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Malediven u. Alkohol ?

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Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Hallo allen Freunden des Tauchsports

Bitte um Rat, Infos oder Tips in folgender Angelegenheit.

Wir fliegen Anfang April auf die Malediven und möchten gerne eine Flasche
Cognac mitnehmen.
Haben aber gehört u. gelesen, daß die Einfuhr von Alkohol auf den Malediven
verboten ist.

Wer kann uns sagen wie wir dieses Verbot am besten umgehen können bzw. wer
hat Erfahrung was passiert wenn
man am Zoll erwischt wird.

Sind für alle Tips u. Infos sehr dankbar und versprechen auch erst nach dem
letzten Tauchgang einen Schluck
auf euer Wohl zu trinken, wenn wir es mit eurer Hilfe schaffen sollten doch
noch eine Flasche rüber zu
bekommen.

Mit freundlichen Flossenschlag Walter

Sylvia Röttgen

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Wenn Ihr mit den Bestimmungen des Landes nicht klar kommt, würde ich Zuhause
bleiben.
Sylvia
Geben Sie Ihren Namen ein <Email-...@netway.at> schrieb in im
Newsbeitrag: 89r4m2$rln$1...@news.netway.at...

Matthias Frey

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
<Email-...@netway.at> schrieb:

>> Bitte um Rat, Infos oder Tips in folgender Angelegenheit.

>> Wir fliegen Anfang April auf die Malediven und möchten gerne eine Flasche
>> Cognac mitnehmen.
>> Haben aber gehört u. gelesen, daß die Einfuhr von Alkohol auf den
>> Malediven verboten ist.

"Sylvia Röttgen" <Sylv...@hotmail.com> schrieb:

>Wenn Ihr mit den Bestimmungen des Landes nicht klar kommt, würde ich Zuhause
>bleiben.

Hallo Sylvia,
es nutzt den Leuten nix, wenn Du Zuhause bleibst :)

Sie bitten ja um Rat - nicht um eine moralische Zurechtweisung :)

Leider kann ich den Rat nicht geben, da ich es nicht weiß, wie es
gehandhabt wird. Es würde mich aber auch interessieren :)

Liebe Grüße
Matthias
--
PM bitte an mailto:mf...@dialup.nacamar.de

Markus Koch

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
hi

Geben Sie Ihren Namen ein wrote:

> Haben aber gehört u. gelesen, daß die Einfuhr von Alkohol auf den Malediven
> verboten ist.

stimmt. ist halt so bei den moslems.

> Wer kann uns sagen wie wir dieses Verbot am besten umgehen können bzw. wer
> hat Erfahrung was passiert wenn
> man am Zoll erwischt wird.

am zoll wird sehr genau kontrolliert. ich hatte jeweils schon muehe, ein 2dl
medizinal-flaeschchen mit meinem selbstangesetzten spezialgebraeu fuer den
magen (besteht ua aus wodka, ist aber trotzdem ziemlich scheusslich ;-) durch
den zoll zu kommen. in allen drei faellen waren laengere diskussionen
notwendig, wegen der kleinen menge liess man mich dann durch schluepfen.

meines erachtens sollte man deshalb keinen alkohol (zum konsum) mitnehmen
(uebrigens auch keine pornos!). kann natuerlich sein, dass man nicht
kontrolliert/erwischt wird, aber wenn doch, ist die situation weniger
angenehm: im besten fall muss man die flasche ausleeren/deponieren, im
schlimmsten fall sitzt man ein paar tage in haft (zb: 3 cannabis-samenkoerner
= 14 jahre knast). ausserdem: alkohol gibt es auf den inseln en masse - wenn
auch etwas teuer.

gruss

markus

ps: im uebrigen bin auch ich der meinung, dass zuhause bleiben soll, wer zu
wenig respekt vor fremden kulturen hat.


Dietmar Strey

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Moin Matthias!

Matthias Frey schrub:

>"Sylvia Röttgen" <Sylv...@hotmail.com> schrieb:
>
>>Wenn Ihr mit den Bestimmungen des Landes nicht klar kommt, würde ich Zuhause
>>bleiben.

[...]


>Sie bitten ja um Rat - nicht um eine moralische Zurechtweisung :)

Wenn dem so ist, dass die Einfuhr von Alkohol prinzipiell untersagt
ist, waere es dann noch ein "Rat" oder schon "Beihilfe zu einer
Straftat"? ;-)

Gruss,
Dietmar

--
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Matthias Frey

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Dietmar Strey <nur_fu...@gmx.de> schrieb:

>Moin Matthias!


>
>Wenn dem so ist, dass die Einfuhr von Alkohol prinzipiell untersagt
>ist, waere es dann noch ein "Rat" oder schon "Beihilfe zu einer
>Straftat"? ;-)

Nun ja - zuerst kann man mal klarstellen, ob dieses Verbot
tatsächlich existiert.:)

Dann kann man erläutern wie es tatsächlich gehandhabt wird und wie
ernst es den dortigen Bewohnern damit ist. Möglicherweise bestehen
ja für Touristen auch Ausnahmeregelungen.

Die Antworten darauf würden mich interessieren - auch wenn ich da
wohl nie hinfahren werde, weil man da taucherisch limitiert wird.
;)

Wenn Du mir erläuterst, wie man ein Reh ausnimmt, ist das ja
übrigens auch noch keine Beihilfe zur Wilderei :))

Ich finde reden kann man über alles. Informationen als solches
sollten doch noch keine Beihilfe sein - oder sind wir inzwischen
schon soweit... :-/

Liebe Grüße
Mat-take it easy-thias

Matthias Frey

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Markus Koch <ad...@update.ch> schrieb:

>ausserdem: alkohol gibt es auf den inseln en masse - wenn
>auch etwas teuer.

Aha :)))

>ps: im uebrigen bin auch ich der meinung, dass zuhause bleiben soll, wer zu
>wenig respekt vor fremden kulturen hat.

Wer nachfragt zeigt doch wohl Respekt, oder? Ansonsten würde man ja
wohl nicht nachfragen....

Liebe Grüße
Matthias

Stefan Häpp

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Ganz einfach: ich habe letztes mal den Schnapps in eine leere, gut
ausgespuelte Flasche Sonnencreme (nicht durchsichtig) gefuellt und diesen
mir dann im Bungalow schmecken lassen. Auffaellig waere nur, wenn Du in der
Bar oder dem Restaurant einen Schluck aus der Sonnenmilchflasche nimmst :-))


Jessica

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Also: Einfuhr von Alkohol IST DEFINITIV verboten (kann man auch in jedem
reiseführer nachlesen), es ist halt ein moslemisches Land und ich finde, man
sollte die Kulturellen Sitten beachten, wenn man in ein fremdes Land fliegt.

Wir man erwischt, wird einem im günstigsten Fall der Alkohol abgenommen und
vor Rückflug wieder ausgehändigt. Nach offiziellen Recht könnten sie einen
aber auch gleich wieder in den Flieger zurück setzn (habe aber noch nie
gehört, daß das wirklich durchgezogen worden wäre).

Aber der Alk. wird einem rigoros abgeknöpft, die Durchleuchten sehr genau !

Peter Iwan

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Hallo,
es lebe die Doppelmoral. Der Einfuhr ist zwar verboten ( auch für
Nichtmoslems ) aber der Genuß nicht, wenn man das Zeug für teures Geld auf
einer Touristen- oder Taucherinsel verkonsumiert.
Ich bin schon viel gereist und habe fast immer eine kleine Menge Alkohol
dabei ( Whisky, Cognac, Gin ) und wenns verboten ist dann vielleicht in
einer kleinen unauffälligen Aluflasche. Der Grund ist ganz einfach, denn
ein kleiner Schluck nach dem Abendessen hat mich jedenfalls oft von
Montezumas- oder der Rache anderer Götter bewahrt, auch wenns andere, bei
gleichem Essen erwischt hat.
Ich möchte niemanden zum Alkoholschmuggel ermutigen. Wers braucht, auf den
Malediven gibts ganz leckere Cocktails.
Und wenn ihr mal an die Karibik als Reiseziel denkt, dann brauche ich wohl
nicht weiterreden.
Alles in allem sollte sich jeder und besonders jeder Taucher über die
Folgen und Wirkungen des Alkohols bewußt sein.

Viele Grüße und immer gut Luft

Peter

Geben Sie Ihren Namen ein <Email-...@netway.at> wrote in article
<89r4m2$rln$1...@news.netway.at>...


> Hallo allen Freunden des Tauchsports
>

> Bitte um Rat, Infos oder Tips in folgender Angelegenheit.
>
> Wir fliegen Anfang April auf die Malediven und möchten gerne eine
Flasche
> Cognac mitnehmen.

> Haben aber gehört u. gelesen, daß die Einfuhr von Alkohol auf den
Malediven
> verboten ist.
>

> Wer kann uns sagen wie wir dieses Verbot am besten umgehen können bzw.
wer
> hat Erfahrung was passiert wenn
> man am Zoll erwischt wird.
>

Matthias Voss

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Matthias Frey schrieb:

>
> >ps: im uebrigen bin auch ich der meinung, dass zuhause bleiben soll, wer zu
> >wenig respekt vor fremden kulturen hat.
>
> Wer nachfragt zeigt doch wohl Respekt, oder? Ansonsten würde man ja
> wohl nicht nachfragen....

Hi
Es könnte ja auch sein, das jemand Schwierigkeiten hat , den Islam in
seinem HEUTIGEN Gepräge als Kultur zu empfinden.
Geht mir allerdings mit dem Christentum ähnlich.
Grüße
Matthias

Uwe Hercksen

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
On Sat, 4 Mar 2000 14:53:25 +0100, "Geben Sie Ihren Namen ein"
<Email-...@netway.at> wrote:

>Wir fliegen Anfang April auf die Malediven und möchten gerne eine Flasche
>Cognac mitnehmen.
>Haben aber gehört u. gelesen, daß die Einfuhr von Alkohol auf den Malediven
>verboten ist.

Hallo,

in verschiedenen Staaten dieser Welt, z.B einige skandinavische
Staaten, verschiedene Bundesstaaten der USA und auch islamische
Staaten gibt es Alkoholvorschriften, die aus unserem Blickwinkel
merkwürdig, übertrieben, scheinheilig oder wie auch immer erscheinen
mögen.
Das ändert aber überhaupt nichts daran das diese Vorschriften dort
Gesetzeskraft haben und ihre Überschreitung erheblichen Ärger bereiten
kann.
Die sicherste, wirksamste und legale Methode damit umzugehen ist diese
Vorschriften einzuhalten und keinen Alkohol illegal einzuführen.
Mit der illegalen Einfuhr unverzollten Alkohols kann man sich ja auch
bei der Einreise nach Deutschland Ärger einhandeln.

Im roten Meer habe ich es so gehalten: ich habe weder Alkohol dorthin
mitgenommen noch dort welchen gekauft. So musste ich mich weder über
Kontrollen noch über hohe Preise ärgern.

Wenn man es nicht schafft mal eine oder zwei Wochen ohne Alkohol
auszukommen, müsste man sich doch mal ernsthaft fragen ob man nicht
schon eine Alkoholabhängigkeit hat.
Womit ich aber niemanden, auch mir nicht, sein Bierchen oder Weinchen
am Abend vermiesen möchte.

Bye

Peter Tannert

unread,
Mar 4, 2000, 3:00:00 AM3/4/00
to
Stefan Häpp schrieb:
=============
Mein lieber Mann, Du mußt es aber ganz schön nötig haben, wenn Du
den Stoff schon aus ner Sonnencreme-Flasche gluckerst.
Warum hast Du Dir nicht einfach nen Drink an der Bar bestellt.
Wenn die Kohle dafür nich reicht, solltest Du vieleicht nicht so
weit fliegen, oder All Inclusive in die DomRep.

prost
Peter

Dirk Macke

unread,
Mar 5, 2000, 3:00:00 AM3/5/00
to

Matthias Voss <mat....@t-online.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 38C178BB...@t-online.de...

> Es könnte ja auch sein, das jemand Schwierigkeiten hat ,
den Islam in
> seinem HEUTIGEN Gepräge als Kultur zu empfinden.

*DER* sollte dann aber ganz sicher zu Hause bleiben!

Gruß,
Dirk


Uwe Hercksen

unread,
Mar 5, 2000, 3:00:00 AM3/5/00
to
On Sat, 4 Mar 2000 18:29:21 +0100, "Stefan Häpp"
<stefan...@knuut.de> wrote:

>Ganz einfach: ich habe letztes mal den Schnapps in eine leere, gut
>ausgespuelte Flasche Sonnencreme (nicht durchsichtig) gefuellt und diesen
>mir dann im Bungalow schmecken lassen. Auffaellig waere nur, wenn Du in der
>Bar oder dem Restaurant einen Schluck aus der Sonnenmilchflasche nimmst :-))

Hallo,

na hoffentlich hat dann der Schnapps so richtig schön nach Sonnencreme
und Plastik geschmeckt, wenn das gute Ausspülen noch nicht gereicht
hat. ;-)

Bye

Veronika

unread,
Mar 5, 2000, 3:00:00 AM3/5/00
to
> Wenn Du mir erläuterst, wie man ein Reh ausnimmt, ist das ja
> übrigens auch noch keine Beihilfe zur Wilderei :))

Nein, weil man das Reh auch irgendwie legal erwerben kann. Daß man ein
Gesetz legal brechen kann habe ich aber noch nie gehört -> in diesem
Fall stenggenommen wohl Beihilfe.
Liebe Güße,

Veronika


Matthias Frey

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
Veronika <bl...@gmx.at> schrieb:

>Nein, weil man das Reh auch irgendwie legal erwerben kann. Daß man ein
>Gesetz legal brechen kann habe ich aber noch nie gehört -> in diesem
>Fall stenggenommen wohl Beihilfe.

Nein Veronika, ein Reden oder Diskutieren über etwas, das auch
ungesetzlich sein mag ist an sich keine Beihilfe. Es gibt zum
Beispiel Lehrbücher der Chemie, die empfehlen bei Gabe von Cyankali
auch einen Salat (wg. dem Essig) zu reichen, damit die Blausäure
besser freigesetzt wird :)

Übrigens ist der Erwerb von Alkohol - wie ich nun inzwischen ob der
eingesetzten tatsächlichen Information entnommen habe - erlaubt:)

Genau wie der Erwerb von Wild :)

Markus Koch

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
hi matthias

Matthias Frey wrote:

> >ps: im uebrigen bin auch ich der meinung, dass zuhause bleiben soll, wer zu
> >wenig respekt vor fremden kulturen hat.
>
> Wer nachfragt zeigt doch wohl Respekt, oder? Ansonsten würde man ja
> wohl nicht nachfragen....

no problem with this. war nur so ein cetero censeo...

prost

markus


Termin-Druck GmbH

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
Peter Iwan schrieb:

>
> Hallo,
> es lebe die Doppelmoral. Der Einfuhr ist zwar verboten ( auch für
> Nichtmoslems ) aber der Genuß nicht, wenn man das Zeug für teures Geld auf
> einer Touristen- oder Taucherinsel verkonsumiert.

Naja, das mit der Doppelmoral kann man ja so, oder so sehen.
Es herrscht ja auch ein Ein- und Ausfuhrverbot für die
Landeswährung und trotzdem gibt es sie.
Ich denke mir, das Einfuhrverbot für den Alk soll wohl die
braven Gläubigen vor uns bösen Ungläubigen schützen.
Deshalb sind ja auch die Einheimischen und die Touriinseln
streng voneinander getrennt. Auf den Malediven wird der
Islam eben sehr streng genommen, strenger als z.B. in
Ägypten. Es ist ja auch Staatsreligion.
Der zweite effekt ist natürlich die weitere Einnahmequelle.
Darüber ist der Staat sicher auch nicht böse. :-)

> Ich bin schon viel gereist und habe fast immer eine kleine Menge Alkohol
> dabei ( Whisky, Cognac, Gin ) und wenns verboten ist dann vielleicht in
> einer kleinen unauffälligen Aluflasche. Der Grund ist ganz einfach, denn
> ein kleiner Schluck nach dem Abendessen hat mich jedenfalls oft von
> Montezumas- oder der Rache anderer Götter bewahrt, auch wenns andere, bei
> gleichem Essen erwischt hat.

Klar, ich nehm´s auch immer NUR zu medizinischen Zwecken.
:-))

> Alles in allem sollte sich jeder und besonders jeder Taucher über die
> Folgen und Wirkungen des Alkohols bewußt sein.
>

Genaugenau.

Gruß
Peter Tannert

Bernd Schnuerer

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
Uwe Hercksen schrieb:

schnhicks

> Wenn man es nicht schafft mal eine oder zwei Wochen ohne Alkohol
> auszukommen, müsste man sich doch mal ernsthaft fragen ob man nicht
> schon eine Alkoholabhängigkeit hat.
> Womit ich aber niemanden, auch mir nicht, sein Bierchen oder Weinchen
> am Abend vermiesen möchte.

eh, mann

wenne da kein sprit _un_ keine pornos kriegst odder midnemn darfs dann
musse auch nich hin........!

saufn kannse auch tzuhause :-)))

hicks, aehhhh.....bernd

Stefan Gaar

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to

Termin-Druck GmbH schrieb:

Schnipp...

> gleichem Essen erwischt hat.
>
> Klar, ich nehm´s auch immer NUR zu medizinischen Zwecken.
> :-))

im weiteren Sinne ist ja auch das/die Dekobier(e) medizinische Anwendung

Gruß,
stefan

Anita Sprungk

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
Matthias Frey schrieb:

> >ps: im uebrigen bin auch ich der meinung, dass zuhause bleiben soll, wer zu
> >wenig respekt vor fremden kulturen hat.
>
> Wer nachfragt zeigt doch wohl Respekt, oder? Ansonsten würde man ja
> wohl nicht nachfragen....

Das hängt nicht zuletzt von der Art der Frage ab, Matthias.
In diesem Fall war die Frage so formuliert (Wie kann ich das
Verbot umgehen?), daß von Respekt keine Rede sein kann.

Aber davon mal ganz abgesehen: Braucht man wirklich eine
Flasche Cognac, um zwei Wochen Malediven-Urlaub zu
überstehen? ;-) In dem Fall wäre zu Hause bleiben wohl
wirklich besser...

Gruß, Anita

Michael Scharrer

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to

> > Wer nachfragt zeigt doch wohl Respekt, oder? Ansonsten würde man
ja
> > wohl nicht nachfragen....

Nee, er will ja nur ein Verbot umgehen

> Aber davon mal ganz abgesehen: Braucht man wirklich eine
> Flasche Cognac, um zwei Wochen Malediven-Urlaub zu
> überstehen

Nee, als Alki, mindestens 4

<subjektiv>
Lasst`s ihn doch bitte versuchen, dann haben wir hoffentlich einen
weniger, sei es eingekerkert oder auf Grund eines Unfalls des
Tauchens müde.


Bei jemanden, der solche Anfragen stellt, kann ich mir mir gut
vorstellen, wie er taucht,
bzw. welche Einstellung er zu der Kreatur oder der Natur hat und ob
er überhaupt des Tauchens mächtig ist.
</subjektiv>

Nicht in ins Bierglas spuckend, Sprit als Medizin ansehend,
Michael

Dietmar Strey

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
Anita Sprungk schrub:

>Matthias Frey schrieb:
>
>> >ps: im uebrigen bin auch ich der meinung, dass zuhause bleiben soll, wer zu
>> >wenig respekt vor fremden kulturen hat.
>>

>> Wer nachfragt zeigt doch wohl Respekt, oder? Ansonsten würde man ja
>> wohl nicht nachfragen....
>

>Das hängt nicht zuletzt von der Art der Frage ab, Matthias.
>In diesem Fall war die Frage so formuliert (Wie kann ich das
>Verbot umgehen?), daß von Respekt keine Rede sein kann.
>

>Aber davon mal ganz abgesehen: Braucht man wirklich eine
>Flasche Cognac, um zwei Wochen Malediven-Urlaub zu

>überstehen? ;-) In dem Fall wäre zu Hause bleiben wohl
>wirklich besser...

Fuer mich stellt sich die Frage nach dem Respekt vor der fremden
Kultur nicht, schliesslich koennte der Cognac ja auch als nettes
Gastgeschenk und nicht zum Eigenbedarf gemeint sein - wer weiss das
schon?
Es ist IHMO eher eine Frage des Respekts vor dem Gesetz. Und hier gibt
es eigentlich keinen persoenlichen Spielraum, sondern nur die Grenzen,
die das geltende Recht vorgibt. Und wenn dieses eben sagt "keinen
Alkohol", dann ist das eben so. Die Sinnfrage dieser Regelung ist IMHO
unzulaessig. Ich fahre ja schliesslich auch nicht bei Rotlicht ueber
eine Ampel, nur weil kein anderes Auto in Sicht ist.

Aber leider verfaellt "Mensch" anscheinend immer mehr dazu, bestimmte
Vergehen als "Kavaliersdelikt" zu betrachten. Und dies betrifft leider
auch immer mehr den Bereich Urlaub und Freizeit. Da wird das
kollektive Recht dann zugunsten des Individuums gebrochen, weil dieses
nicht Willens oder in der Lage ist, auf sein - wohlgemerkt
vorgebliches - Recht zu verzichten. Diese Diskussion um den
Alkoholschmuggel ist nur ein Beispiel dafuer. Weitere sind u.a. der
unangemeldete und somit verbotene Transport von Signalmunition,
Tauchlampen oder Notflaschen in Flugzeugen (nachzulesen im Archiv).

Dabei wundert es mich umso mehr, dass derartige Vergehen auch noch
unverholen hier oeffentlich zugegeben werden. Zur Not definiert man
sich den Nutzen solcher Vergehen halt eben irgendwie hin: "Es ist ja
schliesslich zu meiner Sicherheit" und "Nur zu medizinischen Zwecken"
sind dann die Argumente, mit denen sich irgendwie alles rechtfertigen
laesst. Da wundert es einen ja schon beinahe, dass das
Totschlagsargument Nr. 1, "zu wissenschaftlichen Zwecken", hier noch
nicht genannt wurde. Damit liesse sich dann selbst Drogenschmuggel
oder Sex mit Minderjaehrigen rechtfertigen. Welche Grenzen seid Ihr
also bereit zu ueberschreiten, liebe Zielgruppe?

Gruss,
Dietmar

--
Archiv der Newsgroup de.rec.sport.tauchen bei
http://scubahoo.xinu.de/
FAQ-Liste bei
http://www.oschn.de/drst/

Peter Turowski

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to

Dietmar Strey schrieb in Nachricht
<38c3b0b1...@news.uni-hamburg.de>...

Hallo Dietmar !

[viel durchaus diskutables gesnipt]

>Welche Grenzen seid Ihr
>also bereit zu ueberschreiten, liebe Zielgruppe?

Nun, beispielsweise die 1999 vom ägyptischen Tourismusministerium
erlassene Tiefengrenze von 40m, deren Überschreiten (zumindest
auf dem Papier) mit Strafe bedroht ist.
Ausserdem kann ich nicht einsehen, was der Respekt vor einer
fremden, jahrtausende alten Kultur mit der Übertretung von
kapitalistischen Abzockervorschriften, die von Geschäftemachern
aus anderen "Kulturen" importiert wurden, zu tun hat.
Also, ich nehme mir die Freiheit, bei jeder zweifelhaften Regelung
die Sinnfrage zu stellen - cui bono ? - selbst wenn ich damit Gefahr laufe
Wasser(?) auf die Mühlen von Alkoholikern, zu deren Zielgruppe ich mit
Sicherheit nicht zähle, zu giessen.
Das Thema scheint mir allerdings bestens dazu geeignet zu sein,
legalistische Äpfel mit libertären Birnen im moralistischen Obstkorb
zu vereinen...
Wie wär's mit einem F'up zu de.soc.kultur ? ;-)))

Liebe Grüsse
Peter
--
»Mit Legalisten zu diskutieren heißt mit einer gegnerischen Mannschaft
Tauziehen spielen, die ihr Seilende um einen dicken Baum geschlungen hat.«


Michael Scharrer

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to

> Es ist IHMO eher eine Frage des Respekts vor dem Gesetz. Und hier
gibt
> es eigentlich keinen persoenlichen Spielraum, sondern nur die
Grenzen,
> die das geltende Recht vorgibt.

Weil, sonst lande ich in den Knast

> Alkohol", dann ist das eben so. Die Sinnfrage dieser Regelung ist
IMHO
> unzulaessig.

jo

>ich fahre ja schliesslich auch nicht bei Rotlicht ueber


> eine Ampel, nur weil kein anderes Auto in Sicht ist.

ich schon :))


> Aber leider verfaellt "Mensch" anscheinend immer mehr dazu,
bestimmte
> Vergehen als "Kavaliersdelikt" zu betrachten. Und dies betrifft
leider
> auch immer mehr den Bereich Urlaub und Freizeit. Da wird das
> kollektive Recht dann zugunsten des Individuums gebrochen, weil
dieses
> nicht Willens oder in der Lage ist, auf sein - wohlgemerkt
> vorgebliches - Recht zu verzichten. Diese Diskussion um den
> Alkoholschmuggel ist nur ein Beispiel dafuer. Weitere sind u.a. der
> unangemeldete und somit verbotene Transport von Signalmunition,
> Tauchlampen oder Notflaschen in Flugzeugen (nachzulesen im Archiv).

jo

> Dabei wundert es mich umso mehr, dass derartige Vergehen auch noch
> unverholen hier oeffentlich zugegeben werden.

jo


> Da wundert es einen ja schon beinahe, dass das
> Totschlagsargument Nr. 1, "zu wissenschaftlichen Zwecken", hier
noch
> nicht genannt wurde. Damit liesse sich dann selbst Drogenschmuggel

> oder Sex mit Minderjaehrigen rechtfertigen. Welche Grenzen seid Ihr


> also bereit zu ueberschreiten, liebe Zielgruppe?

jo

Ich habe meine eigenen Regeln, wenn die sich mit Gesetzten decken,
ist das schön, wenn nicht, dann wäge ich das Risiko ab und welche
Konsequenzen ich zu tragen habe.

Die Anfrage war hier war eindeutig Einholung für Tipps zur Ausführung
einer strafbaren Handlung. Dies hat hier wohl nichts zu suchen!!


Für mich ist das hier erledigt

Grüsse,
Michael

Bernd Schnuerer

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
Peter Turowski schrieb:

>
> Dietmar Strey schrieb in Nachricht
> <38c3b0b1...@news.uni-hamburg.de>...
>
> Hallo Dietmar !
>
> [viel durchaus diskutables gesnipt]
>
> >Welche Grenzen seid Ihr
> >also bereit zu ueberschreiten, liebe Zielgruppe?

um ehrlich zu sein alle, die mir nach dem ueberschreiten keine allzu
grossen probleme mit der jeweiligen rechtsprechung bereiten ;-))

> Nun, beispielsweise die 1999 vom ägyptischen Tourismusministerium
> erlassene Tiefengrenze von 40m, deren Überschreiten (zumindest
> auf dem Papier) mit Strafe bedroht ist.

hast du die quelle fuer deine aussage?

> Ausserdem kann ich nicht einsehen, was der Respekt vor einer
> fremden, jahrtausende alten Kultur mit der Übertretung von
> kapitalistischen Abzockervorschriften, die von Geschäftemachern
> aus anderen "Kulturen" importiert wurden, zu tun hat.
> Also, ich nehme mir die Freiheit, bei jeder zweifelhaften Regelung
> die Sinnfrage zu stellen - cui bono ? - selbst wenn ich damit Gefahr laufe
> Wasser(?) auf die Mühlen von Alkoholikern, zu deren Zielgruppe ich mit
> Sicherheit nicht zähle, zu giessen.

mit wasser liegst du sicherlich falsch :-))

> Das Thema scheint mir allerdings bestens dazu geeignet zu sein,
> legalistische Äpfel mit libertären Birnen im moralistischen Obstkorb
> zu vereinen...
> Wie wär's mit einem F'up zu de.soc.kultur ? ;-)))

was sollen wir mit "kultur". der kommt zumindest bei mir nur als beutel
vor.

> »Mit Legalisten zu diskutieren heißt mit einer gegnerischen Mannschaft
> Tauziehen spielen, die ihr Seilende um einen dicken Baum geschlungen hat.«

hast ja recht, hast ja recht. aber wenn das seilende nur zur sicherheit
um den baum geschlungen wurde und die gegnerische mannschaft trotzdem
staerker ist.................? dann sinds doch eher "realisten", oder?

viele gruesse, bernd

Peter Turowski

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to

Bernd Schnuerer schrieb in Nachricht
<38C3D029...@bfe.uni-karlsruhe.de>...

>> Nun, beispielsweise die 1999 vom ägyptischen Tourismusministerium
>> erlassene Tiefengrenze von 40m, deren Überschreiten (zumindest
>> auf dem Papier) mit Strafe bedroht ist.

>hast du die quelle fuer deine aussage?

Hai Bernd !

Die entsprechende Verordnung hing noch vor vier Monaten an fast
jeder Tauchbasis in Dahab aus.
Frag mal den Markus Koch, der hat mir beim heftigen Übertreten
eifrig geholfen und das Ganze auch noch digital dokumentiert ;-)))
Ääätsch, angeschwärzt.... :))))

Liebe Grüsse
--
Peter Turowski tango...@gmx.de
Lotter Str. 14
49545 Tecklenburg


Christiane Mertins

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
Dirk Macke schrieb:

Islam hin und Kultur her -
merkwürdig, dass noch keiner auf den Gedanken gekommen ist, dass die
Alko-Pulle doch eigentlich nicht zwingend zur Tauchausrüstung gehört.
(Oder doch?) Zum Saufen könnte man doch nach Mallorca fliegen, und gut
is.
chris grüßt euch

Matthias Frey

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
nur_fu...@gmx.de (Dietmar Strey) schrieb:

>Ich fahre ja schliesslich auch nicht bei Rotlicht ueber


>eine Ampel, nur weil kein anderes Auto in Sicht ist.

Mache ich auch nicht :))

Frage mich aber manchmal, warum eigenmtlich nicht - wenn doch kein
anderes Auto in Sicht is? :)))

Unsere Nachbarn (die Franzosen) sagen zur Eigenschaft des Haltens
vor Roter Ampel nur: "ils sont fou, les Allemands" :))

Ist wohl das Nord-Süd Gefälle. Bei uns im Süden ist man da auch
eher etwas leger und nicht so für das Zackige - man ist da nicht so
preußisch :)

Zum Glück, möchte ich hinzufügen :)))

Matthias Frey

unread,
Mar 6, 2000, 3:00:00 AM3/6/00
to
nur_fu...@gmx.de (Dietmar Strey) schrieb:

>Aber leider verfaellt "Mensch" anscheinend immer mehr dazu, bestimmte

>Vergehen als "Kavaliersdelikt" zu betrachten. [...] Da wird das


>kollektive Recht dann zugunsten des Individuums gebrochen, weil dieses
>nicht Willens oder in der Lage ist, auf sein - wohlgemerkt
>vorgebliches - Recht zu verzichten. Diese Diskussion um den
>Alkoholschmuggel ist nur ein Beispiel dafuer. Weitere sind u.a. der
>unangemeldete und somit verbotene Transport von Signalmunition,
>Tauchlampen oder Notflaschen in Flugzeugen (nachzulesen im Archiv).

>[...]


>Zur Not definiert man
>sich den Nutzen solcher Vergehen halt eben irgendwie hin: "Es ist ja
>schliesslich zu meiner Sicherheit" und "Nur zu medizinischen Zwecken"
>sind dann die Argumente, mit denen sich irgendwie alles rechtfertigen

>laesst. Da wundert es einen ja schon beinahe, dass das


>Totschlagsargument Nr. 1, "zu wissenschaftlichen Zwecken", hier noch
>nicht genannt wurde. Damit liesse sich dann selbst Drogenschmuggel

>oder Sex mit Minderjaehrigen rechtfertigen. Welche Grenzen seid Ihr


>also bereit zu ueberschreiten, liebe Zielgruppe?

Eine etwas unfaire (und für Dich unübliche) - aber vielleicht auch
nur absichtlich provozierende Gesprächstaktik lieber Dietmar, zu
der Du da gerade greifst :)

Kindesmißbrauch und Drogenhandel in einem Atemzug mit der Mitnahme
von Signalmitteln zu nennen halte ich zwar für rhetorisch geschickt
aber in dieser NG tatsächlich nicht für notwendig.

Ich will damit sagen: nicht jeder der Signalmittel mitnimmt fickt
auch Kinder :(

Daß allerdings die Mitnahme von Signalmitteln der Sicherheit, der
eigenen und der der anvertrauten dient ist wohl kaum bestritten.
Jemand der sich den Kopf darüber zerbricht, wie er dies tun kann,
dem kann man wohl kaum minderwertigen Charakter unterstellen,
sondern eher Weitsicht. Wer - wie ich - schon erlebt hat, wie
unerhört schwierig es ist Signal- und Rettungsmittel in entlegene
Gebiete mitzunehmen, der wird verstehen, daß jemand der dorthin
fährt, alle Informationen einholen möchte die es gibt, um letztlich
eine Entscheidung zu treffen.

Für jemanden, der sich Informationen einholt, sei es über
Signalmittel oder Drogen (hier Alkohol) - muß aber fairerweise
solange die Unschuldsvermutung zutreffen, bis klar ist, daß sie
nicht zutrifft. Ales andere ist Vorverurteilung oder vorauseilender
Gehorsam, von dem wir in unserer leidvollen Geschichte - verdammt
nochmal - schon genug hatten.

Ich frage mich tatsächlich - lieber Dietmar - was Dich dazu bewegt
die Einholung von Informationen als solches schon anzuprangern oder
gar eine Diskussion über bestimmte Bestimmungen als
"Hoheitslästerlich" zu empfinden.

Oder bist Du etwa berufsmäßiger "Befehlsempfänger" der nur noch
eine vorgegebene Meinung vertreten darf ?

Liebe Grüße (tatsächlich - der Ernst der Diskussion soll nicht über
die grundsätzliche Sympathie hinwegtäuschen)

Peter Iwan

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
Hallo,
über den Sinn oder Unsinn für Verbote der Ein- oder Ausfuhr von Währungen
kann man sicher streiten.
Einführen wird wohl kaum jemand, ich sag mal europäische Touristen, die
maledivische Währung. Und wenn sie einer Ausführen sollte, wird er wohl zur
Bekämpfung der Inflation beitragen, denn er hat sich ja für gutes Geld
eingekauft :-)))) oder??!!???
Aber alles in allem werden die meisten Touristen doch über Hulule einreisen
und von dort sofort auf ihre Touristeninsel weiterreisen. Somit ist der
Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung ziemlich unwahrscheinlich und mit
der maledivischen Währung kommt man sowieso nicht in Berührung.
Nix für ungut

Peter
--
-- Peter Iwan
Québec, Canada
ipe...@ireseau.com
46°03.90N, 075°58.48W (WSG84)

Dirk Macke

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to

Bernd Schnuerer
<entfernen.be...@bfe.uni-karlsruhe.de> schrieb in
im Newsbeitrag: 38C3D029...@bfe.uni-karlsruhe.de...

> um ehrlich zu sein alle, die mir nach dem ueberschreiten
keine allzu
> grossen probleme mit der jeweiligen rechtsprechung
bereiten ;-))

Du hast eine sehr seltsame Rechtsauffassung. Dir möchte ich
nicht im Straßenverkehr begegnen.

:-( Dirk


Dirk Macke

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to

Matthias Frey <Matt...@t-online.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 4C=EOIM0+i6K=XTjeJ+K...@4ax.com...
> nur_fu...@gmx.de (Dietmar Strey) schrieb:

> Für jemanden, der sich Informationen einholt, sei es über
> Signalmittel oder Drogen (hier Alkohol) - muß aber
fairerweise
> solange die Unschuldsvermutung zutreffen, bis klar ist,
daß sie
> nicht zutrifft.

Du hast da im Grunde Recht, nur ist IMHO auf Grund der
Anfrage ("wie kann ich am besten... umgehen..." bzw. "was
passiert, wenn man dabei erwischt wird") ziemlich deutlich,
daß die "unschuldsvermutung" nicht zutrifft...

Gruß,
Dirk

P.S.: Die Sache an sich (eine Flasche Cognac) ist ja völlig
harmlos. Erschreckend finde ich den thread, der sich hier
entwickelt. Anscheinend ist für viele die Gesetzeslage nur
so lange relevant, wie sie ihre persönliche Freiheit oder
Wohlbefinden nicht einschränkt. Ich würde gerne wissen, ob
diese "Liberalen" (Anarchisten möchte ich sie mal nicht
nennen :-)) das genau so locker sehen, wenn sie zu den
Betroffenen einer so "flexiblen" Rechtsauslegung gehören...

Bernd Schnuerer

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
Peter Turowski schrieb:

schnipp

> Die entsprechende Verordnung hing noch vor vier Monaten an fast
> jeder Tauchbasis in Dahab aus.

hallo, peter

war es eine verordnung des aegyptischen innenministeriums oder eine der
basis?

viele gruesse, bernd

p. s. zu eigentlichen thema: es ist doch jetzt klar, dass man keinen
alkohol einfuehren darf.
es ist verboten, basta!!

Bernd Schnuerer

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
"Thomas Kleemann (EED)" schrieb:
>
> X-No-Archive: Yes
>
> Dietmar Strey wrote:
>
> > Damit liesse sich dann selbst (...) Sex mit Minderjaehrigen

>
> > rechtfertigen. Welche Grenzen seid Ihr
> > also bereit zu ueberschreiten, liebe Zielgruppe?
>
> Meine ersten sexuellen Erfahrungen hatte ich (wie viele
> andere auch) mit Minderjährigen.
> Und es war großartig.

wo war das?

auf den malediven?

hattest du sprit mit?

> Damals.
> Ach, ja...

tja, wir alten saecke mit unseren "erinnerungen" :-))

viele liebe gruesse, bernd

Michael Barkhoff

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to

Geben Sie Ihren Namen ein <Email-...@netway.at> schrieb in im
Newsbeitrag: 89r4m2$rln$1...@news.netway.at...

> Wir fliegen Anfang April auf die Malediven und möchten gerne eine Flasche
> Cognac mitnehmen.
> Haben aber gehört u. gelesen, daß die Einfuhr von Alkohol auf den
Malediven
> verboten ist.

Es trifft zu, dass Touristen keinen Alkohol auf die Malediven einführen
dürfen. Begründet wird dies mit der strengen Religiösität der moslemischen
Malediver. Die religiösen Vorschriften werden jedoch inkonsequenterweise zu
Geschäftszwecken umgangen, denn man erhält -allerdings zu fürstlichen
Preisen- auf den Touristeninseln alle gängigen Alkoholgetränke und schaufelt
auf diese Weise der heimischen Wirtschaft noch einige Handvoll Dollars
zusätzlich in die Taschen. Wenn man schon die Religion als ein Argument
gegen die Alkoholeinfuhr vorschiebt, sollte man m.E. so konsequent sein und
Alkohol auf den Inseln komplett verbieten. In Sharjah (Arab. Emirate) ist
das z.B. auch so. Ansonsten könnte leicht der Verdacht des Vorliegens einer
doppelten Moral aufkommen.
Ähnlich verhält es sich auf den Malediven mit Videocassetten, deren Einfuhr
selbst in Originalverschweißung nicht gestattet ist (irgendein ungläubiger
Staatsfeind könnte ja einen Film mit unmoralischen Inhalten auf die Cassette
kopiert haben). Für teures Geld erhält man allerdings auch auf den Malediven
unbespielte Cassetten mit unsichtbarem islamischen Keimfreiheitssiegel.

> Wer kann uns sagen wie wir dieses Verbot am besten umgehen können bzw. wer
> hat Erfahrung was passiert wenn
> man am Zoll erwischt wird.

Halte dich besser an die Verbote des Gastlandes, selbst wenn du darin keinen
Sinn siehst.

Michael


Uwe Stoeckel

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
Im Artikel <38C4CA4E...@bfe.uni-karlsruhe.de>, Bernd Schnuerer
<entfernen.be...@bfe.uni-karlsruhe.de> schreibt:

>
>tja, wir alten saecke mit unseren "erinnerungen" :-))
>

Solange zumindest das mit dem Erinnern geht, ist es noch nicht schlimm mit dem
Tauchheimer.

Schöne Grüße,
Uwe
-------
Sachkenntnis kann jeder lebhaften Diskussion nur schaden!

Astrid Schleicher

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
Peter Tannert schrieb:

>Stefan Häpp schrieb:


>>
>> Ganz einfach: ich habe letztes mal den Schnapps in eine leere, gut
>> ausgespuelte Flasche Sonnencreme (nicht durchsichtig) gefuellt und diesen
>> mir dann im Bungalow schmecken lassen. Auffaellig waere nur, wenn Du in der
>> Bar oder dem Restaurant einen Schluck aus der Sonnenmilchflasche nimmst :-))

>=============
>Mein lieber Mann, Du mußt es aber ganz schön nötig haben, wenn Du
>den Stoff schon aus ner Sonnencreme-Flasche gluckerst.

Ich habe mir gerade die Moraldebatte hier angetan. Gesetze zu achten
ist ja gut und richtig, selbst wenn es sogar Altkanzler manchmal nicht
nötig haben. :-(

Aber solange ich konkret keinem anderen Menschen schade, gönne ich mir
auch gerne mal den kleinen Nervenkitzel.

Es ist die kleine bewusste Alltagsrebellion gegen Überregulation. Ob
nun ein Tiefenlimit knapp überschritten oder Schnaps in eine
Sonnenmilchflasche gefüllt wird.

Mir fällt gerade wieder ein, wie wir einem Kumpel mit
Rippenserienfraktur und Pneu eine Flasche Cola ins Krankenhaus
geschmuggelt haben, die mit Whisky "verlängert" war. Oder vor zwanzig
Jahren einem anderen Kumpel mit Verdacht auf Pfeiffer einen "Playboy"
im "Spiegel"-Cover auf die Kinderstation. ;-)

Liebe Grüße
Astrid

Markus Koch

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
hai

Astrid Schleicher wrote:

> Ich habe mir gerade die Moraldebatte hier angetan. Gesetze zu achten
> ist ja gut und richtig, selbst wenn es sogar Altkanzler manchmal nicht
> nötig haben. :-(

wer zu fressen hat, hat es eben einfach mit der moral. vor allem, wenn man sie
anderen vorhalten kann...

> Aber solange ich konkret keinem anderen Menschen schade, gönne ich mir
> auch gerne mal den kleinen Nervenkitzel.

hab ich an sich auch nichts dagegen. aber wenn dann was passiert, dann hat dann
die "eigenverantwortlichkeit" ein ende: wehe die versicherung zahlt nicht (bei
unfall) oder die botschaftsangehoerigen spuren nicht (knast wegen schmuggel). das
ist auch so eine "moral"

gruss

markus


joerg severing

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
> liebe Astrid,

die "kleinen" übertretungen....

so wie auf potentiellen lawinenhängen skifahren?
mit nur einem Automaten solo auf 44 m im Attersee?
durchs blue hole in Dahab?
mit 1,1 Promille "nur ums eck nach hause" mit dem auto?
so wie "nur die eine Koralle" mitnehmen?

Bei all diesen dingen schädigst du andere:
entweder durch hilfsleistungen die unschuldige auch in gefahr bringen oder aber
dadurch, daß verbote dort erlassen werden, wo normalerweise der gesunde
Hausverstand reichen sollte und daß dann Verfehlungen, die auf tatsächliche
Irrtümer oder Versehen beruhen mit strafen geahndet werden.

das Verhalten in der gesellschaft ist kein "tauchproblem", sondern eine sache der
grundsätzlichen lebenseinstellung.

Von mir aus sollten die vermeintlichen kavaliersdelikte empfindlich bestraft
werden.

Aber ich seh das sicher zu spießig und überhaupt: no risk no fun!

Beste grüße jörg


Matthias Frey

unread,
Mar 7, 2000, 3:00:00 AM3/7/00
to
joerg severing <jm...@gmx.at> schrieb:

>die "kleinen" übertretungen....
...


>durchs blue hole in Dahab?

...


>Bei all diesen dingen schädigst du andere:
>entweder durch hilfsleistungen die unschuldige auch in gefahr bringen oder aber
>dadurch, daß verbote dort erlassen werden, wo normalerweise der gesunde
>Hausverstand reichen sollte und daß dann Verfehlungen, die auf tatsächliche
>Irrtümer oder Versehen beruhen mit strafen geahndet werden.

Hallo Jörg,
ich kann nachvollziegen was Du meinst - aber was hat bitte das Blue
Hole in Dahab damit zu tun? Ist das da aus Versehen reingerutscht
oder meinst Du, daß man da nicht tauchen sollte? :)

Liebe Grüße

joerg severing

unread,
Mar 8, 2000, 3:00:00 AM3/8/00
to
> aber was hat bitte das Blue
> Hole in Dahab damit zu tun? Ist das da aus Versehen reingerutscht
> oder meinst Du, daß man da nicht tauchen sollte? :)
>

Hallo Matthias,

man sollte unbedingt DORT tauchen -ist wunderschön.

aber nicht unbedingt DURCH das hole!!

IMHO ist der durchgang ins freiwasser zw. 55 und 65 m tief.
und nicht nur das, ein 12 m langer durchgang in dieser tiefe ist auch nicht
jedermanns (-frau´s) sache.
Aber der "kick" verlangt´s ja fast. Ich geb zu, wenn man dann dort ist, ist die
versuchung groß, einen weltberühmten spot "erledigt" zu haben. Aber ist gegen alles,
was wir alle (wo auch immer) gelernt haben.

Bevor die frage kommt: ICH (CMAS** in österreich, ~100 TG, auch im Kaltwasser ) hab
es mir verkniffen! (und nicht "weil angst essen seele auf" ;-) )

liebe grüße jörg

>


Anka & Oliver Moder

unread,
Mar 8, 2000, 3:00:00 AM3/8/00
to

joerg severing schrieb .

>Aber der "kick" verlangt´s ja fast. Ich geb zu, wenn man dann dort ist, ist
die
>versuchung groß, einen weltberühmten spot "erledigt" zu haben. Aber ist
gegen alles,
>was wir alle (wo auch immer) gelernt haben.
>
>Bevor die frage kommt: ICH (CMAS** in österreich, ~100 TG, auch im
Kaltwasser ) hab
>es mir verkniffen! (und nicht "weil angst essen seele auf" ;-) )
>
>liebe grüße jörg
>
Hallo Jörg,
schön einen Realisten hier zu haben.
Mit ~100TG hätte ich mir das auch verkniffen (hatte damals aber sowieso
keine Gelegenheit),
heute mit 1000 TG's mehr auf der Uhr würde ich es tun, aber mit der
Gewissheit eben _keinen_ Kick dabei zu bekommen.
No Risk for Fun!

Liebe Grüße
Oliver


Markus Koch

unread,
Mar 9, 2000, 3:00:00 AM3/9/00
to
hi

joerg severing wrote:

> > aber was hat bitte das Blue
> > Hole in Dahab damit zu tun? Ist das da aus Versehen reingerutscht
> > oder meinst Du, daß man da nicht tauchen sollte? :)

> man sollte unbedingt DORT tauchen -ist wunderschön.

ich finde, DORT tauchen kann man sich eigentlich schenken, weil das riff ziemlich
abgegrast ist :-(

> aber nicht unbedingt DURCH das hole!!

aber der arch! der ist ein echtes erlebnis!!!

gruss

markus


Karin Landherr

unread,
Mar 9, 2000, 3:00:00 AM3/9/00
to
ehmmm, die verbindung vom blue hole ins freiwasser ist nach meiner
erinnerung auf ca. 12-15 m , was ist den da soooo schlimm dran ???
der schoenere tauchgang fuehrt von einer wunderschoenen einstiegsstelle ca.
50 m ausserhalb des blue hole (allerdings ne elende kraxelei mit allem
geroedels) an der aussenseite entlang bis zum erwaehnten durchgang (noch
nichtmal ein gang, eher ein riesengrosses loch)...
innen isses dann tatsaechlich nicht mehr ganz so schoen :-(


mit den 55 metern meinst du evtl den canyon ????

karin

joerg severing schrieb in Nachricht <38C6A922...@gmx.at>...


>> aber was hat bitte das Blue
>> Hole in Dahab damit zu tun? Ist das da aus Versehen reingerutscht
>> oder meinst Du, daß man da nicht tauchen sollte? :)
>>
>

>Hallo Matthias,


>
>man sollte unbedingt DORT tauchen -ist wunderschön.
>

>aber nicht unbedingt DURCH das hole!!
>

>IMHO ist der durchgang ins freiwasser zw. 55 und 65 m tief.
>und nicht nur das, ein 12 m langer durchgang in dieser tiefe ist auch nicht
>jedermanns (-frau´s) sache.

Matthias Frey

unread,
Mar 9, 2000, 3:00:00 AM3/9/00
to
joerg severing <jm...@gmx.at> schrieb:

[Blue Hole, Dahab]

>man sollte unbedingt DORT tauchen -ist wunderschön.
>aber nicht unbedingt DURCH das hole!!
>IMHO ist der durchgang ins freiwasser zw. 55 und 65 m tief.

....

>Aber der "kick" verlangt´s ja fast. ...


>Aber ist gegen alles,
>was wir alle (wo auch immer) gelernt haben.

>Bevor die frage kommt: ICH (CMAS** in österreich, ~100 TG, auch im Kaltwasser ) hab
>es mir verkniffen! (und nicht "weil angst essen seele auf" ;-) )

Hallo Joerg,
es ist völlig in Ordnung, daß Du Dir das verkniffen hast -
schließlich mußt Du das für Dich entscheiden.

Es ist übrigens *nicht* richtig, daß ein Durchgang durch das Hole
*gegen alles* ist, *was wir alle gelernt haben*. Ich sehe zum
Beispiel darin überhaupt kein Risiko, wenn der Durchgang mit der
Entsprechenden Erfahrung, Ausrüstung, Vorbereitung und mentalen
Einstellung durchgeführt wird.

Du hattest im Posting zuvor geschrieben (und deshalb habe ich
nachgefragt):

>>die "kleinen" übertretungen....

>>durchs blue hole in Dahab?

>>Bei all diesen dingen schädigst du andere:


>>entweder durch hilfsleistungen die unschuldige auch in gefahr bringen oder aber
>>dadurch, daß verbote dort erlassen werden, wo normalerweise der gesunde
>>Hausverstand reichen sollte und daß dann Verfehlungen, die auf tatsächliche
>>Irrtümer oder Versehen beruhen mit strafen geahndet werden.

>>Von mir aus sollten die vermeintlichen kavaliersdelikte empfindlich bestraft
>>werden.

Dazu muß ich sagen - ich verstehe zwar Deine Postion, teile sie
aber absolut nicht - zumindest nicht in Punkto Tauchen oder Blue
Hole (und nur das ist Thema der NG). Es ist absolut keine
Schädigung, wenn man dort taucht, solange man die notwendigen
Voraussetzungen mitbringt. Es ist etwas grundsätzlich anderes, ob
man Korallen abbricht oder vermeindlich schwierige TGs durchführt.

Ich halte es geradezu für anmaßend, einen TG als "schädigend"
darzustellen oder die Durchführung "bestrafen" zu wollen, nur weil
man sich selbst die Fähigkeit (noch) nicht erworben hat einen
solchen TG risikoarm durchzuführen.

Nochmal: Ein Durchgang durch das Blue Hole schädigt per se keine
anderen, genauso wie das Tauchen jenseits der Sporttauchgrenzen per
se keine anderen schädigt.

Das mußte gesagt werden.

joerg severing

unread,
Mar 9, 2000, 3:00:00 AM3/9/00
to

> Matthias frey schrieb
> ...............


> Nochmal: Ein Durchgang durch das Blue Hole schädigt per se keine
> anderen, genauso wie das Tauchen jenseits der Sporttauchgrenzen per
> se keine anderen schädigt.
>
> Das mußte gesagt werden.
>

VETO, Lieber Matthias!!!

ersthafte Diskussionen über Tauchverbote am Attersee nach fast allen tötlichen unfällen
schädigen den sport sehr wohl. Und lies mal nach, die toten 1999 am attersee waren so
gut wie alle mehr oder weniger als kamikaze unterwegs.

IMHO gab/gibt es auch in Ägypten die Diskussion, das blue hole aufgrund zu vieler toter
zu sperren.

Und zu deiner Meinung:


Es ist übrigens *nicht* richtig, daß ein Durchgang durch das Hole

*gegen alles* ist, *was wir alle gelernt haben*.........

hier sei anzumerken: gelernt hast du´s als sporttaucher mit hoher wahrscheinlichkeit
anders;
was du JETZT darüber denkst ist eine andere Sache.

Und was unter risikoarm zu verstehen ist, das wäre ein neuer, toller tread :-)

Beste grüße jörg


Stefan Gaar

unread,
Mar 9, 2000, 3:00:00 AM3/9/00
to

joerg severing schrieb:



> Und was unter risikoarm zu verstehen ist, das wäre ein neuer, toller tread :-)
>
> Beste grüße jörg

...
den wir ja nur schon zur genüge hier in Form unserer
allseitsbeliebten Dauerthemen diskutieren (PADI vs. CMAS; Tieftaucher vs
Moralapostel; ... )


Taucht mal wieder,
Stefan

Matthias Frey

unread,
Mar 9, 2000, 3:00:00 AM3/9/00
to
joerg severing <jm...@gmx.at> schrieb:

>> Matthias frey schrieb
>> ...............
>> Nochmal: Ein Durchgang durch das Blue Hole schädigt per se keine
>> anderen, genauso wie das Tauchen jenseits der Sporttauchgrenzen per
>> se keine anderen schädigt.

>VETO, Lieber Matthias!!!

>ersthafte Diskussionen über Tauchverbote am Attersee nach fast allen tötlichen unfällen
>schädigen den sport sehr wohl.

Hallo Joerg,

Diskussionen schädigen, zumindest solche die beim nichttauchenden
Publikum ohne tiefen Sachverstand ablaufen. Das ist unbestritten.
Stark schädigt auch die Meinung, diese Unfälle seien durch
Tiftauchen bedingt - das sind sie nämlich i.d.R nicht :)

Wichtig: Es geht um die Ursache, und als diese kann man nicht das
Tieftauchen per se anführen.

>Und lies mal nach, die toten 1999 am attersee waren so
>gut wie alle mehr oder weniger als kamikaze unterwegs.

Wo soll ich das bitte nachlesen?

Die Informationen die ich bis dato nachgelesen habe, zeigen alle
keinen signifikanten Zusammenhang mit der Tauchtiefe - sie zeigen
*eher* (ich weiß nicht ob man *gewiß* schreiben kann) einen
Zusammenhang mit mangelnder Ausbildung respektive Erfahrung.

Nenn mir einen Grund, warum ein erfahrener und gut trainierter
Taucher in der Tiefe absaufen soll - zumindest mit größerer
Wahrscheinlichkeit absaufen soll, als er dies auch im Flachen täte.

Bevor Du die Gründe benennst, stöbere bitte zuerst Durch das
Archiv. Es müßte dort fast 1000 Beiträge zu diesem Thema geben :)))

>IMHO gab/gibt es auch in Ägypten die Diskussion, das blue hole aufgrund zu vieler toter
>zu sperren.

Was sagt das aus? Sagt das, daß die Tiefe schuld ist, oder sind es
nicht eher diejenigen, die mit mangelnder Vorbildung und Erfahrung
in diese Tiefe gehen.

Nur weil es Leute gibt, die sich überfordern, kann man doch nicht
sagen, daß jemand der dort durchgeht prinzipiell schädigt oder
"kriminell" ist. Es hängt doch ganz stark an der Durchführung.

>Und zu deiner Meinung:
>Es ist übrigens *nicht* richtig, daß ein Durchgang durch das Hole
>*gegen alles* ist, *was wir alle gelernt haben*.........

>hier sei anzumerken: gelernt hast du´s als sporttaucher mit hoher wahrscheinlichkeit
>anders; was du JETZT darüber denkst ist eine andere Sache.

Nein. Ich habe das nicht anders gelernt. Als ich gelernt habe, war
Tiefenlimit de facto kein Thema. Es wird vermutlich fast allen so
gehen, die schon länger als 20 Jahre tauchen. Bei uns wurde über
die Tiefen und das Dekotauchen ausführlich informiert und es wurde
geraten, sich langsam und verantwortungsvoll heranzutasten.
Deko-TGs und TGs in Tiefen jenseits der 40m waren allgemein üblich
- nicht in der Ausbildung, aber danach. Wer Tauchlehrer werden
wollte, mußte mehrere TGs nachweisen, die tiefer als 40m waren. In
keinem Falle waren tiefe TGs tabuisiert.

Die 40m Grenze wurde damals als das genommen was es ist: Eine von
der US Navy damals vorgegebene Tiefe, in der Arbeiten von
Navy-Tauchern *mit dem damaligen Equipment* unter Berücksichtigung
von Deko und Lungenbelastung noch sinnvoll waren.

Interessanterweise hat die Stickstoffnarkose dabei nur eine
untergeordnete Rolle gespielt.

Gut - heute ist man weiter, könnte man sagen. Wahr ist aber, daß
man damals kaum so nachlässig ausgebildete und trainierte Taucher
in das Wasser gelassen hätte, so wie dies heute der Fall ist (auch
dazu gibts im Archiv Beiträge). Und wahr ist auch, daß solche TGs
wie den Durchgang durch Blue Hole beherrschbar sind und sicher
durchgeführt werden können.

>Und was unter risikoarm zu verstehen ist, das wäre ein neuer, toller tread :-)

Unter Risikoarm ist zu verstehen, daß man sicherstellen kanns, daß
man die Kontrolle über den TG nicht verliert, daß man jederzeit in
der Lage ist - in jeder denkbaren Situation - eine
Handlungsalternative aufzugreifen die sicher aus der Situation
herausführt. Dazu gehört natürlich Training und Erfahrung.

Ohne Herantasten geht das natürlich nicht - so gesehen war es eine
vernünftige Entscheidung, daß Du Dir den Durchgang durch das Hole
versagt hast. Mit 500 TGs im Kreuz magst Du das dann anders
entscheiden.

In jedem Falle aber, kannst Du anderen wohl nicht vorhalten, sie
würden irgendjemand gefährden, wenn sie da durch gehen - es sei
denn, sie erfüllten die notwendigen Vorraussetzungen nicht.

Leon Berger

unread,
Mar 10, 2000, 3:00:00 AM3/10/00
to
Hallo Joerg,

"joerg severing" <jm...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:38C7DDD6...@gmx.at...


>
> ersthafte Diskussionen über Tauchverbote am Attersee nach fast allen
tötlichen >unfällen

> schädigen den sport sehr wohl. Und lies mal nach, die toten 1999 am


attersee >waren so
> gut wie alle mehr oder weniger als kamikaze unterwegs.

mit mehr oder weniger guter Ausbildung und mit mehr oder weniger
Taucherfahrung.

> Und was unter risikoarm zu verstehen ist, das wäre ein neuer, toller tread
:-)

Ein Solo Tauchgang zum Beispiel. Da kann Dir Dein Partner nicht verkommen
:-)

--
Greetings from Good Old Vienna
Leon Berger
off...@berger-edv.com
http://www.tdc.at


Bernd Schnuerer

unread,
Mar 10, 2000, 3:00:00 AM3/10/00
to
Matthias Frey schrieb:

schnipp

> Diskussionen schädigen, zumindest solche die beim nichttauchenden
> Publikum ohne tiefen Sachverstand ablaufen. Das ist unbestritten.
> Stark schädigt auch die Meinung, diese Unfälle seien durch
> Tiftauchen bedingt - das sind sie nämlich i.d.R nicht :)

schnopp

> In jedem Falle aber, kannst Du anderen wohl nicht vorhalten, sie
> würden irgendjemand gefährden, wenn sie da durch gehen - es sei
> denn, sie erfüllten die notwendigen Vorraussetzungen nicht.

hallo, matthias

diesmal verkneif ich mir aber das "jehovasagen" sonst bekomme ich wieder
eins von dietmar auf den deckel!

halleluja sag ich aber! :-))

mit vielen gruessen, bernd

Uwe Stoeckel

unread,
Mar 10, 2000, 3:00:00 AM3/10/00
to
Im Artikel <38C7DDD6...@gmx.at>, joerg severing <jm...@gmx.at> schreibt:

>Und zu deiner Meinung:
>Es ist übrigens *nicht* richtig, daß ein Durchgang durch das Hole
>*gegen alles* ist, *was wir alle gelernt haben*.........
>

Moment mal, an anderer Stelle wird über den Minimalismus der Ausbildung
diskutiert. Das könnte hier doch auch unter "Was ich nicht gelernt habe, hält
mich auch nicht auf.!" anwenden, oder?

joerg severing

unread,
Mar 10, 2000, 3:00:00 AM3/10/00
to
Liebe NG

hier ein kurzer stop, um legendenbildung zu vermeiden:

dies war KEIN tread pro / contra tieftauchen!

Es ging um MALEDIVEN & ALOLOL :-)
Es ging mir darum, sich die regeln nicht selbst zu stricken.

Wer glaubt er ist so sicher und fühlt sich so gut daß gerade Ihm/ihr selbst nichts
passieren kann..... runter mit euch bis euch der compi (wenn ihr denn einen braucht)
den vogel zeigt!!!!

Wer mir erzählt, die meisten toten im Attersee hätten nichts mit selbstüberschätzung /
schwachsinn zu tun, (ob zu tief, zu einsam oder zu mit zu schwacher ausrüstung ist
nicht relevant) der sollte sich zurücklehnen und nachdenken

und auch den tread von anfang an lesen. Es ging mir nur wie schon gesagt darum, sich
die regeln nicht selbst zu stricken.

Ist ja nur meine meinung, zu kollegen mit der Meinung NUR DURCH`s Hole macht´s spaß
und abgegraste riffe fällt mir nur ein: --- etwas verwöhnt, nich?

allerbeste grüße jörg


>


(-: tom

unread,
Mar 11, 2000, 3:00:00 AM3/11/00
to
Rofl!

--
Gruß

Tom :-)))))))))))


> >Wenn Ihr mit den Bestimmungen des Landes nicht klar kommt, würde ich
Zuhause
> >bleiben.
>
> Hallo Sylvia,
> es nutzt den Leuten nix, wenn Du Zuhause bleibst :)

(-: tom

unread,
Mar 11, 2000, 3:00:00 AM3/11/00
to
Weder noch, die Gedanken sind frei.
Du kannst stundenlang darüber sinieren wie Du eine Bank ausrauben kannst.
Erst wenn Du konkrete Vorbereitungen treffen würdest wäre das u.U.
Vorbereitung einer Straftat.

--
Gruß

Tom :-)

Dietmar Strey <nur_fu...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
QjnBOCxYYcSAIr...@4ax.com...
> Moin Matthias!
>
> Matthias Frey schrub:
>
> >"Sylvia Röttgen" <Sylv...@hotmail.com> schrieb:


> >
> >>Wenn Ihr mit den Bestimmungen des Landes nicht klar kommt, würde ich
Zuhause
> >>bleiben.

> [...]
> >Sie bitten ja um Rat - nicht um eine moralische Zurechtweisung :)
>
> Wenn dem so ist, dass die Einfuhr von Alkohol prinzipiell untersagt
> ist, waere es dann noch ein "Rat" oder schon "Beihilfe zu einer
> Straftat"? ;-)
>
> Gruss,
> Dietmar
>
> --
> /"\ ASCII ribbon campaign
> \ / against HTML mail
> X and postings
> / \

Markus Koch

unread,
Mar 13, 2000, 3:00:00 AM3/13/00
to
hi joerg

joerg severing wrote:

> dies war KEIN tread pro / contra tieftauchen!
>
> Es ging um MALEDIVEN & ALOLOL :-)
> Es ging mir darum, sich die regeln nicht selbst zu stricken.

stimmt. und da bin ich soweit auch deiner meinung. aber wieso soll ich mir von einer
organisation regeln vorschreiben lassen, die es nur braucht, weil sie ihre schaefchen
nicht richtig, komplett ausbildet?

gruss

markus


Stefan Gaar

unread,
Mar 13, 2000, 3:00:00 AM3/13/00
to

Markus Koch schrieb:
.....


> aber wieso soll ich mir von einer

> organisation regeln vorschreiben lassen, die es nur braucht, weil sie > ihre schaefchen nicht richtig, komplett ausbildet? .......

Hy Markus,
wieso fühlst Du dich von jener Organisation bevormundet? IDR.
bevormunden einen doch eher die Tauchguides vor Ort und schieben es dann
auf ebendiese Org. ab um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen...
folglich ist die einzige Lösung halt ebendiese Tauchguides zu meiden und
schon kannst du so tief und lange du willst Tauchen. (bist halt dann
auch mit allem anderen, wie z.B. Strömung etc..., auf dich allein
gestellt.

Ich kann andererseits ebendiese Tauchguides auch wieder verstehen, denn
die Leben halt vom Tauchtourismus, sprich von der breiten Masse der
Urlaubs-/schönekleineinsel-/warmwasser-/****-/schlechtausgebildeten-
etc. Taucher und nicht von den wenigen erfahrenen **** oder auch
nicht-****-Tauchern, die die Vorraussetzungen hätten als
'nicht-Schäfchen' auch nicht bevormundenswert zu sein.
Das Risiko für die Tauchguides heißt bei einer versehentlichen
Fehleinschätzung (nämlich der eines Schäfchens zu den selbstständigen
Tauchern) halt Umsatzausfall, sprich das wegbleiben obiger breiter
Masse, welche nicht in einer Tauchbasis sein will, wo sich schon welche
zertaucht haben. Eben diese Fehleinschätzung stelle ich mir recht
plausibel vor, denn woran will man denn erkennen daß wenn einer in die
Basis kommt und vorgibt er sei der absolute Supertaucher er das denn
auch wirklich ist?
etwa ein checkdive am Hausriff ? Das Logbuch ? Das Brevet ?
Ich würde sagen man muß denjenigen sehr gut kennen um zu wissen wie er
taucht... und dann kann man auch entscheiden ob man ihn bevormundet oder
nicht...

BTW. ich bin kein TL, lebe nicht vom Tauchen und versuche auch mich
möglichst wenig bevormunden zu lassen....

Gruß,
Stefan

Markus Koch

unread,
Mar 13, 2000, 3:00:00 AM3/13/00
to
hi stefan

Stefan Gaar wrote:

> Markus Koch schrieb:
> .....
> > aber wieso soll ich mir von einer
> > organisation regeln vorschreiben lassen, die es nur braucht, weil sie > ihre schaefchen nicht richtig, komplett ausbildet? .......

> wieso fühlst Du dich von jener Organisation bevormundet?

1. welcher organisation meinst du? ich habe keine genannt....

> bevormunden einen doch eher die Tauchguides vor Ort und schieben es dann
> auf ebendiese Org. ab um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen...

hat schon noch weitere folgen: siehe zb den thread ueber den unfall nach einer trennung vom tauchpartner, der hier unlaengst lief.

> folglich ist die einzige Lösung halt ebendiese Tauchguides zu meiden und
> schon kannst du so tief und lange du willst Tauchen. (bist halt dann
> auch mit allem anderen, wie z.B. Strömung etc..., auf dich allein
> gestellt.

wie ich schon einige male gepostet habe, halte ich das fuer naiv. tatsache ist, dass taucher, die sich (aus guten oder schlechten
gruenden) nicht an die zT merkwuerdigen organisations-standards halten wollen, immer mehr an den rand gedrangt werden. dies wurde hier
mal treffend "padiisierung" des sporttauchens genannt, zielt IMO aber nicht auf diese organisation speziell sondern darauf, dass die
taucherei immer staerker limitiert wird, weil die anforderungen an die taucher immer tiefer geschraubt werden.

> Das Risiko für die Tauchguides heißt bei einer versehentlichen
> Fehleinschätzung (nämlich der eines Schäfchens zu den selbstständigen
> Tauchern) halt Umsatzausfall, sprich das wegbleiben obiger breiter
> Masse, welche nicht in einer Tauchbasis sein will, wo sich schon welche
> zertaucht haben.

swo ein quatsch! das gegenteil ist doch der fall: wenn wo ein unfall passiert wollen doch alle hin.

abgesehen davon: ich finde es schon sehr merkwuerdig, wenn man als taucher (wie du) die (gemaess dir) rein kommerziellen interessen der
tauchbasen nicht nur dekt sondern auch unterstuetzt. ist doch mir egal, ob eine von 30 tauchbasen in dahab (oder woanders) bankrott
geht. ich brauche lediglich eine flasche mit luft und etwas blei.

> Eben diese Fehleinschätzung stelle ich mir recht
> plausibel vor, denn woran will man denn erkennen daß wenn einer in die
> Basis kommt und vorgibt er sei der absolute Supertaucher er das denn
> auch wirklich ist?

ein guter tauchguide erkennt beim zusammensetzen der ausruestung, was einer taucht. und spaetestens beim checkdive sollte auch ein
schlechter guide wissen, mit wem er es zu tun hat.

gruss

markus


Andreas Huss

unread,
Mar 15, 2000, 3:00:00 AM3/15/00
to
On Wed, 15 Mar 2000 11:01:10 +0100, Michutta
<Mich...@planet-interkom.de> wrote:

>Hinweise die auch schnell zur Fehleinsch&auml;tzung f&uuml;hren k&ouml;nnen.
><p>Gru&szlig; Norbert
><br>&nbsp;</html>


Hi,

HTML ist kein Scherz sondern Unwissenheit.


Matthias Frey

unread,
Mar 16, 2000, 3:00:00 AM3/16/00
to
joerg severing <jm...@gmx.at> schrieb:

>dies war KEIN tread pro / contra tieftauchen!
>Es ging um MALEDIVEN & ALOLOL :-)

Hai Joerg,

Is ja gut :)))

Aber - Du nanntest verschiedene "kleine übertretungen", von denen
zwei sich auf's Tauchen (nur die sind hier relevant) bezogen.

Die eine war: "nur die eine Koralle" mitnehmen?
Die andere war: durchs blue hole in Dahab?

Letztere "Übertretung" hat aber schon mit Tieftauchen zu tun (bei
ersterer stimme ich Dir zu)!

>Es ging mir darum, sich die regeln nicht selbst zu stricken.

Und mir geht es darum, Regeln nicht ohne Verstand anzuwenden.

(Tauch-) Regeln sind sehr nützliche Hilfsmittel. Besonders nützlich
für den Beginner und den Unerfahrenen. Jemand aber, der den Sinn
der Regeln verstanden hat, darf sehr wohl (und soll) eigene Regeln
entwickeln. Ich spreche hier nicht vom Neuling mit 20 oder 50 TGs,
aber 200, 500 oder 1000 und mehr TGs befähigen sehr wohl dazu
eigene Regeln zu erstellen. Natürlich - wiederum nur für sich -
nicht für andere.

Abgesehen davon (und im Grunde OT) sehe ich das auch für Gesetze,
Vorschriften u.dgl. so. Ich spreche mich hier natürlich nicht für
die Übertretung von sinnvollen Gesetzen oder Vorschriften aus, wie
beispielsweise der grundlosen Mißachtung von Vorfahrtsregeln im
Straßenverkehr. Aber trotzdem gibt es natürlich das Recht eines
jeden Menschen, jedes Gesetz, jede Vorschrift und jede Regel die er
befolgen soll zuvor auf ihre Sinnhaftigkeit zu prüfen und letztlich
muß jeder vor sich selbst verantworten, was er befolgt.

Ich habe hier vor ein paar Wochen erzählt, daß beispielsweise mein
Vater den Krieg mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
nicht überlebt hätte, hätte er sich an einen gegebenen Befehl
gehalten. Somit wäre auch ich nicht geboren worden. (Na ja - meine
Mutter hätte einen anderen getroffen und ich wäre doch geboren
worden - aber ich wäre nicht ich)

Für mich kann ich auch sagen, daß ich mich an die Limitationen auf
den Maledives in Punkto Alkohol halten würde - an die Limitationen
in Punkto Tauchen nicht (deswegen fahre ich da auch nicht hin).

Aber gerade für Taucher ist es wichtig, sich ihre eigenen
(Tauch-)Regeln zu gestalten, damit sie im Einklang mit ihrer
Befindlichkeit tauchen. Alles andere ist Quatsch.

Zu Anfang fehlt dazu natürlich die Erfahrung und das Können. Klar.
Geht jedem so. Da sind vorgegebene Regeln erst mal sehr hilfreich -
und ich kann auch nur jedem Einsteiger dazu raten sich daran zu
halten. Irgendwann ist's aber Quatsch und wird lächerlich. Willst
Du mir beispielsweise erzählen ich solle nicht tieftauchen? Oder
ich solle nicht durch's Blue Hole? Oder ich solle sonst was nicht
tun? (ich würde mich über ein solches Ansinnen kaputTlachen)

Nur: Andersherum klappts halt auch nicht. Ich kann nicht sagen: He
- Leute - alles Quatsch - taucht tief - das is' geil. So
funktioniert das nicht. Jeder muß sich die "persönlichen" Regeln
und Limits auferlegen die zu ihm passen - dann klappt's auch mit
dem Tauchen :)))

Oder meinst Du, Du würdest gut damit klarkommen wenn Du nach
"meinen" Regeln tauchen müßtest....


>Wer glaubt er ist so sicher und fühlt sich so gut daß gerade Ihm/ihr selbst nichts
>passieren kann..... runter mit euch bis euch der compi (wenn ihr denn einen braucht)
>den vogel zeigt!!!!

Alles was man beim Tieftauchen braucht ist Luft, Training
(Adaption) und eine gute Psyche, wobei Psyche das Allerwichtigste
ist. Wozu also den Compi? :))

Aber mit diesem Satz hast Du ja Deine grundsätzliche Toleranz
gegenüber uns Tieftauchern bereits ausgedrückt :)))

>Wer mir erzählt, die meisten toten im Attersee hätten nichts mit selbstüberschätzung /
>schwachsinn zu tun, (ob zu tief, zu einsam oder zu mit zu schwacher ausrüstung ist
>nicht relevant) der sollte sich zurücklehnen und nachdenken

Richtig! Da schließe ich mich Deiner Aussage an. Die meisten
Unglücke haben tatsächlich damit zu tun - und viele davon sind
sogar auf Ausbildungsmängel zurückzuführen, was erschwerend
hinzukommt.

Aber: Das Problem ist das fehlende Können, die Selbstüberschätzung,
die fehlende Einschätzung, das mangelnde Training....

Nicht die Tiefe, nicht die Strömung, nicht das Anwenden eigener
Regeln und nicht die übertretung von für Anfänger sinnvollen Limits
:)

Man könnte auch sagen: Das Fehlen eigener, "persönlicher" Limits
und Regeln (und der Disziplin, diese einzuhalten)

>und auch den tread von anfang an lesen. Es ging mir nur wie schon gesagt darum, sich


>die regeln nicht selbst zu stricken.

Und mir geht eben darum sich die Regeln sehr wohl selbst zu
stricken - genauer gesagt: Dazu befähigt zu werden, daß man sich
die Regeln eben selbst stricken kann!

>Ist ja nur meine meinung, zu kollegen mit der Meinung NUR DURCH`s Hole macht´s spaß
>und abgegraste riffe fällt mir nur ein: --- etwas verwöhnt, nich?

Nein - aber eben schon vor dem Boom dort gewesen :))

Michael Scharrer

unread,
Mar 16, 2000, 3:00:00 AM3/16/00
to
<schnipp>
Ach, du sprichst mir aus der Seele.
Viele Diskussionen könnten wir uns zu ersparen, wenn Mensch sich das
von dir gesagte hinter die flauschigen Ohren schreiben würde.
Viele Grüsse,
Michael
P.S. Noch einer, der kein Bett hat :)

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