ex-Rubin gesunken

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HC Ahlmann

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Aug 12, 2020, 8:54:33 AM8/12/20
to
<https://www.spiegel.de/panorama/havarie-in-der-nordsee-seenotretter-retten-segler-a-a3393300-c296-4ddd-8267-18c65052bb8a>

Laut Spiegel ist die frühere "Rubin" des 2014 verstorbenen Hans Otto
Schürmann, mit der er 1973 den Admiral's Cup gewann, vor Cuxhaven nach
Kollision mit einer Tonne gesunken. Alle sieben Besatzungsmitglieder
wurden unverletzt von der DGzRS aufgenommen.

BTW: Umbenennungen sind nicht selten und über Geschmack kann man nicht
streiten, aber "Sharky" für die frühere Rubin? Ist die Yacht aus Scham
gesunken?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> geht am 19.11.2020 offline

RA J. Geraedts.

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Aug 12, 2020, 9:48:47 AM8/12/20
to
Am 12.08.2020 um 14:54 schrieb HC Ahlmann:
> <https://www.spiegel.de/panorama/havarie-in-der-nordsee-seenotretter-retten-segler-a-a3393300-c296-4ddd-8267-18c65052bb8a>
>
> Laut Spiegel ist die frühere "Rubin" des 2014 verstorbenen Hans Otto
> Schürmann, mit der er 1973 den Admiral's Cup gewann, vor Cuxhaven nach
> Kollision mit einer Tonne gesunken. Alle sieben Besatzungsmitglieder
> wurden unverletzt von der DGzRS aufgenommen.
>
> BTW: Umbenennungen sind nicht selten und über Geschmack kann man nicht
> streiten, aber "Sharky" für die frühere Rubin? Ist die Yacht aus Scham
> gesunken?

Die Vermutung liegt nahe ... ! :-(

Und die müssen aber seelig und süß gepennt haben, um eine
Fahrwassertonne (!) derart "mit Schmackes" überzumangeln !

BTW : Nicht einmal "Sharky", sondern "Sharki" - mit "i" !!!

Gruß,

Joachim.

W0lfgang K0m mere||

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Aug 12, 2020, 10:11:17 AM8/12/20
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:

<https://www.spiegel.de/panorama/havarie-in-der-nordsee-seenotretter-ret
ten-segler-a-a3393300-c296-4ddd-8267-18c65052bb8a>
>
> Laut Spiegel ist die frühere "Rubin" des 2014 verstorbenen Hans Otto
> Schürmann, mit der er 1973 den Admiral's Cup gewann, vor Cuxhaven nach
> Kollision mit einer Tonne gesunken.

Hans-Otto Schümann hieß er - da hat der SPEIGEL mal wieder geschlampt.

Schade um die Yacht. Die Begleitumstände der Kollision würden mich schon
interessieren, aber ob die BSU einen Bericht für nötig hält, scheint mir
zweifelhaft.

W.

Helmut Fischer

unread,
Aug 12, 2020, 11:50:33 AM8/12/20
to
Am 12.08.20 um 14:54 schrieb HC Ahlmann:

> <https://www.spiegel.de/panorama/havarie-in-der-nordsee-seenotretter-retten-segler-a-a3393300-c296-4ddd-8267-18c65052bb8a>
>
> Laut Spiegel ist die frühere "Rubin" des 2014 verstorbenen Hans Otto
> Schürmann, mit der er 1973 den Admiral's Cup gewann, vor Cuxhaven nach
> Kollision mit einer Tonne gesunken. Alle sieben Besatzungsmitglieder
> wurden unverletzt von der DGzRS aufgenommen.
>
> BTW: Umbenennungen sind nicht selten und über Geschmack kann man nicht
> streiten, aber "Sharky" für die frühere Rubin? Ist die Yacht aus Scham
> gesunken?
>

Auf Marinetraffic kann man derzeit noch einen "past track" in der
Außenelbe sehen. Die Fotogalerie weist nach Polen: www.sharki.pl. Dort
ist auch was über die Geschichte der Yacht zu sehen.

Grüße, Helmut

Helmut Fischer

unread,
Aug 14, 2020, 3:09:51 AM8/14/20
to
Am 12.08.20 um 16:11 schrieb W0lfgang K0m mere||:

> Schade um die Yacht. Die Begleitumstände der Kollision würden mich schon
> interessieren, aber ob die BSU einen Bericht für nötig hält, scheint mir
> zweifelhaft.

Lt. ESYS wird sie oder wurde sie schon geborgen, da sie im Fahrwasser
lag und sich zudem wieder aufgerichtet hatte, so dass die Mastspitze aus
dem Wasser ragte.

<https://www.esys.org/news/sos.html>

Grüße, Helmut

RA J. Geraedts.

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Aug 14, 2020, 6:12:09 AM8/14/20
to

Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 14, 2020, 10:40:07 AM8/14/20
to
*Deren* Akten werden aber nicht so ausführlich leicht zugänglich
veróffentlicht wie die der BSU.

-is
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor

Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 14, 2020, 10:40:07 AM8/14/20
to
W0lfgang K0m mere|| wrote:

> Schade um die Yacht. Die Begleitumstände der Kollision würden mich schon
> interessieren, aber ob die BSU einen Bericht für nötig hält, scheint mir
> zweifelhaft.

Vielleicht die polnischen Kollegen[1]. Ich schmöker' da in der letzten
Zeit gelegentlich.

-is

[1] https://pkbwm.gov.pl/en/home/

Bernd J. Kaup

unread,
Aug 23, 2020, 6:26:02 PM8/23/20
to
Am 12.08.2020 um 14:54 schrieb HC Ahlmann:
> <https://www.spiegel.de/panorama/havarie-in-der-nordsee-seenotretter-retten-segler-a-a3393300-c296-4ddd-8267-18c65052bb8a>
>
> Laut Spiegel ist die frühere "Rubin" des 2014 verstorbenen Hans Otto
> Schürmann, mit der er 1973 den Admiral's Cup gewann, vor Cuxhaven nach
> Kollision mit einer Tonne gesunken. Alle sieben Besatzungsmitglieder
> wurden unverletzt von der DGzRS aufgenommen.
>
> BTW: Umbenennungen sind nicht selten und über Geschmack kann man nicht
> streiten, aber "Sharky" für die frühere Rubin? Ist die Yacht aus Scham
> gesunken?
>
Ist schon sehr lange her als ich die Rubin im Hafen von Schilksee liegen
sah und auf Vermittlung meines damaligen Skippers kurz an Bord durfte.
Frugal ist kein Ausdruck dafür, aber Komfort war schon was anderes.
mfg
bjk

Helmut Fischer

unread,
Aug 29, 2020, 11:44:23 AM8/29/20
to
Am 24.08.20 um 00:25 schrieb Bernd J. Kaup:

> Ist schon sehr lange her als ich die Rubin im Hafen von Schilksee liegen
> sah und auf Vermittlung meines damaligen Skippers kurz an Bord durfte.
> Frugal ist kein Ausdruck dafür, aber Komfort war schon was anderes.

Das ist jetzt bei den SKWB Schiffen auch nicht anders. Schmale
Rohrkojen, aber in der Neigung verstellbar und natürlich mit Leesegeln.
Auf der "Bank von Bremen" eine Toilette mit Waschgelegenheit, auf der
"Wappen 4" deren zwei, eine davon vor dem Kollisionsschott, halb in der
Segellast. Die "Wappen" hat allerdings eine kardanisch aufgehängte Back.
Sehr nett, wenn man sich das Armeaufstützen abgewöhnt hat.

Ich durfte mal die "Haspa Hamburg" des HVS besichtigen, die ist innen
praktisch vollkommen hohl, null Komfort. Sie wird wohl vorwiegend von
jüngeren Crews gesegelt :-)

Grüße, Helmut

Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 3, 2020, 3:40:08 PM9/3/20
to
Den Versuch einer Erklärung macht ein freundlicher Herr von der Yachtschule Eichler:

https://www.facebook.com/YachtschuleEichler/videos/2619386968284141/

-is

Eike Rathke

unread,
Sep 3, 2020, 5:30:25 PM9/3/20
to
* Ignatios Souvatzis, 2020-09-03 19:24 UTC:
> Den Versuch einer Erklärung macht ein freundlicher Herr von der Yachtschule Eichler:

Ich hatte mich schon gefragt was die auf der Seite machten, ob sie die
Kurve schnibbeln wollten oder was.. das waere eine Erklaerung.

Eike

--
OpenPGP/GnuPG encrypted mail preferred in all private communication.
GPG key 0x6A6CD5B765632D3A - 2265 D7F3 A7B0 95CC 3918 630B 6A6C D5B7 6563 2D3A
Use LibreOffice! https://www.libreoffice.org/

RA J. Geraedts.

unread,
Sep 4, 2020, 4:25:00 AM9/4/20
to
Verstehen muß ich das aber trotzdem nicht, oder ?

Wenn es so abgelaufen ist wie beschrieben, sollte es IMVHO doch möglich
gewesen sein, wie in dem Alternativszenario für Tonne 24 beschrieben
auch an Tonne 23 vorbei zu fahren ... !

Gruß,

Joachim.

HC Ahlmann

unread,
Sep 4, 2020, 7:27:06 AM9/4/20
to
Aber Joachim, Du kannst doch nicht in Zeiten größter Not als
Geisterfahrer in eine Seeschiffahrtstraße einfahren, wenn Du kleinräumig
in Stromlee um die Tonne zirkelst – Recht und Ordnung und Micheltum und
überhaupt!

Es besteht die Gefahr, die Kollision von Tonne 23 auf ein
entgegenkommendes Schiff zu "vertagen", denn der "Stromteppich" versetzt
weiter und unter Land zu bleiben, hat sich als schwierig entpuppt. Im
letzten Augenblick zur Kollisionsvermeidung ins Fahrwasser zu fahren,
ggf. mit anschließender Wende über Steuerbord, um einer Kollision mit
Dritten im Fw zu entgehen, scheint mir eine Lösung zu sein, die Strom,
Kollisionsvermeidung an der Tonne und den Verkehr unter einen Hut
bringt.

Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 4, 2020, 9:40:07 AM9/4/20
to
W0lfgang K0mmere|| wrote:

> Schade um die Yacht. Die Begleitumstände der Kollision würden mich schon
> interessieren, aber ob die BSU einen Bericht für nötig hält, scheint mir
> zweifelhaft.

Vielleicht die polnischen Kollegen[1]. Ich schmöker' da in der letzten
Zeit gelegentlich.

update: ... nein, offenbar Federführung bei der BSU:

258/20 Segelyacht SHARKI Untergang nach Kontakt mit Tonne
Elbe vor Cuxhaven 11.08.2020 AU

Hm, anderer Unfall? Da das Schiff erstmal komplett ungergegangen ist,
haette ich einen sehr schweren Seeunfall (SUG §1a 2.) vermutet.

Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 4, 2020, 11:40:09 AM9/4/20
to
Setzt voraus, dass man das Problem erkannt hat und so überhaupt reagiert
(und am besten so früh, dass es entweder locker reicht oder man noch Zeit
hat, sich für die bessere Seite umzuentscheiden). Diese Ecke der Elbe ist
wohl ähnlich heimtückisch wie der Rhein zwischen Remagen und Oberwinter,
(Da gibt's auch ein zwei-drei Tonnen, die unter einem deutlichen Winkel
sowohl zum nächsten Ufer als auch zu deren Verbindungslinien umströmt
werden.)

Mir ist allerdings gestern das Sponsorensuchvideo von Cesary Wolski, dem
Schiffsführers und Eigner der Sharki untergekommen, in dem er sagt,
der Steuermann sei wohl aus unbekannter Ursache abgelenkt gewesen.[1]
Da hilft dann nix mehr.

-is

[1] https://youtu.be/RNt-nSU5o58?t=20 (0:20 - 1:50)

Helmut Fischer

unread,
Sep 6, 2020, 10:00:17 AM9/6/20
to
Am 03.09.20 um 21:24 schrieb Ignatios Souvatzis:
Das hört sich alles vernünftig und plausibel an, und ich vermute stark
dass der Vortragende das Revier auch gut kennt. Wenn ich aber in meine
Navionics App schaue, finde ich in der Nähe der Unglücksstelle
fahrwasserbegleitend mehrere Orte mit Gezeitenstomangaben (Elbmündung D
- F). Der geht bei auf- und ablaufendem Wasser ziemlich genau parallel
zum Fahrwasser, bis deutlich über 2 kn, und dreht bei Stillwasser
entweder direkt um oder geht kurzzeitig (schwach) gegen Land. Passt
nicht zum Vortrag.

Auf das Ergebnis der nebenan angesprochenen BSU-Untersuchung bin ich
sehr gespannt. Aus Neugierde habe ich mal vorgegriffen:

- Windvorhersage Deutsche Bucht (www.navtex.lv) 11.8.: E bis SE 4-5, See
1,5 m
- HW Cuxhaven (exnatura.de) 11.8.: 6:14, 18:33, Halbmond,
Sonnenuntergang 21:02
- Kennung Tonne 23: Oc(2) 9s (ich finde Tonnen mit unterbrochenem Feuer
sehr viel leichter zu übersehen als solche mit Blink- oder Blitzfeuer)

Die Sharki war also auf raumem oder Vorwindkurs, bei ablaufendem Wasser.
Dazu passt die Angabe aus ESYS von 19.8. zum Bootsspeed von 12 kn. Auch
bei vielleicht 2 kn Gezeitenstrom ist das für ein 15 m Schiff recht
flott, da war vermutlich ein buntes Vorsegel beteiligt.

Daher meine Vermutung: entweder hat der Rudergänger bzw. der Ausguck die
Tonne übersehen, oder sie haben das Ausweichmannöver nicht mehr
hinbekommen. Oder sie haben (als Ostseesegler?) beim Ausweichen nicht
berücksichtigt, dass die Tonne ihnen quasi durchs Wasser entgegenkommt.

Mal sehen, wer zuerst den BSU-Bericht findet!

Grüße, Helmut

Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 8, 2020, 8:00:11 AM9/8/20
to
Ich schrieb:
> W0lfgang K0mmere|| wrote:
>
>> Schade um die Yacht. Die Begleitumstände der Kollision würden mich schon
>> interessieren, aber ob die BSU einen Bericht für nötig hält, scheint mir
>> zweifelhaft.
>
> update: ... nein, offenbar Federführung bei der BSU:
>
> 258/20 Segelyacht SHARKI Untergang nach Kontakt mit Tonne
> Elbe vor Cuxhaven 11.08.2020 AU
> Hm, anderer Unfall? Da das Schiff erstmal komplett ungergegangen ist,
> haette ich einen sehr schweren Seeunfall (SUG §1a 2.) vermutet.

Noch ein update: [2]

> Investigations lead by PKBWM
> [...]
> Sharki Sinking of the yacht 11/08/20 Under investigation

[2] https://pkbwm.gov.pl/en/current-investigations/investigations-lead-by-pkbwm/

-is

Helmut Fischer

unread,
Sep 9, 2020, 6:07:50 PM9/9/20
to
Am 06.09.20 um 16:00 schrieb Helmut Fischer:
> Am 03.09.20 um 21:24 schrieb Ignatios Souvatzis:
>
>
hier ein 8-minütiges, durchaus bewegendes, Interview mit dem Eigner vor
der aufgepallten Sharki in Cuxhaven, einschließlich Spendenaufruf.

<https://www.youtube.com/watch?v=RNt-nSU5o58>

Grund der Kollision lt. Eigner: Tonne vom Rudergänger übersehen, der
Grund dafür sei unklar. Sie hätten noch ein Ausweichmanöver eingeleitet,
ohne das wären Sie frontal auf die Tonne gefahren.


Ich grüble derzeit noch über der Sichtbarkeit von Leuchttonnen bei Nacht.

<https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchttonne>

nennt 40 cd "Nennlichtstärke" für rotes und grünes Licht für eine
bestimmte aktuelle Bauart. Ob das ohne oder mit Linse gemeint ist ist
mir nicht klar. Hört sich erst mal nicht nach viel an, nächtliche
Ijsselmeer-Tonnenrundungen beim 24 uurs race habe ich aber als "gut
ausgeleuchtet" in Erinnerung. Aber mit dunkeladaptierten Augen wirken 40
cd (also etwa eine 40 W Glühbirne) aus 10 m wohl auch durchaus hell.

Weiß jemand genaueres?

Grüße, Helmut

Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 10, 2020, 1:40:08 PM9/10/20
to
Helmut Fischer wrote:

> Das hört sich alles vernünftig und plausibel an, und ich vermute stark
> dass der Vortragende das Revier auch gut kennt. Wenn ich aber in meine
> Navionics App schaue, finde ich in der Nähe der Unglücksstelle
> fahrwasserbegleitend mehrere Orte mit Gezeitenstomangaben (Elbmündung D
> - F). Der geht bei auf- und ablaufendem Wasser ziemlich genau parallel
> zum Fahrwasser, bis deutlich über 2 kn, und dreht bei Stillwasser
> entweder direkt um oder geht kurzzeitig (schwach) gegen Land. Passt
> nicht zum Vortrag.

Vorweg: ich bin eher Rhein- als Elbsegler, und die Ecke dort kenne ich nur
bei Tage.

Korrigiere mich, ich habe nur die Webansicht von Navionics - (z.B.
ist die Grafik bei Elbm. E/F beidem Male <C>)

* Elbmuendung F ist am Ende des von Cuxhaven kommenden relativ
geraden Stückes, nahe 28, ganz nahe der gelben "Spitzsand", auf
der tiefen Seite der 5m-Linie

bei deutlich ablaufendem Wasser erwarte ich da eine Richtung
ungefaehr parallel zum Fahrwasser, ja.

* Elbmuendung E ist zwischen 17, 18, 19 und 20 auf der noerdlichen
20m-Linie. Jenseits der Kurve, gerades Stueck nach West. Erst
recht parallel zum Fahrwasser.

23/24 sind mitten dazwischen, im besonders kurvigen Teil, und ich
erwarte, dass dort die Stromrichtung (besonders, wenn das suedliche
Watt noch unter Wasser steht) irgendwie schräg, alle paar Meter
Abstand zur Fahrrinne, und auch alle paar Meter in Fahrwasserrichtung
gerechnet anders ist.

"Magnetische" Tonnen, die (auch ein Holz*-)Boot von der Seite her
"ansaugen", kenne ich aus der Kurve bei Unkel (zwischen Remagen
und Oberwinter) zur Genüge, Dem an der Elbe heimischen Vortragenden
glaube ich seine Angaben im Grundsatz durchaus, bin aber auf den
BSU-Bericht vespannt - die rufen im Zweifelsfall auch detaillierte
Strömungsmodelle ab, wenn ich mich recht entsinne.

Tschoe
-is

*) Ok, unter Kiel haengen 80 kg Gusseisen.

Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 14, 2020, 1:40:07 PM9/14/20
to
HC Ahlmann wrote:

> BTW: Umbenennungen sind nicht selten und über Geschmack kann man nicht
> streiten, aber "Sharky" für die frühere Rubin? Ist die Yacht aus Scham
> gesunken?

Zum Ausgleiche ist der Stückgutfrachter "Rubina" gut zwei Wochen später
auf der Weser nach Ruderausfall festgekommen. BSU-AZ ist 282/20.

Helmut Fischer

unread,
Sep 23, 2020, 10:32:09 AM9/23/20
to
Reisebedingt späte Antwort:

Am 10.09.20 um 19:12 schrieb Ignatios Souvatzis:

> Korrigiere mich, ich habe nur die Webansicht von Navionics - (z.B.
> ist die Grafik bei Elbm. E/F beidem Male <C>)
>
> * Elbmuendung F ist am Ende des von Cuxhaven kommenden relativ
> geraden Stückes, nahe 28, ganz nahe der gelben "Spitzsand", auf
> der tiefen Seite der 5m-Linie
>
> bei deutlich ablaufendem Wasser erwarte ich da eine Richtung
> ungefaehr parallel zum Fahrwasser, ja.

Ja, und da es zum Fahrwasser hin tiefer wird, könnte ich mir bei
ablaufendem Wasser auch eine Strömungskomponente dahin vorstellen. Bei
Flut entgegengesetzt.

>
> * Elbmuendung E ist zwischen 17, 18, 19 und 20 auf der noerdlichen
> 20m-Linie. Jenseits der Kurve, gerades Stueck nach West. Erst
> recht parallel zum Fahrwasser.

(das ist IMHO nicht die 20m-Linie, sondern die Begrenzung des
ausgebaggerten Bereichs)

Hm, nördlich davon bleibt es relativ tief, südlich davon wird es flach.
Da fände ich bei Ebbe eine Strömungskomponente nach etwa N plausibel, so
wie es im Video postuliert wurde.

>
> 23/24 sind mitten dazwischen, im besonders kurvigen Teil, und ich
> erwarte, dass dort die Stromrichtung (besonders, wenn das suedliche
> Watt noch unter Wasser steht) irgendwie schräg, alle paar Meter
> Abstand zur Fahrrinne, und auch alle paar Meter in Fahrwasserrichtung
> gerechnet anders ist.

Die Entfernung zwischen E und F ist fast 4 sm, das finde ich nicht
besonders kurvig. Ich würde annehmen, die Situation ist ähnlich der bei
Punkt E.

Ich habe mir 4 Wochen nach dem Unglück (also bei gleicher Mondphase)
noch mal die Strömungspfeile in der Navionics App für E und F angesehen.
An beiden Orten dreht die Strömung beim Kentern der Tide über W, also
Richtung Land, sowohl zum Beginn der Ebbe als auch zum Beginn der Flut.
Ansonsten verläuft sie jeweils parallel zum Fahrwasser.

???

Die Daten sollten (nahme ich mal an) aus den BSH-Karten kommen, nicht
aus einem Navionics-Strömungsmodell. Vielleicht komme ich ja mal an die
entsprechende BSH-Karte ran.

>
> "Magnetische" Tonnen, die (auch ein Holz*-)Boot von der Seite her
> "ansaugen", kenne ich aus der Kurve bei Unkel (zwischen Remagen
> und Oberwinter) zur Genüge,

Stellt sich die Frage, ob der Bernoulli-Effekt nicht nur zwei Schiffe
sich gegenseitig ansaugen lässt, sondern auch eine große Tonne ein
kleines Schiff? Fragen über Fragen ... :-)


> Dem an der Elbe heimischen Vortragenden
> glaube ich seine Angaben im Grundsatz durchaus, bin aber auf den
> BSU-Bericht vespannt - die rufen im Zweifelsfall auch detaillierte
> Strömungsmodelle ab, wenn ich mich recht entsinne.

Ja, in etwa einem Jahr wissen wir vielleicht mehr ...

Aus dem Bericht des Eigners und weiteren in den letzten Wochen im Netz
zu findenden Infos scheint bis dahin aber recht klar: der Rudergänger
hat gepennt und die Tonne übersehen.

Zwei Stunden vor der Kollision wurde vom Schiff noch ein Foto in ein
soziales Netzwerk gepostet: schönstes Schmetterlingssegeln in die
untergehende Sonne.

Die Fotos von der Bergung zeigen übrigens ein weggerolltes Vorsegel und
ein am Baum aufgetuchtes Groß.

Das Schiff hat lt. ESYS kürzlich Cuxhaven auf eigenem Kiel Richtung
Polen verlassen.

Grüße, Helmut

Helmut Fischer

unread,
Sep 23, 2020, 12:57:08 PM9/23/20
to
Am 14.09.20 um 19:04 schrieb Ignatios Souvatzis:

> Zum Ausgleiche ist der Stückgutfrachter "Rubina" gut zwei Wochen später
> auf der Weser nach Ruderausfall festgekommen. BSU-AZ ist 282/20.

Das hatte es hier sogar in die Lokalpresse geschafft, aber die
Namensähnlichkeit war mir gar nicht aufgefallen.

Grüße, Helmut
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