Nach dem gestrigen Tauchgang hatte ich etwas Rückenschmerzen im
Lendenwirbelsäulen- Bereich.
Da ich es etwas mit dem Rücken habe (und das schon mit 25 *seufz*), habe
ich mir ein bleiintegr. Jacket (Seaquest ProQD) angeschafft.
Gestern hatte ich 8 KG Blei dabei, wobei je 3 KG in den Seitentaschen
waren und je 1 KG in den Taschen der Rückentrage. Mit weniger als 8 Kg
komme ich nicht aus, da ich sonst auch mit leerem Jacket nicht absinke
(liegt wohl am neuen Neopren oder meiner Leichtigkeit). Zudem war ich
gestern nicht tiefer als 5 Meter. Hatte ein 10l Fläschchen dabei.
Nun, hat jemand eine Idee warum ich nach dem Tauchgang Rückenschmerzen
hatte bzw. wie ich in Zukunft diese ganz vermeiden kann ?
Gruss, Steffen
Es kann auch sein, daß es an der Flasche liegt.
Versuchs mal mit einer langen 12er.
Gruß _Jens_
Hi Steffen,
zur Entlastung der Wirbelsäule ist der gute alte Bleihüftgurt leider immer
noch das Beste. Der liegt auf dem Beckenknochen auf und belastet somit die
Wirbelsäule nahezu überhaupt nicht. Alles was Du mit den Schultern trägst,
geht logischerweise aufs Kreuz. Insofern sind die beliintegrierten Jackets
nicht so besonders fürs Kreuz. Natürlich bloss an Land, versteht sich ja von
selbst.
Gruss
Thomas
Peter Haberhauer
NAUI Instructortrainer #6708
Raiffeisenstrasse 7/25/3
A- 2753 Markt Piesting
www.taucher.at
"Jens Dalitz" <Jens....@e1.fh-giessen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B36458D...@e1.fh-giessen.de...
> Nach dem gestrigen Tauchgang hatte ich etwas Rückenschmerzen im
> Lendenwirbelsäulen- Bereich.
Schau mal wie du im Wasser liegst. Vielleicht mit Hohlkreuz?
Daran koennte es liegen. Ich selbst habe z.b. mit langen
Flaschen eine bessere d.h geradere UW-Lage. Es haengt alles
davon ab wie du Auf und Abtrieb am Koerper verteilst und wie
sauber du mit den Flossen arbeitest.
Ade, Jens.
gruß
Matthias
Steffen Beisswanger schrieb:
Dazu drückt der Bleigurt bei horizontaler Lage auf die Wirbelsäle (
Bandscheiben), und in Rückenlage auf die Blase...
Gruß
Matthias
Thomas Dursthoff schrieb:
ich habe auch ein Problem im Bandscheibenbereich und wir habe es mal
getestet wie es sich bei mir verhält. Wenn ich ein Blei-Jacket tauch und
dieses über Wasser anlege, also damit an Land gehen soll habe ich Richtig
Probleme. Im Wasser anlegen lindert die schmerzen um fast 95%. Die gute
alten Bleigurt lege ich zwr an Land an, mein Jacket aber grundsätzlich im
Wasser. Dan habe ich fast keine Beschwerden die ich aufs tauchen schieben
könnte.
Güße
Jacob
Matthias Voss schrieb in Nachricht <3B36D8A6...@t-online.de>...
Die Lösungen mit meinen Wingdings waren bisher Blei erst später in die
Taschen stopfen, nach dem Anziehen, oder das Ding oben auf ne Kiste bzw.
auf die Heckablage vom Bulli, oder mit Nassblei auch mal über den Kopf,
oder eben abknien und vor dem Hochgehen erst richtig reinkriechen , Gurt
auf die Schulter legen. Ne lange 12 l Flasche ist da natürlich
hilfreich.
Auch die meisten Wingjackets tragen sich aber wirklich suboptimal, weil
das Gewicht der Flasche sehr nach hinten zieht, diese meistens auch
recht tief hängt.
Evtl. dann doch eine Backplate in Betracht ziehen.
Gruß
Matthias
"Jacob.v.Iwaarden" schrieb:
Hallo Matthias,
vermutlich aber nur, wenn Du die Gewichte hinten am Gurt hast und sie somit
noch durch die Flasche gegen den Rücken gedrückt werden. Ich lass den Gurt
hinten immer weitestgehend frei und schiebe die Gewichte rechts und links
mehr zum Bauch. Ist natürlich zugegen bei 8 Kg etwas schwer, die so zu
verteilen, aber mit 4- 5 Kg geht das bei mir immer recht gut. Den
Schwerpunkt mehr zum Bauch zu verlagern, finde ich auch beim tauchen ganz
angenehm, weil der Dreheffekt auf den Rücken nicht so stark ist. Ich habe
mit den so verteilten Gewichten am Bleigurt ganz gute Erfahrungen mit
Rückenschmerzen gemacht, vorallem wenn man sich länger mit Ausrüstung an
Land/Boot aufhalten muss. Hatte übrigens leider auch schon nen
Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich mit anschliessender OP.
Gruss
Thomas
Thomas Dursthoff schrieb:
>
> "Matthias Voss" <mat....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:3B36D8A6...@t-online.de...
> > Hallo Thomas, da habe ich gegenteilige Erfahrungen.
> > Der Bleigurt wird zwar vom Becken getragen, kann aber da auf Nerven
> > drücken und das Iliosacralgelenk blockieren.
>
> Hallo Matthias,
>
> vermutlich aber nur, wenn Du die Gewichte hinten am Gurt hast und sie somit
> noch durch die Flasche gegen den Rücken gedrückt werden. Ich
Hallo Thomas
Ja, das stimmt.
Gruß
Matthias
das tragen vom Jacket mit Flasche (Doppel 7) finde ich auf dem Rücken viel
anstrengender als in der Hand. Manchmal wenn es ein weiter Weg ist lege ich
alles auf die Schulter. Die Belastung ist dan etwas mehr Senkrecht ´runter.
Auf dem Rücken muß ich mich ziemlich weit nach vorne beugen, und das löst
(bei mir) auf die Dauer ein Schmerz aus.
Grüße
Jacob (mit "c" statt "k")
"Jacob.v.Iwaarden" schrieb:
Ne ganze Menge an Ideen.
I:
Was nicht da ist, kann auch nicht belasten.
So wenig Blei wie moeglich. Machst Du anscheinend schon.
II:
Auch Belastung an Land kann die Ursache sein. Wenn ich eine laengere Strecke zum
Abtauchplatz habe, kann bei unguenstiger Konfiguration der Schmerz schon da sein .
..
Besser als bleiintegriert traegt sich ein Jacket mit (guter - wichtig!)
integrierter Trage. Oder ein Trage ohne Jacket.
Und fast am besten ist ein Doppelblock, sofern nicht insgesamt zu schwer, direkt
aufm Ruecken. Solange meine D7 lebt, werde ich nicht Anhaenger von Jackets ;-) -
die traegt sich besser als jedes andere Geraet (mal 4l ausgenommen) und liegt im
Wasser auch besser als jedes andere.
Loesungen: Tragen, Jackets usw. ausprobieren. Oder erst das Geraffel an den See
tragen und dort anziehen ... und danach naetuerlich reverse.
Auch die Position der Flasche (hoch, tief) hat einen Einfluss.
III:
Wie gut Du im Wasser liegst, hat auch einen Einfluss. Probiere mal, waagrecht
ohne Bewegung im Wasser zu liegen. Geht das nicht, bist Du falsch getrimmt. Das
krampfhafte rumpaddlen zur Trimmung kostet Luft, Ruhe und macht Schmerzen, vor
allem bei Auftrieb an den Beinen.
Ursachen: Blei an der falschen Stelle, Flaschenposition falsch, falsche
Lampenhaltung (wenn Lampe schwer, haelt man sie unter dem Bauch(nabel), wo der
Koerperschwerpunkt ist und nicht wie auf den DEV - Pein Prospekten nach vorne),
sonstiges.
Je nachdem, wohin es Dich dreht:
Flasche verschieben, Blei anders anordnen, andere Flasche, Blei in den
Flaschenfuss, Knedelsche Bleiweste, Fussblei usw. usf.
Ansonsten kann es sein, dass ein Teil auf einem Bleigurt und ein Teil im Jacket
hilft, weil die Belastung verteilt wird.
Wenn mir der Bleigurt im Kreuz liegt, gibts Rueckenschmerzen. Schiebe ich ihn
gelegentlich auf die Huefte gibts kein Problem.
Ich wuerde als erstes mal fragen: wie bist Du getrimmt ?
mfg
Klaus Jaeckle
--
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> zur Entlastung der Wirbelsäule ist der gute alte Bleihüftgurt leider immer
> noch das Beste. Der liegt auf dem Beckenknochen auf und belastet somit die
> Wirbelsäule nahezu überhaupt nicht.
Bitte ?
Der Bleigurt zieht in die eine Richtung, das Jacket in die Andere.
Das Ergebnis ist je nach Bleimenge eine Taucherstreckbank.
Was soll daran gesund sein?
Gruß _Jens_
>vermutlich aber nur, wenn Du die Gewichte hinten am Gurt hast und sie somit
>noch durch die Flasche gegen den Rücken gedrückt werden. Ich lass den Gurt
>hinten immer weitestgehend frei und schiebe die Gewichte rechts und links
>mehr zum Bauch.
Hi,
und wenn das nicht der Fall ist lastet das Gewicht trotzdem auf der
Wirbelsäule ... in einem integrierten Jacket wird der Druck breiter
verteilt.
Gruesse von Andreas (c)¿(c)
--
22117 Hamburg, Borchardsheide 28a, ++49 (0)40-7136380
http://home.t-online.de/home/Andreas.Huss/
Hi,
vielleicht beugst Du Dich nach vorn weil Du ein Hardpack benutzt,
durch das Hardpack wird die Flasche regelrecht vom Rücken abgehoben,
der Schwerpunkt wird dadurch vom Körper entfernt, die Hebelkräfte
belasten den Rücken ...
> II:
> Auch Belastung an Land kann die Ursache sein. Wenn ich eine laengere
> Strecke zum Abtauchplatz habe, kann bei unguenstiger Konfiguration
> der Schmerz schon da sein.
Hallo miteinander,
das ist auch meine Erfahrung. Bei mir reicht es schon, wenn ich den
Tauchrucksack nicht als Rucksack, sondern seitlich als Tasche trage. Dann
habe ich schon vor dem Tauchgang ein Problem. Daher ist es sinnvoll, das
Gerödel möglichst auf dem Rücken zu tragen (nicht erst, wenn man schon
Rückenprobleme hat).
Liebe Grüße
Dieter
Hi Jacob,
das ist ja verblüffend! Die Lehrmeinung sagt ja, dass einseitige Belastung
auf jeden Fall vermieden werden soll und, falls immer möglich, schwere
Lasten als Rucksack auf dem Rücken getragen werden sollen.
Bei mir ist es so, dass ich das Tragen des ganzen Gerödels auf dem Rücken
deutlich besser vertrage, als wenn ich es seitlich
wie einen Koffer trage. Wenn ich nicht daran denke, komme ich auf dem
Tauchschiff schon mit Rückenschmerzen an, bevor ich überhaupt im Wasser
war:-)
Viele Grüße
Dieter
ein Freund von mir, Berufstaucher, hatte vor einigen Jahren die
Androhung einer Bandscheiben-OP.
Ihm half ein richtig gutes Fitness-Studio mit einem Profitrainer
(wichtig!). Der hat seine Muskulatur in den entscheidenden Bereichen
soweit gestärkt, daß er 6 Monate später völlig beschwerdefrei und ohne
OP wieder tauchen konnte.
Versuch mal diesen Weg, wenn du in oder in der Nähe einer größeren Stadt
wohnst.
Viel Erfolg!
Joachim
Steffen Beisswanger schrieb: