weiß hier jemand etwas über Krankenversicherung
auf Langfahrt ?
Gibt es spezielle Versicherungen ähnlich der Bootsversicherung ?
Kennt jemand Adressen, Empfehlungen, Kosten ?
Oder wird man besser nicht krank ?
Fragen über Fragen.
Gibt es hier (konkrete) Antworten ?
Grüße
Manfred
Wenn man der live-aboard Liste trauen kann, sind die meisten juengeren
nicht, die aelteren deutlich krankenversichert. Das haengt wohl damit
zusammen, dass aeltere Segler eher mit ihren Zipperleins zu tun haben :-)
Im TO wird das unterschiedlich gehandhabt. Die meisten reden mit ihrer
Krankenversicherung und lassen sich eine Reisekrankenversicherung geben,
die dann jeweils erneuert wird.
Du kannst ja mal bei der Referenz-Adresse des TO anrufen:
Siegfried Preuss
- Yachtversicherungen -
Inh. Claudia Masson
Gosslerstr. 30
37075 Goettingen
Tel: 0551 - 36669
Die bieten jedenfalls eine Krankenversicherung an.
Ich werde mal ins TO-Heft sehen. Da werden evtl. noch weitere Adressen
auftauchen...
-wolfram
Ich hatte ein aehnliches Problem als ich in die USA umgezogen bin.
Leicht vereinfacht sieht es so aus:
- Innerhalb der EU (und einiger weniger weiterer Laender) zahlt jede
geseztliche Kasse.
- die gesetzlichen Krankenkassen (einschliesslich Ersatzkassen) _duerfen_
Kosten fuer Behandlungen im nicht-EU Ausland NICHT erstatten.
- Reisekrankenversicherungen sind in aller Regel auf 6 Wochen
Auslandsaufenthalt im Jahr beschraenkt. (Manchmal auch maximal 6 Wochen "am
Stueck". D.h., wenn du kurz zurueck nach Deutschland fliegst, dann beginnt
die 6-Wochen-Frist von vorne). Also keine Loesung!
Soweit, so schlecht.
Die meisten Krankenversicherungen mit denen ich vor 3 Jahren ueber eine
Auslandskrankenversicherung gesprochen habe, haben sofort nein gesagt.
Ich bin dann schliesslich bei der DKV gelandet, die ein besonderes Programm
fuer "voruebergehenden Aufenthalt im Ausland" hat. Gedacht ist dieses
Programm z.B. fuer Leute die laengerfristig auf Montage gehen oder fuer 1-2
Jahre in eine Ueberseefiliale zum Training gesteckt werden.
Voraussetzung: Du musst mit erstem Wohnsitz in Deutschland gemeldet bleiben
(in der Praxis tut's auch eine Kontaktadresse bei einem Freund).
Und preiswert war das ganze auch noch: im ersten Jahr 69,-DM pro Monat,
danach etwa 240 DM. Fuer Nordamerika wurde ein Extrazuschlag erhoben.
Maximaldauer bin ich mir nicht ganz sicher, es waren 3 oder 5 Jahre.
Ein ganz anderer Gesichtspunkt ist natuerlich, dass Behandlungen im Ausland
(mit Ausnahme Nordamerika) sehr viel billiger sind als in Deutschland. Es
ist also durchaus eine Ueberlegung wert, ob man die Kosten nicht eventuell
selber bezahlen kann (insbesondere wenn man bedenkt, dass Segler ja im
allgemeinen recht gesunde Leute sind) und du nur fuer schwerste Faelle eine
Ruecktransportversicherung abschliesst (und dann in D die Kosten von der
gesetzlichen uebernommen werden). Solange du noch gesund genug zum Flug mit
Linie bist, kostet es vom entferntesten Winkel der Erde zurueck noch D
maximal 5000DM. Soviel sollte man eigentlich immer als Notreservere haben.
Keine Ahnung, was ein Learjet kostet, aber selbst dies sollte wohl im
Notfall noch finanzierbar sein.
Fuer Leute, die etwas mehr auf die Seite gelegt haben: Soweit ich weiss
kostet eine Herztransplantation so ungefaehr eine Viertelmillion DM und das
duerfte wohl die teuerste Operation ueberhaupt sein.
Damit laesst sich ungefaehr einschaetzen, welches finanzielle Risiko du ohne
Krankenversicherung eingehst und ob du es eventuell selber tragen kannst.
Es ist vielleicht noch erwahnenswert dass hier in den US mit den horrenden
Gesundheitskosten etwa 1/3 aller Personen keinen Krankenversichungsschutz
haben. Das koennte man sich im reglementierten Deutschland gar nicht
vorstellen.
jue
--
Jürgen Exner; microsoft.com, UID: jurgenex
Sorry for this anti-spam inconvenience
>
>Im TO wird das unterschiedlich gehandhabt. Die meisten reden mit ihrer
>Krankenversicherung und lassen sich eine Reisekrankenversicherung geben,
>die dann jeweils erneuert wird.
>
Hallo Wolfram,
soweit ich mich erinnere, hat TO auch eine web-seite. Hast Du die
Adresse ? Ansonsten Danke.
Grüße
Manfred
On 24 Feb 1999, MXX3837795 wrote:
>
>>Im TO wird das unterschiedlich gehandhabt. Die meisten reden mit ihrer
>>Krankenversicherung und lassen sich eine Reisekrankenversicherung geben,
>>die dann jeweils erneuert wird.
>>
>
>soweit ich mich erinnere, hat TO auch eine web-seite. Hast Du die
>Adresse ? Ansonsten Danke.
>
Der TO hat
Viel Spass,
-wolfram
MXX3837795 schrieb in Nachricht
<19990223070821...@ngol08.aol.com>...
>
>Hallo Sailors,
>
>weiß hier jemand etwas über Krankenversicherung
>auf Langfahrt ?
>Gibt es spezielle Versicherungen ähnlich der Bootsversicherung ?
>Kennt jemand Adressen, Empfehlungen, Kosten ?
>Oder wird man besser nicht krank ?
>Fragen über Fragen.
>Gibt es hier (konkrete) Antworten ?
>
>Grüße
>Manfred
Wer erwartet schon, eine Herztransplantation zu benötigen? Aber es
gibt doch etliche Risiken, die so selten nicht sind:
Z.B. eine Leukämie, ein Krebsleiden, eine Infektion wie Malaria oder
tatsächlich eine Herzgeschichte. Diese können in der Regel ja
behandelt werden, es ist aber meistens halt nicht mit einer EINZIGEN
Operation getan, es handelt sich oftmals um langwierige Behandlungen,
die entsprechende Kosten verursachen.
Ein "einfacher" Autounfall (oder Sturz vom Mast) mit
Wirbelsäulenverletzung oder Gehirnverletzung kann einige Monate
Aufenthalt auf der Intensivstation erfordern und danach ein halbes
oder ganzes Jahr in der Rehabilitationsklinik, um wieder in einen
"lebenswerten Zustand" zu kommen. Eine Behandlung in weniger
entwickelten Ländern ist oft nicht möglich, so daß die einzige
Behandlungsmöglichkeit im Heimatland besteht. Und dabei gibt es 2
Probleme: Der Rettungsflug kostet ein Vermögen und die deutsche
Krankenversicherung ist nicht gezwungen, die vorher gekündigte
Versicherung wiederaufzunehmen.
Da ich selbst auf einer Intensivstation arbeite, kann ich garantieren,
daß es sich hierbei eben nicht um exotische Ausnahmen handelt, daß
etwa ein 30jähriger sonst völlig gesunder Mensch schwer krank wird.
Aber man verdrängt ja so gerne...
Unbedingt vorher erkundigen, ob die deutsche Krankenverischerung /
-kasse einen wieder als Mitglied aufnimmt, selbst wenn man inzwischen
älter und kränker geworden ist.
Man sagt, daß es nur wenige Risiken gibt, gegen die man sich
versichern MUSS, das sind die Risiken, die die eigene Existenz
bedrohen, und das sind Krankheit, Berufsunfähigkeit / Rente,
Haftpflicht und evtl. Arbeitslosigkeitt. Alles andere, wie
Kaskoverischerungen, Hausrat, Fahhraddiebstahl (oder was Herr Kaier
sonst noch so anbietet) kann ganz nett sein, bedeutet aber keine
Katastrophe, wenn der unversicherte Schaden eintritt.
Herzliche Grüße und viel Spaß beim Segeln!
--
Hans Michael Betsch
Aarhus, Denmark
eMail: h...@dadlnet.dk
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Nur keine Panik!
Dr. Hubert Weishaeupl
Moin,
hatte mich auch wegen gut 1 jaehrigem Auslandsaufenthalt entsprechend
umgeschaut. Auch ich bin bei der DKV gelandet.
Es gab Einschraenkungen:
- Zahnbehandlungen max. DM 600.- /Jahr
- Schwangerschaft/Entbindung ausgeschlossen.
Aber sie war die mit Abstand preiswerteste (nach der Deutschen
Eisenbahner Versicherung, die weniger Ausnahmen hatte!)
Ich habe die DKV selbst wegen der Zaehne in Anspruch nehmen muessen. Das
Limit war bald erschoepft.
Habe wegen des Junior 3 oder 4 mal keine Probleme mit der Erststattung
gehabt. Vorlegen, Rechnung einreichen -> Erstattung.
Fuer bis zu 6 Wochen gibt es fuer einen Jahresbeitrag von DM 10.- auch
Versicherungen ohne nennenswerte Einschraenkungen.
Have fun
Ekkes
Grüße
Manfred