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BALZER/SHERWOOD WAR INFORMIERT

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Andreas Huss

unread,
Jun 2, 1998, 3:00:00 AM6/2/98
to


Ich bin von dem Testergebnis der Sherwoodregler selbst betroffen weil
wir einen Sherwood Blizzard besitzen.

Eine Stellungnahme zum Test liegt meines Wissens nach von Sherwood
noch nicht vor.

Von Roland Schmidts und auch der Redaktion der TAUCHEN (stv. Redakteur
Stephan Hellmund) erhielt ich die Auskunft dass schon im November 97
der Fa. Balzer (Techniker Herr Meissner) die ersten Infos zu
auffaelligen Reglern (Emfindlichkeit gegenueber feuchter Flaschenluft
und Wasserfunde in der Reglerkammer) zugegangen sind.

Schon eine geringe Abtauchgeschwindigkeit reicht aus um die Funktion
des CBS zu gefaehrden.

Weiter wurde die Fa. Balzer vor 2 Wochen vor Drucklegung der Ausgabe
noch einmal ueber die Kernaussagen informiert, das Gutachten wurde
zusaetzlich uebersandt. Weiter soll sich ein zweites Gutachten mit
demselben Ergebnis vorhanden sein/sich im Zulauf befinden.

Eine Stellungnahme von Balzer/Sherwood soll bis zum heutigen Tag nicht
vorliegen.

Fuer mich als Kunden ist jetzt klar dass Balzer/Sherwood seit langem
informiert waren und bis zum heutigen Tag nicht reagiert haben, genau
genommen die Taucher ueber eine sehr kritische Sicherheitsluecke im
Unklaren liessen.

Ich bin gespannt wie man sich bei Balzer/Sherwood in Zukunft verhalten
wird ... !!

Gruesse von Andreas
--

andrea...@t-online.de
borchardsheide 28a
22117 hamburg
fon/fax 040/7136380

Dirk Schmidt

unread,
Jun 3, 1998, 3:00:00 AM6/3/98
to

Hi Andreas,

ich bin ebenfalls von diesem etwaigen Mangel betroffen. Ich verwende
Hauptautomat und Oktopus von Sherwood.

Als ich in der "Tauchen" davon las, habe ich die Firma Balzer angefaxt.

Diese hat sich sofort bei mir gemeldet. Es war Pfingstmontag und der
Mitarbeiter berichtete mir den Stand der Dinge. Registrierte Kunden werden
informiert und die Firma Sherwood wurde von der Firma Balzer informiert und
muß nun reagieren. Sämtliche weitere Schritte werden den Kunden sowie dem
Fachhandel bei Erhalt durch die Firma Balzer mitgeteilt.

Entgegen Deiner Information wurde mir von anderer Seite berichtet, daß die
Zeitschrift "Tauchen" den Bericht bis zur Veröffentlichung der Firma Balzer
und somit auch Sherwood vorenthalten hatte. Ein direktes Statement war somit
von den Betroffenen nicht möglich.

Ich bin auf dieses Statement sehr gespannt, denn ich kann mir nicht
vorstellen, daß die Firma Sherwood das CBS-System vor dem in Umlauf bringen,
nicht auf Herz und Nieren getestet hat.

Die Gumminut ist ohne weiteres herauszunehmen und der Firma Sherwood wird
dies wohl bekannt sein. Ich kann mit vorstellen, daß ein Test auch in diese
Richtung unternommen wurde. Also, warten wir mal ab.

Die Erwartung ist bei uns allen sehr groß.

Also verfallt nicht zu sehr diesen verschiedenen Gerüchteküchen und bleibt
sachlich.

Gruß von der 14°C kalten Ostsee.

Dirk Schmidt
dirk.s...@rendsburg.netsurf.de
http://homes.cls.net/~dirk.schmidt/


Dirk Mueller

unread,
Jun 3, 1998, 3:00:00 AM6/3/98
to

Dirk Schmidt schrieb in Nachricht <6l2phl$4l5$1...@freeside.cls.net>...

>Hi Andreas,


>Entgegen Deiner Information wurde mir von anderer Seite berichtet, daß die
>Zeitschrift "Tauchen" den Bericht bis zur Veröffentlichung der Firma Balzer
>und somit auch Sherwood vorenthalten hatte. Ein direktes Statement war somit
>von den Betroffenen nicht möglich.


So habe ich es auch gehört.
Der Tauchenartikel hat Balzer völlig überrascht (Ein TL von uns hat angerufen)
Er ist jetzt übersetzt worden und nach Sherwood weitergegeben.
Harren wir der Dinge die da kommen.

(Wenn Tauchen vorher nicht bei Balzer bescheid gesagt hat, halte ich das für recht unfair...)

Gruß, Dirk.

Andreas Mika

unread,
Jun 3, 1998, 3:00:00 AM6/3/98
to

> (Wenn Tauchen vorher nicht bei Balzer bescheid gesagt hat, halte ich das für recht unfair...)
>

Nicht nur unfair, sondern auch unprofessionell. Ich denke an TV-Magazine wie Monitor o.ä., die
schmücken sich ja geradezu mit der Stellungnahme des Herstellers...
Andreas


Dietmar Strey

unread,
Jun 3, 1998, 3:00:00 AM6/3/98
to

Hallo Andreas, hallo liebe Zielgruppe!

Andreas Mika <am...@netcologne.de> schrieb am Wed, 03 Jun 1998
14:01:19 +0200 in de.rec.sport.tauchen:

>> (Wenn Tauchen vorher nicht bei Balzer bescheid gesagt hat, halte ich das für recht unfair...)
>>

>Nicht nur unfair, sondern auch unprofessionell. Ich denke an TV-Magazine wie Monitor o.ä., die
>schmücken sich ja geradezu mit der Stellungnahme des Herstellers...

Ich halte dieses weder fuer journalistisch unprofessionell, noch fuer
unfair.
Es gibt im gueltigen deutschen Presserecht keinerlei Vorschrift, die
die Pflicht zu einer solchen Vorabinformation verlangt. Auch der
Vergleich mit TV-Magazinen greift nicht, da es sich um ein voellig
anderes Medium handelt. Unter anderem waere es u.U. moeglich gewesen,
dass im Falle einer Vorabinformation ueber die unguenstigen
Tatsachenbehauptungen des besagten Artikels die Firma Sherwood bzw.
deren deutscher Generalvertreiber Balzer eine einstweilige Verfuegung
erwirkt heatte, die moeglicherweise den Vertrieb der aktuellen Ausgabe
des Magazins "tauchen" zur Folge gehabt haette.
Beim Fernsehen ist sowas schlichtweg unmoeglich. Selbst, wenn die
Ausstrahlung eines entsprechenden Berichts untersagt worden waere,
haette ein entsprechender Kommentar des Moderators - also eine
Meinungsaeusserung, die gem. Grundgesetz Art. 5 geschuetzt ist - eine
aehnliche Wirkung erzielt, wie die Sendung der Reportage.
Wine Zeitschrift, die gar nicht erst erscheint, erreicht hingegen
niemanden.

Abgesehen davon hat die Presse nicht nur das Recht, sondern auch die
Pflicht zur wahrheitsgemaessen Berichterstattung. Und schliesslich
haben ja auch die Leser eines Magazins gewisse Ansprueche. Wenn nun
also eine Zeitschrift einen in jeder Beziehung kritischen Artikel
veroeffentlicht, dann ist es den Damen und Herren der Tauchergemeinde
auch nicht Recht? Dabei wird im gleichen Atemzug (bzw. Thread)
gemutmasst, dass eine Abhaengigkeit zwischen dem Erscheinen des
Artikels und der Hoehe der Aufwendungen fuer die Werbung der Firma in
der gleichen Zeitschrift bestuende. Dass dem offensichtlich nicht so
ist und der Artikel trotzdem erschienen ist, beweist doch imho eher
das Gegenteil.

Da im besagten Artikel keine Stellungnahme des Herstellers zu finden
war, gehe ich davon aus, dass eine Unterrichtung vor dem Erscheinen
des Artikels unterblieben ist. Wenn Sherwood bzw. Balzer einen gut
funktionierenden Pressesprecher haben, haben sie aber zumindest vorher
von dem geplanten Artikel gewusst, auch wenn sie den genauen Inhalt
nicht kannten. Falls dem nicht so war: Ich wollte mich sowieso gerade
beruflich veraendern und stehe Angeboten der o.g. Firmen offen und
positiv gegenueber. ;-))

Gruss,
Dietmar

--
Frage: Wieviele PR-Leute braucht man, um eine Gluehbirne zu wechseln?
Antwort: Muss ich mich erst schlau machen, kann ich Sie zurueckrufen?


Dirk H. Levy

unread,
Jun 3, 1998, 3:00:00 AM6/3/98
to

> Hi Dirk,

soweit ich weiß, Stand heute abend, war nicht nur Balzer informiert sondern zumindest wußte auch
ein Händler vor Ort von dem Problem.
--
*********
Dirk H. Levy
c/o Kehrmann Marktforschung - Hamburg
E-Mail: dirk...@csi.com
Home: http://ourworld.compuserve.com/homepages/Dirk_Levy/

Dirk H. Levy

unread,
Jun 3, 1998, 3:00:00 AM6/3/98
to

Hi,

verurteilt die Tauchen nicht zu schnell!!!!
Balzer hat sich schon häufig "merkwürdig" verhalten....

Andreas Mika wrote:

> > (Wenn Tauchen vorher nicht bei Balzer bescheid gesagt hat, halte ich das für recht unfair...)
> >
>
> Nicht nur unfair, sondern auch unprofessionell. Ich denke an TV-Magazine wie Monitor o.ä., die
> schmücken sich ja geradezu mit der Stellungnahme des Herstellers...

> Andreas

Andreas Huss

unread,
Jun 3, 1998, 3:00:00 AM6/3/98
to

On Wed, 03 Jun 1998 14:01:19 +0200, Andreas Mika <am...@netcologne.de>
wrote:

>Nicht nur unfair, sondern auch unprofessionell.

Das ist eine kritische Bewertung, zwei Seiten teilen uns mit wie es
sich abgespielt hat/haben soll - die Angaben decken sich nicht ....

Nun wird der Ueberbringer einer schlechten Nachricht ans Tor genagelt
und demjenigen, der uns einen Automaten verkauft hat wird blank
geglaubt .... das ist zumindest so menschlich wie erstaunlich.

Wenn schon nicht geglaubt wird sollte man beiden Seiten nicht
glauben??

angie

unread,
Jun 4, 1998, 3:00:00 AM6/4/98
to

Hallo, zusammen,
ich finde es gut, wenn Fehler aufgedeckt werden; gut, ich hab leicht
reden, da ich keinen Lungi von Sherwood habe.
Sollte sich tauchen getaeuscht haben, bekommt Sherwood eine gute Werbung,
liegt der Fehler so wie vermutet, muss man (oder Frau) doch froh sein,
informiert zu werden.
Bye
Angie


Stephan Pahlitzsch

unread,
Jun 4, 1998, 3:00:00 AM6/4/98
to

Mich hätte als Leser und Blizzardeigentümer schon sehr interessiert, was
Balzer /Sherwood zu sagen hat.
Vielleicht will die Tauchen auch nur die Auflage vom nächsten Heft erhöhen
und macht eine Fortsetzungsgeschichte draus?

Hat jmd schon mal gesucht ob Sherwood eine eigene Homepage hat?
Als US Firma höchst wahrscheinlich.

Vielleicht kann man ja direkt hin mailen?

Stephan


Michael Schächer

unread,
Jun 4, 1998, 3:00:00 AM6/4/98
to

Hai,

Dirk H. Levy schrieb in Nachricht <3575B505...@csi.com>...


>Hi,
>
>verurteilt die Tauchen nicht zu schnell!!!!
>Balzer hat sich schon häufig "merkwürdig" verhalten....

bitte keine Allgemeinplätze, wenn dann auch konkrete Beispiele.

Lungenriß und Haifischbiß
Michael

Michael Schächer
Michael....@syskoplan.de
+49 (0) 172 / 92 12 148

Karl Kramer

unread,
Jun 5, 1998, 3:00:00 AM6/5/98
to

On Thu, 4 Jun 1998 22:02:27 +0200, "Stephan Pahlitzsch" <pahli...@metronet.de>
wrote:
>..

>Hat jmd schon mal gesucht ob Sherwood eine eigene Homepage hat?
>..

Hallo Stephan,
wer bei mir sucht findet:
http://www.sherwoodscuba.com

42, thanX for the fish, Karl

http://taucher.home.pages.de (Flohmarkt + mehr als 1111 Links)
http://giessen.home.pages.de (Links to Giessen - Webpages)
mailto:Karl_Kr...@bigfoot.com
Um mich zu erreichen muss das XXX aus meiner Adresse entfernt werden !

Jürgen Roßkothen

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Hier die erste offizielle Stellungnahme der Firma Sherwood zum Aufmacher
der Zeitschrift "tauchen" als Abschrift. Ich hoffe, daß diese nüchterne
Berichterstattung zur Deeskalation beiträgt:


-logo-
Sherwood
a harsco company

Lockport, 11.06.98

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sherwood bedauert den in der diesjährigen Juniausgabe des tauchen-Magazins
erwähnten Tod der zwei Taucher zutiefst. Sherwood ist seit 25 Jahren auf
dem Gebiet des Tauchsports tätig und niemals in Verbindung mit solch einem
unglücklichen Unfall gebracht worden. Wir sind betroffen von der Art der
journalistischen Freiheit, die tauchen sich genommen hat, indem tauchen den
Sherwood-Atemregler als "lebensgefährlich" bezeichnete. Die in dem Artikel
aufgestellten Behauptungen, Sherwood sei für den Tod auch nur eines
einzigen Tauchers verantwortlich, sind leichtfertig und unbegründet.

Der Sherwood-Atemregler ist auf einhaltung der Euronorm EN 250 geprüft und
in vollem Umfang zertifiziert. Trotzdem wurde der betroffene Atemregler von
Sherwood erneut einer genauen Bewertung und Prüfung unterzogen, um nochmals
seine Sicherheit und Zuverlässigkeit nachzuweisen.

Sherwood analysierte und bewertete die von tauchen durchgeführten Prüfungen
und bemühte sich, die Tests in der Sherwood-Prüfanlage zu wiederholen. Für
die Durchführung wurde der Test mit neuen Atemreglern des Typs SRB5300
Magnum ausgeführt. In den Tests wurde die Atemarbeit bei 2,5l
Atemzugsvolumen und 25 Atemzügen in der Minute, wie in der Euronorm
vorgeschrieben, überprüft. Die oben genannten Tests wurden an der
Oberfläche und in 42 m Tiefe durchgeführt. Die Testergebnisse bestätigen,
daß in einer Tiefe von 42m den Anforderungen der Euronorm EN 250 in vollem
Umfang entsprochen wird. Die Norm schreibt vor, daß die Atemarbeit unter
3,0 joules/l und der Einatem/Ausatemdruck innerhalb von + oder – 25 mbar
liegen muß.

In unseren Bemühungen, die Zuverlässigkeit und Sicherheit unserer
Konstruktion zu belegen, wurden dieselben Atemregler erneuten Tests
unterzogen, nachdem das Dry Air Bleed System (im Artikel als CBS-System von
Sherwood bezeichnet) absichtlich ausgeschaltet wurde und damit nicht
betriebsfähig war. Die ergebnisse dieses Tests bestätigen, daß der
Atemregler kontinuierlich eine geringere aber ausreichende Menge an
Atemluft zur Verfügung stellt. Dies wird im übrigen auch durch die uns
vorliegenden Daten des Tests bestätigt, die tauchen in Auftrag gegeben hat,
denn auch diese bestätigen, daß eine ausreichende Luftversorgung zur
Verfügung gestanden hat.

Zur Prüfanlage von Sherwood gehört eine Druckkammer, die groß genug ist,
die bemannten Tests durchzuführen. Es wurden mehrere Tests mit einer
Tauchtiefe von 42 m durchgeführt. Zur Beatmung verwendeten die Taucher
jeweils einen SRB5300 mit absichtlich ausgeschaltetem Dry Air Bleed System.
Hier zeigte sich wiederholt, daß der Atemregler kontinuierlich in der Lage
ist, ausreichend Atemluft zur Verfügung zu stellen.

Entscheidender ist jedoch die Untermauerung dieser Tests durch die bloße
Tatsache, daß Sherwood Hunderttausende von Atemreglern mit dem Dry Air
Bleed System hergestellt hat. Diese Regulatoren haben sich in Millionen von
Tauchgängen auf der ganzen Welt von Hobby- und Freizeittauchgängen bis hin
zu Tauchgängen, die unter extremsten Bedingungen abgehalten wurden, als
zuverlässig bewährt. Die Schlußfolgerung lautet daher, daß selbst bei
Bedingungen, die zu einer Betriebsunfähigkeit des Dry Air Bleed Systems
führen würden, der Atemregler von Sherwood den Taucher mit ausreichender
Atemluft versorgt. Es gibt keine Rechtfertigung für die von Tauchen
aufgestellte Behauptung, der Sherwood-Atemregler sei für den Tod der
Taucher verantwortlich, die in diesen äußerst bedauerlichen Unfall
verwickelt waren.

Aufgrund des Redaktionsschlusses von der Zeitschrift tauchen ist Sherwood
zu diesem Zeitpunkt nur diese kurze Stellungnahme möglich.
Wir versichern Ihnen jedoch nachdrücklich, daß wir schnellstmöglich im
Rahmen unserer Analyse auch unabhängige Dritte mit einer bewertenden
Prüfung beauftragen werden.
Wir sind von der Zuverlässigkeit und Sicherheit der Sherwood-Atemregler
überzeugt.
Wir sehen uns nicht in der Lage, zum Unfall selbst eine Stellungnahme
abzugeben, da uns der offizielle Unfallbericht nicht vorliegt. Die
umfangreichen Tests demonstrieren jedoch, daß selbst bei ausgeschaltetem
Dry Air Bleed System der Taucher mit genügend Atemluft versorgt wird. Auch
die uns von tauchen vorliegenden Informationen begründen nicht den
Verdacht, daß die Sherwood-Atemregler für den Tod auch nur eines einzigen
Tauchers verantwortlich wären.

Mit freundlichen Grüßen

Tim Peloza
Sherwood Scuba General Manager


- - - -

OUF! Wat ne Tipperei! Als Lohn für meine Fleißarbeit (diesen Brief
abzuschreiben...) möchte ich mir abschließend noch eine persönliche
Anmerkung gestatten:

Als Sherwood – Händler und User haben wir seit 10 Jahren Hunderte dieser
Atemregler mit dem Dry Air Bleed System verkauft. Die meisten unserer
Kunden pflegen Ihre Lungenautomaten gut und lassen sie jährlich in unserer
Werkstatt warten. Dennoch gibt es "Kandidaten", die schlampert mit ihrer
Ausrüstung umgehen, d.h. einige Automaten kommen in gottserbärmlichen
Zustand bei uns auf die Werkbank (mein eigener gehört selbstverständlich
auch dazu – ich bekenne: ich spüle nie in Süßwasser außer nach dem Urlaub
automatisch in der nächsten Pool-Lektion).

Es gibt m.E. keinen Atemregler, der mangelnde Pflege/Service so locker
wegsteckt wie Sherwood-Automaten. Daher werde ich auch weiterhin in meinem
Unternehmen Sherwood-Atemregler als einen der zuverlässigsten
Lungenautomaten mit der genialsten Konstruktion der ersten Stufe "ganz weit
nach vorn hängen"!

Der Stil des Sherwood-Artikels in der tauchen unterscheidet sich für mich
wenig von der Art und Weise, wie in der Boulevardpresse "Journalismus
gemacht wird". Pfui! Das hätte ich von einem sogenannten "Fachmagazin"
niemals erwartet!

Ein alter kaufmännischer Grundsatz lautet

"In Reklamationen stecken Chancen":

Die Reklamationen bei Balzer (dem deutschen Importeur ) haben deutlich
gezeigt, daß Balzer und Sherwood die Dinge sehr ernst und sachlich
behandelt haben. Die eingerichtete Hotline (Tel: 06648-61013) informiert
Endverbraucher und Händler mit nicht nachlassender Freundlichkeit über den
Stand der Dinge.

Meines Erachtens nach hat Balzer die Chance genutzt, seinen Händlern und
Kunden einmal mehr zu verdeutlichen, daß sie ein professioneller Partner
des Tauchsports sind.

Bleibt zu hoffen, daß tauchen auch die Chance nutzt, den Weg vom
Boulevard-Journalismus hin zum Fachmagazin mit nüchterner (und richtiger)
Berichterstattung ohne reißerische Schnörkel findet. Ihr seht mich gespannt
auf die nächste Ausgabe wartend....

Grüße aus Bärlin .....ich muß jetzt zum See, der Grill und das Bier warten
auf mich...

(kennt Ihr die kleine Karibik in der Uckermark?)
Wir haben ein zauberhaftes Wassergrundstück mit Übernachtungs- und
Verpflegungsmöglichkeiten vor den Toren Berlins... Wer mir eine PM schickt
bekommt das Programm nebst Anreisebeschreibung)

Ciao

Jürgen

Always listen to Experts what You should never do
and why it can't be done.
THEN DO IT!
______________________________
_ | Juergen Rosskothen |
/ )| atla...@netural-planet.de |
/ / | phone: +49-30-88 11 66-1 |
_( ( | fax: +49-30-88 60 66-5 |
(((\ \>|_/^)__________________________|
(\\\\ \_/ /
\ / Atlantis
\ _/ by Tauch-Partner GmbH
/ / Leibnizstrasse 56
/___/ D 10629 Berlin

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Stefan Woehl

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Hallo Juergen,

vielen Dank, dass Du die Stellungnahme von Sherwood hier postest. Ich
habe mir das Schreiben zweimal durchgelesen, und hier ist meine
Reaktion.

Ich kann dem - tatsaechlich erfreulich nuechternem und sachlichem -
Schreiben der Fa. Sherwood nicht zweifelsfrei entnehmen, dass sie
tatsaechlich die kritischen Untersuchungen der von der "Tauchen"
beauftragten Gutachter wiederholt haben. Sie schreiben, dass sie sich
"bemüht" haetten, das ist etwas anderes. Auch lese ich leider nichts
davon, dass sie den fuer den Ausloeser gehaltenen schnellen Abstieg
simuliert haetten. Hier schreiben sie nur, sie haetten die
Luftlieferleistungen nach EN 250 in 42m geprueft - wenn sie das ohne den
schnellen Abstieg durchgefuehrt haben, ist diese Pruefung fuer die
Entkraeftung der Vorwuerfe ohne Belang.

Ich haette gerne gelesen, wie genau sie das CBS bzw. DABS ausgeschaltet
haben. Wenn ich die Diskussion und den Artikel in der Tauchen richtig
verstanden haben, geht es darum, dass Wasser in die Federstellkammer
eindringt (und es das eigentlich nicht soll). Wie wird denn das mit dem
ausgeschaltetem DABS verhindert? (Zu diesem Punkt lasse ich mich gerne
belehren, da ich ihn nicht hundertprozentig verstanden haben. Ich
verstehe hier ganz einfach nicht, ob das mutwillige _Ausschalten_ des
DABS den _Ausfall_ des DABS (durch die Enstehung des Unterdrucks in der
Federstellkammer) tatsaechlich simuliert oder etwas anderes darstellt
und von daher nicht zu vergleichen ist.)

Ich kann dem Schreiben der Fa. Sherwood weiterhin nicht entnehmen, ob in
ihren Tests versucht wurde, einen Oktopus (nach einem schnellen Abstieg)
in 42 m Tiefe zu benutzen.

Fazit: Ich finde es positiv, dass Sherwood reagiert hat und finde den
sachlichen Duktus recht einnehmend. Andererseits erscheint es mir eher,
als waeren in den Pruefungen von Sherwood die ueblichen Tests
durchgefuehrt worden und nicht jene "kritischen". Fuer mich klaert
dieses Schreiben nichts.

Wie geht es Euch damit?

Gruss,
Stefan

Juergen Bruns

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Hi Stefan!

> Ich kann dem - tatsaechlich erfreulich nuechternem und sachlichem -

...


> durchgefuehrt worden und nicht jene "kritischen". Fuer mich klaert
> dieses Schreiben nichts.
>
> Wie geht es Euch damit?

Genauso!

Ciao, Jürgen

Dipl.-Ing. Jürgen Bruns ISAF http://www.isaf.tu-clausthal.de
Agricolastrasse 2 38678 Clausthal-Zellerfeld Germany
Tel. +49-5323-72 21 52 Fax: +49-5323-72 31 98
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Daten fuer Werbezwecke oder fuer die Markt- oder Meinungsfor-
schung gemaess Par. 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz.

HL-Verbindungstechnik GmbH

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Juergen Bruns schrieb:


Sehe ich auch so. Die Stellungnahme klingt nach Formalie und
Wischi-Waschi. Ist zwar nüchtern und scheinbar sachlich, aber fuer mich
nicht ueberzeugend -Sorry
Heinz

Matthias Eisenmann

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Stefan Woehl wrote:
>
...

> Ich kann dem Schreiben der Fa. Sherwood weiterhin nicht entnehmen, ob in
> ihren Tests versucht wurde, einen Oktopus (nach einem schnellen Abstieg)
> in 42 m Tiefe zu benutzen.

ich gebe dir prinzipiell recht, aber ich finde auch, dass die tauchen
ruhig schreiben haette koennen, was ein "schneller abstieg" denn nun
GENAU ist. warum beschreiben die das nicht? warum keine kurven?
schon deshalb duerfte es schwierig sein, den test zu wiederholen.
und was ist ein "schlechter, aber funktionsfaehiger" zustand der
ausruestung?

gruessle

matze

Andreas Huss

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

On Mon, 15 Jun 1998 17:18:11 +0200, wo...@rrz.uni-hamburg.de (Stefan
Woehl) wrote:

>Wie geht es Euch damit?
>

>Gruss,
>Stefan


Fuer mich ist damit ueberhaupt nix erklaert worden, dass in der langen
Zeit nicht mehr zustande kam .... riecht ... um es sachlich zu
formulieren ...

Statt nach DE zu jetten um sich die Tests vorfuehren zu lassen graebt
man sich in den USA ein und fuehrt nichtssagende Tests durch ...

Tut mir leid, meine Frau taucht nicht mit einem ausgeschalteten
DA-Dingsbums ... die Tests haben fuer uns keinerlei Relevanz !!

Ich vermisse die Einschaetzung derjenigen, die vorher ueber die Infos
der Tauchen gemeckert haben ....

Martin Haas

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Hallo,

On Mon, 15 Jun 1998 17:18:11 +0200, wo...@rrz.uni-hamburg.de (Stefan
Woehl) wrote:

>..... Hier schreiben sie nur, sie haetten die


>Luftlieferleistungen nach EN 250 in 42m geprueft - wenn sie das ohne den
>schnellen Abstieg durchgefuehrt haben, ist diese Pruefung fuer die
>Entkraeftung der Vorwuerfe ohne Belang.
>

>.............. Fuer mich klaert
>dieses Schreiben nichts.
>


>Wie geht es Euch damit?

auch mich ueberzeugt Sherwood nicht.

Fuer mich persoenlich bestaerkt dies meine Meinung, dass man die EN250
in der Pfeife rauchen kann.
Nicht nur hier sieht man den offenbar grossen Gegensatz zwischen
Normen und der Tauchpraxis.

Viele Gruesse,
Martin


Ralf Buschner

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Hallo Stefan,

Du meintest am 15.06.98 um 17:18 im Brett /FIDO/DE.REC.SPORT.TAUCHEN
zum Thema "Re: Schreiben von Sherwood":

SW> Fazit: Ich finde es positiv, dass Sherwood reagiert hat und finde den
SW> sachlichen Duktus recht einnehmend. Andererseits erscheint es mir eher,
SW> als waeren in den Pruefungen von Sherwood die ueblichen Tests
SW> durchgefuehrt worden und nicht jene "kritischen". Fuer mich klaert
SW> dieses Schreiben nichts.
SW>
SW> Wie geht es Euch damit?

Ich kann mich dem anschliessen. Die Frage war ja nicht, ob die Bedingungen
der EN 250 erfuellt werden...logischerweise kann das Problem nicht
auftreten, wenn der Automat vom Beginn des Abtauchens an beatmet wird.

cu, Ralf

Andreas Huss

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

On Tue, 16 Jun 1998 09:43:04 -0700, Juergen Bruns
<br...@isaf.tu-clausthal.de> wrote:


>Sei froh, das es wenigstens eine Norm gibt, mit der man die Automaten
>halbwegs unabhängig beurteilen kann.
>Sonst würde man in den Prospekten so sachliche Bemerkungen finden wie:
>"... unter extremsten Bedingungen gestestet" zusammen mit einem Bildchen


Klaro, nur leider ist die derzeitige Norm eine gnadenlose
Augenwischerei, sie wird eher verwendet um Witwenmacher anzupreisen ..

Insgesamt scheint auch kein Qualitaetsmanagement zu existieren, warum
Sherwood innerhalb der verstrichenen Zeit keine Labortests
durchfuehren konnte ist mir schleierhaft, offenbar ist dort keine
Pruefanlage vorhanden, so dass man auch nicht davon ausgehen kann dass
die laufende Produktion chargenweise getestet wird ... !!!!

Alexander E. Schmidt

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

In article <3586A0...@isaf.tu-clausthal.de>,
Juergen Bruns <br...@isaf.tu-clausthal.de> wrote:

>> Fuer mich persoenlich bestaerkt dies meine Meinung, dass man die EN250
>> in der Pfeife rauchen kann.
>> Nicht nur hier sieht man den offenbar grossen Gegensatz zwischen
>> Normen und der Tauchpraxis.
>

>Sei froh, das es wenigstens eine Norm gibt, mit der man die Automaten
>halbwegs unabhängig beurteilen kann.

Ich bin ein Gegner der EN250. Wie Martin geschrieben hat, bringt sie nicht.
Sie bietet zwar ein Mass fuer Automaten, aber was es bringt, hat man
bereits bei anderen "Tests" gesehen (Apex).

Jetzt hat man einen Automaten, der EN250 erfuellt, und trotzdem passiert
etwas. Fuer mich sieht das eher so aus, als moechte man die Verantwortung
auf gewisse Normen abschieben. Und die Geruechtekueche kocht auf beiden
Seiten ... bei Sherwood/Balzer und bei Tauchen ...


Gruesse, Alex

Alexander Schmidt

--

________________________________________________________________

Alexander Schmidt http://www.m.isar.de/~aschmidt/index.html

________________________________________________________________


Alexander E. Schmidt

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

In article <358627ab...@news.manner.de>,
gro...@sem.lipsia.de (Torsten Grossmann) wrote:

>Dieses Schreiben ist eine Schande und koennte einem Sammelsurium von
>Dementis aus Industrie und Politik entnommen sein. Wie man damit
>Sherwoodnutzer beruhigen will, ist mir ein Raetsel. Ich bin total
>verunsichert und weiss nicht mehr wem und was ich glauben soll :((

Siehs doch von einer anderen Seite : es hat eine Person A ein Schreiben
verfasst, das seiner Meinung nach alle Punkte erwaeht. Jetzt kommt Person B
und zerpflueckt das Schreiben.

Vielleicht waere es besser gewesen, Person C haette das Schreiben verfasst.


BTW : so gehts auch in unserer (Schwimm-)Abteilung zu - ich setze etwas auf
und der Abteilungsleiter streicht einiges zusammen :-)))

Juergen Bruns

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hi Andreas!

> Klaro, nur leider ist die derzeitige Norm eine gnadenlose
> Augenwischerei, sie wird eher verwendet um Witwenmacher anzupreisen ..

Schon klar, aber zumindest ein Teil der Witwenmacher fliegt raus, ist
doch auch schon was.



> Insgesamt scheint auch kein Qualitaetsmanagement zu existieren, warum
> Sherwood innerhalb der verstrichenen Zeit keine Labortests
> durchfuehren konnte ist mir schleierhaft, offenbar ist dort keine
> Pruefanlage vorhanden, so dass man auch nicht davon ausgehen kann dass
> die laufende Produktion chargenweise getestet wird ... !!!!

Ist Sherwood nach ISO 9000 zertifiziert?
Bei solchen Bedingungen (im übrigen soweit ich gehört habe "typisch
amerikanischen" Herstellbedingungen) bezweifle ich so ein ganz klein
wenig die Kompetenz von den Leuten....

Juergen Bruns

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hi Alexander!

> Ich bin ein Gegner der EN250. Wie Martin geschrieben hat, bringt sie nicht.
> Sie bietet zwar ein Mass fuer Automaten, aber was es bringt, hat man
> bereits bei anderen "Tests" gesehen (Apex).
>
> Jetzt hat man einen Automaten, der EN250 erfuellt, und trotzdem passiert
> etwas. Fuer mich sieht das eher so aus, als moechte man die Verantwortung
> auf gewisse Normen abschieben. Und die Geruechtekueche kocht auf beiden
> Seiten ... bei Sherwood/Balzer und bei Tauchen ...

Hm, jetzt gehe ich mal von mir aus... lt. Norm werden auf den Sechskant-
schrauben die Festigkeiten und die Dehngrenze vermerkt (als erhabene
Zahlen auf dem Schraubenkopf: 8.8 heißt denn Festigkeit 800n/mm^2
(mehr hält die Schraube nicht aus=Bruch) und 80% davon (=640 N/mm^2)
Dehngrenze, d.h. danach wird die Schraube "krumm").
Wenn jetzt die Schraube, die nach Din sowieso getestet ist kaputt geht,
trotzdem abreißt, wer hat dann den Fehler gemacht?
Ich, der ich falsch gerechnet habe, der Hersteller, der damit wirbt, daß
seine Schrauben die Norm erfüllen oder die Norm, bzw. die Leute, die
diese Norm aufgestellt haben?

Das soll keine Verteidigung der EN 250 sein, sondern nur dazu dienen,
sich klarzumachen wo hier der Haken hängt!

Andreas Huss

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

On Thu, 18 Jun 1998 10:28:31 -0700, Juergen Bruns
<br...@isaf.tu-clausthal.de> wrote:

>Ich, der ich falsch gerechnet habe, der Hersteller, der damit wirbt, daß
>seine Schrauben die Norm erfüllen oder die Norm, bzw. die Leute, die
>diese Norm aufgestellt haben?

Das koennte beinahe ein juristisches Problem werden.
Die Normen werden von Fachausschuessen verfasst und hier ist bisher
eher geschlampt worden, keine Stufe muss ihre Funktion unter HA, Okto
und Inflatorbetrieb beweisen .... dafuer sollte sie aber ausgelegt
sein ... !! Geraete, deren Mitteldruck unter Belastung zusammenbricht
sind doch bekannt ...

Dies ist den Herstellern doch bekannt wenn sie sich als fachkundig
bezeichnen, auch den aufgeklaerten Tauchern ist bekannt dass die Norm
Augenwischerei ist ... jeder von uns weiss dass man keinen Regler
sicher gegen Vereisung schuetzen kann, jeder Regler kann durch einen
innere Vereisung ausfallen ... eine Ueberpruefung der Feuchte der
Flaschenluft ist nicht moeglich .....

Ist es dann nicht fahrlaessig sich trotzdem gewissen Gefahren
auszusetzen und handelt ein Hersteller, der nicht ueber die EN250
hinaus prueft und entwickelt gegenueber seinen Kunden fahrlaessig ...

Michael Schächer

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hai Jürgen,

Juergen Bruns schrieb in Nachricht <358941...@isaf.tu-clausthal.de>...
>...


>Ist Sherwood nach ISO 9000 zertifiziert?
>Bei solchen Bedingungen (im übrigen soweit ich gehört habe "typisch
>amerikanischen" Herstellbedingungen) bezweifle ich so ein ganz klein
>wenig die Kompetenz von den Leuten....

>...
dient die Norm nicht dazu zu Qualität zu dokumentieren anstatt sie zu
produzieren? (;)-))

Juergen Bruns

unread,
Jun 19, 1998, 3:00:00 AM6/19/98
to

Hi Michael!

> dient die Norm nicht dazu zu Qualität zu dokumentieren anstatt sie zu
> produzieren? (;)-))

Genau, der Kunde kann sich dann anhand der QM-Handbücher ein Bild über
die QM-Maßnahmen machen, wobei er im günstigten Falle Band 1 und
Band 2 zu sehen bekommt. Aber allein daraus sind wichtige Infos über
das firmeninterne QM-System abzulesen.

Jens Schamberger

unread,
Jun 20, 1998, 3:00:00 AM6/20/98
to

> Fuer mich persoenlich bestaerkt dies meine Meinung, dass man die EN250
> in der Pfeife rauchen kann.
> Nicht nur hier sieht man den offenbar grossen Gegensatz zwischen
> Normen und der Tauchpraxis.

Hallo,
es ist doch klar, dass solche Normen nicht zum Schutz der Ver-
braucher sondern zum Schutz der Hersteller vor etwaigen
Schadensersatzanspruechen benuetzt werden.
Denn wer setzt die Normen denn durch: Die Hersteller !
Und die werden sich wohl nicht selber in den Fuss schiessen.

Ade, Jens

--
Disclaimer: There is no warranty or claim of fitness or reliability
as this mail was written under a serious case of nitrogen
addiction.


Jens Schamberger
Computer Chemie Centrum
Naegelsbachstrasse 25
D-91052 Erlangen

scha...@organik.uni-erlangen.de

Wolfgang Exler

unread,
Jun 22, 1998, 3:00:00 AM6/22/98
to

Hi Juergen,

On Thu, 18 Jun 1998 09:34:00 -0700, Juergen Bruns
<br...@isaf.tu-clausthal.de> wrote:

>
>Ist Sherwood nach ISO 9000 zertifiziert?

denkst Du das spielt eine Rolle?
Wenn ich sehe wie in unserem grossen Laden diese ISO 9000 gehandhabt
wird, dann kann jede Firma stolz darauf sein diese ISO Norm nicht zu
tragen. Jede Menge Kosten und Augenwischerrei werden vermieden,
verbessert wird auch was: der ganze organisatorische Mist drumherum.
Wenn ein Arbeiter am Fliesband die Vorgabe hat eine Schraube in 8 sek
reinzudrehen und das Gewinde ist am Arsch, was kann er machen: er
schlaegt die Schraube mit nem Vorschlaghammer rein. Keine Schwein
merkt's bei der Qualitaetssicherung. Nein Danke, viele Normen sind
fuern Arsch, ISO 9000 und EN 250 drueften wohl auch passende
Kandidaten sein.

Dies stellt meine PERSOENLICHE Meinung dar und ist keine offizielle
Meinung meines Arbeitgebers.

Wolfgang
--
Wolfgang Exler

persoenlich getippt,
aber elektrisch unterschrieben

http://ourworld.compuserve.com/homepages/exi
mailto:Wolfgan...@str.daimler-benz.com (office only)
mailto:e...@bigfoot.com (all around the world)

Juergen Bruns

unread,
Jun 24, 1998, 3:00:00 AM6/24/98
to

Hi Wolfgang!

> >Ist Sherwood nach ISO 9000 zertifiziert?
> denkst Du das spielt eine Rolle?

Sollt es eigentlich, denn...

> Wenn ein Arbeiter am Fliesband die Vorgabe hat eine Schraube in 8 sek
> reinzudrehen und das Gewinde ist am Arsch, was kann er machen: er
> schlaegt die Schraube mit nem Vorschlaghammer rein. Keine Schwein
> merkt's bei der Qualitaetssicherung.

... was darauf hindeutet, daß sich ein paar unwissende Studenten Geld
oder Studien-/Diplomarbeiten für einen Haufen bedrucktes Papier
abgeholt haben oder daß diesen Leuten nicht die richtigen Infos
bekommen haben oder (wohl am wahrscheinlichsten) daß das Management
die unfähigen Mitarbeiter, die man nicht im Management unterbringen
konnte ins Qualitätswesen gesteckt hat.

Er könnte natürlich auch eine neue Schraube nehmen oder das Teil
aussortieren... aber ich glaube mal, daß keiner im Betrieb so
weitsichtig
war dem Mechaniker mit der notwendigen Kompetenz auszustatten.

Die Frage war auch mehr anders gemeint: Es ging um die QM-Maßnahmen bei
Sherwood. Bei einer Zertifizierung nach ISO 9000 läßt sich manches
aus den QM-Handbüchern rauslesen.

Matthias Hebsacker

unread,
Jun 28, 1998, 3:00:00 AM6/28/98
to

In article <359138...@isaf.tu-clausthal.de>,
br...@isaf.tu-clausthal.de wrote:

...

>> >Ist Sherwood nach ISO 9000 zertifiziert?
>> denkst Du das spielt eine Rolle?

...

>Die Frage war auch mehr anders gemeint: Es ging um die QM-Maßnahmen bei
>Sherwood. Bei einer Zertifizierung nach ISO 9000 läßt sich manches
>aus den QM-Handbüchern rauslesen.

Denke nicht das die ISO 9000 viel hilft. ISO 9000 legt insbesondere Wert
darauf das alle Prozesse dokumentiert & kontrolliert sind, d.h. das immer
alles gleich gut - oder eben auch gleich schlecht passiert.

Habe mal einen schoenen Vergleich gehoert... nach ISO 900x waere es kein
grosses Problem Schwimmwesten aus Beton herzustellen, wenn es eben nur
schoen Dokumentiert wird und der Beton auch immer gleich schwer ist (damit
die Leute gleich schnell untergehen...).

Von dem her - ISO 9000 sagt im wesentlichen das in der Bude immer das
gleiche passiert und dass die Dokumentation stimmt, aber nicht viel ob das
Produkt selbst irgendeinen Sinn macht. Die ISO 9000 waere wichtig wenn ein
einzelner Automat Aufgrund eines Herstellungsfehlers versagt, hier kann
man Aufgrund der Seriennummer Informationen ueber die Fertigungscharge
oder evt. sogar Messprotokolle des individuellen Automaten bekommen.


Matthias

--
---------------------------------------------------------------------
Matthias Hebsacker, Tannenstrasse 3, CH 8092 Zuerich, Switzerland
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email: hebs...@iwf.bepr.ethz.ch phone: +41 1 632 24 23
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---------------------------------------------------------------------

Jürgen Bruns

unread,
Jun 29, 1998, 3:00:00 AM6/29/98
to

Hi Matthias!

>Die Frage war auch mehr anders gemeint: Es ging um die QM-Maßnahmen bei

>Sherwood. Bei einer Zertifizierung nach ISO 9000 läßt sich manches

> >aus den QM-Handbüchern rauslesen.
>
> Denke nicht das die ISO 9000 viel hilft. ISO 9000 legt insbesondere
> Wert
> darauf das alle Prozesse dokumentiert & kontrolliert sind, d.h. das
> immer
> alles gleich gut - oder eben auch gleich schlecht passiert.
>

Genau das meinte ich: Man kann, wenn nach ISO 9000 zertifiziert, die
qualitätsüberwachenden Maßnahmenherausfinden, also ob und wie die
Automaten während der Herstellung geprüft werden.

Ciao

Jürgen


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