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MoBo und Segler

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Bernd Wolff 'Ehle/Ihle Verband'

unread,
Oct 29, 1999, 3:00:00 AM10/29/99
to
Moin an Alle,

ich habe ein Bitte um Auskunft:

Naechstes Jahr moechte ich Helgoland besuchen.
Ich kenne das Revier nicht die Bohne.

Nordsee = Mordsee, na gut aufpassen und nicht
leichtsinnig werden ist sowieso in einem unbekannten
Revier angesagt.

Was ich wissen möchte ist, wie es auf Helgoland mit
Gastliegeplätzen aussieht. Hat man da eine Chance
mit den eigenen Schiffchen ueber Nacht einen Liegeplatz
zu bekommen? Von wo wäre es am günstigsten loszufahren
wenn man das erste mal diese Fahrt unternehmen will?
Ich möchte wenn möglich die Elbe runter
und dann von Hamburg aus fahren.
Wo könnte ich da das letzte mal vor der Überfahrt Benzin
tanken?

Vielen Dank im Voraus und
Grusse an alles was schwimmt
Bernd

Bernd Wolff
Gewässerunterhaltung
Ehle/Ihle Verband
Alte Ziegelei
39291 Stegelitz
mailto:ehle.ihle.verband@t-online


Holger Speckmann

unread,
Oct 30, 1999, 3:00:00 AM10/30/99
to
Bernd Wolff 'Ehle/Ihle Verband' schrieb:

> Naechstes Jahr moechte ich Helgoland besuchen.
> Ich kenne das Revier nicht die Bohne.
> Was ich wissen möchte ist, wie es auf Helgoland mit
> Gastliegeplätzen aussieht. ...

> Wo könnte ich da das letzte mal vor der Überfahrt Benzin
> tanken?

Cuxhaven ist Dein Sprungbrett in der Elbmündung (jegliche Versorgung).
Wichtig: Umfassenden Seewetterbericht einholen: UKW-Kanal 83 (Cuxhaven)
bzw. 27 (Helgoland).
Weitere Informationen: http://www.smd.de/de/index.html

Du gehst mit ablaufend Wasser in Cux raus und hältst Dich am rechten
Fahrwasserrand schön frei von den schnellen Frachtern und vor allem den
Highspeed-Fähren.

Spätestens beim Verlassen der Außenelbe wird's recht rauh - bei Wind
gegen Strom sogar sehr rauh. Mit kleinerem Boot lieber abwarten. Ab hier
hast Du weder Landsicht noch Tonnen. Also sauber steuern und mitkoppeln
(Stromversatz!) oder/und GPS benutzen, sonst fährst Du an Legoland
vorbei (Soll bei schlechter Sicht schon einigen passiert sein!). Bei
guter Sicht ist die Ansteuerung problemlos. Aber: Tonnen in der Zufahrt
unbedingt beachten!

Wenn nicht gerade Wochenende oder Regatta ist, solltest Du immer ein
Plätzchen finden. Über dem Hafenbüro ist die Wetterstation des DWD. Wenn
Du freundlich fragst, kriegst Du dort auch topaktuell das Wetter für
Deine Rückfahrt!

Übrigens: Auf Helgoland kann man sich auch weiterhin zoll- und MwSt-frei
versorgen. Natürlich nur für den Eigenbedarf!

Grüß mir die Lange Anna: Holger

Mirko Moeller

unread,
Oct 31, 1999, 2:00:00 AM10/31/99
to

Bernd Wolff 'Ehle/Ihle Verband' schrieb:

> Moin an Alle,


>
> ich habe ein Bitte um Auskunft:
>

> Naechstes Jahr moechte ich Helgoland besuchen.
> Ich kenne das Revier nicht die Bohne.
>

> Nordsee = Mordsee, na gut aufpassen und nicht
> leichtsinnig werden ist sowieso in einem unbekannten
> Revier angesagt.
>

> Was ich wissen möchte ist, wie es auf Helgoland mit

> Gastliegeplätzen aussieht. Hat man da eine Chance
> mit den eigenen Schiffchen ueber Nacht einen Liegeplatz
> zu bekommen? Von wo wäre es am günstigsten loszufahren
> wenn man das erste mal diese Fahrt unternehmen will?
> Ich möchte wenn möglich die Elbe runter
> und dann von Hamburg aus fahren.

> Wo könnte ich da das letzte mal vor der Überfahrt Benzin
> tanken?
>

> Vielen Dank im Voraus und
> Grusse an alles was schwimmt
> Bernd
>
> Bernd Wolff
> Gewässerunterhaltung
> Ehle/Ihle Verband
> Alte Ziegelei
> 39291 Stegelitz
> mailto:ehle.ihle.verband@t-online

Moin Bernd,

letzte Bunkermöglichkeit an der Elbe ist Cuxhafen. Bei guter Sicht
fährst Du den Tonnenstrich ab und kannst dann querab von ELBE 1 schon
Helgoland sehen.
Bei schlechter Sicht solltest Du alle Navigationsmöglichkeiten
ausnutzen. D.h. koppeln und Beobachten/ggfs. GPS. Denk an den
Gezeitenstrom!
Irgendwo im Hafen wirst Du schon ein Plätzchen finden. Könnte aber an 8.
Stelle im Päckchen sein (also lange Landleinen mitbringen!). Diesel
kannst Du auf Helgoland Bunkern. Gleich hinter dem Marina-Restaurant
(bitte nicht da essen, der Service ist scheußlich) rechts ist ein
Bootsladen mit Zapfsäule.
Duschen kostet DM 6,-. Das morgendliche Waschen DM 3,- , dafür ist dann
aber die Toilettenbenutzung schon inklusive! Wenn das mal kein Verstoß
gegen die Zugabeverordnung ist.

Gruß
Mirko

Olaf Hoffmann

unread,
Nov 1, 1999, 3:00:00 AM11/1/99
to
Moin Bernd,

Bernd Wolff 'Ehle/Ihle Verband' wrote:
> Naechstes Jahr moechte ich Helgoland besuchen.
> Ich kenne das Revier nicht die Bohne.

Dann würde ich Dir empfehlen, Dich mit der einschlägigen nautischen
Literatur zu beschäftigen.
Seekarten, See- und Hafenhandbücher (auch in der
Sportschiffahrtsvariante) liefern jede Menge Informationen.

Grüße aus dem Norden,

Olaf Hoffmann

Edgar Warnecke

unread,
Nov 1, 1999, 3:00:00 AM11/1/99
to
Am Mon, 01 Nov 1999 10:56:51 +0100, Olaf Hoffmann
<olaf.h...@unibw-hamburg.de> meinte:

... ich kenne die Ecke da oben so ein wenig.
Bernd ist ja MoBofahrer und ich weiss nicht, ob er nicht vorab ein
wenig in der Ecke ueben sollte, bevor er sich den 35 Meilen Toern
antun sollte.

Wenn da auf der Ausreise oder Heimreise auch nur *etwas* schief geht
und er landet in den Grundseen des Watt, dann gute Nacht.

Vielleicht zum *Aangewoehnen* mal ein wenig Schlick- aehhh,
Wilhelmshaven, Jadebusen und die Inseln?
Oder von Leer nach Borkum?

Gruss

Edg@r vorm Huy
--
Alles selbst machen zu wollen ist das Kennzeichen des Unbegabten.
Richard von Schaukal
http://edgarvormhuy.de *
EZine fuer Selbstaendige und solche, die es werden wollen

Bernd Wolff

unread,
Nov 1, 1999, 3:00:00 AM11/1/99
to

Edgar Warnecke schrieb in Nachricht <381d984d...@news.btx.dtag.de>...

>wenig in der Ecke ueben sollte, bevor er sich den 35 Meilen Toern
>antun sollte.
>Wenn da auf der Ausreise oder Heimreise auch nur *etwas* schief geht
>und er landet in den Grundseen des Watt, dann gute Nacht.


Moin Edgar,

vielen Dank für den Tip.
Naja, die 35sm sind das kleinere Problem. Rund um Rügen ist ja
deutlich weiter und auch machbar. Nur wird man das wohl nicht
vergleichen können. Die Wellen sind in der Ostsee bestimmt viel
kürzer (was nicht unbedingt angenehm ist). Vor überschlagenden
Wellen habe ich schon immer einen Horror. Ab welchem Wind ist
denn dort damit zu rechnen? Ich denke ab Wind 4 und zunehmend
sollte wohl Schluß sein und eine Überfahrt ausfallen, oder?

Gruß
Bernd
--


Bernd Wolff
Gewässerunterhaltung
Ehle/Ihle Verband

mailto:ehle.ihle.verband@t-online

Alexander Stielau

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
"Bernd Wolff" <ehle.ihl...@T-Online.de> writes:

> >wenig in der Ecke ueben sollte, bevor er sich den 35 Meilen Toern
> >antun sollte.

> Naja, die 35sm sind das kleinere Problem. Rund um Rügen ist ja


> deutlich weiter und auch machbar. Nur wird man das wohl nicht
> vergleichen können. Die Wellen sind in der Ostsee bestimmt viel

Eben. Auf der Nordsee gibts Tide, und zwar nicht zu knapp.

> kürzer (was nicht unbedingt angenehm ist). Vor überschlagenden
> Wellen habe ich schon immer einen Horror. Ab welchem Wind ist
> denn dort damit zu rechnen? Ich denke ab Wind 4 und zunehmend

Du meinst brechende Wellen? Die kommen auf der Nordsee relativ spät,
jedenfalls im tiefen Wasser :-)

> sollte wohl Schluß sein und eine Überfahrt ausfallen, oder?

Das kommt auf deinen Dampfer an. Was ist das für ein Gerät (Länge,
Breite, Tiefgang, usw; vor allem, hast Du zwei Maschinen, Einbau,
Outboard, Hilfs-AB?
Die nebenan diskutierten Dieselfilterdrecksgeschichten sind auf der
Nordsee ohne weiteren Hilfsantrieb kein Spaß, auch wenn es sich um
Benzin handelt (habe nicht aufgepaßt).

Ich würde mich auf der Ostsee beim Wetter eventuell auf einen
schüchternen Blick auf den Himmel einlassen, auf der Nordsee würde ich
dies auf keinen Fall tun, und auch der Wetterbericht im NDR2 reicht
mir dort nicht aus.

Al´Nordsee is kein Spaß´eks
--
One ping to rule them all -
One ping to find them - Herr der P^HRinge,
One ping to bring them all - www.userfriendly.org
And in the darkness bind them. 99-10-18

Bernd Wolff

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to

Alexander Stielau schrieb in Nachricht ...

>Eben. Auf der Nordsee gibts Tide, und zwar nicht zu knapp.

Naja, die dadurch bedingten Strömungsverhältnisse kann man ja
auch zu seinem Vorteil nutzen. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit.
Hier liegt wohl auch das größte Problem.

>Du meinst brechende Wellen? Die kommen auf der Nordsee relativ spät,
>jedenfalls im tiefen Wasser :-)


Richtig, war blöd ausgedrückt von mir. Genau diese Wellen meine ich.
Je flacher das Wasser..... , aber Du kennst das ja.

>Das kommt auf deinen Dampfer an. Was ist das für ein Gerät ...
(Länge: 6,00m,Breite: 2,10m, Tiefgang: 0,35 gut ausgebildeter Kiel.
Das Boot kann gleiten (Mehr ein Halbgleiter), setzt aber bei
Verdrängerfahrt gut und weich ein.
Hilfs-AB kommt mit!
Ist ein Beziner.

>Ich würde mich auf der Ostsee beim Wetter eventuell auf einen

>schüchternen Blick auf den Himmel einlassen, ..........

Tu das bitte nie!!! Die Ostsee wird gemeinhin von Vielen unterschätzt.
Gerade die dort so kurzen und steilen Wellen haben schon viele Opfer
gekostet. Allein um Rügen liegt die Zahl der Opfer fast jedes Jahr im
zweistelligen Bereich. Auch ein schnelles Motorboot bietet da nur
eine trügerische Sicherheit (Bin ja scheinbar schnell unter Land...).
Wenn es unruhig wird, ist nichts mehr mit
schneller Gleitfahrt. Da muß das Schiffchen bei Verdrängerfahrt
schon gut in der See liegen. Das sind überigens die Situationen
wo ich Segler immer beneide. Die liegen einfach viel ruhiger bei
unruhiger See.

>auf der Nordsee würde ich dies auf keinen Fall tun, und auch der
>Wetterbericht im NDR2 reicht mir dort nicht aus.

Ich bin ein "Sicherheitsfanatiker". Darum ja auch meine Fragen hier.
Ich hole mir das Wetter immer bei http://www.dwd.de/ . Ist doch o.k.
oder ???


>Al´Nordsee is kein Spaß´eks

Sehe ich auch so!!!

Gruß und Dank

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to

Dr.med.Ulrich G. Kliegis schrieb in Nachricht ...


>Das Boot sollte zumindest auch die ueblichen Wetterbedingungen (also 5
>bis 6 von irgendwo, Kreuzseen, schlechte Sicht, Regen)

Auf der Ostsee unfreiwillig schon mehrmals bis 8.
Ich hatte nie den Eindruck, das geht nicht.
Andererseits hatte ich auch nur noch einen
Wunsch: schnell unter Land!
Aber eben nur immer Ostsee!

> (<-> Hast Du einen ordentlichen Radarreflektor?
Jo
> Wenn ja, wie hoch ueber Deck?)
2,5m (bisschen knapp vermute ich!)
>(Freibord:
0,95m
>selbstlenzend:
Jo
>die Besatzung (mit wieviel Leuten willst Du auf dem Becher sitzen?)):
2 Mann
>Antwort genug? Sag Ja!
Ja - Ja - Ja,
aber nur für das Boot, nicht für die Fahrt!

>Und wie holst Du den unterwegs, also vor dem Auslaufen ?
Via LabTop und Handy übers Internet (Geht seit einiger Zeit).

Ist jedenfalls toll, daß man sich hier die Erfahrungen anderer "abholen"
kann.
Wo liegt denn nach Deiner Meinung beim MoBo die "Schmerzgrenze"
hinsichtlich der Bootsgröße für diese Fahrt? Die Fahrt möchten wir auf
jeden Fall machen, wenn auch auf einem anderen Boot?!

Gruß und Dank
Bernd
--
Bernd Wolff
Gewässerunterhaltung
Ehle/Ihle Verband

mailto:ehle.ihl...@t-online.de


Juergen Kantowski

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to

"Dr.med.Ulrich G. Kliegis" wrote:
[einiges geloescht]

> Ein Aussenborder ist m.E. weniger fuer die
> Seeschiffahrt geeignet als ein Innenborder. Hauptkriterien sind aber
> die Groesse und die Bauart Deines Bootes (Freibord, selbstlenzend, die
> Besatzung (mit wieviel Leuten willst Du auf dem Becher sitzen?)).

Darueber laesst sich allerdings diskutieren. Gerade im kuerzlich hier
laufenden Diesel-Thread habe ich gelernt, dass es um die
Gebrauchstuechtigkeit der Dieselinborder manchmal wohl auch nicht zum
Besten bestellt ist. Der Knackpunkt liegt imho doch wohl woanders:

Ein seegängiges Schiff im Sportbootbereich ist mit 2 voneinander
unabhaengigen Maschinen auszuruesten. Dieser Empfehlung folgend habe ich
mein letztes Boot (Schlauchboot, 6m Länge) ausgerüstet; am Heck hingen 2
AB's mit je 80 PS. Durch redundante bzw. schaltbare Auslegung von Tanks
und Batterien war es mir jederzeit moeglich den Ausfall einer Maschine,
bzw. eines Tanks oder einer Batterie zu verkraften.

In der Praxis jedoch hat sich gezeigt, dass in 8 Jahren mit rund 1500
Betriebsstunden und etwa 14000sm diese Redundanz nicht ein einziges Mal
in Anspruch genommen werden musste. Das hat mich neben den Nachteilen
beim Energieverbrauch und bei der Lautstaerke dazu bewogen bei meinem
neuen Boot auf eine 'Hot Standby-Maschine' zu verzichten. Schaun wir mal
was passiert, bekanntlich lauert Murphy ja hinter jeden Ecke.

Mir ist schon klar, dass man das Mittelmeer nicht unbedingt mit der
Nordsee vergleichen kann, aber in Diskussionen mit englischen
RIB-Fahrern, die bei Offshoretauglichkeit auch auf redundante Systeme
schwoeren, kam unter'm Strich raus, dass man aufgrund steigender
Zuverlaessigkeit der AB's die Redundanz i.d.R. nur noch als
psychologisches Mittel benoetigt.

Gruesse


Juergen

Manfred Muench

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
Im Artikel <7vlu84$qsf$1...@news00.btx.dtag.de>, "Bernd Wolff"
<ehle.ihl...@T-Online.de> schreibt:

>
>>Das kommt auf deinen Dampfer an. Was ist das für ein Gerät ...
>(Länge: 6,00m,Breite: 2,10m, Tiefgang: 0,35 gut ausgebildeter Kiel.
>Das Boot kann gleiten (Mehr ein Halbgleiter), setzt aber bei
>Verdrängerfahrt gut und weich ein.
>Hilfs-AB kommt mit!
>Ist ein Beziner.

Habe ich das jetzt hier richtig verstanden ?
Oder bin ich im falschen Film ?
Du willst mit diesem Boot von Cuxhaven nach Helgoland ?
Na ja, jetzt verstehe ich, warum Du Dich so sehr für eine MoBo
Gruppe einsetzt. Mein Tip, bevor Du losfährst, schon mal alle
möglichen Seenotrettungsstellen informieren:-((
Ich war gerade am Wochenende auf der Nordsee. Da war SW 7-8.
Für mich noch zu machen, weil an meiner Küste diese
Windrichtung parallel zur Küste verläuft in Verbindung mit
dann (relativ) geringerem Seegang.
Und ich habe ein 12.5 m Segelboot mit 2.2 m tiefem Kiel.
Aber wenn ich mir vorstelle, Du mit Deinem Boot bei diesem
Wind und (auf dieser Fahrt) "richtigem" Seegang, dann gute Nacht
Mattes (Bernd). Und schon mal bei Cuxhafen ausgelaufen
bei Wind gegen Strom ? Da brauchst Du bei Springtide nicht mehr
als 5 Bft. um mit Deinem Boot tanzen zu geh`n (oder zu kentern).
Nix gegen Dein Boot, ist sicher schön, aber für so eine Fahrt
wirklich ungeeignet. Und eine momentan total glatte See und ein
toller Wetterbericht nützt Dir in diesem Revier wenig, hier schlägt
das Wetter (manchmal) dermaßen schnell um, so schnell kannst Du
garnicht gleiten. Solltest Du es aber trotzdem versuchen, nimm
Dosenbier mit (für den allerletzten Schluck:-)

Chip`s ahoi
Manfred


Dietmar Otterstaetter, DL4HAO

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
Schiffe sind im Hafen (meistens) am sichersten aufgehoben, doch dafür
wurden sie nicht gebaut !

Herzliche Grüße,
Dietmar


Bernd Wolff schrieb:
>...

> vielen Dank für den Tip.

> Naja, die 35sm sind das kleinere Problem. Rund um Rügen ist ja
> deutlich weiter und auch machbar. Nur wird man das wohl nicht
> vergleichen können. Die Wellen sind in der Ostsee bestimmt viel

> kürzer (was nicht unbedingt angenehm ist). Vor überschlagenden
> Wellen habe ich schon immer einen Horror. Ab welchem Wind ist
> denn dort damit zu rechnen? Ich denke ab Wind 4 und zunehmend

Mirko Möller

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
Moin moin Bernd,

Bernd Wolff wrote:

> >Das kommt auf deinen Dampfer an. Was ist das für ein Gerät ...
> (Länge: 6,00m,Breite: 2,10m, Tiefgang: 0,35 gut ausgebildeter Kiel.
> Das Boot kann gleiten (Mehr ein Halbgleiter), setzt aber bei
> Verdrängerfahrt gut und weich ein.
> Hilfs-AB kommt mit!
> Ist ein Beziner.
>
>

Sach ma, meinst Du das ernst? Wenn Du tatsächlich auf Helgoland
ankommenwirst, dann wird man Dich aus Sicherheitsgründen nicht mehr
weglassen.
Sicherlich kann man diesen Törn mit dem Boot machen, wenn das Wetter mit-

spielt, aber darauf kann man sich nicht verlassen. Auch www.dwd.de ist
keine
Gewähr. Dazu empfehle ich den Artikel in der aktuellen YACHT.


> Ich bin ein "Sicherheitsfanatiker". Darum ja auch meine Fragen hier.
> Ich hole mir das Wetter immer bei http://www.dwd.de/ . Ist doch o.k.
> oder ???
>

Sicher ist das ok. Aber es ist nicht ok, mit einem solchen Boot
Cuxhafen/Helgoland zumachen. Da Du ja jetzt hier schon in der
Segelnewsgroup diskutierst, suche Dir doch
einen Segler, und unternimm einen schönen Helgoland-Törn, den man auch
verantworten
kann.
Im übrigen, hast Du denn Erfahrungen mit Gezeitenrevieren. Ich meine,
soweit
ich weiß wird beim SBF See noch nicht einmal theor. Grundwissen dazu
abgefragt.
(Korrigiere mich, wenn es anders ist). Segler mit BR haben da natürlich
den Vorteil,
daß zumindest diese Grundlagen da sind, was natürlich noch nicht heißt,
daß sie es auch praktisch umsetzen können.
Trotz einiger Nordsee-Erfahrungen habe ich noch einen Höllenrespekt für
dieses
Gewässer.
Ich glaube, es war Erdmann, der Jahre nach seiner Weltumsegelung noch
einmal
einen Nordseetörn unternommen hat und recht eindruccksvoll beschreibt,
wie
anspruchsvoll dieser Atlantikteil ist (irgendwo in der YACHT war´s zu
lesen).

> >Al´Nordsee is kein Spaß´eks
> Sehe ich auch so!!!
>

> Gruß und Dank
> Bernd
> --
> Bernd Wolff
> Gewässerunterhaltung
> Ehle/Ihle Verband

> mailto:ehle.ihle.verband@t-online

^^^
Und jetzt verrat mal endlich, was das für ein Verein da ist.

Alles gute

Mirko


Mirko Möller

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
Dietmar Otterstaetter, DL4HAO wrote:

> Schiffe sind im Hafen (meistens) am sichersten aufgehoben, doch dafür
> wurden sie nicht gebaut !
>
> Herzliche Grüße,
> Dietmar
>

Ja, da läßt sich auch viel besser ein Langdraht zum Land abspannen und
das Pile-Updarf erwartet werden ;)

Gruß
Mirko


Alexander Stielau

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
"Bernd Wolff" <ehle.ihl...@T-Online.de> writes:

> >Das kommt auf deinen Dampfer an. Was ist das für ein Gerät ...
> (Länge: 6,00m,Breite: 2,10m, Tiefgang: 0,35 gut ausgebildeter Kiel.
> Das Boot kann gleiten (Mehr ein Halbgleiter), setzt aber bei
> Verdrängerfahrt gut und weich ein.
> Hilfs-AB kommt mit!
> Ist ein Beziner.

Nimm es nicht persönlich, aber das ist nix für die Nordsee, sondern
das, was in den DGzRS-Jahresberichten immer wieder liebevoll als
Spielzeug bezeichnet wird. Ich würde mich damit jedenfalls nicht aus
der Elbmündung trauen, ohne Jux.

Hast Du UKW?

> >Ich würde mich auf der Ostsee beim Wetter eventuell auf einen
> >schüchternen Blick auf den Himmel einlassen, ..........
>
> Tu das bitte nie!!! Die Ostsee wird gemeinhin von Vielen unterschätzt.

Ja, eben.

> schon gut in der See liegen. Das sind überigens die Situationen
> wo ich Segler immer beneide. Die liegen einfach viel ruhiger bei
> unruhiger See.

Exakt deshalb habe ich kein Problem, mit einer Leisure17 oder
ähnlichem Gerät nach Helgoland zu fahren, mit einem Zäpfchen aber schon.

> Ich bin ein "Sicherheitsfanatiker". Darum ja auch meine Fragen hier.
> Ich hole mir das Wetter immer bei http://www.dwd.de/ . Ist doch o.k.
> oder ???

Wenn man das interpretieren kann schon. Ich habe unterwegs aber meist
keine Satellitenverbindung[1], um daran zu kommen, und das Wetter ändert
sich ja ab und zu.
Ein Seewetterbericht über UKW oder über die üblichen Sender im
Weltempfänger ist da schon aktueller.

Aleks

[1] Stimmt nicht, auf der Roald haben wir eine Mini-M, aber surfen
über das Ding kann man nicht bezahlen...

Alexander Stielau

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
"Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''" <ehle.ihl...@t-online.de> writes:

> >Und wie holst Du den unterwegs, also vor dem Auslaufen ?
> Via LabTop und Handy übers Internet (Geht seit einiger Zeit).

Aber nicht *auf* der Nordsee, nur unter Land. Das hat was mit
Signallaufzeiten zu tun, die Zellen sind einfach nicht groß genug.

Wenn Du eh einen Laptop hast, besorge dir Software, mit der Du Navtex
und Wetterfunk decodieren kannst, und einen guten Weltempfänger, das
funktioniert dann überall.
Früher gab es dafür mal HamCom und diesen unsäglich teuren Dekoder von
DeliusKlasing. Da ich inzwischen kein Windows mehr verwende, ist die
Entwicklung, was Anwendungen für dieses OS angeht, etwas an mir vorbei
gerauscht.

> Wo liegt denn nach Deiner Meinung beim MoBo die "Schmerzgrenze"
> hinsichtlich der Bootsgröße für diese Fahrt? Die Fahrt möchten wir auf
> jeden Fall machen, wenn auch auf einem anderen Boot?!

Das würde ich am Einzelfall entscheiden.
Ich bin früher viel mit einem großen Offshore-Radiergummi mit
Festrumpf gefahren (Regattabegleitung und so), das hatte allerdings
auch eine Reiterbank und Gurte, Länge etwa 8 Meter, 2 x OMC. Mit so
einem Ding würde ich glaube ich auch nicht nach Helgoland fahren,
abgesehen davon, daß bei meiner Fahrweise der Sprit nicht so ganz
reichen würde.

Und, zu diesem Ding hatte ich absolutes Vertrauen was Seeverhalten,
Leistung, Schwimmfähigkeit im vollgeschlagenen Zustand und unter
Wasser gesetzte Technik angeht.

Aleks

Owe Jessen

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
Am Mon, 1 Nov 1999 23:40:49 +0100, schrieb "Bernd Wolff"
<ehle.ihl...@T-Online.de> :


>
>vielen Dank für den Tip.
>Naja, die 35sm sind das kleinere Problem. Rund um Rügen ist ja
>deutlich weiter und auch machbar. Nur wird man das wohl nicht
>vergleichen können. Die Wellen sind in der Ostsee bestimmt viel
>kürzer (was nicht unbedingt angenehm ist). Vor überschlagenden
>Wellen habe ich schon immer einen Horror.

Meinst du damit sich selbst überschlagende Wellen wie in der Brandung?
Oder wenn das Schiff von der Welle beim Einstampfen überspült wird?
Ersteres habe ich bisher noch nicht erlebt, habe aber auch erst Wind
bis 45kn in der Bö mitgemacht. Daraus würde ich schließen, daß man
solche See vermeiden kann, wenn man auf den Wetterbericht achtet.
Letzteres halte ich in Grenzen für unkritisch, jedenfalls auf einem
Kielsegelboot. Die Grenze dürfte erreicht sein, wenn das Boot droht,
vollzulaufen, oder (bei einem Mobo) die Technik aufgrund des Wassers
den Geist aufgibt.
Owe
--
http://www2.crosswinds.net/~owejessen/
Der Akademische Segelverein in Kiel:
www.asv-kiel.de

Jürgen Exner

unread,
Nov 2, 1999, 3:00:00 AM11/2/99
to
Juergen Kantowski <juergen....@mch10.sbs.de> wrote in message
news:381ECE3A...@mch10.sbs.de...
[...]

> Ein seegängiges Schiff im Sportbootbereich ist mit 2 voneinander
> unabhaengigen Maschinen auszuruesten. Dieser Empfehlung folgend habe ich
[...]

Jau, die erste "Maschine" ist eine Schaddauer und wird normalerweise
"Grosssegel" genannt, die zweite von North Sail und heisst Genua. Und die
dritte ....
Du uebersiehst, dass auf Segelbooten der Motor nur eine Hilfsmaschine ist,
und damit per Definition bereits selber die Backuploesung ist.
Soll er doch ausfallen, wen stoerts? In den naechsten Hafen kommt man immer
noch.

jue
--
Jürgen Exner


Mirko Moeller

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to
Juergen Kantowski schrieb:

> "Dr.med.Ulrich G. Kliegis" wrote:
> [einiges geloescht]
>
> > Ein Aussenborder ist m.E. weniger fuer die
> > Seeschiffahrt geeignet als ein Innenborder. Hauptkriterien sind aber
> > die Groesse und die Bauart Deines Bootes (Freibord, selbstlenzend, die
> > Besatzung (mit wieviel Leuten willst Du auf dem Becher sitzen?)).
>
> Darueber laesst sich allerdings diskutieren. Gerade im kuerzlich hier
> laufenden Diesel-Thread habe ich gelernt, dass es um die
> Gebrauchstuechtigkeit der Dieselinborder manchmal wohl auch nicht zum
> Besten bestellt ist. Der Knackpunkt liegt imho doch wohl woanders:
>

> Ein seegängiges Schiff im Sportbootbereich ist mit 2 voneinander
> unabhaengigen Maschinen auszuruesten. Dieser Empfehlung folgend habe ich

> mein letztes Boot (Schlauchboot, 6m Länge) ausgerüstet; am Heck hingen 2
> AB's mit je 80 PS. Durch redundante bzw. schaltbare Auslegung von Tanks
> und Batterien war es mir jederzeit moeglich den Ausfall einer Maschine,
> bzw. eines Tanks oder einer Batterie zu verkraften.
>
> In der Praxis jedoch hat sich gezeigt, dass in 8 Jahren mit rund 1500
> Betriebsstunden und etwa 14000sm diese Redundanz nicht ein einziges Mal
> in Anspruch genommen werden musste. Das hat mich neben den Nachteilen
> beim Energieverbrauch und bei der Lautstaerke dazu bewogen bei meinem
> neuen Boot auf eine 'Hot Standby-Maschine' zu verzichten. Schaun wir mal
> was passiert, bekanntlich lauert Murphy ja hinter jeden Ecke.
>
> Mir ist schon klar, dass man das Mittelmeer nicht unbedingt mit der
> Nordsee vergleichen kann, aber in Diskussionen mit englischen
> RIB-Fahrern, die bei Offshoretauglichkeit auch auf redundante Systeme
> schwoeren, kam unter'm Strich raus, dass man aufgrund steigender
> Zuverlaessigkeit der AB's die Redundanz i.d.R. nur noch als
> psychologisches Mittel benoetigt.
>
> Gruesse
>
> Juergen

Ein Hurra auf die REDUNDANZ. Eine Ketsch hat schließlich auch mindestens
drei Segel!

Gruß
Mirko

Juergen Kantowski

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to

Hai Juergen,


>
> Juergen Kantowski <juergen....@mch10.sbs.de> wrote in message
> news:381ECE3A...@mch10.sbs.de...
> [...]

> > Ein seegängiges Schiff im Sportbootbereich ist mit 2 voneinander
> > unabhaengigen Maschinen auszuruesten. Dieser Empfehlung folgend habe ich

> [...]
>
> Jau, die erste "Maschine" ist eine Schaddauer und wird normalerweise
> "Grosssegel" genannt, die zweite von North Sail und heisst Genua. Und die
> dritte ....
> Du uebersiehst, dass auf Segelbooten der Motor nur eine Hilfsmaschine ist,
> und damit per Definition bereits selber die Backuploesung ist.

In der Theorie gebe ich Dir recht; sie stammt aber aus der Aera der
Teeclipper ...

In der Praxis siehts aber heutzutage so aus, dass die Plünnen
runterkommen, wenn die Aussentonnen in Sicht sind; an- und ablegen macht
man sowieso unter Maschine und falls mal jemand ueber Bord fallen sollte
ist die Maschine Dein bester Freund ...


> Soll er doch ausfallen, wen stoerts? In den naechsten Hafen kommt man immer
> noch.

Andersrum wird ein Schuh draus! Im freien Wasser hast Du Deine Segel und
wirst sie auch benützen. Deine Maschine steht hier nicht zur Debatte,
schliesslich bewegst Du ein Segelboot. Kommt es jetzt zu einer
Situation, in der Du auf Deine Maschine angewiesen bist und sie
funktioniert nicht hast Du ein ernstes Problem.

Hier zeigt sich deutlich, dass die 'Hot-Standby'-Methode dem
Cold-Standby ueberlegen ist.

Ich habe den Maschinen-Thread mit Interesse verfolgt, bestätigt er doch
meinen persoenlichen Eindruck, nachdem eine Vielzahl von Hilfsmotoren
auf Dickschiffen durch schlechte Wartung unzuverlaessig sind.


Gruß

Juergen

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to

Owe Jessen schrieb in Nachricht ...

>Am Mon, 1 Nov 1999 23:40:49 +0100, schrieb "Bernd Wolff"
><ehle.ihl...@T-Online.de> :

>Meinst du damit sich selbst überschlagende Wellen wie in der Brandung?

Genau die! Ich fahre immer zwischen Hiddensee und Boog in den Bodden
zurück (Ostsee).
Zum Glück ist es ja selten der Fall. Aber wenn es sehr rauh
wird kann es vorkommen daß Brecher über die der Fahrrinne vorgelagerten
Sandbänke durchlaufen. Ein scheix Gefühl wenn sowas querab auf Dich
zurollt !!!

Gruß
Bernd


Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to

Moin an Alle

erstmal herzlichen Dank an Alle die mir wegen der
Größe des Bootes hier -und damit ja rechtzeitig-
"die Ohren langgegzogen haben".
Ich werde also mit Sicherheit einen größeren Kahn
für die Fahrt nehmen. Mal sehen wer im Bekanntenkreis
Lust auf diese Fahrt hat.
Darum aber mal eine zusätzliche Frage:
Was könnt Ihr als Revier zum Üben in Gezeitengewässern
empfehlen? Ein paar Tips kamen ja schon.

Manfred Muench

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to
Im Artikel <7vorss$qo8$1...@news07.btx.dtag.de>, "Bernd Wolff ''Ehle/Ihle
Verband''" <ehle.ihl...@t-online.de> schreibt:

>Ich werde also mit Sicherheit einen größeren Kahn
>für die Fahrt nehmen.

Da bin ich teils froh, teils traurig.
Froh, weil Du zur Vernunft gekommen bist, traurig,
weil das jetzt mit dem MoBo Scheixx weitergeht.
So gesehen wäre es besser, Du würdest trotzdem losfahren:-)
Demnächst fragen hier noch die Schlauchbootfahrer,
ob sie mit Redundanz (ein prima Wortungetüm) auf der Autobahn
nach Helgoland nicht dauernd links bleiben dürfen.

Chip`s ahoi
Manfred

Juergen Kantowski

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to

Manfred Muench wrote:

> Demnächst fragen hier noch die Schlauchbootfahrer,
> ob sie mit Redundanz (ein prima Wortungetüm) auf der Autobahn
> nach Helgoland nicht dauernd links bleiben dürfen.


Interesse an weiteren Wortungetümen ? Mir fällt da ganz spontan Ignoranz
ein.

Reimt sich sogar!


gute Besserung

scnr


Juergen

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to

Manfred Muench schrieb in Nachricht
<19991103041906...@ngol03.aol.com>...

>Demnächst fragen hier noch die Schlauchbootfahrer,


Ach Manfred,

ich hab doch gar nicht gesagt, ob ich dann auch mit dem MoBo
unterwegs bin. Einige meiner Bekannten haben recht gute
Segelschiffe (Ich sage bewußt nicht Boote).
Falls ich den Törn auf einem Segler mache habe ich ja dann
mal Zeit über den abgesoffenen MoBo nachzudenken.
Hier versteh'n sich die sog. Fraktionen nämlich recht gut.
Hast aber durchaus meinen Ehrgeiz geweckt nun doch mit
einem passenden MoBo zu Fahren.

Besonders netten Gruß
Bernd

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband'' schrieb in Nachricht
<7vorf4$qmc$1...@news07.btx.dtag.de>...

>Ein scheix Gefühl wenn sowas querab auf Dich
>zurollt !!!


Demnächst rollt hier noch was querein von mir weg.
Sorry
Bernd

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to

Mirko Möller schrieb in Nachricht <381EFD0B...@fernuni-hagen.de>...

> Und jetzt verrat mal endlich, was das für ein Verein da ist.


Ganz einfach:
Wir sind auf ca. 850 Quadratkilometer für die Unterhaltung von rund 1.000km
Gewässer II.Ordnung zuständig.

Bei Fließgewässern heißt das daß von uns der "gefahrlose" Wasserabfluß
zu sichern ist. Also wenn Oma Wasser im Heizungskeller hat oder das Dorf
A oder die Stadt B absäuft sind wir schuld! Jedenfalls kriegen wir dann die
Prügel.

Bei schiffbaren Gewässern (nicht Bundeswasserstraßen denn da sind die
Jungs und Mädels vom Wasser- und Schiffahrtsamt zuständig) heißt das Erhalt
des ordnungsgemäßen Zustandes für die Schiffbarkeit.

Soweit ganz kurz.

Gruß
Bernd (Von Beruf Wasserbauingenieur)

Edgar Warnecke

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to
Am 03 Nov 1999 09:19:06 GMT, mxx38...@aol.com (Manfred Muench)
meinte:

>Im Artikel <7vorss$qo8$1...@news07.btx.dtag.de>, "Bernd Wolff ''Ehle/Ihle
>Verband''" <ehle.ihl...@t-online.de> schreibt:
>
>>Ich werde also mit Sicherheit einen größeren Kahn
>>für die Fahrt nehmen.

[Manfred, also wirklich !]

Bleib in den Watten Bernd. Wenn Du z.B. von Wilhelmshaven ausgehst,
hast Du ein grosses Revier mit schoenen Inseln und tollen Haefen.
Gutes Essen bekommen die da auch hin.

Aehh, wo wir beim Thema sind, im Vareler Hafen gibt's bei Horst
Wilters den besten Fisch und in Dangast im Kurhaus am Wochenende 1/4
Quadratmeter Blechkuchen fuer DM 2,50. Sahne fuffzich Pfennig mehr.
Echt Avantgarde die Bude. Ansteuerung ist leicht, da steht ein
monstroeser Steinpimmel am Strand. Sonst immer hinter Etta von Dangast
her.

Sollte es mal etwas *dicker* kommen, verpxsst Du Dich *hinter* die
Inseln in's Watt (Achtung, Befahrensverbote beachten). Die Haefen sind
alle mindestens 1,35 Meter tief, koennen aber stellenweise
trockenfallen. Das ist der typische Fischkuttertiefgang. Vorsicht bei
Wind und Strom gegeneinander. Da gibt's einen graussligen Hack und den
wenigsten schmeckt dann das Essen noch.

Sonst waere vielleicht noch der Dollart zu empfehlen. Da kannste auch
zu den Inseln raus, Borkum ist schon *etwas* weiter draussen ;-)

Kommt's dick, entweder in's Watt oder in Delfzijl in die Kanaele. Auch
ganz huebsch. Dort ist besonders das Essen in der Waage in Leer zu
empfehlen. Nicht ganz preiswert, aber super.

Willste beides machen, so kannste erst rum in die Weser, dann nach
Elsfleth und weiter ueber die Hunte nach Oldenburg und dann ueber den
Kuestenkanal nach Leer fahren.

Fresstempel auf der Route auf Anfrage als Mail.

Reicht das erstmal?

Owe Jessen

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to
Am Wed, 03 Nov 1999 08:32:35 +0100, schrieb Juergen Kantowski
<juergen....@mch10.sbs.de> :

>
>
>Hai Juergen,
>>
>> Juergen Kantowski <juergen....@mch10.sbs.de> wrote in message
>> news:381ECE3A...@mch10.sbs.de...

>> Du uebersiehst, dass auf Segelbooten der Motor nur eine Hilfsmaschine ist,


>> und damit per Definition bereits selber die Backuploesung ist.
>
>In der Theorie gebe ich Dir recht; sie stammt aber aus der Aera der
>Teeclipper ...
>
>In der Praxis siehts aber heutzutage so aus, dass die Plünnen
>runterkommen, wenn die Aussentonnen in Sicht sind; an- und ablegen macht
>man sowieso unter Maschine und falls mal jemand ueber Bord fallen sollte
>ist die Maschine Dein bester Freund ...
>

Klar, und die Fender sind schon 2sm vor dem Hafen außenbords :-) Es
machen mittlerweile die meisten so, aber deshalb muß man es nicht gut
finden. Übrigens sollte man schon für den Fall der Fälle es immer
wieder üben, unter Segeln anzulegen (da kann ja auch ruhig der Motor
im Leerlauf mitgehen).

>
>> Soll er doch ausfallen, wen stoerts? In den naechsten Hafen kommt man immer
>> noch.
>
>Andersrum wird ein Schuh draus! Im freien Wasser hast Du Deine Segel und
>wirst sie auch benützen. Deine Maschine steht hier nicht zur Debatte,
>schliesslich bewegst Du ein Segelboot. Kommt es jetzt zu einer
>Situation, in der Du auf Deine Maschine angewiesen bist und sie
>funktioniert nicht hast Du ein ernstes Problem.

Mh, welche Situationen kannst du dir vorstellen, wo die Maschine
notwendig ist? Doch eher bei Hafenmanövern, wenn es sehr eng wird. Auf
See fällt mir da nur ein Mastbruch ein oder Flaute auf der Elbe bei
Nebel. (Okay, letzteres ist wohl nicht so selten)

>
>Hier zeigt sich deutlich, dass die 'Hot-Standby'-Methode dem
>Cold-Standby ueberlegen ist.

Wie, die Maschine immer beim Segeln mitlaufen lassen? Auch wenn man
ein paar Tage segelt?

>Ich habe den Maschinen-Thread mit Interesse verfolgt, bestätigt er doch
>meinen persoenlichen Eindruck, nachdem eine Vielzahl von Hilfsmotoren
>auf Dickschiffen durch schlechte Wartung unzuverlaessig sind.

Naja, ist nicht einfach, oder wenns einfach sein soll, nicht billig.

Jürgen Exner

unread,
Nov 3, 1999, 3:00:00 AM11/3/99
to
Juergen Kantowski <juergen....@mch10.sbs.de> wrote in message
news:381FE513...@mch10.sbs.de...

>
>
> Hai Juergen,
> >
> > Juergen Kantowski <juergen....@mch10.sbs.de> wrote in message
> > news:381ECE3A...@mch10.sbs.de...
> > [...]
> > > Ein seegängiges Schiff im Sportbootbereich ist mit 2 voneinander
> > > unabhaengigen Maschinen auszuruesten. Dieser Empfehlung folgend habe
ich
> > [...]
> >
> > Jau, die erste "Maschine" ist eine Schaddauer und wird normalerweise
> > "Grosssegel" genannt, die zweite von North Sail und heisst Genua. Und
die
> > dritte ....
> > Du uebersiehst, dass auf Segelbooten der Motor nur eine Hilfsmaschine
ist,
> > und damit per Definition bereits selber die Backuploesung ist.
>
> In der Theorie gebe ich Dir recht; sie stammt aber aus der Aera der
> Teeclipper ...
>
> In der Praxis siehts aber heutzutage so aus, dass die Plünnen
> runterkommen, wenn die Aussentonnen in Sicht sind; an- und ablegen macht
> man sowieso unter Maschine und falls mal jemand ueber Bord fallen sollte
> ist die Maschine Dein bester Freund ...

Moment.
Wir reden hier von Notsystemen(!!), insbesondere von einem zweiter Motor im
Falle dass die Hauptmaschine ausfaellt.
Dein Argument mit MOB zieht nicht, weil du da bereits zwei gleichzeitige
Notfaelle postulierst. Genausogut koennte ich argumentieren, dass sowohl die
Haupt- als auch die Reservermaschine ausgefallen seien und du jetzt deshalb
hilflos auf See treibst.

> > Soll er doch ausfallen, wen stoerts? In den naechsten Hafen kommt man
immer
> > noch.
>
> Andersrum wird ein Schuh draus! Im freien Wasser hast Du Deine Segel und
> wirst sie auch benützen. Deine Maschine steht hier nicht zur Debatte,
> schliesslich bewegst Du ein Segelboot. Kommt es jetzt zu einer
> Situation, in der Du auf Deine Maschine angewiesen bist und sie
> funktioniert nicht hast Du ein ernstes Problem.

Bitte definiere "angewiesen" (genau das ist der Punkt).
Ich behaupte lediglich, dass man im Notfall (und darum geht es hier: Ausfall
der Maschine) auch unter Segeln in den Hafen kommt und immer irgendwo
anlegen kann.
D.h. ein Motor auf einem Segelboot ist eine nette Annehmlichkeit und wie du
ganz richtig bemerktest fuer den ueblichen Betrieb fast unverzichtbar.
Er ist aber nicht ueberlebenswichtig, und deshalb brauche ich kein Backup
fuer ihn.

> Ich habe den Maschinen-Thread mit Interesse verfolgt, bestätigt er doch
> meinen persoenlichen Eindruck, nachdem eine Vielzahl von Hilfsmotoren
> auf Dickschiffen durch schlechte Wartung unzuverlaessig sind.

Na ja, ist doch eigentlich ganz logisch. Es sind ja schliesslich nur
"Hilfsmotoren", d.h. nicht lebenswichtig. Persoenlich wuerde ich auch mehr
Aufwand fuer mein stehendes und laufendes Gut treiben als fuer den Motor.

jue
--
Jürgen Exner


Holger Speckmann

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Bernd Wolff schrieb:

> >Das kommt auf deinen Dampfer an. Was ist das für ein Gerät ...
> (Länge: 6,00m,Breite: 2,10m, Tiefgang: 0,35 gut ausgebildeter Kiel.
> Das Boot kann gleiten (Mehr ein Halbgleiter), setzt aber bei
> Verdrängerfahrt gut und weich ein.

Zu Beginn dieses Threads habe ich Dir Tips für die Überfahrt von
Cuxhaven nach Helgoland gegeben - ohne zu wissen, mit welchem Boot Du
los willst. Hätte ich doch um Himmels Willen bloss mein Maul gehalten!
Im Ernst Bernd: Das Boot ist für die Nordsee ungeeignet. Du bringst Dich
und andere in Lebensgefahr. Bitte tue uns allen den Gefallen und begrab
diesen Plan. Sonst müssen wir möglicherweise andere begraben.

> Hilfs-AB kommt mit!
> Ist ein Beziner.

Glaubst Du ernsthaft, mit einem Hilfs-AB am Heck in einem Nordseesturm
voranzukommen? Du könntest ebensogut versuchen, mit den Händen zu
paddeln.

> Ich bin ein "Sicherheitsfanatiker". Darum ja auch meine Fragen hier.
> Ich hole mir das Wetter immer bei http://www.dwd.de/ . Ist doch o.k.
> oder ???

Zur Törnvorbereitung: ja. Unterwegs: nein. Ohne UKW mit aktuellen
Seewetterberichten und *** Sturmwarnungen*** in dem Revier zu fahren ist
sträflicher Leichtsinn.

Nichts für ungut, aber Du bist hoffentlich vernünftig: Holger

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to

Holger Speckmann schrieb in Nachricht <3820CDDD...@knuut.de>...

>Bitte tue uns allen den Gefallen und begrab
>diesen Plan. Sonst müssen wir möglicherweise andere begraben.


Hab ich mit diesem Boot doch schon getan. Dank Eurer Hinweise!
Aber mit einem größeren Kahn werde ich ganz sicher fahren.
Wahrscheinlich fahre ich sogar mit einem Segler mit.

Zum Wetterbericht: Mein kleiner Weltempfänger hat mich eigentlich
noch nie im Stich gelassen!

Gruß und dank
Bernd

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to

Edgar Warnecke schrieb in Nachricht <38200b88...@news.btx.dtag.de>...

>Bleib in den Watten Bernd. Wenn Du z.B. von Wilhelmshaven ausgehst,
>hast Du ein grosses Revier mit schoenen Inseln und tollen Haefen.

Soweit ich selber mal fahre werde ich das auch so halten! Sonst werde
ich "nur" mitfahren. Zwei Segler hier kennen das Revier und wollen
nächsten Sommer wieder hin.

>Gutes Essen bekommen die da auch hin.
>Aehh, wo wir beim Thema sind, im Vareler Hafen gibt's bei Horst
>Wilters den besten Fisch und in Dangast im Kurhaus am Wochenende 1/4
>Quadratmeter Blechkuchen fuer DM 2,50. Sahne fuffzich Pfennig mehr.

>Echt Avantgarde die Bude.
Hmmmm das klingt guut!
Auf Hiddensee in Vitte unmittelbar im Hafen
gab's auch mal son richtigen Geheimtip!
Die Scholle da war unübertroffen!!! Der Laden war bis
1989 gleichzeitig die "Kantine" der Fischer dort.
Wehe der Fisch war nicht gut!!!
Ich war aber seither nicht mehr drin....
Könnte man ja auch mal wieder....

>........Da gibt's einen graussligen Hack und den


>wenigsten schmeckt dann das Essen noch.

Dalso da hab ich was von Vaddern geerbt. Der war beim
1000-jährigen in der Marine. Er ist absolut nie Seekrank
geworden.
Ich hab inzwischen schon alles mögliche getestet. Mir wird auf
See einfach nicht schlecht! Vor vier Jahren war ich mal auf ner
Fähre nach England unterwegs. Weiß zwar nicht wie der
Wind war (schätze anfangs so um 6 zum Schluß vielleicht
über 8). Kam jedenfalls während der Überfahrt
so richtig ins Schaukeln der Kahn und wurde immer mehr.
Ca. 80% der Leute hing über der Reling. Die waren
teilweise toltal durchnäßt. Der Rest war grün.
Ich hab mir dann was zu Essen bestellt! Das hat der Rest
am Tisch nicht vertragen und ist geflüchtet.
Ich hab danach ein tolles Video über Seekranke gedreht!

>Reicht das erstmal?

Jo, ganz doll!

Gruß
Bernd

Juergen Kantowski

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Hallo Jürgen,


> Moment.
> Wir reden hier von Notsystemen(!!), insbesondere von einem zweiter Motor im
> Falle dass die Hauptmaschine ausfaellt.
> Dein Argument mit MOB zieht nicht, weil du da bereits zwei gleichzeitige
> Notfaelle postulierst. Genausogut koennte ich argumentieren, dass sowohl die
> Haupt- als auch die Reservermaschine ausgefallen seien und du jetzt deshalb
> hilflos auf See treibst.

[.....]

> Bitte definiere "angewiesen" (genau das ist der Punkt).
> Ich behaupte lediglich, dass man im Notfall (und darum geht es hier: Ausfall
> der Maschine) auch unter Segeln in den Hafen kommt und immer irgendwo
> anlegen kann.
> D.h. ein Motor auf einem Segelboot ist eine nette Annehmlichkeit und wie du
> ganz richtig bemerktest fuer den ueblichen Betrieb fast unverzichtbar.
> Er ist aber nicht ueberlebenswichtig, und deshalb brauche ich kein Backup
> fuer ihn.


Ich probiers nochmal; ich glaube wir reden aneinander vorbei:

Die Hauptantriebsquelle eines Segelbootes sind die Segel. Der Motor wird
nur in Ausnahmesituationen benoetigt, in denen er aber durchaus
(ueberlebens)wichtig werden kann.

Dieser Definition folgend benötigt man doch die Maschine wenn man mit
Segeln nicht mehr klarkommt und nicht die Segel weil die Maschine
ausgefallen ist.



Wenn ploetzlich ein Crewmitglied im Bach liegt habe ich einen Notfall,
in dem ich (aus Gruenden der Sicherheit) mit Segeln nicht mehr
klarkomme. Deshalb ein Aufschiesser, Plünnen runter, Maschine an und
moeglich schnell raus mit dem Mann. Springt jetzt die Maschine nicht an
ist die Kacke am dampfen. Es bleibt jetzt als letzte Chance das
MOB-Manoever unter Segeln zu fahren. Aus einer Ausnahmesituation wird
durch Maschinenausfall evtl. ein Debakel.

Letztes Jahr lag ich zusammen mit einer SY in einer Ankerbucht an der
Ostseite von Cres, nördlich des Kanals von Osor. Die Bora kam (wie so
oft) nahezu übergangslos. Ich beschloss mich in den Osor-Kanal zu
verholen um der Familie weiterhin optimale Badebedingungen zu bieten.
Beim Abschieds-Winkewinke fiel mir die hektische Betriebsamkeit auf der
SY auf. Der Anker slippte und die Maschine sprang nicht an. Nach kurzer
Diskussion ueber die Vorgehensweise habe ich die SY dann aus der Bucht
geschleppt. In sicherer Entfernung zum Legerwall wurden dann Segel
gesetzt. Wir haben (im Schutz des Kanals von Osor) den Nachmittag dann
bei einem Bierchen ausklingen lassen. Der Verursacher des Problems war
uebrigens die Elektrik: Kein STrom am Anlasser wegen total vergammeltem
Anschluss.


Zwei Beispiele, eins davon selbst erlebt. Ich glaube Du verstehst jetzt
was ich meine. Ich habe bei dieser Diskussion allerdings auch gelernt,
dass man Reviere wohl nicht so ohne weiteres vergleichen kann. Auf der
Nordsee herrschen haertere Bedingungen, die mehr Erfahrung, bessere
Technik und hohen Ausbildungsstand erfordern. In meinen bevorzugten
Revieren sind die Bedingungen mediterraner; ergo wird man wohl etwas
lässiger.


Gruesse


Juergen

Edgar Warnecke

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Am Thu, 4 Nov 1999 08:15:54 +0100, "Bernd Wolff ''Ehle/Ihle
Verband''" <ehle.ihl...@t-online.de> meinte:

>Zum Wetterbericht: Mein kleiner Weltempfänger hat mich eigentlich
>noch nie im Stich gelassen!

Hi Bernd,

was haste denn fuer einen?

Edgar Warnecke

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Am Thu, 04 Nov 1999 09:58:51 +0100, Juergen Kantowski
<juergen....@mch10.sbs.de> meinte:

[...]

>Ich probiers nochmal; ich glaube wir reden aneinander vorbei:
>
>Die Hauptantriebsquelle eines Segelbootes sind die Segel. Der Motor wird
>nur in Ausnahmesituationen benoetigt, in denen er aber durchaus
>(ueberlebens)wichtig werden kann.
>
>Dieser Definition folgend benötigt man doch die Maschine wenn man mit
>Segeln nicht mehr klarkommt und nicht die Segel weil die Maschine
>ausgefallen ist.
>
>
>
>Wenn ploetzlich ein Crewmitglied im Bach liegt habe ich einen Notfall,
>in dem ich (aus Gruenden der Sicherheit) mit Segeln nicht mehr
>klarkomme.

Sorry, sehe ich genau andersrum.

> Deshalb ein Aufschiesser, Plünnen runter, Maschine an und
>moeglich schnell raus mit dem Mann.

Allein dieser Satz ist ein Widerspruch in sich.

Bis das passiert ist, nippelt der unter Segeln Geborgene schon wieder
an seinem Dosenbier, naja, eher am Tee. Das die Maschine mitlaeuft,
ist selbstverstaendlich.

> Springt jetzt die Maschine nicht an
>ist die Kacke am dampfen. Es bleibt jetzt als letzte Chance das
>MOB-Manoever unter Segeln zu fahren. Aus einer Ausnahmesituation wird
>durch Maschinenausfall evtl. ein Debakel.

Warum das? Hast Du das nie geuebt?

Empfehle Fender fischen ;-)
Koennen ja auch die eigenen sein.

>Letztes Jahr lag ich zusammen mit einer SY in einer Ankerbucht an der
>Ostseite von Cres, nördlich des Kanals von Osor. Die Bora kam (wie so
>oft) nahezu übergangslos. Ich beschloss mich in den Osor-Kanal zu
>verholen um der Familie weiterhin optimale Badebedingungen zu bieten.

Hmmm, *Badebedingungen*. Naja, dann.

>Beim Abschieds-Winkewinke fiel mir die hektische Betriebsamkeit auf der
>SY auf. Der Anker slippte und die Maschine sprang nicht an. Nach kurzer
>Diskussion ueber die Vorgehensweise habe ich die SY dann aus der Bucht
>geschleppt.

Warum das denn :-O
Ich lese doch SY. Warum hat der denn nicht seine Fock ausgerollt und
sich davon gemacht? Gross haette er, auch wenn der Anker slipt, doch
auch setzen koennen?

Fragen ueber Fragen.

> In sicherer Entfernung zum Legerwall wurden dann Segel
>gesetzt. Wir haben (im Schutz des Kanals von Osor) den Nachmittag dann
>bei einem Bierchen ausklingen lassen. Der Verursacher des Problems war
>uebrigens die Elektrik: Kein STrom am Anlasser wegen total vergammeltem
>Anschluss.

Nicht gut, kann aber passieren.

>Zwei Beispiele, eins davon selbst erlebt. Ich glaube Du verstehst jetzt
>was ich meine. Ich habe bei dieser Diskussion allerdings auch gelernt,
>dass man Reviere wohl nicht so ohne weiteres vergleichen kann.

Neee Juergen, nicht Revier, Seemannschaft.

>Auf der
>Nordsee herrschen haertere Bedingungen, die mehr Erfahrung, bessere
>Technik und hohen Ausbildungsstand erfordern. In meinen bevorzugten
>Revieren sind die Bedingungen mediterraner; ergo wird man wohl etwas
>lässiger.

Ganz schoen fahr*laessig*.

Manfred Muench

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Im Artikel <7vrbcj$5qu$1...@news07.btx.dtag.de>, "Bernd Wolff ''Ehle/Ihle
Verband''" <ehle.ihl...@t-online.de> schreibt:

>
>Hab ich mit diesem Boot doch schon getan. Dank Eurer Hinweise!

Du verläßt Dich auf Meinungen und Urteile in dieser NG ?
Noch nicht gemerkt, daß das hier nur eine große
Spielwiese ist ? Wenn Du wirklich nach Helgoland willst,
dann mach es doch. Übrigens kann man auch hinschwimmen:-)
Würde mich wundern, wenn das noch nicht versucht worden ist.

>Aber mit einem größeren Kahn werde ich ganz sicher fahren.
>Wahrscheinlich fahre ich sogar mit einem Segler mit.

Du findest, das hätte irgendeine Gewähr ?

>Zum Wetterbericht: Mein kleiner Weltempfänger hat mich eigentlich
>noch nie im Stich gelassen!

Das ist jetzt sicher nicht mehr zu toppen:-)

Chip`s ahoi
Manfred


Uwe Keller

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Na, Edgar,

jetzt lass mal die Kirche im Dorf. Ich geb Dir ja recht,
daß MOB unter Segeln schneller geht, als erst mal das Tuch runterzunehmen
und dann unter Motor auf die Suche zu gehen, wirst wahrscheinlich bei ein
bischen mehr
Welle gar keine Chance haben, den Mann noch zu finden.

Aber es gibt doch genügend Situationen, wo Du einen Motor brauchst, und die
Segel nur im Notfall nutzen solltest. Ich halte es nicht unbedingt für gut,
wenn man in einen vollen Hafen oder Bucht unter Segeln einläuft, nur weil's
besser aussieht.

Beste Grüße

Uwe

Edgar Warnecke

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Am Thu, 4 Nov 1999 18:49:48 +0100, "Uwe Keller"
<uwe-k...@t-online.de> meinte:

>Na, Edgar,
>
>jetzt lass mal die Kirche im Dorf.

jajajaaaa. ich lass den Mast inner Spur ;-)

> Ich geb Dir ja recht,
>daß MOB unter Segeln schneller geht, als erst mal das Tuch runterzunehmen
>und dann unter Motor auf die Suche zu gehen, wirst wahrscheinlich bei ein
>bischen mehr
>Welle gar keine Chance haben, den Mann noch zu finden.

Das meinte ich.

Notfalls reicht bei nicht allzuviel Wind ja auch das Schoten
losschmeissen und dann unter Maschine versuchen.

Interessant allerdings beim ersten Versuch. Knapp vorbei ist
bekanntlich auch daneben. Da wollte der Rudergaenger dann unter
Maschine rueckwaerts auf den Fender zu. Hihiiii, Radeffekt, ueberall
hin, aber nicht zum Fender ;-)

>Aber es gibt doch genügend Situationen, wo Du einen Motor brauchst, und die
>Segel nur im Notfall nutzen solltest. Ich halte es nicht unbedingt für gut,
>wenn man in einen vollen Hafen oder Bucht unter Segeln einläuft, nur weil's
>besser aussieht.

Ja, seid Ihr denn wahnsinnig?

Sooo sollte das auf *keinen* Fall verstanden werden. Bloss den alten
Raddeldaddel als *die* Lebensversicherung anzusehen, dagegen straeube
ich mich.

Als uns die Maschine beim letzten Toern ausfiel, sind wir bis vor die
Boxengase gesegelt und dann habe ich die Kopfdichtung auf Kaution
riskiert und den Jockel angeschmissen. Da gibt's nix.

Wahrscheinlich wird auch hier wieder alles nicht so heiss gegessen,
wie geposted ;-)

Manfred Muench

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Im Artikel <7vshg7$6q6$1...@news04.btx.dtag.de>, "Uwe Keller"
<uwe-k...@t-online.de> schreibt:

>
>jetzt lass mal die Kirche im Dorf. Ich geb Dir ja recht,


>daß MOB unter Segeln schneller geht, als erst mal das Tuch runterzunehmen
>und dann unter Motor auf die Suche zu gehen, wirst wahrscheinlich bei ein
>bischen mehr
>Welle gar keine Chance haben, den Mann noch zu finden.

Da bin ich aber ganz entschieden anderer Meinung. Wer ein MOB
Manöver unter Segel "versucht", der hat nullkommanix übrig für den im Wasser.
Und ich dachte, es sei heute Standard (trotz Segelschule, die
verdienen ja schließlich an den Segelmanövern) den
Mann/Frau im Wasser unter Motor herauszuholen. Es gibt meiner
unwesentlichen Meinung nach nur eine praktikable und sichere
Methode, wenn einer über Bord fällt. Sofort in den Wind und das
Boot so schnell wie möglich zum stehen bringen (und damit die Entfernung
zum Wassermann möglichst gering zu halten). Segel runter, Motor
an und nix wie hin. Der Sichtkontakt ist das allerallerwichtigste !!!
Lebenswichtig !!! Wenn Ihr erst noch Segelmanöver fahrt, ist dieser
Kontakt schnell dahin. Also die Vollbremsung ist die Lebensrettung.
Ich würde niemals auf ein Boot steigen, von dessen Skipper ich wüßte,
das er im Notfall Manöver unter Segel fahren würde. Die Person
im Wasser ist KEIN Fender ! Ich erinnere an den tragischen Tod
von Eric Taberlay im letzten Jahr. Da hat die Mannschaft auch
versucht, den unter Segel wieder aus dem Wasser zu fischen.
War wie immer im Ernstfall ein Reinfall:-((((
Und ist Sturm und der Seegang zu stark um unter Maschine an
den Wassermann heranzukommen, so kann man später immer
noch versuchen, die Segel zu Hilfe zu nehmen. Aber auf gar
keinen Fall sich unter Segel erst mal von dem Armen zu entfernen
und ihn event. aus den Augen zu verlieren !!! Und im heftigen Seegang
und schlechter Sicht (von Dunkelheit will ich erst garnicht sprechen)
ist das razzfazz passiert. Also erst mal das Boot sofort zum stehen
bringen und zur Not erst mal (relativ) stehen bleiben ist allemal besser
als sich unter Segel erst mal vom Wassermann wegzubewegen.


>
>Aber es gibt doch genügend Situationen, wo Du einen Motor brauchst, und die
>Segel nur im Notfall nutzen solltest. Ich halte es nicht unbedingt für gut,
>wenn man in einen vollen Hafen oder Bucht unter Segeln einläuft, nur weil's
>besser aussieht.

Ich auch.

Chip`s ahoi
Manfred

Jürgen Exner

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to
Juergen Kantowski <juergen....@mch10.sbs.de> wrote in message
news:38214ACB...@mch10.sbs.de...

[...]
> Ich probiers nochmal; ich glaube wir reden aneinander vorbei:
>
> Die Hauptantriebsquelle eines Segelbootes sind die Segel. Der Motor wird
> nur in Ausnahmesituationen benoetigt, in denen er aber durchaus
> (ueberlebens)wichtig werden kann.
>
> Dieser Definition folgend benötigt man doch die Maschine wenn man mit
> Segeln nicht mehr klarkommt und nicht die Segel weil die Maschine
> ausgefallen ist.

Ist voellig egal:
Was auch immer du als Hauptantriebsquelle auf einem Segelboot betrachtest,
du hast *automatisch* immer einen Reserveantrieb.

> Wenn ploetzlich ein Crewmitglied im Bach liegt habe ich einen Notfall,
> in dem ich (aus Gruenden der Sicherheit) mit Segeln nicht mehr
> klarkomme.

Lange kein MOB mehr geuebt (iss nicht persoenlich gemeint)?

> Deshalb ein Aufschiesser, Plünnen runter, Maschine an und

> moeglich schnell raus mit dem Mann. Springt jetzt die Maschine nicht an


> ist die Kacke am dampfen. Es bleibt jetzt als letzte Chance das
> MOB-Manoever unter Segeln zu fahren.

Ist dass nicht die Lehrbuchmethode? Natuerlich mit laufender, ausgekuppelter
Maschine.

[...]


> Beim Abschieds-Winkewinke fiel mir die hektische Betriebsamkeit auf der
> SY auf. Der Anker slippte und die Maschine sprang nicht an.

Falls sie den Motor als Hauptantrieb betrachtet haben (mag ja legitim sein),
warum haben sie dann in diesem Fall nicht auf den vorhandenen Notantrieb
Segel zurueckgegriffen?

> Zwei Beispiele, eins davon selbst erlebt. Ich glaube Du verstehst jetzt
> was ich meine.

Vielleicht.
Lass mich versuchen deinen Standpunkt zusammenzufassen (vielleicht etwas
ueberspitzt formuliert):

Wer auf den Motor angewiesen ist, weil er Anker-auf-Manoever, Einlaufen
in einen Hafen, Anlegen, MOB-Manoever etc. ***unter Segeln*** nicht
beherrscht, der braucht eine Reservemaschine.

Ich glaube, so formuliert kann ich dir uneingeschraenkt zustimmen.

Auf der anderen Extremseite hast du allerdings auch Leute wie z.B. die
Pardeys, die 11 Jahre lang auf den Weltmeeren mit einem 28
Fuss-Bristol-Channel-Cutter gesegelt sind und ganz bewusst ueberhaupt keinen
Motor hatten.
Sie konnten halt segeln. Und wenn es absolut zu eng wird, dann kann man sich
immer noch mit Warpankern und Warpleinen helfen. Es macht echt Spass
jemandem zuzusehen, der 500-Tonnen-Schuten mit ein paar geschickt
angebrachten Leinen per Hand(!!) um enge Kurven verholt.

> Ich habe bei dieser Diskussion allerdings auch gelernt,

> dass man Reviere wohl nicht so ohne weiteres vergleichen kann. Auf der


> Nordsee herrschen haertere Bedingungen, die mehr Erfahrung, bessere
> Technik und hohen Ausbildungsstand erfordern.

Ich glaube das hat nur zum Teil mit Ausbildung zu tun. Klar, du musst lernen
wie du unter Segeln anzulegen hast und es staendig ueben.
Aber gerade dein Beispiel mit dem verpatzten Anker-auf zeigt eher mangelnde
Phantasie und mentale Vorbereitung.
Die Crew war geistig so auf "Um den Anker zu lichten muss zuerst der Motor
laufen" fixiert, dass ihnen eine Manoever unter Segeln ueberhaupt nicht in
den Sinn gekommen ist (wortwoertlich gemeint). Und ausserdem haben sie sich
geistig auch darauf nicht vorbereitet: "Wenn jetzt ein Tampen in die
Schraube kommt, wie kann ich dann diese Ankerbucht verlassen?"
Wer mental so auf den Motor fixiert ist, der braucht sicherlich eine
Reservemaschine.

Aber ist dies Ausbildung? Erfahrung? Oder einfach nur mangelnde Phantasie um
sich mental auf moegliche Probleme vorzubereiten. Ich weiss es nicht.
Dies ist aehnlich wie beim Motorradfahren wo man automatisch mitdenkt: "Wenn
dieser unsichere Autofahrer da vor mir ploetzlich in meine Spur wechselt,
wohin kann ich dann ausweichen?" Wenn du dies nicht machst, kannst du sehr
schnell zum Organspender werden.

jue
--
Jürgen Exner


Juergen Kantowski

unread,
Nov 4, 1999, 3:00:00 AM11/4/99
to

Moin Owe!

> >In der Praxis siehts aber heutzutage so aus, dass die Plünnen
> >runterkommen, wenn die Aussentonnen in Sicht sind; an- und ablegen macht
> >man sowieso unter Maschine und falls mal jemand ueber Bord fallen sollte
> >ist die Maschine Dein bester Freund ...
> >

> Klar, und die Fender sind schon 2sm vor dem Hafen außenbords :-) Es
> machen mittlerweile die meisten so, aber deshalb muß man es nicht gut
> finden. Übrigens sollte man schon für den Fall der Fälle es immer
> wieder üben, unter Segeln anzulegen (da kann ja auch ruhig der Motor
> im Leerlauf mitgehen).

ACK. Es ist zwar usus aber deswegen nicht gut.

> >Andersrum wird ein Schuh draus! Im freien Wasser hast Du Deine Segel und
> >wirst sie auch benützen. Deine Maschine steht hier nicht zur Debatte,
> >schliesslich bewegst Du ein Segelboot. Kommt es jetzt zu einer
> >Situation, in der Du auf Deine Maschine angewiesen bist und sie
> >funktioniert nicht hast Du ein ernstes Problem.
>

> Mh, welche Situationen kannst du dir vorstellen, wo die Maschine
> notwendig ist? Doch eher bei Hafenmanövern, wenn es sehr eng wird. Auf
> See fällt mir da nur ein Mastbruch ein oder Flaute auf der Elbe bei
> Nebel. (Okay, letzteres ist wohl nicht so selten)

Siehe mein anderes Posting in diesem Thread.


> >Hier zeigt sich deutlich, dass die 'Hot-Standby'-Methode dem
> >Cold-Standby ueberlegen ist.
>
> Wie, die Maschine immer beim Segeln mitlaufen lassen? Auch wenn man
> ein paar Tage segelt?

Nein, nein, ich habe da nur laut gedacht. Nachdem ich bei mir selbst von
der Doppelmotorisierung (=Hot Standby) auf nur eine Maschine + Backup-AB
in der Backskiste (=Cold Standby) umgestiegen bin warte ich auf den Tag,
an dem ich den Flautenschieber benötige, er aber nicht läuft.

> Naja, ist nicht einfach, oder wenns einfach sein soll, nicht billig.

wie so oft im Leben ....

Gruesse


Juergen

Uwe Keller

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to

Manfred Muench <mxx38...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
19991104163650...@ngol05.aol.com...

>
> Da bin ich aber ganz entschieden anderer Meinung. Wer ein MOB
> Manöver unter Segel "versucht", der hat nullkommanix übrig für den im
Wasser.
> Und ich dachte, es sei heute Standard (trotz Segelschule, die
> verdienen ja schließlich an den Segelmanövern) den
> Mann/Frau im Wasser unter Motor herauszuholen. Es gibt meiner
> unwesentlichen Meinung nach nur eine praktikable und sichere
> Methode, wenn einer über Bord fällt. Sofort in den Wind und das
> Boot so schnell wie möglich zum stehen bringen (und damit die Entfernung
> zum Wassermann möglichst gering zu halten). Segel runter, Motor
> an und nix wie hin. Der Sichtkontakt ist das allerallerwichtigste !!!
> Lebenswichtig !!! Wenn Ihr erst noch Segelmanöver fahrt, ist dieser
> Kontakt schnell dahin.

Sichtkontakt ist das allerwichtigste, da gebe ich Dir recht.
Aber sonst, mit dem In den Wind schießen und die Lappen runterholen,
da sind zuviel Aktionen notwendig, bei denen was schief gehen kann.
Wenn Du's dagegen unter Segeln fährst, genau weißt, was Du machst,
dann ist das so etwas wie ein Procedure-Return beim Fliegen, Du kommst
automatisch an der Stelle raus,
wo Du der Mann im Bach liegt.

Beste Grüße

Uwe


Heinrich Bunzendahl

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to

Manfred Muench schrieb:

> Da bin ich aber ganz entschieden anderer Meinung. Wer ein MOB
> Manöver unter Segel "versucht", der hat nullkommanix übrig für den im Wasser.
> Und ich dachte, es sei heute Standard (trotz Segelschule, die
> verdienen ja schließlich an den Segelmanövern) den
> Mann/Frau im Wasser unter Motor herauszuholen. Es gibt meiner
> unwesentlichen Meinung nach nur eine praktikable und sichere
> Methode, wenn einer über Bord fällt. Sofort in den Wind und das
> Boot so schnell wie möglich zum stehen bringen (und damit die Entfernung
> zum Wassermann möglichst gering zu halten). Segel runter, Motor
> an und nix wie hin. Der Sichtkontakt ist das allerallerwichtigste !!!
> Lebenswichtig !!! Wenn Ihr erst noch Segelmanöver fahrt, ist dieser

> Kontakt schnell dahin. Also die Vollbremsung ist die Lebensrettung.

Genau! Wer da noch zweifelt, dem empfehle ich die Lektüre "Mann über
Bord" von D.v.Haeften. Quickstop oder Gefahrenhalse, bloß nicht die
Sache mit 5 Längen ablaufen: das ist Manövertraining, aber nichts für
den Ernstfall.
Ciao
Heinrich

Manfred Muench

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Im Artikel <7vu40k$2pn$1...@news03.btx.dtag.de>, "Uwe Keller"
<uwe-k...@t-online.de> schreibt:

>


>Sichtkontakt ist das allerwichtigste, da gebe ich Dir recht.
>Aber sonst, mit dem In den Wind schießen und die Lappen runterholen,
>da sind zuviel Aktionen notwendig, bei denen was schief gehen kann.

Schief gehen kann immer was. Du läßt das Großfall los und schmeißt die
Fockschot los. Zur Not läßt Du das jetzt alles so. Ein zerfetztes
Segel ist mir allemal lieber als ein abtreibender Wassermann.
Aber zwei Segel notdürftig festzumachen ist so schwer nicht.
Und einen Motor starten auch nicht.


>Wenn Du's dagegen unter Segeln fährst, genau weißt, was Du machst,
>dann ist das so etwas wie ein Procedure-Return beim Fliegen, Du kommst
>automatisch an der Stelle raus,
>wo Du der Mann im Bach liegt.

Ha, es grüßen all die Wasserleichen.
Schon mal versucht, in Seegang und böigem Wind ein Boot unter
Segel punktgenau zum stehen zu bringen ? Das ist schon unter
Motor ganz, ganz schwer. Also auf Deine Automatik würde ich im
Wasser ganz gerne verzichten. Und wie gesagt, bei wirklich jedem
MOB-Segelmanöver entfernst Du Dich IMMER erstmal von
der zukünftigen Leiche. Stell` Dir das mal bildlich vor, der Mann im
Wasser sieht Dich erstmal wegfahren. Und wenn Du ihn dann
trotzdem nicht aus den Augen verlierst, muß er auch noch mit ansehen,
wie Du unter Segel ein paar mal an ihm vorbeirauschst oder schlimmer,
ihn überfährst. Also ich hätte dann auch keine Lust mehr und würde
mich freiwillig ins Nirwana begeben:-)
Also ich liebe Euch (Segel) MOB Freaks. Ihr übt das anscheinend immer
(an Fendern und im ruhigen Wasser). Und wenn dann tatsächlich mal
einer über Bord fällt, drückt Ihr auf die MOB Taste des GPS und sagt, jetzt ist
alles
gespeichert und im Lot (auch der Tod), den finden wir auf jeden Fall wieder.
Das nenne ich wahre Freundschaft:-)

Chip`s ahoi
Manfred

Chip`s ahoi
Manfred


Gerald Matzat

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
So, nu aber bei all dem Streit um das richtige MOB-Manoever mal ein paar
Saetze eines (ausbildenden) Jollenseglers, der gar keinen Motor
anschemeissen kann, wenn er bei Hack seinén Mitsegler verliert. Da gibt's
dann nur die Moeglichkeit, sich aus lauter Sympathie incl. Boot gleich mit
ins Wasser zu schmeissen (Kentern genannt), oder das MOB unter Segeln zu
beherrschen.
Das Kentern halte ich btw fuer gar nicht so schlecht, wenn das Boot leicht
aufzurichten ist; man bleibt ja dicht beim Verlorengegangenen. (-:
Auf 'ner Yacht sieht das natuerlich anders aus.
Segel fliegen lassen; Fallen los und Motor an ist IMO allerdings Duennsinn.
Schrauben reagieren sehr empfindlich auf ungesichertes Tauwerk (siehe
Murphy's Law No.1).
In der Situation des MOB entsteht evtl. leichtes Durcheinander an Bord,
daher bevorzuge ich 'stupide' eintrainierte Routinemanoever, bei denen auch
der Motor (so er denn will) eingesetzt werden sollte. Es haengt alles sehr
von den Begleitumstaenden (Schiff, Crewerfahrung etc.) ab.
Viel wichtiger, als wieder zum Ort des Geschehens zurueckzukommen, halte ich
allerdings die Art und Weise, wie das Opfer dann bei Wind und Welle an Bord
genommen wird.

Gruss

Gerald

Alfred Jenny

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Heinrich Bunzendahl <h...@kvhsgoe.goe.ni.schule.de> schrieb in im Newsbeitrag:
382295B4...@kvhsgoe.goe.ni.schule.de...
>
> Manfred Muench schrieb:
>
> > snip ... Sofort in den Wind und das

> > Boot so schnell wie möglich zum stehen bringen (und damit die Entfernung
> > zum Wassermann möglichst gering zu halten).

Bis hierher bin ich einverstanden, aber warum
> > Segel runter,

> > Motor an und nix wie hin. Der Sichtkontakt ist das allerallerwichtigste
!!!
> > Lebenswichtig !!! Wenn Ihr erst noch Segelmanöver fahrt, ist dieser
> > Kontakt schnell dahin. Also die Vollbremsung ist die Lebensrettung.

Auf Booten mit Motor lasse ich jedes Crewmitglied "Beidrehen und Driften"
üben, indem während dem Beidrehen der Motor gestartet und je nach Lage des
Bootes zum OBO (Over Board Object) mit Vorwärts oder Rückwartsgang der
Standort korrigiert wird. Von ca. 100 Manövern haben bisher alle
funktioniert. Auch jedes Kappi (mit anschliessendem Kappitrunk) ist damit
gerettet worden. Dieses Manöver funktioniert bei allen Windstärken und
Wellengang, sogar aus Vorwind unter Spi und kann vom Rudergaenger alleine
durchgeführt werden.

> Quickstop oder Gefahrenhalse, bloß nicht die Sache mit 5 Längen
> ablaufen: das ist Manövertraining, aber nichts für den Ernstfall.

Eine Halse zu fahren ist besonders bei viel Wind wirklich Unsinn.
Die Q-Wende mit anschliessendem Beinahezuaufschiesser ist bei Booten ohne
Motor bzw. wenn dieser nicht sofort gestartet werden kann das Sicherste.

Fredy
http://members.vol.at/jenny/homeport

Heinz Kratz

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Wenn ich das alles so lese kann ich nur sagen " Alles reine Theorie
"
In der Praxis sieht alles anders aus.
Im übrigen geht ein vernünftiges Segelmanöver , schneller, sicherer
und einfacher.
Also nächsten Sommer üben üben üben und nicht nur theoretisieren.

Ich empfehle jedem mal eine Person so um die 60 Kg ( spielt eine
Ohnmacht ) an Bord zu holen. Danach habt ihr Gesprächsstoff ohne
Ende

Heinz

--
51 N 15 92
06 E 45 69
heinz...@cityweb.de
Und immer schön fröhlich bleiben
http://www.dyc.de/
Schaut mal rein


Owe Jessen

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Am 04 Nov 1999 21:36:50 GMT, schrieb mxx38...@aol.com (Manfred
Muench) :

>Im Artikel <7vshg7$6q6$1...@news04.btx.dtag.de>, "Uwe Keller"
><uwe-k...@t-online.de> schreibt:
>
>>


>>jetzt lass mal die Kirche im Dorf. Ich geb Dir ja recht,
>>daß MOB unter Segeln schneller geht, als erst mal das Tuch runterzunehmen
>>und dann unter Motor auf die Suche zu gehen, wirst wahrscheinlich bei ein
>>bischen mehr
>>Welle gar keine Chance haben, den Mann noch zu finden.
>

>Da bin ich aber ganz entschieden anderer Meinung. Wer ein MOB
>Manöver unter Segel "versucht", der hat nullkommanix übrig für den im Wasser.
>Und ich dachte, es sei heute Standard (trotz Segelschule, die
>verdienen ja schließlich an den Segelmanövern) den
>Mann/Frau im Wasser unter Motor herauszuholen.

Nö, nicht wirklich. Wenn die Schulen was anderes lehren, wie soll sich
das dann als Standard durchsetzen?

> Es gibt meiner
>unwesentlichen Meinung nach nur eine praktikable und sichere

>Methode, wenn einer über Bord fällt. Sofort in den Wind und das

>Boot so schnell wie möglich zum stehen bringen (und damit die Entfernung

>zum Wassermann möglichst gering zu halten). Segel runter, Motor


>an und nix wie hin. Der Sichtkontakt ist das allerallerwichtigste !!!

Das Boot zum stehen kriegen, Segel runter braucht auch Platz, und
nicht wenig.

>Lebenswichtig !!! Wenn Ihr erst noch Segelmanöver fahrt, ist dieser
>Kontakt schnell dahin. Also die Vollbremsung ist die Lebensrettung.

>Ich würde niemals auf ein Boot steigen, von dessen Skipper ich wüßte,
>das er im Notfall Manöver unter Segel fahren würde. Die Person
>im Wasser ist KEIN Fender ! Ich erinnere an den tragischen Tod
>von Eric Taberlay im letzten Jahr. Da hat die Mannschaft auch
>versucht, den unter Segel wieder aus dem Wasser zu fischen.
>War wie immer im Ernstfall ein Reinfall:-((((

Woran ist er denn genau gestorben, an Unterkühlung, weil es zu lange
gedauert hat, oder weil er nicht wiedergefunden wurde? Bei welcher
Veranstaltung war das?
Also, im Verein wird als Manöver der Wahl folgendes beigebracht: Alle
Schoten dicht, maximalen Ruderausschlag, so fixieren. Im Ergebnis
dreht man immer wieder im Kreis, man kann die Freiwache an Deck holen
und der Person im Wasser Rettungskragen und Leine zuwerfen. Was beim
Standard-MOB nach DSV wohl vergessen wird, ist, daß eine Person fehlt,
um die Segel zu bedienen

Manfred Muench

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Im Artikel <3822c...@news.ivm.net>, "Gerald Matzat" <mat...@debitel.net>
schreibt:

>Auf 'ner Yacht sieht das natuerlich anders aus.
>Segel fliegen lassen; Fallen los und Motor an ist IMO allerdings Duennsinn.
>Schrauben reagieren sehr empfindlich auf ungesichertes Tauwerk (siehe
>Murphy's Law No.1).

Ich weiß nicht genau, wer IMO ist. Eins weiß ich aber bestimmt,
Duennsinn ist das nur für Anfänger.
Hierzu mal ein reales Beispiel:
Auf dem letzten (oder vorletzten) Race round the World (jetzt Volvo)
ging auf einem WO 60er bei voller Fahrt (ca. 15 kn.) südlich von
40° ein Mann über Bord. Was tat die Crew ? Richtig !
Vollbremsung und unter Maschine nix wie zurück. Und das bei
einer 15 köpfigen Mannschaft aus Vollprofis, die jedes Segelmanöver
im Schlaf beherrschen. Und der Gerettete war ob diesem Notmanöver sicher
nicht böse:-)

Oder ein hypothetischer Fall:

Deine Frau/Freundin fällt auf der Überfahrt von Gran Canaria
in die Caribik bei voller Besegelung und max. Fahrt (ca. 6-7 kn) bei Wind
von achtern ins Wasser. Was machst Du ?

a: nix, weil ist eh ganz praktisch:-)

b: Du kuppelst den Autohelm aus, fährst ruhig und gelassen eine Q-Wende
und nach der Wende bist Du soweit weg, daß von Deiner Frau im Seegang
nullkommanix zu sehen ist. Damit erübrigt sich natürlich auch
das Problem des Anbordhievens:-)

c: Du bringst das Boot ohne Rücksicht sofort zum stehen und
versuchst dann Blickkontakt zu halten und Frau/Freundin
unter Motor zu erreichen.


Richtige Antwort:
für Führerscheinanwärter Klasse Binnen sicher B.

Für Deine Freundin sicher C.

PS:
Absolute Voraussetzung für irgendein Rettungsmanöver in
unruhigem Wasser (dafür reicht auf hoher See schon Bft. 5)
ist IMMER der Blickkontakt. Ohne den erübrigen sich alle weiteren
Maßnahmen. Oder man braucht einen 6er im Lotto.
Und bei JEDEM klassischen MOB Manöver unter Segel
entfernt man sich erstmal vom Überbordgegangenen.
Übrigens, das Argument, Tampen in der Schraube ist in diesem
Zusammenhang zweitrangig. Erstens weiß man ob dieser Problematik,
zweitens kann man es dann immer noch unter Segel versuchen.
Das Allerallerallerwichtigste und erstmal absolute Voraussetzung
ist das nicht aus den Augen verlieren !!!! Und das beste Mittel
hierzu ist der sofortige Stopp des Bootes !

Am allerbesten ist natürlich an Bord zu bleiben:-)
Noch besser: gar nicht erst losfahren:-)

Chip`s ahoi
Manfred


Manfred Muench

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Im Artikel <3822c...@news.ivm.net>, "Gerald Matzat" <mat...@debitel.net>
schreibt:

>Viel wichtiger, als wieder zum Ort des Geschehens zurueckzukommen, halte ich


>allerdings die Art und Weise, wie das Opfer dann bei Wind und Welle an Bord
>genommen wird.
>

Na ja, wenn Du nicht zurückkommen willst, was machst Du Dir
dann noch Gedanken?:-)

Chip`s ahoi
Manfred

Manfred Muench

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Im Artikel <8iwjOCWdFTOAhO...@4ax.com>, Owe Jessen
<stu3...@mail.uni-kiel.d400.de> schreibt:

>
>Nö, nicht wirklich. Wenn die Schulen was anderes lehren, wie soll sich
>das dann als Standard durchsetzen?

Standard entwickelt sich aus Praxis, nicht aus Segelschultheorie.

>Das Boot zum stehen kriegen, Segel runter braucht auch Platz, und
>nicht wenig.

Auf jeden Fall weniger als ein Segelmanöver.


>Woran ist er denn genau gestorben, an Unterkühlung, weil es zu lange
>gedauert hat, oder weil er nicht wiedergefunden wurde? Bei welcher
>Veranstaltung war das?

Das war keine Veranstaltung, er ist halt nur bei Fahrt im Kanal
von FR nach GB über Bord gefallen. Seine 4 Mitsegler haben ihn
(weil Segelmanöver) in nullkommanix aus den Augen verloren.
Und tschüß:-((
Und nach über 50 jähriger intensiver Segelei auf allen
Meeren auf solche Idioten angewiesen zu sein, schon tragisch.

Chip`s ahoi
Manfred


Jost Koller

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Manfred Muench wrote:
>
> Im Artikel <3822c...@news.ivm.net>, "Gerald Matzat" <mat...@debitel.net>
> schreibt:
>
> >Auf 'ner Yacht sieht das natuerlich anders aus.
> >Segel fliegen lassen; Fallen los und Motor an ist IMO allerdings Duennsinn.
> >Schrauben reagieren sehr empfindlich auf ungesichertes Tauwerk (siehe
> >Murphy's Law No.1).
>
> Ich weiß nicht genau, wer IMO ist. Eins weiß ich aber bestimmt,
> Duennsinn ist das nur für Anfänger.

Hallo Manfred,

ein hervorragendes Posting!! Letztes Jahr war ich mal mit zwei
Segelanfängern (noch nie selbst gesegelt) auf einer 32'er in
Dänemark unterwegs. Zuvor hatte ich im stillen Kämmerlein zuhause
ein Not-MOB-Manöver ausgetüftelt, mit dem auch Nichtsegler zurande
kommen sollten - und kamen! Kurz gesagt: SOFORT Schoten + Fallen los,
Segel runter, Motor an, und asap (as soon as possible) zum
Überbordgegangenen. Wir haben das auch genauso mehrfach geübt, und
die beiden haben das problemlos hingekriegt.Das Ganze hatte ich
zusätzlich hinter Folie in großer Schrift beim Niedergang aufgehängt,
so daß man im Notfall nur die Schritte auf der Tafel hätte nachmachen
müssen. Und das klappte gut! Sehr unwahrscheinlich, daß sich Fallen
oder Schoten über Bord in der Schraube verheddern sollten.Aber sehr
wahrscheinlich,daß man per konventionellem MOB-Manöver (Q-Wende u.ä.)
den Überbordgegangenen oder die Überbordgegangene (wir wollen hier
ja niemanden zu kurz kommen lassen) in den Wellenbergen durch die
größere Entfernung aus den Augen verliert. Wenn man Pech hat, für immer.

> Richtige Antwort:
> für Führerscheinanwärter Klasse Binnen sicher B.
>
> Für Deine Freundin sicher C.

Super-Antwort! :-))
Ansonsten vollste Zustimmung zu Deinem Beitrag.

sail away,
Jost

--
Dr. Jost Koller Rheindorfer Strasse 25
email: jost....@arcormail.de 53228 Bonn
Tel.: ++49 (0)228 422 3049

Manfred Muench

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Im Artikel <8iwjOCWdFTOAhO...@4ax.com>, Owe Jessen
<stu3...@mail.uni-kiel.d400.de> schreibt:

>
>Nö, nicht wirklich. Wenn die Schulen was anderes lehren, wie soll sich
>das dann als Standard durchsetzen?
>

Übrigens mußt Du nicht alles glauben, was in Segelschulen so
erzählt wird. Neben Q-Wende etc. wird auch heute noch propagiert,
man müßte zum reffen in den Wind gehen. Auch so ein Anachronismus.

Chip`s ahoi
Manfred

Jobst von Steinsdorff

unread,
Nov 5, 1999, 3:00:00 AM11/5/99
to
Edgar Warnecke schrieb in Nachricht
<3821648e...@news.btx.dtag.de>...

>Empfehle Fender fischen ;-)
>Koennen ja auch die eigenen sein.


Zusatzempfehlung: Haeng was schweres an den Fender. Ein Fender ohne
"Treibanker" driftet viel schneller nach Lee als ein Mann (oder eine
Frau) das tun wuerde - ergo braucht man fuer MOB in allen Varianten mehr
Luvraum als fuer einen unbeschwerten Fender. Es ist von Vorteil, wenn
man das gleich so uebt. Deswegen ist die bei vielen Segelschulen
uebliche Schwimmwestenschmeisserei auch voelliger Schwachsinn.

--
Jobst von Steinsdorff |
stein...@jura.uni-muenchen.de
------------------------------------------------------------------------
-----
And as for your case, don't you worry. I've argued in front of every
judge in
this state - often as a lawyer ... Lionel Hutz in Simpsons Episode
#1F16

Jan Mell

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to
Sicher wird der Motor losgelassen, aber die Segel bleiben wo sie sind. Die
Mannschaft hat zu beobachten und die Bergung zu organisieren und zwar schnell. Und
wenn die Segel nur noch in Fetzen am Mast hängen, ist das immernoch besser als auf
sichere Todeszeichen prüfen zu müssen. Es hängt manchmal nur an Sekunden.

Manfred Muench schrieb:

>
> Also ich liebe Euch (Segel) MOB Freaks.

> Chip`s ahoi

> Manfred

--
Mit freundlichem Gruß
Jan
Mell

mailto:jan....@stud.uni-erlangen.de


+++Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen als künstlerisches Mittel.+++

Jan Mell

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to

Heinrich Bunzendahl schrieb:

> Manfred Muench schrieb:


>
> > Da bin ich aber ganz entschieden anderer Meinung. Wer ein MOB
> > Manöver unter Segel "versucht", der hat nullkommanix übrig für den im Wasser.
> > Und ich dachte, es sei heute Standard (trotz Segelschule, die
> > verdienen ja schließlich an den Segelmanövern) den

> > Mann/Frau im Wasser unter Motor herauszuholen. Es gibt meiner


> > unwesentlichen Meinung nach nur eine praktikable und sichere
> > Methode, wenn einer über Bord fällt. Sofort in den Wind und das
> > Boot so schnell wie möglich zum stehen bringen (und damit die Entfernung
> > zum Wassermann möglichst gering zu halten). Segel runter, Motor
> > an und nix wie hin. Der Sichtkontakt ist das allerallerwichtigste !!!

> > Lebenswichtig !!! Wenn Ihr erst noch Segelmanöver fahrt, ist dieser
> > Kontakt schnell dahin. Also die Vollbremsung ist die Lebensrettung.
>

> Genau! Wer da noch zweifelt, dem empfehle ich die Lektüre "Mann über

> Bord" von D.v.Haeften. Quickstop oder Gefahrenhalse, bloß nicht die


> Sache mit 5 Längen ablaufen: das ist Manövertraining, aber nichts für
> den Ernstfall.

> Ciao
> Heinrich

Ja!!!!- aber die Segel bleiben wo sie sind.

Jan Mell

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to

Manfred Muench schrieb:

Ist doch Quatsch, das hängt doch deutlich vom Boot ab. Du kannst Dein
Rollgroß evtl. Vorwind einrollen, ich kann vor dem Wind nicht einen
Mastrutscher auch nur um einen Millimeter verschieben. Also hoch an den
Wind mit der Fock und das Groß entlasten - geht viel einfacher und
schneller. OK mit einem Einleinenreffsystem und einer großen Leier sieht
das auch schon wieder anders aus. Aber auf die Gefahr hin mich zu
wiederholen, hängt eben vom Boot(Rigg) ab?

Jan Mell

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband'' schrieb:

> Moin an Alle
>
> erstmal herzlichen Dank an Alle die mir wegen der
> Größe des Bootes hier -und damit ja rechtzeitig-
> "die Ohren langgegzogen haben".
> Ich werde also mit Sicherheit einen größeren Kahn
> für die Fahrt nehmen. Mal sehen wer im Bekanntenkreis
> Lust auf diese Fahrt hat.
> Darum aber mal eine zusätzliche Frage:
> Was könnt Ihr als Revier zum Üben in Gezeitengewässern
> empfehlen? Ein paar Tips kamen ja schon.
>
> Gruß und Dank
> Bernd
> --
> Bernd Wolff
> Gewässerunterhaltung
> Ehle/Ihle Verband
> mailto:ehle.ihle.verband@t-online

Lektion 1: vom IJsselsmeer nach Texel und zurück
Lektion 2: wieder fragen

Gert Drescher

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to
Manfred Muench <mxx38...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
19991105162401...@ngol02.aol.com...

> Im Artikel <8iwjOCWdFTOAhO...@4ax.com>, Owe Jessen
> <stu3...@mail.uni-kiel.d400.de> schreibt:
> Das war keine Veranstaltung, er ist halt nur bei Fahrt im Kanal
> von FR nach GB über Bord gefallen. Seine 4 Mitsegler haben ihn
> (weil Segelmanöver) in nullkommanix aus den Augen verloren.
> Und tschüß:-((
> Und nach über 50 jähriger intensiver Segelei auf allen
> Meeren auf solche Idioten angewiesen zu sein, schon tragisch.
>

Soweit ich mich erinnere, muß es da wohl ziemlich gekachelt haben.
Tabarly hat sich nie eingepickt. Deshalb wäre ich mit Bewertungen
zurückhaltend.
Jedenfalls war er "ein ganz Grosser".

-Gert

--
ddt.so...@t-online.de
http://www.ddt-software.de

Sailmagic

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to

Also alle Theorie in Ehren wann passiert so etwas,
wenn im Vorfeld Fehler gemacht wurden.

Nicht angepickt, Leichtsinn und Leichtfertigkeit oder
wirkliche unvorhersehbare Umstände oder eben schweres Wetter
unter Vernachlässigung der oberen Punkte.

Wir sprechen also nicht über die Seefahrer die bei schönem
Wetter und glatter See besoffen über die Reling gehen.

Also gehen wir vom negativsten aus
schweres Wetter und Dunkelheit!!


Bei und sind immer zwei Personen auf Wache und für den Fall der
Fälle (dies wird geübt) müssen innerhalb von 3 Sekunden Blitzlicht,
Rettungsring und Bergeschlaufe an 50 meter Leine über Bord sein.
Danach kommt MOB Button.

Sinnvollste Reihenfolge!!!

Die Position ist markiert und wenn der über Bord gegangene bei
Bewußtsein
ist ( ein wesentlicher Faktor) hat er eine Gute Chance sich an der
markierten Position zu orientieren und sich aufzuhalten!

Aber wie geht es weiter?

Der Rudergänger wird die Restcrew alarmieren und das Schiff
schnellstmöglich auf den möglichen Gegenkurs bringen.

Unter Segeln versteht sich!

Denn wer handelt das Tuch bei schwerem Wetter auf die Schnelle?


Auch wenn davon auszugehen ist daß nicht alle 320qm oben sind dauert es
doch seine
Zeit, alle anderen Manöver die vorgeschlagen wurden
(Tuch stehen lassen unter Motor MOB Manöver fahren)
sind ja wohl nicht ernst gemeint bei den anzunehmenden
Wetterverhältnissen!

Klipp und klar gesagt das Schiff wird 6/8 oder noch mehr Längen
weiterlaufen
bevor überhaupt etwas passiert, das bedeutet aber auch daß 6/8 oder mehr
Wellenkämme zwischen der Markierung und dem Schiff sind!

Relativ aussichtslos hier noch optisch etwas auszumachen.

Alle folgenden Segelmanöver können sich nur an dem möglichen Kurs zum
markierten Punkt orientieren, also dem MOB des GPS um zumindest wieder
in die Nähe der markierten Position zu kommen.

Sollte diese annähernd erreicht werden und optischer Kontakt ist wieder
hergestellt kann das Rettungsmanöver eingeleitet werden, dieses wird
aus meiner Sicht dann unter Motor gefahren.

Soweit so gut, jetzt kommt der unangenehme Teil:

Der Junge muß ja wieder an Bord
und hier ist zu unterscheiden ob er noch selbst tätig werden kann oder
nicht!

Ist er bewußtlos oder nicht aktiv muß jemand rein und ihn holen
(Freiwillige vor, wird aber sehr ruhig sein an der Meldefront)

ist er selbst in der Lage mitzuhelfen ist dies natürlich angenehmer.


Aber wie wirklich abbergen das ist die Frage?


Schulweisheit aufschießen und an der Seite abbergen.
Gratuliere allen Segellehrern die ihren Schülern den besten Weg gezeigt
haben den im Wasser treibenden mit dem Schiff zu erschlagen!

Kein Segelschiff oder Motorboot macht genug Leewasser um in Ruhe
eine Abbergung durchzuführen,gleichzeitig verbietet sich in dieser
Situation der Gebrauch der Maschine.
Das Schiff ist also genauso hilflos wie der im Wasser befindliche,
eine untragbare Situation.


Meine Meinung ohne Anspruch auf Glückseligkeit:

Die einzige Möglichkeit der Abbergung ist am Heck bei geringer Fahrt im
Schiff.

Begründung: ist die ruhigste Stelle im Wasser für den über Bord
gegangenen und die
Schiffbewegungen sind vorherberechenbar zum Zwecke des Abbergens!


Theoretisch ist nun alles gut gegangen und jeder kann glücklich sein!

Praktisch möchte ich anfügen sieht vieles anders aus und es mag hart
klingen und wieder einige Anfechtungen der Theoretiker gegen mich
einleiten.


Bei Verhältnissen wie wir diese schon gehabt haben östlich Ausgang
Ärmelkanalim November,
Wind 8-10, Welle Höhe Radarantenne
machen wir sicherlich unsere Ehrenrunden um die Person zu finden.

Vielleicht gelingt dies auch, wobei ich daran erhebliche Zweifel habe.
An Bord ist dieser jedoch noch Lange nicht und dies ist der
gefährlichste Teil
für alle, den im Wasser befindlichen, das Schiff und die darauf
befindliche
restliche Crew!

Es ist daher immer ratsam einige pietätvolle Worte für das Bordbuch
bereit zu haben.


Möge niemand in die Situation kommen......


Gruß

Michael Raab
mit/ohne

http://www.sailmagic.de
sa...@sailmagic.de


Jan Mell schrieb:


>
> Heinrich Bunzendahl schrieb:
>
> > Manfred Muench schrieb:
> >
> > > Da bin ich aber ganz entschieden anderer Meinung. Wer ein MOB
> > > Manöver unter Segel "versucht", der hat nullkommanix übrig für den im Wasser.
> > > Und ich dachte, es sei heute Standard (trotz Segelschule, die
> > > verdienen ja schließlich an den Segelmanövern) den
> > > Mann/Frau im Wasser unter Motor herauszuholen. Es gibt meiner
> > > unwesentlichen Meinung nach nur eine praktikable und sichere
> > > Methode, wenn einer über Bord fällt. Sofort in den Wind und das
> > > Boot so schnell wie möglich zum stehen bringen (und damit die Entfernung
> > > zum Wassermann möglichst gering zu halten). Segel runter, Motor
> > > an und nix wie hin. Der Sichtkontakt ist das allerallerwichtigste !!!
> > > Lebenswichtig !!! Wenn Ihr erst noch Segelmanöver fahrt, ist dieser
> > > Kontakt schnell dahin. Also die Vollbremsung ist die Lebensrettung.
> >
> > Genau! Wer da noch zweifelt, dem empfehle ich die Lektüre "Mann über
> > Bord" von D.v.Haeften. Quickstop oder Gefahrenhalse, bloß nicht die
> > Sache mit 5 Längen ablaufen: das ist Manövertraining, aber nichts für
> > den Ernstfall.
> > Ciao
> > Heinrich
>
> Ja!!!!- aber die Segel bleiben wo sie sind.
>

Manfred Muench

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to
Im Artikel <382393AE...@med.stud.uni-erlangen.de>, Jan Mell
<jan....@med.stud.uni-erlangen.de> schreibt:

>
>Ist doch Quatsch,

Das ganze Leben ist wohl Quatsch, man muß es nur nicht so
eindeutig sagen:-)

das h=E4ngt doch deutlich vom Boot ab. Du kannst Dein
>Rollgro=DF evtl. Vorwind einrollen, ich kann vor dem Wind nicht einen


>Mastrutscher auch nur um einen Millimeter verschieben. Also hoch an den

>Wind mit der Fock und das Gro=DF entlasten - geht viel einfacher und
>schneller. OK mit einem Einleinenreffsystem und einer gro=DFen Leier sieh=


>t
>das auch schon wieder anders aus. Aber auf die Gefahr hin mich zu

>wiederholen, h=E4ngt eben vom Boot(Rigg) ab?

Da stimme ich Dir zu. Auf ner Jolle z.B. ist reffen ohne in den Wind
zu gehen, praktisch unmöglich. Zumindest einhand nicht.
Allerdings wird auf Jollen i.d.R.
auch wenig gerefft. Und die Methode "An" den Wind zu gehen,
um mit stehendem Vorsegel unter Fahrt das Großsegel zu entlasten,
kann ich empfehlen. Das ist aber kein "In" den Wind gehen,
wie er von Segelschulen propagiert wird (zumindest ich habe das
so gelernt) um das "Groß" Segel zu reffen. Schlagendes Segel
und tanzender Großbaum auf einem in diesem Moment ohne Fahrt
instabilem Boot sind in meinen Augen absolut erschlagende
Argumente, aufs reffen zu verzichten. Und reffen bei achterlichem Wind?
Nichts leichter als das. Du meinst, Du hast zuviel Druck im Segel,
die Mastrutscher rutschen nicht. Da machst Du was falsch. Oder hast
schlechte Rutscher. Oder hast mal wieder das schmieren vergessen.
Und ein wenig dran ziehen -am Vorlieck- (oder winschen) mußt du schon:-)
Bei mir jedenfalls (41 ft. Boot) funktioniert das ausgezeichnet.
Ich empfehle: nimm doch einfach die Großschot dicht, event.
noch den Kicker nach oben, dann ist
der Druck weg. Die Fock zieht ja weiter.
Und noch eins, ein Rollgroß kannst Du NIEMALS vor dem Wind
einrollen.

Chip`s ahoi
Manfred

Manfred Muench

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to
Im Artikel <38238E81...@med.stud.uni-erlangen.de>, Jan Mell
<jan....@med.stud.uni-erlangen.de> schreibt:

>Und
>wenn die Segel nur noch in Fetzen am Mast h=E4ngen, ist das immernoch bes=
>ser als auf
>sichere Todeszeichen pr=FCfen zu m=FCssen. Es h=E4ngt manchmal nur an Sek=
>unden.

Na sag`ich doch. Und hab`ich auch an anderer Stelle so dargestellt.

Nur die Fock/Genua sollte man dann doch schnell wegtun, die Fockschot
kann sich schnell verhaken und dann kann wieder Power ins Segel
kommen und das Boot vom direkten Kurs wegdrücken.

Chip`s ahoi
Manfred

Manfred Muench

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to
Im Artikel <800onf$di6$1...@news08.btx.dtag.de>, "Gert Drescher"
<ddt.so...@t-online.de> schreibt:

>
>Soweit ich mich erinnere, muß es da wohl ziemlich gekachelt haben.
>Tabarly hat sich nie eingepickt. Deshalb wäre ich mit Bewertungen
>zurückhaltend.
>Jedenfalls war er "ein ganz Grosser".
>

Die Bedingungen waren W 6. In diesem Gebiet nix tolles.
Und die Frage des "einpickens" ist doch eine ganz andere.
Und es stimmt, er war nicht angeseilt.
Hat aber erstmal nichts mit dem "richtigen" überlebenswichtigen
MOB-Manöver zu tun.

Chip`s ahoi
Manfred


Andre Tornow

unread,
Nov 6, 1999, 3:00:00 AM11/6/99
to
Es ist mal wieder MOB-discussion-time wie es aussieht.
Offensichtlich ist es in d.r.s.s. wie in der Mode. Alles wiederholt
sich, nur eben viel schneller. Jetzt ist wieder mal die gute alte
MOB-Diskussion dran (Manfred und Heinz aufgepasst ! In spaetestens drei
Wochen ist wieder Fuehrerschein Time).
Da ich aber auch zu allem und jedem meinen Senf geben muss, hier mein
Beitrag zur unendlichen Geschichte.
Ich lese immer Segel runter und Motor an. Was spricht dagegen, die Segel
stehen zu lassen. Mit dichtgeknallten Schoten unter Maschine zum
Aussenbordskameraden. Hat das mal jemand bei mehr als 6 Bft probiert.
Ich uebrigens nicht, da ich kein Freund selbstherbeigefuehrter Probleme
bin. Bis dahin geht's aber (vorausgesetzt man ist vorher mit passender
Garderobe gesegelt.

Andre

Alex

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
MOB-Manöver bei 7Bft unter Segeln/und/oder Motor:
Ergebnis: mit kleiner Mannschaft ist die Wind-
angriffsfläche unter Segeln so groß, daß ich
mein Schiff nicht lange genug zum Bergemanöver
am Mann/bzw. der Boje halten kann.
Deshalb gilt auf meinem Schiff im Zweifelsfall:
Plünnen runter und Motor an.
--
Alex


Edgar Warnecke

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Am Fri, 5 Nov 1999 12:23:38 +0100, "Jobst von Steinsdorff"
<stein...@jura.uni-muenchen.de> meinte:

>Edgar Warnecke schrieb in Nachricht
><3821648e...@news.btx.dtag.de>...
>
>>Empfehle Fender fischen ;-)
>>Koennen ja auch die eigenen sein.
>
>
>Zusatzempfehlung: Haeng was schweres an den Fender. Ein Fender ohne
>"Treibanker" driftet viel schneller nach Lee als ein Mann (oder eine
>Frau) das tun wuerde - ergo braucht man fuer MOB in allen Varianten mehr
>Luvraum als fuer einen unbeschwerten Fender. Es ist von Vorteil, wenn
>man das gleich so uebt. Deswegen ist die bei vielen Segelschulen
>uebliche Schwimmwestenschmeisserei auch voelliger Schwachsinn.

Danke fuer den Tip,

wird beim naechsten Mal gemacht

;-) Mal sehen, wer sich von der Crew zur Verfuegung stellt ;-)

Gruss

Edg@r vorm Huy
--
Alles selbst machen zu wollen ist das Kennzeichen des Unbegabten.
Richard von Schaukal
http://edgarvormhuy.de *
EZine fuer Selbstaendige und solche, die es werden wollen

Manfred Muench

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Im Artikel <3824A7...@zedat.fu-berlin.de>, Andre Tornow
<tor...@zedat.fu-berlin.de> schreibt:

>
>Es ist mal wieder MOB-discussion-time wie es aussieht.
>Offensichtlich ist es in d.r.s.s. wie in der Mode. Alles wiederholt
>sich, nur eben viel schneller. Jetzt ist wieder mal die gute alte
>MOB-Diskussion dran (Manfred und Heinz aufgepasst ! In spaetestens drei
>Wochen ist wieder Fuehrerschein Time).

Das heißt OPPJEPASS :-)

>Da ich aber auch zu allem und jedem meinen Senf geben muss,

Da sind wir gleich.
Halt olle Schwätzer:-)


hier mein
>Beitrag zur unendlichen Geschichte.
>Ich lese immer Segel runter und Motor an. Was spricht dagegen, die Segel
>stehen zu lassen. Mit dichtgeknallten Schoten unter Maschine zum
>Aussenbordskameraden. Hat das mal jemand bei mehr als 6 Bft probiert.

Davon halte ich nix bis wenig.
Mit dem Groß mag das noch angehen,aber mit der Fock ?
Das wird nix. Die Fock wird immer mal wieder Power bekommen
und Dich aus dem Kurs drücken. Das kannst Du mit Maschine
bei Wind 6 nicht mehr ausgleichen. Und weiter gedacht, Du bist am
Ziel mit Segel oben ? Eventuell bekommst Du das Objekt Deiner
Begierde beim ersten Mal nicht zu fassen, hast zu viel Fahrt
oder stoppst zu früh ab, oder, oder............da gibt es viele Gründe !!
Dann mußt Du nachfassen, sprich weitere Manöver. Und dabei
möglichst dicht (natürlich nicht zuuu dicht, damit das kein
Hackfleisch gibt:-) am Mann/Frau bleiben:
Das geht nur unter Motor OHNE Segel.

Übrigens ist uns unsere Katze mal bei der Rückfahrt von Brighton
nach Cherbourg mittendrin über Bord gegangen. Sozusagen
der "kleine" Notfall. Aber ich bremse auch für Tiere, zumal die
eigenen:-) Bedingungen zur Tatzeit: Sommer, strahlend blauer Himmel
(ist wichtig für die Psyche:-), halber Wind Stärke 6, Rauschefahrt,
mäßiger Seegang, Schaumkronen. Besegelung 1. Reff, Rollfock
(nicht Genua) 1/6 eingerollt.
Mein Fazit: hätten wir (meine Frau und ich) nicht sofort und direkt
eine Vollbremsung gemacht unter losschmeißen der Fockschot,
wir hätten unsere Katz`nie mehr wiedergesehen. Der Seegang war
zwar (relativ) moderat, aber die weißen Schaumkronen in Verbindung mit
der blendenden Sonne hätten es nur 40 m weiter nicht mehr
ermöglicht, das Tier auszumachen !!!! Zugegeben, kleine Person,
aber trotzdem. Und 40 m machst Du bei 8 kn. Fahrt und 2 kn. Strom
in nullkommanix ! Wir sind dann unter Motor direkt aufs Ziel los,
immer in dem krampfhaften Bemühen, das Tier nicht aus den Augen
zu verlieren. Rollfock weggerollt, Groß einfach fallengelassen, Baum fixiert,
das Tier mit einem Fischköcher reingeholt. Gelang erst im zweiten
Anlauf ! Kannst Du Dir das vorstellen:-(((

Die Katz` hat es uns übrigens mit 5 weiteren glücklichen Jahren gedankt
bis sie dann im biblichen Alter von 19 Jahren an der verdammten
Katzenseuche verstarb:-(

Chip`s ahoi
Manfred


Manfred Muench

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Im Artikel <803imq$3uo$1...@sapa.inka.de>, "Alex" <a...@plis.inka.de> schreibt:

Endlich mal ein Praktiker hier !
Welcome.

Chip`s ahoi
Manfred

Alfred Jenny

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to

Manfred Muench <mxx38...@aol.com> schrieb

> Alex" <a...@plis.inka.de> schreibt:
> >
> >MOB-Manöver bei 7Bft unter Segeln/und/oder Motor:
> >Ergebnis: mit kleiner Mannschaft ist die Wind-
> >angriffsfläche unter Segeln so groß, daß ich
> >mein Schiff nicht lange genug zum Bergemanöver
> >am Mann/bzw. der Boje halten kann.
> >Deshalb gilt auf meinem Schiff im Zweifelsfall:
> >Plünnen runter und Motor an.
> >--
>
> Endlich mal ein Praktiker hier !
> Welcome.

Von Praxis kann wohl nicht die Rede sein, wenn Beidrehen nicht beherrscht
wird. Ein Schiff ohne Segel bei 7Bf ist ein Spielball der Wellen und stampft
derart, dass ein Bergen ueber Heck nicht mehr moeglich ist.
Deshalb gilt bei meinen Törns auf Schiffen mit Motor:
1. sofort Beidrehen, evtl. Schoten dicht und Beobachten
2. Motor an und Standortkorrektur während der Driftphase
3. Am MOB Getriebe auskuppeln bzw. im Zweifelsfall Motor aus
4. Seitlich sichern und ueber Heck bergen
Dieses Standardmanoever, welches in jedem Fachbuch beschrieben ist, uebe
ich auf Ausbildungstoerns bei jeder Windstaerke und Welle und hat bisher zu
100% funktioniert. Aber es steht jedem frei sein eigenes Manoever zu
erfinden.

Fredy

Andre Tornow

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Manfred Muench wrote:

>
> >Da ich aber auch zu allem und jedem meinen Senf geben muss,
>
> Da sind wir gleich.
> Halt olle Schwätzer:-)

In diesem Sinne:
Nichts gegen Maschine an, kann ja nicht schaden. Aber wie
sieht's eigentlich mit dem guten alten Beidrehen (ist uebrigens
mein Lieblingsmanoever). Ich hatte bisher noch keine MOB-Faelle,
in denen es sich bewaehren musste, aber bei anderen Gelegenheiten zeigt
sich aber immer wieder, dass man so das Schiff schnell zum Stehen bringt
und es aber weiter unter Kontrolle haelt. Ausserdem ist Beidrehen
ein Manoever, dass Ruhe an Bord bringt.
Andre

Edgar Warnecke

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Am Sun, 07 Nov 1999 20:17:40 +0100, Andre Tornow
<tor...@zedat.fu-berlin.de> meinte:

>In diesem Sinne:
>Nichts gegen Maschine an, kann ja nicht schaden. Aber wie
>sieht's eigentlich mit dem guten alten Beidrehen (ist uebrigens
>mein Lieblingsmanoever). Ich hatte bisher noch keine MOB-Faelle,
>in denen es sich bewaehren musste, aber bei anderen Gelegenheiten zeigt
>sich aber immer wieder, dass man so das Schiff schnell zum Stehen bringt
>und es aber weiter unter Kontrolle haelt. Ausserdem ist Beidrehen
>ein Manoever, dass Ruhe an Bord bringt.

Hi Andre,

hatten wir doch schon. So schoen, wie es ist, je kuerzer der Kiel
desto besch... drehen (liegen) sie bei. Die sind einfach zu zickig die
Biester. Kein Lateral mehr unter Wasser. :-(

Dann lieber so, wie vorher beschrieben. Alle Schoten dicht, Rad oder
Pinne auf maximal Ausschlag und *kreiseln*, auch wenn die Haelfte der
Mannschaft kxtzt.

Edgar Warnecke

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Am Sun, 7 Nov 1999 19:52:35 +0100, "Alfred Jenny"
<aje...@jenny.vol.at> meinte:

[...]

> Aber es steht jedem frei sein eigenes Manoever zu erfinden.

Das IMO erste *vollumfaengliche* Posting zum Thema.

Auf hoher See, vor dem Seeamt und vor Gericht hilft Dir nur noch Gott.

Manfred Muench

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Im Artikel <804hvl$uo$1...@pollux.ip-plus.net>, "Alfred Jenny"
<aje...@jenny.vol.at> schreibt:

>
>Von Praxis kann wohl nicht die Rede sein, wenn Beidrehen nicht beherrscht
>wird. Ein Schiff ohne Segel bei 7Bf ist ein Spielball der Wellen und stampft
>derart, dass ein Bergen ueber Heck nicht mehr moeglich ist.
>Deshalb gilt bei meinen Törns auf Schiffen mit Motor:
>1. sofort Beidrehen, evtl. Schoten dicht und Beobachten
>2. Motor an und Standortkorrektur während der Driftphase
>3. Am MOB Getriebe auskuppeln bzw. im Zweifelsfall Motor aus
>4. Seitlich sichern und ueber Heck bergen
>Dieses Standardmanoever, welches in jedem Fachbuch beschrieben ist, uebe
>ich auf Ausbildungstoerns bei jeder Windstaerke und Welle und hat bisher zu

>100% funktioniert. Aber es steht jedem frei sein eigenes Manoever zu
>erfinden.


Kann sein, daß ich hier schon des öfteren "interessante" Beiträge
von Dir gesehen habe ? Warst Du das nicht, der u.a. für ein elektron.
Metronom zum Auszählen der Leuchtfeuer plädierte ?
Und überhaupt, kann sein, daß Du nur Schreibtischtäter bist ?

Spielball der Wellen ? Das hängt von vielen Faktoren ab. In erster Linie
von der Bootsgröße. Schon mal auf `nem Supertanker bei Bft. 9
Tennis gespielt ? Alles ist halt relativ. Der einzige Spielball in diesem
tollen Spiel
ist Mann/Frau im Wasser. Auf jeden Fall bin ich mit meinem Boot auch unter
Motor bei Bft. 7 kein Spielball der Wellen. Erst recht nicht im freien
Seeraum bei langgezogenem Seegang. Und schon mal gehört,
das man auch unter Motor beidrehen kann ? Und was empfielst Du
Motorbootfahrern, wenn bei denen mal einer über Bord geht ?
Erstmal ein Segel (mit dazugehörigem Mast) ordern, am besten über Internet ?

Chip`s ahoi
Manfred

Manfred Muench

unread,
Nov 7, 1999, 3:00:00 AM11/7/99
to
Im Artikel <3825D0...@zedat.fu-berlin.de>, Andre Tornow
<tor...@zedat.fu-berlin.de> schreibt:

>


>In diesem Sinne:
>Nichts gegen Maschine an, kann ja nicht schaden. Aber wie
>sieht's eigentlich mit dem guten alten Beidrehen (ist uebrigens
>mein Lieblingsmanoever). Ich hatte bisher noch keine MOB-Faelle,
>in denen es sich bewaehren musste, aber bei anderen Gelegenheiten zeigt
>sich aber immer wieder, dass man so das Schiff schnell zum Stehen bringt
>und es aber weiter unter Kontrolle haelt. Ausserdem ist Beidrehen
>ein Manoever, dass Ruhe an Bord bringt.

Natürlich, erste Sahne.
Zum Biertrinken:-)
Im Ernst: kann helfen. Wenn Du am *Objekt* bist.
Aber da mußt Du erst mal hin. Auf dem kürzesten
Weg. Und dabei *stören* halt die Segel.
Angenommen, Du segelst -vorher- mit achterlichem Wind.
Dann mußt Du unter Maschine gegen den Wind zurück.
Wie soll das gehen mit stehender Fock ?
Wann kommt endlich das Argument Treibanker:-)

Chip`s ahoi
Manfred

Alfred Jenny

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
> Und überhaupt, kann sein, daß Du nur Schreibtischtäter bist ?
Chartere mit Vorliebe X-le mit Profilstag und ca. 170 m2 Spi, das Hemd wird
manchmal vom Weissen oder Gin-Tonic nass, der Kanal ist derzeit mein
Lieblingsrevier, aber auch das Mittelmeer ist mir nicht unbekannt. Mehr dazu
unter http://members.vol.at/jenny/alfred.htm

> Spielball der Wellen ? Das hängt von vielen Faktoren ab. In erster Linie
> von der Bootsgröße.

Stimme zu. Hier muss ich jedoch davon ausgehen, dass wir Kielyachten in der
Groesse von ca. 10 bis 20 m bestückt mit Innenborder (Diesel) meinen.

> Und schon mal gehört, das man auch unter Motor beidrehen kann ?

Beidrehen ist ein Manoever unter Segel, bei dem der Wind die Segelflaeche
neutralisiert und das Boot kaum noch Fahrt macht. Natuerlich kann und muss
man bei MOB dabei den Motor zu Hilfe nehmen, damit das Driften kontrolliert
wird. Mit Motor alleine kenne ich Beidrehen nicht.

> Und was empfielst Du Motorbootfahrern,
> wenn bei denen mal einer über Bord geht ?

Das, was er in der Schule gelernt hat; aufschiessen...

Fredy
http://members.vol.at/homeport


Hans Steffani

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
"Jobst von Steinsdorff" <stein...@jura.uni-muenchen.de> writes:


>Zusatzempfehlung: Haeng was schweres an den Fender. Ein Fender ohne
>"Treibanker" driftet viel schneller nach Lee als ein Mann (oder eine
>Frau) das tun wuerde - ergo braucht man fuer MOB in allen Varianten mehr
>Luvraum als fuer einen unbeschwerten Fender. Es ist von Vorteil, wenn
>man das gleich so uebt. Deswegen ist die bei vielen Segelschulen
>uebliche Schwimmwestenschmeisserei auch voelliger Schwachsinn.

Wir haben fuer diesen Zwecke ein Tonne mit irgendwas gefuellt. Ausserdem
hat sie einen ordentlichen Buegel, um sie wieder anstaendig an Bord
zu bringen.

h.f.s.
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/

Ulf Thiele

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
In article <382149fc...@news.btx.dtag.de>, Edgar Warnecke
<EWar...@t-online.de> wrote:

> Am Thu, 4 Nov 1999 08:15:54 +0100, "Bernd Wolff ''Ehle/Ihle
> Verband''" <ehle.ihl...@t-online.de> meinte:
>
> >Zum Wetterbericht: Mein kleiner Weltempfänger hat mich eigentlich
> >noch nie im Stich gelassen!
>
> Hi Bernd,
>
> was haste denn fuer einen?

Hi Segler,
ich bin mit dem Sangean ATS 909 bestens zufrieden.
Infos unter www.sangean.com.
Kostet etwa 300,- DM.
Gruss
Ulf

Alfred Jenny

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to

Alex <a...@plis.inka.de> schrieb

> MOB-Manöver bei 7Bft unter Segeln/und/oder Motor:
> Ergebnis: mit kleiner Mannschaft ist die Wind-
> angriffsfläche unter Segeln so groß, daß ...
Reffen geht auch solo im beigedrehten Zustand.

> Deshalb gilt auf meinem Schiff im Zweifelsfall:
> Plünnen runter und Motor an.

Besser zuerst Motor an, dann ....
Koennte ja sein, dass dieser nicht sofort anspringt,
Schluessel nicht steckt oder sonstwas.
Waere nicht das erste mal (siehe dazu Denk: Handbuch Segeln).

Fredy

fofol

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
In article <19991107172424...@ngol03.aol.com>, mxx38...@aol.com (Manfred Muench) wrote:
>Und schon mal gehört,
>das man auch unter Motor beidrehen kann ? Und was empfielst Du

>Motorbootfahrern, wenn bei denen mal einer über Bord geht ?
>Erstmal ein Segel (mit dazugehörigem Mast) ordern, am besten über Internet ?

Ich glaube, es wär mal ganz nützlich für alle, das Manöver zu erklären, das
man uns für den Motorbootschein beigebracht hat (dürfte auch auf Segler unter
Motor anzuwenden sein) :

- nachdem der Mann über Bord ist, so schnell wie möglich in den Leerlauf gehen
und zu der Seite hin, auf der er gefallen ist, beidrehen, und zwar um die
Schraube(n) von ihm zu entfernen (!);
- ihm einen Rettungsring o.ä. zuwerfen, damit er sich während des Manövers
über Wasser halten kann;
- sich so positionieren, dass der Mann genau achtern aus liegt, ca. 3
Bootslängen sich *gegen den Wind bzw. die Strömung* (je nachdem was von
beiden stärker ist) von ihm entfernen, ohne ihn aus den Augen zu verlieren
(!);
- wenden und auf den Mann mit kleinster Kraft zufahren, und zwar *mit* dem
Wind/der Strömung, d.h. das Boot soll auf den Mann zugetrieben werden, nicht
umgekehrt (sonst klappt's nämlich nicht, da das Boot vom Mann weg treibt);
- auf den Mann leicht gegen die Längsachse des Bootes versetzt (also
z.b. im Winkel von 10-20 °) "zielen", und zwar mit der
wind-/strömungsabgewandten Seite des Boots (Ziel ist es, dem Mann mit dieser
Seite längszukommen, nicht geradewegs auf ihn zuzufahren);
-sobald der Mann auf Höhe des Bugs ist, in den Leerlauf gehen;
-sobald er auf Höhe der Stelle ist, wo man ihn über die Bordwand herausfischen
kann, das Boot stoppen (d.h. kleinste Kraft rückwärts bis das Boot in Bezug
auf den Mann "steht");
- in den Leerlauf gehen (!);
- ihn rausholen.

Was das Herausfischen über die Badeplattform angeht, ist obiges natürlich
modifizierbar.

Dieses Manöver haben wir damals bis zum Gehtnichtmehr unter allen
(un)möglichen Wetterbedingungen geübt, und es hat immer gut geklappt (ja, auch
bei der Prüfung ...). Hört sich lang und kompliziert an, ist aber innerhalb
1-2 Minuten durchführbar.

Ich kann mir auch vorstellen, dass gesetzte Segel da je nach Bedingungen nicht
unbedingt praktisch sind.


Gruss,

fofol

Manfred Muench

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
Im Artikel <8050lu$8nq$1...@pollux.ip-plus.net>, "Alfred Jenny"
<aje...@jenny.vol.at> schreibt:

>Chartere mit Vorliebe X-le mit Profilstag und ca. 170 m2 Spi, das Hemd wird


>manchmal vom Weissen oder Gin-Tonic nass, der Kanal ist derzeit mein
>Lieblingsrevier, aber auch das Mittelmeer ist mir nicht unbekannt. Mehr dazu
>unter http://members.vol.at/jenny/alfred.htm

Jetzt weiß ich endlich, wieso es ein Jahr 2000 Problem bei PC`s
geben soll. Na ja, das Netz ist halt total verstopft von all den Home-
Pages der Profilneurotiker:-(

Aber wenn Du so gerne im Kanal Regatta segelst, dann komm mal
vorbei zur Northsea-Championchip, Ramsgate-Week, Nieuwport-
Week (Welt-und Europ. Meisterschaften), Calais-Racing-Event,
Brigthon Midweek Races, Breskens Week etc.
Da sind Weltmeister immer welcome:-)
Allerdings mußt Du ein paar Hemden mitbringen (können auch weiß
sein) und anstelle von Gin Tonic gibt`s nur Dosenbier:-)

Chip`s ahoi
Manfred


Hans Steffani

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
"Heinz Kratz" <heinz...@cityweb.de> writes:

>Ich empfehle jedem mal eine Person so um die 60 Kg ( spielt eine
>Ohnmacht ) an Bord zu holen. Danach habt ihr Gesprächsstoff ohne
>Ende

Du meinst, wenn wir den Menschen nicht wieder an Bord bringen koennen,
dann koennen wir uns auch das MOB klemmen?

Hans Friedrich Steffani

Alex

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
Alfred Jenny <aje...@jenny.vol.at> schrieb > Alex <a...@plis.inka.de>
schrieb

> Besser zuerst Motor an, dann ....
> Koennte ja sein, dass dieser nicht sofort anspringt,
> Schluessel nicht steckt oder sonstwas.
> Waere nicht das erste mal (siehe dazu Denk: Handbuch Segeln).
Klar Alfred, mein' ich doch.
Wichtig ist für mich zunächst immer, ob der Diesel anspringt,
sonst kann(!) ich das Manöver auch unter Segeln fahren.
Tatsache (praktisch unzählige Male bewiesen) ist, daß ein
schweres Schiff mit kurzem Kiel, bzw. mit Kielschwert, wie
meins, unter Segeln bei >6Bft schwer zu bändigen ist.
Ich lade gerne mal einen der Alleskönner ein, mein Schiff mit
11t mit einem Aufschiesser zum Stehen zu bringen...Das
Ergebnis wäre sicher eine zermatschte Boje bzw. im Ernstfall
der Schwimmer...
Übrigens habe ich für den Fall der Fälle schon mal mit meiner
extra dafür angefertigten Talje, die von der Baumnock zum
Schwimmer führt, geübt. Trotzdem kann ich eine - evtl.
ohnmächtige Person mit vollgesogenen Kleidern nur mit
Mühe alleine an Deck hieven.
Bis zur nächsten Übung,

--
Alex

Heinz Kratz

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
Zitat

> Du meinst, wenn wir den Menschen nicht wieder an Bord bringen
koennen,
> dann koennen wir uns auch das MOB klemmen?
>
> Hans Friedrich Steffani
Zitat ende

Nein das meine ich nicht
Aber ich habe den Eindruck das hier wieder theoretiesiert wird ohne
Ende. Ich kann nur sagen üben,üben,üben. Jeder der es dann geübt hat
soll dann seine Erfahrungen hier zum besten geben. Ihr werdet
bemerken das alles nicht so verläuft wie es in der Theorie so schön
beschrieben wird.
Ich habe es mal mit meiner Frau ( 57 kg ) bei Badewetter probiert.
Ich war nicht in der Lage Sie über die Bordwand ( mit 4 fach
geschorener Schot ) zu bergen. Es ging erst nach ausfädeln und ins
Wasser lassen des Grossegels.

Heinz Kratz

--
51 N 15 92
06 E 45 69
heinz...@cityweb.de
Und immer schön fröhlich bleiben
http://www.dyc.de/
Schaut mal rein


Edgar Warnecke

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
Am Mon, 8 Nov 1999 16:38:08 +0100, "Alex" <a...@plis.inka.de> meinte:

[...]

Hi,

>Trotzdem kann ich eine - evtl.
>ohnmächtige Person mit vollgesogenen Kleidern nur mit
>Mühe alleine an Deck hieven.

...und wenn das dann noch so ein Spargeltarzan wie ich probiert:
Gute Nacht. :-(

Hat einer einen Tip?

Nee, den mit einer Talje ueber Baum und Seite koennt Ihr vergessen.
Wie soll ich den denn da unten einpicken?

Dirk nach achtern an die Rettungsleiter?
Das sieht *spiddelig* aus, dem trau ich nicht.
Grossfall reicht nicht....
Nachschleppen isses auch nicht

Und nu...?

>Bis zur nächsten Übung,

...ist schon im vollen Gange.

Henrik Gudat

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
Wo wir gerade bei Mythen & Legenden sind... anscheinend kann man
Mobs/Wobs auch mit der Fock bergen. Vorsegel ins Wasser, Mob/Wob
uebers Segel ziehen und dann Schot dicht. Ob das wirklich funktioniert
(vor allem mit der Reling) weiss ich nicht. Hat das schon mal jemand
versucht?

- henrik

--
F.E.Systems Emulation Technologies
http://www.magnet.ch/emutech/
Ruem hart klaar Kimming

Sailmagic

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
Gratuliere,

super Schönwettermanöver.

Hoffentlich paßt das Wetter im Fall der Fälle
auch dazu!

Ansonsten verweise ich auf mein Posting vom 6.11.99

Gruß
michael raab


fofol schrieb:

Manfred Muench

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
Im Artikel <806fou$7dm$1...@narses.hrz.tu-chemnitz.de>, hf...@hrz.tu-chemnitz.de
(Hans Steffani) schreibt:

>
>Du meinst, wenn wir den Menschen nicht wieder an Bord bringen koennen,
>dann koennen wir uns auch das MOB klemmen?
>

Eigentlich `ne gute Überlegung. Und seien wir doch mal ehrlich,
gibt`s da nicht den/die Eine(n) oder Andere(n), bei dem man
das mal ausprobieren möchte?:-)

Chip`s ahoi
Manfred

Stefan G. Gfroerer

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
mxx38...@aol.com (Manfred Muench) wrote:

>Jetzt weiß ich endlich, wieso es ein Jahr 2000 Problem bei PC`s
>geben soll. Na ja, das Netz ist halt total verstopft von all den Home-
>Pages der Profilneurotiker:-(

[snipp]

hey, Manfred, warum ploetzlich so bissig?
Jedem seine eigene Erfahrungen.
Und wenn er/sie diese hier praesentiert, dann kann jeder was
lernen.
Deine Geschichte mit Deiner Katze war wirklich interessant
und ich haette fast geheult (ohne Smiley!)

Ciao

Stefan
--
Die Newsgroup weiss mehr als ich;
Fragen deshalb bitte in die Newsgroup.
"PM" steht fuer _private_ mail.


Stefan G. Gfroerer

unread,
Nov 8, 1999, 3:00:00 AM11/8/99
to
"Alfred Jenny" <aje...@jenny.vol.at> wrote:

das Thema schoen kurz zusammengefasst!
Jeder der meint, dass das reine Theorie ist, soll's halt mal
ausprobieren.

Trotzdem noch ein paar Ergaenzungen

>1. sofort Beidrehen, evtl. Schoten dicht und Beobachten

bei Vorwindkurs nicht so einfach. Hoffentlich weiss der
Rudergaenger wo Luv ist und (patent-)halst nicht vor
Nervositaet. Aber es stimmt, notfalls geht es auch mit
nicht-dichter Fock (Genua wird bei widrigen Verhaeltnissen
nicht stehen).

Und wichtig ist auch, dass ich auch vor dem Wind nur mit
entsprechend gerefften Segeln unterwegs bin. Wenn ich bei
kraeftig Wind unter Vollzeug vor dem Wind fahre, habe ich
beim Beiliegen natuerlich ein Problem ...

[2. .. 4. gesnippt, da dazu nix zu sagen]

Und noch eine Frage an die Nur-Motor-Fraktion:
Was meint Ihr denn, welche Funktion ein "Stuetzsegel" eines
Motorseglers hat? Also ich persoenlich, finde die paar Kbl
im Wellengang vor der Hafenausfahrt unter Motor bis die
Segel stehen ausgesprochen unangenehm und habe dabei schon
das Gefuehl, dass das Boot trotz Motorfahrt fast ein
Spielzeug der Wellen ist.
Und wenn ich denke, dass ich da unter Motor anhalten sollte,
um jemand zu bergen. Nee, dann schon lieber beiliegend und
mit Motor.

Btw. von Nur-Segel-Manoever hat -glaube ich- keiner hier in
d.r.s.s. gesprochen.

Alexander Stielau

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to
hf...@hrz.tu-chemnitz.de (Hans Steffani) writes:

> >Luvraum als fuer einen unbeschwerten Fender. Es ist von Vorteil, wenn
> >man das gleich so uebt. Deswegen ist die bei vielen Segelschulen
> >uebliche Schwimmwestenschmeisserei auch voelliger Schwachsinn.
>
> Wir haben fuer diesen Zwecke ein Tonne mit irgendwas gefuellt. Ausserdem
> hat sie einen ordentlichen Buegel, um sie wieder anstaendig an Bord
> zu bringen.

Gut ist auch ein mit Luft und Wasser gefüllter großer Müllsack, der
ragt dann auch entsprechend realistisch aus dem Wasser raus.

Und, es macht nichts, wenn man ihn dann doch nicht wieder findet
(außer für die Moral der Truppe).

Ja, das passiert.
Und zwar wahrscheinlich öfter, als sich die theorisierenden Kollejen
hier dies denken, wenn man bei Zoff und vor allem unangekündigt
(also realistisch) übt.

Aleks
--
One ping to rule them all -
One ping to find them - Herr der P^HRinge,
One ping to bring them all - www.userfriendly.org
And in the darkness bind them. 99-10-18

Owe Jessen

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to
Am 05 Nov 1999 22:50:03 GMT, schrieb mxx38...@aol.com (Manfred
Muench) :

>Im Artikel <8iwjOCWdFTOAhO...@4ax.com>, Owe Jessen
><stu3...@mail.uni-kiel.d400.de> schreibt:
>
>>
>>Nö, nicht wirklich. Wenn die Schulen was anderes lehren, wie soll sich
>>das dann als Standard durchsetzen?
>>
>
>Übrigens mußt Du nicht alles glauben, was in Segelschulen so
>erzählt wird. Neben Q-Wende etc. wird auch heute noch propagiert,
>man müßte zum reffen in den Wind gehen. Auch so ein Anachronismus.

Ich war noch in keiner Segelschule, sondern gehe von dem aus, was 'die
meisten' der Segler, die das ja in diesen Schulen lernen, beigebracht
bekommen. Und das ist nun einmal der Stoff, der in der BR-Prüfung
abgefeiert wird(Wobei ich gerade anfange, mir diesen Stoff
anzueignen). Übrigens wird auch häufig gesagt, daß mit dem MOB-Manöver
vor allem geprüft werden soll, wie gut der Kandidat mit dem Schiff
umgehen kann.
Zum Reffen: Daß das Boot nicht im Wind sein muß ist klar, aber du
fierst das Groß schon soweit auf, daß der Druck aus dem Segel ist,
oder?
Owe
--
http://www2.crosswinds.net/~owejessen/
Der Akademische Segelverein in Kiel:
www.asv-kiel.de

Owe Jessen

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to
Am 05 Nov 1999 21:24:01 GMT, schrieb mxx38...@aol.com (Manfred
Muench) :

>Im Artikel <8iwjOCWdFTOAhO...@4ax.com>, Owe Jessen
><stu3...@mail.uni-kiel.d400.de> schreibt:
>
>>
>>Nö, nicht wirklich. Wenn die Schulen was anderes lehren, wie soll sich
>>das dann als Standard durchsetzen?
>

>Standard entwickelt sich aus Praxis, nicht aus Segelschultheorie.
>
Naja, wenn man 20 Jahre den selben Fehler macht, ist das auch schon
Erfahrung? Diese Schüler kriegen das beigebracht, und wenn der Notfall
eintritt wird das ausgeführt, was man mal gelernt hat.

>>Das Boot zum stehen kriegen, Segel runter braucht auch Platz, und
>>nicht wenig.
>
>Auf jeden Fall weniger als ein Segelmanöver.

Also, ich habe das Manöver, sofort Groß dicht, Ruder im
Maximalausschlag und dort fixiert mehrfach, auch bei Wind mitgemacht.
Das Boot bleibt in unmittelbarer Nähe zum MOB und man braucht wirklich
nur den Rudergänger und jemand, der das Groß dichtholt. Der Rest der
Crew ist frei, Seenotmittel zu bedienen, Freiwache zu wecken, Kontakt
mit dem MOB zu halten, Leine übergeben usw. Im Idealfall dreht das
Boot Kringel um den MOB.

>
>
>>Woran ist er denn genau gestorben, an Unterkühlung, weil es zu lange
>>gedauert hat, oder weil er nicht wiedergefunden wurde? Bei welcher
>>Veranstaltung war das?
>
>Das war keine Veranstaltung, er ist halt nur bei Fahrt im Kanal
>von FR nach GB über Bord gefallen. Seine 4 Mitsegler haben ihn
>(weil Segelmanöver) in nullkommanix aus den Augen verloren.
>Und tschüß:-((
>Und nach über 50 jähriger intensiver Segelei auf allen
>Meeren auf solche Idioten angewiesen zu sein, schon tragisch.

Na, wenn du schreibst, daß er prinzipiell sich nicht einpickt, muß man
sich fragen, wer der Idiot ist (Schwimmweste? Wohl auch nicht),

Bernd Wolff ''Ehle/Ihle Verband''

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to

Edgar Warnecke schrieb in Nachricht <382149fc...@news.btx.dtag.de>...

>Hi Bernd,
>
>was haste denn fuer einen?


Sorry, Asche auf mein Haupt! Ich hab das Teil mal geschenkt
bekommen. Ist von Siemens irgendwas mit 7XX oder so in der
Typ-Bezeichnung. Ich muß bei Gelegenheit mal genauer drauf
achten. Aber wie gesagt: Geht immer!

Gruß und immer eine Hand breit...
Bernd Wolff
52 N 10 . 55
11 E 56 . 14
ehle.ihl...@t-online.de


Alwin Brokmann

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to

Ulf Thiele wrote:

> Hi Segler,
> ich bin mit dem Sangean ATS 909 bestens zufrieden.
> Infos unter www.sangean.com.
> Kostet etwa 300,- DM.
> Gruss
> Ulf

Hallo Ulf,

wo bekommt man denn das Teil für den Preis. Die Preise die ich kenne
liegen bei knapp 500 DM.

Gruß
Alwin

Manfred Muench

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to
Im Artikel <3827...@nntp.server.uni-frankfurt.de>, gfro...@bigfoot.de (Stefan
G. Gfroerer) schreibt:

>Deine Geschichte mit Deiner Katze war wirklich interessant
>und ich haette fast geheult (ohne Smiley!)
>

Das hätte sie auch nicht verdient. Ehrlich !
Ist treu und brav 19 Jahre mitgesegelt.

Chip`s ahoi
Manfred

Manfred Muench

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to
Im Artikel <SmsnOK9zq8utTA...@4ax.com>, Owe Jessen
<stu3...@mail.uni-kiel.d400.de> schreibt:

>


>Na, wenn du schreibst, daß er prinzipiell sich nicht einpickt, muß man
>sich fragen, wer der Idiot ist (Schwimmweste? Wohl auch nicht),

Erstens habe ich das nicht geschrieben,
zweitens muß ich auch als Schwätzer nicht auf jeden Quatsch
antworten.

Chip`s ahoi
Manfred

Ulf Thiele

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to
In article <3827DCC6...@desy.de>, Alwin Brokmann
<alwin.b...@desy.de> wrote:

Hallo Alwin,
ich habe meinen von Thiecom, Bremen: www.thiecom.de
Kostet z Zt 329,-.
Ist ansonsten identisch mit Siemens RK 777.
(Ich habe keine persoenliche oder geschaeftliche Verbindung mit Thiecom)
Gruss
Ulf

Joachim Preuß

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to Alexander Stielau
Wir nehmen fürs MOB-Manöver immer eine halb gefüllte
Plastikwasserflasche.
Um die "Taille" bekommt sie mittels Würgestek eine lange Leine mit
Palstek am Ende.
Zum Manöver: Rum, rum, rum (möglichst Wende) und (beigedreht) zurück.
Segelstellung ist erstmal egal, vielleicht irgendwann Schoten dicht oder
los. Natürlich MIT Maschine.
Kein Mörder-mäßiger Aufspießer wie ihn uns manche Segellehrer
eingebleut haben.
Das mit dem "rum und zurück" kapiert jeder, auch Anfänger.
Ist fürn Skipper ein beruhigendes Gefühl.

Gruß aus Ratingen
Joachim <;-)
--


********************************************

Joachim Preuß
Sailpress - Sicherheit auf See / Pressearbeit
Krefelder Str. 51
D-47226 Duisburg
Mobil: 01 71 / 5 41 66 38
http://www.sailpress.de

********************************************

Owe Jessen

unread,
Nov 9, 1999, 3:00:00 AM11/9/99
to
Am 09 Nov 1999 10:22:39 GMT, schrieb mxx38...@aol.com (Manfred
Muench) :

>Im Artikel <SmsnOK9zq8utTA...@4ax.com>, Owe Jessen

Ich darf dich zitieren (Message-ID:
<19991106053941...@ngol05.aol.com>):

>"Im Artikel <800onf$di6$1...@news08.btx.dtag.de>, "Gert Drescher"
><ddt.so...@t-online.de> schreibt:
>
>>
>>Soweit ich mich erinnere, muß es da wohl ziemlich gekachelt haben.
>>Tabarly hat sich nie eingepickt. Deshalb wäre ich mit Bewertungen
>>zurückhaltend.
>>Jedenfalls war er "ein ganz Grosser".
>>
>
>Die Bedingungen waren W 6. In diesem Gebiet nix tolles.
>Und die Frage des "einpickens" ist doch eine ganz andere.
>Und es stimmt, er war nicht angeseilt.
>Hat aber erstmal nichts mit dem "richtigen" überlebenswichtigen
>MOB-Manöver zu tun."

Wie du selbst sagst, war er nicht eingepickt, und du hast Gert auch
nicht widersprochen, daß T. das grundsätzlich nicht tut.
BTW, ich kenne Taberly nicht, und empfinde es als tragisch, wenn ein
Segler, aus welchen Gründen auch immer, stirbt.

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