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wieviel Liter Luft für 10kg Auftrieb ? präziser

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cdm...@my-deja.com

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Hallo,

Ich muss die Frage präzisieren:

Wieviel Liter Luft benötige ich in 30m Tiefe
damit 10kg (zB. Bleigurt) einen neutralen Auftrieb
erhalten ?
Es geht nur um den 10kg Bleigurt, der mit Hilfe eines
Hebesacks angehoben werden soll. Der Auf/Abtrieb des
Tauchers soll bei Berechnung ausser acht gelassen werden.

Wenn möglich mit Lösungsweg.

Gruss, Thomas


Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.

Anita Sprungk

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
cdm...@my-deja.com schrieb:
>
> Hallo,

> Wieviel Liter Luft benötige ich in 30m Tiefe
> damit 10kg (zB. Bleigurt) einen neutralen Auftrieb
> erhalten ?
> Es geht nur um den 10kg Bleigurt, der mit Hilfe eines
> Hebesacks angehoben werden soll.

Hi,

10 kg Abtrieb auf 30 m Tiefe = 4 bar Druck. Das macht 10 l x
4 bar, also 40 barl. Damit dürfte bereits ein wenig Auftrieb
erreicht werden, da das Blei ja auch Wasser verdrängt.

Gruß, Anita

************************************************
-- http://www.geocities.com/perca_fluviatilis --

Thomas Fessel

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
On Wed, 05 Jan 2000 09:09:53 GMT, cdm...@my-deja.com wrote:

>Hallo,
>
>Ich muss die Frage präzisieren:
>

>Wieviel Liter Luft benötige ich in 30m Tiefe
>damit 10kg (zB. Bleigurt) einen neutralen Auftrieb
>erhalten ?
>Es geht nur um den 10kg Bleigurt, der mit Hilfe eines

>Hebesacks angehoben werden soll. Der Auf/Abtrieb des
>Tauchers soll bei Berechnung ausser acht gelassen werden.
>
>Wenn möglich mit Lösungsweg.
>
>Gruss, Thomas

Hi Thomas,

incl. Theorie:

um 10 kg Blei in Wasser mit neutralem Auftrieb zu versehen, benoetigt man

X=(Auftrieb fuer 10kg bei Blei mit 'Null-Volumen')-(Eigenauftrieb des 10kg-Blei)
=(10L Wasserverdraengung)-(10kg/Dichte(Blei))
=(10L Wasserverdraengung)-(10kg/11,35 kg/L)
=( " )-(0,88L)
=9,12 L Wasserverdraengung.

Bei einer Tiefe von 30m herrscht ein Umgebungsdruck von 4bar,
d.h. um 9,12L Wasser zu verdraengen benoetigt man 4*9,12L
= 36,48 Liter Luft und einen Hebeballon mit einem Verdraengungsvolumen >= 9,12 Liter.

Dabei wurde der Eigenauftrieb des Hebeballons und der Verseilung nicht beruecksichtigt.

hope this helps ...

ciao und immer genug Luft in der Flaesch ...

Tom
---------------------------------------------------------
Thomas Fessel
email: tfe...@de.oracle.com
---------------------------------------------------------
The statements and opinions expressed here are my own and
do not necessarily represent those of Oracle Corporation.

Thomas Dolejs

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Hi.
Super. Und wie sieht es aus wen da nun noch ein Taucher dranhängt?
Taucher ca. 85 Kg. 7 mm Neoprentrocki.
Tchuldigung aber ich finde das zum Vergleich Interesant.
Gruß : Thomas
Vor Aids kann man sich Schützen.
Vor mir nicht !
thd...@t-online.de

Thomas Fessel <tfe...@de.oracle.com> schrieb in im Newsbeitrag:
387319a9...@newshost.us.oracle.com...

Karin Landherr

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Der Taucher IST hoffentlich neutral austariert....

karin

Thomas Dolejs wrote in message <84vibs$24p$1...@news06.btx.dtag.de>...

Ralf Schnackertz

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to

Ein 10 kg Bleigurt verdrängt doch keine 10 liter Wasser!!!!
Dann müßte er das Volumen haben, welches 10 liter Wasser einnimmt.
Deshalb nimmt man schließlich Blei, weil es durch seine hohe dichte bei
kleinem Volumen sehr wenig Wasser verdrängt.
Ich habe es nie getestet, aber ich schätze, das ein 10kg-Bleigurt gerademal
1-1,5 liter Wasser verdrängt.

Gruß Ralf


Anita Sprungk

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Ralf Schnackertz schrieb:

>
> Ein 10 kg Bleigurt verdrängt doch keine 10 liter Wasser!!!!

Hi Ralf,

das hat auch niemand behauptet. Lies lieber noch mal richtig
nach, was Thomas F. da vorgerechnet hat.

Gruß, Anita

Falk Brunner

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to

Ralf Schnackertz schrieb:

> Ein 10 kg Bleigurt verdrängt doch keine 10 liter Wasser!!!!

> Dann müßte er das Volumen haben, welches 10 liter Wasser einnimmt.
> Deshalb nimmt man schließlich Blei, weil es durch seine hohe dichte bei
> kleinem Volumen sehr wenig Wasser verdrängt.
> Ich habe es nie getestet, aber ich schätze, das ein 10kg-Bleigurt gerademal
> 1-1,5 liter Wasser verdrängt.

Tja, das hat der alte Archimedes auch schon gemerkt, als er mit seinem
Quietschentchen gebadet hat ;-)
Das Gewicht eines Körpers, welcher in eine Flüssigkeit eingetaucht wird,
veringert sich um die Masse der verdrängten Flüssigkeit.
Also mal wieder praktisch. Die Dicht eines Körpers sinkt im Wasser um die
Dichte des selben (also rund 1)
-> 11,3 (Blei) -1 (Wasser) =10,3
-> 1/11,3 (prozentuale Massenabnahme) =8,84%
8,84% * 10kg = 884g
-> Wasserverdrängung 0.884 l

Läßt sich auch leicht prüfen. Volumen = Gewicht/Dichte=10kg/11,3 =0,884 dm^3.

Jetzt wissen wir warum Archimes von seinem König so geschätz wurde.
Möchte nur mal wissen, warum ihn dann so ein Depp von römischen Söldner
erschlagen hat. Jaja

Join the army
Travel around the world
Meet interesting people
And kill them

:-(

MfG
Falk

Sascha Noormann

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Hallo Tom,

spitze das Ergebnis habe ich ausgerechnet. Hier auch noch mal die passenden
Formeln dazu:

Scheinbare Gewichtskraft F (G)´ eines Körpers in einem Fluid:
F(G)=(absolute) Gewichtskraft des Körpers
F(A)=Auftriebskraft des Körpers im Fluid

F(G)´ = F (G) - F(A)


F(A)= rho * g * V(K)´

Rho=Dichte des Fluids (annehmbar mit 1 kg/l, etwas anders bei Salzwasser
=f(Konzentration)
g=Erdbeschleunigung (9,81 m/s^2)
V(K)´=Volumen des Körpers, der sich im Fluid befindet, hier V(K)=m/rho
(m=10 kg, rho=11,34kg/l) macht dann 0,882l

Schwebebedingung:
F(G) = F(A)
m * g = rho * g * (V (Blei) + V(Luft)) (Blei gerade ausgerechnet
0,882 l + Luft ist gesucht) Formel umstellen =>

V(Luft) = m / rho - V(Blei) = 10/1-0,88 = 9,12 Liter (ohne Einheiten)


So ich hoffe es war ausführlich genug. War aber eine gute Auffrischung für
mich mal und immer noch besser als "blöde" Kommentare abzugeben und dann
doch keine Lösung parat haben (siehe andere Postings......)

Blub, blub

Sascha

Dietmar Strey

unread,
Jan 5, 2000, 3:00:00 AM1/5/00
to
Thomas Dolejs schrub:

>Super. Und wie sieht es aus wen da nun noch ein Taucher dranhängt?
>Taucher ca. 85 Kg. 7 mm Neoprentrocki.

Da der menschliche Koerper zum groessten Teil aus Wasser besteht, ist
er im selbigen nahezu neutral tariert.
Bleibt also noch der 7-mm-Trocki aus Neopren. Neopren besteht aus mit
Gas gefuellten Loechern, um die ein bisschen Kunststoff drumrum ist.
;-)
10 kg Blei reichen - in Abhaengigkeit von der Dicke des Neoprens,
dessen Zustand und der Art und Dicke des Unterziehers in der Regel
aus, um damit neutral tariert zu sein. Allerdings wird es dann beim
Abtauchen ein wenig eng und bei laengeren und tieferen Tauchgaengen
ein bisschen kalt, so dass man im Trocki lieber ein paar Kilo Blei
mehr mitnimmt. Macht aber nix, gleicht man ja mit Luft im Trocki
wieder aus. Das Jacket bleibt davon ja zunaechst unberuehrt.

>Tchuldigung aber ich finde das zum Vergleich Interesant.

Verstehe nicht, was daran so interessant ist. Nach Archimedes ist der
Auftrieb eines in Wasser getauchten Koerpers gleich der Masse der von
ihm verdrängten Wassermenge. 10 kg Blei verdraengen immer 884 cm^3.
Und 10000 cm^3 - 884 cm^3 = 9116 cm^3. Egal, ob im Trocki oder nicht.
:-)

P.S.: Fuer derartige fisikalische Eksperimente empfehle ich folgende
Homepage: http://home.augsburg.baynet.de/walter.fendt/phys/indexph.htm
--
Archiv der Newsgroup de.rec.sport.tauchen bei
http://scubahoo.xinu.de/

Uwe Stoeckel

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Im Artikel <387389A6...@htw-dresden.de>, Falk Brunner
<htw...@htw-dresden.de> schreibt:

>
>Tja, das hat der alte Archimedes auch schon gemerkt, als er mit seinem
>Quietschentchen gebadet hat ;-)

Jau,
der hat den Scheiß damals erfunden und wir müssen uns nun damit herumplagen
....

Schöne Grüße,
Uwe

PS: :-))
Sachkenntnis kann jeder lebhaften Diskussion nur schaden!

Lothar Ackermann

unread,
Jan 6, 2000, 3:00:00 AM1/6/00
to
Thomas Fessel schrieb:

Hai,

Anmerkung:
müßte man nicht noch zwischen süß- und salzwasser unterscheiden?
Salzwasser hat eine hörer Dichte und somit mehr Auftrieb als Süßwasser.

Gruß
Lothar

Anita Sprungk

unread,
Jan 7, 2000, 3:00:00 AM1/7/00
to
Lothar Ackermann schrieb:

> Salzwasser hat eine hörer Dichte und somit mehr Auftrieb als Süßwasser.

Sorry, Lothar, aber ich kann's mir nicht verkneifen:
Salzwasser hat durch seine höhere Dichte natürlich nicht
mehr Auftrieb, sondern mehr Abtrieb. Alles, was im
Salzwasser schwimmt, hat dadurch mehr Auftrieb. :-)

Gruß, Anita

Thomas Fessel

unread,
Jan 10, 2000, 3:00:00 AM1/10/00
to

>Anmerkung:
>müßte man nicht noch zwischen süß- und salzwasser unterscheiden?
>Salzwasser hat eine hörer Dichte und somit mehr Auftrieb als Süßwasser.
>
>Gruß
>Lothar

Hi Lothar,

wenn man's ganz genau will, muss man auch noch die Wassertemperatur berücksichtigen,
sowie eine Wasserprobe entnehmen, um die genauen physikalischen Eigenschaften zu bestimmen.
Dann bleiben noch so Sachen wie Temperaturverteilung und Stroemungen unberuecksichtigt.

Ich bin also von einem vereinfachten Schema mit Dichte(H2O)=1 ausgegangen und davon, dass die
Bleistuecke auch tatsaechlich 10kg wiegen. In der praktischen Umsetzung rechnet man noch eine
Reserve dazu, dann passt's scho.

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