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Anker loesen - wie geht das?

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Frank Kemper

unread,
Oct 6, 2001, 8:55:02 PM10/6/01
to
Ich hätte mal eine Beginner-Frage:

Wie bekommt man eigentlich einen einmal gesetzten Anker wider los?
Wenn man ihn richtig fallen lässt, dann müsste er sich doch eigentlich
im Grund eingraben. Und wie bekommt man ihn dann wieder lose? In die
Gegenrichtung rauszerren oder wie?

CU

Frank

Jürgen Exner

unread,
Oct 6, 2001, 11:16:45 PM10/6/01
to
"Frank Kemper" <kemper...@t-online.de> wrote in message
news:3bbfa75a...@news.t-online.de...

Ein Anker haelt das Boot fest weil er von einer ausreichend langen
Ankerkette oder -leine fast PARALLEL(!) zum Boden gezogen wird.
Wenn du die Kette/Leine kurzstag holst (d.h. senkrecht vom Boden nach oben
auf's Schiff) dann ziehst du den Anker einfach nach oben und er haelt
ueberhaupt nicht. Normalerweise kommt er dann ganz einfach los.
Manchmal kann es natuerlich passieren, dass er sich so tief in den Boden
eingegraben hat, dass er nicht raus will. Passiert normalerweise hoechstens
wenn du wochenlang an derselben Stelle vor Anker liegst. Dann hilft manchmal
Geduld, oder manchmal Gewalt (gibt verschiedene Methoden, kannst du in z.B.
der Seemanschaft nachlesen).
Und manchmal hilft gar nichts (z.B. wenn der Anker unter Felsen, in einem
Riff, oder auch in alten Kabeln festhaengt) ausser Taucher runterschicken
oder den Anker aufgeben.

jue


Klaus-Werner Olderdissen

unread,
Oct 7, 2001, 5:26:38 AM10/7/01
to
Jürgen Exner <jurg...@hotmail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
3bbf...@news.microsoft.com...

Hallo Jürgen,

das was Dir hier der Frank alles gesagt hat ist richtig und zutreffend.
Ich möchte das aber noch um eine Sache erweitern. Wenn Du im Voraus
schon den Verdacht oder die Vermutung hast, Dein Anker könnte klemmen
(kommt schon öfter mal in felsigem Untergrund vor), dann gibt es da noch
eine weitere Möglichkeit. Manche Anker haben am flunkenseitigen
Schaftende ein kleines Auge (eine Öse). Hier kann man eine sog. Hilfs-
oder Sorgleine befestigen und am anderen Ende kommt dann ein gelber
Döpper (ist eine kl. Boje in Form eines Doppelkegel). Dieser Döpper
steht dann in der Regel genau über dem Anker. Wenn Du nun genau über dem
Anker stehst, kannst Du diesen auch wahrscheinlich durch Ziehen an der
Sorgleine aus der Felsspalte wieder raus bekommen. Wenn nicht: siehe
wieder bei Frank.

Ich wünsche Dir als "Beginner" viel Spaß bei einem wirklich schönen
Hobby und denk daran: Auf keinen Fall eine weiße Mütze aufsetzen (siehe
Anhang)!

Gruß

KWO

--------------------
Wußten Sie schon, daß bei Sportschiffern die Größe der Kapitänsmütze im
umgekehrten Verhältnis zu den navigatorischen Fähigkeiten steht?


Jürgen Exner

unread,
Oct 7, 2001, 7:43:40 AM10/7/01
to
"Klaus-Werner Olderdissen" <n...@utikschule.de> wrote in message
news:9pp75p$knn$00$1...@news.t-online.com...

> Jürgen Exner <jurg...@hotmail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
> 3bbf...@news.microsoft.com...
> > "Frank Kemper" <kemper...@t-online.de> wrote in message
> > news:3bbfa75a...@news.t-online.de...
> > > Ich hätte mal eine Beginner-Frage:
[...]

> > Ein Anker haelt das Boot fest weil er von einer ausreichend langen
> > Ankerkette oder -leine fast PARALLEL(!) zum Boden gezogen wird.
[...]

> Hallo Jürgen,
> das was Dir hier der Frank alles gesagt hat ist richtig und zutreffend.
[...]

> Wenn nicht: siehe wieder bei Frank.
>
> Ich wünsche Dir als "Beginner" viel Spaß bei einem wirklich schönen
> Hobby und denk daran: Auf keinen Fall eine weiße Mütze aufsetzen (siehe
> Anhang)!

Aehmm, da sind dir wohl die Referenzen ducheinandergekommen:
s/Frank/Juergen/ || s/Juergen/Frank/

jue

PS: Was die Sorgleine angeht: Ein Problem ist, dass diese immer zu duenn ist
und reisst wenn es mal hart auf hart kommt. Gganz abgesehen davon, dass in
manchen Ankerbuchten Sorgleinen verpoent sind, weil sie sich um die
Schrauben der Moderboote wickeln. Das selber waere ja noch kein grosses
Problem fuer Segler, aber leider reissen dabei die Moderboote auch noch den
Anker aus dem Grund, und das ist nicht mehr so gut ;-)
Es gibt aber sogar ein Geraet, bei dem die Ankerleine selber doppelt
angeschlagen wird, der Tampen am "falschen Ende" des Ankers und dann wird
die Leine zu einer Art Schaekel gefuehrt, der am "richtigen" Auge des Ankers
sitzt (und dann weiter zum Boot). Wenn der Anker jetzt festhaengt und nicht
rauswill, dann laesst man vom Boot aus ein speziell geformtes Gewicht an der
Leine/Kette runterrutschen. Wenn das Gewicht an dem Schaekel ankommt, loest
es irgendeinen Mechanismus aus, der den Schaekel vom Anker loest. Und die
Ankerleine selber zieht jetzt nur noch am "falschen Ende", sozusagen als
superstarke Sorgleine.
Habe dieses Ding nie selber in Aktion gesehen und ich bin mir auch nicht
sicher, ob ich so einer Konstruktion vertrauen wuerde. Aber der Fortschritt
in Gadgets ist anscheinend nicht aufzuhalten. Fuer die, die's genauer wissen
wollen: weitere Einzelheiten findet man unter "Ankorex Anchor Retriever" im
WestMarine Katalog.

jue


Klaus-Werner Olderdissen

unread,
Oct 7, 2001, 8:12:16 AM10/7/01
to
Jürgen Exner <jurg...@hotmail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
3bc0...@news.microsoft.com...

>
> PS: Was die Sorgleine angeht: Ein Problem ist, dass diese immer zu
duenn ist
> und reisst wenn es mal hart auf hart kommt. Gganz abgesehen davon,
dass in
> manchen Ankerbuchten Sorgleinen verpoent sind, weil sie sich um die
> Schrauben der Moderboote wickeln. Das selber waere ja noch kein
grosses
> Problem fuer Segler, aber leider reissen dabei die Moderboote auch
noch den
> Anker aus dem Grund, und das ist nicht mehr so gut ;-)

Ich denke mal für mich, scheixegal was verpönt ist, wenn es mal nur
zweckmäßig ist und auch hilft. Und das mit der zu dünnen Sorgleine hat
man doch selbst in der Hand wie man diese dimensioniert. Die brauch
tatsächlich nicht so dick sein wie die Ankerleine. Rein theoretisch
braucht diese nur das Gewicht des Ankers tragen können. Vielleicht noch
ein bißchen mehr um auch mal "Gewalt" ausüben zu können. Im Prinzip war
es das aber auch schon.

..und wenn die Brummbootfahrer mit einem gelben Döpper nix anfangen
können, dann haben sie es auch nicht besser verdient wenn sich die
Sorgleine auf der Welle oder auf dem Prop aufwickelt und sich vielleicht
sogar eine Flunke in den Bootkörper bohrt. Lehrgeld ;-)

Gruß

KWO

--
Newsgroups ist wie labern auf CB-Funk,
nur halt eben alles schriftlich.
Don't feed the trolls!

Jörg Bihlmayr

unread,
Oct 7, 2001, 10:52:03 AM10/7/01
to

Frank Kemper wrote:


Ja. ausbrechen nennt sich das dann. (Wobei Zug nach oben, also Richtung
Wasseroberfläche meistens schon reicht.)

Grüsse

Jörg


>
> CU
>
> Frank
>

Jürgen Exner

unread,
Oct 7, 2001, 12:00:11 PM10/7/01
to
"Ulrich G. Kliegis" <Ulrich....@kiel.netsurf.de> wrote in message
news:2so0st0noqcg0tkla...@4ax.com...
> On Sun, 7 Oct 2001 04:43:40 -0700, "Jürgen Exner"
> <jurg...@hotmail.com> wrote in de.rec.sport.segeln:

>
> >"Klaus-Werner Olderdissen" <n...@utikschule.de> wrote in message
> >news:9pp75p$knn$00$1...@news.t-online.com...
> >> Jürgen Exner <jurg...@hotmail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
> >> 3bbf...@news.microsoft.com...
> >> > "Frank Kemper" <kemper...@t-online.de> wrote in message
> ,>

> >Aehmm, da sind dir wohl die Referenzen ducheinandergekommen:
> > s/Frank/Juergen/ || s/Juergen/Frank/
>
> Aeeehmmm, ist danach nicht alles Frank? Muesste es nicht

Noe, weil das "||" fuer Parallelausfuehrung steht.

jue


Tom Berger

unread,
Oct 7, 2001, 1:54:42 PM10/7/01
to
"Ulrich G. Kliegis" schrieb:

> Gut, wenn die zwei Prozesse wirklich beide auf den Originalfile
> zugreifen und die Ergebnisse erst im Ergebnis zusammenschmeissen, hast
> Du recht. Bin eben noch so'n alter Linearprogrammierer, obwohl ich
> auch ein paar Gehversuche in OCCAM (wer kennt noch Transputer?) auf
> der abgehakten Strichliste habe... ;)

Ulrich, jetzt wirst Du mir ja fast sympathisch. So ein Occam Lehrbuch
hab' ich auch noch irgendwo herumfliegen, und den Transputer hielt ich
damals für das Allergrößte. Später hab' ich dann an die 30.000 für einen
der ersten NeXT Rechner in D zum Fenster raus geworfen, aber der macht
sich heute noch genau so gut im Regal wie damals (mehr war kaum
anzufangen mit dem Ding). Ich mach' jetzt aber fast nur noch in LISP,
und das halte ich heute noch für das Allergrößte.

> Lang, lang ist's her....

Jaja <TräneWegWisch>

Tom Berger

--
ArchTools: Software-Werkzeuge für die Architektur
ArchDIM - architekturgerechte Bemaßung für AutoCAD (TM)
ArchAREA - Flächenermittlung und Raumbuch nach DIN 277
Info und Demo unter http://www.archtools.de

Klaus-Werner Olderdissen

unread,
Oct 7, 2001, 1:56:36 PM10/7/01
to
Ulrich G. Kliegis <Ulrich....@kiel.netsurf.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 29p0st86ssiauuk4m...@4ax.com...
>
> Wenn der Anker mal wirklich nicht mit der Kraft der Arme raus will,
> probier dieses: Alle Besatzungsmitglieder, soweit die Stabilitaet des
> Bootes es zulaesst, aufs Vorschiff. Dann die Ankerleine so weit wie
> moeglich dicht holen und dort auf einer Klamp belegen. Dann latschen
> alle nach achtern. Der Auftrieb bzw. die Hebelwirkung helfen (oft) den
> Anker zu ueberreden, vom Grund zu lassen.

Super! Haste noch mehr solche Sachen auf Lager? Lohnt sich direkt die
alle mal schriftl. zu fixieren und an Beginner weiter zu geben.

Bei Schiffen meiner Größe funzt das zwar nicht, aber ich habe hier
selbst für den SB-Bereich auch wieder was gelernt.

peter

unread,
Oct 7, 2001, 3:30:09 PM10/7/01
to
> Hallo Jürgen,
>
> das was Dir hier der Frank alles gesagt hat ist richtig und zutreffend.
> Ich möchte das aber noch um eine Sache erweitern. Wenn Du im Voraus
> schon den Verdacht oder die Vermutung hast, Dein Anker könnte klemmen
> (kommt schon öfter mal in felsigem Untergrund vor), dann gibt es da noch
> eine weitere Möglichkeit. Manche Anker haben am flunkenseitigen
> Schaftende ein kleines Auge (eine Öse). Hier kann man eine sog. Hilfs-
> oder Sorgleine befestigen und am anderen Ende kommt dann ein gelber
> Döpper (ist eine kl. Boje in Form eines Doppelkegel). Dieser Döpper
> steht dann in der Regel genau über dem Anker. Wenn Du nun genau über dem
> Anker stehst, kannst Du diesen auch wahrscheinlich durch Ziehen an der
> Sorgleine aus der Felsspalte wieder raus bekommen. Wenn nicht: siehe
> wieder bei Frank.
>
> Ich wünsche Dir als "Beginner" viel Spaß bei einem wirklich schönen
> Hobby und denk daran: Auf keinen Fall eine weiße Mütze aufsetzen (siehe
> Anhang)!
>
> Gruß
>
> KWO
>
> --------------------
> Wußten Sie schon, daß bei Sportschiffern die Größe der Kapitänsmütze im
> umgekehrten Verhältnis zu den navigatorischen Fähigkeiten steht?
>
>


Das eigentliche Problem mit den Sorgleinen ist (ausser auf der Ostsee
vielleicht...) die Tatsache, das man sagen wir mal bei halber Tide ankert,
dann steigt das Wasser und die Boje an der Sorgleine zieht den Anker sachte
aus dem Grund.
Also: sehr lange Sorgleine machen, so dass es bei Hochwasser auch noch geht
und man bei Niedrigwasser ein paar Motorboote fangen kann...


peter

HC Ahlmann

unread,
Oct 7, 2001, 4:35:48 PM10/7/01
to
peter <h_...@t-online.de> wrote:

> Das eigentliche Problem mit den Sorgleinen ist (ausser auf der Ostsee
> vielleicht...) die Tatsache, das man sagen wir mal bei halber Tide ankert,
> dann steigt das Wasser und die Boje an der Sorgleine zieht den Anker sachte
> aus dem Grund.
> Also: sehr lange Sorgleine machen, so dass es bei Hochwasser auch noch geht
> und man bei Niedrigwasser ein paar Motorboote fangen kann...

Dem kann man leicht abhelfen, wenn die Sorgleine am Döpper über eine
Rolle gelenkt wird und sie mit je einem Ende an den Anker und ein
Gewicht gesteckt wird. Einschränkung: Die Wassertiefe bei HW darf max
doppelt so groß wie bei NW sein, sonst treibt der Döpper nahe NW nicht
über dem Anker, weil das Gewicht auf dem Boden liegt. Abhilfe:
Mehrscheibige Umlenkrollen, mehrfach geschorene Sorgleine.

Munterbleiben
HC

Sepp Klimbacher

unread,
Oct 8, 2001, 6:11:12 AM10/8/01
to
On Sun, 7 Oct 2001 22:35:48 +0200, hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann)
wrote:


>Dem kann man leicht abhelfen, wenn die Sorgleine am Döpper über eine
>Rolle gelenkt wird und sie mit je einem Ende an den Anker und ein
>Gewicht gesteckt wird. Einschränkung: Die Wassertiefe bei HW darf max
>doppelt so groß wie bei NW sein, sonst treibt der Döpper nahe NW nicht
>über dem Anker, weil das Gewicht auf dem Boden liegt. Abhilfe:
>Mehrscheibige Umlenkrollen, mehrfach geschorene Sorgleine.
>
>Munterbleiben
>HC

Das gibts schon konfektioniert als Anker-Automatik-Boje oder so. Ist
eine weiße Boje die mit einem Gurtband am Ankerkreuz angeschäkelt wird
und im Bojenkörper einen Aufrollmechanismus hat, der immer einen
leichten Zug auf das Band ausübt. Das haben bei uns am Steg fast alle
Stinkbootler, schon mit Befestigungskorb neben dem hochglanzpolierten
Anker. Die verlassen die Marina alle paar Tage für einen kurzen
Badeausflug in die nächste Bucht. Da können sie dann mit ihrer
Ankerboje auftricksen. Ansonsten sieht man das Teil auch bei den
heuer vermehrt aufgetretenen deutschen Trailerkapitänen; und ihr
kennt/habt das nicht? ts ts ;-).

Sepp

Uwe Hercksen

unread,
Oct 8, 2001, 7:10:09 AM10/8/01
to

Klaus-Werner Olderdissen schrieb:


>
> Super! Haste noch mehr solche Sachen auf Lager? Lohnt sich direkt die
> alle mal schriftl. zu fixieren und an Beginner weiter zu geben.
>

Hallo,

äh hm solche Sachen stehen doch schon in den ganz einfachen
Grundlagenbüchern.

Bye

Klaus-Werner Olderdissen

unread,
Oct 8, 2001, 8:46:20 AM10/8/01
to
Uwe Hercksen <Herc...@mew.uni-erlangen.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3BC18991...@mew.uni-erlangen.de...


Sieh mal an, was es nicht alles gibt!

Gruß

KWO


Tobias Crefeld

unread,
Oct 8, 2001, 6:49:00 AM10/8/01
to
kemper.frank # t-online.de@2:2480/8049.100 meinte am 07.10.01

FK> Wie bekommt man eigentlich einen einmal gesetzten Anker wider los?
FK> Wenn man ihn richtig fallen laesst, dann muesste er sich doch eigentlich
FK> im Grund eingraben. Und wie bekommt man ihn dann wieder lose? In die
FK> Gegenrichtung rauszerren oder wie?

So ist es.

Falls der Anker extrem viel Seegras und Salat aufgesammelt hat und
entsprechend schwer ist oder auch wenn er sich in eine Felsspalte verhakt
hat, dann freut man sich, wenn *vorher* :-) eine Tripleine am Anker
befestigt wurde. Diese sollte moeglichst NICHT schwimmfaehig sein und mit
recht viel Lose parallel (bzw. unterhalb) der Kette an Bord gefuehrt
werden. Falls sie nicht vernuenftig sinkt, dann kann man sie in
ausreichender Distanz zum Anker (> Wassertiefe) an der Kette befestigen
und danach noch ein paar Meter Kette geben, damit die Leine schoen nach
unten gezogen wird. Durchmesser der Tripleine sollte so 5..8 mm sein, je
nachdem wie schwer und welcher Bauart der Anker ist. Ein CQR kann sich
nicht so richtig fies verhaken, ein Britany oder ein anderer Plattenanker
mit recht spitzigen Flunken hingegen schon (Klappdraggen sind sowieso
keine Anker). Nix teures, weil es schon mal vorkommen kann, dass die Leine
im Eifer des Gefechts geschreddert wird und dann ist es besser, die Leine
'gibt nach'.
Unangenehm ist dabei, dass Du halt eine weitere Leine parallel zur Kette
zu bedienen hast. Andererseits kostet ein Anker samt Kette etliche hundert
Mark und ueber die Tarife der Taucher kannst Du Dich von dem hier sich
tummelnden Herrn Foerdetaucher in Kenntnis setzen lassen - ist auch nicht
wirklich billig.


Gruss,
Tobias.

Jörg Bihlmayr

unread,
Oct 8, 2001, 10:05:02 AM10/8/01
to

Hannes Birnbacher wrote:

> Antwort auf die Message
> news:3BC18991...@mew.uni-erlangen.de vom 08 Okt 2001 von
> Uwe Hercksen:

<schnippschnapp>

>
> > äh hm solche Sachen stehen doch schon in den ganz einfachen
> > Grundlagenbüchern.
>

> Als da wären? Gibts da ein Taschenbuch, das empfehlenswert ist?

Ja, in der Yachtbibliothek von DK gibts eins Namens "Richtig Ankern2
(oder so ähnlich). Ich fands ganz gut.

Grüsse

Jörg

>
>
> TIA
>
> --
> Tourentipps Motorrad Hunsrück/Mosel/Eifel/Luxemburg/Ardennen
> usw.: http://www.hannes-birnbacher.de/ "Interessen" u.v.a.m.

Sepp Klimbacher

unread,
Oct 8, 2001, 11:19:15 AM10/8/01
to
On Sun, 07 Oct 2001 16:29:54 +0200, Ulrich G. Kliegis
<Ulrich....@kiel.netsurf.de> wrote:

>Wenn der Anker mal wirklich nicht mit der Kraft der Arme raus will,
>probier dieses: Alle Besatzungsmitglieder, soweit die Stabilitaet des
>Bootes es zulaesst, aufs Vorschiff. Dann die Ankerleine so weit wie
>moeglich dicht holen und dort auf einer Klamp belegen. Dann latschen
>alle nach achtern. Der Auftrieb bzw. die Hebelwirkung helfen (oft) den
>Anker zu ueberreden, vom Grund zu lassen.

Wenns ein Danforth, Britany oder sonstiger Plattenanker ist und er
sitzt in einer Felsspalte führen solche Gewaltaktionen zum Verbiegen
der Flunken oder des Schaftes. Kann bis zum Bruch gehen. Dann hast mit
dem Bettler Stecken getauscht.

Ein mir bekannter Motoryachler mit einer 70 " Schüssel wollte
unbedingt an der blauen Grotte vor Bisevo ankern. Tiefe 60m, runter
ging er aber rauf nicht mehr. Also mit der hyraulischen Winsch
ordentlich Dampf gemacht, bis es ordentlich schnalzte und seither
liegen dort 80m rostfreie Kette entsprechender Dimension samt schönem
Rostfreianker auf Grund.

>Weitere Moeglichkeit: Ankerleine auf die Schotwinsch legen,
>Hebelkraefte und ggf. Untersetzung ausnutzen.

Wenn er richtig klemmt machst du damit nur was kaputt.

>Aber sei beruhigt: Die wenigsten Anker bleiben am Grund.

Naja, s.o.

Gruss Sepp

Peter Keresztes

unread,
Oct 8, 2001, 3:59:42 PM10/8/01
to
Sepp Klimbacher wrote:
> Wenns ein Danforth, Britany oder sonstiger Plattenanker ist und er
> sitzt in einer Felsspalte führen solche Gewaltaktionen zum Verbiegen
> der Flunken oder des Schaftes. Kann bis zum Bruch gehen. Dann hast mit
> dem Bettler Stecken getauscht.
>
> Ein mir bekannter Motoryachler mit einer 70 " Schüssel wollte
> unbedingt an der blauen Grotte vor Bisevo ankern. Tiefe 60m, runter
> ging er aber rauf nicht mehr. Also mit der hyraulischen Winsch
> ordentlich Dampf gemacht, bis es ordentlich schnalzte und seither
> liegen dort 80m rostfreie Kette entsprechender Dimension samt schönem
> Rostfreianker auf Grund.

Wahrlich nicht das allerbeste Ergebnis. Was hättest du an seiner
Stelle getan, um aus der Misere rauszukommen?

Lieben Gruß,
--
Peter Keresztes

Sepp Klimbacher

unread,
Oct 9, 2001, 7:01:12 AM10/9/01
to
On Mon, 08 Oct 2001 21:59:42 +0200, Peter Keresztes
<peter.k...@siemens.at> wrote:


>Wahrlich nicht das allerbeste Ergebnis. Was hättest du an seiner
>Stelle getan, um aus der Misere rauszukommen?

Wer ohne Not so tief ankert hat ohnehin einen Schuß. Ansonsten:
an Bord befindliches PTG umgeschnallt und abgetaucht. 60m sind zwar
happig aber für Trainierte machbar. Vielleicht liest der Blitzknaller
schießende Taucher mit, dann haben wir einen neuen thread;-).

Gruß Sepp

Uwe Hercksen

unread,
Oct 9, 2001, 7:02:02 AM10/9/01
to

Hannes Birnbacher schrieb:

>
> Als da wären? Gibts da ein Taschenbuch, das empfehlenswert ist?
>
Hallo,

in einer älteren Auflage von dem hier stands noch drin, ich hoffe jetzt
auch noch:

Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See

Axel Bark
Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See
Mit amtlichen Fragenkatalogen/Mit Segelführerschein BR

4. Auflage, 320 Seiten, 500 meist farbige Abbildungen, 20 farbige
Seekartenausschnitte, Format 23 x 19,5 cm, gebunden


DM: 62.00 oeS: 453.00 sFr: 55.10

ISBN: 3-7688-1136-0

Bye

Peter Keresztes

unread,
Oct 9, 2001, 7:19:00 AM10/9/01
to
Sepp Klimbacher wrote:
> Wer ohne Not so tief ankert hat ohnehin einen Schuß. Ansonsten:
> an Bord befindliches PTG umgeschnallt und abgetaucht. 60m sind zwar
> happig aber für Trainierte machbar. Vielleicht liest der Blitzknaller
> schießende Taucher mit, dann haben wir einen neuen thread;-).
>
> Gruß Sepp

1. Woher weißt du, dass er ein PTG zur Hand hat?
2. Wer mittels PTG 60m taucht hat IMHO mindestens so einen Schuss, wie
einer, der bei der Tiefe ankert.

Sepp Klimbacher

unread,
Oct 9, 2001, 8:59:40 AM10/9/01
to
On Tue, 09 Oct 2001 13:19:00 +0200, Peter Keresztes
<peter.k...@siemens.at> wrote:


>1. Woher weißt du, dass er ein PTG zur Hand hat?

Weil ich, wie erwähnt, besagten Knaben und seine Ausrüstung kenne.

>2. Wer mittels PTG 60m taucht hat IMHO mindestens so einen Schuss, wie
>einer, der bei der Tiefe ankert.

Wie gut, daß Herr/Frau (?) IMHO nicht alles wissen. Jeden Morgen beim
Zähneputzen blickt mir ein Schüssler entgegen;-).

Sepp

Peter Keresztes

unread,
Oct 9, 2001, 8:25:57 AM10/9/01
to
Sepp Klimbacher wrote:
> Jeden Morgen beim
> Zähneputzen blickt mir ein Schüssler entgegen;-).
Ja, das kenn ich! :-)
(Segler halt)

--
Peter Keresztes

Uwe Hercksen

unread,
Oct 9, 2001, 9:30:13 AM10/9/01
to

Peter Keresztes schrieb:

>
> 1. Woher weißt du, dass er ein PTG zur Hand hat?
> 2. Wer mittels PTG 60m taucht hat IMHO mindestens so einen Schuss, wie
> einer, der bei der Tiefe ankert.

Hallo,

jemand, der bei 60 m Tiefe ankert, dann mit PTG 60 m tief taucht und
dann noch in dieser Tiefe mit Pressluft einen Anker freibekommen will,
der hat mindestens einen Dreifachschuss.

Bye

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