Gibt es Infos im Internet darüber?
Danke schon im voraus für Beiträge!!
Hallo
Ich glaube solche Quallen im Rossensee / Kamp-lintfort gesehen zu haben.
Hatten die grösse eines 5 DM stückes.
War auch das erste mal das ich so was gesehen habe,war aber schön.
mfg
Jochen
Carsten Hofweller schrieb:
> Gibt es Süsswasserquallen ?
ja
> Gibt es Infos im Internet darüber?
ja, z.B. http://www.aquarius-live.de/quallen.html und anderes in
altavista unter: "+quallen +süßwasser" gefundenes...
BTW: Selbersuchen bildet, noch viel Spaß dabei((-:
Gruß
Stefan
>Gibt es Süsswasserquallen ?
ja, habe in den letzten Jahren häufiger welche in den lokalen Seen (im Sommer
bei einer Wassertemperatur > 20°C) in der Nähe der Wasseroberfläche gesichtet.
Die Größe der Lebewesen lag im Bereich 10 mm <= d <= 30 mm.
Angeblich sollen diese Medusen aus dem Mittelmeer "eingeschleppt" worden sein,
der genaue Verbreitungsweg entzieht sich aber meiner Kenntnis.
--
Viele Grüße
Peter
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Peter Rachow - Karlsruhe - Germany peter....@teachers.org
Internetseiten: http://home.t-online.de/home/peter.rachow/
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Hallo Leute,
hierzu vielleicht eine kleine Ergänzung/ Richtigstellung:
Ja es gibt Süßwasserquallen, allerdings nicht so artenreich wie ihre
Verwandten im Meer. Sie gehören zu der Klasse der Hydrozoen, zu der auch der
allseits bekannte Süßwasserpolyp zählt. Als ich so meine Fachliteratur
konsultierte, stellte ich fest, dass sich die ehrenwerten Zoologen wieder
einmal nicht so recht einig zu sein scheinen, wie viele Arten es nun
eigentlich gibt. Das Problem bei diesen Tieren ist nämlich, dass sie einen
Generationswechsel haben: Die Medusen sind die geschlechtliche Generation,
aus deren Eiern sich dann (festsitzende) Polypen entwickeln; die bringen
dann auf ungeschlechtlichem Wege (Abschnürung) wieder Medusen hervor u.s.w..
Früher hat man Polypen und Medusen als getrennte Arten angesehen, und so
kursieren heute noch z. T. unterschiedliche Namen für das "gleiche" Tier.
Die bekannteste Art dürfte auf jeden Fall Craspedacusta sowerbyi (auf
deutsch eben "Süßwassermeduse") sein, die laut Lehrbuch bis 20 mm
Schirmdurchmesser erreicht. Die Art wurde Ende des letzten Jahrhunderts in
Europa erstmals in englischen Tropenhäusern entdeckt. Auch über deren
Herkunft streiten sich die Geister: Hier liest man, sie sei aus Südamerika
eingeschleppt, dort, dass sie aus Ostasien stammt und im dritten Buch, dass
sie wahrscheinlich (mittlerweilen ohnehin) weltweit verbreitet zu sein
scheint. Aus dem Mittelmeer, lieber Peter, kann sie aber auf keinen Fall
stammen, denn sie heißt nicht umsonst SÜSSwassermeduse und verträgt kein
Salz- oder Brackwasser.
So, ich hoffe, der kleine Ausflug in die Wirren der Zoologie hat Euch nicht
gelangweilt.
Man liest sich
Sven
ja, ich habe bereits welche gesehen. Lieder aber nur sehr kleine. Ich glaube
die werden im Süßwasser auch nicht größer. Leider habe ich auch im Internet
noch nichts darüber gelesen.
Gruß
Dieter
"Carsten Hofweller" <CHofw...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8pto9l$dlo$10$1...@news.t-online.com...
> Gibt es Süsswasserquallen ?
>
> Gibt es Infos im Internet darüber?
>
Peter Rachow wrote:
> Hallo Carsten,
>
> >Gibt es Süsswasserquallen ?
>
> ja, habe in den letzten Jahren häufiger welche in den lokalen Seen (im Sommer
> bei einer Wassertemperatur > 20°C) in der Nähe der Wasseroberfläche gesichtet.
> Die Größe der Lebewesen lag im Bereich 10 mm <= d <= 30 mm.
Wir haben welche im Steitkoepfle vor zwei oder drei Wochen gesehen.
Gruss
Juergen
>scheint. Aus dem Mittelmeer, lieber Peter, kann sie aber auf keinen Fall
>stammen, denn sie heißt nicht umsonst SÜSSwassermeduse und verträgt kein
>Salz- oder Brackwasser.
Hallo,
dachte ich mir auch das eine Qualle wegen der Osmose den Wechsel von
Salz zu Süsswasser nicht überstehen würde. Sie würde soviel Wasser
aufnehmen das sie platzen müsste. Denn eine Salzwasserqualle muss in
ihrem Körper Salzwasser mit dem gleichen osmotischen Druck wie das
umgebende Wasser haben.
Bye
ja sie gibt es, bei uns im See komme sie auch sehr oft vor.
Wenn diese Quallen auftauchen liegen sehr gute Wasserverhältnisse vor.
Ich wurde es nur nicht an die GROßE Glocke hängen, sonst kann es passieren,
dass der See zum Naturschutzgebiet erklärt wir.
Dann ist es vorbei mit dem TAUCHEN.
Gruß
Michael
> Hallo,
>
> dachte ich mir auch das eine Qualle wegen der Osmose den Wechsel von
> Salz zu Süsswasser nicht überstehen würde. Sie würde soviel Wasser
> aufnehmen das sie platzen müsste. Denn eine Salzwasserqualle muss in
> ihrem Körper Salzwasser mit dem gleichen osmotischen Druck wie das
> umgebende Wasser haben.
>
> Bye
So ist das! Übrigens nennt man solche Tiere, bei denen der osmotische Druck
ihrer Körperflüssigkeiten (zumindest in gewissem Umfang) dem des
Umgebungsmediums entspricht, "Osmokonformer". Ganz Unrecht hatte Peter aber
auch nicht, zumindest was seine Vorstellung betrifft, dass Tiere aus dem
Meer ins Süsswasser eingeschleppt werden können. Diese Tiere sind allerdings
entweder - obwohl osmokonform - sehr tolerant gegenüber schwankenden
Salzgehalten oder wie z. B. Lachse in der Lage, ihr inneres Milieu
weitgehend konstant zu halten. So was nennt man dann "Osmoregulierer".
So long
Sven
Schoene Tauchgaenge
Joachim Himmeroeder
Saarbruecken
>So ist das! Übrigens nennt man solche Tiere, bei denen der osmotische Druck
>ihrer Körperflüssigkeiten (zumindest in gewissem Umfang) dem des
>Umgebungsmediums entspricht, "Osmokonformer". Ganz Unrecht hatte Peter aber
>auch nicht, zumindest was seine Vorstellung betrifft, dass Tiere aus dem
>Meer ins Süsswasser eingeschleppt werden können. Diese Tiere sind allerdings
>entweder - obwohl osmokonform - sehr tolerant gegenüber schwankenden
>Salzgehalten oder wie z. B. Lachse in der Lage, ihr inneres Milieu
>weitgehend konstant zu halten. So was nennt man dann "Osmoregulierer".
Hallo,
ja die Lachse und doch auch die Aale wechseln freiwillig zwischen
Süss- und Salzwasser und wieder zurück, da kann man doch kaum vom
Einschleppen sprechen. Bei Tieren wie Quallen, die zu über 90 % aus
Wasser bestehen kann ich mir eine grosse Toleranz gegenüber
schwankenden Salzgehalten nicht recht vorstellen.
Die australischen Seewespen verbringen doch ihr Jugendstadium in
Flussmündungen und schwimmen dann ins Meer. Bei diesem Wechsel können
sie ja nicht platzen, nur schrumpfen.
Wenn die aus dem Meer ins Süsswasser kommenden Lachse ihr inneres
Milieu weitgehend konstant halten, dann müssen sie ja ständig über die
Kiemen Wasser in ihren Körper aufnehmen, aber auch kontinuierlich
wieder ausscheiden um ihr inneres Milieu konstant zu halten.
Bye
"Uwe Hercksen" <uwe.he...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:39cb42e...@News.CIS.DFN.DE...
> ja die Lachse und doch auch die Aale wechseln freiwillig zwischen
> Süss- und Salzwasser und wieder zurück, da kann man doch kaum vom
> Einschleppen sprechen.
ich habe die Lachse eigentlich als Beispiel für Osmoregulierer angeführt und
nicht als Beispiel für eingeschleppte Tierarten. Trotzdem: Auch Lachse wurden
und werden in anderen Teilen der Welt gezüchtet und AFAIK aus wirtschaftlichen
Beweggründen in Flüssen ausgesetzt.
> Wenn die aus dem Meer ins Süsswasser kommenden Lachse ihr inneres
> Milieu weitgehend konstant halten, dann müssen sie ja ständig über die
> Kiemen Wasser in ihren Körper aufnehmen, aber auch kontinuierlich
> wieder ausscheiden um ihr inneres Milieu konstant zu halten.
Sorry, das stimmt so nicht: Lachse sind - wie alle Knochenfische - bzgl. des
_Meer_wassers _hypo_tonisch. Im Süßwasser haben sie "keine Probleme", im Meer
jedoch verlieren sie ständig Wasser an ihre hypertonische Umgebung. Den
Wasserverlust gleichen sie aus, indem sie ständig große Mengen an Meerwasser
trinken. Dadurch nehmen sie allerdings auch sehr viel an überschüssigen Salzen
auf. Diese werden über die Nieren, die Kiemen, die sog. Rectaldrüse und - zu
einem rel. geringen Anteil - auch über die Haut wieder nach draußen befördert.
Um den Wasserverlust einzuschränken und die Salzausscheidung zu optimieren,
bilden marine Knochenfische relativ wenig und stark konzentrierten Harn.
(Details hierzu findet man in jedem guten Lehrbuch der Tierphysiologie.)
Gut Luft an alle
Sven
--
Die Hauptfragen im Leben muß man sich selbst beantworten -
und beantwortet man sich wirklich selbst.
(Heinrich Heine)
Versuche mal
http://www.uni-konstanz.de/limnologie/staff/jan/craspedacusta/frame.htm
Gruß - Martin
--
Sportler leben nicht länger - sie sterben nur gesünder !!
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achim.h...@ngi.de
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Carsten Hofweller schrieb in Nachricht
<8pto9l$dlo$10$1...@news.t-online.com>...