bin gerade aus Ägypten zurück und habe einen tollen Urlaub verbracht.
Leider hat sich während meines Aufenthalts ein tödlicher Tauchunfall auf
einem anderen Boot
und einer anderen Basis ereignet.
Basisnamen und der Names des Bootes tut nichts zur Sache deshalb lasse ich
diesen weg.
Ich konnte über den Funkverkehr die Ereignisse verfolgen und gebe diese so
wieder:
Nach einem Tauchgang der hauptsächlich aus Franzosen und einem französischen
Guide
bestand, brachte der Guide die Gruppe zum Boot zurück, um auf fünf Meter
einen Sicher-
heitsstop durchzuführen.
Der Guide signalisierte seiner Gruppe, dass er noch einmal abtauchen wolle
da er noch 100
bar in der Flasche habe.
Die Gruppe kehrte allein auf das Boot zurück. Der Guide tauchte also allein
nochmal ab !
Erst nach 1,5 Stunden wurde bemerkt, dass der Guide immer noch nicht zurück
war. Es
wurde unter und über Wasser eine Suche begonnen, an der sich mehrere Boote
beteiligten.
Ein anderer Guide berichtete über Funk, dass er den Tauchcomputer der
vermissten Guides
bei 50 Meter Wassertiefe hören könne, aber er könne weder die Richtung
bestimmen aus
der die Töne kommen, noch irgendetwas sehen.
Die Überwassersuche wurde daraufhin abgebrochen. Mitlerweile waren 2-3
Stunden vergangen.
Man konnte davon ausgehen, dass der Guide tödlich verunglückt war.
Schliesslich bleibt kein
Mensch solange mit 100bar auf über 50m.
Am Panorama gibt es auf ca. 75m noch ein Plato. Am späten Nachmittag wurde
dieses Plato
durch erfahrene Tauchguides abgesucht, in der Hoffnung den Taucher
wenigstens bergen zu können.
Leider auch dieses erfolglos.
Angeblich (habe ich am nächsten Tag gehört) sollen die suchenden Taucher bis
an die 100meter tief
getaucht sein um den Guide zu finden.
Wie gesagt erfolglos.
Einen Kommentar kann ich mir glaube ich erübrigen.
Gruß Jürgen
In diesem Sinne: Never dive alone!
In article <8n08ep$v2u$13$1...@news.t-online.com>,
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
>In diesem Sinne: Never dive alone!
Ich tauche lieber solo als mit Guide. Ist einfach sicherer.
--
Viele Grüße
Peter
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Peter Rachow - Karlsruhe - Germany peter....@teachers.org
Internetseiten: http://home.t-online.de/home/peter.rachow/
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
fran...@my-deja.com schrieb in Nachricht <8n0nt4$c70$1...@nnrp1.deja.com>...
[...]
Und auf die Idee ab und zu mal selbst auf den
Fini zu gucken und ggf. dem Guide anzuzeigen,
dass es langsam eng wird ist keiner gekommen?!
MfG Frank
Hi,
dazu braucht man eine Ausbildung und keinen Schein ... ;-)
Gruesse von Andreas (c)¿(c)
--
22117 Hamburg, Borchardsheide 28a, ++49 (0)40-7136380
http://home.t-online.de/home/Andreas.Huss/
>Von dort keine Chance
>uns zu sehen. Bei zwei weiblichen Tauchern begann
>Panik einzusetzen, eine von ihnen wurde
>schließlich vorsorglich geschleppt, denn sie
>drohte immer wieder unterzugehen.
Hi,
da sind Anfänger von Anfängern geführt worden.
Blei wegwerfen oder Jacket mit dem Mund aufblasen wäre doch DIE
Loesung gewesen, wer wäre trotz Ausbildung drauf gekommen ....
Aber is ja egal, die ausgebildeten, muendigen Taucher stören doch nur,
;-)))).
> und bei hohem Wellengang über 800!! Meter zu den
> Booten schwimmen mussten. Von dort keine Chance
> uns zu sehen.
Sooooooo ?????
Fuer solche Faelle traegt man eine Taucherboje bei sich.
Glaub mir, die sieht man auf weiteren Entfernungen... (dass mir da jetzt
keine dummen Sprueche kommen ;-)
> denn sie
> drohte immer wieder unterzugehen.
ueberbleit ?
Warum habt Ihr der Frau nicht den Bleigurt abgenommen ?
> Zum Glück ist
> niemand bei dieser ganzen Aktion verletzt worden.
... Abenteuer entsteht durch Inkompetenz...
> Doch zeigt mir dein Bericht, dass offenbar
> schlecht oder unzureichend ausgebildete und
> unervantwortliche Tauchguides in Ägypten (und
> anderswo) keine Seltenheit sind.
Und mir zeigt der Bericht, wohin es fuehrt, wenn man nicht
selbstverantwortlich tauchen kann.
Ausserdem frage ich mich, wie Du von 2 Faellen auf "keine Seltenheit"
kommst.
Der Guide hat versagt.
Allerdings habt Ihr mindestens genauso viel Schuld. Entweder hat Euch
die Ausbildung gefehlt, um ihr Fehlverhalten zu erkennen, oder Ihr habt
Euch nicht darum gekuemmert.
Gruss _Jens_
Dieser Bericht zeit vor allem, daß offensichtlich bei vorhandensein eines
"Guides" das Hirn von Tauchern aussetzt.
Ferner zeigt es, daß der Unterschied zwischen "Guide" und "Tauchlehrer" und
"für mich verantwortlicher Tauchleher" unbekannt ist.
Es zeigt auch, daß offensichtlich einige Taucher nichts im Wasser verloren
haben, da sie nicht in der Lage sind, sich selbst aus einer Situation zu
befreien, in die sie sich selbst durch Dummheit und Kadavergehorsam
hinenmanövriert haben:
1.) ein Guide ist jemand, der einem den Tauchplatz zeigt. Wenn ich noch kein
fertige Ausbildung habe, dann muß ich mit einem TL tauchen - habe ich ein
Ausbildung, schwimme ich dem Guide nach, weil ich Dinge sehen möchte und
höre auf ihn, wenn er mir beim Briefing den Tauchplatz erklärt.
2.) Die Anwesenheit eines Guides (und auch eines TLs) entbindet mich nicht
davon, meine Luftsituation zu kennen und auf die entsprechend zu reagieren.
Denn bei den meisten Briefings heißt es : bei 40 Bar wird der TG beendet.
Wenn dann gleich 4 Personen in eine out of Air situation gelangen, zeigt das
nur, daß es sich, hart gesagt, um einen Haufen von Vollidioten gehandelt
haben muß. Höflich gesagt um eine Gruppe, deren Mitglieder nichts im Wasser
verloren haben. Wenn dann noch jemand fast ertrinkt und nicht auf die Idee
kommt, den Bleigurt abzuwerfen bzw. das Jaket mit dem Mund ganz aufzublasen,
dann kann man das als "im maritimen Lebensraum nicht lebensfähig"
bezeichnen.
3.) Wenn man dann versucht, die eigene Inkompetenz auf den Guide zu
schieben, zeigt dies wieder einmal, wie einige protagonisten einerseits
nicht in der Lage sind, ihre eigenen Fähigkeiten zu beurteilen, und
andererseits überhaupt kein Problem damit haben, die Vernatwortung für ihr
Leben an einen unbekannten zu delegieren.
Man kann das Ganze auch so kommentieren:
Es mag sein, daß es unzureichend ausgebildete Guides gibt, aber viel mehr
gibt es unzureichend ausgebildete und gleichzeitig dumme taucher.
Dieter
> Man kann das Ganze auch so kommentieren:
> Es mag sein, daß es unzureichend ausgebildete Guides gibt, aber viel mehr
> gibt es unzureichend ausgebildete und gleichzeitig dumme taucher.
Da sich die Alters- und Ehrenabteilung des Tauchsports hier einig zu
sein scheint, werden wir uns sicher gleich wieder von Tauchanfaengern,
Tauchscheininhabern und Berufsbetroffenen anhoeren koennen, wie
inkompetent und gemein wir doch sind ;-)
Vergiss nie: Schuld sind IMMER die Anderen.
BTW: Koennte mal jemand den Begriff des PAID erklaeren ?
Ich schlage Dietmar vor (weil er sich weigert die Definition in die faq
aufzunehmen ;-)
Gruss _Jens_ (der schon tauchen ist, wenn Ihr Euch ueber diese Mail
aufregt)
kann deine Zeilen nur zustimmen.
-- Raus aus dem Wasser, wer nicht eigenverantwortlich sein Leben und
das seiner Tauchpartner schützen kann. ---
Solchen Guides gehört die Lizens entzogen.
Nächste woche bion ich auch auf Hurghada, ich hoffe, daß soche Nieten
eine weiten Bogen um uns herum machen.
Gut tauch und Blub Blub Blub
Wolfgang
========================================================================
Dieter Dolezal schrieb:
> Man kann das Ganze auch so kommentieren:
> Es mag sein, daß es unzureichend ausgebildete Guides gibt, aber viel mehr
> gibt es unzureichend ausgebildete und gleichzeitig dumme taucher.
>
> Dieter
>Der Guide signalisierte seiner Gruppe,
>dass er noch einmal abtauchen wolle
>da er noch 100 bar in der Flasche habe.
Ich frage mich gerade, wie wohl der Guide reagiert hätte, wenn einer
seiner _Tauchgäste_ signalisiert hätte, jetzt einen Solodive veranstalten
zu wollen, weil er/sie noch eine Menge Restluft hat. Ob er da sooo
begeistert gewesen wäre?
>-- Raus aus dem Wasser, wer nicht eigenverantwortlich sein Leben und
>das seiner Tauchpartner schützen kann. ---
Hi,
das ist der Knackpunkt, man stelle sich vor dass in der Gruppe noch
jemand hätte helfen muessen, vermute eher dass man in der Gruppe
unbemerkt hätte absaufen können ....
>Vergiss nie: Schuld sind IMMER die Anderen.
Hi,
alle hatten eine gute Ausbildung, auch diejenigen, die ihre Maske
nicht ausblasen können.... ;-))))
Dem Frosch ist im Leben nicht vermittelbar dass eine Autobahn
gefährlich ist.
sowas machst Du? Ich meinte Dein absetzten von der Gruppe den Guide
mitzuteilen.
Das zeigt man doch höchstens seinen Ghost-Buddy an und der kann am Ende des
Tg`s den Guide dann informieren das man ne halbe Stunde später nach kommt.
;o))))))
So ist der Guide dann nur heilfroh das er Dich lebend zur Basis zurück
bekommt und meckert nicht, weil er ja sonst einen Anschiß vom Chef bekommen
würde, wenn der heraus bekommt das er nicht richtig aufgepaßt hat. *g*
--
Grüße aus Mecklenburg
Frank
E-Mail: fber...@t-online.de
Frank´s Tauchseiten: http://home.t-online.de/home/FBernitz/
>sowas machst Du? Ich meinte Dein absetzten von der Gruppe den Guide
>mitzuteilen.
nein, ich setzte mich immer ab, ohne was zu sagen, siehe
http://home.t-online.de/home/peter.rachow/noguide.htm
;-)))
> Doch zeigt mir dein Bericht, dass offenbar
> schlecht oder unzureichend ausgebildete und
> unervantwortliche Tauchguides in Ägypten (und
> anderswo) keine Seltenheit sind.
ich gebe zwar den Beiträgen im Forum recht, daß man aus zwei Fällen keine
Statistik ableiten sollte, aber eine gewisse Vorsicht gegenüber den
Diveguides ist mit Sicherheit angebracht. Ich will dazu eines von drei (!!)
Beispielen aus dem Logbuch meiner Frau (mit freundlicher Erlaubnis)
zitieren:
Generell: Meine Frau ist zwar fasziniert von der Taucherei hat allerdings
unter etwas erschwerten Bedingungen mit Aufregung bis hin zur Panik zu
kämpfen.
Nach einer 1-Jährigen Pause (unser zweiter Sohn) sind wir mit Kind & Kegel
nach Ägypten geflogen. In der dort ansässigen Tauchschule mußten wir den
obligatorischen Check-Up TG absolvieren. Ihr TG Nr. 10, Ausbildung PAID OWD
(Tippfehler mit Bedacht). Windstäke 5-6. Wellenhöhe ca. 2-3m. Das
Tauchgebiet war eine steil abfallende Riffkante mit einer Grundtiefe von
100m. Um bei diesem Wellengang überhaupt die Ausrüstung anlegen zu können
ist das Boot in eine Bucht gefahren, da bei dem Seegang das Anlegen der
Ausrüstung nicht unfallfrei zu absolvieren gewesen wäre. Das Boot ist dann
aus der Bucht gegen sie Strömung aufs Meer gefahren und die Taucher sind ins
Wasser gesprungen. Nachdem sich aller Taucher gefunden hatte (was bei den
Wellengang an sich nicht einfach ist) Tauchte die Gruppe von 4 Personen im
offenen Meer auf 27m Tiefe ab. Als sich bei 27m immer noch kein Riff zeigte
navigierte der Guide mit seinem Kompass an die Riffkante. Dort wurde dann
ein Drift-Dive in die Bucht gemacht, in der sie zuvor die Ausrüstung
angelegt hatten. In der Bucht war dann auf 8m Tiefe ein Plateau auf dem sie
dann Maske ausblasen sollte. Das war ihr Check-Up Dive.
Ich denke für Taucher, die nicht mit Aufregung zu kämpfen haben und sich
daher erst langsam an das Medium herantasten müssen, kein Problem. Gabi
hatte jedenfalls nach 5min Abstieg 90-100 Bar Luft verbraucht.... Nicht
auszudenken was passiert wäre, wenn in 27m Tiefe ein größerer Fisch
aufgetaucht wäre, der dann eine Panik ausgelöst hätte.... Oder wenn mit der
Ausrüstung etwas nicht in Ordnung gewesen wäre, zum Beispiel das Jacket ist
defekt und verliert Luft... (ist einem anderen Taucher an der selben Basis
passiert), oder Überbleiung, oder, oder, oder...
Den Check-Up am Ende hätte sich der Guide auch noch sparen können. Für Gabi
war der TG natürlich eine gute Übung; gerade weil sie _keine_ Panik bekam.
Allerdings hätte ich - als Partner - es vorgezogen, wenn solcherlei
Experimente mit etwas mehr Bedacht durchgeführt worden wären. Schließlich
ist das Ausweiten der persönlichen Grenze immer ein Herangehen an eben diese
Grenze. Wenn dann aber zudem etwas Unvorhergesehenes passiert ist der
Kurzschluß im Hirn vorprogrammiert....
Als Gabi mir den TG schilderte war ich fasziniert und schrieb mich am
nächsten Tag auf dem selben Boot ein. Bei schönem Wetter fuhr das Boot in
die Bucht, wir sind dann von der Bucht aus an der Riffkante langsam
abgetaucht umgekehrt um dann langsam wieder aufzutauchen. Es hätte also auch
anders gehen können. Aber offensichtlich war diesem Guide die andere Option
zu langweilig. Dannach haben wir beide den AOWD gemacht um die DiveGuides
loszukriegen.....
Hmm... by the way: Ich habe meinen AOWD in unserer PAID (!!) Tauchschule
gemacht und habe Null (ich meine das ganz im Ernst, aber das ist schon fast
eigener Thread) gelernt. Gabi hatte mehr Glück und hat Ihre Ausbildung in
Spanien auf einer Basis bei einem Tauchlehrer gemacht, der sein Leben noch
nichts anderes gemacht hatte als zu tauchen, bzw. tauchen zu Unterrichten.
Sein Kurs war ausgezeichnet.
Frank.
Hallo Frank
ist sicherlich schlimm, was hier passiert ist. Ich will auch sicher
keinen guide in Schutz nehmen.
Aber: wo ist hier von EIGENVERANTWORTUNG die rede??
_Ich_ würde keinen Checkdive nach 1 Jahr Pause bei diesen
Bedingungen machen.
Schon gar nicht nach 10 TG.
Hat der Guide Deine Frau ins Wasser gestoßen? Hat er Ihr gedroht,
nicht tauchen zu dürfen wenn sie nicht ins Wasser geht?
Wer nie NEIN sagt, darf sich über solche Erlebnisse nicht wundern
oder beschweren.
Wenn ich dann noch dein´Posting im thread "wieviel blei" verfolge
und hier lesen muß
ZITAT:
Hiiiieeeeelfe!!!! Meine Frau ist aufgrund eine Tauchlehrers, dessen
Rat sie
befolgt hat bei 10m auf dem Grund aufgeschlagen.... Sie war so
heftig
überbleit, daß sie aktiv nach oben flosseln musste um aufzusteigen
und das
trotz Luft auf der Weste!
ZITAT Ende
dann würde ich nochmals die Eigenverantwortlichkeit bemühen (und die
Wahl des Equipments)
Ich kann nicht glauben, daß Ihr nicht imstande seid, Euren
Bleibedarf auszuloten (wie wir das gelernt haben, ohne PTG in
sicherer Ufernähe; Ausatmen = sinken, Einatmen = steigen)
(Wenn du der Buddy bist, hast du übrigens 50% Mitverantwortung und
darum das _Ihr_)
ALso: Nein sagen, wenns zu gefährlich wird, den Guides nicht alles
glauben und vor allem MITDENKEN
(is ja schließlich euer Leben)
Grüße Jörg
> Aber: wo ist hier von EIGENVERANTWORTUNG die rede??
> _Ich_ würde keinen Checkdive nach 1 Jahr Pause bei diesen
> Bedingungen machen.
machst Du Witze? Woher soll denn ein Anfänger wissen was ihn erwartet? Wozu
gibt es denn die Guides? Doch genau dafür Anfänger sicher durch solche
Bedingungen zu schleusen. Solche und ähnliche Erlebnisse haben uns ja gerade
bewogen unsere Ausbildung zu komplettieren und auf einen guten
Trainingsstand zu kommen - sowohl theoretisch als auch praktisch. Eben um
solchen Ideoten _nicht_ mehr folgen zu müssen. Nur als Anfänger hat man ein
gewisses Vertrauensverhältnis zu dem Lehrer - die Erkenntnis kommt dann erst
später.... :-(
> Hat der Guide Deine Frau ins Wasser gestoßen? Hat er Ihr gedroht,
> nicht tauchen zu dürfen wenn sie nicht ins Wasser geht?
Quatsch: Der Guide hatte offensichtlich das Gebiet selbst nicht so genau
gekannt. Im Briefing war von 18-20m die Rede....
> Wenn ich dann noch dein´Posting im thread "wieviel blei" verfolge
> und hier lesen muß
> ZITAT:
> Hiiiieeeeelfe!!!! Meine Frau ist aufgrund eine Tauchlehrers, dessen Rat
sie
> befolgt hat bei 10m auf dem Grund aufgeschlagen.... Sie war so heftig
> überbleit, daß sie aktiv nach oben flosseln musste um aufzusteigen
> und das trotz Luft auf der Weste!
> ZITAT Ende
> dann würde ich nochmals die Eigenverantwortlichkeit bemühen (und die
> Wahl des Equipments)
Meine Rede. Traue keinem Guide/TL. Die machen sich nicht die Mühe das
richtig zu hinterfragen/erklären. Und genau das habe ich mit dem obigen
Zitat ausdrücken wollen. Im übrigen: Wie in einem anderen meiner Beiträge zu
lesen ist hat Gabi die Ausbildung dort abgebrochen und in einer spanischen
Tauchschule fertig gemacht.
Was du schreibst ist schon starker Tobak: Gabi hat den TL nach einem Tipp
gefragt für die Bleimenge. Ich denke das an sich ist ja für eine
Lehrer/Schüler Situation nichts ungewöhnliches oder täusche ich mich da? Er
schaut Sie kurz an und und hängt Ihr 10kg um die Hüfte. Bedenke: Das war ein
Tauchkurs! Sie hatte einen solchen Anzug (7mm Doppelanzug) bis dato noch nie
getragen und vermutete einen höheren Auftrieb. Man darf doch erwarten, daß
ein TL sich die Mühe macht auf eine Frage seiner Schüler eine korrekte
Antwort zu geben. Er gab ihr lediglich eine für ihn bequeme Antwort....
> Ich kann nicht glauben, daß Ihr nicht imstande seid, Euren
> Bleibedarf auszuloten (wie wir das gelernt haben, ohne PTG in
> sicherer Ufernähe; Ausatmen = sinken, Einatmen = steigen)
> (Wenn du der Buddy bist, hast du übrigens 50% Mitverantwortung und
> darum das _Ihr_)
Dieses Statement ist schon recht amüsant, weil Du das Beispiel mit dem
Tauchlehrer hergenommen hast um uns zu unterstellen wir könnten unseren
Bleibedarf nicht ausloten. Oder sollte ich obigen Absatz etwa falsch
verstanden haben? In eben dieser Mail habe ich nämlich auch geschrieben:
"Korrekt ist es wohl so: Wenn man keine (!!) Luft auf der Weste hat darf man
mit normaler Atmung etwa bis zum Maskenglas untergehen. Zum Abtauchen muß
man dann tief ausatmen. Dann ist man richtig austariert." In etwa genau das,
was du mir jetzt hier wortreich vermitteln wolltest...*kopfkratz*
> ALso: Nein sagen, wenns zu gefährlich wird, den Guides nicht alles
> glauben und vor allem MITDENKEN
> (is ja schließlich euer Leben)
Sag ich doch, was soll das also? Ich habe unsere Erfahrungen hier gepostet
um bei anderen Lesern die Saat des Mißtrauens zu setzen... ;-)
Gruß,
Frank.
>Was du schreibst ist schon starker Tobak: Gabi hat den TL nach einem Tipp
>gefragt für die Bleimenge. Ich denke das an sich ist ja für eine
>Lehrer/Schüler Situation nichts ungewöhnliches oder täusche ich mich da? Er
>schaut Sie kurz an und und hängt Ihr 10kg um die Hüfte. Bedenke: Das war ein
>Tauchkurs! Sie hatte einen solchen Anzug (7mm Doppelanzug) bis dato noch nie
>getragen und vermutete einen höheren Auftrieb. Man darf doch erwarten, daß
>ein TL sich die Mühe macht auf eine Frage seiner Schüler eine korrekte
>Antwort zu geben. Er gab ihr lediglich eine für ihn bequeme Antwort....
Hi,
was hast Du denn erwartet, die ganze Ausbildung laeuft nur so ab wie
es für die Ausbilder bequem ist und für den Kunden finanzierbar
bleibt, zu kurz und inhaltslos.
Was da wirklich abgeht merkt man wirklich erst nach solchen Vorfällen,
wenn man dann Glück hat kann man sie noch verarbeiten, im Idealfall
bleibt der Spass noch erhalten und die Weiterbildung kann dann den
Durchbruch bringen.
Nicht wenige haben nach solchen Erlebnissen aufgehört oder hatten gar
keine Chance mehr weil sie den Tg nicht überlebt haben.
Trotzdem faellt auf dass viele Taucher einfach nicht erkennen wollen
wann für sie Schluss ist, spätestens wenn man sich an Bord nicht mehr
ausrüsten kann muesste man doch checken dass es zuviel wird.
Naja, was soll man erwarten wenn es schon der Guide nicht erkannt hat.
"Frank Jäkel" wrote:
> Hi Jörg,
>
> > Aber: wo ist hier von EIGENVERANTWORTUNG die rede??
> > _Ich_ würde keinen Checkdive nach 1 Jahr Pause bei diesen
> > Bedingungen machen.
>
> machst Du Witze? Woher soll denn ein Anfänger wissen was ihn erwartet? Wozu
> gibt es denn die Guides? Doch genau dafür Anfänger sicher durch solche
> Bedingungen zu schleusen. Solche und ähnliche Erlebnisse haben uns ja gerade
> bewogen unsere Ausbildung zu komplettieren und auf einen guten
> Trainingsstand zu kommen - sowohl theoretisch als auch praktisch. Eben um
> solchen Ideoten _nicht_ mehr folgen zu müssen. Nur als Anfänger hat man ein
> gewisses Vertrauensverhältnis zu dem Lehrer - die Erkenntnis kommt dann erst
> später.... :-(
FALSCH.
Ein Guide ist ein GUIDE (Führer, Berater), und damit niemand, der Dir die
Verantwortung abnimmt. Und wenn DU DEINE Frau bei hohem Wellengang in wasser
läßt, muß ich leider sagen: DU bist mitschuld. Oder was hätte dagegen
gesprochen, dem Guide vorzuschlagen, den Check in der Lagune zu machen, wo ohr
die Geräte angelecht habet und das Wasser ruhig war. ICH hätte darauf
bestanden.
Ein Guide ist ein Guide, und deshlab kann mich ein GUIDE BERATEN, mir aber
keine ANweisungen geben. Er kann mich über Gefahren und Regeln aufklären, mir
aber nicht vorschreiben, was ich zu tun und zu lassen habe.
Leute, hört auf, für Situationen, die aus eurem Kadavergehorsam resultieren,
andere verantwortlich zu machen und euch als Betroffene reinwaschen zu wollen.
Wenn Deine Frau wirklich so unsicher ist, wäre es an DIR gelegen, auf die
Begleitung durch einen TL zu bestehen bzw die ersten TGs eben vom Strnad aus zu
machen.
Dieter
> Ein Guide ist ein GUIDE (Führer, Berater), und damit niemand, der Dir die
> Verantwortung abnimmt. Und wenn DU DEINE Frau bei hohem Wellengang in
wasser
> läßt, muß ich leider sagen: DU bist mitschuld. Oder was hätte dagegen
Nochmals: Ist alles schön und gut. Aber:
1. Man ist Anfänger, wenn man _nicht_ weiß was man alles nicht weiß.... Wie
schon oft gesagt: Diese Erfahrungen haben uns ja gerade bewogen Guides und
TL _nicht_ zu trauen. Statt dessen trainieren wir in für uns geigneten
Tiefen für uns alleine.
2. Auf der Basis bekamen wir das obligatorische Briefing. Das Zitat lautet
etwa wie folgt: "Der Check-Up Dive wird am Beginn des Tauchgangs in geringen
Tiefen durchgeführt. Dannach macht Ihr einen ganz normalen Tauchgang". Ich
hatte meinen Check-Up am Morgen und es war exakt genau so: Am Beginn des
Tauchgangs in 7m Tiefe...
3. Der Guide sprach vor dem Abtauchen von 18-20m bis man auf die Riffkante
stößt. Ich denke das sind Tiefen in die man auch unter solchen Bedingungen
noch mit Anfängern vorstoßen kann, ob das im Freiwasser ohne Seil o.ä.
geschehen sollte.. na ja. Alle Taucher der Gruppe waren in etwa auf dem
gleichen Erfahrungsstand (OWD, 10-20TG).
Wenn ich einen Bergführer miete und dem Führer vorher sage 'ich kann nicht
klettern', dann erwarte ich von dem Führer, daß er mich sicher auf Wegen
führt auf denen ich NICHT klettern muß. Das gleiche ist das mit den Guides:
Dem Guide waren die Ausbildungsstände bekannt, schließlich hatte er eine
Liste aller Taucher mit Brevetierung und Anzahl der TG. Dann sollte man von
einem Tauch-Führer erwarten können, daß er jemanden in geeignete Gefilde
bringt.
4. Von den 4 Anfängern, die der Guide zu betreuen hatte war eine Anfängerin
mit Ihrem Mann auf dem Boot, die den Tauchgang in 8 Meter Tiefe abgebrochen
hat. Hinterher erfuhren wir, daß das einer der Ersten und dann der letzte
Tauchgang dieser Frau gewesen ist.
5. Gabi hat sich _selbst_ dafür entschieden den Tauchgang zu machen. In der
Retrospektive war das sicher das Beste für sie, da es Ihren
Erfahrungshorizont erweitert hat. Wie Du sicher weißt sind diese Art von TG
nichts Ungewöhnliches. Nichtsdestotrotz für Anfänger immer mit hoher
Aufregung verbunden.
6. Ich war nicht auf dem Boot, da wir in diesem Urlaub nicht zusammen
tauchen konnten, sondern abwechselnd auf unsere beiden Kinder aufgepasst
haben. Ich konnte Gabi also nicht von dem Tauchgang zurückhalten (Wobei ich
bezweifle, ob ich das getan hätte: Nur Sie kann entscheiden was für sie
geeignet ist und was nicht).
Man bedenke, daß der Guide durchaus die Wahl gehabt hätte den Tauchgang
anders zu organisieren; ich hatte am nächsten Tag am selben Platz einen
absolut für Anfänger geeigneten TG. Vielleicht war dem Guide schlichtweg
langweilig und er wollte mal wieder einen weniger langweiligen TG machen?
Vielleicht wollte er immer die Drift-Dives führen und seine Chefin hat immer
einen anderen Guide eingeteilt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur daß die
Aktion unnötig und gefährlich war und daß ich mit dem Guide eine
Dienstleitung einkaufe, die in diesem Falle magelhaft war. Wir jedenfalls
haben unsere Schlüsse daraus gezogen; die Frau die unnötigerweise aufgehört
hat zu tauchen allerdings auch....
Gruß,
Frank
> was hast Du denn erwartet, die ganze Ausbildung laeuft nur so ab wie
> es für die Ausbilder bequem ist und für den Kunden finanzierbar
> bleibt, zu kurz und inhaltslos.
Genau. Aber woher soll das ein Anfänger ermessen können?
> Was da wirklich abgeht merkt man wirklich erst nach solchen Vorfällen,
> wenn man dann Glück hat kann man sie noch verarbeiten, im Idealfall
> bleibt der Spass noch erhalten und die Weiterbildung kann dann den
> Durchbruch bringen.
>
> Nicht wenige haben nach solchen Erlebnissen aufgehört oder hatten gar
> keine Chance mehr weil sie den Tg nicht überlebt haben.
An dem beschriebenen Check-Up TG hat eine Frau den TG abgebrochen und die
Taucherrei an den Nagel gehängt....
> Trotzdem faellt auf dass viele Taucher einfach nicht erkennen wollen
> wann für sie Schluss ist, spätestens wenn man sich an Bord nicht mehr
> ausrüsten kann muesste man doch checken dass es zuviel wird.
>
> Naja, was soll man erwarten wenn es schon der Guide nicht erkannt hat.
Das ist der Punkt. Man mietet mit dem Guide einen "Unterwasser-Führer", der
mich sicher durch unbekannte Gefilde führen soll. Wenn ich vom Kenntnisstand
her in der Lage bin ein Gebiet allein zu erkunden benötige ich den Guide
nicht mehr....
Frank.
"Frank Jäkel" wrote:
> Hi Dieter,
>
> > Ein Guide ist ein GUIDE (Führer, Berater), und damit niemand, der Dir die
> > Verantwortung abnimmt. Und wenn DU DEINE Frau bei hohem Wellengang in
> wasser
> > läßt, muß ich leider sagen: DU bist mitschuld. Oder was hätte dagegen
>
> Nochmals: Ist alles schön und gut. Aber:
>
> 1. Man ist Anfänger, wenn man _nicht_ weiß was man alles nicht weiß.... Wie
> schon oft gesagt: Diese Erfahrungen haben uns ja gerade bewogen Guides und
> TL _nicht_ zu trauen. Statt dessen trainieren wir in für uns geigneten
> Tiefen für uns alleine.
Dann ist ja alles gut. Daraus gelernt.
>
>
> 2. Auf der Basis bekamen wir das obligatorische Briefing. Das Zitat lautet
> etwa wie folgt: "Der Check-Up Dive wird am Beginn des Tauchgangs in geringen
> Tiefen durchgeführt. Dannach macht Ihr einen ganz normalen Tauchgang". Ich
> hatte meinen Check-Up am Morgen und es war exakt genau so: Am Beginn des
> Tauchgangs in 7m Tiefe...
>
> 3. Der Guide sprach vor dem Abtauchen von 18-20m bis man auf die Riffkante
> stößt. Ich denke das sind Tiefen in die man auch unter solchen Bedingungen
> noch mit Anfängern vorstoßen kann, ob das im Freiwasser ohne Seil o.ä.
> geschehen sollte.. na ja. Alle Taucher der Gruppe waren in etwa auf dem
> gleichen Erfahrungsstand (OWD, 10-20TG).
> Wenn ich einen Bergführer miete und dem Führer vorher sage 'ich kann nicht
> klettern', dann erwarte ich von dem Führer, daß er mich sicher auf Wegen
> führt auf denen ich NICHT klettern muß. Das gleiche ist das mit den Guides:
> Dem Guide waren die Ausbildungsstände bekannt, schließlich hatte er eine
> Liste aller Taucher mit Brevetierung und Anzahl der TG. Dann sollte man von
> einem Tauch-Führer erwarten können, daß er jemanden in geeignete Gefilde
> bringt.
UND? Was hat der Basenleiter dazu gesagt? Oder wurde er darüber nicht
informiert?
Was hat der Guide dazu gesagt, nachdem man ihn nach dem TG zur Rede gesteltt
hat?
>
>
>
> 4. Von den 4 Anfängern, die der Guide zu betreuen hatte war eine Anfängerin
> mit Ihrem Mann auf dem Boot, die den Tauchgang in 8 Meter Tiefe abgebrochen
> hat. Hinterher erfuhren wir, daß das einer der Ersten und dann der letzte
> Tauchgang dieser Frau gewesen ist.
SSKM. Ich hätte meine Frau nicht ins Wasser gelassen.
>
>
> 5. Gabi hat sich _selbst_ dafür entschieden den Tauchgang zu machen. In der
> Retrospektive war das sicher das Beste für sie, da es Ihren
> Erfahrungshorizont erweitert hat. Wie Du sicher weißt sind diese Art von TG
> nichts Ungewöhnliches. Nichtsdestotrotz für Anfänger immer mit hoher
> Aufregung verbunden.
>
> 6. Ich war nicht auf dem Boot, da wir in diesem Urlaub nicht zusammen
> tauchen konnten, sondern abwechselnd auf unsere beiden Kinder aufgepasst
> haben. Ich konnte Gabi also nicht von dem Tauchgang zurückhalten (Wobei ich
> bezweifle, ob ich das getan hätte: Nur Sie kann entscheiden was für sie
> geeignet ist und was nicht).
Sagst Du nicht weiter bzw in einem anderen Posting: Ein Anfänger kann eben
nicht entscheiden.....
>
>
> Man bedenke, daß der Guide durchaus die Wahl gehabt hätte den Tauchgang
> anders zu organisieren; ich hatte am nächsten Tag am selben Platz einen
> absolut für Anfänger geeigneten TG. Vielleicht war dem Guide schlichtweg
> langweilig und er wollte mal wieder einen weniger langweiligen TG machen?
> Vielleicht wollte er immer die Drift-Dives führen und seine Chefin hat immer
> einen anderen Guide eingeteilt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur daß die
> Aktion unnötig und gefährlich war und daß ich mit dem Guide eine
> Dienstleitung einkaufe, die in diesem Falle magelhaft war.
Und, hast Du ihn gefragt?
Es ist ja gut, daß Du Deine Schlüsse aus der Sache gezogen hast. Es tut
allerdings IMHO nicht not, immer wieder Beispiele für schlechtes Guiding in der
NG zu benennen, die bei kurzem Durchlesen erkennen lassen, daß der Guide
vielleicht zu 30% "Mitschuld" an einem Problem hat, aber daß die meisnten
Problematischen TGs daraus resultieren, daß sich die protagonisten von den
Guides das Denken abnehmen lassen. Ich verlange ja nicht von einem OWD, daß er
eine Strömung, einen Gefährlichen Dropoff, usw, erkennt. Aber ich erwarte von
einem OWD, daß er nach 10TGs einen Tiefenmesser ablesen kann und sagt: 18m, das
reicht. Ich werwarte auch, daß ein OWD sagt: Wenn ich meine Ausrüstung nicht
auf dem Bott aufgrund zu hoher Wellen anlegen kann, dann mache ich den TG nicht
mit.
Und: Ja, ich kann solche TGs auch mit 10TGs machen, wenn ich einen TL mithabe,
der NUR für mich zuständig ist, und alle Beteiligten dies wissen.
Aber ich stimme Dir zu, daß auf vielen Basen die Sache sehr locker gehadhabt
wird. Andererseits:
Wenn ich mir die Preise anschaue, wundert es mich nicht. Und da die konsumenten
nach immer günstigeren Angeboten schreien, wird dieser Wunsch befriedigt. Und
da die kunsumenten einen OWD für DM 399,- machen wollen, bekommen Sie das auch.
Und da Die Kunsumenten den Satz" You pay for the Training, not for the brevet"
nicht kennen, laufen tausende von Anfängern herum, die in ihrem Brevet nach 30
TGs "Advanced" also fortgeschritten, drinnenstehen haben.
Wen wundert es denn dann, daß ein Guide - vielleicht Dive Master - also
tauchmeister - nicht in der Lage ist, den Ausbildungsstand der ihm zugeteilten
Urlauber zu beurteilen?
Die Szene hat genau den Typus an Taucher hervorgebracht, dan der Kunsument
wollte:
Den Easydiver, der weiß, daß am Tauchen nix besonderes dran ist, daß das jeder
kann, daß ein PAID-Kurs nur eine Formsache ist. Wenn dann aber plötzlich das
Environment erdreistet, nicht bei der Sache mitzuspielen, und man erwarten
sollte, daß so etwas wie gesunder Menschenverstand einsetzt, hat man manchmal
folgenden Verdacht:
Gesunder Menschenverstand? Was ist das? Das haben wir aber im OWD oder AOWD
nicht gelernt.
Und wieder jemend, der in die Statistik eingeht....
Dieter
Hmm... erschwischt: Das Absurde daran ist, weil eben nichts passiert ist und
Gabi den TG gut gemeistert hat (am Riff war die Aufregung dann vorbei) war
für uns die Sache abgetan. Wir erzählen die Story im Bekanntenkreis noch
gerne - genau wie ich hier in der NG - um zu vermitteln, daß man den Guides
und Buddies nicht unbedingt trauen sollte. Aber im Prinzip waren die
gemachten Erfahrungen wertvoll und wichtig.
> > 5. Gabi hat sich _selbst_ dafür entschieden den Tauchgang zu machen. In
der
>
> Sagst Du nicht weiter bzw in einem anderen Posting: Ein Anfänger kann eben
> nicht entscheiden.....
Es ging um die sichtbaren Bedingungen.Wir seglen beide (Hobbie-Kat), uns
sind daher ungewöhnliche Wetterbedingungen an der Oberfläche nichts ganz
ungewohntes. Im 5m Tiefe war es dann sowieso ruhig (von einer schwachen
Drift an dem Tauchplatz abgesehen). Was ist also an den
Oberflächenbedingungen auszusetzen, wenn man damit keine Probleme hat?
Wichtig ist einigermaßen ruhig abzutauchen und unter Wasser keine Panik zu
bekommen. Wenn Sie sich das trotz der Oberflächenbedingungen zutraut, warum
denn nicht?
> Es ist ja gut, daß Du Deine Schlüsse aus der Sache gezogen hast. Es tut
> allerdings IMHO nicht not, immer wieder Beispiele für schlechtes Guiding
in der
> NG zu benennen, die bei kurzem Durchlesen erkennen lassen, daß der Guide
> vielleicht zu 30% "Mitschuld" an einem Problem hat, aber daß die meisnten
> Problematischen TGs daraus resultieren, daß sich die protagonisten von den
> Guides das Denken abnehmen lassen.
Nochmals: Wenn ich gut genug bin ein Tauchgebiet alleine zu erkunden, dann
benötige ich keine Guides. Der Guide muß eine Route wählen, die dem
Kenntnisstand seiner zu führenden angemessen ist. Ansonsten ist er fehl am
Platz.
> Ich verlange ja nicht von einem OWD, daß er eine Strömung, einen
Gefährlichen
> Dropoff, usw, erkennt. Aber ich erwarte von einem OWD, daß er nach 10TGs
> einen Tiefenmesser ablesen kann und sagt: 18m, das reicht.
*Lach*, ...wenn Du von der Basis einen Tiefenmesser bekommst!
Da Anfänger in dieser Basis sowiso nur mit Guide tauchen durften, haben sie
auch keinen Tiefenmesser bekommen: Bestechende Logik, oder!
Meine Frau hat noch weitere Beispiele solcher Natur in Ihrem Logbuch unter
anderem ein besonders heftiges Beispiel (Partner CMAS ***, 500+TG) in dem
der Partner auf die eindeutige Zeichensprache: "Ich habe jetzt noch 50 Bar
auf meiner Flasche und möchte jetzt aufhören" mit ausgesprochenem
Desinteresse reagierte. Die richtige Reaktion wäre gewesen dem Ideoten noch
ein oder zwei mal das Fini unter die Nase zu halten und wenn er dann immer
noch nicht reagiert alleine aufzutauchen. Hast du eine Idee davon was es für
einen Anfänger bedeutet den Tauchpartner alleine zu lassen? Sie hat es
damals nicht getan und ist mit Null (ich wiederhole: NULL) Bar auf der
Flasche aus dem Wasser. Ihr einziger Gedanke war: "Bloß nicht von
Tauchpartner weg". Wieder eine Erfahrung reicher
In der Tauchbasis wurde nur Betreten geschaut, ansonsten hat sich nach
unserer Beschwerde meines Wissens nichts getan. Im Gegensatz dazu habe ich
mal einen Basisleiter seinen DM zur Sau machen sehen, weil er mich (damals
~10TG) nicht früh genug aus dem Wasser gebracht hat (ich hatte noch 20 Bar,
der Guide hatte meinen damaligen Luftverbrauch zu niedrig eingeschätzt).
Ich hatte auch mein Fett weg... Es geht also.
> Ich werwarte auch, daß ein OWD sagt: Wenn ich meine Ausrüstung nicht
> auf dem Bott aufgrund zu hoher Wellen anlegen kann, dann mache ich den TG
> nicht mit.
> Und: Ja, ich kann solche TGs auch mit 10TGs machen, wenn ich einen TL
mithabe,
> der NUR für mich zuständig ist, und alle Beteiligten dies wissen.
Nochmal: Das sind Oberflächenbedingungen. Wenn jemand sich das zutraut dann
bitteschön. Ich zum Beipiel habe generell keine Probleme mit Wind und
Wellen.
> Die Szene hat genau den Typus an Taucher hervorgebracht, den der Kunsument
> wollte:
Tja, das waren wohl noch Zeiten früher.... ;-))
Ich denke du kannst Dich nicht in einen Anfänger hineinversetzen und darüber
urteilen wer hier wieviel Schuld hat. Du scheinst deine Tauchausbildung vor
vielen Jahren gemacht zu haben, als es die Urlaubstauchmaschinerie nicht
gegeben hat. Es ist halt eine Tatsache, daß Anfänger nach der
Tauchausbildung in einem Gefühl falscher Sicherheit gewiegt werden. Es
dauert eine Weile bis die Erkenntnis zu einem PAID Taucher durchdringt. Aber
es ist Unsinn einem schlecht ausgebildeten Taucher eine 70%ige Mitschuld
zuzusprechen, weil er einen TG nicht abgebrochen hat, dessen Gefährlichkeit
er nicht kannte.
Gruß,
Frank.
"Frank Jäkel" wrote:
> > UND? Was hat der Basenleiter dazu gesagt? Oder wurde er darüber nicht
> > informiert? Was hat der Guide dazu gesagt, nachdem man ihn nach dem TG zur
> Rede gesteltt
> > hat?
>
> Hmm... erschwischt: Das Absurde daran ist, weil eben nichts passiert ist und
> Gabi den TG gut gemeistert hat (am Riff war die Aufregung dann vorbei) war
> für uns die Sache abgetan. Wir erzählen die Story im Bekanntenkreis noch
> gerne - genau wie ich hier in der NG - um zu vermitteln, daß man den Guides
> und Buddies nicht unbedingt trauen sollte. Aber im Prinzip waren die
> gemachten Erfahrungen wertvoll und wichtig.
Aha. Das ist ja interessant. Wie soll denn dann, Deiner Ansicht nach, der Guide
und auch der Basenleiter etwas besser machen, wenn Du diese Dinge nicht
ansprichst???
>
>
> > > 5. Gabi hat sich _selbst_ dafür entschieden den Tauchgang zu machen. In
> der
> >
> > Sagst Du nicht weiter bzw in einem anderen Posting: Ein Anfänger kann eben
> > nicht entscheiden.....
>
> Es ging um die sichtbaren Bedingungen.Wir seglen beide (Hobbie-Kat), uns
> sind daher ungewöhnliche Wetterbedingungen an der Oberfläche nichts ganz
> ungewohntes. Im 5m Tiefe war es dann sowieso ruhig (von einer schwachen
> Drift an dem Tauchplatz abgesehen). Was ist also an den
> Oberflächenbedingungen auszusetzen, wenn man damit keine Probleme hat?
> Wichtig ist einigermaßen ruhig abzutauchen und unter Wasser keine Panik zu
> bekommen. Wenn Sie sich das trotz der Oberflächenbedingungen zutraut, warum
> denn nicht?
Naja, dann war ja alles in Ordnung - worüber recgst Du Dich im ursprüglichen
Psoting denn auf???
Oder diente die Ausführung "Sooo hohe wellen, daß man zum Umziehen eine ruhige
Lagune aufsuchen mußte" nur dem Zweck, ein wenig Dramatik in die geschichte
reinzubringen?
Und außerdem: Warum hat den andere Anfägerin und derren Begleiter nichts gesagt
und verscuht, den TG mitzumachen?
Unwissenheit,? Kadavergehorsam?
>
>
> > Es ist ja gut, daß Du Deine Schlüsse aus der Sache gezogen hast. Es tut
> > allerdings IMHO nicht not, immer wieder Beispiele für schlechtes Guiding
> in der
> > NG zu benennen, die bei kurzem Durchlesen erkennen lassen, daß der Guide
> > vielleicht zu 30% "Mitschuld" an einem Problem hat, aber daß die meisnten
> > Problematischen TGs daraus resultieren, daß sich die protagonisten von den
> > Guides das Denken abnehmen lassen.
>
> Nochmals: Wenn ich gut genug bin ein Tauchgebiet alleine zu erkunden, dann
> benötige ich keine Guides. Der Guide muß eine Route wählen, die dem
> Kenntnisstand seiner zu führenden angemessen ist. Ansonsten ist er fehl am
> Platz.
Aber er kann den zu führenden das Denken nicht abnehmen. Und wenn ein TG mal
etwas anspruchsvoller ist, dan applaudieren hinterher alle, wenn es keine
Probleme gab - wenn es allerdings zu Probleme kommt, dann ist IMMER der Guide
schuld.
>
>
> > Ich verlange ja nicht von einem OWD, daß er eine Strömung, einen
> Gefährlichen
> > Dropoff, usw, erkennt. Aber ich erwarte von einem OWD, daß er nach 10TGs
> > einen Tiefenmesser ablesen kann und sagt: 18m, das reicht.
>
> *Lach*, ...wenn Du von der Basis einen Tiefenmesser bekommst!
Tja, was haben wir im OWD gelernt, was gehört zur Grundausstattung eines
Tauchers???????????
>
>
> Da Anfänger in dieser Basis sowiso nur mit Guide tauchen durften, haben sie
> auch keinen Tiefenmesser bekommen: Bestechende Logik, oder!
Tja, selbst schuld, wer sich sowas gefallen läßt.
>
>
>
> In der Tauchbasis wurde nur Betreten geschaut, ansonsten hat sich nach
> unserer Beschwerde meines Wissens nichts getan. Im Gegensatz dazu habe ich
> mal einen Basisleiter seinen DM zur Sau machen sehen, weil er mich (damals
> ~10TG) nicht früh genug aus dem Wasser gebracht hat (ich hatte noch 20 Bar,
> der Guide hatte meinen damaligen Luftverbrauch zu niedrig eingeschätzt).
> Ich hatte auch mein Fett weg... Es geht also.
Ja. aber für Deine Luft bist du selbst verantwortlich.
>
>
> > Ich werwarte auch, daß ein OWD sagt: Wenn ich meine Ausrüstung nicht
> > auf dem Bott aufgrund zu hoher Wellen anlegen kann, dann mache ich den TG
> > nicht mit.
> > Und: Ja, ich kann solche TGs auch mit 10TGs machen, wenn ich einen TL
> mithabe,
> > der NUR für mich zuständig ist, und alle Beteiligten dies wissen.
>
> Nochmal: Das sind Oberflächenbedingungen. Wenn jemand sich das zutraut dann
> bitteschön. Ich zum Beipiel habe generell keine Probleme mit Wind und
> Wellen.
Also: Wo war dann das Problem? Die Tiefe? Woher wußte man dann, daß man sich
auf mehr als 20m befand? man hätte dem Guide einfach gezeicht "ich fühle mich
nicht wohl" und hätte das Zeichen zum Auftauchen gegeben. Fertig.
>
>
> > Die Szene hat genau den Typus an Taucher hervorgebracht, den der Kunsument
> > wollte:
>
> Tja, das waren wohl noch Zeiten früher.... ;-))
Das hat mit früher oder heute nichts zu tun.
>
>
> Ich denke du kannst Dich nicht in einen Anfänger hineinversetzen und darüber
> urteilen wer hier wieviel Schuld hat.
Wie kommst Du dazu? Ich habe mit meiner Frau genau das gleiche Problem:
PAID Ausbildung gemacht (weil die Kampfschwimmerausbildung beim VDST nur dazu
geführt hätte, daß sie mit der Ausbildung aufhört).
In HRG aber immer darauf geachtet, daß
a.) ein TL für sie zuständig ist
b.) ich mit ihr tauche
c.) die Tauchgebiete Anfängertauglich waren
> Du scheinst deine Tauchausbildung vor
> vielen Jahren gemacht zu haben, als es die Urlaubstauchmaschinerie nicht
> gegeben hat.
Ich habe meine Ausbildung so gemacht, daß ich mit den Situationen, die das
Element Wasser für mich bereithält, gewachsen bin. Ich hab für meine Ausbildung
zum CMAS ** Äquivalent 2 Jahre und 50TGs gebraucht.
Und diese Ausbildung gibt es immer noch.
Nur: Die will kaum einer. Denn es ist halt anstrengend, jede Woche zum
Schwimmbadtraining zu erscheinen.
Es ist halt anstrengend, 15TGs für denGrundschein machen zu müssen, und weitere
30 für den Advanced.
Ich hab ja auch nix gegen, wenn jemend den einfachen Weg wählt und PAID macht -
ich hab das meiner Frau auch empfohlen.
Aber ich darf doch dann nicht einfach den gesunden Menscheverstand ausschalten
und erwarten, daß Entscheideungen von anderen getroffen werden.
Das macht man bei Kindern so, aber doch nicht mit Erwachsenen.
> Es ist halt eine Tatsache, daß Anfänger nach der
> Tauchausbildung in einem Gefühl falscher Sicherheit gewiegt werden.
Aha. Und was machen wir dagegen, wenn mal was passiert oder eine gefährliche
Situation entsteht? Wir sagen nicht dem Anfänger: da hast Du einen Bock
geschodden.
Sondern wir sagen: Der Guide ist schuld (oder der Buddy, oder der
Schifssführer, oder der WInd, oder die Delphine).
> Es
> dauert eine Weile bis die Erkenntnis zu einem PAID Taucher durchdringt. Aber
> es ist Unsinn einem schlecht ausgebildeten Taucher eine 70%ige Mitschuld
> zuzusprechen, weil er einen TG nicht abgebrochen hat, dessen Gefährlichkeit
> er nicht kannte.
Wenn er die Gefährlichkeit des TGs nicht kannte, warum ist er dann tauchen
gegangen?
Wenn er sich das Manual (egal ob von SSI, NAUI, PADI, usw) durchgelesen hätte,
und sich die Basics gemerkt hätte, dann würden 50% der Unfälle mit anfängern
nicht passieren.
(Meine persönliche Meinung). Denn die wenigsten Anfänger, die zu Schden kommen,
waren
a.) seichter als 18m
b.) mit ausreichend Atemluft versorgt
c.) mit einer adäquaten Ausrüstung versorgt
d.) in einem Tauchgebiet, das ihren Fähigkeiten entsprochen hat.
Und diese DInge werden den Leuten erzählt. Ich gebe zu, daß es einiges an
Courage erfordert, einem *** Weltmeistertaucher bei 50bar und keinen Anzeichen
der Reaktion den Finger zu geben und aufzutauchen. Aber es wäre in dem Fall
MEIN Leben, das aich aufs SPiel setze. Und wenn ich mir dann an der Oberfläche
etwas anhören muß - OK.
ich habe auch vor 4 Wochen eins aufs Dach bekommen, weil ich nach Verlust des
Buddyteams (der anderen beiden Taucher, mein Buddy und ich waren das zweite
Team), und aufgrund fehlender Absprache: Was passiert, wenn sich die Teams
verlieren?, den TG abgebrochen habe. Mein Buddy war TL - ich bin keiner.
Es hieß dann: Ihr seid alle Assis oder TLs, weil extreme Bedingungen (50m
tiefe), dann hättet ihr ja einfach zu zweit weitertauchen können.
OK, die Kröte mußte ich schlucken. Aber: Nix is passiert. Keine Gefahr, keine
Probleme.
Beim nächsten tiefen ÜTG haben wir eben die Regeln vorher genau besprochen.
Ich begebe mich grundsätzlich in keine Situationen, die ich nicht genau
anschätzen kann.
ABer im Urlaub, da geht das nach dem Muster: Holla, mal ins Wasser, bunte
Fische gucken.
Dieter
Hi Frank,
mir passierte aehnliches waehrend meiner Zeit als Dive-Guide.
Allerdings ging es bei uns harmlos ab, da wir andere Voraussetzungen bei
diesem Tauchgang hatten.
Gruppe 5 Taucher, 2 mit ca 40-60 TG's; 2 mit ca 10-20 TG's und einer mit
ueber 60 TG's.
Der Checkdive wurde auf 3-4m Wassertiefe abgehalten. Eine Taucherin hatte
durch das zweite Kind ca 1 Jahr mit dem Tauchen ausgesetzt und hatte aber
vorher auch nur ca. 30 TG's.
Schon beim Ausruestung anlegen war die Fitness-Stufe gut erkennbar (mies),
dass mit dem Uebergewicht sah man auch schon vorher. Kurz und gut, der Check
ging in die Hose, soll heissen, beim Maske ausblasen, voellige Panik. Wir
sind aufgetaucht, haben uns kurz ausgeruht und habens auf Wunsch der Frau
noch einmal versucht. Dasselbe Ergebnis. Ich habe sie dann mit dem Rest der
Gruppe an Land gebracht, die Frau war voellig fertig und ist dann in ihrem
Urlaub nicht mehr getaucht. Ich glaube, auch fuer den Rest ihres Lebens
nicht mehr, obwohl die Situation relativ harmlos war. Nur halt nicht aus
ihrem Blickwinkel.
Diese kurze Story nur, um mal klarzulegen, was fuer Leute eigentlich
tauchen. Diese Sportart ist mittlerweile zu einer Massenbewegung geworden,
was natuerlich mit sich bringt, dass selbst der mindestens
50%Uebergewichtige, der die letzte sportliche Bewegung vor 5 Jahren getan
hat, sich in einen Anzug quaelt (macht ja auch schoen schlank), sich mit
heftigstem Schnaufen und Prusten den Rest der Ausruestung anlegt (mit Hilfe
von mindestens 3 anderen Tauchern) und sich dann von einem 4.Taucher das
uebergrosse Messer ans Bein schnallen laesst (mit der Ausrede, dass er mit
der Ausruestung sich ja nicht mehr buecken kann, obwohl jeder sieht, dass er
es ohne Ausruestung auch nicht geschafft haette).
Ich spare mir jetzt die Ausfuerungen ueber das Einsteigen ins Boot etc.
Und manche Leute wundern sich, dass sie dann in Panik geraten, keine Luft
mehr bekommen oder aehnliches.
Einfach mit der Meinung, wir haben ja einen TL oder Guide, der wird das
schon richten.
Es soll auch keine Verallgemeinerung sein. Ich wollte damit nur zum Ausdruck
bringen, dass manche! Leute ihr Gehirn scheinbar doch beim Einchecken mit
abgeben.
Und etwas! Eigenverantwortung gehoert beim Tauchen (vielleicht auch etwas
mehr als bei anderen Sportarten) dazu. Und wenn es dabei um mein eigenes
Leben geht, denke ich doch etwas mehr nach. Die andere Seite ist, dass
natuerlich auch Auffrischungskurse angeboten werden, die man meiner
Erfahrung nach nur so gut wie ueberhaupt nicht nutzt. Warum wohl? Vielleicht
weil einem 100-300DM mehr wert sind als dass eigene Leben???
Und so koennen solche Situationen ueberhaupt enstehen.
Okay, dass soll es hierzu gewesen sein.
Bye
Markus
www.markusebert.de
marku...@markusebert.de
sorry, aber werde auf die obigen Punkte nicht mehr eingehen, weil ich denke
daß wir uns im Kreis drehen. Ich habe unsere Erfahrungen geschildert um
andere nicht in die gleiche Falle laufen zu lassen. Wir für uns haben unsere
Schlüsse längst daraus gezogen - aber das habe ich ja schon mehr als zwei
mal gesagt...
Ich denke zwischen unseren Standpunkten ist nur ein winziges Detail
kontrovers:
Ich behaupte, daß derjenige dem von einem mangehaften Ausbildungssystem ein
Gefühl falscher Sicherheit vorgegaukelt wird, primär erst mal nichts für
seine Unwissenheit kann. Es bedarf meiner Meinung nach einiger Anstöße von
außen um in dem Lehrer/Schüler vetrauensverhältnis Mißtrauen zu sähen. Es
heißt doch: "Wer fragt muß wissen". Das trifft hier ziemlich genau zu.
Du wiederum machst den Nutzer des Ausbildungssystems für seine Unkenntnis
verantwortlich und _das_ halte ich für Unsinn.
Gruß,
Frank.
was Du geschildert hast (Checkup-Dive in 3-4m Wassertiefe) lässt sich wohl
kaum mit einem steilen Riffkante und dem Abtauchen im Freiwasser
vergleichen.. ;-)
Ich beneide keinen der Dive-Guides um ihre Aufgabe. Das Problem IMO ist, daß
manche (!!) Guides die Aufgabe nicht sehr erst nehmen und nach dem Motto
"getaucht und überlebt" handeln ;-).
Jeder der Guides kann tauchen wie er will, Wenn er Kamikaze tauchen möchte:
Seine Sache. Aber als Führer, dem rein per Definition schon eine gewisse
Verantwortung obliegt hat er gefährliche Dinge zu vermeiden und hat die
Gruppe entsprechend der Fähigkeiten zu führen...
...Schwierig wird es allerdings wenn die Fähigkeiten so sind, daß der Guide
eigentlich sagen müsste: "Raus aus dem Wasser..". Ich kann mir nicht
vorstellen, daß diese Option dem Guide tatsächlich zur Verfügung steht.
Gruß,
Frank.
> Ich beneide keinen der Dive-Guides um ihre Aufgabe. Das Problem IMO ist,
daß
> manche (!!) Guides die Aufgabe nicht sehr erst nehmen und nach dem Motto
> "getaucht und überlebt" handeln ;-).
>
>
> ...Schwierig wird es allerdings wenn die Fähigkeiten so sind, daß der
Guide
> eigentlich sagen müsste: "Raus aus dem Wasser..". Ich kann mir nicht
> vorstellen, daß diese Option dem Guide tatsächlich zur Verfügung steht.
>
Hi Frank,
diese Moeglichkeit hat man schon (im eingeschraenkten Umfang, denn welche
Basis schickt schon 60% ihrer Taucher wieder raus.)
Und was hindert einen verantwortungsbewussten Taucher daran, sich
einzugestehen, dass man laengere Zeit nicht und vorher noch nicht viel
tauchen war, und damit praedestiniert fuer Vorkommnisse jedweder Art?
Wie ich schon bemerkte, wenn es um mein Leben geht, vertraue ich in erster
Instanz mir selbst (kommt daher vielleicht meine Flugangst?) und denke
lieber dreimal nach, ob der (nicht von mir)geplante Tauchgang meinem
(momentanen)Wissen und Koennen entspricht. Und kein! TL oder Guide wird sich
einem Taucher entgegenstellen, der sich freiwillig von einem geplanten TG
zurueckzieht. Das dabei natuerlich Kompromisse entstehen muessen, ist
selbstverstaendlich. Denn man kann nicht erwarten, dass pro Taucher ein TL
oder Guide zur Verfuegung steht. Es soll sich ja alles irgendwie rechnen
muessen.
Abschliessend dazu:
Augen auf, Ohren auf, Hirn einschalten und lieber 10 mal zuviel
zurueckstecken, als einmal zuwenig!!
(Dann wirds auch wieder ruhiger um die Taucherei ;--))))
Bye
Markus
Hallo Frank, hallo Dieter
1.) Dank an Dieter, Du hast mir eine Menge Schreibarbeit erspart -
ich bin argumentativ 100% mit Dir.
2.) Lieber Frank, Du siehst also, mein Aufruf nach
Eigenverantwortung ist keine persönliche Meinung sondern eine
durchaus übliche Meinung und Handlungsweise beim Tauchen. Die Falle,
die du oben bemühst, ist nur dann eine Falle, wenn man selbst das
Hirn ausschaltet. Hier dreht sich nur einer im Kreis, nämlich der,
der keinen (argumentativen) Ausweg mehr sieht.
Aber es soll ja keine Sieger / Verlierer geben, sondern die NG soll
ja auch dazu dienen, etwas dazuzulernen.
Punkto dazulernen......... ein Zitat aus deinem Anfangsthread:
ZITAT
Hmm... by the way: Ich habe meinen AOWD in unserer PAID (!!)
Tauchschule
gemacht und habe Null (ich meine das ganz im Ernst, aber das ist
schon fast
eigener Thread) gelernt.
ZITAT Ende
Hast du jetzt eine andere / bessere theoretische Ausbildung
gemacht??? Oder tauchst du weiter nach dem Motto "learning by doing"
bzw. "trial and error".
Beste Grüße Jörg
Quatsch: Ich hatte nur keine Lust mehr auf die Postings einzugehen, weil
keine neuen Argumente kommen: Vereinfacht: Du sagst wir sind selbst schuld,
wenn wir das mit uns machen lassen - ich sage daß ein Ausbildungs- und
Guidesystem in der Lage sein muß einen Anfänger durch die ersten TG zu
begleiten. Um diese beiden Standpunkte dreht sich alles.
> ja auch dazu dienen, etwas dazuzulernen.
Ich denke nicht, daß die Gebeetsmühlenartige Wiederholung des oben genannten
Standpunkts bei irgend jemandem zur Meinungbildung beiträgt.. ;-)
Gruß,
Frank.
> Quatsch: Ich hatte nur keine Lust mehr auf die Postings
einzugehen, weil
> keine neuen Argumente kommen:
Dir passende Argumente??!!
> Vereinfacht: Du sagst wir sind selbst schuld,
> wenn wir das mit uns machen lassen - ich sage daß ein Ausbildungs-
und
> Guidesystem in der Lage sein muß einen Anfänger durch die ersten
TG zu
> begleiten. Um diese beiden Standpunkte dreht sich alles.
>
das Zauberwort ist ja _begleiten_ !
>
> > ja auch dazu dienen, etwas dazuzulernen.
>
> Ich denke nicht, daß die Gebeetsmühlenartige Wiederholung des oben
genannten
> Standpunkts bei irgend jemandem zur Meinungbildung beiträgt.. ;-)
Aber ich entnehme deinem Posting
KOPIERT
Von: Frank Jäkel <fja...@cytel.net
Betreff: Re: dive master in Thailand,wie böld muß man sein...
Datum: Dienstag, 15. August 2000 14:21
..gesnippt...........wir haben bis jetzt nur den AOWD gemacht. Wir
planen allerdings den Rescue
> Diver nächstes Jahr.<snapp
KOPIE Ende
daß du tatsächlich "trial and error" im Baggersee machst und vom DM
träumst.
Immerhin.... viel besser als ein RESCUE Kurs (erst recht ohne das
Wissen von AOWD :-))
Beste Grüße Jörg
> daß du tatsächlich "trial and error" im Baggersee machst und vom DM
> träumst.
Manche Leute sagen "üben und lernen" dazu. "trial und error" ist nur eine
spielart davon und kann unter kontrollierten Bedingungen durchaus gewünschte
Lernergebnisse bringen. Wir haben uns dazu einer Örtlichen Gruppe von
Tauchern angeschlossen.
BTW: Du kannst mir eines glauben: Ich habe es wirklich nicht nötig mich
mittels DM-Brevet zu produzieren.
MfG,
F.
> Und was hindert einen verantwortungsbewussten Taucher daran, sich
> einzugestehen, dass man laengere Zeit nicht und vorher noch nicht viel
> tauchen war, und damit praedestiniert fuer Vorkommnisse jedweder Art?
Als ich auf das Boot bin wurde von einem Checkup TG mit max. 18m Tiefe
gesprochen. Wie die Realität aussah, habe ich unter Wasser bemerkt... Hätte ich
mich also von der Gruppe lösen und im Alleingang zurücktauchen sollen?
Genaugenommen - wohin überhaupt? Das Boot war nämlich schon längst auf dem Weg
in die stille Bucht als ich bemerkte was los war.Was die Wellen anbelangt...ein
Tauchleherer in Spanien (ein sehr guter Lehrer übrigens) hat mit mir extra einen
Bootstauchgang bei hohen Wellen gemacht. Er sagte damals, das ich früher oder
später in die Sizuation kommen werde. Er hatte recht, deshalb hat es mich auch
nicht sonderlich geschreckt. Immerhin wusste ich dadurch, das es unter Wasser
viel ruhiger ist.
> Denn man kann nicht erwarten, dass pro Taucher ein TL
> oder Guide zur Verfuegung steht. Es soll sich ja alles irgendwie rechnen
> muessen.
Genau da liegt das Problem... es muss sich rechnen. Nur für wen?
> Gabi
> Genau da liegt das Problem... es muss sich rechnen. Nur für wen?
>
> > Gabi
Hi Gabi,
mein Beitrag war nicht ausschliesslich auf Dich gemuenzt (wuerde ich mir gar
nicht trauen, schliesslich liest Dein Mann ja auch mit ;-)). Mir ging es
mehr um die prinzipielle Art und Weise, wie das Tauchen heute gehandelt
wird. Aber um seinen Buddy, Guide oder TL anzuzeigen, dass man ein Problem
hat und auftauchen moechte, gibt es spezielle Zeichen unter Wasser. Und man
kann sich viele solcher (moeglichen) Situationen ersparen, wenn man halt
nicht in Urlaubslaune in ein unbekanntes Gebiet reist und sich dem Gefuehl
hingibt, ich war zwar jetzt lange nicht tauchen, aber ich habe ja bezahlt
und da habe ich ein Recht darauf, lebend wieder hochzukommen. Ein wenig
weiter sollte das Denken schon gehen. Schliesslich geht es um Dein Leben,
und da wird Dir die Verantwortung keiner abnehmen (wollen und koennen).
Ueber Ausbildungsvarianten moechte ich hier gar nicht weiter eingehen, soll
heissen, ob es sinnvoll ist einen Anfaenger bei Welle mit aufs Boot zu
nehmen, oder aehnliches.
Und aus Deinem letzten Satz spricht eigentlich die typische Denkweise von
Touristen (au, au). Oder meinst Du etwa, die Leute auf den Basen leben von
der Luft (oder Liebe)? Und weshalb sollte das ein Problem sein, ich denke,
da ist ein Markt, und der wird ausgebeutet. Wie in vielen anderen Sportarten
auch.
Oder wuerdest Du Deinen Tennislehrer angreifen, weil Du Dir beim Spiel den
Fuss gebrochen hast??
So, jetzt aber genug der Belehrungen :-))
allzeit Gut Luft
wuenscht
Markus
> Hi Gabi,
>
> mein Beitrag war nicht ausschliesslich auf Dich gemuenzt (wuerde ich mir gar
> nicht trauen, schliesslich liest Dein Mann ja auch mit ;-)). Mir ging es
> mehr um die prinzipielle Art und Weise, wie das Tauchen heute gehandelt
> wird. Aber um seinen Buddy, Guide oder TL anzuzeigen, dass man ein Problem
> hat und auftauchen moechte, gibt es spezielle Zeichen unter Wasser.
Ich kenne das mit den Zeichen durchaus. Aber ehrlich gesagt, nachdem ich den
anfänglichen Schreck über den Tauchplatz verloren hatte, fand ich den Tauchgang
sehr schön. Nur ich habe halt auf den ersten Metern heftige Züge aus der Flasche
genommen.Ich denke aber, bei dieser Diskussion geht es weniger um mich als um
die Sache selbst; und um die Tatsache, das ein Guide, der Checkup Taucher
betreuen soll, dieses auch tunlichst machen sollte. Nicht mehr und nicht
weniger.
> Und aus Deinem letzten Satz spricht eigentlich die typische Denkweise von
> Touristen (au, au). Oder meinst Du etwa, die Leute auf den Basen leben von
> der Luft (oder Liebe)? Und weshalb sollte das ein Problem sein, ich denke,
> da ist ein Markt, und der wird ausgebeutet. Wie in vielen anderen Sportarten
> auch.
Ach weisst du, ich bin selbst Unternehmer und gönne jeden Geld zu verdienen.
Allerdiings sollten dabei ein paar ethische Grundlagen eingehalten werden,
ebenso wie ein gewisses Verantwortungsbewußtsein. Natürlich will auch ich Geld
verdienen nur eben nicht "um jeden Preis".
> allzeit Gut Luft
ebenfalls von Gabi
>
>Ach weisst du, ich bin selbst Unternehmer und gönne jeden Geld zu verdienen.
>Allerdiings sollten dabei ein paar ethische Grundlagen eingehalten werden,
>ebenso wie ein gewisses Verantwortungsbewußtsein. Natürlich will auch ich Geld
>verdienen nur eben nicht "um jeden Preis".
>
>> allzeit Gut Luft
>
>ebenfalls von Gabi
Hi,
das ist schon starker Tobak, auch wenn es sicher in vielen Fällen
zutrifft, besonders Schnuppertauchen in grossen Gruppen gehört dazu.
Allerdings gibt es noch die andere Seite, es ist schon interessant zu
erfahren wie unangenehm ein Einsteiger werden kann wenn man ihm zu
vermitteln versucht was er noch zu veranstalten hat um als Taucher
ernstgenommen zu werden .... nach wenigen Sekunden sucht er sich
einfach eine Gruppe, die den gleichen Quatsch palavert und gut ists ..
Für die Tauchbasis kann Fürsorge auch Einnahmeverlust bedeuten ..
ich habe bisher hier nur mitgelesen, aber ich glaube, dieses Posting
bringt einiges auf den Punkt:
Die Katze beißt sich hier in den Schwanz. Auf der einen Seite verteufeln
einige hier die PAID-Ausbildung genau aus dem Grund, weil sie
unwissende, damit unmündige "Unterwasserschnorchler" hervorbringt.
Sprich: Taucher, die in der hellen, flachen, strömungsfreien warmen
Lagune den Automaten nicht aus dem Mund verlieren.
Auf der anderen Seite verlangen wir nun von genau so ausgebildeten
Tauchern, dass sie einen TG einschätzen und gegebenenfalls abbrechen
(gegen die Meinung des GUIDES = Halbgott!?!?!?) sollen. Das finde ich
extrem schwierig.
Frank, dich und Gabi beglückwünsche ich, dass ihr aus den Erlebnissen
etwas für euch gelernt habt und somit den Schritt vom
PAID-Unterwasserschnorchler zum Taucher gemacht habt. Ich denke in der
Anfängerzeit waren bei jedem von uns ein paar prägende Erlebnisse, die
sich im positiven Fall so ausgewirkt haben, dass wir uns entschlossen
haben, etwas dazuzulernen und nicht nur Kärtchen (egal welcher Art) zu
sammeln.
btw: mir fallen spontan eine blockierte 1. Stufe, mein erster
StrömungsTG und mein erster Versuch, mit ca. 15!! TG einen Tauchgang im
unbekannten Gewässer zu führen, wobei der Partner seinen 5. TG machte.
Immer gut Luft und no bubbles
Wolfgang
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http://www.nord-com.net/wolfgang.nick/start.htm
mailto:wolfga...@nord-com.net
das ist richtig, es gibt aber auch positive Beispiele. Hier einfach mal
2 aus unseren letzten Cluburlauben:
Malediven, 14 Taucher zwischen 70 und >>1000 TG, einige waren schon
einmal da. Diejenigen, die schon mal da waren, konnten am ersten Tag
nach Einweisung in Richtung Hausriff losziehen. Alle anderen "durften"
erst mal im 10m-Bereich (Sandboden) ein paar Übungen (Maske ausblasen,
Wechselatmung und Bleigurt auf die Unterschenkel legen, wieder anlegen)
machen und zeigen, dass sie halbwegs vernünftig tariert waren. Danach
ging es für uns los zum Hausriff. Diese Art Checkdive ist von jedem von
uns klar akzeptiert worden, egal wieviele TG wir hatten.
Corfu, 12 der 14 Taucher von oben: Der erste TG startete im
"Anfängergebiet". Der Guide hat uns erst mal beobachtet, wie wir uns
anstellten. Danach bekam dann jede Gruppe von uns das ok, auf eigene
Faust loszuziehen. Auf Übungen wurde verzichtet, IMHO aber nur deshalb,
weil einige von uns, auch die beiden Tauchlehrer, die dabei waren, schon
mehrfach dort waren.
Beide Tauchbasen leben allerdings zu einem nicht geringen Teil von
Stammgästen. Eine reine Hotelbasis, wo die Animateure die Tauchgäste
anschleppen müssen, hat es da natürlich schwerer.
Immer gut Luft und vernünftige Buddys
Wolfgang