vielleicht interessant f�r einige hier...
der Artikel:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,663912,00.html
die Diskussion:
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=9697
MS
>vielleicht interessant f�r einige hier...
Die "never ending story" und das ewige Hickhack gegen PADI.
Das war mit ein Grund, weshalb ich dieser Group fuer lange Zeit den
Ruecken kehrte. Blast in dieser Richtung hier ins Horn und ich
verabschiede mich wieder fuer die naechsten Jahre ...
Ich bin auch PADI-TL und ich stehe dazu.
Jene, die mich kennen, wissen wie ich tauche und auch wie ich
ausbilde. Vielleicht sind es tatsaechlich - leider - nur Minderheiten
(ich hoffe doch nicht) bei den Tauchschulen, die - unabhaengig von der
Art des Verbandes - gewissenhafte, serioese Ausbildung abliefern. Ist
sicher auch schwierig, als Laie diese Tauchschulen herauszufinden,
aber ein Anfaengertauchschein ist nie die Lizenz zu grenzenloser
Selbstueberschaetzung und Leichtsinn - ebenso wenig wie 20
Plastikkaertchen keine Garantie fuer wirkliches Koennen darstellen.
Mitdenken ist gefordert und wer das nicht kann, soll es lieber bleiben
lassen.
Meine Meinung dazu ...
GLG Gerd
Der wichtigste Satz kommt ganz am Schluss:
"Tipp 6: Schauen Sie nicht auf jeden Euro"
Manchmal, wenn Taucher am Tauchplatz über ihr neues,
auf Ebay für 25.- ersteigertes Jacket prahlen, frag ich
mich, ob deren Leben wirklich nur Ebay-Qualität wert ist...
--
gruesschen, martin
mahe at gmx dot net
"Wissen hält nicht länger als Fisch"
Martin, lerne bitte mal sinnerfassendes Lesen!
Es geht da nicht um das Ebay-Schn�ppchen, sondern darum, dass ein
Billigtauchkurs oftmals ein M�llkurs und damit rausgeschmissenes Geld ist!
Und siehe irgendwo in der Diskussion:
Wer nach einem minderwertigen Anf�ngerkurs gleich den AOWD bucht, weil
er da eventuell das lernen k�nnte, was an Trainingseinheiten im OWD
vers�umt wurde, zahlt unterm Strich ab 500 Euro. Und f�r das Geld k�nnte
er sich auch einen privaten TL buchen, der ihm 1 : 1 mit 10 x Freiwasser
allerhand beibringt.
Jo
Doch, es geht um die Geiz-ist-Geil Mentalität:
Warum soll ich für einen Tauchkurs 400.- bezahlen, wenn ich ihn für 99.-
machen kann....
Warum soll ich mir Ausrüstung im Geschäft kaufen, wenn ich sie zum
Bruchteil auf Ebay bekomme...
Warum soll ich defekte Ausrüstung reparieren lassen, wenn ich doch
selbst Schrauben zum Rumschrauben finde...
usw.
Den Leuten ist das Bewusstsein für Qualität verloren gegangen. Leider
sowohl auf der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite.
> Doch, es geht um die Geiz-ist-Geil Mentalit�t:
> Warum soll ich f�r einen Tauchkurs 400.- bezahlen, wenn ich ihn f�r 99.-
> machen kann....
Klasse, dann rechne mal neu:
Kurs 99 Euro, Ausbildungskit 50 Euro, Zwang zum Kauf von minderwertigem
ABC 150 Euro, Brevetierung 40 Euro macht 339 Euro.
Dann gleich achterran den AOWD f�r 250 Euro verkaufen, dazu noch so ein
Leerbuch f�r 35 Euro und noch so ein St�ck Plastik f�r 40 Euro.
Wir sind schon bei 664 Euro.
Ist da unterm Strich Geiz geil? Nein, das ist grenzwertig zum
Kundenbeschiss. Gib mir acht solche Kunden pro Monat, die bekommen je
einen 1 : 1-Intensivkurs, m�ssen nicht jede Menge Schrott extra bezahlen
und k�nnen dann tauchen.
> Warum soll ich mir Ausr�stung im Gesch�ft kaufen, wenn ich sie zum
> Bruchteil auf Ebay bekomme...
Warum? Weil kaum ein Laden unabh�ngig ber�t, sondern erstmal rausdr�ckt,
was bei ihm aus der Jahresvororder �brig ist. Weil ich wei�, dass ich
bestimmte Produkte per Mailorder in gleicher Qualit�t 40 % g�nstiger
bekomme.
> Warum soll ich defekte Ausr�stung reparieren lassen, wenn ich doch
> selbst Schrauben zum Rumschrauben finde...
So mancher langj�hrige Taucher kennt Horrorgestalten: Die hei�en Guide
oder auch Ladenschrauber. Entweder man kann es selbst und sachkundig,
oder man fragt dazu Leute, die es wirklich k�nnen. Gilt u. a. auch f�r
Autoelektrik - Finger weg von der normalen Markenwerkstatt!
> Den Leuten ist das Bewusstsein f�r Qualit�t verloren gegangen.
Stimmt, Leute buchen massenweise Tauchkurse und merken nicht mal, dass
die Tauchbude die Ausbildungsstandards nicht einh�lt.
Gru� Jo
> Den Leuten ist das Bewusstsein f�r Qualit�t verloren gegangen. Leider
> sowohl auf der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite.
Und zwar seit Jahr und Tach und halten sich dann auch noch f�r "Nichtbl�d".
Trotzdem macht Miele gute Gesch�fte ;-))) und Metz auch, nur bei den
Tauchern ist es hoffnungslos.
--
vG Richard
Michael Schmidt wrote:
> Die Sch�ne Neue Tauchwelt ist inzwischen schon Thema in den Mainstream
> Medien...
>
> vielleicht interessant f�r einige hier...
ich weis nicht, ist doch nur der �bliche Tenor, den ich in den gleichen
Diskussionen im Taucher.Net auch schon gelesen habe, alles ist schei�e,
dem Tauchsport gehts schlecht, nirgends wird gut ausgebildet usw.
usf.
Ich frage mich nur ernsthaft, warum gibt es dann nur so wenig Tote?
�berleben die meisten Schwerverletzt, ist die Tauchausr�stung
mittlerweile zu gut, gehen die massenhaft schlecht ausgebildeten
Taucher nicht bei uns tauchen, oder woran liegts?
Gr�ssle
Martin
--
17% aller Autounf�lle werden von betrunkenen Autofahrern verursacht.
Das bedeutet, dass 83% aller Unf�lle von nicht betrunkenen Autofahrern
verursacht werden. Warum k�nnen sich diese n�chternen Idioten dann
nicht von der Strasse fernhalten? (Otto Waalkes)
*****werbung****** http://www.minigulf.de *****werbung*****
Was heisst "wenig Tote"? Grundsätzlich ist jeder Tote einer zuviel,
andererseits gibt es in jeden Hobby eine statistische Wahrschein-
lichkeit, dass man ums Leben kommt. Und sterben müssen wir
alle....
Die neuste Statistik von der Schweiz z.B. zeigt, dass fast gleich-
viele Personen beim Wandern ertrunken sind wie beim Tauchen.
(http://www.ftu.ch/de/globalDownload/Ertrinkungsunfaelle_2000-2008.pdf)
Gibt es offizielle Zahlen aus den Taucherhochburgen Malediven
oder Rotes Meer? Gerüchten zufolge geht dort jeden Tag ein Taucher
"verloren"...
Stimme Dir 100% zu, jeder andere Sport kann auch toedlich sein, der Grund
zu 99% ist Selbstueberschaetzung (egal ob tauchen, fliegen Auto fahren),
egal ob auf der Seite TL oder TS, da kann dann kein Verband was dafuer.
cheers
Dazu kann ich nur sagen , das an der Nordsee auch keine Werbung mit
Badetoten gemacht wird.
Ist ja auch nicht gerade Wettbewersf�rdernd.
Und an jeden Strand ist ein bischen Schwund .
Fr�her waren 5 Badetote der Standart.
Heiko
> Die neuste Statistik von der Schweiz z.B. zeigt, dass fast gleich-
> viele Personen beim Wandern ertrunken sind wie beim Tauchen.
> (http://www.ftu.ch/de/globalDownload/Ertrinkungsunfaelle_2000-2008.pdf)
Moin,
hast du bitte auch noch mal eine Statistik zu Skiunf�llen?
Au�erdem nutzt eine Statistik erst dann, wenn sie eine Bezugsgr��e
bekommt. Das w�ren hier also die Gesamtzahl der Wanderstunden, der
Tauchstunden, der Pistenstunden. Stichwort w�re hier u. a. der
Chiquadrat-Test.
Und bei zu geringer Bezugsgr��e taugt keine Statistik etwas. Beispiel:
Nur einer von 10.000 Taucher tr�gt einen Bart von mehr als 10 cm L�nge.
Verunfallt so jemand, k�nnte man naiv schlussfolgern, dass das Tauchen
mit langem Bart das Tauchunfallrisiko massiv erh�ht.
> Gibt es offizielle Zahlen aus den Taucherhochburgen Malediven
> oder Rotes Meer? Ger�chten zufolge geht dort jeden Tag ein Taucher
> "verloren"...
Malediven sind schon mal keine Taucherhochburg mehr. F�r �gypten kenne
ich auch so eine Zahl, aber offiziell gibt es keine Best�tigung.
Gru� Jo
Gerhard, auch wenn der Aufhänger des Essays von Linus wie der
Altbekannte daherkommt, bzw. überwiegend so abgehandelt wird, ist dir
eigentliche Qualität bzw. Thematik vielleicht eine andere.
Hier wird nämlich das ernsthafte Bemühen geschildert, jemanden (egal
welcher Couleur), der sich m.E. zweifelsfrei grob fahrlässig verhielt,
mit den dafür vorgesehenen Massnahmen unseres Rechssystems vertraut zu
machen.
Dies ist umso wichtiger, als sich unter Gutachtern fast schon die
Meinung etabliert hat, in Hemmoor würde sowieso irgendwie alles unter
den Teppich gekehrt. Dies wurde auch hier versucht, sher
wahrscheinlich erfolglos. Ich erinnere mal an 2 dortige Fälle.. in
einem ertrank ein Tauchschüler einer Hamburger Tauchschule, weil er
sich bei Nullsicht in den Rüttlerkeller verirrte (die Geschichte hat
einen ziemlichen Barth), und im anderen schoß ein nachträglich
suchender DM das gefundene Opfer per Inflator aus ca. 30m nach oben.
Er hätte auch gleich eine Schrotflinte aufsetzen können.
Aber: Nix kam, Schicksal, Taucher war alleinverantwortlich etc. pp.
LG,
Matthias
Martin Heggli schrieb:
> Die neuste Statistik von der Schweiz z.B. zeigt, dass fast gleich-
> viele Personen beim Wandern ertrunken sind wie beim Tauchen.
> (http://www.ftu.ch/de/globalDownload/Ertrinkungsunfaelle_2000-2008.pdf)
Hallo,
statt dem Wandern h�ttest Du auch das Baden/Schwimmen im Schwimmbad als
Vergleich nehmen k�nnen, da stimmt die Summe von 2000 bis 2008 sogar
noch besser �berein.
Bye
MatV wrote:
> wahrscheinlich erfolglos. Ich erinnere mal an 2 dortige F�lle.. in
die ich nur vom schlechten H�rensagen kenne.
> Aber: Nix kam, Schicksal, Taucher war alleinverantwortlich etc. pp.
Wenn wir mal schwierig hier �ber den jetzigen Fall, wo wir beide
gottseidank nicht Augenzeuge sind....
Ich finde, da� ausgebildete Leute ausgebildet sind. Wie lange willste
erwachsenen Leuten denn noch hinterherlaufen?
Hier hab ich allerdings eher das Bestreben, dem OWD-Ausbilder
nachtr�glich einen einzuschenken. Und dem in "surface supervision"
handelnden Deep-Instruktor, weil er vorher im Briefing nicht genug
vorbereitet hat. Verdammt noch mal, 2 AOWDler, zumal erwachsen, m�ssen
doch in der Lage sein, auf 20-30m bei guter Sicht am Leben zu bleiben.
Man kann doch nicht alles und jeden ans H�ndchen nehmen m�ssen.
Die Leute m�ssen doch irgendwann mal alleine tauchen.
Trotzdem, finde ich, sollten wir nicht zu nah an bestehenden Unf�llen
diskutieren. Wir waren alle nicht dabei.
lg J�rg
>
> LG,
> Matthias
--
Meine Erinnerungs-Knips-Fotos
http://www.notabstieg.de/egypt-7-2006/index.html
http://www.notabstieg.de/egypt-2-2007/index.html
http://www.notabstieg.de/egypt-2-2008/index.html
http://www.grabmalkultur.de
> Ich erinnere mal an 2 dortige F�lle.. in
> einem ertrank ein Tauchsch�ler einer Hamburger Tauchschule, weil er
> sich bei Nullsicht in den R�ttlerkeller verirrte (die Geschichte hat
> einen ziemlichen Barth),
oh, b�se! Aber ich meine zu erinnern, dass es eine Sch�lerin war und
"der" Barth eher an einer etwas korpulenteren Heidi ohne Barth hing.
> und im anderen scho� ein nachtr�glich
> suchender DM das gefundene Opfer per Inflator aus ca. 30m nach oben.
> Er h�tte auch gleich eine Schrotflinte aufsetzen k�nnen.
> Aber: Nix kam, Schicksal, Taucher war alleinverantwortlich etc. pp.
Was willst du mehr! Sprach da jemand von Retten? Bergen liefert
zumindest Kistenf�llung und Umsatz beim zust�ndigen Unternehmer,
vielleicht bekommt der DM ja Provision?
Ohnehin eine von mir schon mehrfach angestellte �berlegung, wie man neue
Wirtschaftszweige in Drittweltl�ndern initiieren kann:
Schluss mit Tauchrestriktionen! Ein toter Taucher bringt Geld und
Arbeitspl�tze!
Zinkblech importieren, Ungelernte einarbeiten in Kistenproduktion.
Bodybags importieren.
Arbeitslose oder unterbezahlte einheimische Teichmeister werden zu
Bergetauchern umgeschult und verdienen ein Schweinegeld, da die
europ�ischen Versicherer daf�r bezahlen.
Airlines lassen das ohnehin bezahlte R�ckflugticket verfallen, kassieren
aber �ppig Luftfracht pro Kilo f�r den eingezinkten Taucher.
Perfekte win-win-Sache!
Noch ein Positiveffekt:
Alles Gef�hrliche ist mega-in! Das bringt neue Kundschaft von Ausbildung
bis Zinkverarbeitung!
Gru� Jo
Martin Heggli wrote:
> Martin Hofgesang schrieb:
>> Ich frage mich nur ernsthaft, warum gibt es dann nur so wenig Tote?
>
> Was heisst "wenig Tote"? Grunds�tzlich ist jeder Tote einer zuviel,
> andererseits gibt es in jeden Hobby eine statistische Wahrschein-
> lichkeit, dass man ums Leben kommt. Und sterben m�ssen wir
> alle....
Ich gebe zu, dass ich meine ge�u�erten Worte "wenig Tote" nicht mittels
einer Statistik untermauern kann, es kommt mir nur so vor, als ob die
Anzahl der Toten durch falsche Ausbildung auf einem eher geringen Niveau
ist.
In Unfallmeldungen, die ich so lese, steht oft sinngem��, der
verunfallte Taucher war sehr erfahren, oder man liest z.B. im Taucher.Net
das der Unfall bei einem geplanten Tauchgang auf 1xxm oder beim Gaswechsel
passiert ist, definitiv keine F�lle, die auf mangelnde Ausbildung
zur�ckzuf�hren ist.
Setzt man das dann ins Verh�ltnis zur entstehenden Diskussion wird diese
meiner Meinung nach der Situation nicht gerecht, den so negativ wie dies
oft gesehen wird kann die Ausbildung garnicht sein, sonst h�tten wir viel
mehr Tote Taucher.
Solchen Standard-Phrasen wie, das grunds�tzlich jeder Tote einer zuviel
ist, kann man meist nichts dagegen setzen, den es stimmt prinzipiell,
allerdings kann man viel kaputt machen, wenn man wirklich versucht auf
Null herunterzufahren, eine Zahl von Null wird man dabei nie erreichen
k�nnen.
Mit meinen Worten will ich nichts in Schutz nehmen, eine vern�nftige
Ausbildung ist viel Wert und eine schlechte sollte man nicht in Schutz
nehmen, aber ist Sie wirklich so schlecht, wie dies oft dargestellt wird,
ich meine: Nein.
Gru� Gerd
--
g.lang$@$teleos-web.de
f�r mail-Antwort $ entfernen
"Martin Hofgesang" <usenetexp...@hofgesang.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hfqt5l$ta2$1...@mail1.sbs.de...
Martin Hofgesang wrote:
> Ich gebe zu, dass ich meine ge�u�erten Worte "wenig Tote" nicht mittels
> einer Statistik untermauern kann,
wenn man mal bei den "echten" Tauchunf�llen schaut....
Der Klassiker ist... OWD-Sch�ler ist 30 Sek unbeaufsichtigt. In genau
diesen 30 Sek schafft der dann b�uchlings tot an der Oberfl�che zu
treiben. Oder.... frisch Brevetierter hat unvorhergesehen
Pillepalle-Probleme... Panik... tot. Das ist statistisch das Gros.
Dann passiert lange nix und erst bei den "cracks" passieren dann wieder
die Unf�lle. Typisch die drei D�nen in Hemmoor, die mit allem m�glichen
ungeeignetem Zeugs und Fehleinsch�tzung baden gingen.
> es kommt mir nur so vor, als ob die
> Anzahl der Toten durch falsche Ausbildung auf einem eher geringen Niveau
> ist.
Naja, im "blutigen Anf�nger"-bereich ist meistens eine zu laxe
Ausbildung Grund und Ursache. Da werden wohl zu recht die Ausbilder
verdonnert. Davon ab erinnere ich mich grob an einen Fall vor 20 Jahren
wo eine Sch�lerin nachweislich mit Abschiedsbrief w�hrend des ersten
Freiwassertauchgangs Selbstmord ver�bte und der Tauchlehrer wg grober
Fahrl�ssigkeit verurteilt wurde, weil die Sch�lerin sich weigerte
Handschuhe anzuziehen und er sie dann trotzdem ins Freiwasser mitnahm.
Sie wartete den Moment ab, wo der TL auf der Plattform mit dem 2.
Sch�ler besch�ftigt war und machte sich ins Tiefe aus dem Staub...
Das h�tte er ja aufgrund der fehlenden Handschuhe ahnen sollen.
> In Unfallmeldungen, die ich so lese, steht oft sinngem��, der
> verunfallte Taucher war sehr erfahren,
So sie denn �berhaupt stimmen, ist es oftmals problematisch wegen
Versicherung oder Strafermittlung zu einem fr�hen Stadium uber die
"wahren" Gr�nde zu spekulieren. Man behilft sich dann solchen Floskeln
um �berhaupt irgendwas zu schreiben.
> oder man liest z.B. im Taucher.Net
> das der Unfall bei einem geplanten Tauchgang auf 1xxm oder beim Gaswechsel
> passiert ist, definitiv keine F�lle, die auf mangelnde Ausbildung
> zur�ckzuf�hren ist.
Trotzdem alles blabla. Bei einer Toten in Messinghausen wei� ich genau
was passiert ist. Der Thread, die Zeitungsberichte etc entbehrten
_jeglichen_ Wahrheitsgehalt. Es ist etwas v�llig anderes passiert.
Das wollte aber interessanterweise niemand der Medien wirklich wissen.
> Solchen Standard-Phrasen wie, das grunds�tzlich jeder Tote einer zuviel
> ist, kann man meist nichts dagegen setzen, den es stimmt prinzipiell,
Nein, genau das ist Quatsch. Sterben m�ssen wir so oder so.
Das entspringt einem Wunsch, man k�nne alles ma�regeln und dann w�r`s
sicher.
> Mit meinen Worten will ich nichts in Schutz nehmen, eine vern�nftige
> Ausbildung ist viel Wert und eine schlechte sollte man nicht in Schutz
> nehmen, aber ist Sie wirklich so schlecht, wie dies oft dargestellt wird,
> ich meine: Nein.
Sagmermal so, auch schlechte Ausbildung kann gute Taucher nicht
dauerhaft verhindern...
lg J�rg
Und ich hoffe, Du hast irgendwas Sinnstiftendes zum Thema beizutragen.
Robin schrieb:
> Ich hoffe, Du tauchst nicht so schlecht wie Deine Rechtschreibung ist
Sehr interessanter Satz, in dem sich alleine schon 3 Rechtschreibfehler
verbergen. Ich muss da immer an das Glashaus und die Steine denken.
>
> Gruᅵ Gerd
>
Gruᅵ
Volker
GLG Gerd
On 10 Dez., 14:05, Joerg Hahn <d...@notabstieg.de> wrote:
> Ich finde, daß ausgebildete Leute ausgebildet sind. Wie lange willste
> erwachsenen Leuten denn noch hinterherlaufen?
Solange wie es Not tut. Jedenfalls beim tauchen. Jemand mit 11 TG und
OWD aus der DomRep ist für Hemmoor schlichtweg in keinster Weise
ausgebildet. Man muss davon ausgehen, dass er nicht in der Lage ist,
sich korrekt zu bebleien, dass ihm ein Maskenverlust im kalten Wasser
das Genick bricht, dass er keinen Schimmer hat, wie ein Vereiser zu
handlen ist, dass er mit einem Flight Control eihjeackte überfordert
ist, daser keinen Schimmer von den Auswirkungen des Stickstoffs auf
Tiefe, in Dunkelheit und Kälte hat.
Wir schicken ja auch keine Wehrpflichtigen in KSK Einsätze.
LG,
Matthias
MatV wrote:
> Solange wie es Not tut. Jedenfalls beim tauchen. Jemand mit 11 TG und
> OWD aus der DomRep ist f�r Hemmoor schlichtweg in keinster Weise
So pauschal stimmt das nicht. Der kann durchaus E1 bis 15m auf der
Stra�e und dann langsam am Frauenwald retour. Mit nem anderen OWDler.
Oder hinten am E4...
> ausgebildet. Man muss davon ausgehen, dass er nicht in der Lage ist,
Ich geb Dir Recht, man muss davon ausgehen, da� alle erstmal zu beinahe
nix in der Lage sind. Zumindestens wenn ich begleiten soll...
> sich korrekt zu bebleien, dass ihm ein Maskenverlust im kalten Wasser
> das Genick bricht,
Auch als korrekt ami-ausgebildet muss der OWDler etliche Male "Maske
komplett" zeigen. Wenn Ihm das dann unbegleitet auf der E1-Stra�e
passiert, muss er das k�nnen. Auf dem Niveau. Sonst war die
OWD-Ausbildung PAID. Sp�testens ab diesem Tauchgang m�sste dem
erwachsenen OWD-ler klar sein, da� f�r E2, E3 und E5 kompetente
Hilfestellung und Ausbildung her muss.
> dass er keinen Schimmer hat, wie ein Vereiser zu
> handlen ist,
_das_ m�ssen selbst die korrekten Ami-Ausbilder auf der
bunte-Fischli-Insel bringen.
> dass er mit einem Flight Control eihjeackte �berfordert
Sowas muss man nicht haben, aber wo ist die �berforderung auf der
E1-Stra�e bis 18m?
> ist, daser keinen Schimmer von den Auswirkungen des Stickstoffs auf
> Tiefe, in Dunkelheit und K�lte hat.
Nochmal, OWD E1 -18m ? F�r mehr ist der allerdings nicht ausgebildet.
Ich spekuliere jetzt mal: Du wei�t, da� der Verungl�ckte 11TG hatte?
Ein "flight-control"-BCD? Welches undicht war? Oder falsch bedient? Und
am E3 vom TL ohne Begleitung eines mindestens *** ins Wasser geschubst?
Das w�re allerdings ziemlich gewagt...
Was sind denn die Fakten, von denen man als gesichert ausgehen kann?
Hast Du mehr Kenntnisse �ber den K�stenfunk?
lg
J�rg
MatV wrote:
> Solange wie es Not tut. Jedenfalls beim tauchen. Jemand mit 11 TG und
> OWD aus der DomRep ist f�r Hemmoor schlichtweg in keinster Weise
> ausgebildet. Man muss davon ausgehen, dass er nicht in der Lage ist,
> sich korrekt zu bebleien, dass ihm ein Maskenverlust im kalten Wasser
> das Genick bricht, dass er keinen Schimmer hat, wie ein Vereiser zu
> handlen ist, dass er mit einem Flight Control eihjeackte �berfordert
> ist, daser keinen Schimmer von den Auswirkungen des Stickstoffs auf
> Tiefe, in Dunkelheit und K�lte hat.
jeder ist irgendwann mal Anf�nger... Es kommt immer drauf an
wie man es angeht. Flachtauchg�nge mit geeigneter Ausruestung
sind an vielen Tauchpl�tzen moeglich
Gruesse Annerose
--
Mail ggf. an mildenbergers at yahoo punkt com
FAQ von d.r.s.t unter http://www.moon-divers.net/drst-faq.html
Gr��e
Oliver
Ja...
Und nochmal: in den Padi Statuten steht, dass die Ausbildung zum
Tauchen in ähnlicher Umgebung wie beim Kurs qualifiziert. Also hier
konkret DomRep. Hell, Warm, Easy, flach.
Für Hemmoor hätte er also einen Kurs "discover local diving" belegen
müssen. Und nach den Hemmoor Statuten nicht über 25m? tauchen dürfen.
Er hat aber ein Deep Spescheltie mit Ansage 35m gemacht.
LG,
Matthias
> Und nochmal: in den Padi Statuten steht, dass die Ausbildung zum
> Tauchen in �hnlicher Umgebung wie beim Kurs qualifiziert. Also hier
> konkret DomRep. Hell, Warm, Easy, flach.
> F�r Hemmoor h�tte er also einen Kurs "discover local diving" belegen
> m�ssen. Und nach den Hemmoor Statuten nicht �ber 25m? tauchen d�rfen.
> Er hat aber ein Deep Spescheltie mit Ansage 35m gemacht.
Moin Mat,
dazu mal eine erweiterte Frage:
Bis zu welchem Ausbildungslevel gilt das?
Schlie�lich gibt es ja so einige Leute, die nur hell/warm/easy/flach
kennen, dann in Thailand ihren Instructor machen und danach in DE
Sch�ler ausbilden.
Gru� Jo
Moin Jo, das ist Teil der Hemmoor-Regularien, die man unterschreiben
muss, steht auch auf der Webseite.
Das andere ist eine delicate Frage;-)
MatV wrote:
>> Was sind denn die Fakten, von denen man als gesichert ausgehen kann?
>> Hast Du mehr Kenntnisse �ber den K�stenfunk?
> Ja...
Dann warten wir mal ab...
> Und nochmal: in den Padi Statuten steht, dass die Ausbildung zum
> Tauchen in �hnlicher Umgebung wie beim Kurs qualifiziert. Also hier
> konkret DomRep. Hell, Warm, Easy, flach.
Das ist die halbe Wahrheit. Auch der Domrep-Anweiser muss abblasenden
Automaten simulieren, muss auf andere Bedingungen hinweisen...
Die Frage ist hier nat�rlich auch....Hat er das in gen�gender Form getan?
Und nochmal, Ihr kennt alle den E1 mit Stra�e. warum sollten da nicht 2
OWDler begrenzt bis 10-15m mit nem ordentlichen Briefing tauchen gehen?
Wenn denen mulmig wird, kehren die schon um...
Die Anf�nger sind nicht so schlecht, wie Ihr glauben machen wollt.
Man darf nur nicht an allen Parametern gleichzeitig drehen. Also kalt
und dunkel und schlechte Sicht und tief und Ausr�stung neu/kaputt.
> F�r Hemmoor h�tte er also einen Kurs "discover local diving" belegen
> m�ssen.
Hemmoor ist nicht �berall "Hemmoor".
> Und nach den Hemmoor Statuten nicht �ber 25m? tauchen d�rfen.
Sowieso. Das versteh ich auch nicht beim aktuellen Unfall.
> Er hat aber ein Deep Spescheltie mit Ansage 35m gemacht.
Hat er? Deep-Specialty oder Deep-Dive im Rahmen von AOWD? Und ohne
Tl-Begleitung? Und wom�glich noch E2 oder E3?
Aua!
> LG,
>Was willst du mehr! Sprach da jemand von Retten? Bergen liefert
>zumindest Kistenf�llung und Umsatz beim zust�ndigen Unternehmer,
>vielleicht bekommt der DM ja Provision?
Bergen und Retten wird heute meist synonym gebraucht.
Bergen im Speziellen beinhaltet den Transportvorgang, also das
Verbringen eines "Etwas" aus der Gefahrenzone (UW, Berggipfel, ect) in
einen sicheren Bereich, unabh�ngig ob Mensch oder Gegenstand, lebendig
oder tot.
Retten beinhaltet heute noch zus�tzlich die (medizinischen) Massnahmen
um jemanden wieder Lebendig zu machen (z.B. nach Herzstillstand) oder
das Leben des Opfers zu erhalten.
Vom
"Retten" => NUR Lebendiges Opfer
und
"Bergen" => NUR Toter oder Gegenstand
ist man inzwischen abgekommen.
>Ohnehin eine von mir schon mehrfach angestellte �berlegung, wie man neue
>Wirtschaftszweige in Drittweltl�ndern initiieren kann:
>Schluss mit Tauchrestriktionen! Ein toter Taucher bringt Geld und
>Arbeitspl�tze!
>Zinkblech importieren, Ungelernte einarbeiten in Kistenproduktion.
>Bodybags importieren.
>Arbeitslose oder unterbezahlte einheimische Teichmeister werden zu
>Bergetauchern umgeschult und verdienen ein Schweinegeld, da die
>europ�ischen Versicherer daf�r bezahlen.
>Airlines lassen das ohnehin bezahlte R�ckflugticket verfallen, kassieren
>aber �ppig Luftfracht pro Kilo f�r den eingezinkten Taucher.
>Perfekte win-win-Sache!
>
>Noch ein Positiveffekt:
>Alles Gef�hrliche ist mega-in! Das bringt neue Kundschaft von Ausbildung
>bis Zinkverarbeitung!
...und verbessert den Genpool.
(Stichwort: "Darwin Award" f�r Interessierte...)
So ein Zynismus klingt auf den ersten Blick hart, ist aber hilfreich
und erzieherisch.
Planlos und Lernresistent zu agieren, dabei in Schwierigkeiten zu
geraten und nach Mama, dem TL oder dem Richter zu schreien sollte
eigentlich einem eigenverantwortlichem Erwachsenem Mitglied der
Gesellschaft unw�rdig sein.
Sich im Extremsport bet�tigen zu wollen, dann aber nichts zu k�nnen
und andere verantwortlich machen zu wollen, ...
ne Leute, bleibt bitte beim Hallenhalme, ist besser f�r Euch!
MS
>OWD-Ausbilder nachtr�glich einen einzuschenken.
Mal ehrlich, du kennst doch die Bef�higung von 95% diese Figuren...
Es stimmt zwarm, dass Dummheit nicht vor strafe sch�tzt, aber das ist
wohl eher ein Verschulden des amerikanisiserten Ausbildungssystems als
seiner willens- und f�higkeitslosen Exekutoren.
> Und dem in "surface supervision"
>handelnden Deep-Instruktor, weil er vorher im Briefing nicht genug
>vorbereitet hat.
Aus der Unfallschilderung ist mir nicht so ganz klar geworden ob es
wirklich ein Kurstauchgang war (Ich bin da altmodisch, vor den Augen
des TLs sollten nicht nur die rotierenden $ Zeichen rotieren sondern
der Tauchsch�ler sein, alles andere ist ein absolutes NoGo! )
oder nicht einfach ein kursunabh�ngiger Lusttauchgang.
Bei letzterem den Tauchlehrer verantwortlich zu machen weil er sie
nicht gehindert hat das Wasser zu betreten ... DAS w�re kritisch und
w�rde ich in aller Form ablehnen.
Wenn so eine Mentalit�t einreist, aknn man das Tauchen (und auch alle
anderen Gefahrensportarten) in Zukunft vergessen.
Soll ich dann am n�chsten Tauchplatzparkplatz als TL erstmal alle
Taucher �berpr�fen (wie �berhaupt?) ob nicht eine Pfeife dabei ist um
nicht sp�ter nach einem unfreiwilligen Ableben einer solchen verknackt
zu werden (Ich h�tte es ja wissen k�nnen und ihn am Betreten des
Wassers hindern m�ssen...).
Muss ich mich dann auch auf eine l�ngere Juristische
Auseinandersetzung einstellen wenn ich beim n�chsten Bergurlaub nicht
verhindert habe dass so ein Sandalen-Reinhold ausgerutscht und von der
Felskante gekippt ist??
Das Zauberwort ist Eigenverantwortung!!
ICH m�chte nicht Reglementierungen unterworfen werfen
nur weil zweifelhafte geldgierige PAIDsche Tauchorgs.
Schei�e als Kaviar
bzw. depperte recreational diving Fun Bespassung als Tauchausbildung
verkaufen,
die Leute wirklich glauben sie seien Taucher und dann in einer echten
Tauchsituation gnadenlos an die Wand fahren!
>Verdammt noch mal, 2 AOWDler, zumal erwachsen, m�ssen
>doch in der Lage sein, auf 20-30m bei guter Sicht am Leben zu bleiben.
genau so ist es!
>Man kann doch nicht alles und jeden ans H�ndchen nehmen m�ssen.
>Die Leute m�ssen doch irgendwann mal alleine tauchen.
>
>Trotzdem, finde ich, sollten wir nicht zu nah an bestehenden Unf�llen
>diskutieren. Wir waren alle nicht dabei.
>
MS
Freunde von mir haben Minuten (wenn überhaupt) später die
Abrutschspuren des Opfers an der Steilwand gesehen. Die sahen nicht
sehr alleinverantwortlich aus...Und Hilfe angeboten, weil sie mit
Trimix unterwegs waren, war nicht erwünscht.
LG,
Matthias
> Die Frage ist hier natürlich auch....Hat er das in genügender Form getan?
> Und nochmal, Ihr kennt alle den E1 mit Straße. warum sollten da nicht 2
> OWDler begrenzt bis 10-15m mit nem ordentlichen Briefing tauchen gehen?
> Wenn denen mulmig wird, kehren die schon um...
> Die Anfänger sind nicht so schlecht, wie Ihr glauben machen wollt.
> Man darf nur nicht an allen Parametern gleichzeitig drehen. Also kalt
> und dunkel und schlechte Sicht und tief und Ausrüstung neu/kaputt.
>
> > Für Hemmoor hätte er also einen Kurs "discover local diving" belegen
> > müssen.
>
> Hemmoor ist nicht überall "Hemmoor".
>
> > Und nach den Hemmoor Statuten nicht über 25m? tauchen dürfen.
>
> Sowieso. Das versteh ich auch nicht beim aktuellen Unfall.
>
> > Er hat aber ein Deep Spescheltie mit Ansage 35m gemacht.
>
> Hat er? Deep-Specialty oder Deep-Dive im Rahmen von AOWD? Und ohne
> Tl-Begleitung? Und womöglich noch E2 oder E3?
>
> Aua!
Moin Jörg,
das Aua fängt bei vielen in dem Moment an, in dem sie über links über
die Kante tauchen.
LG,
Matthias
>das Aua f�ngt bei vielen in dem Moment an, in dem sie �ber links �ber
>die Kante tauchen.
Nun ja, man kann den Probanden ja vorher sagen, da� sie eben dies
unterlassen sollen. Damit sind sie schon wieder recht sicher - es sei
denn, sie verheddern sich in B�umen, Rohren, Autos, ...
Ich bin allerdings bei schlechter Sicht mal �ber die Kante geschwommen
ohne es zu merken...
MatV wrote:
> Moin J�rg,
> das Aua f�ngt bei vielen in dem Moment an, in dem sie �ber links �ber
> die Kante tauchen.
D'accord soweit. Aber das h�ngt auch sehr vom Briefing ab.
Ich bin nacheinander als Tl mit 20-30Tg-lern auf der Stra�e
!kontrolliert! an der Kante gewesen und hab die mal runterschauen lassen.
Alle haben deutlich geschluckt und dann sofort den R�ckw�rtsgang
eingelegt. Das w�rde ich als normale, zu erwartende Reaktion
einsortieren. Danach waren die Junx und M�dels Wachs in meinen H�nden
;-)
> das Aua f�ngt bei vielen in dem Moment an, in dem sie �ber links �ber
> die Kante tauchen.
Ich hab mir jetzt mal den Thread im T-net durchgelesen.
Tieftauchbrevet so in der Gruppenkonstellation an E1 und dann links an
der Steilkante runter. Auweia.
Sehr ungl�cklich ausgew�hlt. Als Tl.
Da w�rde meine Oma schon sagen: "Junge, mach das nicht!"
Wenn die dort geschilderten Eckdaten denn dann stimmen.
LG
Oliver Moder wrote:
> Aber so Walrosse wie wir sind nicht das Ma� der Dinge.
Das! ist mein Problem in der Ausbildung. Sich immer wieder neu in den
Sch�ler reinzuversetzen und Aufgaben zusammenstellen, die denjenigen
nicht zuviel �berfordern. Weil schieflaufen darf manchmal schon etwas.
Wegen dem Lerneffekt. Nur kontrolliert und begleitet muss es sein.
Spass macht es, wenn man es schafft, das Zucken des Augenlids schon
30sek vorher vorauszusagen....
> ad�quate Begleitung sehr lange n�tig, auch wenn dei Kandidaten das selber
> nie eingesten w�rden und auch nicht so f�hlen.
Das stimmt. Und das �berrascht mich auch immer wieder.
Lg
J�rg
PS:
Kennste den noch?
http://www.notabstieg.de/egypt-2-2008/slides/PBu170820.html
> muss man anders ausbilden als bei den Fun-J�ngern heute �blich. Bei
> meiner Ausbildung war es normal, dass w�hrend des Trainings die
> Sch�ler ohne Vorwarnung die Maske vom Kopf gerissen bekamen oder man
> hat ihnen die Flasche zugedreht. Am Anfang �berraschend aber das
Das ist keine Ausbildung, im Sinne von bilden/formen. Das ist primitive
Selektion. Sicher nicht erstrebenswert, da gute Ausbildung letztlich
f�higere Taucher hervorgringt.
> Ein Tauchausbilder der das heute macht wird allerdings schon fast als
> gemeingef�hrlicher Irrer angesehen.
N� - aber an seiner F�higkeit w�rde ich auch zweifeln.
> Also wirds nicht gemacht und die Ausbildungsergebnisse sind
> entsprechend.
Das hat, wenn denn das stimmen sollte, andere Gr�nde.
> durch durch den Wald zu scheuchen. Das w�re sicher auch eine ebenso
> n�tzliche Vorbereitung f�r einen Afghanistan Einsatz.
dachte ich mir, dass Du tauchen als Brachialsportart siehst. auf in den
K(R)ampf!!
> wohl eher ein Verschulden des amerikanisiserten Ausbildungssystems als
> seiner willens- und f�higkeitslosen Exekutoren.
Vorsicht: Tunnelblick!
> Aus der Unfallschilderung ist mir nicht so ganz klar geworden ob es
> wirklich ein Kurstauchgang war (Ich bin da altmodisch, vor den Augen
> des TLs sollten nicht nur die rotierenden $ Zeichen rotieren sondern
> der Tauchsch�ler sein, alles andere ist ein absolutes NoGo! )
> oder nicht einfach ein kursunabh�ngiger Lusttauchgang.
> Bei letzterem den Tauchlehrer verantwortlich zu machen weil er sie
> nicht gehindert hat das Wasser zu betreten ... DAS w�re kritisch und
> w�rde ich in aller Form ablehnen.
Da stimme ich dir zu.
>
> Wenn so eine Mentalit�t einreist, aknn man das Tauchen (und auch alle
> anderen Gefahrensportarten) in Zukunft vergessen.
Denke, da hast du etwas falsch vestanden.
Gr��e
Klaus
--
Tauchen ist kein Sport - sondern ein Zustand
Michael Schmidt wrote:
> Bei banalen Bedingungen in Panik zu geraten
Ja, aber hier sollten die wohl tats�chlich querab zu E1 und Stra�e mit
AOWD zum ersten mal kalt im See und erster Tauchgang zum
Tieftauchspescheltie den Hang runter. Meineswissens kommt da vor 45-50m
kein Absatz im fast senkrechten Hang. Das ist ein �beraus schlechter
Plan, das brieft man nicht als Ausbilder f�r den ersten (kalt, dunkel,
neu). Ganz zu schweigen von irgendwelchen Standarts. Der Anweiser h�tte
auch nach PADI unbedingt im Wasser begleiten m�ssen. Da geht es abw�rts
in ein dunkles H�llenloch, zumindestens nachmittags und mit der
Erfahrung von warm-20TGs.
Wenn dann noch angeblich das Jacket spinnt, hat der Kandidat mein volles
Mitleid. Das geht so nicht. Punkt.
> l��t nicht gerade auf eine
> gute Ausbildung schlie�en.
mmmh, ja, w�re aber nicht zwingend die Schuld des Sch�lers.
Und auserdem, der lief beim Zusammenbau an Land wahrscheinlich schon auf
der Felge... Bedenke, so wie sich der Fall darstellt war neu: Kalt,
dunkel, Ausr�stung, Buddy, Instruktor, Tauchplatz und Funktionsst�rung.
Das sind f�r 20Tg einfach zu viele Unbekannte.
> Um Panikfestigkeit wirklich zu trainieren
> muss man anders ausbilden als bei den Fun-J�ngern heute �blich.
N�, das sind vielleicht 10% M�he obendrauf auf die 100% wo der Sch�ler
das Verm�gen hat, gerade so eben lebend aus dem Wasser zu kommen.
Will sagen, Du musst ihn eh auf einem guten Level ausbilden. Solche
Extras brauchen dann nicht mehr viel Zeit. Bedenke aber, die
Anforderungen nicht kampfschwimmerm��ig hoch zu setzen. Viele, die
sp�ter gute Taucher geworden sind und Freude dabei empfinden w�ren als
Anf�nger durchs strenge Raster gefallen.
> Bei
> meiner Ausbildung war es normal, dass w�hrend des Trainings die
> Sch�ler ohne Vorwarnung die Maske vom Kopf gerissen bekamen oder man
> hat ihnen die Flasche zugedreht.
mmmmh, finde Ich so w�hrend der *-Ausbildung bedenklich. Aber das kann
man �ben, vom Leichten zum Schweren. Ob man das unbedingt in einem
komerziellen OWD-Kursrahmen bringen sollte....
> h�rtet ab und man ger�t weniger wahrscheinlich in Panik als wenn einem
> eine unvorbereitete "Keine Luft Situation" oder Maskenverlust in einer
> Notsituation zum ersten mal passiert weil man es vorher nur relaxed im
> OWD Kniekreis ge�bt hat.
Wichtig dabei ist, da� diese Art �bungen erst kommt, wenn die Sch�ler
dazu zweifelsfrei in der Lage sind, sowas zu meistern. Sonst produzierst
Du Abbrecher, Panik-Aufsteiger und machst es dem Sch�ler unn�tig schwer.
> Ein Tauchausbilder der das heute macht wird allerdings schon fast als
> gemeingef�hrlicher Irrer angesehen.
Du bewegst Dich mit dem Erw�hnen solche altmodischen Inhalte f�r
Anf�ngerausbildung gef�hrlich nah an Kampfschwein-Neurotiker-Phantasien.
Wir reden hier auch �ber Freizeitgestaltung und Freude am Sport f�r jung
und alt.... sicher hoffentlich sicher. Und nicht jeder hat die gleichen
Anspr�che f�r seine Freizeit.
> Also wirds nicht gemacht und die Ausbildungsergebnisse sind
> entsprechend.
Ja, da hast Du recht. Du solltest nur nicht so verbissen sein. Flasche
abdrehen kann man auch noch vor **.
> Die Proceduren heutiger Fun-Tauchausbildung zur Panikvermeidung
mmmh, alles zu seiner Zeit. Die Fun-Ausbildung hat durchaus ihre lichten
Momente, wenn es um Didaktik und Methodik geht. Kurz, wie erreiche ich
meine Klientel m�glichst �konomisch (im Sinne von streamline) mit meinen
Lehrinhalten. Ob die Menge und Qualit�t der Lehrinhalte angemessen sind,
lass ich hier mal ausser acht.
> ist
> etwa so sinnvoll wie KSKler mit einem Holzgewehr "PENG,PENG" rufend
> durch durch den Wald zu scheuchen.
Isch abe keine Ahnung wasn KSK is.... Isch abe T5.
>> OWD-Ausbilder nachtr�glich einen einzuschenken.
> Mal ehrlich, du kennst doch die Bef�higung von 95% diese Figuren...
Nee, ich w�rd das bei 30% = bewusst mies, 20% = die wissen es nicht
besser und
50 % auch da sehr engagiert.... sehen
�ber Prozente k�mmer streiten, aber auch jenseits der Sternentaucher und
Edelmetaller gibt es gute Leute, genauso wie es im Vereinssektor auch
mal wirkliche Vereinsarschl�cher gibt.
> Es stimmt zwarm, dass Dummheit nicht vor strafe sch�tzt, aber das ist
> wohl eher ein Verschulden des amerikanisiserten Ausbildungssystems
W�re mir zu vorurteilsbehaftet. Auch nach den Franchise-Regularien w�re
das Planen und Handeln des obigen Instruktors mmmh sagmer mal ...seltsam...
> als
> seiner willens- und f�higkeitslosen Exekutoren.
Nee, kann man so nicht sagen. M.M.n.
Aus meiner Erfahrung in den 2 Welten, sehr pauschal ausgedr�ckt, gibt es
den Unterschied vieleicht an der Stelle DM - *** und OWSI - TL1.
Der DM wird (ohne wirklich solo, stressfest, �berall tauchen zu k�nnen)
schon recht fr�h auf Ausbildung getrimmt. Zu dem Zeitpunkt hat der ***
mit unbrevetierten Anf�ngern noch garnix zu tun. Der ist froh, wenn er
Nitrox2 macht, am Attersee oder in Hemmoor unter der Treppe war, und das
er die ver$&$/&/&% Aufstiegs�bungen mit Trockie, Doppel12 etc f�r ***
hier im kalten See hinbekommen hat und einen ordentlichen Tauchausflug
mit allem PiPaPo organisiert.
Und dann kommt der Schock.
Der DM und OWSI, wenn er gewissenhaft ist, kommt das eine oder andere
Mal aus dem Wasser und fragt sich, wie er gerade sein eigenes
Beinaheabsaufen m�glichst unauff�llig kaschieren kann.
Und der Assi oder TL1 fragt sich, warum er selbst das Absaufen seines
Sch�lers so gerade noch (nat�rlich mit eigenem souver�nen Tauchverm�gen)
verhindern konnte, weil ihm im Anfang (Beginn) der Situation die n�tige
Empathie fehlte.
Mit zunehmender Routine werden die Unterschiede immer kleiner.
Aus meiner bescheidenen Praxis:
Ich kenne 106Tg-OWSIs, die ordentlich ausbilden und selbst nicht
wirklich tauchen k�nnen. Und 600Tg-�L mit etlichen *-Ausbildungen, die
selbst ein massives, eigenes Maskenproblem nicht wahrhaben wollen.
Gibbet alles.
>> Und dem in "surface supervision"
>> handelnden Deep-Instruktor, weil er vorher im Briefing nicht genug
>> vorbereitet hat.
> Aus der Unfallschilderung ist mir nicht so ganz klar geworden ob es
> wirklich ein Kurstauchgang war
Deep Dive Speciality, Tg 1, Minimum 1:8, Instruktor mu� IM WASSER
begleiten, bei TG 1 irgendwas zwischen 18,1m und 30m.
So denn die Gegebenheiten stimmen.
> (Ich bin da altmodisch, vor den Augen
> des TLs sollten nicht nur die rotierenden $ Zeichen rotieren sondern
> der Tauchsch�ler sein, alles andere ist ein absolutes NoGo! )
Jaja, aber wie willste das jetzt definieren. Das behaupten alle.
> oder nicht einfach ein kursunabh�ngiger Lusttauchgang.
Wenn es das! man gewesen w�re! Da w�r wohl kein Unfall passiert.
Die w�ren am E1 oder E2 auf der Stra�e bis zur Betonbombe gebrieft
worden, h�tten sich mit Respekt heimlich in die Hosen geschissen und
w�ren stolz am E1 wieder aufgetaucht und gut is.
> Bei letzterem den Tauchlehrer verantwortlich zu machen weil er sie
> nicht gehindert hat das Wasser zu betreten ... DAS w�re kritisch und
> w�rde ich in aller Form ablehnen.
mmmmh, die kolportierten Pseudofakten verdichten sich leider genau in
Richtung PAID, das war v�llige �berlastung, aber bitte, wir waren nicht
dabei.
> Wenn so eine Mentalit�t einreist, aknn man das Tauchen (und auch alle
> anderen Gefahrensportarten) in Zukunft vergessen.
In der Ahndung gibt es wohl alle Extreme...
> nicht sp�ter nach einem unfreiwilligen Ableben einer solchen verknackt
> zu werden (Ich h�tte es ja wissen k�nnen und ihn am Betreten des
> Wassers hindern m�ssen...).
Du kennst die drei Affen?
> Das Zauberwort ist Eigenverantwortung!!
Garantenstellung!!
> ICH m�chte nicht Reglementierungen unterworfen
Schau Dich doch um!
Ich sach nur CDWS, Malediven, two-tank-dives, 40m, No Deko, versichert
nach anerkannten Regeln der Orgs., name it!
> bzw. depperte recreational diving Fun Bespassung als Tauchausbildung
> verkaufen,
Ja, aber Du findest in den Vereinen auch gen�gend Schwachmaten.
>> Verdammt noch mal, 2 AOWDler, zumal erwachsen, m�ssen
>> doch in der Lage sein, auf 20-30m bei guter Sicht am Leben zu bleiben.
> genau so ist es!
Naja, die Planung war wohl nicht so gut. Die hatten kalt, schlechte
Sicht, kaputtes Equipment und wohl unangemessene, unpassende Vorgaben.
Und hinter ist man immer kl�ger.
Ich denke, in der Ausbildung muss man immer ein kritisches Debriefing
f�r sich selber machen. Und manchmal auch feststellen, da� man diesmal
ausnahmsweise gro�es Schwein hatte...
In diesem Sinne
J�rg
PS: Komm mal von Deinem einseitigen Bashing runter, in der Sache hast Du
recht, aber die St�mper sitzen in allen Lagern, mehr oder weniger.