Auf welcher Frequenz und mit welcher Impulsfolge läuft eigentlich ein
U-Boot-Sonar?
Und welche Reichweite haben die modernen Kisten?
War zwar selbst bei der Marine, aber an Land (TMS Kiel).
Gruß
Joachim
"Joachim Warner" <foerde...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C1A9A8C...@t-online.de...
> Auf welcher Frequenz und mit welcher Impulsfolge läuft eigentlich ein
> U-Boot-Sonar?
Was hast Du vor? U-Boote jagen? ;-)
Gruß, Micha.
Michael Holtermann schrieb:
> Was hast Du vor? U-Boote jagen? ;-)
Nein! In de.rec.sport.tauchen ist gerade ein Thread über biologische
Auswirkungen von Sonaren auf tauchende Lebewesen.Und deshalb die
interessierte Frage hier.
Gruß
Joachim
>Auf welcher Frequenz und mit welcher Impulsfolge läuft eigentlich ein
>U-Boot-Sonar?
Frequenz etc, keine Ahnung.
>Und welche Reichweite haben die modernen Kisten?
Es gibt aktive und passive Sonarsysteme.
Aktive Systeme: keine Ahnung
Passive Systeme: lt. Preston Geschichte der U-Boote, hat das englische
Atom U-boot HMS Conqueror, welches die argentinische Admiral Belgrano
versenkt hat, aus 200sm! "Tuchfühlung" gehalten.
Seaking Hubschrauber hatten in den 60ern Sonargeräte mit theoretischer
Reichweite von 64km.
Tschüß Wolfgang
--
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Dipl.-Ing. Wolfgang Allinger | *Fast* *Good* ... *two* of them
Germany ------------------------------------
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"Ulrich G. Kliegis" schrieb:
> BTW, habt Ihr die Schiffahrtshindernisse, die Ihr da vor Falckenstein
> oder so versenkt habt, inzwischen beim DHI angemeldet, damit sie in
> die Seekarten eingetragen werden?
Das WSA Lübeck hat von uns ein Schreiben mit der genauen Position
erhalten. Dürfte eigentlich recht bald in den MfS drinstehen.
Gruß
Joachim
Moin
naja - nicht ganz. Während beim Echolot die Ausstrahlung nach unter geht
und bei einigen mW bis W liegt, haben wir schon mit unserm 1990 ausser
Dienst gestelltem Sonar von ca. 1960 mit 16 KW ins Wasser gepingt. Und
das so etwa im oberen Hörbereich. Wenn das nen Taucher aus kurzer
Entfernung trifft, dann wird der glaub ich nicht mehr so glücklich sein,
wenn er das nächste mal in die Oper geht. Zumindest hatten wir im Hafen
die Vorschrift: Sowohl Tauchgänge als auch aktives Pingen waren beim
Hafenmeister anzumelden um beides geleichzeitig auf jeden Fall zu
vermeiden.
U Boote pingen üblicherweise übrigens sehr selten, da sie damit ihren
eigenen Standort verraten würden. Die Gefahr geht daher eher von U Boot
jagenden Überwasserschiffen aus, die auf das aktive pingen angewiesen
sind (und ihren Standort wegen Radar und Sicht sowieso schwerer
verheimlichen können)
Gruß
Heiko
Joachim Warner wrote:
> Hallo ex Marineleute, die da was wissen!
Genau weiss ich es nicht, aber trotzdem:
>
> Auf welcher Frequenz und mit welcher Impulsfolge läuft eigentlich ein
> U-Boot-Sonar?
Meistens lauschen die U-Boote nur passiv und sende nix, wenn sie aber
was senden, dann können sie verschiedene Frequenzen und Impulsfolgen nehmen.
>
> Und welche Reichweite haben die modernen Kisten?
Hängt ab
1. von der Frequenz
2. dem Wasser (Temperatur, Salzgehalt, Temperaturunterschiede,
Strömungen, Tiefe, etc..)
3. und davon, ob, wenn man aktives Sonar verwendet, noch ein Echo
zurückbekommen will, oder ob nur jemand anderes das Signal empfangen
will. (Es ist nämlich so, dass man so ein Signal viell weiter hören
kann, als dass man ein brauchbares Echo erhält.)
Theoretisch dürften die aktiven Sonare gut über 50sm, passiv
wahrscheinlich weit mehr...
Jörg
JW> Hallo ex Marineleute, die da was wissen!
JW> Auf welcher Frequenz und mit welcher Impulsfolge laeuft eigentlich ein
JW> U-Boot-Sonar?
Ich nix Marine, ich Zivilist, aber wir sind mal vor Portugal nachts einem
U-Boot in Fahrt begegnet. Ueber Wasser war da nichts zu hoeren, aber unter
Deck hoerte man einen leisen, unterbrochenen Fiepton, also muss es wohl an
der oberen Grenze des Hoerbereichs (20 kHz) liegen.
JW> Und welche Reichweite haben die modernen Kisten?
Ist immer gefaehrlich, Entfernungen zu schaetzen, aber nachdem die Boote
nicht sehr hoch sind und das Blitzlicht ziemlich gleichzeitig mit dem
ersten Fiepton erstmalig zu sehen war, schaetze ich das auf 3..5 nm. War
lt. einem bei uns mitfahrenden U-Bootfunker vermutlich ein deutsches U-
Boot, also eher was kleineres. War zu Zeiten des Jugoslawienkriegs - keine
Ahnung, ob die heutzutage noch dieselben Boote verwenden.
Gruss,
Tobias.
Heiko Vollstedt schrieb:
> ... haben wir schon mit unserm 1990 ausser
> Dienst gestelltem Sonar von ca. 1960 mit 16 KW ins Wasser gepingt. Und
> das so etwa im oberen Hörbereich.
Habe jetzt aus anderer Quelle erfahren, dass die Amis mit den modernen
Aktivsonaren Schalldrücke von 200 dB, gemessen in 50 m Entfernung, im
Frequenzbereich von 2 - 15 kHz erzeugen.
Und das ist schon nicht mehr witzig, da im Wasser zu sein, auch nicht
für Wale und anderes Getier!
Gruß
Joachim
> Habe jetzt aus anderer Quelle erfahren, dass die Amis mit den modernen
> Aktivsonaren Schalldrücke von 200 dB, gemessen in 50 m Entfernung, im
> Frequenzbereich von 2 - 15 kHz erzeugen.
Und das habe ich heute in der neuesten Ausgabe des "American Scientific"
gelesen:
"Low-frequency active (LFA) sonar's source level is about 240 decibels,
comparable to a Titan rocket taking off next to your ear. Just testing this
and other active sonars has left dead whales across the Canary Islands,
Greece and the Bahamas. Low frequency sound goes much farther than
midfrequency sonars, increasing the range of damage.
The US Navy wants to deploy LFA in at least 80 percent of the world's
oceans[....]"
> Und das ist schon nicht mehr witzig, da im Wasser zu sein, auch nicht
> für Wale und anderes Getier!
Ich finde es auch grauenerregend, wenn's wirklich stimmt.
Dan
DO> "Low-frequency active (LFA) sonar's source level is about 240
DO> decibels, comparable to a Titan rocket taking off next to your ear.
DO> Just testing this and other active sonars has left dead whales across
DO> the Canary Islands, Greece and the Bahamas. Low frequency sound goes
DO> much farther than midfrequency sonars, increasing the range of damage.
DO> The US Navy wants to deploy LFA in at least 80 percent of the world's
DO> oceans[....]"
DO> Ich finde es auch grauenerregend, wenn's wirklich stimmt.
Nachdem Militaers dafuer bezahlt werden, ueber Leichen zu gehen, stimmts
vermutlich. :-(
Gruss,
Tobias.
>
>"Joachim Warner" <foerde...@t-online.de> schrieb:
>> Habe jetzt aus anderer Quelle erfahren, dass die Amis mit den
>> modernen Aktivsonaren Schalldrücke von 200 dB, gemessen in 50 m
>> Entfernung, im Frequenzbereich von 2 - 15 kHz erzeugen.
>Und das habe ich heute in der neuesten Ausgabe des "American
>Scientific" gelesen:
>
>"Low-frequency active (LFA) sonar's source level is about 240
>decibels, comparable to a Titan rocket taking off next to your ear.
>Just testing this and other active sonars has left dead whales across
>the Canary Islands, Greece and the Bahamas. Low frequency sound goes
>much farther than midfrequency sonars, increasing the range of damage.
>The US Navy wants to deploy LFA in at least 80 percent of the world's
>oceans[....]"
240dB? Das kann ich kaum glauben. Das wären 120dB mehr als die
Schmerzschwelle. Ich glaube kaum, daß die ein Triebwerk einer Titan
benutzen um diese Schallpegel zu erreichen. Ich kann mir kaum einen
zerstörungsfreien Geber denken, der derartige Schalldrücke im Wasser
erzeugt. Wenn ich dann noch über Wirkungsgrade von Schallschwingern
nachdenke... Naja, ist schon lange her, daß ich mit Ultraschall hantiert
habe.
Ist der Artikel irgendwo im Internet zu finden? Ich lerne gerne dazu.
Mal eben raus und gegoogelt...
Hab nur einen alten(?) Artikel gefunden:
http://www.sciam.com/2001/1001issue/1001scicit4.html
Im Artikel steht was von 230dB, aber ich finde nix von der Titan.
Auch im Feb 2002 Heft steht laut sciam.com nichts über Sonar.
In dem Artikel stehen allerdings auch Argumente, daß durch natürliche
Quellen (Erdbeeben, Blitzeinschläge...) ebenfalls sehr starke
Emmissionen entstehen und die Wale das vermutlich unterdrücken können...
Egal wie, 200dB Schalldruck ist nichts lustiges mehr.
http://www.sciam.com/2002/0202issue/0202letters.html
suche nach "Turn down the sonar"
Nun ja, es ist nicht ein Artikel sondern ein Leserbrief. Er kann natürlich
auch übertrieben sein, aber der Author scheint eine glaubwürdige Person zu
sein.
>
> Hab nur einen alten(?) Artikel gefunden:
> [....]
> Egal wie, 200dB Schalldruck ist nichts lustiges mehr.
Das finde ich auch.
bye, Dan
> Egal wie, 200dB Schalldruck ist nichts lustiges mehr.
Ein bischen googeln nach LFA hat geholfen:
http://www.surtass-lfa-eis.com/
Da wird erklärt, dass im Wasser andere dB Werte herrschen. Demnach sind
Wasser-dB-Werte nicht mit Luft-dB-Werte vergleichbar.
> Ich kann mir kaum einen
> zerstörungsfreien Geber denken, der derartige Schalldrücke im Wasser
> erzeugt.
Angeblich soll ein Blitzschlag ins Wasser 260dB erzeugen. Voila
Schallgeber.
Dan
>
>Nun ja, es ist nicht ein Artikel sondern ein Leserbrief. Er kann natürlich
>auch übertrieben sein, aber der Author scheint eine glaubwürdige Person zu
>sein.
Leserbrief? Mannomann. Du haelst Leute die Leserbriefe schreiben
fuer glaubwuerdig? Iss ja fast noch schlimmer als Usenetz posten:-)
Moi ahoi
Manfred
> > Aktivsonaren Schalldrücke von 200 dB, gemessen in 50 m Entfernung, im
> > Frequenzbereich von 2 - 15 kHz erzeugen.
> "Low-frequency active (LFA) sonar's source level is about 240 decibels,
> The US Navy wants to deploy LFA in at least 80 percent of the world's
Da lob ich mir doch ein leises, Delphin-Wal-Heringfreundliches ...
... UIM OFFSHORE CLASS ONE POWERBOOT !
Wenn erst die 8 Milliarden fuer den Hamburger Militaer-Ehr-Bus
verbraten sind, kommt bestimmt auch eine "Robuste Anfrage"
von Rambo Rummmsfeld aus dem Fuenfeck an "Unseren Stolz":
Obwohl bekanntermassen die Antonov billiger, militaerisch geeigneter
und vor allem schon da ist, wird das Rad neu erfunden und so berechnet.
Ich wette einen Kasten Maggi, dass Rudi und die Fuenfeck-Bande
bald auch das 240dB-in-50m Super-TitanKrach-Sonar fuer Landungsboote
am Stollergrund will - im Kampf gegen Al Khaida-Schwimmer.
(ohne -Innen, da eine Burka im Schritt doch sehr behindern wuerde)
Auf froehliches De-Laminieren aller Sandwich-Ruempfe.
Oder hab mal nicht aufgepasst ?
Chris
Segler
(BTW: Team Victory Doppel-Lamborghini als W98 StartSound is geil !)
>
>"Wolfgang Allinger" <A...@business.forth-ev.de> schrieb
>> Egal wie, 200dB Schalldruck ist nichts lustiges mehr.
>Ein bischen googeln nach LFA hat geholfen:
>http://www.surtass-lfa-eis.com/
>
>Da wird erklärt, dass im Wasser andere dB Werte herrschen. Demnach
>sind Wasser-dB-Werte nicht mit Luft-dB-Werte vergleichbar.
Danke, sehr interessant. Pi*Schnauze: um den Schalldruck im Wasser
annähernd mit dem in Luft zu vergleichen, muß man vom Wasserwert 61,5dB
abziehen.
>> Ich kann mir kaum einen
>> zerstörungsfreien Geber denken, der derartige Schalldrücke im Wasser
>> erzeugt.
>Angeblich soll ein Blitzschlag ins Wasser 260dB erzeugen. Voila
>Schallgeber.
Der hält aber nicht lange :-) Ich bezog das zerstörungsfrei auf den
Geber selber.
Interessant sind auch die Schalldrücke, die Wale erzeugen, immerhin
190dB.
An anderer Stelle wurde erklärt, daß sie Versuche mit Tauchern gemacht
haben bei 145dB. Sie habens mit 55(?) Tauchern über etliche Versuche
probiert. Keine Schäden oder Beeinträchtigungen feststellbar.
Eine 200dB Quelle hat in 1000yds (also rund 900m) nur noch einen
Schalldruck von 140dB.
Weiterhin interessant ist, daß dies Signale sehr ähnlich den Walgesängen
sind. Hoffentlich heißt der Inhalt: liebe Wale, hier spielen nur ein
paar Menschen rum, keiner will euch was :-o
Dan Oprisan wrote:
<schnippschnapp>
>>240dB? Das kann ich kaum glauben. Das wären 120dB mehr als die
>>Schmerzschwelle. Ich glaube kaum, daß die ein Triebwerk einer Titan
>>benutzen um diese Schallpegel zu erreichen. Ich kann mir kaum einen
>>zerstörungsfreien Geber denken, der derartige Schalldrücke im Wasser
>>erzeugt. Wenn ich dann noch über Wirkungsgrade von Schallschwingern
>>nachdenke... Naja, ist schon lange her, daß ich mit Ultraschall hantiert
>>habe.
>>
>>Ist der Artikel irgendwo im Internet zu finden? Ich lerne gerne dazu.
>>
>>
>
> http://www.sciam.com/2002/0202issue/0202letters.html
> suche nach "Turn down the sonar"
>
> Nun ja, es ist nicht ein Artikel sondern ein Leserbrief. Er kann natürlich
> auch übertrieben sein, aber der Author scheint eine glaubwürdige Person zu
> sein.
Und hat wahrscheinlich auch recht. Im Wasser herrschen andere
Schalldrücke als an der Luft.
(Zudem wären (in Luft) 240 dB nicht doppelt soviel wie 120 dB.... dB ist
nämlich logarythmisch.)
Grüsse
Jörg
>> Nun ja, es ist nicht ein Artikel sondern ein Leserbrief. Er kann
>> natürlich auch übertrieben sein, aber der Author scheint eine
>> glaubwürdige Person zu sein.
>Und hat wahrscheinlich auch recht. Im Wasser herrschen andere
>Schalldrücke als an der Luft.
No, nur ein anderer Bezugspunkt.
>(Zudem wären (in Luft) 240 dB nicht doppelt soviel wie 120 dB.... dB
>ist nämlich logarythmisch.)
Nö, 240dB sind doppelt soviel wie 120dB.
Wenn Du allerdings den Schalldruck meinst, dann ist der allerdings
deutlich größer :-) Nur so eine 1 mit 6 Nullen ist da der Faktor, wenn
ich das richtig peile. Bei dB hab ich wegen DB immer gefehlt :-)