr darauf achten, daß man keinen Vertrag unterzeichnet
der einen Gerichtsstandort außerhalb der EU oder den USA/Canada vorsieht...
Karl Kramer schrieb: >snipp<
>
> Die Gäste müssen den Anweisungen des Personals Folge leisten
> (genauer gesagt denen des Kapitäns):
> wenn es heißt "Anzug und Rettungsweste anlegen und dann sofort von Bord",
> dann ist ihnen dadurch VERBOTEN länger zu verweilen um Sachwerte zu retten.
> >snapp<
lieber Karl
>>>Jalla, Jalla <<<<ist wahrscheinlich das einzige, was du von "den Anweisungen des
Personals" mitkriegst.
Dein Glaube an (Deusches, EU oder US) Recht ehrt dich, aber ist in Ägypten absolut
fehl am platz.
Wenn ich z.b. in Paris (=safaga)während einer Pausschalreise einen U-bahn(=boots)
Unfall habe, zahlt auch nicht der reiseveranstalter. (wär ja auch komisch)
ergo hast du IMMER örtliches Recht bei derart gelagerten fällen.
und daraus lernen wir:
keine Keditkarten, kein Geld, keine Handy´s, keine unnötigen Werrtgegestände an
Bord und den anweisungen nur dann folgen, wenn du sie verstehst und sie dann auch
noch sinn machen.
Ich bezweifle nämlich, daß "das Personal" mehr Ahnung von verhalten in notfällen
hat als ein Europäer mit segelgrundschein.
Es bleibt dabei: denen sind wir (vermeintlichen) millionäre schnurzpiepegal
beste grüße Jörg
joerg severing schrieb:
> keine Keditkarten, kein Geld, keine Handy´s, keine unnötigen Werrtgegestände an
> Bord
... und auf dem Rückweg siehst du zu wie dein Hotel abfackelt?(((((-;
Gruß
Stefan
>Dein Glaube an (Deusches, EU oder US) Recht ehrt dich, aber ist in Ägypten absolut
>fehl am platz.
Hai Joerg,
Deine Ansprüche stellst Du an Deinen Vertaragspartner,
bei dem Du in Deutschland gebucht hast.
Welche seiner Klauseln zulässig sind
und wofür er Ersatz leisten muß
entscheidet imho ein deutscher Richter.
Warum sollte ein deutscher Kunde mit einer deutschen Tauchbasis /
Tourisikkette freiwillig, wissend,
einen Vertrag nach einem ihm unbekannten Recht abschließen?
Ich habe auch nie mehr Geld dabei als ich für 2 Tage brauche,
sobald ich die Gelegenheit hatte den Rest im Safe zu deponieren.
Meine Tauchausrüstung hätte ich aber sicher angelegt:
a) um das Wrack u.W. zu filmen solange noch dessen Licht brennt _:|.
b) weil ich das Gerät aus Sicherheitsgründen eh tauchklar lasse
c) wenn man schon Anzug und Flossen anzieht, dann kann man sich
auch noch den Rebreather schnappen bevor man in's Wasser springt,
er könnte Leben retten helfen.
Karl Kramer wrote:
>
> Ja, die Basis kann versuchn sich die Entschädigung die sie an ihre Kunden
> gezahlt hat vom Bootseigner zurück zu holen, aber es ist imho
> eben die Basis die den Kunden gegenüber in der Pflicht ist.
>
> >Die Prozessiererei laeuft aber in Kairo (AFAIK).
>
> Man sollte als Kunde sehr darauf achten, daß man keinen Vertrag unterzeichnet
> der einen Gerichtsstandort außerhalb der EU oder den USA/Canada vorsieht...
Ich denke die entscheidende Frage ist: haben sie das Tauchpaket ueber
Orca in Deutschland gebucht, oder haben sie unten bei der Basis einfach
die TG gebucht, wenn letzteres duerfte das ganze wohl aegyptischem Recht
unterliegen, wenn ersteres dann wirds wohl deutsches Recht sein. Die
Basis gehoert naemlich nicht dem Reiseveranstalter. Ausserdem weiss ich
nicht, wie es mit der Haftung von Subunternehmern (hier Bootsbesitzer)
fuer durch sie verursachte Schaeden steht aber vielleicht kannst Du da
was zu sagen, wie das zum Bleistift bei ner Baufirma ist, der
Subunternehmer Mueller-Meier-Schulze bei der Installation der
Elektrischen Einrichtung das Haus per Kabelbrand abfackelt.
Gruss
Tjark
>>... wenn auch rundrum eigentlich
>>Wasser ist, es war wohl so, dass man aufgrund der Rauchentwicklung
>>auch gar nicht mehr loeschen konnte...
>
>Hmm, die Diveguides sollten ansich schon mal das Stichwort
>"schwerer Atemschutz" gehört haben.
>Blos: ohne Feuerlöscher ist man ziemlich aufgeschmissem
>und selbst Wassereimer gibt es auf manchem Tauchboot nur genau einen:
>den zum Maske auswaschen (und Klo putzen?) .
Flasche, Atemregler und Maske könnte schon als mittelschwerer Atemschutz
durchgehen, oder?
Schöne Grüße,
Uwe
-------
Sachkenntnis kann jeder lebhaften Diskussion nur schaden!
> Ich denke die entscheidende Frage ist: haben sie das Tauchpaket ueber
> Orca in Deutschland gebucht, oder haben sie unten bei der Basis einfach
> die TG gebucht, wenn letzteres duerfte das ganze wohl aegyptischem Recht
> unterliegen, wenn ersteres dann wirds wohl deutsches Recht sein.
Eher nicht:
Meistens findet sich in den Vertragsklauseln der deutschen Veranstalter der
Passus "...vermittelte Zusatzleistungen...". Damit kann das deutsche
Unternehmen recht wirksam Schadensersatzansprüche weiterleiten. Deutsches
Recht gilt dann auch nicht mehr.
> Ausserdem weiss ich
> nicht, wie es mit der Haftung von Subunternehmern (hier Bootsbesitzer)
> fuer durch sie verursachte Schaeden steht
Entsprechend der örtlichen Gerichtsbarkeit ist er schon haftbar zu machen, nur
sind diese Anbieter (wenn überhaupt) meist unterversichert, und nach einem
solchen Vorfall pleite (und oft auch unauffindbar)...
Blubb,
Thomas.
(juristischer Laie)
> Flasche, Atemregler und Maske könnte schon als mittelschwerer Atemschutz
> durchgehen, oder?
NEIN !
a) es gibt entweder leichten (umluftabhaengigen -> Filter) Atemschutz
oder
schweren (umluftunabhaengigen -> Flasche/Schlauch) Atemschutz
b) Dieser Versuch endet mit grosser Wahrscheinlichkeit mit einer
schweren Rauchvergiftung oder toedlich.
Die Ausatemmembrane des LA verhindert (meist) zuverlaessig das
Eindringen von Wasser, jedoch nicht das geringfuegige Eindringen von
Umluft. So aufgenommene Atemgifte wirken schnell toedlich!
TAUCHGERAETE (Kreisel ausgenommen) SIND ALS ATEMSCHUTZ ABSOLUT
UNTAUGLICH !
Gruss _Jens_
>Eher nicht:
>Meistens findet sich in den Vertragsklauseln der deutschen Veranstalter der
>Passus "...vermittelte Zusatzleistungen...". Damit kann das deutsche
>Unternehmen recht wirksam Schadensersatzansprüche weiterleiten. Deutsches
>Recht gilt dann auch nicht mehr.
Hi,
jeder Organisator irgendwelcher Ausfahrten wird davor gewarnt
Reisebestandteile zu einem Gesamtpaket zusammenzufügen weil er dadurch
zum Veranstalter/Vollhafter wird.
Wenn dann ein Mitreisender mit dem Hotelbalkon zu Boden rauscht kann
er dafür in die Haftung genommen werden ....
Die Vertragsklause/Zusatzleistungen ist evtl. total wertlos ....
geschickter sind da schon die grossen Gesellschaften über deren Tresen
vor Ort kleine Tagesausflüge angeboten werden, bei einem Unfall fehlen
dann Buchungsbestätigung, etc., so dass sich die Veranstalter zur Zeit
in Einzelfällen noch trickreich vor Regress retten können.
>>Die von solchen Realitäten betroffenen Basen (hoffentlich sind nicht
>>alle betroffen) sind offensichtlich aus Ignoranz und Dummheit nicht
>>dazu in der Lage aus dem Desaster noch eine annehmbare Situation zu
>>machen, die beteiligten Basenbetreiber und Guides (hoffentlich nicht
>>alle) sind Abenteurer, Geschichtenerzähler und offensichtlich sehr
>>haeufig auch einfach nur tumbe Lumpen.
>
>Das ist scharfer Tobak!
Hi Tjark,
klar, und es trifft ja eben nicht auf alle Guides zu !!!
Belegt sind aber Situationen, die sicher kein Einzelfall darstellen,
ein Kamerateam interviewte während eines Berichtes über die Zustände
am Roten Meer einen TL nach den Sicherheitsausstattungen, bekam
beruhigende Anworten, suchte danach die Ausruestung auf dem gesamten
Schiff und bekam die fehlende Ausstattung so erklärt:
*morgens kommen die Tagesboote der Aegypter und die kann man nicht
einfach wegschicken nur weil jede Sicherheitsausstattung fehlt*
Es war nix an Bord aber der TL gaukelte den schoenen Schein vor ...
ein Einzelfall ... ;-))) ???
Auch auf den Malediven haben schon Guides gekündigt weil zwar eine
teure Videoanlage angeschafft wurde, aber keine O²-Koffer für die
Tauchgänge bereitstanden ......
Insofern ist der Kunde gezwungen selbst scharf zu prüfen, am besten
bis hin zum Fuelldruck der O²-Flaschen.
Fehlende Ausstattungen sind reine Faulheit, jede Basis kann jeden
Morgen ihre eigenen Feuerlöscher, etc., mit an Bord nehmen,
Arbeitskraft ist in Aegypten nicht gerade teuer, zwei Zargesboxen
sollen reichen.
Auch eigene Funkgeräte sind möglich, sooo gross ist die Elektronik
heute ja nicht gerade mehr, ;-)).