> dass der Arcus über 20 m/s (vmax 113 km/h)
> mit normalem aktiven Ausleiten (innen freigeben, Gewicht und Bremse auf die
> Außenseite) nur sehr schwer zu überreden ist, die Spirale zu verlassen.
Was heisst sehr schwer .... bei solchen Spiralen können Steuerkräfte
auftreten, die jenseits von Gut und Böse liegen. Ich habe von Piloten
gehört (auch Wettkampfflieger), die zum Ausleiten solcherb Spiralen
(allerdings mit nem Proto) beide Hände auf der Aussenseite benötigten, um
überhaupt noch irgendetwas zu bewirken.
> Nun
> gab es im Forum mehrfach auch die Empfehlung, beidseitig anzubremsen.
Was soll das bringen? Die Aussenseite muss erstmal verlangsamt werden, da
ist die innere Bremse völlig egal. Wenn man dann wieder in normale
Sinkbereich kommt und die Spirale ausleitet, dann muss man natürlich mit
beiden Bremsen entsprechend der Schirmreaktion arbeiten.
> Kann es sein, dass trotz der grossen Dynamik in der Spirale ein Nickmoment
> erzeugt werden kann (abwärts und durch die Fliehkraft dann auch seitliches
> Rollen), welches den Schirm wieder herausbringt?
Verstehe ich nicht. Abwärtsnickmoment? Wie will man da noch Nicken?
Das seitliche Einrollen kommt vor, ist aber nicht schlimm, da die
Aussenseite weniger stark belastet ist.
FAZIT: Einen Spiralsturz durch kräftiges Anbremsen aussen stoppen und
wieder in die normale Spirale übergehen (kann 2 Kreise dauern), dann
normal ausleiten und nachdrücken ...
Jan
>FAZIT: Einen Spiralsturz durch kräftiges Anbremsen aussen stoppen und
>wieder in die normale Spirale übergehen (kann 2 Kreise dauern), dann
>normal ausleiten und nachdrücken ...
>
>Jan
Hallo!
Mal ne Frage, ich bin noch nie eine echte Spirale geflogen, was hat
man denn unter einem Spiralsturz zu verstehen?
Ich kenne eine Methode um in die Spirale reinzukommen ( Wingover und
eine Seite gezogen halten), da "stürzt" man auch in die Spirale, aber
das scheint auch kein Spiralsturz zu sein.
Gruß Tilmann
>
> Mal ne Frage, ich bin noch nie eine echte Spirale geflogen, was hat
> man denn unter einem Spiralsturz zu verstehen?
> Ich kenne eine Methode um in die Spirale reinzukommen ( Wingover und
> eine Seite gezogen halten), da "stürzt" man auch in die Spirale, aber
> das scheint auch kein Spiralsturz zu sein.
Sers,
wenn man eine Spirale > 17 m/s fliegt, geht das eigentlich nur im
Spiralsturz. Dabei stellt sich der Schirm mit der Eintrittskante nach
unten und dreht um sich selbst (fast jedenfalls), quasi um eine Achse,
die vorne in der Mitte der EIntrittskante reingeht und hinten wieder
austritt. Bei ner Standardspirale ist der Schirm ja eher schräg und
fliegt mehr einen Kreis.
Die Methode, die Du beschreibst (WO und dann rein) kann man hervorragend
benutzen um sehr schnell (ca. 1/2 Umdrehung) in die Spirale zu kommen.
Wenn man sie so hastig einleitet, geht man durchaus sofort in den Sturz,
ohne sich mit einer 10 m/s Spirale aufzuhalten. Ist die ungemütliche
Variante. Langsamer werden die Spiralen, wenn man sich 2 Kreise zeit
lässt. Probier es mal aus. Auch die Stärke der Gewichtsverlagerung beim
Einleiten beeinflusst die Einleitegeschwindigkeit stark. Wenn man sich
voll auf die Seite wirft und den Schirm stark "in die Spirale würgt"
(ACHTUNG: Trudelgefahr), dann geht das auch recht flott und man braucht
den WO nicht.
Jan
>> Nun
>> gab es im Forum mehrfach auch die Empfehlung, beidseitig anzubremsen.
>
>Was soll das bringen? Die Aussenseite muss erstmal verlangsamt werden, da
>ist die innere Bremse völlig egal. Wenn man dann wieder in normale
>Sinkbereich kommt und die Spirale ausleitet, dann muss man natürlich mit
>beiden Bremsen entsprechend der Schirmreaktion arbeiten.
Natürlich funktioniert beidseitiges Anbremsen, um den Schirm von einer
Hammerspirale in eine normale Spirale rauszubemsen. Wenn der Schirm
komplett auf der Nase steht und sich (fast) um die Achse dreht, musst
du sogar beidseitig anbremsen, damit die Innenseite nicht entlastet.
Was dann passiert, ist eh klar; der Schirm wird langsamer, dadurch
wird die Rotation langsamer, die Sinkgeschwindigkeit nimmt ab und der
Schirm fängt an, sich aufzurichten. Dann kann man normal ausleiten.
Von Nicken kann man in dem Zusammenhang nicht sprechen.
Tobi
>Die Methode, die Du beschreibst (WO und dann rein) kann man hervorragend
>benutzen um sehr schnell (ca. 1/2 Umdrehung) in die Spirale zu kommen.
>Wenn man sie so hastig einleitet, geht man durchaus sofort in den Sturz,
>ohne sich mit einer 10 m/s Spirale aufzuhalten.
Du verschweigst allerdings bei der Methode, dass du vorher WO fliegen
musst. In Situationen, wo man eine Spirale "braucht", hat man selten
Lust, vorher noch WO zu fliegen. /me macht es dann meistens so, dass
ich eine Seite sehr stark anbremse und in dem Moment, wo ich merke,
dass die Strömung abreisst, leicht nachgebe. Gleichzeitig (mit dem
Nachgeben) verlagere ich das Gewicht dann komplett auf die gebremste
Seite. Der Schirm kippt dann sofort nach innen weg und ist innerhalb
einer Umdrehung in einer schönen Spirale.
Tobi
Nö, braucht man nicht. Wenn man das Gewicht mit Elan reinschmeist und
gleichzeitig voll anbremst, geht das auch ohne. Vielleicht Schirm
abhängig.
Jan
>>FAZIT: Einen Spiralsturz durch kräftiges Anbremsen aussen stoppen und
>>wieder in die normale Spirale übergehen (kann 2 Kreise dauern), dann
>>normal ausleiten und nachdrücken ...
>Mal ne Frage, ich bin noch nie eine echte Spirale geflogen, was hat
>man denn unter einem Spiralsturz zu verstehen?
Hallo Til,
da hat unser Fachmann "Jan" wohl etwas Verwirrung gestiftet. In eine
Spiralsturz gerät der Schirm normalerweise unkontrolliert z.B. durch
einen großflächigen Einklapper oder Verhänger. Dieser Spiralsturz läßt
sich durch Gegenbremsen meist nur noch dämpfen, aber nicht mehr
ausleiten und sollte dann rasch zum Griff nach dem Retter führen.
Beste Grüße Guido
--
mailto:sch...@sob-online.net
http://users.sob-online.net/~scholz/
Oh, ich sehe eine große Diskussion am Horizont.
Meiner Meinung nach ist das was du da sagst Quatsch.
Ich bringe dir meinen Axon völlig kontrolliert auf die Nase.
Wenn Du Sinkwerte > 18 m/s haben willst, blaibt einem nichts anderes
übrig. Man kommt in den Sturz, wenn man schnell einleitet ( <1 Umdrehung)
> Dieser Spiralsturz läßt
> sich durch Gegenbremsen meist nur noch dämpfen, aber nicht mehr
> ausleiten und sollte dann rasch zum Griff nach dem Retter führen.
Wenn ich mal drin bin, komme ich auch ohne Probleme wieder raus.
Die Aussenbremse muss dann resolut gebremst werden.
Es soll aber tatsächlich Schirme geben, bei denen der Zug auf der
Aussenbermse derart groß ist, dass man nicht mehr rauskommt. Dann bleibt
die Rettung als letzte Möglichkeit.
Mit dem Axon ist es aber kein Akt ....
Sich auf Gegenbeiträge freuend.
Jan
> Wenn Du Sinkwerte > 18 m/s haben willst, blaibt einem nichts anderes
^^^^^^
"bleibt" meine ich
>... dann muss man natürlich mit beiden Bremsen ...
>... durch kräftiges Anbremsen aussen ...
>... Wenn man sich voll auf die Seite wirft und den Schirm stark "in die Spirale
würgt" ...
>... Seite sehr stark anbremse und in dem Moment, wo ich merke, dass die
Strömung abreisst, leicht nachgebe ...
>... Wenn man das Gewicht mit Elan reinschmeist und gleichzeitig voll anbremst
...
>... Die Aussenbremse muss dann resolut gebremst werden ...
Mir wird richtig mulmig, wenn ich mir vorstelle, dass jezt ein paar Leute
losziehen und das alles mal ausprobieren. Jeder Schirm reagiert individuell und
es gibt viele Einflussfaktoren, wie Flächenbelastung, Stellung zum Wind etc,
ganz abgesehen von den Fähigkeiten und der Belastbarkeit des Piloten.
Patentrezepte sind hier IMO fehl am Platz.
Ich ziehe es vor, meine eigene Methode mit jedem neuen Schirm schön vorsichtig
herauszufinden und allmählich zu verbessern.
TCOY
Josef
> es gibt viele Einflussfaktoren [snip} Stellung zum Wind
^^^^^^^^^^^^^^^^
Das meinst Du nicht ernst, oder?
Denk noch mal genau drüber nach, was du da geschrieben hast. Und wenn Dir
dein Fehler nicht auffällt, dann belege nochmal einen Schnupper /
Grundkurs .....
Jan
PS: Ansonsten gibt es morgen eine Einführung in "Gleitschirm Aerodynamik
Teil 1"
Thema stabil:
Ab 16m/s bleibt fast jeder Schirm stabil, bei 20m/s kann man jede Wette drauf
abschließen. Stabil heißt, ich kann die Innenbremse fatzen lassen und den
Gameboy rausholen, der Schirm spiralt weiter bis auf Grund.
Thema Ausleitung stabil:
Die Innenbremse ist heibei mitnichten absolut unwichtig, ich hab´s schon mit der
Jan-Methode probiert (außen runter, innen rauf) und damit - mal absichtlich, mal
unbeabsichtigt - äußerst unansehnliche Ergebnisse erzielt. Daß Timing zum
Nachbremsen bei so einer Aktion aus einer >16m-Spirale - und es geht schon wenn
man´s mal raus hat - stellt meiner Ansicht nach den Großteil aller Piloten,
selbst mit Spiralerfahrung vor eine fast unlösbare Aufgabe. Man muß nämlich
schon während man noch in der Spirale ist mit dem Innen-Nachbremsen anfangen und
das deutlich.
Deswegen halte ich die Methode 'beidseitiges Anbremsen' - und zwar richtig hart
- für die einzig vernünftige in derartigen Situationen. Selbst hier muß man noch
recht fix beim Nachbremsen sein, oder zumindest mit dem sonst zu erwartenden
Wegsteigen und Vorschießen gut umgehen können.
Man kann sich allerdings auch absolut drauf verlassen, daß dies dann auch
funktioniert, weshalb ich immer empfehle, solche Situaionen mal zu trainieren,
bei vorsichtigem Herantasten versteht sich, am besten beim ST. Im Extremfall,
wenn beidseitiges Bremesen wirklich nicht hilft (zwei Runden abwarten, der
Schirm braucht hier Zeit), kann man dann immer noch zusätzlich die Innenbremse
langsam lösen.
Thema Einleitung:
WO kann man hierzu benutzen, wenn man harte g´s abkann. Unbedingt barauchen tut
man sie definitiv nicht, wie bereits diskutiert.
Gewicht voll auf die Innenseite, dann die Innenbremse langsam Ziehen - moderne
Schirme gehen hier innerhalb 1er bis 11/2 Umdrehungen rein, meiner sogar schon
bei 50% Innenbremse.
Im Gegenteil, man sollte hier sogar noch drauf achten, daß der Schirm nicht zu
stark auf die Nase geht mit den entsprechenden Sinkspeeds. Deshalb bremst man in
jedem Fall gleich bei der Einleitung (wenn er reinkippt) die Außenseite mit an,
mindestens die Bremse auf deutlichen Zug bringen, bei meinem Schirm kann ich
sogar über 50% außen anbremsen und das Ding geht bei schneller Einleitung immer
noch über 14m/s ab.
bfz schrieb:
> Nun gab es im Forum mehrfach auch die Empfehlung, beidseitig anzubremsen. Nun
> meine Fragen dazu:
> - Bei welchem ST wird diese Methode empfohlen?
Bei eigentlich allen vernünftigen ST´s. Nur lehren diese teilweise, immer erst
die Innenbremse zu lösen, wenn er dann stabil bleibt, beidseitig anbremsen.
Meiner ansicht nach, kann man Spiralen grundsätzlich aktiv ausleiten (also
beidseitig anbremsen), man verschenkt so nicht unnötig Höhe, nur um
festzustellen "Man, er is´ wirklich stabil". Das kann ich bei mehr als 16m/s
auf´m Vario auch gleich schlußfolgern.
Gruß,
Fangt bloß nicht schon wieder damit an!
Falls irgendwer Interesse an der 111-Postings-Diskussion über die
"Spirale bei Talwind" hat, kann ichs ihm gern als Zip zuschicken. Habs
extra aufgehoben; ist echt lesenswert.
--
**** Die andere Site ****
(mit den anderen Links)
http://home.t-online.de/home/andyangerer
Tilmann Weinnoldt schrieb:
>
> Mal ne Frage, ich bin noch nie eine echte Spirale geflogen, was hat
> man denn unter einem Spiralsturz zu verstehen?
Der Unterschied zwischen einer Spirale & einem Spiralsturz ist das
Ausmaß an Kontrolle des Piloten.
Eine Spirale endet in einer Ausleitung, ein Spiralsturz endet an der
Reserve oder im Erdreich.
Grob gesagt.
Das ist mit großem Abstand der beste Tip in dem Zusammenhang!
Mit der Betonung auf *schön vorsichtig". Jede Spirale nur soweit
reinziehen, wie man sie *völlig* unter Kontrolle hat. Das heißt, exakt
dosieren & mühelos ausleiten kann. *Erst dann* ein *ganz klein wenig*
weiter reinziehen, & dann sofort wieder raus! Dann erst mal üben, dieses
"klein wenig mehr" zu kontrollieren. Usw, usf....
Das kann durchaus bedeuten, daß man die Übungen mit Vollkreisen mit 5
oder 6 m/sec Sinken anfängt.
Es einfach mal zu probieren, hat einer Freundin von mir schon ein
gebrochenes Brustbein eingebracht. Sie ist damals ungebremst in der
15m-Spirale im Hang detoniert. Wären die Bäume nicht so günstig
gestanden & so weich gewesen, hätte man für sie vermutlich keine Ärzte
mehr gebraucht, sondern nur noch Schaufel & Besen....
Au ja, schick mir den Reißverschluß.
Mich*hat noch keiner von Euch fliegen sehn*ael
--
Zwei Bereiche hat das Waldsterben leider nicht erfasst: den
Paragraphendschungel und den Schilderwald.
Hab ich eine Definition falsch verstanden? Ich dachte einen Sturz nennt
man die Spirale, wenn man voll auf der Nase steht und es im Grunde keine
Aussen und Innenseite mehr gibt.
Das wäre gleich meine nächste Frage: Wenn man im (kontollierten) Sturz
ist, warum kann man immer noch von einer "Aussenseite" sprechen, durch
dreen Anbremsung man wieder rauskommt....
Wenn man sich den Spiralsturz im Film anguckt, gibt es für mich keinen
Unterschied zwischen aussen und Innenseite
Gruß
Jan
Jan Geisler zweifelt:
> > es gibt viele Einflussfaktoren [snip} Stellung zum Wind
> ^^^^^^^^^^^^^^^^
> Das meinst Du nicht ernst, oder?
Doch.
Ungeachtet der objektiven Gegebenheiten in Relation zu der mich umgebenden
Luftmasse und über Grund, habe ich beim Fliegen oft das *subjektive* Gefühl,
dass der Schirm in die eine Richtung willig und zügig dreht und in die andere
zäh und verzögert (und das liegt nicht daran, dass ich Rechtshänder,
Linksträger oder schief gewickelt bin). Wenn ich versuche, wie in einigen
Postings vorgeschlagen, mich so richtig knackig in die Spirale zu schmeissen,
dann ist dabei die Gefahr grobmotorisch zu überziehen auf beiden Seiten
unterschiedlich.
Bei gutmütigen Tüten vieleicht kein grosses Problem, es gibt aber auch
Dinger, da reisst die Strömung ohne grosse Vorwarnung einseitig ab. Das gibt
auch eine prima Spirale, nur verkehrtrum. Es soll, ja Leute geben, die merken
das nichtmal, die brauchen dann nur zum Ausleiten auch besondere Tricks. ;-)
Anyway, mir ist ziemlich wurscht, wie man das besagte Einseitigkeitsphänomen
wissenschaftlich exakt begründet, ich fliege einfach lieber mit Gefühl, als
nach Rezept.
TCOY
Josef
Einleitung:
Alle Schirme die ich bisher spiralt habe, gingen in starker Thermik
schlechter in die Spirale als in ruhiger Luft. Aber genau dort, im 6-m-Bart
30 m unter der Basis, braucht man ja die Spirale, und zwar ziemlich rasch.
WO muss nicht sein, ein einmaliges Aufschaukel reicht völlig. Das geht zum
einen wesentlich schneller, zum anderen gibt das ein besseres Gefühl, weil
man nicht so stark auf die Bremse muss.
Sinkgeschwindigkeit:
Die Aussenbremse bleibt solange offen, bis der Schirm beschleunigt. Wenn's
einem mit der Fliehkraft reicht muss man nur aussen soweit bremsen bis man
nicht weiter beschleunigt. Die Sinkgeschwindigkeit lässt sich so beliebig
einstellen, je nach dem was man will und was man verträgt.
Ausleitung:
Den Schirm langsam aus der Spirale rausbremsen: innen etwas nachgeben,
aussen deutlich mehr bremsen, abwarten bis der Schirm langsamer wird. Das
Ganze wiederholen. So kann man, über mehrere Umdrehungen verteilt, auch eine
massive Spirale auf 10 m/s runterbremsen. Irgendwann fällt der Schirm dann
aus der Spirale raus und will geradeaus fliegen. Genau in diesem Punkt macht
man die Aussenbremse ganz auf, (nachbremsen braucht man kaum da die
Innenbremse ist ja noch gezogen ist), fliegt noch einen halben Kreis und hat
die Spirale butterweich verlassen.
Diese Ausleitung funktioniert immer, auch mit fremden Schirmen, während die
Methode "Innenbremse auf und bei Spiralende wieder nachbremsen" zu schnell
ausleitet und in 2 von 3 Fällen zu kernigen Pendlern führt.
2-g-Grüsse
Ulrich
>
> Ungeachtet der objektiven Gegebenheiten in Relation zu der mich umgebenden
> Luftmasse und über Grund, habe ich beim Fliegen oft das *subjektive* Gefühl,
> dass der Schirm in die eine Richtung willig und zügig dreht und in die andere
> zäh und verzögert (und das liegt nicht daran, dass ich Rechtshänder,
> Linksträger oder schief gewickelt bin).
Das Gefühl kenne ich, ist aber absolut situationsabhängig und hat nix mit
dem Wind zu tun. Der ist dabei wirklich unwichtig (aber die Diskussion
lassen wir weg,denn die hatte wir ja schon bis zum Erbrechen)
> Wenn ich versuche, wie in einigen
> Postings vorgeschlagen, mich so richtig knackig in die Spirale zu schmeissen,
> dann ist dabei die Gefahr grobmotorisch zu überziehen auf beiden Seiten
> unterschiedlich.
> Es soll, ja Leute geben, die merken
> das nichtmal, die brauchen dann nur zum Ausleiten auch besondere Tricks. ;-)
Tja, wie ich meine Spiralen ausleite, weiss ich eigentlich nicht,
jedenfalls schiesst da gar nix (mehr - denn am Anfang hatte ich Mühe, die
Dinger suaber rauszuholen, bis der Knoten mal geplatzt ist).
>
> Anyway, mir ist ziemlich wurscht, wie man das besagte Einseitigkeitsphänomen
> wissenschaftlich exakt begründet, ich fliege einfach lieber mit Gefühl, als
> nach Rezept.
Geht mir ganz genauso. Deswegen beschreibe ich hier auch nur die Sahcne,
die ich mir so vorstelle, dass ich sie mache, wenn ich die jeweilige
Aktion fliege.
Fliegen ist eine Sache der Steuerdrücke, und nicht von 50% oder 70,5 %
oder 90° oder 10 Minuten oder sowas.
Wenn kein Druck da ist ziehe ich (wie etwa beim WO), und so weiter ....
Jan
Mal dumm gefragt mit offen bleiben meinst du im normalzustand, also
nicht angebremst?
Ich will das jetzt nicht nachmachen .... schon garnicht ohne Lehrer aber
verstehen will ich es dann doch.
Greetings
Carola
Genau!
> Ich will das jetzt nicht nachmachen .... schon garnicht ohne Lehrer aber
> verstehen will ich es dann doch.
Das ist der gute Ansatz. Erst unter fachkundiger Anleitung diese Dinger
ausprobieren. Am besten im Sicherheuitstraining mit Wasser und
Schwimmweste.
Jan
Deine Spiralmethode (innen stets gezogen zu halten und nach dem Beschleunigen
zusaetzlich aussen zu bremsen) ist mir neu, klingt aber gemaess Deiner
Beschreibung ganz gut.
Ich habe auch bisher nach der Beschleunigung innen wieder aufgemacht, und hatte
dann immer zu kaempfen, das Ding wieder ohne Negative beim Nachdruecken
auszuleiten.
Danke fuer den Tip, wird naechstesmal ausprobiert.
Hallo Idefix,
ein - soviel ich weiß: etwa 2 Jahre alter - m.E. sehr lesenswerter Artikel
zur Steilspirale von Christoph Kirsch
in: http://www.flyandfun.ch/Sicherheit/spirale.html
beschreibt unter anderem genau diese von Ulrich Probst geschilderte
Spiralmethode hervorragend.
Leider nimmt der Artikel aber nicht Bezug auf die (verläßliche) Ausleitung
einer stabilen Hammerspirale (die kann nach dieser Methode gar nicht
"passieren").
Die Beiträge von Tobias Schreiner und Marcus Haupt haben sich direkt auf
dieses Eingangsthema bezogen - einen ExtraDank dafür :-)).
Schöne Grüße
Peter
Hast Du schon mal wo eine gelesen? Wo?
Ich nicht. Die Def ist meine eigene.
> Ich dachte einen Sturz nennt
> man die Spirale, wenn man voll auf der Nase steht und es im Grunde keine
> Aussen und Innenseite mehr gibt.
Wie gesagt, ich kenn keine Def. Für mich ist halt eine Spirale ein
kontrolliertes Flugmanöver, ein Sturz hingegen nicht.
> Das wäre gleich meine nächste Frage: Wenn man im (kontollierten) Sturz
> ist, warum kann man immer noch von einer "Aussenseite" sprechen, durch
> dreen Anbremsung man wieder rauskommt....
Kann man eigentlich nicht, tut man aber, weil jeder weiß, was gemeint
ist.