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Sextantentraining mit künstlichem Horizont aus Rübenkraut

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Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 26, 2016, 5:30:15 AM8/26/16
to
Das Prinzip der Positionsbestimmung mit künstlichem Horizont ist bekannt:
eine waagerechte Spiegelfläche macht aus dem Unterrand des Gestirns den
"Oberrand", man kann also Unterrand auf "Oberrand" setzen und misst die
doppelte scheinbare Höhe - ohne Ärger mit der Kimmtiefe zu haben. Jetzt
noch Indexberichtigung anbringen, halbieren, und Gesamtbeschickung für
Augeshöhe Null anbringen (da ist die Kimmtiefe 0...), fertig.

Die praktische Durchführung hängt essentiell an zwei Dingen: eine
waagerechte Spiegelfläche hinreichender Größe und eine freie Sicht auf
Sonne von einer Position aus, von der das Spiegelbild einen auch trifft.

Der Küchenbalkon ist ungefähr im Süden; morgens zwischen 7:30 und 8 Uhr
gesetzl. Zeit steht die Sonne rechts von der Hauswand und über dem
Siebengebirge. Mittags bin die Woche über leider auf der Arbeit... aber
bei einer Geschwindigkeit von 0 lässt sich ja auch hervorragend über
mehrere Tage versegeln.

Bleibt die Spiegelfläche. Von Freiberger gibt's einen Künstlichen Horizont
aus einer Wasserschale mit durchsichtigem Schrägdach. Leider ca. doppelt so
teuer, wie mein Sextang aus zweiter Hand gekostet hat. In die gleiche
Größenordnung kommen Libellenhorizonte. Selbstbau letzterer ist billiger -
aber man braucht zumindest eine Wasserwaage mit <1' / Teilstrich also
nicht viel mehr als 0.1mm/1m ...

Die Überlieferung munkelt etweas von Altöl in einer Radkappe. Leider ist
das flüssiger Giftmüll und müßte unfallfrei gehandhabt und irgendwann
entsorgt werden. Aber es gibt doch biologisch abbaubare zähe Flüssigkeiten...
Südwestlich von hier wird ein erstklassiges Rübenkraut hergestellt, das
garantiert erschütterungs- und windunempfidnlich ist. Muss man halt vorher
eine Stunde stehen lassen, damit es sich waagerecht ausrichten kann.

1. Problem: der Teller war zu klein. 8cm Ø bei einem auch noch zu
kurzen Balkon, um ohne Verrenkungen in den reflektierten Sonnenstrahl
zu geraten... das reicht nicht. Am Abend einen doppelt so großen Teller
aufgesetzt, mit einer Fliegenhaube vor Insekten geschützt.

2. Problem: das Zeugs gast aus wie bekloppt. Der einzige verbliebene
Fleck ist nicht viel größer als eine große Briefmarke oder 100
Picofußballfelder. Auch jetzt - nach 36 Stunden - kleben noch jede Menge
Blasen dicht an der Oberfläche und einige noch in der Tiefe. Gärt das
Zeug - bei der hohen Zuckerkonzentration eigentlich unmöglich - oder
sind das immer noch Luftblasen vom Eingießen?

Ich glaube, ich mache bei Gelegenheit ein Experiment mit verdünntem
Rübenkraut.

Für's erste habe ich gestern früh kurzerhand einen gleichgroßen
Teller mit Wasser gefüllt. Wenn grad' kein Hauch kam oder die Katze
in der Balkonecke nicht gähnte, konnte ich tatsächlich die Sonnenränder
auf gefühlt besser als 1' genau aufeinandersetzen. Ausgewertet ist
diese Messung aber noch nicht. Für den windigen Wochenendmittag
ist der Wasserhorizont aber vermutlich ungeeignet.

Fortsetzung folgt...

-is
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor

W0lfgang K0m mere||

unread,
Aug 26, 2016, 6:56:23 AM8/26/16
to
Versuch's mal mit einer Schale Quecksilber :)

Im Ernst: Ich habe damals auch mit der Rübenkrautmethode gespielt. Hat
auch geklappt, aber mehr als ein paarmal hab ich's nicht gemacht. Die
Standlinien waren aber beeindruckend genau.

W.

Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 26, 2016, 7:40:07 AM8/26/16
to
W0lfgang K0m mere|| wrote:
> Versuch's mal mit einer Schale Quecksilber :)
>
> Im Ernst: Ich habe damals auch mit der Rübenkrautmethode gespielt. Hat
> auch geklappt, aber mehr als ein paarmal hab ich's nicht gemacht. Die
> Standlinien waren aber beeindruckend genau.

Unverduennt? Welche Marke?

-is

Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 26, 2016, 7:45:08 AM8/26/16
to
W0lfgang K0m mere|| wrote:
> Versuch's mal mit einer Schale Quecksilber :)
>
> Im Ernst: Ich habe damals auch mit der Rübenkrautmethode gespielt. Hat
> auch geklappt, aber mehr als ein paarmal hab ich's nicht gemacht. Die
> Standlinien waren aber beeindruckend genau.

Unverduennt? Wie lange vorher stehen gelassen? Jrypur Znexr?

-is

W0lfgang K0m mere||

unread,
Aug 26, 2016, 8:43:25 AM8/26/16
to
Puh, das war vor 11 Jahren - verzeih, dass ich's nicht mehr genau weiß.
Ich vermute mal Grafschafter, was anderes ist im nicht sonderlich
rübenkrautaffinen Berlin kaum zu bekommen. An Verdünnung kann ich mich
auch nicht erinnern, also vermutlich nein. An Blasen erinnere ich mich
vage, aber ich glaube, die entstanden durch zu schnelles Umfüllen.

Ich sitze gerade vor einer Tasse schwarzen Kaffees - vielleicht auch
'nen Versuch wert? Muss dann natürlich völlig vibrationsfrei stehen.

W.

Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 29, 2016, 8:10:10 AM8/29/16
to
W0lfgang K0m mere|| wrote:
> Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:
>
>> W0lfgang K0m mere|| wrote:
>> > Versuch's mal mit einer Schale Quecksilber :)
>> >
>> > Im Ernst: Ich habe damals auch mit der Rübenkrautmethode gespielt. Hat
>> > auch geklappt, aber mehr als ein paarmal hab ich's nicht gemacht. Die
>> > Standlinien waren aber beeindruckend genau.
>>
>> Unverduennt? Wie lange vorher stehen gelassen? Jrypur Znexr?
>
> Puh, das war vor 11 Jahren - verzeih, dass ich's nicht mehr genau weiß.

Hast du damals einen Sextanten mit Halb- oder Vollsichtspiegel gehabt?

-is

W0lfgang K0m mere||

unread,
Aug 29, 2016, 8:36:20 AM8/29/16
to
Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:

> > Puh, das war vor 11 Jahren - verzeih, dass ich's nicht mehr genau weiß.
>
> Hast du damals einen Sextanten mit Halb- oder Vollsichtspiegel gehabt?

Ja, zunächst Halb-, dann Vollsicht. Letzterer ist etwas einfacher zu
handhaben, aber funktionieren tun beide.

W.

HC Ahlmann

unread,
Aug 30, 2016, 8:15:28 AM8/30/16
to
Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:

> 2. Problem: das Zeugs gast aus wie bekloppt.

Das hängt vom "Jahrgang" und vom Bakterienbefall ab. Junior futtert
ziemlich viel Rübenkraut und es unterscheidet sich von Drückflasche zu
Drückflasche, ob und wie stark Rübenkraut gast.

Verdünnen mit Wasser begünstigt das Gasen, weil Bakterien ein geringeres
Osmosedruckgefälle zu erdulden müssen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Helmut Fischer

unread,
Aug 30, 2016, 9:27:18 AM8/30/16
to
Am 26.08.16 um 11:12 schrieb Ignatios Souvatzis:

>
> ... Von Freiberger gibt's einen Künstlichen Horizont
> aus einer Wasserschale mit durchsichtigem Schrägdach. Leider ca. doppelt so
> teuer, wie mein Sextang aus zweiter Hand gekostet hat. In die gleiche
> Größenordnung kommen Libellenhorizonte. Selbstbau letzterer ist billiger -
> aber man braucht zumindest eine Wasserwaage mit <1' / Teilstrich also
> nicht viel mehr als 0.1mm/1m ...
>

Der künstliche Horizont von Freiberger ist IMO ein Präzisionsinstrument,
hat eine dunkle Glasplatte und diverse Stellschrauben und Libellen. Ich
habe mal einen auf einem nautischen Flohmarkt für 100,- liegengelassen,
das tut mir bisweilen leid.

<http://www.fpm.de/index.php?c=1&s=khorizont>


> ....
> Für's erste habe ich gestern früh kurzerhand einen gleichgroßen
> Teller mit Wasser gefüllt. Wenn grad' kein Hauch kam oder die Katze
> in der Balkonecke nicht gähnte, konnte ich tatsächlich die Sonnenränder
> auf gefühlt besser als 1' genau aufeinandersetzen. Ausgewertet ist
> diese Messung aber noch nicht. Für den windigen Wochenendmittag
> ist der Wasserhorizont aber vermutlich ungeeignet.

So habe ich es auch gemacht, und mir dazu (eben wegen der Kräuselung der
Oberfläche bei der kleinsten Luftbewegung) aus Plastik-Kabelkanälen und
Klarsichtfolie ein kleines Zelt nach Vorbild von Davis (Hersteller u.a.
von Plastiksextanten) gebautund über einem Teller mit Wasser
aufgestellt. Möglicherweise meintest Du weiter oben auch genau so etwas,
aber dann war Dein Sextant extrem preiswert.

<http://www.davisnet.com/product/artificial-horizon/>

Die Flüssigkeit braucht nicht dunkel zu sein - die Sonne erforderte auch
bei klarem Wasser immer noch den Einsatz von Schattengläsern. Jenseits
eines Einfallswinkels von ca. 49° bist Du bei Wasser/Luft ohnehin in der
Totalreflexion.

Mein erster "ernster" Sextant war ein alter C. Plath aus der Bucht, der
angeblich länger in der Elbe gelegen hatte. Er war mechanisch (nach
reinigen und gängig machen) immer noch Top, die Spiegel waren allerdings
komplett durchsichtig. Auch damit funktionierte die
"Teller-Wasser-Methode" noch, Abweichung vom GPS-Ort < 0,5 sm. Das geht
bestimmt noch besser und ist nicht direkt mit der Arbeit mit dem
Sextanten an Bord vergleichbar, aber ich fand es trotzdem sehr
faszinierend, mit einem im Prinzip einfachen optischen
Winkelmessinstrument, Funkuhr und Astronav-Programm meine Position auf
dem Globus auf ca. 0,002 % des Erdumfangs genau bestimmen zu können.

Wie willst Du die Rechnerei machen? Klassisch mit Tafeln, oder mit
elektronischen Hilfsmitteln?

Grüße und viel Spaß, Helmut

Helmut Fischer

unread,
Aug 30, 2016, 12:34:49 PM8/30/16
to
Ingrid <h_fi...@gmx.de> wrote:

Quark:

> Jenseits eines Einfallswinkels von ca. 49° bist Du bei Wasser/Luft ohnehin
> in der Totalreflexion.

... für den Übergang vom optisch dichteren (Wasser) zum optisch dünneren
(Luft) Medium ist das korrekt, aber vom Einsatz eines Sextanten unter
Wasser war wohl nicht die Rede ...

Egal wie, für die Sonne reicht die Reflexion an Wasser allemal aus. Kann
sein dass ich auch mal den Mond probiert habe. Andere Himmelskörper k.A.

Helmut

Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 31, 2016, 9:10:08 AM8/31/16
to
Helmut Fischer wrote:
> Am 26.08.16 um 11:12 schrieb Ignatios Souvatzis:
>
>> [Wasser]
>
> So habe ich es auch gemacht, und mir dazu (eben wegen der Kräuselung der
> Oberfläche bei der kleinsten Luftbewegung) aus Plastik-Kabelkanälen und
> Klarsichtfolie ein kleines Zelt nach Vorbild von Davis (Hersteller u.a.
> von Plastiksextanten) gebautund über einem Teller mit Wasser
> aufgestellt. Möglicherweise meintest Du weiter oben auch genau so etwas,
> aber dann war Dein Sextant extrem preiswert.
>
><http://www.davisnet.com/product/artificial-horizon/>
><http://www.fpm.de/index.php?c=1&s=khorizont>

Also - ich meinte preismäßig den Freiberger-Horizont, bein bei der
Beschreibung aber zum Davis abgerutscht...

> Mein erster "ernster" Sextant war ein alter C. Plath aus der Bucht, der
> angeblich länger in der Elbe gelegen hatte. Er war mechanisch (nach
> reinigen und gängig machen) immer noch Top, die Spiegel waren allerdings
> komplett durchsichtig. Auch damit funktionierte die
> "Teller-Wasser-Methode" noch, Abweichung vom GPS-Ort < 0,5 sm. Das geht
> bestimmt noch besser

Freibergers Yachtsextant hat leider keinen Nonius, noch nicht mal
einen Quartius. Andererseits ist das für den Einsatz auf einer
Yacht so ziemlich das überflüssigste Leistungsmerkmal.

Mit Guidos Sextant (weiss grad nicht, welcher) bin ich im Kanal
bei ruhigem Wetter auf knapp über 1 sm Abweichung gekommen. Aber:
die Kimm ist besser zu treffen als das Spiegelbild der Sonne, und
sie ist so weit weg, dass sich das Kräuseln nicht auswirkt.

Eine andere nützliche Eigenschaft hat die Kimm auch noch: sie ist so
weit weg, dass sich die Parallaxe zwischen Spiegel und Geradeausrichtung
bei der Bestimmung der Indexberichtigung nicht auswirkt.

Mal überschlagen: 10cm / 100m sind 1/1000 von 57.3° sind dreieinhalb
Minuten. Ich muss also mindestens den Antennenturm oder den
Laternenpfahl auf dem Berg gegenüber nehmen. Am Ölberg oder
Drachenfels sehe ich vom Balkon aus leider keine scharfe Kante mit
Kontrast, aber 1200m reichen ja auch schon halbwegs.

> Wie willst Du die Rechnerei machen? Klassisch mit Tafeln, oder mit
> elektronischen Hilfsmitteln?

beides. z.Zt. "nautische Tafeln" + Taschenrechner.

Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 31, 2016, 9:46:57 AM8/31/16
to
Helmut Fischer wrote:
> Am 26.08.16 um 11:12 schrieb Ignatios Souvatzis:
>
>> [Wasser]
>
> So habe ich es auch gemacht, und mir dazu (eben wegen der Kräuselung der
> Oberfläche bei der kleinsten Luftbewegung) aus Plastik-Kabelkanälen und
> Klarsichtfolie ein kleines Zelt nach Vorbild von Davis (Hersteller u.a.
> von Plastiksextanten) gebautund über einem Teller mit Wasser
> aufgestellt. Möglicherweise meintest Du weiter oben auch genau so etwas,
> aber dann war Dein Sextant extrem preiswert.
>
><http://www.davisnet.com/product/artificial-horizon/>
><http://www.fpm.de/index.php?c=1&s=khorizont>

Also - ich meinte preismäßig den Freiberger-Horizont, bin bei der
Beschreibung aber zum Davis abgerutscht...

> Mein erster "ernster" Sextant war ein alter C. Plath aus der Bucht, der
> angeblich länger in der Elbe gelegen hatte. Er war mechanisch (nach
> reinigen und gängig machen) immer noch Top, die Spiegel waren allerdings
> komplett durchsichtig. Auch damit funktionierte die
> "Teller-Wasser-Methode" noch, Abweichung vom GPS-Ort < 0,5 sm. Das geht
> bestimmt noch besser

Freibergers Yachtsextant hat leider keinen Nonius, noch nicht mal
einen Quartius (heißt das so?) Andererseits ist das für den Einsatz
auf einer Yacht so ziemlich das überflüssigste Leistungsmerkmal.

Mit Guidos Sextant (weiss grad nicht, welcher) bin ich im Ärmelkanal
bei ruhigem Wetter auf knapp über 1 sm Abweichung gekommen. Aber:
die Kimm ist besser zu treffen als das Spiegelbild der Sonne, und
sie ist so weit weg, dass sich das Kräuseln nicht auswirkt.

Eine andere nützliche Eigenschaft hat die Kimm auch noch: sie ist so
weit weg, dass sich die Parallaxe zwischen Spiegel und Geradeausrichtung
bei der Bestimmung der Indexberichtigung nicht auswirkt.

Mal überschlagen: 10cm / 100m sind 1/1000 von 57.3° sind dreieinhalb
Minuten. Ich muss also mindestens den Antennenturm oder den
Laternenpfahl auf dem Berg gegenüber nehmen. Am Ölberg oder
Drachenfels sehe ich vom Balkon aus leider keine scharfe Kante mit
Kontrast, aber 1200m reichen ja auch schon halbwegs.

> Wie willst Du die Rechnerei machen? Klassisch mit Tafeln, oder mit
> elektronischen Hilfsmitteln?

Thomas Erstfeld

unread,
Aug 31, 2016, 6:43:20 PM8/31/16
to
Am 31.08.16 um 14:43 schrieb Ignatios Souvatzis:

>
> Mit Guidos Sextant (weiss grad nicht, welcher) bin ich im Kanal
> bei ruhigem Wetter auf knapp über 1 sm Abweichung gekommen.
>

Da benutze ich lieber mein iPad mit Navi-Software. Ist deutlich genauer.
Auch bei Seegang.

Das Argument "und wenn Du keinen Strom hast" lasse ich nicht gelten,
irgendeine Art der Stromerzeugung funktioniert schon (und eine
ordentliche Powerbank als Reserve kostet ja kaum noch was). Und einen
Feuchtigkeitsschaden lasse ich auch nicht gelten, da ich für das Teil
eine wasserdichte Hülle habe.

Außerdem könnte der Sextant auch über Bord fallen oder einfach nur auf
den Boden und schon ist er kaputt. ;-p

Gruß
Thomas

RA J. Geraedts.

unread,
Sep 1, 2016, 9:57:39 AM9/1/16
to
Im Kanal mag das noch angehen : Da fällt es ja fast schwerer, nicht
alsbald auf Land zu treffen.

Auf offener See würde ich auch ein "Backup" mitnehmen.

Außerdem finde ich Sextanten und den Umgang damit faszinierend ... wenn
man's kann ! ;-)

Gruß,

Joachim.
(messen geht, aber die Berechnungen ... :-( )

Wolfgang Allinger

unread,
Sep 1, 2016, 1:31:29 PM9/1/16
to

On 01 Sep 16 at group /de/rec/sport/segeln in article e2qqeg...@mid.individual.net
<RA...@GMX.de> (RA J. Geraedts.) wrote:

> (messen geht, aber die Berechnungen ... :-( )

Judex non calculat! ROTFL

Wussten schon die ollen Römer.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Helmut Fischer

unread,
Sep 1, 2016, 3:09:05 PM9/1/16
to
Thomas Erstfeld <the...@nurfuerspam.de> wrote:

> Am 31.08.16 um 14:43 schrieb Ignatios Souvatzis:
>
> >
> > Mit Guidos Sextant (weiss grad nicht, welcher) bin ich im Kanal
> > bei ruhigem Wetter auf knapp über 1 sm Abweichung gekommen.
> >
>
> Da benutze ich lieber mein iPad mit Navi-Software. Ist deutlich genauer.
> Auch bei Seegang.

Wer redet denn davon, allein per Sextant navigieren zu wollen? Mir (und
ich vermute, I. auch) geht es in erster Linie um die Faszination eines
über die Jahrhunderte entwickelten Verfahrens zur Positionsbestimmung.

An Bord freue ich mich, wie wohl jeder heutzutage, über präzise Karten,
GPS, Einbaudiesel und Schratsegel. Am letzten Wochenende durfte ich
sogar erstmalig die Vorzüge eines Bugstrahlruders genießen.

Grüße, Helmut

Helmut Fischer

unread,
Sep 1, 2016, 3:23:42 PM9/1/16
to
Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:

> Freibergers Yachtsextant hat leider keinen Nonius, noch nicht mal
> einen Quartius (heißt das so?)

Sag' einfach "Vernier" ;-)

Gerade bei Wikipedia gelernt: die Bezeichnung "Nonius" hat offenbar
nichts mit der Zahl 9 zu tun, sondern geht, wie "Vernier" auf Pierre
Vernier, auf den Erfinder Pedro Nunes zurück.

<https://de.wikipedia.org/wiki/Nonius>

Grüße, Helmut

RA J. Geraedts.

unread,
Sep 2, 2016, 2:10:35 AM9/2/16
to
Am 01.09.2016 um 16:38 schrieb Wolfgang Allinger:
>
> On 01 Sep 16 at group /de/rec/sport/segeln in article e2qqeg...@mid.individual.net
> <RA...@GMX.de> (RA J. Geraedts.) wrote:
>
>> (messen geht, aber die Berechnungen ... :-( )
>
> Judex non calculat! ROTFL
>
> Wussten schon die ollen Römer.

Schmutzbuckel ... ! ;-))

Ob Du's glaubst oder nicht : Das Rechnen selbst ist gar nicht mal das
Problem - wenn ich begriffen haben, *WARUM* ich da *WAS* überhaupt *WIE*
rechne ... ! :-(

Sprich : Meine Schwierigkeiten liegen eher im Verständnis der
natürlichen Gegebenheiten und deren Berücksichtigung, soweit notwendig,
als in der mathematischen Umsetzung.

Außerdem gibt's dafür auch Programme.

Aber wie stellte mein Vater bereits treffend fest, als ich mich noch in
der Schule mit Mathematik 'rumgeschlagen habe : "Ein Taschenrechner
hilft Dir überhaupt nichts, wenn Du nicht weißt, was Du da machst !"

Dem ist nichts hinzuzufügen ... ! :-(

Gruß,

Joachim.



Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 8, 2016, 2:40:13 AM9/8/16
to
Thomas Erstfeld wrote:
> Am 31.08.16 um 14:43 schrieb Ignatios Souvatzis:
>
>>
>> Mit Guidos Sextant (weiss grad nicht, welcher) bin ich im Kanal
>> bei ruhigem Wetter auf knapp über 1 sm Abweichung gekommen.
>>
>
> Da benutze ich lieber mein iPad mit Navi-Software. Ist deutlich genauer.
> Auch bei Seegang.

Und bei Nebel. Meistens. Gerade in Kuestennaehe, wo man die Genauigkeit
dann braucht, gibt's boese Fallen. Siehe BSU=Bericht 276/2014 (und da
war es nicht neblig, nur dunkel).

Bei Nebel hilft Astronavigation allerdings auch nicht.

-is

Ignatios Souvatzis

unread,
Sep 12, 2016, 6:40:14 AM9/12/16
to
Helmut Fischer wrote:
> Thomas Erstfeld <the...@nurfuerspam.de> wrote:
>
>> Da benutze ich lieber mein iPad mit Navi-Software. Ist deutlich genauer.
>> Auch bei Seegang.
>
> Wer redet denn davon, allein per Sextant navigieren zu wollen? Mir (und
> ich vermute, I. auch) geht es in erster Linie um die Faszination eines
> über die Jahrhunderte entwickelten Verfahrens zur Positionsbestimmung.
>
> An Bord freue ich mich, wie wohl jeder heutzutage, über präzise Karten,
> GPS, Einbaudiesel und Schratsegel.

Sicherlich. Wobei Segeln ja immer ein Spagat zwischen moderner Schifffahrt
und einer historischen Kunst ist, insofern, finde ich, gehört gelegentlich
den Sextanten herauszukramen einfach dazu.

-is

Uwe St?ckel

unread,
Sep 23, 2016, 5:42:52 AM9/23/16
to
Am 01.09.2016 um 16:38 schrieb Wolfgang Allinger:
> On 01 Sep 16 at group /de/rec/sport/segeln in article e2qqeg...@mid.individual.net
> <RA...@GMX.de> (RA J. Geraedts.) wrote:
>
>> > (messen geht, aber die Berechnungen ... :-( )
> Judex non calculat! ROTFL
>
> Wussten schon die ollen Römer.

<laesterei>

Nun ja, nachdem die ollen Römer den Archimedes erschlagen hatten, war in
Rom und Nachfolgeland Italien erst mal lange Zeit mathematische Funkstille.
Der erste helle Lichtschein nach langer Zeit war dann Cardano und den
wollten die Ialiener auch nicht...)

</laesterei>

--
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