Am 16 Jan 2012 15:48:00 -0300 schrieb Wolfgang Allinger:
> Bei 6-8 Schiffslängen kommt er niemals mit einer BB-Wende rum aus der
> letzten Position lt. AIS-Plot
> (ca. N42°22`18" E010°55`34"; Kurs 13°; 1,1knots; 21h02)
> auf den Invasionspunkt am Ohmama-Beach
> (ca. N42°21`53,9" E010°55`18,3"; Kurs 180°; 0knots; 21h30?..22h35?)
Bedenke, daß sich AIS-Empfänger immer mal wieder verschlucken, weil es
ein chaotisches System ist, bei dem kein Teilnehmer weiß, ob nicht
gerade noch einer sendet.
Keine Ahnung, was marinetraffic oder digitalseas dort für für Empfänger
haben, wenn das einfachere Modelle sind, gibts da auch Minuten lang mal
kein Fix von einem Objekt - passiert einfach.
Wenn man unter einer bestimmten Geschwindigkeit fährt, und kaum
Drehvektor verursacht, sendet es sowieso seltener.
> Scheinbar geht es mit GMT/UTC und CET (=UTC+0100) mächtig durcheinander
> in den news :( AIS ist UTC.
Jupp.
> Wenns enger geht, dann haben die das vielleicht absichtlich gemacht um
> den Kahn auf die SB zu krängen und dort zu lassen, damit weniger Wasser
> ins Schiff läuft.
Kann ich mir nicht vorstellen. Guck mal, wie wenig Unterwasserschiff das
Ding im Vergleich zu den Aufbauten hat, das ist doch eh schon ein eher
labiles System. Außerdem hätten sie dann einen Wassereinbruch auf Höhe
der Wasserlinie annehmen *und* irre kewl sein müssen.
> Meine Idee als virtueller LI :) dazu (nach 22h02 CET) und weitgehend
> funzendem Strom:
> Ruder hart BB, BB volle Kraft zurück, SB volle Kraft voraus,
> Bugstrahl volle Kanne nach SB raus...
Bugstrahl funktioniert nur sinnvoll bei sehr geringen Geschwindigkeiten.
Ruderwirkung hast Du aber nur bei mehr als nur sehr geringen
Geschwindigkeiten. Deadlock .-)
> Der Eimer dürfte dann mächtig auf die Seite gehen und fast auf dem
> Teller drehen, evtl. auch noch die Stabis dementsprechend verstellen um
> noch mehr Lage zu machen.
Die Stabis funktioneren nur dynamisch, d.h., wenn sich das Schiff
vorwärts bewegt.
Ich glaube nicht, daß man die Stabis wie auf einem U-Boot im WWII (vorne
oben 10) fahren kann, auch nicht in Notsituationen. Das macht Kollege Computer.
> Nun nochmal zusammengefasst mein specklierter Zeitplan
> 21h37 CET Kurs 285°; 15,4knots; AIS abgeschaltet
> 21h49 CET Hinkelstein gerammt, Licht aus, AIS springt wg. Bumms
> automatisch wieder an, braucht mehrere Minuten (4?) bis fix...
> 21h53 CET Kurs 351°; 2,9knots; AIS meldet wieder
Wie gesagt, such dir den Track eines exbeliebigen Dampfers raus, und
guck dir an, bei welcher Geschwindigkeit die tatsächlich einen Fix bei
Marinetraffic oder digitalseas machen. Gut geeignet dafür sind langsam
fahrende Fahrzeuge vom Typ LawEnforcement, Fischereiaufsicht in der
Deutschen Bucht und so Zeugs.
AIS hängt wie auch der UKW-Fonk an den Notfunk-Batterien. Ausschalten
kann man ein Klasse-A-AIS auch nur über eher häßliche Methoden, die
bestimmt ein dickes, rotes X im VDR machen.