ich darf aus Copyrightgrᅵnden den Text hier nicht hineinkopieren, aber
empfehle das Lesen von Mirko Obermanns aktueller Kolumne in der
Unterwasser (Juli-Heft). Wer Mirko nicht kennt: Langjᅵhriger TL und
Inhaber/Manager einer Basis in Kroatien sowie der drei als diving.de
firmierenden Basen in ᅵgypten.
Irgendwie total bitter: Die "Taucher" auf den Basen erwarten, dass ihnen
rundum quasi der Arsch nachgetragen wird. Wo die Altgedienten dem
Basisstaff jedes Berᅵhren der eigenen Ausrᅵstung untersagen, lᅵsst sich
selbst die nach Logbuch/TG-Zahl erfahrene neue Generation das Gerᅵdel
zusammenbauen, demontieren, spᅵlen, wegrᅵumen und erwartet das auch noch
ganz selbstverstᅵndlich als Service. Diese neue Generation macht zwar
alle mᅵglichen Kurse und Kᅵrschen, begibt sich aber trotzdem zu 100 % in
die Obhut von Guides - wenn der warum auch immer mal ausfᅵllt, findet
keiner von denen mit Buddy zu Boot oder Einstieg zurᅵck.
Ob es bei den Freizeitseglern wohl irgendwann auch so kommt, dass ein
Gehilfe des Hafenmeisters per Zodiac rausfᅵhrt als Segelsetzer und nach
Rᅵckkehr als Segeleinpacker und Deckaufklarierer?
Gruᅵ Jo
Bitte WAS? Ich würde jedem, der mein Geraffel ungefragt anfasst,
zumindest anbieten, dass ich ihm die Finger breche, speziell beim
Regler. So weit kommt's noch.
Ciao,
Hannes
--
Hannes Deeken <h...@cool.de> Glenlivet @ IRCNet
If you didn't act on it, it wasn't a true emotion
> Bitte WAS? Ich w�rde jedem, der mein Geraffel ungefragt anfasst,
> zumindest anbieten, dass ich ihm die Finger breche, speziell beim
> Regler. So weit kommt's noch.
Richtig so, aber auch du bist die Minderheit! Ich zitiere mal aus einer
erhaltenen Mail von XY (langj�hriger und auch kopfsch�ttelnder
Basisleiter) in Ausz�gen:
"... Taucher fragen, wie das denn mit dem Equipment sei, wer es zusammen
baut, wer es auseinander baut und zum Boot bringt. Diesen Damen und
Herren kann man nicht mal einen Vorwurf machen, Sie haben es so gelernt,
meist auf den Malediven, und denken, dass dies �berall so sei."
War da nicht schon immer bei allen Verb�nden im Anf�ngerkurs ein bis
heute nicht gestrichener Ausbildungs- und Pr�fungspunkt, dass der
Kandidat eigenst�ndig sein Ger�t zusamenbaut, pr�ft und nach dem
Tauchgang auch sachgerecht demontiert und versorgt?
Aber so manches "goes the bach down", wie ich gestern erst wieder
erlebte am Nebentisch beim Brunch, wo drei gesellschaftlich nicht gerade
gering angesiedelte Herren Tischmanieren wie ein Schweineknecht hatten -
Marktnische f�r Restaurants, Leute anzustellen, die solchen Leuten die
Gabel zum Mund f�hren, damit deren Nase sauber bleibt?
Gru� Jo
Jo Warner wrote:
>
> Hannes Deeken schrieb:
>
> > Bitte WAS? Ich würde jedem, der mein Geraffel ungefragt anfasst,
> > zumindest anbieten, dass ich ihm die Finger breche, speziell beim
> > Regler. So weit kommt's noch.
>
> Richtig so, aber auch du bist die Minderheit!
die Minderheiten sterben nicht aus und so wenige gibt es auch nicht ;-)
> "... Taucher fragen, wie das denn mit dem Equipment sei, wer es zusammen
> baut, wer es auseinander baut und zum Boot bringt. Diesen Damen und
> Herren kann man nicht mal einen Vorwurf machen, Sie haben es so gelernt,
> meist auf den Malediven, und denken, dass dies überall so sei."
Angebot und Nachfrage regiert die Welt ;-) Als Basenleiter ist es
legitim sich gewisse Dinge bezahlen zu lassen und auf Nachfrage zu
reagieren.
> War da nicht schon immer bei allen Verbänden im Anfängerkurs ein bis
> heute nicht gestrichener Ausbildungs- und Prüfungspunkt, dass der
> Kandidat eigenständig sein Gerät zusamenbaut, prüft und nach dem
> Tauchgang auch sachgerecht demontiert und versorgt?
korrekt
> Aber so manches "goes the bach down"
stimme ich Dir vollständig zu. Hatten es am WE ueber die
Art und Weise der Online-Theorie bei Tauchausbildungen, dass keine
Tabellen mehr unterrichtet werden, Wechselatmung und und und.
Es hängt aber immer vom Einzelnen ab, was er aus dem ganzen
macht. Ob er sich seine Kärtchen kauft bzw. erwirbt, ob
er sich weiterentwickelt, nachfragt, tauchen geht...
Auch hier gibt es kein Schwarz und kein Weiss.
Ich bin froh, dass ich nicht mehr wie ich tauchen gelernt habe,
ohne Tariermittel tauche, keinen löchrigen Nassanzug mehr verwende,
keine Schwimmbadflossen und Gartenhandschuhe beim Tauchgang anhabe...
Ich tauche seit 20 Jahren und es hat sich in der Zeit einiges
getan und bei mir auch taucherisch verändert.
Trotz der "guten alten Zeit" gibt es immer noch genuegend Taucher,
die diese Zeit nicht miterlebt haben und die trotzdem
wissen was sie tun.
Gruesse Annerose
--
Mails bitte an mildenbergers at yahoo punkt com
FAQ von d.r.s.t unter http://www.moon-divers.net/drst-faq.html
> War da nicht schon immer bei allen Verbänden im Anfängerkurs ein bis
> heute nicht gestrichener Ausbildungs- und Prüfungspunkt, dass der
> Kandidat eigenständig sein Gerät zusamenbaut, prüft und nach dem
> Tauchgang auch sachgerecht demontiert und versorgt?
Also, genau so war es bei meinem (SSI-)OWD letztes Jahr im Robinson Club
Soma Bay. Jeder hat sein Zeugs selbst zusammen- und auseinandergebaut und
die Klamotten nach dem Tauchgang gespült und aufgehängt. Wenn's aufs
Boot ging, musste jeder seine Kiste selbst packen und zum Auto tragen.
Und wer seine Flasche stehen lies (statt sie hinzulegen), musste der TL
einen Kaffee ausgeben. Das hat wunderbar funktioniert.
Da hab ich offensichtlich echt Glück gehabt, wie es scheint. :-/
Es ist nach wie vor so - nur werden diese Standards leider nicht überall gelebt. Aber wo
keine/wenige Kläger, da keine/wenig Änderungen. Bekannte vor einiger Zeit mal darauf
angesprochen, da sie sehr unzufrieden mit ihrem ersten TL waren. Und nachdem ich zwei
Tauchgänge mit ihnen gemacht hatte war mir auch klar warum. Aber ich konnte sie nicht
davon überzeugen entsprechende Hinweise an den Verband zu senden.
Auch an einer Basis an der ich immer wieder mal aushelfe/mitarbeite ist nicht mehr
verschont von dieser sehr konsumorientierten Taucherspezies. Einfachste Dinge führen zur
Verzweiflung und das Fingerspitzengefühl für Ausrüstung und "Probleme" mit dieser ist
nicht vorhanden. Da wird mit einem Ohr in den Inflator reingekrochen und von einem
"deutlichen Abblasen" gesprochen, wenn es kaum warnehmbar blubbert - nur so als Beispiel...
Andererseits erlebe ich es dort aber, dass genau auf solche Dinge viel Wert in der
Ausbildung gelegt wird. Genauso um die Versorgung der eigenen Ausrüstung vor, während und
nach dem Tauchgang. Gleiches gilt auch für die Tauchgänge. Nicht alle brevetierten
Tauchgäste sind davon begeistert, aber muss ich jeden Taucher als Kunden haben? Klar, eine
gewisse Vorsicht sollte man walten lassen, aber ich finde als Basisleiter/-besitzer hat
man auch die Freiheit einige Anforderungen an die Gäste zu stellen.
Ich denke es gibt noch Hoffnung ;-)
> Gruß Jo
Gruß Daniel
Am Tue, 06 Jul 2010 11:12:10 +0200 schrieb Jo Warner:
> Unterwasser (Juli-Heft). Wer Mirko nicht kennt: Langj�hriger TL und
> Inhaber/Manager einer Basis in Kroatien sowie der drei als diving.de
> firmierenden Basen in �gypten.
Zumindest die Basis in Cres ist eine PAID Basis. Aha.
> Irgendwie total bitter: Die "Taucher" auf den Basen erwarten, dass ihnen
> rundum quasi der Arsch nachgetragen wird.
Erwarte ich nicht. Sch�n ist es wenn das Ger�del an Bord getragen wird,
zugegeben. Bei meinem bisher einzigen Aufenthalt in Kroatien mussten wir es
aber selber an Bord tragen. Und haben das nat�rlich auch gemacht.
> selbst die nach Logbuch/TG-Zahl erfahrene neue Generation das Ger�del
> zusammenbauen,
Sehr ungern, ich baue meine Sachen am liebsten selbst zusammen. Aber
manchmal sind die Jungs an Bord einfach zu schnell...
> demontieren, sp�len, wegr�umen und erwartet das auch noch
> ganz selbstverst�ndlich als Service.
Das mache ich lieber selber und erwarte das auch nicht als Service.
> Diese neue Generation macht zwar
> alle m�glichen Kurse und K�rschen, begibt sich aber trotzdem zu 100 % in
> die Obhut von Guides - wenn der warum auch immer mal ausf�llt, findet
> keiner von denen mit Buddy zu Boot oder Einstieg zur�ck.
Ach, in Kroatien gibt es auch Guides? Bei uns fuhr der Basenbesitzer das
Boot, machte ein Briefing und entliess uns dann mit einem "bis in einer
Stunde" ins Wasser.
Und das sage ich als PAID Anf�nger mit knapp 150 TG. Also so schlimm ist es
denke ich nicht. Der gute (mir unbekannte) Mirko �bertreibt in meinen Augen
ein wenig.
Gru�
Karl-Heinz
--
Linux is like a wigwam: no gates, no windows and
an apache inside!
Karl-Heinz[EMailadressen-Trennungszeichen]khprotzer.de
Habe deine Sichtweise der Dinge gerade erst kürzlich (bei anderen
Tauchern) erleben dürfen...
diverhans schrieb:
> Die "Neuen" tauchen "Nullzeit" mit EAN33 in Mono80cuft an einem Wrack
> das auf 48m liegt, mit Grundzeit ca. 21min. und Gesamttauchzeit 29min.!
Huch, p02 1,9 und 15 min Deco schlabbern...
Ist das neues Hardcore-tauchen? Den Sicherheitsstopp könnte man ja dann
auch noch kassieren...
Gruß
Klaus
Nun ja, es kamen Leute tatsächlich aus 47m Tiefe und man brachte ihnen
jeweile eine 80cuft von Bord ... auf'm sogenannten Sicherheitsstop.
Dabei hatte der eilende/sprintende Guide nur eine (i.W.: eine) Flosse
angezogen. *lol*
> Ist das neues Hardcore-tauchen?
Nöö, nennt sich schlicht und ergreifend: dumm, dümmer, am dümmsten oder
anders: sie haben es (offensichtlich) nicht anders gelernt.
> Den Sicherheitsstopp könnte man ja dann
> auch noch kassieren...
Nöö, da sieht das PAID Notfallprogramm doch folgendes vor: Auf
"Sicherheitsstop" Flasche leer atmen (oder so; ich muß da nochmal
nachbläddern)! Das taten die Jünger dann ansatzweise auch. *lol*
Na ja, wat soll's...
> Nun ja, es kamen Leute tatsächlich aus 47m Tiefe und man brachte ihnen
> jeweile eine 80cuft von Bord ... auf'm sogenannten Sicherheitsstop.
> Dabei hatte der eilende/sprintende Guide nur eine (i.W.: eine) Flosse
> angezogen. *lol*
Moin Rene,
hast du davon ein Video? Krass!
> Nöö, nennt sich schlicht und ergreifend: dumm, dümmer, am dümmsten oder
> anders: sie haben es (offensichtlich) nicht anders gelernt.
Wie wird denn heutzutage gelernt? Kurzzeitspeicher füllen, Prüfungsbogen
ankreuzeln, Brevet kriegen, alles wieder vergessen. Das ist
intellektueller Darwinismus, die Blödesten werden irgendwann aus dem
Genpool entfernt.
> Nöö, da sieht das PAID Notfallprogramm doch folgendes vor: Auf
> "Sicherheitsstop" Flasche leer atmen (oder so; ich muß da nochmal
> nachbläddern)! Das taten die Jünger dann ansatzweise auch. *lol*
Da fällt mir der Satz eines ägyptischen Basisleiters ein - neue Taucher
wachsen auf Bäumen nach.
Gruß Jo
Ist die moderne Form, die Rentenkasse zu entlasten :-)
Gruß, Michael
> Ist die moderne Form, die Rentenkasse zu entlasten :-)
Hmhmm .. aber nich' die "Krankenkasse; ein anderer hat 'ne
Druckkammerfahrt verordnet bekommen...
:-/
Na ja, wat will man erwarten... von Tauchern, die nach 5 Freiwasser-TG's
sich "zertifizierte, autarke Taucher" oder nach 5 Monaten und etwa 160
TG's divemaster und(!) TL-Anwärter nennen dürfen und an den PAID-Gott
glauben - ihm quasi ewige Treue geschworen haben (auch soetwas habe ich
gehört).
okay, over and out
> Na ja, wat will man erwarten... von Tauchern, die nach 5 Freiwasser-TG's
> sich "zertifizierte, autarke Taucher" oder nach 5 Monaten und etwa 160
> TG's divemaster und(!) TL-Anwärter nennen dürfen und an den PAID-Gott
> glauben - ihm quasi ewige Treue geschworen haben (auch soetwas habe ich
> gehört).
Moin Rene,
du hast eine 1 zu viel getippt! Divemaster sind manche schon mit 60 TG.
Krasser sind aber diejenigen, die nach drei Urlauben 15 TG haben, ein
diep deif-Kartchen kauften und auf 40 m dürfen, wobei ihnen den * mit
250 TG aus 18 m zugucken darf.
Gruß Jo
Warum schimpft ihr eigentlich nur über die Taucher, die es halt im Zweifel
nicht besser wissen, und nicht über die Tauchlehrer, die ihnen das so
beibringen?
> Warum schimpft ihr eigentlich nur über die Taucher, die es halt im Zweifel
> nicht besser wissen, und nicht über die Tauchlehrer, die ihnen das so
> beibringen?
Moin,
heißes Thema! Wenn du mal in die Szene guckst, gibt es eine absolute
Massenproduktion vor allem von PAID-Instructoren. Dann gibt es eine
bezogen auf reale Markterfordernisse absolute Überschwemmung des Globus
mit Tauchschulen. Weiterhin gibt es Aktionäre, die auf hohe Dividenden
schielen, also müssen die PAID-Firmen massenweise Brevetierungen
produzieren, und auch noch mehr Instructoren als Multiplikatoren, damit
irgendwann jeder Erdenbürger mindestens ein Stück Plastik von ihnen besitzt.
Dann guck dir den Tauchschulenmarkt an. Die machen sich doch gegenseitig
durch Kurse zu Dumpingpreisen kaputt, weil es zu viele gibt. Wenn bei
einer Basis auf einer Kanareninsel in einem eigentlich urlauberstarken
Monat der Kompressor mit 300 l/min lediglich auf 3 Betriebsstunden
kommt, sind das 27 gefüllte Flasche je 10 Liter, mit Restdruck
vielleicht 40. Es wurden aber 6 OWDs brevetiert und der Basisleiter hat
einen Assi.
Dann kommt der Faktor Tauchschüler. Kann gerade mal als
Schwimmfähigkeiten advanced Seepferdchen vorweisen, kommt heutzutage
fast nie mehr aus einer mehrjährigen Schnorchelvorgeschichte, kennt aber
Werbung "alles ganz easy, alles nur fun". Da er total ahnungslos ist,
kann ihm die Tauchschule, böse gesagt, den allerletzten Müllkurs
vorsetzen. Er merkt es nicht, weil er eben gar keine Vorkenntnisse hat
und damit auch keinerlei Beurteilungskriterien, ob er fü sein Geld Müll
oder Qualität bekam.
Faktor Tauchschüler Klappe zwei: Denen kannst du, gerade im Urlaub, aber
auch zu Hause, gar keinen Kurs über 6 intensive Kurstage mehr anbieten.
Die wollen ganz schnell und ganz einfach ihr Kärtchen haben und dann am
liebsten sofort Walhai & Co sehen. Der Trainingsbegriff ist da ebenso
negativ belegt (riecht nach Arbeit, Schweiß, Schinderei) wie der
Dekobegriff.
Die Tauchschule sieht erstmal ihr Bankkonto, den Pachtvertrag, den
Kreditvertrag, also muss Geld ran. Gerade bei Auslandsbasen ist der
Tauchkurskunde ein Durchlaufposten, der vermutlich nicht wiederkommt,
wozu also viel Mühe machen? Kunde ist da, also mit Aufwandminimierung
einen Kurs verkaufen. Und das Qualitätsmanagement der PAID-Verbände
kannst du vergessen, die interessieren nur die Zahlen!
Der Tauchlehrer ist primär derjenige, der seine wackelige Existenz
retten will. Sein PAID-Verband macht es ihm leicht und sein Schüler noch
leichter.
Gruß Jo
Ja, klar. Ich will ja auch nicht sagen, dass der Schüler unbeteiligt
an der Misere ist. Mir stiess grad nur ein wenig auf, dass _nur_ auf die
Schüler geschimpft wurde. Ich seh halt an allen Ecken, dass die Qualität
der jeweiligen Ausbildung primär vom Tauchlehrer abhängt und dann erst
von weiteren Faktoren.
Aber das ist halt in allen Bereichen so: Inhaltliches Interesse &
Engagement und die Notwendigkeit, Geld zu verdienen, stehen halt oft in
Konkurrenz zueinander :-/
> Ich seh halt an allen Ecken, dass die Qualität
> der jeweiligen Ausbildung primär vom Tauchlehrer abhängt und dann erst
> von weiteren Faktoren.
>
> Aber das ist halt in allen Bereichen so: Inhaltliches Interesse &
> Engagement und die Notwendigkeit, Geld zu verdienen, stehen halt oft in
> Konkurrenz zueinander :-/
Natürlich hängt die Ausbildungsqualität vom Tauchlehrer ab. Auch bei
PAID gibt es welche, die sehr gute und gründliche Arbeit machen.
Diejenigen, die sowas nebenbei, ohne Existenzzwang und mit gewissem
Idealismus machen, liefern ohnehin meist viel bessere Ausbildungen. Da
kann die Branche noch so viel auf angeblich unprofessionelle
Theoriekurse am heimischen Esstisch oder auf Garagen als Materialdepot
schimpfen.
Andersrum ist es schon erstaunlich, wie viele vollgewerbliche Schulen
bei uns in den kalten Seen mit der Octopus-Konfiguration ausbilden und
die Absolventen dann bei Fragen zu eigener Ausrüstung u. a. bei t.net
aus allen Wolken fallen, wenn auf zwei getrennte Systeme hingewiesen
wird. Kennen sie nicht, nie gesehen, nie benutzt, im Kursvideo aus der
warmen Karibik kam das nicht vor, vom deutschen Tauchlehrer nie adaptiv
ergänzt.
Gruß Jo
Jo Warner wrote:
> Andersrum ist es schon erstaunlich, wie viele vollgewerbliche Schulen
> bei uns in den kalten Seen mit der Octopus-Konfiguration ausbilden
nicht nur vollgewerbliche Schulen bilden hier in Deutschland mit
einer Oktopus-Konfiguration aus
> Andersrum ist es schon erstaunlich, wie viele vollgewerbliche Schulen
> bei uns in den kalten Seen mit der Octopus-Konfiguration ausbilden und
> die Absolventen dann bei Fragen zu eigener Ausrüstung u. a. bei t.net
> aus allen Wolken fallen, wenn auf zwei getrennte Systeme hingewiesen
> wird. Kennen sie nicht, nie gesehen, nie benutzt, im Kursvideo aus der
> warmen Karibik kam das nicht vor, vom deutschen Tauchlehrer nie adaptiv
> ergänzt.
Da sind wir wieder beim finanziellen Aspekt. 2 Regler pro Schüler +
Doppelventil an der Flasche kostet Geld. Und den Schülern erklären, wie
man das eigentlich richtig macht, es dann aber selbst nicht tun, geht
halt auch nicht.
Ciao,
Hannes, noch mit Octopus unterwegs ;-)
Nur weil der Versager es nie geschafft hat, einen vernünftigen
Tauchbetrieb zu gestalten, schimpft er auf alle, die im Tauchgeschäft
Erfolg haben, egal ob bei PADI, SSI oder CMAS.
Man kann also auflisten:
Als Meeresbiologe versagt - muss als Aushilfslehrer an der Abendschule
jobben
Als Tauchlehrer versagt - seine Kurse besucht kein Mensch mehr
Als Kapitän versagt - sein Schiff ging unter
Als Tauchbasis versagt - Fördetaucher gibt es noch, aber ohne Warner
Als Reiseveranstalter versagt - seine Safaritouren wahren nur Nepp und
Betrug
Aber als Forenschreiber ein toller Held. Viele Tausend Beiträge in zig
Foren, das mach ihm so schnell keiner nach.
Warner, du bist eine Schande für den Tauchsport und für alle
Meeresbiologen.
Armes taucherlein! Musst dich mal wieder in deiner Lieblingsbucht
entspannen, anstatt Mäuse zu vertreiben oder versteckt per Mailadresse
für eine Fußpilzcreme zu werben.
Grüße
Lea
nicht unmittelbar auf Deinen Beitrag, nur mal allgemein:
Du kennst mich...
OWD:
In der Therorie: EN250, Kaltwasser, Vorgänge zur Vereisung, 2
Atemregler, 2 Ventile, Notfallmanagement.
Übungen: ablasender Automat, OOA, WA, OA, Zusammenbau von getr. Systemen....
Im Freiwasser: Aufstiege m. WA OA sim. Dekostops...
Warum _muss_ ich dann noch mit 2 getrennten Automaten in 0.. 10m
Wassertiefe im Sommer tauchen, wenn meine Eisberge und die Apekse noch
nie abgeblasen haben?
Ich finde es nicht richtig, wenn hier in Jo`s Manier Bashing betrieben
wird. Besonders bedenklich finde ich, wenn jemand über den Dorn im Auge
anderer meckert....
LG
Jörg
--
Die neuen Knips-Fotos aus dem Urlaub:
http://www.notabstieg.de/egypt-3-2010/index.html
Joerg Hahn wrote:
> Warum _muss_ ich dann noch mit 2 getrennten Automaten in 0.. 10m
> Wassertiefe im Sommer tauchen, wenn meine Eisberge und die Apekse noch
> nie abgeblasen haben?
in dem Tiefenbereich hatte ich im April schon einen Vereiser ;-)
Die Schueler ahmen nach. Woher wissen sie dann, dass es tiefer schon
nuetzlich sein, kann, 2 Automaten dabei zu haben.
Ich hatte durch die Oktopusvariante 97 einen Beihnahetauchunfall.
So nebenbei haben Guenter und ich auch schon Taucher wegen der
Oktopusgeschichte hochgebracht.
Für sind im Kaltwasser 2 getrennte Automaten Standard.
Gruesse Annerose
Lea, wer bist du, die scheinbar auch mit einer vertriebenen Maus was
anfangen kann? Ein schillerndes Spiegelbild bist du jedenfalls nicht :-)
Gern auch per Mail, die genannte Adresse von mir ist gültig und wird
gelesen.
LG Jo
Annerose und Guenter Mildenberger wrote:
> in dem Tiefenbereich hatte ich im April schon einen Vereiser ;-)
Und das war auch der Temperaturbereich, wo man mit OWD-Schülern mehr als
ne halbe Stunde ins Wasser geht?
> Die Schueler ahmen nach. Woher wissen sie dann, dass es tiefer schon
> nuetzlich sein, kann, 2 Automaten dabei zu haben.
Wie ich schon schrubte: Theorie, praktische Übung und alles schon mal im
Kurs erleben.
> Ich hatte durch die Oktopusvariante 97 einen Beihnahetauchunfall.
Mit OWD-Schülern? Im Tauchkurs? Mit Tauchkurs-Wasser?
> So nebenbei haben Guenter und ich auch schon Taucher wegen der
> Oktopusgeschichte hochgebracht.
So nebenbei hab ich schon Leute mit Ansage verunfallen gesehen.
Die wussten das definitiv besser. Vorher.
> F�r sind im Kaltwasser 2 getrennte Automaten Standard.
Für mich wäre Standard, daß ich nicht mit OWD-Schülern in Kaltwasser gehe.
Unter 16 Grad ist eh zu kalt für nass. Und ansonsten kann man 2
Automaten halt neu diskutieren.
Es ging mir nur um das unterstrichene "Muss" und als ob das eine gute
Ausbildung ausmacht.
Lg
> nicht nur vollgewerbliche Schulen bilden hier in Deutschland mit
> einer Oktopus-Konfiguration aus
>
> Gruesse Annerose
>
Hi Annerose,
nun, im Uferbereich mit Grund bei max. 10m, über der Sprungchicht, sehe
ich keine Notwendigkeit *für den Schüler* mit zwei ersten Stufen.
Der Ausbilder allerdings *muss* nach VDST-Standard zwei getrennte
Automaten (neuerdings mit 150cm Long Hose) haben.
Dadurch wird zwangsläufig der Sinn der redundanten Ausrüstung dem
Schüler vermittelt und er kann bei eigener Anschaffung der Ausrüstung
sich die richtige Prioritätenliste erstellen (z.B. zweite 1. Stufe vor
dem TC).
LG
Klaus
--
Tauchen ist kein Sport - sondern ein Zustand
Im Kaltwasser sind 2 Automaten ein absolutes muss, oder soll ich an
einem Automaten neben zwei 2. Stufen, meinem Inflator auch noch den
Inflator für meinen Trocki anschließen?????? Irgendwie grotesk diese
Vorstellung.
LG Unke
> Mit OWD-Schülern? Im Tauchkurs? Mit Tauchkurs-Wasser?
> Für mich wäre Standard, daß ich nicht mit OWD-Schülern in Kaltwasser gehe.
> Unter 16 Grad ist eh zu kalt für nass.
Moin Jörg,
was ist denn Tauchkurs-Wasser? Und war nicht die maximale OWD-Kurstiefe
18 m? Gibt es nicht auch TLs, die bereits im Trocki oder mindestens HT
ausbilden?
Thermische Sprungschichten sind nicht immer erst bei > 10 m.
Außerdem haben Anfängerschüler oft einen deutlich höheren Luftdurchsatz
pro Minute, da sind Vereiser noch wahrscheinlicher.
Und schließlich gilt beispielsweise in Hemmoor eine _generelle_ Pflicht
für zwei getrennte Systeme, dies auch, wenn man nur zur Plattform auf 6
m will.
Gruß Jo
Jetzt lass ich mal die Tauchschüler aussen vor und nehm einen meiner
letzten Tauchgänge:
- Maximale Tiefe 8.2m
- Durchschnittliche Tiefe 5.3m
- Tiefste Wassertemperatur 16°C
- Oberhalb der Sprungschicht >= 20°C
Warum sollte ich da unbedingt mit 2 Reglern tauchen?
Nicht falsch verstehen: ich will auf keinen Fall behaupten, dass 2
Regler übertriebener Unsinn sind. Die Anschaffung eines 2. Reglers ist
fest geplant, dito die Flasche mit Doppelventil.
Aber so, wie das hier teilweise präsentiert wird, könnte man den
Eindruck haben, dass man sofort und spontan ertrinkt, wenn man sich
wagt, mit einer nicht redundanten Konfiguration ins Wasser zu gehen ;-)
Ciao,
Hannes, neugierig
ich glaube, daß wir hier ein generelles, gesellschaftliches Problem haben.
Wir entwickeln uns zu einer Spaßgesellschaft in der die große Masse ohne
eigenes zutun unterhalten werden will. Wenn man sich schon mal von der
Glotze wegbewegt und sich aufrafft etwas zu tun, dann soll das nicht
anstrengen. Zur Not kostet es eben etwas mehr die Anstrengung zu
vermeiden. Auch im Fitness-Center laufen Typen rum, deren Designer
Outfit noch keinen Tropfen Schweiß gesehen hat. Hauptsache man kann in
Gesprächsrunden mitreden. Das geht auch ohne Ahnung und wenn man das
Fachvokabular beherrscht fällt es auch gar nicht so schnell auf, daß man
keine Ahnung hat.
Aber wie kann man einer gesellschaftlichen Entwicklung entgegenwirken?
Eigentlich nur durch eigenes, vorbildliches Verhalten.
Euch allen ein schönes Tauchwochenende!
Axel wrote:
> Im Kaltwasser sind 2 Automaten ein absolutes muss,
Wo habe ich das angezweifelt?
Ich habe lediglich meine Zweifel angemeldet, daß man am _immer_ am
Vorhandensein des 2. Automaten beim OWD-Schüler erkennen kann, ob es
sich um eine lausige Ausbildung handelt.
Grüße
> Aber so, wie das hier teilweise präsentiert wird, könnte man den
> Eindruck haben, dass man sofort und spontan ertrinkt, wenn man sich
> wagt, mit einer nicht redundanten Konfiguration ins Wasser zu gehen ;-)
Es geht um die besagte Vorbildfuntion.
Wir sind in Hemmoor vor ca. 30 Jahren auch mit einem $cubapro R190 auf
50m gewesen ohne daß der vereiste oder wir ertrunken sind. Aber wir
hätten mit dem Automaten auch problemlos einen Aufstieg mit
Wechselatmung und zur Not auch ohne Luft mit 8-10m pro Minute
hinbekommen. Da liefen dort aber auch noch keine Spaßtaucher rum.
Wenn mich aber heute ein Anfänger ins Wasser gehen sieht, dann sieht der
mich und meine Ausrüstung. Meine Qualifikation und Erfahrung sieht er
mir nicht an. Also gehe ich möglichst mit vorbildlicher Ausrüstung ins
Wasser.
Gruß, Herbert.
> Der Ausbilder allerdings *muss* nach VDST-Standard zwei getrennte
> Automaten (neuerdings mit 150cm Long Hose) haben.
Der lange Schlauch ist noch kein Standard, sondern eine Empfehlung.
War jedenfalls beim letzten Ausbilderseminar im April noch so.
Gruß, Herbert.
Rhabarber rhabarber,
Natürlich gibt es das alles, aber das _muss_ nicht sein.
Ich finde es nur überzogen, wenn der Schüler _immer_ _überall_ getrennte
AR haben _muss_. UND man aus dem Muss die Qualität des Tls ablesen
könne. Nicht mehr habe ich versucht anzumerken.
Ich halte es für überzogen, mit getrennten AR ins Wasser zu gehen, wenn
man mit ordentlicher Oktopuskonfiguration im Sommer bei passenden Rahmen
ausbildet.
Wenn andere Bedingungen herrschen, muss man eben angepasst reagieren.
Ich habe oben mal meine und Deine Zitate stehen gelassen.
Hältst Du meine Ausbildungsfähigkeiten und Kenntnisse für so schlecht,
daß Du solche Beispiele heranziehst? Oder anders: Für wie doof hälst Du
mich?
Ich wiederhole mich, und sage es noch deutlicher:
Durch das zwanghafte Benutzen der 2 AR bei allen AusbildungsTG auf die
Qualität zu schliessen, ist ... mit Verlaub ... Quatsch.
Grüsse
Jörg
Hannes Deeken wrote:
>
> - Maximale Tiefe 8.2m
> - Durchschnittliche Tiefe 5.3m
> - Tiefste Wassertemperatur 16°C
> - Oberhalb der Sprungschicht >= 20°C
>
> Warum sollte ich da unbedingt mit 2 Reglern tauchen?
Eben. Sag ich doch.
Nur: Du musst generell immer einen Plan B haben, auf den Du
zurückfallen kannst, egal ob die obigen Parameter jetzt pillepalle wären
oder nicht.
Und das Problem von dem z.B. hier erwähnten Hemmoor ist, daß Taucher da
gerne ihre Grenzen und Pläne überschreiten, OHNE sich vorher über
neudeutsch Bailout, Plan B etc. und Konsequenzen auf Fähigkeiten und
Konfiguration zu machen. Mit fatalen und z.T. letalen Folgen.
> Nicht falsch verstehen: ich will auf keinen Fall behaupten, dass 2
> Regler übertriebener Unsinn sind. Die Anschaffung eines 2. Reglers ist
> fest geplant, dito die Flasche mit Doppelventil.
Brav.
> Aber so, wie das hier teilweise präsentiert wird, könnte man den
> Eindruck haben, dass man sofort und spontan ertrinkt,
Genau genommen musst Du bei Oktopussystemen _mehr_ Tauchfähigkeiten
beherrschen als mit 2 getrennten System. Aber das wird im Anfängerkurs
genau meist nicht oder verdreht vermittelt.
lg
Das hab ich jetzt nicht extra erwähnt, sorry. Mein Plan B ist meine
Lieblings-Buddyline (aka beste Ehefrau von Welt), die
größenordnungsmässig 1 Armlänge von mir weg auf gleicher Höhe taucht.
Das trainieren wir grad bei jedem Tauchgang.
> Und das Problem von dem z.B. hier erwähnten Hemmoor ist, daß Taucher da
> gerne ihre Grenzen und Pläne überschreiten, OHNE sich vorher über
> neudeutsch Bailout, Plan B etc. und Konsequenzen auf Fähigkeiten und
> Konfiguration zu machen. Mit fatalen und z.T. letalen Folgen.
Das tun sie aber auch mit 2 Reglern, oder? ;)
> Genau genommen musst Du bei Oktopussystemen _mehr_ Tauchfähigkeiten
> beherrschen als mit 2 getrennten System. Aber das wird im Anfängerkurs
> genau meist nicht oder verdreht vermittelt.
Im Schnellbleich-Kurs am Urlaubsort wird es im Zweifel gar nicht
erwähnt, weil gar keine Zeit dafür ist. Gut, der Urlaubstaucher
braucht's auch nicht.
Ciao,
Hannes
Herbert Kiesewetter wrote:
> Es geht um die besagte Vorbildfuntion.
Das Argument ist völlig ok und nachvollziehbar.
Aber auch da muss ich mal ne Urlaubskonfiguration zeigen.
Vollends zur Farce gerät es dann, wenn Eisberge oder Wassergötter mit
Oktopus offiziell gedisst werden und die Protagonisten mit 2 S9ir0 Club
ins Wasser gehen
LG
Jörg
ß, Herbert.
Hannes Deeken wrote:
> Das hab ich jetzt nicht extra erwähnt, sorry. Mein Plan B ist meine
> Lieblings-Buddyline (aka beste Ehefrau von Welt), die
> größenordnungsmässig 1 Armlänge von mir weg auf gleicher Höhe taucht.
> Das trainieren wir grad bei jedem Tauchgang.
Das ist ein Punkt. Gibt aber noch mehr Punkte.
> Das tun sie aber auch mit 2 Reglern, oder? ;)
Ja und nein. Ich bin nicht _der_ intime Kenner des Unfallgeschehens in
Hemmoor vor und nach der Einführung dieser Regel. Aber es scheint mir,
daß die Leute, die überrascht sind von der Regel durchaus den Sinn derer
erforschen und darüber zu Erkenntnissen gelangen, die nachhaltig
zumindest die Todesfälle senkt.
> Im Schnellbleich-Kurs am Urlaubsort wird es im Zweifel gar nicht
> erwähnt, weil gar keine Zeit dafür ist. Gut, der Urlaubstaucher
> braucht's auch nicht.
Wen der hier mal tauchen geht, ... doch.
Grüße
> Hältst Du meine Ausbildungsfähigkeiten und Kenntnisse für so schlecht,
> daß Du solche Beispiele heranziehst? Oder anders: Für wie doof hälst Du
> mich?
Moin Jörg,
du bist doch auch einer von denen, die wissen, wovon sie ihr Brötchen
kaufen, wenn mal keine Tauchschülerrudel auf der Matte stehen! Und die
aktuelle Hite dürfte sogar umsatzfördernd sein :-)
Du speziell warst nicht gemeint, aber es gibt doch genug
Vollgewerbe-Tauchschulen, die einfach darauf angewiesen sind, ohne
Rücksicht auf kaltes Wasser fast ganzjährig Anfänger auszubilden. Und
bei vielen von denen ist die Finanzdecke wohl so dünn, dass selbst bei
vorhersagbar kaltem Wasser die Octopuskonfiguration gewählt wird, weil
andere Schulungsausrüstung gar nicht vorhanden ist.
Im globalisierten Kursvideo kommt kaltes Wasser gar nicht vor. Und für
die kursortadaptierte Ergänzung incl. Erklärung müsste sich Herr/Frau
Instructor bemühen, im "Theorieunterricht" mehr zu tun als den
DVD-Spieler zu starten.
Gruß Jo
Herbert Kiesewetter schrieb:
> Der lange Schlauch ist noch kein Standard, sondern eine Empfehlung.
> War jedenfalls beim letzten Ausbilderseminar im April noch so.
Auf der BTSV Ausbildertagung im Mai ist der lange Schlauch als Muss
referiert worden (man hat sich sogar auf die Länge von 150cm als Maximum
für Sporttaucherausrüstung kaprizert). Wobei die Schlauchführung noch
nicht entgültig festgelegt ist: Immer noch wurde die seltsame
Möglichkeit, eine Schlaufe an der Flasche zu befestigen, als Alternative
genannt.
Grüße
Klaus
Natürlich. Aber das war bei besagtem Tauchgang mein Plan B.
Meine Apnoe-Fähigkeiten trainier ich jeden Freitag im Schwimmbadtraining
unseres Tauchclubs. Und ansonsten seh ich auch zu, dass ich mein Wissen
und meine Fähigkeiten immer erweitere ;)
> > Das tun sie aber auch mit 2 Reglern, oder? ;)
>
> Ja und nein. Ich bin nicht _der_ intime Kenner des Unfallgeschehens in
> Hemmoor vor und nach der Einführung dieser Regel. Aber es scheint mir,
> daß die Leute, die überrascht sind von der Regel durchaus den Sinn derer
> erforschen und darüber zu Erkenntnissen gelangen, die nachhaltig
> zumindest die Todesfälle senkt.
Hmpf, ich sollte mich weniger knapp fassen. Ich meinte eigentlich, dass
2 Regler zwar notwendig, aber nicht hinreichend sind, um die Taucher vor
Unheil zu bewahren, wenn sie Mist bauen.
Natürlich sinken die Unfallzahlen, wenn man die Leute aktiv daran
hindert, besagten Mist zu bauen (in diesem Fall: mit einem Regler ins
Wasser gehen).
Is ja auch wurscht, wir sind uns ja eigentlich einig ;)
>
>> Im Schnellbleich-Kurs am Urlaubsort wird es im Zweifel gar nicht
>> erwähnt, weil gar keine Zeit dafür ist. Gut, der Urlaubstaucher
>> braucht's auch nicht.
>
> Wen der hier mal tauchen geht, ... doch.
Dann ist er kein Urlaubstaucher mehr. Per definitionem :>
Hallo Hannes,
also mal ganz provokativ gesagt, du warst Tiefschnorcheln.
Da bricht man doch eigentlich nix an Aurüstung außer Flasche und Lungi.
Und damit meine ich, das man da wirklich nicht mehr an Technik braucht.
Ich habe den Eindruck, und ich tauche jetzt nicht erst seit gestern, das
hier immer mehr die Technik die ineren Ängste beruhigen soll.
Man, wenn ich dran denke, was für Tauchgänge wir mit heutzutage verpönten
Konfigurationen gemacht haben, und da war nix mit vereisen oder so. Und da
war auch locker Eis auf dem Teich!
Aber heutige Automaten sind anscheinend wie eine Diva. Man sollte froh sein
wenn sie nicht während des Tauchganges auseinanderfallen oder sich
auflösen. Ich halte es immer noch so, das man einen guten Automaten daran
erkennen kann, das man ihn in der Wüstensand werfen kann, mit nem Bulli
düberfahren und nach dem Ausspülen ohne Bedenken auch einen 40+ Tauchgang
machen kann. Aber heutige Mimöschen schieben dir zwar die Luft fast von
selber in den Mund, aber sobald es etwas knapp auerhalb der Spezifikation
ist, dann ist das Ding kaputt.
Und es wird sicher so sein,das, wenn man doch auf sein tolles Zweitsystem
angewiesen ist, der Automat nicht vereist ist weil er kein Wolmützchen auf
hatte, sondern weil ein paar Tropfen Wasser in der Flasche ihn blockiert
haben genau wie dann das Zweitsystem. Oder man hat schlechte Luft in der
Flasche, (ist mir schon passiert) was ist dann? Also entweder Paranoia und
dann rchtig, also zwei komplette getrennte Systeme die unterschidlich
konfiguriert sind und an unterscheidlichen Kompressoren gefüllt wurden usw.
usw. oder aber man hat die Freiheit hier immer noch seine Erfahrung und
seine Kompetenzen einzubringen.
Vereiser unter Wasser ist, für mich ein Szenario was ich irgendwie noch
nicht erlebt habe, aber vielleicht genau deshalb weil ich davor keine Angst
habe.
Tauchen findet zu über 80% im Kopf statt, das darf man nie vergessen.
Grüße
Oliver
Am 08.07.2010 18:10, schrieb Joerg Hahn:
>
> Für mich wäre Standard, daß ich nicht mit OWD-Schülern in Kaltwasser gehe.
> Unter 16 Grad ist eh zu kalt für nass.
Weichei (SCNR), bei der Sichtweise hätte ich ja nie tauchen lernen
dürfen.... Wasser hat doch nur 2 Zustände: Warm oder hart!
Im September bin ich mal wieder bei dir in der Gegend, vielleicht
schaffe ich es mal bei dir reinzuschauen.
Gruß aus Ostwestfalen
Uwe H.
LG
Hannes Deeken wrote:
>> Wen der hier mal tauchen geht, ... doch.
>
> Dann ist er kein Urlaubstaucher mehr. Per definitionem :>
Ja, schon. Nur ... die Junx bekommen einen Tauchkurs verkauft und kein
Urlaubstauchkurs. Das würde es relativieren.
> Aber wie kann man einer gesellschaftlichen Entwicklung entgegenwirken?
Moin,
dazu müsstest du erst einmal eine sehr breitbandige und veränderte
Wahrnehmungsfähigkeit in der Gesellschaft erzeugen, und das wird kaum
gelingen. Die Spaßgesellschaft fast ohne Gegenleistung, aber bitte mit
hochtragend benannten Zertifikaten/Zeugnissen, beginnt doch schon in der
Grundschule. Wo Realschulabschluss draufsteht, ist im Besitzerkopf des
Papiers noch lange nicht sinnerfassendes Lesen, verständliche Texte
verfassen können oder Grundrechenarten beherrschen drin, aber simsen und
twittern können sie alle.
Warum sollte das beim Tauchen anders sein? Einzige stille Hoffnung: Wer
2010 Geld für einen Tauchkurs ausgab, bucht 2011 einen Kitesurfkurs,
kauft 2012 ein Mountainbike und lernt 2013 Indoor-Skilaufen, ist also ab
2011 kaum bis gar nicht unter der Wasseroberfläche anzutreffen.
Gruß Jo
Ja, da wird nach meiner Ansicht auch von einigen Technik-Freaks deutlich
überzogen.
Solange man sich der Schwächen seiner Ausrüstung bewusst ist und sein
Tauchverhalten anpasst, ggf. auch die geeigneten Notfallverfahren übt
ist das ja in Ordnung.
Es gibt eine ganze Reihe von Badeunfällen, bei denen die Schwimmer ohne
jedes Technikproblem ertrunken sind (ca. 200 von den 500 jährlichen
Todesfällen im Wasser in DE sind Badeunfälle). Deshalb sollte man die
Technik nicht überbewerten, es ist immer der Gesamtumstand der ein
Problem zu einem tragischen Unfall macht.
mfg
Matthias
na, da pflegen ja einige ihre sattsam bekannten Vorurteile ;-)
Klar, ist Tauchen ein Massensport geworden. Aber es ist legitim, wenn
manche nur buntefischgucken wollen. Und auch nicht mehr lernen wollen.
Aber es gibt immer noch richtige(TM) Taucher, auch solche, die es erst
in diesem Jahrtausend gelernt haben. Diese müssen aber dennnoch keine
"Dinosaurier" sein.
Wenn ich so im Netz rumsuche finde ich auch aus der "guten alten Zeit"
Tauchunfälle, da würde man, wären sie heute passiert, auch mit dem
Finger auf PAID zeigen - nur dass es PAID damals nicht gab...
Grüße
Klaus
PS: Das einzige, was mich wirklich stört, sind solche beobachten zu
müssen, die aus einer Höhe von 2m über Grund dort unten einen
Schlammsturm auslösen :-(
> Klar, ist Tauchen ein Massensport geworden. Aber es ist legitim, wenn
> manche nur buntefischgucken wollen. Und auch nicht mehr lernen wollen.
Moin Klaus,
aus etwas komplexer gedachter Sicht ist das gar nicht so legitim, da
gerade diese "Will doch nur bunte Fische gucken"-Einstellung egoistisch
einzig aus Sicht der urlaubenden Menschen gedacht ist und dabei
vielfältige Lebensräume geschädigt bis zerstört werden.
Beispielsweise auf Sylt könnten es ja auch Urlauber als "legitim"
ansehen, den kürzesten Weg zum Strand zu nehmen und dabei den
Strandhafer zertreten.
> Wenn ich so im Netz rumsuche finde ich auch aus der "guten alten Zeit"
> Tauchunfälle, da würde man, wären sie heute passiert, auch mit dem
> Finger auf PAID zeigen - nur dass es PAID damals nicht gab...
Unfälle gibt es immer und überall bei jeder Tätigkeit. Ich war schon
immer ziemlich dagegen, Unfälle beim Tauchen überhaupt in den
Onlinemedien hochzupushen. In keinem Heimwerkerforum werden
Heimwerkerunfälle diskutiert, Hausfrauen diskutieren nicht bundesweit
über Pflasterstürze beim Fensterputzen etc., Reiter und Skiläufer machen
es auch nicht, Fußballer nur, wenn das Opfer Ballack heißt.
Aber zum Tauchen gehört nun mal, dass jeder seine eigene Ausrüstung
zusammenbaut, sie mal ein paar Meter weit trägt und später versorgt.
Alles den Staff machen zu lassen und das auch noch einzufordern,
erinnert an hochherrschaftliche Reiterei, damit sich Frau Baronin nicht
die weißen Handschuhchen dreckig macht. Wir hatten damals im Verein so
eine vornehme Dame, die aber auch dem Stallburschen jedesmal 20 DM
Trinkgeld gab.
Das das Umweltkind sowieso schon im Brunnen ist, sollen meinetwegen die
Gelegenheits-Fischegucker im geguideten Rudel weiterhin unterwegs sein.
Da sie aber faktisch kaum je über den Status "zu begleitender Taucher"
hinauskommen, sollten ihnen höhere Brevetstufen verwehrt bleiben, die
sie ohnehin nicht mit Wassen und Können füllen. Und Tauchbasen in so
manchen Gebieten sollten mal lernen zu differenzieren:
Gelegenheits-Fischegucker = Guidepflicht und deshalb höherer Preis
Extrapaket für "Herrenreiter"-Service
guidefreies günstiges Tauchen für erfahrene Kunden
Gruß Jo
Klaus Wolf wrote:
> na, da pflegen ja einige ihre sattsam bekannten Vorurteile ;-)
Genau. Oder haben ein besonders ausgeprägtes Feindbild.
> Klar, ist Tauchen ein Massensport geworden. Aber es ist legitim, wenn
> manche nur buntefischgucken wollen. Und auch nicht mehr lernen wollen.
Ja, schon. Problem dabei finde ich nur, daß sich alle Beteiligten an dem
Massenmarkt ausrichten. Und dabei die Bedingungen für die alten Hasen
leider verschieben. Nur mal als Beispiel: Rudeltauchen, Guidepflicht,
Russenschupsen, "nein, heute ist da zu viel Welle" ...
Das gipfelt dann in Computerkontrolle, angeblichen Gesetzen und
halbstaatlichen Bakschischorganisationen, die dann den Markt angeblich
bereinigen müssen.
> Aber es gibt immer noch richtige(TM) Taucher, auch solche, die es erst
> in diesem Jahrtausend gelernt haben. Diese müssen aber dennnoch keine
> "Dinosaurier" sein.
Ja, sicher. Und die kommen auch aus PAID-Ausbildungen und lernen dazu.
> Wenn ich so im Netz rumsuche finde ich auch aus der "guten alten Zeit"
> Tauchunfälle, da würde man, wären sie heute passiert, auch mit dem
> Finger auf PAID zeigen - nur dass es PAID damals nicht gab...
Das wäre mir jetzt auch zu pauschal.
> PS: Das einzige, was mich wirklich stört, sind solche beobachten zu
> müssen, die aus einer Höhe von 2m über Grund dort unten einen
> Schlammsturm auslösen :-(
Idiotenhügelpflicht.
lg
es it korrekt, dass man bei Verwendung einer Oktopuskonofguration nicht
stirbt ;-)
Fuer mich ist beim Ausbilder sind wegen Vorbildfunktion und auch aus
Sicheitsaspekten zwei erste Stufen notwendig.
Beim Schüler sehe ich, wieso soll man es dem Schüler nicht gleich
so beibringen, dass es nicht nur fuer den Flach-Im Sommer - warmes
Wasser - Tauchgang passt? Man taucht erstmal so, wie man es gelernt
hat, d.h. mit einer Oktopuskonfiguration.
Ich habe kein Problem mit jemandem mit einer Oktopuskonfiguration
tauchen zu gehen, ganz klar begrenzt auf den Flachbereich.
Gruesse Annerose
--
> Auf der BTSV Ausbildertagung im Mai ist der lange Schlauch als Muss
> referiert worden (man hat sich sogar auf die Länge von 150cm als Maximum
> für Sporttaucherausrüstung kaprizert). Wobei die Schlauchführung noch
> nicht entgültig festgelegt ist: Immer noch wurde die seltsame
> Möglichkeit, eine Schlaufe an der Flasche zu befestigen, als Alternative
> genannt.
Hi,
ich genieße den Ausdruck "kapriziert" in diesem Zusammenhang ;-))
Ich will nicht mal sagen, welcome to Strokedom, aber dieses
"Schlauchstopfen" sieht hochgradig lächerlich aus. Gerade im Urlaub
gesehen, langer gelber Schlauch als Doppelkringel seitlich neben
allem, mit Fahradgummi zusammengestrapst. Urks....
Grüße,
Matthias
Annerose und Guenter Mildenberger wrote:
> Fuer mich ist beim Ausbilder sind wegen Vorbildfunktion und auch aus
> Sicheitsaspekten zwei erste Stufen notwendig.
Oft, ja. Immer, nein. Meine Schüler und ich leben nicht auf einer
einsamen Insel. Also zeige ich ihnen beides. Spätestens, wenn sie im
Discount-Ramschladen aufschlagen will die Paiddivemasterthekenmaus mit
Arschgeweih ihnen erstmal das Kit mit Oktopus verhökern. Nach dem Motto
"mehr brauchste nich". Kommt dann ganz gut, wenn meine Schüler
hoffentlich breitbandig ausgebildet sind und selbst entscheiden, was sie
wollen und die Konsequenzen daraus ableiten.
> Wasser - Tauchgang passt? Man taucht erstmal so, wie man es gelernt
> hat, d.h. mit einer Oktopuskonfiguration.
Das hängt, denke ich vom Schüler ab. Meine Schüler, die hier tauchen
wollen, haben sich zum überwiegenden Teil 2 getrennte Systeme gekauft.
> Ich habe kein Problem mit jemandem mit einer Oktopuskonfiguration
> tauchen zu gehen, ganz klar begrenzt auf den Flachbereich.
Eben, hängt davon ab wann und wo und wer.
> Ja, schon. Problem dabei finde ich nur, daß sich alle Beteiligten an dem
> Massenmarkt ausrichten. Und dabei die Bedingungen für die alten Hasen
> leider verschieben. Nur mal als Beispiel: Rudeltauchen, Guidepflicht,
> Russenschupsen, "nein, heute ist da zu viel Welle" ...
> Das gipfelt dann in Computerkontrolle, angeblichen Gesetzen und
> halbstaatlichen Bakschischorganisationen, die dann den Markt angeblich
> bereinigen müssen.
Moin Jörg,
irgendwo hat irgendwer mal plausibel dargestellt (ich meine zu erinnern
es war der exploder08 bei t.net), dass die "alten Hasen" für die meisten
Basen eine total uninteressante Kundengruppe sind:
Sie gucken sich zu kritisch Basisräume und Personalqualifikation an.
Sie kaufen keine Kurse, mieten keine Ausrüstung.
Sie fordern anspruchsvolle Tauchspots.
Sie tauchen zu lange.
Sie meckern über kurze und langweilige, gewinnoptimierte Flachtauchgänge.
Dein anderer Beitrag von 10.55:
Es müsste mal mit so einigen Märchen aufgeräumt werden.
Reglerset mit minderwertigem Octopus reicht aus, weil man den Octopus ja
nicht selbst benutzt - der schon leicht panische Luftempfänger bekommt
also ein Teil mit hohem Atemwiderstand, das zudem leicht festgesetzt und
eventuell versandet ist.
Bügelanschluss heißt INT wie international - dabei ist er bestenfalls
für eine Standflasche Acetylen sicher und wird außerdem Yoke genannt.
Nitrox verlängert die Tauchzeit - nein, aber sorgt für viele
Brevetierungen und fördert den Verkauf von Membrananlagen.
Gruß Jo
Hallo Annerose,
aus der Zeit aus der ich taucherisch noch stamme, das war ein Oktopuss nur
das Tier und nicht das Gebamsel an der Flasche was niemand braucht.
Da war der Klodeckel noch kein normales Stück Tauchgerödel die ersten Fenzys
wurden bestaunt wie ein Stückk Mondgestein.
Und es gab, auch damals eigentlich keine Unfälle die auf das Versagen der
Technik zuruckzuführen waren. Nee, hier wird immer mehr versucht mittels
"Technik" die eigenen Ängste zu beruhigen. Entweder man gehört genau dahin
wo man grade ist, auch wenn das Kalt, Höhle, Eis; Tiefe oder eben Grüne
Wiese nit Schäfchen oder der Mount Everrest ist, oder man hat es bleiben zu
lassen.
Die Versuche über den eibgenen Schtten zu springen oder "sich etws beweisen
zu wollen" oder halt eine "Funsportart" auszuüben weil es "in" ist erzeugen
genau diese Auswüchse die wir hier mit den
Ausrüstungskonfigurationsvorschriften sehen. Der Bauch und das Herz werden
zurückgedrängt bis man beides nicht mehr hören kann.
Das gilt auch für die Ausbildung! Wer meint mit einem "Tauchschein" Tauchen
zu können soll sich doch mit Gerödel voll hängen wie ein Weihnachtsbaum. Man
braucht das ganze Zeug nicht wenn man weis wo man hin will. Weniger ist
viel viel mehr.
Wenn ich in meinem Wohnzimmer bin und das eben auf 40+ liegt soll mir doch
keiner sagen welche Pantoffeln ich anziehn muss und wenn da jemand mit hin
möchte werde ich nicht auf die Schuhe schauen.
Du kannst jemandem beibringen aus einem/ oder zwei oder drei.. Lungis zu
atmen, und richtig die Flossen zu bewegen, sich richtig zu tarieren und und
und, also die ganzen "Skills" die man so braucht... Aber damit hat man noch
nicht beigebracht wie man taucht!
Das Tauchen ist viel viel mehr! Dafür braucht es das ganze Geraffel nicht.
Versteckt euch doch hinter dem Zeug.
Aber die Industrie und die Verbände spielen alle das gleiche Lied.
Die Welt ist verrückt!
Grüße
Oliver
Joerg Hahn schrieb:
>
>> Klar, ist Tauchen ein Massensport geworden. Aber es ist legitim, wenn
>> manche nur buntefischgucken wollen. Und auch nicht mehr lernen wollen.
>
>
> Ja, schon. Problem dabei finde ich nur, daß sich alle Beteiligten an dem
> Massenmarkt ausrichten. Und dabei die Bedingungen für die alten Hasen
> leider verschieben.
Genau darüber ist es wert, zu diskutieren - vielleicht ergibt sich ja
durch vernünftige und fundierte Diskussionskultur eine gehörte Meinung,
i.S.v. "Marktbedürfnis einer relevanten Kundenklientel".
Allgemeines Niedermachen der Kommerziellen ist da kontraproduktiv, denn
die haben ja die Marktmacht. Wir sollten ihnen lieber klar machen, dass
sie Bedürfnisse haben, z.B. hohes Ansehen um die Markbedeutung zu
steigern, die am besten durch die "alten Hasen" als Kunden erfüllt werden.
Es erfordert aber auch Fantasie der alten Hasen, das unseren
Diensteistern klar zu machen. Wenn wir sie dagegen vor den Kopf stossen
haben wir überhaupt keine Chance.
Das ist übrigend die klassische Herausforderung an ein gutes Marketing.
Und wenn wir was wollen, müssen WIR Marketing machen.
Schöne Grüße
Klaus
--
Tauchen ist kein Sport - sondern ein Zustand
Jo Warner schrieb:
> gerade diese "Will doch nur bunte Fische gucken"-Einstellung egoistisch
> einzig aus Sicht der urlaubenden Menschen gedacht ist und dabei
> vielfältige Lebensräume geschädigt bis zerstört werden.
Muss nicht zwangsläufig so sein. Das ist eine Ausbildungsfrage, die
sicher vielfach im Argen liegt, aber auch im Einwochenkurs geleistet
werden könnte. Wir sollten darüber diskutieren, wie das geht.
>
> Beispielsweise auf Sylt könnten es ja auch Urlauber als "legitim"
> ansehen, den kürzesten Weg zum Strand zu nehmen und dabei den
> Strandhafer zertreten.
...
> Das das Umweltkind sowieso schon im Brunnen ist, sollen meinetwegen die
> Gelegenheits-Fischegucker im geguideten Rudel weiterhin unterwegs sein.
Das hat primär nichts mit Buntefischegucken und Nullzeit, no Deco, max
18m und radfahrendem Flossenschlag zu tun.
> Da sie aber faktisch kaum je über den Status "zu begleitender Taucher"
> hinauskommen, sollten ihnen höhere Brevetstufen verwehrt bleiben,
Wieso, jeder kann sich weiter qualifizieren, wenn er die Qualität
erreicht hat. Jeder war mal Anfänger und ich kenne viele gute Taucher,
die genau bei den bunten Fischen sich mit den Plongeur spec. Virus
infiziert hatten.
> ... Und Tauchbasen in so
> manchen Gebieten sollten mal lernen zu differenzieren...
Da hast Du sehr Recht, die Basen sollten nur wissen, warum sie das tun
sollten. (s. mein anderes Posting vor ein paar Miunuten).
Oliver Moder wrote:
>
> aus der Zeit aus der ich taucherisch noch stamme, das war ein Oktopuss nur
> das Tier und nicht das Gebamsel an der Flasche was niemand braucht.
> Da war der Klodeckel noch kein normales Stück Tauchgerödel die ersten Fenzys
> wurden bestaunt wie ein Stückk Mondgestein.
ich habe auch in dieser Zeit tauchen gelernt. Ich weiss was Du meinst.
Es waren allerdings auch andere Tauchgänge, die ich zu der Zeit gemacht
habe
> Und es gab, auch damals eigentlich keine Unfälle die auf das Versagen der
> Technik zuruckzuführen waren. Nee, hier wird immer mehr versucht mittels
> "Technik" die eigenen Ängste zu beruhigen.
Ich hatte durch eine Oktopuskonfiguration im Bodensee einen
Beinahetauchunfall,
bei dem ich viele Schutzengel verheizt habe...
> Die Versuche über den eibgenen Schtten zu springen oder "sich etws beweisen
> zu wollen" oder halt eine "Funsportart" auszuüben weil es "in" ist erzeugen
> genau diese Auswüchse die wir hier mit den
> Ausrüstungskonfigurationsvorschriften sehen. Der Bauch und das Herz werden
> zurückgedrängt bis man beides nicht mehr hören kann.
> Das gilt auch für die Ausbildung! Wer meint mit einem "Tauchschein" Tauchen
> zu können soll sich doch mit Gerödel voll hängen wie ein Weihnachtsbaum. Man
> braucht das ganze Zeug nicht wenn man weis wo man hin will. Weniger ist
> viel viel mehr.
wir sind jetzt bei dem Punkt, tauchen lernt man durch tauchen. Bis zu
dem Punkt
Erfahrung dauert es etwas.
Urs hat zu dem Punkt Erfahrung etwas im T-net geschrieben. Es bezieht
sich
zwar auf das technische Tauchen, man kann es aber auch auf das "normale"
tauchen in den Grundzuegen uebertragen
http://www.diveinside.de/ausgabe_14.html
> Wenn ich in meinem Wohnzimmer bin und das eben auf 40+ liegt soll mir doch
> keiner sagen welche Pantoffeln ich anziehn muss und wenn da jemand mit hin
> möchte werde ich nicht auf die Schuhe schauen.
Man muss wissen was macht
>
> Du kannst jemandem beibringen aus einem/ oder zwei oder drei.. Lungis zu
> atmen, und richtig die Flossen zu bewegen, sich richtig zu tarieren und und
> und, also die ganzen "Skills" die man so braucht... Aber damit hat man noch
> nicht beigebracht wie man taucht!
tauchen lernt man nur durch tauchen.
Skills oder Flossentechniken erleichtern aber je nach Umgebung einiges,
z.B.
Flossentechniken in einer Hoehle.
Trotz dass ich schon einige Zeit tauche, habe ich auch einen
"Skill"-Kurs,
wie Du so schoen schreibst gemacht und profitiert
Viele Gruesse Annerose
Grüße
Oliver
>> gerade diese "Will doch nur bunte Fische gucken"-Einstellung
>> egoistisch einzig aus Sicht der urlaubenden Menschen gedacht ist und
>> dabei vielfältige Lebensräume geschädigt bis zerstört werden.
>
> Muss nicht zwangsläufig so sein. Das ist eine Ausbildungsfrage, die
> sicher vielfach im Argen liegt, aber auch im Einwochenkurs geleistet
> werden könnte. Wir sollten darüber diskutieren, wie das geht.
Moin Klaus,
in einem Einwochenkurs (ich gehe da mal von 5 - 6 Tagen ganztägig von
09.00 - 17.00 aus) lässt sich viel lerenen, lassen sich Bewegungsabläufe
halbwegs einschleifen, lässt sich auch Raum für Umweltbewusstsein
finden. Derartige Kurse für Anfänger sind aber vom Markt nahezu weg,
wird wohl auch keiner buchen, weil sich als Bewusstsein "alles ganz
easy, 2 - 3 Tage" durchgesetzt hat. Der Anfänger wird auch nicht
verstehen, warum er einen längeren Kurs für 600 Euro buchen soll, wenn
ihm der Mitbewerber oder die Urlaubsbasis den kurzen Kurs für 200 Euro
anbieten.
Auf dem Lebensmittelsektor bekommst du auch nicht mehr in die Köpfe
implantiert, dass ein Kilogramm gutes Schnitzel 12 Euro wert ist. Es
geht um billig, um Masse, um Verdrängungswettbewerb, und die Hausfrau
fährt quer durch die Stadt, um Schnitzel für 4 Euro zu kaufen.
Ich sehe den Zug in Richtung qualitativ gute Tauchkurse auf viele Jahre
unerreichbar.
> Wieso, jeder kann sich weiter qualifizieren, wenn er die Qualität
> erreicht hat. Jeder war mal Anfänger und ich kenne viele gute Taucher,
> die genau bei den bunten Fischen sich mit den Plongeur spec. Virus
> infiziert hatten.
Ja, aber gerade die Qualitätsfrage tritt gegenüber der Erstpräferenz,
viele Brevetierungen zu produzieren, in den Hintergrund. Das ist wie mit
Diplom versus Bachelor.
>> ... Und Tauchbasen in so manchen Gebieten sollten mal lernen zu
>> differenzieren...
>
> Da hast Du sehr Recht, die Basen sollten nur wissen, warum sie das tun
> sollten. (s. mein anderes Posting vor ein paar Miunuten).
Siehe auch mein anderes Posting: Die meisten Basen wollen eigentlich die
guten, erfahrenen und trainierten Taucher gar nicht als Kunden.
Gruß Jo
Oliver Moder wrote:
> der Unterscheid zwischen den Tauchgängen von Damals und von Heute ist
> einfach ausgedrückt...:Damals sind wir einfach tauchen gegangen. Egal wie
> Kalt und wie tief es gab die gleiche Konfiguration. 10l Buddel mit Scubapro
> MK2 oder irgendetwas ähnlichem an Automaten. Auch unter Eis und auf 50m im
> Bergsee. Und das natürlich bei allen Tauchern so.
korrekt. Frau hat dabei ihre Erfahrungen gemacht und nach und nach
Veränderungen vorgenommen
> Wenn ich mir heute das Gebamsel so ansehe was man angeblich braucht wird das
> mehr zu einem internen Schaulaufen als das es ums Tauchen geht.
Mancher muss zeigen, was er hat, aber es gibt genuegend die tauchen
gehen
> Es gibt genügende Menschen die eben nicht lernen! Die keine Erfahrungen
> sammln, sondern nur Kärtchen und Tauchgänge. Eben " technisch" tauchen
> gehen. Auch und besonders das technische Tauchen setzt eigentlich das
> innereGefühl voraus nicht in das Unbekannte zu tauchen sondern dorthin zu
> gehen wo man hingehört. Die Technik wird _nur_ benötigt. Es ist auch hier
> eine Umkehrung der Definition.
und die hat es frueher nicht gegeben?
> Will ich aus innerem Wohlfühlen dorthin oder sind es andere Gründe. Wenn
> ich in eine Höhle tauche (OK als "Sporttaucher") dann nur weil ich die
> Dämmerung genieße und die Ruhe. Ich genieße diesen Lebensraum. Zu dem ich
> dann, leider nur auf Zeit, gehöre. Auch die Reaktionen der Tiere auf mich
> und das Leben. Ich muss da nicht hin, aber ich fühle mich wohl und geborgen.
> Ich tauche nicht für einen "Thrill" egal wie und wo. Und das ist, zugegeben
> eine sehr enge Definition, aber so ziemlich die Einzige die ich für das
> Tauchen ,an sich, akzeptiere. Die Neugierigen, die Forscher, die findet man
> überall. Für die ist ein Tauchgerät Mittel zum Zweck. Wer das als "Must
> have" betreibt, oder als "Funsport" oder eben als "Thrill" der soll es halt
> tun, aber der darf nicht sich selber als Maß der Dinge hinstellen. Genauso
> wenig die Leutchen die versuchen ihre eigenen Urängste zu besiegen.
Stimme ich Dir zu 100% zu
Oliver Moder schrieb:
> Es geht doch eigentlich einzig um den Punkt: Warum bin ich eigentlich dort
> wo ich grade bin.
> ...
> innereGefühl voraus nicht in das Unbekannte zu tauchen sondern dorthin zu
> gehen wo man hingehört. Die Technik wird _nur_ benötigt. Es ist auch hier
> eine Umkehrung der Definition.
...
> Will ich aus innerem Wohlfühlen dorthin oder sind es andere Gründe.
Danke. Du beantwortest das, was mich schon seit einiger Zeit als Frage
an mich umtreibt: Warum will ich nicht ins technische Tauchen einsteigen?
Wenn ich beobachte, dass Bekannte (die hier nicht lesen) sich mit DIR,
Wing und Tanklampe behängen, von denen ich die Befürchtung habe, schon
bei 20m im Baggersee unwohl zu werden, aber vom Tekki Sein schwärmen,
dann frage ich mich, durchaus mit Sorgen, wo das hinführt. Die laufen in
Gefahr, wenn sie 200 Tauchgänge auf 15-20m gemacht haben, sich dann doch
einer Gruppe in die Überforderung anzuschließen, weil sie voll
aufgerödelt vor dem Spiegel stehen und den Typen, den sie dort sehen
toll finden. Ich fürchte, das ist eben die Zielgruppe der Ausbilder, von
denen Urs in seinem Artikel schreibt.
Warum genießen sie nicht einfach das Sporttauchen, je nach Tauchgebiet
und wachsender Erfahrung auch anspruchsvoll, damit sie sich dabei zum
fortgeschrittenen "Stroke" entwickeln, aber immer noch so, dass man
weiß, das kann ich und sagen sich: "Genau da will ich sein, fühle mich
wohl und sicher weil ich's kann" - und haben gelbe Flossen an, damit man
sie in der Brühe besser sieht.
(Vielleicht bin ich auch nur zu alt ;-) )
Grüße
Oliver
Klaus Wolf wrote:
>
> Wenn ich beobachte, dass Bekannte (die hier nicht lesen) sich mit DIR,
> Wing und Tanklampe behängen, von denen ich die Befürchtung habe, schon
> bei 20m im Baggersee unwohl zu werden, aber vom Tekki Sein schwärmen,
> dann frage ich mich, durchaus mit Sorgen, wo das hinführt. Die laufen in
> Gefahr, wenn sie 200 Tauchgänge auf 15-20m gemacht haben, sich dann doch
> einer Gruppe in die Überforderung anzuschließen, weil sie voll
> aufgerödelt vor dem Spiegel stehen und den Typen, den sie dort sehen
> toll finden. Ich fürchte, das ist eben die Zielgruppe der Ausbilder, von
> denen Urs in seinem Artikel schreibt.
>
eine schoene teure Ausruestung sagt nicht aus, dass man tauchen kann.
Auch wenn viele es meinen.
> Warum genießen sie nicht einfach das Sporttauchen, je nach Tauchgebiet
> und wachsender Erfahrung auch anspruchsvoll, damit sie sich dabei zum
> fortgeschrittenen "Stroke" entwickeln, aber immer noch so, dass man
> weiß, das kann ich und sagen sich: "Genau da will ich sein, fühle mich
> wohl und sicher weil ich's kann" - und haben gelbe Flossen an, damit man
> sie in der Brühe besser sieht.
"Genau da will ich sein, fühle mich
wohl und sicher weil ich's kann"
denke mal das ist der entscheidende Punkt...
Man lernt nie aus und wohlfuehlen kann man sich auch mit schwarzen
Flossen :-)
Viele Gruesse Anne
Annerose und Guenter Mildenberger schrieb:
>
> ... und wohlfuehlen kann man sich auch mit schwarzen
> Flossen :-)
Ja klar, bei Deinem Wohlfühltempo schwimmst Du einem ja schwerlich davon
... und wer nach mir guckt sieht auch in schwarzen Flossen gelb ;-)
LG
Klaus
Klaus Wolf wrote:
>
> Hi Annerose,
>
> Annerose und Guenter Mildenberger schrieb:
>
> >
> > ... und wohlfuehlen kann man sich auch mit schwarzen
> > Flossen :-)
>
> Ja klar, bei Deinem Wohlfühltempo schwimmst Du einem ja schwerlich davon
wenn Guenter das liest, kommt sicher gleich ein Veto zu meinem Tempo :-)
> ... und wer nach mir guckt sieht auch in schwarzen Flossen gelb ;-)
:-)
Gruesse Annerose
jetzt giest der auch noch Oel ins Feuer und ich muss in
Zukunft noch mehr strampeln um an ihr dran zu bleiben :-[ ;-)
Glg Guenter,
der seinen gelben Langtreter heiss und innig liebt :-D
--
Mail ggf. an mildenbergers at yahoo punkt com
> Andersrum ist es schon erstaunlich, wie viele vollgewerbliche Schulen
> bei uns in den kalten Seen mit der Octopus-Konfiguration ausbilden und
> die Absolventen dann bei Fragen zu eigener Ausrüstung u. a. bei t.net
> aus allen Wolken fallen, wenn auf zwei getrennte Systeme hingewiesen
> wird. Kennen sie nicht, nie gesehen, nie benutzt, im Kursvideo aus der
> warmen Karibik kam das nicht vor, vom deutschen Tauchlehrer nie adaptiv
Über ein Oktopus wäre ich in meinem (bald Ex-) Verein (nach
Eigenwerbung einer der größten Deutschlands) schon froh, die
bilden mit einer ersten Stufe und einer zweiten Stufe aus.
Falls die Neu-Taucher überhaupt mal ins Wasser kommen, da wird
ein "Ausbildungswochenende" pro Jahr angeboten, wo die fünf
Freiwassertauchgänge (a 20 Minuten) für den * gemacht werden
können. Da schlagen dann vier oder fünf unserer TLs auf um 30
"Grundtaucher" an zwei Tagen zu Freiwassertauchern auszubilden.
Wer da keine Zeit hat, muss es eben nächstes Jahr noch mal
Probieren... Aber wenn Sie fertig sind, haben sie das ganz
tolle Gefühl die "Elite" Taucher zu sein und nicht nur so ein
PAID-Kärtchen geschenkt zu bekommen :-(
Grüße
Bastian
> Wenn ich beobachte, dass Bekannte (die hier nicht lesen) sich mit DIR,
> Wing und Tanklampe behängen, von denen ich die Befürchtung habe, schon
> bei 20m im Baggersee unwohl zu werden, aber vom Tekki Sein schwärmen,
> dann frage ich mich, durchaus mit Sorgen, wo das hinführt.
Das sind die Leute die meiner Meinung nach nur einem Trend nachlaufen um
"cool" zu sein. Daneben finde ich die Unterscheidung von "Tekki" und
"Sporti" sehr akademisch und künstlich an den Haaren herbeigezogen.
Allerdings stelle ich mir auch die Frage, was ist so falsch daran auch
mal über den Tellerrand zu schauen und sich die Entwicklungen der
letzten 10 Jahre anzusehen?
Falls heute einer mit Tauchen anfängt und mich fragt was er an
Ausrüstung braucht, kriegt von mir genau das als Antwort was du oben
schreibst. Kauf dir Wing, Tanklampe und Konfiguriere dich nach DIR.
Nicht weil "Tekki" werden das Ziel ist, sondern nur, weil das, meiner
Meinung nach, die heutzutage sinnvollste und vielseitigste Ausrüstung
ist, _gerade_ auch für Anfänger. Das sie Potential für Erweiterungen
jenseits des Tiefschnorchels hat, empfinde ich als sehr angenehmen
Nebeneffekt.
Ich möchte hier keinem in Abrede stellen, das er auch mit seiner
"NON-Dir" Ausrüstung gute und anspruchsvolle Tauchgänge machen kann,
ganz im Gegenteil, dafür braucht es wie bereits angesprochen
hauptsächlich Taucherfahrung und man muss sich wohl fühlen. Aber die
Technik kann einen dabei durchaus unterstützen, nur wenn sie zum
Selbstzweck wird ("Tekkis sind cool"-Effekt) wird es Problematisch.
Viele Grüße
Bastian
> Man, wenn ich dran denke, was für Tauchgänge wir mit heutzutage verpönten
> Konfigurationen gemacht haben, und da war nix mit vereisen oder so. Und da
> war auch locker Eis auf dem Teich!
Es gewinnt auch jede Woche jemand im Lotto und obwohl ich bisher noch
nicht dazugehöre, halte ich das trotzdem nicht für Märchen :-)
> Aber heutige Automaten sind anscheinend wie eine Diva. Man sollte froh sein
> wenn sie nicht während des Tauchganges auseinanderfallen oder sich
> auflösen. Ich halte es immer noch so, das man einen guten Automaten daran
> erkennen kann, das man ihn in der Wüstensand werfen kann, mit nem Bulli
> düberfahren und nach dem Ausspülen ohne Bedenken auch einen 40+ Tauchgang
> machen kann.
Die Anwendungsfälle hatte ich jetzt noch nicht, aber "moderne" Automaten
Überstehen auch einige Torturen, die kann man über die hochdruckwelle
mit Salzwasser fluten, die zweite Stufe mit Kieselsteinen füllen oder
mit +- 3bar Mitteldruckdifferenz fahren, ohne das sie großartig Probleme
machen...
> Vereiser unter Wasser ist, für mich ein Szenario was ich irgendwie noch
> nicht erlebt habe, aber vielleicht genau deshalb weil ich davor keine Angst
> habe.
Dann würde ich sagen Glück gehabt, ich hatte zwar auch noch keinen
Vereiser, aber deshalb auf eine Redundanz, bei Tauchgängen die über das
Tiefschnorchel hinausgehen, zu verzichten? Danke Nein! Ich halte einen
Ausfall eines Automaten (nicht nur durch Vereiser) für durchaus
relevant. Und das Argument, "weil wir das schon immer so gemacht haben"
hat bei mir noch nie gezogen ;-)
Grüße
Bastian
On 10.07.2010 11:59, Oliver Moder wrote:
> Hallo Annerose,
> aus der Zeit aus der ich taucherisch noch stamme, das war ein Oktopuss nur
> das Tier und nicht das Gebamsel an der Flasche was niemand braucht.
> Da war der Klodeckel noch kein normales Stück Tauchgerödel die ersten Fenzys
> wurden bestaunt wie ein Stückk Mondgestein.
... zu der Zeit konnten angehende Gerätetaucher auch ohne Ausrüstung
tauchen. Da brauchte man die Flasche nur um die Verweildauer am Grund zu
erhöhen.
Wenn Du heute einen "erfahrenen" Tauchpartner mit Goldbrevet zugelost
bekommst, der eine volle 10er bei einem 20m-TG in 20 Minuten leerlutscht
und beim nächsten TG bei strömungsfreiem Wasser auf dem Weg zur
Ankerleine wegen Erschöpfung zurück an Bord gebracht werden muß, weißt
Du worauf ich anspiele.
Gruß, Herbert.
> Auf der BTSV Ausbildertagung im Mai ist der lange Schlauch als Muss
> referiert worden ...
fein, daß das in den Landesverbänden unterschiedlich unters
Ausbildervolk gebracht wird.
(* Scherz an *)
Evtl. haben die Referenten das bei uns auch nur als Empfehlung
vorgestellt weil von den Teilnehmern einige schon mehr Zeit unter Wasser
zugebracht haben als die Referenten über Wasser.
(* Scherz aus *)
Gruß, Herbert.
> guidefreies günstiges Tauchen für erfahrene Kunden
Bei "erfahrenen" Tauchern bekomme ich immer Bauchschmerzen.
Was ist Erfahrung? Mit meinem ehemaligen Nachbarn habe ich ca. 300 TG in
der Eckernförder Bucht gemacht, bei jeder denkbaren Witterung bei jeder
denkbaren Umgebungsbedingung. War der ein erfahrener Taucher?
Für die Eckernföder Bucht ja aber sonst war er noch nirgendwo anders
tauchen. Er war Spezialist und kein Allrounder.
Beim ersten richtigen Strömungstauchgang, dem ersten freien Aufstieg von
einem Wrack war er was? Erfahrener Anfänger oder Anfänger mit Erfahrung?
Gruß, Herbert.
On 12 Jul., 10:56, Herbert Kiesewetter <h...@mpil-ploen.mpg.de> wrote:
> Hallo Klaus,
>
> > Auf der BTSV Ausbildertagung im Mai ist der lange Schlauch als Muss
> > referiert worden ...
>
> fein, daß das in den Landesverbänden unterschiedlich unters
> Ausbildervolk gebracht wird.
nicht verzagen, Theo fragen...
>
> (* Scherz an *)
> Evtl. haben die Referenten das bei uns auch nur als Empfehlung
> vorgestellt weil von den Teilnehmern einige schon mehr Zeit unter Wasser
> zugebracht haben als die Referenten über Wasser.
> (* Scherz aus *)
Nun ja, unter Wasser denkt man auch weniger nach, sondern genießt die
Situation...
Grüße
Klaus
Klaus Wolf wrote:
> Genau darüber ist es wert, zu diskutieren - vielleicht ergibt sich ja
> durch vernünftige und fundierte Diskussionskultur eine gehörte Meinung,
> i.S.v. "Marktbedürfnis einer relevanten Kundenklientel".
Wir reden hier von vielleicht 1% des Marktes. Da wackelt der Schwanz mit
dem Hund. Aber ja, Du hast Recht.
> sie Bedürfnisse haben, z.B. hohes Ansehen um die Markbedeutung zu
> steigern, die am besten durch die "alten Hasen" als Kunden erfüllt werden.
Zumindest als key person oder dauerhaft Wiederkehrer aka Stammkunde.
> Es erfordert aber auch Fantasie der alten Hasen, das unseren
> Diensteistern klar zu machen.
Manche haben das schon begriffen. Den anderen ist nicht zu helfen. Die
werden auch mit den schwindenden Neueinsteigerzahlen zu kämpfen haben.
> Das ist übrigend die klassische Herausforderung an ein gutes Marketing.
> Und wenn wir was wollen, müssen WIR Marketing machen.
Mach ich doch:
http://www.barakuda.de/home/news_3/delfin_schnappschuss.html
Top Urlaub. Auch und gerade für erfahrene Taucher. Immer wieder.
Ganz allgemein:
Das Problem bei Deinem Marketing ist jedoch, daß man bestimmte Dinge
halt nicht zu laut sagen darf. Die man aber sehr wohl laut sagen müsste,
quasi als Alleinstellungsmerkmal.
Grüße
Ja, die Kolumnen lohnen sich immer und sind mitunter ein Grund, warum
ich das Abo noch nicht gekündigt habe... :-)
> Irgendwie total bitter: Die "Taucher" auf den Basen erwarten, dass ihnen
> rundum quasi der Arsch nachgetragen wird. Wo die Altgedienten dem
> Basisstaff jedes Berühren der eigenen Ausrüstung untersagen, lässt sich
> selbst die nach Logbuch/TG-Zahl erfahrene neue Generation das Gerödel
> zusammenbauen, demontieren, spülen, wegräumen und erwartet das auch noch
> ganz selbstverständlich als Service. Diese neue Generation macht zwar
> alle möglichen Kurse und Kürschen, begibt sich aber trotzdem zu 100 % in
> die Obhut von Guides - wenn der warum auch immer mal ausfällt, findet
> keiner von denen mit Buddy zu Boot oder Einstieg zurück.
Naja, beruht doch schlussendlich irgendwie auf "Angebot und Nachfrage".
Es steht schlussendlich jedem Basenbetrieber frei, eine Viertelstunde zu
investieren und seine Gästen den Zusammenbau der Ausrüstung "neu zu
lehren", damit sie das für den Rest des Urlaubs selbst schaffen. Aber
offensichtlich ist dieser Aufwand grösser, als der Rundum-Service.
--
gruesschen, martin
mahe at gmx dot net
"Wissen hält nicht länger als Fisch"
Moin,
wenn auf Basis XY in Ägypten einer kommt und auch per Basisstempeln
bestätigt 300 Ägyptentauchgänge in 4 Jahren und diese auch in Tiefen bis
"Lügen wegen CDWS notwendig" hat, kannst du demjenigen keinen
Tauchmasterazubi mit 100 TG als Guide vorsetzen, der bei 30,01 m Panik
bekommt. Riffkarte zeigen reicht. Warum soll er also das Rudel der
Guides, die in so einem "Hand gegen Koje"-Programm sind, mitfinanzieren?
Und warum soll der erfahrene und autonome Gast die defizitären
Tauchkurse, die nicht gewünschten Boote querfinanzieren und noch Strafe
zahlen, weil es zu viele Mitbewerber gibt und die Basis jeden Euro
abzocken muss?
Der unerfahrene Gast, der zwingend weitere Basisleistungen braucht, soll
sie auch bezahlen.
Gruß Jo
> Naja, beruht doch schlussendlich irgendwie auf "Angebot und Nachfrage".
> Es steht schlussendlich jedem Basenbetrieber frei, eine Viertelstunde zu
> investieren und seine Gästen den Zusammenbau der Ausrüstung "neu zu
> lehren", damit sie das für den Rest des Urlaubs selbst schaffen. Aber
> offensichtlich ist dieser Aufwand grösser, als der Rundum-Service.
Martin, du kannst nicht sinnerfassend lesen! Die Kunden wollen gar nicht
irgendwas selbst machen, sondern sie fordern alles vom Staff und müssen
nur noch allein atmen. In USA werden manche Kunden sogar rausgekrant,
weil sie zu fett oder zu untrainiert sind, paar Stufen allein zu schaffen.
Gruß Jo
Jo Warner schrieb:
> Martin, du kannst nicht sinnerfassend lesen! Die Kunden wollen gar nicht
> irgendwas selbst machen, sondern sie fordern alles vom Staff und müssen
> nur noch allein atmen. In USA werden manche Kunden sogar rausgekrant,
> weil sie zu fett oder zu untrainiert sind, paar Stufen allein zu schaffen.
Hallo,
den Kran hat man schon gebraucht um auch die stark übergewichtigen und
untertrainierten wieder an Bord zu kriegen. Wenn man den Kran schon hat
kann man die Kundschaft damit natürlich auch zu Wasser lassen. Nachdem
man ja auch mal schlauchversorgte Helmtaucher mit dem Kran ins Wasser
bringt sieht das ja so professionell aus die Taucher zu kranen.
Um einen Taucher im Notfall schnell ins Boot zu bekommen ist allerdings
so ein Kran nicht schlecht.
Bye
>
> tauchen lernt man nur durch tauchen.
Mit Verlaub, Anne, dieser Satz hat das Potential zum Unfug.
Wenn du nämlich damit den Eindruck erweckst, dass es nicht einer
gelegentlichen und teilweise ständigen Anleitung durch tauchlehrer
bedarf, um jemand dahin zu bringen, dass ich als Tauchlehrer ruhigen
Gewissens sagen kann, jetzt kannste alleine los. (alleine= ohne TL)
Man könnte sonst ergänzen: Fliegen( Fußballspielen, Tanzen,
Volleyball-, Kanusteuern, Fallschirmspringen) lernt man nurch durch
(||:...:||.
Oder Analytische Geometrie durch Malen...
Es trifft einfach nicht auf alle zu, und taugt daher nicht zur
Verallgemeinerung.
LG,
Matthias
Moin Herbert,
> Evtl. haben die Referenten das bei uns auch nur als Empfehlung
> vorgestellt weil von den Teilnehmern einige schon mehr Zeit unter Wasser
> zugebracht haben als die Referenten über Wasser.
> (* Scherz aus *)
>
> Gruß, Herbert.
Dafür reden sie nicht soviel darüber und darum herum ;-))
Gruß,
Matthias
Der gegenteilige Unfug (Tauchen lernt man in Kursen) heißt PAID:
AOWD mit 10 TG, dann 10 Specialties und RD und mit 40 TG den DM anfangen
- das ganze Programm in 6 - 7 Jahren.
Was Annerose meint ist die Notwendigkeit, Bewegungsabläufe durch
ständiges Tauchen (nicht 5 TG/1 Urlaub pro Jahr) halbwegs zu automatisieren.
Gruß Jo
Du offensichtlich nicht umfassend denken... ;-) Solange der Staff den Kunden
alles bietet, was sie wollen, und das zu immer gleichen Preisen, warum soll
sich der Kunde ändern? Warum soll sich die "Spreu vom Weizen" trennen?
Warum soll ich mein Gerät selbst von der Basis zum Boot schleppen, wenns
irgendwelche Knechte für mich tun und ich das ja eh bereits bezahlt habe?
Wenn jemand einen Kran kauft, um seinen Gäste ins und aus dem Wasser
zu helfen, dann wird er auch die entsprechende Kundschaft anlocken. Fängt
einer an, ziehen alle anderen nach, weil man gönnt sich ja nix...
Es wäre also mehr als nur fair von den Tauchbasen-Betreibern, wenn
selbständige Taucher günstiger tauchen könnten. Oder unselbstständige
Taucher für Extradienstleistungen wie Ausrüstung zusammenbauen,
ausspülen, Kranzüge usw. auch extra bezahlen müssten, oder?
Grüße
Oliver
die Leute kommen aus den Kursen raus und meinen sie koennen tauchen,
sehen sich mit ihrem divemaster mit 80 Tauchgängen als erfahren...
Der Satz "ihr habt die Lizenz" zum weiterlernen erworben und dass sie
Anfänger bzw. fortgeschrittene Anfänger sind, mag keiner hoeren und
glaubt auch keiner
Also tauchen gehen ;-) nicht das naechste Kaertchen machen
Gruesse Annerose
--
Mails bitte an mildenbergers at yahoo punkt com
Hallo Bastian,
warum denn auch nicht!
Mal die Verbandsbrille abnehmen und einfach mal locker nachdenken.
Je mehr Gerödel um so mehr "Taskload"
Lerne im geschützten Bereich (am Händchen vom TL...) das Tauchen mit der
einfachst möglichen Konfiguration und dann immer mit keinen Schritten immer
etwas dazu.
Beim Autofahren hast du in der ersten Fahrstunde auch nicht den Wohnwagen
angehängt.
Man bekonnt Zug um Zug von seinem Lehrer mehr Freiräume und mehr
Fehlermöglichkeiten dazugepackt. Am Anfang schwimmst du auch keine
Kompasskurse oder machst Navigation. Das kann (und soll) mit dem Gerödel
genau so sein.
Wenn du deine Buddel zu schnell leer machst hilft dir kein 2. Automat. Also
einer reicht für den Anfang immer und wenn du dich nicht absolut auf das
Geraffel verlassen kannst (oder willst) dann ist sowieso das Tauchen der
falsche Sport. Du hast nicht für alles Backup mit. Und das was so hoch
gehandelt wird ist nur das was einem als erstes einfällt. Aber das ist
meistens nicht der wahrscheinlichste Unfallgrund.
Nur mal so zum Nachdenken: Es gab mal von einer namhaften Firma ( die es so
nicht mehr gibt) ein Flaschenventil das die Eigenschaft hatte wenn es nicht
weit genug aufgedreht war auf größerer Tiefe und geringerem Druck plötzlich
komplett zu zu gehen. Da hat keiner dran gedacht, bis es passierte. (habe
ich bei nem Tauchpartner auch erlebt) Seit dem dreht man die Flaschen
komplett auf und eine halbe Umdrehung zurück. Aber die wenigsten wissen noch
disen wirklichen Grund. Damals ist nichts passiert. Das war alles kein
Problem, nur eine Randbemerkung beim Tauchgang....
Nurmalso
Grüße
Oliver
Bastian Scholz schrieb:
> Daneben finde ich die Unterscheidung von "Tekki" und
> "Sporti" sehr akademisch und künstlich an den Haaren herbeigezogen.
NAK. Ich bin keiner und weiss, dass ich nicht technisch tauchen
(Mischgastauchen) kann. Ich habe es einfach nicht gelernt. Umgekehrt ist
natürlich ein Tekki auch nur ein Sporttaucher.
> Allerdings stelle ich mir auch die Frage, was ist so falsch daran auch
> mal über den Tellerrand zu schauen und sich die Entwicklungen der
> letzten 10 Jahre anzusehen?
Nichts ist falsch daran. Einiges von der Konfiguration ist sehr gut auch
für mich "Normalo".
> Kauf dir Wing, Tanklampe und Konfiguriere dich nach DIR.
Ds ist mir zu pauschal und muss nicht für alle gelten - das eine oder
andere ja, aber nicht alles. Auch nicht für anspruchsvolle Tauchgänge.
>
> Ich möchte hier keinem in Abrede stellen, das er auch mit seiner
> "NON-Dir" Ausrüstung gute und anspruchsvolle Tauchgänge machen kann,
> ganz im Gegenteil, dafür braucht es wie bereits angesprochen
> hauptsächlich Taucherfahrung und man muss sich wohl fühlen.
Eben
Aber die
> Technik kann einen dabei durchaus unterstützen, nur wenn sie zum
> Selbstzweck wird ("Tekkis sind cool"-Effekt) wird es Problematisch.
Das ist der Punkt
Viele Grüße
Klaus
Martin Heggli schrieb:
> Es wäre also mehr als nur fair von den Tauchbasen-Betreibern, wenn
> selbständige Taucher günstiger tauchen könnten. Oder unselbstständige
> Taucher für Extradienstleistungen wie Ausrüstung zusammenbauen,
> ausspülen, Kranzüge usw. auch extra bezahlen müssten, oder?
Jepp.
Und Pauschalisierungen sind ebensosehr falsch wie sie im Einzelnen
zutreffen können.
Grüße
Klaus
--
Tauchen ist kein Sport - sondern ein Zustand
> Diese neue Generation macht zwar
> alle möglichen Kurse und Kürschen, begibt sich aber trotzdem zu 100 % in
> die Obhut von Guides - wenn der warum auch immer mal ausfällt, findistet
> keiner von denen mit Buddy zu Boot oder Einstieg zurück.
Bei diesen Kursen fällt ja auch niemand durch. Egal wie blöd er ist.
Beipiel Nitrox. Die Prüfungsfragen sind eigentlich ganz angemessen.
Leider braucht sie niemand selbständig zu lösen. Der ganze Unsinn wird
nochmals im nachhinein durchgekaut. Es bestehen Leute die Prüfung die
Sauerstoffrein und Sauerstofftauglich nicht unterscheiden können, noch
wirklich wissen was ein Partialdruck ist oder was unter der Sättigung zu
verstehen ist.
> Ob es bei den Freizeitseglern wohl irgendwann auch so kommt, dass ein
> Gehilfe des Hafenmeisters per Zodiac rausfährt als Segelsetzer und nach
> Rückkehr als Segeleinpacker und Deckaufklarierer?
Es geht um den reinen Kommerz. Blöde Taucher bleiben treue Kunden. Die
Freiheitsgrade werden ständig weiter eingeschränkt, dem tatsächlichen
Können angemssen eben. Die alte Regeln, mit der wir ausgebildet wurden
gelten nicht mehr. Nach dem Grundtauchschein sind wir in sehr einfachen
Gewässern alleine getaucht. Diesen Schein haben wir nach einem 3/4 Jahr
Intensievausbildung bekommen. Nach ca. 30 TG haben wir uns dann nach
einem wieteren halben Jahr an Bronze herangetraut. Danach wurde uns
gesagt nun taucht mal ordentlich schön viel und sammelt Erfahrungen und
dann könnt ihr irgendwann Silber machen. Nach 120 weiteren TG und ca.
2,5 Jahren haben wir bei einem ehemaligen BW Taucher die Silberprüfungen
abgelegt. Nun überschreiten wir mit ca. 300 TG die Stufe vom Anfänger
zum leicht fortgeschrittenen Anfänger und bereiten uns auf Gold vor. Wir
sind fast immer alleine getaucht in Ostsee, Nordsee, Atlantik, rotes
Meer etc. und haben versucht aus unseren Erfahrungen zu lernen.
Wenn ich mir die jetzigen Anforderungen anschaue sind sie um einiges,
auch in der Theorie, abgeschwächt worden. Es gibt Silbertaucher, die
sich nicht trauen Tiefer als 20 Meter zu tauchen oder irgendwie Deko
riskieren wollen. Sie sind keinerlei Argumenten zugänglich und haben die
tauchphysikalischen und medizinischen Grundlagen nicht verstanden. Auch
manche Ausbilder faseln Wirres, nachweislich falsches Zeug. Dafür haben
die meisten eine nette bunte Ausrüstung und viele, sehr viele
Plastikkärtchen.
MFG Stefan
> warum denn auch nicht!
Bei Freiwassertauchgängen im trüben Baggersee auf 15m?
Irgendwie nicht meine Welt...
> Mal die Verbandsbrille abnehmen und einfach mal locker nachdenken.
> Je mehr Gerödel um so mehr "Taskload"
> Lerne im geschützten Bereich (am Händchen vom TL...) das Tauchen mit der
> einfachst möglichen Konfiguration und dann immer mit keinen Schritten immer
> etwas dazu.
Wie soll man was dazu lernen, wenn man in der kompletten Ausbildung noch
nie einen Zweitautomaten gesehen hat?
> absolut auf das
> Geraffel verlassen kannst (oder willst) dann ist sowieso das Tauchen der
> falsche Sport.
OK, ich glaube das ist der Punkt wo wir eklatant unterschiedlicher
Meinung sind. Ich denke alles was ausfallen kann, wird irgendwann
ausfallen! Für alle (mir bekannten) technischen Fehlermöglichkeiten hab
ich eine Redundanz oder Notfallplan dabei.
> Du hast nicht für alles Backup mit.
Für was nicht?
> Seit dem dreht man die Flaschen komplett auf und eine halbe
> Umdrehung zurück.
Und woher kommt es, das man die Ventile auch wieder eine halbe Umdrehung
zurück dreht? Ich jedenfalls drehe meine Ventile aus praktischen Gründen
immer komplett auf...
Grüße
Bastian
> Und woher kommt es, das man die Ventile auch wieder eine halbe Umdrehung
> zurück dreht? Ich jedenfalls drehe meine Ventile aus praktischen Gründen
> immer komplett auf...
Guck dir mal die Skizze vom Innenleben eines Flaschenventils an. Die
halbe Drehung zurück soll gewisse Belastungen auf die Ventilmechanik
minimieren.
Jo
Zitat mal umgestellt.
Wo kommt denn die Feuchtigkeit für diese Eisbröckchen im Automaten her?
Ich hab immer nur dann Eisbrocken im Einatemgas, wenn ich definitiv
vorher Wasser in der ersten Stufe hatte, wobei mir meine Apekse dabei
auch noch nie Eingefroren sind...
Grüße
Bastian
Das frag ich mich auch. Im Normalfall sollten sich nur ein paar verirrte
H2O-Moleküle in Flasche und 1. Stufe rumtreiben, da ist doch eigentlich
nix, was Eis bilden kann. Saubere Luft und trockene 1. Stufe
vorausgesetzt, natürlich.
Neugierig,
Hannes
--
Hannes Deeken <h...@cool.de> Glenlivet @ IRCNet
If you didn't act on it, it wasn't a true emotion
> Guck dir mal die Skizze vom Innenleben eines Flaschenventils an. Die
> halbe Drehung zurück soll gewisse Belastungen auf die Ventilmechanik
> minimieren.
Hab gerade keine Skizze zur Hand, hab deshalb ein Ventil auseinander
genommen, und jetzt folgende Teile vor mir liegen (Nagelt mich bitte
nicht auf die exakten Namen fest):
Unterspindel
Oberspindel mit
-> O-ring und
-> Teflonscheibe
2. Teflonscheibe als Anschlag
Ventilmutter mit
-> O-Ring
Gleitscheibe
Handrad
Feder
Ventilschraube
Eine Mechanische Belastung kann ich bei Voll aufgedrehtem Ventil
zwischen Unter- und Oberspindel (Metall - Metall Verbindung) und
zwischen Oberspindel und 2. Teflonscheibe erkennen.
Bei ersterem sehe ich keine Relevanten Verschleißprobleme durch das
aufgedreht lassen, wenn überhaupt nur die Möglichkeit das es durch
Gewaltvolles aufdrehen in der "auf" Position blockieren kann, das ist
aber nur ein Problem beim Aufdrehen und nicht beim offen lassen.
Zweiteres belastet die Teflonscheibe, welche dadurch gequetscht wird.
Das dürfte aber ein freundliches nichts im Vergleich zu den 200 bar
sein, die auf die erste Teflonscheibe drücken und ich sehe hier im
Rahmen der Menschlichen Kraft ohne Hilfsmittel keine Möglichkeit die
Teflonscheibe nachhaltig zu schädigen.
Was hab ich übersehen?
Grüße
Bastian
On 12.07.2010 17:54, Oliver Moder wrote:
> Schau die nur mal die
> Vereisungszenarien an. Da ist immer Wasser mit im Spiel das in der Flasche
> sein muss. Trocken Luft vereist nicht und ein Automat der mit genügend
> Wasser umspült ist und nicht wie die modernen Dinger schön isoliert in
> seiner Sauce schlabbert bekommt so viel Wärme, ja auch Wasser von fast 0°
> ist noch lange nicht fest das es enorme Lufmengen braucht um da genügend
> tiefe Temperatuern hin zu bekommen.
ein wenig muß ich Dir widersprechen.
Ich hab's vor langer Zeit mal ausprobiert weil ich wissen wollte wie das
abläuft. Die Luft in der Flasche war knochentrocken und ich habe den
R190 bei ca. 6 °C Wassertemperatur gezielt zum vereisen gebracht.
Ich habe festgestellt, daß ich auch aus einem abblasenden Automaten noch
gut atmen kann, habe die Flasche zugedreht, nach 2 Minuten wieder
aufgedreht und alles war wieder ok. (Selbstverständlich hatte ich zur
Sicherheit ein zweites Gerät dabei) Ich bin auch der Meinung, daß die
Vereisung im Bereich der 2. Stufe auftrat, da die hauptsächlich aus
schlecht wärmeleitendem Kunststoff besteht und innen und außen naß ist.
Die 1. Stufe hingegen ist aus gut leitendem Messing und innen trocken.
Ich warne mögliche Nachahmer nachdrücklich vor leichtsinnigen
Experimenten. Man muß sowas gut vorbereiten, bei der Planung immer vom
schlimmsten Fall ausgehen und gute, nervenstarke Partner dabei haben,
damit nichts passiert.
Gruß, Herbert.
Das ist kein Problem beim Aufdrehen, sondern beim Schliessen nach dem
TG.
> Was hab ich übersehen?
Dass man das Ventil wieder zu drehen möchte? :>
Ciao,
Am 12.07.10 18:10 schrieb Oliver Moder:
> Nur mal so zum Nachdenken: Es gab mal von einer namhaften Firma ( die es so
> nicht mehr gibt) ein Flaschenventil das die Eigenschaft hatte wenn es nicht
> weit genug aufgedreht war auf größerer Tiefe und geringerem Druck plötzlich
> komplett zu zu gehen. Da hat keiner dran gedacht, bis es passierte.
Das wusste ich auch nicht. Mir wurde bei diversen anderen Gelegenheiten
- Ausbildung (Schweißgase), Zivi im Rettungsdienst (O2), Studi-Job in
der Kneipe (CO2) - die Regel Aufdrehen, 1/4 Umdrehung zurück, stets
damit erklärt, dass immer wieder Dödel gibt, welche nicht wissen, in
welche Richtung man eine Flasche öffnet oder schließt. So als
Anhaltspunkt, macht man nur eine viertel Umdrehung, war's die falsche
Richtung ;-)
Gerade wenn man mit einem großen Gabelschlüssel an die Armatur ran geht,
nicht die allerdümmste Idee ... ;-)
Grüße,
Stefko
--
Hey Ho Let's Go
http://blognroll.com
49°0'32.94"N, 8°25'28.91"O
Mir wurde es mal so erklärt:
a) Um Belastung aus dem Ventil zu nehmen.
b) (Wichtiger) Damit man 'sofort' erkennen kann, dass das Ventil schon
offen ist. Lässt es sich in beiden (Dreh-)Richtungen bewegen -> offen,
geht es nur in einer Richtung -> geschlossen. Kein Vertun möglich, auch
wenn man mal das Ventil auf dem eigenen Rücken checken will (und dabei
sonst erst mal nachdenken müsste, in welche Richtung ist denn jetzt
'auf') oder wenn man mal ein Ventil erwischen sollte, dass anders herum
öffnet (meine ich schon erlebt zu haben auf irgendeiner Basis)...
Mein Schluss: Klingt plausibel, macht nicht mehr Arbeit, ich sehe kein
mögliches Problem durch diese Handhabung => also mache ich es so. :-)
Viele Grüße,
Michael