da ich bei google nicht so recht fündig geworden bin, erlaube ich mir die
Dreistheit, einen neuen Thread zu eröffnen: Hat jemand Erfahrungen mit
Schwerwettertrainings, wie sie gelegentlich angeboten werden, gemacht?
Im Grunde ist es Irrsinn, die hohen Kosten für Törngebühr, Anreise,
Ausrüstung und Lebensversicherung (deren Abschluß mir meine Freundin vor
Törnbeginn nahelegt) auf sich zu nehmen, um einige vermutlich wirklich
unangenehme Tage zu verbringen, aber man hat ja sonst keinen Spaß im Leben.
Lohnt sich das ganze, gemessen an den Erfahrungen, die man bei einem solchen
Törn sammeln kann?
Wenn ja, wer kennt gute (oder schlechte) Veranstalter solcher Trainings?
Grüße,
Peter
habe selbst (...leider...) noch keine Erfahrungen bei einem Schwerwettertörn
sammeln können. Irgendwann 1999 oder 2000 war aber mal ein etwas
ausführlicher Bericht über soch eine Schulung in der YACHT. Ansonsten kann
oder konnte man so etwas mal bei www.sailingisland.de buchen. Ob das jetzt
noch so ist weiss ich nicht, frag´ doch mal an.
gruesse, thomas
Hat eine unserer "Amazonen" nicht erst kürzlich - es mag Anfang des
Jahres gewesen sein (alles ist relativ ...) - hier darüber berichtet ?
Wer war's : Antje oder Ute ... ? Oder bin ich da auf dem falschen
Dampfer ?
BTW : Beide haben eigentlich *unverschämt lange* nix mehr von sich hören
lassen ... ? ! ?
Erwartungsvollen Gruß,
Joachim.
>Lohnt sich das ganze, gemessen an den Erfahrungen, die man bei einem solchen
>Törn sammeln kann?
Tja, das kommt darauf an. Der Fortschritt laeßt sich zwar nicht
mehr aufhalten aber es bleibt trotzdem alles relativ. Will sagen,
ein Schwerwettertoern ist nur dann ein solcher Toern, wenn auch
schweres Wetter ist. Ich persoenlich habe bisher nur Schwerwettertoerns
(alleine schon der Name) mit eigenen Booten durchgefuehrt.
Es handelte sich IMMER um Mißverstaendnisse:-)
Aber aus meiner Kenntnislage gibt es *Swan Charter*, die fuehren solche
Toerns gewerbemaeßig durch. Von Cuxhaven nach Helgoland und zurueck.
Aber eins solltest du dir mal durch den Kopf gehen lassen. Fuer
Schwerwettertoerns (ich koennte mich begeistern fuer diese
Wortschoepfung) braucht es schweres Wetter. Das ist auch inne
Nordsee nicht die Regel. Ich habe schon von Toerns gehoert, die gingen bei
absoluter Flaute hin und zurueck. Oder im Nebel. Dann ist auch
kein Wind. Unter Motor. Recht interessant. Weil gefahren wird immer.
Man hat ja bezahlt. Und naechstes WE sind andere dran.
Schweres Wetter hin oder her. Also bitte bei Buchung schon mal gleich
das dazugehoerige Wetter bei donnerwetter.de ordern. Uebrigens
schweres Wetter (Sturm ab Bft. 8) lt. Statistik inne noerdl. Nordsee
im Herbst so bei 3 Prozent. Na ja ist immer noch besser als Promille.
Obwohl, jetzt komme ich doch ins Gruebeln. Joachim, du bist dran.
Das waere doch was fuer deine 275er Schwerwetterweste mit Spraycap.
Die zum reinkotzen:-))
Tach noch
Manfred
>Joachim, du bist dran.
>Das waere doch was fuer deine 275er Schwerwetterweste mit Spraycap.
>Die zum reinkotzen:-))
... lohnt aber nur, wenn Du sie vorher umdrehst ... !
;-))
Gruß,
Joachim.
> Wenn ja, wer kennt gute (oder schlechte) Veranstalter solcher
Trainings?
>
> Grüße,
> Peter
>
Hallo Peter,
www.yachtschule-helgoland.de macht Schwerwettertraining, was im Herbst
wettertechnisch auch ganz gut klappen könnte.
Habe bei denen im Sommer einen Handlingkurs belegt und war schwer be-
geistert. Gesegelt wird auf Benetau 25, also recht sportlich und
regattaorientiert.
Gruß Micha
> Obwohl, jetzt komme ich doch ins Gruebeln.
Da sachste was...
> Joachim, du bist dran. Das waere doch was fuer deine 275er
> Schwerwetterweste mit Spraycap. Die zum reinkotzen:-))
Mir wird jetzt klar, wozu er die wirklich braucht, wenn er schon bei
spiegelglatter See oder leichtem Kräuseln nach Jörg und Kurt in
hannöverscher Mundart ruft.
Joachim, haste Luste, Ende September von Hooksiel nach Helgoland und
retour; Edgar kneift wegen des bei seinem Haus-und Hofdrachen zu
stellenden Urlaubsantrags?
Munterbleiben
HC
--
Nur die Hachten komm in Gachten.
Is doch goch kan Thema.
Dieses Risiko kann durch Wahl eines anderen Segelreviers minimiert
werden. Unter http://www.segelreisen-hering.de/htmlview/index.htm
kann man den Törnplan der S.Y. Santa Maria erfahren. Wo sie fährt,
ist das Flautenrisiko ziemlich unausgeprägt.
Gruß - Wolfgang
--
*** Außenbordmotoren sind, wie Frauen, eine Erfindung ***
*** des Satans. - Michael Green, Ruder hart rechts - ***
*** Mon, 10 Sep 2001 07:42 +0200 ***
Es wurde ja schon darauf hingewiesen, dass man bei gebuchten
Schwerwettertrainings das Wetter nicht mitbuchen kann.
Wenn du wirklich etwas in dieser Richtung haben willst
gäbe es da schon einen Veranstalter. Da kommst du bestimmt
auf deine Rechnung.
Online Anmeldung gibt es hier:
http://www.challengebusiness.com/crew1/crew1.htm
Auszug aus den Anmeldevorschriften FAQ:
How does someone become a crew volunteer?
Prospective crew volunteers apply to The Challenge Business
International, which evaluates them to assure they meet minimum
physical requirements. They are also personally interviewed by
Sir Chay Blyth, the race's founder, who assesses whether they
are physically and mentally capable of participating in the race.
The crew volunteers must raise their own sponsorship funds
-- £25,000 pounds (about US$40,000)
Na ja, etwas Zeit und G*ld brauchst du schon.
Gruss
Felix
PS> die Dreistheit, einen neuen Thread zu eroeffnen: Hat jemand Erfahrungen
PS> mit Schwerwettertrainings, wie sie gelegentlich angeboten werden,
Hmm, ich habe mal an einem sogenannten Schwerwettertoern teilgenommen.
Eigentlich wars nur kalt und es wurde viel gesegelt (einmal rund Fuenen in
5 Tagen mit ausgiebigen Barbesuchen in Odine), aber ansonsten ein schoener
Toern. War bei schoenicke-skipperteam im Fruehjahrsangebot.
Das "Problem" mit Schwerwettergeschichten ist halt, dass Du nie ne
Garantie fuer die erforderlichen Wind- und Seeverhaeltnisse hast. Da kann
Flaute sein, da kann auch zuviel Wind sein. Am ehesten bietet noch das
Revier ne gewisse Wahrscheinlichkeit. Schottland, englischer Kanal,
Nordsee im Maerz. Aber gerade im Falle Nordsee oder Schottland kann das
dann auch gleich wieder ausarten in gefaehrlichen Seegang, bei dem nur
noch Lebensunlustige freiwillig in einer kleine Yacht den Hafen verlassen.
Bei zuvor erwaehnten Toern gibts ne Auslaufgarantie bis 9 Bft.. Darueber
kann man ja sowieso nur mehr sehr eingeschraenkt segeln.
PS> gemacht? Im Grunde ist es Irrsinn, die hohen Kosten fuer Toerngebuehr,
PS> Anreise, Ausruestung und Lebensversicherung (deren Abschluss mir meine
PS> Freundin vor Toernbeginn nahelegt) auf sich zu nehmen, um einige
Zu ihren Gunsten? Also ueber diese Freundin wuerde ich ja nochmal
nachdenken.... $->
Gruss,
Tobias.
> > Lebensversicherung (deren Abschluss mir meine Freundin vor Toernbeginn nahelegt)
>
> Zu ihren Gunsten?
Klar doch. Sie hat ihn doch überhaupt erst auf die Idee mit dem
Schwerwettertraining gebracht.
T:-)m Berger
--
ArchTools: Software-Werkzeuge für die Architektur
ArchDIM - architekturgerechte Bemaßung für AutoCAD (TM)
ArchAREA - Flächenermittlung und Raumbuch nach DIN 277
Info und Demo unter http://www.archtools.de
da man Schwerwetter bei Schwerwettertörns nicht mitbuchen kann, hilft
wahrscheinlich nur, es lange genug zu probieren! Uns hat's zwischen dem
10. und dem 12.7. auf der Nordsee auf dem Weg von Norwegen nach
Helgoland erwischt. Das war, wenn man so will, wirkliches Schwerwetter-
Training ;-) Wie Dr. Ludwig Merckle zu sagen pflegte: Üben übt!
Thomas
Peter Schrey wrote:
--
Thomas H. Pauli, Hammersteinstr.19, 14199 Berlin, Germany
>www.yachtschule-helgoland.de macht Schwerwettertraining, was im Herbst
>wettertechnisch auch ganz gut klappen könnte.
Es marschiert gerade der Wirbelsturm Erin (180km/h) auf die Ostküste der
USA zu. Laut Vorhersage wird er aber das Festland nicht erreichen,
sondern die Kurve kratzen und über den Nordatlantik zu uns rüberkommen.
Was dann davon noch übrig ist, bleibt spannend.
>Habe bei denen im Sommer einen Handlingkurs belegt und war schwer be-
>geistert. Gesegelt wird auf Benetau 25, also recht sportlich und
>regattaorientiert.
Huhu, Carsten, Deine Klasse! :-)
--
B.S.
... und beim Seglerstammtisch auch mal 'n Scheinchen ins Schiffchen stecken!
die meisten scheinen sich Sorgen um das nicht mitbuchbare Wetter zu machen
(zurecht); ich frage mich nach dem Sinn einer solchen Veranstaltung.
Es geht ja schliesslich um "Training", d.h. man erhofft einen *Lerneffekt* vom
Schwerwetter. Ob das Schwerwetter eintritt oder nicht, sei dahingestellt.
Das wichtigste Training bezüglich des Schwerwetters - darin sind hier glaube ich
die meisten meiner Meinung - besteht darin, Schwerwetter zu vermeiden und
"drumrum" oder gar nicht zu segeln.
Diese Art von Training kann man bequem aus dem Internet, aus Büchern und aus
qualifizierte Diskussionen mit erfahrenen Seglern bekommen; man braucht also den
Hafen nicht verlassen.
Zugegeben wir alle kommen (oefters?) in einem Schwerwetter hinein, weil wir
nicht
alles zu jeder Zeit perfekt vorhersehen und einplanen koennen.
Meine Erkenntnisse von den "Schwerwettern" (ist das eigentlich ein politisch
korrektes Wort fuer "Sturm" ?), die ich erlebt habe, sind:
a) die Natur ist gewaltig
b) man wird nass bis auf die Knochen
c) je nach Revier wird man auch erbaermlich kalt
d) alle Segelmanoever (sofern man Segelmanoever mit Wind 8 durchfuehrt) laufen
unter
Windstaerke 8 genauso wie unter Windstaerke 2;
nur dass man bei Windstaerke 8 hinterher erheblich mehr blaue Flecken hat.
Die Verhaltensregeln und / oder die Vorsichtsmassnahmen, die man bei Sturm
beachten
muss, kann man - bei einem noch so guten Training - sowieso nur theoretisch
lernen.
Oder kennt jemand Schwerwettertrainings, wo einer freiwillig über bord springt,
um
bei Wind 8 das MOB-Manoever in die Praxis zu ueben? Oder haengt sich jemand
ausserhalb
der Reling, um den (Un)Sinn und die Stabilitaet des Lifebelts zu testen? Oder
der
Skipper haut ein Loch im Rumpf, um praxisnah das Lenzen unter
Schwerwetterbedingungen
zu ueben?
Man muss zwar sehr viel ueber Sturm wissen, das allermeiste kann man praktisch
nicht
ueben.
Es gibt doch Dinge, die nur praktisch gelernt werden koennen. Keine Theorie
hilft z.B. das
Steuerverhalten der Yacht bei schwerem Wetter zu erfahren. Aber auch in diesen
Dingen
hilft ein Schwerwettertraining nicht. "Dein" Sturm wird garantiert anders
sein...
Mit konstruktiven Gruessen
Christos Stieglitz
>
>hilft ein Schwerwettertraining nicht. "Dein" Sturm wird garantiert anders=
>
>sein...
>
>Mit konstruktiven Gruessen
Selten so was konstruktives gelesen. Entspricht im wesentlichen
meinen Erfahrungen.
Tach noch
Manfred
> Selten so was konstruktives gelesen. Entspricht im wesentlichen
> meinen Erfahrungen.
Er hat zwar recht, aber konstruktiv finde ich seine Darlegungen nicht
gerade. IMHO dient das "Schwerwettertrainig" weniger dem Erlernen von
Fähigkeiten, als dem Sammeln von Erfahrungen. Wer schon mal einen
ordentlichen Sturm in kompetenter Begleitung abgeritten hat, der wird
sich vielleicht etwas weniger ängstlich verhalten, wenn es ihn dann mal
alleine trifft.
Anders herum kann das abgeleistete "Schwerwettertraining" aber auch
kontraproduktiv sein, wenn danach der naive Segelmacho in heroischer
Selbstüberschätzung bei 9 Bft den Hafen verläßt.
Tom Berger
>>Habe bei denen im Sommer einen Handlingkurs belegt und war schwer be-
>>geistert. Gesegelt wird auf Benetau 25, also recht sportlich und
>>regattaorientiert.
>
> Huhu, Carsten, Deine Klasse! :-)
Schwerwettertraining? Beneteau 25? Nehmt ein Ersatzruderblatt mit. ;-)
Ernsthaft: Fuer die Verhaeltnisse um Helgoland bei viel Wind wuerde ich was
deutlich Groesseres bevorzugen.
Carsten
>GMnch schrieb:
>
>> Selten so was konstruktives gelesen. Entspricht im wesentlichen
>> meinen Erfahrungen.
Denke ich auch.
>Er hat zwar recht,
...
>Anders herum
...
Sag mal Tom,
bist Du Sozialpaedagoge?
SCNR
Edg@r
--
Einfach ist genial.
ich habe bei Skipperteam ein solches Training für den Zeitraum vom 25.
bis 30. Oktober gebucht. Los gehen wird es ab Flenburg / bzw. Marina
Minde.
Ich erhoffe mir von diesem Training, tatsächlich mal Erfahrungen, im
wahrsten Sinne des Wortes, im Sturm auf einem Segelboot zu machen. Vor
allem möchte ich aber auch erst einmal unter Anleitung diese
Erfahrungen sammeln.
Falls Interesse besteht, kann ich gerne einen kurzen Bericht
schreiben, wenn ich das Schwerwettertraining hinter mir haben.
Gruß
Martin Zacherl
> Ich erhoffe mir von diesem Training, tatsächlich mal Erfahrungen, im
> wahrsten Sinne des Wortes, im Sturm auf einem Segelboot zu machen. Vor
> allem möchte ich aber auch erst einmal unter Anleitung diese
> Erfahrungen sammeln.
Bitte führe Deine Erwartungen etwas detaillierter aus; willst Du einfach
bei Schwerwetter segeln, mal im Sturm kotzen oder die Grenzen Deiner
körperlichen und geistigen Leistungs- und Leidensfähigkeit feststellen?
> Falls Interesse besteht, kann ich gerne einen kurzen Bericht
> schreiben, wenn ich das Schwerwettertraining hinter mir haben.
Ich bitte darum; wäre interessant zu erfahren, welche Deiner Erwartungen
erfüllt wurden und wichtiger noch, was darüber hinaus oder entgegen
diesen verlief.
Munterbleiben
HC
schau mal unter
http://www.logemann-yachting.de/Segeln/toerns/nordeuropa/Schwerwetter.ht
m
Erst kürzlich hat mir ein Segler erzählt, er hätte da mal an einem
Schwerwettertraining teilgenommen und viel dabei gelernt. (Nordsee im
November) Ich persönlich habe damit keine Erfahrungen.
Wenn du mehr darüber wissen willst, kann ich gern den Kontakt mit dem
Bekannten per Mail vermitteln.
Gruß,
Maria
"Peter Schrey" <Peter....@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9nf8oa$9hf$02$1...@news.t-online.com...
ganz, ganz kalt. Du hast noch zwei weitere Versuche (Tipp: schau mal
meine Sig an).
>Edgar Warnecke schrieb:
>>
>> Sag mal Tom,
>>
>> bist Du Sozialpaedagoge?
>
>ganz, ganz kalt. Du hast noch zwei weitere Versuche (Tipp: schau mal
>meine Sig an).
LOL
Weiss ich doch schon laengst vom LI.
Aber dennoch war Deine Formulierung echt berufsadaequat ;-)
Gruss
Edgar
--
Einfach ist genial.
ich glaube, die Frage, ob sich so ein Törn für dich lohnt, wird dir
keiner/keine hier beantworten können, weil genau das eine sehr subjektive
Angelegenheit ist.
Ich für meinen Teil setze meine ganze Energie dafür ein,
Schwerwettersituationen zu vermeiden. Bei unseren Törns gelingt das aber
nicht immer und insofern habe ich ein wenig Schwerwettererfahrung.
Ein Schwerwettertörn kann aus meiner Sicht dann Sinn machen, wenn du:
Törns planst, bei denen davon auszugehen ist, dass mindestens ein heftiger
Sturm zu erwarten steht;
du in Revieren segelst, wo Stürme plötzlich - quasi unvorhergesehen -
auftreten.
Dabei stellt sich für mich die Frage, was erwartest du von dem
Schwerwettertörn:
- Schwerwetter
- Erfahrungsaustausch
- Sensibilisierung für das Thema
?????
Schwerwetter:
Wie seefest bist du? Davon hängt ab, was dir der Törn bringt.
Erfahrungsaustausch:
Das kann etwas bringen. Vor allem dann, wenn der Austausch über
unterschiedliche Reviere geht. DEN Schwerwetterkurs kann es nämlich nicht
geben. In jedem Revier müssen die spezifischen Bedingungen beachtet werden:
Wattenmeer- Wassertiefe; offene See - Wellenhöhe; Küstennähe.....
Ein Schwerwettertraining, das für alle Reviere gelten soll, kann sich nur
mit allgemeinen Dingen befassen.
Sensibilisierung für das Thema
Das bringt etwas im Hinblick darauf, worauf geachtet werden sollte.
Welche Ausrüstung brauche ich für welches Revier?
Wie bereite ich mich auf ein Revier vor?
Welche Crew für welches Revier?............
Du hast den thread zwar ins Leben gerufen, dich dann aber nicht mehr
geäußert. Wenn du konkrete Pläne hast, dann frage einfach mal gezielter,
vielleicht ist dann auch die Lebensversicherung nicht mehr erforderlich.
Ansonsten kann ich mich nur wiederholen:
einen Sturm wettert man am besten im Hafen ab - so man es sich aussuchen
kann!
--
Sportliche Grüße
Ulrike
Segeln und segeln lassen
Hi Tobias,
From: "Tobias Crefeld" <Tobias_...@p97.nina.muenchen.nu>
> Peter.Schrey # web.de@2:2480/8049.100 meinte am 09.09.01
>
> PS> die Dreistheit, einen neuen Thread zu eroeffnen: Hat jemand
Erfahrungen
> PS> mit Schwerwettertrainings, wie sie gelegentlich angeboten werden,
>
> Hmm, ich habe mal an einem sogenannten Schwerwettertoern teilgenommen.
> Eigentlich wars nur kalt und es wurde viel gesegelt (einmal rund Fuenen in
> 5 Tagen mit ausgiebigen Barbesuchen in Odine), aber ansonsten ein schoener
> Toern. War bei schoenicke-skipperteam im Fruehjahrsangebot.
Bist Du der Meinung, dass es sich für Dich gelohnt hat? Was waren Deine
Erwartungen an der Törn und wurden diese erfüllt?
Hattet ihr den guten Wind und wurde auf Besonderheiten des
"Schwerwettersegelns" eingegangen?
> Das "Problem" mit Schwerwettergeschichten ist halt, dass Du nie ne
> Garantie fuer die erforderlichen Wind- und Seeverhaeltnisse hast. Da kann
> Flaute sein, da kann auch zuviel Wind sein. Am ehesten bietet noch das
> Revier ne gewisse Wahrscheinlichkeit. Schottland, englischer Kanal,
> Nordsee im Maerz. Aber gerade im Falle Nordsee oder Schottland kann das
> dann auch gleich wieder ausarten in gefaehrlichen Seegang, bei dem nur
> noch Lebensunlustige freiwillig in einer kleine Yacht den Hafen verlassen.
>
> Bei zuvor erwaehnten Toern gibts ne Auslaufgarantie bis 9 Bft.. Darueber
> kann man ja sowieso nur mehr sehr eingeschraenkt segeln.
Ich hatte Nordsee oder Ostsee ins Auge gefasst. Die vorgeschlagenen Kap
Hoorn-Törns klingen natürlich vielversprechend, sind aber vielleicht ein
"bischen" zu aufwendig...
Das Wetter ist natürlich immer ein Risiko, was man beim Segeln aber generell
hat. Und wenn die Bars und die Crew okay sind... :-)
>
> PS> gemacht? Im Grunde ist es Irrsinn, die hohen Kosten fuer Toerngebuehr,
> PS> Anreise, Ausruestung und Lebensversicherung (deren Abschluss mir meine
> PS> Freundin vor Toernbeginn nahelegt) auf sich zu nehmen, um einige
>
> Zu ihren Gunsten? Also ueber diese Freundin wuerde ich ja nochmal
> nachdenken.... $->
:-))) Meinst Du, die vorgeschlagene, übertrieben hohe Versicherungssumme
sollte mich stutzig machen? ;-)
Aber aus der Werbung kennen wir ja die Vorteile guter Versicherungen: Wind
und Wellen spüren, dass man gut versichert ist.
Viele Grüße,
Peter
"Christos Stieglitz" <chri...@gnosys.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B9DB736...@gnosys.de...
> Hallo,
Die Frage ist, was man unter Schwerwetter versteht. Das man Sturm am Besten
aus dem Wege geht, ist keine Frage, aber das Segeln bei Windstärken >6 ist
doch ein bischen anders als bei Windstärke 2, allein schon wegen der
psychologischen Belastung. Hier sehe ich auch den Unterschied zwischen
Theorie und Praxis. In der warmen Wohnung bei einer heißen Tasse Tee Bücher
über Schwerwettersegeln zu lesen ist etwas anderes, als tatsächlich in der
Situation zu sein und das richtige zur richtigen Zeit zu tun. Hierzu gehört,
die Situation objektiv einschätzen zu können. Sowas kann man nur schwer aus
Büchern lernen.
Stressmanagement ist der zweite wichtige Faktor, der sich theoretisch nur
schwer lernen läßt. Ruhe bewahren liest sich leicht, aber unter Adrenalin
und möglicherweise mit Verantwortung für Crew und Schiff sieht die Sache
wieder etwas anders aus.
Du wirst mir zustimmen, dass es ein Vorteil ist - wenn man sich in einer
solchen Lage befindet - Erfahrungen mit Schwerwetter zu haben als keine
Erfahrungen damit zu haben.
> Oder kennt jemand Schwerwettertrainings, wo einer freiwillig über bord
springt, um
> bei Wind 8 das MOB-Manoever in die Praxis zu ueben? Oder haengt sich
jemand
> ausserhalb der Reling, um den (Un)Sinn und die Stabilitaet des Lifebelts
zu testen? Oder
> der Skipper haut ein Loch im Rumpf, um praxisnah das Lenzen unter
Schwerwetterbedingungen
> zu ueben?
Offen gesagt, kenne ich auch keine Segeltrainings unter ruhigen
Verhältnissen, bei dem für das MOB-Manöver jemand ins Wasser springt. Bei
meinem Ausbildungstörn zumindest haben wir es immer mit einem Fender geübt
:-)
> Man muss zwar sehr viel ueber Sturm wissen, das allermeiste kann man
praktisch
> nicht ueben.
> Es gibt doch Dinge, die nur praktisch gelernt werden koennen. Keine
Theorie
> hilft z.B. das Steuerverhalten der Yacht bei schwerem Wetter zu erfahren.
Aber auch in diesen
> Dingen hilft ein Schwerwettertraining nicht. "Dein" Sturm wird garantiert
anders
> sein...
Viele Grüße,
Peter
Ein Problem bei Schwerwettertoerns oder Schwerwettertraining wurde ja
schon angesprochen, naemlich die Tatsache, das man Wetter nicht buchen
kann.
Ein zweites Problem mag in der Crew liegen. Ich habe vor es laengerer
Zeit auch mal probiert. Nachden es mich mal erwischt hatte und ich
irgendwie das Gefuehl hatte, dass ich das gerne mal unter
"kontrollierten Bedingungen" wiederholen sollte. Zwei Toerns. Einer
Ostsee im Oktober. Da ist das erste Problem voll reingeschlagen. Es gab
zwar ganz guten Wind, aber eben nicht mehr. Dafuer Regen. Der zweite war
auf der Nordsee im Maerz und da gab es nicht mal guten Wind. Bis auf den
letzten Tag. Da hatte es 6 und etwas drueber. Nicht unbedingt schweres
Wetter, aber immerhin Gelegenheit so zu tun als ob. Leider hatte die
Crew, die vorher unisono die grosse Lippe riskiert hatte (die ueblichen
Maulheldentaten) die Hosen voll. So gesehen wars Glueck, dass wir vorher
nur wenig Wind hatten, sonst waeren wir wahrscheinlich gar nicht aus dem
Hafen gekommen. Sowas kann also auch passieren und es ist eine gute Idee
bei der Buchung eines solchen Toerns mal vorher abzuklopfen, wie es mit
der Segelerfahrung der anderen Teilnehmer steht, bzw. wie der
Veranstalter sicherstellt, dass eben keine Hochstapler dabei sind. Auf
besagtem Toern waren die grossen Segler naemlich alles Anfaenger (dazu
zaehlen natuerlich auch die 300sm BR-Frischlinge).
Ein drittes Problem, und dies ist ein ganz grundsaetzliches, ist, dass
solche Toerns wohl ganz ueberwiegend in Kuestengewaessern stattfinden.
Und hier ist die wichtigste Schwerwettertaktik meiner wie immer voellig
unmassgeblichen Meinung nach einfach im Hafen zu bleiben. Diese Taktik
laesst sich freilich auf einem Schwerwettertoern nur schwer ueben.
Dazu kommt noch, dass in Kuestengewaessern u.U. bestimmte Taktiken nicht
anwendbar sind. Man kann sie zwar in Grenzen ueben, muss aber
ehrlicherwiese immer erklaeren, dass man sowas an dieser Stelle im
Ernstfall besser nicht taete.
Ich kenne jemanden (er handelt inzwischen mit Yachten) hat frueher als
Skipper auf solchen Toerns gearbeitet. Startpunkt dieser Toerns war
Helgoland und das wohl aus gutem Grund. Ich wuerde sagen, wenn schon so
ein Toern, dann sollte man versuchen, ob man sowas machen kann.
Andre
ja bitte, unbedingt!
;-)
harrY
Peter Schrey wrote:
> Das man Sturm am Besten
> aus dem Wege geht, ist keine Frage, aber das Segeln bei Windstärken >6 ist
> doch ein bischen anders als bei Windstärke 2, allein schon wegen der
> psychologischen Belastung.
Das ist ein Unterschied. Technisch gesehen, werden die Segelmanoever immer
gleich ausgefuehrt (ich bestehe darauf). Das sagt mir meine Erfahrung; ich
lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Psychologisch ist es so eine Sache. Meine nicht massgebliche Meinung ist,
wer ein Training braucht, um sich psychologisch auf ein Schwerwetter
vorzubereiten,
sollte vielleicht gaaaanz andere Prioritaeten setzen.
> Hier sehe ich auch den Unterschied zwischen
> Theorie und Praxis. In der warmen Wohnung bei einer heißen Tasse Tee Bücher
> über Schwerwettersegeln zu lesen ist etwas anderes, als tatsächlich in der
> Situation zu sein und das richtige zur richtigen Zeit zu tun. Hierzu gehört,
> die Situation objektiv einschätzen zu können. Sowas kann man nur schwer aus
> Büchern lernen.
Wir sind uns ja einig, dass je mehr (Praxis)Erfahrung, desto besser. Das war
zum Zeitpunkt meines ersten postings bereits von anderen geschrieben worden
und ich wollte es nicht wiederholen.
Trotzdem halte ich ein Schwerwettertraining fuer ueberfluessig (im besten Fall).
Es ist so, als ob die Feuerwehr ein Brand in einem Hochhaus legen wuerde, um
junge Feuerwehrmaenner zu trainieren (Sorry, wenn es jetzt makaber klingt,
angesichts der juengsten Ereignisse; ich bleibe strikt beim
Schwerwettertraining).
Im Vergleich mit der Feuerwehr liegt auch meine Empfehlung fuer den OP:
trainiere dich - wie ein junger Feuerwehrmann - *succesive* auf die schwere
Situation hin. Konkret heisst das:
a) Segele, soviel du irgend kannst, um Erfahrungen zu sammeln (banal, ich weiss)
b) taste dich an Schwerwetter ran. Windstaerke 5 ist fuer einen Anfaenger
ein "Schwerwetter"; erfahrene Segler dagegen fangen bei 5 richtig an zu segeln.
Wind 5 heisst z.B. auf englisch "seamans breeze".
c) es lohnt sich nicht, grosse "Erfahrungsspruenge" zu machen. Ein Anfaenger,
der ein Schwerwettertraining mal gemacht hat und 1x Wind 9 hatte, bleibt ein
Anfaenger. Der wird im entscheidenden Moment psychologish versagen
(wahrscheinlich),
weil ihm die Souveraenitaet und die Erfahrung weiterhin fehlen werden.
Wer also sich selbst auf einen Sturm von 9 Bft. trainieren bzw. vorbereiten
will,
sollte - meiner Meinung nach - viele Male ein Wetter von 8 Bft. erlebt haben.
Das gilt succesive runter bis zum Wetter von 2 Bft.
> Stressmanagement ist der zweite wichtige Faktor, der sich theoretisch nur
> schwer lernen läßt. Ruhe bewahren liest sich leicht, aber unter Adrenalin
> und möglicherweise mit Verantwortung für Crew und Schiff sieht die Sache
> wieder etwas anders aus.
Widerspruch. Den Psychologen solltest du mir finden und zeigen, der seinen
Klienten das gute Stressmanagement beibringt. Nachdem du diesen Psychologen
ausfinidg gemacht hast, solltest du ihm erklaeren, dass er seine psychologischen
Behandlung in einem nasskalten und schaukelnden Cockpit mit (womoeglich)
seekranken Klienten durchfuehren soll.
Ich misstraue schlicht die Leute, die behaupten, sowas bewaeltigen zu koennen!
Guter Skipper mag man sein (sind wir denn nicht alle? :-))). Guter
Skipper-Lehrer
fuer die Segeltechnik ist schon schwieriger. Guter Skipper-Lehrer und Psychologe
ist
extrem selten. Einen guter Skipper, der dazu ein guter Technik-Lehrer und
Psychologe ist und das alles einer frierenden und nassen Crew beibringen kann,
waehrend er die Yacht durch den Sturm steuert, halte ich fuer nicht existent.
Natuerlich lasse ich mich vom Gegenteil ueberzeugen - zeig mir bitte einen
solchen
Menschen.
Witzige Phantasievorstellung: pfeifender Wind von 8 Bft., 2m hohe Wellen,
Yacht in Schraeglage. Und der Skipper schreit ueber dem Wind seiner Crew:
"ihr muesst ruuuuuuhig bleiben" :-))
Sorry fuer den Sarkasmus - i couldn't resist.
> Offen gesagt, kenne ich auch keine Segeltrainings unter ruhigen
> Verhältnissen, bei dem für das MOB-Manöver jemand ins Wasser springt. Bei
> meinem Ausbildungstörn zumindest haben wir es immer mit einem Fender geübt
> :-)
Dazu zwei lustige Anekdoten:
- als ich meine BR-Schein Ausbildung gemacht habe, haben wir ein Paar
Wendemanoever
bei Wind 3 geuebt. Eines Tages kam Wind 5 auf und ich habe vorgeschlagen, die
gleichen
Manoever zu ueben. Daraufhin der Skipper: "nee, dazu ist mir meine Genua zu
teuer"
- Mitsegel-Törn im Mittelmeer (ich leide chronisch darunter, dass ich keine
eigene Crew finden kann). Bei Wind 5-6 habe ich spasseshalber vorgeschlagen, ein
MOB
Manoever zu ueben. Daraufhin der Skipper: "freiwilliger vor, der ins Wasser
springt".
Auf meine Bemerkung hin, das MOB koennten wir auch mit einem Fender tun, meinte
er:
"nee, ein verlorener Fender kostet mir Geld. Ein verlorenes Crewmitglied dagegen
kostet mir nur ein Paar Unterschriften und Papierkram".
Inzwischen hat sich der OP mit der Information gemeldet, dass er ein
Schwerwettertraining gebucht hat. Deshalb halte ich den thread ein bisschen
gegenstandslos - aber trotzdem interessant. Ich wuensche dem OP eine lehrreiche
und
interessante Erfahrung und uns allen gutes Segelwetter (bringe meine Yacht in
2 Wochen von Lefkas nach Athen. Ich kann es kaum erwarten, wieder on board zu
sein).
Mit psychologischen Gruessen
Christos Stieglitz
> > Hmm, ich habe mal an einem sogenannten Schwerwettertoern
> > teilgenommen. Eigentlich wars nur kalt und es wurde viel gesegelt
> > (einmal rund Fuenen in 5 Tagen mit ausgiebigen Barbesuchen in
> > Odine), aber ansonsten ein schoener Toern. War bei
> > schoenicke-skipperteam im Fruehjahrsangebot.
PS> Bist Du der Meinung, dass es sich fuer Dich gelohnt hat? Was waren
PS> Deine Erwartungen an der Toern und wurden diese erfuellt?
PS> Hattet ihr den guten Wind und wurde auf Besonderheiten des
PS> "Schwerwettersegelns" eingegangen?
Ja, weil ich eigentlich nicht scharf auf Schwerwetter bin, aber sehr wohl
auf Toerns, bei denen viel gesegelt und wenig oder besser gar nicht motort
wird. Ich suchte auch nur kurzfristig einen kleinen Toern, weil ich im
April eine neue Stelle anfing und vorher noch Resturlaub zu verbraten
hatte.
Nachdem ich schon 2..3 x in Sturmsituationen auf dem Wasser war, lege ich
keinen Wert darauf, diese Erfahrung zu wiederholen. Man kann sich
natuerlich immer irgendwie "einrichten", aber Sturmwindstaerken und die
damit verbundene See schraenken einen doch erheblich ein in seinen
Moeglichkeiten sprich Alternativen.
Ein Effekt der Ausschreibung als SchwerwetterTOeRN (also nicht -training)
war IMHO, dass hier Leute mitfuhren, denen es weniger um sightseeing,
sondern mehr um Segelsport als solches ging, fuer die ein Boot tags oder
nachts gleich gut segelt, die ihre Komfortansprueche den Anspruechen eines
Bootsbetriebs bedingungslos unterordnen und die sich nach einer
Winterpause wieder Wind um die Nase wehen lassen wollten. Das
Schwerwettermaessige war, dass auch Starkwind mit Sturmtendenz kein Grund
fuer Nichtsegeln sein sollte, also quasi eine Art 'Abschreckung' fuer die
Gin-Tonic-Segelfraktion.
Wind hatten wir genuegend, aber es war kein Starkwindtoern. Allerdings
hatte es nachts weilweise Temperaturen um die 0 Grad C, wofuer man
natuerlich auch erst mal ausgestattet sein muss. Schiff (eine aeltere Sun
Legend) und Skipper waren jedenfalls entsprechend vorbereitet und auch die
Crew war gut drauf, also ich war rundum zufrieden.
PS> Ich hatte Nordsee oder Ostsee ins Auge gefasst. Die vorgeschlagenen
Sind beides schoene Reviere, wobei ich als Gezeitenfan eher der Nordsee
und ihren Wattenrevieren den Vorzug gebe.
PS> > > Toerngebuehr, Anreise, Ausruestung und Lebensversicherung (deren
PS> > > Abschluss mir meine Freundin vor Toernbeginn nahelegt) auf sich
TC> > Zu ihren Gunsten? Also ueber diese Freundin wuerde ich ja nochmal
TC> > nachdenken.... $->
PS> :-))) Meinst Du, die vorgeschlagene, uebertrieben hohe
PS> Versicherungssumme sollte mich stutzig machen? ;-)
Ja, aber wo die Liebe hinstolpert, ist sowieso Hopfen und Malz verloren.
:-))
PS> Aber aus der Werbung kennen wir ja die Vorteile guter Versicherungen:
PS> Wind und Wellen spueren, dass man gut versichert ist.
Ich fuerchte, Du sprichst von Fernsehwerbung, was eine Erklaerung dafuer
waere, dass ich sie nicht kenne.
Gruss,
Tobias.
>
>wer ein Training braucht, um sich psychologisch auf ein Schwerwetter
>vorzubereiten,
>sollte vielleicht gaaaanz andere Prioritaeten setzen.
Z.B. Kitesurfen:-)
>Trotzdem halte ich ein Schwerwettertraining fuer ueberfluessig (im besten=
> Fall).
Womit du nicht alleine stehst.
>
>Es ist so, als ob die Feuerwehr ein Brand in einem Hochhaus legen wuerde,=
> um
>junge Feuerwehrmaenner zu trainieren (Sorry, wenn es jetzt makaber klingt=
>, =
Also das ist jetzt in Anbetracht des OT Mega-Threads *GPS Segen oder Fluch*
ein etwas anderer Humor:-))
>a) Segele, soviel du irgend kannst, um Erfahrungen zu sammeln (banal, ich=
> weiss)
>
>b) taste dich an Schwerwetter ran. Windstaerke 5 ist fuer einen Anfaenger=
>
>ein "Schwerwetter"; erfahrene Segler dagegen fangen bei 5 richtig an zu s=
>egeln.
>Wind 5 heisst z.B. auf englisch "seamans breeze".
Einspruch Euer Ehren: erfahrene Segler sind schon eine Entwicklungsstufe
weiter: sie bleiben im Hafen. IMMER. Bei Wind 2 (zu schwach) oder bei
Wind 6 (zu stark). Schietegal. Hauptsache Hafen!!
Allenfalls bei Wind 4 (dann aber striktly nur bei Sonnenschein, lauwarmen
Temp. und Wind vonne Seite und natuerlich genuegend DB on board)
laeßt sich ein erfahrener Segler noch mal vonne Theke wegholen.
Zum Spinieren. Das gilt fuer dicke Schiffe. Auf duennen Schiffen
(Jollen, Hobiecats etc.) kann es dagegen schon mal `ne Nummer
dicker sein. Weil schließlich heißt es ja auch d.r.s.s. Und ein s soll ja
geruechteweise fuer SPORT stehen. Na, wenn datt man stimmt:-))
>Wer also sich selbst auf einen Sturm von 9 Bft. trainieren bzw. vorbereit=
>en
>will,
>sollte - meiner Meinung nach - viele Male ein Wetter von 8 Bft. erlebt ha=
>ben.
>Das gilt succesive runter bis zum Wetter von 2 Bft.
So isses.
Und wie hier jemand so schoen schrieb: irgendwann kommt er immer,
der Sturm. Don`t panic. Dann kann man ja trainieren:-)
Und aus meiner unwesentlichen
Erfahrung: jeder Sturm ist anders. Z.B Wellenhoehe (je nach Revier)
Wellenperiode (brechende Wellen wegen geringer Wassertiefe z.B.
Schelfgebiet Biskaya oder langezogene Wellen z.B. offener Atlantik),
Bootsgroesse (22 ft. oder 41 ft. das ist schon ein kleiner Unterschied)
Mannschaft (Solo oder Mitsegler> wenn Mitsegler>welche) und auch
psychologische Dinge (Sonnenschein - z.B. Mistral oder Meltemi im MM
oder dunkler duesterer Himmel mit Schauerboeeeen inne Nordsee) etc.
Hinzu kommt noch: Boot klar in Schuß?, Skipper klar im Kopf?,
Crew klar bei Verstand? Iss meist jedesmal anders!! Bis auf den
Skipper natuerlich. Der bleibt immer gleich bloed.
Wenn man das alles trainieren will, kommt man nicht mehr zum segeln:-))
>- Mitsegel-T=F6rn im Mittelmeer (ich leide chronisch darunter, dass ich k=
>eine
>eigene Crew finden kann).
Liegt vieleicht an deinen extrem schweren Schwerwetteransichten?
Erzaehl doch einfach, du wuerdest permanent schwere Wettertoerns
durchfuehren, sollst mal sehen, welch einen Zulauf speziell hier aus
d.r.sportlich.segeln. du haettest:-))
Tach noch
Manfred
PS> allein schon wegen der psychologischen Belastung. Hier sehe ich auch
PS> den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der warmen Wohnung bei
PS> einer heissen Tasse Tee Buecher ueber Schwerwettersegeln zu lesen ist
PS> etwas anderes, als tatsaechlich in der Situation zu sein und das
PS> richtige zur richtigen Zeit zu tun. Hierzu gehoert, die Situation
PS> objektiv einschaetzen zu koennen. Sowas kann man nur schwer aus Buechern
PS> lernen. Stressmanagement ist der zweite wichtige Faktor, der sich
PS> theoretisch nur schwer lernen laesst. Ruhe bewahren liest sich leicht,
PS> aber unter Adrenalin und moeglicherweise mit Verantwortung fuer Crew und
PS> Schiff sieht die Sache wieder etwas anders aus.
In aller Deutlichkeit: Jein. ;)
Richtig ist, dass Buecher-verschlingen allein nix bringt. Erst recht
nicht, wenn es nur Berichte a la Wilts, wo alles ganz furchtbar schlimm
war und letztlich kaum noch nachvollziehbar ist, warum jemals der
heimische Gartenteich verlassen wurde.
Andererseits helfen zigtausende Meilen Praxis nichts, wenn man jedesmal
erneut in irgendwelche haarstraeubende Situationen planlos reinschlittert.
Nun gibt's Leute, die sagen, das man unmoeglich einen Toern so genau
planen kann, weil mit Crew, Behoerden, Gesundheit und Wetter zuviele
Variablen existieren, aber dem kann ich so nicht zustimmen. Einen
sorgfaeltig durchdachten Plan (zzgl. guter Alternative) kann man
modifizieren, ohne Plan hat man gar nichts und muss unter Stress Loesungen
von Grund auf entwickeln. Da kommt selten Gutes und immer Abenteuerliches
bei raus. (Zitat:) "Wir planen Toern A, legen uns nen Alternativplan Toern
B zurecht und segeln dann Toern C - dann aber mit dem fundierten Wissen um
Revier und die Alternativen."
Das gilt uebrigens nicht nur fuer Routenplanung beim Toernsegeln, auch
gute Regattasegler legen sich z.B. vorher "ihre Kreuz zurecht" und auch
der Ablauf von Manoevern ist etwas, das man sich immer und immer wieder
auf dem Trockenen im Gedanken en detail durchexerzieren kann und dabei
auch auf Fehler in den Ablaeufen kommt. Dazu Planung der Einweisung bei
Uebernahme einer Yacht, wer kontrolliert was, wer uebernimmt die
Verantwortung fuer bestimmte Bereiche und bereitet dies seinerseits vor.
Mittlerweile sind mir Skipper regelrecht verdaechtig geworden, die nur
kurz darauf hinweisen, dass man doch bitte Schlafsack, Papiere und
Portfeuille mitnehmen soll und "den Rest sehen wir dann an vor Ort".
Zwei Buecher, die gerade den psychologischen Aspekten (und zwar auch aber
nicht nur den sozialpsychologischen) Beachtung schenken sind fuer relativ
wenig Geld in der Delius-Klasing-Taschenbuchreihe erschienen:
"Auf Sieg segeln", ein Standardwerk von Eric Twiname und Cathy Foster,
ISBN 3-87412-155-0
"Psychologie an Bord" von Michael Stadler, ISBN 3-87412-121-6
Kleine Warnung am Rande: Auch wenn die Buechlein recht unscheinbar klein
aussehen, sollte reichlich fuer Lektuere und Verarbeitung reserviert
werden - die je 200 Seiten sind recht komprimierter Stoff.
Gruss,
Tobias.
>
>PS> Ich hatte Nordsee oder Ostsee ins Auge gefasst. Die vorgeschlagenen
>
>Sind beides schoene Reviere, wobei ich als Gezeitenfan eher der Nordsee
>und ihren Wattenrevieren den Vorzug gebe.
>
Echt? Ostseesegeln? Segeln in der Badewanne? Das findest du schoen? Womoeglich
weil ja neuerdings die daenischen zum
Sonnenuntergang den Adenauer downloaden? Oder Nordseesegeln?
Mordseesegeln? Womoeglich weil ja die englischen so ein phantastisches
English Breakfast anbieten? Mit fetten MKS Schweinswuersten und
Bohnen in Ketchup dazu? Oder Waddenzeesegeln? Mit den Untiefen,
den Waddhoehen und den Waddwuermern auf du und du? Oder wadd?
Also unter schoenen Revieren stelle ich mir was anderes vor. Im uebrigen
empfehle ich fuer die die es nicht lassen koennen (in schwerem
Wetter schwerstsegeln) und die sowieso masochistig veranlagt sind
als Revier die Canaren. Natuerlich nur im Sommer wenn es (relativ)
leer da ist und wenn der NO Passat weht. Und der weht hier in den
Hochsommermonaten IMMER. GARANTIERT. Mit Windstaerken i.d.R.
von 6 Bft. Und in den Duesen im Sueden von Teneriffa oder Gran Canaria
auch gerne mit 8-9 Bft. Und Wellenhoehe so um die 8 m. Ueber NN:-)
Atlantik halt. Da koennt ihr trainieren noch und noecher.
In der Badehose. Die ganz harten. Warmduscher ziehen sich ein
T-Shirt an. Na gut, eventuell auch einen Windbreaker. Sitzpinkler
wurden vereinzelt auch in Oelzeug gesichtet. Auf keinen
Fall Schwerwetterkleidung. Damit outet man sich automatisch als
d.r.s.s. Teilnehmer:-) Es sei denn, man segelt gegen den Wind.
Aber wer macht das schon? Bei diesen Bedingungen. Haben schon
viele versucht. Z.B. von den Kapverden zu den Canaren im Hochsommer
im NO Passat gegenan. Ganz schoen bloed. Geschafft hat das meines
Wissens noch niemand. Waer doch was fuer euch Schwerwettersegler,
woll? Und dann haette ich da noch `ne Frage: was trainiert ihr
eigentlich auf so einem Schwerwettertoern? Rischtisch reffen?
Oder rischtisch kotzen? Oder wadd?
Tach noch
Manfred
g> eigentlich auf so einem Schwerwettertoern? Rischtisch reffen?
g> Oder rischtisch kotzen? Oder wadd?
Korrekt stegsegeln, Alda!
Gruss,
Tobias.
nach langer Abwesenheit hier von der NG schreibe ich auch mal wieder was.
Ich habe heute mal im Internet und auch hier nach Schwerwettertraining
gesucht, da
ich so einen Törn nochmal machen will.
Ich hatte im März 2000 einen gebucht. Der Törn war die Kanone schlecht hin.
Keine Einweisung ins Schiff, kein Radar(bei Nebel mit 50m Sicht von
Helgoland nach Cuxhaven war "nett"), ansonsten einfach lossegeln. mal sehen
was kommt.
Ich habe wirklich kaum Erfahrung, aber was da an Törnteilnehmer an Bord kam,
war sehr "interessant".(jede Menge Patenthalsen, Spinnaker-Segeln bei Nebel,
usw)
Achja, das Wetter war echt gut, im Ernst. Sonne , Wind war o.k., usw..
Also ich suche momentan auch nach einem Veranstalter der im November nochwas
anbietet. Bei Swan-Charter bin ich öfter auf der Seite
"hängengeblieben", hat von euch schonmal jemand dort einen Törn gemacht?
Viele Grüße
Stefan
"Peter Schrey" <Peter....@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9nf8oa$9hf$02$1...@news.t-online.com...
> Hallo Newsgroup,
>
> da ich bei google nicht so recht fündig geworden bin, erlaube ich mir die
> Dreistheit, einen neuen Thread zu eröffnen: Hat jemand Erfahrungen mit
> Schwerwettertrainings, wie sie gelegentlich angeboten werden, gemacht?
> Im Grunde ist es Irrsinn, die hohen Kosten für Törngebühr, Anreise,
> Ausrüstung und Lebensversicherung (deren Abschluß mir meine Freundin vor
> Törnbeginn nahelegt) auf sich zu nehmen, um einige vermutlich wirklich
> unangenehme Tage zu verbringen, aber man hat ja sonst keinen Spaß im
Leben.
> Lohnt sich das ganze, gemessen an den Erfahrungen, die man bei einem
solchen
> Törn sammeln kann?
> Wenn ja, wer kennt gute (oder schlechte) Veranstalter solcher Trainings?
>
> Grüße,
> Peter
>
>
>Ich habe heute mal im Internet und auch hier nach Schwerwettertraining
>gesucht, da ich so einen Törn nochmal machen will.
Hallo,
ich bin neu hier in der NG aber glaube, dennoch einen guten Tipp
abgeben zu können.
Es gibt einen Anbieter solcher Törns, den man im Internet (leider)
nicht findet: Segelschule Hartenberg in Laboe. Ich habe zwei Törns bei
Hartenberg mitgemacht (Skippertraining) und mehr gelernt, als ich mir
vorstellen konnte. Die Skipper sind 1a, die Qualität der Ausbildung
scheint dort das allerhöchste Gut zu sein. Im Frühjahr und Herbst
werden "Schwerwettertörns" angeboten.
> Keine Einweisung ins Schiff, kein Radar(bei Nebel mit 50m Sicht von
> Helgoland nach Cuxhaven war "nett"), ansonsten einfach lossegeln. mal sehen
> was kommt. ... Spinnaker-Segeln bei Nebel
Die Einweisung dauerte ca. 4-5 Stunden, wir sind bei Nebel <50m Sicht
durch die Kieler Förde gefahren (mit Radar, ohne Spi :-), mit
Signalhorn) und auch in allen anderen Situationen wurde nach
strengsten Maßstäben gehandelt.
Damit sich dieses Posting nicht nach Werbung anhört, höre ich lieber
auf zu schreiben. Hier noch die Adresse:
Segelschule Hartenberg
Börn 8
24235 Laboe
Tel.: 04343 - 6209
Gruß
Stephan
danke für die Tips.
Ich denke das es keine Werbung ist, wenn man eine Segerlschule empfehlen
kann.
Gruss
Stefan
"Stephan Butt" <nahpe...@compuserve.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3bbcca97...@news.t-online.de...