Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Provokation - oder nicht?

252 views
Skip to first unread message

Jens Ewerling

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to
Ich schaue mir schon seit einiger Zeit Segeln-Newsgroups in Deutschland,
USA und Dänemark an. Zu meinem allergrößten Erstaunen und ganz scharfem
Kontrast zu den beiden anderen (nichtdeutschen) Newsgroups, beschäftigen
sich die deutschen Newsgroup User fast ausschließlich mit Führerscheinen
und Rettungswesten!

Sind die die deutschen User denn gar keine Segler? Ergötzt ihr euch
lediglich an theoretischem Vorgeplänkel? Oder habt ihr gar Angst
wirklich und wahrhaftig segeln zu gehen???

Wie wär's mit aktivem Fachgeplänkel und S P A S S ?

;-)

Jens Ewerling
z.Zt. Kopenhagen, Dänemark


MXX3837795

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to

Hallo Jens,

gut gebrüllt, Löwe !

Du sprichst mir aus der Seele !

Seit über einem Jahr verfolge ich jetzt diese NG, immer in der Hoffnung,
mal einen wirklich interessanten Beitrag zu finden, da kommt selten
was rüber, meist sind es immer die gleichen Leute, die sich endlos
über Führerscheine etc. auslassen.
Auf Fachfragen kommt hier selten eine Antwort, sind hier zu wenig
Segler, ist die NG zu klein, oder trauen sich die wirklichen Segler
wegen der vielen Spinner nicht mehr in die NG ?

Du hast recht, die entsprechenden NG in z.B. GB oder USA
sind wesentlich informativer, da werden z.B. technische Details zu
SY oder auch Austausch über Reviere oder Adressenaustausch
von Händlern, Dienstleistern etc mitgeteilt.
Auch der FUN kommt nicht zu kurz !

Hoffentlich ändert sich das hier mal, sonst ist das auf Dauer LANGWEILIG !

Manfred

...... der auf dem Vordeck tanzt......

(ohne Lifeline, ohne Rettungsweste)

Christoph H. Chmiel

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to
Hallo ...,
auch ich kann dem nur zustimmen.
Offensichtlich sind 95 % der hier schreibenden Zunft reine Theoretiker,
die meiner Meinung nach auch nichts auf dem Wasser zu suchen haben.
Diese Ergoetzung an allen unmoeglichen Konstellationen, das zeugt doch
von krankhaften Zustaenden.

Christoph


FTK; Arkadiusz Skiba

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to


Kann dem nur zustimmen!!!!!

Olaf Hoffmann

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to
Dann lest doch die anderen Newsgroups oder startet hier einen Thread mit
einem Euch interessierenden Thema!
ODER GEHT SEGELN, IHR HELDEN!!

Einer, der Ostern auf der Nordsee feierte und sich hier mit Rettungswesten
beschäftigt!

Mast und Schotbruch,


--
Olaf Hoffmann
Leutnant zur See
Universität der Bundeswehr Hamburg -Segel AG-
Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder,
die nicht unbedingt mit der meines Dienstherren übereinstimmen muß.


Christian Meyer

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to
Hai,

nö keine Provokation. Es hindert Dich ja keiner dran, andere Threads auf
den Wreg zu bringen. Wer Mut zum Provozieren haben will, der sollte sich
auch davor nicht scheuen.

Freue mich auf interessante Beiträge (dieser war es zumindest noch nicht
so unbedingt) von Dir und denjenigen, die auch so denken.

Gruß von einem, der nicht über Führerscheine diskutiert, aber trotzdem
einen hat ;-)

Christian


Dietmar Otterstaetter aus Betzdorf

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to
Hi Jens !

Ja, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
Das geht durch (fast) alle deutschen NG.

Es liegt wohl an der typisch deutschen Art, alles in bestimmte Regeln und
Vorschriften einzuordnen, damit man andere Menschen auf (scheinbare) Fehler
aufmerksam machen darf. "Freigeistertum" ist hier in Deutschland nicht gerne
gesehen. Das ist ja alles unberechenbar, und vor unberechenbaren Sachen hat
der typische Deutsche Angst.

Darum wandern viele Deutsche, die mit damit nicht einverstanden sind, aus.
Diese werden dann wieder von dem typisch Deutschen abwertend als
"Aussteiger" tituliert, und damit wieder (typisch Deutsch) bewertet und
eingeordnet. Es darf nichts geben, was sich nicht einordnen läßt. Alles muß
geregelt werden. Und wenn jemand dann diese aufgestellten _Regeln
durchbricht, oder für sich persönlich als nicht gültig anerkennt, wird er
als "asozial" wieder eingeordnet und bewertet, und möglichst öffentlich auf
sein "Abweichlertum" hingewiesen.

Kernsatz : "Was Du da machst, darfst Du nicht, und ich muß Dir das sagen!"

Also genau das Gegenteil von "leben und leben lassen"

Alles muß geregelt werden... es ist zum kotzen...
mit herzlichem Frei-Denker-Gruß
Dietmar aus Betzdorf

Jens Ewerling schrieb:

Volker Wollny

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to

Dirk Klassen wrote:

> >
> > Seit über einem Jahr verfolge ich jetzt diese NG, immer in der
> > Hoffnung,
> > mal einen wirklich interessanten Beitrag zu finden, da kommt selten
> > was rüber, meist sind es immer die gleichen Leute, die sich endlos
> > über Führerscheine etc. auslassen.
> > Auf Fachfragen kommt hier selten eine Antwort, sind hier zu wenig
> > Segler, ist die NG zu klein, oder trauen sich die wirklichen Segler
> > wegen der vielen Spinner nicht mehr in die NG ?


So? Dann frage ich mich, *was* für eine NG Du gelesen hast... Sicherlich
diskutieren wir hier Führerscheine, denn auch Anfänger sind hier
geduldet, ja sogar ausdrücklich erwünscht. Und für die sind die Scheine
eben (leider) Thema.
Ansonsten sind Deine Kritikpunkte relativ haltlos: Hatten wir keinen
Thread über Stahl als Schiffbaumaterial? Was war mit den Opferanoden? Mit
den Häfen am Ijsselmeer? Was ist mit den ständigen An- und
Verkaufsanzeigen? Die Angebote und Nachfagen von/nach Törnplätzen? BTW:
Ich selbst habe diesen Sommer einen sehr schönen Törn mit jemandem
gesegelt, den ich hier kennengelernt habe. Was war mit dem interessanten
Thread über maritime Literatur? Hä? Hab ich das alles nur geträumt?

drss ist übrigens immer die erste NG in die ich hineinschaue, wenn ich
den ganzen Kremple gesaug thabe und anfange offline damit zu arbeiten.

Und im übrigen steht es Dir ja frei, einen Thread zu einem Thema
anzufangen, welches Dir am Herzen liegt. Nicht immer nur von den anderen
erwarten, daß etwas gemacht wird, was den Hernn unterhält. So ist das bei
den (konsumverseuchten) Landratten. ;-)
Seeleute setzen auf Eigeninitiative: Wenn Du einen guten Artikel
schreibst, bekomst DU auch interessante Antworten. Und wenn Du etwas
fragst, wirst Du in vielen Fällen eine Antwort bekommen. Und zu guter
letzt: Die Postings zu Themen, die dich nicht interessieren, brauchst Du
ja nicht zu lesen.

Mast- und Schotbruch

Volker
--
"Und im übrigen bin ich der Meinung, daß T-Online zu teuer ist!"
IBW - Dipl.Ing.(fh) V. Wollny - Ing-Büro f. Kommunikation & Technik
Schumannstr. 16, 73430 Aalen, Tel. 07361-45813
EMail: v.wo...@ibwollny.de

Dirk Klassen

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to
MXX3837795 schrieb:

>
> Hallo Jens,
>
> gut gebrüllt, Löwe !
>
> Du sprichst mir aus der Seele !
>
> Seit über einem Jahr verfolge ich jetzt diese NG, immer in der
> Hoffnung,
> mal einen wirklich interessanten Beitrag zu finden, da kommt selten
> was rüber, meist sind es immer die gleichen Leute, die sich endlos
> über Führerscheine etc. auslassen.
> Auf Fachfragen kommt hier selten eine Antwort, sind hier zu wenig
> Segler, ist die NG zu klein, oder trauen sich die wirklichen Segler
> wegen der vielen Spinner nicht mehr in die NG ?
>
> Du hast recht, die entsprechenden NG in z.B. GB oder USA
> sind wesentlich informativer, da werden z.B. technische Details zu
> SY oder auch Austausch über Reviere oder Adressenaustausch
> von Händlern, Dienstleistern etc mitgeteilt.
> Auch der FUN kommt nicht zu kurz !
>
> Hoffentlich ändert sich das hier mal, sonst ist das auf Dauer
> LANGWEILIG !
>
> Manfred
>
> ...... der auf dem Vordeck tanzt......
>
> (ohne Lifeline, ohne Rettungsweste)

Tach auch,

wo find ich denn die NGs, von denen Ihr sprecht?

Gruss

Dirk
-----
immer dran denken:
kein Alkohol, bevor die Sonne nicht über der Rah steht...

Hans Steffani

unread,
Oct 16, 1998, 3:00:00 AM10/16/98
to
Wenn es etwas typisch deutsches gibt, dann sind es diese Diskussionen.
h.f.s.
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/

Jost Koller

unread,
Oct 16, 1998, 3:00:00 AM10/16/98
to
Christoph H. Chmiel <chmie...@sni.de> wrote:
: Hallo ...,

: Christoph


Hi Christoph,

stimmt genau. Als vor einiger Zeit ueber das Einhandsegeln diskutiert
wurde, habe ich erst gar nicht angefangen, mich als Ostsee-Einhandsegler
daran zu beteiligen, da sofort nach Beginn des Threads die wenigen, guten
Beitraege zu diesem Thema von den ueblichen, bekannten Viel-Schreibern
mit ihrer Vollkasko-Mentalitaet und 150%-igen Sicherheitsbedenken erdrueckt
wurden. Es ist billig und laecherlich, sich immer auf die "sicherste" Seite
zu stellen, alle Segel-/Motor-Funk-Scheine zu fordern, eine Fuehrerscheinpruefung
nur dann zu akzeptieren, wenn sie auch wirklich allen schwersten, von einem
selbst natuerlich erfuellen Auflagen entspricht. Genau das unterscheidet den
duenkelhaften, im wesentlichen aus Imagegruenden segelnden Newsgroup-Poster
von einem echten Segler, der zwar die Sicherheit im Auge behaelt, aber
letztlich dem Segelspass Vorrang gibt. Sicherheit beim Segeln ist _immer_
ein Kompromiss. Wenn man den Segel-Newsgroup-Threads folgt, scheinbar nicht.
Jeder Ansatz von Kritik oder Ironie gegen diese Meinung wird im Keim erstickt:

> >der neulich von einem kernigen deutschen (dhh, das sind die jungs
> >mit der flaggenparade) segler (weiblich) mit den worten begruesst
> >wurde "und, wie weit bist du mit deinen scheinen?" ich habe mich
> >fasst weggeworfen!
> Neben der Pflege von Braeuchen und Traditionen
> ist der DHH vor allem fuer gute Ausbildung bekannt.

Dabei weiss doch jeder, wie versnobt z.B. DHH oder auch KYC ist. Jeder,
der schon in Yachthaefen Erfahrungen mit unseren "Edelseglern" (so
scheinen sie sich zu fuehlen) gemacht hat, weiss um die Art "Geschlossener
Gesellschaft", die sie bilden. Klar, dass fuer solche Leute das Beste
gerade gut genug ist. So wie die Sicherheitsbedenken unserer Viel-poster.
Es soll wohl eine Art "Autoritaetsstellung" erzeugen, wenn diese Leute
z.B. Anfaenger mit einem Berg an Bedenken und Kritiken zuschwallen, bevor
diese das erste Mal raussegeln (duerfen sollen).
Vielleicht sollte man die Newsgroup teilen in
de.rec.sport.segeln.theoretisch
de.rec.sport.segeln.praktisch

Viele Gruesse und an unsere Theoretiker: Nur Mut zum Alleinsegeln,
das ist gar nicht so gefaehrlich,
traut euch!

Ciao,
Jost


---
Jost Koller Institut fuer Theoretische Physik
^= nur beruflich
Email: Abteilung B
jost....@tu-clausthal.de TU Clausthal
Tel.: +49 (0)5323 72-2052 Leibnizstr.10
Fax.: +49 (0)5323 72-3116 D-38678 Clausthal-Zellerfeld

Christos Stieglitz

unread,
Oct 16, 1998, 3:00:00 AM10/16/98
to
Hallo,

Jost Koller wrote:
> Viele Gruesse und an unsere Theoretiker: Nur Mut zum Alleinsegeln,
> das ist gar nicht so gefaehrlich,
> traut euch!

Soso, Alleinsegeln also......irgendwo bin ich dem Begriff schonmal
begegnet...
Richtig: einer meiner Vorsaetze ;-)
Vielleicht will jemand hier von seinen Erfahrungen berichten, dann kann
mindestens
einer (ich) davon profitieren. Dazu waere diese NG mit postings aus der
Praxis
bereichert - was einige hier offensichtlich vermissen.

Ich stelle ein Paar Fragen zum Thema und bin gespannt auf die Antworten
der
Erfahrenen:

- Eigenes Schiff oder nicht? Vorausgesetzt man moechte allein segeln,
hat aber das
noetige Kleingeld fuer einen Schiffskauf nicht. Koennte man (genug
Segelerfahrung vorausgesetzt) auf geliehene / gecharterte Boote
ausweichen oder
muss unbedingt das eigene Boot sein?

- Schiffsgroesse? moeglichst gross, damit man "sicher" ist (wie das auch
immer
definiert sein mag), oder moeglichst klein, damit man es mit einer
Hand
bedienen kann? Gibt es andere Argumente pro oder kontra eines grossen
Schiffes (immer aus dem Blickwinkel eines Alleinseglers)?

- Technik? moeglichst viel, damit man alles allein mit Hilfe der Technik
bewaeltigen kann, oder moeglichst wenig, damit man nicht von
Reparaturen /
Ausfaelle abhaengig ist?

Es gibt sicher noch viel mehr zu fragen bzw. zu antworten. Also - wie
auch Jost
sagte: traut Euch

Gruss
--
Christos Stieglitz
51 15.3N 006 28.2E (leider vieeeeel zu weit von der Kueste entfernt)

MXX3837795

unread,
Oct 17, 1998, 3:00:00 AM10/17/98
to

Im Artikel <704joo$hut$1...@news00.btx.dtag.de>, "Pinck-Ing."@t-online.de (Dirk
Klassen) schreibt:

>
>wo find ich denn die NGs, von denen Ihr sprecht?
>

Hallo Dirk,

geh`einfach in eine NG-Suchmaschine, z.B.

http://www.aol.com/netfind/newsgroups.html

gib die entsprechenden Begriffe ein, z.B. sailing, boating,yachting etc
und Du wirst totgeschmissen mit NG`s.

Eine der interessantesten Sailing-Sites im Netz ist meiner Meinung nach :

http://www.sailnet.com/

Hier findest Du eine NG, die unterscheidet nach Interessen, z.B.
speziell für Charterer, für Bootseigner, für Revierinteressierte, für techn.
Fragen, etc.

Ich persönlich bevorzuge Mailing-Lists, das sind Gruppen, die sich für ein
spezielles
Gebiet interessieren und sich per Mail austauschen.
So gibt es z.B. über 30 verschiedene Bootsklassen, die sich in Mailing-Listen
zusammengeschlossen haben. Z.B.

benete...@sailnet.com

Hier sind über 700 Mitglieder, alles Beneteau-Eigner oder solche, die sich für
den Bootstyp interessieren. Hier habe ich mal einen getroffen, der hatte exakt
das gleiche Boot wie ich, exakt das gleiche Baujahr, nur eine Baunr.
Unterschied.
Und das in einem weit entfernten Teil der Welt. Da gab´s natürlich viel zu
schnacken. Witzig woll ?

Nur eins zum Schluß: in all diesen Gruppen habe ich noch NIE die hier so
beliebte
"Führerscheinfrage" gesehen, wenn Du also so etwas suchst, dann laß es lieber
sein !

Grüße

Manfred


Uwe Roettgering

unread,
Oct 17, 1998, 3:00:00 AM10/17/98
to

>Sind die die deutschen User denn gar keine Segler? Ergötzt ihr euch
>lediglich an theoretischem Vorgeplänkel? Oder habt ihr gar Angst
>wirklich und wahrhaftig segeln zu gehen???
> Wie wär's mit aktivem Fachgeplänkel und S P A S S ?


Wie recht Du hast, zeigen die verschnupften Reaktionen hier in der NG. Die
Vollkaskomentalität, die hier in vielen Postings zum Ausdruck kommt, ist
auch nicht mein Fall (z.B. leine ich mich NICHT grundsätzlich an, ich segel
auch einhand und manche meiner Seekarten sind so alt wie ich). Nicht
umsonst gibt es in Deutschland mehr Bücher über Sicherheit und die Theorie
des Segelns als in England, Frankreich, NZ, Aus, und den USA zusammen.
Bezeichnenderweise kommen aber die besten Segler der Welt aus diesen
Ländern. Naja, dafür haben wir hier ja die Theorieweltmeister *g*....


Gruss UWE ;-)


http://members.aol.com/segelsoft

MXX3837795

unread,
Oct 17, 1998, 3:00:00 AM10/17/98
to

Im Artikel <36270BB8...@gnosys.de>, Christos Stieglitz
<chri...@gnosys.de> schreibt:

>
>Soso, Alleinsegeln also......irgendwo bin ich dem Begriff schonmal
>begegnet...
>Richtig: einer meiner Vorsaetze ;-)
>Vielleicht will jemand hier von seinen Erfahrungen berichten, dann kann
>mindestens
>einer (ich) davon profitieren. Dazu waere diese NG mit postings aus der
>Praxis
>bereichert - was einige hier offensichtlich vermissen.
>
>Ich stelle ein Paar Fragen zum Thema und bin gespannt auf die Antworten

Hallo Christos,

Da bin ich aber auch mal gespannt, nicht so sehr auf die Antworten,
sondern wer sich hier meldet. Die "üblichen" Phrasendrescher
oder auch Leute, die was zum Thema aus Erfahrung beitragen können ?

Ich segle seit über 30 Jahren einhand. Nicht immer, aber in den letzten
Jahren immer öfter. Nicht, weil ich Neurotiker bin, sondern aus
praktischen Erwägungen und weil ich die Ruhe auf`m Boot genieße.
Ich habe immer eigene Boote besessen und bin Eigner einer modernen
40 ft. SY mit Heimatrevier engl. Kanal. Als Einhandsegler brauche ich z.B.
keine
Rücksicht zu nehmen auf Terminabsprachen mit Anderen und ich kann
mich ganz kurzfristig entscheiden je nach Wetterlage segeln zu gehen
(oder mir auch absagen) !
Nach 30 Jahren segle ich die großen Törns nicht mehr (die habe ich hinter
mir) und über 6 Bf. bringt mich auch keiner mehr aufs Wasser (wird bei
guten Bedingungen - sprich Sonnenschein - leicht abgeändert).
Aber ich segle gerne sportlich, gerne mit Spi, gerne ein Race mit
anderen Booten, immer verschiedene Kurse mit "richtigem" Trimm, etc.
Zur Abwechslung vom Solosegeln beteilige ich mich mit meinem Boot
2-3 mal im Jahr an Regatten (wenn es mich überkommt). Dann mit
semi-professionellen Leuten (ich vermeide bewußt das Unwort Crew)
die wissen, was sie tun, da gibt es keine Laberei, da braucht man sich
nichts vorzumachen, da gibt es keinen "Skipper und SEINE Crew",
es wird gemeinsam entschieden ! (Ich höre die Phasendrescher schon
wieder aufheulen).

Zu Deinen Fragen:

Eigenes Boot oder Charterboot ?
Grundsätzlich egal, bezweifle aber, ob Dir ein Vercharterer ein
größeres Boot als Einhandsegler gibt, mal abgesehen von den Kosten.

Schiffsgröße ?
Ebenfalls grundsätzlich egal, Du mußt Dich nur gut auf einem Boot bewegen
können
und etwas flink in Deinem Handeln sein. Das hört sich jetzt leicht an,
dafür brauchst Du aber ne Menge Übung und Erfahrung. Ich bin von der
Jolle bis zum Dickschiff einhand gefahren, die Größe war nie
entscheidend. Du brauchst auch kein übertriebenes Sicherheitsdenken
an den Tag zu legen und Dich mit Lifebelts und Rettungswesten "zuknallen", aus
meiner Sicht ist Entscheidend, wie leicht (oder schwer) man sich auf einem
Boot bewegt.Mancher Charterskipper kommt halt nie von seinem Steuer weg, der
hat dann
auch keine Übung, für den wär das nix.
Ich kann auch nicht sagen, daß kleinere Boote leichter zu handhaben sind.
Das relativ schwerere Handling von großen Booten kann man leicht durch
vernünftige Technik ausgleichen.

Technik ?

NATÜRLICH !
Es geht auch ohne, aber um welchen Preis !

Eine "gute" Selbststeueranlage ist in meinen Augen unbedingtes Muß. (Bin früher
auf
kleineren Booten auch "ohne" gefahren, aber was war das für ein Krampf).
Was in diesem Zusammenhang "gut" ist, dazu würde ich auch gerne die Meinung
anderer Solo-Segler hören ! Ich verwende eine Autohelm 6000, bin damit im
Großen und Ganzen
zufrieden, obwohl der Kompaß manchmal verrückt spielt. Eine Windsteuerung
verwende
ich nicht weil ich keine größeren Törns mehr fahre, weil ich genügend
Batteriekapazität habe
und weil die elektrische bequemer, genauer und und und ist.
Eine Rollfock erleichtert das Leben ungemein. Ein vernünftiges Reffsystem
ebenfalls. Lazy-Jack`s zum Segelbergen sind zu empfehlen.
Fallenumwandlung ins Cockpit ist nützlich, aber kein Muß
(braucht auch größeren Kraftaufwand). Elektrische Winschen
sind super, selbstholende tun es aber auch. Durchgelattetes Groß
aus meiner Sicht für Solo-Segler nicht empfehlenswert (Boot muß
in der Regel zum Setzen und Bergen genau im Wind stehen, das ist
bei Welle manchmal schwer).
Navigationselektronik jeglicher Coleur erleichtert das Leben
(ein Kartenplotter ist recht nützlich), aber ich bin auch schon
Einhand gesegelt als es noch kein GPS gab und ich nicht wußte
was Decca war und auch kein Telefon hatte.

Soviel zur Beantwortung Deiner Fragen und ich hoffe auf Erfahrungsaustausch
mit anderen Solo-Seglern.

Für jemand, den das Einhandsegeln interessiert zwei Buchempfehlungen:

Hal Roth: Jede Etappe ein Sieg(im Einhand-Rennen um die Welt)

Rudolf Wagner: Weit voraus liegt Antigua(Direktreise Einhand mit
einem Kat vor 30 Jahren von GB nach Karibik nonstop).


Zum Abschluß dieser unendlichen Geschichte bitte ich um Zurückhaltung
der bekannten Theoretiker, damit die tatsächlichen Solosegler nicht sofort den
Mut verlieren ob der Intoleranz der Besserwisser.

Grüße an alle Solos

Manfred


Jost Koller

unread,
Oct 17, 1998, 3:00:00 AM10/17/98
to
Christos Stieglitz <chri...@gnosys.de> wrote:

: Jost Koller wrote:
:> Viele Gruesse und an unsere Theoretiker: Nur Mut zum Alleinsegeln,
: Soso, Alleinsegeln also......irgendwo bin ich dem Begriff schonmal

: begegnet...
: Richtig: einer meiner Vorsaetze ;-)
: Vielleicht will jemand hier von seinen Erfahrungen berichten, dann kann
: mindestens
: einer (ich) davon profitieren. Dazu waere diese NG mit postings aus der
: Praxis
: bereichert - was einige hier offensichtlich vermissen.

Hmm..ich will's versuchen:

Meine Alleinfahrten auf der Ostsee habe ich mit meiner Neptun22
unternommen, die zwar schon 27 Jahre alt ist, aber von ihren
Voreignern gut gepflegt wurde und deshalb in einem recht
seetuechtigen Zustand ist. Als Kielschwerter (0.55-1.10m Tiefgang)
ist sie natuerlich ein Kompromiss und segelt nicht so steif wie
ein reines Kielboot. Trotzdem ist die damalige Konstruktion von
A.Miglitsch sehr gelungen, was sich durch eine sehr einfache Hand-
habung bemerkbar macht. Die Yacht schrieb in ihrem damaligen
Testbericht, dass das Boot wegen seiner unproblematischen Segel-
eigenschaften das ideale Anfaenger- oder Familienboot waere.
Fuer mich sind dies unverzichtbare Voraussetzungen fuers
Einhandsegeln. Eine Yacht, die stetiger Kurskorrekturen und
Segel-Nachtrimmungen bedarf, wuerde ich nie auswaehlen, um mit
ihr alleine loszufahren oder auch mit Anfaengern an Bord zu segeln.
Weil ich's bei Manfred schon gelesen habe (Danke uebrigens fuer
Dein Klasse-Posting): Eine Rollfock habe ich auch, und halte sie
auch fuer sehr bequem beim Alleinsegeln. Fast notwendig. Empfehlenswert.

Ich glaube, dass man als Einhandsegler auf ein eigenes Boot an-
gewiesen ist, da in meinen bisherigen Chartervertraegen
(Dansk Yacht Charter, Kolding und Heide Yachtcharter, ebenfalls
Daenemark) explizit drinstand, dass ich mindestens zu zweit sein
muesse. Nun gibt es aber einer Vielzahl privater Vercharterer,
vielleicht laesst sich da was machen. (Nachfragen). Eine Haupt-
schwierigkeit koennte darin bestehen, dem Eigner des Bootes die
Angst zu nehmen, sein Boot beschaedigt zurueckzubekommen.
Weder bei meinen Einhandtouren noch sonst habe ich Kratzer
bei meinem oder anderen Booten produziert. Es geht also. Wichtig
ist auch, dass man sich auf dem Boot gut bewegen kann, da man
besonders beim An-und Ablegen evtl. mehrfach auf dem Boot hin und her
flitzen muss. Die Groesse ist fuer mich nicht ganz egal, weil ein
zu grosses Boot aussschliesslich mit dem Motor abzustoppen oder
ueberhaupt zu bewegen ist, meine ca. 1.4t schwere (eher leichte)
Neptun22 aber - wenn ich langsam fahre - gerade noch per Hand abge-
halten oder beim Ablegen weggestossen werden kann.
Ganz wichtig fuers Einhandsegeln ist die eigene Erfahrung. Ich
habe, bevor ich auf's Seesegeln umgestiegen bin, fast zwanzig
Jahre Jolle gesegelt und ziemliche Routine im instinktiv richtigen
Reagieren z.B. bei Boeen bekommen. Routine, auf die ich beim
Fahrtensegeln nicht verzichten moechte, da ich ueber das eigentliche
Segeln nicht nachzudenken brauche, mich stattdessen der Navigation,
Kontrollen von Strom, Wasser, Rigg, Luftdruck oder auch Essen und
Trinken (wichtig!) widmen kann.
Die Rettungsweste trage ich nur extrem selten, oefter hingegen den
Lifebelt, besonders wenn ich bei staerkerem Seegang mit Autopilot
fahre.
Eigentlich ist das a und o fuer mich das defensive Fahren, d.h., wenn
es draussen tobt, fahre ich selbstverstaendlich nicht raus. Segel
reffe ich nach der goldenen Reffregel (also wenn man zum _ersten_
Mal darueber nachdenkt, ob Reffen noetig sein koennte). Kann sein,
dass ich deshalb manchmal eher zu wenig Segelflaeche gesetzt habe,
ist mir aber egal, da andere Boote eh' schneller sind und ich im
Urlaub ja Zeit habe. Da die (etwas untertakelte) Kielschwert-Neptun
im Hack der Ostsee nur sehr schlecht Hoehe macht, segle ich bis
maximal 4 Bft noch gegenan, 5 und 6 Bft erlaube ich mir nur noch
auf Raumschot oder vor-den-Wind-Kursen. Die Navigation erledigt
ein GPS-Geraet, dessen angezeigten Ort ich nur noch selten ueber-
pruefe, da ich oft schon "im Gefuehl" habe, ob der GPS-Ort, den
ich in Logbuch und Karte eintrage, mit den oertlichen Gegebenheiten
(z.B. Bergkuppe, Turm, Inselhuk usw.) uebereinstimmt.
Als Autopilot habe ich seit 1 1/2 Jahren den Navico Tillerpilot 300CX,
der fuer mein 6.8m Schiffchen zwar ziemlich ueberdimensioniert ist,
aber den Vorteil hat, leise und schnell zu sein. Leider ist der Preis
zu Beginn dieses Jahres von 1000.-DM auf ca. 1250.-DM gestiegen.
Als Notfall-Sicherheit habe ich ein Handfunkgeraet, Notfall-Sprechtafeln,
damit man im Ernstfall nicht denken muss, und Seenot-Signalmittel,
alles natuerlich noch nicht gebraucht. (Das Funkgeraet aber oefter
auf vollen Akkustand und Funktion ueberprueft).
Die Fallen sind bei meinem alten Boot noch nicht in's Cockpit umgelenkt,
werde ich auch nicht nachruesten. Bisher hat das Segelsetzen, -reffen
und -bergen auch immernoch am Mast gut geklappt.
Vorm Einlaufen in die Haefen bin ich immer sehr bequem und fange
schon eine halbe Stunde(!) vorher an, die Festmacherleinen klar-
zumachen, die Fender (noch nicht "runtergeklappt") an der Reeling
zu befestigen und die Hafenkarte zu studieren. Das Einlaufen war
deshalb auch noch nie stressig. Lag ja immer alles schon bereit.
Grosszuegig dimensionierte Palstek's sind natuerlich ebenfalls in den
achterlichen Festmacherleinen, die ich dann bei der langsamen Einfahrt
in die Box nur ueberlegen muss.
Zu 98% bekomme ich sowieso immer nette Hilfe beim Ein- und Auslaufen,
weshalb ich oft schon hinten im Cockpit bleiben kann und den Helfer
auf dem Steg nur noch bitten muss, das Boot am Bugkorb auf die richtige
Distanz zu halten, waehrend ich die achterlichen Festmacher (meist
ueberkreuzt) belege. Anschliessend gehe ich nach vorne und kann in aller
Ruhe die vorlichen Festmacher belegen.
Bei meiner eigenen Dauerliegebox habe ich mir an beiden Seiten Fuehrungs-
leinen gespannt, auf denen eine Querleine an Bloecken verlaeuft, die
in der Mitte einen Karabiner hat, den ich am Bugauge einklinken kann.
So komme ich auch bei Starkwind problemlos alleine aus- und in die
Box, ohne dass der Wind den Bug seitlich wegdrueckt und es Kratzer
gibt. (Fender sind natuerlich trotzdem draussen).
Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Einhandsegeln sind ausnahmslos
gut. Gefaehrliche Situationen habe ich noch nicht erlebt und haufen-
weise nette Leute kennengelernt. Vor allem die Besitzer kleiner Boote
entpuppen sich oft als sehr herzliche Menschen.
Inzwischen ist es schon so, dass ich vorzugsweise die flachen Boxen-
plaetze aufsuche, oft nette, daenische Familien als Nachbarn habe,
anstatt mich im Bereich deutscher Hallberg-Rassy-Yachties aufzuhalten,
die oft, nicht immer, aber immer oefter, ein Benehmen haben, dass an
das Klischee von Merzedesfahrern erinnert. Am unangenehmsten sind aber
noch die coolen Yuppie-Crews. Alle Sonnenbrille, alle megacool, alle
Designeroelzeug. Maechtig imponierend und ihre eigene Karikatur.
Aber nochmal zum Einhandsegeln: Eine Rettungsinsel habe ich auf meinem
kleinen Dampfer nicht dabei, mache mir deshalb aber keine Sorgen.
Einen mittelgrossen Radarreflektor fuehre ich nur dann, wenn ich
Schiffahrtswege kreuze oder in den Bereich der Schnellfaehren komme.
Oder wenn's diesig, ungemuetlich wird. Und natuerlich nachts, sofern
ich wirklich mal nachts draussen sein sollte. (Sehr selten)
Vor zwei Jahren haben sich mal (bei diesigem Wetter und groeberer See
als vorhergesagt) suedlich von Samsoe zwei dieser Monster-
Katamaranfaehren ca. 1/2 Meile vor mir passiert. Schon mehrfach sind
mir normale Faehren noch in grosser Entfernung und ohne, dass ich
ihnen vorher mit meinem langsamen Boot aus dem Weg gehen konnte, ausgewichen.
Normalerweise entschaerfe ich moegliche Kollisionsgefahren immer sehr grosszuegig
im Anfangsstadium, wo weder ich einen grossen Umweg fahre noch der andere
(z.B. Frachter) gezwungen ist, den Kurs zu aendern (falls er es nicht
ohnehin tut).
Beim normalen (Einhand-)Segeln reicht es oft, die Pinne mithilfe einer
Kammklemme festzusetzen, um das Boot (fuer laengere Zeit) auf Kurs
zu halten.
Im letztem Jahr habe ich auch mal ausprobiert, falls ich doch mal
unbedingt gegenan muss, hart-am-Wind unter Motoreinsatz zu motorsegeln.
Geht phantastisch. Kann ich nur empfehlen.
Alles weitere bei spaeteren Mails und auf Nachfrage

Viele Gruesse und ebensolchen Mut fuer alle zukuenftigen Einhandsegler,
irgendwann war's fuer mich halt auch das erste Mal.

Jost

---
Jost Koller Institut fuer Theoretische Physik

Aart Koelewijn

unread,
Oct 17, 1998, 3:00:00 AM10/17/98
to
In article <36270BB8...@gnosys.de>,
Christos Stieglitz <chri...@gnosys.de> writes:
> Hallo,

>
> Jost Koller wrote:
>> Viele Gruesse und an unsere Theoretiker: Nur Mut zum Alleinsegeln,
>> das ist gar nicht so gefaehrlich,
>> traut euch!
>
> Soso, Alleinsegeln also......irgendwo bin ich dem Begriff schonmal
> begegnet...
> Richtig: einer meiner Vorsaetze ;-)
> Vielleicht will jemand hier von seinen Erfahrungen berichten, dann kann
> mindestens
> einer (ich) davon profitieren. Dazu waere diese NG mit postings aus der
> Praxis
> bereichert - was einige hier offensichtlich vermissen.
>
> Ich stelle ein Paar Fragen zum Thema und bin gespannt auf die Antworten
> der
> Erfahrenen:
>
> - Eigenes Schiff oder nicht? Vorausgesetzt man moechte allein segeln,
<SNIP>

> - Schiffsgroesse? moeglichst gross, damit man "sicher" ist (wie das auch
> immer
> definiert sein mag), oder moeglichst klein, damit man es mit einer
> Hand
> bedienen kann? Gibt es andere Argumente pro oder kontra eines grossen
> Schiffes (immer aus dem Blickwinkel eines Alleinseglers)?

Erfahrungen mit eigene schiffen, Kelt 620 (6,2 m) und Etap 26 (7,8 m)

> - Technik? moeglichst viel, damit man alles allein mit Hilfe der Technik
> bewaeltigen kann, oder moeglichst wenig, damit man nicht von
> Reparaturen /
> Ausfaelle abhaengig ist?

Techniek: wenn das schif gut kurs halt mit festgebunden ruder genugt
eine leine womit mann das rudder in jede beleibige position schnell
festbinden kan (Kelt 620), wenn nicht, eine steuerautomatik (Etap 26,
Autohelm 800, aber die schaft es bei windstarke 6 aufs IJselmeer auch
nicht mehr sehr gut). Nutzlich aber nicht notwendig, GPS; bin aber auch
ohne in dichter nebel schon gut zurecht gekommen, war aber anstrengend.
Rolfock macht das einhandsegeln auch leichter, bestimmt bei stark
wechselnde wind.

Segelrevier: meist IJselmeer

Grosste problem: abmehren in zu lange, schmalle box mit starker
seitenwind

Wichtig: gut im voraus ausdenken was passieren kan, was man dan tun muss
und damit zeitig anfangen.

Aart

--
Aart Koelewijn | ICQ #: 10988464
E-mail: aa...@mtack.xs4all.nl | my newsserver kills all
http://www.xs4all.nl/~mtack/ | Content-Type: multipart/* messages

mxx38...@my-dejanews.com

unread,
Oct 18, 1998, 3:00:00 AM10/18/98
to
In article <01bdf9af$5d45f220$7b15...@asterix.uni-muenster.de>,

Hallo Uwe,

das ich das noch erleben darf !!

"manche meiner Seekarten sind so alt wie ich"

Kann das noch jemand "toppen" ?

Gruss MANFRED ,`-}

-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own

Paul Lenz

unread,
Oct 18, 1998, 3:00:00 AM10/18/98
to
olaf.h...@gmx.net (Olaf Hoffmann) schrieb am 15.10.98:

> Dann lest doch die anderen Newsgroups oder startet hier einen
> Thread mit einem Euch interessierenden Thema!
> ODER GEHT SEGELN, IHR HELDEN!!

Sehr richtig. Diese Newsgroup dient dem Informationsaustausch.
S P A S S habe ich auf dem Wasser, dazu brauche ich kein Usenet.

Das Thema "Rettungswesten" interessiert mich nicht, aber es
zwingt mich ja auch keiner, diese Beiträge zu lesen, also was
soll's?

Und überhaupt: "No news are good news".


Proppi


Ich lese alle öffentlichen Antworten - bitte _keine_ PM-Kopien!
Diese Sig ist absichtlich nicht abgetrennt, weil ich bei meinem
Editor "RemoveTrailingWhite" aktiviert habe.
http://www.han.de/~proppi ** XP v3.1 R **

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to
mxx38...@my-dejanews.com wrote:
>
> das ich das noch erleben darf !!
>
> "manche meiner Seekarten sind so alt wie ich"
>
> Kann das noch jemand "toppen" ?
>
Ich versuch's mal:

- schon mal bei Nacht in ein (allerdings bekanntes) Revier OHNE Karten
nur nach Erinnerung eingelaufen ??

- schon mal mit einer Landkarte gesegelt ?? (das glaubt mir allerdings
niemand :-))

Geht alles, schliesslich wurden die Entdeckerfahrten unter schlimmeren
Bedingungen gefahren. Es gibt allerdings Gebiete, die ich mit moeglichst
neuen Karten fahre: Nachdem sich die Prickenwege in Ostfriesland
verlagert haben, habe ich mir da neue Karten geleistet. Ostsee segle ich
immer noch mit 10 Jahre alten Karten, weil sich da sehr wenig
veraendert.

-wolfram

Jost Koller

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to
mxx38...@my-dejanews.com wrote:
: In article <01bdf9af$5d45f220$7b15...@asterix.uni-muenster.de>,
: "Uwe Roettgering" <rot...@uni-muenster.de> wrote:
: "manche meiner Seekarten sind so alt wie ich"

: Hallo Uwe,
: das ich das noch erleben darf !!
: Kann das noch jemand "toppen" ?

Naja, nicht selbst erlebt. Es gab mal eine humorvolle Schilderung einer
Weltumsegelung von Shane Acton, der mit einem Caprice Sperrholzkimmkieler
um die Welt gesegelt ist. Anfangs ohne ueberhaupt zu wissen, wofuer
"die vielen Schnuere gut sind". Fast am Ende seiner Rueckkehr, vom indischen
Ozean durch das Rote Meer ins Mittelmeer, wollte er Delphi anlaufen, weil
er seinen Freunden und Verwandten dies als seine naechste Postadresse mit-
geteilt hatte. Allerdings hatte er mangels Geld im Mittelmeer nur nach einem
alten Shell-Atlas navigiert. Als er dann, wie er schreibt, in Delphi fest-
macht und zum Postamt geht, wartet dort keinerlei Post auf ihn. Etwas ent-
taeuscht geht er zum Boot zurueck, und als er abend einem Fremden sagt,
wie gut ihm Delphi gefalle, zuckt dieser nur mit den Schultern und antwortet
ihm, dass er das nicht beurteilen koenne, da er noch nie dort gewesen sei.
Wie sich herausstellte, war Shane Acton gar nicht, wie er glaubte, in
Delphi, sondern musste, um dorthin zu gelangen noch eine 30minuetige
Bustour in die Berge auf sich nehmen, wo ihn dann allerdings ein Stapel
Post erwartete.
Cheerio, Miss Sofie,

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to
Da will ich wohl mal meine 2ct zugeben...

Christos Stieglitz wrote:

> - Eigenes Schiff oder nicht? Vorausgesetzt man moechte allein segeln,

> hat aber das
> noetige Kleingeld fuer einen Schiffskauf nicht. Koennte man (genug
> Segelerfahrung vorausgesetzt) auf geliehene / gecharterte Boote
> ausweichen oder
> muss unbedingt das eigene Boot sein?
>

Wie es im 'richtigen' Chartermarkt zugeht, weiss ich nicht. Ich habe
erst mit dem eigenen Boot (9 mtr, 6 tons, Langkiel) einhand angefangen.
Vielleicht war es auch nur die Idee, das ich meinen eigenen Kram nach
Belieben zu Schrott fahren kann :-))

> - Schiffsgroesse? moeglichst gross, damit man "sicher" ist (wie das auch
> immer
> definiert sein mag), oder moeglichst klein, damit man es mit einer
> Hand
> bedienen kann? Gibt es andere Argumente pro oder kontra eines grossen
> Schiffes (immer aus dem Blickwinkel eines Alleinseglers)?
>

Bootsgroesse ist bis zum Kutter von 15 - 18 mtr (25 - 40 tons)
gleichgueltig, weil die Handhabung letztlich eine Frage der Erfahrung
ist, die man sowie lernt. ICH sehe einen Vorteil im Gewicht, weil dann
die An-/Ablegemanoever einfacher werden. Das Boot treibt nicht so
schnell, man hat Zeit, hier eine Leine zu stecken, einen Fender zu
korrigieren, etc. Andere bevorzugen Leichtgewichte, weil sie schneller
mit der Hand verholen koennen und auch sportlicher segeln wollen...

Wenn Du SEGELN willst, haengt die Bootsgroesse aus meiner Erfahrung von
der Segelgroesse ab, die Du in den Griff bekommst. Ich denke mal, das 50
qm/Segel eine Grenze sind. Wenn alle Segel zusammen dann 80 - 100 qm
ausmachen, bist Du bei ca. 12 mtr Boot...

Sicherheit ist keine Frage der Bootsgroesse, sondern der Erfahrung mit
(s)einem Boot. Man muss alles probieren und was nicht geht, laesst man
nach. Alles andere geht...

Seetuechtigkeit ist auch keine Frage der Groesse, solange das Boot
gedeckt ist und gegen Seeschlag verschottet werden kann. Es ist
allerdings so, das sich schweres Wetter auf einem grossen Boot leichter
ertragen laesst, weswegen zu Recht viele darauf verzichten, mit einem
kleinen Boot vor allem gegenan ueber 5 bis 6 Bft zu segeln.



> - Technik? moeglichst viel, damit man alles allein mit Hilfe der Technik
> bewaeltigen kann, oder moeglichst wenig, damit man nicht von
> Reparaturen /
> Ausfaelle abhaengig ist?
>

Ich bin da grundsaetzlich spartanischer Auffassung. Geraete, die ich
nicht mit Bordmitteln in den Griff bekomme, sind mir ein Greuel. Viel
wichtiger sind mir die Dinge, die Komfort bringen:

- Selbststeueranlage, damit ich auch mal schlafen kann...
- mindestens zwei schwere Anker mit langer Kette, damit ich nicht immer
in engen und vollen Marinas liegen muss...
- Beiboot, s.o.
- gute Pantry, damit auch unterwegs mal etwas gekocht werden kann...
- mechanische Navigationsmittel, damit der GPS seinen Geist aufgeben
darf (seit diesem Jahr fahre ich den Garmin 45, alles sehr
gewoehnungsbeduerftig) ...
- Ofen, damit ich nach einem harten, kalten Toern eine gemuetlich warme
und trockene Kajuete vorfinde...
- viel zu lesen und Angelzeug + Raeucherofen (neuerdings denke ich sogar
ueber eine Jagdbuechse nach)...
- gutes Oelzeug (nichts unter Offshore)
- Radio, Kassettenrecorder bzw CD-Player
- Sonnensegel fuer die heissen Tage an Deck
- Handkarren fuer schwere Kanister und Deinen Bierkasten...

Da ist keine Reihenfolge drin...

Im uebrigen glaube ich, das einhand andere Gefahren birgt:

- man muss manchmal den inneren Schweinehund ueberwinden, um dies oder
das zu tun.
- man muss VORDENKEN, nicht nachdenken.
- man muss aufpassen, dass man mit dem Alleinsein klarkommt.

-wolfram

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to
In article <19981017061213...@ngol04.aol.com>, mxx38...@aol.com
says...
>

>Technik ?
>
>NATÜRLICH !
>Es geht auch ohne, aber um welchen Preis !
>

um welchen denn ?? Ich kannte einen, der hatte sein Boot ausserordentlich
technisiert (inklusive Kameras auf den Salings). Der konnte sein Boot von der Koje
aus segeln. Was ihm allerdings gefehlt hat, waren kleine mechanische Maennchen,
die die Festmacher bedienten :-))


Ich sehe das eigentlich genau umgekehrt. Gerade, wenn ich allein segle, muss ich
mich als Ingenieur, Nautiker, Schmut, Installateur, Zimmermann, Elektr(on)iker,
Arzt, Deckshand, Tueftler, etc betaetigen. Also weg mit Technik, die ich nicht
verstehe und reparieren kann. Wenn ich Leute mitnehme, habe ich immerhin die
Chance, dass mir einer einen 17er Maulschluessel reichen kann, wenn ich in der
Bilge an der Stopfbuchse herumschraube. So muss ich ALLES vorher ueberlegen,
entsprechend mitnehmen und schliesslich beherrschen...

>Eine "gute" Selbststeueranlage ist in meinen Augen unbedingtes Muß. (Bin früher
>auf
>kleineren Booten auch "ohne" gefahren, aber was war das für ein Krampf).
>Was in diesem Zusammenhang "gut" ist, dazu würde ich auch gerne die Meinung
>anderer Solo-Segler hören ! Ich verwende eine Autohelm 6000, bin damit im
>Großen und Ganzen
>zufrieden, obwohl der Kompaß manchmal verrückt spielt. Eine Windsteuerung
>verwende
>ich nicht weil ich keine größeren Törns mehr fahre, weil ich genügend
>Batteriekapazität habe
>und weil die elektrische bequemer, genauer und und und ist.

Ein absolutes Muss, jawohl. Nichts schlimmer, als in engen Fahrwassern ueber lange
Stunden eigenhaendig an der Pinne in einem offenen Cockpit bei Regen zu sitzen und
nicht einmal wegzukoennen, weil staendig irgendwelche Frachter und Taenker
vorbeikommen und keiner richtig ausweichen kann. Nichts schoener, als auf offener
See den 'Willi' arbeiten zu lassen, ab und zu mal die Lage zu peilen und sonst in
warmer Kajuete bei Wind und Wetter zu sitzen...

Schlafen war uebrigens nie ein Thema: Man gewoehnt sich schnell einen brauchbaren
Rythmus an, mit dem man je nach Seegebiet klarkommt. Ich habe selbst zwischen
Falster/DK und dem Fahrwasser schlafen koennen (Boot beigelegt und jede halbe
Stunde die Lage gepeilt, war ich zu nahe am Fahrwasser, wieder auf die Kreuz nach
Falster hin)

Ich fahre einen Windpiloten Pacific (Windsteuerung) und bin ebenfalls zufrieden
mit einfacher Technik, Montage und Bedienbarkeit. Fuer das Flautensegeln mit
eiserner Fock wuerde ich mir allerdings einen luetten Elektroautomaten (Autohelm
800) wuenschen, weil die Windanlagen dann nichts mehr bringen. Ich hatte
vorletztes Jahr mal einen ausprobiert, der dann allerdings so sehr ein
Montagsgeraet war, dass ich schliesslich mein Geld zurueckverlangt habe...

Was meinst Du uebrigens mit 'genuegend Batteriekapazitaet' ??

>Eine Rollfock erleichtert das Leben ungemein. Ein vernünftiges Reffsystem
>ebenfalls. Lazy-Jack`s zum Segelbergen sind zu empfehlen.
>Fallenumwandlung ins Cockpit ist nützlich, aber kein Muß
>(braucht auch größeren Kraftaufwand). Elektrische Winschen
>sind super, selbstholende tun es aber auch. Durchgelattetes Groß
>aus meiner Sicht für Solo-Segler nicht empfehlenswert (Boot muß
>in der Regel zum Setzen und Bergen genau im Wind stehen, das ist
>bei Welle manchmal schwer).

Rollfocks sind praktisch und schnell zu bedienen. Trotzdem wuerde ich mir nie eine
montieren. Erstens bringen sie Gewicht dahin, wo es nicht sein darf, zweitens
neigen diese Dinge immer dann zum Ausfallen, wenn sie es nicht duerfen, drittens
muss ich sowieso nach vorn, um das Gross zu bergen und dann stoert es nicht, wenn
ich Fock und Kluever ebenfalls berge...

Lazyjacks sind ok, weil einfach. Fahrtverlust stoert wohl nur in Rekordregatten
(in 80 Tagen um die Welt)...

Umgelenkte Fallen mag ich nicht. Erstens liegen da lauter Stolperleinen herum,
Zweitens (wie Du schon sagst) erfordern sie mehr Kraft und drittens besteht
Verwechslungsgefahr, wenn doch mal Mitsegler an Bord sind. Da ich meine Vorsegel
sowieso wechseln muss, komme ich mit am Mast belegten Fallen wesentlich besser
klar...

Elektrische Winschen ?? Wie gross muessen denn da die Batterien werden ??

Zu Latten habe ich keine Meinung. Ich fahre keine und will auch keine, weil ich
mein Gross dann nicht mehr ordentlich bedienen kann...

Ich meine jedoch, das Kuttertakelung Vorteile bringt, weil man sich mit
unterteilten, also kleineren Segelflaechen lange nicht so abplacken muss wie mit
einer riesigen Genua oder Blister oder...



>Navigationselektronik jeglicher Coleur erleichtert das Leben
>(ein Kartenplotter ist recht nützlich), aber ich bin auch schon
>Einhand gesegelt als es noch kein GPS gab und ich nicht wußte
>was Decca war und auch kein Telefon hatte.
>

Das ist sicherlich auch gegangen. Wie ich in einem anderen Posting erwaehnte,
fahre ich dieses Jahr zum ersten Mal einen GPS (Garmin 45). Ziemlich irritierend,
wenn man gerade die Schluesseltonne uebersegelt und weit und breit nichts zu sehen
ist, auf der Amrumbank die Untiefentonnen fehlen, Helgoland 5 sm vorher nicht zu
erkennen ist, ich mich lt GPS in der Mittelrinne befinde und dennoch gerade dabei
bin, auf die Wangerooger Buhne A aufzulaufen...

Vielleicht mache ich ja etwas falsch, aber mit Kompass, Lot und Sextanten habe ich
mich sicherer gefuehlt...

>...


>Für jemand, den das Einhandsegeln interessiert zwei Buchempfehlungen:
>
>Hal Roth: Jede Etappe ein Sieg(im Einhand-Rennen um die Welt)
>
>Rudolf Wagner: Weit voraus liegt Antigua(Direktreise Einhand mit
>einem Kat vor 30 Jahren von GB nach Karibik nonstop).
>

Und natuerlich Slocum: Allein um die Welt
auch Moitessier: Der verschenkte Sieg.

>Zum Abschluß dieser unendlichen Geschichte bitte ich um Zurückhaltung
>der bekannten Theoretiker, damit die tatsächlichen Solosegler nicht sofort den
>Mut verlieren ob der Intoleranz der Besserwisser.
>

Erstens wirst Du das nicht verhindern koennen und zweitens, warum auch ? Ich
denke, dass alle, die etwas zum Einhandsegeln erzaehlen wollen, auch etwas
erzaehlen sollen. Damit schliesse ich Theoretiker ein, die sich u.U. ihre Gedanken
ueber das Einhandsegeln gemacht haben und durchaus begruenden koennen, warum sie
es nicht tun.

Ich habe da mal vor langer Zeit etwas gelernt:

Theorie ist, wenn man alles weiss und nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles funktioniert und keiner weiss, warum.

Von hier aus kann ich nur allen, die es probieren wollen, anraten, es auch zu tun.
Es ist weniger schwer, als viele denken und die Probleme damit liegen weniger im
technischen/seemaenischen als eher anderswo.

-wolfram

MXX3837795

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to

Im Artikel <362B0FDA...@zedat.fu-berlin.de>, Wolfram Fassbender
<wo...@zedat.fu-berlin.de> schreibt:

>
>Wenn Du SEGELN willst, haengt die Bootsgroesse aus meiner Erfahrung von
>der Segelgroesse ab, die Du in den Griff bekommst. Ich denke mal, das 50
>qm/Segel eine Grenze sind. Wenn alle Segel zusammen dann 80 - 100 qm
>ausmachen, bist Du bei ca. 12 mtr Boot...

Solosegeln von der Segelgröße abhängig zu machen, scheint mir nicht
richtig. Handhabung der Segel ist MEINER Meinung nicht nur von der Größe
abhängig, sondern auch vom Material (altes und schweres Tuch oder moderne
leichte Segel), von der pysischen Konstitution des Seglers (kenne einige
die nach 40 Jahren Segelei auf Motorboot umgesattelt sind, weil sie dem
Alter Tribut zollen mußten) und von der Technik (moderne und ausgereifte
Rollsysteme). Segelgröße an sich ist relativ, ich selbst fahre z.B.
meinen 120 qm Spi auch einhand, muß halt etwas vorausgedacht
werden und dauert natürlich auch länger. Die modernen Rollfockanlagen
sind ziemlich ausgereift (man sollte allerdings auf Qualität achten > die
hat seinen Preis). Auch sollte man nicht nur eine Genua für alle Fälle
benutzen, die ist dann schnell hin. Also auch bei Rollfockanlagen
immer die "richtigen" Segel für den jeweiligen Wind benutzen. Und sollten
einmal ausgereifte Rollanlagen fürs Groß auf den Markt kommen, so
wäre das meine erste Anschaffung. Da ich gerne sportlich segele,
taugen die heutigen Anlagen nicht für mich, aber wenn Du mal als
Solosegler so eine Anlage kennengelernt hast, weißt Du was das
für eine Erleichterung ist.

>
>Sicherheit ist keine Frage der Bootsgroesse, sondern der Erfahrung mit
>(s)einem Boot. Man muss alles probieren und was nicht geht, laesst man
>nach. Alles andere geht...

Richtig


>
>Seetuechtigkeit ist auch keine Frage der Groesse, solange das Boot
>gedeckt ist und gegen Seeschlag verschottet werden kann. Es ist
>allerdings so, das sich schweres Wetter auf einem grossen Boot leichter
>ertragen laesst, weswegen zu Recht viele darauf verzichten, mit einem
>kleinen Boot vor allem gegenan ueber 5 bis 6 Bft zu segeln.

Sollte man grundsätzlich nicht machen. Ist nicht gut für Boot, Segel
und einen selbst. Und überhaupt: Seeschlag ? Hörst Du keinen
Wetterbericht ? Bist Du Masochist ? Segeln bei schwerem Wetter ?
Das machen doch nur Anfänger !


>
>> - Technik? moeglichst viel, damit man alles allein mit Hilfe der Technik
>> bewaeltigen kann, oder moeglichst wenig, damit man nicht von
>> Reparaturen /
>> Ausfaelle abhaengig ist?
>>
>Ich bin da grundsaetzlich spartanischer Auffassung. Geraete, die ich
>nicht mit Bordmitteln in den Griff bekomme, sind mir ein Greuel. Viel
>wichtiger sind mir die Dinge, die Komfort bringen:
>
>- Selbststeueranlage, damit ich auch mal schlafen kann...

Ist das keine Technik ? DAS wichtigste Gerät für einen Solo-Segler
überhaupt ! Welchen Autopilot hast Du und wie bist Du damit zufrieden ?

>- mindestens zwei schwere Anker mit langer Kette, damit ich nicht immer
>in engen und vollen Marinas liegen muss...
>- Beiboot, s.o.
>- gute Pantry, damit auch unterwegs mal etwas gekocht werden kann...

Ist nicht spezifisch für Solosegler, trotzdem empfehlenswert.
Beiboot sehr wichtig, nicht nur als Biertransporter sondern
auch zur Pflege sozialer Kontakte.

>- mechanische Navigationsmittel, damit der GPS seinen Geist aufgeben
>darf (seit diesem Jahr fahre ich den Garmin 45, alles sehr
>gewoehnungsbeduerftig) ...

Ist doch selbstverständlich.

>- Ofen, damit ich nach einem harten, kalten Toern eine gemuetlich warme
>und trockene Kajuete vorfinde...
>- viel zu lesen und Angelzeug + Raeucherofen (neuerdings denke ich sogar
>ueber eine Jagdbuechse nach)...
>- gutes Oelzeug (nichts unter Offshore)
>- Radio, Kassettenrecorder bzw CD-Player
>- Sonnensegel fuer die heissen Tage an Deck
>- Handkarren fuer schwere Kanister und Deinen Bierkasten...

Alles o.k., aber Jagdbuechse, was hast Du vor ?


>
>Da ist keine Reihenfolge drin...
>
>Im uebrigen glaube ich, das einhand andere Gefahren birgt:
>
>- man muss manchmal den inneren Schweinehund ueberwinden, um dies oder
>das zu tun.
>- man muss VORDENKEN, nicht nachdenken.
>- man muss aufpassen, dass man mit dem Alleinsein klarkommt.

Vordenken (und handeln) ist DAS Credo des Solosegelns, gehe da
ganz konform.
Psychologie der Einhandsegelei ist ein Problem, sind oft verschrobene
Typen dabei. Habe damit keine Probleme, betreibe z.Z. eine "softe"
Variante der Einhandsegelei, das heißt ich fahre mit meiner Frau
zum Boot, sie geht shopping, ich geh segeln und abends bin
ich wieder zurück. Mein Liegeplatz ist mitten in der City in einem großen
Seehafen, da kommt jeder auf seine Kosten. Auch segle ich nicht immer
Einhand, aber ich genieße es halt, bei warmen Südwind und nicht zu
ruppiger See unter Spi meine Bahn zu ziehen, auf dem Vordeck liegen,
Musik zu hören und meine Ruhe zu haben.

Grüße an alle Solosegler, natürlich auch an die Anderen.
Besonders auch an Jost

Manfred

>--------------------Headers-----------------------
>
>Path:

MXX3837795

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to

Im Artikel <70fs0d$bfb$1...@news.cs.tu-berlin.de>, wo...@zedat.fu-berlin.de
(Wolfram Fassbender) schreibt:

>
>>Technik ?
>>
>>NATÜRLICH !
>>Es geht auch ohne, aber um welchen Preis !
>>
>um welchen denn ?? Ich kannte einen, der hatte sein Boot ausserordentlich
>technisiert (inklusive Kameras auf den Salings). Der konnte sein Boot von der
>Koje
>aus segeln. Was ihm allerdings gefehlt hat, waren kleine mechanische
>Maennchen,
>die die Festmacher bedienten :-))

Also DAS habe ich in meiner "kurzen" Seglerlaufbahn noch nicht

gesehen.

>
>
>Ich sehe das eigentlich genau umgekehrt. Gerade, wenn ich allein segle, muss
>ich
>mich als Ingenieur, Nautiker, Schmut, Installateur, Zimmermann,
>Elektr(on)iker,
>Arzt, Deckshand, Tueftler, etc betaetigen. Also weg mit Technik, die ich
>nicht
>verstehe und reparieren kann. Wenn ich Leute mitnehme, habe ich immerhin die
>Chance, dass mir einer einen 17er Maulschluessel reichen kann, wenn ich in
>der
>Bilge an der Stopfbuchse herumschraube. So muss ich ALLES vorher ueberlegen,
>entsprechend mitnehmen und schliesslich beherrschen...


Vieleicht übertreibst Du etwas ?

>
>>Eine "gute" Selbststeueranlage ist in meinen Augen unbedingtes Muß. (Bin
>früher
>>auf
>>kleineren Booten auch "ohne" gefahren, aber was war das für ein Krampf).
>>Was in diesem Zusammenhang "gut" ist, dazu würde ich auch gerne die Meinung
>>anderer Solo-Segler hören ! Ich verwende eine Autohelm 6000, bin damit im
>>Großen und Ganzen
>>zufrieden, obwohl der Kompaß manchmal verrückt spielt. Eine Windsteuerung
>>verwende
>>ich nicht weil ich keine größeren Törns mehr fahre, weil ich genügend
>>Batteriekapazität habe
>>und weil die elektrische bequemer, genauer und und und ist.
>
>Ein absolutes Muss, jawohl. Nichts schlimmer, als in engen Fahrwassern ueber
>lange
>Stunden eigenhaendig an der Pinne in einem offenen Cockpit bei Regen zu
>sitzen und
>nicht einmal wegzukoennen, weil staendig irgendwelche Frachter und Taenker
>vorbeikommen und keiner richtig ausweichen kann. Nichts schoener, als auf
>offener
>See den 'Willi' arbeiten zu lassen, ab und zu mal die Lage zu peilen und
>sonst in
>warmer Kajuete bei Wind und Wetter zu sitzen...

Na also, geht doch ! Nur eins, in engen Fahrwassern solltest Du Dich nicht
auf eine Automatk verlassen ! Und überhaupt, warum fährst Du bei Regen ?

>
>Schlafen war uebrigens nie ein Thema: Man gewoehnt sich schnell einen
>brauchbaren
>Rythmus an, mit dem man je nach Seegebiet klarkommt. Ich habe selbst zwischen
>
>Falster/DK und dem Fahrwasser schlafen koennen (Boot beigelegt und jede halbe
>
>Stunde die Lage gepeilt, war ich zu nahe am Fahrwasser, wieder auf die Kreuz
>nach
>Falster hin)
>
>Ich fahre einen Windpiloten Pacific (Windsteuerung) und bin ebenfalls
>zufrieden
>mit einfacher Technik, Montage und Bedienbarkeit. Fuer das Flautensegeln mit
>eiserner Fock wuerde ich mir allerdings einen luetten Elektroautomaten
>(Autohelm
>800) wuenschen, weil die Windanlagen dann nichts mehr bringen. Ich hatte
>vorletztes Jahr mal einen ausprobiert, der dann allerdings so sehr ein
>Montagsgeraet war, dass ich schliesslich mein Geld zurueckverlangt habe...

Habe ich das richtig verstanden, Du fährst einen Langkieler von 6 to. ?
Und das willst Du mit einem Autohelm 800 steuern ?
Das war kein Montagsgerät, das war Deine fehlerhafte Auswahl !

>
>Was meinst Du uebrigens mit 'genuegend Batteriekapazitaet' ??


Welche Frage. Jetzt kommt mir doch der Verdacht, auch im Zusammenhang
mit dem zuvor gesagten, daß Du vieleicht keine Ahnung hast.

>
>>Eine Rollfock erleichtert das Leben ungemein. Ein vernünftiges Reffsystem
>>ebenfalls. Lazy-Jack`s zum Segelbergen sind zu empfehlen.
>>Fallenumwandlung ins Cockpit ist nützlich, aber kein Muß
>>(braucht auch größeren Kraftaufwand). Elektrische Winschen
>>sind super, selbstholende tun es aber auch. Durchgelattetes Groß
>>aus meiner Sicht für Solo-Segler nicht empfehlenswert (Boot muß
>>in der Regel zum Setzen und Bergen genau im Wind stehen, das ist
>>bei Welle manchmal schwer).
>
>Rollfocks sind praktisch und schnell zu bedienen. Trotzdem wuerde ich mir nie
>eine
>montieren. Erstens bringen sie Gewicht dahin, wo es nicht sein darf, zweitens
>
>neigen diese Dinge immer dann zum Ausfallen, wenn sie es nicht duerfen,
>drittens
>muss ich sowieso nach vorn, um das Gross zu bergen und dann stoert es nicht,
>wenn
>ich Fock und Kluever ebenfalls berge...

Sorry, das sind Argumente der ewig Gestrigen !


>
>Lazyjacks sind ok, weil einfach. Fahrtverlust stoert wohl nur in
>Rekordregatten
>(in 80 Tagen um die Welt)...
>
>Umgelenkte Fallen mag ich nicht. Erstens liegen da lauter Stolperleinen
>herum,
>Zweitens (wie Du schon sagst) erfordern sie mehr Kraft und drittens besteht
>Verwechslungsgefahr, wenn doch mal Mitsegler an Bord sind. Da ich meine
>Vorsegel
>sowieso wechseln muss, komme ich mit am Mast belegten Fallen wesentlich
>besser
>klar...

Sind aber ungemein praktisch.

>
>Elektrische Winschen ?? Wie gross muessen denn da die Batterien werden ??


Halt groß genug. Bei mir 480 Amp.

>
>Zu Latten habe ich keine Meinung. Ich fahre keine und will auch keine, weil
>ich
>mein Gross dann nicht mehr ordentlich bedienen kann...
>
>Ich meine jedoch, das Kuttertakelung Vorteile bringt, weil man sich mit
>unterteilten, also kleineren Segelflaechen lange nicht so abplacken muss wie
>mit
>einer riesigen Genua oder Blister oder...


Alles relativ. Auch hier verbessert Technik (Rollfock) und modernes Tuch
vieles.

>
>>Navigationselektronik jeglicher Coleur erleichtert das Leben
>>(ein Kartenplotter ist recht nützlich), aber ich bin auch schon
>>Einhand gesegelt als es noch kein GPS gab und ich nicht wußte
>>was Decca war und auch kein Telefon hatte.
>>
>Das ist sicherlich auch gegangen. Wie ich in einem anderen Posting erwaehnte,
>
>fahre ich dieses Jahr zum ersten Mal einen GPS (Garmin 45). Ziemlich
>irritierend,
>wenn man gerade die Schluesseltonne uebersegelt und weit und breit nichts zu
>sehen
>ist, auf der Amrumbank die Untiefentonnen fehlen, Helgoland 5 sm vorher nicht
>zu
>erkennen ist, ich mich lt GPS in der Mittelrinne befinde und dennoch gerade
>dabei
>bin, auf die Wangerooger Buhne A aufzulaufen...
>
>Vielleicht mache ich ja etwas falsch, aber mit Kompass, Lot und Sextanten
>habe ich
>mich sicherer gefuehlt...


Da machst Du garantiert was falsch. Und überhaupt: Lot ? Das gibt es noch ?

>
>>...
>>Für jemand, den das Einhandsegeln interessiert zwei Buchempfehlungen:
>>
>>Hal Roth: Jede Etappe ein Sieg(im Einhand-Rennen um die Welt)
>>
>>Rudolf Wagner: Weit voraus liegt Antigua(Direktreise Einhand mit
>>einem Kat vor 30 Jahren von GB nach Karibik nonstop).
>>
>Und natuerlich Slocum: Allein um die Welt
>auch Moitessier: Der verschenkte Sieg.
>
>>Zum Abschluß dieser unendlichen Geschichte bitte ich um Zurückhaltung
>>der bekannten Theoretiker, damit die tatsächlichen Solosegler nicht sofort
>den
>>Mut verlieren ob der Intoleranz der Besserwisser.
>>
>Erstens wirst Du das nicht verhindern koennen und zweitens, warum auch ? Ich
>denke, dass alle, die etwas zum Einhandsegeln erzaehlen wollen, auch etwas
>erzaehlen sollen. Damit schliesse ich Theoretiker ein, die sich u.U. ihre
>Gedanken
>ueber das Einhandsegeln gemacht haben und durchaus begruenden koennen, warum
>sie
>es nicht tun.


Das ist ja gerade der Punkt dieser Diskussion: Provokation oder nicht ?
Geht hier nicht um Einhandsegeln. Kritikpunkt war doch, daß sich hier
in der NG zu viele Spinner zu Wort melden und diejenigen abschrecken
die "vieleicht" Interessantes mitzuteilen haben. Als ich dieses neue Medium
kennenlernte, dachte ich naiv, dies ist eine tolle Sache, da kann man sich
als Segler austauschen. Nachdem ich aber über ein Jahr diese Beiträge
hier gelesen habe, bin ich anderer Meinung. Anscheinend bin ich da NICHT
der Einzige wie diese Diskussion zeigt. Wie ich schon sagte, ich kenne
andere Segler NG`s, da geht es interessanter (und informativer) zu.

>
>Ich habe da mal vor langer Zeit etwas gelernt:
>
>Theorie ist, wenn man alles weiss und nichts funktioniert.
>Praxis ist, wenn alles funktioniert und keiner weiss, warum.
>
>Von hier aus kann ich nur allen, die es probieren wollen, anraten, es auch zu
>tun.
>Es ist weniger schwer, als viele denken und die Probleme damit liegen weniger
>im
>technischen/seemaenischen als eher anderswo.


Hoffentlich nicht anderswo !


>
>-wolfram


Gruß

Manfred
>
>
>
>--------------------Headers-----------------------
>

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
MXX3837795 wrote:
>
> Im Artikel <70fs0d$bfb$1...@news.cs.tu-berlin.de>, wo...@zedat.fu-berlin.de
> (Wolfram Fassbender) schreibt:
> >
> >>Technik ?
> >>
> >>NATÜRLICH !
> >>Es geht auch ohne, aber um welchen Preis !
> >>
> >um welchen denn ?? Ich kannte einen, der hatte sein Boot ausserordentlich
> >technisiert (inklusive Kameras auf den Salings). Der konnte sein Boot von der
> >Koje
> >aus segeln. Was ihm allerdings gefehlt hat, waren kleine mechanische
> >Maennchen,
> >die die Festmacher bedienten :-))
>
> Also DAS habe ich in meiner "kurzen" Seglerlaufbahn noch nicht
> gesehen.
>
Ich habe das vorher auch noch nicht gesehen. Bis zu dem automatischen
Trimaran war das der Hoehepunkt der HiTec fuer mich. Aber es soll ganz
gut funktionieren, wurde mir versichert...

> >
> >Ich sehe das eigentlich genau umgekehrt. Gerade, wenn ich allein segle, muss
> >ich
> >mich als Ingenieur, Nautiker, Schmut, Installateur, Zimmermann,
> >Elektr(on)iker,
> >Arzt, Deckshand, Tueftler, etc betaetigen. Also weg mit Technik, die ich
> >nicht
> >verstehe und reparieren kann. Wenn ich Leute mitnehme, habe ich immerhin die
> >Chance, dass mir einer einen 17er Maulschluessel reichen kann, wenn ich in
> >der
> >Bilge an der Stopfbuchse herumschraube. So muss ich ALLES vorher ueberlegen,
> >entsprechend mitnehmen und schliesslich beherrschen...
>
> Vieleicht übertreibst Du etwas ?
>

Mag sein. Dennoch moechte ich mein Boot und seine Technik beherrschen,
nicht davon beherrscht werden...

> >
> >>Eine "gute" Selbststeueranlage ist in meinen Augen unbedingtes Muß. (Bin
> >früher
> >>auf
> >>kleineren Booten auch "ohne" gefahren, aber was war das für ein Krampf).
> >>Was in diesem Zusammenhang "gut" ist, dazu würde ich auch gerne die Meinung
> >>anderer Solo-Segler hören ! Ich verwende eine Autohelm 6000, bin damit im
> >>Großen und Ganzen
> >>zufrieden, obwohl der Kompaß manchmal verrückt spielt. Eine Windsteuerung
> >>verwende
> >>ich nicht weil ich keine größeren Törns mehr fahre, weil ich genügend
> >>Batteriekapazität habe
> >>und weil die elektrische bequemer, genauer und und und ist.
> >
> >Ein absolutes Muss, jawohl. Nichts schlimmer, als in engen Fahrwassern ueber
> >lange
> >Stunden eigenhaendig an der Pinne in einem offenen Cockpit bei Regen zu
> >sitzen und
> >nicht einmal wegzukoennen, weil staendig irgendwelche Frachter und Taenker
> >vorbeikommen und keiner richtig ausweichen kann. Nichts schoener, als auf
> >offener
> >See den 'Willi' arbeiten zu lassen, ab und zu mal die Lage zu peilen und
> >sonst in
> >warmer Kajuete bei Wind und Wetter zu sitzen...
>
> Na also, geht doch ! Nur eins, in engen Fahrwassern solltest Du Dich nicht
> auf eine Automatk verlassen ! Und überhaupt, warum fährst Du bei Regen ?
>

Klar geht's. Was dachtest Du ?? In engen Fahrwassern moechte ich mal
'runter und mir einen Kaffee kochen und dann picke ich natuerlich die
Anlage ein. Und im Regen zu fahren suche ich mir nicht aus, kann es aber
manchmal nicht verhindern :-))

...


> >Ich fahre einen Windpiloten Pacific (Windsteuerung) und bin ebenfalls
> >zufrieden
> >mit einfacher Technik, Montage und Bedienbarkeit. Fuer das Flautensegeln mit
> >eiserner Fock wuerde ich mir allerdings einen luetten Elektroautomaten
> >(Autohelm
> >800) wuenschen, weil die Windanlagen dann nichts mehr bringen. Ich hatte
> >vorletztes Jahr mal einen ausprobiert, der dann allerdings so sehr ein
> >Montagsgeraet war, dass ich schliesslich mein Geld zurueckverlangt habe...
>
> Habe ich das richtig verstanden, Du fährst einen Langkieler von 6 to. ?

Ja.

> Und das willst Du mit einem Autohelm 800 steuern ?

Ja.

> Das war kein Montagsgerät, das war Deine fehlerhafte Auswahl !

Nein.
Der Automat sollte die Windanlage steuern, die wiederum das Boot. Wo ist
das Thema ??

Uebrigens. wie ist denn eigentlich die Genauigkeit Deines Autohelms ??
(Meiner macht bei moderatem Seegang auf fast allen Kursen +/- 5 Grd, ab
1-2 Bft wird mein Willi schwierig im Trimm)

> >
> >Was meinst Du uebrigens mit 'genuegend Batteriekapazitaet' ??
>
> Welche Frage. Jetzt kommt mir doch der Verdacht, auch im Zusammenhang
> mit dem zuvor gesagten, daß Du vieleicht keine Ahnung hast.
>

Mag sein, dass ich keine Ahnung habe. Deine Meinung zu DIESEM Thema
interessiert mich nicht besonders. Meine Frage war einfach, wieviel Ah
genuegend sind fuer Deine Luxusansprueche mit Elektrowinschen,
Autopiloten, evtl elektr. Ankerwinsch, Kuehlschrank, elektr.
Rollsystemen, etc, etc. Man kann ja Strom ohne Ende verbrauchen auf
einem Boot.



> >
> >>Eine Rollfock erleichtert das Leben ungemein. Ein vernünftiges Reffsystem
> >>ebenfalls. Lazy-Jack`s zum Segelbergen sind zu empfehlen.
> >>Fallenumwandlung ins Cockpit ist nützlich, aber kein Muß
> >>(braucht auch größeren Kraftaufwand). Elektrische Winschen
> >>sind super, selbstholende tun es aber auch. Durchgelattetes Groß
> >>aus meiner Sicht für Solo-Segler nicht empfehlenswert (Boot muß
> >>in der Regel zum Setzen und Bergen genau im Wind stehen, das ist
> >>bei Welle manchmal schwer).
> >
> >Rollfocks sind praktisch und schnell zu bedienen. Trotzdem wuerde ich mir nie
> >eine
> >montieren. Erstens bringen sie Gewicht dahin, wo es nicht sein darf, zweitens
> >
> >neigen diese Dinge immer dann zum Ausfallen, wenn sie es nicht duerfen,
> >drittens
> >muss ich sowieso nach vorn, um das Gross zu bergen und dann stoert es nicht,
> >wenn
> >ich Fock und Kluever ebenfalls berge...
>
>
> Sorry, das sind Argumente der ewig Gestrigen !
>

Und derjenigen, die sich nicht abhaengig machen wollen. Wenn Du abends
wieder in Deinen grossen Seehafen faehrst, hast Du alle Deine Ausruester
zur Hand nach dem Motto: "ich gebe der Werft eine Generalvollmacht".
Danke fuer's Mitspielen...

...

>> >Umgelenkte Fallen mag ich nicht. Erstens liegen da lauter Stolperleinen
> >herum,
> >Zweitens (wie Du schon sagst) erfordern sie mehr Kraft und drittens besteht
> >Verwechslungsgefahr, wenn doch mal Mitsegler an Bord sind. Da ich meine
> >Vorsegel
> >sowieso wechseln muss, komme ich mit am Mast belegten Fallen wesentlich
> >besser
> >klar...
>
> Sind aber ungemein praktisch.
>

stimmt. Stelle ich auch immer wieder fest. Trotzdem bleibe ich dabei.



> >
> >Elektrische Winschen ?? Wie gross muessen denn da die Batterien werden ??
>
> Halt groß genug. Bei mir 480 Amp.
>

Klar, mit Landanschluss ueber die Woche und computergesteuertem
Ladeautomaten kein Thema...

...


> >Vielleicht mache ich ja etwas falsch, aber mit Kompass, Lot und Sextanten
> >habe ich
> >mich sicherer gefuehlt...
>
> Da machst Du garantiert was falsch. Und überhaupt: Lot ? Das gibt es noch ?
>

Natuerlich, hast Du keins ? Kein Echo ? Nicht mal ein Handlot ? Keine
Navi nach Tiefen ?? Was soll ich nun dazu sagen ??

...


> >>Zum Abschluß dieser unendlichen Geschichte bitte ich um Zurückhaltung
> >>der bekannten Theoretiker, damit die tatsächlichen Solosegler nicht sofort
> >den
> >>Mut verlieren ob der Intoleranz der Besserwisser.
> >>
> >Erstens wirst Du das nicht verhindern koennen und zweitens, warum auch ? Ich
> >denke, dass alle, die etwas zum Einhandsegeln erzaehlen wollen, auch etwas
> >erzaehlen sollen. Damit schliesse ich Theoretiker ein, die sich u.U. ihre
> >Gedanken
> >ueber das Einhandsegeln gemacht haben und durchaus begruenden koennen, warum
> >sie
> >es nicht tun.

> Das ist ja gerade der Punkt dieser Diskussion: Provokation oder nicht ?
> Geht hier nicht um Einhandsegeln. Kritikpunkt war doch, daß sich hier
> in der NG zu viele Spinner zu Wort melden und diejenigen abschrecken
> die "vieleicht" Interessantes mitzuteilen haben. Als ich dieses neue Medium
> kennenlernte, dachte ich naiv, dies ist eine tolle Sache, da kann man sich
> als Segler austauschen. Nachdem ich aber über ein Jahr diese Beiträge
> hier gelesen habe, bin ich anderer Meinung. Anscheinend bin ich da NICHT
> der Einzige wie diese Diskussion zeigt. Wie ich schon sagte, ich kenne
> andere Segler NG`s, da geht es interessanter (und informativer) zu.

Inzwischen hat sich das Thema entwickelt, nicht zuletzt dank Deiner
Hilfe.

Im Uebrigen ist eine nicht moderierte NG eine oeffentlich Angelegenheit
an der JEDER teilhaben kann aber nicht muss

-wolfram

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to

Ja, ist ein Ansatz, insbesondere Alter und Konstitution. Was die
Rollsysteme betrifft, wuerde ICH so etwas nicht auf meinem Boot
installieren. Aber jedem das Seine :-))

...


> >Seetuechtigkeit ist auch keine Frage der Groesse, solange das Boot
> >gedeckt ist und gegen Seeschlag verschottet werden kann. Es ist
> >allerdings so, das sich schweres Wetter auf einem grossen Boot leichter
> >ertragen laesst, weswegen zu Recht viele darauf verzichten, mit einem
> >kleinen Boot vor allem gegenan ueber 5 bis 6 Bft zu segeln.
>
> Sollte man grundsätzlich nicht machen. Ist nicht gut für Boot, Segel
> und einen selbst. Und überhaupt: Seeschlag ? Hörst Du keinen
> Wetterbericht ? Bist Du Masochist ? Segeln bei schwerem Wetter ?
> Das machen doch nur Anfänger !

Was sagt Dir denn der Wetterbericht ?? Der allein tut es ja wohl nicht,
weil Wetter haeufig eine lokale Sache ist. Ausserdem denke ich, dass 5
Bft auf raumem Kurs anders wirken als gegenan, oder ? Was den
Masochisten betrifft, verstehe ich die Frage nicht. Und wann beginnt
schweres Wetter ?? Das ist doch wohl unter anderem eine Frage der
Schiffsgroesse. Und schliesslich KOENNTE es ja Situationen geben, in
denen man mit dem Wetter fertig werden muss, was gerade da ist. Das
schliesst ja etwas mehr Wind nicht aus. So etwas passiert selbst in
ueberschaubaren Revieren wie Ijssel- oder Wattenmeer oder in der
daenischen Suedsee...

> >> - Technik? moeglichst viel, damit man alles allein mit Hilfe der Technik
> >> bewaeltigen kann, oder moeglichst wenig, damit man nicht von
> >> Reparaturen /
> >> Ausfaelle abhaengig ist?
> >>
> >Ich bin da grundsaetzlich spartanischer Auffassung. Geraete, die ich
> >nicht mit Bordmitteln in den Griff bekomme, sind mir ein Greuel. Viel
> >wichtiger sind mir die Dinge, die Komfort bringen:
> >
> >- Selbststeueranlage, damit ich auch mal schlafen kann...
>
> Ist das keine Technik ? DAS wichtigste Gerät für einen Solo-Segler
> überhaupt ! Welchen Autopilot hast Du und wie bist Du damit zufrieden ?

Windpilot Pacific (Pendelsystem). Bin sehr zufrieden damit. Ich suche
noch einen kleinen Elektroautomaten, der die Windfahne steuert, die dann
mein Boot steuern tut. Bei Flaute tun es die Windsteuerungen leider
nicht. Doch, Technik ist das auch, aber nicht viel und das war ja die
Frage: HiTec oder LoTec ?

> >- mindestens zwei schwere Anker mit langer Kette, damit ich nicht immer
> >in engen und vollen Marinas liegen muss...
> >- Beiboot, s.o.
> >- gute Pantry, damit auch unterwegs mal etwas gekocht werden kann...
>
> Ist nicht spezifisch für Solosegler, trotzdem empfehlenswert.

Die Idee hierbei war eher, auch unter Seebedingungen ein akzeptables
Essen hinzubekommen und nicht nur einfach Dosenfutter bzw ein paar
Stullen aufzubereiten.

> Beiboot sehr wichtig, nicht nur als Biertransporter sondern
> auch zur Pflege sozialer Kontakte.

So ist es.

> >- mechanische Navigationsmittel, damit der GPS seinen Geist aufgeben
> >darf (seit diesem Jahr fahre ich den Garmin 45, alles sehr
> >gewoehnungsbeduerftig) ...
>
> Ist doch selbstverständlich.
>

Na ja, wenn Du alles hier verfolgt hast, bin ich nicht so sicher, ob die
traditionelle Navigation wirklich gepflegt wird...

...
> >- viel zu lesen und Angelzeug + Raeucherofen (neuerdings denke ich sogar
> >ueber eine Jagdbuechse nach)...

> Alles o.k., aber Jagdbuechse, was hast Du vor ?

...

Na, jagen. Anderswo geht das einfacher als hier in Deutschland. Und mal
ein Karnickel oder einen Hasen...

...


> >- man muss manchmal den inneren Schweinehund ueberwinden, um dies oder
> >das zu tun.
> >- man muss VORDENKEN, nicht nachdenken.
> >- man muss aufpassen, dass man mit dem Alleinsein klarkommt.
>
> Vordenken (und handeln) ist DAS Credo des Solosegelns, gehe da
> ganz konform.
> Psychologie der Einhandsegelei ist ein Problem, sind oft verschrobene
> Typen dabei. Habe damit keine Probleme, betreibe z.Z. eine "softe"
> Variante der Einhandsegelei, das heißt ich fahre mit meiner Frau
> zum Boot, sie geht shopping, ich geh segeln und abends bin
> ich wieder zurück. Mein Liegeplatz ist mitten in der City in einem großen
> Seehafen, da kommt jeder auf seine Kosten. Auch segle ich nicht immer
> Einhand, aber ich genieße es halt, bei warmen Südwind und nicht zu
> ruppiger See unter Spi meine Bahn zu ziehen, auf dem Vordeck liegen,
> Musik zu hören und meine Ruhe zu haben.
>

Easy livin' ??

-wolfram

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Jost Koller wrote:

... (valuable stuff cut) ...

> Viele Gruesse und ebensolchen Mut fuer alle zukuenftigen Einhandsegler,
> irgendwann war's fuer mich halt auch das erste Mal.

Bis auf Details volle Zustimmung und spricht mir aus der Seele...

-wolfram

Michael Staats

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) writes:


>Im Artikel <362B0FDA...@zedat.fu-berlin.de>, Wolfram Fassbender
><wo...@zedat.fu-berlin.de> schreibt:

>>allerdings so, das sich schweres Wetter auf einem grossen Boot leichter


>>ertragen laesst, weswegen zu Recht viele darauf verzichten, mit einem
>>kleinen Boot vor allem gegenan ueber 5 bis 6 Bft zu segeln.

>Sollte man grundsätzlich nicht machen. Ist nicht gut für Boot, Segel
>und einen selbst. Und überhaupt: Seeschlag ? Hörst Du keinen
>Wetterbericht ? Bist Du Masochist ? Segeln bei schwerem Wetter ?
>Das machen doch nur Anfänger !

Oder Charterer, die über begrenzte Zeit verfügen, viel Geld ausgegeben
haben und Segeln wollen, und ggf. erst nach dem halben Törn in
"schweres Wetter" geraten und zurück müssen. Schenk mir ein Schiff,
besorg mir einen Job, wo ich viel Freizeit habe, und ich segle auch
nur noch bei Sonnenschein und 4 bis 5.


Tschüß,
Michael
--
Michael Staats, Theoretical Physics, Uni-GH Duisburg
email: mic...@thp.Uni-Duisburg.DE

Michael Staats

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) writes:


>Na also, geht doch ! Nur eins, in engen Fahrwassern solltest Du Dich nicht
>auf eine Automatk verlassen ! Und überhaupt, warum fährst Du bei Regen ?

Mecker hier noch mal einer über Theoretiker. "Warum fährst Du bei
Regen?" Haha. Ich glaube, wir haben hier völlig einen
unterschiedlichen Erfahrungshorizont. Du hast mit Sicherheit
wesentlich mehr Segelerfahrung als ich, hast ein eigenes Schiff und
bist vermutlich auch ein bißchen älter. Ich bin froh, wenn wir eine
Woche Ijsselmeer chartern, und dann segeln wir auch bei 5 bis 6
Bft. und Regen und Kälte, das ist da nicht so selten. Nicht Einhand,
würde ich mir nicht zutrauen, aber gut. Neulich sind wir auch bei 7
Bft. und Regen gesegelt, aber da war ich nicht Skipper, sondern jemand
mit mehr Erfahrung, und wir hatten auch ein besseres Schiff als zwei
Wochen davor, wo die Crew unerfahrener war und das Wetter mindestens
genauso schlecht, da sind wir einen Tag bei 5 - 6 rausgefahren, aber
weil der Wind zunehmen sollte und es ungemütlich wurde, sind wir
umgedreht und nach 1 Stunde wieder da gewesen, wo wir herkamen.
Eintrag im Logbuch: "Wir sind froh, im Hafen zu liegen, trinken Wein,
Bier, Kakao mit Rum, over and out". Wir mußten dann Getränke
nachkaufen :-)

>>Elektrische Winschen ?? Wie gross muessen denn da die Batterien werden ??

>Halt groß genug. Bei mir 480 Amp.

Sorry for beeing pingelig, aber der Beruf schlägt durch: Du meinst
480 Ah, d. h. die Batterien können bei Nennspannung eine Stunde lang
480 A Strom abgeben. Das ist übrigens reichlich. Was wiegt sowas?

Mikel Reichert

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to

> mxx38...@aol.com (MXX3837795) writes:

> Wetterbericht ? Bist Du Masochist ? Segeln bei schwerem Wetter ?
> Das machen doch nur Anfänger !
>

Hallo

Jetzt muß ich auch mal meinen Senf dazu geben
Ich behaubte von mir, das ich kein Anfänger bin und ich segele
auch bei Regen und "schweren Wetter" (was das auch immer sein soll)
Man muß ja nicht unbedingt bei 6 oder 7 Bft auslaufen, aber es gibt genug
Reviere, wo man auch kurzfristig mit Starkwind rechnen muss.
Außerdem gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung.

Mikel

Thomas Buell

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Michael Staats (mic...@thp.Uni-Duisburg.DE) wrote:
: Eintrag im Logbuch: "Wir sind froh, im Hafen zu liegen, trinken Wein,

: Bier, Kakao mit Rum, over and out". Wir mußten dann Getränke
: nachkaufen :-)

Was, Alkohol?? Also ehrlich, dann hättet Ihr auch gleich draußen bleiben
können.
Ihr wißt doch genau, wie gefährlich Alkohol ist. Außer daß er gesund-
heitliche Schäden hervorruft, fördert er auch Unterkühlung! :->

SCNR,
Thomas

MXX3837795

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to

Im Artikel <362BE489...@zedat.fu-berlin.de>, Wolfram Fassbender
<wo...@zedat.fu-berlin.de> schreibt:

>


>Im Uebrigen ist eine nicht moderierte NG eine oeffentlich Angelegenheit
>an der JEDER teilhaben kann aber nicht muss
>

Das ist wohl wahr, ich konnte mir in meiner Naivität und den Erfahrungen
mit anderen Segeln-NG`s aber nicht vorstellen, daß hier in DIESER so viel
Blödsinn verzapft wird !

Trotzdem:

Immer eine Handvoll Bier in der Bilge

Manfred


MXX3837795

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to

Hallo Wolfram,

jetzt bin ich genau da, wo ich NICHT hinwollte.
Ellenlange Postings über grundsätzliche Fragen.
Wer hat eigentliche diese unsinnige Zitierweise erfunden,
die Antworten werden gezwungenermaßen immer länger,
der Rechner stöhnt auf ob der langen Übertragungszeiten
und überhaupt, wer will das noch lesen ?

Zur Frage High-Tec oder Low-Tec:

Auch ich hatte vor ca. 25 Jahren die gleiche Einstellung wie Du.
Da bin ich nach langer Jollenerfahrung zum ersten Mal mit meiner
Neptun einhand gefahren. Auch mit der Einstellung: was brauche ich
die ganze Technik, bin doch sowieso der Größte, das schaffe ich auch
alles ohne. Allerdings hatte ich damals schon eine Rollfock, nicht weil
ich das für nötig hielt, sondern weil sie halt drauf war. Und gerade das ist
ein Beispiel dafür, wie sich etwas entwickelt. Was hab ich damals
geflucht über dieses Luxusstück, das selten funktionierte und mir mehr
Ärger bereitete als Freude. Aber wie haben sich in all den Jahren diese
"Dinger" zum Vorteil entwickelt. Die heutigen Anlagen in Verbindung
mit modernen Tüchern sind doch in der Einhandsegelei gar nicht
mehr wegzudenken !

Glaube mir (oder laß es > auch egal), die Einstellung zur Technik
ändert sich mit zunehmendem Alter, zunehmender Erfahrung und
natürlich mit zunehmender Finanzkraft !

Zur Frage Autopilot:

Also eine Abweichung vom Kurs von 5 Grad ist doch phänomenal.
Hab ich das richtig verstanden ? Das kann ich nicht glauben.
Also ich segele ein modernes 12.5 m Boot mit 2.1 m tiefem
Kurzkiel. Mein Autopilot ist eine Autohelm 6000. Damit
habe ich bei Windstärke 4 und voller Besegelung (Genua)
und moderatem Seegang eine Abweichung von mindestens 10 Grad
vom Kurs. Ist natürlich immer abhängig vom Seegang und der Segel-
fläche. Grundsätzlich sollte man die Segel früh verkleinern, damit
der Pilot nicht überstrapaziert wird. Frühzeitiges Reffen ist in meinen Augen
sowieso ein Muß für Solosegler.
Also da kannst Du mit Deiner Anlage, wenn es denn stimmt, total
zufrieden sein. Sowas habe ich allerdings in meinem Bekanntenkreis
noch nicht gehört. Eigentlich sind elektrische Piloten immer genauer
als Windpiloten.

Meine Frage zu AUTOHELM :

Mein Autohelm 6000 hat eine autom. Wendefunktion.
Das heißt, Du seglest am Wind, willst wenden, drückst auf den Knopf,
das Boot wendet und auf dem anderen Bug liegt genau der gleiche Winkel
zum Wind an wie vorher. Ungemein praktisch !
Soviel ich weiß, haben alle Autohelm`s diese Funktion, zumindest weiß
ich das von der 3000 und 4000 und 7000 er Serie.
Seit kurzem kommt es jedoch bei meiner Anlage zu Fehlfunktionen,
das heißt, das Boot wendet und wendet und......, (kannst Dir sicher vorstellen,
wie das weitergeht) bis ich die Anlage abschalte. Passiert nicht oft,
kommt aber vor, das reicht dann !
Jemand hier, der dieses Problem kennt, ähnliches erlebt hat, eventuell
Abhilfe geschaffen hat ?
Habe diese Frage in anderen Segel NG`s gestellt, viele hatten
das gleiche Problem, es gab einige "vernünftige" Lösungsansätze.
Bin mal gespannt, ob hier was rüber kommt .
Sozusagen Testfrage !

Grüße

Manfred


Wolfram Fassbender

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
MXX3837795 wrote:
>
> Hallo Wolfram,
>
> jetzt bin ich genau da, wo ich NICHT hinwollte.
> Ellenlange Postings über grundsätzliche Fragen.
> Wer hat eigentliche diese unsinnige Zitierweise erfunden,
> die Antworten werden gezwungenermaßen immer länger,
> der Rechner stöhnt auf ob der langen Übertragungszeiten
> und überhaupt, wer will das noch lesen ?
>
Daher keine langen postings mehr, sondern viele kleine :-))
-wolfram

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
MXX3837795 wrote:

> Zur Frage High-Tec oder Low-Tec:
>
> Auch ich hatte vor ca. 25 Jahren die gleiche Einstellung wie Du.
>

> Glaube mir (oder laß es > auch egal), die Einstellung zur Technik
> ändert sich mit zunehmendem Alter, zunehmender Erfahrung und
> natürlich mit zunehmender Finanzkraft !

ich werde darueber nachdenken.
wolfram

Jost Koller

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Hi Freunde, darf ich kurz mal stoeren? :-)

: Kurzkiel. Mein Autopilot ist eine Autohelm 6000. Damit
: habe ich bei Windstaerke 4 und voller Besegelung (Genua)


: und moderatem Seegang eine Abweichung von mindestens 10 Grad

: vom Kurs. Ist nataerlich immer abhaengig vom Seegang und der Segel-
: flaeche. Grundsaetzlich sollte man die Segel frueh verkleinern, damit
: der Pilot nicht ueberstrapaziert wird.
: Fruehzeitiges Reffen ist in meinen Augen
: sowieso ein Muss fuer Solosegler.

Das stimmt. Bei Verwendung eines elektrischen Autopiloten oefter mal
die Trimmung ueberpruefen. Gut ausbalanciert kann man eine mehrere Tonnen
schwere Yacht mit zwei Fingern steuern. Auch bei (nicht zuviel) Lage.
Entsprechend wenig Strom braucht der Autopilot und die Mechanik desselben
wird's auch danken. Die Kurskorrekturen sind bei schwachem
Ruderdruck auch schneller. Uebrigens habe ich bei meinem Navico-TP 300CX
die hoechste Gierfreiheit eingestellt. Das reicht allemal und das Ding
muss nicht dauernd rumjuckeln. Zumindest bei viel Wind.
(Bei Vor-dem-Wind-Kurs sollte man natuerlich etwas runtergehen mit
der Gierfreiheit)

: Seit kurzem kommt es jedoch bei meiner Anlage zu Fehlfunktionen,
: das heisst, das Boot wendet und wendet und.., (kannst Dir sicher vorstellen,


: wie das weitergeht) bis ich die Anlage abschalte. Passiert nicht oft,
: kommt aber vor, das reicht dann !

: Jemand hier, der dieses Problem kennt, aehnliches erlebt hat, eventuell
: Abhilfe geschaffen hat ?

Leider habe ich keine Idee, wie man dem abhelfen koennte, aber neulich
bei einem Navico-TP 100 auf der Nordsee mit der Manta19 genau das gleiche
erlebt. Dort schien das neue Geraet aber dauerhaft kaputt zu sein. Muss mal
nachfragen, was draus geworden ist.

Viele Gruesse,

Holger Scholl

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Jens Ewerling wrote:
>
> Ich schaue mir schon seit einiger Zeit Segeln-Newsgroups in Deutschland,
> USA und Dänemark an. Zu meinem allergrößten Erstaunen und ganz scharfem
> Kontrast zu den beiden anderen (nichtdeutschen) Newsgroups, beschäftigen
> sich die deutschen Newsgroup User fast ausschließlich mit Führerscheinen
> und Rettungswesten!

Meuterei und GMDSS nicht vergessen!

Tja, den Reaktionen zu folge, war's nix mit der Provokation.
Ich muss dazu sagen, dass mir die Diskussionen ueber Waffen
an Bord und Hunter 21 in den amerikanischen Newsgrps dann doch
auch irgendwann zu langweilig wurden.

Interessant fand ich dort immer die Beitraege von Leuten, die
anfragten: "Ich habe naechste Woche das Boot von einem Kumpel
von A nach B (meist mehrere hundert bis tausend Seemeilen) zu
bringen, kann aber gar nicht segeln. Brauche daher schnellstens
ein paar fachkundige Hinweise. Was ist eine Seekrate, wielange
werde ich voraussichtlich brauchen, wie wird das Wetter, soll ich
mir noch Leute als Hilfe fuer die Segelmanoever mitnehmen?" ;-)

Das Problem, warum gerade Schein-Fragen hier immer wieder diskutiert
werden, ist einfach, dass da so eine grosse Verwirrung herrscht.
Leider wissen nur wenige, dass sie sich (auch nachtraeglich) in der FAQ
oder mittels DejaNews ueber die wichtigsten Themen hier informieren
koennen. Das ist halt News-Anfaenger-/Einsteiger-"Service".

Was sind denn fuer Dich interessante Themen?
Toernberichte? Diskussion ueber Segelmanoever?
Fachsimpeleien ueber bestimmte Reviere, Boote usw.?
Nix dagegen!

Dann geh doch mal mit gutem Beispiel voran! (Hehe... Schwarzen Peter
zurueckgeschoben...)

Hier vielleicht dann doch auch gleich noch ein paar Revier-Fragen von
mir:

Wer kennt die Seehund-Grotte an der Chandolas-Kueste suedwestlich
von Calvi auf Korsika, die man angeblich mit dem Schlauchboot befahren
kann? Wir waren zwar mit dem Dingi bei der Grotte, trauten uns aber
wegen
zu hoher Duenung nicht hinein. Lohnt sich's denn?

Wer schon mal in Bonifacio war, kennt die ganzen Ausflugsboote, die zu
diversen Grotten in der Falaise dampfen. Wer kennt denn diese Grotten
und wo genau sind sie? Kommt man da mit dem Dingi gut hin? So direkt
in Dingi-Reichweite vom Hafen aus ist uns nur eine Grotte direkt in
der Einfahrt aufgefallen, die zwar ganz nett ist, aber nicht
atemberaubend
spektakulaer. Wie ist denn der Ankergrund unterhalb Bonifacios?

Hat schon mal jemand die Durchfahrt von La Maddalena nach Suedosten
(Name der kleineren Insel habe ich gerade nicht im Kopf) benutzt?
Ueber die Tiefe und die Betonnung gaben franzoesische und italienische
Seekarten
hoechst unterschiedliche Auskunft...

Vielleicht weiss jemand auch dazu eine Antwort: Auf unserer Ueberfahrt
von
St. Maxime/Cote d'Azur nach Calvi haben wir drei groessere Wale (ca. 15
m,
schwer zu schaetzen) gesehen. Unsere Bestimmungsversuche ergaben Finn-
oder Sei-Wal (sp?), die beide recht aehnlich sind und eher durch die
Groesse
zu unterschieden waeren. Die Verbreitungskarten waren keine allzugrosse
Hilfe, da beide Arten dort im Prinzip vorkommen koennen. Wer weiss
genaueres?

So, das war's mal wieder...

Gruss,
Holger.

--
Dr. Holger R. Scholl
Philips Research Laboratories
Man-Machine Interfaces (MI) - Speech Recognition
Weisshausstrasse 2, D-52066 Aachen, Germany
Tel.: +49-241-6003-663, Fax.: +49-241-6003-518

Jost Koller

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Wolfram Fassbender <wo...@zedat.fu-berlin.de> wrote:

: Jost Koller wrote:
: ... (valuable stuff cut) ...
: Bis auf Details volle Zustimmung und spricht mir aus der Seele...
: -wolfram

*smile*

Danke :-)

Heinz Kratz

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Hallo Leute ,hallo Segler(innen),hallo Scheinemacher.

Bevor ich zum Thema schreibe hier die Vorstellung
Ich heiße Heinz Kratz bin 50 Jahre alt,häufiger Alleinsegler,
(Nordsee, Ostsee,Nordatlantik)und habe "nur"die amtlichen
Scheine.

So jetzt zum Thema
Diese Newsgroup lese ich seit drei Jahren. Geschrieben habe ich
außer Kleinanzeigen nur einmal. Es ergab sich folgendes.
In einer langen Diskussion über das führ und wider von irgendwelchen xyz
Scheinen habe ich es gewagt zu behaupten das alle die sich ereiferten doch
lieber mal segeln gehen sollten. Jetzt passierte
folgendes : In dieser Newsgroup wurde ich als unverantwortlicher
möchtegern Segler hingestellt. " Ich besitze seit 30 Jahren ein Schiff,segle
c.a. 2500 Meilen pro Jahr und habe schon manchen
Sturm schadlos überstanden. Aber das beste kommt noch.
Ich erhielt c.a 10 E-Mails von Segelschulen welche ab und zu hier
ihren Senf verbreiten.Man verwahrte sich doch sehr massiv vor einer solchen
Antiwerbung.

Ich behaupte jetzt noch mal Provozierend:
Livebelt ja oder nein ,Karten alt oder neu, GPS oder Kompaß,
Alles egal geht SEGELN in einem Revier was EUREN Kenntnissen
und Fähigkeiten angemessen ist.
Übrigens man braucht in Deutschland nur die amtlichen Scheine,
alles andere ist Geldschneiderei.

Wer wirft jetzt den ersten Stein

Grüße an alle

Heinz Kratz

51 N 15 92
06 E 45 69
heinz...@cityweb.de
Und immer schön fröhlich bleiben


MXX3837795

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to

Im Artikel <70iee6$kq8$1...@methusalix.rz.tu-clausthal.de>, Jost Koller
<pt...@rz.tu-clausthal.de> schreibt:

>
>Das stimmt. Bei Verwendung eines elektrischen Autopiloten oefter mal
>die Trimmung ueberpruefen. Gut ausbalanciert kann man eine mehrere Tonnen
>schwere Yacht mit zwei Fingern steuern. Auch bei (nicht zuviel) Lage.
>Entsprechend wenig Strom braucht der Autopilot und die Mechanik desselben
>wird's auch danken. Die Kurskorrekturen sind bei schwachem
>Ruderdruck auch schneller. Uebrigens habe ich bei meinem Navico-TP 300CX
>die hoechste Gierfreiheit eingestellt. Das reicht allemal und das Ding
>muss nicht dauernd rumjuckeln. Zumindest bei viel Wind.
>(Bei Vor-dem-Wind-Kurs sollte man natuerlich etwas runtergehen mit
> der Gierfreiheit)
>

Hallo Jost,

Bist Du mit Deiner NAVICO zufrieden ? Ist das ein Pinnenpilot ?
Wie sind Deine Erfahrungen bei Rückenwind ?


Grüße

Manfred


Jost Koller

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Heinz Kratz <heinz...@cityweb.de> wrote:
: Bevor ich zum Thema schreibe hier die Vorstellung
: Ich heisse Heinz Kratz bin 50 Jahre alt,haeufiger Alleinsegler,

: (Nordsee, Ostsee,Nordatlantik)und habe "nur"die amtlichen
: Scheine.
: Diese Newsgroup lese ich seit drei Jahren. Geschrieben habe ich
: ausser Kleinanzeigen nur einmal. Es ergab sich folgendes.
: In einer langen Diskussion ueber das fuehr und wider von irgendwelchen xyz
: Scheinen habe ich es gewagt zu behaupten, dass alle die sich ereiferten doch

: lieber mal segeln gehen sollten. Jetzt passierte
: folgendes : In dieser Newsgroup wurde ich als unverantwortlicher
: moechtegern Segler hingestellt. " Ich besitze seit 30 Jahren ein Schiff,segle

: c.a. 2500 Meilen pro Jahr und habe schon manchen
: Sturm schadlos ueberstanden. Aber das Beste kommt noch.

: Ich erhielt c.a 10 E-Mails von Segelschulen welche ab und zu hier
: ihren Senf verbreiten.Man verwahrte sich doch sehr massiv vor einer solchen
: Antiwerbung.

Du hast vollkommen Recht. Es enthaelt genau das, was in den
letzten Jahren immer wieder zu beobachten war und dazu gefuehrt hatte,
dass so faehige, alte Hasen wie Du sich aus der NG zurueckhalten.
Offensichtlich gibt es einige NG-Viel-Poster, dieses das aber nicht
begreifen oder begreifen wollen. (Gruss nach Berlin)
Ich freue mich sehr, dass Du gepostet hast. Besten Dank.
Letztes Jahr habe ich einen Einhandsegler mit'ner Manta19 (Kielschwerter)
auf der Ostsee kennengelernt, der weder Seenotsignale, UKW-Funk, Hafenkarten,
DHI-Beleuchtung, Heckkorb, Reeling, Rollfock, GPS, Echolot u.v.m. an Bord hatte.
Er ist mit dem Segeln aufgewachsen und beherrscht sein Boot derart gut aus
dem Effeff, d.h. besitzt so ausgezeichnet gute Seemannschaft, dass er weder
vorher noch seitdem in Schwierigkeiten gekommen ist. DSV-Scheine hat er auch
nicht. Aber er segelt halt absolut sicher und routiniert. Und nur das zaehlt.

Ich hoffe, dass Du uns von Deiner Erfahrung (jedenfalls auf Nachfrage)
etwas abgeben kannst. Ausgelernt hat man ja bekanntlich nie.

Gleich dazu meine Frage: Wie legst Du einhand - wenn Du alleine bist - aus
einer Box bei Wind "von vorne" oder "schraeg von vorne" ab?

Ich mache das bisher immer so, dass ich den Motor anlasse, warmlaufenlasse und mit
10-20% Gas (Je nach Windstaerke) das Boot in der Box nach vorne druecke. Es
haengt dann in den achterlichen Festmachern. In aller Ruhe gehe in dann nach
zum Bug und hole die vorlichen Festmacherleinen komplett ein. Der Motor
schiebt ja das Boot weiterhin nach vorne. Anschliessend gehe ich wieder ins
Cockpit, drossele den Motor und hole beim mehr oder weniger langsamen raus-
treiben aus der Box die achterlichen Festmacherleinen ein.
Umgekehrt funktioniert das leider nicht so gut, da die Boxen meist deutlich
breiter als mein Boot sind, weshalb ich i.a. nur eine Festmacherleine ueberlegen
kann, und dann mehrmals zwischen Buck und Heck hin und herflitzen muss.
Wenn Du bessere/andere Techniken entwickelt hast, immer her mit den Tips!
(Das gilt natuerlich auch fuer andere (Einhand-)Segler).

Viele Gruesse,
Jost

MXX3837795

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to

Im Artikel <362cd...@news1.cityweb.de>, "Heinz Kratz" <heinz...@cityweb.de>
schreibt:

>Diese Newsgroup lese ich seit drei Jahren. Geschrieben habe ich

>außer Kleinanzeigen nur einmal. Es ergab sich folgendes.
>In einer langen Diskussion über das führ und wider von irgendwelchen xyz
>Scheinen habe ich es gewagt zu behaupten das alle die sich ereiferten doch


>lieber mal segeln gehen sollten. Jetzt passierte
>folgendes : In dieser Newsgroup wurde ich als unverantwortlicher

>möchtegern Segler hingestellt. " Ich besitze seit 30 Jahren ein Schiff,segle


>c.a. 2500 Meilen pro Jahr und habe schon manchen

>Sturm schadlos überstanden. Aber das beste kommt noch.


>Ich erhielt c.a 10 E-Mails von Segelschulen welche ab und zu hier
>ihren Senf verbreiten.Man verwahrte sich doch sehr massiv vor einer solchen
>Antiwerbung.

Ja Heinz,

so ist das hier in DIESER Newsgroup.

So langsam scheinen sich aber die Geister zu regen, anscheinend
haben auch andere gemerkt, was hier los ist.

Ich hoffe, es beteiligen sich in Zukunft mehr Leute mit Deiner
seglerischen Erfahrung, dann könnte man auch die "Spinner"
besser abblocken, was wiederum mehr Segler anlocken würde
(und nicht abschrecken) sich hier zu äußern !
Vieleicht würden dann auch die vielen Charterskipper in dieser NG
etwas leiser werden, die meinen, weil Sie seit 5 Jahren den
Superschein haben und einmal im Jahr auf Ihrem Törn mit "Ihrer" Crew
den Molly machen, Sie könnten das Gleiche auch hier praktizieren.

Und dann könnte das hier doch noch eine interessante Runde werden.

In diesem Sinne

Manfred

Patrick Schulze

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Holger Scholl wrote:


> Hat schon mal jemand die Durchfahrt von La Maddalena nach Suedosten
> (Name der kleineren Insel habe ich gerade nicht im Kopf) benutzt?
> Ueber die Tiefe und die Betonnung gaben franzoesische und italienische
> Seekarten
> hoechst unterschiedliche Auskunft...

Hallo Holger!Ja, das ist mir im letzen Jahr auch aufgefallen. Für das Stück
vom Hafen Cala Gavetta Richtung SE kann ich Dir aber garantieren, daß man dort
problemlos langfahren kann und es auch eine gute Betonnung gibt.

Auf die anderen Fragen kann ich Dir leider auch keine Antwort geben.

Gruß Patrick

Patrick Schulze

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to
Jost Koller wrote:


> Letztes Jahr habe ich einen Einhandsegler mit'ner Manta19 (Kielschwerter)
> auf der Ostsee kennengelernt, der weder Seenotsignale, UKW-Funk, Hafenkarten,
> DHI-Beleuchtung, Heckkorb, Reeling, Rollfock, GPS, Echolot u.v.m. an Bord hatte.
> Er ist mit dem Segeln aufgewachsen und beherrscht sein Boot derart gut aus
> dem Effeff, d.h. besitzt so ausgezeichnet gute Seemannschaft, dass er weder
> vorher noch seitdem in Schwierigkeiten gekommen ist.

Zuerst einmal, ich habe durchaus Hochachtung vor Einhandseglern, ein Boot alleine zu
handeln setzt tatsächlich eine ganze Menge Routine voraus. Wenn jedoch jemand ohne
Hafenkarten segelt hat das wenig mit herausragender Seemanschaft zu tun, als vielmehr
mit hervorragender Revierkenntnis. Ich kann mit jedenfalls für mich nicht vorstellen,
ohne Hafenplan in einen neuen Hafen einzulaufen, jedenfalls nicht mit einer Kielyacht.
Wenn das Schwert natürlich bei Grundberührung automatisch hochkommt, ist da wenig
Risiko dabei.Ohne DHI-Beleuchtung zu fahren ist sicherlich nicht, was ich unter guter
Seemannschaft verstehe. Wenn die Beleuchtung auf anderen Booten mind. die
vorgeschriebene Eigenschaften erfüllt, soll mir das egal sein, ob der DHI sie geprüft
ist oder nicht, andernfalls empfinde ich das einfach als im gewissen Maße gefährdend
für die anderen Verkehrteilnehmer.
Ich war vor kurzem an der Ostsee, wo ein Segler statt der vorgeschriebenen Lichter nur
ein weißes Rundumlicht geführt hat, ein ca. 100 Meter davor fahrendes Segler wie
zugelassen die Zweifarbenlaterne führte. Insgesamt sahen diese Schiffe jedenfalls nach
der Beleuchtung aus wie ein Motorschiff unter 50 Meter, welches aber offensichtlich
tatsächlich länger war und auch seiner Ausweichpflicht nicht nachkommen wollte. Alles
in allem eine sehr verwirrende Situation, nur weil einer nicht die vorgeschriebene
Beleuchtung gesetzt hatte.

Gruß Patrick

Christian Meyer

unread,
Oct 20, 1998, 3:00:00 AM10/20/98
to

Heinz Kratz schrieb in Nachricht <362cd...@news1.cityweb.de>...

|Hallo Leute ,hallo Segler(innen),hallo Scheinemacher.

...

Hallo Heinz, Hai zusammen,

da ich weder aus Berlin komme, noch mich an irgendwelchen "Scheínen"
ergötzen will, möchte ich nun doch den einen oder anderen Kommentar
loswerden...

Wie mancher schon gemerkt haben, komme ich mehr aus der Ecke
"Großschiffahrt". Das heißt für mich zunächsteinmal, daß es mir egal
ist, wer aus welchen Gründen wann zur See fährt. Denn die Natur
behandelt uns alle, egal ob wir einhand unterwegs sind, egal welche
Scheine wir haben, zunächst mal gleich (und oft auch brutal-gleich).

Das heißt aber auch, daß ich von jedem, der da draußen irgendwo
herumfährt, erwarte, daß er weiß, was er da tut. Denn, obwohl es
unvergleichlich mehr Schaden anrichtet, wenn der SuezMax-Tanker in der
Jade aufläuft ("ausläuft", <-- Wortspiel! haha!), als wenn das dem
"einhand betriebenen" Folkeboot passiert, bleibt letztlich die
Verantwortung des Schiffsführers die gleiche.

Es ist die eine Sache, daß ich _weiß_, daß, wenn ich aus der Elbe komme,
ab Tonne 04 etwa 303 Deg steuern muß, um Helgoland zu treffen oder daß
ich ich Keppel Harbour (Singapore) mit etwa 312 Deg ansteuern muß. Aber
das enbindet mich lange noch nicht von der guten Seemannschaft - und
dazu gehört u.a., daß ich ordentliche, aktuelle, Karten an Bord habe.

Das Problem ist doch letztlich, daß ich, wenn ich denn zur See fahre,
letztlich auch für andere verantwortlich bin - und seien es "nur" die
Leute der DGzRS (oder RNLI oder wie auch immer der gerade zuständige
Verein heißen mag), die nur ihren Job tun, um irgendwen aus einer
Situation zu helfen, die er alleine nicht mehr meistern kann. Und das
ist genau der Punkt, an dem es keinen Unterschied mehr macht, ob ich nun
mit meinem Dampfer oder einhand mit meinem kleinen Boot unterwegs bin.

Ich bin bestimmt nicht der Typ, der sich bei jeder Gelegenheit an Bord
anbindet (... nicht wahr Matthias...?), aber durchaus verstehe, wenn der
Verantwortliche das von mir verlangt. Und ich hoffe, daß von denjenigen,
die jetzt auf einmal aufgewacht sind (nachdem sie jahrelang schweigend
mitgelesen haben..), und sich gegen eine "Vollkaskomentalität" wenden,
alle die "gute Seemannschaft" beherrschen (was ich hier nicht beurteilen
kann und möchte) und ihre Postings nicht in einer Art Trotzreaktion
geschrieben haben.

Also, scheun't Wedder un' goode Foohrt,
Christian
------------------------------------------------------------------------
-------------------------
Fairwind Consulting & Project Management Christian Meyer
http://www.fairwind.de
in...@fairwind.de
------------------------------------------------------------------------
-------------------------

Hans Steffani

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Noch zwei Worte dazu, warum die "Scheinfrage" hier immer wieder
auf taucht.

Zum einen ist es nicht moeglich, dass jeder der Segeln lernen
will einen persoenlichen Freund hat, der ihm alles zeigt. Sei
es dass er keinen kennt, sei es, das der Freund kein guter
Lehrer ist oder das was er tut nicht reflektiert und daher auf
die "warum so" Fragen nicht antworten kann. Weiterhin ist auch
der "Vereinsweg" (Opti, SBF Binnen/Segel bzw. R, SBF See bzw. BR)
nicht mehr Standard. Daraus ergibt sich, dass jemand der Segeln
lernen will sich schlau machen will und dazu gehoeren weil am
handgreiflichsten auch diese Scheinsachen, die zudem, da nicht
so interessant, in der Literatur nicht ausgebreitet werden.

Zum zweiten zieht das Usenet hauptsaechlich Juengere an --was
auch immer man unter Juengere versteht-- die dann eben oft erst
anfangen wollen ... siehe den ersten Punkt.

Daher erscheinen die Scheinfragen halt immer wieder, was ja auch
dazu fuehrt, dass sie in der FAQ ausgiebig behandelt werden.

Hans Friedrich Steffani
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/

Eberhard Burkard

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
In article <362CF5E1...@stud.uni-sb.de>, Patrick Schulze <pa...@stud.uni-sb.de> writes:
>Jost Koller wrote:
>> Letztes Jahr habe ich einen Einhandsegler mit'ner Manta19 (Kielschwerter)
>> auf der Ostsee kennengelernt, der weder Seenotsignale, UKW-Funk, Hafenkarten,
>> DHI-Beleuchtung, Heckkorb, Reeling, Rollfock, GPS, Echolot u.v.m. an Bord hatte.
>> Er ist mit dem Segeln aufgewachsen und beherrscht sein Boot derart gut aus
>> dem Effeff, d.h. besitzt so ausgezeichnet gute Seemannschaft, dass er weder
>> vorher noch seitdem in Schwierigkeiten gekommen ist.
>
>Zuerst einmal, ich habe durchaus Hochachtung vor Einhandseglern, ein Boot alleine zu
>handeln setzt tatsächlich eine ganze Menge Routine voraus. Wenn jedoch jemand ohne
>Hafenkarten segelt hat das wenig mit herausragender Seemanschaft zu tun, als vielmehr
>mit hervorragender Revierkenntnis.

... und einer grossen Unverantwotlichkeit gegenueber all denen die ausser ihm auf dem
Wasser sind und darauf angewiesen sind, dass auch diese "grosse Freiheit" nach
Spielregeln organisiert ist. Oder wie sieht ein Tanker den Segler ohne Licht bei
Nacht???

Nichts gegen Einhand, aber auch der Einhansegler segelt mit vielen anderen zusammen
im gleichen Teich.

Eberhard

Jost Koller

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Patrick Schulze <pa...@stud.uni-sb.de> wrote:
: Risiko dabei.Ohne DHI-Beleuchtung zu fahren ist sicherlich nicht, was ich unter guter

: Seemannschaft verstehe. Wenn die Beleuchtung auf anderen Booten mind. die
: vorgeschriebene Eigenschaften erfuellt, soll mir das egal sein, ob der DHI sie geprueft
: ist oder nicht, andernfalls empfinde ich das einfach als im gewissen Masse gefaehrdend
: fuer die anderen Verkehrteilnehmer.

Uuups, ich habe mich da ungluecklich ausgedrueckt. Sorry. Was ich meinte, war,
dass er keine fest installierten zwei-Farben bzw. Hecklaterne hatte, sondern
gegebenenfalls (d.h.nachts) ein weisses Rundumlicht per Zusatzfall setzte. So
mit losem Kabel, das neben dem Mast schlenkert. Naja, strenggenommen ist das
auch in Ordnung, da ja fuer Boote unter 7m nur ein weisses Rundumlicht vor-
geschrieben ist. (Wenn auch nicht sinnvoll, da man mit einem Ankerlieger
verwechselt werden koennte.) Ferner besitzt der Herr tatsaechlich eine hervor-
ragende Revierkenntnis. Immerhin segelt er dort seit zig Jahren. Vielleicht
klaert das ein wenig unsere heissgeliebten Sicherheitsbedenken... :-)

Jost Koller

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
MXX3837795 <mxx38...@aol.com> wrote:
: Hallo Jost,

: Bist Du mit Deiner NAVICO zufrieden ? Ist das ein Pinnenpilot ?
: Wie sind Deine Erfahrungen bei Rueckenwind ?

Sehr zufrieden. Es ist ein Pinnenpilot mit angebener max. Schubkraft
von 85 kg. Vor ca. einem Jahr war ein Yacht-Test ueber einige Autopiloten,
einschliesslich dem Navico TP300CX. Gegenueber den Autohelm-Geraeten ist
die Elektronik angeblich innen nochmal wasserdicht abgeschottet.
Meine erste Erfahrung war letztes Jahr einhand auf dem Schlag Kappeln-Middelfart.
Am 13.7.97 waren 2-3 Bft aus SE angekuendigt worden, weshalb ich mit
grosser Besegelung aus der Schlei gefahren bin. Draussen erwarteten mich
dann 5-6 Bft und Wellenhoehen von einem Meter und mehr. Fuer viele ist
das ja nichts Besonderes, aber bei meiner Neptun mit ihrer niedrigen
Freibordhoehe sieht das beeindruckend aus. Nach dem Segeleinreffen habe
ich mich dann nach'ner Weile erstmals getraut, den Navico auf quasi
Vorwindkurs anzustellen. Zu meiner angenehmen Ueberraschung hielt er
wunderbar genau Kurs. Die Gierfreiheit hatte ich wegen der grossen,
unter mir durchrauschenden Wellen auf maximal gestellt, damit er nicht
bei jeder noch so kleinen Welle rumjuckelt. Trotzdem korrigierte er
staendig, jedoch schnell und leise. Der Wind war uebrigens so heftig,
dass er in den Loechern der Reelingsspanner pfiff wie auf einer Flasche.
Das Vertrauen in den Autopiloten hatte ich schon nach kurzer Zeit gewonnen,
so dass ich mich mal in die Kajuete begab, um nach achtern heraus die
grossen, anrollenden Seen zu bestaunen. Eigentlich wollte ich nur nach Assens,
aber das Segeln mit Autopilot war so stressfrei, dass ich, als Assens
querab an Steuerbord lag, noch keine Lust hatte, in den Hafen zu fahren und
feshalb bis Middelfart weitersegelte.
Beim normalen (z.B. Halbwind-,Raumschot-) Segeln bei "normalen" Windstaerken (3-5 Bft.)
laeuft der Navico ganz hervorragend und korrigiert nur gelegentlich.
Als ich im selben Urlaub den grossen Belt bei Windstille (die Ostsee lag da
wie 'ne tote Ente) runtermotorte, musste ich jedoch die Gierfreiheit deutlich
herabsetzen, damit die Neptun nicht wie besoffen rumeierte...
Jedenfalls hatte ich mir den staerksten von Navico gekauft, weil die Preis-
unterschiede zu den guenstigeren Modellen von Autohelm und Navico nicht so
gross sind wie die Unterschiede z.B. in der Hart-zu-Hart-Ruderlegezeit.
Ausserdem sind die kleineren Modelle (zumindest der TP100) lauter.

Gruesse,

Michael Staats

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
"Heinz Kratz" <heinz...@cityweb.de> writes:

>In einer langen Diskussion über das führ und wider von irgendwelchen xyz
>Scheinen habe ich es gewagt zu behaupten das alle die sich ereiferten doch
>lieber mal segeln gehen sollten. Jetzt passierte
>folgendes : In dieser Newsgroup wurde ich als unverantwortlicher
>möchtegern Segler hingestellt. "

Aha. Wann und von wem? Von "der Gruppe" oder von einzelnen? Sorry, Du
bist hier im Usenet, hier treffen Leute mit beliebig vielen
Erfahrungshorizonten und Erwartungen, und auch Arten, sich zu
artiklulieren, aufeinander. Niemand zwingt Dich, alles zu lesen,
ignorier doch einfach die Leute, die Dir nicht passen, und starte
Threads, die Du interessant findest.

>Ich besitze seit 30 Jahren ein Schiff,segle
>c.a. 2500 Meilen pro Jahr und habe schon manchen
>Sturm schadlos überstanden.

Na also. Das sollte ja wohl hinreichend viel Selbstbewußtsein mit sich
bringen, daß Du einzelne "möchtegern Segler" Behauptungen wegstecken
kannst, oder? Im übrigen habe ich hier noch nie was "Möchtegern"
Beleidigungen gelesen, aber natürtlich lese ich auch nicht
alles. "Unverantwortlich" ist aber keine direkte Beleidigung, sondern
Ansichtssache, die diskutiert werden kann. Vermutlich bist Du nicht
der Ansicht, andere schon. Fein. Das kann zwar zu den anscheinend
unbeliebten Sicherheitsdiskussionen um Rettungsweste usw. führen. Ich
finde diese threads auch interessant, man muß sie halt zu lesen
wissen. Nach jahrelanger Usenet Erfahrung habe ich den Filter schon
eingebaut: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wen die
Sicherheitsexperten in den Computergruppen die letzten "wie werfe ich
dem Kernel schnell ein anderes binary zu der suid Datei vor", heißt
das noch lange nicht, daß die zu Hause auf ihrem Rechner nicht
evtl. ohne weiteres mit einem größeren Sicherheitsloch leben
können. Trotzdem ist die Diskussion interessant, ich kann was draus
lernen, abwägen, was sind meine Anforderungen, was brauch ich an
Rechnersicherheit, was nicht. Genauso mit den Rettungswesten: Auch die
sog. "Sicherheitsfanatiker" werden sicher nicht hilflos wie ein
Kaninchen vor der Schlange sitzen, wenn man ihnen ihre Rettungsweste
wegnimmt. Und auch abwägen, wann sie eine brauchen, wann
nicht. Ansichtssache halt. Und, erfreulicherweise, in dieser Gruppe
laufen die Diskussionen doch halbwegs gesittet ab, d. h. mit
Argumentaustausch und wenig persönlichen Angriffen wie
"Möchtegernsegler".

Ich muß es nochmal sagen: Wir sind hier im Usenet! Niemand
zwingt Dich, alles zu lesen! Die goldene Regel heißt: Wenn Dir etwas
nicht passt: Selber besser machen!

>Aber das beste kommt noch.
>Ich erhielt c.a 10 E-Mails von Segelschulen welche ab und zu hier
>ihren Senf verbreiten.Man verwahrte sich doch sehr massiv vor einer solchen
>Antiwerbung.

Das ist allerdings völlig richtig, und eine absolute Seuche und
eins der großen Probleme des Usenet. Aber das kannst Du nun
keinesfalls den Lesern und Schreibern dieser Gruppe vorwerfen, sondern
den Trotteln, die diese Werbung verschicken. Da hilft nur (bedingt):
Sich beim Absender, ggf. dessen Provider beschweren, Adressen
öffentlich machen und vor diesen Anbietern warnen. Aber kein Grund,
"der Gruppe" einen Vorwurf draus zu machen.

>Ich behaupte jetzt noch mal Provozierend:
>Livebelt ja oder nein ,Karten alt oder neu, GPS oder Kompaß,
>Alles egal geht SEGELN in einem Revier was EUREN Kenntnissen
>und Fähigkeiten angemessen ist.

Korrekt. Aber die wird man sich ja wohl, z. B. hier, erweitern dürfen,
und dazu gehören numal, bedingt durch die Form, hauptsächlich eher
theoretische oder grundsätzliche Aspekte, weil da alle was zu
sagen haben. Und da macht es einen Unterschied, ob alle sagen: "Klar,
Seekarten sind ganz nett, aber wenn Du segeln kannst, brauchst Du
keine" (ok, übertrieben), "bei Regen segeln doch nur Anfänger" (Zitat,
das übrigens auch eine erhebliche Menge Arroganz --- die gleichzeitg bei
anderen beklagt wird --- beinhaltet, die dem Gruppenklima auch nicht
nützt und evtl. andere Anfänger auch abschreckt -- mich nicht, ich
kann mit Usenet umgehen :-) oder ob das evtl. differenzierter gesehen
wird. Was Praxisfragen angeht: Zum Segletrimm einer "Grumblwumpf
Atlantik 4711" werden halt nur wenige was sagen können, wer hat schon
so ein Teil?

>Übrigens man braucht in Deutschland nur die amtlichen Scheine,
>alles andere ist Geldschneiderei.

Die "regulars" dieser Gruppe wissen das längst (siehe auch FAQ), aber
wo diese Scheindiskussionen und Fragen herkommen, hat FAQ Autor Hans
Steffani ja schon erklärt.

Ein Tip für alle Kritiker: Schaut mal in ein paar andere
Newsgroups. Da gehts noch ganz anders ab. Am besten in comp.* oder
de.comp.* Gruppen, deren Namen mit .advocacy aufhört. Dann kommt
zurück und fühlt Euch wohl. Schlimmstenfalls lernt Euer kill-file zu
bedienen.

Und macht es besser!

("Geht Segeln!", was man ja immer wieder liest, ist nett gemeint, hilft
aber wenig, "interessante" Artikel hier zu erzeugen.)

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
MXX3837795 wrote:
>
Zur Frage Autopilot:
>
> Also eine Abweichung vom Kurs von 5 Grad ist doch phänomenal.
> Hab ich das richtig verstanden ? Das kann ich nicht glauben.

Ich habe gemeint, das mein Windpilot +/-5 Grd giert. Wenn ich selbst an
der Pinne sitze, komme ich auf +/-10 Grd um den angelegten Kurs. Der
Automat ist genauer, kann aber Seegang nicht so schoen aussteuern.

> Also ich segele ein modernes 12.5 m Boot mit 2.1 m tiefem

> Kurzkiel. Mein Autopilot ist eine Autohelm 6000. Damit

> habe ich bei Windstärke 4 und voller Besegelung (Genua)


> und moderatem Seegang eine Abweichung von mindestens 10 Grad

> vom Kurs. Ist natürlich immer abhängig vom Seegang und der Segel-

> fläche. Grundsätzlich sollte man die Segel früh verkleinern, damit
> der Pilot nicht überstrapaziert wird. Frühzeitiges Reffen ist in meinen Augen
> sowieso ein Muß für Solosegler.

Der Windpilot bringt soviel Kraft auf die Pinne, dass ich nicht mit der
Hand gegensteuern kann. Damit habe ich etwas Luft, wenn das Boot
luvgierig wird. Dann allerdings muss ich auf den Trimm achten, der mit
viel Feingefuehl eingestellt werden muss, sonst verliere ich den Kurs.
Meine Regeln fuer das Reffen sind:

- Wenn das Schanzkleid anfaengt, durch's Wasser zu ziehen, wird das Reff
eingebunden.

- Wenn Wetter erwartet wird, reffe ich, bevor es kommt.

Allerdings fahre ich mit 40 qm auch nicht gerade ein Leichwindfahrzeug.
Bis 4 - 5 Bft geht es mit Vollzeug, dann muss das erste Reff eingebunden
werden. Materialschlachten vermeide ich allerdings.


> Also da kannst Du mit Deiner Anlage, wenn es denn stimmt, total
> zufrieden sein. Sowas habe ich allerdings in meinem Bekanntenkreis
> noch nicht gehört. Eigentlich sind elektrische Piloten immer genauer
> als Windpiloten.

Zufrieden bin ich. Eine der besten Anschaffungen, die ich mir geleistet
habe. Es gibt zwei Schwachstellen:

1. Bei Flaute oder schwachem Wind arbeitet er nicht. Das gilt also auch
platt vorm Laken. Fuer Flaute wollte ich daher den kleinen Autohelm
einsetzen, der dann den Windpiloten steuern sollte.

2. Er nimmt jede Boe mit, luvt also an. Das bringt zwar Raum, kann aber
dazu fuehren, dass der unterm Strich gesegelte Kurs nicht mehr stimmt.
Mitplotten ist also deutlich angesagt.


-wolfram

Michael Staats

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) writes:

>Ja Heinz,

>so ist das hier in DIESER Newsgroup.

Also langsam ärgerts etwas. Da Du ja scheinbar auch keine Hemmungen
hast, bei anderen Einhandsegler, also die auf "Deiner Seite",
evtl. Unkenntnis zu unterstellen, unterstelle ich Dir jetzt mal
Unkenntnis, wie Usenet funktionert, wie Diskussionen so typischerweise
ablaufen. Da ist DIESE Newsgroup eher ein Positivbeispiel.

Im übrigen möchte ich jetzt sofort Belege und Msg-Id des angeblichen
"Möchtegern" Segler Postings sehen. Sonst muß ich Euch leider
vorwerfen, das ihr haltlose Vorwürfe macht.

>Ich hoffe, es beteiligen sich in Zukunft mehr Leute mit Deiner
>seglerischen Erfahrung, dann könnte man auch die "Spinner"
>besser abblocken, was wiederum mehr Segler anlocken würde
>(und nicht abschrecken) sich hier zu äußern !

Erst das, dann:

>Vieleicht würden dann auch die vielen Charterskipper in dieser NG
>etwas leiser werden,

Ok, noch so eine Bemerkung und Du stehst im Killfile.
Wenn das da oben keine abschreckende Bemerkung war, weiß ich es
nicht. Bei mir wird das im Übrigen nicht funktionieren, ich weiß, wie
man mit solchen Leuten im Usenet sinnvollerweise umgeht.

Wenn Du hier die Gruppe in Deiner maßlosen Arroganz (passt übrigens
ganz gut zu der, in auch von einem Einhandsegler angesprochenen
Mercedes Mentalität der 12.5 m Yacht Bestizer) hier die Chartersegler,
und das a) die meisten, b) die, je nach Erfahrung, am meisten von
dieser Gruppe haben, c) nicht mal die absoluten Anfänger, denn die
fragen, wo sie denn jetzt wie Segeln lernen sollen, leiser drehen
willst, würde ich Dir eher vorschlagen, Du gründest
de.alt.sport.wir.sind.die.cracks.laßt.uns.in.ruhe.segeln und verhältst
Dich selber etwas leiser hier.

>Und dann könnte das hier doch noch eine interessante Runde werden.

Nein.

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
MXX3837795 wrote:
> Meine Frage zu AUTOHELM :
>
> Mein Autohelm 6000 hat eine autom. Wendefunktion.
> Das heißt, Du seglest am Wind, willst wenden, drückst auf den Knopf,
> das Boot wendet und auf dem anderen Bug liegt genau der gleiche Winkel
> zum Wind an wie vorher. Ungemein praktisch !
> Soviel ich weiß, haben alle Autohelm`s diese Funktion, zumindest weiß
> ich das von der 3000 und 4000 und 7000 er Serie.
> Seit kurzem kommt es jedoch bei meiner Anlage zu Fehlfunktionen,
> das heißt, das Boot wendet und wendet und......, (kannst Dir sicher vorstellen,
> wie das weitergeht) bis ich die Anlage abschalte. Passiert nicht oft,

> kommt aber vor, das reicht dann !

Genau wegen dieses Verhaltens habe ich meinen 800er wieder
zurueckgegeben. Bei der ersten Reparatur hiess es, die Anschluesse des
(hier eingebauten) Fluxgatekompasses haetten sich geloest. Bei der
zweiten schien es dasselbe Problem zu sein, was mich aber auf den
Gedanken bringt, das ueberhaupt nicht repariert wurde. Eine dritte
Reparatur habe ich dann nicht mehr abgewartet. Da ich nicht annehme, das
der Autohelm von Grund auf ein schlechtes Geraet ist, sprach ich von
Montagsgeraet...

-wolfram

Jost Koller

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Michael Staats <mic...@thp.Uni-Duisburg.DE> wrote:
[jede Menge unseglerischer Dinge]

Sehr geehrter Herr Staats,
haben wir es wieder geschafft?
Haetten Sie aufgepasst, waere ihnen aufgefallen, dass in den letzten Tagen
viele erfahrene Segler erstmals nach langer Zeit wieder gepostet haben.
Das, was aus den - auch von mir verfassten - Postings deutlich wird, war
der zurecht empfundene Aerger ueber die Art, wie hier zum Beispiel
Einhandsegler beurteilt wurden.

: Im uebrigen moechte ich jetzt sofort Belege und Msg-Id des angeblichen
: "Moechtegern" Segler Postings sehen. Sonst muss ich Euch leider
: vorwerfen, das ihr haltlose Vorwuerfe macht.

Es handelt sich dabei nicht um erfundene Erfahrungen. Ich habe den damaligen
Thread ebenfalls - nur als Leser - mitverfolgt, und kann bestaetigen, welch
ueblen Ruf damals dem Einhandsegeln angehaengt wurde. Wenn Sie moechten, koennen
Sie selbstverstaendlich bei Dejanews nachschauen. Selbst wenn dies nur Einzel-
meinungen waren (sind sie natuerlich immer), so kamen sie doch in einem Stil,
der das Klima fuer weitere _entspannte_ Unterhaltungen ueber dieses Thema
zerstoert. Und schon waren wieder mal erfahrene Eigner verjagt. Es waere
schoen, wenn Sie sich (wie in diesem Thread auch weitgehend Herr T. aus B.)
zurueckhalten, damit wieder ueber Autopiloten, Einhandsegeln, Nachts-segeln,
Rollreffs usw. unterhalten werden kann. Und nicht die gerade eingetretene
positive Wendung wieder umdrehen. Bitte, bitte, bitte!


: Wenn Du hier die Gruppe in Deiner masslosen Arroganz (passt uebrigens
: ganz gut zu der, in auch von einem Einhandsegler angesprochenen
: Mercedes Mentalitaet der 12.5 m Yacht Bestizer) hier die Chartersegler,


: und das a) die meisten, b) die, je nach Erfahrung, am meisten von

: dieser Gruppe haben, c) nicht mal die absoluten Anfaenger, denn die


: fragen, wo sie denn jetzt wie Segeln lernen sollen, leiser drehen

: willst, wuerde ich Dir eher vorschlagen, Du gruendest
: de.alt.sport.wir.sind.die.cracks.lasst.uns.in.ruhe.segeln und verhaeltst
: Dich selber etwas leiser hier.


Die von mir in meinem Posting angesprochene Mercedes-Mentalitaet gilt
nun gerade _nicht_ fuer die neuen Teilnehmer wie z.B. Heinz, Wolfram oder Manfred.
Das mit der Menschenkenntnis muessen wir nochmal ueben. Sie sollten froh
sein, von erfahrenen Salzwassernacken etwas dazulernen zu duerfen. Und das
wird nicht passieren, solange Nebensaechlichkeiten ausdiskutiert werden muessen.
Beispiel:

: Im ?brigen habe ich hier noch nie was "M?chtegern"
: Beleidigungen gelesen, aber nat?rtlich lese ich auch nicht


: alles. "Unverantwortlich" ist aber keine direkte Beleidigung, sondern
: Ansichtssache, die diskutiert werden kann.

Ich weiss, dass es in juengerem Alter schwieriger ist, Ansichten und
Meinungen anderer, aelterer Menschen einfach so hinzunehmen, jedenfalls solange
diese es nicht darauf abgesehen haben, darueber zu diskutieren. Sofern ich weiss,
ging es damals nur um _Erfahrungen_ vom Einhandsegeln, nicht ueber das
Einhandsegeln an sich. Trotzdem glitt die Diskussion wieder ab ins Aggressive
und Grundsaetzliche, was natuerlich viele Segler, auch mich, davon abhaelt,
sich an der "Diskussion" zu beteiligen. Wenn Sie sich einfach nur aus diesem
Thread zurueckhalten, dann wird der Aerger ueber das damalige Verhalten bald
verraucht sein, und dann - sofern man sich etwas disziplinieren kann - duerfen
Einhandsegler ganz normal einander Erfahrungen austauschen. Und _bitte_ nicht
eingreifen.

: Ich mu? es nochmal sagen: Wir sind hier im Usenet! Niemand
: zwingt Dich, alles zu lesen! Die goldene Regel hei?t: Wenn Dir etwas


: nicht passt: Selber besser machen!


In diesem Sinne moechte ich Dich beim Wort nehmen und hoffe, dass die zwischen-
zeitlichen Postings der zitierten Art Teilnehmer wie Manfred, Wolfram u. Heinz
nicht schon so verschreckt haben, dass der gerade in Gange gekommene Erfahrungs-
austausch wieder erstirbt.

Mit freundlichen Gruessen und bestem Dank,
J.Koller

P.S.:
:>Und dann koennte das hier doch noch eine interessante Runde werden.

Es fing tatsaechlich gerade an. Machen wir es nicht kaputt. Danke.

Michael Staats

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Jost Koller <pt...@rz.tu-clausthal.de> writes:

>Michael Staats <mic...@thp.Uni-Duisburg.DE> wrote:
>[jede Menge unseglerischer Dinge]

Dafür war die Provokation doch da, oder?

>: Im uebrigen moechte ich jetzt sofort Belege und Msg-Id des angeblichen
>: "Moechtegern" Segler Postings sehen. Sonst muss ich Euch leider
>: vorwerfen, das ihr haltlose Vorwuerfe macht.

>Es handelt sich dabei nicht um erfundene Erfahrungen.

Ohne Beleg halte ich den "Möchtegernsegler" bis zum Beweis des
Gegenteils für frei erfunden.

>Und schon waren wieder mal erfahrene Eigner verjagt.

"Erfahrene Eigner" sind mir solange wurst, wie ich von denen lesen
muß, das nur Anfänger im Regen segeln usw., ich wiederhole jetzt nicht
alles.

>Es waere
>schoen, wenn Sie sich (wie in diesem Thread auch weitgehend Herr
>T. aus B.)

"Dieser" thread geht über eine nicht von mir ausgegangene Provokation,
nicht über Segeln.

>zurueckhalten, damit wieder ueber Autopiloten, Einhandsegeln, Nachts-segeln,
>Rollreffs usw. unterhalten werden kann. Und nicht die gerade eingetretene
>positive Wendung wieder umdrehen. Bitte, bitte, bitte!

Du hast es einfach nicht begriffen. Die newsgroup wird nicht durch
Unterdrückung von unliebsamen Meinungen besser. Und genau das wird
verlangt: Man solle sich doch bitte nicht über Rettungswesten
unterhalten, Charterer mögen doch bitte ruhing sein, wenn sich
richtige Segler unterhalten usw.

Ich werde mich hier jedenfalls nicht wegen Euch zurückhalten nach dem
Motto "Kinder haben ruhig zu sein, wenn sich Erwachsene
unterhalten". Wenn Du meine postings nicht lesen willst, lerne mit
Deinem newsreader umzugehen.

Wieso eigentlich "damit man sich wieder ... unterhalten kann"? Was hat
Euch gehindert?

>Ich weiss, dass es in juengerem Alter schwieriger ist, Ansichten und
>Meinungen anderer, aelterer Menschen einfach so hinzunehmen, jedenfalls solange
>diese es nicht darauf abgesehen haben, darueber zu diskutieren.

Wenn Du nicht diskutieren willst, bist Du hier definitiv am falschen
Ort.

Ich fürchte, um jetzmal auch zu provozieren, daß "Ältere" mit den
neuen Medien einfach überfordert sind. Lies den Text zur
"Generation @", das Original.
(http://www.netzservice.de/Home/kk/inkomploehntopp/01322.html)
Nicht nett, aber wer verlangt wird, daß man "Meinungen älterer
Menschen einfach hinnimmt", darf sich nicht wundern.

>In diesem Sinne moechte ich Dich beim Wort nehmen und hoffe, dass die zwischen-
>zeitlichen Postings der zitierten Art Teilnehmer wie Manfred, Wolfram u. Heinz
>nicht schon so verschreckt haben, dass der gerade in Gange gekommene Erfahrungs-
>austausch wieder erstirbt.

Mein Güte, was seid ihr denn drauf, daß meine Postings Euch
verschrecken?

Ansonsten korrekt. Niemand, ich als letzter, beklage mich über die
Postings mit Einhandsegel-Inhalt. Korrekt auch, daß Meta-Diskussionen
wie diese nur bedingt on-topic sind, aber ich weise darauf hin, daß
wir hier im Thread "Provokation" sind, der ja wohl darauf angelegt
war, eine Meta-Diskussion zu starten. Und der kam keinesfalls von mir.

Roland Hartmann

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Jost Koller wrote:

[Schnipp]

> Beim normalen (Einhand-)Segeln reicht es oft, die Pinne mithilfe einer
> Kammklemme festzusetzen, um das Boot (fuer laengere Zeit) auf Kurs
> zu halten.

Hi

genau dazu habe ich eine Frage. Mich haelt vom Alleinsegeln (Einhand
klingt so nach Weltumsegelung :-) das Segelsetzen und -bergen ab. Meine
Nusschale (15er JK, 6,50x2,00x15qm) dreht sich recht schnell aus dem
Wind, wenn keiner an der Pinne sitzt. Im Hafen ist die Pinne auf einer
Klampe belegt und irgendwie bin ich unsicher, ob ich das Ding im Falle
eines Falles schnell genug losbekomme. Gesehen habe ich mal so ein Ding,
das aussah wie ein grober Blechkamm an einem Scharnier, der die Pinne
festhielt (Ist das oben mit "Kammklemme" gemeint?). Ich weiss nicht
recht, ob das sooo aussieht - gibt es nicht was anderes? Ab naechstem
Fruehjahr will ich an einer Loesung basteln, vielleicht kann ich hier
mal Ideen und Erfahrungen abschoepfen. Ich halte Selbssteueranlagen fuer
so ein kleines Boot fuer Overkill (zu teuer, keine Lichtmaschine am AB,
wohin damit), aber vielleicht gibts auch dazu Tips?

Nebenbei: Mein (Schwert-)Boot ist sauschwer zu trimmen (stark
lageabhaengig), ich bezweifle daher mal, ob "Pinne festsetzen reicht
eine Zeitlang aus" wirklich allgemeingueltig ist.

Gruss

Roland Hartmann

Michael Ottenbruch

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Am 21 Oct 1998 14:45:07 GMT, schrieb Jost Koller
<pt...@rz.tu-clausthal.de>:

> Michael Staats <mic...@thp.Uni-Duisburg.DE> wrote:
> [jede Menge unseglerischer Dinge]
>

> Sehr geehrter Herr Staats,
> haben wir es wieder geschafft?
> Haetten Sie aufgepasst, waere ihnen aufgefallen, dass in den letzten Tagen
> viele erfahrene Segler erstmals nach langer Zeit wieder gepostet haben.
>

> [...]


>
> Es waere
> schoen, wenn Sie sich (wie in diesem Thread auch weitgehend Herr T. aus B.)

> zurueckhalten, damit wieder ueber Autopiloten, Einhandsegeln, Nachts-segeln,
> Rollreffs usw. unterhalten werden kann.
>

> [...]


>
> Sie sollten froh
> sein, von erfahrenen Salzwassernacken etwas dazulernen zu duerfen.
>

> [...]


>
> Ich weiss, dass es in juengerem Alter schwieriger ist, Ansichten und
> Meinungen anderer, aelterer Menschen einfach so hinzunehmen, jedenfalls solange
> diese es nicht darauf abgesehen haben, darueber zu diskutieren.
>

> [...]


>
> Wenn Sie sich einfach nur aus diesem
> Thread zurueckhalten, dann wird der Aerger ueber das damalige Verhalten bald
> verraucht sein, und dann - sofern man sich etwas disziplinieren kann - duerfen
> Einhandsegler ganz normal einander Erfahrungen austauschen.
>

> [...]


>
> In diesem Sinne moechte ich Dich beim Wort nehmen und hoffe, dass die zwischen-
> zeitlichen Postings der zitierten Art Teilnehmer wie Manfred, Wolfram u. Heinz
> nicht schon so verschreckt haben, dass der gerade in Gange gekommene Erfahrungs-
> austausch wieder erstirbt.

Die Arroganz, mit der Du hier herumschwallst, läßt wenig von der
Abgeklärtheit des Alters erkennen, die Du für Dich in Anspruch nimmst.

Wenn Du und Deine "erfahrenen Salzwassernacken" tatsächlich so sensibel
sind, daß sie sich nicht trauen zu posten, wenn man nicht unliebsame
Mitmenschen zunächst einmal aus der Diskussion ekelt, dann ist das
UseNet vielleicht das falsche Medium. Geschlossene Mailinglisten haben
für Menschen, die keine anderen Meinungen neben sich dulden, große
Vorteile. Leuten das Posten verbieten zu wollen, ist jedenfalls kein
adaequates Mittel, solche Charakterdefizite abzuarbeiten. Kompetente
Bedienung eines Newsreaders (Killfile!) erleichtert es aber, auch hier
unbehelligt von Äußerungen zu bleiben, die einen derart verschrecken.

Oder auch von solchen, die einen einfach nur anöden. In diesem Sinne:

*PLONK*


--
...und tschuess!

Michael
E-mail: M.Otte...@sailor.ping.de

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Jost Koller wrote:
> Gleich dazu meine Frage: Wie legst Du einhand - wenn Du alleine bist - aus
> einer Box bei Wind "von vorne" oder "schraeg von vorne" ab?
>
> Ich mache das bisher immer so, dass ich den Motor anlasse, warmlaufenlasse und mit
> 10-20% Gas (Je nach Windstaerke) das Boot in der Box nach vorne druecke. Es
> haengt dann in den achterlichen Festmachern. In aller Ruhe gehe in dann nach
> zum Bug und hole die vorlichen Festmacherleinen komplett ein. Der Motor
> schiebt ja das Boot weiterhin nach vorne. Anschliessend gehe ich wieder ins
> Cockpit, drossele den Motor und hole beim mehr oder weniger langsamen raus-
> treiben aus der Box die achterlichen Festmacherleinen ein.

Das muss ich mal ausprobieren. Schade, das die Saison fuer mich schon
vorbei ist...

Ich richte mich nach nachbarlichen Gegebenheiten: Gibt es Sorgleinen,
setze ich Leinen auf slip auf der Luvleine fest und verhole per Hand das
Boot aus der Box. Achterleinen werden geloest, die Vorleine auch und ab
geht's. Gibt es Nebenlieger ohne Sorgleinen, hangle ich mittschiffs
stehend das Boot aus der Box. Der Wind hilft dabei und ich muss mich nur
darauf konzentrieren, das Boot zu fuehren. Sind die Nachbarboxen leer,
ziehe ich das Boot langsam unter Motor heraus und hole dabei fix beide
Achterleinen ein.

> Umgekehrt funktioniert das leider nicht so gut, da die Boxen meist deutlich
> breiter als mein Boot sind, weshalb ich i.a. nur eine Festmacherleine ueberlegen
> kann, und dann mehrmals zwischen Buck und Heck hin und herflitzen muss.
> Wenn Du bessere/andere Techniken entwickelt hast, immer her mit den Tips!

Ich fahre mit dem Boot in die Box ein, wobei ich die Achterleinen nach
mittschiffs gebracht habe. Wenn die Poller mittschiffs stehen, stoppe
ich auf, belege ich die Achterleinen direkt bzw mit Bootshaken, fahre
anschliessend in Schueben (einkuppeln, leise Fahrt aufnehmen,
auskuppeln,etc) weiter, bis ich vom Bug uebersteigen kann. Dabei
rauschen die Achterleinen aus und verschwinden im Wasser. Das sieht
immer so aus, als koennte die Schraube sie mal packen. Daher nur in
leichten Schueben einkuppeln. Bei meinen 6 tons bewegt sich das Boot
sehr langsam, so das Zeit fuer alles moegliche bleibt...

-wolfram

Olaf Hoffmann

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Sehr geehrter Herr [Jost] Koller, lieber Michael [Staats]!

Langsam geht mir diese sogenannte "Meta-Diskussion" über die Hutschnur, so
daß ich auch mal meinen Senf dazugeben muß:

Metadiskussion heißt, daß man sich über seinen Diskussionsstil äußert, also
über die Fähigkeit zu kommunizieren, und nicht über Inhalte.
Da es sich hier aber doch mehr um eine Diskussion über die Themen dieser
Newsgroup handelt, und mich das interessiert, äußere ich mich auch dazu:

Wenn man hier eine Diskussion über Inhalte führen will, sollte man doch
tunlichst eine Diskussion zulassen, und nicht jeden Beitrag mit
"jahrelanger Erfahrung" abblocken. Völlig daneben finde ich, Kraft eigener
Arroganz zu beschließen, daß alle anderen von einem lernen könnten und doch
gefälligst schön lesen und lernen sollen, wie die Herren erfahrenen Segler
Seemannschaft vorleben. Woher haben Sie denn ihre Erfahrungen? Sie haben
doch auch irgendwann das erste Mal auf einem Boot gestanden und haben Ihre
hervorragenden Revierkenntnisse und Bootsbeherrschung irgendwie erworben?
Sollte dies nicht der Fall sein haben Sie entweder unseemännisch gehandelt
(ohne Seekarten gefahren, um das hier so strapazierte Wort noch mehr zu
strapazieren) oder sind sozusagen an Bord geboren worden und aufgewachsen
und haben das Boot nur zum Urlaub machen verlassen.
Meinen Sie nicht, daß Sie mit Ihren Postings mehr interessierte
Möchte-gern-Segler vertreiben (die ja von ihren Erfahrungen profitieren
möchten) als jemand, der auf diese eingeht und Fragen nach Rettungswesten
und Bekleidung beantwortet, statt nur mitzulesen und sich anschließend über
die Newsgroup zu beschweren?

Leider weiß ich nicht, was hier unter "Erfahrungen" verstanden wird, ich
vermute mal, ich finde unter den "Erfahrenen" keine Gnade: 23 Jahre alt,
erster Segelschein (ja, ich weiß, daß das nichts zählt!) mit 7 Jahren,
Ausbilder für den Sportbootführerschein Binnen unter Segel und Motor mit 18
Jahren. Zweijährige Ausbildung zum Marineoffizier, einschließlich
zweimonatiger Lehrgang "Seemannschaft" auf Segelschulschiff "Gorch Fock"
mit rund 3.600 sm. Etwa 7.000 sm auf Booten der Bundesmarine einschließlich
Erwerb der Genehmigung zum Führen eines Bootes der Flottille der
Minenstreitkräfte im Übungsmarsch (Leistungsnachweis I für Wachoffiziere).
Bisher bin ich leider nur etwa 1.500 Meilen auf See gesegelt, darunter ein
Sturmtörn Ostern 1998 von Helgoland nach Grimsby/ GB und eine Fahrt als
Wachführer auf dem Ausbildungstörn der Segel AG Ende August.

Naja, vielleicht wenn man Lebensalter in Relation zur Segelpraxis setzt ...

Übrigens:
Ich bewundere jeden Segler, egal ob Einhand- oder Charter-, der gute
Seemannschaft praktiziert.
Ich verachte jeden Segler, der die See nicht achtet und glaubt, sie
bezwingen zu können!

Mit freundllichen Grüßen, bis bald,

--
Olaf Hoffmann
Leutnant zur See
Universität der Bundeswehr Hamburg -Segel AG-
Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder,
die nicht unbedingt mit der meines Dienstherren übereinstimmen muß.

Olaf Hoffmann

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Michael Ottenbruch <M.Otte...@sailor.ping.de> schrieb im Beitrag
<70kv9i$71u$1...@lilly.ping.de>...

> Die Arroganz, mit der Du hier herumschwallst, läßt wenig von der
> Abgeklärtheit des Alters erkennen, die Du für Dich in Anspruch nimmst.
[...]

> Oder auch von solchen, die einen einfach nur anöden. In diesem Sinne:
>
> *PLONK*

Schade, daß ich diesen Beitrag erst beim Posten meines obenstehenden
gefunden habe ...
Ich hätte mir die Arbeit sparen können.

Felix Hofmann

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

Olaf Hoffmann schrieb in Nachricht
<01bdfd11$3e3d0660$Loca...@icke.uni-hamburg.de>...

>Sehr geehrter Herr [Jost] Koller, lieber Michael [Staats]!
>
... Schnitt

>
>Übrigens:
>Ich bewundere jeden Segler, egal ob Einhand- oder Charter-, der gute
>Seemannschaft praktiziert.
>Ich verachte jeden Segler, der die See nicht achtet und glaubt, sie
>bezwingen zu können!
>
>Mit freundllichen Grüßen, bis bald,
>
>--
>Olaf Hoffmann

Moin Olaf,

Im Ernst: Hut ab!
Das ist die richtige Einstellung. Nur der Seemann weiß die See einzuschätzen und
sie zu würdigen. Echte Seeleute haben sich immer durch Bescheidenheit
ausgezeichnet. Alles andere ist Geplärre.

Gruss

Felix


Jost Koller

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Roland Hartmann <hart...@e-technik.fh-wiesbaden.de> wrote:
: [Schnipp]

: genau dazu habe ich eine Frage. Mich haelt vom Alleinsegeln (Einhand


: klingt so nach Weltumsegelung :-) das Segelsetzen und -bergen ab. Meine
: Nusschale (15er JK, 6,50x2,00x15qm) dreht sich recht schnell aus dem
: Wind, wenn keiner an der Pinne sitzt. Im Hafen ist die Pinne auf einer
: Klampe belegt und irgendwie bin ich unsicher, ob ich das Ding im Falle
: eines Falles schnell genug losbekomme. Gesehen habe ich mal so ein Ding,
: das aussah wie ein grober Blechkamm an einem Scharnier, der die Pinne
: festhielt (Ist das oben mit "Kammklemme" gemeint?). Ich weiss nicht
: recht, ob das sooo aussieht - gibt es nicht was anderes? Ab naechstem
: Fruehjahr will ich an einer Loesung basteln, vielleicht kann ich hier
: mal Ideen und Erfahrungen abschoepfen. Ich halte Selbssteueranlagen fuer
: so ein kleines Boot fuer Overkill (zu teuer, keine Lichtmaschine am AB,
: wohin damit), aber vielleicht gibts auch dazu Tips?

: Nebenbei: Mein (Schwert-)Boot ist sauschwer zu trimmen (stark
: lageabhaengig), ich bezweifle daher mal, ob "Pinne festsetzen reicht
: eine Zeitlang aus" wirklich allgemeingueltig ist.

Hallo Roland,
mit dem Begriff 'Kammklemme' meinte ich tatsaechlich so'n Ding, wie Du
es gesehen hast, d.h. ein grober Blechkamm an einem Scharnier, in den ein
rechtwinkliges Blechstueck von der Pinne einsetzt. Kann sein, dass der
bessere Begriff 'Ruderarretierung' waere.
Durch das leichte Gewicht sind Jollenkreuzer tatsaechlich schwerer zu
trimmen bzw. sehr empfindlich. (Wir hatten 17 Jahre einen WEGU 'Happy Sailing'
Jollenkreuzer.)
Die Sache mit der Selbststeuerung bei Ruderarretierung funktioniert auch
bei meinem jetzigen Kielschwerter nur auf am-Wind bis hart-am-Wind-Kursen.
Ansonsten dauert es unterschiedlich lang, bis er aus dem Ruder laeuft.
Eine Moeglichkeit, die ich aber noch nie selber ausprobiert habe, besteht
in einer Selbststeuerung mittels einer Leine, die von der Fock aus ueber
die Luv-Seite des Bootes auf Bloecken an der Pinne befestigt wird. An der
anderen Seite der Pinne sorgt ein Gummi fuer Zug. Genau beschrieben (mit
Skizze) ist dies in Rollo Gebhards ersten Buechern "Seefieber" und "Ein
Mann und sein Boot" (steht ganz hinten). Ich kann Dir aber gerne die Seiten
kopieren und zuschicken (dauert ab'n bisschen, da ich die Buecher z.Z. nicht
hier habe, fruehestens naechste Woche).
Einen kleinen Autopiloten wuerde ich nicht unbedingt als 'Overkill' bezeichnen.
Wenn das Ruderblatt schoen nach unten durchgefiert ist, die Segelgroessen
halbwegs aufeinander abgestimmt, dann waere ein preiswerter Autopilot ein
bequeme Loesung. Der immer mit Schrecken verbreitete hohe Stromverbrauch
tritt erst dann ein, wenn der Autopilot Hoechstleistungen bringen muss, d.h.
bei gaaaaaanz schlecht getrimmten Boot. Ich habe zwar eine Lichtmaschine am
Aussenborder, diese aber noch nicht an die Batterie angeschlossen, weil das
aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs nicht unbedingt noetig ist. Bei 0.4-0.8 A
im normalen Betrieb (wie gesagt, bei halbwegs getrimmtem Boot, sicher auch
bei Deinem Jollenkreuzer) kann man das Ding einige Zeit laufen lassen, ohne
die Batterie nennenswert zu belasten. Allerdings kosten die preiswertesten
Autopiloten ca.750 DM, also nicht ganz billig. Bei Gebrauchten waere ich
vorsichtig, da sich bei schlechter Behandlung, sprich hohem Verschleiss die
Lebensdauer verkuerzen koennte.

Viele Gruesse,
Jost

Jost Koller

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Roland Hartmann <hart...@e-technik.fh-wiesbaden.de> wrote:
: Wind, wenn keiner an der Pinne sitzt. Im Hafen ist die Pinne auf einer
: Klampe belegt und irgendwie bin ich unsicher, ob ich das Ding im Falle
: eines Falles schnell genug losbekomme. Gesehen habe ich mal so ein Ding,

Upps, hatte die Antwort auf diese Frage vergessen.
Die Pinne wird nur "ganz locker" in die Arretierung reingelegt, d.h. der
Kamm dazu hochgeklappt. Zum Aufheben der Arretierung reicht es deshalb,
die Pinne leicht anzuheben. Sie ist dann sofort frei und in allen Richtungen
bewegbar. Kann man alles in Sekundenbruchteilen mit einer Hand erledigen.
Jedenfalls kein Problem.

MXX3837795

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

Im Artikel <70k6pe$pqf$1...@news-hrz.uni-duisburg.de>, mic...@thp.Uni-Duisburg.DE
(Michael Staats) schreibt:

>
>Also langsam ärgerts etwas. Da Du ja scheinbar auch keine Hemmungen
>hast, bei anderen Einhandsegler, also die auf "Deiner Seite",
>evtl. Unkenntnis zu unterstellen, unterstelle ich Dir jetzt mal
>Unkenntnis, wie Usenet funktionert, wie Diskussionen so typischerweise
>ablaufen. Da ist DIESE Newsgroup eher ein Positivbeispiel.

Was meinst Du mit "Deiner Seite" ? Habe diese Diskussion nicht
angestoßen. Aber es gibt anscheinend Segler, denen die Einseitigkeit
dieser Gruppe aufgefallen ist und die halt Ihre Kritik mal äußern
wollten.
Natürlich kenne ich das Usenet nicht. Ich gehöre nicht zu den Leuten,
die den ganzen Tag an Ihren (kostenlosen) Uni-Rechnern sitzen und sich
am Usenet ergötzen. Mir ist nur der Segelbereich bekannt. Und da kenne
ich halt andere und vor allen Dingen bessere Bereiche.

>
>Im übrigen möchte ich jetzt sofort Belege und Msg-Id des angeblichen

>"Möchtegern" Segler Postings sehen. Sonst muß ich Euch leider
>vorwerfen, das ihr haltlose Vorwürfe macht.

Was verlangst Du. Ich bin doch hier nicht der Archivar. Lies doch selbst !

>
>>Ich hoffe, es beteiligen sich in Zukunft mehr Leute mit Deiner
>>seglerischen Erfahrung, dann könnte man auch die "Spinner"
>>besser abblocken, was wiederum mehr Segler anlocken würde
>>(und nicht abschrecken) sich hier zu äußern !
>
>Erst das, dann:
>
>>Vieleicht würden dann auch die vielen Charterskipper in dieser NG
>>etwas leiser werden,
>
>Ok, noch so eine Bemerkung und Du stehst im Killfile.
>Wenn das da oben keine abschreckende Bemerkung war, weiß ich es
>nicht. Bei mir wird das im Übrigen nicht funktionieren, ich weiß, wie
>man mit solchen Leuten im Usenet sinnvollerweise umgeht.

Genau das sind diejenigen Beiträge, welche die Praktiker
hier so abschrecken, sich zu beteiligen !
Ist das eine persönliche Bedrohung ? Killfile ????
Anhand Deiner sicherlich außerordentlich großen Lebenserfahrung
(oder beschränkt sich die nur auf Dein geliebtes Usenet) bin ich sicher,
daß Du mit "solchen" Leuten richtig umgehst. Gibt auch eine einfache
Lösung: Kopf ab oder zumindest Mund verbieten. Aber vieleicht
hast Du trotz Deiner vielen Termine im Usenet mitbekommen,
das hier noch Andere sind, die mit den Beiträgen in DIESER Gruppe
nicht so ganz konform gehen. Im übrigen scheint das ja jetzt hier
auszuarten, ist als ob man in ein Wespennetz gestochen hätte.


>
>Wenn Du hier die Gruppe in Deiner maßlosen Arroganz (passt übrigens


>ganz gut zu der, in auch von einem Einhandsegler angesprochenen

>Mercedes Mentalität der 12.5 m Yacht Bestizer) hier die Chartersegler,


>und das a) die meisten, b) die, je nach Erfahrung, am meisten von

>dieser Gruppe haben, c) nicht mal die absoluten Anfänger, denn die


>fragen, wo sie denn jetzt wie Segeln lernen sollen, leiser drehen

>willst, würde ich Dir eher vorschlagen, Du gründest
>de.alt.sport.wir.sind.die.cracks.laßt.uns.in.ruhe.segeln und verhältst


>Dich selber etwas leiser hier.

Segeln lernst Du nur auf einem Segelboot. Und zwar nur da !
Mit absoluter Sicherheit nicht hier ! Und Anfänger werden durch
solche Beiträge wie Deinen eher abgeschreckt, überhaupt damit
anzufangen. Auf den Vorwurf der Arroganz und Mercedes-Mentalität
gehe ich hier nicht ein. Nur soviel, wenn Du Dir eine SY nicht leisten kannst,
kauf Dir doch `ne Jolle oder `nen Hobby-Kat. Das ist sowieso die interessantere
Art zu segeln und da mußt Du es auch können, weil Du sonst
schnell im Bach liegst. Vor Jollenseglern habe ich allemal mehr Achtung
als vor der Sorte Segler, die ein-oder zweimal im Jahr einen Chartertörn
machen, "Ihr" Boot dann mit meist fremden Mitseglern vollknallen
(Anfänger angenehm), sich dies auch noch von den Anderen bezahlen
lassen (so Sie umsonst segeln und vor "Ihrer" Crew auch noch den
Superskipper spielen können) und dann Ihre "Erfahrungen" hier in der
NG mitteilen (z.B. Meuterei an Bord etc.)
Ob Du dazugehörst, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Ich vermute es halt stark !


Gegen die Einrichtung einer NG speziell für Charterer hätte
ich nichts, wäre der Erste, der sich da nicht beteiligen würde.
Ist übrigends in Ländern, die schon einen Schritt weiter sind,
so üblich: Aufteilung in verschiedene Interessengebiete.
Da gibt es auch die "Crack" Gruppen, nur empfinden die sich nicht
so und sind auch nicht immer so aufgeregt und vor allen Dingen
werden da keine Bedrohungen ausgesprochen.
Ich empfehle Dir, schau mal in

"benete...@sailnet.com"

da kannst Du lernen, wie "aktive" Segler untereinander umgehen.

>
>>Und dann könnte das hier doch noch eine interessante Runde werden.
>
>Nein.

Aber sicher !

Manfred


>--
>Michael Staats, Theoretical Physics, Uni-GH Duisburg
>email: mic...@thp.Uni-Duisburg.DE
>

>--------------------Headers-----------------------
>
>Path:
>lobby01.news.aol.com!newstf02.news.aol.com!portc03.blue.aol.com!newsfeed.
cwix.com!194.72.7.126!btnet-peer!btnet!newscore.univie.ac.at!news-ge.switc
h.ch!news-fra1.dfn.de!news-ber1.dfn.de!zrz.TU-Berlin.DE!cs.tu-berlin.de!un
i-duisburg.de!michael
>From: mic...@thp.Uni-Duisburg.DE (Michael Staats)
>Newsgroups: de.rec.sport.segeln
>Subject: Re: Provokation - oder nicht?
>Date: 21 Oct 1998 08:42:22 GMT
>Organization: Theoretische Physik, Uni-GH-Duisburg, Germany
>Lines: 47
>Message-ID: <70k6pe$pqf$1...@news-hrz.uni-duisburg.de>
>References: <362cd...@news1.cityweb.de>
><19981020153732...@ngol04.aol.com>
>NNTP-Posting-Host: hal6000.uni-duisburg.de
>Mime-Version: 1.0
>Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1

MXX3837795

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

Im Artikel <362D9DB2...@zedat.fu-berlin.de>, Wolfram Fassbender
<wo...@zedat.fu-berlin.de> schreibt:

>
>Der Windpilot bringt soviel Kraft auf die Pinne, dass ich nicht mit der
>Hand gegensteuern kann. Damit habe ich etwas Luft, wenn das Boot
>luvgierig wird. Dann allerdings muss ich auf den Trimm achten, der mit
>viel Feingefuehl eingestellt werden muss, sonst verliere ich den Kurs.

>Meine Regeln fuer das Reffen sind: =


>
>
>- Wenn das Schanzkleid anfaengt, durch's Wasser zu ziehen, wird das Reff

>eingebunden. =

Also, das ist mir zu spät. Ein Segelboot sollte möglichst aufrecht
gesegelt werden. Segelt dann auch schneller. Macht Dein
Windpilot das mit ? Mit so viel Krängung ?


>
>
>- Wenn Wetter erwartet wird, reffe ich, bevor es kommt.
>
>Allerdings fahre ich mit 40 qm auch nicht gerade ein Leichwindfahrzeug.
>Bis 4 - 5 Bft geht es mit Vollzeug, dann muss das erste Reff eingebunden
>werden. Materialschlachten vermeide ich allerdings.

Ich reffe ab Bft 4. Kommt allerdings auch auf den Kurs (hart am Wind
oder raumer Wind) an. Bei Wind von achtern kann ich gut bei 5
noch mit Genua fahren. Allerdings muß ja irgendmal der Kurs gewechselt
werden, da gilt es dann vorher zu reffen. Das ist mit Rollfock leicht
möglich. Auch das Groß zu reffen ist mit Rückenwind allemal einfacher
und angenehmer.


>
>
>> Also da kannst Du mit Deiner Anlage, wenn es denn stimmt, total
>> zufrieden sein. Sowas habe ich allerdings in meinem Bekanntenkreis

>> noch nicht geh=F6rt. Eigentlich sind elektrische Piloten immer genauer


>> als Windpiloten.
>
>Zufrieden bin ich. Eine der besten Anschaffungen, die ich mir geleistet
>habe. Es gibt zwei Schwachstellen:
>
>1. Bei Flaute oder schwachem Wind arbeitet er nicht. Das gilt also auch
>platt vorm Laken. Fuer Flaute wollte ich daher den kleinen Autohelm
>einsetzen, der dann den Windpiloten steuern sollte.

Also wie das funktioneren soll, bitte mitteilen !


>
>2. Er nimmt jede Boe mit, luvt also an. Das bringt zwar Raum, kann aber
>dazu fuehren, dass der unterm Strich gesegelte Kurs nicht mehr stimmt.

>Mitplotten ist also deutlich angesagt. =

Da ist der elektrische Pilot ungemein genauer. Der hält stur seinen
Kurs (natürlich mit Abweichungen nach BEIDEN Seiten). Da kommst
Du punktgenau an (fast).
Dafür bekommt er allerdings die Winddrehungen nicht mit.
Aber das merkst Du ja meist selbst, egal wo Du Dich aufhälst im
Boot. Dann mußt Du halt neu einstellen.

Grüße

Manfred


>
>
>

MXX3837795

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

Im Artikel <70iee6$kq8$1...@methusalix.rz.tu-clausthal.de>, Jost Koller
<pt...@rz.tu-clausthal.de> schreibt:

>
>Leider habe ich keine Idee, wie man dem abhelfen koennte, aber neulich
>bei einem Navico-TP 100 auf der Nordsee mit der Manta19 genau das gleiche
>erlebt. Dort schien das neue Geraet aber dauerhaft kaputt zu sein. Muss mal
>nachfragen, was draus geworden ist.
>

Also das ist in meinen Augen der große Nachteil der elektrischen
Anlagen, daß halt Feuchtigkeit in das Steuerelement eindringt.
Du kannst diese Dinger anbringen wo Du willst, auch als
eingefleischter Schönwettersegler (ich) ist nicht zu verhindern
daß mal Salzwasser überkommt oder ein Regenschauer nieder-
prasselt. Außerdem werden die Piloten bei Soloseglern natürlich
stark beansprucht, da muß man sich auf Verschleiß einstellen.
Reparaturen gelingen nach meiner Erfahrung selten, es sei denn,
Du schickst das Teil an den Hersteller, aber das dauert. Zum Glück
brauchst Du ja nur das Steuerelement auszutauschen.

Grüße

Manfred

MXX3837795

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

Im Artikel <70ku5r$12f$1...@news-hrz.uni-duisburg.de>, mic...@thp.Uni-Duisburg.DE
(Michael Staats) schreibt:

>


>Ich fürchte, um jetzmal auch zu provozieren, daß "Ältere" mit den
>neuen Medien einfach überfordert sind. Lies den Text zur
>"Generation @", das Original.
>(http://www.netzservice.de/Home/kk/inkomploehntopp/01322.html)

Richtig netter Umgangston hier !
Absolut tolerant !
Überhaupt nicht "maßlos arrogant" (kommt Dir das nicht bekannt vor ?)

Und übrigends: Warum segelst Du eigentlich im Regen ?

>
>Mein Güte, was seid ihr denn drauf, daß meine Postings Euch
>verschrecken?


Vieleicht dieses ominöse "Killfile". Was immer das sein mag.
Klingt unglaublich bedrohlich. Bin richtig erschrocken !

>
>Ansonsten korrekt. Niemand, ich als letzter, beklage mich über die
>Postings mit Einhandsegel-Inhalt. Korrekt auch, daß Meta-Diskussionen
>wie diese nur bedingt on-topic sind, aber ich weise darauf hin, daß
>wir hier im Thread "Provokation" sind, der ja wohl darauf angelegt
>war, eine Meta-Diskussion zu starten. Und der kam keinesfalls von mir.


Whow....

Meta-Diskussion, on-topic, Thread.......

alle Macht den Kid`s


Manfred

...der mit einem Bein schon in der Kiste ist...


MXX3837795

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

Hallo

Sailors, Theoretiker, Praktiker, Charterer, Anfänger, Cracks, Eigner, Spinner,
Kid`s,
Methusalems und nicht zu vergessen, die Usenet-Profis.

Es reicht (mir) !!!

Bin weg (einige werden sagen, wird auch Zeit).

Was mich aber am meisten amüsiert hat an dieser Diskussion
(Neudeutsch: Thread):

Der Initiator dieser Angelegenheit sitzt sicher irgenwo
auf seinem Boot und lacht sich eins.
Dafür hat es sich gelohnt, nicht wahr Jens ?

und tschüß

Manfred

Alexander Stielau

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) writes:

> >Im übrigen möchte ich jetzt sofort Belege und Msg-Id des angeblichen
> >"Möchtegern" Segler Postings sehen. Sonst muß ich Euch leider
> >vorwerfen, das ihr haltlose Vorwürfe macht.
>
> Was verlangst Du. Ich bin doch hier nicht der Archivar. Lies doch selbst !

*PLONK*


Norbert Gschw.

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

>>Sollte man grundsätzlich nicht machen. Ist nicht gut für Boot, Segel
>>und einen selbst. Und überhaupt: Seeschlag ? Hörst Du keinen
>>Wetterbericht ? Bist Du Masochist ? Segeln bei schwerem Wetter ?
>>Das machen doch nur Anfänger !
>
>Oder Charterer, die über begrenzte Zeit verfügen, viel Geld ausgegeben
>haben und Segeln wollen, und ggf. erst nach dem halben Törn in
>"schweres Wetter" geraten und zurück müssen. Schenk mir ein Schiff,
>besorg mir einen Job, wo ich viel Freizeit habe, und ich segle auch
>nur noch bei Sonnenschein und 4 bis 5.
>
Gerade zurück von Chartertörn Elba-Korsika. Wäre gerne noch ein paar Wochen
geblieben- aber Job und Familie und der Rückgabetermin zwangen uns doch bei
6 gegen Welle ums Nordkap von Korsika.
An der Westseite von Korsika muß man so wie so mit etwas rauheren
Bedingungen rechnen, aber ein 6er ist doch noch kein Sturm sondern
Starkwind!
Ich lasse mir gerne von erfahrenen Salzbuckerln erklären, wie ich auf
längeren Schlägen schweres Wetter vermeiden kann - meine Frau wäre
glücklich, wenn ich endlich auf allen Kursen "Schönwettersegeln" garantieren
würde :-)
(Bitte schreibt mir jetzt nicht, ich soll Wetterinfos einholen - das tun wir
. Und mit meiner Frau segle ich in geschützten Revieren)

Norbert


Norbert Gschw.

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to

>> Ich schaue mir schon seit einiger Zeit Segeln-Newsgroups in Deutschland,
>> USA und Dänemark an. Zu meinem allergrößten Erstaunen und ganz scharfem
>> Kontrast zu den beiden anderen (nichtdeutschen) Newsgroups, beschäftigen
>> sich die deutschen Newsgroup User fast ausschließlich mit Führerscheinen
>> und Rettungswesten!
>
Die Amis brauchen auch keine Scheine, in England gibt es für Binnen auch
nichts.
In Deutschland ist das ein riesen Zirkus.
Mußte erst vor kurzem klären, ob ein Engländer ( hi John :-)) auf der
Mecklernburger Seenplatte charten darf - ohne Sportboot Binnen. Darf er weil
er kein Deutscher ist.

In Deutschland gibt es halt viel Scheinwissen!

Norbert

Holger Wetzel

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Patrick Schulze wrote:
>
> Holger Scholl wrote:
>
> > Hat schon mal jemand die Durchfahrt von La Maddalena nach Suedosten
> > (Name der kleineren Insel habe ich gerade nicht im Kopf) benutzt?
> > Ueber die Tiefe und die Betonnung gaben franzoesische und italienische
> > Seekarten
> > hoechst unterschiedliche Auskunft...
>
> Hallo Holger!Ja, das ist mir im letzen Jahr auch aufgefallen. Für das Stück
> vom Hafen Cala Gavetta Richtung SE kann ich Dir aber garantieren, daß man dort
> problemlos langfahren kann und es auch eine gute Betonnung gibt.
>
> Auf die anderen Fragen kann ich Dir leider auch keine Antwort geben.
>
> Gruß Patrick

Hallo Holger, hallo Patrick,
ich bin dort einige Male gesegelt.
Die Betonnung ist eigentlich gut dort. Fuer ungeübte Segler stehen aber
einige Untiefen-Tonnen relativ weit vom Ufer entfernt. Scheinbar ohne
Bezug zum Land. Also auf die richtige Seite beim Passieren achten.
Aber das macht ja wohl sowieso jeder - oder?
Tschuess
ebenfalls Holger

Holger Wetzel

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
Jost Koller wrote:
>
> Heinz Kratz <heinz...@cityweb.de> wrote:

>
> Gleich dazu meine Frage: Wie legst Du einhand - wenn Du alleine bist - aus
> einer Box bei Wind "von vorne" oder "schraeg von vorne" ab?
>
> Ich mache das bisher immer so, dass ich den Motor anlasse, warmlaufenlasse und mit
> 10-20% Gas (Je nach Windstaerke) das Boot in der Box nach vorne druecke. Es
> haengt dann in den achterlichen Festmachern. In aller Ruhe gehe in dann nach
> zum Bug und hole die vorlichen Festmacherleinen komplett ein. Der Motor
> schiebt ja das Boot weiterhin nach vorne. Anschliessend gehe ich wieder ins
> Cockpit, drossele den Motor und hole beim mehr oder weniger langsamen raus-
> treiben aus der Box die achterlichen Festmacherleinen ein.

> Umgekehrt funktioniert das leider nicht so gut, da die Boxen meist deutlich
> breiter als mein Boot sind, weshalb ich i.a. nur eine Festmacherleine ueberlegen
> kann, und dann mehrmals zwischen Buck und Heck hin und herflitzen muss.
> Wenn Du bessere/andere Techniken entwickelt hast, immer her mit den Tips!

> (Das gilt natuerlich auch fuer andere (Einhand-)Segler).
>
> Viele Gruesse,
> Jost
>
Hallo Jost,
vielleicht ´ne andere Art habe ich aus dem Mittelmeer mitgebracht:
Dort legt man immer mit dem Heck zur Pier an. Man kann sich auf der
Luvseite oder zur Sicherheit auf beiden Seiten, wenn man noch nicht
weiss wo man anlegen will, vorne durch die Klampen eine lange Leine
stecken und beide Ende, eines mit Palstek, nach achtern fuehren. Faehrt
man jetzt rueckwaerts in die Box, kann man den Palstek auf der Luvseite
ueber den Dalben schmeissen und holt die Leine dicht und belegt irgendwo
in der Naehe des Steuerstandes so, dass das Boot nicht an den Kai
anstoesst. dann steigt man mit der Luv-achterleine ueber und belegt die
auch. Dann hat man Zeit sich um die anderen Leinen zu kuemmern.
Hab´s ausprobiert. Funktioniert auch einhand.
So kann man dann natuerlich auch gut vorwaerts wieder ablegen.

So long

Holger

Hans Steffani

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) writes:
>Natürlich kenne ich das Usenet nicht. Ich gehöre nicht zu den Leuten,
>die den ganzen Tag an Ihren (kostenlosen) Uni-Rechnern sitzen und sich
>am Usenet ergötzen. Mir ist nur der Segelbereich bekannt. Und da kenne
>ich halt andere und vor allen Dingen bessere Bereiche.

Genau das, naemlich das nicht kennen aber das ich weiss besser wie
es hier zugehn soll, ist was Deine nicht segelbezogenen Artikel so
unangenehm zu lesen macht wenn ich das mal so direkt sagen darf.

>Genau das sind diejenigen Beiträge, welche die Praktiker
>hier so abschrecken, sich zu beteiligen !
>Ist das eine persönliche Bedrohung ? Killfile ????

Der Begriff Killfile hoert sich gemeiner an als er ist. In jeder
Newsgruppe gibt es Themen, die einen nicht interessieren, manch-
mal auch Autoren, deren Artikel man keinesfalls lesen will, aus
welchen Gruenden auch immer. Die traegt man dann, bzw. laesst von
seinem Newsprogramm eintragen, in geeigneter Weise in besagtes
Killfile ein. Ein Beispiel: Du interessierst Dich nicht fuer Dis-
kussionen ueber irgendwelche Scheine. Also sagst Du Deinem News-
programm, dass es Dir alle Artikel, wo z.B. das (Teil)Wort "schein"
im Subject vorkommt garnicht erst anzeigt.

Ebenso kannst Du auch Namen eintragen. Du waerst z.B. fast in mei-
nem Killfile gelandet, weil ich ueber Deine Metaartikel uebersehen
hab, dass Du auch gelegentlich was uebers Segeln schreibst

>Ist übrigends in Ländern, die schon einen Schritt weiter sind,
>so üblich: Aufteilung in verschiedene Interessengebiete.

Da jede eingerichtete Newsgruppe auf einem Server einen gewissen
Aufwand an Platz und Rechenleistung braucht, ist ein wichtiges
Element in dem Einrichtungsverfahren der Nachweis von einem zu
erwartetem Newsaufkommen. de.rec.sport.segeln ist m.E. nicht so
stark frequentiert, dass eine Aufteilung noetig und moeglich ist.

>Da gibt es auch die "Crack" Gruppen, nur empfinden die sich nicht
>so und sind auch nicht immer so aufgeregt und vor allen Dingen
>werden da keine Bedrohungen ausgesprochen.

Komm bitte zurueck auf den Boden.

Hans Friedrich Steffani
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/

Jost Koller

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Hans Steffani <hf...@hrz.tu-chemnitz.de> wrote:
[bezog sich auf ein Posting von Manfred]
: Du waerst z.B. fast in mei-

: nem Killfile gelandet, weil ich ueber Deine Metaartikel uebersehen
: hab, dass Du auch gelegentlich was uebers Segeln schreibst

: > -- reicht (mir) !!!


: > Bin weg (einige werden sagen, wird auch Zeit).

Seht ihr, Kinder,
jetzt sind die wenigen Segler wieder weg. Jetzt koennt ihr wieder
ungestoert ueber Scheine, Rettungswesten und Lifebelts diskutieren.
Nur ueber's Segeln, da lernt ihr nix (mehr).

Roland Hartmann

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Jost Koller wrote:
>
> Hans Steffani <hf...@hrz.tu-chemnitz.de> wrote:
> [bezog sich auf ein Posting von Manfred]
> : Du waerst z.B. fast in mei-
> : nem Killfile gelandet, weil ich ueber Deine Metaartikel uebersehen
> : hab, dass Du auch gelegentlich was uebers Segeln schreibst
>
> : > -- reicht (mir) !!!
> : > Bin weg (einige werden sagen, wird auch Zeit).
>
> Seht ihr, Kinder,
> jetzt sind die wenigen Segler wieder weg. Jetzt koennt ihr wieder
> ungestoert ueber Scheine, Rettungswesten und Lifebelts diskutieren.
> Nur ueber's Segeln, da lernt ihr nix (mehr).
>
Oooch, so dramatisch wuerde ich das nicht sehen.
Ich sitze hier in Ruesselsheim vor meinem Rechner und traeume vom
Segeln, waehrend ueber 500km weiter noerdlich mein Kahn im Winterlager
liegt und nach Winterarbeit lechzt. Nach diesem bescheidenem (wir wollen
uns doch zusammenreissen) Sommer(?) geniesse ich es einfach, vom Segeln
zu hoeren. Dass es auch in dieser Gruppe rauscht, nehme ich einfach in
Kauf, nur die Diskussionen ueber den Stil von Postings sollte man
ausrotten (und dabei beteilige ich mich jetzt auch noch daran).
Also - tut einem von der Arbeitsplatzsuche ins Binnenland vertriebenen
einen Gefallen und schreibt, dass ihr diesen Sommer auch nicht richtig
zum Schippern gekommen seid. Alternativ freue ich mich auch ueber
Erfahrungsberichte von sonnigen Mittelmeertoerns *schluchz* oder
stuermischen Kanalueberquerungen *wimmer*.


Mast- und Schotbruch

Roland Hartmann

Michael Staats

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) writes:

>Im Artikel <70k6pe$pqf$1...@news-hrz.uni-duisburg.de>, mic...@thp.Uni-Duisburg.DE
>(Michael Staats) schreibt:

>Was meinst Du mit "Deiner Seite" ? Habe diese Diskussion nicht


>angestoßen. Aber es gibt anscheinend Segler, denen die Einseitigkeit
>dieser Gruppe aufgefallen ist und die halt Ihre Kritik mal äußern
>wollten.

Habich überhaupt kein Problem mit.

>Natürlich kenne ich das Usenet nicht. Ich gehöre nicht zu den Leuten,
>die den ganzen Tag an Ihren (kostenlosen)

Sorry, aber ich kann Dir versichern, die sind ganz schön teuer.

>>
>>Im übrigen möchte ich jetzt sofort Belege und Msg-Id des angeblichen
>>"Möchtegern" Segler Postings sehen. Sonst muß ich Euch leider
>>vorwerfen, das ihr haltlose Vorwürfe macht.

>Was verlangst Du. Ich bin doch hier nicht der Archivar. Lies doch selbst !

Moment, hier wurden erst Behauptungen aufgestellt, und dann nicht
belegt. Ich such doch nicht Belege für Behauptungen anderer.

>Genau das sind diejenigen Beiträge, welche die Praktiker
>hier so abschrecken, sich zu beteiligen !
>Ist das eine persönliche Bedrohung ? Killfile ????

Ahung?

>Anhand Deiner sicherlich außerordentlich großen Lebenserfahrung
>(oder beschränkt sich die nur auf Dein geliebtes Usenet)

Nur. Ich bin ein Skript.

>Nur soviel, wenn Du Dir eine SY nicht leisten kannst,
>kauf Dir doch `ne Jolle oder `nen Hobby-Kat. Das ist sowieso die interessantere
>Art zu segeln und da mußt Du es auch können, weil Du sonst
>schnell im Bach liegst.

Ich hab ehrlich gesagt schon mehrmals drüber nachgedacht. Aber dann
habe ich das Transportproblem, oder bin auf einen Teich festgelegt.

>Vor Jollenseglern habe ich allemal mehr Achtung
>als vor der Sorte Segler, die ein-oder zweimal im Jahr einen Chartertörn
>machen, "Ihr" Boot dann mit meist fremden Mitseglern vollknallen
>(Anfänger angenehm), sich dies auch noch von den Anderen bezahlen
>lassen (so Sie umsonst segeln und vor "Ihrer" Crew auch noch den
>Superskipper spielen können) und dann Ihre "Erfahrungen" hier in der
>NG mitteilen (z.B. Meuterei an Bord etc.)
>Ob Du dazugehörst, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Korrekt.

>Ich vermute es halt stark !

Flsach.

>Gegen die Einrichtung einer NG speziell für Charterer hätte
>ich nichts, wäre der Erste, der sich da nicht beteiligen würde.
>Ist übrigends in Ländern, die schon einen Schritt weiter sind,
>so üblich: Aufteilung in verschiedene Interessengebiete.

Sorry, sieh Dich bitte im de.* Usenet um. Lies de.newusers,
bitte. Natürlich gibt es in de.* Aufteilungen nach
Interessensgebieten, _wenn_ es _sinnvoll_ ist. de.rec.segeln muß nicht
aufgeteilt werden, der Traffic reicht nicht annähernd aus. Selbst wenn
Du einen RfD dafür hinkriegst, mein Nein ist sicher.

>so und sind auch nicht immer so aufgeregt und vor allen Dingen
>werden da keine Bedrohungen ausgesprochen.

Sorry, welche Bedrohung? de.newusers erklärt Dir bestimmt, was ein
Killfile ist.

>Ich empfehle Dir, schau mal in

>"benete...@sailnet.com"

>da kannst Du lernen, wie "aktive" Segler untereinander umgehen.

Wenn ich die Zeit finde, gerne.

Tschüß,
Michael

Jens Ewerling

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Segeln Newsgroup USA: rec.boats.racing und rec.boats.cruising
Dänemark: dk.fritid.sejlads (alles auf Dänisch, könnte mir aber
vorstellen, daß man einfach irgendwas auf Englisch reinstellt und die
Dänen antworten)

Gruß

Jens

Dirk Klassen wrote:

> MXX3837795 schrieb:
> >
> > Hallo Jens,
> >
> > gut gebrüllt, Löwe !
> >
> > Du sprichst mir aus der Seele !
> >
> > Seit über einem Jahr verfolge ich jetzt diese NG, immer in der
> > Hoffnung,
> > mal einen wirklich interessanten Beitrag zu finden, da kommt selten
> > was rüber, meist sind es immer die gleichen Leute, die sich endlos
> > über Führerscheine etc. auslassen.
> > Auf Fachfragen kommt hier selten eine Antwort, sind hier zu wenig
> > Segler, ist die NG zu klein, oder trauen sich die wirklichen Segler
> > wegen der vielen Spinner nicht mehr in die NG ?
> >
> > Du hast recht, die entsprechenden NG in z.B. GB oder USA
> > sind wesentlich informativer, da werden z.B. technische Details zu
> > SY oder auch Austausch über Reviere oder Adressenaustausch
> > von Händlern, Dienstleistern etc mitgeteilt.
> > Auch der FUN kommt nicht zu kurz !
> >
> > Hoffentlich ändert sich das hier mal, sonst ist das auf Dauer
> > LANGWEILIG !
> >
> > Manfred
> >
> > ...... der auf dem Vordeck tanzt......
> >
> > (ohne Lifeline, ohne Rettungsweste)
>
> Tach auch,
>
> wo find ich denn die NGs, von denen Ihr sprecht?
>
> Gruss
>
> Dirk
> -----
> immer dran denken:
> kein Alkohol, bevor die Sonne nicht über der Rah steht...

--
Regards

Jens Ewerling
Communication & Marketing

NORTH SAILS EUROPE A/S Tel. +45-3920-4090
Sundkrogskaj 8 Fax +45-3920-4412
DK-2100 Copenhagen http://www.europe.northsails.com
Denmark

*******************Internet Email Confidentiality
Footer*******************
Privileged/Confidential Information may be contained in this message.
If
you are not the addressee indicated in this message (or responsible
for
delivery of the message to such person), you may not copy or deliver
this
message to anyone. In such case, you should destroy this message, and

notify us immediately. If you or your employer does not consent to
Internet
email messages of this kind, please advise us immediately. Opinions,
conclusions and other information expressed in this message are not
given
or endorsed by my firm or employer unless otherwise indicated by an
authorized representative independent of this message.

Guenther Harms

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Heinz Kratz wrote:
>
> Hallo Leute ,hallo Segler(innen),hallo Scheinemacher.
>
> Bevor ich zum Thema schreibe hier die Vorstellung
> Ich heiße Heinz Kratz bin 50 Jahre alt,häufiger Alleinsegler,
> (Nordsee, Ostsee,Nordatlantik)und habe "nur"die amtlichen
> Scheine.
>
Heiz schrieb :
> [...]
> Wer wirft jetzt den ersten Stein
>
> Grüße an alle
>
> Heinz Kratz
>
> 51 N 15 92
> 06 E 45 69
^
Uebrigens: hier fehlt 'ne 0, aber das lernt man erst beim
BR-Schein

MfG Guenther Harms

PS: bei mir fehlt ein ";-)" ;-)

Heinz Kratz

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Hallo Leute

Nach der nun doch heftiger werdenden Diskussion muß ich doch noch ein paar
Anmerkungen machen.

Zum Thema " Möchtegernsegler"
Ich als betroffener kann nur sagen ( zu dem der die Nachrichten sehen will)
Glaubst du wirklich das ich solchen "Mist" speichere.Bist du der Meinung das
ich Verfasser solcher Nachrichten hier öffentlich
machen sollte ( oh oh oh )?
Ich nenne keine Namen damit das ganze sachlich bleibt und
nicht in Beleidigungen ausartet.

Zum Killfile:
Das macht mir aber Kopfschmerzen.

Zu ältere Teilnehmer im Net.
Es mag einige "ältere" User ( Neudeutsch) die noch Schwierigkeiten
mit dem Medium haben. Diese dann zu erschrecken empfinde ich
als unverschämt. Ich zähle mich auch zu den älteren (50)möchte dem Schreiber
aber sagen mit diesem Medium kenne ich mich gut
aus . Schon 1977 betrieb ich eine Mailbox in Köln mit einem Eigen-
baurechner unter CPM2.2 .

zu Charterseglern
Ich habe nichts negatives über Charterer geschrieben.Aber der Meinung das
diese etwas "leiser" sein sollten schliesse ich mich
an.
Ich bin gerne bereit über meine Erlebnisse mit Charterschiffen
zu berichten.

Zum Beitrag des Marinesoldaten.
Meine Hochachtung.

Zum Thema Ausrüstung.
Auch ich besitze Rettungswesten,GPS,Wetterfunk,
Selbsteueranlage (elek.und Wind)und so weiter
(sogar Kurzwelle mit Lizenz).Nur bin ich der Meinung daß
man auch ohne auskommen kann.

Zum Thema Salzbuckel
Ich segele schon sehr lange meist Einhand , mein längster
Törn ging nach Island , würde mich aber nie für den großen
Könner halten (habe ich auch nicht so dargestellt).
Ich bewundere Leute die mit einem kleinen Boot ihre Reisen machen. Letztes
Jahr traf ich in Schottland ein dänisches
Ehepaar ( 68 und 74 ) mit einem Folkeboot. Hut ab.

Was mir noch auffiel
Ich schrieb: Wer wirft den ersten Stein?
Und siehe da es wurde geworfen. Leider waren es wieder die
User (Neudeutsch) die in Ihrer Adresse irgend einen Unizugang
hatten.

Zum Schluß noch mal
Ergötzt euch nicht so sehr an Leuten wie mir.
Bleibt sachlich und vor allem geht Segeln auf einem Revier
welches eurem Schiff und euren Kenntnissen angemessen ist

Alle sollten noch mal den Beitrag des Marinesoldaten lesen.
( Seemannschaft )


Heinz Kratz

--


51 N 15 92
06 E 45 69

heinz...@cityweb.de
Und immer schön fröhlich bleiben


Wolfram Fassbender

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
MXX3837795 wrote:

> >- Wenn das Schanzkleid anfaengt, durch's Wasser zu ziehen, wird das Reff
> >eingebunden. =

> Also, das ist mir zu spät. Ein Segelboot sollte möglichst aufrecht
> gesegelt werden. Segelt dann auch schneller. Macht Dein
> Windpilot das mit ? Mit so viel Krängung ?

Ja, macht er. Trimmung sowohl der Segel als auch des Piloten ist
wichtig, sonst faengt das Boot an, in den Wind zu schiessen. Im uebrigen
hast Du recht. Moeglichst aufrecht ist immer besser. Ich muss auch
einschraenkend sagen, dass von den jeweiligen Verhaeltnissen wie
Seegang, mein Kurs zum Wind, meine Entfernung zm Ziel,
Sichtverhaeltnisse, offene See oder Fahrwasser, etc ankommt.


> Ich reffe ab Bft 4. Kommt allerdings auch auf den Kurs (hart am Wind
> oder raumer Wind) an. Bei Wind von achtern kann ich gut bei 5
> noch mit Genua fahren. Allerdings muß ja irgendmal der Kurs gewechselt
> werden, da gilt es dann vorher zu reffen. Das ist mit Rollfock leicht
> möglich. Auch das Groß zu reffen ist mit Rückenwind allemal einfacher
> und angenehmer.

Wenn Kurswechsel absehbar sind, binde ich ebenfalls das Reff vorher ein.
Rollfock hat da unbestreitbar den Vorteil der einfachen und schnellen
Bedienung, ich muss dann auf das Vorschiff und die Genua gegen die Fock
ersetzen. Es hat dabei auch schon Situtationen gegeben, in denen ich
mich gefragt habe: "Was machst Du hier eigentlich ? Tennis waere doch
auch ganz schoen" :-))


> >habe. Es gibt zwei Schwachstellen:
> >
> >1. Bei Flaute oder schwachem Wind arbeitet er nicht. Das gilt also auch
> >platt vorm Laken. Fuer Flaute wollte ich daher den kleinen Autohelm
> >einsetzen, der dann den Windpiloten steuern sollte.
>
> Also wie das funktioneren soll, bitte mitteilen !

Die Windfahne ist ein Pendel mit Gegengewicht. Die eigentliche Fahne
(ein Stueck ovales Sperrholz) ist leicht abnehmbar beim Windpilot
Pacific. Das Gegengewicht erhaelt nun den Stift, der eigentlich auf die
Pinne montiert werden soll. Jetzt steuert der Autohelm (statt Wind) das
Windpendel nach Kurs, das Windpendel treibt ein Pendelruder, das
wiederum ist ueber Leinen auf die Bootspinne gesetzt. Die Pendelsysteme
haben den Vorteil, mit kleinen Windfahnen auszukommen und viel Kraft
aufzubringen, weil ja Wasser und nicht der Wind das Pendelruder treibt.

Ein Bild waere wahrscheinlich besser, aber ich hoffe, das die Idee
dennoch klar geworden ist. Das Windpendel laesst sich mit wenig Kraft
drehen. Das schont den Autohelm und meine Batterie...

> >2. Er nimmt jede Boe mit, luvt also an. Das bringt zwar Raum, kann aber
> >dazu fuehren, dass der unterm Strich gesegelte Kurs nicht mehr stimmt.
> >Mitplotten ist also deutlich angesagt. =
>
> Da ist der elektrische Pilot ungemein genauer. Der hält stur seinen
> Kurs (natürlich mit Abweichungen nach BEIDEN Seiten). Da kommst
> Du punktgenau an (fast).
> Dafür bekommt er allerdings die Winddrehungen nicht mit.
> Aber das merkst Du ja meist selbst, egal wo Du Dich aufhälst im
> Boot. Dann mußt Du halt neu einstellen.

Scheint so oder so zu sein: Einstellen muss man wohl immer. Wenn der
Wind auffrischt oder dreht, sitze ich auch wieder dabei und trimme oder
stelle neu ein, weil ich ja einen KURS segele. Der Gewinn an Raum kann
dann eine Rolle spielen, wenn ich nachher haerter an den Wind muss, denn
abfallen kann ich immer.

-wolfram

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
> Das ist sicherlich auch gegangen. Wie ich in einem anderen Posting erwaehnte,
> fahre ich dieses Jahr zum ersten Mal einen GPS (Garmin 45). Ziemlich irritierend,
> wenn man gerade die Schluesseltonne uebersegelt und weit und breit nichts zu sehen
> ist, auf der Amrumbank die Untiefentonnen fehlen, Helgoland 5 sm vorher nicht zu
> erkennen ist, ich mich lt GPS in der Mittelrinne befinde und dennoch gerade dabei
> bin, auf die Wangerooger Buhne A aufzulaufen...
>
> Vielleicht mache ich ja etwas falsch, aber mit Kompass, Lot und Sextanten habe ich
> mich sicherer gefuehlt...

Ich muss noch mal auf meinen Artikel zurueckkommen und mal die
GPS-freaks hier fragen...

ich fahre Stahl. Der GPS ist ein Garmin 45, so ein handy mit eingebauter
Antenne. Da gibt es auch eine Anzeige der Empfangsqualitaet (ich nehme
an, dass das jedes Geraet hat). Die Empfangsqualitaet verschlechtert
sich deutlich, bis hin zu keinem Empfang von Satellitendaten, wenn ich
das Ding in der Kajuete habe. Fuer die Fahrt habe ich mir einen Platz am
Niedergang ausgesucht, der einigermassen trocken bleibt und dennoch
einen Empfang (allerdings weitaus schlechter als in der Plicht)
ermoeglicht.

Nun zur eigentlichen Frage:

Was macht ein GPS, wenn er zwischendurch fuer einige Zeit (sagen wir mal
10 bis 30 Minuten) seinen Empfang verliert. Haelt er die alte Position ?
Koppelt er anhand alter Daten mit ? Oder was muesste ich erwarten
duerfen ??

-wolfram

Michael Staats

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
(Subject geändert, im Provokationsthread ist alles gesagt, erneute
Wiederholung bringt wohl nichts...)

Wolfram Fassbender <wo...@zedat.fu-berlin.de> writes:

>Nun zur eigentlichen Frage:

>Was macht ein GPS, wenn er zwischendurch fuer einige Zeit (sagen wir mal
>10 bis 30 Minuten) seinen Empfang verliert. Haelt er die alte Position ?
>Koppelt er anhand alter Daten mit ? Oder was muesste ich erwarten
>duerfen ??

Die GPS, die ich kenne, im wesentlichen die Philips-Einbauteile,
halten die Position, sogar wenn man sie ausschaltet zeigen sie beim
Einschalten erstmal die alte Position an, natürlich mit Hinweis, das
sie eigentlich gar nix empfangen. Mitkoppeln dürfte schwierig sein, er
kann ja nicht wissen, was man zwischendurch so macht. Da ist es
sicherer, die letzte bekannte Position anzuzeigen, da weiß man
wenigstens, was man hat. Was schön wäre, wenn er natürlich noch die
Uhrzeit der zuletzt gemessenen Position anzeigt. Das müßte er
eigentlich, den die Zeit kriegt er ja auch von den Sateliten, habe ich
allerdings noch nicht drauf geachtet. Dann kann man selber von der
letzten bekannten Position koppeln.

Alexander Stielau

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Wolfram Fassbender <wo...@zedat.fu-berlin.de> writes:

> Was macht ein GPS, wenn er zwischendurch fuer einige Zeit (sagen wir mal
> 10 bis 30 Minuten) seinen Empfang verliert. Haelt er die alte Position ?
> Koppelt er anhand alter Daten mit ? Oder was muesste ich erwarten
> duerfen ??

Das ist unterschiedlich. Garmingeräte fangen an zu quäcken 'poor gps
coverage', und halten die Position (jedenfalls mein uralter Garmin
75), bei Furuno (allerdings ein Profigerät mit FTZ-Nummer für die
Berufschiffahrt) gibt es eine entsprechende (gut zu übersehende)
Anzeige, und es wird anhand der letzten Daten weitergekoppelt (was ich
ziemlich kriminell finde), und es soll lt. Yachttest auch Geräte geben
(inzwischen wohl eher gegeben haben), die einfach so weiterkoppeln.

Probiere es aus, indem Du dein Gerät unter Deck (bei einem
Stahlschiff) bringst oder eine Metalltasse, -termoskanne oder
ähnliches über die Antenne stülpst. Das Gerät sollte spätestens nach 30
Sekunden irgendwie darauf reagieren.

Aleks

E. Ries + R. Gebhard

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Bonsoir á tous,
Hallo MXX,

MXX3837795 schrieb:
>
> Im Artikel <362cd...@news1.cityweb.de>, "Heinz Kratz" <heinz...@cityweb.de>
> schreibt:
>
> >Diese Newsgroup lese ich seit drei Jahren. ........ zu hier
> >ihren Senf verbreiten.Man verwahrte sich doch sehr massiv vor einer solchen
> >Antiwerbung.
>
> Ja Heinz,
>
> so ist das hier in DIESER Newsgroup.
>
> So langsam scheinen sich aber die Geister zu regen, anscheinend
> haben auch andere gemerkt, was hier los ist.

ich merke hier bei Deinem Beitrag, daß wenig Toleranz regelrecht
gefordert wird, zu Lasten derer, die weniger Erfahrung u. Ortskenntnisse
haben.


>
> Ich hoffe, es beteiligen sich in Zukunft mehr Leute mit Deiner
> seglerischen Erfahrung, dann könnte man auch die "Spinner"
> besser abblocken, was wiederum mehr Segler anlocken würde
> (und nicht abschrecken) sich hier zu äußern !

Wo soll denn die Erfahrung herkommen, wenn man als Landratte nur einmal
im Jahr zur See kommt?
Uns Landratten bleibt doch oft kein anderer Weg zu mehr Kenntnissen als
noch einen Schein zu machen, um zumindest mit gleichgesinnten Leuten
zusammen zu kommen.

> Vieleicht würden dann auch die vielen Charterskipper in dieser NG

> etwas leiser werden, die meinen, weil Sie seit 5 Jahren den
> Superschein haben und einmal im Jahr auf Ihrem Törn mit "Ihrer" Crew
> den Molly machen, Sie könnten das Gleiche auch hier praktizieren.

Ich bin Charterskipper, und werde es auch bleiben, mangels Kleingeld für
was Eigenes,
aber leiser werden muss ich deswegen nicht.


>
> Und dann könnte das hier doch noch eine interessante Runde werden.

Diese Runde bleibt interessant wenn sie vielfältig u. tolerant ist.
>
> In diesem Sinne

Etwas mehr Diplomatie

Salut, Robert

Wolfram Fassbender

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Jost Koller wrote:
> Zu 98% bekomme ich sowieso immer nette Hilfe beim Ein- und Auslaufen,
> weshalb ich oft schon hinten im Cockpit bleiben kann und den Helfer
> auf dem Steg nur noch bitten muss, das Boot am Bugkorb auf die richtige
> Distanz zu halten, waehrend ich die achterlichen Festmacher (meist
> ueberkreuzt) belege. Anschliessend gehe ich nach vorne und kann in aller
> Ruhe die vorlichen Festmacher belegen.

Komisch, das erlebe ich auch immer wieder, ob selbst, als Helfer oder
als Zuschauer. Wenn man einhand unterwegs ist, gibt es immer wieder
nette Helfer.

> Bei meiner eigenen Dauerliegebox habe ich mir an beiden Seiten Fuehrungs-
> leinen gespannt, auf denen eine Querleine an Bloecken verlaeuft, die
> in der Mitte einen Karabiner hat, den ich am Bugauge einklinken kann.
> So komme ich auch bei Starkwind problemlos alleine aus- und in die
> Box, ohne dass der Wind den Bug seitlich wegdrueckt und es Kratzer
> gibt. (Fender sind natuerlich trotzdem draussen).

Hatte ich mir auch mal ueberlegt. Ich fahre in meiner Box nur die Leinen
und belege dann (wie schon erklaert) auf der Luvseite am Bug eine Leine
auf slip. Damit laesst sich das Boot auch prima halten.

> Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Einhandsegeln sind ausnahmslos
> gut. Gefaehrliche Situationen habe ich noch nicht erlebt und haufen-
> weise nette Leute kennengelernt. Vor allem die Besitzer kleiner Boote
> entpuppen sich oft als sehr herzliche Menschen.

kann ich nur zustimmen.

> Inzwischen ist es schon so, dass ich vorzugsweise die flachen Boxen-
> plaetze aufsuche, oft nette, daenische Familien als Nachbarn habe,
> anstatt mich im Bereich deutscher Hallberg-Rassy-Yachties aufzuhalten,
> die oft, nicht immer, aber immer oefter, ein Benehmen haben, dass an
> das Klischee von Merzedesfahrern erinnert. Am unangenehmsten sind aber
> noch die coolen Yuppie-Crews. Alle Sonnenbrille, alle megacool, alle
> Designeroelzeug. Maechtig imponierend und ihre eigene Karikatur.

Ich gehe aus solchen Gruenden auch lieber in die Arbeitshaefen (so denn
welche da sind) oder vor Anker.

> Aber nochmal zum Einhandsegeln: Eine Rettungsinsel habe ich auf meinem
> kleinen Dampfer nicht dabei, mache mir deshalb aber keine Sorgen.

Rettungsinsel kostet ohne Ende. Im Notfall reicht das Beiboot, sofern
eins da ist. Was hast Du Dir denn im Havariefall vorgenommen? Bei 6,80
mtr faehrst du doch kein Beiboot, oder doch ?

> Einen mittelgrossen Radarreflektor fuehre ich nur dann, wenn ich
> Schiffahrtswege kreuze oder in den Bereich der Schnellfaehren komme.

Reflektor fahre ich fest im Top eingebaut. Ich weiss bis heute nicht, ob
ich damit besser gesehen werde oder nicht.

> Oder wenn's diesig, ungemuetlich wird. Und natuerlich nachts, sofern
> ich wirklich mal nachts draussen sein sollte. (Sehr selten)

ich segele gern nachts. Die Feuer sind weiter zu sehen und leichter zu
identifizieren. Laengere Strecken kann ich auch besser erschlagen. Wenn
man dann morgens bis mittags sein Ziel erreicht, gibt es gerade in der
Sommerferienzeit immer eine freie Box. Sonst muss man ja vor 14.00 Uhr
im Hafen sein oder vor Anker gehen :-))

> Normalerweise entschaerfe ich moegliche Kollisionsgefahren immer sehr
> grosszuegig
> im Anfangsstadium, wo weder ich einen grossen Umweg fahre noch der andere
> (z.B. Frachter) gezwungen ist, den Kurs zu aendern (falls er es nicht
> ohnehin tut).

volle Zustimmung

-wolfram

Andre Tornow

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Roland Hartmann <hart...@e-technik.fh-wiesbaden.de> wrote:

>Wind, wenn keiner an der Pinne sitzt. Im Hafen ist die Pinne auf einer
>Klampe belegt und irgendwie bin ich unsicher, ob ich das Ding im Falle
>eines Falles schnell genug losbekomme. Gesehen habe ich mal so ein Ding,

>das aussah wie ein grober Blechkamm an einem Scharnier, der die Pinne
>festhielt (Ist das oben mit "Kammklemme" gemeint?). Ich weiss nicht
>recht, ob das sooo aussieht - gibt es nicht was anderes? Ab naechstem
>Fruehjahr will ich an einer Loesung basteln, vielleicht kann ich hier
>mal Ideen und Erfahrungen abschoepfen.
Die Dinger kenne ich auch. Eine andere einfache Moeglichkeit,
die zu dem den Vorteil hat, dass sie auch anderweitig zu
nutzen ist, waere ein Pinnenausleger, den man dann auch in einer
Klemme oder sogar mit einem Baendsel an der Reling oder wo auch
immer belegen kann. Wenn nicht allzuviel Druck aufs Ruder kommt
sollte sowas fuers Segelsetzen reichen.

Andre


Jost Koller

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
E. Ries + R. Gebhard <E-...@t-online.de> wrote:
: Wo soll denn die Erfahrung herkommen, wenn man als Landratte nur einmal

: im Jahr zur See kommt?
: Uns Landratten bleibt doch oft kein anderer Weg zu mehr Kenntnissen als
: noch einen Schein zu machen, um zumindest mit gleichgesinnten Leuten
: zusammen zu kommen.

Ich glaube nicht, dass dieses das Problem war, sondern eher, dass die weniger erfahrenen
Charterskipper dieser NG mit ihrem Schein-Wissen gegenueber den mehr erfahrenen Eignerseglern
ihre Wichtigkeit hervorheben woll(t)en. Die offensichtlich gesuchte Anerkennung kann man
sich eben nicht mit dem Vorbringen gelernter Sicherheitsbedenken erzwingen. Warum gibt es
eigentlich niemandem zu denken, dass sich erst mit diesem Thread viele unangeleinte
Einhandsegler "geoutet" haben ?

: Ich bin Charterskipper, und werde es auch bleiben, mangels Kleingeld fuer
: was Eigenes,


: aber leiser werden muss ich deswegen nicht.

Ich bin sowohl Eigner, als auch gelegentlich Charterer. Ich freue mich sehr, mit anderen
Seglern Erfahrungen auszutauschen. Leise zu sein braucht man als Nicht-Eigner gewiss nicht.
Aber - um mal Butter bei die Fische zu tun - der folgende Beitrag, eben gefunden mit
Dejanews, war und ist halt typisch fuer diese Newsgroup. Da gibt's ueberhaupt nichts
zu bestreiten. Und dass der im Posting rueberkommende Tonfall jede weitere Diskussion
und damit Erfahrungsaustausch erstickt, sollte auch klar sein. Und das gilt ganz besonders
auch fuer den "Diskussionsstil" von Staats und Co.

> Author: Alfred Kittel author profile
> Email: alfred...@de.ibm.com
> Date: 1997/03/19 view thread
> Forums: de.rec.sport.segeln
> more headers
> --------------------------------------------------------------------------------
>
> Manfred Ketels wrote:
> >
> > Seit letztem Jahr bin ich Einhandsegler auf einem IF (Internationales
> > Folkeboot) 7,85 m lang, klein aber tuechtig. Einen Toern in den
> > westschwedischen Schaeren habe ich problemlos geschafft. Wie ist es aber
> > mit laengeren Seestrecken? Ich denke da an das Skagerak (Skagen-Krageroe),
> > Kattegat oder die Strecke Klintholm-Bornholm. Da muss man wohl die Nacht
> > durchsegeln. Muss man das komplett durchstehen oder z.B. 10 Minuten
> > hinlegen, ausruhen, schlafen, dann Ausguck, dann wieder 10 Minuten
> > schlafen? Wer hat Erfahrungen oder eine fundierte Meinung?
> >
> > Mit freundlichem Gruss
> >
> > Manfred Ketels
> Hallo Manfred,
>
> es tur mir leid, aber ich denke das Einhandsegeln ziemlich dumm ist.
> Einhandsegeln ist so ziemlich das Gegenteil von guter Seemannschaft, da
> man unmoeglich alleine alle notwendige Vorkehrungen zu seiner Sicherheit
> und der Anderer durchhalten kann. Die Ereignisse beim letzten Vendee
> Globe haben dem Ansehen aller Segler weltweit geschadet. Einhandsegeln
> sollte grundsaetzlich verboten werden.
>
> Gruss, Alfred

Wie gesagt, eine typische Reaktion. Noch Fragen, oder ist _endlich_ klar,
weshalb es zu diesen verschnupften Reaktionen bisher nicht-postender NG-Leser
gekommen ist ? (Bitte Antwort)
Wie gesagt, Fuehrerscheine schoen und gut, aber es funktioniert halt nicht,
mit dem erworbenen Schein-Wissen mit erfahreneren Eignerseglern "diskutieren"
zu wollen. Zumindest nicht mit einer zwanghaft auf voellige Sicherheit getrimmten
Einstellung. Ist es _so_ schwer, das zu verstehen?


:> Und dann koennte das hier doch noch eine interessante Runde werden.

: Diese Runde bleibt interessant wenn sie vielfaeltig u. tolerant ist.

Es fing gerade an, ein vernuenftiger Erfahrungsaustausch zu werden, bis die
Krawallmacher ins Spiel kamen. Offensichtlich haben das auch andere so empfunden.

: Etwas mehr Diplomatie

Eben. Siehe oben.

Gruss,

Michael Ottenbruch

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Am 21 Oct 1998 19:02:53 GMT, schrieb mxx38...@aol.com (MXX3837795):

> Natürlich kenne ich das Usenet nicht.

Dann wird es Zeit, daß Du daran etwas änderst. Ich kann mich noch an
zeiten erinnern, da war es ein simples Gebot der Höflichkeit, sich als
Neuling über die Sitten und Gebräuche einer Gemeinschaft zu informieren,
bevor man dort eine dicke Lippe riskiert.

Das UseNet macht es einem besonders einfach, weil es eine Gruppe mit dem
recht selbsterklärenden Namen "de.newusers.infos" gibt, die einem das
nötige Rüstzeug vermittelt.

> Ich gehöre nicht zu den Leuten,

> die den ganzen Tag an Ihren (kostenlosen) Uni-Rechnern sitzen und sich
> am Usenet ergötzen.

Du hast so etwas von keine Ahnung, daß es fast schon wieder schön ist.
Ich beispielsweise habe mir mein erstes Modem acht Jahre nach dem
Staatsexamen gekauft. Bis ich dann das erste Mal vom UseNet auch nur
gehört habe, hat es noch ein Weilchen gedauert.

> Mir ist nur der Segelbereich bekannt. Und da kenne
> ich halt andere und vor allen Dingen bessere Bereiche.

Wie schön für Dich...
--
...und tschuess!

Michael
E-mail: M.Otte...@sailor.ping.de

Andre Tornow

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) wrote:

>Ich hoffe, es beteiligen sich in Zukunft mehr Leute mit Deiner
>seglerischen Erfahrung, dann könnte man auch die "Spinner"
>besser abblocken, was wiederum mehr Segler anlocken würde
>(und nicht abschrecken) sich hier zu äußern !

>Vieleicht würden dann auch die vielen Charterskipper in dieser NG
>etwas leiser werden, die meinen, weil Sie seit 5 Jahren den
>Superschein haben und einmal im Jahr auf Ihrem Törn mit "Ihrer" Crew
>den Molly machen, Sie könnten das Gleiche auch hier praktizieren.
>

Vorurteile, Vorurteile, Vorurteile.
Du klagst ueber Spinner, die mit intoleranten Postings
die 'echten Segler' vertreiben, aber Dein Stil erinnert
schwer an die Sorte Yachteigner, die bootshakenbewehrt
im Hafen jedes Boot auf Distanz halten, das nur annaehernd
nach Charteryacht aussieht, sei es weil mit Riesenlettern
der Name der Charterfirma draufsteht oder weil mehr als zwei
Leute drauf sind. So wenig wie es Dir gelingen wuerde die
Meere von Charteryachten zu saeubern, so wenig wird es
Dir gelingen (egal wie agressiv Du Dich auffuehrst),
hier in dieser newsgroup aufzuraeumen.
Wenn Du Deine Postings hier mal durchliest, wird Dir
vielleicht auch auffallen, dass es Dir kaum gelingt ohne
Poebeleien auszukommen. Koennte ja sein, dass es weniger
Deine Ansichten sind, die manchen missfallen, als
mehr die Art wie Du sie rueberbringst.
Andre

Jost Koller

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Wolfram Fassbender <wo...@zedat.fu-berlin.de> wrote:
: Rettungsinsel kostet ohne Ende. Im Notfall reicht das Beiboot, sofern

: eins da ist. Was hast Du Dir denn im Havariefall vorgenommen? Bei 6,80
: mtr faehrst du doch kein Beiboot, oder doch ?

Nein, habe ich nicht dabei. Hab' noch nicht das Kleingeld, obwohl es ja inzwischen
ein paar huebsche kleine Modelle gibt. Aber andererseits weiss man, dass
9 von 10 Besatzungen ihre Boote verlassen und in die Rettungsinseln steigen,
_ohne_ dass das Boot sinkt. Ist einfach 'ne Tatsache. Eine Rettungsinsel
kann in einer solchen Situation eine falche Sicherheit vorgaukeln. Das Boot
darf man erst verlassen, wenn es einem unter den Fuessen wegsinkt.
Anderseits bin ich z.Z. nur im Bereich der daenischen Ostsee unterwegs,
d.h. ich habe wirklich _immer_ andere Boote in Sichtweite, zumindest in
Signalraketen-Sichtweite. Ferner habe ich ein UKW-Seefunk-Sprechgeraet, das
ebenfalls (noch) von vielen Stellen mitgehoert wird. Ansonsten habe ich
eine sehr massiv gebaute alte Neptun, deren doppelschalige Konstruktion
Luftdicht gehalten wird. Eine Kollision, die beide GFK-Teile durchbricht,
kann ich mir bei einem z.B. im Wasser treibenden Container nicht vorstellen,
ist in der Ostsee aufgrund der im Vergleich zur Nordsee sehr viel kleineren
Wellen (und damit der Wahrscheinlichkeit fuer einen Containerverlust) auch
nicht zu erwarten. Unmoeglich ist es natuerlich trotzdem nicht. Wenn es
richtig kachelt, fahre ich nicht raus. Wenn ich draussen bin, und es faengt
an zu kacheln, fahre ich rein. 1.5m hohe Wellen letztes Jahre haben meine
kleine Neptun zu meinem grossen Erstaunen nicht allzu sehr beeindruckt,
hoehere sind bei normalem Wetter (bis 6 Bft) auch nicht zu erwarten. Durch
Wellenschlag sollte ich also auch nicht untergehen.
Ansonsten hat halt jedes Boot seine Grenzen. Auch Rollo Gebhard ist mit
seiner 15t schweren Ketch 1983 vor Island (oder Groenland?) voll durchgekentert,
mit einem souveraenen staebigen Fast-Langkieler.
Da ich recht defensiv fahre, glaube ich nicht, dass ich eine Rettungsinsel
brauchen werde. Trotzdem will ich sie mir bei Gelegenheit, und wenn das
noetige Kleingeld da ist, mal zulegen. Eher fuer die psychologische Beruhigung
aengstlicher Mitsegler, sofern ich das nicht durch die Bootsfuehrung rueber-
bringe, als fuer einen echten Notfall. Den Atlantik wollte ich mit der 22'er
nicht ueberqueren.

: ich segele gern nachts. Die Feuer sind weiter zu sehen und leichter zu


: identifizieren. Laengere Strecken kann ich auch besser erschlagen. Wenn

Tue ich eigentlich auch. Mache es nur viel zu selten. Nachts zu segeln ist
einfach traumhaft, ueber einem der Sternenhimmel, die schoenen Leuchtfeuer am
Horizont *schwaerm*, ja, hoffentlich wird der naechste Sommer schoener... :-)

Gruesse,

Andre Tornow

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
Jost Koller <pt...@rz.tu-clausthal.de> wrote:

>
>Ich glaube nicht, dass dieses das Problem war, sondern eher, dass die weniger erfahrenen
>Charterskipper dieser NG mit ihrem Schein-Wissen gegenueber den mehr erfahrenen Eignerseglern
>ihre Wichtigkeit hervorheben woll(t)en. Die offensichtlich gesuchte Anerkennung kann man
>sich eben nicht mit dem Vorbringen gelernter Sicherheitsbedenken erzwingen. Warum gibt es
>eigentlich niemandem zu denken, dass sich erst mit diesem Thread viele unangeleinte
>Einhandsegler "geoutet" haben ?

Sorry, aber ich sehe nicht ganz woher Du Deine intimen
Kenntnisse ueber mehr oder weniger Erfahrung nimmst.
Ich sehe auch nicht was daran verwerflich ist oder
gar neumalklug sich bei starkem Wind und Seegang
mit Rettungsweste und Sicherheitsleine zu sichern.
Ich denke wenn jemand diesbezuegliche Fragen stellt,
dann ist es wohl nicht falsch bestimmte Sicherheitsaspekte
anzusprechen. Die Entscheidung ob er sich danach richten will,
ist ihm freilich selbst zu ueberlassen.
Ich sehe auch nicht, dass das Attribut 'nicht angeleinter
Einhandsegler' automatisch ein Beleg fuer Erfahrung ist.
Natuerlich auch nicht dagegen.



>der folgende Beitrag, eben gefunden mit
>Dejanews, war und ist halt typisch fuer diese Newsgroup. Da gibt's ueberhaupt nichts
>zu bestreiten. Und dass der im Posting rueberkommende Tonfall jede weitere Diskussion
>und damit Erfahrungsaustausch erstickt, sollte auch klar sein. Und das gilt ganz besonders
>auch fuer den "Diskussionsstil" von Staats und Co.

>> es tur mir leid, aber ich denke das Einhandsegeln ziemlich dumm ist.


>> Einhandsegeln ist so ziemlich das Gegenteil von guter Seemannschaft, da
>> man unmoeglich alleine alle notwendige Vorkehrungen zu seiner Sicherheit
>> und der Anderer durchhalten kann. Die Ereignisse beim letzten Vendee
>> Globe haben dem Ansehen aller Segler weltweit geschadet. Einhandsegeln
>> sollte grundsaetzlich verboten werden.

Na und. Eine Meinung. Zwar nicht unbedingt weiterfuehrend
im Sinne der Frage aber eben nur eine Meinung.

>Wie gesagt, eine typische Reaktion. Noch Fragen, oder ist _endlich_ klar,
>weshalb es zu diesen verschnupften Reaktionen bisher nicht-postender NG-Leser
>gekommen ist ? (Bitte Antwort)

Weder ist (meiner Erinnerung nach) diese Antwort typisch,
noch sehe ich darin einen Grund fuer die unmaessig polarisierenden
Reaktionen (die man statt als verschnupft wenigstens zum Teil auch
als rotzig bezeichnen koennte).

>Wie gesagt, Fuehrerscheine schoen und gut, aber es funktioniert halt nicht,
>mit dem erworbenen Schein-Wissen mit erfahreneren Eignerseglern "diskutieren"
>zu wollen. Zumindest nicht mit einer zwanghaft auf voellige Sicherheit getrimmten
>Einstellung. Ist es _so_ schwer, das zu verstehen?

Zunaechst sei einmal gesagt, dass der blosse Besitz
eines Fuehrerscheines nicht automatisch zu seglerischer
Abstinenz fuehrt. Das kommt zwar vor, ist aber keines-
wegs die Regel. Ich wiederhole mich, ich sehe nicht,
dass eine Diskussion ueber Sicherheit auf See, eine
zwanghaft auf voellige Sicherheit getrimmte Einstellung
erkennen laesst. bekenne aber hier gerne, dass es fuer
mich relativ wichtig ist wieder nach Hause zu kommen.
Das mag sich spaeter aendern und ist vielleicht auch
altersabhaengig.Fuer dieses Ziel bin ich jedenfalls
bereit einen vertretbaren Aufwand zu bringen.
Fuer vertretbar halte ich die Benutzung einer Lifeline,
wenn ich bei starkem Wind und grober See auf dem
Vorschiff oder auch nur am Mast zu tun habe.
Ich segle oft 'zweihaendig' mit meiner Frau und
da wir beide keine Lust haben, einen so begonnen
Toern einhaendig zu beenden ist es fuer uns keine Frage,
dass wir uns absichern. Das heisst ja nicht, dass wir
jedesmal Todesangst haben wenn einer das Cockpit verlaesst.

Andere koennen das halten wie sie wollen und moegen uns
gern fuer zwanghaft und charternde Weicheier halten.

Da ich finde, dass durch diesen Beitrag niemand sich oder
seine Art zu segeln verunglimpft sehen kann, nehme ich mir
nun doch noch die Freiheit einer Spitze.

Warum versiehst Du Deine Postings nicht mit der Unterschrift
'Erfahrender Eigner. Widerspruch nicht erwuenscht' ;-)
oder setzt einfach ein Followup nach de.test

Andre


Paul Lenz

unread,
Oct 22, 1998, 3:00:00 AM10/22/98
to
mxx38...@aol.com (MXX3837795) schrieb am 21.10.98:

> Es reicht (mir) !!!


>
> Bin weg (einige werden sagen, wird auch Zeit).

Dein 4-wöchiger Probe-Account läuft aus,
und Du installierst die nächste AOL-CD?


Proppi


Ich lese alle öffentlichen Antworten - bitte _keine_ PM-Kopien!
Diese Sig ist absichtlich nicht abgetrennt, weil ich bei meinem
Editor "RemoveTrailingWhite" aktiviert habe.
http://www.han.de/~proppi ** XP v3.1 R **

Lars Eric Fiedler

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
Hallo zusammen,

erst einmal allen eine schönen Freitag - das Wochenende naht ;-)

nun verfolge ich schon seit einiger Zeit diesen Thread und möchte
folgenden Vorschlag machen:

Die seglerischen Themen, die in diesem Thread u.a. diskutiert werden gehen
leider ein wenig in dem urprünglichen "Provokationsthread" unter.
Wie wäre es denn, wenn die Autoren der anderen Themenbereiche ihr nächstes
Follow-up in einen neuen Thread umlenken (z.B.: Einhand (was:Provokation),
oder Autohelm (was:Provokation))?

Dann könnten wir wieder ínformative Fachgespräche von der
Grundsatzdiskussion (die ich ja nicht stoppen will) unterscheiden. Es ist
einfach mühsam, den ganzen Thread zu durchwühlen, um wieder den Faden zu
finden, der einen interessiert... Ist das ein Vorschlag?

Macht's gut und tschüß,
Lars.

--
__ < < < ** > > > Dipl.-Ing. Lars E. Fiedler
/|\ _ || Zentrum Mathematik der TUM
__/ | \_/- __||___ Tel.: +49 (0)89 - 289 - 25378
~\~~ \~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Richard-Wagner-Straße 18, 80333 München

Lars Eric Fiedler

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
Am 23 Oct 1998 06:23:21 GMT schrieb Lars Eric Fiedler
[fie...@mathematik.tu-muenchen.de]:

> [Vorschläge zur Neuordnung]

Wie schön, das hat sich bereits erübrigt, wie ich bei einem erneuten Lesen
der News gesehen habe!!!

Tschüß und immer eine Handbreit [*] unter [*],
Lars.


[*] insert your favourite :-)

Jost Koller

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
Wolfram Fassbender <wo...@zedat.fu-berlin.de> wrote:
: Rettungsinsel kostet ohne Ende. Im Notfall reicht das Beiboot, sofern
: eins da ist. Was hast Du Dir denn im Havariefall vorgenommen? Bei 6,80
: mtr faehrst du doch kein Beiboot, oder doch ?

Ein kleiner Einwurf, um die etwas sicherheitstheoretische
Unterhaltung zu relativieren: Hast Du einen Airbag in Deinem
Auto? Wenn nein, was machst Du bei einem Frontalunfall?
Wie findest Du es, dass viele Autos noch keinen Airbag haben?
Unverantwortlich? Kann man es verantworten, ohne Airbag Auto zu fahren?

Sorry, couldn't resist :-)

Herzliche Gruesse,

Jost Koller

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
Holger Wetzel <holger.ski...@t-online.de> wrote:
: vielleicht eine andere Art habe ich aus dem Mittelmeer mitgebracht:
: [Guter Tip deleted]
: Hab's ausprobiert. Funktioniert auch einhand.

: So kann man dann natuerlich auch gut vorwaerts wieder ablegen.

Danke, hoert sich gut an. Werde ich mir mal merken und ausprobieren.

Michael Staats

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
pro...@sampo.han.de (Paul Lenz) writes:

>mxx38...@aol.com (MXX3837795) schrieb am 21.10.98:

>> Es reicht (mir) !!!
>>
>> Bin weg (einige werden sagen, wird auch Zeit).

>Dein 4-wöchiger Probe-Account läuft aus,
>und Du installierst die nächste AOL-CD?

Ich wollt' ja hier nix mehr mit diesem Subject schreiben, aber ein
ROTFL kann ich mir nicht verkneifen :-)

Tschüß,
Michael
--
Michael Staats, Theoretical Physics, Uni-GH Duisburg
email: mic...@thp.Uni-Duisburg.DE

Bitte keine Artikel ins Usenet und gleichzeitig als email verschicken. Danke.
Please dont post articles to Usenet and as email simultaneously. Thanks.

It is loading more messages.
0 new messages