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Hoersturz und tauchen

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Peter Moellers

unread,
May 19, 2001, 10:16:29 AM5/19/01
to
Hallo NG,

nachdem ich einen leichten Hoersturz hatte bin ich etwas verunsichert wie es jetzt mit dem Tauchen aussieht. Die einen sagen da gibt es kein Problem, die anderen meinen das Tauchen sollte man danach lassen. Mein HNO-Arzt scheint selbst nicht gerade ein Freund dieser Sportart zu sein, sodas ich seine Aussagen mit Skepsis betrachte...
Wie ist eure Informationslage ?

> Peter <
pe...@team-moellers.de


office .taucher.at

unread,
May 19, 2001, 2:41:59 PM5/19/01
to
Hallo Peter!

Ein Gehörsturz wird entweder verursacht durch eine Trombose im Beereich des
Mittelohres oder durch eine Gasblase mit anschließender Trombose.
Das heißt es ist eine Schädigung des Gehöres aufgetreten.
Wenn Du weitertauchst kann diese Schädigung noch massiever werden. Soviel
mir bekannt ist sollte ein Tauchverbot eingehalten werden, um weitere
gesundheitliche Probleme auszuschalten. Ich würde Dir enpfelen einen
Tauchfacharzt aufzusuchen.
Mit freundlichen Grüßen
www.taucher.at
Peter Haberhauer
NAUI Instructor #6708
Raiffeisenstrasse 7/25/3
A- 2753 Markt Piesting
Tel. 0043(0)663 023410


"Peter Moellers" <mol...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9e5v70$tco$1...@redenix.uni-muenster.de...

Martin Bernpaintner

unread,
May 20, 2001, 5:05:04 AM5/20/01
to
Also ich hatte mal einen Hörsturz, ausgelöst durch eine Mittelohrentzündung.
Danach habe ich ca. ein halbes Jahr Pause gemacht mit dem Tauchen. Habe seit
dem keine Probleme (3 x auf Holz klopf !).
Mein damaliger HNO-Arzt hat mir auch vom Tauchen abgeraten, aber ich glaube
HNO-Ärtze sind allgemein keine "Tauchfreunde". Ich würde es einfach nach
einer Pause mal langsam wieder probieren oder nochmal bei einem speziellen
Taucharzt vorbeischauen.

Gruss
Martin

"Peter Moellers" <mol...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9e5v70$tco$1...@redenix.uni-muenster.de...

Rene Jaskulski

unread,
May 21, 2001, 4:01:38 AM5/21/01
to
Hallo Peter
Ich würde Dir empfelen so schnell wie möglich einen Tauchfacharzt aufzusuchen.
Dieser soll Dir Druckkammerfahrten verschreiben (Leider zahlt das nicht jeder
Krankenkasse dies) Die Behandlung von Krankheiten unter der Einwirkung von
Sauerstoff in Verbindung mit einem hoheren Umgebungsdruck (Druckkammer) ist
meisten sehr Erfolgreich
Die folgenden Symptome können behandelt werden.
· Taucherunfälle
· alle Arten von Durchblutungsstörungen
· Gehörsturz
· Verbrennungen
· diabetische Spätfolgen (Durchblutungsstörungen)
· Wundheilung
· Rauchvergiftungen
· Raucherspätfolgen

rene

www.net-diver.com


HS Randegg

unread,
May 21, 2001, 9:04:24 AM5/21/01
to

"office .taucher.at" schrieb:

für einen hörsturz kann es etwa 30 - 50 gründe geben, nicht nur zwei. viele
davon haben mit dem ohr und seiner umgebung eigentlich nichts zu tun
(bluthochdruck, übergewicht, wirbelsäuleprobleme, ...)
erst nach abklärung der körperlichen ursache für den hörsturz kann man über
weitere tauchtauglichkeit entscheiden

mfg wolfgang

Anton Dischner

unread,
May 21, 2001, 9:59:21 AM5/21/01
to
Hi,

Tauchen kann aber auch eine Verbesserung des
Tinnitus bewirken weil der Sauerstoffpartialdruck hoeher ist und
dadurch die Sauerstoffversorgung im Innenohr besser wird.

Deswegen macht man auch Druckkammerfahrten.

Ich habe nach einer 14-Tage 2-3 Tauchgaenge/Tag Orgie
fast keinen 15 Jahre alten Tinnitus mehr "gehört".

Such dir einen HNO-Arzt der vom Tauchen mehr als Ahnung hat.

Toni

--
Was muss man tun damit die Ehe ein Erfolg ist?
Man muss der Frau sagen das sie schön ist, auch wenn sie aussieht wie
ein Lastwagen. Richard, 10 Jahre
Posen fuer Anfaenger: http://www.w-klch.med.uni-muenchen.de/dischner

Anke Hischemoeller

unread,
May 21, 2001, 10:44:17 AM5/21/01
to

Christian wrote:
>
> x-no-archive: yes


>
> "office .taucher.at" wrote:
>
> > Hallo Peter!
> >
> > Ein Gehörsturz wird entweder verursacht durch eine Trombose im Beereich des
> > Mittelohres oder durch eine Gasblase mit anschließender Trombose.
>

> Äh, die international am häufigsten vertretene Theorie ist eigentlich eine
> virale Ursache...
>
wie stehts mit psychosomatischen Ursachen?


Geh in fün
> deutsche Unikliniken und Du wirst mit fünf verschiedenen Methoden behandelt...

und eine ist die hyperbare sauerstofftherapie in der druckkammer. wenn
ich keine ernsthafte erkrankung als ursache in erwägung ziehen müßte,
würde der nächste tauchgang unter therapeutischen gesichtspunkten stattfinden.

gruß, anke

Rene Jaskulski

unread,
May 21, 2001, 3:39:59 PM5/21/01
to
>Rene Jaskulski wrote:
>> Die Behandlung von Krankheiten unter der Einwirkung von
>> Sauerstoff in Verbindung mit einem hoheren Umgebungsdruck (Druckkammer) ist
>> meisten sehr Erfolgreich

Christan wrote:

>Nein, es gibt beim Hörsturz keinerlei Belege für eine Wirksamkeit über dem
>Placeboeffekt und der Spontanremission. Leider.


Hallo Christian

Es gibt aber (leider) viele Menschen die nach einer Behandlung in einer
Druckkammer eine Besserung erfahren.

Und (leider) haben ich davon viele im Bekanntenkreis.....und was machst du
jetzt

bis zu nächsten mal..


rene
www.net-diver.com

Frank Riffel

unread,
May 22, 2001, 2:07:34 AM5/22/01
to
Christian wrote:
>
> Das "leider" halte ich im Falle des Hörsturzes übrigens für falsch. Solange die
> Wirkung bei dieser Indikation vollkommen unbewiesen ist, kann ein so derart teures
> Verfahren nicht finanziert werden.

Weist du eigentlich was HBO kostet?? Rechne mal mit ca. 350,- DM pro
Fahrt,
d.h. ca. 3500-4000DM pro Patient. Wieviel ist es uns wert das ein Mensch
sein
Leben lang Ohrgeraeusche ertragen muss?

Teuer wird die Behandlung im wenn's stationaer gemacht wird, da schlaegt
halt der Tagessatz gewaltig zu. Dies ist aber fuer HBO an sich nicht
notwendig.

BTW. wuerde HBO mehr genutzt waere es noch billiger zu haben. Wenn man
jetzt
die Bezahlung streicht heisst a) manche Kammerzentren muessen schliessen
und b) die pro Kopfkosten fuer den Rest der Patienten die trozdem
behandelt
werden steigen (die Fixkosten bleiben ja gleich). Sinnigerweise wird HBO
nach
wie vor im Rahmen einer Stationaeren behandliung bezahlt, d.h. die
Kassen
ersetzen zu einem Teil [guestige] HBO durch [teure]
Stationsaufenthalte....

> Der entsprechende Arbeitsausschuß hat es sich
> mit der Entscheidung gegen die Bezahlung nicht leicht gemacht. Es gibt ein sehr
> ausführliches und IMHO qualitativ sehr gutes Gutachten über die Therapie. Nach
> meiner Einschätzung hatten die Kassen angesichts der miserablen Beweislage über
> eine Wirksamkeit kaum eine andere Wahl, als die Bezahlung bei den meisten
> Indikationen, so auch Hörsturz, abzulehnen. Es läge an den Druckkammern, den
> Wirkungsnachweis beim Hörsturz zu erbringen, aber da wartet man seit mittlerweile
> 30 Jahren vergeblich drauf. Fragt sich, woran das liegen mag.

Was wird den von den Kassen als Nachweis anerkannt?

Im Buch "Grundlagen der Hyperbaren Sauerstofftherapie" sind uebrigens
einige
Studien aufgefuehrt die durchaus die positive Wirkung
Namen habe ich leider nicht mehr im Kopf.

>
> Hörsturz hat eine extrem hohe Spontanheilungsrate. Es gibt (ebenfalls leider) auch
> sehr viele Menschen, die eine Besserung ohne irgendeine Behandlung erfahren haben.

Ack.

> Beweise, daß HBO eine höhere Erfolgsrate als die Nichtbehandlung hat, gibt es
> nicht. Dabei wäre eine entsprechende Studie technisch problemlos durchführbar.
> Fragt sich also, warum sich die Druckkammern davor scheuen. Placebokontrollierte
> Doppel-Blind-Studie zum Hörsturz hat es wiederholt gegeben. Auch in Deutschland.
> Nicht so bei HBO.
>

Hast du schon mal darueber nachgedacht wie du eine Blindstudie in der
Kammer
machen wuerdest? Wie soll der Patient NICHT merken das er unter Druck
gesetzt
wird? Willst du den Leuten statt 90min O2 auf 18m lieber Luft geben und
dann
Dekoprobleme provozieren???

> Tja, wenn beispielsweise die Druckkammer Hannover schreibt, daß sie seit 1993 über
> 50.000 Leute behandelt haben, davon nach eigenen Angaben über 90% mit
> Innenohrstörungen, dann muß man andererseits allerdings sagen, daß sie ja auch
> schön blöd wären, so eine Studie durchzuführen. Es gibt viel zu verlieren und -
> seitdem ja bereits herausgekommen ist, daß eine Sofortbehandlung mit HBO offenbar
> nicht erfolgreicher als eine Sofortbehandlung mit Infusionen mit
> HAES/Pentoxifyllin ist - wenig zu gewinnen.

Wenn schon dann sollte es eine Kombinationsbehandlung Infusion+HBO sein.

MfG Frank

P.S. Nur noch ein paar Abstracts auf die Schnelle:
-----------------------------------------------------------------------
Tinnitus J 1997;3(2):137-140
Treating Tinnitus with Hyperbaric Oxygenation.

Bohmer D.

Institlte for Hyperbaric Medicine, Orthopaedic University Clinic,
Frankfurt, Germany.

Hyperbaric Oxygenation permits a controlled increase of the partial
oxygen pressure in the blood. This technique can be used in cases of
tinnitus and sudden deafness when the development in the inner ear
and the brain lead to a lack of oxygen and so to a limited energy
provision. The results to date allow the recommendation to apply an
oxygen high pressure therapy when standard treatments have failed.
One can work on an improvement rate of 60-65% with tinnitus. HBO
therapy should start as soon as possible. Especially in cases of
sudden deafness the success depends on a speedy application of HBO.
The HBO therapy broadens the spectrum of treatment possibilities
for tinnitus and sudden deafness.

-----------------------------------------------------------------------
Scand Audiol 1999;28(2):91-6

Long-term effect of hyperbaric oxygenation treatment on chronic
distressing tinnitus.

Tan J, Tange RA, Dreschler WA, vd Kleij A, Tromp EC.

Department of Otorhinolaryngology/Head and Neck Surgery,
Academic Medical Center, University Hospital of Amsterdam,
The Netherlands. t.h...@amc.uva.nl

Tinnitus is still a phenomenon with an unknown pathophysiology with
few the rapeutic measures. During the last two decades, hyperbaric
oxygenation therapy (HBO) has been used in the treatment of sudden
deafness and chronic distressing tinnitus. In this study, we prescribed
HBO to 20 patients who had had severe tinnitus for more than one year
and who had already had other forms of tinnitus therapy with
unsatisfactory results. Four patients could not cope with the pressure
gradient. The effect of HBO was assessed using subjective evaluation
and VAS scores before and after HBO. Follow-up continued until one year
after treatment. Six patients had a reduction of tinnitus and
accompanying symptoms, eight patients did not notice any change and two
patients experienced an adverse effect. Any outcome persisted with
minor changes until one year after treatment. HBO may contribute to the
treatment of severe tinnitus, but the negative effect on tinnitus
should be weighed carefully.

-----------------------------------------------------------------------
Rev Laryngol Otol Rhinol (Bord) 1995;116(5):377-80

Therapeutic effect of hyperbaric oxygenation in acute acoustic trauma.

Vavrina J, Muller W.

Depart. of Otorhinolaryngology, Kantonsspital, Luzern, Switzerland.

Retrospectively 78 patients with uni- or bilateral acute acoustic
trauma (AAT) were evaluated to assess the therapeutic effect of
hyperbaric oxygenation (HBO). All subjects received saline or
dextran (Rheomacodrex) infusions with Ginkgo extracts (Tebonin)
and prednisone. Thirty six patients underwent additional hyperbaric
oxygenation at a pressure of 2 atmospheres absolute for 60 minutes
once daily. Both treatment groups were comparable as far as age,
gender, initial hearing loss and prednisone dose are concerned.
The delay of therapy onset was 15 hours in both groups and treatment
was started within 72 hours in all cases. Control audiometry was
performed after 6.5 days, when the HBO group had had 5 exposures to
hyperbaric oxygenation. The average hearing gain in the group without
HBO was 74.3 dB and in the group treated additionally with HBO
121.3 dB (P < 0.004). It is concluded, that hyperbaric oxygenation
significantly improves hearing recovery after AAT. Therefore acute
acoustic trauma with significant hearing threshold depression remains
an otological emergency. Minimal therapy involving waiting for
spontaneous recovery, which is mostly incomplete leaving a residual
C5 or C6 and handicapping tinnitus, is not the treatment of choice.
Randomized prospective clinical trials with a larger patient series
are needed and further experimental studies are required to
understand the physiological mechanisms of HBO responsible for the
clinical success in AAT.

-----------------------------------------------------------------------
HNO 1999 Dec;47(12):1038-45

Outcome of hyperbaric oxygen therapy in therapy refractory tinnitus

Delb W, Muth CM, Hoppe U, Iro H.

Universitatsklinik und Poliklinik fur Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
Homburg/Saar.

Although many studies are available concerning the treatment of sudden
deafness using hyperbaric oxygenation, only a few of these deal with
tinnitus. The aim of the present study was to evaluate the therapeutic
use of hyperbaric oxygenation in cases of tinnitus. A total of 193
patients, having undergone primary intravenous hemorheologic therapy,
were treated with hyperbaric oxygenation. Tinnitus was evaluated before,
after ten sessions and after 15 sessions using a tinnitus questionnaire.
Additionally, an audiometric examination was performed. Measurable
improvements of the tinnitus occurred in 22% of the patients, whereas a
moderate improvement was seen in 17% of cases. 10.4% showed an excellent
improvement and tinnitus disappeared completely in two patients. The
improvement rate decreased in those cases where the time from onset of
tinnitus exceeded 40 days. In conclusion, hyperbaric oxygenation seems
to be a moderately effective additional treatment in the therapy of
tinnitus after primary hemorheologic therapy, provided the time from
onset of tinnitus is less than 1 month.

Matthias Voss

unread,
May 22, 2001, 3:56:08 AM5/22/01
to
Genau das ist das Problem, da wird eine Doppelblindstudie als Nachweis
der Wirksamkeit verlangt, die in praxi überhaupt nicht durchzuführen
ist.
Der Arzt soll nix wissen, wäre noch zu machen, wenn man ihn auf einsame
Insel setzt,
der Patient nicht, soll man ihn in eine separate Kammer setzen, und dann
die Klimaanlage verrückt spielen lassen ?
Selbst wenn er keine Ahnung hat , daß es irgendwie in den Ohren drücken
muss, braucht er nur mit anderen Patientne oder einem Taucher quatschen.
Ziemlich viel Zirkus für nichts.

Aber die über eine Aufhebung der Doppelblindstudienpflicht zu befinden
haben, sind es wohl selbst. Gruß von den 3 Affen.
Matthias

Frank Riffel schrieb:


> Was wird den von den Kassen als Nachweis anerkannt?

Oliver Moder

unread,
May 22, 2001, 4:32:48 AM5/22/01
to

Christian schrieb >Hörsturz hat eine extrem hohe Spontanheilungsrate. Es

gibt (ebenfalls leider) auch
>sehr viele Menschen, die eine Besserung ohne irgendeine Behandlung erfahren
haben.
>Beweise, daß HBO eine höhere Erfolgsrate als die Nichtbehandlung hat, gibt
es
>nicht. Dabei wäre eine entsprechende Studie technisch problemlos
durchführbar.
>Fragt sich also, warum sich die Druckkammern davor scheuen.
Placebokontrollierte
>Doppel-Blind-Studie zum Hörsturz hat es wiederholt gegeben. Auch in
Deutschland.
>Nicht so bei HBO.
>
Hall Christian,
wie willst du eine Doppel-Blind-Studie mit einer Druckkammer machen?
Willst du den Patienten vorher die Ohren rausschrauben?
Das ist genau der Punkt, bei solchen physikalischen Therapien _kann_ es
keine DBS geben.
Bei Tinitus z.B. ist es so gewesen, das du erst _alle_ "konventionellen"
Therapien hast erfolglos probieren müssen um eine Druckkammerbehandlung bei
der Kasse vieleicht bezahlt zu bekommen. Und selbst bei solchen alten
manifesten Tinitüssen ;-) hat HBO noch nachweisbar Erfolge gebracht.
Allerdings waren das halt alles Spontanheilungen die sowieso passiert wären,
oder wie?
Ich kann dir nicht sagen was ein Arzt für eine Infusionstherapie mit 10
Infusionen abrechnen kann und wieviel dann auch noch der Pharmariese für die
Suppe die sie in dich reinpumpen kassieren darf, aber der Unterschid zu 10x
HBO dürfte gering sein. Vor allem wenn man bedenkt, das ernsthafte Studien
schon ergeben haben, das bei der Infusionstherapie das Sauerstoffangebot im
Ohr sogar sinkt. ( Klaro, die Suppe transportiert keinen Sauerstoff) Ideal
wäre eine Kombination HBO+ Infusion und das möglichst sofort. Aber da sei
unser Gesundheitswesen oder Krankheitserhaltungssystem vor. Habe das ganze
Spielchen bereis mitgemacht, zum Glück ging der Tinitus von selber weg. Da
ich die Infusionen nicht vertragen habe (allergische Reaktionen) , habe ich
leider die konvetionellen Therapien nicht alle zuende ausprobieren können
und hatte deswegen keine Möglichkeit HBO von der Kasse bezahlt zu kriegen.
(Wenn dir das jetzt unlogisch erscheit, dann ist das korrekt, Krankenkassen
denken nicht logisch)

Grüße
Oliver


Olaf Knode

unread,
May 22, 2001, 8:19:26 AM5/22/01
to
Kauf dir einen geschlossenen Sauerstoffkreisel, zur Not tuts auch ein
billiges Dräger Ray, nimm reines O2 2l max 20,- und tauch 8-10m tief, im
günstigen Fall verschwinden Tinitus / Hörsturz und du hast nach
erfolgreicher Behandlung auch noch einen funktionierenden Kreisel. Und im
schlimmsten Fall passiert nichts, aber du hast im Vergleich zu 10
ergebnislosen Druckkammersitzungen immer noch einen funktionierenden
Kreisel.

Meine ja nur, wenn mans schon selber zahlen muß, dann investiere ich doch
lieber in was von dem ich auch nachher noch was hab :-)


Hansjörg Waibel

unread,
May 22, 2001, 2:18:59 PM5/22/01
to
Olaf Knode wrote:
[amüsante Begründung fürs Kreisluaftauchen]

Und wenn Du dann noch Deiner Kasse klargemacht bekommst was sie
eigentlich gespart haben kannst noch die Kosten für Kalk und Zauberstoff
rausschinden...
Die Idee gefällt mir

Gruesse
haj"o

Hansjörg Waibel

unread,
May 22, 2001, 2:25:35 PM5/22/01
to
Christian wrote:
[Kostendebatte]

>
> > und wieviel dann auch noch der Pharmariese für die
> > Suppe die sie in dich reinpumpen kassieren darf,
>
> Äh, wir sprechen hier aber über Mittel, für die kein "Pharmariese" mehr die
> Exklusivrechte besitzt. Weder für Pentoxifyllin, noch für Dextrane, noch für
> Hydroxyethylstärke, noch für Glukokortikosteroide. Die Gewinnspanne für die
> Pharmakonzerne ist nicht sonderlich groß.

>
> > aber der Unterschid zu 10x
> > HBO dürfte gering sein
>
> Keineswegs. Der Unterschied ist enorm.

nur so an Rande erwaehnt, 500ml HAES 10% 200000 0,5 kosten so in etwa
10-15 Mark,
um wirklich reich zu werden muesste eine Pharmafirma sicherlich
zehntausende von Hoerstuerzen mit der Suppe versorgen
und Dextrane sollte es eigentlich nur noch im Museum geben.

Gruesse
haj"o

Andreas Huss

unread,
May 22, 2001, 4:12:36 PM5/22/01
to
On Tue, 22 May 2001 06:19:42 +0200, Christian <cff...@gmx.de> wrote:

>Tja, wenn beispielsweise die Druckkammer Hannover schreibt, daß sie seit 1993 über
>50.000 Leute behandelt haben, davon nach eigenen Angaben über 90% mit
>Innenohrstörungen, dann muß man andererseits allerdings sagen, daß sie ja auch
>schön blöd wären, so eine Studie durchzuführen. Es gibt viel zu verlieren und -
>seitdem ja bereits herausgekommen ist, daß eine Sofortbehandlung mit HBO offenbar
>nicht erfolgreicher als eine Sofortbehandlung mit Infusionen mit
>HAES/Pentoxifyllin ist - wenig zu gewinnen.

Hi,

zum einen gibt es einen gnadenlosen Verteilungskampf im
Gesundheitswesen, wer würde dabei den alteingesessenen und gut
versorgten Ärzten eine übertriebene Aufgeschlossenheit unterstellen,
es könnte ja jemand zu ihren Lasten neue Einnahmequellen erschliessen.

Andererseits sind Druckkammerzentren auch unter finanzieller
Beteiligung von HNOs entstanden, wer würde da schon unterstellen
wollen dass sie ihre Patienten einseitig beraten .....


Gruesse von Andreas (c)¿(c)
--
22117 Hamburg, Borchardsheide 28a, ++49 (0)40-7136380
http://home.t-online.de/home/Andreas.Huss/

Hansjörg Waibel

unread,
May 23, 2001, 4:33:45 PM5/23/01
to
Christian wrote:
[snip]
> Außer im Museum gibt es sie auch noch in der HNO-Abteilung der Medizinischen
> Hochschule Hannover und der Uniklinik Köln:
> http://link.springer-ny.com/link/service/journals/00106/bibs/1049002/10490093.htm
> http://link.springer-ny.com/link/service/journals/00106/bibs/0048003/00480182.htm
>

je nü, lieber selbstgemachte Anaphylaxien als gar keine Notfälle...

> Die beiden Studien - ich kenne die vollständigen Versionen sehr gut - kann man
> IMHO übrigens gleich in den selben Mülleimer wie die HBO-Studien schmeißen! ;-)

Dann spar ichs mir, sie zu lesen, es wird soviel Müll veröffentlicht,
das muss man dann auch nicht alles lesen.

Gruesse
haj"o

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