On 21 Jan 12 at group /de/rec/sport/segeln in article
<
hc.ah...@gmx.de> (HC Ahlmann) wrote:
>Wolfgang Allinger <
all...@spambog.com> wrote:
>> [x] mach Dich kundig, warum obergärige Biere seit Jahrtausenden
>> Tradition haben und verbessert sind und warum untergärige Biere
>> neumodische Industriemassenplörre sind. Hint: Linde Kühlmaschinen.
>> Obergärig rulez!
>Obergärige Hefe benötigt bei der Gärung höhere Umgebungstemperaturen
>(15?20°C) als untergärige Hefe (4?9°C) und ist daher anfälliger für
Wiki ist IMHO nicht korrekt bzw. schreibt sehr geschickt um des Pudels
Kern herum.
Alles folgende aus der objektiven Sicht eines subjektiven Alt-Fans :)
Obergärig gärt normal und traditionell seit Jahrtausenden. Die
Kohlensäure bei der Gärung treibt die Hefe an die Oberfläche. Die
möglichen Fremdbakterien und Pilze können an der Oberfläche sich auf der
Hefe tummeln, kommen aber kaum in das eigentliche Bier. Es enthält auch
wenig Kohlensäure. Um es haltbarer zu machen, benötigt man viel (sehr
teuren) Hopfen. Hopfen ist antibakteriell!
Im gesamten Bier befindet sich als Folge des Auftauchens Spuren von
Hefe. s.h. Hefeweizen wo das sogar gewollt ist. Das Problem durch die
Hefe kann das Bier bei längerem Transport oder Lagerung umkippen.
Traditionell gab es viele kleine Brauereien, da nur in begrenzter
Entfernung transportabel. Ist mit heutigen Ultrafiltern kein Problem
mehr, die Hefe soweit zu entfernen, dass das Bier haltbar ist.
Mit der Erfindung der Kältemaschine war es erstmals möglich, das Bier
soweit abzukühlen, dass die Gärung so langsam stattfindet, dass die Hefe
unten bleibt bzw. nach unten absinkt und nicht aufschwimmt. Die
Kohlensäure steigt durchs Bier und macht es haltbarer.
Deswegen kann man viel vom teuren Hopfen weglassen. Das macht das Bier
auf jedenfall billiger und teilweise sehr `süß` (=billig) In Pilsen hat
man es durch geschickte Propaganda geschafft, dass man das Pils für
edler hält, was definitiv nicht der Fall ist, es ist billige
Massenplörre.
Les mal, was Wiki zu Pilsener Bier und dessen ursprünglicher Qualität
schreibt. Grusel!!!
Wegen der vielen Kohlensäure und dem geringen Hefegehalt ist das
untergärige Bier viel länger haltbar, kann also in grossen Mengen
(dadurch nochmal billiger) hergestellt werden und über weite
Entfernungen versandt werden. Noch mehr Reibach und im Ruhrgebiet
enstanden die Riesenbrauereien...
Deswegen auch gabs Dosenbier für die Schiffe. Uff, toll die Topic Kurve
gekratzt ohne Hinkelstein zu sammeln :)
Die gute Tradition wurde in D von der Neidhammel- und Gutmenschen-
Fraktion um Trittin & Co abgewürgt über das Dosenpfand. Dafür karrt man
Flaschen nun durch die halbe Republik.
>Willst Du mir verunreinigte Hefelimo unterjubeln? Bah, wat biste fies;
Nö, wie oben ausgeführt ist obergäriges Bier eigentlich viel
bekömmlicher und vieeel frischer und sehr viel teurer in der
Herstellung. Ausserdem kriegt man keinen Blähbauch und muss dauernd
rülpsen. Mit Alt kann man sich volllaufen lassen, bis es an der
Unterlippe steht.
>das kommt gleich nach Anhängerkupplung an 968: Verhunzen geht gar
>nicht.
Gabs auch ab Werk mit abbaubarer Kupplung :) Der 968 profitierte dabei
von den Bremsen, Kupplung und Transaxle Prinzip und hatte eine relativ
hohe Anhängelast. Der grosse Bruder 928 war noch heftiger und es wurden
einige sehr beliebt als Zugfahrzeuge für Segelflugzeuganhänger
eingesetzt. Damals gabs SUVs noch nicht.
>> Ist im Endeffekt der gleiche Grund, warum die dt. Hausfrau auf den
>> miesen Robusta Tschibo... Industriemüll steht: jahrzehntelange
>> Gehirnwäsche. Arabica rulez! Hint: Schnellröstung.
>Ich hab schon leckere Robusta und miese Arabica-Kaffees getrunken,
>dass auch der Versuch von Hirnwäsche abperlt.
Als Reizmagenbesitzer und Gerbstoffempfindlicher ist Robusta ein
absolutes nono für mich. Arabica enthält wegen der langen teuren Röstung
kaum Gerbstoffe aber sehr viel Aroma.
Kannst Du Dich noch erinnern, wenn Oma früher (vor Tschibo...) noch
Kaffee gemahlen hat, duftete es im ganzen Haus. Mit den heutigen
Billisch Robusta Bohnen duftet es praktisch nicht mehr.
Ja es gibt auch schlechten Arabica, aber es gibt keinen Robusta, von dem
ich kein Magengrimmen bekomme!
So, das war das Wort zum Sonntag :)