wir haben auf dem Oster-Törn rund Seeland einige Male in Häfen die o.g.
Karte benutzen müssen und fragen uns, was diese Technik dem Segler bringen
soll.
- In Helsingör hab' ich es ja noch kapiert.
Dort steht ein Automat, der diese Karte ausspuckt, auch wenn der
Hafenmeister schon weg ist. Man lädt (hoffentlich) genug Geld auf die
Karte und kann dann damit das Hafengeld zahlen, duschen und den Strom
bezahlen.
Bei früher Abfahrt schmeißt man das Ding wieder in den Automaten und
kriegt das Restgeld raus.
- In Kopenhagen (Christianshavn, südl. Teil) gibt es keinen Automaten, man
muß auf den Hafenmeister warten, der das Ding per Dingy bringt. Am
nächsten Morgen wartet man wieder auf den Hafenmeister, der die
Restbeträge abrechnet. -> keine Zeitersparnis. Außerdem waren wir zu
dämlich, die Restbeträge der Duschen zurückzubuchen, da mußte der
Hafenmeister mit uns hintraben, es richtig machen (Karte 20 sec.
einstecken und warten). Also viel Aufwand für ihn und Wartezeit für uns.
- In Vitte kommt der Hafenmeister wie gewohnt mit dem Fahrrad auf den
Steg, händigt so ein Dings aus, kommt am nächsten Morgen wieder und
rechnet ab. Was bringt das? Wasser gibt's immer noch nach dem alten System
dort: 50 cent für 50 Liter aus dem Schlauch, und das tageszeitunabhängig.
Ist zwar total antiquiert, funktioniert aber hervorragend. (1)
Die neue Technik sieht sehr edel aus. Schick verchromte Säulen am Steg mit
Card-Readern für jeden einzelnen Stromanschluß. Das dürfte nicht billig
sein. Der Abrechnungsautomat in Helsingör sah schon _richtig_ teuer aus.
Daher meine Fragen:
- was kostet das alles?
- wer bezahlt das?
- wo liegt der Vorteil bei diesem System?
- von der technischen Seite und der Störanfälligkeit will ich jetzt mal
gar nicht anfangen...
Die Karten sind zwar von Hafen zu Hafen gleich, die gespeicherten Guthaben
können aber nur in dem Hafen genutzt werden, in dem man das Ding erworben
hat.
Was steckt denn dahinter?
Personalkosten sparen, indem dem Hafenmeister die Abrechnung abgenommen
wird (wie in Helsingör)?
Oder kommt später mal eine Verbindung der Lesegeräte, damit die Kosten für
mehrere Häfen zentral an einer Stelle gezahlt werden können (was ich
begrüßen würde)?
Ein anwesender Banker hat der Geldkarte nachgetrauert, die seiner Meinung
nach ohne Kosten das Bezahlen in verschiedenen Währungen ermöglicht hätte.
Leider hätte diese sich wohl nicht durchgesetzt.
Meinungen/ Erfahrungen zur Tally-Card?
Achim
(1) Für Strom braucht man ab einer Leistungsaufnahme von 600W die
Tally-Card, darunter kann man auch die alten Anlagen noch benutzen
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