nachdem ich einen leichten Hoersturz hatte bin ich etwas verunsichert wie es jetzt mit dem Tauchen aussieht. Die einen sagen da gibt es kein Problem, die anderen meinen das Tauchen sollte man danach lassen. Mein HNO-Arzt scheint selbst nicht gerade ein Freund dieser Sportart zu sein, sodas ich seine Aussagen mit Skepsis betrachte...
Wie ist eure Informationslage ?
> Peter <
pe...@team-moellers.de
Ein Gehörsturz wird entweder verursacht durch eine Trombose im Beereich des
Mittelohres oder durch eine Gasblase mit anschließender Trombose.
Das heißt es ist eine Schädigung des Gehöres aufgetreten.
Wenn Du weitertauchst kann diese Schädigung noch massiever werden. Soviel
mir bekannt ist sollte ein Tauchverbot eingehalten werden, um weitere
gesundheitliche Probleme auszuschalten. Ich würde Dir enpfelen einen
Tauchfacharzt aufzusuchen.
Mit freundlichen Grüßen
www.taucher.at
Peter Haberhauer
NAUI Instructor #6708
Raiffeisenstrasse 7/25/3
A- 2753 Markt Piesting
Tel. 0043(0)663 023410
"Peter Moellers" <mol...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9e5v70$tco$1...@redenix.uni-muenster.de...
Gruss
Martin
"Peter Moellers" <mol...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9e5v70$tco$1...@redenix.uni-muenster.de...
rene
"office .taucher.at" schrieb:
für einen hörsturz kann es etwa 30 - 50 gründe geben, nicht nur zwei. viele
davon haben mit dem ohr und seiner umgebung eigentlich nichts zu tun
(bluthochdruck, übergewicht, wirbelsäuleprobleme, ...)
erst nach abklärung der körperlichen ursache für den hörsturz kann man über
weitere tauchtauglichkeit entscheiden
mfg wolfgang
Tauchen kann aber auch eine Verbesserung des
Tinnitus bewirken weil der Sauerstoffpartialdruck hoeher ist und
dadurch die Sauerstoffversorgung im Innenohr besser wird.
Deswegen macht man auch Druckkammerfahrten.
Ich habe nach einer 14-Tage 2-3 Tauchgaenge/Tag Orgie
fast keinen 15 Jahre alten Tinnitus mehr "gehört".
Such dir einen HNO-Arzt der vom Tauchen mehr als Ahnung hat.
Toni
--
Was muss man tun damit die Ehe ein Erfolg ist?
Man muss der Frau sagen das sie schön ist, auch wenn sie aussieht wie
ein Lastwagen. Richard, 10 Jahre
Posen fuer Anfaenger: http://www.w-klch.med.uni-muenchen.de/dischner
Christian wrote:
>
> x-no-archive: yes
>
> "office .taucher.at" wrote:
>
> > Hallo Peter!
> >
> > Ein Gehörsturz wird entweder verursacht durch eine Trombose im Beereich des
> > Mittelohres oder durch eine Gasblase mit anschließender Trombose.
>
> Äh, die international am häufigsten vertretene Theorie ist eigentlich eine
> virale Ursache...
>
wie stehts mit psychosomatischen Ursachen?
Geh in fün
> deutsche Unikliniken und Du wirst mit fünf verschiedenen Methoden behandelt...
und eine ist die hyperbare sauerstofftherapie in der druckkammer. wenn
ich keine ernsthafte erkrankung als ursache in erwägung ziehen müßte,
würde der nächste tauchgang unter therapeutischen gesichtspunkten stattfinden.
gruß, anke
Christan wrote:
>Nein, es gibt beim Hörsturz keinerlei Belege für eine Wirksamkeit über dem
>Placeboeffekt und der Spontanremission. Leider.
Hallo Christian
Es gibt aber (leider) viele Menschen die nach einer Behandlung in einer
Druckkammer eine Besserung erfahren.
Und (leider) haben ich davon viele im Bekanntenkreis.....und was machst du
jetzt
bis zu nächsten mal..
Weist du eigentlich was HBO kostet?? Rechne mal mit ca. 350,- DM pro
Fahrt,
d.h. ca. 3500-4000DM pro Patient. Wieviel ist es uns wert das ein Mensch
sein
Leben lang Ohrgeraeusche ertragen muss?
Teuer wird die Behandlung im wenn's stationaer gemacht wird, da schlaegt
halt der Tagessatz gewaltig zu. Dies ist aber fuer HBO an sich nicht
notwendig.
BTW. wuerde HBO mehr genutzt waere es noch billiger zu haben. Wenn man
jetzt
die Bezahlung streicht heisst a) manche Kammerzentren muessen schliessen
und b) die pro Kopfkosten fuer den Rest der Patienten die trozdem
behandelt
werden steigen (die Fixkosten bleiben ja gleich). Sinnigerweise wird HBO
nach
wie vor im Rahmen einer Stationaeren behandliung bezahlt, d.h. die
Kassen
ersetzen zu einem Teil [guestige] HBO durch [teure]
Stationsaufenthalte....
> Der entsprechende Arbeitsausschuß hat es sich
> mit der Entscheidung gegen die Bezahlung nicht leicht gemacht. Es gibt ein sehr
> ausführliches und IMHO qualitativ sehr gutes Gutachten über die Therapie. Nach
> meiner Einschätzung hatten die Kassen angesichts der miserablen Beweislage über
> eine Wirksamkeit kaum eine andere Wahl, als die Bezahlung bei den meisten
> Indikationen, so auch Hörsturz, abzulehnen. Es läge an den Druckkammern, den
> Wirkungsnachweis beim Hörsturz zu erbringen, aber da wartet man seit mittlerweile
> 30 Jahren vergeblich drauf. Fragt sich, woran das liegen mag.
Was wird den von den Kassen als Nachweis anerkannt?
Im Buch "Grundlagen der Hyperbaren Sauerstofftherapie" sind uebrigens
einige
Studien aufgefuehrt die durchaus die positive Wirkung
Namen habe ich leider nicht mehr im Kopf.
>
> Hörsturz hat eine extrem hohe Spontanheilungsrate. Es gibt (ebenfalls leider) auch
> sehr viele Menschen, die eine Besserung ohne irgendeine Behandlung erfahren haben.
Ack.
> Beweise, daß HBO eine höhere Erfolgsrate als die Nichtbehandlung hat, gibt es
> nicht. Dabei wäre eine entsprechende Studie technisch problemlos durchführbar.
> Fragt sich also, warum sich die Druckkammern davor scheuen. Placebokontrollierte
> Doppel-Blind-Studie zum Hörsturz hat es wiederholt gegeben. Auch in Deutschland.
> Nicht so bei HBO.
>
Hast du schon mal darueber nachgedacht wie du eine Blindstudie in der
Kammer
machen wuerdest? Wie soll der Patient NICHT merken das er unter Druck
gesetzt
wird? Willst du den Leuten statt 90min O2 auf 18m lieber Luft geben und
dann
Dekoprobleme provozieren???
> Tja, wenn beispielsweise die Druckkammer Hannover schreibt, daß sie seit 1993 über
> 50.000 Leute behandelt haben, davon nach eigenen Angaben über 90% mit
> Innenohrstörungen, dann muß man andererseits allerdings sagen, daß sie ja auch
> schön blöd wären, so eine Studie durchzuführen. Es gibt viel zu verlieren und -
> seitdem ja bereits herausgekommen ist, daß eine Sofortbehandlung mit HBO offenbar
> nicht erfolgreicher als eine Sofortbehandlung mit Infusionen mit
> HAES/Pentoxifyllin ist - wenig zu gewinnen.
Wenn schon dann sollte es eine Kombinationsbehandlung Infusion+HBO sein.
MfG Frank
P.S. Nur noch ein paar Abstracts auf die Schnelle:
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Tinnitus J 1997;3(2):137-140
Treating Tinnitus with Hyperbaric Oxygenation.
Bohmer D.
Institlte for Hyperbaric Medicine, Orthopaedic University Clinic,
Frankfurt, Germany.
Hyperbaric Oxygenation permits a controlled increase of the partial
oxygen pressure in the blood. This technique can be used in cases of
tinnitus and sudden deafness when the development in the inner ear
and the brain lead to a lack of oxygen and so to a limited energy
provision. The results to date allow the recommendation to apply an
oxygen high pressure therapy when standard treatments have failed.
One can work on an improvement rate of 60-65% with tinnitus. HBO
therapy should start as soon as possible. Especially in cases of
sudden deafness the success depends on a speedy application of HBO.
The HBO therapy broadens the spectrum of treatment possibilities
for tinnitus and sudden deafness.
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Scand Audiol 1999;28(2):91-6
Long-term effect of hyperbaric oxygenation treatment on chronic
distressing tinnitus.
Tan J, Tange RA, Dreschler WA, vd Kleij A, Tromp EC.
Department of Otorhinolaryngology/Head and Neck Surgery,
Academic Medical Center, University Hospital of Amsterdam,
The Netherlands. t.h...@amc.uva.nl
Tinnitus is still a phenomenon with an unknown pathophysiology with
few the rapeutic measures. During the last two decades, hyperbaric
oxygenation therapy (HBO) has been used in the treatment of sudden
deafness and chronic distressing tinnitus. In this study, we prescribed
HBO to 20 patients who had had severe tinnitus for more than one year
and who had already had other forms of tinnitus therapy with
unsatisfactory results. Four patients could not cope with the pressure
gradient. The effect of HBO was assessed using subjective evaluation
and VAS scores before and after HBO. Follow-up continued until one year
after treatment. Six patients had a reduction of tinnitus and
accompanying symptoms, eight patients did not notice any change and two
patients experienced an adverse effect. Any outcome persisted with
minor changes until one year after treatment. HBO may contribute to the
treatment of severe tinnitus, but the negative effect on tinnitus
should be weighed carefully.
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Rev Laryngol Otol Rhinol (Bord) 1995;116(5):377-80
Therapeutic effect of hyperbaric oxygenation in acute acoustic trauma.
Vavrina J, Muller W.
Depart. of Otorhinolaryngology, Kantonsspital, Luzern, Switzerland.
Retrospectively 78 patients with uni- or bilateral acute acoustic
trauma (AAT) were evaluated to assess the therapeutic effect of
hyperbaric oxygenation (HBO). All subjects received saline or
dextran (Rheomacodrex) infusions with Ginkgo extracts (Tebonin)
and prednisone. Thirty six patients underwent additional hyperbaric
oxygenation at a pressure of 2 atmospheres absolute for 60 minutes
once daily. Both treatment groups were comparable as far as age,
gender, initial hearing loss and prednisone dose are concerned.
The delay of therapy onset was 15 hours in both groups and treatment
was started within 72 hours in all cases. Control audiometry was
performed after 6.5 days, when the HBO group had had 5 exposures to
hyperbaric oxygenation. The average hearing gain in the group without
HBO was 74.3 dB and in the group treated additionally with HBO
121.3 dB (P < 0.004). It is concluded, that hyperbaric oxygenation
significantly improves hearing recovery after AAT. Therefore acute
acoustic trauma with significant hearing threshold depression remains
an otological emergency. Minimal therapy involving waiting for
spontaneous recovery, which is mostly incomplete leaving a residual
C5 or C6 and handicapping tinnitus, is not the treatment of choice.
Randomized prospective clinical trials with a larger patient series
are needed and further experimental studies are required to
understand the physiological mechanisms of HBO responsible for the
clinical success in AAT.
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HNO 1999 Dec;47(12):1038-45
Outcome of hyperbaric oxygen therapy in therapy refractory tinnitus
Delb W, Muth CM, Hoppe U, Iro H.
Universitatsklinik und Poliklinik fur Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
Homburg/Saar.
Although many studies are available concerning the treatment of sudden
deafness using hyperbaric oxygenation, only a few of these deal with
tinnitus. The aim of the present study was to evaluate the therapeutic
use of hyperbaric oxygenation in cases of tinnitus. A total of 193
patients, having undergone primary intravenous hemorheologic therapy,
were treated with hyperbaric oxygenation. Tinnitus was evaluated before,
after ten sessions and after 15 sessions using a tinnitus questionnaire.
Additionally, an audiometric examination was performed. Measurable
improvements of the tinnitus occurred in 22% of the patients, whereas a
moderate improvement was seen in 17% of cases. 10.4% showed an excellent
improvement and tinnitus disappeared completely in two patients. The
improvement rate decreased in those cases where the time from onset of
tinnitus exceeded 40 days. In conclusion, hyperbaric oxygenation seems
to be a moderately effective additional treatment in the therapy of
tinnitus after primary hemorheologic therapy, provided the time from
onset of tinnitus is less than 1 month.
Aber die über eine Aufhebung der Doppelblindstudienpflicht zu befinden
haben, sind es wohl selbst. Gruß von den 3 Affen.
Matthias
Frank Riffel schrieb:
> Was wird den von den Kassen als Nachweis anerkannt?
Grüße
Oliver
Meine ja nur, wenn mans schon selber zahlen muß, dann investiere ich doch
lieber in was von dem ich auch nachher noch was hab :-)
Und wenn Du dann noch Deiner Kasse klargemacht bekommst was sie
eigentlich gespart haben kannst noch die Kosten für Kalk und Zauberstoff
rausschinden...
Die Idee gefällt mir
Gruesse
haj"o
nur so an Rande erwaehnt, 500ml HAES 10% 200000 0,5 kosten so in etwa
10-15 Mark,
um wirklich reich zu werden muesste eine Pharmafirma sicherlich
zehntausende von Hoerstuerzen mit der Suppe versorgen
und Dextrane sollte es eigentlich nur noch im Museum geben.
Gruesse
haj"o
>Tja, wenn beispielsweise die Druckkammer Hannover schreibt, daß sie seit 1993 über
>50.000 Leute behandelt haben, davon nach eigenen Angaben über 90% mit
>Innenohrstörungen, dann muß man andererseits allerdings sagen, daß sie ja auch
>schön blöd wären, so eine Studie durchzuführen. Es gibt viel zu verlieren und -
>seitdem ja bereits herausgekommen ist, daß eine Sofortbehandlung mit HBO offenbar
>nicht erfolgreicher als eine Sofortbehandlung mit Infusionen mit
>HAES/Pentoxifyllin ist - wenig zu gewinnen.
Hi,
zum einen gibt es einen gnadenlosen Verteilungskampf im
Gesundheitswesen, wer würde dabei den alteingesessenen und gut
versorgten Ärzten eine übertriebene Aufgeschlossenheit unterstellen,
es könnte ja jemand zu ihren Lasten neue Einnahmequellen erschliessen.
Andererseits sind Druckkammerzentren auch unter finanzieller
Beteiligung von HNOs entstanden, wer würde da schon unterstellen
wollen dass sie ihre Patienten einseitig beraten .....
Gruesse von Andreas (c)¿(c)
--
22117 Hamburg, Borchardsheide 28a, ++49 (0)40-7136380
http://home.t-online.de/home/Andreas.Huss/
je nü, lieber selbstgemachte Anaphylaxien als gar keine Notfälle...
> Die beiden Studien - ich kenne die vollständigen Versionen sehr gut - kann man
> IMHO übrigens gleich in den selben Mülleimer wie die HBO-Studien schmeißen! ;-)
Dann spar ichs mir, sie zu lesen, es wird soviel Müll veröffentlicht,
das muss man dann auch nicht alles lesen.
Gruesse
haj"o