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Zu: Sterben die Taucher aus.

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Hans Werner

unread,
Jul 20, 2010, 2:25:21 PM7/20/10
to
Zum aktuellen Thema fand ich dieses Oel für die Mühle.

http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/polizei-ermittelt-gegen-tauchschule-auf-fehmarn/

gut Luft
Hans Werner

Jo Warner

unread,
Jul 21, 2010, 3:54:46 AM7/21/10
to
Hans Werner schrieb:

> Zum aktuellen Thema fand ich dieses Oel für die Mühle.
>
> http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/polizei-ermittelt-gegen-tauchschule-auf-fehmarn/

Moin,

ich habe mal die Überschrift geändert.

Es gibt ja inzwischen einiges an findbaren Medienmeldungen dazu.

Unzweifelhaft ist schon mal die Tatsache, dass ein einziger Instructor
(Bezeichnung so gewählt, weil es sich bei der besagten Basis Wulfener
Hals um eine PADI-Tauchschule handelt) mit sechs Schnuppertauchern im
Alter ab 10 Jahren ins Wasser ging.
Das Wasser in dem Bereich ist ohnehin ziemlich unsichtig, außerdem ist
klar, dass speziell absolute Anfänger Bodensediment aufwirbeln und die
Sicht dadurch zusätzlich verschlechtern.
Es ist eindeutig, dass bei derartigen Bedingungen der Instructor auf
keinen Fall mehr in der Lage ist, seine sechs "Schäfchen" überhaupt im
Auge zu haben, geschweige denn zu jedem Zeitpunkt bei jedem eingreifen
zu können, wenn Unterstützung benötigt wird.

Dass in diesem Fall gleich eine Reihe von Verstößen gegen
Ausbildungsstandards gegeben ist, werden auch die PADIaner zugeben
müssen und akzeptieren. Interessant ist die Schuldfrage.

Die betreffende Tauchschule hat vor einigen Monaten u. a. über Anzeigen
in der Rubrik "Jobs" bei taucher.net Saisonpersonal gesucht. Der
20-jährige dürfte einer der Angeworbenen sein.
Selbstverständlich hätte es der junge Instructor ablehnen müssen, diese
Standardverstöße zu begehen und mit der Sechsergruppe Schnuppertauchen
zu gehen. Er hat also die primäre Schuld.

Wer die Tauchschulszene kennt, der weiß, dass der zu welchen Konditionen
auch immer angestellte Mitarbeiter das schwächste Rädchen im System ist.
Wenn der Tauchschulbesitzer etwas anordnet und sich der angestellte
Instructor gut begründet weigert, fliegt er raus. Ein rausgeworfener
junger Instructor ist nahezu weltweit binnen paar Stunden ersetzbar, und
der Neue wird vermutlich gehorsamer sein.
Also rettet der junge Instructor seinen Job, geht auf volles Risiko und
hofft, dass es gut geht.

Da in diesem Falle mit Sicherheit der Tauchschulbesitzer, der ebenfalls
PADI-Instructor ist, diesen Schnuppertauchgang in dieser Verfahrensweise
angeordnet hat, trifft ihn eine erhebliche sekundäre Schuld. Warum es so
ausgeführt wurde, ist klar und hat mit Kostenminimierung und
Gewinnmaximierung für den Inhaber zu tun. Es ist spekulativ, aber
denkbar, dass diese Form von Schnuppertauchen bei dieser Basis kein
Einzelfall war, es aber bislang glücklicherweise gut endete.

Böse Leute interpretieren "Pay And Die Immediately", hier wurde es
leider Realität. Es hat nichts damit zu tun, dass ich persönlich mit
diesen Tauchschulinhaber ein kleines Problem habe (Eingeweihte wissen,
was ich meine). Dies ist aber kein "tragisch endender Tauchunfall", der
weltweit überall vorkommen kann.

Gruß Jo

Uwe Hercksen

unread,
Jul 21, 2010, 4:30:59 AM7/21/10
to

Jo Warner schrieb:

> Es ist eindeutig, dass bei derartigen Bedingungen der Instructor auf
> keinen Fall mehr in der Lage ist, seine sechs "Schäfchen" überhaupt im
> Auge zu haben, geschweige denn zu jedem Zeitpunkt bei jedem eingreifen
> zu können, wenn Unterstützung benötigt wird.

Hallo,

merkwürdig auch der Kommentar eines anderen Instructors das sechs nicht
regelkonform waren, aber vier zulässig wären. In den örtlichen
Verhältnissen wären doch auch drei oder zwei zuviel.

Bye

Reinhard Peters

unread,
Jul 21, 2010, 4:53:43 AM7/21/10
to
Ich verstehe nicht ganz wie ein TL mit sechs Schnuppertauchern
funktionieren kann. Die können doch nicht tarieren und sitzen entweder
im Dreck oder schwimmen wie Bojen.
Im Urlaub sehe ich häufiger Schnuppertaucher mit TL ihre Runden drehen.
Aber da hat der TL maximal zwei Schnuppertaucher unter sich und hält sie
mit der Hand von hinten an der ersten Stufe. Grob tariert er sie über
deren Inflator den Rest denn mit seiner Lunge.
Wie macht ein TL das mit sechs Leuten? Da habe ich ein Verständnisproblem.
Kann ein TL mich aufklären wie das in der Praxis funktioniert?

--
Mit freundlichen Grüßen
Best regards
Reinhard Peters

MatV

unread,
Jul 21, 2010, 4:56:59 AM7/21/10
to

Ack. Ich frage mich, wozu es Grundsätze gibt beim Schnuppertauchen 1TL
pro Anfänger. Genauso beim Kindertauchen.
Langsam bildet sich da ein Schema heraus. Wenn man den
DeepDiveSpecialty beim 13. TG verstorben nimmt, letztes Jahr im Juni
(die PADI Bude in Lüneburg), oder die im Rüttlerkeller Ertrunkene bei
Tauchschule M. Barth, ebenfalls PADI.
Ich sehe da überall grobe Fahrlässigkeit gepaart mit kriminellem
Unwissen über Zusammenhänge und Standards.
M.E. besteht da regulativer Bedarf, um weiteren Toten vorzubeugen.
Gruß,
Matthias

Jo Warner

unread,
Jul 21, 2010, 5:00:45 AM7/21/10
to
Uwe Hercksen schrieb:

> merkwürdig auch der Kommentar eines anderen Instructors das sechs nicht
> regelkonform waren, aber vier zulässig wären. In den örtlichen
> Verhältnissen wären doch auch drei oder zwei zuviel.

Moin Uwe,

ich telefonierte gestern mit einem TL-Kollegen, der die dortigen
aktuellen Sichtweiten kennt: Max. 3 m, ohne dass jemand im Grund
moddert. Bei den Bedingungen ist bei allem außer 1 : 1-Ratio einer zu
viel im Wasser.

Vier Schnupperer auf einen Instructor zulässig? Eventuell in maximal 1,5
m Tiefe im blitzsauberen Pool mit einer Gruppe Erwachsener, aber
definitiv weder in Trübwasser noch mit einem Kind. Vielleicht äußern
sich dazu hier mal diejenigen wie Martin Heggli, denen die aktuelle
PADI-Instructor-CD vorliegt.

Bei so manchen online zu lesenden Kommentaren liegt der Verdacht nahe,
dass der am Pranger stehende Tauchschulbesitzer Leute bestellt hat, was
Entlastendes zu schreiben. Immerhin hat er minimal reagiert und seine
bisherige www-Startseite geändert. Ihm schwimmen aber die Felle davon,
denn jetzt schreibt er: "Wir würden ... darum bitten, auf weitere ...
Berichterstattungen zu verzichten."

Dass er merkwürdigerweise auf kognitiv minderbegabte Kunden zählt, zeigt
ja auch dieses Zitat von seiner Website (nach --> ist mein Kommentar):
- Wracktauchen (gesunkene Schiffe betauchen) --> Nein, nicht mit
Schwiegermutter oder Johannes Heesters!
- Bootstauchen (vom Boot aus) --> Wie geht Bootstauchen ohne Boot?
- Nachttauchen (im Dunkeln) --> Nachts ist es nun mal kälter als draußen.

Gruß Jo

Bastian Scholz

unread,
Jul 21, 2010, 5:42:25 AM7/21/10
to
Am 21.07.2010 11:00, schrieb Jo Warner:

> Vier Schnupperer auf einen Instructor zulässig? Eventuell in maximal 1,5
> m Tiefe im blitzsauberen Pool mit einer Gruppe Erwachsener, aber
> definitiv weder in Trübwasser noch mit einem Kind. Vielleicht äußern
> sich dazu hier mal diejenigen wie Martin Heggli, denen die aktuelle
> PADI-Instructor-CD vorliegt.

Ich hab nur die CD von 2003: -> Aua

Discover Scuba:
* Mindestalter 10
* Schwimmbad oder begrenztes Freiwasser
* Ratio 8:1 im Schwimmbad, 4:1 im begrenzten Freiwasser
jeder weitere Assistent darf zwei weitere Leute mitnehmen
* Mindestens Assistant Instructor
* Nicht mehr als zwei 10-11-jährige Pro Gruppe
* maximal 6m, aber erst wenn der Schnupperer im flachen
Wasser entspannt atmet

Bubblemaker:
* Mindestalter 8
* Ratio 6:1 im Schwimmbad
* Maxtiefe 2m
* Rest -> siehe oben...

Wenn Assistenten zur Verfügung stehen geht im Freiwasser
maximal 6:1, im Schwimmbad ist es nicht genau geregelt, da
scheint laut 2003 Standard auch nn:1, wenn genug Assistenten
daneben sitzen...

Grüße

Basti

Martin Heggli

unread,
Jul 21, 2010, 6:42:00 AM7/21/10
to
Am 21.07.2010 11:00, schrieb Jo Warner:
> Vier Schnupperer auf einen Instructor zulässig? Eventuell in maximal 1,5
> m Tiefe im blitzsauberen Pool mit einer Gruppe Erwachsener, aber
> definitiv weder in Trübwasser noch mit einem Kind. Vielleicht äußern
> sich dazu hier mal diejenigen wie Martin Heggli, denen die aktuelle
> PADI-Instructor-CD vorliegt.

Du hast an der Lampe gerieben, Sidi?

Schwimmbad oder begrenztes Freiwasser
– Maximale Tiefe: 6 Meter.

Schwimmbad – „Ratios“
Teilnehmer zu Instructor / Assistant Instructor – 8:1

Begrenztes Freiwasser – „Ratios“
Teilnehmer zu Instructor / Assistant Instructor – 4:1
mit einen oder mehreren Assistenten - 6:1

Wenn Kinder dabei sind, gelten andere Rations.

Der springende Punkt ist aber:
Unter Schwimmbad bzw. begrenztem Freiwasser („confined open
water”) ist entweder ein Schwimmbad oder ein Gewässer im
Freiwasser zu verstehen, das schwimmbadähnliche Bedingungen
aufweist bzgl. Sicht, Wasserbewegung und Tiefe.

Und irgendwo steht:
Entwickle ein gutes Urteilsvermögen, um zu entscheiden, ob
die jeweiligen Bedingungen verminderte Verhältniszahlen der
Tauchschüler bzw. Teilnehmer erfordern, damit die Sicherheit
und Kontrolle gewährleistet sind.

Allerdings ist dazu zu sagen: Der Schnuppertauchgang findet
primär in flachem Wasser statt! Natürlich ist "flaches Wasser"
nicht näher definiert und kann von Hüfttief bis Brusttief gehen.
Ich würd es definieren als Wasser, in dem jeder Teilnehmer
gut und sicher stehen kann, also irgendwo Bauchnabeltiefe.
Die Maximaltiefe kommt erst zum tragen, wenn man einzelne
Teilnehmer, die sich soweit sicher und wohl fühlen, auf eine
kleine Tour mitnimmt. Allerdings ist das dann allerhöchstens
2:1, denn mehr Hände hab ich nicht... ;-) In einem flachen
Pool oder in einer flachen Lagune würde ich mir also zutrauen,
ein Schnuppertauchen mit den Rations wie oben beschrieben
durchzuführen. Im See ist das aber absolutes No-Go für mich
und da gibts nur 1:1! Und wer nicht an der Reihe ist, sitzt am
Ufer und wartet. Da bin ich vielleicht ein bisschen über-vor-
sichtig, aber für mich stimmts.

--
gruesschen, martin

mahe at gmx dot net

"Wissen hält nicht länger als Fisch"

Jo Warner

unread,
Jul 21, 2010, 7:40:07 AM7/21/10
to
Reinhard Peters schrieb:

> Ich verstehe nicht ganz wie ein TL mit sechs Schnuppertauchern
> funktionieren kann. Die können doch nicht tarieren und sitzen entweder
> im Dreck oder schwimmen wie Bojen.

> Wie macht ein TL das mit sechs Leuten? Da habe ich ein Verständnisproblem.


> Kann ein TL mich aufklären wie das in der Praxis funktioniert?

Moin,

das willst du nicht wirklich wissen!

Tauchschulcheffe geht morgens zur Bank, stellt fest, dass er böse
angeguckt wird und dann so Sprüche falle wie "Schaff Kohle ran oder dein
Ofen geht aus". Oder es weihnachtet ganz dolle in einem nordwestlichen
Vorort von Kiel und Cheffe braucht noch Geschenke und dafür Geld. :-)

Was tun? Schnuppertaucher ködern! Dafür heuert man Saisonkräfte an
(andere nennen sie moderne Sklaven, die sogar freiwillig kommen) und
verspricht denen einen Superjob, denn Cheffe muss ja das Geld zählen.
Kennen sie schon, steht ja so auch in der Werbung für die Firma, wo sie
ihren Instructortitel bezahlten. Also rennen die armen Schweine durch
die Urlaubsanlage und werfen Köder aus.

Tja, dann stehen da wie in diesem Fall sechs Leute, die anbissen -
Cheffe sieht, wie sich die Dollars vermehren. Doof nur, dass korrektes
Schnuppertauchen mit absolut maximal vernünftig 1 : 2 einen Mitarbeiter
zu lange bindet, also startet Cheffe die Lotterie und schickt den armen
Saisonarbeiter mit 6 Leuten gleichzeitig rein.

Wie funktioniert sowas? Eigentlich gar nicht! Wenn überhaupt, dann mit
ganz viel Blei, damit sie nicht auf Jojokörkchen machen. Mit
Strafgefangenen im Mittelalter ging man ähnlich um. Das wissen aber
leider diejenigen nicht, die anbeißen, die sehen nur die "diving is fun
& adventure"-Flagge an der Angelbude.

Und wenns dann mal schief geht, kommen Sprüche vom Basisleiter wie
"Egal, tauchende Russen wachsen auf Bäumen nach" (Hurghada) oder "bitte
keine weitere Medienberichterstattung dazu" wie hier.

Und gleich postet hier jemand und meint, ich hätte null Ahnung von
Marketing.

Gruß Jo

Reinhard Peters

unread,
Jul 21, 2010, 9:00:57 AM7/21/10
to
Jo Warner schrieb am 21.07.2010 13:40:
> Reinhard Peters schrieb:
>> Ich verstehe nicht ganz wie ein TL mit sechs Schnuppertauchern
>> funktionieren kann. Die können doch nicht tarieren und sitzen entweder
>> im Dreck oder schwimmen wie Bojen.
>
>> Wie macht ein TL das mit sechs Leuten? Da habe ich ein
>> Verständnisproblem.
>> Kann ein TL mich aufklären wie das in der Praxis funktioniert?
>
> Moin,
>
> das willst du nicht wirklich wissen!
> ...
So oder ähnlich habe ich mir die Motivation vorgestellt.
Meine Frage ist eher technischer Natur. Im gekachelten Becken oder auf
fester Sand/Kiesfläche kann ich 4-5 auf dem Grund parken und dann einen
oder zwei "rumschleppen".
Aber wie funktioniert das bei aufwirbelndem Grund? Da sind ja sofort
alle sechs Schnuppertaucher "wech" wenn ich sie einfach parke.

Ich will darauf hinaus, dass es doch eher ein OWD o.ä. Kurs war der da
lief. Die haben vorher im Schwimmbad etwas geübt und nicht gleich alle
sechs im Dreck gesessen.

Jo Warner

unread,
Jul 21, 2010, 9:09:15 AM7/21/10
to
Reinhard Peters schrieb:

> Ich will darauf hinaus, dass es doch eher ein OWD o.ä. Kurs war der da
> lief. Die haben vorher im Schwimmbad etwas geübt und nicht gleich alle
> sechs im Dreck gesessen.

Nein, leider nicht! Nach allen Infos wurden alle sechs als
Schnuppertauch-Frischlinge gleich in dem Modder versenkt! :-(

Und selbst wenn es ein OWD-Kurs gewesen wäre mit vorangegangenem
Schwimmbad, hätte der arme 20-jährige Junge die Gruppe nie unter
direktem Einfluss gehabt.

Gruß Jo

Uwe Hercksen

unread,
Jul 21, 2010, 9:57:52 AM7/21/10
to

Reinhard Peters schrieb:

> Meine Frage ist eher technischer Natur. Im gekachelten Becken oder auf
> fester Sand/Kiesfläche kann ich 4-5 auf dem Grund parken und dann einen
> oder zwei "rumschleppen".
> Aber wie funktioniert das bei aufwirbelndem Grund? Da sind ja sofort
> alle sechs Schnuppertaucher "wech" wenn ich sie einfach parke.

Hallo,

es kann bei aufwirbelnden Grund nicht funktionieren.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jul 21, 2010, 10:34:13 AM7/21/10
to

Jo Warner schrieb:

>> http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/polizei-ermittelt-gegen-tauchschule-auf-fehmarn/
>
>
>
> Moin,
>
> ich habe mal die Überschrift geändert.
>
> Es gibt ja inzwischen einiges an findbaren Medienmeldungen dazu.

Hallo,

ein Kommentar in der TAZ ist ja auch seltsam: warum nahmen sie keine
Buddyleine mit?
Vier oder gar sechs absolute Anfänger angeleint an einem TL, das wäre
doch auch nicht zu beherrschen. Auch wenn dann niemand verloren geht.

Bye

Jo Warner

unread,
Jul 21, 2010, 10:40:59 AM7/21/10
to
Uwe Hercksen schrieb:

> ein Kommentar in der TAZ ist ja auch seltsam: warum nahmen sie keine
> Buddyleine mit?
> Vier oder gar sechs absolute Anfänger angeleint an einem TL, das wäre
> doch auch nicht zu beherrschen. Auch wenn dann niemand verloren geht.

Hast du es mal beobachtet, wenn ein Hundezüchter vier Welpen ausführen will?

Hans Werner

unread,
Jul 21, 2010, 11:19:29 AM7/21/10
to
Aktueller Stand:

Lübecker Nachrichten: Die Tauchbasis wurde beschlagnahmt. Insbesondere der
Kompresser (so ein quatsch) ist ins Visier geraten.

gut Luft
Hans Werner

Axel

unread,
Jul 21, 2010, 12:00:12 PM7/21/10
to

Hai Martin,

Du bist nicht altmodisch. Da kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen.
Alles andere ist nicht vertretbar.

Gruss

Unke

Axel

unread,
Jul 21, 2010, 12:17:34 PM7/21/10
to

PADI Standard unter anderem zu gutem Urteilsvermögen etc......

Übe direkte!!!! Supervision über die neuen Taucher aus, während sie
unter Wasser atmen und im flachen Wasser umher schwimmen. Wenn sie
sich wohl fühlen, kannst !!!!!!!! du sie auf eine Tour in tieferes
Wasser mitnehmen.
Ratio in begrenztem Freiwasser: Instructor max. 4:1, wobei sich in der
Gruppe nicht mehr als zwei 10-11 jährige Kinder befinden dürfen.
Wie gesagt nochmals zum Verständnis. Dies gilt nur bei optimalen
Bedingungen!!!!!!! Zum Urteilsvermögen..... dies ist die Ostsee
bestimmt nicht.
Mit Kindern würde ich niemals einen DSD in der Ostsee durchführen.
Dafür gibt es Schwimmbäder!!!!

Joerg Hahn

unread,
Jul 22, 2010, 3:19:01 AM7/22/10
to
Moin,

Hans Werner wrote:
> Lübecker Nachrichten: Die Tauchbasis wurde beschlagnahmt. Insbesondere der
> Kompresser (so ein quatsch) ist ins Visier geraten.

Hört sich doch besser an als... Basenbetreiber und OWSI stehen voll im
Regen...

LG
Jörg

--
Die neuen Knips-Fotos aus dem Urlaub:
http://www.notabstieg.de/egypt-3-2010/index.html

http://www.grabmalkultur.de

Uwe Hercksen

unread,
Jul 22, 2010, 3:29:35 AM7/22/10
to

Hans Werner schrieb:

> Lübecker Nachrichten: Die Tauchbasis wurde beschlagnahmt. Insbesondere der
> Kompresser (so ein quatsch) ist ins Visier geraten.

Hallo,

na ja, nach bisherigem Stand ist es ja nicht völlig auszuschließen das
auch mit dem Kompressor etwas nicht in Ordnung war. Die nicht
verunfallten Taucher beweisen das jedenfalls nicht.

Bye

MatV

unread,
Jul 22, 2010, 5:53:38 AM7/22/10
to
On 21 Jul., 17:19, "Hans Werner" <h...@iupa.de> wrote:
> Aktueller Stand:
>
> Lübecker Nachrichten: Die Tauchbasis wurde beschlagnahmt. Insbesondere der
> Kompresser (so ein quatsch) ist ins Visier geraten.

Moin Hans Werner,
was mich stutzig macht, in der online- Ausgabe der Lübecker
Nachrichten stand was von 3 weiteren Verletzten.
Das ließe tratsächlich auf eine gemeinsame Unfallursache schließen,
deren eine mögliche mit Sicherheit ein defekter Kompressor ist. Oder
eine Monsterqualle. Oder militärische Sonarversuche (SURTASS LFAS).
Ansonsten wäre die ersten Vermutung, Orientierungsverlust,
hochstrampeln, überbleit, außer Atem, tarieren nicht geregelt kriegen,
Wasser schlucken, ertrinken. Aber gleich zweimal???
Gruß,
Matthias

Sven Jahnke

unread,
Jul 22, 2010, 9:40:57 AM7/22/10
to
Hab dort vor 2 Wochen ein Bißchen Luft gekauft (so teuer wie noch
nirgends gesehen). Schnuppern im Pool 25,-, in der Ostsee 49,-. Kamen
Eltern mit ihrem Sohnemann vorbei und haben sich über Schnuppertauchen
beim Inhaber informiert: "In diese Brühe (gemeint ist der total
überfüllte Pool) geh ich eh nicht, wir gehen direkt in die Ostsee.
Ohne Worte... Bleibt nur zu hoffen dass wenigstens die 16-jährige
überlebt

Viele Grüße

Sven

Joerg Hahn

unread,
Jul 22, 2010, 12:20:26 PM7/22/10
to
Jo Warner wrote:

> - Bootstauchen (vom Boot aus) --> Wie geht Bootstauchen ohne Boot?
> - Nachttauchen (im Dunkeln) --> Nachts ist es nun mal kälter als draußen.

Noch ein Zitat von der Website:

"Und die Krönung...
ist der Dive-Master-Kurs"

Ohne Worte.

Klaus Wolf

unread,
Jul 22, 2010, 12:36:55 PM7/22/10
to
Hi,

Martin Heggli schrieb:

> Begrenztes Freiwasser – „Ratios“
> Teilnehmer zu Instructor / Assistant Instructor – 4:1
> mit einen oder mehreren Assistenten - 6:1
>
> Wenn Kinder dabei sind, gelten andere Rations.

An der Stelle lob' ich mir den VDST: Schnuppertauchen Ratio 1:1 - ohne
Einschränkungen. Alles andere halte ich für kriminell, denn
Schnuppertaucher haben keinerlei Übung und Erfahrung. die können sogar
bei 50cm WT ertrinken, wenn die Sch... beginnt.

Gruß
Klaus

Jo Warner

unread,
Jul 22, 2010, 3:34:19 PM7/22/10
to
Joerg Hahn schrieb:

> Noch ein Zitat von der Website:
>
> "Und die Krönung...
> ist der Dive-Master-Kurs"
>
> Ohne Worte.

Jörg, das hat er doch nur geklaut! Vor geschätzt 5 oder 6 Jahren hing
mal auf der BOOT am PADI-Stand ein Hochformatbanner zum Krönungsthema
bezüglich Divemaster. Ich habe es fotografiert, es war auf der damaligen
IUPA-Seite eingestellt, es hat jemand am Stand inkognito nachgefragt, ob
der Text so gemeint ist - war er. HWB, du hast die Daten doch noch!
Sonst bitte Mail an mich, wenn jemand einen freien Bilderaccount hat und
es einstellen will.

Wie es aussieht, hat diese Bude auf Fehmarn ein Problem, dessen Fortgang
noch interessant werden könnte.

Gruß Jo

Martin Heggli

unread,
Jul 23, 2010, 1:54:32 AM7/23/10
to
Am 22.07.2010 18:36, schrieb Klaus Wolf:
> An der Stelle lob' ich mir den VDST: Schnuppertauchen Ratio 1:1 - ohne
> Einschränkungen. Alles andere halte ich für kriminell...

Jaja, nur vergleichst du "Mücke" mit "Elefant"! Würde Padi ausschliesslich
in Deutschland/Schweiz/Österreich ausbilden, wären die Ratios bestimmt
auch anders und auf die hiessigen Bedingungen zugeschnitten! Aber wie
schon erwähnt stellen die Ratios kein Muss dar, sondern ein Maximum,
wenn es die Bedingungen zulassen. Schlussendlich liegt es bei jedem
Einzelnen zu entscheiden, wieviele Schüler er unter den örtlichen Be-
dingungen unter Kontrolle haben kann...

> Schnuppertaucher haben keinerlei Übung und Erfahrung. die können sogar
> bei 50cm WT ertrinken, wenn die Sch... beginnt.

Das passiert zuweilen auch in der Badewanne und ohne dass irgendwas mit
Tauchen dabei war... Was schlägst du also vor? Schnuppertauchen in der
Dekokammer?

MatV

unread,
Jul 23, 2010, 7:23:43 AM7/23/10
to
Hallo Martin,

On 23 Jul., 07:54, Martin Heggli <m...@gmx.net> wrote:
> Am 22.07.2010 18:36, schrieb Klaus Wolf:
>
> > An der Stelle lob' ich mir den VDST: Schnuppertauchen Ratio 1:1 - ohne
> > Einschränkungen. Alles andere halte ich für kriminell...
>
> Jaja, nur vergleichst du "Mücke" mit "Elefant"! Würde Padi ausschliesslich
> in Deutschland/Schweiz/Österreich ausbilden, wären die Ratios bestimmt
> auch anders und auf die hiessigen Bedingungen zugeschnitten! Aber wie
> schon erwähnt stellen die Ratios kein Muss dar, sondern ein Maximum,
> wenn es die Bedingungen zulassen. Schlussendlich liegt es bei jedem
> Einzelnen zu entscheiden, wieviele Schüler er unter den örtlichen Be-
> dingungen unter Kontrolle haben kann...

Damit schießt sich PADI aber ins eigene Knie, bzw. führt die Aussage
ad absurdum " bei Verendung dieses Systems würde man rechtlich
Unantastbare zertifizierte usw blah Standards verwenden. (sinngemäß).

Wenn's denn doch der Verantwortung des einzelnen obliegt. Damit sind
sie schön raus. Andernfalls wären sie ganz draußen.

> Das passiert zuweilen auch in der Badewanne und ohne dass irgendwas mit
> Tauchen dabei war... Was schlägst du also vor? Schnuppertauchen in der
> Dekokammer?

Warum nicht gleich mit Seebestattungsspecialty?

Gruß,
Matthias

Jo Warner

unread,
Jul 23, 2010, 9:00:03 AM7/23/10
to
Martin Heggli schrieb:

> Jaja, nur vergleichst du "Mücke" mit "Elefant"! Würde Padi ausschliesslich
> in Deutschland/Schweiz/Österreich ausbilden, wären die Ratios bestimmt
> auch anders und auf die hiessigen Bedingungen zugeschnitten! Aber wie
> schon erwähnt stellen die Ratios kein Muss dar, sondern ein Maximum,
> wenn es die Bedingungen zulassen. Schlussendlich liegt es bei jedem
> Einzelnen zu entscheiden, wieviele Schüler er unter den örtlichen Be-
> dingungen unter Kontrolle haben kann...

Martin, kennst du das Prinzip der ultimativen Hoffnung?

So mancher Tauchbude weltweit steht das Wasser im übertragenen Sinne bis
Unterkante Nase. Warum? Gerade PADI schmeißt trotz längst erfolgter
Marktübersättigung jährlich hunderttausende weitere Instructoren auf den
Markt. Einige von ihnen machen die hunderste Tauchbude in einer Gegend
auf, in der maximal 10 reichen und dann auch davon leben könnten. Ist
nicht, also machen sie alle das System von Kostenminimierung und
Gewinnmaximierung zu Kurspreisen, die ruinös sind, verkaufen also fast
durchweg ziemliche Müllkurse. Aber sie hoffen, dass gerade bei ihnen
kein Unfall passiert, der ihnen das Genick bricht.

Und sie kaufen Werbemittel wie "diving is fun" oder schon sprachlich
voll daneben "get your PADI today here", der sowieso total ahnungslose
Kunde kann eine Müllbude von einer der wenigen guten nicht unterscheiden.

Und wonach geht dann der Budeninhaber, dem der Bankchef schon mit Pleite
droht? Nicht nach situations- und regionsangepasster Eigenverantwortung
für den Kunden, sondern nach Maximalnutzung des Rahmens, den er auf
seiner CD findet (der für Optimalbedingungen in der Karibik entworfen
wurde). Dann legt er mit Prinzip Hoffnung nochmal 50 % drauf. Doof nur,
wenn dann was passiert und wie in diesem Falle Staatsanwalt und
Sachverständige hoffentlich zu einer ganz anderen Einschätzung kommen
als die elitären Vordenker in Santa Monica.

Und wozu blinder Gehorsam gegenüber Führern führen kann, weißt auch du
als Schweizer.

Gruß Jo

Jo Warner

unread,
Jul 23, 2010, 9:02:25 AM7/23/10
to
MatV schrieb:

> Warum nicht gleich mit Seebestattungsspecialty?

Moin,

gab es doch schon: Wer in einem bestimmten Zeitraum vor einigen Jahren
einen OWD buchte, bekam als Werbegeschenk einen bodybag = Leichensack dazu.

Gruß Jo

Martin Heggli

unread,
Jul 23, 2010, 10:28:53 AM7/23/10
to
Am 23.07.2010 15:00, schrieb Jo Warner:
> Martin, kennst du das Prinzip der ultimativen Hoffnung?

Nein...

> ... Gerade PADI schmeißt trotz längst erfolgter


> Marktübersättigung jährlich hunderttausende weitere Instructoren auf den
> Markt.

Du hast eine etwas komische Vorstellung von "PADI"... Als Organisation
oder Verband stellt PADI in erster Linie das Ausbildungssystem samt
Ausbildungsunterlagen und Werbemittel zur Verfügung. PADI selbst
verkauft keine Kurse und bietet auch keine Instructor-Ausbildung an.

Für die Anwerbung und Ausbildung von neuen Instruktoren sind einzig
und alleine die Tauchschulen verantwortlich. Wenn ich mich als Tauch-
schule also ins Zeug lege und jährlich ein Dutzend Instruktoren ausbilde
und dabei fette Kohle mache, muss ich mich irgendwann nicht wundern,
wenn Konkurrenz entsteht, die mir das Wasser abgräbt...

> Einige von ihnen machen die hunderste Tauchbude in einer Gegend
> auf, in der maximal 10 reichen und dann auch davon leben könnten. Ist
> nicht, also machen sie alle das System von Kostenminimierung und
> Gewinnmaximierung zu Kurspreisen, die ruinös sind, verkaufen also fast
> durchweg ziemliche Müllkurse.

Das hat dann aber weniger etwas mit der Ausbildungsorganisation zu
tun, sondern vielmehr mit einem Manko an grundlegendem Wissen
in Sachen Betriebswirtschaft...

> Und sie kaufen Werbemittel wie "diving is fun" oder schon sprachlich
> voll daneben "get your PADI today here", der sowieso total ahnungslose
> Kunde kann eine Müllbude von einer der wenigen guten nicht unterscheiden.

Dazu muss der Kunde aber gewillt sein, auch tiefer in die Tasche zu
greifen. Und genau hier krankt das System... Billig ist noch immer gut, und
teuer eine Unverschämtheit.

> Und wonach geht dann der Budeninhaber, dem der Bankchef schon mit Pleite
> droht? Nicht nach situations- und regionsangepasster Eigenverantwortung
> für den Kunden, sondern nach Maximalnutzung des Rahmens, den er auf
> seiner CD findet (der für Optimalbedingungen in der Karibik entworfen
> wurde). Dann legt er mit Prinzip Hoffnung nochmal 50 % drauf. Doof nur,
> wenn dann was passiert und wie in diesem Falle Staatsanwalt und
> Sachverständige hoffentlich zu einer ganz anderen Einschätzung kommen
> als die elitären Vordenker in Santa Monica.

Nanana, du entwickelst ja wiedermal Fantasien... Die Ratios sind ganz klar
als Maximalverhältnisse definiert, und nicht als SOLL-Werte! Das bekommt
jeder vermittelt, der sich mit dem Thema befassen muss. Da kann die von
dir betitelte Elite denken was sie will - ich lege im Rahmen der Vorgaben
meine eignen Ratios fest und übernehme dafür die Verantwortung.

> Und wozu blinder Gehorsam gegenüber Führern führen kann, weißt auch du
> als Schweizer.

Naja, blinder Gehorsam hat immer eine Vorgeschichte - die meist mit
Hoffnungslosigkeit beginnt...

Joerg Hahn

unread,
Jul 23, 2010, 10:42:24 AM7/23/10
to
Moin Mat,

MatV wrote:

> ad absurdum " bei Verendung dieses Systems würde man rechtlich
> Unantastbare zertifizierte usw blah Standards verwenden. (sinngemäß).

Du verwechselst da was. Fakt ist, PADI selbst ist rechtlich _immer_ fein
raus aus der Nummer. Ob der Instructor sich nix vorzuwerfen hat ist ne
ganz andere Geschichte.

In dem obigen Fall steht nirgendswo, daß bis inclusiv 4 Schupperern nach
PADI-System nix passiert.

Nur 6:1 ist far out anyway.

lg

Joerg Hahn

unread,
Jul 23, 2010, 11:01:16 AM7/23/10
to
Moin Martin,

Martin Heggli wrote:

> Du hast eine etwas komische Vorstellung von "PADI"...

Ja, hat er. Und die teile ich nicht immer.

> Als Organisation oder Verband

Einspruch. PADI ist im deutschen Wortsinn keine Organisation und schon
gar kein Verband. Eher eine Ausbildungskonzeptvertriebsfirma. Oder
vielleicht zutreffender ein Franchiseunternehmen. Aber das muss ja
persee nix schlechtes sein.

> stellt PADI in erster Linie das Ausbildungssystem samt

> Ausbildungsunterlagen und Werbemittel zur Verfügun,ng. PADI selbst


> verkauft keine Kurse und bietet auch keine Instructor-Ausbildung an.

Richtig.

> Für die Anwerbung und Ausbildung von neuen Instruktoren sind einzig
> und alleine die Tauchschulen verantwortlich. Wenn ich mich als Tauch-
> schule also ins Zeug lege und jährlich ein Dutzend Instruktoren ausbilde

Naja, stimmt schon, aber: Der CD und der Examiner müssen hauptberuflich
und ausschliesslich für PADI unterwegs sein. Die Herren und Damen wollen
ja umsonst Urlaub machen, tauchen und ein Einkommen haben. irgendwoher
muss die Menge und Kohle ja herkommen.

> und dabei fette Kohle mache, muss ich mich irgendwann nicht wundern,
> wenn Konkurrenz entsteht, die mir das Wasser abgräbt...

Richtig.

> Das hat dann aber weniger etwas mit der Ausbildungsorganisation zu
> tun, sondern vielmehr mit einem Manko an grundlegendem Wissen
> in Sachen Betriebswirtschaft...

Richtig. Aber die schaut grinsend zu und macht sich das auch noch als
Argument zu nutze: 10 Millarden Fliegen können sich .....

> dir betitelte Elite denken was sie will - ich lege im Rahmen der Vorgaben
> meine eignen Ratios fest und übernehme dafür die Verantwortung.

So muss es sein.

Grüße

Jo Warner

unread,
Jul 23, 2010, 11:29:29 AM7/23/10
to
Martin Heggli schrieb:

>> ... Gerade PADI schmeißt trotz längst erfolgter
>> Marktübersättigung jährlich hunderttausende weitere Instructoren auf den
>> Markt.

> Für die Anwerbung und Ausbildung von neuen Instruktoren sind einzig


> und alleine die Tauchschulen verantwortlich. Wenn ich mich als Tauch-
> schule also ins Zeug lege und jährlich ein Dutzend Instruktoren ausbilde
> und dabei fette Kohle mache, muss ich mich irgendwann nicht wundern,
> wenn Konkurrenz entsteht, die mir das Wasser abgräbt...

Megakonflikt! Einerseits ist jede weitere Ausbildung von Instructoren
kontraproduktiv, denn der frisch ausgebildete Newbie könnte ja nebenan
einen Konkurrenzbetrieb aufmachen. Andererseits gibts doch auf der CD
genug Aufforderungen, möglichst viele neue Instructoren ins System zu
schleusen.

> Dazu muss der Kunde aber gewillt sein, auch tiefer in die Tasche zu
> greifen. Und genau hier krankt das System... Billig ist noch immer gut, und
> teuer eine Unverschämtheit.

Voll ACK! Aber gerade da hat die Tauchschulgründungsinflation selbst
Schuld! Die OWD-Preise sind im Arsch. Die Kunden kommen anders als in
ganz vielen Branchen total ahnungslos an, haben null
Vorab-Beurteilungskriterien, woran Qualität zu erkennen ist. Es gibt
nicht wie bei Autos oder TV-Geräten unabhängige Institutionen, die
knallhart publizieren, welches Produkt Müll ist.

> Da kann die von
> dir betitelte Elite denken was sie will - ich lege im Rahmen der Vorgaben
> meine eignen Ratios fest und übernehme dafür die Verantwortung.

Und genau das wird hier hoffentlich passieren! Der Tauchschulbesitzer
hat eine intolerable Ratio vorgegeben oder toleriert, die arme
Saisonaushilfe lief ins offene Messer und musste das ausführen, was der
Chef anordnete. Bei Verweigerung wäre der junge Mann garantiert sofort
rausgeflogen.

Gruß Jo

Klaus Wolf

unread,
Jul 23, 2010, 11:38:31 AM7/23/10
to
On 23 Jul., 07:54, Martin Heggli <m...@gmx.net> wrote:
> Am 22.07.2010 18:36, schrieb Klaus Wolf:
>
> > An der Stelle lob' ich mir den VDST: Schnuppertauchen Ratio 1:1 - ohne
> > Einschränkungen. Alles andere halte ich für kriminell...
>
> Jaja, nur vergleichst du "Mücke" mit "Elefant"! Würde Padi ausschliesslich
> in Deutschland/Schweiz/Österreich ausbilden, wären die Ratios bestimmt
> auch anders

Nein, Dein Einwand zieht nicht, denn die VDST-Bedingungen gelten
ausdrücklich auch im Schwimmbad.

Soweit ich die PADI Bedingungen kenne, scheint mir die Entscheidung
und Verantwortung allein beim Ausbilder zu liegen, so gummiartig, wie
sie formuliert sind - und PADI als Org ist rechtlich exculpiert. Also
würde ich als PADI Ausbilder ebenfalls nur 1:1 mit Kindern bzw.
Schnuppetauchern arbeiten. Auch im der Lagune.

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Jul 23, 2010, 11:52:05 AM7/23/10
to
Hallo

Klaus Wolf wrote:

>
> Soweit ich die PADI Bedingungen kenne, scheint mir die Entscheidung
> und Verantwortung allein beim Ausbilder zu liegen, so gummiartig, wie
> sie formuliert sind - und PADI als Org ist rechtlich exculpiert. Also
> würde ich als PADI Ausbilder ebenfalls nur 1:1 mit Kindern bzw.
> Schnuppetauchern arbeiten. Auch im der Lagune.

sehe ich auch so

Gruesse Annerose

--

Mails bitte an mildenbergers at yahoo punkt com
FAQ von d.r.s.t unter http://www.moon-divers.net/drst-faq.html

Jo Warner

unread,
Jul 23, 2010, 11:57:45 AM7/23/10
to
Martin Heggli schrieb:

> Du hast eine etwas komische Vorstellung von "PADI"... Als Organisation
> oder Verband stellt PADI in erster Linie das Ausbildungssystem samt
> Ausbildungsunterlagen und Werbemittel zur Verfügung.

Oh, das erinnert mich an eine andere Dachorg aus USA, auch mit ähnlichem
Konzept, die allerdings behauptet, all ihre Franchisenehmer würden
Restaurants betreiben und keine baulich aufgemotzten Imbissbuden, welche
die Welt glücklich machen:
http://www.youtube.com/watch?v=4UIlQJG0GoA&feature=related

Achtung, Sprache ist ausländisch, aber du wirst sie verstehen. :-)

Jo

Oliver Moder

unread,
Jul 23, 2010, 3:30:29 PM7/23/10
to

"Klaus Wolf" <

>Soweit ich die PADI Bedingungen kenne, scheint mir die Entscheidung
>und Verantwortung allein beim Ausbilder zu liegen, so gummiartig, wie
>sie formuliert sind - und PADI als Org ist rechtlich exculpiert. Also
>würde ich als PADI Ausbilder ebenfalls nur 1:1 mit Kindern bzw.
>Schnuppetauchern arbeiten. Auch im der Lagune.

Hallo Klaus,
so wie uns das mal auf einer TL-Weiterbildung sehr deutlich klargemacht
wurde...
Wenn etwas passiert, dann kommt der Gutachter nicht vom VDST oder sonst
einem Verband/Firma sondern aus dem Lager der beruflichen Taucher. Sprich
Bundeswehr/Feuerwehr und Co. Da sieht das ganze viel viel restriktiver aus
mit der Ausbildung. Im Zweifel auch Buddyleine und Sprechverbindung...
So jemand macht dann die Beurteilung der Situation.
Das geht in praktisch jedem Falle sehr übel für den Ausbilder aus. Zurecht
würde ich sagen!
Als TL/Ausbilder habe ich die verdammte Pflicht dafür zu sorgen das keinem
Schützling nach menschlichem Ermessen etwas passieren kann. Dafür muss ich
die Voraussetzungen schaffen oder es sein lassen. Da bleibt am Anfang und
besonders beim "Schnuppertauchen" immer nur 1:1 übrig! Egal was irgendwelche
Orgs da meinen und glauben. Auch im Pool geht nix anderes wenn man die
Verantwortung wirklich tragen will. Dann höchste Konzentration und
durchatmen wenn nichts passiert ist. Und immer lächeln, denn es soll dem
Kandidaten Spass machen.... Es ist immer eine Gratwanderung wenn man
Ausbildung macht, aber besonders die unbedarften Schnuppertaucher sind halt
immer aus jeder Verantwortung raus, die konnten nicht wissen und entscheiden
wann etwas nicht mehr passt.

Grüße
Oliver


Hans Werner

unread,
Jul 24, 2010, 2:49:21 AM7/24/10
to
Gucks du hier.

http://www.iupa.de/sp217.jpg

gut Luft
Hans Werner

Martin Heggli

unread,
Jul 26, 2010, 3:25:51 AM7/26/10
to
Am 23.07.2010 17:29, schrieb Jo Warner:
> Voll ACK! Aber gerade da hat die Tauchschulgründungsinflation selbst
> Schuld! Die OWD-Preise sind im Arsch.

Es gibt durchaus auch Tauchschulen, die bestens florieren mit Kurspreisen
von € 340.- bei fixer Terminvorgabe oder wo Kunden bei flexibler Terminwahl
bereit sind sogar € 540.- zu bezahlen. Und das obwohl es im näheren Umkreis
auch Tauchbuden gibt, wo ein OWD € 99.99 kostet...

> Die Kunden kommen anders als in
> ganz vielen Branchen total ahnungslos an, haben null
> Vorab-Beurteilungskriterien, woran Qualität zu erkennen ist. Es gibt
> nicht wie bei Autos oder TV-Geräten unabhängige Institutionen, die
> knallhart publizieren, welches Produkt Müll ist.

Das Produkt ist eben NICHT Müll! Die Art und Weise, wie es verkauft wird,
ist aber zum Teil "müll-wertig"!

Jo Warner

unread,
Jul 26, 2010, 5:43:46 AM7/26/10
to
Martin Heggli schrieb:

> Es gibt durchaus auch Tauchschulen, die bestens florieren mit Kurspreisen
> von € 340.- bei fixer Terminvorgabe oder wo Kunden bei flexibler Terminwahl
> bereit sind sogar € 540.- zu bezahlen. Und das obwohl es im näheren Umkreis
> auch Tauchbuden gibt, wo ein OWD € 99.99 kostet...

Dann rechne doch mal richtig:
Ein werthaltiger Tauchkurs (OWD oder 1*) braucht
- mindestens 5 x Schwimmbadausbildung. Wenn da Leute dabei sind, die
noch nie Flossen an den Beinen hatten, leg 2 x drauf. Für eine Stunde
Schwimmbadausbildung kannst du eine Komplettarbeitszeit eines
Tauchlehrers von 3 Stunden ansetzen. In eine Schwimmbadausbildungsgruppe
kannst du höchstens 4 Kandidaten packen. Macht schon mal mindestens 15
Arbeitsstunden, also rund 4 pro Teilnehmer.
- mindestens 6 x Freiwasserausbildung. Gleiche Aufwandszeit des
Tauchlehrers pro Ausbildungsstunde, aber mehr als 2 Kandidaten pro
Tauchlehrer geht bei hiesigen Sichtweiten nicht. Macht also 9 Stunden
pro Teilnehmer.
- dazu Theorieunterricht mindestens 4 x je zwei Stunden. Gut, da kann
man auch 8 Leute hinsetzen, also 1 Stunde pro Teilnehmer.

Damit sind schon mal 14 Arbeitsstunden des Tauchlehrers pro Tauchschüler
verbraucht. Da bei uns selbst eine privat angeheuerte Haushaltshilfe
(ohne Sozialversicherung) ab 10 Euro/Stunde bekommt, sind 15
Euro/Tauchlehrerarbeitsstunde sicherlich minimalrealistisch, wir sind
also bei 210 Euro reine TL-Kosten pro OWD-Kandidat.

Es fehlen noch die dicken Posten Miete, Leihausrüstungsvorhaltung,
Kompressor, Versicherungen, Fahrzeuge, Strom, Heizung, Werbung,
Schwimmhalleneintritt etc.

Deine genannten 540 Euro werden damit immer realistischer und 340 Euro
rücken immer ferner.

> Das Produkt ist eben NICHT Müll! Die Art und Weise, wie es verkauft wird,
> ist aber zum Teil "müll-wertig"!

Ja, und dies, weil das Produkt zu billig, mit zu wenig Inhalt, zu
wenigen Trainingseinheiten, in zu großen Gruppen angeboten wird.

Und eine Tauchschule in der EU ist nun mal gezwungen, so auszubilden,
dass am Ende ein Taucher entsprechend EN 14153-2 herauskommt =
selbstständiger Taucher, der also gleich danach mit gleichwertigem Buddy
ohne Tauchlehrer oder sonstigem Aufpasser loslegen kann und sicher
beherrscht, was ihm beigebracht wurde. Also einer, dem man nicht wegen
fehlender Übung zwingend einen Aufpasser beiseitestellen muss oder ihm
gar sofort einen AOWD verkaufen muss, weil die üblichen vier
Freiwassereinheiten mindestens vier zu wenig waren.

Zeige mir eine gewerbliche Tauchschule, die diese Forderungen für
Kurspreis 340 Euro hinbekommt!

Gruß Jo

Uwe Hercksen

unread,
Jul 26, 2010, 6:31:30 AM7/26/10
to

Oliver Moder schrieb:

> Als TL/Ausbilder habe ich die verdammte Pflicht dafür zu sorgen das keinem
> Schützling nach menschlichem Ermessen etwas passieren kann. Dafür muss ich
> die Voraussetzungen schaffen oder es sein lassen. Da bleibt am Anfang und
> besonders beim "Schnuppertauchen" immer nur 1:1 übrig!

Hallo,

wer da glaubt beim Schnuppertauchen ginge auch 1:2 oder gar 1:4 hat sich
wohl nur noch nicht richtig überlegt wie er, falls einer der
Schnuppertaucher ein ernsthaftes Problem bekommt sich gleichzeitig auch
noch ausreichend um die anderen Schnuppertaucher kümmern will. Das bei
der Aufregung dann noch bei einem weiteren Schnupperer ein Problem
auftaucht ist ja nicht ausgeschlossen, da reicht ja nur ein Stoss an die
Maske die daraufhin vollläuft. Wenn dann daraus eine Panik entsteht...

Bye

Jo Warner

unread,
Jul 26, 2010, 8:09:14 AM7/26/10
to
Uwe Hercksen schrieb:

> Hallo,
>
> wer da glaubt beim Schnuppertauchen ginge auch 1:2 oder gar 1:4 hat sich
> wohl nur noch nicht richtig überlegt wie er, falls einer der
> Schnuppertaucher ein ernsthaftes Problem bekommt sich gleichzeitig auch
> noch ausreichend um die anderen Schnuppertaucher kümmern will. Das bei
> der Aufregung dann noch bei einem weiteren Schnupperer ein Problem
> auftaucht ist ja nicht ausgeschlossen, da reicht ja nur ein Stoss an die
> Maske die daraufhin vollläuft. Wenn dann daraus eine Panik entsteht...

Volltreffer! Exakt so ist es!

Gleiches gilt für geguidetes Rudeltauchen, in Ägypten mit 1 : 8 erlaubt.
Habe da mal ein Rudel mit 6 typischen Urlaubs-Gelegenheitstauchern, die
alle AOWD-Karten haben, auf 30 m, wenn zeitgleich auch nur zwei von
ihnen Hilfe brauchen, die ihnen der ebenso inkompetente Buddy nicht
geben kann. Da brauchst du Armzahl wie "Paul" mit Spannweite seines
nordpazifischen Verwandten. Und Beobachten von Problemen bei anderen
steckt an.

Wer meint, ein korrekt kalkuliertes 1 : 1-Schnuppertauchen nicht
bezahlen zu können/wollen, findet von Minigolf bis Kurgartenschach
andere Betätigungen.

Gruß Jo

Joerg Hahn

unread,
Jul 26, 2010, 8:23:07 AM7/26/10
to
Moin Uwe, Oliver,

Uwe Hercksen wrote:
> Oliver Moder schrieb:


>> keinem Schützling nach menschlichem Ermessen etwas passieren kann.

> wer da glaubt beim Schnuppertauchen ginge auch 1:2 oder gar 1:4 hat sich

> wohl nur noch nicht richtig überlegt wie er,

Die Einschätzung, ob auch vielleicht 1:2 oder mehr geht, hängt
sicherlich von den Randbedingungen ab.

Stichwort:
Ich kenne Schnuppertauchen von 1 Tag Pool/Gerät und 1 FreiwasserTG bis
hin zu 20min Briefing und dann "Russenschupsen" und Wassertiefen von
1,6m bis 11m.

lg

Uwe Hercksen

unread,
Jul 26, 2010, 8:26:56 AM7/26/10
to

Jo Warner schrieb:

> Wer meint, ein korrekt kalkuliertes 1 : 1-Schnuppertauchen nicht
> bezahlen zu können/wollen, findet von Minigolf bis Kurgartenschach
> andere Betätigungen.

Hallo,

das Schnupper-Fallschirmspringen wird ja als Tandemsprung durchgeführt,
da kommt ja auch niemand auf die Idee zwei oder mehr Schnupperer an
einen Lehrer hängen zu wollen.

Bye

Bastian Scholz

unread,
Jul 26, 2010, 8:39:51 AM7/26/10
to
Am 26.07.2010 14:26, schrieb Uwe Hercksen:

> das Schnupper-Fallschirmspringen wird ja als Tandemsprung durchgeführt,
> da kommt ja auch niemand auf die Idee zwei oder mehr Schnupperer an
> einen Lehrer hängen zu wollen.

Heutzutage läuft das etwas anders, das Tandemspringen zum Schnuppern
gibt es zwar immer noch, aber viel schöner ist es, nach 1,5 Tagen
Theorie direkt selbst und ohne an einen Lehrer gebunden zu werden aus
4000m abzuspringen und auch den eigenen Fallschirm nach 2500m
Freifallstrecke selbst auszulösen.

Ratio ist da 2:1, Zwei Lehrer begleiten einen Schüler in der Luft.

Grüße

Basti

Uwe Hercksen

unread,
Jul 26, 2010, 9:04:04 AM7/26/10
to

Bastian Scholz schrieb:

> Heutzutage läuft das etwas anders, das Tandemspringen zum Schnuppern
> gibt es zwar immer noch, aber viel schöner ist es, nach 1,5 Tagen
> Theorie direkt selbst und ohne an einen Lehrer gebunden zu werden aus
> 4000m abzuspringen und auch den eigenen Fallschirm nach 2500m
> Freifallstrecke selbst auszulösen.
>
> Ratio ist da 2:1, Zwei Lehrer begleiten einen Schüler in der Luft.

Hallo,

und wie stellt man da sicher das die zwei Lehrer beim Sprung aus der
Maschine nahe genug am Schüler dran bleiben?

Bye

Bastian Scholz

unread,
Jul 26, 2010, 9:13:41 AM7/26/10
to
Am 26.07.2010 15:04, schrieb Uwe Hercksen:

> und wie stellt man da sicher das die zwei Lehrer beim Sprung aus der
> Maschine nahe genug am Schüler dran bleiben?

Einer hängt draußen an der Tragfläche*, der andere steht drinnen beim
Schüler und dann wird gleichzeitig gesprungen. Die Lehrer halten dabei
den Schüler fest und stabilisieren ihn wenn nötig in der Luft. Zur Not
reicht dabei ein Lehrer aus, aber falls der verloren geht ist immer noch
der zweite da. Und falls alles schief geht greift als letzter Schritt
die (in Deutschland praktisch obligatorische) elektronische
Reserveschirm-Auslösung bevor der Schüler auf dem Boden einschlägt.

Grüße

Bastian


*naja nicht direkt an der Tragfläche, je nach Flugzeug-Modell entweder
am Gestänge unter der Tragfläche, oder an speziellen Haltegriffen hinter
der Tragfläche.

Martin Heggli

unread,
Jul 26, 2010, 9:25:24 AM7/26/10
to
Am 26.07.2010 14:26, schrieb Uwe Hercksen:
> das Schnupper-Fallschirmspringen wird ja als Tandemsprung durchgeführt,
> da kommt ja auch niemand auf die Idee zwei oder mehr Schnupperer an
> einen Lehrer hängen zu wollen.

Dann mach mal Gleitschirm-Schnupperkurs... da bekommt jeder Teilnehmer
einen eignen Schirm, eine kurze Einweisung und dann gehts ab an den
"Übungshang" - in Normalfall ein kleiner Hügel der in einer Ebene endet.
Daraus resultieren dann Kurzflüge von ein paar Meter bis zu 50m und
je nach Wind kanns gut und gerne mal 5 Meter ab Boden gehen...

Uwe Hercksen

unread,
Jul 26, 2010, 10:32:25 AM7/26/10
to

Martin Heggli schrieb:

> Dann mach mal Gleitschirm-Schnupperkurs... da bekommt jeder Teilnehmer

Hallo,

ich schrieb aber von Fallschirmen, nicht von Gleitschirmen. Beim
Fallschirm nützt der "Übungshang" nichts.

Bye

Martin Heggli

unread,
Jul 26, 2010, 11:42:45 AM7/26/10
to
Am 26.07.2010 16:32, schrieb Uwe Hercksen:
> ich schrieb aber von Fallschirmen, nicht von Gleitschirmen. Beim
> Fallschirm nützt der "Übungshang" nichts.

Naja, eine "Bruchlandung" aus 5m Höhe am Gleitschirmübungs-
Hang ist aber wesentlich wahrscheinlicher und kann im dümmsten
Fall auch tödlich enden.

Oliver Moder

unread,
Jul 26, 2010, 11:52:30 AM7/26/10
to
"Martin Heggli" schrieb

Naja, eine "Bruchlandung" aus 5m Höhe am Gleitschirmübungs-
Hang ist aber wesentlich wahrscheinlicher und kann im dümmsten
Fall auch tödlich enden.

Hallo Martin,
dafür ist aber selbst dem absolut dümmsten Anfänger aus seiner seelst recht
bewschränkten Lebenserfahrung klar, das ein Sturz zumindest weh tut und man
sich die Knochen brechen kann,. Aber die Gefahren beim Tauchen sind nicht in
der normalen Erfahrung verankert und wenn dann einer was von Fun und Easy
liest ist er über das wirkliche Risiko nicht informiert.
Das macht den elementaren Unterschied.

Grüße
Oliver


Jo Warner

unread,
Jul 26, 2010, 12:21:39 PM7/26/10
to
Joerg Hahn schrieb:

> Ich kenne Schnuppertauchen von 1 Tag Pool/Gerät und 1 FreiwasserTG bis
> hin zu 20min Briefing und dann "Russenschupsen" und Wassertiefen von
> 1,6m bis 11m.

Nur 11 m? So flach? Ich hab schon selbst "Russenschubsen" auf 25 m
gesehen, diverse Berichte gibts u. a. von Schnuppertauchen bis 20 m am
Panorama-Riff. Neulich gerade wieder von einer 1 : 6-Gruppe in Ägypten
gelesen, die bis auf 15 m runter war, denn alle wollten Fische sehen und
fanden das Angebot im Pool uninteressant - Ergebnis waren drei
Ohrbarotraumen, weil der Druckausgleich vorher nicht richtig erklärt und
im Wasser kontinuierlich gecheckt wurde.

Der Mensch kann scheinbar eine Menge ab bei solchen Urlaubs-Fun-Events,
aber manchmal eben leider auch nicht.

Gruß Jo

Klaus Wolf

unread,
Jul 26, 2010, 1:20:04 PM7/26/10
to

Martin Heggli schrieb:

> Naja, eine "Bruchlandung" aus 5m Höhe am Gleitschirmübungs-
> Hang ist aber wesentlich wahrscheinlicher und kann im dümmsten
> Fall auch tödlich enden.

Warum soll das Risiko aus anderen Betätigungen als Alibi für eine
insuffiziente Schnuppertauchbetreuung herhalten, insbesondere wenn es
doch so einfach sicherer geht?


--
Tauchen ist kein Sport - sondern ein Zustand

daniela

unread,
Jul 26, 2010, 3:18:11 PM7/26/10
to
On 20 Jul., 20:25, "Hans Werner" <h...@iupa.de> wrote:
> Zum aktuellen Thema fand ich dieses Oel für die Mühle.
>
> http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/polizei-ermittelt-gegen-tauchschul...
>
> gut Luft
> Hans Werner

Daniela ( Pflegemutter von Daniel Holm) Sohn von Christian Holm
Tauchschule Calypso Wulfener Hals Fehmarn

Der Unfall wo ein 10 Jahre Alter Junge ums Leben kam und ein 16 Jahre
Altes Mädchen in Lebensgefahr schwebt ist sehr traurig, meine Gedanken
sind bei den Angehörigen.
Die Schuld trägt allein Christian Holm, der seinen Sohn zwingt diese
Arbeiten zu tun. Christian Holm hat nur Interesse Geld zu Verdienen,
egal wie!
Er selbst ist ein Alkoholiker! Ich weiß wovon ich spreche, sein
zweiter Sohn Daniel Holm lebt seit drei Jahren bei uns, auch Daniel
wurde zu diesen
Tauchgängen gezwungen da war er 14 Jahre.Daniel ist von Christian Holm
ständig Misshandelt worden, Brutal Gequält worden. Dieser Mensch darf
nicht weiter so mit Menschenleben umgehen. Dem muss Einhalt geboten
werden. Ich wünsche den den Angehörigen von dem Jungen und auch dem
Mädchen das sie genug Kraft haben werden weiter zu Leben. Christian
Holm wünsche ich das er zur Rechenschaft gezogen
wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Jo Warner

unread,
Jul 26, 2010, 4:23:46 PM7/26/10
to
daniela schrieb:

> Daniela ( Pflegemutter von Daniel Holm) Sohn von Christian Holm
> Tauchschule Calypso Wulfener Hals Fehmarn

Au weia! Wenn vom gelöschten Inhalt einiges stimmt (wovon ich ausgehe)
und die Ermittlungsbehörden hier mitlesen (wovon ich ebenfalls ausgehe),
bekommt jemand ein ganz großes Problem!

Ich werfe jetzt mal die Frage in den Raum: Liest hier jemand mit, dessen
Equipment seinerzeit beim Untergang der "Taucher" mit unterging, aber
nicht geborgen werden konnte? Wenn ja, bitte Mail an mich (Mailadresse
im Header ist gültig und wird gelesen).

Gruß Jo

Martin Heggli

unread,
Jul 27, 2010, 1:28:42 AM7/27/10
to
Am 26.07.2010 19:20, schrieb Klaus Wolf:
> Warum soll das Risiko aus anderen Betätigungen als Alibi für eine
> insuffiziente Schnuppertauchbetreuung herhalten, insbesondere wenn es
> doch so einfach sicherer geht?

Ganz einfach: Weil die Kritiker immer erst dann auf den Plan kommen,
wenn etwas passiert. Und dann wissen es auch immer alle besser und
fällen auch grad schonmal das Urteil... Aber es wird immer zwei Seiten
der Medaille geben - und die eine Seite bleibt uns meistens unbekannt.

Jo Warner

unread,
Jul 27, 2010, 2:45:53 AM7/27/10
to
Martin Heggli schrieb:

> Ganz einfach: Weil die Kritiker immer erst dann auf den Plan kommen,

> wenn etwas passiert. Und dann wissen es auch immer alle besser ...

Martin, das ist falsch! Mach dir bitte mal die Mühe und kram dich hier
oder woanders durchs Archiv. Es gibt genug Threads, in denen, von
Schnuppertauchen über miserable PAID-Ausbildung und Rudeltauchen bis zu
schnellgebleichten Instructoren, mehr als reichlich Kritik nachzulesen ist.

Jo

Klaus Wolf

unread,
Jul 27, 2010, 6:26:49 AM7/27/10
to
On 27 Jul., 07:28, Martin Heggli <m...@gmx.net> wrote:
> Am 26.07.2010 19:20, schrieb Klaus Wolf:

> Und dann wissen es auch immer alle besser und
> fällen auch grad schonmal das Urteil... Aber es wird immer zwei Seiten
> der Medaille geben - und die eine Seite bleibt uns meistens unbekannt.

Sorry Martin, da komme ich nicht ganz mit: Es geht bei der Diskussion
nicht um hinterher, sondern, dass schon immer für den VDST jedenfalls
klar ist, dass die Sicherheit mit Anfängern eine körperenge Betreuung
von Schüler durch Ausbilder erfordert - und zwar auch schon unter
optimalen Bedingugen: Das habe ich schon so in der ÜL-Ausbildung für
die Poolkurse gelern und das waren K.O. Kriterien für die Prüfungen.
Ich halte das für zu wichtig, um der Beliebigkeit von "zwei Seiten der
Medallie" preis zu geben. In diesem Sinne tut imho auch eine ach so
verpönte Verbandsdiskussion vielleicht Not.

Jo Warner

unread,
Jul 27, 2010, 7:03:06 AM7/27/10
to
Klaus Wolf schrieb:

> On 27 Jul., 07:28, Martin Heggli <m...@gmx.net> wrote:
>> Am 26.07.2010 19:20, schrieb Klaus Wolf:
>
>> Und dann wissen es auch immer alle besser und
>> fällen auch grad schonmal das Urteil... Aber es wird immer zwei Seiten
>> der Medaille geben - und die eine Seite bleibt uns meistens unbekannt.
>
> Sorry Martin, da komme ich nicht ganz mit: Es geht bei der Diskussion
> nicht um hinterher, sondern, dass schon immer für den VDST jedenfalls
> klar ist, dass die Sicherheit mit Anfängern eine körperenge Betreuung
> von Schüler durch Ausbilder erfordert - und zwar auch schon unter
> optimalen Bedingugen: Das habe ich schon so in der ÜL-Ausbildung für
> die Poolkurse gelern und das waren K.O. Kriterien für die Prüfungen.

Exakt!

Aber eine derartige Ausbildung ist bei der PAID-Fraktion ja nicht zu
bekommen, denn das verteuert ja die Sache immens und passt nicht mehr in
die minimalistische Kalkulation.

Nein, wir brauchen gar nicht eine neue Verbandsdiskussion aufzumachen.
Es wäre viel sinnvoller, mal wieder der Spannungsfeld Vereinsausbildung
contra gewerbliche Schule zu diskutieren. Die PAID-Fraktion macht ja u.
a. bei taucher.net genug Front gegen die "Vereinsmeier" und dass man
erstmal angeblich 10 km schwimmen muss, bevor man eine Pressluftflasche
anfassen darf.

Ein Problem wird, dass sich fast kein Tauchinteressent nach drst
verirrt, ganz viele aber in den Bahnhofskiosk. Und da finden sie
Hochglanzblätter mit ganz vielen bunten Anzeigen für ganz billige
PAID-Kurse. Also können wir uns hier die Tipperei auch sparen, denn
gegen die Anzeigenmacht von PAID und deren Leserschar kommt man hier
nicht gegenan (bei taucher.net auch nicht, denn das ist schon lange kein
wertneutrales Forum mehr).

Gruß Jo

Bastian Scholz

unread,
Jul 27, 2010, 7:30:48 AM7/27/10
to
Am 27.07.2010 13:03, schrieb Jo Warner:

> Aber eine derartige Ausbildung ist bei der PAID-Fraktion ja nicht zu
> bekommen, denn das verteuert ja die Sache immens und passt nicht mehr in
> die minimalistische Kalkulation.

Ach komm, leg mal ne andere Platte auf. Standardverstösse gibt es auch
im geheiligten VDST (bei einigen sind manche hier sogar ganz stolz
drauf). Da werden auch Anfänger alleine in den Pool geschmissen, während
die Ausbilder sich draußen noch über den letzten Urlaub unterhalten.

Ich kenne beide Ausbildungen, zwar gibt es theoretische Unterschiede,
aber in der Praxis kommen die gleichen unfähigen Taucher bei raus, wenn
der Tauchlehrer Mist ist. Oder gute Taucher, wenn der TL weiß was er da
tut...

Bastian

Roland Schmidt

unread,
Jul 27, 2010, 8:25:12 AM7/27/10
to
Hallo Allerseits,

lese bereits eine Zeit lang mit und beteilige mich jetzt auch mal. Kurz zu
meiner Person. Bin Mitte 40, habe vor drei Jahren in Deutschland Tauchen
gelernt. Habe jetzt 182TG, bin PADI Rescuediver und gehe, außer im Urlaub,
regelmäßig in heimischen Seen tauchen.

"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb

> Aber eine derartige Ausbildung ist bei der PAID-Fraktion ja nicht zu
> bekommen, denn das verteuert ja die Sache immens und passt nicht mehr in
> die minimalistische Kalkulation.
> Nein, wir brauchen gar nicht eine neue Verbandsdiskussion aufzumachen. Es
> wäre viel sinnvoller, mal wieder der Spannungsfeld Vereinsausbildung
> contra gewerbliche Schule zu diskutieren. Die PAID-Fraktion macht ja u. a.
> bei taucher.net genug Front gegen die "Vereinsmeier" und dass man erstmal
> angeblich 10 km schwimmen muss, bevor man eine Pressluftflasche anfassen
> darf.

Zu meiner PADI Ausbildung, und ich wusste damals nicht, ob das nach was ich
ausgebildet werde was taugt oder nicht, kann ich sagen, daß ich
Schnuppertauchen im Schwimmbad 1:1 hatte. Ebenso meine OWD sowie
AOWD-Ausbildung war 1:1. Der Rescue wurde 4:1 durchgeführt. Was ich
allerdings für sinnvoll halte. Es gibt sie also noch die PADI-Schulen mit
vernünftiger Ausbildung.

Einem Tauchverein werde ich mich nicht anschließen. Ich mag Vereinsleben
nicht. Ich verurteile aber auch niemanden der in einem Verein Mitglied ist.
Ob die Ausbildung in einem Verein besser, schlechter, anspruchsvoller oder
sonstwas ist wage ich nicht zu beurteilen. Ich glaube aber nicht, daß
Vereinstaucher die besseren Taucher sind.
Daß PADI eine Kommerzmaschine ist, da stimme ich zu. Deshalb bin ich froh,
daß ich eine verantwortungsvolle Tauschule gefunden habe. Ich will nicht
wissen wie Urlauber in 14 Tagen bis zum AOWD geschoben werden!? Die haben
bezahlt, also müssen sie auch bestehen. Wenn ich dann noch sehe, daß
frischgebackene Taucher nach 25TG ihren PADI Rescue anfangen, obwohl sie
noch genug mit sich selbst zu tun haben, dann kann ich nur den Kopf
schütteln.

Von einer Front gegen der PADIaner gegen Vereinsmeier habe ich persönlich
noch nichts gemerkt. Mir persönlich ist es auch egal wo jemand ausgebildet
wurde. Hauptsache er/sie kann vernünftig und verantwortungsvoll tauchen.
Sollte ich mal einen Depp als Buddy gehabt haben frage ich ihn sicher nicht
ob er kommerziell oder im Verein ausgebildet wurde. Ich sage ihm
grundsätzlich welches Problem ich mit ihm hatte. Verein hin, PADI her.

Viele Grüße
Roland


Martin Heggli

unread,
Jul 27, 2010, 8:29:40 AM7/27/10
to
Am 27.07.2010 13:30, schrieb Bastian Scholz:
> Ach komm, leg mal ne andere Platte auf. Standardverstösse gibt es auch
> im geheiligten VDST (bei einigen sind manche hier sogar ganz stolz
> drauf). Da werden auch Anfänger alleine in den Pool geschmissen, während
> die Ausbilder sich draußen noch über den letzten Urlaub unterhalten.

Das gehört sich definitiv nicht, egal welcher Ausbildungsorganisation
man angehört...

> Ich kenne beide Ausbildungen, zwar gibt es theoretische Unterschiede,
> aber in der Praxis kommen die gleichen unfähigen Taucher bei raus, wenn
> der Tauchlehrer Mist ist. Oder gute Taucher, wenn der TL weiß was er da
> tut...

Full ACK!

Jo Warner

unread,
Jul 27, 2010, 4:03:32 PM7/27/10
to
Roland Schmidt schrieb:

> Hallo Allerseits,
>
> lese bereits eine Zeit lang mit und beteilige mich jetzt auch mal. Kurz zu
> meiner Person. Bin Mitte 40, habe vor drei Jahren in Deutschland Tauchen
> gelernt. Habe jetzt 182TG, bin PADI Rescuediver und gehe, außer im Urlaub,
> regelmäßig in heimischen Seen tauchen.

Moin,

das ist ja schon ein ansehnliches Routinepensum mit 60 TG/Jahr. So
mancher Hobbytaucher kommt auf maximal 10/Jahr.

> Zu meiner PADI Ausbildung, und ich wusste damals nicht, ob das nach was ich
> ausgebildet werde was taugt oder nicht, kann ich sagen, daß ich
> Schnuppertauchen im Schwimmbad 1:1 hatte. Ebenso meine OWD sowie
> AOWD-Ausbildung war 1:1. Der Rescue wurde 4:1 durchgeführt. Was ich
> allerdings für sinnvoll halte. Es gibt sie also noch die PADI-Schulen mit
> vernünftiger Ausbildung.

Das ist natürlich top! Da lässt sich auch was lernen. Und für einen
Rescuekurs braucht man sowieso mindestens zwei Kandidaten.


>
> Einem Tauchverein werde ich mich nicht anschließen. Ich mag Vereinsleben
> nicht.

Akzeptiert! Vereine sind sehr sinnvoll für
- Jugendliche bzw. Studenten, die kei Geld für eigene
Komplettausrüstung haben,
- Leute, die mal einen Tauchkurs irgendwo machten und dann zu Hause
vor der Frage stehen, woher sie Kenntnis des heimischen Reviers und
einen Buddy kennen,
- Leute, die eigene Ausrüstung kaufen wollen und lieber viele
erfahrene Taucher mit 10 verschiedenen Herstellern fragen als den
Verkäufer im Tauchladen, der natürlich Produkte aus seinem Sortiment
empfiehlt.

> Daß PADI eine Kommerzmaschine ist, da stimme ich zu. Deshalb bin ich froh,
> daß ich eine verantwortungsvolle Tauschule gefunden habe. Ich will nicht
> wissen wie Urlauber in 14 Tagen bis zum AOWD geschoben werden!? Die haben
> bezahlt, also müssen sie auch bestehen. Wenn ich dann noch sehe, daß
> frischgebackene Taucher nach 25TG ihren PADI Rescue anfangen, obwohl sie
> noch genug mit sich selbst zu tun haben, dann kann ich nur den Kopf
> schütteln.

ACK! Viele Urlauber machen binnen einer Woche OWD + AOWD, gehören
eigentlich noch nicht mal auf 15 m, "dürfen" aber auf 30 m, auf
Nachttauchgänge etc. Und ein RD mit 25 TG ist schlichtweg ein Witz, ein
DM mit 60 TG ist ein ganz übler Witz. Sowas stammt aus der
US-Mentalität, sie lassen sich gern wie ein Armeegeneral mit lauter
kleinen Orden dekorieren, daher auch die Inflation der Specialties.

Gruß Jo

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 1:26:46 AM7/28/10
to
Am 27.07.2010 22:03, schrieb Jo Warner:
> US-Mentalität, sie lassen sich gern wie ein Armeegeneral mit lauter
> kleinen Orden dekorieren, daher auch die Inflation der Specialties.

Du hast die Vorzüge eines modularen Ausbildungssystems noch
immer nicht verstanden...

Sven Jahnke

unread,
Jul 28, 2010, 3:32:29 AM7/28/10
to
On 28 Jul., 07:26, Martin Heggli <m...@gmx.net> wrote:
> Du hast die Vorzüge eines modularen Ausbildungssystems noch
> immer nicht verstanden...

Und wo bleibt die nötige Erfahrung? Auf der Strecke...


Roland Schmidt

unread,
Jul 28, 2010, 3:37:45 AM7/28/10
to

"Martin Heggli" <ma...@gmx.net> schrieb

> Du hast die Vorzüge eines modularen Ausbildungssystems noch
> immer nicht verstanden...

Meinst Du damit die vielen unterschiedlichen Specialties die ich zum Teil
ebenfalls ein wenig arg übertrieben und als Geldmaschine ansehe?

Roland


Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 3:42:48 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 09:32, schrieb Sven Jahnke:
> Und wo bleibt die nötige Erfahrung? Auf der Strecke...

Eine Ausbildung vermittelt dir Grundlagen; Erfahrungen
sammeln musst du dann schon selbst...

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 3:49:28 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 09:37, schrieb Roland Schmidt:
> Meinst Du damit die vielen unterschiedlichen Specialties die ich zum Teil
> ebenfalls ein wenig arg übertrieben und als Geldmaschine ansehe?

Zu welchem Specialty fühlst du dich denn gezwungen?

Hannes Deeken

unread,
Jul 28, 2010, 3:58:02 AM7/28/10
to
Martin Heggli <ma...@gmx.net> wrote:
> Am 28.07.2010 09:32, schrieb Sven Jahnke:
>> Und wo bleibt die nötige Erfahrung? Auf der Strecke...
>
> Eine Ausbildung vermittelt dir Grundlagen; Erfahrungen
> sammeln musst du dann schon selbst...

Das Ausbildungssystem vermittelt aber den Eindruck, dass Du Dich in
kurzer Zeit weiterqualifizieren kannst, ohne die Erfahrungen sammeln zu
müssen. Was natürlich ein Trugschluss ist.

Ich empfinde schon den AOWD bei SSI mit seinen 24 TG als Voraussetzung
als Witz und, soweit ich weiss, geht das bei PADI noch "schneller".


Auf der anderen Seite ist der Ansatz natürlich verständlich. Wenn ein
Urlaubstaucher auf 10TG/Jahr kommt, dann ist ein System, bei dem er 50TG
nach dem OWD braucht, um den AOWD machen zu dürfen, hochgradig
unattraktiv für ihn. Und mit einem unattraktiven System verdient man
halt kein Geld.

Ciao,
Hannes
--
Hannes Deeken <h...@cool.de> Glenlivet @ IRCNet
If you didn't act on it, it wasn't a true emotion

Roland Schmidt

unread,
Jul 28, 2010, 4:22:26 AM7/28/10
to

"Martin Heggli" <ma...@gmx.net> schrieb

>> Am 28.07.2010 09:37, schrieb Roland Schmidt:
>> Meinst Du damit die vielen unterschiedlichen Specialties die ich zum Teil
>> ebenfalls ein wenig arg übertrieben und als Geldmaschine ansehe?

>Zu welchem Specialty fühlst du dich denn gezwungen?

Bisher zu keinem. Bin mir aber sicher daß der Tag kommen wird an dem ich
Tauchgänge nicht mitmachen darf weil ich z.B. kein Nachttauch- oder
Tieftauch-Brevet habe obwohl ich bereits mehrfach Nacht- und Tiefgetaucht
bin.

Ich habe meinen Tauchlehrer mal darauf angesprochen was in diesen Kursen
vermittelt wird was ich nicht schon weiß oder bereits gemacht habe. Seine
Antwort: Diese Kurse vertiefen das Gelernte. Ich vertiefe darin also Sachen
die ich durch meine taucherische Erfahrung schon längst erworben habe?
Ein brevetierter Nacht- oder Tieftaucher erkauft sich das Recht diese
Tauchgänge offiziell durchzuführen auch wenn er diese vielleicht einmal im
Jahr macht, während ein erfahrener Taucher ohne Specialty-Brevet im
schlimmsten Fall dieses Recht nicht hat?
Gerade diese beiden Themen sollten in die Grundausbildung eines Tauchers
gehören. Insegesamt sollte die Ausbildung eines Tauchers sowieso
anspruchsvoller werden, aber das bringt dann wieder einen finanziellen
Verlust mit sich weil sich Gelegenheitstaucher dann dreimal überlegen ob sie
dieses Hobby beginnen.

Ganz sinnlos finde ich Specialtys wie Digital Underwater Photographer,
Equipment Specialist oder Boat Diver.

Sorry, wenn ich ein Thema diskutiere welches hier mit Sicherheit bereits
100x diskutiert wurde


Roland Schmidt

unread,
Jul 28, 2010, 4:31:12 AM7/28/10
to

"Hannes Deeken" <h...@cool.de> schrieb

> Ich empfinde schon den AOWD bei SSI mit seinen 24 TG als Voraussetzung
> als Witz und, soweit ich weiss, geht das bei PADI noch "schneller".

Den kannst Du bei PADI gleich hinten dran hängen. Gönn Dir mal den Spaß
Malediven-Reiseberichte zu lesen. Wie oft liest man da, daß in den 14 Tagen
der OWD sowie AOWD gemacht wurde...........
Der AOWD bei PADI ist für mich nichts anderes als die PADI-Erlaubnis über
18m zu gehen.


Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 5:25:24 AM7/28/10
to
Hoi

Also irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass alle
Tauchanfänger erstmal Deppen sind, die von nix eine
Ahnung haben und auch Nichts können...

Am 28.07.2010 09:58, schrieb Hannes Deeken:
> Das Ausbildungssystem vermittelt aber den Eindruck, dass Du Dich in
> kurzer Zeit weiterqualifizieren kannst, ohne die Erfahrungen sammeln zu
> müssen. Was natürlich ein Trugschluss ist.

Nein, das Ausbildungssystem "qualifiziert" dich, etwas zu tun, weil du
darin ausgebildet wurdest, dir also die Grundlagen erarbeitet hast. Dabei
hast du erste Erfahrungen gesammelt - nachher gilt es, diese Erfahrungen
zu vertiefen und zu erweitern.

Dass da bereits Erfahrung vermittelt werden soll und den Tauchern das
Gefühl gegeben werden soll, sie seien jetzt die Hirsche, wird einzig und
allein von deinesgleichen interpretiert, weil ihr das System nicht versteht.

Manchmal, glaube ich, geht es euch einfach nicht ab, dass man mit
tauchen Geld verdienen kann und ich verspüre fast schon einen
gewissen Neid. Aber bitte, es wird niemand gezwungen überhaupt
einen Tauchkurs zu absolvieren! Anzüge gibts im Aldi, Automaten
und Jackets bekommt man bei Ebay - so schwierig kanns ja nicht
sein...

Joerg Hahn

unread,
Jul 28, 2010, 5:41:36 AM7/28/10
to
Moin,

ich schreib mal was hier dazwischen, wobei Roland nicht ausdrücklich
persönlich angesprochen sei...

Roland Schmidt wrote:
> Meinst Du damit die vielen unterschiedlichen Specialties die ich zum Teil
> ebenfalls ein wenig arg übertrieben und als Geldmaschine ansehe?

Ihr solltet erstmal definieren, wovon Ihr redet, bevor Ihr mit dem
Bashing loslegt. Viele der angesprochenen Kurse und Kärtchen und Stufen
sind nicht wirklich gleich bzw. nicht vergleichbar. Ist eigentlich ne
alte Leier:

RD ungleich Rettungstaucher
EAN/Nitrox 1 ungleich Nitrox
EAN/Nitrox 2 ungleich Nitrox II
AOWD ungleich AOWD
Nachttauchen ungleich SK Nachttauchen
usw.

Beispiel:
Es macht schon ein Unterschied, ob jemand ein auf Nachttg angepasstes
Briefing bekommt oder das Kursziel ist, jederzeit selbstv
erantwortlich für sich und Partner einen Nachttg zu planen und sicher
durchzuführen.

Mal einen oder ein paar Nachttg gemacht haben bedeutet nachts tauchen
gehen zu können, meinetwegen unter vorbereiteter Infrastruktur. Es
bedeutet nicht, sich den Sonderkurs sparen zu können.

lg
Jörg


--
Die neuen Knips-Fotos aus dem Urlaub:
http://www.notabstieg.de/egypt-3-2010/index.html

http://www.grabmalkultur.de

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 5:55:28 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 10:22, schrieb Roland Schmidt:
> Bisher zu keinem. Bin mir aber sicher daß der Tag kommen wird an dem ich
> Tauchgänge nicht mitmachen darf weil ich z.B. kein Nachttauch- oder
> Tieftauch-Brevet habe obwohl ich bereits mehrfach Nacht- und Tiefgetaucht
> bin.

Nur weil du schon etwas gemacht hast, heisst das noch lange nicht, dass
du es auch richtig gemacht hast... :-)

Schau, grundsätzlich genügt es doch, den OWD zu machen und dann
regelmässig tauchen zu gehen. Wenn du erfahrende Tauchpartner hast,
kannst du unheimlich viel von denen Lernen. Leider gehören da auch
dumme Angewohnheiten dazu...

[1] "Learning by doing" ist nett, schlussendlich weisst du aber nur, wie
du etwas tust; Du weisst aber nicht warum... ;-)


> Ich habe meinen Tauchlehrer mal darauf angesprochen was in diesen Kursen
> vermittelt wird was ich nicht schon weiß oder bereits gemacht habe. Seine
> Antwort: Diese Kurse vertiefen das Gelernte. Ich vertiefe darin also Sachen
> die ich durch meine taucherische Erfahrung schon längst erworben habe?

Diese Kurse vermitteln unter anderem auch Theorie! Tieftauchen z.B.
konfrontiert die Teilnehmer mit Bestimmung und Berechung des
Atem-Minuten-Volumen, sowie Luftbedarfs/-verbrauchs-Berechnungen
usw.

Natürlich kannst du problemlos als OWD Tauchgänge auf 40m machen,
schliesslich hast du einen Computer dabei, der dir die Nullzeit rechnet
und wenn das Fini 100bar anzeigt machst du dich an den Aufstieg und
veratmest die letze Luft bis 30bar im Flachwasser. Das wiederholst du
dann 10-mal, kaufst dir aber zwischenzeitlich eine 15ltr Flasche (weil
vorher die 12er immer genügt hat) und nennst es "Erfahrung im
Tieftauchen". Auch eine Möglichkeit, aber siehe [1]

> Ein brevetierter Nacht- oder Tieftaucher erkauft sich das Recht diese
> Tauchgänge offiziell durchzuführen auch wenn er diese vielleicht einmal im
> Jahr macht, während ein erfahrener Taucher ohne Specialty-Brevet im
> schlimmsten Fall dieses Recht nicht hat?

Ein Brevet garantiert, dass der Taucher zumindest die Anzahl vorge-
schriebener Tauchgänge zum erlangen des Brevets absolviert hat. Was
ein Lügbuch (=Logbuch) keinesfalls macht.

Im Geschäftsleben ist es genau das Gleiche: Kannst du ein Diplom vor-
weisen, hast du besser Chancen auf einen Job, als jemand, der nur von
seiner Erfahrung erzählen kann.

> Gerade diese beiden Themen sollten in die Grundausbildung eines Tauchers

> gehören. Insgesamt sollte die Ausbildung eines Tauchers sowieso
> anspruchsvoller werden

Nunja, was in eine Grundausbildung hinein gehört und was nicht, ist immer
Diskussionswürdig. Wenns nach den Einen ginge, müsste ein OWD
mindestens ein Jahr dauern... :-)

> Ganz sinnlos finde ich Specialtys wie Digital Underwater Photographer,
> Equipment Specialist oder Boat Diver.

Na, da würde ich jetzt aber eine Wette abschliessen, dass ein Absolvent
eines DUP-Kurses die besser Fotos macht als Du! Vorausgesetzt, du bist
nicht Fotograf oder hattest schon eine fotografische Ausbildung :-)

Hannes Deeken

unread,
Jul 28, 2010, 6:07:55 AM7/28/10
to
Martin Heggli <ma...@gmx.net> wrote:
> Hoi
>
> Also irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass alle
> Tauchanfänger erstmal Deppen sind, die von nix eine
> Ahnung haben und auch Nichts können...

Ich kann mich nicht erinnern, einen Tauchanfänger als Depp bezeichnet zu
haben. Er ist im Zweifel unwissend und unerfahren. Und hoffentlich
gewillt und interessiert daran, das zu ändern.


> Am 28.07.2010 09:58, schrieb Hannes Deeken:
>> Das Ausbildungssystem vermittelt aber den Eindruck, dass Du Dich in
>> kurzer Zeit weiterqualifizieren kannst, ohne die Erfahrungen sammeln zu
>> müssen. Was natürlich ein Trugschluss ist.
>
> Nein, das Ausbildungssystem "qualifiziert" dich, etwas zu tun, weil du
> darin ausgebildet wurdest, dir also die Grundlagen erarbeitet hast. Dabei
> hast du erste Erfahrungen gesammelt - nachher gilt es, diese Erfahrungen
> zu vertiefen und zu erweitern.

Eben. Das ist nach meinem Verständnis was anderes, als an den OWD direkt
einen AOWD dranzuhängen, ohne vorher erst ne Weile das im OWD Gelernte
in der Praxis zu vertiefen.


> Dass da bereits Erfahrung vermittelt werden soll und den Tauchern das
> Gefühl gegeben werden soll, sie seien jetzt die Hirsche, wird einzig und
> allein von deinesgleichen interpretiert, weil ihr das System nicht versteht.

Wo behauptet denn jemand, dass da Erfahrung vermittelt werden soll?
Das ist doch gerade der Knackpunkt, dass hier formale
Weiterqualifikation ohne die notwendige Erfahrung angeboten wird.


> Manchmal, glaube ich, geht es euch einfach nicht ab, dass man mit
> tauchen Geld verdienen kann und ich verspüre fast schon einen
> gewissen Neid. Aber bitte, es wird niemand gezwungen überhaupt
> einen Tauchkurs zu absolvieren! Anzüge gibts im Aldi, Automaten
> und Jackets bekommt man bei Ebay - so schwierig kanns ja nicht
> sein...

Wie kommst Du denn auf das schmale Brett? Tauchen kostet nicht zuviel,
sondern zu wenig. Genau die Einstellung, dass es nix kosten darf, führt
doch zu dieser dünnbrettbohrenden Schnellbleiche. Weil es sich die
Tauchschule gar nicht leisten kann, mehr als das Allernötigste zu
machen.

Roland Schmidt

unread,
Jul 28, 2010, 6:09:09 AM7/28/10
to

"Joerg Hahn" <de...@notabstieg.de> schrieb> Moin,

> Beispiel:
> Es macht schon ein Unterschied, ob jemand ein auf Nachttg angepasstes
> Briefing bekommt oder das Kursziel ist, jederzeit selbstv
> erantwortlich für sich und Partner einen Nachttg zu planen und sicher
> durchzuführen.

> Mal einen oder ein paar Nachttg gemacht haben bedeutet nachts tauchen
> gehen zu können, meinetwegen unter vorbereiteter Infrastruktur. Es
> bedeutet nicht, sich den Sonderkurs sparen zu können.

Bin ich bei Dir. Gut behütet hinter einem Guide ist ein Nachttauchgang mit
SIcherheit was anderes als wenn ich hier mit meinem Buddy in den See steige.
Nun gehöre ich zu den Tauchern die regelmäßig mit den Verantwortlichen und
Tauchern 'meiner' Tauchschule tauchen gehen und die Vorbereitungen und
Durchführungen auf Nachttauchgänge mehrfach miterleben konnte. Diese werden
lt. meinem TL so durchgeführt wie sie beim Specialty Nachttauchgang gelehrt
werden. Ich denke, dann ist es verständlich wenn ich mir das Geld für das
Brevet spare, da ich in dem Kurs quasi 'nur' das lerne was ich bereits
mehrfach kostenfrei lernen durfte.

Letzt habe ich von einem Kurs gehört in dem ich u.a. lerne wie ich mein
Tauchausrüstung optimal am Körper montiere und daß viele Taucher dadurch
umgedacht und ihr Gerödel anders platziert haben. Leider weiß ich nicht mehr
welcher Kurs das ist. Bei so etwas frage ich mich, ob man nicht bereits in
der Grundausbildung lernen muß wie was wo optimal platziert wird!? Daß es
dafür einen zusätzlichen Kurs geben soll in dem ich gegen Geld die
Optimierung meines Equipments erfahre halte ich für verantwortungslos.

Gruß
Roland


Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 6:39:15 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 12:07, schrieb Hannes Deeken:
> Eben. Das ist nach meinem Verständnis was anderes, als an den OWD direkt
> einen AOWD dranzuhängen, ohne vorher erst ne Weile das im OWD Gelernte
> in der Praxis zu vertiefen.

Auch hier nimmt zumindest PADI die Instruktoren in die Pflicht:
Eingangsbeurteilung der Teilnehmer
In PADIs Allgemeinen Standards und Verfahren ist festgelegt: Du
musst dir alle Kursteilnehmer ansehen und überprüfen, um
sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Voraussetzungen
erfüllen und die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen,
um sich in den Kurs einschreiben zu können.

Wenn Tauchschüler einfach so durch das Kurs-Angebot hindurch
gewunken werden, ist das in erster Linie ein Problem der ver-
antwortlichen Tauchbasis, resp. derer Instruktoren.

Bastian Scholz

unread,
Jul 28, 2010, 6:53:31 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 10:22, schrieb Roland Schmidt:
> Bisher zu keinem. Bin mir aber sicher daß der Tag kommen wird an dem ich
> Tauchgänge nicht mitmachen darf weil ich z.B. kein Nachttauch- oder
> Tieftauch-Brevet habe obwohl ich bereits mehrfach Nacht- und Tiefgetaucht
> bin.

Nur wenn du auf Geldmacher stößt, keine Tauchbude mit (Rest-)Verstand,
und da zähle ich die überwiegende Mehrheit dazu, wird dich ausschließen,
wenn du Erfahrung im Nacht- oder Tieftauchen nachweisen oder zumindest
glaubhaft machen kannst. Einige Sonderfälle wie Rechtliche Probleme in
diversen Ländern mal außen vor gelassen.

> Ich habe meinen Tauchlehrer mal darauf angesprochen was in diesen Kursen
> vermittelt wird was ich nicht schon weiß oder bereits gemacht habe. Seine
> Antwort: Diese Kurse vertiefen das Gelernte. Ich vertiefe darin also Sachen
> die ich durch meine taucherische Erfahrung schon längst erworben habe?

Padi schreib meines Wissens nach kein einziges Speciality für eine
weitere Prüfung vor, im Gegensatz zum VDST wo man die gemacht haben
muss, unabhängig wie viele Tauchgänge man in diesem Bereich schon hat.

> Ganz sinnlos finde ich Specialtys wie Digital Underwater Photographer,
> Equipment Specialist oder Boat Diver.

Die Kurse dienen meiner Meinung dazu, auf (mehr oder minder) spezielle
Situationen einzugehen. Wenn ich nur in meinem häuslichen Baggersee auf
3m Fische beobachten will, warum brauche ich dann Erfahrung oder Wissen
in Tief- oder Bootstauchen (etwas überspitzt dargestellt)? Falls ich
irgendwann doch mal ins Meer will muss ich mich dann aber doch damit
beschäftigen, entweder durch jemanden Erfahrenen oder indem ich mir
jemanden Kaufe, der mir das beibringt.

Ansonsten gehört es bei den Kursen dazu, das man die "Ortsüblichen"
Tauchgewohnheiten den Schülern beibringt, sprich, wenn in einer Gegend
nur vom Boot getaucht wurde, dann braucht man keinen Spezialkurs,
sondern es gehört zur Grundausbildung dazu. Aber woher soll jemand nach
500TG in seinem Baggersee, der zum ersten mal ein Boot sieht, wissen was
man da macht? Raten? Wenn er nicht zufällig jemanden an der Hand hat der
sich damit gut auskennt, muss er sich die Erfahrung eben kaufen...


Viele Grüße

Bastian

Hannes Deeken

unread,
Jul 28, 2010, 7:02:45 AM7/28/10
to

Ja sicher, das bestreite ich ja nicht, im Gegenteil.
Mein Punkt ist, dass das Regelwerk/System der jeweiligen Organisation
eben diesen Spielraum lässt, den dann die Tauchschulen (im Zweifel aus
wirtschaftlichen Gründen, siehe billig-billig) nutzen.

Ich hab auch keine Lösung für das Dilemma, ich seh halt nur das Problem.
Wenn man eine relativ grosse Anzahl Tauchgänge vorschreibt, evtl. mit
Kriterien wie "mindestens 10 davon tiefer als 20m" oder so, dann ist man
wieder an dem Punkt Logbuch = Lügbuch.

Alles nich so einfach,

Michael Schmidt

unread,
Jul 28, 2010, 7:11:56 AM7/28/10
to
On Wed, 28 Jul 2010 11:55:28 +0200, Martin Heggli <ma...@gmx.net>
wrote:

>Am 28.07.2010 10:22, schrieb Roland Schmidt:
>> Bisher zu keinem. Bin mir aber sicher daß der Tag kommen wird an dem ich
>> Tauchgänge nicht mitmachen darf weil ich z.B. kein Nachttauch- oder
>> Tieftauch-Brevet habe obwohl ich bereits mehrfach Nacht- und Tiefgetaucht
>> bin.
>
>Nur weil du schon etwas gemacht hast, heisst das noch lange nicht, dass
>du es auch richtig gemacht hast... :-)
>
>Schau, grundsätzlich genügt es doch, den OWD zu machen und dann
>regelmässig tauchen zu gehen. Wenn du erfahrende Tauchpartner hast,
>kannst du unheimlich viel von denen Lernen. Leider gehören da auch
>dumme Angewohnheiten dazu...
>
>[1] "Learning by doing" ist nett, schlussendlich weisst du aber nur, wie
>du etwas tust; Du weisst aber nicht warum... ;-)

Das ausgerechnetl bei PADI Kursen besonders darauf Wert gelegt wird
den Leuten zu vermitteln WARUM man etwas tut ist, vorsichtig
ausgedrückt, eine interessante neue These...

Speziell wenn ich eine neue potentiell gefährliche Tätigkeit angehe
inkludiert bei zumiondest bei mir ein "Lerning bei doing" durchaus
auch ein "reading" und eine "asking" ;-)

FÜr Leute die das für überflüssig halten wird schnell Darwin der
unfreiwillige neue Anweiser...


>
>> Ich habe meinen Tauchlehrer mal darauf angesprochen was in diesen Kursen
>> vermittelt wird was ich nicht schon weiß oder bereits gemacht habe. Seine
>> Antwort: Diese Kurse vertiefen das Gelernte. Ich vertiefe darin also Sachen
>> die ich durch meine taucherische Erfahrung schon längst erworben habe?
>
>Diese Kurse vermitteln unter anderem auch Theorie! Tieftauchen z.B.
>konfrontiert die Teilnehmer mit Bestimmung und Berechung des
>Atem-Minuten-Volumen, sowie Luftbedarfs/-verbrauchs-Berechnungen
>usw.

Das ist ja echt der Wahnsinn!
Mensch, AMV und Luftverbrauch ist Kram aus dem (nicht PAID...)
Anfängerkurs!


>Natürlich kannst du problemlos als OWD Tauchgänge auf 40m machen,
>schliesslich hast du einen Computer dabei, der dir die Nullzeit rechnet
>und wenn das Fini 100bar anzeigt machst du dich an den Aufstieg und
>veratmest die letze Luft bis 30bar im Flachwasser. Das wiederholst du
>dann 10-mal, kaufst dir aber zwischenzeitlich eine 15ltr Flasche (weil
>vorher die 12er immer genügt hat) und nennst es "Erfahrung im
>Tieftauchen". Auch eine Möglichkeit, aber siehe [1]
>
>> Ein brevetierter Nacht- oder Tieftaucher erkauft sich das Recht diese
>> Tauchgänge offiziell durchzuführen auch wenn er diese vielleicht einmal im
>> Jahr macht, während ein erfahrener Taucher ohne Specialty-Brevet im
>> schlimmsten Fall dieses Recht nicht hat?
>
>Ein Brevet garantiert, dass der Taucher zumindest die Anzahl vorge-
>schriebener Tauchgänge zum erlangen des Brevets absolviert hat. Was
>ein Lügbuch (=Logbuch) keinesfalls macht.

Brevets kann man genause fälschen wie Logbucheinträge. Allerdings ist
es selbst im Zeitalter der Laserdrucker zumindest bei PADI
intellektuell aufwendiger ein Brevet zu fälschen als eins selbst zu
machen.

Was Logbucheinträge betrifft...
Wer ein oder auch fünf TGs dazuschreibt wird wohl nie auffallen.
Wenn allerdings signifikante Mengen an TGs dazuerfunden wurden merkt
das ein erfahrener Taucher sowohl im Gespräch als auch in der Praxis
recht schnell wenn Können nicht zur geloggten Erfahrung passen. Die
Handvoll fachlichen Superüberflieger bei denen das durchgeht sind
extremst selten, sind dann bzgle Sicherheit meist auch kein Problem.
Auch im Gespräch lässt sich vieles aufdecken. Wer zum geloggten
Tauchplatz denn schier garnichts sagen kann...peinlich sowas...

Eine interessante Frage ist in dem Zusammenhang: Was ist überhaupt ein
Tauchgang? Ich persönlich finde es immer interessant die
Gesamttauchzeit durch die Zahl der Tauchgänge zu teilen um so die
Durchschnittstauchzeit zu ermitteln.


>Im Geschäftsleben ist es genau das Gleiche: Kannst du ein Diplom vor-
>weisen, hast du besser Chancen auf einen Job, als jemand, der nur von
>seiner Erfahrung erzählen kann.

Bessere Changen reinzukommen ja, aber keine besseren CHangen die
Probezeit zu überleben.
Ich hatte schon einige Kandidaten erlebt...
Nach den Diplomen und Zeugnisssen hätte ich mich eigenlich selbst
rausschmeisen müssen um dieses Genie einzustellen.
Aber was dann bis zur Probezeitkündigung geboten wurde spottete jeder
Beschreibung.

>
>> Gerade diese beiden Themen sollten in die Grundausbildung eines Tauchers
>> gehören. Insgesamt sollte die Ausbildung eines Tauchers sowieso
>> anspruchsvoller werden
>
>Nunja, was in eine Grundausbildung hinein gehört und was nicht, ist immer
>Diskussionswürdig. Wenns nach den Einen ginge, müsste ein OWD
>mindestens ein Jahr dauern... :-)
>
> > Ganz sinnlos finde ich Specialtys wie Digital Underwater Photographer,
> > Equipment Specialist oder Boat Diver.
>
>Na, da würde ich jetzt aber eine Wette abschliessen, dass ein Absolvent
>eines DUP-Kurses die besser Fotos macht als Du! Vorausgesetzt, du bist
>nicht Fotograf oder hattest schon eine fotografische Ausbildung :-)

Das du mit der Wette nurt nicht baden gehst...
Ich bin kein Fotograf, aber ich hatte bisher den Eindruck, dass ein
banaler Fotoamateur für den Blende, Belichtungszeit und Leitzahl keine
Fremdwörter sind in sochen Fotokursen schon erheblich überqualifiziert
sind.

Aber nichts gegen Spezialkurse!
Ich finde es ok das es sie gibt. Der eine liest sich was an, der
andere besucht einen Kurs. WEnn zu fairen Bedingungen ein Angebot auf
eine Nachfrage trifft und beide zufrieden sind, das ist
Marktwirtschaft.
Ich esse gerne Fisch und habe so auch nichts gegen ein "fish cooking
speciality", auch wenn dieses eher meine Überlebenswahrscheinlichkeit
nur Überwasser erhöht!

MS

Joerg Hahn

unread,
Jul 28, 2010, 7:58:32 AM7/28/10
to
Moin,

Roland Schmidt wrote:
> Brevet spare, da ich in dem Kurs quasi 'nur' das lerne was ich bereits
> mehrfach kostenfrei lernen durfte.

Und vielleicht in einem Buch die Grundlagen dazu erarbeiten, OK.
Kann mann so machen.

> Letzt habe ich von einem Kurs gehört in dem ich u.a. lerne wie ich mein
> Tauchausrüstung optimal am Körper montiere

Keine Ahnung.
Ein-Sern? Zwei-Stern? Drei-Stern? GUE Fundamentals?
Solo/Selbstrettung/Deko? CMAS-Nitrox II?

Problem dabei ist, daß es m.M.n keine optimale Ausrüstung für alles
gibt. Sondern nur Konfigurationen, die sinnvoll ergänzt oder abgeändert
sein wollen. Das kommt abgestuft wohl mindestens bei den obigen
Ausbildungen vor. Bei PADI/SSI kenn ich mich da nicht so aus. Bei
TEC-REC kommt sowas wahrscheinlich vor, wie sorgfältig weiß ich nicht.
Mich interressiert TEC/REC aus anderen Gründen nicht die Bohne.

> der Grundausbildung lernen muß wie was wo optimal platziert wird!?

S.o. es gibt nicht DIE optimale Konfiguration. Aber....
macht man rudimentär schon, aber in den Anfängerkurs gehört nicht rein,
warum z.B. eine Stage zweckmäßigerweise links gehört.

MatV

unread,
Jul 28, 2010, 8:05:21 AM7/28/10
to
On 28 Jul., 12:39, Martin Heggli <m...@gmx.net> wrote:

> In PADIs Allgemeinen Standards und Verfahren ist festgelegt: Du
> musst dir alle Kursteilnehmer ansehen und überprüfen, um
> sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Voraussetzungen
> erfüllen und die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen,
> um sich in den Kurs einschreiben zu können.
>
> Wenn Tauchschüler einfach so durch das Kurs-Angebot hindurch
> gewunken werden, ist das in erster Linie ein Problem der ver-
> antwortlichen Tauchbasis, resp. derer Instruktoren.

Wenn Konfirmanden einfach so konfirmiert werden, ohne zu prüfen, ob
die Grundlagen des Glaubens in ihnen unauslöschlich verankert wurden,
ist das ein Problem des Pastors, nicht der Kirche.
Gruß,
Matthias

Joerg Hahn

unread,
Jul 28, 2010, 8:22:36 AM7/28/10
to
Moin Martin,

Martin Heggli wrote:
> Natürlich kannst du problemlos als OWD Tauchgänge auf 40m machen,
> schliesslich hast du einen Computer dabei, der dir die Nullzeit rechnet

Das sind dann die berühmten 40m-Tauchgänge, die insgesamt nur 31min
dauern.....
Ich halte gerade die weder für sicher noch problemlos.

> Tieftauchen". Auch eine Möglichkeit, aber siehe [1]

Stimmt, da bin ich bei Dir, wenn auch nicht in der Auswahl des Kurses.
Und wahrscheinlich hätten wir deutliche Meinungsunterschiede bezgl.
Tieftauchen...

Roland:


>> Ein brevetierter Nacht- oder Tieftaucher erkauft sich das Recht diese
>> Tauchgänge offiziell durchzuführen auch wenn er diese vielleicht
>> einmal im
>> Jahr macht, während ein erfahrener Taucher ohne Specialty-Brevet im
>> schlimmsten Fall dieses Recht nicht hat?

Nein nein, der Nachttaucher hat wenigstens einmal nachgewiesen, daß er
in der Lage ist, in Theorie und Praxis selbstständig einen TG zu planen,
durchzuführen und zu überleben, und zwar in_jedem_ Gewässer, welches
dafür in Frage kommt.

> Nunja, was in eine Grundausbildung hinein gehört und was nicht, ist immer
> Diskussionswürdig.

Wobei ich perönlich finde, daß zuviel genauso hinderlich sein kann.
Da wäre ich wahrscheinlich wieder bei Dir.

Bastian Scholz

unread,
Jul 28, 2010, 8:43:47 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 13:58, schrieb Joerg Hahn:

>> Letzt habe ich von einem Kurs gehört in dem ich u.a. lerne wie ich
>> mein Tauchausrüstung optimal am Körper montiere
>
> Keine Ahnung.
> Ein-Sern? Zwei-Stern? Drei-Stern? GUE Fundamentals?
> Solo/Selbstrettung/Deko? CMAS-Nitrox II?

OWD, AOWD! ;-)

Viele Grüße

Bastian

Jo Warner

unread,
Jul 28, 2010, 9:31:20 AM7/28/10
to
Martin Heggli schrieb:

> Hoi
>
> Also irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass alle
> Tauchanfänger erstmal Deppen sind, die von nix eine
> Ahnung haben und auch Nichts können...

Moin,

das ist eine höchstgradige Trivialerkenntnis! Gut gemacht.

Und Deppen sind sie spätestens dann, wenn sie nach einem dieser
typischen OWD-Kurse (5 x Schwimmbad, 4 x Freiwasser) selbstkritisch sind
und merken, dass sie eigentlich noch viel zu wenig können, viel zu wenig
geübt haben im Kurs, trotzdem breitgrinsend ihr Brevet empfangen und
gleich den AOWD buchen. Für das Geld für beide Kurse zusammen hätten sie
sich lieber einen guten Anfängerkurs kaufen können und würden danach
wenigstens die Elementarfertigkeiten einigermaßen sicher draufhaben.


>
> Manchmal, glaube ich, geht es euch einfach nicht ab, dass man mit
> tauchen Geld verdienen kann und ich verspüre fast schon einen
> gewissen Neid.

Ich soll neidisch sein auf jemand, der als angestellter Tauchlehrer in
Deutschland auf einen Stundenlohn kommt, für den keine Putzfrau den
Feudel nass macht?
Oder etwa auf jemand, der als angestellter Tauchlehrer im Ausland einen
hire and fire-Job hat, in einem Rattenloch als Staffwohnung lebt und
dessen Einkommen in aller Regel deutlich unter dem BAFöG-Satz liegt?
Oder etwa auf einen Christian Holm, der zu schnell zu viel Geld
verdienen wollte und dem jetzt der Staatsanwalt eine unfreundliche
Klagschrift fertigt?

Werde bitte nicht albern, sowas passt in den Kindergarten.

Gruß Jo

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 9:44:44 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 15:31, schrieb Jo Warner:
> Für das Geld für beide Kurse zusammen hätten sie sich lieber einen guten
> Anfängerkurs kaufen können und würden danach wenigstens die
> Elementarfertigkeiten einigermaßen sicher draufhaben.

Oh, jetzt nimmt mich aber wunder, wo es diesen Kurs gibt... (ausser bei mir
natürlich :-) )

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 9:49:02 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 13:11, schrieb Michael Schmidt:
> Mensch, AMV und Luftverbrauch ist Kram aus dem (nicht PAID...)
> Anfängerkurs!

Aha, und wozu verwenden diese Anfänger das Gelernte? Um
Tauchgänge auf 21m zu planen? Ist ja nett, wenn man das in der
Grundausbildung mitbekommt, aber brauchen tut man es erst
in den darauf folgenden Kursen. Warum also nicht dann etwas
vermittelt bekommen, wenn man es wirklich braucht und auch
anwenden kann? Merkst was?

Jo Warner

unread,
Jul 28, 2010, 9:51:49 AM7/28/10
to
Martin Heggli schrieb:

> Diese Kurse vermitteln unter anderem auch Theorie! Tieftauchen z.B.
> konfrontiert die Teilnehmer mit Bestimmung und Berechung des
> Atem-Minuten-Volumen, sowie Luftbedarfs/-verbrauchs-Berechnungen
> usw.

Das ist ja ganz toll! Sowas gehört in den Anfängerkurs, und da ist es
bei CMAS auch. Und den Begriff des Partialdrucks (auch ein
Anfängerkursthema) hebt sich PADI für den Nitroxkurs auf, weil er ja so
kompliziert zu verstehen ist. Und sowas wie Sättigungs- und
Entsättigungsvorgänge schiebt PADI in den DM-Kurs. Tauchgänge mit
zumindest berechneten Dekostops (untrennbar mit Tieftauchen verbunden)
schiebt PADI ins Reich der bösen Hölle, schließlich muss ja noch was
übrig bleiben an Brotkrümeln für die teuren Tec Rec-Angebote. Dafür
lehrt und praktiziert PADI das wirklich böse Nullzeitschrammeln.

> Ein Brevet garantiert, dass der Taucher zumindest die Anzahl vorge-
> schriebener Tauchgänge zum erlangen des Brevets absolviert hat. Was
> ein Lügbuch (=Logbuch) keinesfalls macht.

Klasse! Das sind bei Vorlage einer AOWD-Karte gerade mal eben 9 TG. Im
Urlaub 2009 OWD, im Urlaub 2010 AOWD gemacht, keine weiteren TG außer
denen im Kurs, 2011 kommt derjenige bei Buntefische-Basis an und darf
bis 30 m mittauchen. Sorry, mit so wenig Erfahrung und Übung hat
derjenige bestenfalls etwas auf 10 m in 2 : 1-Tauchlehrerbegleitung
verloren, also realer Status Scuba Diver!

> > Ganz sinnlos finde ich Specialtys wie Digital Underwater Photographer,
> > Equipment Specialist oder Boat Diver.
>
> Na, da würde ich jetzt aber eine Wette abschliessen, dass ein Absolvent
> eines DUP-Kurses die besser Fotos macht als Du! Vorausgesetzt, du bist
> nicht Fotograf oder hattest schon eine fotografische Ausbildung :-)

Ich kenne zwei Instructeusen, die beide abnahmeberechtig für DUP und
underwater video sind. Beide besitzen keine eigenen Kameras. Ich kenne
leider die Ergebnisse, die sie mal mit geliehenen Kameras machten -
schaurig! Selbst null Ahnung, null Erfahrung, aber so einen Kurs
verkaufen dürfen?
Ich erlebte auch einen Instructor mit Lizenz für den Boat Diver, der
nicht mal wusste, wie man einen Palstek macht und später nach Luv kotzte.
Erzähl mir also nicht, dass sich diese Specialty Instructors auf diesen
Gebieten auskennen!

Es bestätigt sich also mal wieder:
Put Another Dollar In oder auf Fehmarn aktuell Pay An Die Immediately
Wir begreifen das System sehr wohl, wir wissen auch, wem es primär nützt.

Und die von dir vorhin genannten Deppen merken sowas leider nicht.

Gruß Jo

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 9:52:59 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 13:02, schrieb Hannes Deeken:
> Ich hab auch keine Lösung für das Dilemma, ich seh halt nur das Problem

Wende dich an die Qualitäts-Sicherung von PADI, die können dir sicher
weiterhelfen :-)

Hannes Deeken

unread,
Jul 28, 2010, 9:56:47 AM7/28/10
to
Martin Heggli <ma...@gmx.net> wrote:
> Am 28.07.2010 13:11, schrieb Michael Schmidt:
>> Mensch, AMV und Luftverbrauch ist Kram aus dem (nicht PAID...)
>> Anfängerkurs!
>
> Aha, und wozu verwenden diese Anfänger das Gelernte? Um
> Tauchgänge auf 21m zu planen? Ist ja nett, wenn man das in der
> Grundausbildung mitbekommt, aber brauchen tut man es erst
> in den darauf folgenden Kursen. Warum also nicht dann etwas
> vermittelt bekommen, wenn man es wirklich braucht und auch
> anwenden kann? Merkst was?

Ich weiss nicht... ich schau mir nach jedem TG mein AMV an. Allein
schon, um zu sehen, ob ich wirklich so heftig genuckelt hab, wie es sich
während des TGs angefühlt hat oder ob meine Atmung ok war.

Aber das mag die Eigenheit eines interessierten Anfängers sein... ;)

Ciao,

Hannes Deeken

unread,
Jul 28, 2010, 9:58:55 AM7/28/10
to
Martin Heggli <ma...@gmx.net> wrote:
> Am 28.07.2010 13:02, schrieb Hannes Deeken:
>> Ich hab auch keine Lösung für das Dilemma, ich seh halt nur das Problem
>
> Wende dich an die Qualitäts-Sicherung von PADI, die können dir sicher
> weiterhelfen :-)

Ja, danke. Wie die auf sowas reagieren, konnte man im Grossen Blauen
Forum ja schon lesen. MaW: nicht.

Warum auch? Sie verdienen daran ja gut.

Ciao,

Uwe Hercksen

unread,
Jul 28, 2010, 10:09:26 AM7/28/10
to

Martin Heggli schrieb:

> Du hast die Vorzüge eines modularen Ausbildungssystems noch
> immer nicht verstanden...

Hallo,

den Vorteil sieht man bei einem Notfall, wenn man den dafür nötigen
Modul noch nicht belegt hatte, dann hat Neptun, Poseidon oder der
Klabautermann ein Einsehen und drückt noch mal ein Auge zu?

Modularität ist ja gut und schön, aber zu viele zu dünne Scheiben aus
dem Ausbildungsstoff zu schneiden muß nicht gut sein.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jul 28, 2010, 10:15:34 AM7/28/10
to

Martin Heggli schrieb:

> Manchmal, glaube ich, geht es euch einfach nicht ab, dass man mit
> tauchen Geld verdienen kann und ich verspüre fast schon einen
> gewissen Neid.

Hallo,

das ist ja gerade der Ansatz der zu den Ausbildungsproblemen geführt
hat, das man mit der Tauchausbildung Geld verdienen will und muß.
Taucher die auch in der Lage sind im Notfall einige Kilometer Strecke zu
schwimmen ohne dabei Probleme mit den Krämpfen und der Kondition zu
bekommen bildet man so nicht aus, auch keine die in der Lage sind den
Partner einige 100 m zum Boot zu schleppen.

Bye

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 10:17:18 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 15:51, schrieb Jo Warner:
> Das ist ja ganz toll! Sowas gehört in den Anfängerkurs, und da ist es
> bei CMAS auch. Und den Begriff des Partialdrucks (auch ein
> Anfängerkursthema) hebt sich PADI für den Nitroxkurs auf, weil er ja so
> kompliziert zu verstehen ist.

Was soll also ein Anfänger, der Tauchgänge auf max. 18m machen
darf, mit diesen Informationen anfangen?

Du hast auch nicht in der ersten Klasse Dreisatz gelernt, oder?


> Dafür
> lehrt und praktiziert PADI das wirklich böse Nullzeitschrammeln.

Aja, diese Specialty kenn ich aber nicht...

> Klasse! Das sind bei Vorlage einer AOWD-Karte gerade mal eben 9 TG. Im
> Urlaub 2009 OWD, im Urlaub 2010 AOWD gemacht, keine weiteren TG außer
> denen im Kurs, 2011 kommt derjenige bei Buntefische-Basis an und darf
> bis 30 m mittauchen. Sorry, mit so wenig Erfahrung und Übung hat
> derjenige bestenfalls etwas auf 10 m in 2 : 1-Tauchlehrerbegleitung
> verloren, also realer Status Scuba Diver!

Wie schon gesagt, du stellst per se alle Anfänger als Nullen hin.

> Ich kenne zwei Instructeusen, die beide abnahmeberechtig für DUP und
> underwater video sind. Beide besitzen keine eigenen Kameras. Ich kenne
> leider die Ergebnisse, die sie mal mit geliehenen Kameras machten -
> schaurig! Selbst null Ahnung, null Erfahrung, aber so einen Kurs
> verkaufen dürfen?

Damit wären wir beim Thema Selbstüberschätzung. Ich könnte auch
DUP-Kurse machen. Ich machs aber nicht, weil ich von Fotographieren
eigentlich keine Ahnung hab und gute Fotos bei mir hauptsächlich von
einem guten Motiv abhängen... :-) Ich glaub, die Kunden würden ziemlich
schnell und leicht erkennen, dass ich nicht mehr Ahnung habe als sie
selbst, gute Manuals hin oder her... Ich für meinen Teil biete meinen
Kunden immer gerne auch Informationen, die über den Kurs und die
Kursunterlagen hinaus gehen. Vielfach ist das auch notwendig, um
etwas aus dem Kurs zu erklären, warum es so ist, wie es da steht.

Aber natürlich ist es jedem selbst überlassen, was er anbietet.

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 10:21:19 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 15:56, schrieb Hannes Deeken:
> Ich weiss nicht... ich schau mir nach jedem TG mein AMV an. Allein
> schon, um zu sehen, ob ich wirklich so heftig genuckelt hab, wie es sich
> während des TGs angefühlt hat oder ob meine Atmung ok war.

Demfall hast du einen Tauchcomputer, der dir diese Information ausgibt?
Nur weil du von "anschauen" schreibst. Kannst du das AMV auch selbst
ermitteln, ohne Computer?

> Aber das mag die Eigenheit eines interessierten Anfängers sein... ;)

Und was machst du mit der Erkenntnis? Zahlen sammeln ist ja schön
und gut, nur sollte man irgendwann auch irgendwas mit den Zahlen
anfangen könne.

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 10:22:37 AM7/28/10
to
Am 28.07.2010 16:15, schrieb Uwe Hercksen:
> Taucher die auch in der Lage sind im Notfall einige Kilometer Strecke zu
> schwimmen ohne dabei Probleme mit den Krämpfen und der Kondition zu
> bekommen bildet man so nicht aus, auch keine die in der Lage sind den
> Partner einige 100 m zum Boot zu schleppen.

Naja, wenn das bei dir Ausbildungsmasstäbe sind, dann würde ich mal beim
Thema Tauchgangsplanung nachhaken... ;-)

Michael Eyd

unread,
Jul 28, 2010, 11:12:48 AM7/28/10
to
On 28.07.2010 16:17, Martin Heggli wrote:

Ich für meinen Teil biete meinen
> Kunden immer gerne auch Informationen, die über den Kurs und die
> Kursunterlagen hinaus gehen. Vielfach ist das auch notwendig, um
> etwas aus dem Kurs zu erklären, warum es so ist, wie es da steht.
>
> Aber natürlich ist es jedem selbst überlassen, was er anbietet.

Aber genau das ist doch der springende Punkt! *Du* machst das so, der
eine oder andere PADI-Instructor sicher auch, aber genau wie Du es
sagst: Das basiert alles auf Privatinitiative der jeweiligen
Instruktoren. Von Seiten der Organisation gibt es diese Vorgaben eben
gerade *nicht*!

Das Wissen, dass Du 'freiwillig' dazu packst, das ist bei CMAS z. B.
eben schon verpflichtend drin (u. U. sogar noch mehr als das was Du
lehrst). Damit ist sichergestellt dass *jeder* Absolvent es auch
erhalten hat (ok, lassen wir mal schlechte TL außen vor, die gibt es
sicher auch). Und nicht wie bei PADI nur der, der das Glück hatte auf
einen Ausbilder wie Dich zu stoßen. Die sind nämlich (auch nach meinen
eigenen Erfahrungen) leider gerade in den Urlaubsregionen überhaupt
nicht die Regel. Und ein Interessent kann das von außen eben nicht
beurteilen... :-(

Viele Grüße,

Michael

Hannes Deeken

unread,
Jul 28, 2010, 11:27:12 AM7/28/10
to
Martin Heggli <ma...@gmx.net> wrote:
> Am 28.07.2010 15:56, schrieb Hannes Deeken:
>> Ich weiss nicht... ich schau mir nach jedem TG mein AMV an. Allein
>> schon, um zu sehen, ob ich wirklich so heftig genuckelt hab, wie es sich
>> während des TGs angefühlt hat oder ob meine Atmung ok war.
>
> Demfall hast du einen Tauchcomputer, der dir diese Information ausgibt?

Der gibt mir nur das Profil, aus dem dann die Durchschnittstiefe
ermittelt wird. Daraus lass ich, faul wie ich bin, Diving Log dann das
AMV berechnen.


> Nur weil du von "anschauen" schreibst. Kannst du das AMV auch selbst
> ermitteln, ohne Computer?

Ja, kann ich. Aber die Durchschnittstiefe lass ich mir gerne vom
Computer sagen.


> Und was machst du mit der Erkenntnis? Zahlen sammeln ist ja schön
> und gut, nur sollte man irgendwann auch irgendwas mit den Zahlen
> anfangen könne.

Mit der Erkenntnis, dass mein Luftverbrauch für den
Tiefschnorchel-Tauchgang zu hoch war? Beim nächsten TG mehr auf meine
Atmung achten, aktiv irgendwelche Hektik unterdrücken, mehr mit dem
Jacket und weniger mit der Lunge tarieren... je nachdem.
Bei dem TG neulich, bei dem ich dank zu wenig Blei komplett über Lunge
tariert habe, seh ich das z.B. auch am AMV.

Es ist halt ganz praktisch, neben dem subjektiven Empfinden auch noch
objektive Messwerte zu haben, an denen man die Effekte von verändertem
Verhalten ablesen kann.

Um den Bogen zurück zum Anfang zu schlagen: das Konzept des AMVs und
dessen Berechnung ist nix, was meiner Ansicht nach einen OWD-Schüler
überfordert.

Joerg Hahn

unread,
Jul 28, 2010, 11:56:34 AM7/28/10
to
Moin Martin,

Martin Heggli wrote:
> Auch hier nimmt zumindest PADI die Instruktoren in die Pflicht:
> Eingangsbeurteilung der Teilnehmer

Achso, und die CMAS-Verbände machen das nicht?

> Wenn Tauchschüler einfach so durch das Kurs-Angebot hindurch
> gewunken werden, ist das in erster Linie ein Problem der ver-
> antwortlichen Tauchbasis, resp. derer Instruktoren.

Achso, ja dann.

Du schriebst: ...weil ihr das System nicht versteht.

Dabei kommst Du aber auch nicht gedanklich auf die Vorzüge bzw. Punkte,
die z.B. CMAS ausmachen. Wobei ich jetzt ausdrücklich mich von Jo`s
Argumentation absetzen möchte.

Du schriebst: Manchmal, glaube ich, geht es euch einfach nicht ab, dass

man mit tauchen Geld verdienen kann

Mmmh, dabei müssten wir mal überprüfen, ob die, die Geld verdienen,
überhaupt mehrheitlich Absolventen produzieren die Tauchen können. Oder
an Absolventen die Tauchen können, überhaupt Geld zu verdienen ist.
Und ob wir unter "tauchen können" systemübergreifend das Gleiche wenn
nicht gar das selbige verstehen.

Und steckt nicht in Deiner Aussage oben drin, daß PADI seine
Ausbildungsweise danach gestaltet, Geld damit zu verdienen?
;-)

Martin Heggli

unread,
Jul 28, 2010, 12:03:06 PM7/28/10
to
Am 28.07.2010 17:12, schrieb Michael Eyd:
> Aber genau das ist doch der springende Punkt! *Du* machst das so, der
> eine oder andere PADI-Instructor sicher auch, aber genau wie Du es
> sagst: Das basiert alles auf Privatinitiative der jeweiligen
> Instruktoren. Von Seiten der Organisation gibt es diese Vorgaben eben
> gerade *nicht*!
> Das Wissen, dass Du 'freiwillig' dazu packst, das ist bei CMAS z. B.
> eben schon verpflichtend drin (u. U. sogar noch mehr als das was Du
> lehrst). Damit ist sichergestellt dass *jeder* Absolvent es auch
> erhalten hat (ok, lassen wir mal schlechte TL außen vor, die gibt es
> sicher auch). Und nicht wie bei PADI nur der, der das Glück hatte auf
> einen Ausbilder wie Dich zu stoßen.

Das ist der grosse Unterschied zwischen PADI und anderen Tauch-
ausbildnern: In unserem Fall sorgt PADI dafür, dass jeder Schüler weltweit
eine einheitliche Ausbildung erhält. Die Standards, die Unterlagen und das
Zubehör sorgen - unabhängig von der Qualität des Instruktors - dafür, dass
alle den einen gemeinsamen Nenner haben. Egal ob englisch, türkisch,
deutsch oder was auch immer. Und dafür bezahlt der Kunde. Die Extras
sind kostenlos. Also geht ihm also nichts verloren, wenn er die mal
irgendwo nicht bekommen sollte.

Ganz anderst die traditionelle Vereinsausbildung, wo der technisch
versierte Ausbildungsleiter die Schüler stundenlang mit irgendwelchen
Berechnungen plagt. Oder das Genie, welches die gesamte Deko2000
auswendig im Kopf hat, aber eine Null ist in Sachen Vortragstechnik, die
Schüler reihenweise in Tiefschlaf versetzt oder der schon etwas ältere
Herr, welcher aufgrund einer defekten Hellraumprojektorlampe seine
30-jährigen Overheadfolien den Schülern leider vorenthalten muss...

Spielt in unserem System alles keine Rolle, weils nicht relevant ist.
Daher sind auch solche Sachen wie e-Learning möglich. Oje, jetzt
hab ich schon das nächste Reizwort geschrieben... :-)


> Die sind nämlich (auch nach meinen
> eigenen Erfahrungen) leider gerade in den Urlaubsregionen überhaupt
> nicht die Regel. Und ein Interessent kann das von außen eben nicht
> beurteilen... :-(

Gerade in Urlaubsregionen wollen die Leute in erster Linie eins:
Tauchen, tauchen, tauchen. Sie wollen sich nicht mit AMV oder
Partialdrücken auseinander setzen müssen, sonder sie wollen das
bisschen Ferien, das ihnen jedes Jahr zusteht, in erster Linie
geniessen!

Joerg Hahn

unread,
Jul 28, 2010, 12:04:27 PM7/28/10
to
Hallo Bastian,

Bastian Scholz wrote:
> OWD, AOWD! ;-)

Und da hast Du was von 2 Ventilen und getrennten Atemreglern gehört?
Und warum es beispielsweise Doppelflaschen gibt?

Da müsste ich doch mal nachlesen, ob das nicht schon bei Padi ein
Standardverstoß wäre.

> Viele Grüße

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