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Rückenschmerzen trotz bleiintegriertem Jacket

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Steffen Beisswanger

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Jun 24, 2001, 12:58:01 PM6/24/01
to

Hallo zusammen !

Nach dem gestrigen Tauchgang hatte ich etwas Rückenschmerzen im
Lendenwirbelsäulen- Bereich.
Da ich es etwas mit dem Rücken habe (und das schon mit 25 *seufz*), habe
ich mir ein bleiintegr. Jacket (Seaquest ProQD) angeschafft.
Gestern hatte ich 8 KG Blei dabei, wobei je 3 KG in den Seitentaschen
waren und je 1 KG in den Taschen der Rückentrage. Mit weniger als 8 Kg
komme ich nicht aus, da ich sonst auch mit leerem Jacket nicht absinke
(liegt wohl am neuen Neopren oder meiner Leichtigkeit). Zudem war ich
gestern nicht tiefer als 5 Meter. Hatte ein 10l Fläschchen dabei.

Nun, hat jemand eine Idee warum ich nach dem Tauchgang Rückenschmerzen
hatte bzw. wie ich in Zukunft diese ganz vermeiden kann ?

Gruss, Steffen

Jens Dalitz

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Jun 24, 2001, 3:54:53 PM6/24/01
to
Steffen Beisswanger wrote:
> hat jemand eine Idee warum ich nach dem Tauchgang Rückenschmerzen
> hatte

Es kann auch sein, daß es an der Flasche liegt.
Versuchs mal mit einer langen 12er.

Gruß _Jens_

Thomas Dursthoff

unread,
Jun 24, 2001, 5:31:34 PM6/24/01
to

"Steffen Beisswanger" <Steffen.B...@t-online.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3B361C19...@t-online.de...

>
> Hallo zusammen !
>
> Nach dem gestrigen Tauchgang hatte ich etwas Rückenschmerzen im
> Lendenwirbelsäulen- Bereich.
> Da ich es etwas mit dem Rücken habe (und das schon mit 25 *seufz*), habe
> ich mir ein bleiintegr. Jacket (Seaquest ProQD) angeschafft.
> Gestern hatte ich 8 KG Blei dabei, wobei je 3 KG in den Seitentaschen
> waren und je 1 KG in den Taschen der Rückentrage.

Hi Steffen,

zur Entlastung der Wirbelsäule ist der gute alte Bleihüftgurt leider immer
noch das Beste. Der liegt auf dem Beckenknochen auf und belastet somit die
Wirbelsäule nahezu überhaupt nicht. Alles was Du mit den Schultern trägst,
geht logischerweise aufs Kreuz. Insofern sind die beliintegrierten Jackets
nicht so besonders fürs Kreuz. Natürlich bloss an Land, versteht sich ja von
selbst.

Gruss
Thomas


office .taucher.at

unread,
Jun 24, 2001, 5:33:48 PM6/24/01
to
Hallo Jens!
Ich denke es können zwei Ursachen sein. Zuerst mußt Du Dir überlegen,
welcher Auftrieb in Kp auf welche Körperteile wirkt.
Dann wirst Du bemerken , daß Du das Gegengewicht zu dem Auftrieb des
Tauchanzuges (der über den gesamten Körper wirkt) vorwiegend im
Lendenwirbelbereich trägst..
Eine Möglichkeit wäre ein Teil des Blei so zu plazieren, daß das
Gegengewicht zum Teil auf den Schultern lagert. Des weiteren kannst du den
Auftrieb der Beine mit Fußblei etwas ausgleichen.
Eine weitere Ursache können auch die Flossen sein, da die Flossenbewegung
richtigerweise aus der Hüfte erfolgt und dadurch die Muskulatur im
Lendenwirbelbereich zusätzlich beansprucht wird. Ein wenig Abhilfe würden
weichere Flossen schaffen. Daß mußt Du aber für Dich persönlich austesten.
MfG

Peter Haberhauer
NAUI Instructortrainer #6708
Raiffeisenstrasse 7/25/3
A- 2753 Markt Piesting
www.taucher.at


"Jens Dalitz" <Jens....@e1.fh-giessen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B36458D...@e1.fh-giessen.de...

Jens Schamberger

unread,
Jun 24, 2001, 9:11:53 PM6/24/01
to
Hallo Steffen,

> Nach dem gestrigen Tauchgang hatte ich etwas Rückenschmerzen im
> Lendenwirbelsäulen- Bereich.

Schau mal wie du im Wasser liegst. Vielleicht mit Hohlkreuz?
Daran koennte es liegen. Ich selbst habe z.b. mit langen
Flaschen eine bessere d.h geradere UW-Lage. Es haengt alles
davon ab wie du Auf und Abtrieb am Koerper verteilst und wie
sauber du mit den Flossen arbeitest.

Ade, Jens.

Matthias Voss

unread,
Jun 25, 2001, 2:17:19 AM6/25/01
to
Steffen,
ich denke , am ehesten mit gezieltem Muskeltraining, ( Rückenschule,
Schwimmtraining ( Kraul,Delphinstil Flosse, ca 4-7 km die Woche sollten
reichen)), evtl. anderen Autositz, Bett, Gewohnheitshaltunegn
überprüfen, etc.
Für flache TG kleinere Flasche.
Toi toi toi

gruß
Matthias

Steffen Beisswanger schrieb:

Matthias Voss

unread,
Jun 25, 2001, 2:22:30 AM6/25/01
to
Hallo Thomas, da habe ich gegenteilige Erfahrungen.
Der Bleigurt wird zwar vom Becken getragen, kann aber da auf Nerven
drücken und das Iliosacralgelenk blockieren.
Es gibt da eine große Knochenplatte, an der die Hüftgelenke angebaut
sind, die mit äußerst starken Bändern mit den seitlichen Knochenplatten
der unteren Wirbelgelenke verbunden ist. Wenn da etwas leicht verrenkt
ist, drückt es leicht auf Nerven, strahlt ins Bein aus, und ist sehr
schwer wegzukriegen.

Dazu drückt der Bleigurt bei horizontaler Lage auf die Wirbelsäle (
Bandscheiben), und in Rückenlage auf die Blase...

Gruß
Matthias

Thomas Dursthoff schrieb:

Jacob.v.Iwaarden

unread,
Jun 25, 2001, 5:49:07 AM6/25/01
to
Hallo Matthias,

ich habe auch ein Problem im Bandscheibenbereich und wir habe es mal
getestet wie es sich bei mir verhält. Wenn ich ein Blei-Jacket tauch und
dieses über Wasser anlege, also damit an Land gehen soll habe ich Richtig
Probleme. Im Wasser anlegen lindert die schmerzen um fast 95%. Die gute
alten Bleigurt lege ich zwr an Land an, mein Jacket aber grundsätzlich im
Wasser. Dan habe ich fast keine Beschwerden die ich aufs tauchen schieben
könnte.

Güße

Jacob

Matthias Voss schrieb in Nachricht <3B36D8A6...@t-online.de>...

Matthias Voss

unread,
Jun 25, 2001, 4:39:29 AM6/25/01
to
Hallo Jakob,
aber wie trägst du es denn zum Wasser ? Am Strand z.B., oder vom
Parkplatz ?

Die Lösungen mit meinen Wingdings waren bisher Blei erst später in die
Taschen stopfen, nach dem Anziehen, oder das Ding oben auf ne Kiste bzw.
auf die Heckablage vom Bulli, oder mit Nassblei auch mal über den Kopf,
oder eben abknien und vor dem Hochgehen erst richtig reinkriechen , Gurt
auf die Schulter legen. Ne lange 12 l Flasche ist da natürlich
hilfreich.

Auch die meisten Wingjackets tragen sich aber wirklich suboptimal, weil
das Gewicht der Flasche sehr nach hinten zieht, diese meistens auch
recht tief hängt.

Evtl. dann doch eine Backplate in Betracht ziehen.
Gruß
Matthias

"Jacob.v.Iwaarden" schrieb:

Thomas Dursthoff

unread,
Jun 25, 2001, 4:59:58 AM6/25/01
to

"Matthias Voss" <mat....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B36D8A6...@t-online.de...

> Hallo Thomas, da habe ich gegenteilige Erfahrungen.
> Der Bleigurt wird zwar vom Becken getragen, kann aber da auf Nerven
> drücken und das Iliosacralgelenk blockieren.

Hallo Matthias,

vermutlich aber nur, wenn Du die Gewichte hinten am Gurt hast und sie somit
noch durch die Flasche gegen den Rücken gedrückt werden. Ich lass den Gurt
hinten immer weitestgehend frei und schiebe die Gewichte rechts und links
mehr zum Bauch. Ist natürlich zugegen bei 8 Kg etwas schwer, die so zu
verteilen, aber mit 4- 5 Kg geht das bei mir immer recht gut. Den
Schwerpunkt mehr zum Bauch zu verlagern, finde ich auch beim tauchen ganz
angenehm, weil der Dreheffekt auf den Rücken nicht so stark ist. Ich habe
mit den so verteilten Gewichten am Bleigurt ganz gute Erfahrungen mit
Rückenschmerzen gemacht, vorallem wenn man sich länger mit Ausrüstung an
Land/Boot aufhalten muss. Hatte übrigens leider auch schon nen
Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich mit anschliessender OP.

Gruss
Thomas


Matthias Voss

unread,
Jun 25, 2001, 6:54:41 AM6/25/01
to

Thomas Dursthoff schrieb:


>
> "Matthias Voss" <mat....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:3B36D8A6...@t-online.de...
> > Hallo Thomas, da habe ich gegenteilige Erfahrungen.
> > Der Bleigurt wird zwar vom Becken getragen, kann aber da auf Nerven
> > drücken und das Iliosacralgelenk blockieren.
>
> Hallo Matthias,
>
> vermutlich aber nur, wenn Du die Gewichte hinten am Gurt hast und sie somit
> noch durch die Flasche gegen den Rücken gedrückt werden. Ich

Hallo Thomas
Ja, das stimmt.

Gruß
Matthias

Jacob.v.Iwaarden

unread,
Jun 25, 2001, 9:18:36 AM6/25/01
to
Hai Matthias,

das tragen vom Jacket mit Flasche (Doppel 7) finde ich auf dem Rücken viel
anstrengender als in der Hand. Manchmal wenn es ein weiter Weg ist lege ich
alles auf die Schulter. Die Belastung ist dan etwas mehr Senkrecht ´runter.
Auf dem Rücken muß ich mich ziemlich weit nach vorne beugen, und das löst
(bei mir) auf die Dauer ein Schmerz aus.

Grüße

Jacob (mit "c" statt "k")

Matthias Voss

unread,
Jun 25, 2001, 7:47:06 AM6/25/01
to
Klar,
das ist der Nachteil vom Jacket gegenüber dem Solopack, Flaschen nur mit
Bebänderung , oder guter Trage/ Backplate.
Grüße
Matthias

"Jacob.v.Iwaarden" schrieb:

Klaus Jaeckle

unread,
Jun 25, 2001, 10:38:20 AM6/25/01
to


Ne ganze Menge an Ideen.


I:
Was nicht da ist, kann auch nicht belasten.
So wenig Blei wie moeglich. Machst Du anscheinend schon.


II:
Auch Belastung an Land kann die Ursache sein. Wenn ich eine laengere Strecke zum
Abtauchplatz habe, kann bei unguenstiger Konfiguration der Schmerz schon da sein .
..
Besser als bleiintegriert traegt sich ein Jacket mit (guter - wichtig!)
integrierter Trage. Oder ein Trage ohne Jacket.
Und fast am besten ist ein Doppelblock, sofern nicht insgesamt zu schwer, direkt
aufm Ruecken. Solange meine D7 lebt, werde ich nicht Anhaenger von Jackets ;-) -
die traegt sich besser als jedes andere Geraet (mal 4l ausgenommen) und liegt im
Wasser auch besser als jedes andere.
Loesungen: Tragen, Jackets usw. ausprobieren. Oder erst das Geraffel an den See
tragen und dort anziehen ... und danach naetuerlich reverse.
Auch die Position der Flasche (hoch, tief) hat einen Einfluss.


III:
Wie gut Du im Wasser liegst, hat auch einen Einfluss. Probiere mal, waagrecht
ohne Bewegung im Wasser zu liegen. Geht das nicht, bist Du falsch getrimmt. Das
krampfhafte rumpaddlen zur Trimmung kostet Luft, Ruhe und macht Schmerzen, vor
allem bei Auftrieb an den Beinen.
Ursachen: Blei an der falschen Stelle, Flaschenposition falsch, falsche
Lampenhaltung (wenn Lampe schwer, haelt man sie unter dem Bauch(nabel), wo der
Koerperschwerpunkt ist und nicht wie auf den DEV - Pein Prospekten nach vorne),
sonstiges.
Je nachdem, wohin es Dich dreht:
Flasche verschieben, Blei anders anordnen, andere Flasche, Blei in den
Flaschenfuss, Knedelsche Bleiweste, Fussblei usw. usf.


Ansonsten kann es sein, dass ein Teil auf einem Bleigurt und ein Teil im Jacket
hilft, weil die Belastung verteilt wird.
Wenn mir der Bleigurt im Kreuz liegt, gibts Rueckenschmerzen. Schiebe ich ihn
gelegentlich auf die Huefte gibts kein Problem.


Ich wuerde als erstes mal fragen: wie bist Du getrimmt ?


mfg
Klaus Jaeckle

--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Jens Dalitz

unread,
Jun 24, 2001, 5:42:49 PM6/24/01
to
Thomas Dursthoff wrote:

> zur Entlastung der Wirbelsäule ist der gute alte Bleihüftgurt leider immer
> noch das Beste. Der liegt auf dem Beckenknochen auf und belastet somit die
> Wirbelsäule nahezu überhaupt nicht.

Bitte ?
Der Bleigurt zieht in die eine Richtung, das Jacket in die Andere.
Das Ergebnis ist je nach Bleimenge eine Taucherstreckbank.
Was soll daran gesund sein?

Gruß _Jens_

Andreas Huss

unread,
Jun 25, 2001, 6:48:24 PM6/25/01
to
On Mon, 25 Jun 2001 10:59:58 +0200, "Thomas Dursthoff"
<T.Dur...@web.de> wrote:

>vermutlich aber nur, wenn Du die Gewichte hinten am Gurt hast und sie somit
>noch durch die Flasche gegen den Rücken gedrückt werden. Ich lass den Gurt
>hinten immer weitestgehend frei und schiebe die Gewichte rechts und links
>mehr zum Bauch.


Hi,

und wenn das nicht der Fall ist lastet das Gewicht trotzdem auf der
Wirbelsäule ... in einem integrierten Jacket wird der Druck breiter
verteilt.


Gruesse von Andreas (c)¿(c)
--
22117 Hamburg, Borchardsheide 28a, ++49 (0)40-7136380
http://home.t-online.de/home/Andreas.Huss/

Andreas Huss

unread,
Jun 25, 2001, 6:48:24 PM6/25/01
to


Hi,

vielleicht beugst Du Dich nach vorn weil Du ein Hardpack benutzt,
durch das Hardpack wird die Flasche regelrecht vom Rücken abgehoben,
der Schwerpunkt wird dadurch vom Körper entfernt, die Hebelkräfte
belasten den Rücken ...

Dieter Oppel

unread,
Jun 25, 2001, 6:57:51 PM6/25/01
to
Klaus Jaeckle schrieb u.a.

> II:
> Auch Belastung an Land kann die Ursache sein. Wenn ich eine laengere
> Strecke zum Abtauchplatz habe, kann bei unguenstiger Konfiguration
> der Schmerz schon da sein.

Hallo miteinander,

das ist auch meine Erfahrung. Bei mir reicht es schon, wenn ich den
Tauchrucksack nicht als Rucksack, sondern seitlich als Tasche trage. Dann
habe ich schon vor dem Tauchgang ein Problem. Daher ist es sinnvoll, das
Gerödel möglichst auf dem Rücken zu tragen (nicht erst, wenn man schon
Rückenprobleme hat).

Liebe Grüße

Dieter


Dieter Oppel

unread,
Jun 25, 2001, 6:57:59 PM6/25/01
to
Jacob.v.Iwaarden schrieb

>
> das tragen vom Jacket mit Flasche (Doppel 7) finde ich auf dem Rücken
> viel anstrengender als in der Hand. Manchmal wenn es ein weiter Weg
> ist lege ich alles auf die Schulter. Die Belastung ist dan etwas mehr
> Senkrecht runter. Auf dem Rücken muß ich mich ziemlich weit nach
> vorne beugen, und das löst (bei mir) auf die Dauer ein Schmerz aus.

Hi Jacob,

das ist ja verblüffend! Die Lehrmeinung sagt ja, dass einseitige Belastung
auf jeden Fall vermieden werden soll und, falls immer möglich, schwere
Lasten als Rucksack auf dem Rücken getragen werden sollen.

Bei mir ist es so, dass ich das Tragen des ganzen Gerödels auf dem Rücken
deutlich besser vertrage, als wenn ich es seitlich
wie einen Koffer trage. Wenn ich nicht daran denke, komme ich auf dem
Tauchschiff schon mit Rückenschmerzen an, bevor ich überhaupt im Wasser
war:-)

Viele Grüße

Dieter


Joachim Warner

unread,
Jun 26, 2001, 5:05:25 PM6/26/01
to
Hallo Steffen,

ein Freund von mir, Berufstaucher, hatte vor einigen Jahren die
Androhung einer Bandscheiben-OP.

Ihm half ein richtig gutes Fitness-Studio mit einem Profitrainer
(wichtig!). Der hat seine Muskulatur in den entscheidenden Bereichen
soweit gestärkt, daß er 6 Monate später völlig beschwerdefrei und ohne
OP wieder tauchen konnte.

Versuch mal diesen Weg, wenn du in oder in der Nähe einer größeren Stadt
wohnst.

Viel Erfolg!

Joachim

Steffen Beisswanger schrieb:

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