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Anti-D-G-Aufkleber® ist da

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walter herzog

unread,
Oct 16, 2001, 9:16:34 AM10/16/01
to
Hallo,

das Warten hat ein Ende!!!!
Der Aufkleber wurde im Moment bei mir angeliefert!

Ich werde morgen mit dem Versand beginnen und denke das alle die mir einen
Umschlag geschickt haben bis spätestens Dienstag Ihre bestellte Menge haben
werden.


Peter melde Dich doch noch mal bei mir.

Gruß Walter

Kathrin

unread,
Oct 16, 2001, 5:05:00 PM10/16/01
to
Hallo,

ich hoffe daß du kreativer Geist auch etwas Kritik vertragen kannst.
Ich persönlich tauche noch nicht sehr lange habe aber den Sinn eines
Guide schon lange erkannt.
Ich bin davon überzeugt daß man beim Tauchen immer auf absolute
Sicherheit gehen sollte.
Wozu haben sich Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht, wenn diese
keine Sinn machen würden?!?
Wenn wir keine Regeln hätten wäre unsere Unterwasserwelt bestimmt
schon seit langem von Tauchern die ihre Finger nicht bei sich behalten
können zerstört.Wenn wir keine Begrenzungen und Guides hätten gäbe es
sicher viel mehr Todesfälle beim Tauchen.
Was für mich auch absolut unklar ist ist die Tatsache, daß es Menschen
gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas geben. Ich persönlich möchte
auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.
Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht unüberlegt finde spreche ich
mich klar und deutlich hier gegen solche Aufkleber aus!!!

Joerg Severing

unread,
Oct 16, 2001, 5:14:42 PM10/16/01
to

Kathrin <geliebte_...@yahoo.de> schrieb

> Was für mich auch absolut unklar ist ist die Tatsache, daß es
Menschen
> gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas geben. Ich persönlich
möchte
> auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.
> Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht unüberlegt finde
spreche ich
> mich klar und deutlich hier gegen solche Aufkleber aus!!!

Die Gemeinde bedankt sich höflich für den "Diskussions"stoff des
Monats Oktober. ;-)

Grüße Jörg

joerg hahn

unread,
Oct 16, 2001, 5:57:41 PM10/16/01
to
Hallo Kathrin,

als jemand der auch noch nicht soo lange taucht, möchte ich Dir sagen, daß
bestimmt niemand in der NG Dir Deinen Diveguide nicht gönnt. ;-)

> Ich bin davon überzeugt daß man beim Tauchen immer auf absolute
> Sicherheit gehen sollte.
>

Das ist schön für Dich. Darum solltest Du Dich selbst um Deine Sicherheit
kümmern.
Durch Ausbildung, Selbstkontrolle und Üben. Kein Guide kann das für Dich
erledigen.


> Wozu haben sich Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht, wenn diese
> keine Sinn machen würden?!?
>

Z.B. die P*di-Leute verkaufen Dir dann Lehrgänge für viel Geld, wo Du dann
doch die Regeln vom OWD übertreten darfst.


> Wenn wir keine Regeln hätten wäre unsere Unterwasserwelt bestimmt
> schon seit langem von Tauchern die ihre Finger nicht bei sich behalten
> können zerstört.

Hat IMHO nix mit Guides zu tun. Einige Guides verdienen Geld damit,
möglichst viele Taucher in kurzer Zeit durchs Riff zu schleusen.
Wohlgemerkt Einige....

> Wenn wir keine Begrenzungen und Guides hätten gäbe es
> sicher viel mehr Todesfälle beim Tauchen.

Korrekt geplanter TG mit Buddy, in Ruhe durchgeführt ist die beste
Lebensversicherung.
Hab schon genug Leute mit ohne Blei oder geschlossener Flasche ins Blaue
springen sehen - mit Guide. Nach dem Motto "auf komando los alle 20Taucher
zugleich.....)

> Was für mich auch absolut unklar ist ist die Tatsache, daß es Menschen
> gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas geben

Es gibt eben sone und solche ;-) Aber dann frag sie halt....

> . Ich persönlich möchte
> auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.

Ich auch nicht, hat aber eigentlich weniger was mit
Dekompressionstauchgängen an sich zu tun. Sondern mit Sättigungen,
Aufstiegsgeschwindigkeiten, Flüssigkeitshaushalt etc.
Dekompressionstauchgänge sind ja (salopp gesagt) gerade dazu da, um
schonend zu tauchen und aufzutauchen. Du kannst Dir auch eine DCS mit
deinem RDP erwerben.

> Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht unüberlegt finde spreche ich
> mich klar und deutlich hier gegen solche Aufkleber aus!!!

Schön, brauchst ja keinen zu nehmen.

DCS-freie Grüße aus Düsseldorf

Jörg

Wilhelm Kweton

unread,
Oct 17, 2001, 12:05:25 AM10/17/01
to
Kathrin wrote:

> Was für mich auch absolut unklar ist ist die Tatsache, daß es Menschen
> gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas geben. Ich persönlich möchte
> auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.

Hallo Kathrin

Ich würde mich mal mit Tauchtheorie beschäftigen. Vielleicht kannst du mir
dann erklären was Deko TG mit der Dekompressionskrankheit zu tun haben.
Zu den Guides, ich tauche im Urlaub häufig mit. Ich kenne viele wirklich
gute. Aber auch manche die Guide spielen, keine hundert TG haben, aber
sich groß aufspielen. Dann gehe ich lieber ohne. Und anscheinend haben
manche mit Guides eben noch schlechtere Erfahrung gemacht als ich. Zu den
Regeln, wenn morgen eine Regel rauskommt in der es heißt, ich muß jedes
Jahr min. 5 80m TG machen, würde ich die Regel brechen, weil mir persönlich
zu riskant. Wenn es morgen heißt nur mehr max 30m würde ich mich ebenfalls
nicht daran halten. Mein Tauchverhalten passe ich meiner Ausbildung, meiner
Erfahrung und vor allem meiner Tagesverfassung an. Und nicht an
irgendwelche Regeln von irgendwem. (Natürlich mit Rücksicht auf meinen
Buddy).
Viele Grüße
Willi


Matthias Voss

unread,
Oct 16, 2001, 6:14:51 PM10/16/01
to
Oh schöne heile Welt, lass sie dir nicht nehmen....
Jedenfalls, fahr schön immer dahin.
Absolut klar ist mir, das es Leute gibt , denen vieles unklar ist.
Welcome to fruitloop country.
Matthias


Kathrin schrieb:

Leon Berger

unread,
Oct 16, 2001, 6:47:34 PM10/16/01
to
Hallo Kathrin,

"Kathrin" <geliebte_...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3457a9d1.01101...@posting.google.com...


> Ich persönlich tauche noch nicht sehr lange habe aber den Sinn eines
> Guide schon lange erkannt.

Ja, welchen denn, ich bitte um Aufklärung.

> Ich bin davon überzeugt daß man beim Tauchen immer auf absolute
> Sicherheit gehen sollte.

Da sind wir einer Meinung. Aber Sicherheit hängt niemals vom Guide ab,
sondern nur von Dir selbst. Lerne so tauchen, daß Du immer (allein) unter
Wasser zu Rande komms, auch wenn Du mit einem Partner im Wasser bist. Sich
auf die (trügerische) Sicherheit der Kompetenz anderer zu verlassen, ist die
beste Methode zu verunfallen. Außerdem sind Guides nicht für Deine
Sicherheit da, sondern nur dazu, Dir unter Wasser etwas zu zeigen (im besten
Fall).

> Wozu haben sich Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht, wenn diese
> keine Sinn machen würden?!?

Diese Firma macht firmeninterne Regeln, damit jedermann(frau) gegen
Bezahlung ins Wasser gebracht werden kann.

> Wenn wir keine Regeln hätten wäre unsere Unterwasserwelt bestimmt
> schon seit langem von Tauchern die ihre Finger nicht bei sich behalten
> können zerstört.

Falsch, siehe nächster Absatz.

> Wenn wir keine Begrenzungen und Guides hätten gäbe es
> sicher viel mehr Todesfälle beim Tauchen.

Wenn es keine Begrenzungen und Einschränkungen gäbe, würden nur die Leute
tauchen, die sich ernsthaft mit diesem Sport beschäftigen, die anderen
würden die Mühen einer soliden, gründlichen und daher lang dauernden
Ausbildung nicht auf sich nehmen. Und die, die so tauchen gelernt haben, muß
man auch nicht durch Guides darauf aufmerksam machen, daß man nicht anfasst;
diese Taucher wissen das durch die Ausbildung und das Verständnis, die man
den Lebewesen unter Wasser entgegen bringt.

> Was für mich auch absolut unklar ist ist die Tatsache, daß es Menschen
> gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas geben. Ich persönlich möchte
> auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.

Wir machen ja keine Deko-TG um der Deko willen. Unsereiner sieht sich z.B.
ein Wrack an, das tief liegt. Auf Grund der Tiefe und der Zeit, die am Wrack
verbracht wird, ergibt sich dann eben automatisch eine mehr oder minder
lange Dekozeit.

Zudem solltest Du Dich schleunigst von der Mär verabschieden, keine Deko-TG
zu machen. Jedes Mal, wenn Du tauchst und tiefer als 10m kommst, machst Du
bereits einen Deko-TG (im weiteren Sinn), da Du nur durch Einhalten eines
Sicherheits-Stops aus dem Wasser kommst, sofern Dir an Deiner Gesundheit
etwas liegt.

Die Praxis von Leuten, die unter keinen Umständen Deko-TG machen wollen,
sieht so aus. Man taucht mit Computer (ist angenehm, weil man das Hirn im
Boot lassen kann), der Compi zeigt Dir nach einer bestimmten Zeit und Tiefe
nur mehr 1-2min Nullzeit an. Was macht der Nullzeit-Taucher? Er geht einfach
ein paar Meter höher, der Computer rechnet zurück und das Spiel mit der
Restnulltzeit beginnt von Neuem. Die sogenannte Sicherheit sieht so aus, daß
der Taucher in diesem Fall ständig an der Deko-Grenze entlang schrammt.
Zudem kann der Rechenknecht immer nur nach seinem Programm rechnen und da
fließen körperliche Beschaffenheit und Tagesform des Tauchers eben nicht
ein. Im schlechten Fall bist Du dann trotz der angezeigten Nullzeit bereits
in der Deko, weisst das aber nicht und wunderst Dich nach dem Tauchgang über
den Gewinn eines Freifluges in die nächste Dekokammer.

> Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht unüberlegt finde spreche ich
> mich klar und deutlich hier gegen solche Aufkleber aus!!!

Ist Dir unbenommen, ich finde die Aktion sehr wohl und gründlich überlegt
und freue mich bereits auf meine bestellten Aufkleber.

Gruß aus Wien
Leon Berger


Peter Rachow

unread,
Oct 17, 2001, 1:28:47 AM10/17/01
to
Hallo Kathrin,

Kathrin schrieb in Nachricht
<3457a9d1.01101...@posting.google.com>...

>ich hoffe daß du kreativer Geist auch etwas Kritik vertragen kannst.

Und ich hoffe, Du bist kein Troll. Zur Kritik: Wenn sie berechtigt, sachlich
und konstruktiv ist, schon.

>Ich persönlich tauche noch nicht sehr
>lange habe aber den Sinn eines
>Guide schon lange erkannt.

Nun, das mag bei de momentanen Stand Deiner Ausbildung/Erfahrung durchaus
richtig sein. Daraus kann man mehrerlei ableiten:

1. Guides sind OK für unerfahrene Taucher.
2. Du wirst Dich (taucherisch) weiterentwickeln. Heb' Dir Dein Posting auf
und lies es in 5 Jahren nochmal und lass' Dich überraschen. ;-)))

>Ich bin davon überzeugt daß man beim Tauchen
>immer auf absolute
>Sicherheit gehen sollte.

Sicherheit ist, wie viele Dinge im Leben, ist relativ. Es kann relativ
unsicher sein, 5 Nullzeit-TG pro Tag zu machen und sehr sicher, 2 80m-TG im
selben Zeitraum. Hängt alles von einer ganzen Anzahl Faktoren ab. Diese
Faktoren zu erläutern und zu verstehen dauert aber i. d. R länger als ein
durchschnittlicher Tauchkurs (3 Tage).

>Wozu haben sich Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht, wenn diese
>keine Sinn machen würden?!?

Nun, die Leute z.B. von PADI haben sich diese Regeln ausgedacht, weil PADI
aus Gewinnstreben möglichst viel zahlende Kunden braucht, da es ein auf
Gewinnerzielung ausgerichtetes Unternehmen ist. Es gab mal Zeiten im
Tauchsport (war ca. so Mitte letzten Jahrhunderts ) da war man noch nicht
der Meinung, dass jeder, der das Wort "Tauchen" schreiben konnte auch unter
Wasser musste. Dort wurde anders ausgebildet. Tauchkurse dauerten in der
Regel mehrere Wochen und Monate, und bis man zum ersten Mal ein Tauchgerät
auf dem Rücken hatte, gingen einige Wochen ins Land, die mit übler Theorie,
öden Schwimmbadübungen und anderen niederen und wenig lustvollen
"Randtätigkeiten" zugebracht wurden. Das hat sich aber grundlegend geändert.

Heute dauern Tauchkurse i. d. R: 3 bis 4 Tage und um die Fähigkeiten derer,
die dann herauskommen, sieht es auch entsprechend aus.

Deshalb haben sich "Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht", damit es nicht
zu eine großen Anzahl von Unfällen in kurzer Zeit beim Tauchen kommt. Wer
nix kann und nix G'scheits gelernt hat, braucht halt beim Tauchen sehr enge
Grenzen, sonst wird es gefährlich.

Deshalb erzählen die Tauchorganisation ihnren Eleven auch den Unsinn von
"Tieftauchen ist Selbstmord", "Deko-Tg sind saugefährlich", wobei sie
geflissentlich verschweigen, dass jeder, der mit einem Atemgasgemisch, dass
er während des TG zu sich nimmt, einen Dekompressions-TG veranstaltet.
Vielleicht einen, bei dem er, wenn er Glück hat, stets "jederzeit"
aufsteigen kann, aber manchem ist das auch schon schlecht bekommen. Aber,
wenn man derart vereinfacht ausbildet, muss man halt eine Menge
Einschränkungen was die Richtigkeit des dargebotenen Leerstoffes
(Schreibweise ist Absicht) betrifft, machen.

>Wenn wir keine Begrenzungen und Guides hätten gäbe es
>sicher viel mehr Todesfälle beim Tauchen.

Die Logik ist falsch. Wenn es nur gut ausgebildete und erfahrene Taucher
gäbe, die sich nicht nur 1 bis 2 Wochen im Jahr mit Tauchsport beschäftigen,
bräuchten wir die Unterwasserkasper nicht. Und, es sind auch schon 'ne Menge
Guides dabei verunfallt, wenn sie trotz ihrer eigenen mangelnden
taucherischen Fähigkeiten erfahrenen Tieftauchern hinterhertauchen wollten,
und das leider nicht überstanden haben. Wäre jeder autonom beim Tauchen,
würde sowas nicht passieren.

>Was für mich auch absolut unklar ist ist die
>Tatsache, daß es Menschen
>gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas
>geben. Ich persönlich möchte
>auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.

Libe Kathrin, nimm' es nicht persönlich, aber Deine Sätze zeigen mir, wie
gut die Gehirnwäsche moderner "Tauchausbildung" funktioniert.

Bei jedem TG, wie bereits erwähnt, setzt Du Dich einem höheren
Umgebungsdruck aus, der dazu führt, dass sich Teile Deines Atemgasgemisches
in Deinem Körper lösen und beim Aufstieg (Druckentlastung) wieder
freigestezt werden. Es gibt eine Satz, der heißt "Jeder TG ist ein Deko-TG".
daher kannst Du auch nach jedem TG an einer Dekompressionskrankheit
erkranken, z. B. wenn Du Deine Aufsteigsgeschwindigkeit zu groß wähst, Du
vorher zu wenig Flüssigkeit aufgenommenhast, etc....

Wenn Du Dich über Dekompression informieren willst, lies ein paar Bücher
dazu. Ich empfehle Dir von Ehm "Tauchen noch sicherer", aus dem
Naglschmid-Verlag "Tauchsport-Seminare: Dekompression" oder andere Bücher
zum Tauchen, die Du auch in Deiner örtlichen Leihbibliothek finden kannst.
Auch auf meiner Webseite habe ich einiges an Informationen dazu
zusammengestellt.

.>Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht


>unüberlegt finde spreche ich
>mich klar und deutlich hier gegen
>solche Aufkleber aus!!!

Die Aktion ist sehr überlegt. Die Taucher, die sie initiert haben, haben
allesamt jeder mehrere Jahrzehnte Taucherfahrung. Die sind nicht durch die
Gehrinwäsche mancher moderner Tauchorgs gegangen sondern haben, trotz 'ner
großen Anzahl tiefer TG immer noch genug funktionierende Hirnzellen, um zu
erkennen, dass das, was heute im Tauchen stattfindet, eine Entwicklung ist,
die einerseits wenig wünschenswert und andererseits sehr gefährlich ist.
Dies deshalb, weil nämlich die Tauchschüler künstlich dumm gehalten und mit
strikten Regeln davon abgehalten werden sollen, Dinge zu tun, die man eben
per ordre de mufti als ablehnenswert einstuft weil man nicht mehr die
Fähigkeit und den Willen hat, sinnvoll auszubilden.

Viele Grüße

Peter
--
Visual Decompression 2.0 ist da! Kostenloser Download
unter http://www.peter-rachow.de

Dirk Macke

unread,
Oct 17, 2001, 4:11:31 AM10/17/01
to
Ein Troll, ganz bestimmt ein Troll :-) Wenn nicht, ja dann scheinen alle
Vorurteile gegenueber PAID-Tauchern zu stimmen. Was bedeuten wuerde, die
Realitaet ist schlimmer als das Gehacke in der ng :-)) Oder besser ":-("

Da ich aber trotzdem nicht widerstehen kann:

Kathrin wrote:
> Ich persönlich tauche noch nicht sehr lange habe aber den Sinn eines
> Guide schon lange erkannt.

Das ist ein Oxymoron.

> Ich bin davon überzeugt daß man beim Tauchen immer auf absolute
> Sicherheit gehen sollte.

Das beisst sich aber mit deiner Aussage davor :-))

> Wozu haben sich Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht, wenn diese
> keine Sinn machen würden?!?

Das ist ein Tippfehler (nehm' ich an). Richtig muss es heissen: "Wozu
haben sich Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht, die keinen Sinn
machen?!?" :-)

> Wenn wir keine Regeln hätten wäre unsere Unterwasserwelt bestimmt
> schon seit langem von Tauchern die ihre Finger nicht bei sich behalten
> können zerstört.

Jetzt musst du mal erklaeren, wieso ein Tiefenlimit einen Taucher davon
abhaelt, die Unterwasserwelt anzugrabbeln. Ich dachte immer, gerade im
Flachwasser gaebe es das meiste zu sehen? Ausserdem ist mir die
riffschaedigende Wirkung von Wechselatmungsaufstiegen noch nicht ganz
klar. Warum allerdings das Graben mit dem Tauchermesser (PADI OWD
Manual, wenn ich mich recht erinnere :-) die Umwelt schont, verstehe ich
einfach nicht.

> Wenn wir keine Begrenzungen und Guides hätten gäbe es
> sicher viel mehr Todesfälle beim Tauchen.

Wenn wir Begrenzungen fuer die Guides haetten, gaebe es sicher weniger
Todesfaelle, wolltest du sagen :-))

> Was für mich auch absolut unklar ist ist die Tatsache, daß es Menschen
> gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas geben.

Ausserhalb der PADI-Lehre gibt es TG, die ohne Deko nicht durchfuehrbar
sind...

> Ich persönlich möchte
> auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.

Dann solltest du nicht tauchen gehen. Ansonsten ist deine Kenntnis ueber
den Dekompressionsvorgang die beste Garantie dafuer, dass du irgendwann
'ne DCS haben wirst - egal, wie tief du tauchst. Aber eigentlich ist es
diese Aussage, an der ich meine, den Troll zu erkennen :-))

> Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht unüberlegt finde spreche ich
> mich klar und deutlich hier gegen solche Aufkleber aus!!!

OK, die Produktion wird eingestampft.

Gruss und troll dich,
Dirk

Petra Funk

unread,
Oct 17, 2001, 4:45:57 AM10/17/01
to
Hallo Kathrin,

Auch ich tauche noch nicht sehr lange und gehe (weil eben "nur"
Urlaubstaucherin), mehr oder weniger gerne mit Guide ins Wasser. Aber
meine recht kurze Unterwasser-Karriere hat mir schon vieles gelehrt!
Unter anderem, dass mein TL, der im Pool immer den Ausgang fand, den Weg
zum Boot nicht wirklich kennt ;-), dass es wichtig ist, dass Du auf Dich
aufpasst, und auf Dich aufpasst und hab ich's schon gesagt, auf Dich
aufpasst. Ich kann nicht unbedingt tiefer als 28 m tauchen (tiefer
wird's mir unheimlich, also bleib ich eben höher und gucke mir die
Fischlis da an), aber das wäre vielleicht anders, wenn ich üben würde...
Ich habe gelernt, dass es ziemlich sch... sein kann, hinter dem Guide in
ein Wrack zu tauchen, vor allem, wenn das Teil innen eng ist, man zu
dritt drin ist, eigentlich eh nicht rein wollte und dann noch zwei
Deppen reinplumpsen. Ist alles gut ausgegangen, aber Guide hin oder her,
manche haben halt tauch, andere nicht.
Und wenn hier Leute mit mehrjähriger Erfahrung und regelmässigem
Training unter Wasser nicht an der Hand gehalten werden wollen, dann
sollen sie das doch auch dürfen... Und wenn sie dazu einen Aufkleber
brauchen, ey, dann sollen sie den doch haben. Ich verbite ja auch
niemandem einen Aufkleber "ich bremse auch für Tiere" auf's Auto zu
pappen (obwohl ich als Hundehalterin nicht unbedingt für jedes Tier
bremsen würde), oder schwachsinnige Beknntnis-Aufkleber zu politischen
Parteien, selstam geformte Christfischlis oder ähnliches.

Also Kathrin, kauf Dir den Ehm (lohnt sich auch für PADI, SSI oder
ähnlich ausgebildete Taucher), lerne was Deko heisst und lerne, dass DCS
nicht nur von der Tauchtiefe oder der Begleitung durch einen Guide
abhängt!


Gruß


Petra

PS: Nein, ich will keinen Aufkleber...

Klaus Jaeckle

unread,
Oct 17, 2001, 5:52:26 AM10/17/01
to
geliebte_...@yahoo.de (Kathrin) wrote:
>Hallo,
>
>ich hoffe daß du kreativer Geist auch etwas Kritik vertragen kannst.
>Ich persönlich tauche noch nicht sehr lange habe aber den Sinn eines
>Guide schon lange erkannt.
>Ich bin davon überzeugt daß man beim Tauchen immer auf absolute
>Sicherheit gehen sollte.


Bezogen auf den Guide: nehmen, wenn er nuetzt, weglassen, wenn er schadet? So
war das doch gemeint?


>Wozu haben sich Leute z.B. von PADI Regeln ausgedacht, wenn diese
>keine Sinn machen würden?!?


Sinn fuer wen? Ah, ja, fuer PADI, sind ja deren Regeln. Und das sind die, die an
Dir verdienen. Bedenke: PADI ist *KEIN* Verband - sondern eine Profitorganisation.
Ja, die wollen Kohle machen.
Das muss sich nicht heissen, dass das fuer Dich schlecht ist.
Aber aus der Tatsache, dass jemand mein Geld will, kann ich nicht schliessen,
dass er mir Gutes tut.


Das PADI eine Profitorganisation ist, ist nix Boeses. Aber auch nix gutes. Es
ist halt so.
Soviel zu den Reglen, weil sie von PADI sind.


Was nicht heisst, das sie nicht gute (d.h. fuer die Taucher gute) Regeln haben -
dann liegts aber nicht daran, dass PADI sie sich ausgedacht hat, sondern PADI hat
sie, weil sie gut sind.
So hast Du aber nicht argumentiert ...


>Wenn wir keine Regeln hätten wäre unsere Unterwasserwelt bestimmt
>schon seit langem von Tauchern die ihre Finger nicht bei sich behalten
>können zerstört.Wenn wir keine Begrenzungen und Guides hätten gäbe es
>sicher viel mehr Todesfälle beim Tauchen.
>Was für mich auch absolut unklar ist ist die Tatsache, daß es Menschen
>gibt denen Dekompressionstauchgänge etwas geben.


Falls es ein richtiger Deko - TG ist: dann war das Ziel ganz sicher nicht die
Dekoschuld, sondern was anderes.


Sollte mir der Sinn nach blossem dekomprimieren stehen, kann ich auch auf 25m
abtauchen und so tun, als ob ich schon 15min auf 70m waer, Tabelle zuecken und
mich ne Weile auf Dekostufen "vergnuegen" (die dann wohl nicht notwendig waeren).
Bei "Extrem Decompressing" macht wir das dann im Blauwasser ganz ohne Fische oder
Riffe, die ablenken koennten ;-).
Macht aber keiner (wiewohl das ne interessante Uebung waer :),
also geht es den Leuten wohl nicht ums dekomprimieren als solchem ... gruebel ...
hm, ja, da waer noch die Isopressionsphase, waehrend *dieser* koennte das Ziel
des TG gelegen haben.


>Ich persönlich möchte
>auf keinen Fall an einer Dekompressionskrankheit erkranken.


Will keiner. Deswegen dekomprimiert man ja.


Merke: das Dekomprimieren ist gut, die Isopressionsphase, in der die Dekoschuld
aufgebaut wird, vielleicht nicht.
Dummerweise hat jeder TG, auch flache, ein Isopressionsphase.
Somit stehst Du vor einem argumentativen Problem: "Nur kleine Schulden, dafuer
nix zurueckzahlen" ist, bezogen auf das Konto Gesundheit, auch nicht der Weisheit
letzter Schluss.


>Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht unüberlegt finde spreche ich
>mich klar und deutlich hier gegen solche Aufkleber aus!!!


Niemand verlangt, dass alle den Aufkleber haben. Er ist fuer die, die ihn wollen.
Nimm halt keinen.


mfg
Klaus Jaeckle
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Peter Rachow

unread,
Oct 17, 2001, 7:32:03 AM10/17/01
to
Hallo Dirk,

>> Da ich die Aktion mit dem Aufkleber recht unüberlegt finde spreche ich
>> mich klar und deutlich hier gegen solche Aufkleber aus!!!
>
>OK, die Produktion wird eingestampft.

OK, hab's erledigt. Alle Aufkleber gehen sofort in den Recyclingmüll...

Viele Grüße

Peter
--
PADI-Master-Stoff-Instructor #08154711

Dirk Macke

unread,
Oct 17, 2001, 8:00:10 AM10/17/01
to
Peter Rachow wrote:

> OK, hab's erledigt. Alle Aufkleber gehen sofort in den Recyclingmüll...

Besten Dank :-))

Gruss,
Dirk

P.S.: Ich haette ja gedacht, du versenkst die Aufkleber... :-)

Petra Funk

unread,
Oct 17, 2001, 8:34:08 AM10/17/01
to

Dietmar Strey schrieb:
>
> Petra Funk schrub:


>
> >PS: Nein, ich will keinen Aufkleber...
>

> Vielleicht ein T-Shirt? ;-)
> Das Motiv "Freytaucher" würde vielleicht zu Dir passen.

Frag mich nochmal in 5 Jahren... ;-)

Gruß

Petra

Leo Ochsenbauer-Tessler

unread,
Oct 17, 2001, 8:47:58 AM10/17/01
to
hallo klaus und der rest der padi-feinde ;o)

ich bin es schon ein wenig leid, das ewige hickhack auf padi.

1. ich selbst bin (und steh dazu) padi-taucher. bevor ein aufschrei durch
die menge geht: ich heiße auch nicht alles gut, was padi tut oder anbietet,
aber im vergleich zu anderen assoziationen haben sie verdammt hohe
standards..

2. padi ist profitorientiert und redet den leuten (teilweise) zu viele kurse
ein: stimmt, aber einreden tut immer noch der tauchlehrer, der auch beratend
tätig sein sollte. so rate ich z.b. den schülern davon ab, gleich nach dem
owd den aowd zu machen, da sie vorher noch ein wenig tauchpraxis sammeln
sollen. andere schauen, dass die schüler gleich zu rescue durchmachen - was
ich unverantwortlich finde (wie soll ich jemandem helfen, wenn ich selbst
mich noch nicht im wasser zurechtfinde)

allerdings sind auch ALLE anderen tauchorganisationen, die weltweit
anerkannt sind, profitorientiert. oder glaubt hier etwa irgend jemand cmas,
ssi, oder wie sie auch alle heißen haben eine weltweite organisation
aufgebaut, um uneigennützig zu arbeiten? so bietet cmas z.b. einen
online-merchandising-shop an, kurse sind gebührenpflichtig, usw... (was ja
alles legitim ist, aber werft es nur nicht immer padi vor)

3. während der tauchausbildung (egal welcher verband) wird zumeist bereits
ein vorurteil der tauchlehrer gegenüber anderen verbänden an die schüler
weitergegeben - hier ist noch viel aufklärungsarbeit zu leisten: die schüler
sollten tauchen lernen, nicht andere verbände (egal welcher!) schlecht zu
machen

4. padi macht alles nur gegen geld und tut nichts für die taucher oder die
umwelt: blödsinn! padi hat die höchsten ausgaben aller verbände für
umweltschutz, arterhaltung, meeresreinigung usw. ohne diese aktivitäten
würden die weltmeere bald kein lohnenswertes taucherziel mehr darstellen
(überfischung, öltkatastrophen, umweltverschmutzungen, meereserwärmung)

keine andere organisation tut sich so einen aufwand auch nur annähernd an.

5. padi hat schlechte standards in der ausbildung, padi-taucher können nicht
wirklich tauchen, kurse werden im crashverfahren durchgeführt: blödsinn!

vergleicht man alle standards aller organisationen findet man extrem viele
übereinstimmungen. und padi waren die ersten, die standards aufgestellt
haben. die anderen haben sie zum Teil genommen und ihren bedürfnissen
entsprechend adaptiert.
der padi-vorstand hat vor kurzem sogar erklärt, allein zu tauchen kann
sicher sein, doch will padi nicht vom buddy-tauchen abgehen, da neben der
erhöhten sicherheit (z.b. 1 regler ist defekt, nicht jeder taucht mit 2
reglern, kann man immer noch am oktopus des partners mitatmen. z.b. beim
einstieg ist es rutschig, der partner kann dich abstützen. z.b. du bleibst
in einem wrack hängen - sogar mir schon passiert - der partner kann dir
helfen dich zu befreien, usw...) acuh der gemeinsame spass am tauche nim
vordergrund stehen soll.

während der grundausbildung lernt man bei allen organisationen annähernd das
selbe. bei der fortbildung sind die unterschiede in den einzelnen modulen,
so ist etwa bei cmas 2* der rescueanteil weitaus höher, dafür gibt es aber
bei padi einen eigenen kurs, in dem man NOCH mehr über erste hilfemaßnahmen
lernt - den rescue kurs bzw. hier sogar noch fortführend den medic first
aid. ist es sooo schlecht, hiefür einen bzw. zwei eigene kurse anzubieten?

in österreich ist es z.b. auch pflicht, neben dem führerscheinkurs fürs auto
einen erste hilfe-kurs zu absolvieren.... den könnte man doch dann auch
gleich in den führerscheinkurs integrieren?

padi sagt über die kursdauer folgendes: 5 schwimmbadmodule, 4
freiwassereinheiten, 5 theoriemodule mit 4 zwischentests und 1
abschlusstest. im theoriemodul wird videounterstützung verlangt,
theorievortrag des lehrers, fragen der schüler, durcharbeiten des
übungsbuches in heimarbeit (bei vielen tauchschule die ich kenne, ist das
buch bestandteil des kurses und im preis inkludiert bzw kann kostenlos
ausgeliehen werden, da es ja voraussetzung für den kurs ist, sei anfang des
jahres)

die schwimmbadmodule können auf wunsch des schülers weggelassen werden,
dafür finden die freiwassermodule im begrenzten (= abgesicherten) freiwasser
statt. im schwimmbad hat - meiner meinung nach - sowieso noch niemand
tauchen gelernt... die verhältnisse im schwimmbad sind absolut nicht mit
denen eines sees oder eines meeres vergleichbar, in 4 meter tiefe übuingen
durchzuführen ist sogar teilweise schwieriger im schwimmbad als in 5-6 meter
tiefe im meer.. und hat nichts mit können zu tun, tarieren lernt jedermann
sowieso erst wirklich durch andauernde praxis..

in welchem zeitraum man diese module absolviert ist doch jedem selbst
überlassen. ich kann all das in 3 monaten oder aber an einem verlängerten
wochenende machen...

am inhalt ändert dies absolut nichts. an den tauchfertigkeiten auch nichts.
jeder tauchschüler - egal welcher organisation - kann nach dem kurs NICHT
tauchen, er beherrscht nur die grundfertigkeiten. ich kenne viele
padi-taucher, die fleißig an sich weiter trainieren, und viele, die wirklich
nur 1x im jahr im urlaub tauchen wollen. aber ich kenne auch viele
cmas-taucher (und ganz wenige ssi-taucher ;o)) die ebenso verfahren.

nur weil viele von euch in den in deutschland (scheinbar) so beliebten
cmas-vereinen sind und dementsprechend natürlich viele gut ausgebildete und
oftmals tauchende freunde und bekannte haben, kann man aber nicht schließen,
dass alle cmas-taucher soooo toll im wasser sind.

genauso wie man nicht daraus schließen kann, wenn man miese padi-taucher im
wasser sieht, dass alle padi-taucher wappler sind..

können wir nicht alle einfach tauchen gehen, OHNE andauernd auf taucher
anderer verbände herum zu hacken oder die einzelnen organisationen schlecht
zu machen, nur weil es grad so lustig ist und einem sonst keine themen
einfallen?

sollten wir nicht das tauchen an sich genießen und uns darüber unterhalten?

bitte..

lg
leo

"Klaus Jaeckle" <jaec...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3bcd54da$1...@netnews.web.de...

Dirk Macke

unread,
Oct 17, 2001, 9:56:02 AM10/17/01
to
Leo Ochsenbauer-Tessler wrote:

> aber im vergleich zu anderen assoziationen haben sie verdammt hohe
> standards..

Z.B. das Weglassen der Deko-Problematik, das Nicht-Lehren der
Wechselatmung, das Propagieren von "Notaufstiegen"...?



> allerdings sind auch ALLE anderen tauchorganisationen, die weltweit
> anerkannt sind, profitorientiert. oder glaubt hier etwa irgend jemand cmas,
> ssi, oder wie sie auch alle heißen haben eine weltweite organisation
> aufgebaut, um uneigennützig zu arbeiten?

Nun ja, alle CMAS-TLs die ich kenne und soooooo wenige sind das nun
nicht, arbeiten ehrenamtlich.

> so bietet cmas z.b. einen
> online-merchandising-shop an, kurse sind gebührenpflichtig, usw...

Das gilt aber nur fuer die kommerzielle CMAS-Schiene. Du unterschlaegst
dabei die vielen TLs und UELs die nicht-kommerziell ausbilden. IMHO
verteidigt in dieser NG niemand 'nen TLB... :-)

> 5. padi hat schlechte standards in der ausbildung, padi-taucher können nicht
> wirklich tauchen, kurse werden im crashverfahren durchgeführt: blödsinn!

Etwas weiter unten schreibst du dann, dass die Schwimmbadausbildung auf
Wunsch des Schuelers (!!! der weiss doch noch gar nicht, ob er die
braucht oder nicht !!!) ausgelassen werden kann und die Ausbildung an
einem verlaengerten Wochenende stattfinden kann. Ich wuerde das schon
'crashverfahren' nennen.



> und padi waren die ersten, die standards aufgestellt
> haben.

Das halte ich fuer ein Geruecht.

> die anderen haben sie zum Teil genommen und ihren bedürfnissen
> entsprechend adaptiert.

Bitte nenne einen PADI-Standard den z.B. die CMAS "ihren beduerfnissen
entsprechend adaptiert" hat.

> während der grundausbildung lernt man bei allen organisationen annähernd das
> selbe.

Stimmt nicht, s.o. (Deko, Wechselatmung...)

> bei der fortbildung sind die unterschiede in den einzelnen modulen,
> so ist etwa bei cmas 2* der rescueanteil weitaus höher, dafür gibt es aber
> bei padi einen eigenen kurs, in dem man NOCH mehr über erste hilfemaßnahmen
> lernt

ROTFL. Bitte, bitte, erklaer' mir was man im Rescue-Kurs lernt, was
nicht jeder Taucher mit einem Erste-Hilfe-Kurs und einem Mindestmass an
Interesse an Tauchmedizin sowieso weiss. Und was bitte ist der
'rescue-anteil' bei CMAS**?

> - den rescue kurs bzw. hier sogar noch fortführend den medic first
> aid. ist es sooo schlecht, hiefür einen bzw. zwei eigene kurse anzubieten?

Das ist Geldschneiderei. Statt einem 'Medic First Aid Kurs' macht man
besser einen Erste-Hilfe-Kurs (der dauert allerdings etwas laenger,
dafuer lernt man mehr) und mit einer TSR und/oder Medizin Praxis
Fortbildung willst du das ja wohl nicht ernsthaft vergleichen?!



> in österreich ist es z.b. auch pflicht, neben dem führerscheinkurs fürs auto
> einen erste hilfe-kurs zu absolvieren.... den könnte man doch dann auch
> gleich in den führerscheinkurs integrieren?

Waere 'ne gute Idee. Auch in D!



> in welchem zeitraum man diese module absolviert ist doch jedem selbst
> überlassen. ich kann all das in 3 monaten oder aber an einem verlängerten
> wochenende machen...

Wenn du eine komplette Theorie- und Praxisausbildung an einem Wochenende
machen kannst, meinst du nicht, dass das dann einiges ueber den Inhalt
des Kurses aussagt? Wuerdest du gerne mit jemandem die Fahrbahn teilen,
der seinen Fuehrerschein an einem Wochenende (Theorie & Praxis) gemacht
hat, um bei deinem Beispiel zu bleiben? Die Fuehrerscheintheorie ist
sicher nicht umfangreicher als die Theorie fuer einen Tauchschein... Und
Autofahren lernt man auch nur durch jahrelange Praxis :-))

> nur weil viele von euch in den in deutschland (scheinbar) so beliebten
> cmas-vereinen sind

Naja, durch die kommerzielle Ausrichtung von PADI gibt's eben nicht
viele PADI-Vereine... Und wenn du in D einen Sportverein gruenden
willst, dann wird der bis auf ganz wenige Ausnahmen im DSB (Deutscher
Sportbund) organisiert sein - fuer's Tauchen heisst das i.d.R. VDST und
damit Ausbildung nach CMAS. Was du mit "scheinbar" meinst, ist mir also
nicht ganz klar. (In Deutschland sind auch DJB Kampfsportvereine
"scheinbar" beliebt. Aus aehnlichen Gruenden :-)

> und dementsprechend natürlich viele gut ausgebildete und
> oftmals tauchende freunde und bekannte haben, kann man aber nicht schließen,
> dass alle cmas-taucher soooo toll im wasser sind.

Aber es ist doch irgendwie eigenartig das ziemlich viele der "oftmals
tauchenden freunde und bekannten" *nicht* bei PADI ausgebildet sind...

> können wir nicht alle einfach tauchen gehen, OHNE andauernd auf taucher
> anderer verbände herum zu hacken oder die einzelnen organisationen schlecht
> zu machen, nur weil es grad so lustig ist und einem sonst keine themen
> einfallen?

Das wuerde *dann* gehen, wenn nicht die Taucher anderer Verbaende,
nehmen wir als Beispiel PADI, ihre Ausbildungsphilosophien dem Rest der
Welt verkuenden wuerden. I.d.R. sind es nicht die Ganzjahres-, Tief- und
Vieltaucher, die dem Anfaenger erzaehlen, er wuerde sich umbringen, wenn
er mal ein paar Meter tiefer taucht als sein Verband vorschreibt, oder
5min Deko hat, sondern umgekehrt.

> sollten wir nicht das tauchen an sich genießen und uns darüber unterhalten?

Tun wir doch gerade :-)

Gruss,
Dirk

Klaus Jaeckle

unread,
Oct 17, 2001, 10:16:37 AM10/17/01
to
Hallo Leo,
da ging was in den falschen Hals ;-).


Mein Kommentar zur Glaeubigkeit an PADI und deren Regeln war:


>>Das muss sich nicht heissen, dass das fuer Dich schlecht ist.
>>Aber aus der Tatsache, dass jemand mein Geld will, kann ich nicht schliessen,
>>dass er mir Gutes tut.
>>
>> Das PADI eine Profitorganisation ist, ist nix Boeses. Aber auch nix gutes.
>Es
>> ist halt so.


Wie leitest Du da jetzt Feindschaft ab?


Das ganze war in der Begruendung, warum man Regeln von PADI nicht ungefragt fuer
das einzig richtige nehmen soll.
Da wir zumindest teilweise verschiedene Ziele haben, sind manchmal
Interessenkonflikte vorprogrammiert.
Beispiel waren ja Tauchgaenge, die Dekompression erfordern.


Ich bin nun mal der Meinung, dass man die Kinder beim Namen nennen muss.
Und eine Profitorganisation ist fuer mich etwas anderes, als ein Verband, der
Wettkaempfe organisiert, in dem Leute ehrenamtlich arbeiten. Zugegeben,
Flossenschwimmen oder Unterwasserrugy sind nicht jedermannssache - aber
Sporttauchen ist das auch (mit mehr Betonung auf Sport :-).


Bezogen auf die Ausbildung: wo Du eine adaequate Ausbildung her hast, ist egal.
Nur, durch blosse PADI - Ausbildung wirst Du nicht PADI - Taucher. Sowenig, wie
ich "Fahrschule - Wetzig - Autofahrer" bin.


Sobald man im Namen von XY handelt oder Repraesentant von XY kann man sich XY -
Funktionaer, von mir aus PADI-Tauchlehrer, CMAS-Aufsichtsrat oder wie in meinem
Falle SUSV - B-Kader Schiedsrichter nennen.


Soviel mal, um ein paar Begrifflichkeiten auseinanderzuklamuesern. Oder von mir
aus, um zu verdeutlichen, wie ich es sehe.


Nochmal: ich bin ein Freund davon, die Kinder beim Namen zu nennen.
Dann ist es auch einfacher, zu beurteilen, inwieweit die Interessen
deckungsgleich sind.


Dass man Regeln nehmen soll, weil sie gut sind (unabhaengig von der
Organisation), darauf hatte ich auch hingewiesen.


Ich habe auch nicht PAID (mit AI) geschrieben, noch habe ich das Stichwort PADI
eingefuehrt, das war die Vorrednerin.


So, nachdem das jetzt eroertert wurde, kannst Du was zum Thema Guide oder
Dekompression sagen, um das es eigentlich ging ?
;-))


Dein
"Fahrschule - Wetzig - Autofahrer" Klaus Jaeckle

Bernd Markgraf

unread,
Oct 17, 2001, 11:36:04 AM10/17/01
to
Dietmar Strey <nur_fu...@gmx.de> writes:
> Vielleicht ein T-Shirt? ;-)
gibt's da jetzt auch schon tshirts zu?

> Das Motiv "Freytaucher" würde vielleicht zu Dir passen.

wie sieht das aus? gibts ne vorschauversion im netz? wenn huebsch
aussieht, dann nehm ich auch eins :-)


berny

--
_________________________________________________________________________
Bernd Markgraf Otto-von-Guericke-Universitaet
mark...@mail.cs.uni-magdeburg.de Magdeburg
http://www.cs.uni-magdeburg.de/~markgraf Germany

Leo Ochsenbauer-Tessler

unread,
Oct 17, 2001, 11:39:39 AM10/17/01
to
hi dirk,

siehe anmerkungen:

>
> > aber im vergleich zu anderen assoziationen haben sie verdammt hohe
> > standards..
>
> Z.B. das Weglassen der Deko-Problematik, das Nicht-Lehren der
> Wechselatmung, das Propagieren von "Notaufstiegen"...?

seit wann wird bei padi dekoproblematik und wechseatmung weggelassen? also
wir unterrichten immer noch die notfallsdekompression, die umstände was deko
ist und wie sie auftreten kann (stimme hier auch euch allen zu und
widerspreche der padi-taucherin ;o), padi lehrt aber nicht, DASS man
dekotauchgänge über die grundzeiten des RDP hinaus vornehmen soll (also im
wahrsten sinne des wortes dekompressionsPFLICHTIGE tauchgänge). ein
sicherheitsstopp ist KEIN dekostopp...

und wechselatmung wird bei der owd-ausbildung gelehrt, mit dem zusatz, dass
es eines der letzten mittel zur hilfe sein soll (da als ungeübter taucher
man hier einiges falsch machen kann). reihenfolge zb. laut padi beim
notaufstieg: 1. normaler aufstieg 2. aufstieg mit oktopusatmung 3.
schwimmender kontrollierter notaufstieg 4. wechselatmung 5.
unkontrollierter notaufstieg

>
> > allerdings sind auch ALLE anderen tauchorganisationen, die weltweit
> > anerkannt sind, profitorientiert. oder glaubt hier etwa irgend jemand
cmas,
> > ssi, oder wie sie auch alle heißen haben eine weltweite organisation
> > aufgebaut, um uneigennützig zu arbeiten?
>
> Nun ja, alle CMAS-TLs die ich kenne und soooooo wenige sind das nun
> nicht, arbeiten ehrenamtlich.

och, und die ganzen tauchlehrer auf den cmas-basen weltweit wohl auch? na
komm, bleiben wir doch ein wenig realistisch..

>
> > so bietet cmas z.b. einen
> > online-merchandising-shop an, kurse sind gebührenpflichtig, usw...
>
> Das gilt aber nur fuer die kommerzielle CMAS-Schiene. Du unterschlaegst
> dabei die vielen TLs und UELs die nicht-kommerziell ausbilden. IMHO
> verteidigt in dieser NG niemand 'nen TLB... :-)
>
> > 5. padi hat schlechte standards in der ausbildung, padi-taucher können
nicht
> > wirklich tauchen, kurse werden im crashverfahren durchgeführt: blödsinn!
>
> Etwas weiter unten schreibst du dann, dass die Schwimmbadausbildung auf
> Wunsch des Schuelers (!!! der weiss doch noch gar nicht, ob er die
> braucht oder nicht !!!) ausgelassen werden kann und die Ausbildung an
> einem verlaengerten Wochenende stattfinden kann. Ich wuerde das schon
> 'crashverfahren' nennen.
>

ein verantwortungsvoller tauchlehrer versucht einen schüler, bei dem er
probleme befürchtet, dazu zu bringen, das schwimmbad doch zu machen... aber
da stimme ich dir zu, mit dieser möglichkeit geh ich auch nicht immer
anher... aber in vielen fällen kann man sich das schwimmbad (meiner
persönlichen meinung nach) wirklich schenken..

> > und padi waren die ersten, die standards aufgestellt
> > haben.
>
> Das halte ich fuer ein Geruecht.
>
> > die anderen haben sie zum Teil genommen und ihren bedürfnissen
> > entsprechend adaptiert.
>
> Bitte nenne einen PADI-Standard den z.B. die CMAS "ihren beduerfnissen
> entsprechend adaptiert" hat.

sorry, so genau kenn ich cmas auch nicht... hab noch keinen crossover
gemacht ;o)

>
> > während der grundausbildung lernt man bei allen organisationen annähernd
das
> > selbe.
>
> Stimmt nicht, s.o. (Deko, Wechselatmung...)

stimmt doch.. s.o. ;o)

>
> > bei der fortbildung sind die unterschiede in den einzelnen modulen,
> > so ist etwa bei cmas 2* der rescueanteil weitaus höher, dafür gibt es
aber
> > bei padi einen eigenen kurs, in dem man NOCH mehr über erste
hilfemaßnahmen
> > lernt
>
> ROTFL. Bitte, bitte, erklaer' mir was man im Rescue-Kurs lernt, was
> nicht jeder Taucher mit einem Erste-Hilfe-Kurs und einem Mindestmass an
> Interesse an Tauchmedizin sowieso weiss. Und was bitte ist der
> 'rescue-anteil' bei CMAS**?
>

taucher aus dem wasser bringen (heb mal ohne kenntnis einen 100 kg taucher
aus dem wasser raus..), richtige vorgehensweise bei der notfallskette,
anzeichen von tauchkrankheiten, verfahren bei vergiftungserscheinung in
verbindung mit tauchunfällen, wiederbelebung schwimmend, bergen eines
tauchers unter wasser, richtiges vorgehen dabei, usw..

also ich habe das beim erste hilfe kurs des roten kreuzes nicht gelernt...

und was den rescue-anteil des cmas 2* betrifft, ich weiß es zwar nicht
genauer, aber bilde mir ein, gehört zu haben, da wird bergen eines tauchers,
wiederbelebung usw. unterichtet? ist das nicht richtig


> > - den rescue kurs bzw. hier sogar noch fortführend den medic first
> > aid. ist es sooo schlecht, hiefür einen bzw. zwei eigene kurse
anzubieten?
>
> Das ist Geldschneiderei. Statt einem 'Medic First Aid Kurs' macht man
> besser einen Erste-Hilfe-Kurs (der dauert allerdings etwas laenger,
> dafuer lernt man mehr) und mit einer TSR und/oder Medizin Praxis
> Fortbildung willst du das ja wohl nicht ernsthaft vergleichen?!
>

padi schreibt den medic first aid nicht vor, man kann auch den erste hilfe
kurs einer rettungsorganisation besuchen (ist vom tauchlehrer so den
schülern zu erklären). der kurs (fortführender kurs zu rescue-kurs) ist auch
nicht vorschrift für die berufliche schiene bei padi. da muss man den kurs
oder einen aktuellen erste hilfe-kurs vorweisen können

> > in österreich ist es z.b. auch pflicht, neben dem führerscheinkurs fürs
auto
> > einen erste hilfe-kurs zu absolvieren.... den könnte man doch dann auch
> > gleich in den führerscheinkurs integrieren?
>
> Waere 'ne gute Idee. Auch in D!
>
> > in welchem zeitraum man diese module absolviert ist doch jedem selbst
> > überlassen. ich kann all das in 3 monaten oder aber an einem
verlängerten
> > wochenende machen...
>
> Wenn du eine komplette Theorie- und Praxisausbildung an einem Wochenende
> machen kannst, meinst du nicht, dass das dann einiges ueber den Inhalt
> des Kurses aussagt? Wuerdest du gerne mit jemandem die Fahrbahn teilen,
> der seinen Fuehrerschein an einem Wochenende (Theorie & Praxis) gemacht
> hat, um bei deinem Beispiel zu bleiben? Die Fuehrerscheintheorie ist
> sicher nicht umfangreicher als die Theorie fuer einen Tauchschein... Und
> Autofahren lernt man auch nur durch jahrelange Praxis :-))
>

hmm, in österreich kann man in einem intensivkurs an zwei tagen den
führerschein machen.... fahren kann man - wie du richtig sagst, so oder so
nicht...

> > nur weil viele von euch in den in deutschland (scheinbar) so beliebten
> > cmas-vereinen sind
>
> Naja, durch die kommerzielle Ausrichtung von PADI gibt's eben nicht
> viele PADI-Vereine... Und wenn du in D einen Sportverein gruenden
> willst, dann wird der bis auf ganz wenige Ausnahmen im DSB (Deutscher
> Sportbund) organisiert sein - fuer's Tauchen heisst das i.d.R. VDST und
> damit Ausbildung nach CMAS. Was du mit "scheinbar" meinst, ist mir also
> nicht ganz klar. (In Deutschland sind auch DJB Kampfsportvereine
> "scheinbar" beliebt. Aus aehnlichen Gruenden :-)

in österreich ist der öst. tauchsportverband z.b. nicht so beliebt, weil der
keine cmas-berechtigung hat... natürlich mach ich meinen tauchschein nach
möglichkeit dort, wo ich weiß dass es weltweit akzeptiert wird UND wenig
geld kostet (bei vereinen in deutschland zahlt man teilweise nur einige mark
hab ich mir sagen lassen). aber daraus auf die qualität zu schließen finde
ich etwas gewagt..

>
> > und dementsprechend natürlich viele gut ausgebildete und
> > oftmals tauchende freunde und bekannte haben, kann man aber nicht
schließen,
> > dass alle cmas-taucher soooo toll im wasser sind.
>
> Aber es ist doch irgendwie eigenartig das ziemlich viele der "oftmals
> tauchenden freunde und bekannten" *nicht* bei PADI ausgebildet sind...

siehe meine meinung zum deutschen verbandswesen

>
> > können wir nicht alle einfach tauchen gehen, OHNE andauernd auf taucher
> > anderer verbände herum zu hacken oder die einzelnen organisationen
schlecht
> > zu machen, nur weil es grad so lustig ist und einem sonst keine themen
> > einfallen?
>
> Das wuerde *dann* gehen, wenn nicht die Taucher anderer Verbaende,
> nehmen wir als Beispiel PADI, ihre Ausbildungsphilosophien dem Rest der
> Welt verkuenden wuerden. I.d.R. sind es nicht die Ganzjahres-, Tief- und
> Vieltaucher, die dem Anfaenger erzaehlen, er wuerde sich umbringen, wenn
> er mal ein paar Meter tiefer taucht als sein Verband vorschreibt, oder
> 5min Deko hat, sondern umgekehrt.
>

hmm, machen cmas-taucher das nicht umgekehrt genauso? und wieso darf ich
nicht die meinung vertreten, dass ich tieftauchgänge für schwachsinn halte?
nur weil es padi sagt? zählt meine eigene meinung nichts weil sie irgendeine
organsiation auch vertritt?

und 5 minuten über der dekogrenze o.ä. wird sogar von padi im owd-kurs
unterichtet. dort heißt es dann eben wörtlich "sollte einmal irrtümlich die
nullzeit um mehr als 5 minuten überschritten worden sein..."

und ich bin ganzjahrestaucher, der tieftauchgänge auf keinen fall empfiehlt,
im gegenteil sogar versucht die leute davon abzuhalten....

bin ich jetzt deswegen ein schlechter taucher?

> > sollten wir nicht das tauchen an sich genießen und uns darüber
unterhalten?
>
> Tun wir doch gerade :-)
>

meine rede ;o) das ist ja auch eine interessante diskussion..

> Gruss,
> Dirk

gruss leo


Dirk Macke

unread,
Oct 17, 2001, 12:27:00 PM10/17/01
to
Leo Ochsenbauer-Tessler wrote:

> seit wann wird bei padi dekoproblematik und wechseatmung weggelassen? also
> wir unterrichten immer noch die notfallsdekompression,

Naja, "Notfalldekompression" ist wohl kaum das, was ich meine. IMHO ist
diese Kiste gefaehrlich. Man sollte Tauchschuelern beibringen, wie das
mit der Dekompression funktioniert, damit sie eben keine
"Notfalldekompression" machen (muessen), sondern sauber (und sicher)
austauchen koennen.

> und wechselatmung wird bei der owd-ausbildung gelehrt, mit dem zusatz, dass
> es eines der letzten mittel zur hilfe sein soll

Ich kenne ausschliesslich PADI-Taucher, die es nicht gelernt haben und
habe von mindestens drei OSWI und einem CD die Information, dass die
Wechselatmung optionaler Bestandteil der OWD-Ausbildung ist und PADI
*empfiehlt*, die Wechselatmung *nicht* zu lehren (weil zu gefaehrlich).

> > Nun ja, alle CMAS-TLs die ich kenne und soooooo wenige sind das nun
> > nicht, arbeiten ehrenamtlich.
>
> och, und die ganzen tauchlehrer auf den cmas-basen weltweit wohl auch? na
> komm, bleiben wir doch ein wenig realistisch..

Ich kann nur ueber die TLs reden, die ich kenne. Und das sind entweder
welche, die sich damit ihre Broetchen verdienen (alle PADI, ein paar
noch zusaetzlich SSI & BSAC), oder welche die ehrenamtlich ausbilden
(alle VDST/CMAS oder DLRG). Also entweder hast du andere Erfahrungen
gemacht oder eine Statistik. Mir fallen aber spontan ausser in der
Tuerkei, Spanien und FRankreich auch gar keine nicht-PADI-Basen ein...?!



> ein verantwortungsvoller tauchlehrer versucht einen schüler, bei dem er
> probleme befürchtet, dazu zu bringen, das schwimmbad doch zu machen...

"Versucht"?? D.h. wenn der Schueler nicht will, muss er nicht ins
Schwimmbad, auch wenn der TL Probleme befuerchtet??????

> aber in vielen fällen kann man sich das schwimmbad (meiner
> persönlichen meinung nach) wirklich schenken..

So tauchen die frischgebackenen OWDs dann auch... :-))



> sorry, so genau kenn ich cmas auch nicht... hab noch keinen crossover
> gemacht ;o)

Was denn nun, du kennst CMAS nicht so genau, vergleichst aber dennoch??!

> stimmt doch.. s.o. ;o)

Es kommt nicht auf das Inhaltsverzeichnis, sondern den Inhalt an.



> taucher aus dem wasser bringen (heb mal ohne kenntnis einen 100 kg taucher
> aus dem wasser raus..),

CMAS*

> richtige vorgehensweise bei der notfallskette,

Grundtauchschein

> anzeichen von tauchkrankheiten,

Grundtauchschein

> verfahren bei vergiftungserscheinung in
> verbindung mit tauchunfällen,

Grundtauchschein

> wiederbelebung schwimmend,

Bitte? Vielleicht sollte mal jemand das curriculum ueberarbeiten...

> bergen eines
> tauchers unter wasser, richtiges vorgehen dabei, usw..

CMAS*

> also ich habe das beim erste hilfe kurs des roten kreuzes nicht gelernt...

Noe, aber du haettest es beim CMAS* gelernt. Das ist ein kleiner Auszug
von den "weiterfuehrenden Ausbildungsinhalten" - du sprichst immerhin
vom Rescue-Kurs - die bei CMAS eben Bestandteil der Grundausbildung
sind.



> und was den rescue-anteil des cmas 2* betrifft, ich weiß es zwar nicht
> genauer, aber bilde mir ein, gehört zu haben, da wird bergen eines tauchers,
> wiederbelebung usw. unterichtet? ist das nicht richtig

Doch, auch. Aber Bergung ist bereits Bestandteil des CMAS*.



> padi schreibt den medic first aid nicht vor, man kann auch den erste hilfe
> kurs einer rettungsorganisation besuchen (ist vom tauchlehrer so den
> schülern zu erklären). der kurs (fortführender kurs zu rescue-kurs) ist auch
> nicht vorschrift für die berufliche schiene bei padi. da muss man den kurs
> oder einen aktuellen erste hilfe-kurs vorweisen können

D.h. als kommerzieller PADI-TL muss man diese Bergetechniken,
Wiederbelebung im WAsser usw. usw. NICHT koennen?? Weil Rescue ist nicht
Vorraussetzung, OWD&AOWD lehrt es nicht und im Erste Hilfe Kurs bei den
Maltesern lernst du es ja auch nicht. Seltsam...


> hmm, in österreich kann man in einem intensivkurs an zwei tagen den
> führerschein machen.... fahren kann man - wie du richtig sagst, so oder so
> nicht...

WAS???



> > Aber es ist doch irgendwie eigenartig das ziemlich viele der "oftmals
> > tauchenden freunde und bekannten" *nicht* bei PADI ausgebildet sind...
>
> siehe meine meinung zum deutschen verbandswesen

Ich seh' den Zusammenhang jetzt nicht?!



> hmm, machen cmas-taucher das nicht umgekehrt genauso?

Also mir hat noch kein CMAS-Taucher erzaehlt, dass ich bis 18m (oder von
mir aus auch 30m) keine DCS kriegen kann... Von PADI-Tauchern hoere ich
sowas regelmaessig im Urlaub.

> und wieso darf ich
> nicht die meinung vertreten, dass ich tieftauchgänge für schwachsinn halte?

Darfst du, aber bei PADI tauchern ist i.d.R. alles jenseits der 30m ein
Tieftauchgang...! Oder wie war das mit dem "Technical Deep Diver" wo man
sichere TG bis 40m lernt?! Aber wieso kramst du jetzt die
Tieftauch-Kiste 'raus? Geht's dir nur darum, dass andere Leute tiefer
tauchen als du, oder hast du noch Popcorn uebrig? :-))

> und 5 minuten über der dekogrenze o.ä. wird sogar von padi im owd-kurs
> unterichtet. dort heißt es dann eben wörtlich "sollte einmal irrtümlich die
> nullzeit um mehr als 5 minuten überschritten worden sein..."

Das Problem ist: Der PADI Taucher hat in diesem Fall *nicht* gelernt,
was er tun muss. Er macht dann eine "Notfalldekompression" - und hat
keine Ahnung, was er je nach Tauchprofil wirklich haette tun sollen.


> und ich bin ganzjahrestaucher, der tieftauchgänge auf keinen fall empfiehlt,
> im gegenteil sogar versucht die leute davon abzuhalten....

Siehst du? Du bist PADI-Taucher und meinst Leute vom Tieftauchen
abhalten zu muessen. Mag ja Zufall sein, ist aber irgendwie genau das,
was ich ein paar Absaetze vorher geschrieben habe.

Gruss,
Dirk

joerg hahn

unread,
Oct 17, 2001, 12:56:03 PM10/17/01
to
Dirk schrub:

> ........Wenn nicht, ja dann scheinen alle Vorurteile gegenueber


> PAID-Tauchern zu stimmen. Was bedeuten wuerde, die Realitaet ist schlimmer

> als....

Hallo Dirk,

Voll normaal, das. Du bist schon lange von der Realität geradezu
überrannt.... ;-)
Das ist die heutige Spass und Freizeit-Generation.
Ansich nicht weiter schlimm, aber die ist mit ihren Ansichten
meinungsbildend und einflussreich.

Herzliche Anteilname
Jörg


Matthias Voss

unread,
Oct 17, 2001, 1:05:08 PM10/17/01
to
Leo,
Das glaubst du nicht wirklich . Das Geld geht doch für die
Weihrauchkampagnen ( Werbung statt Aktion) drauf.
Effektiv wäre ein Vorgehen á la Paul Watson.
Gruß
Matthias


Leo Ochsenbauer-Tessler schrieb:

Kathrin

unread,
Oct 17, 2001, 1:13:01 PM10/17/01
to
Hallo,

Ich denke nicht, daß ich mich einer Gehirnwäsche während meiner
Tauchausbildung unterzogen habe.
Ich glaube auch, daß man irgendwann in der Lage sein muß auch ohne
Guide tauchen zu gehen. Davon bin ich übrigens noch sehr weit
entfernt. Da ich bei meinen ersten Tauchgängen sehr unsicher war war
es für mich oft sehr wichtig eine Guide bzw. einen Tauchlehrer dabei
zu haben.
Sicherlich hat mein Bedürfnis einen Guide beim Tauchen dabei zu haben
etwas damit zu tun daß ich blutjunger Anfänger in Sachen Tauchen bin.
Wer weiß, vielleicht tauche ich auch eines Tages ohne Guide, aber
meine gute Meinung über Guides werde ich bestimmt nicht verlieren.
Wenn ich ehrlich bin würde ich selbst gern irgendwanneinmal als Guide
arbeiten.
Von meiner guten Meinung über PADI werde ich übrigens auch sicher nie
abweichen.
Vielleicht hat die Gehirnwäsche doch gewirkt:)).

Gruß, Kathrin.

Thomas Sauermann

unread,
Oct 17, 2001, 1:20:28 PM10/17/01
to
Zu den
> Regeln, wenn morgen eine Regel rauskommt in der es heißt, ich muß jedes
> Jahr min. 5 80m TG machen, würde ich die Regel brechen,

Bitte lieber Gott, mach dass es einen Verband gibt der solche Regeln
aufstellt!

mfg Thomas


Peter Rachow

unread,
Oct 17, 2001, 1:55:02 PM10/17/01
to
Hallo Leo,

>also wir unterrichten immer noch die
>notfallsdekompression, die umstände was deko
>ist und wie sie auftreten kann

<High-Volume-Modus>
Leo, das ist doch der eklatante Fehler in dem Denkansatz von PADI! Wenn man
das Wort "Notfal" immer immer im Kausalzusammenhang mit dem Begriff
"Dekompression" verwendet, kommt doch genau so etwas heraus, wie das
Statement von Kathrin!
</High-Volume-Modus>

Dann heißt es nur noch Dekompressionstauchgang=Notfallsituation. So zu
"argumentieren" ist doch Sch....!

Da wird ein neuer Begriff eingeführt, weil eine Ausbildungsorganisation
(nach eigenem Bekunden "The way the world learns to di(v)e!") nicht in der
Lage ist, im normalen Sporttauchertauchbereich (ohne den "RecTec"-Quatsch)
eine adäquate Ausbildung darin anzubieten, was jeder Taucher früher oder
später brauchen wird, das Beherrschen von Dekomressionstheorie und -praxis.
Stattdessen wird das einfach ausgeklammert. Was nicht sein kann nicht sein
darf.

>und wechselatmung wird bei der owd-ausbildung
>gelehrt, mit dem zusatz, dass
>es eines der letzten mittel zur hilfe sein soll
>(da als ungeübter taucher
>man hier einiges falsch machen kann).

Meines Wissens ist das fakultativ, der Instructor entscheidet das.

>reihenfolge zb. laut padi beim
>notaufstieg: 1. normaler aufstieg 2. aufstieg mit oktopusatmung 3.
>schwimmender kontrollierter notaufstieg 4. wechselatmung 5.
>unkontrollierter notaufstieg

Nachfrage: Was ist ein "schwimmender kontrollierter notaufstieg". Wer
schwimmt da kontrolliert?

[...]

>und wieso darf ich nicht die meinung vertreten, dass
>ich tieftauchgänge für schwachsinn halte?
>nur weil es padi sagt? zählt meine eigene
>meinung nichts weil sie irgendeine
>organsiation auch vertritt?

Ich lasse Dir gerne Deine Meinung, auch wenn ich sie für grundfalsch halte.
Ich halte es nur für unwahrscheinlich, dass Leute aus freien Stücken heraus
zu solchen Ansichten kommen können. Ich denke, da steckt immer der
"taucherische Werdegang" dahinter. Du hast Deine Ausbildung bei PADI
gemacht. Meiner Ansicht nach wirst Du zugeben müssen, dort Deine primären
Wertmaßstäbe was die Ausübung des Tauchsports betrifft, erhalten zu haben.

Wenn Du umgekehrt bei einer Org gelandet wärst, die gesagt hätte, es sei das
Normalste von der Welt, 60 Meter tief mit Luft zu tauchen, würdest Du heute
wahrscheinlich andere Ansichten verteten. In der Soziologie nennt man solch
einen Vorgang 'Sozialisation', d. h. die sich entwickelnden Wertmaßstäbe des
Individuums richten sich an den Wertmaßstäben der umgebenden sozialen
Realität aus. Und die war bei Dir halt PADI.

Du kannst ja nachgerade von Glück sagen, dass es hier in der NG auch
Opponenten gibt, die Dich auf den rechten Pfad der Tugend zurückführen
wollen. ;-)))

>und 5 minuten über der dekogrenze o.ä. wird sogar von padi im owd-kurs
>unterichtet. dort heißt es dann eben wörtlich "sollte einmal irrtümlich die
>nullzeit um mehr als 5 minuten überschritten worden sein..."

Man überschreitet keine Nullzeit irrtümlich. Es ist kein Irrtum, diese
magisch vergötterte Nullzeitgrenze zu überschreiten. Es ist auch nicht
gefährlich. Man soll den Leuten in der Ausbildung sogar zeigen wie man das
planen und sicher durchführen kann. Dann hat es endlich ein Ende mit dem
Gewäsch von "Notfalldeko", "Irrtum", "Sicherheitsstopp" usw.. Dann gibt es
Deko-TG und nicht-dekompressionspflichtige TG. Und das war's.

>und ich bin ganzjahrestaucher, der tieftauchgänge
>auf keinen fall empfiehlt, im gegenteil sogar versucht
>die leute davon abzuhalten....

Doch hoffentlich nicht, indem Du denen die Geschichte vom Sensenmann
erzählst?

>bin ich jetzt deswegen ein schlechter taucher?

Was hat das damit zu tun? Ich würde sagen, Du bist ein Taucher, der seine
Ausbildung dringend verbreitern sollte und versuchen müss auch mal über den
Tellerand hinauszusehen. Aber selbiges ließe sich auch von Frey-, Tief- und
sonstigen unorthodoxen Tauchern behaupten.

Viele Grüße

Peter
--
http://www.peter-rachow.de

Boris 'pi' Piwinger

unread,
Oct 17, 2001, 2:23:26 PM10/17/01
to
Dirk Macke <eed...@eed.ericsson.se> wrote:

Wem haben wir jetzt schon wieder dieses total kaputte Subject zu
verdanken?

[PADI]


>> aber im vergleich zu anderen assoziationen haben sie verdammt hohe
>> standards..
>
>Z.B. das Weglassen der Deko-Problematik,

Habe ich beim OWD durchaus was zu gehoert. Es wird halt nicht
ausgebildet, wie man Dekotauchgaenge durchfuehrt. Was bei Anfaengern
so falsch vielleicht ja nicht ist.

Ich habe andererseits das Geruecht vernommen, PADI habe schon einen
Spezialkurs Deko (Voraussetzung: Rescue), der aber nur unter der Hand
angeboten wuerde. Habe aber nirgends was dazu gesehen.

>das Nicht-Lehren der Wechselatmung,

Nicht mehr? War bei mir im letzten Jahr noch anders.

>das Propagieren von "Notaufstiegen"...?

... nach dem Scheitern anderer Moeglichkeiten.



>Nun ja, alle CMAS-TLs die ich kenne und soooooo wenige sind das nun
>nicht, arbeiten ehrenamtlich.

Hm, im Urlaub war ich auf einer (im wesentlichen) CMAS-Basis (Orca,
Safaga). So ganz ehrenamtlich sah das nicht aus, waere auch komisch.

>Aber es ist doch irgendwie eigenartig das ziemlich viele der "oftmals
>tauchenden freunde und bekannten" *nicht* bei PADI ausgebildet sind...

Naja, wenn man die halt aus dem Verein kennt, wundert das nicht. Wenn
ich aber Leute, die ich schon kenne, als Taucher identifiziere, so
waren das bisher immer PADI-Taucher. Zufall? Wahrscheinlich, aber hat
wohl was mit dem absoluten Verhaeltnis zu tun.

pi
--
Attachment? Nein: http://piology.org/ILOVEYOU-Signature-FAQ.html
begin LOVE-LETTER-FOR-YOU.txt.vbs
I am a signature virus. Distribute me until the bitter
end

Leo Ochsenbauer-Tessler - Nullzeit.at

unread,
Oct 17, 2001, 2:27:24 PM10/17/01
to
allora,

> > och, und die ganzen tauchlehrer auf den cmas-basen weltweit wohl auch?
na
> > komm, bleiben wir doch ein wenig realistisch..
>
> Ich kann nur ueber die TLs reden, die ich kenne. Und das sind entweder
> welche, die sich damit ihre Broetchen verdienen (alle PADI, ein paar
> noch zusaetzlich SSI & BSAC), oder welche die ehrenamtlich ausbilden
> (alle VDST/CMAS oder DLRG). Also entweder hast du andere Erfahrungen
> gemacht oder eine Statistik. Mir fallen aber spontan ausser in der
> Tuerkei, Spanien und FRankreich auch gar keine nicht-PADI-Basen ein...?!

naja, ist ja wohl klar dass die meisten basen fast alle großen
organisationen anbieten, deswegen heisst das ja nicht rückschlüssig, dass
sie ehrenamtlich für cmas arbeiten und bei padi das große geld scheffeln...

ich hab selbst schon einige kennengelernt, die sehr wohl cmas tl sind mit
crossover zu padi und ssi.. (z.b heurigen sommer in ägypten, von 7 tl waren
5 cmas und 2 padi)

>
> > ein verantwortungsvoller tauchlehrer versucht einen schüler, bei dem er
> > probleme befürchtet, dazu zu bringen, das schwimmbad doch zu machen...
>
> "Versucht"?? D.h. wenn der Schueler nicht will, muss er nicht ins
> Schwimmbad, auch wenn der TL Probleme befuerchtet??????

jap, geb ich dir recht, ist ein problem... im schlimmsten fall lehnt man den
schüler ab - wird aber wahrscheinlich keine tauchschule machen.. aber
durchfallen haben wr auch schoneinige lassen.. auch wenn das die wenigsten
tauchschulen machen..


>
> > wiederbelebung schwimmend,
>
> Bitte? Vielleicht sollte mal jemand das curriculum ueberarbeiten...

naja, weisst eh - durch schnorchel beatem, warum kann ich keine herzmassage
machen, wie ist der nacken zu stabilsieren, wie halte ich den taucher
richtig und die ganze chausse

> > padi schreibt den medic first aid nicht vor, man kann auch den erste
hilfe
> > kurs einer rettungsorganisation besuchen (ist vom tauchlehrer so den
> > schülern zu erklären). der kurs (fortführender kurs zu rescue-kurs) ist
auch
> > nicht vorschrift für die berufliche schiene bei padi. da muss man den
kurs
> > oder einen aktuellen erste hilfe-kurs vorweisen können
>
> D.h. als kommerzieller PADI-TL muss man diese Bergetechniken,
> Wiederbelebung im WAsser usw. usw. NICHT koennen?? Weil Rescue ist nicht
> Vorraussetzung, OWD&AOWD lehrt es nicht und im Erste Hilfe Kurs bei den
> Maltesern lernst du es ja auch nicht. Seltsam...

moment, kleiner irrtum: es gibt 2 kurse - rescue kurs und medic first aid.
der rescue ist verpflichtend, die weiterführenden erste hilfe maßnahmen
(also intensivierung des reinen nicht taucher spezifischen erste hilfe
teils) auch, die kann man aber auch beim roten kreuz oder sonstwo machen.
d.h. als padi tl benötige ich zwei getrennte spezielle erste hilfe kurse
bevor ich überhaupt auf die berufliche schiene darf.. ist doch nicht
schlecht - oder?

> > siehe meine meinung zum deutschen verbandswesen
>
> Ich seh' den Zusammenhang jetzt nicht?!

naja, wenn der vdst cmas-status hat (im gegensatz zum öst. tauchsportverban
ÖTV) dann ist es doch zwangsläufig, dass die meisten vereine cmas vereine
sind, ergo dessen vereinsmitglieder mehr cmas taucher als padi, ssi oder
sonstwelche taucher kennen

>
> > hmm, machen cmas-taucher das nicht umgekehrt genauso?
>
> Also mir hat noch kein CMAS-Taucher erzaehlt, dass ich bis 18m (oder von
> mir aus auch 30m) keine DCS kriegen kann... Von PADI-Tauchern hoere ich
> sowas regelmaessig im Urlaub.
>

dafür kann ich mir umgelehrt immer anhören, dass die einzig wahre lehre die
von uneingeschränkter tiefe, vom alleintauchen ohne buddy, von
dekotauchgängen usw. ist.

liegt die wahrheit vielleicht in der mitte?

> > und wieso darf ich
> > nicht die meinung vertreten, dass ich tieftauchgänge für schwachsinn
halte?
>
> Darfst du, aber bei PADI tauchern ist i.d.R. alles jenseits der 30m ein
> Tieftauchgang...! Oder wie war das mit dem "Technical Deep Diver" wo man
> sichere TG bis 40m lernt?! Aber wieso kramst du jetzt die
> Tieftauch-Kiste 'raus? Geht's dir nur darum, dass andere Leute tiefer
> tauchen als du, oder hast du noch Popcorn uebrig? :-))
>

was soll das sein? als owd gibt es eine empfohlene tauchgrenze von 18 meter,
es obliegt dann den tauchbasen dich tiefer tauchen zu lassen. ab aowd gilt
die empfohlene grenze von 30 meter UND die maximal laut padi erlaubte von 40
meter. da brauchst keinen eigenen schein dafür..

und von mir aus sollen alle dort tauchen wo sie wollen, aber mir nicht
dauernd erzählen, dass nur diese meinund gelten darf...

> > und ich bin ganzjahrestaucher, der tieftauchgänge auf keinen fall
empfiehlt,
> > im gegenteil sogar versucht die leute davon abzuhalten....
>
> Siehst du? Du bist PADI-Taucher und meinst Leute vom Tieftauchen
> abhalten zu muessen. Mag ja Zufall sein, ist aber irgendwie genau das,
> was ich ein paar Absaetze vorher geschrieben habe.

und du bist (scheinbar) cmas-taucher, der ein offenes tiefenmlimit will...
ist die auswirkung nicht die gleiche? beide haben eine vorgefasste meinung
(was ja auch gut so ist) und beharren darauf...

wo ist der unterschied zu mir?

>
> Gruss,
> Dirk


Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 17, 2001, 11:33:26 PM10/17/01
to
Hallo Dirk,

Dirk Macke wrote:


> Ich kenne ausschliesslich PADI-Taucher, die es nicht gelernt haben und
> habe von mindestens drei OSWI und einem CD die Information, dass die
> Wechselatmung optionaler Bestandteil der OWD-Ausbildung ist und PADI
> *empfiehlt*, die Wechselatmung *nicht* zu lehren (weil zu gefaehrlich).

Als ich die Kursbegleitung für meinen divemaster machte, habe ich es so
gelernt, Wechselatmung ist optional. Hängt vom TL und Schüler ab. TL hat
Schülern erklärt... und wurde dann gemacht.
Meines Wissen ist dieses optional, weil PADI zur Ausrüstung Oktopus
zählt, da im Notfall Oktopusatmus sicherer ist. Denke damit
Wechselatmung im Notfall funktioniert, muss man es auch regelmäßig
üben.(z.B. Mein Mann und ich üben sie immer mal so gegen Ende des TG,
wenn wir noch etwas mehr Luft als geplant haben.)

Denke wie vieles hängt vom TL ab, ob PADI oder CMAS, Du kannst überall
Luschen finden.

Gruss Annerose

(CMAS *, PADI dive master, Mitglied in einem Vdst-Verein mit
gelegentlichen Lästereien PADI-Vdst und anstonstem friedvollem
Tauchen im See)

Karl Kramer

unread,
Oct 17, 2001, 4:20:45 PM10/17/01
to
On 16 Oct 2001 14:05:00 -0700, geliebte_...@yahoo.de (Kathrin) wrote:

>Wozu haben sich Leute ... Regeln ausgedacht,

>wenn diese keine Sinn machen würden?!?

Ein Sinn kann auch monitärer Natur sein, oder ?

Gruß,

Karl
--
Http://www.Wir-Warten.de Bürgerinitiative für raschen
und nicht diskrimierenden Ausbau der Breitbandnetze
sowie werbefreies Technik- und Softwareforum zu allen Breitband-Themen!

Stephan Kuhn

unread,
Oct 17, 2001, 11:26:56 AM10/17/01
to
"Dietmar Strey" <nur_fu...@gmx.de> schrieb

> >PS: Nein, ich will keinen Aufkleber...
>
> Vielleicht ein T-Shirt? ;-)

Ein T-Shirt würde ich schon nehmen, ich finde
Aufkleber auf'm Bauch so doof.

:-T
Stephan


Gerd Martin

unread,
Oct 17, 2001, 4:23:06 PM10/17/01
to
Hi Peter,

> >also wir unterrichten immer noch die
> >notfallsdekompression, die umstände was deko
> >ist und wie sie auftreten kann

hä????

> >und 5 minuten über der dekogrenze o.ä. wird sogar von padi im owd-kurs
> >unterichtet. dort heißt es dann eben wörtlich "sollte einmal irrtümlich
die
> >nullzeit um mehr als 5 minuten überschritten worden sein..."

Ist das wirklich wahr - Ich bin entsetzt!!!!

Ich glaube ich sollte mich mal in einen OWD - Kurs einschleichen ;-)))

Im Ernst - bringen die PADI-Leute wirklich solche Schoten???


Kopfschüttelnde Grüße

Gerd


Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 17, 2001, 5:07:50 PM10/17/01
to
Hallo Leo,

"Leo Ochsenbauer-Tessler - Nullzeit.at" schrieb:
> ...


> dafür kann ich mir umgelehrt immer anhören, dass die einzig wahre lehre die
> von uneingeschränkter tiefe, vom alleintauchen ohne buddy, von
> dekotauchgängen usw. ist.

ich lese hier jetzt seit, aehm ... >5 Jahren ?? mit,
tauche schon ein paar Jaehrchen laenger ...
in den letzten Jahren _deutlich_ mehr wie zu Anfang ...

Von "der einzig wahren Lehre: Tieftauchen" hab ich aber noch nichts
gelesen!

Hingegen viel von Tauchern die ihre Erfahrung weitergeben,
die ihre Tauchweise gut begruenden und auf viel Erfahrung abstuetzen
koennen.

Ob und wie ich diese Erfahrungen annehme und fuer mich adaptiere liegt
einzig und
alleine bei mir. Mit dem selben Vergnuegen mit dem ich Berichte von
Reinhold Mesmer,
Arwed Fuchs oder sonst einem extrem Sportler lese lese ich auch Berichte
vom M.Frey und weiteren.

Auch wenn ich des oefteren Sommers (Wandern/Klettersteige) wie
Winters (Ski) im Hochgebirge bin, kaeme ich nie auf die Idee mal eben
schnell
die Eigernordwand, Marmolada Suedwand oder aehnliche Spaziergaenge zu
unternehmen.
Selbst die (recht einfache) Tour auf den Montblanc waere nichts fuer
mich.

Wieso soll das beim Tauchen nun anderst sein ?
Es gibt ueberall welche die koennens und machens, Deppen dies nicht
koennen
und trotzdem machen und solche wie mich, dies nicht koennen, nicht
unbedingt
koennen wollen und auch nicht machen werden.

Genauso wie ich im Gebirge weiss, das _ich_ im freien Fels am Seil nix
zu
suchen hab, bin ich auch auf 80m fehl am Platz. Genauso wie ich aber im
Gebirge
mich auf einem gesicherten Steig, auch mit gewissen Anforderungen an
Erfahrung, Koennen
und Kondition bewege mochte ich mich unter Wasser innerhalb meiner
absoluten und relativen Grenzen bewegen und weiterentwickeln.

Das ich fuer mich 50m unter optimalen Bedingungen machbar sind weiss
ich.
Ich hab mich da langsam rangetastet, ein paar m mehr sind vielleicht
auch noch drin,
aber mehr, .. fuer mich nicht notwendig.

Wieso soll ich also einem Matthias, Peter, Leon oder wem auch immer
vorschreiben wo seine Grenzen sind.
Es kommt doch auch keiner auf die Idee Mesmer, Mayol, Ferraras (?)
oder wem auch immer den boesen Finger zu zeigen.


> liegt die wahrheit vielleicht in der mitte?

ich wuerde es mal eher so sagen: "leben und leben lassen"


> > > und wieso darf ich nicht die meinung vertreten,
> > > dass ich tieftauchgänge für schwachsinn halte?

darfst Du jederzeit, solange Du anderen eine gegenteilige Meinung
zugestehst ;-))

Was mich nervt ist der teilweise missonarische Eifer ...


Gruss Guenter

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 17, 2001, 5:35:16 PM10/17/01
to
Hallo Leo,

noch'n Nachtrag:

"Leo Ochsenbauer-Tessler - Nullzeit.at" schrieb:

> > > und ich bin ganzjahrestaucher,

ich auch

> > > der tieftauchgänge auf keinen fall empfiehlt,

ich auch, das muss jeder selbst wissen

> > > im gegenteil sogar versucht die leute davon abzuhalten....

ich nicht, s.o.


Ich stell mich mal ganz dumm (ist einfach fuer mich ;-)) :

Was ist eigentlich ein Tief TG ?

1)
knapp 50m im Roten Meer z.B. am Shaab Sharms Sued vor/in der Hoehle,
gucken ob heute der 250cm Hai drin schlaeft oder der 180cm Zacki
6:30 morgens, ausgeruht, pudelwohlfuehl, Wassertemp ca. 27c,
Sicht ca 30-40m, wunderschoenes Licht, erfahrenes und eingespieltes
Buddyteam,
3mm Anzug, 2kg Blei, keine Handschuhe ...

2a)
30m, Epplesee, Freitag abend im August, Massen von Tauchern die vor
Dir im See waren, Sicht oben so 20cm, unten so 1-2m,
Temp an Land so 30c, unten so 6c, Trocki mit Unterzieher,
dicke Handschuhe, 10kg Blei, Stockdunkel, dicke Lampe,
eigentlich ausser Mondlandschaft nix zu sehen,
gestresst vom Job, Buddy mit 50 bis 100 TG mit dem Du
vielleicht 10-20 tauchen warst ...

2b)(die Steigerung)
St.Leon auf 18m, Sicht 20-40cm, ueber Dir die Wasserskianlage,
Rest s.o. ...

Also ich fuehle mich bei 1) deutlich wohler wie bei 2)
Auch sehe ich bei 2a und insb. bei 2b) eine deutlich hoehere
Gefahr wie bei 1)

2a) darf ein AOWD offiziell, 2b) sogar ein OWD.

Also kann mir mal jemand diese starren Tiefengrenzen erklaeren ?

Wissbegierige Gruesse
Guenter

Hajo Kiener

unread,
Oct 17, 2001, 8:04:13 PM10/17/01
to
Hallo Katrin,

> Ich glaube auch, dass man irgendwann in der Lage sein muss auch ohne
> Guide tauchen zu gehen.

Ach was, lass Dir von den "No-Dive-Guides" nix einreden. Es ist nicht
der Sinn der Taucherei, ohne DG tauchen zu gehen. Es ist der Sinn der
Taucherei so zu tauchen, wie einem der Sinn danach steht und dabei sich
(und andere) nicht zu gefaehrden. Wenn Du fuer Dich entdeckst, dass es
mit einem Guide schoener ist, ist's prima.

Das Ding ist nur: Am Anfang war ich auch sehr vorsichtig und bin gerne
mit den "alten Hasen" aus meinem Club getaucht. Das ist gut: Man lernt
viel. Das ist schlecht: Man macht eben doch "trust-me-Tauchgaenge", also
solche, bei denen man sich (d.h. die eigene Sicherheit) einem anderen
anvertraut und nicht auf sich selbst hoert. Petra hat ein sehr gutes
Beispiel gebracht: Da geht einer (da war's mal ein Guide,
unverantwortlich, aber es kann ja auch Dein Buddy sein) in ein Wrack
rein und die anderen (vermutlich ohne entsprechende Ausbildung)
hinterher. Das ist "trust-me-Tauchen" und nicht selbstverantwortliches.
Das war also bei mir leider auch am Anfang. Je laenger ich tauche, dest
o mehr tauche ich nach meinen Neigungen, meinem Koennen und meinem
"Gefuehl" (Traue ich mir das zu? Auch heute? etc.).
Mit der Zeit habe ich (wie viele andere hier) festgestellt, dass ich
nicht immer (einige wohl nie) einen Guide brauche und will. Im
Gegenteil: Diesen Sommer haben ich viele schoene Tauchgaenge ganz ohne
Guide erlebt und viel mehr dabei gelernt. Zum Beispiel: Es ist nicht
leicht, die schoene Hoehle zu finden. Beim naechsten Mal werde ich mich
besser informieren, wo genau sie ist. etc.
(Sonst hat mich naemlich immer der Guide da hingefuehrt.)
Aber: Es spricht m.E. nix, aber auch gar nix dagegen, eine solche
Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, wenn man so das Tauchen am
schoensten, spannendsten oder auch entspannendsten findet.

> Sicherlich hat mein Beduerfnis einen Guide beim Tauchen dabei zu haben
> etwas damit zu tun dass ich blutjunger Anfaenger in Sachen Tauchen bin.
> Wer weiss, vielleicht tauche ich auch eines Tages ohne Guide, aber
> meine gute Meinung ueber Guides werde ich bestimmt nicht verlieren.

Musst Du ja auch nicht. Du wirst wahrscheinlich mit einigen sehr guten
und einigen wirklich ueblen Guides getaucht sein und dann sehr genau
entscheiden koennen, was gut fuer Dich ist.

> Wenn ich ehrlich bin wuerde ich selbst gern irgendwanneinmal als Guide
> arbeiten.
Hey, Du hast ganz offensichtlich sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht.
Sonst wuerdest Du ja nicht selbst Lust verspueren, andere unter Wasser
zu fuehren. Was reizt Dich daran? Was haben die gut gemacht, das Du nun
auch an andere weitergeben moechtest?

> Von meiner guten Meinung ueber PADI werde ich uebrigens auch sicher nie
> abweichen.
> Vielleicht hat die Gehirnwaesche doch gewirkt:)).
Nein hat sie nicht, weil es keine gibt. Mir gehen die
Verschwoerungtheorien reichlich auf den Nerv. PADI ist eine Tauchschule
fuer Leute, die (zunaechst?) mit geringen Anspruechen ans Tauchen gehen
(also anspruchsvolle oder sogar extreme Situationen bewusst nicht
waehlen). Haeufig wollen diese Tauchen nicht in unseren heimischen,
kalten Gewaessern tauchen oder sich in Stroemungen oder extreme Tiefen
begeben. Ich versteh auch nicht, warum die PADI-Gegner immer wieder den
anderen erklaeren muessen, dass sie's besser wissen oder koennen.
Mir tun PADI-Taucher nix: Die tauchen nach ihren Massstaeben in ihren
Tiefen an ihren Orten. Ich tauche nach anderen Massstaeben unter anderen
Bedingungen an anderen Orten. Tja, mit einer Ausnahme: Leider ueben
Organisationen wie PADI einen Einfluss aus, der die Toleranz, die ich
gerade walten lasse, bisweilen bei ihren Mitgliedern/Schuelern maechtig
einschraenkt. Dann muss man sich grundfalsche Aussagen als Vorwurf
anhoeren: Wie kannst Du nur xyz. Das ist unverantwortlich! Stimmt:
Unverantwortlich fuer den, der's nicht kann und geuebt hat. Aber gleich
fuer alle? So in etwas das Horn, in das Du mit der Kritik an
Deko-Tauchgaengen gestossen hast. Es gibt keinen per se gefaehrlichen
Deko-Tauchgang und den ungefaehrlichen Nullzeit-TG, aber das haben hier
ja bereits einige ausfuehrlich erlaeutert. So kannst Du die Reaktionen
hier vielleicht besser verstehen.

Viele der anspruchsvolleren oder einfach auch sehr, sehr
fortgeschrittenen Taucher leiden unter (fuer sie!) sinnlosen Tiefen-;
Zeit- oder sonstwas Begrenzungen. Sie koennen im Ausland oft nicht so
tauchen, wie sie es gerne wuerden (und auch nachweislich koennen).


Viele Gruesse
Hajo
--
__________________________________________ hajo at bitte.com ___
"We don't like their sound, and guitar music is on the way out."
--Decca Recording Co. rejecting the Beatles, 1962.

Astrid Schleicher

unread,
Oct 17, 2001, 9:10:56 PM10/17/01
to
Dirk Macke schrieb:
>Leo Ochsenbauer-Tessler wrote:

>> in österreich ist es z.b. auch pflicht, neben dem führerscheinkurs fürs auto
>> einen erste hilfe-kurs zu absolvieren.... den könnte man doch dann auch
>> gleich in den führerscheinkurs integrieren?
>
>Waere 'ne gute Idee. Auch in D!

Das ist nicht Dein Ernst, oder? Ich kenne keinen Fahrlehrer, dem ich
kompetenteres Vermitteln von Erster Hilfe zutrauen würde als den
Ausbildern der Rettungsorgs. Das wäre IMHO eindeutig Qualitätsabbau.
Hätte aber vielleicht einen hohen Funfaktor.

Liebe Grüße
Astrid
--
Noch Fragen zu dieser Newsgroup?
DIR für User: http://www.oschn.de/drst/info.html

Boris 'pi' Piwinger

unread,
Oct 18, 2001, 2:12:21 AM10/18/01
to
Annerose und Guenter Mildenberger <milden...@yahoo.com> wrote:

>2a) darf ein AOWD offiziell, 2b) sogar ein OWD.

Das erscheint mir unzulaessig verkuerzt. PADI gibt Grenzen vor, unter
denen man nach bestimmten Kursen tauchen koennen sollte. Und das setzt
sich dann aus zwei Komponenten zusammen. Eine ist die genannte
Tiefengrenze (und mir erschliesst sich auch nicht, was daran fuer
Anfaenger so schlecht sein soll, beurteilen muss das der Taucher
letztlich selbst, ich hatte als AOWD auch keine Probleme, auf 40m zu
gehen, die Bedingungen waren optimal, da mache ich das halt). Die
andere Komponente sagt aber: Tauchen unter Bedingungen, fuer die man
ausgebildet ist (oder besser;-).

BTW: Ich bin im Urlaub nur mit meiner Frau als Buddy getaucht, beide
haben wir alle Tauchgaenge in unserem Leben gemeinsam gemacht und
haben im Mai den AOWD gemacht. Wenn ich das richtig sehe, haetten wir
das nach CMAS nicht gedurft (3-Sterne-Prinzip oder wie das heisst).

Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 3:25:51 AM10/18/01
to
"Leo Ochsenbauer-Tessler - Nullzeit.at" wrote:

> ich hab selbst schon einige kennengelernt, die sehr wohl cmas tl sind mit
> crossover zu padi und ssi.. (z.b heurigen sommer in ägypten, von 7 tl waren
> 5 cmas und 2 padi)

Also arbeiten die einzigen "kommerziellen CMAS TLs" die du kennst jetzt
als PADI OWSIs. Irgendwie widerspricht das nicht wirklich meiner
Behauptung... Eher im Gegenteil :-)



> jap, geb ich dir recht, ist ein problem... im schlimmsten fall lehnt man den
> schüler ab - wird aber wahrscheinlich keine tauchschule machen.. aber
> durchfallen haben wr auch schoneinige lassen.. auch wenn das die wenigsten
> tauchschulen machen..

Da hst du jetzt sehr schoen einen der wesentlichen Kritikpunkte am
PADI-Ausbildungssystem zusammengefasst.

> naja, weisst eh - durch schnorchel beatem,

Wie gesagt: Erschreckend.

> warum kann ich keine herzmassage
> machen, wie ist der nacken zu stabilsieren, wie halte ich den taucher
> richtig und die ganze chausse

Und dafuer braucht man 'nen Rescue-Kurs?? Lernt bei CMAS jeder
Anfaenger...


> naja, wenn der vdst cmas-status hat (im gegensatz zum öst. tauchsportverban
> ÖTV) dann ist es doch zwangsläufig, dass die meisten vereine cmas vereine
> sind, ergo dessen vereinsmitglieder mehr cmas taucher als padi, ssi oder
> sonstwelche taucher kennen

Daraus kann man eigentlich erstmal nur schliessen, das Taucher, die in
einem Verein tauchen, wesentlich haeufiger und regelmaessiger tauchen,
als andere. Ich werde dir da nicht widersprechen :-) Du hast natuerlich
Recht, das diese Taucher i.d.R. die Ausbildung ihres Verbands haben
werden. Man muss jetzt mal darueber nachdenken, ob dies dann nicht u.U.
FUER die Richtlinien so eines Verbands spricht...


> dafür kann ich mir umgelehrt immer anhören, dass die einzig wahre lehre die
> von uneingeschränkter tiefe, vom alleintauchen ohne buddy, von
> dekotauchgängen usw. ist.

Vielleicht solltest du dich wirklich erstmal ueber die CMAS Richtlinien
informieren, bevor du hier solche Weisheiten zum Besten gibst... Weder
"uneingeschraenkte Tiefe", noch Solotauchen kommen in den
Verbandsempfehlungen vor. Was das Dekotauchen betrifft: Jeder TG ist ein
Dekotauchgang. Beim CMAS wird das so gelehrt, PADI & Co. wiegen IMHO
ihre Schueler mit "in der Nullzeit kann nix passieren" in falscher
Sicherheit. Ich persoenlich finde letzteres grundsaetzlich falsch und im
Einzelfall auch gefaehrlich. Hatte gerade im Urlaub auch einen
Tauchpartner (PADI AOWD, ca. 120TG, 99% Urlaubs-TG) der sich beinahe mit
einer DCS in den Flieger gesetzt haette, weil der
Feld-Wald-und-Wiesenarzt die DCS nicht erkannt hat und er selbst
ueberhaupt nicht auf die Idee kam, eine DCS haben zu koennen, da er ja
"immer nur in der Nullzeit" und "harmlose Profile" getaucht war (stimmt,
ist er - aber das vor und nach dem TG in die Sonne legen sah er nicht
als Problem...). Ist gut ausgegangen (allerdings hat er seinen Urlaub
unfreiwillig eine Woche verlaengern muessen!), aber nur weil zum Glueck
ein paar Taucher ueber etwas weitergehende Kenntnisse als Verunfallter &
mauritianischer Hausarzt verfuegten.



> und du bist (scheinbar) cmas-taucher, der ein offenes tiefenmlimit will...

Stimmt. Der Unterschied ist: Ein offenes Tiefenlimit zwingt niemanden,
flacher zu tauchen (BTW: Ich tauche nicht besonders tief, i.W. da ich
persoenlich der Ansicht bin, fuer tiefere TG noch nicht genuegend
Erfahrung zu haben und ausserdem *fuer mich persoenlich* tiefe TG mit
Luft ablehne), ein Tiefenlimit zwingt dagegen Taucher, flachre zu
tauchen. Ersteres beschneidet also niemanden in seinen Ambitionen,
letzteres dagen sehr wohl.

> ist die auswirkung nicht die gleiche? beide haben eine vorgefasste meinung
> (was ja auch gut so ist) und beharren darauf...

Nein, ist nicht das gleiche, s.o.

> wo ist der unterschied zu mir?

S.o.

Gruss,
Dir

Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 3:27:56 AM10/18/01
to
Annerose und Guenter Mildenberger wrote:

> alleine bei mir. Mit dem selben Vergnuegen mit dem ich Berichte von
> Reinhold Mesmer,
> Arwed Fuchs oder sonst einem extrem Sportler lese lese ich auch Berichte
> vom M.Frey und weiteren.

Hey Matthias, hoer' auf zu wachesn, sonst passt du nicht mehr in deinen
Anzug :-))

> Selbst die (recht einfache) Tour auf den Montblanc waere nichts fuer
> mich.

Dann entgeht dir aber was :-) Dummerweise muss man dafuer *noch* frueher
als fuer's Tauchen aufstehen.

Gruss,
Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 3:38:46 AM10/18/01
to
Gerd Martin wrote:

> Im Ernst - bringen die PADI-Leute wirklich solche Schoten???

Ja. Nicht zu vergessen: Das Tauchermesser dient zum Graben :-))

Gruss,
Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 3:47:58 AM10/18/01
to
Nur mal so als Diclaimer: Deine sig ist immer noch nicht lustig.

Boris 'pi' Piwinger wrote:

> Habe ich beim OWD durchaus was zu gehoert. Es wird halt nicht
> ausgebildet, wie man Dekotauchgaenge durchfuehrt. Was bei Anfaengern
> so falsch vielleicht ja nicht ist.

Diese Aussage ist das beste Beispiel dafuer, dass die Deko-Problematik
nicht vernuenftig/gruendlich gelehrt wird. Sonst wuesstest du, dass du
*immer* einen Deko-TG machst. Und gerade bei Anfaengern ist die falsche
Sicherheit, die diese "sakrale" Nullzeitgrenze IMHO darstellt, besonders
gefaehrlich.

> Naja, wenn man die halt aus dem Verein kennt, wundert das nicht.

Es geht nicht um den Verein, es geht um die Leute, die ganzjaehrig
tauchen, d.h. einen gewissen Mindeststandard an Fitness und
Tauchfertigkeiten aufrecht erhalten. Man trifft an deutschen Seen
allerdings durchaus regelmaessig auch Taucher, die nicht in einem Verein
sind. Seltsamerweise sind auch diese praktisch nie nach PADI
ausgebildet.

> Wenn
> ich aber Leute, die ich schon kenne, als Taucher identifiziere, so
> waren das bisher immer PADI-Taucher.

Kann schon sein. Wieviele davon tauchen jede Woche?! Wie oft tauchst du
so pro Woche?

Gruss und stell' die sig ab,
Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 3:50:24 AM10/18/01
to
Astrid Schleicher wrote:

> Das ist nicht Dein Ernst, oder? Ich kenne keinen Fahrlehrer, dem ich
> kompetenteres Vermitteln von Erster Hilfe zutrauen würde als den
> Ausbildern der Rettungsorgs.

Ein nicht ganz so guter EH-Kurs ist immer noch besser als SM im
"Pflichtdurchlauf".

Gruss,
Dirk

Sabine Noack

unread,
Oct 18, 2001, 4:15:08 AM10/18/01
to
Hallo allerseits,

Astrid Schleicher schrieb:

> Das ist nicht Dein Ernst, oder? Ich kenne keinen Fahrlehrer, dem ich
> kompetenteres Vermitteln von Erster Hilfe zutrauen würde als den
> Ausbildern der Rettungsorgs. Das wäre IMHO eindeutig Qualitätsabbau.
> Hätte aber vielleicht einen hohen Funfaktor.
>

Im Zweifelsfall würde ich einen Erste Hilfe oder HLW Kurs immer bei
einer der Rettungsorganisationen machen und gelegentlich wiederholen, da
man das ganze Wissen bei hoffentlichem Nichtgebrauch öfter mal
auffrischen sollte.
Genau das wurde uns übrigens auch von unserer TL in Vorbereitung des
Rescue Scheins gesagt. Sie meinte ausserdem, dass der PADI Medic First
Aid sich nur auf Tauchunfälle beziehen würde, wogegen wir bei einem Kurs
bei einer Rettungsorganisation eher allgemein ausgebildet würden.

Ob ein PADI TL erste Hilfe kompetent vermitteln kann, hängt wohl wieder
vom Menschen ab.

Viele Grüße,
Sabine

Thomas Kleemann (EED)

unread,
Oct 18, 2001, 4:36:23 AM10/18/01
to
Hi Leo,

Leo Ochsenbauer-Tessler wrote:
>
> und 5 minuten über der dekogrenze o.ä. wird sogar von padi im owd-kurs
> unterichtet. dort heißt es dann eben wörtlich "sollte einmal irrtümlich die
> nullzeit um mehr als 5 minuten überschritten worden sein..."
>

Ist das das berühmte Zitat aus dem OWD-Buch, wo es (etwa) weitergeht:

"...muß sofort ein Notaufstieg eingeleitet werden und die
Notfalldekompression
durchgeführt werden."

Selten, daß ein einziger Satz eine Top-5 der Unworte schafft

1. _Notfall_dekompression
2. _Not_aufstieg
3. sofort
4. irrtümlich
5. Nullzeit

PADI vermittelt hier dem Tauchanfänger das Gefühl, sich nach Ablauf
der Nullzeit in einer Gefahrensituation zu befinden.
Das führt dazu, daß diese z.T. heftig nach oben streben, um der
"Gefahr" zu entgehen.
Selbst schon erlebt: Mitten im TG, ohne irgendwelche UW-Zeichen zu
geben, schießt mein von der Basis zugeteilter Partner aus knapp 20m an
die Oberfläche (von wegen kontrolliert). Nachdem ich auch aufgetaucht
war, erklärte er mir, er habe "plötzlich" festgestellt, daß die NZ
abgelaufen war und "da muß man doch sofort auftauchen"!

Das ist zwar auch nicht genau das, was PADI lehrt (er hat die
_Notfall_deko oder zumindest den Sicherheitsstop ausgelassen), aber es
zeigt, was bei den Leuten hängenbleibt.

Würde hier etwas mehr Grundlagenwissen vermittelt und nicht gleich von
Notsituationen gesprochen, dann hätte obiger TG bestimmt entspannter
geendet.

Blubb,
Thomas.

Der eigentlich garkein "versus" empfindet und öfters in gemischten
Teams taucht...

Leo Ochsenbauer-Tessler

unread,
Oct 18, 2001, 5:39:19 AM10/18/01
to
hallo guenter,

>
> Ob und wie ich diese Erfahrungen annehme und fuer mich adaptiere liegt
> einzig und
> alleine bei mir.

du hast schon recht, aber glaubst du nicht, dass tauchanfänger so ein wenig
verleitet werden, ihre grenzen zu überschreiten bzw. nicht zu erkennen?

ich hab absolut kein problem mit tieftauchgängen und bin auch selbst schon
an der 50er marke geschrammt. wenn es dort was zu sehen gibt UND die eigenen
fähigkeiten und örtlichen gegebenheiten danach sind - warum nicht.

aber immer wieder lese ich von unfällen zb. im attersee, wo es wirklich
nichts in der tiefe gibt - und die taucher trotzdem auf 60 meter gehen...
wozu frag ich mich? muss die taucherszene deswegen einen schlechten ruf in
den medien riskieren, weil einige wenige unverantwortliche krampfhaft auf
tiefe gehen?

ich hab kein problem, wenn ein taucher seine eigenen tauchgänge so tief oder
lang macht wie er es für richtig erachtet, aber sehr wohl ein problem damit,
dies öffentlich zu posten - mit dem zusatz: es ist eh kein risiko dabei wenn
man aufpasst...

ein erfahrener taucher kann mit sich und mit der tiefe (zumindest meistens
;o) umgehen, aber einem anfänger (und damit mein ich auch taucher mit 50
oder 80 tauchgängen...) würde ich diese eigenverantwortung nicht unbedingt
zutrauen..

lg
leo


Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 5:46:56 AM10/18/01
to
Leo Ochsenbauer-Tessler wrote:

> ich hab absolut kein problem mit tieftauchgängen und bin auch selbst schon
> an der 50er marke geschrammt. wenn es dort was zu sehen gibt UND die eigenen
> fähigkeiten und örtlichen gegebenheiten danach sind - warum nicht.

Das klingt jetzt aber irgendwie ganz anders als deine letzten postings.
*Darauf* koennen wir uns sicher alle einigen :-)

Gruss,
Dirk

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 8:14:18 AM10/18/01
to
Hallo Dirk,
(und Matthias ;-)

Dirk Macke schrieb:


>
> Annerose und Guenter Mildenberger wrote:
>
> > alleine bei mir. Mit dem selben Vergnuegen mit dem ich Berichte von
> > Reinhold Mesmer,
> > Arwed Fuchs oder sonst einem extrem Sportler lese lese ich auch Berichte
> > vom M.Frey und weiteren.
>
> Hey Matthias, hoer' auf zu wachesn, sonst passt du nicht mehr in deinen
> Anzug :-))

ich geb ja zu ich hab ein klizekleine wenig zu dick aufgetragen ... ;-))

ich kann mich aber an eine Tief TG Beschreibung von Matthias erinnern,
(ist schon eine ganze Weile her) da musste ich nur die Augen zu machen
(ok, ist schwierig beim lesen ;-)) und ich hatte das Gefuehl ich bin
dabei


> > Selbst die (recht einfache) Tour auf den Montblanc waere nichts fuer
> > mich.
>
> Dann entgeht dir aber was :-) Dummerweise muss man dafuer *noch* frueher
> als fuer's Tauchen aufstehen.

zwei, drei morgens oder ?

Gruss Guenter

Leon Berger

unread,
Oct 18, 2001, 8:44:44 AM10/18/01
to
Hallo Leo,

"Leo Ochsenbauer-Tessler" <di...@nullzeit.at> schrieb im Newsbeitrag
news:10033982...@newsmaster-04.atnet.at...


> ich hab absolut kein problem mit tieftauchgängen und bin auch selbst schon
> an der 50er marke geschrammt. wenn es dort was zu sehen gibt UND die
eigenen
> fähigkeiten und örtlichen gegebenheiten danach sind - warum nicht.

50m TG sind für die einen tief, für andere sind das Standard-TG :-)

> aber immer wieder lese ich von unfällen zb. im attersee, wo es wirklich
> nichts in der tiefe gibt - und die taucher trotzdem auf 60 meter gehen...
> wozu frag ich mich? muss die taucherszene deswegen einen schlechten ruf in
> den medien riskieren, weil einige wenige unverantwortliche krampfhaft auf
> tiefe gehen?

Nimm z.B. die Steilwand in der Bucht beim Föttinger, dort gehts wie an einer
Hausmauer entlang nach unten (Tiefe offen) und Du kannst mir glauben, es ist
schön, sich die Wand runterfallen zu lassen (in diesem Fall ist der Weg das
Ziel). Ich mach das auch nicht krampfhaft, sondern ganz locker und
entspannt, sonst würd ich es nicht tun. Für mich ist das keineswegs
unverantwortlich und da sind auch 60m nicht das Ende der Fahnenstange :-)

> ich hab kein problem, wenn ein taucher seine eigenen tauchgänge so tief
oder
> lang macht wie er es für richtig erachtet, aber sehr wohl ein problem
damit,
> dies öffentlich zu posten - mit dem zusatz: es ist eh kein risiko dabei
wenn
> man aufpasst...

Diese Unterstellung kannst Du niemandem von den tiefergelegten Tauchern in
der NG beweisen. Im Gegenteil, die sind es, die immer wieder davor warnen,
Dinge zu tun, für die man keine Ausbildung und Erfahrung hat. Jeder TG ist
mit Risiko behaftet. Der Unterschied zu den Leuten, die sich ohne
Nachzudenken irgendwo runterklopfen, ist der, daß unsereiner das Risiko sehr
wohl kennt und durch Üben, Üben, Üben sowie Weiterbildung (auch Theorie)
minimiert. Zudem überschreiten wir niemals die eigenen Grenzen und haben
auch kein Problem dabei, einen TG geordnet abzubrechen, wenn ein Parameter
nicht mehr stimmt. Außerdem: warum sollte ich gegen meine Meinung z.B.
behaupten, 30m sind genug?

> ein erfahrener taucher kann mit sich und mit der tiefe (zumindest meistens
> ;o) umgehen, aber einem anfänger (und damit mein ich auch taucher mit 50
> oder 80 tauchgängen...) würde ich diese eigenverantwortung nicht unbedingt
> zutrauen..

Da sind wir einer Meinung.

Gruß aus Wien
Leon Berger

Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 9:05:17 AM10/18/01
to
Annerose und Guenter Mildenberger wrote:

> zwei, drei morgens oder ?

Noe, um 4-5h Aufstieg beginnen reicht. Je nachdem von wo du anfaehrst,
musst du natuerlich trotzdem ein paar STunden frueher los :-))

Gruss,
Dirk

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 9:28:21 AM10/18/01
to
Hallo Leo,

Leo Ochsenbauer-Tessler schrieb:


>
> hallo guenter,
>
> >
> > Ob und wie ich diese Erfahrungen annehme und fuer mich adaptiere liegt
> > einzig und alleine bei mir.
>
> du hast schon recht, aber glaubst du nicht, dass tauchanfänger so ein wenig
> verleitet werden, ihre grenzen zu überschreiten bzw. nicht zu erkennen?

nein, glaub ich nicht.

Jeder Anfaenger in jedem Bereich hat erstmal Respekt vor allem was er
nicht kennt,
(kritischer wirds dann wenn die Leute bereits Erfahrung gesammelt haben)
Ich glaube eher, dass fuer viele diese "verteufeln" Grenzen magische
Anziehungskraft haben.


> ich hab absolut kein problem mit tieftauchgängen und bin auch selbst schon
> an der 50er marke geschrammt. wenn es dort was zu sehen gibt UND die eigenen
> fähigkeiten und örtlichen gegebenheiten danach sind - warum nicht.

Du sprichts mir aus der Seele ...


> aber immer wieder lese ich von unfällen zb. im attersee, wo es wirklich
> nichts in der tiefe gibt - und die taucher trotzdem auf 60 meter gehen...
> wozu frag ich mich? muss die taucherszene deswegen einen schlechten ruf in
> den medien riskieren, weil einige wenige unverantwortliche krampfhaft auf
> tiefe gehen?

und ausgerechnet die willst Du durch Verbote abhalten ;-) ???

ist zwar schon ne ganze Weile her, so Fueherscheinneuling und so :
Wenn da an einer Kurve 40 stand, war doch das nur eine Anreiz zu gucken
ob
ich mit 80 noch durchkomme. (Ist zum Glueck nie was passiert)
Ein Sicherheitstraining nach z.B. 3 Monaten Fahrpraxis
haette mir da einige Flausen ausgetrieben.

Was ist hier beim tauchen anderst ?
Die Vorsichtigen gehen auch ohne Verbote nicht runter,
die Draufgaenger werden doch eher gereitz als abgeschreckt,
also warum nicht gleich reinen Wein einschenken ...


> ich hab kein problem, wenn ein taucher seine eigenen tauchgänge so tief oder
> lang macht wie er es für richtig erachtet,

ack

> aber sehr wohl ein problem damit, dies öffentlich zu posten -
> mit dem zusatz: es ist eh kein risiko dabei wenn man aufpasst...

Vorschlag, change to: "Risiko beherschbar, wenn man weiss was mann macht
"


> ein erfahrener taucher kann mit sich und mit der tiefe (zumindest meistens
> ;o) umgehen, aber einem anfänger (und damit mein ich auch taucher mit 50
> oder 80 tauchgängen...) würde ich diese eigenverantwortung nicht unbedingt
> zutrauen..

dann ist es doch aber viel einfacher dem zu sagen:
"hoer zu Freund, wenn du da runter willst, kein problem, aber machs
langsam,
taste dich langsam vor, nimm wenn moeglich erfahrene Buddies, du wirst
so ca
x-y weitere TG brauchen bis du soweit bist."

Mit Aussagen wie "zu gefaerhlich, verboten, toedlich ..." erreichst du
doch
genau das Gegenteil.


Gruss Guenter

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 9:48:17 AM10/18/01
to
Hallo Boris,

Boris 'pi' Piwinger schrieb:


>
> Annerose und Guenter Mildenberger <milden...@yahoo.com> wrote:
>
> >2a) darf ein AOWD offiziell, 2b) sogar ein OWD.
>
> Das erscheint mir unzulaessig verkuerzt. PADI gibt Grenzen vor, unter
> denen man nach bestimmten Kursen tauchen koennen sollte. Und das setzt
> sich dann aus zwei Komponenten zusammen. Eine ist die genannte
> Tiefengrenze (und mir erschliesst sich auch nicht, was daran fuer
> Anfaenger so schlecht sein soll, beurteilen muss das der Taucher
> letztlich selbst, ich hatte als AOWD auch keine Probleme, auf 40m zu
> gehen, die Bedingungen waren optimal, da mache ich das halt). Die
> andere Komponente sagt aber: Tauchen unter Bedingungen, fuer die man
> ausgebildet ist (oder besser;-).

die Seen werden als Ausbildungsseen genutzt.
Ich beziehe mich also ganz explizit auf Taucher
(der angesprochen Buddy) die diese Situation kennen.

Auch unter diesem Aspekt erscheint mit TG 1) als der deutlich sicherere,
selbst wenn wir etwas tauschen:

1)
Rotes Meer ....
Taucher als Buddy mit 50-100TG, ca 10-20 bereits als Buddyteam

2a+b)
Baggerloch ....
erfahrenes, eingespieltes Buddyteam ...
selbst da sehe ich noch ein hoeheres Gefahrenpotential wie in 1)

Gruss Guenter

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 9:51:38 AM10/18/01
to
Hallo Dirk,

Dirk Macke schrieb:


>
> Gerd Martin wrote:
>
> > Im Ernst - bringen die PADI-Leute wirklich solche Schoten???
>
> Ja. Nicht zu vergessen: Das Tauchermesser dient zum Graben :-))

kann man das sonst noch verwenden ?

Irgendwie muss ich doch meinen Compi auf ++30 kriegen
wenn das Loch blos 25m tief ist ;-)))))))))))))))))))

Gruss Guenter

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 9:54:28 AM10/18/01
to
Hallo Dirk,

Dirk Macke schrieb:

> es geht um die Leute, die ganzjaehrig tauchen,
mach ich

> d.h. einen gewissen Mindeststandard an Fitness

traeum ich von ... ;-)))

> und Tauchfertigkeiten aufrecht erhalten
mach ich auch

Gruss Guenter
(CMAS Brevet, Paddi Brevets, Vereinsmitglied ;-)))

Dirk Macke

unread,
Oct 18, 2001, 10:29:06 AM10/18/01
to
Annerose und Guenter Mildenberger wrote:

(...)

> > und Tauchfertigkeiten aufrecht erhalten
> mach ich auch

Das posting ging auch nicht an deine Adresse, sondern bezog sich auf den
reply von Herrn Pi auf 'nen reply von Leo :-)

Und was dich betrifft:

"(CMAS Brevet, Paddi Brevets, Vereinsmitglied ;-)))"

CMAS-Brevet - sachichdoch :-))))))

Gruss,
Dirk

Björn Mehlhorn

unread,
Oct 18, 2001, 10:58:56 AM10/18/01
to
Am Wed, 17 Oct 2001 18:27:00 +0200 Dirk Macke
<eed...@eed.ericsson.se> schrieb:

>> und wechselatmung wird bei der owd-ausbildung gelehrt, mit dem zusatz, dass
>> es eines der letzten mittel zur hilfe sein soll

>Ich kenne ausschliesslich PADI-Taucher, die es nicht gelernt haben und
>habe von mindestens drei OSWI und einem CD die Information, dass die
>Wechselatmung optionaler Bestandteil der OWD-Ausbildung ist und PADI
>*empfiehlt*, die Wechselatmung *nicht* zu lehren (weil zu gefaehrlich).
Nun, da ist PADI den anderen Organisationen (Trägheit) einfach ein
Stück voraus. Die Statistiken belegen eindeutig, daß eine begonnene
Wechselatmung durch einen Anfänger sehr häufig zum ableben BEIDER
Buddies führt. Hingegen wäre dies nicht geschehen, wenn sich der
luftsuchende Buddie nun zu einem schwimmenden Notaufstieg entschlossen
hätte (aus max. 18 m sollte das ja kein Problem sein). Kennst Du
bessere Statistiken?
Da bereits im AOWD die Wechselatmung beigebracht werden muß, sind alle
Taucher, die aus den engen Grenzen des als OWD betauchbaren bereiches
herauswollen, in Wechselatmung geschult.


> Mir fallen aber spontan ausser in der
>Tuerkei, Spanien und FRankreich auch gar keine nicht-PADI-Basen ein...?!
In Deutschland kann man beim VDST einen Kurs für den kommerziellen
CMAS-Tauchleher machen. Dies war ein Bericht im aktuellen
Mitgliedsmagazin.

>> taucher aus dem wasser bringen (heb mal ohne kenntnis einen 100 kg taucher
>> aus dem wasser raus..),
>CMAS*
Hmmm - hab ich bislang übersehen. Habe auf Basen die Ausbildung mal
beobachtet und nie Übungen dazu gesehen. Auch die anderen
angesprochenen Ausbildungsinhalte werden meiner Erfahrung nach von
Urlaubstauchern nur rudimentär beherrscht - und da waren viele
CMAS-Taucher, VDTL- und SSI-Taucher dabei.


>> also ich habe das beim erste hilfe kurs des roten kreuzes nicht gelernt...
>Noe, aber du haettest es beim CMAS* gelernt. Das ist ein kleiner Auszug
>von den "weiterfuehrenden Ausbildungsinhalten" - du sprichst immerhin
>vom Rescue-Kurs - die bei CMAS eben Bestandteil der Grundausbildung
>sind.
Weiterführende Ausbildungsinhalte sind Pflicht oder optional?


>> padi schreibt den medic first aid nicht vor, man kann auch den erste hilfe
>> kurs einer rettungsorganisation besuchen (ist vom tauchlehrer so den
>> schülern zu erklären). der kurs (fortführender kurs zu rescue-kurs) ist auch
>> nicht vorschrift für die berufliche schiene bei padi. da muss man den kurs
>> oder einen aktuellen erste hilfe-kurs vorweisen können
>D.h. als kommerzieller PADI-TL muss man diese Bergetechniken,
>Wiederbelebung im WAsser usw. usw. NICHT koennen?? Weil Rescue ist nicht
>Vorraussetzung, OWD&AOWD lehrt es nicht und im Erste Hilfe Kurs bei den
>Maltesern lernst du es ja auch nicht. Seltsam...
Seit wann ist Rescue nicht mehr Voraussetzung für den OWSI? Dann
sollte ich mich wohl gleich mal zum IDC anmelden, wenn das so einfach
ist... :-)


>> hmm, in österreich kann man in einem intensivkurs an zwei tagen den
>> führerschein machen.... fahren kann man - wie du richtig sagst, so oder so
>> nicht...
>WAS???
In Ägypten braucht man auch nur mal ein paar Meter das Auto in der
Wüste gradeaus durch die Wüste fahren und hat einen Führerschein. Ob
man damit in Kairo oder Hamburg klar kommt, ist auch eine
diskussionswürdige Frage.

Gruß

Björn
Viele Grüße

Björn
--
Früher meinte ich, 30-40 m seien genug.
Jetzt meine ich, 30+40 m sind genug. :-)

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 11:18:26 AM10/18/01
to
Hallo Dirk,

Dirk Macke schrieb:
>

also irgendwie laesst sich das nicht mit einem early morning TG vom
Safariboot vergleichen:

ca. 5:00 Sonne geht auf und scheint dir ins Gesicht, aufwachen,
2xrumdrehn, was trinken, aufstehen, spung ins wasser
ca. 5:05 raus aus dem Wasser, was trinken, Kaffee fertig, Tasse
schluerfen + ein paar Kekss kauen
ca. 5:15 aufroedeln, was trinken, fallenlassen, "ah, da isser wieder der
kleine Schlingel (200cm) ..."
ca. 6:30 raus aus dem Wasser, was trinken, fruehstueck .....

Gruss Guenter

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 11:21:46 AM10/18/01
to
Hallo Dirk,

Dirk Macke schrieb:
>

aber 'n uraltes :-)))
die neueren sind Padi,
das naechste wird aber wieder ein CMAS -D-

Gruss Guenter

Michael Ohlhorst

unread,
Oct 18, 2001, 1:09:59 PM10/18/01
to
Hallo Guenter,

> 2a) darf ein AOWD offiziell, 2b) sogar ein OWD.
>
> Also kann mir mal jemand diese starren Tiefengrenzen erklaeren ?
>

Stimmt so nicht, ein OWD ist gehalten keine Tauchgänge zu unternehmen, deren
bedingungen sehr von den während der Ausbildung genossenen abweichen ohne
dies vorher zu lernen.

Damit dürfte deine Aussage nicht ganz so stimmen.

Sinngemäß wird auchd er AOWD davor gewarnt sich zu weit aus dem Fenster zu
lehnen, weil auch den PADI´s bewusst ist das man da leicht herrausfliegt.

mfG
Michael Ohlhorst

Howie

unread,
Oct 18, 2001, 1:44:32 PM10/18/01
to
Hallo Doc!

> >> taucher aus dem wasser bringen (heb mal ohne kenntnis einen 100 kg taucher
> >> aus dem wasser raus..),
> >CMAS*
> Hmmm - hab ich bislang übersehen. Habe auf Basen die Ausbildung mal
> beobachtet und nie Übungen dazu gesehen. Auch die anderen
> angesprochenen Ausbildungsinhalte werden meiner Erfahrung nach von
> Urlaubstauchern nur rudimentär beherrscht - und da waren viele
> CMAS-Taucher, VDTL- und SSI-Taucher dabei.

Deckt sich mit meiner Erfahrung.



>
> >> padi schreibt den medic first aid nicht vor, man kann auch den erste hilfe
> >> kurs einer rettungsorganisation besuchen (ist vom tauchlehrer so den
> >> schülern zu erklären). der kurs (fortführender kurs zu rescue-kurs) ist > > >> auch
> >> nicht vorschrift für die berufliche schiene bei padi. da muss man den kurs
> >> oder einen aktuellen erste hilfe-kurs vorweisen können
> >D.h. als kommerzieller PADI-TL muss man diese Bergetechniken,
> >Wiederbelebung im WAsser usw. usw. NICHT koennen?? Weil Rescue ist nicht
> >Vorraussetzung, OWD&AOWD lehrt es nicht und im Erste Hilfe Kurs bei den
> >Maltesern lernst du es ja auch nicht. Seltsam...
> Seit wann ist Rescue nicht mehr Voraussetzung für den OWSI? Dann
> sollte ich mich wohl gleich mal zum IDC anmelden, wenn das so einfach
> ist... :-)

Huch? Sollte ich da etwas verpasst haben? Der Rescue ist nicht mehr
Vorraussetzung für den OWSI? Oder weiß nur wer nicht genau, wovon er
schreibt...?

Lassen wir sie doch einfach in Ihrer kleinen Welt weitertrollen, oder
Björn? Dieses Thema und die aktuelle Diskussion sind wieder bar
jeglicher Grundlagen.

Gruß,

Tom

Boris 'pi' Piwinger

unread,
Oct 18, 2001, 3:31:38 PM10/18/01
to
Dirk Macke <eed...@eed.ericsson.se> wrote:

>> Im Ernst - bringen die PADI-Leute wirklich solche Schoten???
>
>Ja. Nicht zu vergessen: Das Tauchermesser dient zum Graben :-))

Wie jetzt? Grenadiere gehen auch tauchen?

Boris 'pi' Piwinger

unread,
Oct 18, 2001, 3:31:45 PM10/18/01
to
Sabine Noack <bi...@dolphin.muc.de> wrote:

>Im Zweifelsfall würde ich einen Erste Hilfe oder HLW Kurs immer bei
>einer der Rettungsorganisationen machen und gelegentlich wiederholen, da
>man das ganze Wissen bei hoffentlichem Nichtgebrauch öfter mal
>auffrischen sollte.

Stimmt. Meiner ist auch wieder viel zu lange her. Wird Zeit.

>Genau das wurde uns übrigens auch von unserer TL in Vorbereitung des
>Rescue Scheins gesagt. Sie meinte ausserdem, dass der PADI Medic First
>Aid sich nur auf Tauchunfälle beziehen würde, wogegen wir bei einem Kurs
>bei einer Rettungsorganisation eher allgemein ausgebildet würden.

Was also tun? Allgemeinmedizinisch ist man sicher beim Roten Kreuz
o.ae. besser aufgehoben (was einzelne Ausnahmen bestaetigen moegen).
Aber Tauchunfaelle werden dort nicht behandelt (auch da mag es
Ausnahmen geben, bei mir war es jedenfalls nicht dabei). Also am
besten beides?

Boris 'pi' Piwinger

unread,
Oct 18, 2001, 3:31:56 PM10/18/01
to
Dirk Macke <eed...@eed.ericsson.se> wrote:

>> Habe ich beim OWD durchaus was zu gehoert. Es wird halt nicht
>> ausgebildet, wie man Dekotauchgaenge durchfuehrt. Was bei Anfaengern
>> so falsch vielleicht ja nicht ist.
>
>Diese Aussage ist das beste Beispiel dafuer, dass die Deko-Problematik
>nicht vernuenftig/gruendlich gelehrt wird. Sonst wuesstest du, dass du
>*immer* einen Deko-TG machst.

Medizinisch hast Du sicher recht und natuerlich haette die Ausbildung
an dieser Stelle ausfuehrlicher sein koennen. Lasse mir also bitte die
unpraezise Bezeichnung Dekotauchtang vs Nullzeittauchgang nach. Wobei
ich sagen muss, dass im Urlaub auf einer CMAS-Basis dort stets gesagt
wurde: Wir machen Nullzeittauchgaenge bis 40m. Und die Leute, die da
etwas "ins Deko gerutscht sind", haben das auch so gesagt (waren
CMAS-Taucher). Scheint also zumindest ueber die Verbandsgrenzen eine
gaengige Formulierung zu sein.

>Und gerade bei Anfaengern ist die falsche
>Sicherheit, die diese "sakrale" Nullzeitgrenze IMHO darstellt, besonders
>gefaehrlich.

Wenn es derart (wie Du es auch in anderen Postings beschrieben hast)
verkuerzt dargestellt wird, dann ist das voellig klar. Vielleicht war
meine Ausbildung ja eine Ausnahme, aber da wurde durchaus dargestellt,
wie sich das mit anderen Risikofaktoren verhaelt.

>> Naja, wenn man die halt aus dem Verein kennt, wundert das nicht.
>
>Es geht nicht um den Verein, es geht um die Leute, die ganzjaehrig
>tauchen, d.h. einen gewissen Mindeststandard an Fitness und
>Tauchfertigkeiten aufrecht erhalten.

Wenn man die Zeit hat (oder sich nimmt) und Spass daran hat, unter
solchen Bedinungen zu tauchen, ist das sicher gut. Nun, das ist halt
nicht jedermans Sache, wenn ich das als bekennender Warmduscher mal so
sagen darf. Abgesehen davon durchaus auch eine Geldfrage.

>> Wenn
>> ich aber Leute, die ich schon kenne, als Taucher identifiziere, so
>> waren das bisher immer PADI-Taucher.
>
>Kann schon sein. Wieviele davon tauchen jede Woche?!

Kaum einer. Muss man das, um Taucher zu sein? Und wie sollte ich die
Leute treffen, wenn sie immmer unter Wasser sind;->

>Wie oft tauchst du so pro Woche?

Ich bin bekennender Urlaubstaucher, mehr ist nicht drin (abgesehen von
Ausbildung, die bevorzugt "zuhause" stattfindet.

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 18, 2001, 3:40:00 PM10/18/01
to
Hallo Michael,

Michael Ohlhorst schrieb:


>
> Hallo Guenter,
>
> > 2a) darf ein AOWD offiziell, 2b) sogar ein OWD.
> >
> > Also kann mir mal jemand diese starren Tiefengrenzen erklaeren ?
> >
> Stimmt so nicht, ein OWD ist gehalten keine Tauchgänge zu unternehmen, deren
> bedingungen sehr von den während der Ausbildung genossenen abweichen ohne
> dies vorher zu lernen.
>
> Damit dürfte deine Aussage nicht ganz so stimmen.

in dem konkreten Fall schon,
es waren Beispiele aus der Praxis,
d.h. aus Seen in meiner Umgebung in denen auch ausgebildet wird
die Buddies haben in den Seen Ausbildung gemacht,
also duerfen (und konnten) Sie da auch tauchen



> Sinngemäß wird auchd er AOWD davor gewarnt sich zu weit aus dem Fenster zu
> lehnen, weil auch den PADI´s bewusst ist das man da leicht herrausfliegt.

;-))

Gruss Guenter

Sabine Noack

unread,
Oct 18, 2001, 5:59:58 PM10/18/01
to
Boris 'pi' Piwinger schrieb:
>
schnipp

> >Genau das wurde uns übrigens auch von unserer TL in Vorbereitung des
> >Rescue Scheins gesagt. Sie meinte ausserdem, dass der PADI Medic First
> >Aid sich nur auf Tauchunfälle beziehen würde, wogegen wir bei einem Kurs
> >bei einer Rettungsorganisation eher allgemein ausgebildet würden.
>
> Was also tun? Allgemeinmedizinisch ist man sicher beim Roten Kreuz
> o.ae. besser aufgehoben (was einzelne Ausnahmen bestaetigen moegen).
> Aber Tauchunfaelle werden dort nicht behandelt (auch da mag es
> Ausnahmen geben, bei mir war es jedenfalls nicht dabei). Also am
> besten beides?
>

Na ja, irgendwann werd ich beim Wiederholen mal den PADI MFA machen, ist
nach Maltesern und Johanitern sicher mal ne nette Abwechsung, auch wenns
mehr kostet.

Sabine

Astrid Schleicher

unread,
Oct 18, 2001, 6:07:33 PM10/18/01
to
Boris 'pi' Piwinger schrieb:

>Dirk Macke <eed...@eed.ericsson.se> wrote:
>
>>> Habe ich beim OWD durchaus was zu gehoert. Es wird halt nicht
>>> ausgebildet, wie man Dekotauchgaenge durchfuehrt. Was bei Anfaengern
>>> so falsch vielleicht ja nicht ist.
>>
>>Diese Aussage ist das beste Beispiel dafuer, dass die Deko-Problematik
>>nicht vernuenftig/gruendlich gelehrt wird. Sonst wuesstest du, dass du
>>*immer* einen Deko-TG machst.
>
>Medizinisch hast Du sicher recht und natuerlich haette die Ausbildung
>an dieser Stelle ausfuehrlicher sein koennen. Lasse mir also bitte die
>unpraezise Bezeichnung Dekotauchtang vs Nullzeittauchgang nach.
[...]

>Scheint also zumindest ueber die Verbandsgrenzen eine
>gaengige Formulierung zu sein.

Ja, ist so auch Sprachgebrauch. Deshalb habe ich auch erst hier und
eigentlich vor kurzer Zeit die Formulierung "Jeder Tauchgang ist ein
Dekotauchgang" kennengelernt, obwohl ich trotzdem wußte, daß die
Dekompressionsphase zu jedem Tauchgang gehört.

Nur ist es eben ein Unterschied, ob ich mit 10 m/min oder 18 m/min
aufsteige. Im ersten Fall ist mir obige Tatsache sehr viel bewußter,
das ist deutlich meditativer und macht dem Anfänger sogar
unterschwellig klar, daß die Oberfläche die Gefahr und nicht die
Rettung ist.

Und es ist ein Unterschied, ob ich gelehrt bekomme, daß Tauchgänge mit
der Pflicht zur Stufendekompression zwar nichts für den blutigen
Anfänger, aber sonst etwas ganz normales sind, oder ob mir da dauernd
jemand einen Irrtum, Notfall und Gefahr suggeriert. Eine ungewollte
Nullzeitüberschreitung stellt man dann eben fest, erschrickt kurz,
weil man es ja gar nicht wollte und handelt dann in relativer Ruhe
halbwegs sinnvoll (nach Compi, nach Tabelle oder über den Daumen ganz
langsam über die Stufen, die man schon mal irgendwo gesehen hat.) Ohne
durch die Notfallschere im Kopf gestreßt nach oben zu sausen. Deshalb
solltest Du Dein "Was bei Anfaengern so falsch vielleicht ja nicht
ist." von oben nochmal überdenken.

Das Schlimmste sind die Draufgänger, die gehört haben, daß es
Dekotauchgänge gibt, aber nicht gelernt haben, wie es geht, und die
dann losstürzen mit Dekowissen aus der Gebrauchsanweisung ihres
Computers. Und denen hilft jedes Quentchen sachliche Information. Die
Vorsichtigen braucht man eh nicht extra zu schützen und Desinformation
hat noch nirgendwo vor Unheil geschützt.

[Ganzjahrestauchen]

>Wenn man die Zeit hat (oder sich nimmt) und Spass daran hat, unter
>solchen Bedinungen zu tauchen, ist das sicher gut. Nun, das ist halt
>nicht jedermans Sache, wenn ich das als bekennender Warmduscher mal so
>sagen darf. Abgesehen davon durchaus auch eine Geldfrage.

Selbst ein Warmduscher muß nicht einen ganzen schwülen Sommer über auf
seinen tropischen Urlaub warten. Der Bereich mit Bewuchs ist dann auch
im Nassanzug mehr als gut zu ertragen.

Das mit der Geldfrage leuchtet mir am wenigsten ein, im Verein zahlen
wir 25 Mark im Monat für 2 Personen, das wäre fürs Luftholen beim
Vieltauchen geschenkt. Wenigtauchen ist ohne Verein eh billig. ;-)
Bleiben nur noch die Spritkosten für die Fahrt zum Teich, die sonst
vielleicht für einen anderen Freizeitjokus draufgingen. Uns blieb als
Studenten nur heimisches Tauchen, Urlaubstauchen war eine ferne andere
Welt.

Aber das Argument mit der Zeit bleibt, das macht auch Leute zu
Urlaubstauchern, die sich nur ungern dazu bekennen. Wenn beide
tauchen, geht es ja noch, aber sonst versteht der Partner eigentlich
nie so recht, warum ein blöder Tauchgang immer soviel Zeit braucht.
:-)

Liebe Grüße
Astrid
--
Noch Fragen zu dieser Newsgroup?
DIR für User: http://www.oschn.de/drst/info.html

Matthias Frey

unread,
Oct 18, 2001, 8:13:49 PM10/18/01
to
"Leo Ochsenbauer-Tessler" <di...@nullzeit.at> schrieb:

>du hast schon recht, aber glaubst du nicht, dass tauchanfänger so ein wenig
>verleitet werden, ihre grenzen zu überschreiten bzw. nicht zu erkennen?

Hi Leo,
also dieses Argument habe ich jetzt glaub' ich schon tausendmal
gehört.

Es kommt immer wieder. Meine Freundin (taucht kaum tiefer als 60m)
hat dazu neulich mal den Satz gesagt, den sich so genial fand, daß
ich ihn hier mal anwenden möchte: Wenn es um die Nachahmung geht,
dann müßten erst mal alle Gewaltvideos, Krimiserien (wie Derrik,
Tatort, Wolfs Revier etc.) und Nachrichtensendungen aus dem
Fernsehprogramm verschwinden.!

Sehr richtig, sage ich dazu. Ein unentkräftbares Argument!

Kann man mich denn z.B. dafür verantwortlich machen, daß
irgendjemand irgendetwas falsch verstanden hat und sich dann in
Folge das Licht ausbläßt? Durch Unverständnis sozusagen? Machen wir
denn die Ereignisse des täglichen Lebens dafür verantwortlich, daß
irgendjemand etwas nachahmt und etwas tut - oder halten wir -
gottseidank - immer noch diejenigen verantwortlich, die irgendwas
tun?

Ehrlich: Ich halte das Argument der Nachahmung für ziemlich
bescheuert - und ziemlich hilflos dazu. Ich bringe doch auch keine
Leute um oder vergewaltige meine Nachbarin nur weil das irgendwo
auf der Welt passiert (und mir tagtäglich in den Medien präsentiert
wird) - warum sollen da andere genauso bescheuert Tauchen wie ich,
zum Beispiel?

Hinzu kommt noch, daß sich von uns Tiefergelegten keiner damit
brüstet, wie toll er sei - und daß es das alleine Seligmachende sei
- der Tenor ist vielmehr - und sehr eindeutig - der, daß derjenige
den das interessiert, das durchaus lernen kann - daß es möglich
ist, wenn man gewisse Vorbedingungen erfüllt. Wir klären nur über
Tatsachen auf und halten andere Menschen für mündig.

Deine Argumentation hingegen verdummt und hält andere für unmündig.

>ich hab absolut kein problem mit tieftauchgängen und bin auch selbst schon
>an der 50er marke geschrammt. wenn es dort was zu sehen gibt UND die eigenen
>fähigkeiten und örtlichen gegebenheiten danach sind - warum nicht.

Man kann auch einfach dahin tauchen, wenn es dort nix zu sehen gibt
und man das einfach möchte. Es ist schließlich jeder selbst seines
Glückes Schmied.

Schlimm ist nur, daß manche Ausbildeungen so gestaltet sind, daß
sie dem, der zu entscheiden hat, nicht das nötige Wissen
vermitteln, das zu entscheiden. Aber dann schaff halt mal diese
Ausbildungen ab...

>aber immer wieder lese ich von unfällen zb. im attersee, wo es wirklich
>nichts in der tiefe gibt - und die taucher trotzdem auf 60 meter gehen...

Ja und? Die können doch auch gerne tiefer! Die verunfallen ja nicht
wegen der Tiefe - sondern wegen der mangelnden Fähigkeiten. Das muß
man mal schön auseinanderhaltenm. Obs da was zu sehen gibt ist doch
völlig wurscht!

>wozu frag ich mich? muss die taucherszene deswegen einen schlechten ruf in
>den medien riskieren, weil einige wenige unverantwortliche krampfhaft auf
>tiefe gehen?

Oh welch Dämagoge! In der Frage eine Behauptung aufstellen! Die
Taucherszene riskiert keinen schlechten Ruf, weil Leute tief
tauchen - sie hat einen schlechten Ruf, weil heute viele tauchen,
die einfach ***nicht tauchen können*** - ich wiederhole: nicht
tauchen können!

>ich hab kein problem, wenn ein taucher seine eigenen tauchgänge so tief oder
>lang macht wie er es für richtig erachtet, aber sehr wohl ein problem damit,
>dies öffentlich zu posten - mit dem zusatz: es ist eh kein risiko dabei wenn
>man aufpasst...

Es ist, wie gesagt, kein Risiko dabei, wenn man es kann! Man muß es
können - aufpassen nutzt nix. Um es zu können, muß man es gelernt
haben - wie, ist egal - aber lernen muß man - und das ist nun ja
nicht gerade die starke Seite mancher Ausbildungen...

Das Beste was ein taucher tun kann, ist ganz einfach vernünftig
tauchen lernen - dann lösen sich die Probleme von alleine.

Die Unsicherheiten kommen nur daher, daß es eben zu viele gibt, die
den Sport ausüben ohne es gelernt zu haben.

Das ist alles.

Erfahrene Taucher reden nicht über die Tiefe - sie ist einer der
unwichtigsten Parameter beim Tauchen.

Wenn man genau darüber nachdenkt, fragt man sich, wieso
ausgerechnert sie eingeschränkt werden soll, wenn es um sicheres
Tauchen geht.

Liebe Grüße
Matthias

Matthias Frey

unread,
Oct 18, 2001, 8:35:30 PM10/18/01
to
"Leo Ochsenbauer-Tessler" <di...@nullzeit.at> schrieb:

>seit wann wird bei padi dekoproblematik und wechseatmung weggelassen? also
>wir unterrichten immer noch die notfallsdekompression, die umstände was deko
>ist und wie sie auftreten kann (stimme hier auch euch allen zu und
>widerspreche der padi-taucherin ;o), padi lehrt aber nicht, DASS man
>dekotauchgänge über die grundzeiten des RDP hinaus vornehmen soll (also im
>wahrsten sinne des wortes dekompressionsPFLICHTIGE tauchgänge). ein
>sicherheitsstopp ist KEIN dekostopp...

Quatsch. Ein Sicherheitsstop ist ein Dekostop. Du legst ihn nur
ein, weil Du Dir nicht sicher bist, ob Du nich doch Deko hast. Als
PADI auf jeden Fall.

Jeder andere normale Mensch der ein wenig Ahnung von Physik und
Physiologie hat, weiß hingegen, daß die Gase Zeit zum desorbieren -
auch Dekompression genannt - brauchen. Das sind einfache
Zusammenhänge, die man in jedem vernünftigen Physikbuch nachlesen
kann. PADI hat halt nicht in Physikbüchern, sondern bei
Marketingstrategen nachgelesen...

>und wechselatmung wird bei der owd-ausbildung gelehrt, mit dem zusatz, dass

>es eines der letzten mittel zur hilfe sein soll (da als ungeübter taucher
>man hier einiges falsch machen kann)

Mich hauts glattweg aus den Schuhen. PADI sagt also selbst, daß die
eigene Ausbildung so mangelhaft ist, daß man den PADIs Wechselamung
nicht zutraut (da sie ja nach der Ausbildung wohl als ungeübte
Taucher dies dann immer noch falsch machen...)

Sollte jemand auf mich schimpfen - es waren Leos Worte...

Die PADIs die ich kenne, habens dann wohl trotz Ausbildung gelernt
- die meisten zumindest :)

Liebe Grüße
Matthias

Matthias Frey

unread,
Oct 18, 2001, 8:41:56 PM10/18/01
to
Boris 'pi' Piwinger <3....@piology.org> schrieb:

>Habe ich beim OWD durchaus was zu gehoert. Es wird halt nicht
>ausgebildet, wie man Dekotauchgaenge durchfuehrt. Was bei Anfaengern
>so falsch vielleicht ja nicht ist.

Aber auch nur vielleicht.

Beim Tauchen ist die Dekompression eine grundsätzliche Problematik.
Eine systemimmanente Eigenschaft, könnte man sagen. Theorie und
Wissensvermittlung darüber wegzulassen ist sträflich!

Ohne wenn und aber. Es sollte niemanden geben, der mit Gerät ins
Wasser geht und darüber nicht genauestens Bescheid weiß.

Aber heute lernt man dazu ja, es gäbe Computer.

Ich verstehe die Denkweise nicht!
(Ich verstehe schon, daß manche das so probagieren - aber ich
verstehe nicht, daß andere es glauben)

Liebe Grüße
Matthias

Matthias Frey

unread,
Oct 18, 2001, 9:22:08 PM10/18/01
to
Björn Mehlhorn <b.meh...@gmx.de> schrieb:

>Nun, da ist PADI den anderen Organisationen (Trägheit) einfach ein
>Stück voraus. Die Statistiken belegen eindeutig, daß eine begonnene
>Wechselatmung durch einen Anfänger sehr häufig zum ableben BEIDER
>Buddies führt. Hingegen wäre dies nicht geschehen, wenn sich der
>luftsuchende Buddie nun zu einem schwimmenden Notaufstieg entschlossen
>hätte (aus max. 18 m sollte das ja kein Problem sein). Kennst Du
>bessere Statistiken?

Hi Björn,

belege mal bitte Deie Aussage. Wenn ich Unfallstatistiken lese,
dann lese ic da nicht "wegen schieflaufender Wechselatmung".
Und wenn*s so wäre: Na wenns halt nicht gelehrt wird, dnn kanns der
Schüler auch nich.

Bei Leuten die traditionell nach CMAS ausgebildet sind, kannst Du
sicher sein, daß die auf jeder Tiefe beliebig lange wexelatmen.

Wie gesagt: *traditionell nach CMAS*. Diese Übung ist eine der
häufigsten. Wir saßen z.B. mit 8 Personen um eine Flasche mit einem
Lungi der reihum ging. Gehört m.E. in die Grundausbildung. Alles
andere ist fahrlässig. Für was hab ich denn einen Buddy, wenn der
noch nich mal wexelatmen kann? Ich brauch doch gerade dazu den
Buddy - für den Notaufstieg brauche ich keinen! Der Okto kann
verecken - das muß bedacht sein!

Die meisten Unfäklle passieren durch Abtreiben und Durchschießer.
Hoffentlich spricht sich das mal rum!

Liebe Grüße
Matthias :)


Matthias Frey

unread,
Oct 18, 2001, 9:25:13 PM10/18/01
to
Dirk Macke <eed...@eed.ericsson.se> schrieb:

>> Mit dem selben Vergnuegen mit dem ich Berichte von Reinhold Mesmer,
>> Arwed Fuchs oder sonst einem extrem Sportler lese lese ich auch Berichte
>> vom M.Frey und weiteren.

>Hey Matthias, hoer' auf zu wachesn, sonst passt du nicht mehr in deinen
>Anzug :-))

Ich paß da tatsächlich nich mer rein - aber ich würd' jetzt gern'
wissen, wo Du mich schon wieder beim Fressen und Saufen beobachtet
hast ;))))))

Liebe Grüße
Matthias

Matthias Frey

unread,
Oct 18, 2001, 9:25:14 PM10/18/01
to
Boris 'pi' Piwinger <3....@piology.org> schrieb:

>Das erscheint mir unzulaessig verkuerzt. PADI gibt Grenzen vor, unter


>denen man nach bestimmten Kursen tauchen koennen sollte. Und das setzt
>sich dann aus zwei Komponenten zusammen. Eine ist die genannte
>Tiefengrenze (und mir erschliesst sich auch nicht, was daran fuer
>Anfaenger so schlecht sein soll

Für Anfänger schlecht daran ist, daß sie das falsche Feindbild
lernen.

Der schlecht ausgebildete Taucher ist in keiner Tiefe sicher - der
gut ausgebildete in jeder! Das ist der springende Punkt. Ein
Segelschüler lernt auch nicht nur bis Windstärke 4 segeln - er
lernt es für jede Windstärke. Zwar wird klar gemacht, daß mit
steigender Windstärke mehr mentale Stärke notwendig wird - aber ein
Reff ist ein Reff - egal wie stark der Wind bläst.

Wer tauchen kann - kann grundsätzlich tauchen - egal wie tief. Man
muß dem Beginner nicht zusätzlich mit der Angstmacherei vor der
Tiefe daran hindern seine Ängste aufzuarbeiten. Es wäre wesentlich
Besser, die Grenze würde am Können festgenmacht - z.B. daß z.B.
PADI sagen würde, wir geben nur noch denen ein Brevet die tauchen
können - und prüfen das. Täten sie dies, bräuchten sie keine
Tiefenbegrenzung. Daß sie eine brauchen, zeigt lediglich, daß sie
es nicht tun (prüfen). Deswegen ist es schlecht.

Trotzdem gibt es gute PADI Taucher - aber das eine hat mit dem
anderen nix zu tun. Das Ausbildungsangebot jedenfalls forciert
Tiefenangst. Das ist eben schlecht.

Liebe Grüße
Matthias

Boris 'pi' Piwinger

unread,
Oct 19, 2001, 2:25:40 AM10/19/01
to
Matthias Frey <Matt...@t-online.de> wrote:

>>Habe ich beim OWD durchaus was zu gehoert. Es wird halt nicht
>>ausgebildet, wie man Dekotauchgaenge durchfuehrt. Was bei Anfaengern
>>so falsch vielleicht ja nicht ist.
>
>Aber auch nur vielleicht.
>
>Beim Tauchen ist die Dekompression eine grundsätzliche Problematik.
>Eine systemimmanente Eigenschaft, könnte man sagen.

Sicher, aber ich kann das Argument, dass man als Anfaenger erst einmal
mit Nullzeittauchgaengen in nicht zu grosser Tiefe beginnen soll,
nicht ganz abwegig.

>Theorie und Wissensvermittlung darüber wegzulassen ist sträflich!
>
>Ohne wenn und aber. Es sollte niemanden geben, der mit Gerät ins
>Wasser geht und darüber nicht genauestens Bescheid weiß.

Fragt sich, wie weit das geht. Wie gut verstehen und koennen das die
Leute, die das zwar mal gelernt haben, dann aber sich nicht mehr damit
beschaeftigt haben? Wir alle kennen sicher den Effekt, was fuer eine
Pruefung zu lernen, was man schon ein paar Tage spaeter fast
vollstaendig vergessen hat.

Gehoert zu dem genauen Wissen eine detaillierte Kenntnis der
medizinischen Vorgaenge? Die werden viele Taucher sicher nie ganz
verstehen. Duerfen die alle nicht tauchen?

>Aber heute lernt man dazu ja, es gäbe Computer.

Die CMAS-Taucher, die ich gesehen habe und die ins Deko "gerutscht"
sind, haben sich jedenfalls drauf verlassen;-)

Joerg Severing

unread,
Oct 19, 2001, 2:38:21 AM10/19/01
to

Matthias Frey <Matt...@t-online.de> meinte


> Erfahrene Taucher reden nicht über die Tiefe - sie ist einer der
> unwichtigsten Parameter beim Tauchen.

OHNE WORTE!

Jörg

Howie

unread,
Oct 19, 2001, 3:10:09 AM10/19/01
to
Moin Matthias!

> belege mal bitte Deie Aussage. Wenn ich Unfallstatistiken lese,
> dann lese ic da nicht "wegen schieflaufender Wechselatmung".
> Und wenn*s so wäre: Na wenns halt nicht gelehrt wird, dnn kanns der
> Schüler auch nich.

Richtig. Ist bei Padi optional. D.H. muß nicht. So wie ich es kenne,
wird es trotzdem gemacht. Nicht weil es schwierig wäre, sondern weil
es gut für den Kopf ist.

> Bei Leuten die traditionell nach CMAS ausgebildet sind, kannst Du
> sicher sein, daß die auf jeder Tiefe beliebig lange wexelatmen.

Ähhh..., da habe ich andere Erfahrung gemacht. Allerdings weiß ich
auch nicht, wer die Jungs ausgebildet hatte. Jedenfalls hatten sie
Ihre Ausbildung in Deutschland über die Vereinsschiene bei einem
CMAS-Verein gemacht.



> Wie gesagt: *traditionell nach CMAS*. Diese Übung ist eine der
> häufigsten.

Kenne ich auch wieder anders, allerdings aus Ägypten. Da hies es: "So,
macht bei diesem TG mal Wechselatmung."
Als das nach zweimaligem Wechseln des Reglers zwar völlig chaotisch
(keiner hatte den Schülern einen Tip gegeben, wie man es am
einfachsten anpackt) aber ohne ernsthafte Verletzte "erledigt" war
wurde die Übung als "bestanden" abgehakt...!!!!

> Wir saßen z.B. mit 8 Personen um eine Flasche mit einem
> Lungi der reihum ging. Gehört m.E. in die Grundausbildung.

Ist die gemütliche Variante, finde ich aber auch ganz sinnvoll.

> Der Okto kann verecken - das muß bedacht sein!

Die reguläre zweite Stufe nicht...?



> Die meisten Unfäklle passieren durch Abtreiben und Durchschießer.
> Hoffentlich spricht sich das mal rum!

Keine Frage!

Gruß,

Tom

Gerd Martin

unread,
Oct 19, 2001, 2:48:25 AM10/19/01
to
Hi Boris,


> Was also tun? Allgemeinmedizinisch ist man sicher beim Roten Kreuz
> o.ae. besser aufgehoben (was einzelne Ausnahmen bestaetigen moegen).
> Aber Tauchunfaelle werden dort nicht behandelt (auch da mag es
> Ausnahmen geben, bei mir war es jedenfalls nicht dabei). Also am
> besten beides?

Mein Tip: Als Vereinstaucher kann man sich mit seinem DRK-Ortsverband
kurzschließen und einen Tauchvereininternen Kurs anleiern. Wenn man lieb zu
den Leuten ist, stricken die die Themen so, wie man es braucht. (gibt dann
u.U. kein "Brevet" aber man hat das gelernt, was man braucht)

Gruß

Gerd


Gerd Martin

unread,
Oct 19, 2001, 2:45:16 AM10/19/01
to
Hi Astrid,

> Uns blieb als
> Studenten nur heimisches Tauchen, Urlaubstauchen war eine ferne andere
> Welt.

Irgendwie hab ich wohl was falsch gemacht - als Student war ich
Urlaubstaucher, heute bin ich Süßwassertaucher *grübel*

> Aber das Argument mit der Zeit bleibt, das macht auch Leute zu
> Urlaubstauchern, die sich nur ungern dazu bekennen. Wenn beide
> tauchen, geht es ja noch, aber sonst versteht der Partner eigentlich
> nie so recht, warum ein blöder Tauchgang immer soviel Zeit braucht.
> :-)

Naja das Zeitargument... Da gibts nen Spruch zu: "ich habe keine Zeit gibts
nicht - es gibt nur: ich habe meine Zeit falsch eingeteilt..."

Bin selbst berufstätig, verheiratet (Nichttaucherin), 2 (kleine) Kinder.
Trotzdem mache ich regelmäßig Sport: 1-2 mal 1h laufen, 2-3 mal 2 h
Krafttraining 1 mal Tauchen pro Woche.
Muß ich Zeit haben....

Nee, anstatt mich abends schlapp vor die Glotze zu hängen, mach ich meinen
Sport. D.h. zwar meist Nachttauchen - ist aber in heimischen Gewässern nicht
so tragisch ;-)

Gruß

Gerd


Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 3:29:45 AM10/19/01
to
"Björn Mehlhorn" wrote:

> Nun, da ist PADI den anderen Organisationen (Trägheit) einfach ein
> Stück voraus. Die Statistiken belegen eindeutig, daß eine begonnene
> Wechselatmung durch einen Anfänger sehr häufig zum ableben BEIDER
> Buddies führt. Hingegen wäre dies nicht geschehen, wenn sich der
> luftsuchende Buddie nun zu einem schwimmenden Notaufstieg entschlossen
> hätte (aus max. 18 m sollte das ja kein Problem sein).

Aehh - wie genau findet man heraus, dass ein beim Wechselatmungsaufstieg
gestorbener Taucher (wo sich zunaechst mal die Frage stellt: Wie kann
man durch Wechselatmung sterben? Da muss ja wohl was anderes
schiefgegangen sein. Panik gekriegt und durchgeschossen? Dann lies
weiter :-) einen Notaufstieg ueberlebt haette?! Wer bei der
Wechselatmung solche Panik kriegt, dass er sich unter die Erde schiesst,
dem wird das mit einiger Wahrscheinlichkeit auch bei einem Notaufstieg
passieren. Ich halte jedenfalls die These, dass ein Taucher der sich in
einer OOA Situation bei Wechselatmung umbringt, dies nicht tut, wenn er
einen "Notaufstieg" macht, fuer sehr gewagt.

> Kennst Du bessere Statistiken?

Ich kenne dazu ueberhaupt keine Statistik und du hast keine Quelle
genannt. Aber wie gesagt: Aus der blossen Aussage, dass bei 20
toedlichen Unfaellen in 17 Wechselatmung im Spiel war, kann man
keinesfalls schliessen, dass die Wechselatmung ursaechlich mit dem
Unfall zu tun hat. Dafuer muesste man wissen, wie die Situation ohne
Wechselatmung verlaufen waere, s.o. Ausserdem waere es wichtig zu
wissen, wieviele der Verunfallten die Wechselatmung tatsaechlich auch
gelernt haben (ich mein' so richtig in echt, nicht mal nur eben
angedeutet!).

> Da bereits im AOWD die Wechselatmung beigebracht werden muß, sind alle
> Taucher, die aus den engen Grenzen des als OWD betauchbaren bereiches
> herauswollen, in Wechselatmung geschult.

Also AOWDs die ich kenne, haben irgendwie fuenf TG gemacht, die i.W. aus
einem Nacht-TG, einem "tief"-TG, einem Navigations-TG und zwei weiteren
TG, i.d.R. Wrack und/oder Kaverne bestanden. Ich habe noch nie gehoert,
dass jemand beim AOWD Wechselatmung gemacht/gelernt haette.

> In Deutschland kann man beim VDST einen Kurs für den kommerziellen
> CMAS-Tauchleher machen. Dies war ein Bericht im aktuellen
> Mitgliedsmagazin.

Und aus der Existenz dieser Lizenz kannst du jetzt auf das Verhaeltnis
nach CMAS ausbildender Basen zu PADI-Ausbildung schliessen? Respekt :-)



> Hmmm - hab ich bislang übersehen. Habe auf Basen die Ausbildung mal
> beobachtet und nie Übungen dazu gesehen.

Das kann ich nicht kommentieren. Aber es ging urspruenglich auch um die
Ausbildungsinhalte. Schlimm genaug, wenn - und ich betone das *WENN* -
diese Ausbildungsinhalte weggelassen werden, aber dann ist es
"wenigstens" ein Versaeumnis des TL - im curriculum ist es immerhin
'drin. PADI hat wesentliche Ausbildungsinhalte (oder von mir aus auch
"IMHO wesentliche" :-) gar nicht erst vorgesehen, oder bietet sie nur
gegen Aufpreis an. Ich glaube, keiner wuerde die Diskussion PADI vs.
CMAS hier fuehren, wenn die PADI-Brevets mit dem Rescue-Diver anfangen
wuerden, datt mit dem OWD!

> Auch die anderen
> angesprochenen Ausbildungsinhalte werden meiner Erfahrung nach von
> Urlaubstauchern nur rudimentär beherrscht - und da waren viele
> CMAS-Taucher, VDTL- und SSI-Taucher dabei.

Mag sein, ist sicher ein Problem der Urlaubstaucher. Aber besser etwas
rudimentaer beherrschen, als gar nicht erst wissen, dass es sowas
gibt...



> Weiterführende Ausbildungsinhalte sind Pflicht oder optional?

Also diese Formulierung bezieht/bezog sich natuerlich auf Leos posting,
aber in diesem Bezug sind die "weiterfuehrenden Ausbildungsinhalte"
bzgl. Medizin und Rettung/Bergung Pflicht fuer CMAS* und CMAS** - die
Pflichtfortbildung TSR fuer CMAS*** geht weit ueber euren First Aid &
Rescue hinaus. Wer's nicht glaubt: Einfach mal so einen Kurs mitmachen,
lohnt sich in JEDEM Fall, egal ob Urlaubs- oder Ganzjahrestaucher und
egal bei welcher Organisation man das Tauchen gelernt hat.

Gruss,
Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 3:32:36 AM10/19/01
to
Annerose und Guenter Mildenberger wrote:

> die neueren sind Padi,

Kann ja mal vorkommen...

> das naechste wird aber wieder ein CMAS -D-

Sachichdochsachichdochsach... :-)))

Gruss,
Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 3:51:37 AM10/19/01
to
Boris 'pi' Piwinger wrote:
> Lasse mir also bitte die
> unpraezise Bezeichnung Dekotauchtang vs Nullzeittauchgang nach.

Nein, das ist naemlich der wesentliche Punkt.

> Scheint also zumindest ueber die Verbandsgrenzen eine
> gaengige Formulierung zu sein.

Aber das Wissen um die 'sloppyness' dieser Formulierung ist ueber die
Verbandsgrenzen hinweg nicht das gleiche. Und das ist das Problem.

> Vielleicht war
> meine Ausbildung ja eine Ausnahme, aber da wurde durchaus dargestellt,
> wie sich das mit anderen Risikofaktoren verhaelt.

Wenn das so war, dann ist das schoen fuer dich. Aber dann kannst du
sicherlich auch sofort erlaeutern, warum ein "Notaufstieg" nach PADI
praktisch *immer* die schlechteste Loesung ist und hier so vehemnt
kritisert wird. Dann haben wir naemlich endlich mal PADI vs. PADI und
das waere der erste Schritt, dass der Laden sich mal Gedanken um seine
Ausbildungsinhalte macht.

>> Wenn
>> ich aber Leute, die ich schon kenne, als Taucher identifiziere, so
>> waren das bisher immer PADI-Taucher.
>
>Kann schon sein. Wieviele davon tauchen jede Woche?!
>
> Kaum einer. Muss man das, um Taucher zu sein? Und wie sollte ich die
> Leute treffen, wenn sie immmer unter Wasser sind;->

Damit hast du jetzt 100% meine Behauptung bekraeftigt. Warum diskutierst
du dann eigentlich hier 'rum? Meine Behauptung war: Die Mehrzahl der
Ganzjahrestaucher, bei denen ich schon auf Grund der Tatsache, dass sie
eben das ganze Jahr tauchen, einen gewissen Mindeststandard an
Ausbildung, Tauchfertigkeit und Fitness vorraussetze, sind ueberwiegend
nach CMAS ausgebildet. Warum widersprichst du also, wenn du im naechsten
posting genau das gleiche sagst? Was deine Aeusserung betrifft, ob man
ganzjaehrig tauchen muss, um Taucher zu sein: Wenn du den Anspruch
erhebst, deine Urlaubsausbildung und -erfahrung mit Tauchern zu
vergleichen, die das ganze Jahr ueber tauchen und sich fortbilden, dann
ist die Antwort ein KLARES Ja.

Mal ganz nebenbei: Fuer jemanden wie dich, der einen so unbelehrbaren
missionarischen Eifer entwickelt, wenn es um das Nerven von Benutzern
deiner Meinung nach minderwertiger news-clients geht, sollte es
eigentlich die erste Pflicht sein, sich ueber die Benutzung seines
vermeintlich minderwertigen Ausbildungssytems belehren zu lassen.

Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 4:00:01 AM10/19/01
to
Boris 'pi' Piwinger wrote:

> Sicher, aber ich kann das Argument, dass man als Anfaenger erst einmal
> mit Nullzeittauchgaengen in nicht zu grosser Tiefe beginnen soll,
> nicht ganz abwegig.

Nein, das ist ganz und gar nicht abwegig. Der Unterschied ist, dass dem
CMAS-Taucher beigebracht wird, dass er trotz "Nullzeit" keinen
Freifahrschein an die Oberflaeche hat.



> Gehoert zu dem genauen Wissen eine detaillierte Kenntnis der
> medizinischen Vorgaenge?

Ja.

> Die werden viele Taucher sicher nie ganz
> verstehen. Duerfen die alle nicht tauchen?

Wieso sollten das viele Taucher nicht verstehen? Du wuerdest dich
wundern, was der Durchschnittspatient alles so ueber seine
(vermeintlichen :-) Krankheiten weiss und in Fachliteratur ausgraebt,
wenn es ihn denn interessiert. Seltsam ist nur, dass offensichtlich er
gemeine Montagsblaeuer zum Experten fuer Kreislauferkrankungen
aufsteigen kann, waehrend der durchschnittliche Sporttaucher noch nicht
mal die verschiedenen Barotraumen auseinanderhalten kann. Ich halte das
fuer Desinteresse, nicht fuer mangelndes Lernvermoegen.



> >Aber heute lernt man dazu ja, es gäbe Computer.
>
> Die CMAS-Taucher, die ich gesehen habe und die ins Deko "gerutscht"
> sind, haben sich jedenfalls drauf verlassen;-)

Ein Computer ist bei Deko-TG (also TG mit Austauchpflicht, um es mal
sauber zu formulieren) sehr nuetzlich. Allerdings sollte IMHO niemand
einen Computer benutzen, der keine Tabelle lesen kann. Aber das ist eine
andere Diskussion :-))

Gruss,
Dirk

Astrid Schleicher

unread,
Oct 19, 2001, 5:23:44 AM10/19/01
to
Dirk Macke schrieb:

>Ein Computer ist bei Deko-TG (also TG mit Austauchpflicht, um es mal
>sauber zu formulieren) sehr nuetzlich.

Jeder Tauchgang hat eine Austauchpflicht. :-)

Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 5:28:25 AM10/19/01
to
Gerd Martin wrote:

> Nee, anstatt mich abends schlapp vor die Glotze zu hängen, mach ich meinen
> Sport. D.h. zwar meist Nachttauchen - ist aber in heimischen Gewässern nicht
> so tragisch ;-)

... ist halt auch dunkel, wenn man 'rauskommt ... :-)

Gruss,
Dirk

Leo Ochsenbauer-Tessler

unread,
Oct 19, 2001, 5:34:23 AM10/19/01
to
hi björn,

nur zur klarstellung:

leo: > >> padi schreibt den medic first aid nicht vor, man kann auch den


erste hilfe
> >> kurs einer rettungsorganisation besuchen (ist vom tauchlehrer so den
> >> schülern zu erklären). der kurs (fortführender kurs zu rescue-kurs) ist
auch
> >> nicht vorschrift für die berufliche schiene bei padi. da muss man den
kurs
> >> oder einen aktuellen erste hilfe-kurs vorweisen können

irgendwer (bin jetzt zu faul zuim nachschaun): > >D.h. als kommerzieller


PADI-TL muss man diese Bergetechniken,
> >Wiederbelebung im WAsser usw. usw. NICHT koennen?? Weil Rescue ist nicht
> >Vorraussetzung, OWD&AOWD lehrt es nicht und im Erste Hilfe Kurs bei den
> >Maltesern lernst du es ja auch nicht. Seltsam...

björn: > Seit wann ist Rescue nicht mehr Voraussetzung für den OWSI? Dann


> sollte ich mich wohl gleich mal zum IDC anmelden, wenn das so einfach
> ist... :-)

ich ;o): natürlich ist rescue pflicht für den den owsi, ich habe
geschrieben, der medic first aid von padi ist nicht pflicht, man kann
anstatt dessen auch einen anderen erste hilfe kurs machen. medic first aid
IST NICHT GLEICH rescue kurs. das sind zwei grundverschiedene kurse..

nur der ordnung halber erwähnt..

lg
leo


Dr. Björn Mehlhorn

unread,
Oct 19, 2001, 5:36:10 AM10/19/01
to
Am Fri, 19 Oct 2001 09:29:45 +0200 Dirk Macke
<eed...@eed.ericsson.se> schrieb:

>> Nun, da ist PADI den anderen Organisationen (Trägheit) einfach ein
>> Stück voraus. Die Statistiken belegen eindeutig, daß eine begonnene
>> Wechselatmung durch einen Anfänger sehr häufig zum ableben BEIDER
>> Buddies führt. Hingegen wäre dies nicht geschehen, wenn sich der
>> luftsuchende Buddie nun zu einem schwimmenden Notaufstieg entschlossen
>> hätte (aus max. 18 m sollte das ja kein Problem sein).

>Aehh - wie genau findet man heraus, dass ein beim Wechselatmungsaufstieg

>gestorbener Taucher einen Notaufstieg ueberlebt haette?!


>Wer bei der
>Wechselatmung solche Panik kriegt, dass er sich unter die Erde schiesst,
>dem wird das mit einiger Wahrscheinlichkeit auch bei einem Notaufstieg
>passieren.

Wie das? Bei einem Notaufstieg wird einfach das Blei abgelegt und
ausgeatmet - da gibts wenig falsch zu machen.


> Ich halte jedenfalls die These, dass ein Taucher der sich in
>einer OOA Situation bei Wechselatmung umbringt, dies nicht tut, wenn er
>einen "Notaufstieg" macht, fuer sehr gewagt.

Die Amerikaner nicht - und da dort immense Schadenersatzklagen laufen
würden, wenn die die Statistiken falsch in ihr Ausbildungs- und
Regelwerk umsetzen würden, denke ich, daß die da keine Fehler machen!


>> Da bereits im AOWD die Wechselatmung beigebracht werden muß, sind alle
>> Taucher, die aus den engen Grenzen des als OWD betauchbaren bereiches
>> herauswollen, in Wechselatmung geschult.
>Also AOWDs die ich kenne, haben irgendwie fuenf TG gemacht, die i.W. aus
>einem Nacht-TG, einem "tief"-TG, einem Navigations-TG und zwei weiteren
>TG, i.d.R. Wrack und/oder Kaverne bestanden. Ich habe noch nie gehoert,
>dass jemand beim AOWD Wechselatmung gemacht/gelernt haette.

Er lernt es entweder beim OWD oder spätestens dann beim AOWD - nach
dem AOWD muß der PADI-Taucher die Wechselatmung _beherrschen_.

>> In Deutschland kann man beim VDST einen Kurs für den kommerziellen
>> CMAS-Tauchleher machen. Dies war ein Bericht im aktuellen
>> Mitgliedsmagazin.
>Und aus der Existenz dieser Lizenz kannst du jetzt auf das Verhaeltnis
>nach CMAS ausbildender Basen zu PADI-Ausbildung schliessen?

Nein, aber CMAS ist auch kommerziell. Genauso wie PADI-TL auch ohne
Gewinnerzielungsabsicht ausbilden.



>> Weiterführende Ausbildungsinhalte sind Pflicht oder optional?
>
>Also diese Formulierung bezieht/bezog sich natuerlich auf Leos posting,
>aber in diesem Bezug sind die "weiterfuehrenden Ausbildungsinhalte"
>bzgl. Medizin und Rettung/Bergung Pflicht fuer CMAS* und CMAS** - die
>Pflichtfortbildung TSR fuer CMAS*** geht weit ueber euren First Aid &
>Rescue hinaus.

EUREN???

[ ] Du hast verstanden, worum es geht
[x] PLONK!!!!


Björn
Viele Grüße

Björn
--
Früher meinte ich, 30-40 m seien genug.
Jetzt meine ich, 30+40 m sind genug. :-)

Dr. Björn Mehlhorn

unread,
Oct 19, 2001, 5:36:06 AM10/19/01
to
Am Fri, 19 Oct 2001 03:22:08 +0200 Matthias Frey
<Matt...@t-online.de> schrieb:

>>Nun, da ist PADI den anderen Organisationen (Trägheit) einfach ein
>>Stück voraus. Die Statistiken belegen eindeutig, daß eine begonnene
>>Wechselatmung durch einen Anfänger sehr häufig zum ableben BEIDER
>>Buddies führt. Hingegen wäre dies nicht geschehen, wenn sich der
>>luftsuchende Buddie nun zu einem schwimmenden Notaufstieg entschlossen
>>hätte (aus max. 18 m sollte das ja kein Problem sein).
>Wenn ich Unfallstatistiken lese,
>dann lese ic da nicht "wegen schieflaufender Wechselatmung".
>Und wenn*s so wäre: Na wenns halt nicht gelehrt wird, dnn kanns der
>Schüler auch nich.
Es wird gelehrt - aber nicht dem Anfänger. Beim OWD ist es optional -
beim AOWD dann Pflicht. Da der OWD auch nie in Situationen kommt (er
muß ja bei vergleichbaren oder besseren Situationen tauchen, als die,
in der er ausgebildet wurde), wo er Wechselatmung machen muß, ist es
eigentlich müßig darum zu streiten, ob der OWD die Wechselatmung
überhaupt braucht.

Auch das Blutabnehmen wurde mir im Erste-Hilfe-Kurs noch nicht
beigebracht, obwohl ich es jetzt oft auch auf der Straße brauche.
Ebenso war der Schleuderkurs noch nicht Bestandteil der
Fahrschulgrundausbildung - erst die 2. Stufe der Fahrschulausbildung.
U.S.W.

Man kommt einfach als Anfänger nicht in solche Situationen. Ein
Ultraleicht-Flugzeug hat auch keine Funk-Lande-Systeme. Wenn dann mal
dicker Nebel mit Sichtweiten von 1m über der Landebahn liegt, dann war
das eine Situation, in die der Pilot nicht hätte kommen dürfen (da er
entsprechend nur für Sichtflug ausgebildet ist) - er hätte nicht
starten dürfen. So ist es auch mit dem Taucher. Er hätte nicht
abtauchen dürfen, wenn seine Ausbildung dies nicht zulässt.


>Bei Leuten die traditionell nach CMAS ausgebildet sind, kannst Du
>sicher sein, daß die auf jeder Tiefe beliebig lange wexelatmen.

Ein CMAS-Taucher darf nach dem Ende seiner *-Ausbildung auch bereits
unter Bedingungen tauchen, unter denen ein PADI OWD nicht mehr tauchen
darf. Hierzu braucht er noch weiteres Wissen (wie er es sich aneignet,
durch weitere Kurse oder privat oder im Verein ist ja egal).

>Wie gesagt: *traditionell nach CMAS*. Diese Übung ist eine der
>häufigsten. Wir saßen z.B. mit 8 Personen um eine Flasche mit einem
>Lungi der reihum ging. Gehört m.E. in die Grundausbildung.

Das habe ich bei mir im Verein auch oft gemacht - auch Apnoe-Übungen.
Da kam ich auf Zeiten, die ich mir im Leben nicht ausgemalt habe (Ich
wußte nicht, wie lange 3 Minuten 20 so sein können...).


>Für was hab ich denn einen Buddy, wenn der
>noch nich mal wexelatmen kann?

Nun - Du wirst auch nicht mit einem Taucher, der ausschließlich das
Basis-Wissen des OWD hat, tauchen gehen. Außerdem hast Du und Dein TP
immer einen Octopus. Ich habe in Deutschland neben einem Octopus auch
noch ein komplett extra absperrbares System. Damit bestehen also
redundante Möglichkeiten für meinen TP zu atmen - und meine erste
(unfreiwillige) Wechselatmung habe ich gemacht, als ich bei einem
Ausbildungs-TG bei 3 m Sicht im Edersee auf 8m Tiefe mein Jacket vor
mir abgelegt habe und es anziehen wollte. Da habe ich mir den Regler
aus dem Mund gezogen und das Jacket aus Versehen dann losgelassen.
Dann hing ich ohne Luftversorgung da - mein TL hat mir seinen Regler
angeboten und wir haben ein wenig Wechselgeatmet. Dann habe ich mal
sein Zweit-System in den Mund genommen und mich mit ihm auf den Weg zu
meinem Jacket gemacht, was einige Meter weiter im Wasser lag und die
Übung noch 2 x wiederholt. Auch beim nächsten TG habe ich noch 2 x die
Übung gemacht, damit sie besser sitzt. Bislang brauchte ich das
"Jacket-Ablegen" zwar noch nicht in Realität, geübt habe ich es aber
trotzdem noch ein paar mal.


> Ich brauch doch gerade dazu den
>Buddy - für den Notaufstieg brauche ich keinen!

Wer mit Dir taucht, kann die Wechselatmung - notfalls hinterher....
:-)


> Der Okto kann verecken - das muß bedacht sein!

Genau wie der Hauptregler. Daher habe ich immer noch meinen AutoAir -
und der ist fit - wird auch während des TG ab und zu mal geatmet.

>Die meisten Unfäklle passieren durch Abtreiben und Durchschießer.

Jau - wie stehts eigentlich um die Petition um die Nico-Signale... :-)

>Hoffentlich spricht sich das mal rum!

Hoffentlich - Du hast ja so recht!

Gruß

Sabine Noack

unread,
Oct 19, 2001, 5:45:53 AM10/19/01
to
Astrid Schleicher schrieb:
>
schnipp

> >>
> >>Diese Aussage ist das beste Beispiel dafuer, dass die Deko-Problematik
> >>nicht vernuenftig/gruendlich gelehrt wird. Sonst wuesstest du, dass du
> >>*immer* einen Deko-TG machst.
>
schnipp

>
> Nur ist es eben ein Unterschied, ob ich mit 10 m/min oder 18 m/min
> aufsteige. Im ersten Fall ist mir obige Tatsache sehr viel bewußter,
> das ist deutlich meditativer und macht dem Anfänger sogar
> unterschwellig klar, daß die Oberfläche die Gefahr und nicht die
> Rettung ist.
>
> Und es ist ein Unterschied, ob ich gelehrt bekomme, daß Tauchgänge mit
> der Pflicht zur Stufendekompression zwar nichts für den blutigen
> Anfänger, aber sonst etwas ganz normales sind, oder ob mir da dauernd
> jemand einen Irrtum, Notfall und Gefahr suggeriert. Eine ungewollte
> Nullzeitüberschreitung stellt man dann eben fest, erschrickt kurz,
> weil man es ja gar nicht wollte und handelt dann in relativer Ruhe
> halbwegs sinnvoll (nach Compi, nach Tabelle oder über den Daumen ganz
> langsam über die Stufen, die man schon mal irgendwo gesehen hat.) Ohne
> durch die Notfallschere im Kopf gestreßt nach oben zu sausen. Deshalb
> solltest Du Dein "Was bei Anfaengern so falsch vielleicht ja nicht
> ist." von oben nochmal überdenken.
>
schnipp

Da gebe ich Dir völlig recht.
Wir konnten im letzen Urlaub einen schweizer PADI Taucher (AOWD) mit 80
TG beobachten, der sofern möglich grundsätzlich auf 40 m (Limit der
Basis, war aber ok da viel getaucht und oben mehr zu sehen) rumgurkte,
sobald sein Computer 0 Nullzeit anzeigte schnurstracks auf 5 m
auftauchte und dort seine Flasche leer tauchte. Seine Partnerin liess er
übrigens meist auf 40m hängen (sie achtete allerdings auch nie auf seine
Zeichen ;-). Die Frau dagegen, ebenfalls PADI AOWD mit 80 TG, war mit
dem Ablesen ihres Computers völlig überfordert, so dass wir sie dann
mehrmals mit sanfter Gewalt ins Schlepptau nehmen mussten. Beide waren
NULL tariert, robbten durchs Riff und er hatte oben nix als tolle
Sprüche drauf. Bei allen freundlichen Rückfragen wurden wir immer darauf
verwiesen, sie würden strikt nach ihren PADI Richtlinien Tauchen (fragt
sich, ob sie wenigstens die irgendwann mal gelesen haben), und ihr
Tauchlehrer hätte es ihnen damals in Malaysia schon gesagt, wenn sie
etwas falsch gemacht hätten.

Das scheint mir ein ziemlich zutreffendes Beispiel für die hier
geäußerte Kritik an der PADI Ausbildung zu sein, zu deren Rechtfertigung
ich [Outing an] aber sagen muß, dass ich das damals bei meinen PADI
Kursen irgendwie ganz anders gelernt habe [Outing aus]. Lag wohl an TL
und Schülern ;-)

Gruß - Sabine

Frank Vanselow

unread,
Oct 19, 2001, 5:47:02 AM10/19/01
to
Hallo Matthias:

Matthias Frey <Matt...@t-online.de> >


> Erfahrene Taucher reden nicht über die Tiefe - sie ist einer der
> unwichtigsten Parameter beim Tauchen.

dem kann ich mich nur anschließen.

Frank


Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 19, 2001, 3:11:42 PM10/19/01
to
Hallo Dirk,

> ... Meine Behauptung war: Die Mehrzahl der


> Ganzjahrestaucher, bei denen ich schon auf Grund der Tatsache, dass sie
> eben das ganze Jahr tauchen, einen gewissen Mindeststandard an
> Ausbildung, Tauchfertigkeit und Fitness vorraussetze, sind ueberwiegend
> nach CMAS ausgebildet.

muss ich als PADI-Taucher widersprechen. Kenne genügend PADI-Taucher,
die das ganze Jahr tauchen.
Wie schon öfters gesagt hängt vieles was man gelernt hat, vom
Tauchlehrer ab und nach der Ausbildung einfach tauchen gehen. Gut bei
den CMAS-Scheine ist mehr Konditon gefragt. Aber wenn ich hinterher
nicht dafür mache, ist sie auch schnell weg.

Gruss Annerose

(Ganzjahrestaucherin, CMAS*, PADI-divemaster, Mitglied Vdst-Verein, der
mich trotz PADI-Tauchschein akzeptiert :))))

Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 7:32:49 AM10/19/01
to
"Dr. Björn Mehlhorn" wrote:

> Wie das? Bei einem Notaufstieg wird einfach das Blei abgelegt und
> ausgeatmet - da gibts wenig falsch zu machen.

Und du willst allen Ernstes behaupten, dabei passieren *weniger*
Unfaelle als bei Wechselatmung?



> Die Amerikaner nicht - und da dort immense Schadenersatzklagen laufen
> würden, wenn die die Statistiken falsch in ihr Ausbildungs- und
> Regelwerk umsetzen würden, denke ich, daß die da keine Fehler machen!

Ich fasse mal zusammen: Du behauptest, statistisch wuerden mehr Taucher
durch Wechselatmung verunfallen, als durch Notaufstiege. Du kannst aber
weder deine Quelle nennen, noch belegen, inwiefern in dieser "Statistik"
ueberprueft wurde (ueberprueft werden kann), was in den Unfallszenarien
*ohne* Wechselatmung passiert waere. Und jetzt begruendest du deine
offenbar haltlose Behauptung mit der *NICHT*-Existenz von anhaengigen
Klagen in den *USA*? ROTFL! (Oder extra fuer dich der Umkehrschluss: In
D gibt es keine Schadensersatzklage auf Grund eines Tauchunfalls durch
Wechselatmung. Also ist es statistisch erwiesen, dass es beim
"Notaufstieg" mehr Todesfaelle gibt :-))))



> >Und aus der Existenz dieser Lizenz kannst du jetzt auf das Verhaeltnis
> >nach CMAS ausbildender Basen zu PADI-Ausbildung schliessen?
> Nein, aber CMAS ist auch kommerziell. Genauso wie PADI-TL auch ohne
> Gewinnerzielungsabsicht ausbilden.

Da stimme ich dir im Prinzip zu, nur kenne ich keinen einzigen PADI-TL,
der nicht-kommerziell arbeitet, dagegen aber einige CMAS-TLs, die
ehrenamtlich arbeiten. ABer von mir aus ist CMAS auch 'ne kommerzielle
Organisation, mir geht es um die Ausbildungsinhalte, nicht ob und
wieviel man fuer die Ausbildung bezahlen muss.



> EUREN???
>
> [ ] Du hast verstanden, worum es geht
> [x] PLONK!!!!


???? Nein, verstehe kein Wort. Entweder, du bist CMAS-Taucher und
reagierst soooooo allergisch auf PADI, dass schon der Verdacht, du
koenntest bei denen ausgebildet worden sein so eine Ueberreaktion bei
dir ausloest (warum dann deine postings?), oder du bist PADI-Taucher und
dann verstehe ich absolut nicht, was dich an der Formulierung stoert.

Gruss,
Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 7:35:55 AM10/19/01
to
Annerose und Guenter Mildenberger wrote:

> muss ich als PADI-Taucher widersprechen. Kenne genügend PADI-Taucher,
> die das ganze Jahr tauchen.

Akzeptiert.

> (Ganzjahrestaucherin, CMAS*, PADI-divemaster, Mitglied Vdst-Verein, der
> mich trotz PADI-Tauchschein akzeptiert :))))

Bittebitte, sag' jetzt wenigstens, dass dein naechstes Brevet auch CMAS
wird :-) Du kannst das doch Guenter nicht alleine machen lassen :-))

Gruss,
Dirk

Dirk Macke

unread,
Oct 19, 2001, 7:36:21 AM10/19/01
to
Astrid Schleicher wrote:

> Jeder Tauchgang hat eine Austauchpflicht. :-)

Haarspalter :-)

Gruss,
Dirk

Leo Ochsenbauer-Tessler

unread,
Oct 19, 2001, 8:16:16 AM10/19/01
to
hi björn und dirk,

> > Wie das? Bei einem Notaufstieg wird einfach das Blei abgelegt und
> > ausgeatmet - da gibts wenig falsch zu machen.

ist beim notaufsteig richtig, nicht jedoch beim schwimmenden KONTROLLIERTEN
notaufstieg, der VOR der wechselatmung kommt, nach der wechselatmung kommt
der notaufsteig mit bleigurt abwerfen...

>
> Und du willst allen Ernstes behaupten, dabei passieren *weniger*
> Unfaelle als bei Wechselatmung?
>

nö, deswegen ist auch die reihenfolge (lt. padi) 1. normaler aufstieg, 2.
oktopus 3. schwimmender kontrollierter notaufsteig 4. wechselatmung 5.
notaufstieg durch abwerfen des bleigurts und aufblasen (so möglich) des
jackets


zur erklärung:

kontrollierter schwimmender notaufstieg (schreib ich jetzt mal auswendig,
bitte nagelt mich nicht auf jedes wort fest, dass vielleicht im manual
anders steht..):

- ist aus einer tiefe von bis zu 18 meter möglich
- bleigurt bleibt dabei angelegt
- ständiges leichtes ausatmen (evtl. durch bildung eines a-tons)
- aufblasen des jackets (so möglich)
- flossenbewegungen
- innerhalb der erlaubten aufstiegsgeschwindigkeit von 18 meter pro minute
bzw. 10 meter pro minute auftauchen

im gegensatz dazu der "normale" notaufstieg:
- bleigurt abwerfen
- luft ins jacket (so möglich)
- so schnell als möglich nach oben

dies ist die absolut letzte maßnahme! da hier natürlich schwere verletzungen
auftreten können - aber wenn ich keine luft mehr habe, keiner da ist der mir
hilft usw.. immer noch besser als abzusaufen....

so, nur mal zum besseren verständnis der unterschiede...

lg
leo

Leon Berger

unread,
Oct 19, 2001, 9:26:04 AM10/19/01
to
Hallo Leo,

"Leo Ochsenbauer-Tessler" <di...@nullzeit.at> schrieb im Newsbeitrag
news:10034940...@newsmaster-04.atnet.at...


> - ist aus einer tiefe von bis zu 18 meter möglich
> - bleigurt bleibt dabei angelegt
> - ständiges leichtes ausatmen (evtl. durch bildung eines a-tons)
> - aufblasen des jackets (so möglich)
> - flossenbewegungen
> - innerhalb der erlaubten aufstiegsgeschwindigkeit von 18 meter pro minute
> bzw. 10 meter pro minute auftauchen

also was jetzt, 18m oder 10m?
Eine Tauchkollegin hat das vor einigen Monaten am Grundlsee "probiert" und
ist mit 18m/min aus 22m aufgestiegen. Folge: 2 Wochen Graz und 1 Woche
Traunstein.

Gruß aus Wien
Leon Berger


Peter Rachow

unread,
Oct 19, 2001, 9:20:28 AM10/19/01
to
Hallo Björn,

>Wie das? Bei einem Notaufstieg wird einfach
>das Blei abgelegt und ausgeatmet - da gibts
>wenig falsch zu machen.

Klingt sehr gesund, dieses Vorgehen. Besonders die Geschwindigkeit und deren
mögliche Folgen, wenn sich das Opfer (ob "Opfer der Umstände" oder "Opfer
der Ausbildung", müsste noch diskutiert werden) der Wasseroberfläche nähert,
scheint einer Überlegung wert.

>Die Amerikaner nicht - und da dort immense Schadenersatzklagen
>laufen würden, wenn die die Statistiken falsch in ihr Ausbildungs-
>und Regelwerk umsetzen würden, denke ich, daß die da keine
>Fehler machen!

Dieser Schluss scheint mir logisch nicht begründbar. Die Nichtsanktionierung
eines Vorgehens impliziert nicht die Richtigkeit desselben.

>[x] PLONK!!!!

Gereizt! Der neue Film von Björn M.! ;-))

Viele Grüße

Peter
--
http://www.peter-rachow.de

Heinz Luebke

unread,
Oct 19, 2001, 9:35:46 AM10/19/01
to
Moin Leon,

Leon Berger schrieb:

> Folge: 2 Wochen Graz und 1 Woche
> Traunstein.

also, ich weiss, ich sollte hier keine Scherze machen. Aber fuer einen
Hamburger, der in Schlaefrig-Holstein wohnt, hoert sich das nach klasse
Bergseetauchen an.

SCNR

Gruss vom Me(H)er
Heinz Luebke

Leo Ochsenbauer-Tessler

unread,
Oct 19, 2001, 9:56:00 AM10/19/01
to
hi leon,

> > - innerhalb der erlaubten aufstiegsgeschwindigkeit von 18 meter pro
minute
> > bzw. 10 meter pro minute auftauchen
>
> also was jetzt, 18m oder 10m?

bis zu 10 meter tiefe mit 18 meter pro minute, ab 10 meter bis oberfläche 10
meter pro minute...

lg
leo


Klaus Jaeckle

unread,
Oct 19, 2001, 10:10:53 AM10/19/01
to
Dr. Björn Mehlhorn <b.meh...@gmx.de> wrote:
>
>>> In Deutschland kann man beim VDST einen Kurs für den kommerziellen
>>> CMAS-Tauchleher machen. Dies war ein Bericht im aktuellen
>>> Mitgliedsmagazin.
>>Und aus der Existenz dieser Lizenz kannst du jetzt auf das Verhaeltnis
>>nach CMAS ausbildender Basen zu PADI-Ausbildung schliessen?
>Nein, aber CMAS ist auch kommerziell. Genauso wie PADI-TL auch ohne
>Gewinnerzielungsabsicht ausbilden.


[x] Checkboxen sind Menschenverachtend
[ ] Du hast verstanden, was CMAS, VdST & Co sind
;-)


Mal Vorsicht mit dem CMAS.
Die sind an sich nicht vor allem fuer die TLs da, sondern fuer die Sporttaucher
(in bester deutscher Definition: die nichtkommerziellen Taucher), und zwar alle,
die Mitglied werden/sein wollen.
Ob da wer TL ist oder nicht oder was anderes als Geraetetauchen machen will oder
nicht oder beides, wenn er schon taucht, ist was anderes. Spielt keine Rolle.
Darf man, muss man aber nicht.


Wenn absofort (Geraete-)Tauchausbildung verboten wuerde, waere PADI am Ende -
die CMAS Mitglieder die einfach tauchen, haben kein Problem.
Wenn auch das Geraetetauchen verboten wuerde, waere CMAS immer noch nicht am
Ende, wuerden immer noch Wettkaempfe (WM, EM ...) veranstalten, aber halt nix
mehr mit Geraetetauchen.
Es gaebe immer noch Bedarf nach einem Weltverband.


Ein anderer Punkt: ich kann probieren, Satzungen, Ausbildungsinhalte oder was
auch immer der CMAS zu veraendern, da ich dem Laden direkt (weis nicht) oder
indirekt (ueber einen Verein/Verband) beitreten kann. Ich kann, darf - und je
nach Ansicht soll sogar - probieren, gestalterisch mitzuwirken. Hat zwar was von
einem Marsch durch die Institutionen - aber ich kann und darf es probieren.
PADI: Fehlanzeige.


PADI ist nicht fuer mich, ja die wollen mich sogar nicht haben, da ich da nicht
beitreten kann.


Aus der Tatsache, dass aber CMAS, VdST, SUSV u.a. Verbaende sind, die mich
"nehmen", kann ich nicht schliessen, dass sie andere Leute ablehnen sollen -
warum auch?
Bezogen jetzt auf Ausbildung zum Geraetetaucher: warum nicht Ausbildung gegen
Kohle, also auch kommerzieller TL, der nach CMAS - Standards ausbildet? Fuer die
Taucher aendert das eigentlich wenig, ausser das ein zusaetzliches Angebot
dazukommt, das fuer die Ausgebildeten oder Auszubildenden - um die es ja geht -
nicht verpflichtend ist.


PADI ist nur fuer die Ausbilder.
CMAS & Co fuer die "Taucher" - andere sind nicht ausgeschlossen.


mfg
Klaus Jaeckle
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Michael Ohlhorst

unread,
Oct 19, 2001, 12:05:25 PM10/19/01
to
Hallo Matthias,

>
> Bei Leuten die traditionell nach CMAS ausgebildet sind, kannst Du
> sicher sein, daß die auf jeder Tiefe beliebig lange wexelatmen.
>
Das halte ich jetzt einfach mal für ein Gerücht. Wechselatmung als solch
verusacht Stress. Der Grund für die Wechselatmung verusacht ebenfalls
Stress. Zusammen ergibt das genau die Mischung die für einen Unfall
ausreicht.
Sicher kann das gut gehen und sollte auch Funktionieren aber verlassen würde
ich mich nicht darauf.

> Wie gesagt: *traditionell nach CMAS*. Diese Übung ist eine der
> häufigsten. Wir saßen z.B. mit 8 Personen um eine Flasche mit einem

> Lungi der reihum ging. Gehört m.E. in die Grundausbildung. Alles
> andere ist fahrlässig. Für was hab ich denn einen Buddy, wenn der
> noch nich mal wexelatmen kann? Ich brauch doch gerade dazu den
> Buddy - für den Notaufstieg brauche ich keinen! Der Okto kann


> verecken - das muß bedacht sein!

Deshalb immer zwei Systeme die nicht nur gelegentlich mal getestet werden
sondern auch mal einen ganzen Tauchgang lang.


>
> Die meisten Unfäklle passieren durch Abtreiben und Durchschießer.

> Hoffentlich spricht sich das mal rum!
>

Da neige ich dir recht zu geben habe aber keine Zahlne dazu.

mfG
Michael Ohlhorst

Michael Ohlhorst

unread,
Oct 19, 2001, 12:21:44 PM10/19/01
to
Hallo Klaus,

>
> PADI ist nicht fuer mich, ja die wollen mich sogar nicht haben, da ich da
nicht
> beitreten kann.
>
Warum kannst du das nicht? Alle DiveMaster und TL´s mit PADI Scheinen können
es!

>
> PADI ist nur fuer die Ausbilder.
> CMAS & Co fuer die "Taucher" - andere sind nicht ausgeschlossen.
>
Na ob ein DiveMaster Ausbilder ist halte ich dann eher für ein Gerücht ist
doch mehr der Hilfsbriefträger.

mfG
Michael Ohlhorst

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 19, 2001, 9:48:35 PM10/19/01
to
Hallo Leo,

> kontrollierter schwimmender notaufstieg (schreib ich jetzt mal auswendig,
> bitte nagelt mich nicht auf jedes wort fest, dass vielleicht im manual
> anders steht..):
>
> - ist aus einer tiefe von bis zu 18 meter möglich
> - bleigurt bleibt dabei angelegt
> - ständiges leichtes ausatmen (evtl. durch bildung eines a-tons)
> - aufblasen des jackets (so möglich)
> - flossenbewegungen
> - innerhalb der erlaubten aufstiegsgeschwindigkeit von 18 meter pro minute
> bzw. 10 meter pro minute auftauchen

darf ich Dich etwas korrigieren

eine Hand ist beim kontrolliert schwimmenden Notaufstieg am Inflator,
die Finger am Luftablassknopf
wenn Du das Jacket aufbläst, je nach Menge, geht´s wohl etwas schnell,
da ist wohl mit kontrolliert nicht mehr viel drin

Gruss Annerose

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Oct 19, 2001, 9:53:58 PM10/19/01
to
Hallo Dirk,

Dirk Macke wrote:

> Bittebitte, sag' jetzt wenigstens, dass dein naechstes Brevet auch CMAS
> wird :-) Du kannst das doch Guenter nicht alleine machen lassen :-))

muss Dich enttäuschen, bin gerade am assistant instructor machen. Gehe
aber trotzdem weiter mit meinem Mann tauchen, auch wenn er zu den CMAS
wechselt (:)))) Und stell Dir vor ich hab schon mit CMAS-Leuten Maske
ausblasen geübt und PADI macht´s auch nicht anderst (:))))

Gruss Annerose

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