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Formel 1 mit Elektromotor

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Alexander Burger

unread,
Jun 22, 2009, 7:12:52 AM6/22/09
to
Hallo,

die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen:
wer mit Elektromotor und ohne Verbrennungsmotor fährt, hat keine
Budgetobergrenze und auch keine technische Limitierung.

Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine
eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro
Jahr nicht akzeptieren wollen.

Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung
und scheinen auch zukunftsweisend zu sein. Das könnte die bekannten
Hersteller wie Mercedes, BMW, Ferrari, Renault, Toyota usw. eventuell
interessieren.

Gruß
Alex

Helmut Schneider

unread,
Jun 22, 2009, 8:16:12 AM6/22/09
to
Alexander Burger <alexande...@yahoo.de> wrote:
> Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine
> eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro
> Jahr nicht akzeptieren wollen.

Nein, sie wollen aussteigen, weil sie Max Mosley und dessen Seilschaft nicht
mehr akzeptieren wollen. Zu recht. IMO.

--
No Swen today, my love has gone away
My mailbox stands for lorn, a symbol of the dawn

Matthias Frank

unread,
Jun 22, 2009, 8:47:39 AM6/22/09
to
Alexander Burger schrieb:

> Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.

Ist zwar ein netter Gedanken aber völlig unrealistisch was ein paar
einfache Überschlagsrechnungen zeigen. Um annähernd den Energieinhalt
von 100-150 l Benzin in Batterien zu speichern brauchst du davon ca
40 St..
D.h. jede Runde 1 Boxenstopp für ne neue Batterie.

Im übrigen ist ja genau das nicht gewollt, 2 Reglements die
gerade hier gar nicht vergleichbar sind.

MfG
Matthias

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 22, 2009, 8:56:40 AM6/22/09
to
Matthias Frank haute in die Tasten:

> Ist zwar ein netter Gedanken aber völlig unrealistisch was ein paar
> einfache Überschlagsrechnungen zeigen. Um annähernd den Energieinhalt
> von 100-150 l Benzin in Batterien zu speichern brauchst du davon ca
> 40 St..
> D.h. jede Runde 1 Boxenstopp für ne neue Batterie.

Oder ein kurzes Interview mit Kai Übel. Dann sind sogar die Zuschauer
geladen ... ;-)

Alexander Burger

unread,
Jun 22, 2009, 9:02:44 AM6/22/09
to
Matthias Frank wrote:

> Alexander Burger schrieb:
>
>> Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
>
> Ist zwar ein netter Gedanken aber völlig unrealistisch was ein paar
> einfache Überschlagsrechnungen zeigen. Um annähernd den Energieinhalt
> von 100-150 l Benzin in Batterien zu speichern brauchst du davon ca
> 40 St..
> D.h. jede Runde 1 Boxenstopp für ne neue Batterie.

so ein Tesla fährt ja auch 350 km mit einer Akkuladung.
Da sollte man mit ein oder zweimal Akkutauschen wohl auch bei der Formel 1
hinkommen, oder ?

> Im übrigen ist ja genau das nicht gewollt, 2 Reglements die
> gerade hier gar nicht vergleichbar sind.

2 Reglements soll es ja auch in Zukunft geben.
Es wäre vielleicht ein interessanter Wettstreit zwischen Elektroautos und
Verbrennungsmotoren. Das könnte die Zuschauer vielleicht interessieren.

Gruß
Alex

Uwe Schickedanz

unread,
Jun 22, 2009, 10:19:15 AM6/22/09
to
On Mon, 22 Jun 2009 15:02:44 +0200, Alexander Burger
<alexande...@yahoo.de> wrote:

>> Im übrigen ist ja genau das nicht gewollt, 2 Reglements die
>> gerade hier gar nicht vergleichbar sind.
>
>2 Reglements soll es ja auch in Zukunft geben.
>Es wäre vielleicht ein interessanter Wettstreit zwischen Elektroautos und
>Verbrennungsmotoren. Das könnte die Zuschauer vielleicht interessieren.

Handicap-Reglements, um das mal genau zu benennen, sind Quatsch. Waren
sie schon immer.
Und ansonsten: wo soll die Spannung herkommen, ein akkubetriebenens
Elektroauto wird bei vergleichbaren äußeren Abmessungen a) schwerer
sein als ein Auto mit Verbrennungsmoto und b) langsamer weil 1)
schwerer und 2) zu wenig Leistung.
Das hat was mit der Energiedichte der heutigen Akkus zu tun.
Vielleicht erfindet irgendwann jemand den Superakku, der eine höhere
Energiedichte in kWh/Raumvolumen als chemische Treibstoffe hat, aber
im Moment gibts das noch nicht.

Außerdem: Meisterschaften für Solarautos existieren. Das hat aber nur
entfernt mit "einen Rundkurs so schnell als möglich umfahren, und das
72-mal" zu tun.

Gruß Uwe

--
Was Männer gut finden: Schöne Autos und schnelle Frauen.

=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Alexander Burger

unread,
Jun 22, 2009, 1:46:00 PM6/22/09
to
Uwe Schickedanz wrote:

die Hersteller wollen demnächst alle Elektroautos auf den Markt bringen.
Die meisten Leute denken ungefähr so wie Du, haben also keine Ahnung.
Schau Dir mal dieses Auto hier an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Keio_University_Eliica

und dann noch dieses:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wrightspeed_X1

oder dieses:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT

die lassen teilweise die Verbrennungsmotoren heute schon stehen.
Natürlich haben die Akkus noch Probleme mit der Ausdauer, der Ladezeit, bei
der Austauschgeschwindigkeit usw.
Aber da wäre ein Wettbewerb doch auch interessant.

Die Formel 1 wäre sicherlich ideal, um Vorurteile wie oben aus der Welt zu
schaffen.

Gruß
Alex

Matthias Frank

unread,
Jun 22, 2009, 2:38:40 PM6/22/09
to
Alexander Burger schrieb:
> Matthias Frank wrote:
>


>> D.h. jede Runde 1 Boxenstopp für ne neue Batterie.
>
> so ein Tesla fährt ja auch 350 km mit einer Akkuladung.
> Da sollte man mit ein oder zweimal Akkutauschen wohl auch bei der Formel 1
> hinkommen, oder ?

Sicher fährt der _vielleicht_ 350 km weit aber nicht im Tempo eines
Formel 1 Wagens.


Eine Formel 1 verbraucht ca. 800 - 1000 kWh auf 100 km ein Tesla müsste
um 350 km weit zu kommen mit ca. 15 kWh auskommen. Wer gewinnt, darüber
muss man eigentlich nicht diskutieren.

MfG
Matthias

Matthias Frank

unread,
Jun 22, 2009, 2:51:39 PM6/22/09
to
Alexander Burger schrieb:

> oder dieses:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT
>
> die lassen teilweise die Verbrennungsmotoren heute schon stehen.

Wie und wann?

Sicher man hört ja immer wieder ein Elektroauto kommt halt gut unten
raus, das mag auch stimmen. Vielleicht kannst du mit so eine Teil auch
enen GTI an der Ampel stehen lassen, aber wie oft?

Die dort genannten Rechweiten kann man erreichen mit einer sehr
moderaten Fahrweise, keineswegs im Sportmodus und wo du alle wenige
100 m einmal von 100 auf 250 km/h beschleunigst.

MfG
Matthias

Uwe Schickedanz

unread,
Jun 22, 2009, 3:22:53 PM6/22/09
to
On Mon, 22 Jun 2009 19:46:00 +0200, Alexander Burger
<alexande...@yahoo.de> wrote:

>die Hersteller wollen demnächst alle Elektroautos auf den Markt bringen.
>Die meisten Leute denken ungefähr so wie Du, haben also keine Ahnung.
>Schau Dir mal dieses Auto hier an:
>http://de.wikipedia.org/wiki/Keio_University_Eliica

|Der Eliica ist 5,1 m lang und wiegt 2400 kg,

|Der Akkumulator hat eine Kapazität von 25 kWh.

>oder dieses:
>http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT

| Antrieb: 480 kW (652 PS)
| Höchstgeschwindigkeit: ca. 209 km/h

Geh woanders trollen.

Uwe Schickedanz

unread,
Jun 22, 2009, 3:23:35 PM6/22/09
to

Don't feed the trolls!

Alexander Burger

unread,
Jun 22, 2009, 4:14:12 PM6/22/09
to
Matthias Frank wrote:

der Wirkungsgrad ist bei einem Elektroauto ein ganz anderer.
Auch wird Energie zurückgewonnen beim Bremsvorgang usw.

Der Tesla ist auch schon bei Le Mans Rennen gefahren.

Gruß
Alex

Alexander Burger

unread,
Jun 22, 2009, 4:23:04 PM6/22/09
to
Matthias Frank wrote:

> Alexander Burger schrieb:
>
>> oder dieses:
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT
>>
>> die lassen teilweise die Verbrennungsmotoren heute schon stehen.
>
> Wie und wann?
>
> Sicher man hört ja immer wieder ein Elektroauto kommt halt gut unten
> raus, das mag auch stimmen. Vielleicht kannst du mit so eine Teil auch
> enen GTI an der Ampel stehen lassen, aber wie oft?

hier ein Video, wo ein Elektrofahrzeug einen Porsche 911 stehen läßt.
http://www.youtube.com/watch?v=L7zHcvDPxYU

Das Elektrofahrzeug wiegt 2,4 Tonnen hauptsächlich wegen der Akkus.
Das ist aber auch schon wieder etwas her.

Ein Verbrennungsmotor erreicht nur in einem sehr kleinen Drehzahlbereich
Maximalleistung. Dagegen leistet ein Elektromotor das von 0 km/h bis zur
Maximalgeschwindigkeit. Elektrofahrzeuge fahren von unten bis oben in
einem 'Gang'.

Gruß
Alex

Jo Bellinger

unread,
Jun 22, 2009, 5:21:37 PM6/22/09
to
Uwe Schickedanz wrote:
...

> Das hat was mit der Energiedichte der heutigen Akkus zu tun.
> Vielleicht erfindet irgendwann jemand den Superakku, der eine h嚙篁ere

> Energiedichte in kWh/Raumvolumen als chemische Treibstoffe hat, aber
> im Moment gibts das noch nicht.

Leider wohl noch unrealistisch, aber vielleicht dauerts nicht mehr lange:

Zitat aus Wikipedia:

Das US-amerikanische Unternehmen EEStor Inc. (Austin/Texas) h嚙締t ein
Patent f嚙緝 elektrische Energiespeicher-Einheiten mit 52 kWh
Energieinhalt bei einer Masse von 152 kg. Der spezifische Energieinhalt
eines solchen Energiespeichers betr嚙篇e 340 Wh/kg. Mit einer
52-kWh-Einheit k嚙緯nte ein PKW ca. 250 bis 500 km weit fahren. Laut
Patentschrift (U.S.-Patent Nr. 7.033.406 [8]) ist der Aufbau 嚙篁nlich
demjenigen von Keramik-Vielschichtkondensatoren. Das hohe
Speicherverm嚙篇en soll hierbei nicht mit einer Doppelschicht, sondern mit
einem ferroelektrischen keramischen Dielektrikum (Bariumtitanat)
erreicht werden. Die Verluste durch die ferroelektrische Hysteresiskurve
werden vermutlich in Kauf genommen. EEstor wollte noch 2007 die
Produktion von 15-kWh-Einheiten mit einer Masse von weniger als 100
Pfund (45 kg) f嚙緝 den kanadischen Elektroautohersteller ZENN Motor
Company aufnehmen [9], der Verkaufsstart wurde nun auf Mitte bis Ende
2008 verschoben. Da in unabh嚙緯gigen Instituten (z. B. dem MIT) derzeit
erst versucht wird, nur 60 Wh/kg zu erreichen, und da EEStor bisher noch
keine funktionierenden Prototypen pr嚙編entieren konnte, werden die
sensationellen Angaben EEStors derzeit stark angezweifelt.
---------------------------------------
http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelschichtkondensator#Neuere_Entwicklungen


Auch noch interessant:
http://www.elektroniknet.de/home/bauelemente/news/n/d/kondensator-zieht-mit-akku-gleich/

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 22, 2009, 8:38:17 PM6/22/09
to
Matthias Frank haute in die Tasten:

> Vielleicht kannst du mit so eine Teil auch


> enen GTI an der Ampel stehen lassen,

Das habe ich mit meinem Diesel auch schon geschafft. :-)

> aber wie oft?

Für die Playmobilgesichter im GTI zu oft. :-)

> Die dort genannten Rechweiten kann man erreichen mit einer sehr
> moderaten Fahrweise, keineswegs im Sportmodus und wo du alle wenige
> 100 m einmal von 100 auf 250 km/h beschleunigst.

Genau, bezogen auf eine F1 Rennstrecke ist das purer Unsinn,
klappt noch halbwegs in Speedway (Indiana), aber auch nur
auf der NASCAR Strecke.

Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 22, 2009, 8:19:01 PM6/22/09
to
Alexander Burger haute in die Tasten:

> die lassen teilweise die Verbrennungsmotoren heute schon stehen.

Du hast das lustigste Fahrrad Berlins vergessen:
http://www.n24.de/news/newsitem_972149.html
http://www.erockit.net/

> Die Formel 1 wäre sicherlich ideal, um Vorurteile wie oben aus der
> Welt zu schaffen.

Vorurteile sind nicht das Problem, eher ausreichend große
Akkukapazitäten zu günstigem Preis, die auch länger halten.

Schau dir mal das Kleingedruckte bei diversen E-Rollern oder
E-Fahrrädern an und guck mal nach, was schon da ein Ersatzakku
kostet.

Stelle ich mir vor, daß der allein schon bei Nutzung auf dem
Arbeitsweg alle 1 1/2 Jahre fällig wäre, falls die Reichweite
überhaupt langt, na ja ... . Ganz toll sind dann sicher auch
die Tage, wo der Mist unterwegs schlapp macht, weil die
Akkukapazität zur Neige geht.

Einige der inzwischen für die breite Masse angebotenen "Fahrzeuge"
haben eine "Reichweite", die selbst ich mit meinen 0.1 t Körpergewicht
schon mal so eben nach Feierabend überboten habe, allerdings auf
Inlinern!

Sollte das eines Tages was werden, hätte ich nichts dagegen und
stelle mir glatt einen Windgenerator auf die Garage. ;-)

Jürgen Gerkens

Matthias Frank

unread,
Jun 23, 2009, 6:16:52 AM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:

> Matthias Frank wrote:
>
>> Alexander Burger schrieb:
>>
>>> oder dieses:
>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT
>>>
>>> die lassen teilweise die Verbrennungsmotoren heute schon stehen.
>> Wie und wann?
>>
>> Sicher man hört ja immer wieder ein Elektroauto kommt halt gut unten
>> raus, das mag auch stimmen. Vielleicht kannst du mit so eine Teil auch
>> enen GTI an der Ampel stehen lassen, aber wie oft?
>
> hier ein Video, wo ein Elektrofahrzeug einen Porsche 911 stehen läßt.
> http://www.youtube.com/watch?v=L7zHcvDPxYU

Wie gesagt 1 mal, bei Start ca. 200 m weit.

In der Formel 1 wird genau 3-4 mal angefahren, die restliche
Zeit fährt der Wagen mit entsprechender Drehzahl und Leistung
und eine E-Mobil hat keinerlei Chance.

MfG
Matthias

Matthias Frank

unread,
Jun 23, 2009, 6:20:54 AM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:
> Matthias Frank wrote:
>

>> Eine Formel 1 verbraucht ca. 800 - 1000 kWh auf 100 km ein Tesla müsste
>> um 350 km weit zu kommen mit ca. 15 kWh auskommen. Wer gewinnt, darüber
>> muss man eigentlich nicht diskutieren.
>
> der Wirkungsgrad ist bei einem Elektroauto ein ganz anderer.
> Auch wird Energie zurückgewonnen beim Bremsvorgang usw.

Der Wirkungsgrad ist besser aber nicht 70 mal besser.

MfG
Matthias

Alfred Lönze

unread,
Jun 23, 2009, 6:39:46 AM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:

> Der Tesla ist auch schon bei Le Mans Rennen gefahren.


Mösl, bist Du es?

Uwe Schickedanz

unread,
Jun 23, 2009, 7:07:21 AM6/23/09
to
On Tue, 23 Jun 2009 12:39:46 +0200, Alfred Lönze <Spam...@web.de>
wrote:

>Alexander Burger schrieb:
>
>> Der Tesla ist auch schon bei Le Mans Rennen gefahren.
>
>
>Mösl, bist Du es?

Der Gedanke drängt sich auf...

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 7:42:20 AM6/23/09
to
Matthias Frank wrote:

leg einfach mal Deine Rechnung offen, dann kann man sehr leicht zeigen,
wo Deine Fehler liegen. So ein Rennwagen bei der Formel 1 liegt unter 200
Liter Verbrauch. Ein Elektrosportwagen benötigt etwa 1,6 Liter Benzin
(Energieäquivalent) auf 100 km, wenn man das umrechnet. Also etwa ein
Zehntel des Verbrauchs eines Benzinsportwagens.

Man könnte auch so rechnen: Im Vergleich braucht ein Elektro-Formel-1 Wagen
vermutlich weniger als 20 Liter Sprit.

Man könnte sehr gut auch mit einem Range-Extender arbeiten: Also kleiner
Benzin-Generator, der dann den Strom für den Elektromotor liefert. In dem
Fall würde man sogar nur einen kleinen Akku brauchen. Nur so mal als
Überlegung zu Euren Rechnungen.
Der Elektromotor ist kaum größer als ein Fußball und passt meist in die
Radnabe. Getriebe entfällt, Auspuffanlage entfällt, Kühlung entfällt. ABS
usw. ist im Motor integriert. Ein solcher Elektro-Formel-1 Rennwagen muss
überhaupt nicht mehr Gewicht haben.

Gruß
Alex

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 7:51:21 AM6/23/09
to
Matthias Frank wrote:

ich habe das schon unten geschrieben: ich würde erst mal einen kleinen
Benzin-Generator einbauen, der den Strom liefert. Damit wäre das
Akkuproblem und damit das hohe Gewicht erst mal vom Tisch.

Bei einem Formel 1 Rennen wird auch auf der Strecke permanent beschleunigt.
Ein Rennwagen, der deutlich besser beschleunigt, wird am Ende sicher auch
vorne liegen.

Also ich bin mir sicher, dass die Elektrorennwagen das gewinnen würden.
Zumindest wäre es extrem spannend zu verfolgen, wie diese beiden Techniken
wettstreiten.

Gruß
Alex

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 7:54:34 AM6/23/09
to
Matthias Frank wrote:

> Alexander Burger schrieb:
>
>> Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
>
> Ist zwar ein netter Gedanken aber völlig unrealistisch was ein paar
> einfache Überschlagsrechnungen zeigen. Um annähernd den Energieinhalt
> von 100-150 l Benzin in Batterien zu speichern brauchst du davon ca
> 40 St..
> D.h. jede Runde 1 Boxenstopp für ne neue Batterie.

jetzt hatte ich aber gar nicht geschrieben, dass die Energie in Akkus
gespeichert werden soll. Man kann auch einen Benzingenerator verwenden, der


den Strom für den Elektromotor liefert.

Es wird deutlich weniger Sprit benötigt als beim Verbrennungsmotor.

Gruß
Alex

frank paulsen

unread,
Jun 23, 2009, 8:35:23 AM6/23/09
to
Alexander Burger <alexande...@yahoo.de> writes:

> jetzt hatte ich aber gar nicht geschrieben, dass die Energie in Akkus
> gespeichert werden soll. Man kann auch einen Benzingenerator verwenden, der

> den Strom f�r den Elektromotor liefert.
> Es wird deutlich weniger Sprit ben�tigt als beim Verbrennungsmotor.

das ist natuerlich kompletter bloedsinn.

--
frobnicate foo

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 9:18:36 AM6/23/09
to
frank paulsen wrote:

> Alexander Burger <alexande...@yahoo.de> writes:
>
>> jetzt hatte ich aber gar nicht geschrieben, dass die Energie in Akkus
>> gespeichert werden soll. Man kann auch einen Benzingenerator verwenden,

>> der den Strom für den Elektromotor liefert.
>> Es wird deutlich weniger Sprit benötigt als beim Verbrennungsmotor.


>
> das ist natuerlich kompletter bloedsinn.

ist es nicht: das hängt mit den Wirkungsgraden zusammen.
Aber das ist sicher nicht einfach zu verstehen. da sollte man sich schon
etwas mit Physik auskennen.
Beim Verbrennungsmotor verschwindet die meiste Energie in der Abwärme,
während beim E-Motor es fast keine Abwärme gibt. Der Motor wird gerade mal
lauwarm und muss auch nicht gekühlt werden.

Ein Benzingenerator hat die Abwärme zwar auch, könnte aber ständig in der
Drehzahl mit dem besten Wirkungsgrad gehalten werden.

Gruß
Alex

Matthias Frank

unread,
Jun 23, 2009, 10:03:37 AM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:
> Matthias Frank wrote:
>
>> Alexander Burger schrieb:
>>> Matthias Frank wrote:
>>>
>>>> Eine Formel 1 verbraucht ca. 800 - 1000 kWh auf 100 km ein Tesla müsste
>>>> um 350 km weit zu kommen mit ca. 15 kWh auskommen. Wer gewinnt, darüber
>>>> muss man eigentlich nicht diskutieren.
>>> der Wirkungsgrad ist bei einem Elektroauto ein ganz anderer.
>>> Auch wird Energie zurückgewonnen beim Bremsvorgang usw.
>> Der Wirkungsgrad ist besser aber nicht 70 mal besser.
>
> leg einfach mal Deine Rechnung offen, dann kann man sehr leicht zeigen,
> wo Deine Fehler liegen. So ein Rennwagen bei der Formel 1 liegt unter 200
> Liter Verbrauch. Ein Elektrosportwagen benötigt etwa 1,6 Liter Benzin
> (Energieäquivalent) auf 100 km, wenn man das umrechnet. Also etwa ein
> Zehntel des Verbrauchs eines Benzinsportwagens.

Ein Formel 1 Wagen verbraucht ca 80 - 100 Liter auf 100 km, dass du
darauf nicht kommst zeigt ja nur deine Ahnung die du hast.

Ein Elektrosportwagen der ca. 16 kWh auf 100 km verbraucht kann nicht
mithalten mit einem Fahrzeug, welches 100 l also 1000 kWh verbraucht.
Das kann nicht sein weil es physikalisch unmöglich ist, dass ein Auto
dass ca 62.5 mal weniger verbraucht, genauso schnell fährt, selbst wenn
der Wirkungsgrad das E-Motors 10 mal besser ist (was er nicht ist).

>
> Man könnte auch so rechnen: Im Vergleich braucht ein Elektro-Formel-1 Wagen
> vermutlich weniger als 20 Liter Sprit.

Du bekommst in ein Tesla Batterie ca. 35 kWh rein das sind ca. 3.5 liter
Benzin. Für die 20 l brauchst du also nach Adam Riese 5-6 Batterien.

>
> Man könnte sehr gut auch mit einem Range-Extender arbeiten: Also kleiner
> Benzin-Generator, der dann den Strom für den Elektromotor liefert. In dem
> Fall würde man sogar nur einen kleinen Akku brauchen. Nur so mal als
> Überlegung zu Euren Rechnungen.

Wo soll aus eine kleinen Motor die Leistung rauskommen?
Du brauchst am Schluss im Wagen die Leistung und wenn du keine Leistung
hast kannst du nicht so schnell fahren. Das ist einfachste Logik.
Und wenn du um den Faktor 10, 50 oder auch 70 drnnter liegst wird das
nichts.

Sorry ich lass es jetzt auch, weil du hast einfach Null Ahnung und bist
nicht fähig einfache Überschlagsrechnungen zu machen und ein
physikalisches System abzuschätzen.

MfG
Matthias

Matthias Frank

unread,
Jun 23, 2009, 10:05:40 AM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:

> Aber das ist sicher nicht einfach zu verstehen. da sollte man sich schon
> etwas mit Physik auskennen.
> Beim Verbrennungsmotor verschwindet die meiste Energie in der Abwärme,
> während beim E-Motor es fast keine Abwärme gibt. Der Motor wird gerade mal
> lauwarm und muss auch nicht gekühlt werden.
>

Und was ist mit deinem kleinen Verbrennungsmotor? Der hat 100%
Wirkungsgrad oder was? Junge du machst dich hier sowas von lächelich.
Lass es sein.

MfG
Matthias

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 10:22:51 AM6/23/09
to
Matthias Frank wrote:

> Alexander Burger schrieb:
>
>> Aber das ist sicher nicht einfach zu verstehen. da sollte man sich schon
>> etwas mit Physik auskennen.
>> Beim Verbrennungsmotor verschwindet die meiste Energie in der Abwärme,
>> während beim E-Motor es fast keine Abwärme gibt. Der Motor wird gerade
>> mal lauwarm und muss auch nicht gekühlt werden.
>>
>
> Und was ist mit deinem kleinen Verbrennungsmotor? Der hat 100%
> Wirkungsgrad oder was?

hatte ich oben geschrieben:


Ein Benzingenerator hat die Abwärme zwar auch, könnte aber ständig in der
Drehzahl mit dem besten Wirkungsgrad gehalten werden.

überdies wird Energie aus der Bremsenergie zurückgewonnen.
nennt man auch seriellen Hybrid.
Die sind eben sparsamer als ein reiner Verbrennungsmotor.

hier scheint es aber keine Fachleute zu geben ...

Gruß
Alex

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 10:42:46 AM6/23/09
to
Matthias Frank wrote:

> Alexander Burger schrieb:
>> Matthias Frank wrote:
>>
>>> Alexander Burger schrieb:
>>>> Matthias Frank wrote:
>>>>
>>>>> Eine Formel 1 verbraucht ca. 800 - 1000 kWh auf 100 km ein Tesla
>>>>> müsste um 350 km weit zu kommen mit ca. 15 kWh auskommen. Wer gewinnt,
>>>>> darüber muss man eigentlich nicht diskutieren.
>>>> der Wirkungsgrad ist bei einem Elektroauto ein ganz anderer.
>>>> Auch wird Energie zurückgewonnen beim Bremsvorgang usw.
>>> Der Wirkungsgrad ist besser aber nicht 70 mal besser.
>>
>> leg einfach mal Deine Rechnung offen, dann kann man sehr leicht zeigen,
>> wo Deine Fehler liegen. So ein Rennwagen bei der Formel 1 liegt unter 200
>> Liter Verbrauch. Ein Elektrosportwagen benötigt etwa 1,6 Liter Benzin
>> (Energieäquivalent) auf 100 km, wenn man das umrechnet. Also etwa ein
>> Zehntel des Verbrauchs eines Benzinsportwagens.
>
> Ein Formel 1 Wagen verbraucht ca 80 - 100 Liter auf 100 km, dass du
> darauf nicht kommst zeigt ja nur deine Ahnung die du hast.
>
> Ein Elektrosportwagen der ca. 16 kWh auf 100 km verbraucht kann nicht
> mithalten mit einem Fahrzeug, welches 100 l also 1000 kWh verbraucht.

ach, da liegt der Fehler: Du verwendest einfach den Brennwert.
Das ist natürlich Quatsch.

Deine ganze Rechnung ist damit falsch.


> Das kann nicht sein weil es physikalisch unmöglich ist, dass ein Auto
> dass ca 62.5 mal weniger verbraucht, genauso schnell fährt, selbst wenn
> der Wirkungsgrad das E-Motors 10 mal besser ist (was er nicht ist).

Du machst den Fehler oben, weil Du einfach den Brennwert in kWh umrechnest.

>>
>> Man könnte auch so rechnen: Im Vergleich braucht ein Elektro-Formel-1
>> Wagen vermutlich weniger als 20 Liter Sprit.
>
> Du bekommst in ein Tesla Batterie ca. 35 kWh rein das sind ca. 3.5 liter
> Benzin.

und damit fährt der eben 350 km weit.
Also etwas mehr als 1 Liter auf 100 km.
Unter Volllast sind es mehr, aber auch nicht extrem mehr.

> Für die 20 l brauchst du also nach Adam Riese 5-6 Batterien.

oder: eine Batterie mit zehnfacher Energiedichte, nicht wahr?
Warum sollte man in einen Formel 1 Auto auch Notebook-Akkus einbauen wie
beim Tesla, erklär mir das mal.
Beim Tesla darf es nicht so teuer werden.
Bei einem Formel 1 Auto könnte man auch die neuste Technik einbauen,
die sehr teuer ist und gerade aus den Forschungslabors kommt.
Die muß auch keine 100 000 km garantierte Laufleistung haben.

Habe gerade gelesen, dass man die Energiedichte bei Kondensatoren mit einer
neuen Oberflächenstruktur mehr als verhundertfachen konnte.

Warum sollte man solche Technik in der Formel 1 nicht einsetzen ?

>>
>> Man könnte sehr gut auch mit einem Range-Extender arbeiten: Also kleiner
>> Benzin-Generator, der dann den Strom für den Elektromotor liefert. In dem
>> Fall würde man sogar nur einen kleinen Akku brauchen. Nur so mal als
>> Überlegung zu Euren Rechnungen.
>
> Wo soll aus eine kleinen Motor die Leistung rauskommen?
> Du brauchst am Schluss im Wagen die Leistung und wenn du keine Leistung
> hast kannst du nicht so schnell fahren. Das ist einfachste Logik.

Du vergißt ständig die Wirkungsgrade.
Zudem wird bei der Formel 1 sehr viel gebremst, da wirkt die
Bremsenergierückgewinnung sicherlich beträchlich.
ok, kleiner Motor ist relativ.

> Und wenn du um den Faktor 10, 50 oder auch 70 drnnter liegst wird das
> nichts.

wenn Du nicht richtig rechnest, wird das sicherlich auch nichts.

Gruß
Alex

Dagmar Wolf

unread,
Jun 23, 2009, 10:55:09 AM6/23/09
to
Alexander Burger meinte
> Der Elektromotor ist kaum gr��er als ein Fu�ball und passt meist in die
> Radnabe. Getriebe entf�llt, Auspuffanlage entf�llt, K�hlung entf�llt. ABS

> usw. ist im Motor integriert. Ein solcher Elektro-Formel-1 Rennwagen muss
> �berhaupt nicht mehr Gewicht haben.

'tschuldigung, ich genie�e zwar die Diskussion als solches und bin auch
daf�r, gerade in F1 Zukunftstechnologien einzuf�hren und ausgiebig zu
testen, aber mir als Nicht-Technikerin gefallen die obigen Wiederholungen
von "entf�llt" �berhaupt nicht, weil f�r mich als Zuschauerin *entf�llt*
dann auch ein ganz wichtiger Faktor: der Sound. Oder gab es da schon Ideen,
wie man diesen erh�lt - im Sinne von Erhalten, Aufrechterhalten einer nicht
nur f�r Oldies wichtigen Ger�uschkulisse. E-Motor mit Turbo-Sound eventuell
:-)

Also, ich will die Diskussion nicht weiter unterbrechen, hatte ja auch
irgendwo k�rzlich einen Link hier gesetzt auf das E-Rennen am Lausitzring,
trotzdem ist der Sound recht wichtig f�r mich.
Gru�
Dagmar


Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 11:05:17 AM6/23/09
to
Dagmar Wolf wrote:

Also da hast Du wirklich ein echtes Problem angesprochen: Die Elektromotoren
haben echt keinen Sound mehr. Das ist nur noch so ein leises Surren, kein
Ton mehr. Das dürfte für Leute mit Benzin im Blut inakzeptabel sein. ;-)

Beim Lightning GT
http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT

bietet man Soundgeneratoren an, das heißt ein Soundcomputer und Lautsprecher
rund um den Bereich, wo früher der Verbrennungsmotor saß.
Es werden auch verschiedene Sounds angeboten, so dass man bei jeder Fahrt
ein anderes Feeling hat.

Aber ob das die echten Formel 1 Freaks jemals verkraften könnten?
ich weiß echt nicht ...

vielleicht könnte man den Sound ja auch über die Stadionlautsprecher
einspielen, halt so, dass es keiner merkt, Play-Back sozusagen ;-)

Gruß
Alex

Uwe Schickedanz

unread,
Jun 23, 2009, 11:13:23 AM6/23/09
to
On Tue, 23 Jun 2009 17:05:17 +0200, Alexander Burger
<alexande...@yahoo.de> wrote:

>Beim Lightning GT
>http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT
>
>bietet man Soundgeneratoren an, das heißt ein Soundcomputer und Lautsprecher
>rund um den Bereich, wo früher der Verbrennungsmotor saß.
>Es werden auch verschiedene Sounds angeboten, so dass man bei jeder Fahrt
>ein anderes Feeling hat.

Kann man da auch die Charakteristik umstellen? Spitz mit
Zweitaktsound, und Lanz-Bulldog als Alternative?

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 11:34:37 AM6/23/09
to
Uwe Schickedanz wrote:

> On Tue, 23 Jun 2009 17:05:17 +0200, Alexander Burger
> <alexande...@yahoo.de> wrote:
>
>>Beim Lightning GT
>>http://de.wikipedia.org/wiki/Lightning_GT
>>
>>bietet man Soundgeneratoren an, das heißt ein Soundcomputer und
>>Lautsprecher rund um den Bereich, wo früher der Verbrennungsmotor saß.
>>Es werden auch verschiedene Sounds angeboten, so dass man bei jeder Fahrt
>>ein anderes Feeling hat.
>
> Kann man da auch die Charakteristik umstellen? Spitz mit
> Zweitaktsound, und Lanz-Bulldog als Alternative?

wußte gar nicht, dass ein Ferrari so klingt.
Aber wenn es Dir gefällt, und Du das einen Supersound findest,
geht das natürlich auch.

Anmerkung: scheint ja so zu sein, dass so mancher Formel 1 Freaks nicht
gerade das absolute Gehör hat. Vielleicht doch zu oft zu nah an der
Rennstrecke gewesen ;-)

Gruß
Alex

Alfred Lönze

unread,
Jun 23, 2009, 11:53:13 AM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:


> hier scheint es aber keine Fachleute zu geben ...


Nach eigener Einschätzung niemand ausser Dir hm?
Eigentlich füttere ich keine ahnungslosen Trolle aber mach Dir mal
folgendes klar:

In einem durchschnittlichzen GP-Rennen verbraucht ein F1 Wagen ca. 200 -
220 Ltr. Benzin. Der Wirkungsgrad eines optimierten Verbrennungsmotors
beträgt ca. 35 - 40%. Entspricht wirkungsgradbereinigt roundabout 80
Ltr. Spritverbrauch (bei 100% Wirkungsgrad)

Jetzt erklär doch mal, wie Du 80 Ltr. hochoktaniges Super durch den
Inhalt einer Batterie substituieren willst. Davon abgesehen ist der
Wirkungsgradn eines E-Motors bei weitem nicht 100% und bei den nötigen
Leistungen, muss das Teil sogar gekühlt werden.

Also .. wie willst Du geschätze 700 - 800 KW/h speichern, ohne ein
Fahrwerk von MAN oder Scania zu verwenden? Wir reden hier von aktuellen
Fzg. Gewichten von knapp über 600 kg!

Matthias Frank

unread,
Jun 23, 2009, 11:59:20 AM6/23/09
to
Alfred Lönze schrieb:

> Also .. wie willst Du geschätze 700 - 800 KW/h speichern, ohne ein
> Fahrwerk von MAN oder Scania zu verwenden?

Er versteht das nicht. Ansonsten muss ich es aber sagen es heisst: kWh
;-)

MfG
Matthias

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 12:12:12 PM6/23/09
to
Alfred Lönze wrote:

Das ist doch alles Quatsch.

Nimm einfach ein Fahrzeug, das schon fährt und rechne damit weiter.
Ich denke, der Matthias Frank hat es nun auch schon langsam begriffen.

So ein Tesla braucht etwa 1,6 Liter (Äquivalent) auf hundert Kilometern bei
zügiger Fahrt.
Bei mäßiger Fahrt schafft der Tesla so etwa 350 km Reichweite mit einer
Akkuladung

Da spielt halt auch eine Rolle, dass Energie beim Bremsen zurückgewonnen
wird, dass man den Energieinhalt von Sprit nicht einfach seinem Brennwert
gleichsetzen kann usw. Letztlich zählt die kinetische Energie, die auf der
Straße landet, sonst nichts. Was beim Verbrenner davor alles passiert, ist
wenig interessant.

Selbst wenn Du den Verbrauch vom Tesla Faktor 10 rechnest,
dafür aber keine Notebook-Akkus wie beim Tesla nimmst, sondern
High-End-Akkus mit 10 bis 100 facher Energiedichte, während dem Rennen die
Akkus ein oder zweimal tauschst, ...
dann sollte eigentlich jedem klar werden, dass es funktioniert.

Gruß
Alex

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 12:14:12 PM6/23/09
to
Matthias Frank wrote:

eigentlich Joule.
Nur wer das halt nur vom Stromzähler her kennt ...

Gruß
Alex

André Grafe

unread,
Jun 23, 2009, 12:22:12 PM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:

Im Rennsport ist das ein Problem für die Fans, im allgemeinen
Straßenverkehr ist das aber ein echtes Problem für Fußgänger und
Radfahrer. Die nehmen die extrem leisen Elektrofahrzeuge deutlich später
war. Das passiert ja sogar bei modernen Straßenbahnen, die deutlich
leiser als die alten sind.

MfG, André

--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://setiathome.berkeley.edu/view_profile.php?userid=8745429
http://einstein.phys.uwm.edu/view_profile.php?userid=297088
http://www.boincstats.com/signature/user_1323769.gif

Matthias Frank

unread,
Jun 23, 2009, 1:20:28 PM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:

> Ich denke, der Matthias Frank hat es nun auch schon langsam begriffen.

Ich verwahre mich dagegen irgendwas begriffen zu haben von deinem
Geschreibsel aber das ist mir jetzt zu blöd. Da kann man auch
mit einer Wand reden.

MfG
Matthias

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 1:22:07 PM6/23/09
to
André Grafe wrote:

das stimmt schon. In USA haben schon Blindenverbände gegen den Einsatz von
E-Fahrzeugen protestiert. In China haben sich die Passanten wohl an die
E-Scooter gewöhnt und gehen nicht mehr 'nach dem Ohr' über die Straße. Aber
das Problem ist sicher lösbar, weil Geräusche kann man ja wirklich
erzeugen, wenn es darauf ankommt.

So gibt es eine Lösung z. B., dass bei E-Fahrzeugen in Fahrtrichtung mit
kleinem Winkel ein Ton rausgeschickt wird.

Nun gut, letztlich denke ich wirklich, dass man dafür geeignete Lösungen
finden wird.

Gruß
Alex

Alexander Burger

unread,
Jun 23, 2009, 1:27:19 PM6/23/09
to
Matthias Frank wrote:

Na zumindest hast Du oben den Rechnungs-Ansatz mit dem Tesla schon mal
richtig gemacht. Und wenn Du nachdenkst, wirst Du vielleicht selbst noch
einsehen, dass Deine Rechnungen schon im Ansatz falsch sind.

Wenn nicht: deshalb wäre es ja so wertvoll, bei der Formel 1 Elektroautos
einzusetzen. Die meisten können das wirklich nicht rechnen. Da braucht es
eine emotionale Überzeugung wie die Formel 1.

Und fast alle Hersteller wollen demnächst die E-Autos verkaufen.
z. B. Nachricht von heute:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,632060,00.html

Da muss erst mal richtig mit den Vorurteilen aufgeräumt werden. Über
Marketing wird das sicher teuer. Mit der Formel 1 wäre das vergleichsweise
günstig.

Gruß
Alex

Thomas Koller

unread,
Jun 23, 2009, 1:58:34 PM6/23/09
to
Alexander Burger <alexande...@yahoo.de> wrote:
> Matthias Frank wrote:
>> Alexander Burger schrieb:

>>> Ich denke, der Matthias Frank hat es nun auch schon langsam begriffen.
>>
>> Ich verwahre mich dagegen irgendwas begriffen zu haben von deinem

>> Geschreibsel aber das ist mir jetzt zu bl�d. Da kann man auch


>> mit einer Wand reden.
>
> Na zumindest hast Du oben den Rechnungs-Ansatz mit dem Tesla schon mal
> richtig gemacht. Und wenn Du nachdenkst, wirst Du vielleicht selbst noch
> einsehen, dass Deine Rechnungen schon im Ansatz falsch sind.
>

> Wenn nicht: deshalb w�re es ja so wertvoll, bei der Formel 1 Elektroautos
> einzusetzen. Die meisten k�nnen das wirklich nicht rechnen. Da braucht es
> eine emotionale �berzeugung wie die Formel 1.

Man sollte dich von einem F1-Team engagieren lassen, dann kannst du
denen endlich mal ein vern�nftiges KERS einbauen, selbst bringens das
irgendwie nicht auf die Reihe.

Das ginge ja schon in die Richtung, wobei die lediglich mal ein
bischen Bremsenergie wieder nutzen wollen, aber das ist schon zu
schwer um einen echten Vorteil zu bekomme.

Die werden dich mit Kusshand nehmen, wenn du ihnen deine superleichten
Spezialbatterien einbaust.

Tom

Uwe Schickedanz

unread,
Jun 23, 2009, 2:04:48 PM6/23/09
to
On Tue, 23 Jun 2009 17:58:34 +0000 (UTC), Thomas Koller
<tko...@gmx.at> wrote:

>Die werden dich mit Kusshand nehmen, wenn du ihnen deine superleichten
>Spezialbatterien einbaust.

Alternativ: Supraleiter unter der Fahrbahn, Energieübertragung über
Induktion.
Aber Vorsicht: nicht mit Arbeitsschutzschuhen herumlaufen.

Alfred Lönze

unread,
Jun 23, 2009, 2:26:57 PM6/23/09
to
Alexander Burger schrieb:


> eigentlich Joule.
> Nur wer das halt nur vom Stromzähler her kennt ...


Hast Du auch zahlenmässig etwas zum Thema beizutragen? Besonders zum
Thema Gewicht des Speichermediums würde ich gerne mal was qualifiziertes
von Dir hören.

Ansonsten ist mir das zu blöd, hier weiterzuschreiben -
erkenntnisresistente Klugscheisser kann man nicht aufklären und GMV
(gesunder Menschenverstand) scheint Dir völlig zu fehlen.

Josef Werner

unread,
Jun 23, 2009, 9:43:40 AM6/23/09
to
* Uwe Schickedanz wrote:

> On Tue, 23 Jun 2009 12:39:46 +0200, Alfred L�nze <Spam...@web.de>


> wrote:
>
>>Alexander Burger schrieb:
>>
>>> Der Tesla ist auch schon bei Le Mans Rennen gefahren.
>>
>>

>>M�sl, bist Du es?
>
> Der Gedanke dr�ngt sich auf...

Nein, denn dessen Dom�ne ist die Solarenergie. er kommt �ber Inode ins
Netz, ist Windowsuser und hat zu guter Letzt sicher kein Problem
damit, mit seinem richtigen Namen aufzutreten.

Mich nervt er ja manchmal auch, aber Feigheit w�rde ich ihm nicht
unterstellen.

--
Jo

Wolfgang Nick

unread,
Jun 23, 2009, 6:34:54 PM6/23/09
to

"Alexander Burger" <alexande...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag news:h1qv0k$un6$2...@online.de...

>> Er versteht das nicht. Ansonsten muss ich es aber sagen es heisst: kWh
>> ;-)
>
> eigentlich Joule.
> Nur wer das halt nur vom Stromzähler her kennt ...
>
Joule (J) und kWh (Kilowattstunden) sind beides Energieeinheiten.

1 J = 1 Ws oder andersrum:
1 kWh = 3,6 Mio. Ws = 3.600.000 J (=3,6 MJ)

und nur mal so nebenbei: Eine normale Autobatterie (12 V, 60 Ah) hat 720 Wh bzw. 0,72 kWh (gut, modernste Speichersysteme haben sicherlich ein besseres Energie/Gewicht-Verhältnis als der konventionelle Bleiakku)

oder zurück zur F1: KERS hat 400 kJ oder 0,111 kWh pro Runde. Die Gewichte für 700 - 800 kWh mag nun jeder selbst ausrechnen.

Dieselelektrische oder andere Hybrid-Antriebe sind sicherlich für normale Fahrzeuge interessante Alternativen zu den herkömmlichen Verbrennungsmotoren, auch weil man Bremsenergie besser wieder speichern kann, der Verbrennungsmotor immer im Optimalpunkt läuft und man wegen der weitaus flexibleren Elektromotoren ggf. auf ein Getriebe verzichten kann.

Ich denke, die heute verfügbare Technik passt noch nicht ganz zur F1. Aber was spricht dagegen, das Antriebskonzept freizugeben und vor allem das Nachtanken zu verbieten. Das "Vollgewicht" ist egal, nur das Leergewicht des Fahrzeugs muss einen Mindestwert überschreiten. Gibt es eine bessere Motivation für die Werke, an energieeffizienten Antrieben zu arbeiten?

Das passt natürlich nicht zu Budgetlimits - aber brauchen wir die wirklich in der "Königsklasse" des Automobilsports? Gerade wurde ein einzelner Fußballspieler für über 90 Mio verkauft, die Ablösesumme bei einem weiteren Wechsel soll 1 Milliarde betragen...

just my 2ct

Wolfgang

Matthias Frank

unread,
Jun 24, 2009, 5:21:17 AM6/24/09
to
Wolfgang Nick schrieb:

> Aber was spricht dagegen, das Antriebskonzept freizugeben und vor allem

> das Nachtanken zu verbieten. Das "Vollgewicht" ist egal, nur das Leergewicht

> des Fahrzeugs muss einen Mindestwert überschreiten. Gibt es eine bessere Motivation

> für die Werke, an energieeffizienten Antrieben zu arbeiten?


Das ist auch mein Vorschlag: Jedes Fahrzeug bekommt X Liter fürs Rennen,
wobei ob er die am Anfang dabei hat oder nachtankt ist ja auch egal.
Zumal wenn nicht nachgetankt wird bleibt nur Benzin. Wasserstoff oder
Strom usw. kann man nicht genug mitnehmen.

Zusätzlich kann man dann auch noch die Menge X um 10% pro Jahre
vermindern, dann haben die Teams auch Planungssicherheit.

MfG
Matthias

Horst Kollmuß

unread,
Jun 24, 2009, 10:19:00 AM6/24/09
to
Alfred Lönze meinte am 24.06.09:

> Mösl, bist Du es?

Könnte sein, da die Anhänger in /de/etc/fahrzeug/auto zu gering sind und
der Gegenwind zunimmt wird ein anderes Betätigungsfeld gesucht.
;->

servus...
Horst

Wanja Gayk

unread,
Jun 28, 2009, 7:47:43 AM6/28/09
to
Alexander Burger said...

> Der Elektromotor ist kaum größer als ein Fußball und passt meist in die
> Radnabe.

Selbst wenn sie mittlerweile recht leicht geworden sind, im Vergleich zu
einer heute ᅵblichen Magnesium-Felge wᅵren die ungefederten Massen bei
dieser Bauweise fᅵr die Formel 1 zu hoch. Sie sind selbst fᅵr normale
Autos schon grenzwertig, sprich: eigetlich nur fᅵr einen Kleinwagen mit
moderaten Fahrleistungen geeignet, dort sind sie eine passable Idee, um
vor allem die Mᅵglichkeiten zu Gestaltung des Fahrgastraumes neue
Freiheiten zu bekommen. Fᅵr sportliche Fahrzeuge, also welche mit denen
du wirklich schnell um die Kurve willst, setzt du lieber einen Motor an
das gefederte Ende der Achse.

Versteh mich nicht falsch, ich bin ein Fan von Elektroautos, gerade seit
des den Tesla gibt, aber du musst nun einfach mal das Gewicht des Tesla
oder mit dem eines Lotus Elise vergleichen, denn im Prinzip ist der
Tesla eine Elektro-Elise. Der Tesla wiegt 1220 Kilogramm, die Elise
(Series 2) um die 850-900 kg. Tesla gibt etwa 350 Kilometer Reichweite
an, wohlgemerkt bei sehr moderater Fahrweise, wenn man es fliegen lᅵsst,
sollen es nur noch um die 200 Kilometer sein.
Der Dodge Circuit EV wiegt etwa 1200 Kilogramm, der Lotus Europa S, auf
dem er basiert, wiegt etwa 1000 Kilogramm, Dodge gibt etwa 240 Kilometer
Reichweite an - zu wenig fᅵr ein Formel-1-Rennen und auch das nur bei
moderater Fahrweise.
Es ist also schlecht wegzudiskutieren, dass EV derzeit noch schwerer
sind.

Sehen wir uns nun mal die Zeiten an, die von einem halbwegs
ernstzunehmenden Fahrer (The Stig) auf dem Lotus Testgelᅵnde gefahren
wurden:
1:27.2 - Tesla Roadster
1:28.2 - Lotus Elise Sport 190
Sieht fᅵr das E-Auto gut aus - allerdings nur solange man es nicht mit
der "besseren Elise" vergleicht, dem Exige (eigentlich ne Elise auf
Speed) mit etwa 880 kg Gewicht:
1:25.1 - Lotus Exige S

Setzt man nun mal 300 Kilometer als Renndistanz an, alo etwa ein drittel
mehr, als bei der Fahrweise derzeit mᅵglich ist, darf man annehmen, dass
das E-Auto noch schwerer wᅵrde, richtig? Nunja.. was wird dann wohl mit
der Rundenzeit passieren?

Formelwagen haben auᅵerdem noch andere Parameter, die hier ins Gewicht
fallen, so ist der Luftwiderstand sehr viel hᅵher als bei normalen
Autos: Ein BMW 5er hat einen cw-Wert von etwa 0.3, ein Formel 1 hat
einen cw-Wert von etwa 1,2! Schlimmer noch: der Luftwiderstand steigt
quadratisch mit der Geschwindigkeit. Deswegen hat so ein F1 auch 800 PS
und dennoch "nur" um die 300 Km/h Endgeschwindigkeit, die man mit 400 PS
starken, aber windschnittigeren Sportwagen ebenfalls erreicht.
Fᅵr den E-Motor ist das schlecht: er hat ein mit steigender Drehzahl
sinkendes Drehmoment. Fᅵr ein Formelfahrzeug werden die Batterien also
noch mehr Energie speichern mᅵssen als fᅵr normale Fahrzeuge.

Formelfahrzeuge sind wegen der Aerodynamik, sehr anfᅵllig fᅵr Roll-und
Nickbewegungen, welche mit steigendem Gewicht verstᅵrkt werden. Dies ist
etwas, was man bei normalen Autos von der Straᅵe praktisch gar nicht hat
und das ist ein groᅵer Stein im Puzzle, welches ergibt, dass in der
Formel 1 ein Kilogramm Gewicht eine satte Zehntel Sekunde pro Runde
kostet.

In der Summe ergibt sich, meines Erachtens, dass ein rein elektrisches
Formelfahrzeug derzeit keine Chancen hᅵtte.


Was ist nun mit dem Hybridantrieb?

Der serielle Hybridantrieb, ist meiner Meinung nach in Straᅵenfahrzeugen
die Lᅵsung fᅵr die nᅵhere Zukunft: ein kleienr Motor, der immer im
optimalen Drehzahlbereich dreht, sorgt fᅵr ausreichend Reichweite im
Fernverkehr, ein mittelgroᅵer Akku sorgt fᅵr ausreichend Reichweite im
Nahverkehr (um die 50 Kilometer, in dem der Groᅵteil der Fahrten
geschieht), so dass der Hilfsmotor nur anspringen muss, wenn man mal ein
paar Stᅵdte weiter fᅵhrt.
Fᅵr Leute, die permanent Langstrecke fahren, wo also der Generator fast
permanent lᅵuft, bringt das nicht ganz so viel - auf der Autobahn dᅵrfte
der Vorteil am geringsten sein, auf der Landstraᅵe, wo du ᅵber das
gesamte Drehzahlband des Motors drehst schon eher: Ein Verbrennungsmotor
hat ja nun ein relativ begrenztes Fenster in dem er einen optimalen
Wirkungsgrad hat. Der moderne aufgeladene Downsizing-Motor mit etwa 1.4
bis 1.6 Liter Hubraum sieht da noch am besten aus, liegt aber nicht in
der Leistungsklasse, die man sich in der F1 oder bei einer schweren
Limousine (bei der das Konzept wohl nicht so einfach funktionieren soll)
wᅵnscht. Von daher hat der serielle Hybrid auf der Landstraᅵe und in der
Stadt ganz klar den grᅵᅵten Vorteil. So kommen dann auch diese
traumhaften Verbrauchswerte heraus - die Fahrzyklen die solchen Tests
zugrunde liegen haben einen gewissen Anteil Stadt und Landstraᅵe, selbst
wenn die Fahrweise noch moderat ausfᅵllt). Deswegen ist das Gewicht des
Verbrennungsmotors bei einem seriellen Hybrid von besonderer Bedeutung,
der Wankelmotor wird in der Bauweise durchaus wieder zur Alternative,
auch wenn er ein wenig mehr verbraucht: man schleppt weniger mit sich
rum und im optimalen Drehzahlbereich ist sein Verbrauchsnachteil zum
Diesel nicht so riesig.
Der leistungsverwzeigte, parallele Hybrid wie beim Prius ist IMO das
schlechteste Konzept: Der Verbrennungsmotor arbeitet praktisch nie im
optimalen Drehzahland und wird durch ein Getriebe (was Wirkungsgrad
kostet und Gewicht bring) mit dem E-Motor verheiratet.
Aber ich schweife ab...

Ist der serielle Hybrid was fᅵr die F1? IMO eher als ein rein
elektischer Antrieb. Es gᅵbe aber Unterschiede: der reine Akkubetrieb
wᅵre in dem Formelfahrzeug recht sinnlos, der "Range Extender" wᅵre kein
Range Extender, sondern ein permanent laufender Generator. Der Akku
diente nur als Puffer fᅵr die Rekuperation. Es bliebe also beim Gewicht,
ein wichtige Punkt! So ein F1-Getriebe und eine F1-Kupplung sind sehr
leicht, wenn die fehlen ist der Gewichtsunterschied nicht so groᅵ, wie
er bei einem Serienfahrzeug wᅵre. Der Generator mᅵsste genug Leistung
entwickeln, damit nach einer Runde genug Saft im Akku wᅵre, dass der
Akku nicht am Ende einer Geraden nicht schlapp machte. Also keine 800
Pferdchen, aber bestimmt so um die 300-400, je nach Strecke (in
Silverstone z.B. wird kaum gebremst, dort hat man nicht viel von
Rekuperation). Ein Wankel erscheint wegen des guten Leistungsgewichts
fᅵr diesen Einsatzzweck optimal, es stellt sich dennoch die Frage ob der
hᅵhere Spritverbrauch des Motors gegenᅵber eines Turbodiesels nicht den
Vorteil auffressen wᅵrde.
So ein Formel-1-Motor ist wie das Getriebe ein tragendes Teil, das darf
man nicht vergessen. Die Kombination Generator+Elektromotor mᅵsste
ebenfalls tragend sein, ein Rahmen wᅵrde zu viel wiegen und ist auch fᅵr
einen schnellen Austausch nicht sehr geeignet. Ob das so einfach zu
bewerkstelligen ist, vor allem wenn es leicht sein soll? Hm, gute Frage!
ich denke es wᅵre mᅵglich.
Das Problem bei einem seriellhybriden Formelfahrzeug: Das Experiemtieren
der Hersteller hier ein gutes Konzept zu finden wᅵre sehr teuer und geht
genau dem entgegen was man derzeit in der F1 will: Kosten sparen.
Auch solche Fahrzeige in der F1 zuzulassen ginge gegen den Wunsch der
Hersteller ein einheitliches und sehr eindeutiges Reglement zu haben.
Sie regen sich ja schon ᅵber den Vorschlag auf den Cosworth hᅵher drehen
zu lassen.

Also wenn Formelsport mit seriellen Hybriden, dann in einer eigenen
Klasse. Das finde ich eine gute Idee, denn dort kᅵnnen zunᅵchst Tᅵftler
ran und wenn die in Regionen vorstoᅵen, die in der F1 interessant
werden, werden sich dort auch Werke engagieren. Leider bleibt bei einer
Tᅵftler-Formel immer der Beigeschack der alten F1: Sicherheitsstandards.
Hohe Sicherheitsstandards kosten sehr viel Geld und das haben Tᅵftler
nicht.


Gruᅵ,
-Wanja-

Ein paar Quellen:
> http://en.wikipedia.org/wiki/Top_Gear_Test_Track
> http://doenni.net/Facharbeit.pdf
> http://www.heise.de/autos/Druck-Erzeugnis-wie-Downsizing-Motoren-sparsam-macht--/artikel/s/6105
> http://www.heise.de/autos/Wankel-Mut-Verbrennungsmotoren-in-Range-Extender-Antrieben--/artikel/s/7601


--
"Drivers are just interchangeable light bulbs - you plug them in and
they do the job" [Teddy Mayer, McLaren]

Wanja Gayk

unread,
Jun 28, 2009, 7:51:34 AM6/28/09
to
=?UTF-8?B?QWxmcmVkIEzDtm56ZQ==?= said...

> Alexander Burger schrieb:
>
> > Der Tesla ist auch schon bei Le Mans Rennen gefahren.
>
>
> Mösl, bist Du es?

Geplagter Heise-Leser?

Gruᅵ,
-Wanja-

frank paulsen

unread,
Jun 29, 2009, 7:38:33 AM6/29/09
to
Wanja Gayk <brixo...@yahoo.com> writes:

> Selbst wenn sie mittlerweile recht leicht geworden sind, im Vergleich zu

> einer heute �blichen Magnesium-Felge w�ren die ungefederten Massen bei
> dieser Bauweise f�r die Formel 1 zu hoch. Sie sind selbst f�r normale
> Autos schon grenzwertig, sprich: eigetlich nur f�r einen Kleinwagen mit

> moderaten Fahrleistungen geeignet, dort sind sie eine passable Idee, um

> vor allem die M�glichkeiten zu Gestaltung des Fahrgastraumes neue
> Freiheiten zu bekommen. F�r sportliche Fahrzeuge, also welche mit denen

> du wirklich schnell um die Kurve willst, setzt du lieber einen Motor an
> das gefederte Ende der Achse.

ganz grundsaetzlich sind radnabenmotoren natuerlich verglichen mit
rennfelgen bockenschwer, aber mit dem Lancer Evolution MIEV hat
Mitsubishi schon vor jahren gezeigt, dass 'Kleinwagen' sicher nicht der
einzige denkbare einsatzbereich ist.

was einem einsatz auf der strasse noch entgegensteht ist die nicht-
zulassungsfaehigkeit elektrischer bremsen, und natuerlich die tatsache,
dass die bremsleistung wesentlich hoeher als die beschleunigungsleistung
sein muss, um irgendwie mit konventionellen fahrzeugen konkurrenzfaehig
zu werden.

--
frobnicate foo

Matthias Frank

unread,
Jun 29, 2009, 9:35:48 AM6/29/09
to
frank paulsen schrieb:

> was einem einsatz auf der strasse noch entgegensteht ist die nicht-
> zulassungsfaehigkeit elektrischer bremsen, und natuerlich die tatsache,
> dass die bremsleistung wesentlich hoeher als die beschleunigungsleistung
> sein muss, um irgendwie mit konventionellen fahrzeugen konkurrenzfaehig
> zu werden.
>

Na ja das ist je ein reines Konstruktionsproblem, dass man irgenwo,
noch ganz normale Scheibenbremsen anbaut.

MfG
Matthias

frank paulsen

unread,
Jun 29, 2009, 3:39:37 PM6/29/09
to
Matthias Frank <ciba-fr...@web.de> writes:

es sind ja welche drin, aber das ist halt eine relativ knifflige
angelegenheit, die da (renntauglich) zu kuehlen, bzw. andererseits im
strassenverkehr die bremsleistung zu regulieren.

ziel dieser installation ist ja nun _auch_ das generatorische bremsen
mit dem nabenmotor, sonst wuerde man da einen guenstigen asynchronmotor
und drehstrom verwenden.

nur muss man zum erreichen der optimalen generatorischen leistung bei
gleichzeitig bestem bremsverhalten halt wirklich die bremse elektrisch
betaetigen, und das ist nach aktueller gesetzteslage in fast allen
laendern, die zweikreisbremsanlagen vorschreiben, noch ungeloest.

ich halte das aber nicht fuer grundsaetzlich unloesbar, und gehe davon
aus, dass die Mitsubishi-jungs da in ein, zwei jahren was taugliches auf
die beine stellen. die relativ geringe leistung der nabenmotoren von nur
je 50kW ergibt sich ja auch nur aus japanischen ueblichkeiten, technisch
ist problemlos das doppelte erreichbar, ohne sonderlich viel aufwand mit
den magneten zu treiben.

--
frobnicate foo

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