Harry Huber wrote:
>
> Hallo ihr,
> eine Bekannte von mir hatte vor einigen Jahren2 mal einen
> Spontanpneumothorax.
[würde gerne tauchen]
> ist ein Pneumothorax eine absolute Kontraindikation?
Höchstwahrscheinlich!
Ich tauche mit leichtem allergischem Asthma und bin erst seit einigen
Monaten eine chronische Sinusitis los. Ich tauche also sozusagen an der
Grenze des medizinisch vertretbaren.
Ich würde mal sagen, dass ich ein gewisses Feeling dafür habe, was es
bedeutet bzw. bedeuten kann, UW Atemprobleme zu bekommen. Das ist im
besten Fall kein schönes Erlebniss und kann sehr schnell sehr tödlich
werden!
Entfernte Bekannte gehen noch etwas weiter. Ich tauche an Problemtagen
halt nicht - andere haben ausgefuchste Systeme, um UW Medikamente
einnehmen zu können. Ist zwar nicht meine Lunge, aber da heben sich
schon diverse Augenbrauen bei mir!
Ein Spontanpneumothorax ist da schon weit jenseits von gut und böse!
Für die Interessierten ohne Medizinlexikon: Auf irgendeine Art und Weise
dringt Luft in den Brustkorb, bringt die Druckverhältnisse durcheinander
und die Lunge kollabiert dadurch.
Und das UW? Deine Bekannte könnte genausogut auf dem Mond sein - Hilfe
wäre genausoschnell da! Ich würde die Frau noch keine 2 Meter tief
schnorcheln lassen.
Und es würde mich doch sehr wundern, wenn ein GTUEM-Arzt da was anderes
sagen würde.
--
humbly yours
Jens Schäfer
Jens.S...@aikyu.de
"Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung
des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem
apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht
assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!"
(Quelle: Unbekannt)
Hi,
das wird auch unter Ärzten kontrovers diskutiert.
Fakt ist, das eine Flossenschwimmerin einer Natianalmannschaft nach
einem Spontanpneu eine Tauchtauglichkeit bekam.
Nähers möchtest du bitte bei Dr. Lutz Hock, Berlin, Clayallee? erfragen
/ Verbandsarzt Tauchsportlandesverband Berlin im VDST)
Gruß
Matthias
> Und es würde mich doch sehr wundern, wenn ein GTUEM-Arzt da was anderes
> sagen würde.
Ohne jetzt die GTUEM pauschal zu diffamieren:
Mir kam neulich zu Ohren, daß die GTUEM auf Druck einer gewissen Fraktion
der HNOs nicht mehr das ist, was sie mal war. Ich gehe erstmal davon aus,
daß diese Info stimmt.
Jedenfalls: Wenn sich in der GTUEM Leute an einflußreicher Stelle befinden,
die es akzeptieren, Mitglieder zu haben, die TTU nach GTUEM ausstellen, die
in ihrer Praxis noch nicht mal ein Ergometer haben, die nicht durch ständige
Weiterbildung geschult sind, Belastungs-EKGs zu interpretieren, dann sollte
man sich lieber Ärzte suchen, die eine Untersuchung nach G 31 machen.
Sicherer ist besser, hätte mein Freund Karsten so einen Arzt gehabt, wäre er
heute noch unter uns!
Gruß
Joachim
Ist der jetzt nicht in Friedrichshain oder so? Die Druckkammer da
draußen (Clayalle) wenn ich mich recht erinnere, soll wohl nicht mehr
da sein.
> Gruß
> Matthias
Liebe Grüße Kerstin
--
Meine Seiten im Netz:
http://www.tauchtraeume.de
Hi Kerstin,
da magst du wahrscheinlich besser informiert sein.
liebe grüße
Matthias
Matthias Voss schrieb:
> das wird auch unter Ärzten kontrovers diskutiert.
und haengt immer vom Einzelfall ab.
Bei meinem Sohn hatten sich vor ca. zwei Jahren
aufgrund extremen Laengenwachstums in beiden
Lungenboegen grosse Lungenblaeschen gebildet.
Auf beiden Lungenseiten kam es innerhalb von ein
paar Wochen zu Spontanpneus mit anschliessender
OP. Den ausfuehrenden Chirurgen kennen wir gut, er
gehoert zur Familie.
Nach seiner Aussage ist _wahrscheinlich_ Tauch-
tauglichkeit gegeben. Diese Aussage wurde auch von
Dr. van Laack in einem Gespraech bestaetigt.
Allerdings haben beide darauf hingewiesen, das vor
einen weiteren Tauchkarriere entsprechende Untersuchungen
unbedingt noetig sind.
Allgemeine Aussagen sind hier sicher nicht zu treffen.
Gruss
Heinz Luebke
Hab das nur vor Ewigkeiten von seinem Bruder, glaube ich, gehört.
Aber wie gesagt, ist ne Ewigkeit her! Über zwei Jahre müssten das schon
sein.
Hab damals meine TTU beim Herrn Hock machen lassen. Und ne Weile danach
war die Abteilung da aufgelöst oder so.
Ich dachte, hier klinkt sich mal einer der "Buletten" :-) dazu ein und
kann genauere Infos machen.
Liebe Grüße (auch an die alte Heimat)
> Ohne jetzt die GTUEM pauschal zu diffamieren:
ohne jetzt die "G31-Ärzte" pauschal zu diffamieren:
> in ihrer Praxis noch nicht mal ein Ergometer haben, die nicht durch ständige
> Weiterbildung geschult sind, Belastungs-EKGs zu interpretieren, dann sollte
> man sich lieber Ärzte suchen, die eine Untersuchung nach G 31 machen.
ich hatte letztes Jahr eine G31, bei der der Arzt nicht mal in die Ohren
schaute. Ein tolles neues Ergometer hatte er aber...
G31 oder Untersuchung nach GTUEM sind doch nur Kurzbezeichnungen für den
Untersuchungsumfang bzw. im letzteren Fall auch der Nachweis für eine
gewisse Qualifikation. Über den Azt und seine Sorgfalt in der Praxis
sagen sie nichts.
IMHO deshalb: ob G31 oder GTUEM ist egal, so lange der Arzt gut ist und
Ahnung hat.
Marko
der heute gerade eine G31 von einem GTUEM-Arzt hat machen lassen
[diverses üebr GTUEM und G31]
Tach zusammen,
es nimmt mich doch schwer Wunder wie hier alle mit Vehemenz gegen die
diversen PAID-Orgs wettern und nicht muede werden auf eine solide
Ausbildung und eine persoenliche Eignung von TLs abzuheben und dann,
kaum kommen Aerzte ins Spiel den grossen Kotau vor irgendwelchen
Organisationen machen.
Die GTUEM ist auch nur ein Verein, der gegen viel Geld Brevets verteilt.
Mein GTUEM-Zettel "Taucherarzt" hat mit Kurs, Unterkunft und
"Brevtierungsgebuehr" rund 1500 Euro gekostet. Das erinnert auf fatale
Weise an die ganzen PAID-Brevets.
Ich hatte dabei noch Glueck und hatte einen Kurs bei der
Rebellenfraktion, die mehr wert auf fundierte Ausbildung als auf
abarbeiten der georderten Inhalte legt. Die Kurscurricula der GTUEM
lesen sich doch fast wie PAID-Handbuecher.
Aehnlich verhaelt es sich mit der G31, einer Untersuchung, die von den
Berufsgenossenschaften fuer Arbeiten unter Uebrdruck verlangt wird. Um
diese durchfuehren zu duerfen ist auch erstmal Geld seitens des
Arztes/der Aerztin noetig.
Beides will also erstmal wieder verdient werden. Es ist also nur
verstaendlich, dass es genug Kolleginnen und Kollegen gibt, die sich
solche Zettel anschaffen und dann damit Geld verdienen wollen.
Ergo sucht Euch eine Aerztin/einen Arzt, der genau das macht was Ihr
auch von Tauchern fordert: Fachwissen haben, nachdenken und mit
Augenmass handeln. Voellig unabhaengig von irgendwelchen Zetteln.
Es lebe das Sonderbrevet "eigenstaendiges Denken"
Gruesse
haj"o
--
Dr. med. Hansjoerg Waibel h.wa...@gmx.de
Odenwaldstr. 23 63322 Roedermark
Hoi Hanjoerg!
ich möcht dir für den Beitrag ehrlich danken.
Endlich mal einer, der das auch sagt.
;-)
harrY
Hoi Hanjoerg!