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Selbstbau

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Jörg Ostermann

unread,
Dec 2, 2009, 2:50:33 AM12/2/09
to
Hallo Newsgroup,

angetrieben bzw. inspiriert von den Erfahrungen hinsichtlich des
Manschettenwechsels am Trocki und des Wissens der z.T. umfangreichen
Erfahrungen und F�higkeiten vieler Schreiber hier in der NG, habe ich
mich gefragt wie es w�re, wenn es eine Art OpenSource-Trocki g�be.

Ich meine es gibt ja gen�gend Taucher, die kleinere Reparaturen an den
Ger�tschaften selber machen, gen�gend Taucher die Revisionen durchf�hren,
gen�gend Taucher die handwerklich begabt sind, sich f�r Technik sehr
interessieren aber noch nicht den richtigen Einstieg hatten mal selber
Hand anzulegen.

Ich meine nachdem es einen OpenSourceTauchcomputer gibt, einen
Selbstbauchtauchcomputer, Selbstbautauchlampen, Selbstbau Backplates usw.
wieso sollte es nicht auch z.B. ein �ber die drst verf�gbares
Schnittmuster f�r Neopren(trockentauch)anz�ge geben?

Mir (pers�nlich) geht es darum, ausgel�st aufgrund der Erfahrungen des
Manschettenwechsels und der bisherigen Haltbarkeit der Tauchsportartikel,
das ich mich halt gefragt habe, ob es nicht sinnvoll w�re seinen Trocki
selber (vollst�ndig) reparieren und warten zu k�nnen sowie vor Ort am
Tauchplatz im Bedarfsfall kleinere wie auch mittlere Reparaturen
durchf�hren zu k�nnen, ja sogar vollst�ndig selber herstellen zu k�nnen -
Ich meine das w�re die beste Basis f�r Wartung und Reparatur, mal
abgesehen vom Spa� des Erfolgs des Herstellens und der Individualit�t des
Anzugs!

Au�erdem br�uchte man sich ja nicht mehr mit der z.T. fragw�rdigen
Qualit�t der Arbeitsergebnisse mancher LD, wie auch der zumeist als
'Anwendungsfehler' des Tauchers deklarierten Qualit�tsproblemen diverser
Hersteller zu �rgern. Da gibt es dann halt nur einen der tats�chlich
verantwortlich ist!

Im �brigen stelle ich mir das gerade sogar als Bereicherung f�r einen
Verein vor, wenn z.B. in regelm��igen Workshops im Herbst Trockis unter
Anleitung gebaut werden.


J�rg

(Nicht das ich das Projekt initieren m�chte, habe aber halt Interesse mir
einen Trocki selber zu bauen. Vielleicht kann mich (oder die drst) jmd.
mit Schnittmuster/n versorgen?)


Marcel S.

unread,
Dec 2, 2009, 5:51:22 AM12/2/09
to
Hallo J�rg,

ich finde diese Idee auch sehr interessant
und habe mich auch schon mal damit besch�ftigt.
Aber leider fehlt mir beim N�hen das handwerkliche
Geschick und vor allem die entsprechende N�hmaschine.
Jedoch wurden solche Projekt schon durchgef�hrt:
sh. hier: http://www.dertaucher.com/viewtopic.php?t=774
Und dann gibt es noch die "Schnellbauvariante" aus'm T-Net:
http://taucher.net/edb/Tauchguerilla_Trocki_zum_Selberbauen_a7696.html

Viele Gr�sse

Marcel

Uwe Hercksen

unread,
Dec 2, 2009, 6:19:07 AM12/2/09
to

J�rg Ostermann schrieb:

> Ich meine nachdem es einen OpenSourceTauchcomputer gibt, einen
> Selbstbauchtauchcomputer, Selbstbautauchlampen, Selbstbau Backplates usw.
> wieso sollte es nicht auch z.B. ein �ber die drst verf�gbares
> Schnittmuster f�r Neopren(trockentauch)anz�ge geben?

Hallo,

Schnittmuster ist nur ein Teil des Problems, wichtig ist auch wo nimmt
man die Ma�e, wie nimmt man sie und woher bekommt man die ben�tigten Teile.
Man braucht geeignetes Neopren, Deckstreifen, einen gas- und
wasserdichten Rei�verschlu�, Ein- und Auslassventil, Stiefel oder
zumindest geeignete Schuhsohlen daf�r, den richtigen Kleber und das dazu
passende L�sungsmittel, evtl. sogar eine geeignete N�hmaschine.

Ich habe fr�her viel spezielle Neoprenf�sslinge f�r das
Wettkampfflossenschwimmen angefertigt. Das notwendige Neopren war schwer
aufzutreiben, das L�sungsmittel f�r den Kleber auch. Das Neopren musste
auch beidseitig vern�ht werden damit die F�sslinge auch hielten, das
habe ich alles m�hsam mit der Hand gen�ht, beidseitig, ohne das Neopren
ganz zu durchstechen. F�r einige F�sslinge ist das noch zu schaffen,
nicht aber f�r einen ganzen Trocki. Ohne Vern�hung der Kaschierung oder
Nahtdeckstreifen aber wird der Trocki nichts aushalten, der
Festigkeitsunterschied einer fertigen Naht ist enorm, ich habe an
Probest�cken mal Rei�tests gemacht. Nur geklebt ist mit ganz wenig Kraft
zerrissen, gut vern�ht ist genauso stabil wie das Neopren selbst.
Es ist auch nicht einfach die zwei Teile genau passend zusammenzuf�gen,
h�hengleich und ohne Verschiebungen l�ngs der Naht, soda� am Ende der
Naht noch ein St�ck Neopren auf einer Seite �brigbleibt. An einem Trocki
gibt es aber noch einige schwierigere Klebestellen als an F�sslingen, da
wo die Arme und Beine am Rumpf ansetzen, besonders wo sich zwei N�hte
kreuzen bzw. aufeinanderstossen.

Solange man das ben�tigte Material nicht in den n�tigen kleinen Mengen
auftreiben kann ohne gleich 10 gro�e Platten Neopren abnehmen zu m�ssen
wird da ein Schnittmuster wenig helfen. Ausserdem m�sste man erst
einiges zur �bung kleben bevor man soweit ist mit einem Trocki anfangen
zu k�nnen.

Bye

Bastian Scholz

unread,
Dec 2, 2009, 8:10:52 AM12/2/09
to
Uwe Hercksen schrieb:

> Ohne Vernähung der Kaschierung oder Nahtdeckstreifen aber wird der Trocki


> nichts aushalten, der Festigkeitsunterschied einer fertigen Naht ist enorm,

> ich habe an Probestücken mal Reißtests gemacht. Nur geklebt ist mit ganz
> wenig Kraft zerrissen, gut vernäht ist genauso stabil wie das Neopren selbst.

Was hattest du für Neopren und für Kleber? Ich hab beim Neoprenkleben
bisher nur Erfahrungen mit meinen Handschuhen gesammelt (Stulpe enger).
Fünf mm Neopren mit 08/15 Neoprenkleber stumpf auf Kante geklebt hielt
besser als der Rest des Materials.

Grüße

Basti

Uwe Hercksen

unread,
Dec 2, 2009, 8:29:52 AM12/2/09
to

Bastian Scholz schrieb:

> Was hattest du f�r Neopren und f�r Kleber? Ich hab beim Neoprenkleben


> bisher nur Erfahrungen mit meinen Handschuhen gesammelt (Stulpe enger).

> F�nf mm Neopren mit 08/15 Neoprenkleber stumpf auf Kante geklebt hielt


> besser als der Rest des Materials.

Hallo,

das Problem ist nicht der Kleber, es ist das Neopren selber, ohne die
Stoffkaschierung auf beiden Seiten h�lt es nichts aus. Ohne Vern�hung
der Kaschierung reisst es im Neopren direkt neben der Klebestelle, nicht
in der Klebestelle selbst. Hat schon seinen Grund warum man seit
Jahrzehnten Anz�ge aus kaschiertem Neopren macht. Ganz am Anfang soll es
mal Anz�ge aus unkaschiertem Neopren gegeben haben, die konnte man nur
ganz vorsichtig mit viel Talkum anziehen um einen Riss zu vermeiden.
Es war bei mir zwar d�nnes Neopren mit etwa 3 mm, aber das Problem
bleibt auch bei 5 und 8 mm, die Naht soll ja so stabil sein wie das
Material selbst.

Bye

Uli Schreiber

unread,
Dec 2, 2009, 12:51:14 PM12/2/09
to
On Wed, 02 Dec 2009 11:51:22 +0100, "Marcel S." <88d...@web.de>
wrote:

>Und dann gibt es noch die "Schnellbauvariante" aus'm T-Net:
>http://taucher.net/edb/Tauchguerilla_Trocki_zum_Selberbauen_a7696.html


Das ist doch Satire ! oder ?
Trocki aus Bauplane oder Teichfolie...........
;-)

Und die anderen Beitr�ge klingen auch eher satirisch.

Jörg Ostermann

unread,
Dec 2, 2009, 2:13:13 PM12/2/09
to
Hallo,

Am Wed, 02 Dec 2009 14:29:52 +0100 schrieb Uwe Hercksen:

> das Problem ist nicht der Kleber, es ist das Neopren selber, ohne die
> Stoffkaschierung auf beiden Seiten h�lt es nichts aus. Ohne Vern�hung
> der Kaschierung reisst es im Neopren direkt neben der Klebestelle, nicht
> in der Klebestelle selbst. Hat schon seinen Grund warum man seit

Wie macht Uli Schreiber das denn? Der vern�ht doch nicht.

Ich habe im Grunde ja keine Erfahrung, allerdings wenn ich mir das ganze
geklebte Zeugs so anschaue, speziell Manschetten z.B., dann glaube ich
doch dass man "nur" mit Kleben weit kommen kann! Sicherlich m�ssen die
Stellen bzw. N�hte wo die Schnitte zusammengeklebt werden noch mit Tape
und weiterer Klebedichtung behandelt werden, aber das m�sste doch
reichen. Wird es so beim GNT nicht auch gemacht?

J�rg

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Dec 2, 2009, 3:46:15 PM12/2/09
to
Hallo Uwe,

Uwe Hercksen wrote:

> die Naht soll ja so stabil sein wie das Material selbst.

Uli's GNT wurde ja schon angesprochen.

man mag da ueber seien Vor- und Nachteile viel
diskutieren koennen, ueber die Qualitaet, Stabilitaet
und Haltbarkeit der Verklebung ganz sicher nicht.
Der altere GNT bei mir im Keller ist da absolut ok.

Dito mein erster Troki, Bare CD4, 4mm Crash,
alle "Naehte" nur geklebt und getaped ....

In meinen Augen ist eine sauber ausgefuehrte Klebung
stabiler wie eine Naht, auch und gerade im Bereich
des Materials neben der Verbindungstelle.

Das "Problem" der Kaschierung lasst sich durch
ein aufgeklebtes Band sehr gut loesen.

Ob sich ein Selbstbau Trocki "lohnt" ... ?
Im finanziellen Sinne sicher nicht.

Aber machbar ?
auf jeden Fall.

Gruss Guenter

--

Mail ggf. an mildenbergers at yahoo punkt com
FAQ von d.r.s.t unter http://www.moon-divers.net/drst-faq.html

Jörg Ostermann

unread,
Dec 3, 2009, 2:01:30 AM12/3/09
to
Hallo,

Am Wed, 02 Dec 2009 21:46:15 +0100 schrieb Annerose und Guenter
Mildenberger:

[...]

> In meinen Augen ist eine sauber ausgefuehrte Klebung stabiler wie eine
> Naht, auch und gerade im Bereich des Materials neben der
> Verbindungstelle.
>
> Das "Problem" der Kaschierung lasst sich durch ein aufgeklebtes Band
> sehr gut loesen.
>
> Ob sich ein Selbstbau Trocki "lohnt" ... ? Im finanziellen Sinne sicher
> nicht.

Eine nicht ganz uninteressante Feststellung.

Ich denke ich will da widersprechen, wenngleich wir vermutlich doch Recht
nah sind.

Ich denke es ist prinzipiell dieselbe Frage ob man die Manschetten am
Trocki selber wechselt oder nicht. Nominell spart man nicht unerheblich
Geld. Daf�r einsetzen muss man Zeit, das erste mal mehr als bei den
folgenden. Gibt man sich selbst einen Stundensatz von z.B. nur 25 Euro,
so ist es meist g�nstiger (oder zumindest Wertneutral) es bei einem LD
machen zu lassen. Trotzdem habe ich dann aber mehr Geld ausgegeben als
wenn es selber gemacht wurde.
Ganz sicher ist der Zeitaufwand bei einem Selbstbau-Trocki erheblich
mehr, aber beim Material m�sste man doch irgendwo mit drei bis
f�nfhundert Euro auskommen k�nnen. Nehmen wir mal 500 an und das ein
einfacher Neo-Trocki zwischen 800 und 1000 Euro kostet, dann liegt die
Ersparnis immer noch irgendwo zwischen 350 bis 500 Euro und sogar ggf.
mehr.


> Aber machbar ?
> auf jeden Fall.

Nur wie kommt man an Schnittmuster/-vorlagen?

Wenn es um einen Anzug nur f�r einen einzelnen ginge, dann k�nnte man ja
gezielt einen defekten/kaputten Trocki in der richtigen Gr��e f�r
kleinstes Geld erwerben, hier (als OpenSourc-Trocki) aber w�rde man dann
ja ggf. irgendwelche Rechte eines Herstellers verletzen.


J�rg


Jo Warner

unread,
Dec 3, 2009, 2:45:07 AM12/3/09
to
Uwe Hercksen schrieb:

> das Problem ist nicht der Kleber, es ist das Neopren selber, ohne die
> Stoffkaschierung auf beiden Seiten h�lt es nichts aus.

Moin,

Problem 1 k�nnte doch der Kleber sein. Zumindest bei Poseidon in
Raisdorf ist die Neoprenwerkstatt auf ganz bestimmte Temperatur- und
Feuchtewerte klimatisiert, die der Kleberhersteller vorgegeben hat.
K�nnte f�r einen Heimwerker vielleicht schwierig werden, es einigerma�en
genau einzuhalten.

Problem 2 ist die Blindstichn�hmaschine, die sicherlich niemand zu Hause
herumstehen hat und die auch richtig teuer sein soll. Wenn die Info
stimmt, muss man auch den Umgang damit ziemlich lange �ben.

Gru� Jo

Uwe St?ckel

unread,
Dec 3, 2009, 2:46:43 AM12/3/09
to
Moin Jo,
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:

>Problem 2 ist die Blindstichn�hmaschine, die sicherlich niemand zu Hause
>herumstehen hat und die auch richtig teuer sein soll. Wenn die Info
>stimmt, muss man auch den Umgang damit ziemlich lange �ben

wimre hat Uli auch keine, oder?

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Dec 3, 2009, 8:15:58 AM12/3/09
to
Hallo Joerg,

J�rg Ostermann wrote:

>> Ob sich ein Selbstbau Trocki "lohnt" ... ?
>> Im finanziellen Sinne sicher nicht.

> Ich denke ich will da widersprechen, wenngleich
> wir vermutlich doch Recht nah sind.

seh ich auch so :)

> Gibt man sich selbst einen Stundensatz von z.B. nur 25 Euro,
> so ist es meist g�nstiger (oder zumindest Wertneutral)
> es bei einem LD machen zu lassen.

> ...


> Material m�sste man doch irgendwo mit drei bis
> f�nfhundert Euro auskommen k�nnen.

ich hab da jetzt nicht mal die eigene Arbeitszeit angesetzt.

zwei Ventile, Manschetten, Fuesslinge, Neopren/Laminat,
Kleber, Nahtband, Hosentraeger, Reissverschluss ...

wenn ich da so ganz grob im Kopf ueberschlage
reichen 300,- (bei Neu Einkauf) ganz sicher nicht.

Restposten, die Bucht und im Bekanntenkreis umhoeren ...
ok, dann mag's hinkommen.

500,- bei Neupreisen halte ich fuer realistisch.

aber ich denke, die Kosten stehen da eh nicht
so sehr und die Zeit gar nicht im Vordergrund.

> Nur wie kommt man an Schnittmuster/-vorlagen?

gute Frage ...
denn da steckt einiges an know-how drin
bei einem gut sitzenden Anzug.

Die Hersteller einfach mal fragen ...
mehr wie ein "nein" kann nicht kommen.

Alternativ einen normalen Schneider mal fragen, wo er
seine her hat. Insb. denke ich da an Lederschneider,
die Motorrad Kombis fertigen

oder ...
warten bis die Diskounter einen billigen Arbeits-Baumwolloverall
wieder im Progamm haben (kosten um die 10-15,-), passend zu
Unterzieher etc. anprobieren, den dann mit passendem
"Hals-Manschettenn-Ansatz" erweitern und als Schnittmuster
"zerlegen".

Die Vorlage fuer diesen Ansatz kann man selber machen
und liese sich so dann "Open-Source" veroeffentlichen.
Den Overall muss sich halt jeder kaufen.

oder ...
Einmalschutzanzug (unter 10,-) fuer's Lackieren oder so ...
da ist die Kopfhaube auch gleich mit dabei :)


> Wenn es um einen Anzug nur f�r einen einzelnen ginge, dann k�nnte man ja
> gezielt einen defekten/kaputten Trocki in der richtigen Gr��e f�r
> kleinstes Geld erwerben, hier (als OpenSourc-Trocki) aber w�rde man dann
> ja ggf. irgendwelche Rechte eines Herstellers verletzen.

zerlegenn und die Muster veroeffentlichen waere tatsaechlich kritisch.

Die Weitergabe im "engen persoenlichen, privaten Umfeld in geringem
Umfang
(bis zu sieben mal)" waere durch das (per diverser, auch
hoeherinstanzlicher
Urteile bestaetigte) Recht auf Privatkopie gedeckt.

so oder so ...
interessant ist der Gedanke schon :)

Jörg Ostermann

unread,
Dec 3, 2009, 10:34:46 AM12/3/09
to
Hallo Guenter,


Am Thu, 03 Dec 2009 14:15:58 +0100 schrieb Annerose und Guenter
Mildenberger:

[...]

>> Material m�sste man doch irgendwo mit drei bis f�nfhundert Euro
>> auskommen k�nnen.
>
> ich hab da jetzt nicht mal die eigene Arbeitszeit angesetzt.
>
> zwei Ventile, Manschetten, Fuesslinge, Neopren/Laminat, Kleber,
> Nahtband, Hosentraeger, Reissverschluss ...
>
> wenn ich da so ganz grob im Kopf ueberschlage reichen 300,- (bei Neu
> Einkauf) ganz sicher nicht.
>
> Restposten, die Bucht und im Bekanntenkreis umhoeren ... ok, dann mag's
> hinkommen.
>
> 500,- bei Neupreisen halte ich fuer realistisch.


Auch dann w�re ja noch eine ordentliche nominelle Ersparnis drin. In
K�rze ist ja wieder die boot, da k�nnte man sicherlich sehr g�nstig Ein-
und Auslassventile bekommen, vielleicht ja sogar Boots.

Gibt es eigentlich noch die Fa. Seaway? In D oder in der EU? Ich frage
blo�, weil die Anz�ge an sich ja nicht schlecht waren, meist nur nicht so
toll verarbeitet wie ich selbst und ja auch andere erlebt haben. Man
k�nnte ja einen defekten Anzug erwerben und diesen als Vorlage nehmen,
ggf. den Schnitt etwas (deutlich) ver�ndern ... hat noch jemand sowas
kaputt rumliegen und w�rde das jmd. zur Verf�gung stellen der sich
zutraut ein Schnittmuster zu erstellen?


[...]

> Die Vorlage fuer diesen Ansatz kann man selber machen und liese sich so
> dann "Open-Source" veroeffentlichen. Den Overall muss sich halt jeder
> kaufen.

Da kann ich momentan nicht so ganz folgen.


[...]


> Die Weitergabe im "engen persoenlichen, privaten Umfeld in geringem
> Umfang
> (bis zu sieben mal)" waere durch das (per diverser, auch
> hoeherinstanzlicher
> Urteile bestaetigte) Recht auf Privatkopie gedeckt.

Habe davon geh�rt, aber noch nie konkrete Stellen gelesen, die diesen
Schluss _belastbar_ zulassen. Meist ging es doch eher um Software oder um
die Privatkopien von Musik u. aehnliches.


Wichtig w�re nochmal hervorzuheben dass es bei diesem Gedanken nicht
darum geht kannibalisierend oder als Konkurrenz auf dem Trocki-Markt zu
agieren. Letztlich kommt das ganz eh eher f�r diejenigen in Frage die
entweder einfach nicht genug Geld haben sich einen Trocki zu kaufen (und
so zum Zug kommen k�nnten, also die Jugend/der Nachwuchs in Vereinen),
immerhin ist soetwas ja echt nicht billig, aber vor allem die einfach
Spa� an soetwas haben und/oder ggf. etwas Individualit�t w�nschen. In der
einschl�gigen Tauchpresse w�rde eh negativ oder nur am Rand (wenn
�berhaupt) �ber ein derartiges Projekt berichtet werden.

Annerose und Guenter Mildenberger

unread,
Dec 3, 2009, 12:03:29 PM12/3/09
to
Hallo Joerg,

J�rg Ostermann wrote:

> Auch dann w�re ja noch eine ordentliche nominelle Ersparnis drin.

naja ...
in der Bucht gibt's fuer das Geld schon recht gute Anzuege
die kaum gebraucht sind. Fuer meinen "ich brauch ganz dringend
einen Trocki, Hauptsache halbwegs dicht" hab ich mal vor Jahren
150,- gezahlt. Und er war (und ist) sogar dicht :-)

> In K�rze ist ja wieder die boot, da k�nnte man sicherlich
> sehr g�nstig Ein- und Auslassventile bekommen,

naja, die Boot war mal guenstig ...
bei absoluuten Mainstreamartikeln ist sie es vielleicht
auch heute noch. Aber sonst ... die Zeiten sind vorbei.

> defekten Anzug erwerben und diesen als Vorlage nehmen,

Schnittmuster ... s.u.

> > Die Vorlage fuer diesen Ansatz kann man selber machen und liese
> > sich so dann "Open-Source" veroeffentlichen. Den Overall muss
> > sich halt jeder kaufen.

> Da kann ich momentan nicht so ganz folgen.

Die Frage war:
wo krieg ich ein Schnittmuster her ...

entweder einen (defekten) Troki zerlegen oder irgend etwas
anderes nehmen, das weit und als Overall geschnitten ist,
also einen aehnlichen Aufbau wie ein Troki hat und das
dann zerlegt als Schnittvorlage dienen kann.

als Beispiel eben der Arbeitsanzug vom Discounter
oder der Einmal-Schutz-Anzug ...

Je nachdem wie der "sitzt/faellt" kann da vielleicht
sogar 1:1 als Schnittmuster gearbeitet werden.

Lediglich der Halsbereich muss fuer die Manschette
etwas gaendert/verlaengert werden und da brauchts
dann die/eine selbst zu erstellende Vorlage.

So muessen keine Schnittmuster veroeffentlicht werden
und zusatzlich kann jeder vorher "anprobieren"


> Habe davon geh�rt, aber noch nie konkrete Stellen gelesen,

ich hab's mal gelesen ...
aber vergessen welches Gericht das Hoechte war.
Dumpf im Hinterkopf geistert was von OLG Hamburg rum.

> Meist ging es doch eher um Software oder um
> die Privatkopien von Musik u. aehnliches.

stimmt ...
aber es bezog sich immer auf "kopieren und weitergeben
von geschuetztem Material" ... egal ob MP3, Filme,
Musiknoten (!) etc. ...

wichtig war immer:
enger persoenlicher Bezug, private
Verwendung und eng begrenzte Stueckzahl.

> ... also die Jugend/der Nachwuchs in Vereinen),

hmmmm ...
also wenn ich mir da die Antwort meiner Tochter vorstelle:
"Papaaaaaaaa, Du glaubst doch nicht, dass ich sooooooowas anziehe?" ;-)

> aber vor allem die einfach Spa� an soetwas haben
> und/oder ggf. etwas Individualit�t w�nschen.

das ist der Punkt, den ich sehr reizvoll finde :-)

Jörg Ostermann

unread,
Dec 3, 2009, 1:09:30 PM12/3/09
to
Hallo Guenter,

Am Thu, 03 Dec 2009 18:03:29 +0100 schrieb Annerose und Guenter
Mildenberger:

[...]

>> In K�rze ist ja wieder die boot, da k�nnte man sicherlich sehr g�nstig


>> Ein- und Auslassventile bekommen,
>
> naja, die Boot war mal guenstig ...
> bei absoluuten Mainstreamartikeln ist sie es vielleicht auch heute noch.
> Aber sonst ... die Zeiten sind vorbei.

Ja, die guten Preise sind im allgemeinen wirklich vorbei, z.T. kann man
beim LD heut mit etwas Verhandlungsgeschick G�nstiger kaufen. Ich bin
immer wieder �berrascht wieviele im Geist des "auf der boot ist alle sau
g�nstig" die Dinge z.T. doch gar nicht billigst einkaufen!

Ich f�r meinen Teil finde immer wieder Schn�ppchen, man muss halt Suchen
und darf nicht zu fixiert auf etwas bestimmtes sein. Wenn man nat�rlich
etwas ganz bestimmtes braucht, wird es schwierig, bis unm�glich.

Super ist halt das ganze Angebot und die direkten Vergleichsm�glichkeiten
der Artikel und Hersteller.

Aber es gibt sie noch die Schn�ppchen!


>> defekten Anzug erwerben und diesen als Vorlage nehmen,
>
> Schnittmuster ... s.u.
>
>> > Die Vorlage fuer diesen Ansatz kann man selber machen und liese sich
>> > so dann "Open-Source" veroeffentlichen. Den Overall muss sich halt
>> > jeder kaufen.
>
>> Da kann ich momentan nicht so ganz folgen.
>
> Die Frage war:
> wo krieg ich ein Schnittmuster her ...

Dann hatte ich das doch richtig verstanden. Ich war nicht sicher, wieso
jmd. der eine OpenSource-Vorlage bekommt, noch einen Overall aus dem
Baumarkt kaufen soll ...


[...]

>> ... also die Jugend/der Nachwuchs in Vereinen),
>
> hmmmm ...
> also wenn ich mir da die Antwort meiner Tochter vorstelle: "Papaaaaaaaa,
> Du glaubst doch nicht, dass ich sooooooowas anziehe?" ;-)

Stimmt! Wenn ich es so �berlege, sehe ich es schon vor mir. Ich habe an
die sehr aktiven gedacht, die bei uns z.B. auch mit den Vereinssachen
tauchen gehen, die z.T. nicht mehr nagelneu aussehen (ist aber nur meine
Meinung) aber aus Spa� an der Sache darauf keinen gesteigerten Wert
legen. Die k�nnte ich mir wohl vorstellen f�r nen OST - OpenSourceTrocki

J

MatV

unread,
Dec 3, 2009, 1:29:41 PM12/3/09
to

> mal Anzüge aus unkaschiertem Neopren gegeben haben, die konnte man nur

> ganz vorsichtig mit viel Talkum anziehen um einen Riss zu vermeiden.
> Es war bei mir zwar dünnes Neopren mit etwa 3 mm, aber das Problem

> bleibt auch bei 5 und 8 mm, die Naht soll ja so stabil sein wie das
> Material selbst.

Uwe,
nicht um Risse zu vermeiden, sondern um überhaupt reinzukommen. Die
Kaschierung rutschte nicht auf feuchter Haut. Auf Talkum, Shampoo,
Strumpfhosen ging es.
Die Haihaut aus Rubatex G231 ist ziemlich stabil und elastisch.
Gruß,
Matthias

MatV

unread,
Dec 3, 2009, 1:33:03 PM12/3/09
to
On 3 Dez., 14:15, Annerose und Guenter Mildenberger
<milden_spam-...@yahoo.com> wrote:
> Hallo Joerg,

>
> warten bis die Diskounter einen billigen Arbeits-Baumwolloverall
> wieder im Progamm haben (kosten um die 10-15,-), passend zu
> Unterzieher etc. anprobieren, den dann mit passendem
> "Hals-Manschettenn-Ansatz" erweitern und als Schnittmuster
> "zerlegen".

Warum nicht gleich den mit Flüssiglatex anstreichen? Draeger lässt
grüßen.
Gruß,
Matthias

Uwe Hercksen

unread,
Dec 4, 2009, 4:08:31 AM12/4/09
to

J�rg Ostermann schrieb:

> Wie macht Uli Schreiber das denn? Der vern�ht doch nicht.

Hallo,

warum wohl habe ich Deckstreifen erw�hnt? Aber daf�r braucht man
geeignetes d�nnes Material.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Dec 4, 2009, 4:15:58 AM12/4/09
to

Jo Warner schrieb:

> Problem 1 k�nnte doch der Kleber sein. Zumindest bei Poseidon in
> Raisdorf ist die Neoprenwerkstatt auf ganz bestimmte Temperatur- und
> Feuchtewerte klimatisiert, die der Kleberhersteller vorgegeben hat.
> K�nnte f�r einen Heimwerker vielleicht schwierig werden, es einigerma�en
> genau einzuhalten.

Hallo,

nochmal zum Mitmei�eln: das Probest�ck ist neben der Klebestelle
gerissen, nicht in der Klebenaht selbst. Es war also kein Problem des
Klebers, sondern des Neoprens selbst. Nur der Verbund aus Neopren und
Stoffkaschierung hat die n�tige Rei�festigkeit, deswegen mu� an den
N�hten nicht nur das Neopren verklebt werden sondern auch die
Kraft�bertragung �ber die Kaschierung sichergestellt werden, entweder
durch Vern�hen oder durch aufgeklebte Deckstreifen.


>
> Problem 2 ist die Blindstichn�hmaschine, die sicherlich niemand zu Hause
> herumstehen hat und die auch richtig teuer sein soll. Wenn die Info
> stimmt, muss man auch den Umgang damit ziemlich lange �ben.

Ich habe mit der Hand gen�ht, das dauert halt, aber f�r F�sslinge war
das Ergebnis noch besser als mit einer Maschine, denn meine Handn�hte
scheuerten die F�sse nicht auf, was mir aber bei Maschinenn�hten von
Neoprenstiefeln beim Schwimmen l�ngerer Strecken schon passiert ist.

Bye

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