die Frage kann zwar immer mit "Lernen hat noch keinem geschadet!"
beantwortet werden, es geht mir aber eigentlich nur um den Aspekt:
Tauchgänge in den Cenotes werden im "Tageslichtbereich" auch ohne spezielles
Höhlentauch-Brevet angeboten. Gleichzeitig bieten einige Tauchschulen -
darunter auch welche, die recht seriös wirken - dort Ausbildungen im
Höhlentauchen an - für Leute, die tiefer eindringen wollen.
Aber lohnt sich das? Sieht man dort interessante Dinge, die man sonst
verpasst hätte?
Nur aus Prinzip, um behaupten zu können, mal da gewesen zu sein, bräuchte
ich das sicher nicht. Aber wenn es gute Gründe gibt, sich auch jenseits
des "Tageslichtbereichs" umzusehen, dann wäre es mir eine Überlegung wert...
also falls jemand was dazu sagen kann - vielen Dank im voraus!
Gruß,
Peter Niemayer
wie du richtig erkannt hast : Brauchen brauchst du es nicht.
Wenn ich mich recht erinnere, gibt ( gab : April 2003 ) es auch für
ausgebildete Höhlentaucher de facto keine Chance, jenseits der
abgesperrten Regionen in den Cenoten zu tauchen. Für die Cenoten
selber brauchst du ganz sicher keine Höhlenausbildung.
Hinter die Absperrungen zu gelangen bedurfte es - seinerzeit - einer
ausgeklügelten Strategie : Anzahl Höhlentauchgänge,
Ausbildungsstand, Logistik etc. Mag wohl sein, daß du im rahmen der
Ausbildung tiefer eindringen könntest - aber m.E. nicht mehr als
Tourist nach Ausbildungsabschluß. Wie immer : PAID - System + sehr
amerikanisch - PdC / Yukatan etc. ist für U.S. ja das, was für uns
"Mallorca" ( oder Red Sea ) ist.
Trotzdem, tauchen in den Cenoten ist auch im Sichtbereich der Eingänge
( nur geführt ... ) spannend + voller phantastischer Impressionen.
Last not least mein Tip : Wenn du dorthin fliegst, mach Station auf dem
Yukatan - nicht auf Cozumel. Der Transfer von Cozumel in die Cenoten
ist wirklich zu gratschig, andererseits gibt´s einige Basen ( z.B.
Tank-Ha ) in PdC, die Cozumel direkt + regelmäßig mit ihrem eigenen
Boot anfahren
Tulum etc. nicht vergessen zu besuchen !
Gruß, Stefan
Peter Niemayer wrote:
> Aber lohnt sich das? Sieht man dort interessante Dinge, die man sonst
> verpasst hätte?
Ja.
HTH,
Dirk
Stefan Hesse schrieb:
> Wenn ich mich recht erinnere, gibt ( gab : April 2003 ) es auch für
> ausgebildete Höhlentaucher de facto keine Chance, jenseits der
> abgesperrten Regionen in den Cenoten zu tauchen. Für die Cenoten
> selber brauchst du ganz sicher keine Höhlenausbildung.
mir wurde genau gegenteiliges berichtet - wenn du eine int. anerkannte
Höhlenausbildug nachweisen kannst, darfst du sehr wohl - allerdings, wie
du richtigerweise schreibst, nur mit Guide - weiter als in den
Tageslichtbereich der Höhle.
Das hat auch wenig mit amerikanischem System zu tun, sondern
versicherungstechnische Gründe - der Eigentümer der Höhle (zumeist
mexikanische Privatleute oder Firmen) würden ja ansonsten haftbar
gemacht werden können. Des weiteren deshalb nur mit Guide, weil die
Cenoten alle auf Privatgrund stehen, die Basen die dort Tauchgänge
anbieten, zahlen dafür Benützungsgebühren an die Eigentümer.
Liebe Grüße
Leo
--
http://www.nullzeit.at - Tauchen in Österreich und dem Rest der Welt
allemal einen Blick wert ;o)
Userinfo: http://www.drst.info/member.php?pcpage=showmember&memberid=7
Danke für die ja recht widersprüchlichen Meinungen - aber bevor man mich
falsch versteht:
- Ich würde in die Cenoten gar nicht ohne ortskundigen Guide tauchen wollen
- Es geht mir auch nicht nur darum, zu "dürfen", sondern ich
würde nur weiter rein wollen, wenn's dort noch interessante
andere Dinge als im Tageslichtbereich zu sehen gibt
- Da es für mich momentan keinen anderen Anlass gäbe, in Höhlen zu tauchen,
als eben dann mal in den Cenoten, würde die Option "Ausbildung vor Ort"
durchaus Sinn ergeben - aber eben nur, wenn man dadurch mehr interessantes
sieht als ohne...
Wenn der Aufwand der Ausbildung für das zusätzlich betauchbare zu hoch
oder das Preis/Leistungsverhältnis angebotener Ausbildungen dort generell
zu schlecht ist, dann ist die Idee auch ganz schnell wieder vom Tisch... :-)
Gruß,
Peter Niemayer
Taucher, welche ueber eine international anerkannte
Hoehlentauchausbildung verfuegen,
duerfen sehr wohl tiefer in die Hoehlensystem eindringen.
Um nicht zu sagen: So weit sie wollen.
Es MUSS aber niemand dort tauchen. Es gibt da nichts zu sehen, was man
sehen muss, aber sehr vieles, was wirklich schoen anzusehen ist.
Ich halte es also fuer empfehloenswert eine solche Ausbildung zu machen
und sich das anzusehen.
Aber eben nur, wenn man wirklich will :-)
Viele Gruesse
Micha
Lohnt sich dort auch nicht. Die ganze Organisation, Transport, Zufahrt
finden, was bei kleinen Cenoten nicht einfach ist, und vor allem der
Kauf der Zugangserlaubnis (die Cenoten-Eingänge liegen auf Privatland
und die Besitzer wollen Kohle sehen) ist nämlich der wesentliche Teil
dessen was du auf der Basis kaufst.
> - Es geht mir auch nicht nur darum, zu "dürfen", sondern ich
> würde nur weiter rein wollen, wenn's dort noch interessante
> andere Dinge als im Tageslichtbereich zu sehen gibt
Bei meinem Urlaub war die Definition von "Tageslichtbereich" dehnbar
wie mein Neoprenanzug um den Bauch rum :-)
Ich war einige Male mit dem Guide allein unterwegs (Nebensaison) und wo
wir waren war defninitiv kein Tageslicht mehr. Natürlich nicht gleich
beim ersten TG.
Viel wichtiger ist die Auswahl der Cenoten. Da gibts viel Schrott,
einfach Tümpel mit kleinem Überhang, aber auch lange Tunnel und
Riesensäle (oder sääle? Was weiss ich!)
Nicht jede Basis hat jede Cenote "unter Vertrag", siehe oben,
Privatland.
Also vorher informieren, rumstöbern, nachfragen.
> - Da es für mich momentan keinen anderen Anlass gäbe, in Höhlen zu tauchen,
> als eben dann mal in den Cenoten, würde die Option "Ausbildung vor Ort"
> durchaus Sinn ergeben - aber eben nur, wenn man dadurch mehr interessantes
> sieht als ohne...
Wie viele Wochen hast du dort Urlaub? M.E. ist Höhlentauch-Ausbildung
ein Reise-Inhalt für sich, viel zu lang um das am Anfang eines Urlaubs
zu machen um in diesem Urlaub dann weiter rein zu dürfen.
Es lohnt sich m.E. nur wenn du das Kärtchen nachher noch öfters
ausnutzt.
Walter