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Wie findet man Mitsegler?

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Mario Hewig

unread,
May 5, 2008, 6:32:49 AM5/5/08
to
Hallo Allerseits,

Nach Jahren des Mitlesens muß ich jetzt doch mal das Posten probieren.
Was sind eure Erfahrungen bei der Suche nach Mitseglern für einen
Chartertörn. Ich weiß die meisten hier sind wohl Eigner, aber wie stellt
man es am besten an. Meine Bemühungen (Anzeigen, Freunde und Bekannte)
bisher sind nicht gerade von Erfolg gekrönt. Wahrscheinlich ist der Törn
einfach nicht "gängig" genug. Die "Foren" die es so gibt sind, so wie
ich es verstanden haben, entweder komerziell oder "Hand gegen Koje",
also beides nicht mein Ding. Die Sparte "Charter mit
Kojenbeteiliung/Umlage" scheint nicht sehr häufig vertreten zu sein bzw.
nicht besonders beliebt.
Wie macht Ihr das, falls ihr Mitsegler sucht?


Fragt sich

Mario Hewig

Ignatios Souvatzis

unread,
May 5, 2008, 7:04:30 AM5/5/08
to
Mario Hewig wrote:

> Wie macht Ihr das, falls ihr Mitsegler sucht?

Ich frage in meinem Verein.

Vorteile: ich kenne die Leute und kann ungefähr einschätzen, ob ich
mit ihnen auskommen kann und wie ihr seglerisches Können ist.

Und umgekehrt natürlich.

-is
--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/

HC Ahlmann

unread,
May 5, 2008, 7:34:40 AM5/5/08
to
Mario Hewig <info....@gmx.net> wrote:

> Wie macht Ihr das, falls ihr Mitsegler sucht?

Einige der drss-Leser haben sich schon zu Törns verabredet, eine
Ankündigung wäre hier sogar chartakonform.

Früher haben wir auch Zettel ans Schwarze Brett der Uni-Mensa geheftet;
da war die Klientel zumindest annähernd gleichaltrig, gleich blöd und
arm. Treffen vor dem Törn waren dann obligatorisch, um Nasen und
Fähigkeiten kennenzulernen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Thomas Erstfeld

unread,
May 5, 2008, 1:57:05 PM5/5/08
to
HC Ahlmann schrieb:

> Mario Hewig <info....@gmx.net> wrote:
>
>> Wie macht Ihr das, falls ihr Mitsegler sucht?
>
> Einige der drss-Leser haben sich schon zu Törns verabredet, eine
> Ankündigung wäre hier sogar chartakonform.

ACK. Und teilweise sind dann noch Dritte (Freunde, Bekannte oder
Verwandte) dazu gekommen.

> Früher haben wir auch Zettel ans Schwarze Brett der Uni-Mensa geheftet;
> da war die Klientel zumindest annähernd gleichaltrig, gleich blöd und
> arm. Treffen vor dem Törn waren dann obligatorisch, um Nasen und
> Fähigkeiten kennenzulernen.

Im Sportverein fragen, die Arbeitskollegen ansprechen bzw. Aushang im
Betrieb (mit Zustimmung des AG) etc. Beides hat den Vorteil, dass man
die Leute zumindest halbwegs einschätzen kann. Zwar nicht unbedingt
fachlich, aber zumindest menschlich.

Gruß
Thomas

Mario Hewig

unread,
May 5, 2008, 2:46:07 PM5/5/08
to
Thomas Erstfeld <the...@nurfuerspam.de> wrote:

> Im Sportverein fragen, die Arbeitskollegen ansprechen bzw. Aushang im
> Betrieb (mit Zustimmung des AG) etc.

Alles schon gemacht, plus Zeitungen, Aushängen, etc., aber Vancouver
Island Richtung Desolation Sound ist wohl nicht so besonders populär, da
zum einen wohl vielen zu teuer und dann auch ohne viele "Partyhäfen"
ist.:-(

> Beides hat den Vorteil, dass man
> die Leute zumindest halbwegs einschätzen kann. Zwar nicht unbedingt
> fachlich, aber zumindest menschlich.

Ja, klar Treffen sind obligatorisch, aber die "schlimmen" Erfahrungen
habe ich auch trotz Treffen nicht vermeiden können. Naja, man wächst ja
mit den Erfahrungen. Und spannend ist es ja auch immer wieder.

Besten Gruß,
Mario

Reinhard Greulich

unread,
May 5, 2008, 3:01:52 PM5/5/08
to
Mario Hewig schrieb am Mon, 5 May 2008 12:32:49 +0200:

> Ich weiß die meisten hier sind wohl Eigner, aber wie stellt
> man es am besten an. Meine Bemühungen (Anzeigen, Freunde und Bekannte)
> bisher sind nicht gerade von Erfolg gekrönt. Wahrscheinlich ist der Törn
> einfach nicht "gängig" genug.

Ich bin kein Eigner, bastel bloß an einem Vereinsschiff mit herum.
Wenn es damit mal auf Törn gehen soll, frage ich Kollegen, Freunde,
Bekannte - da gibts etliche, die sich keinen Törn entgehen lassen
wollen und auch selbst Wissen und Erfahrung haben, worauf ich nicht
verzichten will. Und dann gibts immer andere, die sowas zum ersten Mal
mitmachen und sich diese gute Gelegenheit, das nicht unter ganz
fremden Leuten zu tun, auch nicht entgehen lassen wollen. Genug
Vorlauf ist wichtig, Crewtreffen auch und dann noch ein guter
Crewvertrag, damit Du nicht am Ende alleine da stehst, wenn zu viele
abgesprungen sind. HC hat dazu schöne und von mir gern genutzte Hilfen
auf seiner Heimatseite, ich zitiere mal:

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord,
Törnberichte

Gruß - Reinhard.
--
70086 (52°22,726'N - 009°48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Thomas Erstfeld

unread,
May 5, 2008, 3:59:23 PM5/5/08
to
Mario Hewig schrieb:

> Thomas Erstfeld <the...@nurfuerspam.de> wrote:
>
>> Im Sportverein fragen, die Arbeitskollegen ansprechen bzw. Aushang im
>> Betrieb (mit Zustimmung des AG) etc.
> Alles schon gemacht, plus Zeitungen, Aushängen, etc., aber Vancouver
> Island Richtung Desolation Sound ist wohl nicht so besonders populär, da
> zum einen wohl vielen zu teuer und dann auch ohne viele "Partyhäfen"
> ist.:-(

Das dürfte eindeutig am Reiseziel liegen. Die fehlenden Partyhäfen
interessieren da sicher weniger, aber bei einem Flugpreis (im Sommer)
von EUR 1.200,00 pro Person (Vancouver über expedia.de) plus Charter
plus Bordkasse wird die Luft für viele Charterer knapp.

Ich nehme bei der Ausübung meines Hobbys auf meine Familie, den
begrenzten Urlaub und die vorgegebene Haushaltskasse Rücksicht. Da ist
sicher mal eine Woche Segeln im Mittelmeerraum und ein oder zwei
Wochenenden in den Niederlanden drin, aber mal eben einige tausend Euro
für zwei Wochen Kanada oder mit meinen Freunden zwei Wochen in der
Karibik sind da leider nicht drin.

Du suchst deine Mitsegler also bei engagierten Seglern, die entweder gut
verdienende Singles oder Dinks (double income no kids) sind.

Gruß
Thomas

Joachim Reinke

unread,
May 5, 2008, 4:02:28 PM5/5/08
to
> Alles schon gemacht, plus Zeitungen, Aushängen, etc., aber Vancouver
> Island Richtung Desolation Sound ist wohl nicht so besonders populär, da
> zum einen wohl vielen zu teuer und dann auch ohne viele "Partyhäfen"
> ist.:-(

Vielleicht wäre es in Deinem ersten Posting sinnvoll gewesen zu
erwähnen, daß Du keine Mitsegler für einen Ostsee- oder Mallorca-Törn
suchst, sondern eher für was ausgefalleneres, das obendrein noch mit
einer länglichen und außerdem kostspieligen Anreise verbunden ist.

Antworten, die man kriegt, sind meistens höchstens so gut wie die
Fragen, die man stellt.

--
Der Preis, den die Freiheit kostet, heißt Verantwortung.

Mario Hewig

unread,
May 5, 2008, 6:33:25 PM5/5/08
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:

> HC hat dazu schöne und von mir gern genutzte Hilfen
> auf seiner Heimatseite, ich zitiere mal:
> <http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord,
> Törnberichte

Hallo Reinhard, danke für den Tip. Vor allem die Rezepte werde ich mal
testen...

Mario Hewig

unread,
May 5, 2008, 6:33:25 PM5/5/08
to
Joachim Reinke <zx6.kein....@gmx.de> wrote:

> Vielleicht wäre es in Deinem ersten Posting sinnvoll gewesen zu
> erwähnen, daß Du keine Mitsegler für einen Ostsee- oder Mallorca-Törn
> suchst, sondern eher für was ausgefalleneres, das obendrein noch mit
> einer länglichen und außerdem kostspieligen Anreise verbunden ist.

Vielleicht, ja. Ich wollte das Thema aber bewußt allgemein halten. Ich
bin mir aber wirklich nicht sicher ob der Kostenaspekt so wichtig ist.
OK die Anreise ist mal weiter, aber wenn ich bedenke was für ein
Elephantentrail sich da jede Saison in der Karibik tummelt... Und dort
ist es wesentlich teurer, ungemütlicher und m.M. nach langweiliger als
in Kanada.
An der Ostküste und an den großen Seen gibt es m.W. praktisch keinen
Chartertourismus, was ich wirklich nicht verstehen kann.

ciao,
Mario

Reinhard Greulich

unread,
May 5, 2008, 6:44:07 PM5/5/08
to
Mario Hewig schrieb am Tue, 6 May 2008 00:33:25 +0200:

> Vor allem die Rezepte werde ich mal
> testen...

Einen größeren Teil davon hab' ich inzwischen durch, die sind wirklich
kombüsentauglich. Und nicht nur da.

HC Ahlmann

unread,
May 6, 2008, 7:09:15 AM5/6/08
to
Mario Hewig <info....@gmx.net> wrote:

> [...] aber Vancouver Island Richtung Desolation Sound ist wohl nicht so


> besonders populär, da zum einen wohl vielen zu teuer und dann auch ohne
> viele "Partyhäfen" ist.:-(

Handbreit-Jörg war vor einigen Jahren in der Gegend, allerdings an Land.
Nach seiner Schilderung und Bilderung fände ich einen Törn dort sehr
reizvoll und die fehlenden "Partyhäfen" sogar noch reizvoller. Dagegen
steht aber das derzeit unüberwindliche Kostenargument.

Es ist ein der (eigenen) Bequemlichkeit geschuldeter "Mangel" der
deutschen und dänischen Ostseeküste, daß wir dort in Häfen liegen statt
zu ankern. Dann muß man die Party und Fülle zuliebe von Duschen und
Landgang einfach ertragen.

jone...@hotmail.com

unread,
May 6, 2008, 8:27:19 AM5/6/08
to

Hier kann man mals Mitsegler finden - leider nur auf Englisch
http://www.ybw.com/forums/postlist.php/Cat/0/Board/crewing - aber Ich
habe Anzeigen aus (fast) der ganzen Welt dort gesehen.

Ich selber segele in Schottland, falls man dorthin will! Und Ich
wuerde auch gerne die Ost- und Nordseekueste kennenlernen!

Tobias Crefeld

unread,
May 5, 2008, 1:41:00 PM5/5/08
to
Mario Hewig meinte:

> Nach Jahren des Mitlesens muß ich jetzt doch mal das Posten probieren.
> Was sind eure Erfahrungen bei der Suche nach Mitseglern für einen
> Chartertörn. Ich weiß die meisten hier sind wohl Eigner, aber wie stellt
> man es am besten an. Meine Bemühungen (Anzeigen, Freunde und Bekannte)
> bisher sind nicht gerade von Erfolg gekrönt. Wahrscheinlich ist der Törn
> einfach nicht "gängig" genug.

Die Sache ist schon etwas komplexer.

Zunächst einmal solltest Du (für Dich) klar erkennbar skizzieren, welche
Art von Törn _Dir_ _genau_ vorschwebt. Mit irgendwelchen Allgemeinplätzen
a la "ist alles ganz locker" oder "auch für Anfänger", die darauf
ausgerichtet sind, es möglichst allen recht zu machen, kannst Du
bestenfalls reine "Konsumenten" erreichen. Wenn das Deine Zielsetzung ist,
dann würde ich mich an der Reklame von (semi-) kommerziellen Anbietern von
Kojencharter orientieren. Das Ergebnis sind kurze Tagesetappen, viel
Komfort beim Apres-Sailing und möglichst einen derart festzementierten
Törnplan, dass man auch Teiletappen mit festem Wechselhafen anbieten kann.

Andernfalls muss man schon etwas mehr Mühe investieren. Eine gerne auch
etwas übertriebene Darstellung von zu erwartender Witterung, Eigenheiten
(lies: Probleme) des Reviers und Route können da recht hilfreich sein.
Mittelbar ergibt sich daraus auch die nötige Qualifikation der Crew.
Erfahrene Segler werden es eher zu schätzen wissen, wenn die Ansprüche
höher sind. Die anderen: siehe oben. Da musst Du Dich entscheiden.

Dann solltest Du Dich fragen, mit wem Du überhaupt segeln möchtest, also
wen Du _konkret_ suchst. Brauchst Du jemand, der die Pantry schmeißt oder
brauchst Du jemand mit Lokalkenntnis? Brauchst Du drei erfahrene
Wachführer/innen oder suchst Du "formbare" Anfänger, die erstmal alles
schlucken und glauben - Hauptsache, die Koje ist bezahlt? An der Stelle
lügen sich die meisten Veranstalter (und nichts anderes bist Du letztlich)
selbst ins Hemd - Thema "Allgemeinplätze".

Was man nicht unterschätzen sollte, ist der Einfluß des "Sogeffekts".
Viele fahren erst mit, wenn die beste Freundin oder der beste Kumpel
mitfährt.
Und viele sagen erst zu, wenn erkennbar ist, dass der Törn zustande kommt,
wer sonst noch mitfährt und/oder dass die Kojen knapp werden.


Ansonsten sind auch häufig feste Crews zu beobachten. Die fahren seit
Jahren in mehr oder minder derselben Zusammensetzung. So eine Gruppe
braucht natürlich Zeit zu ihrer Entstehung. Da mag es sinnvoll sein,
erstmal mit kleinem Boot anzufangen, auch wenn der zweifelhafte Komfort
des neuesten 45ft.-Raumwunder aus dem Hause Bavaria lockt.

--
Gruss,
Tobias.

Joachim Reinke

unread,
May 6, 2008, 12:41:24 PM5/6/08
to
>> Vielleicht wäre es in Deinem ersten Posting sinnvoll gewesen zu
>> erwähnen, daß Du keine Mitsegler für einen Ostsee- oder
>> Mallorca-Törn suchst, sondern eher für was ausgefalleneres, das
>> obendrein noch mit einer länglichen und außerdem kostspieligen
>> Anreise verbunden ist.
>
> Vielleicht, ja. Ich wollte das Thema aber bewußt allgemein halten.

Dann solltest Du Deine Einwände auf Antworten genau so allgemein halten.
Und dabei denke ich z.B. an folgenden:

| Alles schon gemacht, plus Zeitungen, Aushängen, etc., aber Vancouver
| Island Richtung Desolation Sound ist wohl nicht so besonders populär,

--

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Thomas Erstfeld

unread,
May 6, 2008, 3:06:06 PM5/6/08
to
Ulrich G. Kliegis schrieb:
> On Tue, 6 May 2008 00:33:25 +0200, info....@gmx.net (Mario Hewig)
> wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>
>> OK die Anreise ist mal weiter, aber wenn ich bedenke was für ein
>> Elephantentrail sich da jede Saison in der Karibik tummelt... Und dort
>> ist es wesentlich teurer, ungemütlicher und m.M. nach langweiliger als
>> in Kanada.
>
> Schon mal an Norwegen gedacht? Da gab es hier mal einen sehr schönen
> Törnbericht.

Auf www.derecsportsegeln.de finden sich bei den Törnberichten jeweils
ein Bericht zu Norwegen im Nordsee- und Ostseeteil.

@ Wolfgang, was macht die Umstellung und Pflege der Seite? Wie ich ja
schon vor längerer Zeit schrieb, habe ich leider keine Zeit mehr für die
Pflege und Erweiterung der Rubrik Törnberichte.

Gruß
Thomas

Jörg W. Kremer

unread,
May 6, 2008, 3:41:46 PM5/6/08
to
Thomas Erstfeld schrieb:
> Auf www.derecsportsegeln.de finden sich bei den Törnberichten [...]

> @ Wolfgang, was macht die Umstellung und Pflege der Seite? Wie ich ja
> schon vor längerer Zeit schrieb, habe ich leider keine Zeit mehr für die
> Pflege und Erweiterung der Rubrik Törnberichte.

Dabei fällt mir auf, dass die Rubrik "Indischer Ozean" mit unserem
Seychellen-Törnbericht von 2006 völlig fehlt. Wo ist der denn hingekommen?

Den wollte ich nämlich gerade zitieren, nachdem U. aus K. an anderer Stelle
dieses Threads das Hohelied des Ankerns gesungen hat. Und einen "begehbaren
Kühlschrank mit Hüpfhöhe" hatten wir dafür natürlich auch.
:-)

Übrigens, wie bei mir wohl auch nicht anders zu erwarten:
er hatte _zwei_ Rümpfe
:-))

Doppelte Grüße
Jörg

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!

HC Ahlmann

unread,
May 6, 2008, 3:58:45 PM5/6/08
to
Ulrich G. Kliegis <Ulli....@kliegis.de> wrote:

> Versteh ich echt nicht. Ankern ist bequemer, schöner - und preiswerter
> - als jeder Hafen.

Es liegt an den kleinen Yachttoiletten, dahin können die Frauen nicht zu
zweit gehen :->

Tatsächlich wurde schon mehrfach vorgeschlagen zu ankern, aber sobald
eine(r) wackelte, fielen die anderen um und wollten sich nicht auf etwas
Neues einlassen. Ich weiß auch nicht, wie ich mich beim ersten Törn mit
Wicht entscheide: Hafen oder ankern.

Thomas Erstfeld

unread,
May 6, 2008, 4:46:31 PM5/6/08
to
Ulrich G. Kliegis schrieb:
> On Mon, 05 May 2008 19:57:05 +0200, Thomas Erstfeld
> <the...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>
>
>> Im Sportverein fragen, die Arbeitskollegen ansprechen bzw. Aushang im
>> Betrieb (mit Zustimmung des AG) etc. Beides hat den Vorteil, dass man
>> die Leute zumindest halbwegs einschätzen kann. Zwar nicht unbedingt
>> fachlich, aber zumindest menschlich.
>
> Und wenn der Chef, von dem man sich dann endlich mal erholen will,
> sein Interesse bekundet? :)

Ich gehe davon aus, dass dies eher selten bis nie der Fall sein wird.
Das Risiko, dass sich der Kollege meldet, den man am Liebsten von hinten
sieht, ist viel wahrscheinlicher, aber auch einfacher zu lösen.

> Und den Kahn nicht aus Sparsamkeit überbevölkern. Meine Empfehlung
> ist: 10m: maximal 4 Leute, 12 m: vielleicht bis zu 6 Leute, dadrüber
> würde ich für einen Erstversuch gar nicht erst in Betracht ziehen.

Nach meiner bisherigen Erfahrung mit Charterbooten würde ich das nicht
unbedingt von der Länge abhängig machen, sondern eher nach der Zahl der
Kojen in Kabinen (also ohne Salon). Bei 10 Metern dürften das 4 Kojen
und bei 12 Metern 6 Kojen sein und bei den von mir zuletzt gecharterten
Booten um die 13,50 Meter waren es 8 Kojen (jeweils ohne Salon).

Bei 10 Metern kann man sicher noch beide Kabinen voll belegen, aber bei
den anderen Größen würde ich immer eine Koje frei lassen, also mit 5
bzw. 7 Leuten segeln. Das ist immer noch günstig, aber vom Platzangebot
deutlich bequemer, als eine höhere Belegung.

Luxus sind dann 14 Meter (4 Kabinen) mit vier oder fünf Mitseglern, wie
letztes Jahr in Griechenland, aber auch hier wären bis zu 7 Mitsegler
denkbar gewesen.

Mein Fazit aus diversen Chartertörns ist, dass ich lieber etwas mehr
bezahle, aber dadurch die Zahl der Mitsegler senke. Und man sollte sich
genau den Grundriss des Schiffs und der Kabinen ansehen. Da findet man
selbst auf 14 Metern schnell mal eine Mogelpackung (z.B. kleine Kabine
mit Etagenkojen im Vorschiff einer Bararia 46 Cruiser, die nur für einen
schlanken Erwachsenen oder zwei Kinder tauglich ist).

> drss ist tatsächlich ein durchaus geeignetes Startfeld für eine solche
> Suche. Je konkreter die Angaben sind, das gilt für alles, von der
> Frage nach dem besten Schotmaterial bis zur Törnempfehlung fürs Rote
> Meer, umso hilfreicher die Antwort.

ACK.

Gruß
Thomas

Thomas Erstfeld

unread,
May 6, 2008, 5:04:29 PM5/6/08
to
Jörg W. Kremer schrieb:

> Thomas Erstfeld schrieb:
>> Auf www.derecsportsegeln.de finden sich bei den Törnberichten [...]
>
>> @ Wolfgang, was macht die Umstellung und Pflege der Seite? Wie ich ja
>> schon vor längerer Zeit schrieb, habe ich leider keine Zeit mehr für
>> die Pflege und Erweiterung der Rubrik Törnberichte.
>
> Dabei fällt mir auf, dass die Rubrik "Indischer Ozean" mit unserem
> Seychellen-Törnbericht von 2006 völlig fehlt. Wo ist der denn hingekommen?

Der ist dort nie eingebaut worden, da ich seit 2006 darauf warte, dass
jemand die Pflege übernimmt. Seinerzeit hatte sich ja mal jemand (Charly
Nicasius?) angeboten, aber ob ich damals alle offenen Törnberichte an
diese Person weitergeleitet habe, kann ich dir auch nicht mehr sagen.

Auf meiner Festplatte (inkl. Datensicherung vom alten Rechner) liegt
dein Törnbericht jedenfalls nicht mehr vor.

Gruß
Thomas

Wolfgang Allinger

unread,
May 6, 2008, 5:12:00 PM5/6/08
to

On 06 May 08 at group /de/rec/sport/segeln in article

<Ulli....@kliegis.de> (Ulrich G. Kliegis) wrote:

>On Mon, 05 May 2008 19:57:05 +0200, Thomas Erstfeld
><the...@nurfuerspam.de> wrote in de.rec.sport.segeln:

>>Im Sportverein fragen, die Arbeitskollegen ansprechen bzw. Aushang im


>>Betrieb (mit Zustimmung des AG) etc. Beides hat den Vorteil, dass man
>>die Leute zumindest halbwegs einschätzen kann. Zwar nicht unbedingt
>>fachlich, aber zumindest menschlich.

>Und wenn der Chef, von dem man sich dann endlich mal erholen will,
>sein Interesse bekundet? :)

Prima Köder zum Haiangeln :-)

Saludos Wolfgang

--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger

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Ignatios Souvatzis

unread,
May 7, 2008, 12:42:24 AM5/7/08
to
Ulrich G Kliegis wrote:

> U. (der sich auf Sonnabend freut, weil er dann auch endlich wieder auf
> einem schwimmenden Untersatz über die dort noch zu machenden Arbeiten
> nachdenken kann... :) )

*ARGH* Erwähne so etwas bitte nicht!

-is
--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/

Thomas Erstfeld

unread,
May 7, 2008, 1:20:47 PM5/7/08
to
Jörg W. Kremer schrieb:

> Thomas Erstfeld schrieb:
>> Auf www.derecsportsegeln.de finden sich bei den Törnberichten [...]
>
>> @ Wolfgang, was macht die Umstellung und Pflege der Seite? Wie ich ja
>> schon vor längerer Zeit schrieb, habe ich leider keine Zeit mehr für
>> die Pflege und Erweiterung der Rubrik Törnberichte.
>
> Dabei fällt mir auf, dass die Rubrik "Indischer Ozean" mit unserem
> Seychellen-Törnbericht von 2006 völlig fehlt. Wo ist der denn hingekommen?

Ich habe sie wiedergefunden. Schaust Du hier:

http://home.arcor.de/erstfeld/drss/Indik/Seychellen/Bericht.html.

Gruß
Thomas

Edgar Warnecke

unread,
May 10, 2008, 3:56:11 PM5/10/08
to
Am Tue, 06 May 2008 23:52:18 +0200 schrieb Ulrich G. Kliegis:

> Mit Wicht: Abends ein bißchen länger aufbleiben lassen, vorher mit
> geeigneten Geschichten (wo ist eigentlich unser Hornblower-Rezitator,
> ehem. v.Huy?) einstimmen.

Kinder gebt fein acht, Onkel Edgar hat Euch etwas mitgebracht...
...und das ist auch mit Wicht (tm HC) interessant ud moeglich. Kennt Ihr
das Bild von der Windel im Cockpit nicht mehr?
Am Montag ist der Kerl 18 geworden.

> Vielleicht in der Nähe eines vom Ankerplatz
> erreichbaren Hafens (was dann aber nur Du weißt), falls es partout
> nicht geht...

Wir kennen das Revier ja nicht, aber Soenderborg Ankergrund bis in den
Hafen sind unter Motor mal eben 5 Minuten.

In der Dyvig kann man auch ankern... und dann ratzfatz am Steg sein.

> Und die richtigen Getränke für die abendliche
> Sternguckstunde bereithalten, Milch, wie in Milchstraße z.B.

Aber bitte mit Honig und schoen warm, danach pennen sie wie ein Stein.

Die Raeuberpistolen fallen einem schnell ein, wenn man in der (s.o.) Dyvig
fuer 3 Tage einweht. Dann werden Streichholzschachteln zu Fregatten, zwei
Streichholzschachteln zu Schlachtschiffen (einfach bloss
ineinanderstecken), Mast aus Streichholz drauf, Papierschnipsel als Segel
und schon kann es auf dem grossen Pantryozean lossgehen. Wenn man es
geschickt macht kann man auch eine Regatta starten. Jeder darf einmal
pusten, dann ist der naechste dran. Wer als erstes ueber den Rand der Welt
kippt hat gewonnen und muss eine kleine Geschichte aus der "neu entdeckten
Welt" erzaehlen (Zum Beispiel ueber die Broetchenkruemel vom Morgen oder
die Ketchupflecke vom Abendesen, aus denen dann ganze Landschaften werden).

Bunstifte und Papier mitnehmen und dann Flaggen malen lassen. Das reicht
fuer 2 Stunden Ruhe im Kahn.

Und, wenn ein Hafen angelaufen wird, Zeit nehmen. Ich bin mit den Pens in
einer Regen-, aber leider nicht Wind-, pause zum Beispiel ueber den Berg in
der Dyvig gestapft. Volle Montur, Oelzeug plus Gummibotten. Oder in
Soenderborg in den Schlosshof, sehr spannend (Kanonen). Nicht reingehen,
das oedet die Kids bloss an.

Oder Angel rausschmeissen. Auch wenn sie nix fangen, wenigstens mal
ausprobiert. Dazu muss man keine Angel kaufen. Stock, bisschen Garn und
eine aufgeklappte Sicherheitsnadel oder Bueroklammer reichen allemal hin.
Die sollen ja nix fangen.

Tja, und den "Hornblower" oder die Schatzinsel mitnehmen hilft allemal.
Jedoch nicht vorlesen, das ist langweilig, immer zwei Zeilen im voraus
lesen und dann "auf Kind" uebersetzen. Mit ein bisschen Phantasie wird das
spannender als das Original.

So, das muss reichen, das war Onkel Edes´s Maerchenstunde.

Viel Spass den Ahlmaennern und natuerlich..., -frau und -mutter

wuenscht

Edgar
--
Einfach ist genial

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