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Die Tage danach - Forderung nach Umdenken

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Timo Görner

unread,
Nov 13, 2009, 5:18:29 AM11/13/09
to
Nachdem hier menschlicher M�ll seinen Unrat dank der vermeintlichen
Anonymit�t abl�dt mal ein paar konstruktivere Einw�rfe.

http://de.eurosport.yahoo.com/ticker/hub/fussball/?item=2120602

Ich w�rde den Kreis daf�r allerdings weiter ziehen.

Volker Finke den ich ansonsten nicht sonderlich mag hat vor wenigen
Monaten die Mentalit�t im Sport angeprangert das hier Menschen in Helden
und Versager eingeteilt werden.

Ich habe dem damals in diesem erlauchten Kreis vorbehaltlos zugestimmt.

Mich widert eben dieser Geist seit geraumer Zeit an. Es ist fast schon
zynisch wenn eine gro�e deutsche Tageszeitung fragt warum sich ein
junger Mensch mit 32 umbringt. Tage zuvor noch wurde ein Berliner
Torwart als "Torwart-Trottel" abqualifiziert und beschimpft nur weil er
2 Gegentore auf die gleiche zugegebenerma�en etwas lustige Art kassiert
hat. Kann man sich dort nicht vorstellen welche Auswirkung eine solche
Schlagzeile f�r einen jungen, sicherlich noch nicht "fertigen Menschen"
hat? Kritik ja, sachlich, aber nicht in dieser Art und Weise. Das
�bliche Geseiere von "Versager" nicht zu vergessen.

Was ist ein Versager? Jemand der einen Elfer verschie�t oder sich ein
"Ei ins Nest legen l�sst"? F�r mich nicht. Das ist Pech, vielleicht
Unverm�gen. Versagen kann ich auf anderen Ebenen. Bei meiner Familie, im
zwischenmenschlichen Bereich.

Diese Gesellschaft bzw. ihre Menschen sind mittlerweile millionenfach
gepr�gt von Versagens�ngsten, Minderwertigkeitskomplexen. Weil man eben
ganz schnell in diese Schublade gesteckt wird.

Die Auswirkungen sehe ich seit Jahren in den Stadien. Wenn eine
Mannschaft verliert oder schlecht spielt will sie einfach nicht, basta.
Gr�nde die nicht im Wollen zu suchen sind werden einfach nicht mehr
akzeptiert, daf�r haben die Medien schon gesorgt. Ich bin ein Held oder
ein Versager. Beides Begriffe mit denen erschreckend leichtfertig
umgegangen wird. Wie allgemein in dieser Gesellschaft. Wie oft wird an
einem TV-Abend ein Leben halt so mal "nebenbei verwirkt". Prim�re Dinge
werden zur Beliebigkeit gemacht.

Wie Enke geht es Millionen Menschen. Diese Gesellschaft macht krank. Und
das immer mehr. Man hat zu funktionieren, egal ob im Sport oder im
Beruf, fertig. Bei Begr��ungen und der obligatorischen Frage "Wie
geht�s?" nur nicht "Na leider nicht so gut." antworten. Immer sch�n mit
"Danke Gut!". Spa�gesellschaft allez. Schon wer introvertiert ist wird
angefeindet, dies ihm zum Vorwurf gemacht. Schon dieser Satz "Naja, Sie
sind ja sehr ruhig ...". Akzeptanz des Andersein als man selber?
Fehlanzeige, egal ob im Fu�ball oder der Gesellschaft allgemein.

Robert Enke hatte eigentlich Gl�ck, w�re sein Leiden herausgekommen ein
Stefan Raab h�tte ich wieder lustig dr�ber gemacht, so wie bei Sebastian
Deisler. Stellt sich die Frage wer dann der Versager gewesen w�re, Enke
nicht, Deisler ist es f�r mich auch nicht.

Nett so eine Diskussion anzusto�en, egal ob Zwanziger oder Schmadtke.

Diese Gesellschaft wird das machen was sie immer macht, schnell zur
Tagesordnung �bergehen und sich selber feiern.

Weil die Versager sind ja die anderen die nicht mitspielen k�nnen und
wollen.

--
Mfg
TG.
http://www.cfc-fanpage.de
http://www.poltseite.de/

Timo Görner

unread,
Nov 13, 2009, 5:21:08 AM11/13/09
to

http://de.eurosport.yahoo.com/ticker/hub/fussball/?item=2120602

Stefan Raab h�tte sich wieder lustig dr�ber gemacht, so wie bei

Timo Görner

unread,
Nov 13, 2009, 5:23:04 AM11/13/09
to

http://de.eurosport.yahoo.com/ticker/hub/fussball/?item=2120602

Stefan Raab h�tte ich wieder lustig dr�ber gemacht, so wie bei Sebastian

Werner Sondermann

unread,
Nov 13, 2009, 5:25:59 AM11/13/09
to
Timo G�rner wrote:
> Nachdem hier menschlicher M�ll seinen Unrat dank der vermeint...
> --schnibbel di schnapp--

Und dann anschlie�end so ein �liger Sermon von Dir?

*Pfui Bah*!

w.

Siegfried Berger

unread,
Nov 13, 2009, 6:36:04 AM11/13/09
to

"Werner Sondermann" <werner-ern...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4afd34d8$0$6583$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...

...stimmt doch - was der Timo hier schreibt - und NICHT dein
unqualifizierter Einwurf - meinst du nicht auch?
Denn was schreibt denn Timo?
Er schreibt hier nichts Anderes als - gerade im "gro�en Sport" -
allzu schnell und allzu voreilig ein Sportler als Welt- oder Superstar
oder aber als Versager �ffentlich und vor aller Welt abgestempelt
werden kann.
Wie mag sich ein Betroffener dabei f�hlen, wie kann er *DAS*
zuk�nftig verarbeiten frage ich dich.
*DAS* sprach Timo an!
Was ist daran "... ein �liger Sermon..." frage ich den kleinen w.?

Gru� Siegfried.

Werner Sondermann

unread,
Nov 13, 2009, 6:50:31 AM11/13/09
to
Siegfried Berger wrote:
> Werner Sondermann schrieb:

>> Timo G�rner wrote:
>>>
>>> Nachdem hier menschlicher M�ll seinen Unrat dank der vermeint...
>>> --schnibbel di schnapp--
>>
>> Und dann anschlie�end so ein �liger Sermon von Dir?
>>
>> *Pfui Bah*!
>
> ...stimmt doch - was der Timo hier schreibt - und NICHT dein
> unqualifizierter Einwurf - meinst du nicht auch?
> Denn was schreibt denn Timo?
> Er schreibt hier nichts Anderes als - gerade im "gro�en Sport" -
> allzu schnell und allzu voreilig ein Sportler als Welt- oder Superstar
> oder aber als Versager �ffentlich und vor aller Welt abgestempelt
> werden kann.
> Wie mag sich ein Betroffener dabei f�hlen, wie kann er *DAS*
> zuk�nftig verarbeiten frage ich dich.
> *DAS* sprach Timo an!
> Was ist daran "... ein �liger Sermon..." frage ich den kleinen w.?

Sein anklagender Sermon pa�t halt einfach nicht zum starken Intro:
Erst Leute als menschlichen M�ll abzuqualifizieren und anschlie�end
�ber unser ach so menschenverachtende Leistungsgesellschaft lamen-
tieren wollen.

Wat denn nu'? ;-)

w.

Andy Angerer

unread,
Nov 13, 2009, 7:08:41 AM11/13/09
to
Werner Sondermann formulierte aufs eloquenteste:

> Sein anklagender Sermon pa�t halt einfach nicht zum starken Intro:
> Erst Leute als menschlichen M�ll abzuqualifizieren und anschlie�end
> �ber unser ach so menschenverachtende Leistungsgesellschaft lamen-
> tieren wollen.

Dochdoch; das pa�t schon.
Einem wie Dir erkl�ren zu wollen, warum das pa�t, halt ich jedoch f�r
aussichtslos.

> Wat denn nu'? ;-)

Dein Zwinkersmiley hingegen, der pa�t tats�chlich nicht; was soll der?

--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de

Werner Sondermann

unread,
Nov 13, 2009, 7:13:16 AM11/13/09
to
Andy Angerer wrote:
> Werner Sondermann formulierte aufs eloquenteste:
>
>> Sein anklagender Sermon pa�t halt einfach nicht zum starken Intro:
>> Erst Leute als menschlichen M�ll abzuqualifizieren und anschlie�end
>> �ber unser ach so menschenverachtende Leistungsgesellschaft lamen-
>> tieren wollen.
>
> Dochdoch; das pa�t schon.
> Einem wie Dir erkl�ren zu wollen, warum das pa�t, halt ich jedoch f�r
> aussichtslos.

Ach wo?

>> Wat denn nu'? ;-)
>
> Dein Zwinkersmiley hingegen, der pa�t tats�chlich nicht; was soll der?

Einem wie Dir erkl�ren zu wollen, warum der pa�t, halt ich nun wirklich
f�r ziemlich aussichtslos.

w.

M.A. Specka

unread,
Nov 13, 2009, 7:20:07 AM11/13/09
to
Nanu, normalerweise kommt Ihr unter Euren Steinen doch erst WM-Zeiten
hervorgekrochen?

Andy Angerer

unread,
Nov 13, 2009, 7:29:48 AM11/13/09
to

Sehr gut.

M.A. Specka

unread,
Nov 13, 2009, 8:39:20 AM11/13/09
to
Nanu, wer hat denn da den Stein gehoben.

Holger Breuer

unread,
Nov 13, 2009, 11:12:52 AM11/13/09
to
Timo Gᅵrner schrieb:
> [...]

Das ist ein ziemlich guter Beitrag, den ich absolut unterstᅵtzen kann
und ich finde es schade, dass er jetzt so untergeht und sich so viele
Schreiber mit diesem Troll auseinandersetzen.

Einen Zusatz hᅵtte ich noch: Mir schwebt schon seit lᅵngerem eine andere
Fankultur im Stadion vor. Die kᅵnnte so aussehen, dass die eigene
Mannschaft bedingungslos angefeuert wird, aber der Gegner nicht
niedergemacht, verhᅵhnt und ausgepfiffen wird. Zu dieser Kultur wᅵrde
auch gehᅵren, die schwulen- und randgruppenfeindlichen Gesᅵnge zu
unterlassen, die rassistischen sowieso. Die zum Fuᅵball gehᅵrenden
Emotionen kann man auch auf eine andere Art ausleben. Finde ich.

GaD,
Holger
--
Barrios - Bobadilla 5:1

Werner Sondermann

unread,
Nov 13, 2009, 11:32:19 AM11/13/09
to

*Mann, Mann, Mann*!

Und im Stadion darf in Zukunft nur noch alkoholfreies Bier ausgeschenkt
werden.

Alle Spieler auf dem Platz sollen sich darᅵber hinaus in Zukunft
natᅵrlich auch ganz doll lieb haben.

w.

BTW: Selbstverstᅵndlich nur noch mit Wattebᅵuschchen darf in Zukunft
gespielt werden, w.g. evtl. Verletzungsgefahr.

Horst Schnellinger

unread,
Nov 13, 2009, 11:48:11 AM11/13/09
to
* Werner Sondermann <werner-ern...@freenet.de> [13-11-09 16:32]:

Nᅵ. Deppen wie dir darf man immer noch auf die Fresse kloppen.
Und nu ab ins Killfile...

Horst Schnellinger

unread,
Nov 13, 2009, 11:45:35 AM11/13/09
to
* Holger Breuer <hol...@yahoo.de> [13-11-09 16:12]:

Full ACK.
Wird aber leider ein frommer Wunsch bleiben, solange die Kurven von
16-jᅵhrigen Jungmᅵnnchen mit 1 Jahr Stadionerfahrung dominiert werden,
die dir erklᅵren das es ja beim Fuᅵball schon *immer* so gewesen sei
und man sich nicht so anstellen solle wie ein Mᅵdchen/Schwuchtel.

Stefan Stukenbrok

unread,
Nov 13, 2009, 12:07:18 PM11/13/09
to
Am 13.11.2009, 17:48 Uhr, schrieb Horst Schnellinger
<horst_sch...@gmx.de>:

>>> [Holger]

>> BTW: Selbstverständlich nur noch mit Wattebäuschchen darf in Zukunft


>> gespielt werden, w.g. evtl. Verletzungsgefahr.

> Nö. Deppen wie dir darf man immer noch auf die Fresse kloppen.

Hehe, Klasse! :-)
Ansonsten kann ich den Ausführungen von Timo und Holger nur beistimmen.

> Und nu ab ins Killfile...

[X] done

Grüße

Annabelle Meyer

unread,
Nov 13, 2009, 12:13:13 PM11/13/09
to
Horst Schnellinger schrieb:

> Wird aber leider ein frommer Wunsch bleiben, solange die Kurven von
> 16-jᅵhrigen Jungmᅵnnchen mit 1 Jahr Stadionerfahrung dominiert werden,
> die dir erklᅵren das es ja beim Fuᅵball schon *immer* so gewesen sei
> und man sich nicht so anstellen solle wie ein Mᅵdchen/Schwuchtel.

Bei uns ist es so, dass die 16- jᅵhrigen Jungs Plakate gegen die
Homophobie innerhalb der Fanszene in der Kurve schwenken, wᅵhrend die
ᅵlteren Herrschaften darᅵber jammern, dass man heute schon sehr darauf
achten muss, was man wᅵhrend des Spiels so sagt oder schreit.

Grᅵᅵe

Annabelle

Werner Sondermann

unread,
Nov 13, 2009, 12:19:45 PM11/13/09
to
Der Mᅵchtegern-Hooligan Horst Schnellinger trollte:
> Werner Sondermann wrote
>> Der Emo Holger Breuer weinte:

>>> Timo Gᅵrner wrote:
>>>> [...]
>>>
>>> Das ist ein ziemlich guter Beitrag, den ich absolut unterstᅵtzen
>>> kann und ich finde es schade, dass er jetzt so untergeht und sich
>>> so viele Schreiber mit diesem Troll auseinandersetzen.
>>>
>>> Einen Zusatz hᅵtte ich noch: Mir schwebt schon seit lᅵngerem eine
>>> andere Fankultur im Stadion vor. Die kᅵnnte so aussehen, dass die
>>> eigene Mannschaft bedingungslos angefeuert wird, aber der Gegner
>>> nicht niedergemacht, verhᅵhnt und ausgepfiffen wird. Zu dieser
>>> Kultur wᅵrde auch gehᅵren, die schwulen- und randgruppenfeindlichen
>>> Gesᅵnge zu unterlassen, die rassistischen sowieso. Die zum Fuᅵball
>>> gehᅵrenden Emotionen kann man auch auf eine andere Art ausleben.
>>> Finde ich.
>>
>> *Mann, Mann, Mann*!
>>
>> Und im Stadion darf in Zukunft nur noch alkoholfreies Bier
>> ausgeschenkt werden.
>>
>> Alle Spieler auf dem Platz sollen sich darᅵber hinaus in Zukunft
>> natᅵrlich auch ganz doll lieb haben.
>>
>> BTW: Selbstverstᅵndlich nur noch mit Wattebᅵuschchen darf in Zukunft
>> gespielt werden, w.g. evtl. Verletzungsgefahr.
>
> Nᅵ. Deppen wie dir darf man immer noch auf die Fresse kloppen.
> Und nu ab ins Killfile...

Ach? *Geht doch*!

Ich hatte schon befᅵrchtet, hier wᅵrden nur halbschwule Emos rumtrollen.

Tschau!
w.

Horst Schnellinger

unread,
Nov 13, 2009, 1:15:35 PM11/13/09
to
* Annabelle Meyer <Annabel...@yahoo.de> [13-11-09 17:13]:

Schᅵn zu hᅵren das es auch anders geht.
Hier in F gibt es da leider gerade teilweise ein Rollback. Man war schon
mal weiter wie Zigeunerpack-Gegrᅵhle und anderem Mist. Die alten Knochen
existieren hier natᅵrlich auch, aber den meisten Unfug bei Diskussionen
darᅵber hᅵr ich leider vom Nachwuchs.

Alexander Nietzschmann

unread,
Nov 13, 2009, 2:10:50 PM11/13/09
to
Timo Gᅵrner schrieb:

> Nachdem hier menschlicher Mᅵll seinen Unrat dank der vermeintlichen
> Anonymitᅵt ablᅵdt mal ein paar konstruktivere Einwᅵrfe.
>
> [ ... ]

Bravo! Hervorragender Beitrag!

Das *eigentlich* tragische und mir persᅵnlich extrem auf die Nerven
gehende ist der Umgang der Medien - vulgo Journaille - und der ... ich
nenne sie mal "ᅵffentlichen Personen" mit diesem Thema.

Nach jedem Spieltag wird ein Drittel der Spieler in den Himmel gelobt,
ein weiteres Drittel in die Hᅵlle verdammt und das dritte Drittel kommt
ungeschoren davon, weil sie halt einfach ihren Job gemacht haben. Die
Medien dᅵrfen das, schlieᅵlich ist es ihr Informationsauftrag (oder
hinter welchem fadenscheinigen Euphemismus auch immer sie sich verbergen).

Wehe aber, irgendwer denkt oder sagt etwas, das nicht in den allgemeinen
Gleichschaltungsbrei paᅵt - derjenige wird in der Luft zerrissen, und
das ist auch gut so; denn es sind ja unsere geliebten Medien, die ihn
zerreiᅵen, und die haben bekanntlich immer recht.

Oder es funktioniert jemand nicht so, wie es sich fᅵr einen Superstar
gehᅵrt. Wie kann das nur sein? Was ist passiert? Welchen Hintergrund hat
sein geheimes Leiden? Hauptsache, wir kᅵnnen mᅵglichst tief graben und
bohren. Und eine Story draus machen.

Dann kommt Enke und sieht einfach keinen anderen Ausweg mehr.

Und dann kommen die gleichen Medien wie oben und ᅵbertreffen sich
gegenseitig in Berufsbetroffenheit. Der arme Junge. Und er ist ja nicht
der einzige, sein Schicksal und seine Krankheit steht fᅵr Millionen. Wie
konnte die bᅵse Gesellschaft ihn nur so weit treiben? Naja, egal, nach
dem nᅵchsten Spieltag haben wir wieder ein Drittel, ein Drittel und ein
Drittel. Hauptsache, die Quote und die Auflage stimmen.

Das ist es, was mich in den letzten Tagen so angekotzt hat, daᅵ ich mir
ehrlich gesagt nur noch wᅵnsche, sie mᅵgen ihn bitte in Ruhe lassen.

Alex

Siegfried Berger

unread,
Nov 13, 2009, 3:06:57 PM11/13/09
to
Alexander Nietzschmann schrieb:

> Timo Gᅵrner schrieb:
>>
>> [ ... ]
>
> Bravo! Hervorragender Beitrag!

...und auch _dein_ Beitrag ist herausragend
einfᅵhlsam und bedenkenswert.
Fᅵr mich jedes deiner Worte: *unterschreib*.

Hab Dank dafᅵr und Gruᅵ Siegfried.

Thomas Krueger

unread,
Nov 14, 2009, 6:45:38 AM11/14/09
to

"Holger Breuer" <hol...@yahoo.de> schrieb

> Einen Zusatz hᅵtte ich noch: Mir schwebt schon seit lᅵngerem eine andere Fankultur im Stadion vor. Die kᅵnnte so aussehen, dass
> die eigene Mannschaft bedingungslos angefeuert wird, aber der Gegner nicht niedergemacht, verhᅵhnt und ausgepfiffen wird.

Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Man sollte dabei
jedoch auch ᅵber den Tellerrand hinausblicken. Der von
dir genannte Hass und Hohn spiegelt sich ebenso hier
verbal von einigen Gruppenteilnehmer mit ihrem blinden
Hass gegen Schalke, Hoffenheim, Bayern, HSV...

LG
Thomas

Andy Angerer

unread,
Nov 14, 2009, 9:07:07 AM11/14/09
to
Holger Breuer formulierte aufs eloquenteste:

> Einen Zusatz hᅵtte ich noch: Mir schwebt schon seit lᅵngerem eine andere
> Fankultur im Stadion vor. Die kᅵnnte so aussehen, dass die eigene
> Mannschaft bedingungslos angefeuert wird, aber der Gegner nicht
> niedergemacht, verhᅵhnt und ausgepfiffen wird.

Hmmm; da wᅵrde mich jetzt mal echt interessieren, wie Du mein Verhalten
einschᅵtzt. Ich versuch nᅵmlich durchaus auch, meine Mannschaft zu
unterstᅵtzen, indem ich die Gegner "niedermach". Vor allem ist es meine
liebe Gewohnheit geworden, bei gegnerischen Standards, die in Hᅵrweite vor
meiner Nase (jaja; trotzdem "Hᅵrweite") ablaufen, dem gegnerischen Spieler
Dinge zuzuschreien wie "das wird nie was!", "vergiᅵ es!", "du triffst ja
doch nix!" etc, & ihm dann, falls er ins Nirwana geballert hat, noch
ein "sixdas!" hinterherzuplᅵrren. Schimpfworte sind dabei nicht mein Stil;
die verwend ich hᅵchstens aktuell situationsbezogen (zB nach einem
besonders gemeinen Foul kanns schon vorkommen, daᅵ ich demjenigen ein paar
deutliche Worte zukommen laᅵ). Zu meinen "Demoralisierversuchen" jedoch
steh ich. Aber die sind ja ebenfalls situationsbezogen & nicht allgemein.

Mario Kopp

unread,
Nov 14, 2009, 9:46:47 AM11/14/09
to
Andy Angerer schrieb:

> Holger Breuer formulierte aufs eloquenteste:
>
>> Einen Zusatz hᅵtte ich noch: Mir schwebt schon seit lᅵngerem eine andere
>> Fankultur im Stadion vor. Die kᅵnnte so aussehen, dass die eigene
>> Mannschaft bedingungslos angefeuert wird, aber der Gegner nicht
>> niedergemacht, verhᅵhnt und ausgepfiffen wird.
>
> Hmmm; da wᅵrde mich jetzt mal echt interessieren, wie Du mein Verhalten
> einschᅵtzt.

Ich wᅵrde es als erfreulich gut einschᅵtzen :-)
(Mᅵnner-) Fussball ist auch ein Kampsport, mit vielen Emotionen und
Einflᅵssen von Auᅵen. Holgers Lieblingsfankultur gibt es noch im
Frauenfussball.

Mario

Stefan Stukenbrok

unread,
Nov 14, 2009, 9:50:04 AM11/14/09
to
Am 14.11.2009, 12:45 Uhr, schrieb Thomas Krueger <tomkr...@hotmail.com>:

>> Einen Zusatz hätte ich noch: Mir schwebt schon seit längerem eine
>> andere Fankultur im Stadion vor. Die könnte so aussehen, dass die

>> eigene Mannschaft bedingungslos angefeuert wird, aber der Gegner nicht

>> niedergemacht, verhöhnt und ausgepfiffen wird.

> Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Man sollte dabei

> jedoch auch über den Tellerrand hinausblicken. Der von


> dir genannte Hass und Hohn spiegelt sich ebenso hier
> verbal von einigen Gruppenteilnehmer mit ihrem blinden
> Hass gegen Schalke, Hoffenheim, Bayern, HSV...

Das kann ich mir nicht vorstellen. Holger z.B. liebt
Schalke, Hoffenheim und Bayern. :-)

Grüße

Stefan Stukenbrok

unread,
Nov 14, 2009, 10:00:34 AM11/14/09
to
Am 14.11.2009, 15:46 Uhr, schrieb Mario Kopp <ko...@muenster.de>:

Moin,

>>> Einen Zusatz hätte ich noch: Mir schwebt schon seit längerem eine
>>> andere Fankultur im Stadion vor. Die könnte so aussehen, dass die

>>> eigene
>>> Mannschaft bedingungslos angefeuert wird, aber der Gegner nicht

>>> niedergemacht, verhöhnt und ausgepfiffen wird.

>> Hmmm; da würde mich jetzt mal echt interessieren, wie Du mein Verhalten
>> einschätzt.

> Ich würde es als erfreulich gut einschätzen :-)
> (Männer-) Fussball ist auch ein Kampsport, mit vielen Emotionen und
> Einflüssen von Außen. Holgers Lieblingsfankultur gibt es noch im
> Frauenfussball.

Hier liegt wohl ein Missverständnis vor.
Holger kann sicherlich für sich selbst sprechen, dennoch geht es ihm
wohl nicht darum, dass man den Gegner kein "Doofkopp" oder ähnliches
zurufen darf, wenn es die Situation ergibt.

Was aber doch peinlich ist: Wenn z.B. Borussia gegen Verein XYZ spielt
und die Fans 90 Minuten nur Schmähgesänge auf den FC K*ln singen.
Was hat das mit Anfeuerung zu tun?
Unsäglich auch diese AWH-Rufe, sobald der Gastkeeper mal den Ball
in der Hand hält.

Grüße

Holger Breuer

unread,
Nov 14, 2009, 10:22:37 AM11/14/09
to
Stefan Stukenbrok schrieb:
> Holger kann sicherlich fᅵr sich selbst sprechen,

Du machst das schon ganz gut. :-)

Andy Angerer

unread,
Nov 14, 2009, 10:37:09 AM11/14/09
to
Stefan Stukenbrok formulierte aufs eloquenteste:

> Hier liegt wohl ein Missverstᅵndnis vor.

Nein; & ich wollt ihm ja auch ᅵberhaupt nicht widersprechen.
Ich will wirklich nur seine Meinung hᅵren; das war keine Rhetorik von mir.
Die Meinung von anderen ᅵbrigens durchaus auch.

> Was aber doch peinlich ist: Wenn z.B. Borussia gegen Verein XYZ spielt

> und die Fans 90 Minuten nur Schmᅵhgesᅵnge auf den FC K*ln singen.

Definitiv.
Solche Anti-FCB-Gesᅵnge kommen bei uns zum Glᅵck nur immer ganz kurz
irgendwann zwischendrin; da gehts dann. Lᅵnger wᅵr peinlich; das stimmt.

> Unsᅵglich auch diese AWH-Rufe, sobald der Gastkeeper mal den Ball
> in der Hand hᅵlt.

Bei uns sind das AWH-H-Rufe; da hᅵngt noch ein lautes "Hoeneᅵ"
hintendran. :o)
Und auch die kommen meist unspezifisch; einfach so; irgendwann. Manchmal ist
allerdings der Schiri damit gemeint. :o))

Holger Breuer

unread,
Nov 14, 2009, 10:58:54 AM11/14/09
to
Mario Kopp schrieb:

> (Mᅵnner-) Fussball ist auch ein Kampsport, mit vielen Emotionen und
> Einflᅵssen von Auᅵen. Holgers Lieblingsfankultur gibt es noch im
> Frauenfussball.

Aha. Die harten Mᅵnner mal wieder. Und genau daraus passiert dann so
etwas wie mit Robert Enke. Anscheinend hast du nichts verstanden.
Erklᅵre mir doch bitte deine Definition von Emotionen. Fᅵr mich sind
Emotionen nicht gleichbedeutend mit Aggressionen, Pᅵbeleien, verbaler
und kᅵrperlicher Gewalt, Beleidigungen, Rassismus und Diffamierung von
Minderheiten. Aber offensichtlich siehst du das anders.

Holger Breuer

unread,
Nov 14, 2009, 12:51:33 PM11/14/09
to
Stefan Stukenbrok schrieb:

> Das kann ich mir nicht vorstellen. Holger z.B. liebt
> Schalke, Hoffenheim und Bayern. :-)

Einer ist hier falsch. Das Ratespiel ist erᅵffnet.

Annabelle Meyer

unread,
Nov 14, 2009, 3:29:42 PM11/14/09
to
Holger Breuer schrieb:

> Aha. Die harten Mᅵnner mal wieder. Und genau daraus passiert dann so
> etwas wie mit Robert Enke.

Ist das so? Ist Robert Enkes Leben an ihm selbst, oder an den Leuten
gescheitert, die dann und wann "Arschloch, Wichser, Hurensohn" rufen?

Grᅵᅵe

Annabelle

Mario Kopp

unread,
Nov 14, 2009, 3:59:25 PM11/14/09
to
Holger Breuer schrieb:

> Aha. Die harten Mᅵnner mal wieder. Und genau daraus passiert dann so
> etwas wie mit Robert Enke. Anscheinend hast du nichts verstanden.

Boah Holger, so kenne ich dich ja gar nicht... Ich muᅵ annabelle an
dieser Stelle mal Recht geben, Enkes Krankheit hat absolut nix mit der
Fankultur zu tun.

> Erklᅵre mir doch bitte deine Definition von Emotionen. Fᅵr mich sind
> Emotionen nicht gleichbedeutend mit Aggressionen, Pᅵbeleien, verbaler
> und kᅵrperlicher Gewalt, Beleidigungen, Rassismus und Diffamierung von
> Minderheiten. Aber offensichtlich siehst du das anders.

Nein, ich sehe das *nicht* anders. Wo habe ich denn sowas behauptet?
Zwischen dem was du gerne hᅵttest und dem was du hier schreibst, gibt es
noch eine Menge mehr.

Mario

Rainer Georg Blankenagel

unread,
Nov 14, 2009, 4:20:09 PM11/14/09
to
Annabelle Meyer <Annabelle Meyer <Annabel...@yahoo.de>>:

> Holger Breuer schrieb:
>
>> Aha. Die harten M�nner mal wieder. Und genau daraus passiert dann so

>> etwas wie mit Robert Enke.
>
> Ist das so? Ist Robert Enkes Leben an ihm selbst, oder an den Leuten
> gescheitert, die dann und wann "Arschloch, Wichser, Hurensohn" rufen?

"Pers�nliches Pech" ist als Ansatz zur Erkl�rung vermutlich zu schlicht.


Rainer

Message has been deleted

Stefan Stukenbrok

unread,
Nov 15, 2009, 6:32:58 AM11/15/09
to
Am 15.11.2009, 11:18 Uhr, schrieb Thomas E. Schulz <ke...@adresse.hier>:

>> > (Männer-) Fussball ist auch ein Kampsport, mit vielen Emotionen und
>> > Einflüssen von Außen. Holgers Lieblingsfankultur gibt es noch im
>> > Frauenfussball.

>> Aha. Die harten Männer mal wieder. Und genau daraus passiert dann so


>> etwas wie mit Robert Enke. Anscheinend hast du nichts verstanden.

>> Erkläre mir doch bitte deine Definition von Emotionen. Für mich sind
>> Emotionen nicht gleichbedeutend mit Aggressionen, Pöbeleien, verbaler
>> und körperlicher Gewalt, Beleidigungen, Rassismus und Diffamierung von


>> Minderheiten. Aber offensichtlich siehst du das anders.

> Interessant finde ich in dem Kontext deine Signatur. Du definierst den
> Erfolg deiner Borussia doch teilweise auch durch den Misserfolg anderer
> Borussias.

Mal davon abgesehen, dass es eh nur eine Borussia gibt:
Das finde ich jetzt sehr weit hervorgeholt.
Hierbei handelt es sich um eine lustige oder unlustige (je nachdem)
Wette zwischen Holger und mir, die mit Sicherheit einen Barilla
oder Bobadilla nicht aus der Bahn werfen wird.

Grüße

Wolfgang Broeker

unread,
Nov 15, 2009, 7:31:54 AM11/15/09
to
Thomas E. Schulz schrieb:
> Kann mich auch noch sehr gut erinnern als ein J�rg Dahlmann
> nahezu den ganzen Beitrag �ber die Szene eines gewissen JJ
> Okocha geschw�rmt hat. Dieser Herr Okocha hat vorher und auch
> nachher nat�rlich Weltbewegendes erreicht und ist zu einem
> Giganten des Weltfu�balls aufgestiegen so dass die Elogen
> eines Herrn Dahlmann absolut berechtigt waren. Erw�hnt muss
> nat�rlich werden, dass diese Szene in einem Spiel zwischen
> Eintracht Frankfurt und dem Karlsruher SC und nicht in einem
> relativ unbedeutenden Bundesligaspiel stattgefunden hat.

In der Sache, dass die Medien ziemlich unbedeutende Ereignisse
v�llig unangemessen aufblasen, gebe ich Dir ja recht, aber Dein
Beispiel taugt nicht:

JJ Okocha mag vor dem besagten Spiel nichts Besonderes bewegt
haben au�er Stammspieler der seinerzeit spielst�rksten Mannschaft
der Bundesliga gewesen zu sein. Ich wei� nicht mehr, wann der
damalige Trainer Stepanovic ihn aus der zweiten Mannschaft, die
in der Hessenliga spielte, in die Bundesliga geholt hat. Danach
war er ein Spieler internationaler Klasse mit 29 L�nderspielen
f�r Nigeria, WIMRE erinnere zeitweise auch als Kapit�n einer der
besten afrikanischen Mannschaften. Er hat 90 Bundesligaspiele und
124 Spiele in der englischen Premier League aufzuweisen. Das ist
kein Gigantentum im Weltfussball, aber durchaus internationale
Spitzenklasse.

Was die von Dir unzutreffend eingesch�tzte Torszene betrifft, so
wird die heute gelegentlich noch wiederholt, weil nicht nur der
Strafraumtanz von JJ immer wieder sehenswert ist, sonder auch weil
im Tor des KSC ein Spieler mitsamt seiner Abwehr von Okocha richtig-
gehend vernascht wurde, der sp�ter mit einer s�ddeutschen Mannschaft
und als Nationalspieler zu gewissen Erfolgen gelangt sein soll ;-)

Gru� - Wolfgang

Harald Kayser

unread,
Nov 15, 2009, 8:13:09 AM11/15/09
to
Timo Gᅵrner stieᅵ die bemerkenswerte Diskussion an:


Deshalb mᅵchte ich doch mal (nach langer Enthaltsamkeit hier im Brett)
2 Links mitteilen, die zur "neuen Nachdenklichkeit" recht gut passen.

In der ZEIT ist diese Woche eine GESCHICHTE-Beilage erschienen. die den
Titel VORBILDER trᅵgt.
Eine sehr bildungsbᅵrgerliche, eigensinnig-interessante Auswahl, die im
Vorwort entsprechend "erklᅵrt" wird:


http://www.zeit.de/2009/47/Vorbilder-Editorial

---------------------------------------------
Vorbild ? das ist ein groᅵes Wort

Und Dᅵrer? Bach, Beethoven, Kant? Hegel, Heine, Wilhelm Busch? Wo ist Blum?
Bismarck, Bebel, Stresemann? Ja, in der Tat, da fehlen doch ein paar ganz,
ganz wichtige Namen auf unserer Liste, da fehlen etliche Namen! Und andere
wiederum ?Karl Valentin, Marlene Dietrich, Stan Libuda ?, gehᅵren die
wirklich da drauf?

Doch. Genau so soll es sein. Denn unsere Auswahl ist keine Bestenliste mit
knallhartem Ranking und kein marmorner Klassikerkanon, kein Katalog fᅵr die
Welterbekommission der Unesco und kein Walhall der teutschen Helden und
Meister. Sie ist inspiriert von der Frage, wen wir uns zurᅵckwᅵnschen, so
wie sich Goethe im Gesprᅵch mit Eckermann Lessing zurᅵckwᅵnschte: ᅵEin Mann
wie Lessing thᅵte uns Noth!ᅵ Oder wie Hans Magnus Enzensberger einst
sehnsuchtsvoll nach dem genialischen russischen Anarchisten Bakunin
verlangte: ᅵKehr wieder, Bakunin, kehr wieder, kehr wieder!ᅵ

...

So haben wir denn auch im Kreis der fᅵnfzig ZEIT- Autoren nicht so sehr nach
Vorbildern gefragt als nach ᅵfᅵnfzig Deutschen von gestern fᅵr die Welt von
morgenᅵ. Nach Menschen der Vergangenheit, die man nicht nur ihres Werks
wegen, sondern auch als Charaktere verehrt. Oder um einer gewissen
Eigenschaft, vielleicht sogar Schwᅵche willen.
----------------------------------------------


und um mit "Schwᅵche" und Schwᅵche zeigen/zulassen wieder ontopic zu werden,
dieser Link:

http://www.zeit.de/2009/47/Vorbilder-Libuda


in dem das Leben und Wirken von Stan
("der einzige der an Jesus/Gott vorbeikommt" darf natᅵrlich nicht fehlen)
beschrieben wird.
Und dabei wird die Verletzbarkeit und der Irrsinn eines BL-Profis
entsprechend dem aktuellen Anlass sehr gut mitgezeichnet.

Und besonders passend finde ich den Schluᅵsatz des Autors:
----------
Zitat:
Wenn Stan Libuda ? was nie seine Absicht war ? der Welt etwas hinterlassen
hat, dann die Zuversicht, dass es sich lohnen kann, die endlosen Tage des
Unvermᅵgens auszuhalten fᅵr die zauberhaften Minuten des Glᅵcks.
------------------

Diese Stᅵrke hat ja wohl Robert Enke nicht (mehr) gehabt, weshalb mich diese
Reminiszenz auch berᅵhrt hat.

Zumal man berᅵcksichtigen sollte, daᅵ diese VORBILD-Ausgabe sicherlich weit
vor dem Tod von Robert Enke geplant und geschrieben wurde und somit
(ᅵberhaupt) einen nachdenkenswerter Beitrag fern von mediengeiler
Aktualitᅵt darstellt, und die aktuelle "Aufgeregtheit und Medienprᅵsens" um
das Thema Freitod/Depression etc. wieder ein wenig gerade rᅵcken kann.


Tschᅵᅵ
Harald

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 16, 2009, 4:51:07 AM11/16/09
to
Mario Kopp wrote:

> Boah Holger, so kenne ich dich ja gar nicht... Ich muᅵ annabelle an
> dieser Stelle mal Recht geben, Enkes Krankheit hat absolut nix mit der
> Fankultur zu tun.

na ja, die Krankheit nicht, der Umgang damit schon. So wie es aussieht,
hat er sich nicht getraut, damit an die ᅵffentlichkeit zu gehen. So wie
es fᅵr mich aussieht, auch zu Recht.

Gruᅵ, Ekkart.

Alexander Barth

unread,
Nov 16, 2009, 8:05:04 AM11/16/09
to
Ekkart Kleinod schrieb:

>na ja, die Krankheit nicht, der Umgang damit schon. So wie es aussieht,

>hat er sich nicht getraut, damit an die �ffentlichkeit zu gehen. So wie
>es f�r mich aussieht, auch zu Recht.

Woran machst du das fest, was h�tte Enke denn im schlimmsten Fall
passieren k�nnen? Schlimmer als das, was jetzt passiert ist?

Alex

Mario Kopp

unread,
Nov 16, 2009, 8:35:50 AM11/16/09
to
Ekkart Kleinod schrieb:
Aber warum hat er sich deiner Meinung nach nicht getraut? Und warum zu
Recht wegen der Fankultur?

Mario

Andy Angerer

unread,
Nov 16, 2009, 9:12:38 AM11/16/09
to
Mario Kopp formulierte aufs eloquenteste:

Naja; erinnerst Du Dich an "Psycho-Basti"?

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 16, 2009, 10:30:30 AM11/16/09
to
Alexander Barth wrote:

> Woran machst du das fest, was h�tte Enke denn im schlimmsten Fall
> passieren k�nnen? Schlimmer als das, was jetzt passiert ist?

Nehmen wir mal an, er h�tte sich �ffentlich ge�u�ert und der Umgang w�re
normal gewesen: kein extra beschimpfen, kein Anp�beln etc. Normaler
Umgang unter Menschen halt.

Dann h�tte er eine Chance gehabt, den Druck abzulassen, damit umzugehen
und evtl. mehr Hilfe zu suchen und zu finden. Dann h�tte er sich evtl.
nicht umgebracht.

Das ist nat�rlich nur Spekulation, es geht nicht drum, ob es h�tte
schlimmer kommen k�nnen, sondern ob es h�tte besser kommen k�nnen und er
sich das nicht getraut hat in seiner Situation. Und das ist halt erb�rmlich.

Ekkart.

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 16, 2009, 10:34:02 AM11/16/09
to
Mario Kopp wrote:
> Ekkart Kleinod schrieb:

>> na ja, die Krankheit nicht, der Umgang damit schon. So wie es aussieht,
>> hat er sich nicht getraut, damit an die ᅵffentlichkeit zu gehen. So wie
>> es fᅵr mich aussieht, auch zu Recht.
>>
> Aber warum hat er sich deiner Meinung nach nicht getraut? Und warum zu
> Recht wegen der Fankultur?

Wenn ich das richtig mitbekommen habe (mit halbem Ohr), hat er sich
nicht getraut, das Thema Depressionen ᅵffentlich zu machen.

Meine These: er befᅵrchtete, dann anders behandelt zu werden, evtl. von
seinen Kameraden, evtl. von den Fans, bei denen es die Dummen geschafft
hᅵtten, ihn damit zu verhᅵhnen. Evtl. auch die Medien, die, unsensibel,
wie sie sind, das ausgegraben hᅵtten, ihn dauernd dazu befragt, bei
schlechten Spielen ihm vorgehalten hᅵtten etc.

Und wenn ich jetzt vorher hier lese, dass es bei Fans ᅵblich (und
normal) ist, einem Torwart "Arschloch, Wichser, Hurensohn" zuzurufen,
einfach so einmal, dann kann ich mir vorstellen, was gerufen wird, wenn
es um den Sieg geht und man weiᅵ, dass der Torwart krank ist. Und das
ist dann auch normal, weil es ist ja Fuᅵball.

Gruᅵ, Ekkart.

Annabelle Meyer

unread,
Nov 16, 2009, 11:03:48 AM11/16/09
to
Andy Angerer schrieb:

> Naja; erinnerst Du Dich an "Psycho-Basti"?

Nein! Erzᅵhl mal!

Grᅵᅵe

Annabelle

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 16, 2009, 11:17:23 AM11/16/09
to
Annabelle Meyer wrote:
> Andy Angerer schrieb:
>
>> Naja; erinnerst Du Dich an "Psycho-Basti"?
>
> Nein! Erzᅵhl mal!

zum Beispiel:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4884518,00.html

"Als seine Krankheit ᅵffentlich wurde, geriet der Spieler zur
Zielscheibe des Spotts. Bei Auswᅵrtsspielen der Bayern verhᅵhnten ihn
die Zuschauer, die Boulevardpresse nannte ihn "Psycho-Deisler", die
eigenen Mitspieler lᅵsterten ᅵber "die Deislerin"."

oder

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/915497-1-10/psycho-basti-wieder-in-der-klapse

oder allgemein:
http://www.google.de/search?hl=en&client=opera&rls=en&hs=qOP&q=%22psycho-basti%22+deisler&btnG=Search&aq=f&oq=

Gruᅵ, Ekkart.

Alexander Barth

unread,
Nov 16, 2009, 11:41:59 AM11/16/09
to
Ekkart Kleinod schrieb:

>Nehmen wir mal an, er h�tte sich �ffentlich ge�u�ert und der Umgang w�re
>normal gewesen: kein extra beschimpfen, kein Anp�beln etc. Normaler
>Umgang unter Menschen halt.
>Dann h�tte er eine Chance gehabt, den Druck abzulassen, damit umzugehen
>und evtl. mehr Hilfe zu suchen und zu finden. Dann h�tte er sich evtl.
>nicht umgebracht.
>Das ist nat�rlich nur Spekulation, es geht nicht drum, ob es h�tte
>schlimmer kommen k�nnen, sondern ob es h�tte besser kommen k�nnen und er
>sich das nicht getraut hat in seiner Situation. Und das ist halt erb�rmlich.

Du gestehst ein, dass du spekulierst, bist dir aber bei der Reaktion der
�ffentlichkeit sicher, dass Enke in die Pfanne gehauen worden w�re oder
zumindest Nachteile f�r sich in Kauf h�tte nehmen m�ssen. Dessen bin ich
mir nicht so sicher, gerade im Zuge des Schicksals seiner Tochter,
welches ja allgemein bekannt war, w�re gerade sein Fall behutsamer
aufgenommen worden. Spekulation, ich wei�.

Mir stellt sich der Mensch Robert Enke als jemand dar, der sich aus
falsch verstandenem Ehrgeiz und falsch aufgebauten �ngsten in ein
aufzehrendes Doppelleben und schlie�lich in den Tod getrieben hat, der
mit diesem Schritt seine Familie im Stich gelassen und durch die Art
seiner Selbstt�tung auch noch weitere, v�llig Unschuldige belastet hat.

Letzteres ist auch der Grund, weshalb sich meine Trauer um Robert Enke
selbst leider in Grenzen h�lt und ich sowohl diese Glorifizierung als
auch diese Umdenkanst��e - so richtig sie einzeln sind - f�r eigenartig
deplatziert halte. Ein Held ist er f�r mich nicht.

Alex

Annabelle Meyer

unread,
Nov 16, 2009, 11:47:57 AM11/16/09
to
Ekkart Kleinod schrieb:

> "Als seine Krankheit ᅵffentlich wurde, geriet der Spieler zur
> Zielscheibe des Spotts. Bei Auswᅵrtsspielen der Bayern verhᅵhnten ihn
> die Zuschauer

Ich frage mich, ob das so stimmt. Ich habe das so nicht wahrgenommen.
Bastian Deisler, der sich im Interview mit der Zeit

> http://www.zeit.de/2009/41/DOS-Deisler?page=1

ausfᅵhrlich erklᅵrt hat, spricht das so auch nicht an. Wir haben hier ja
viele Leute, die oft ins Stadion gehen. Vielleicht kᅵnnen die da mehr zu
sagen.

> die Boulevardpresse nannte ihn "Psycho-Deisler", die
> eigenen Mitspieler lᅵsterten ᅵber "die Deislerin"."

Die Schlagzeile der Bild- Zeitung kann ich mir gut vorstellen. Die
Reaktion der Mannschaftskameraden kenne ich aus dem Interview.

> http://www.google.de/search?hl=en&client=opera&rls=en&hs=qOP&q=%22psycho-basti%22+deisler&btnG=Search&aq=f&oq=

55 Fundstellen. Das spricht nicht gerade fᅵr ein Massenphᅵnomen.

Grᅵᅵe

Annabelle

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 16, 2009, 11:51:15 AM11/16/09
to
Alexander Barth wrote:

> Du gestehst ein, dass du spekulierst,

ja, nat�rlich.

> bist dir aber bei der Reaktion der
> �ffentlichkeit sicher, dass Enke in die Pfanne gehauen worden w�re oder
> zumindest Nachteile f�r sich in Kauf h�tte nehmen m�ssen.

Ja.

Gru�, Ekkart.

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 16, 2009, 11:52:17 AM11/16/09
to
Annabelle Meyer wrote:

> 55 Fundstellen. Das spricht nicht gerade fᅵr ein Massenphᅵnomen.

wenn man psychisch krank ist, braucht es, glaube ich, nicht viel.

Gruᅵ, Ekkart.

Mario Kopp

unread,
Nov 17, 2009, 1:44:35 AM11/17/09
to
Andy Angerer schrieb:

> Mario Kopp formulierte aufs eloquenteste:
>> Aber warum hat er sich deiner Meinung nach nicht getraut? Und warum zu
>> Recht wegen der Fankultur?
>
> Naja; erinnerst Du Dich an "Psycho-Basti"?
>
Deisler hat nicht wegen der Fans aufgehᅵrt, sondern wegen seiner
Depressionen. Er hat rechtzeitig die Notbremse gezogen, bevor es zu spᅵt
war. Leider Gottes war Enke womᅵglich dazu nicht in der Lage.

Mario

Mario Kopp

unread,
Nov 17, 2009, 2:07:20 AM11/17/09
to
Ekkart Kleinod schrieb:

> Meine These: er befᅵrchtete, dann anders behandelt zu werden, evtl. von
> seinen Kameraden, evtl. von den Fans, bei denen es die Dummen geschafft
> hᅵtten, ihn damit zu verhᅵhnen. Evtl. auch die Medien, die, unsensibel,
> wie sie sind, das ausgegraben hᅵtten, ihn dauernd dazu befragt, bei
> schlechten Spielen ihm vorgehalten hᅵtten etc.
>
Ich stimme weitgehend Alex' Meinung zu, mᅵchte das aber noch ergᅵnzen.
Enke war durchaus leistungsbereit. Ebenso haben ihm Kritiken der Fans
und Medien nicht ᅵbermᅵᅵig viel ausgemacht, sonst wᅵre er kein
Spitzensportler geworden. Seine Versagensᅵngste bezogen sich IMO auch
nicht nur auf den Fussball. Bei Versagensᅵngsten spielt auch das eigene
Empfinden eine Rolle, dass man den Anforderungen und Erwartungen nicht
gerecht wird.

Es war ihm durchaus klar, wenn er seine Depressionen frᅵh publik gemacht
hᅵtte, wᅵre seine Karriere ganz anders verlaufen. Aus unbekannten
Grᅵnden wollte er es aber so. Inwieweit sein direktes Umfeld da hᅵtte
mehr Einfluᅵ darauf nehmen mᅵssen/kᅵnnen wissen wir auch nicht. Enke
hᅵtte Deislers Weg gehen mᅵssen.

> Und wenn ich jetzt vorher hier lese, dass es bei Fans ᅵblich (und
> normal) ist, einem Torwart "Arschloch, Wichser, Hurensohn" zuzurufen,
> einfach so einmal, dann kann ich mir vorstellen, was gerufen wird, wenn
> es um den Sieg geht und man weiᅵ, dass der Torwart krank ist. Und das
> ist dann auch normal, weil es ist ja Fuᅵball.
>

Nein, nicht weil es Fussball ist. Weil Menschen so sind. Der Mensch muss
heutzutage funktionieren, sonst kriegt er Probleme. Egal, ob
Leistungssportler oder "normaler" Berufstᅵtiger.

Mario

Bruce D. Scott

unread,
Nov 14, 2009, 10:22:04 AM11/14/09
to
Stefan Stukenbrok (stefan.s...@googlemail.com) wrote:

: Was aber doch peinlich ist: Wenn z.B. Borussia gegen Verein XYZ spielt
: und die Fans 90 Minuten nur Schm=E4hges=E4nge auf den FC K*ln singen.
: Was hat das mit Anfeuerung zu tun?
: Uns=E4glich auch diese AWH-Rufe, sobald der Gastkeeper mal den Ball
: in der Hand h=E4lt.

Manchman gibt es Scheiss Bayern oder das Ding mit dem Lederhosen, bei
Spielen in dem der FCB gar nicht auf dem Platzt steht...

--
ciao,
Bruce

drift wave turbulence: http://www.rzg.mpg.de/~bds/

Bruce D. Scott

unread,
Nov 13, 2009, 12:27:10 PM11/13/09
to
Well done, Timo. Ich stimme Dir voellig zu.

Was krank macht in einer Gesellschaft ist eigentlich zuviel
Konkurrenz/Wettbewerb und dazugehoeriger Druck. In Zusammenhang mit dem
Drang nach ueberflaechlicher Anstaendigkeit.

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 17, 2009, 6:47:34 AM11/17/09
to
Mario Kopp wrote:
> Ekkart Kleinod schrieb:

>> Und wenn ich jetzt vorher hier lese, dass es bei Fans ᅵblich (und


>> normal) ist, einem Torwart "Arschloch, Wichser, Hurensohn" zuzurufen,
>> einfach so einmal, dann kann ich mir vorstellen, was gerufen wird, wenn
>> es um den Sieg geht und man weiᅵ, dass der Torwart krank ist. Und das
>> ist dann auch normal, weil es ist ja Fuᅵball.

> Nein, nicht weil es Fussball ist. Weil Menschen so sind. Der Mensch muss
> heutzutage funktionieren, sonst kriegt er Probleme. Egal, ob
> Leistungssportler oder "normaler" Berufstᅵtiger.

Na ja, in anderen Sportarten ist es nicht so heftig mit den
Beschimpfungen, auch "auf dem Platz" ist da der Umgang ein ganz anderer.
Mᅵchte mal sehen, wie z.B. ein Volleyballspieler den Schiri anquatscht
oder ein Footballspieler.

Das ᅵbertrᅵgt sich natᅵrlich auch auf die Rᅵnge. Und wenn ich mir manche
Argumente in der Gruppe so anschaue, ist der beleidigende Umgangston
nicht die Ausnahme oder gar geᅵchtet.

Beispiel:
"Bei uns sind das AWH-H-Rufe; da hᅵngt noch ein lautes "Hoeneᅵ"
hintendran. :o) Und auch die kommen meist unspezifisch; einfach so;
irgendwann. Manchmal ist allerdings der Schiri damit gemeint. :o))"

Da sind ᅵberall Smileys und die sind auch ernst gemeint.

Gruᅵ, Ekkart.

Andy Angerer

unread,
Nov 17, 2009, 9:56:58 AM11/17/09
to
Annabelle Meyer formulierte aufs eloquenteste:

>> Naja; erinnerst Du Dich an "Psycho-Basti"?
>
> Nein! Erzᅵhl mal!

Enke hatte "Psycho-Basti" bestimmt nicht vergessen....

Andy Angerer

unread,
Nov 17, 2009, 11:23:03 AM11/17/09
to
Ekkart Kleinod formulierte aufs eloquenteste:

>>> Und wenn ich jetzt vorher hier lese, dass es bei Fans ᅵblich (und
>>> normal) ist, einem Torwart "Arschloch, Wichser, Hurensohn" zuzurufen,
>>> einfach so einmal, dann kann ich mir vorstellen, was gerufen wird, wenn
>>> es um den Sieg geht und man weiᅵ, dass der Torwart krank ist. Und das
>>> ist dann auch normal, weil es ist ja Fuᅵball.
>
>> Nein, nicht weil es Fussball ist. Weil Menschen so sind. Der Mensch muss
>> heutzutage funktionieren, sonst kriegt er Probleme. Egal, ob
>> Leistungssportler oder "normaler" Berufstᅵtiger.
>
> Na ja, in anderen Sportarten ist es nicht so heftig mit den
> Beschimpfungen, auch "auf dem Platz" ist da der Umgang ein ganz anderer.

Ja; beim Eishockey zB, gell.... ;o)
Generell kann ich aber hier nichts dazu sagen, weil ich von "auf dem Platz"
wenig Ahnung hab.

> Das ᅵbertrᅵgt sich natᅵrlich auch auf die Rᅵnge. Und wenn ich mir manche
> Argumente in der Gruppe so anschaue, ist der beleidigende Umgangston
> nicht die Ausnahme oder gar geᅵchtet.

Ja, das stimmt.
Halt; stimmt nicht ganz. Vom Platz auf die Rᅵnge ᅵbertrᅵgt sich da gar nix;
das glaub ich einfach nicht. Die Rᅵnge originieren das schon selber.

> Beispiel:
> "Bei uns sind das AWH-H-Rufe; da hᅵngt noch ein lautes "Hoeneᅵ"
> hintendran. :o) Und auch die kommen meist unspezifisch; einfach so;
> irgendwann. Manchmal ist allerdings der Schiri damit gemeint. :o))"
> Da sind ᅵberall Smileys und die sind auch ernst gemeint.

Richtig, denn diese Dinge seh ich noch nicht als Problem.
Unspezifische Schmᅵhungen, die bloᅵ auf die Nebenstraᅵe gemᅵnzt sind & nicht
auf Anwesende, eh nicht. Und ein allzu beschissen pfeifender Schiri darf
auch ruhig mal ein Spontanfeedback aus dem Publikum erhalten; vielleicht
gibt ihm das ja einen Impuls, besser aufzupassen. Oder zB ein "dreckiger"
Spieler, der durch besonders miese Fouls auffᅵllt, darf ruhig mal deutliche
Worte hᅵren. Ob AWH da das Richtige ist, darf gern bezweifelt werden; die
feine Englische ist es nicht & mein Stil sowieso nicht; wie schon erwᅵhnt;
ich schrei da andere Dinge.
Aber solche Schablonenbeschimpfungen halt ich eben allgemein fᅵr eher
unproblematisch; ᅵbel wirds, wenns nicht mehr schablonenhaft ist, sondern
wirklich persᅵnlich wird. "Psycho-Basti" ist da ein perfektes Beispiel.
Und das ist imho genau der eine Unterschied, auf den es ankommt.
Wenn ich in Haching zusammen mit den anderen mit "giasinga Ooschlecha"
begrᅵᅵt werde, macht mir das genauso wenig aus wie allen anderen. Ein
lautes "Angerer-Arschloch" hingegen wᅵrde mich seltsam berᅵhren....
Und der zweite Unterschied, auf den es ankommt, ist, ob es sich um eine
aktuelle Kritik handelt als Ausdruck von "du baust grad Scheiᅵe & solltest
was anders machen" oder als Versuch, jemanden generell fertigzumachen,
indem man gezielt auf persᅵnlichen Schwᅵchen rumreitet ("Psycho-Basti").
Das sind zwei sehr verschiedene Dinge.

Ekkart Kleinod

unread,
Nov 18, 2009, 4:42:33 AM11/18/09
to
Andy Angerer wrote:
> Ekkart Kleinod formulierte aufs eloquenteste:

>> Beschimpfungen, auch "auf dem Platz" ist da der Umgang ein ganz anderer.


>
> Ja; beim Eishockey zB, gell.... ;o)

weiᅵ nicht, da war ich noch nicht.

>> Das ᅵbertrᅵgt sich natᅵrlich auch auf die Rᅵnge. Und wenn ich mir manche
>> Argumente in der Gruppe so anschaue, ist der beleidigende Umgangston
>> nicht die Ausnahme oder gar geᅵchtet.
>
> Ja, das stimmt.
> Halt; stimmt nicht ganz. Vom Platz auf die Rᅵnge ᅵbertrᅵgt sich da gar nix;
> das glaub ich einfach nicht. Die Rᅵnge originieren das schon selber.

denke ich nicht. Wenn man sieht, dass, nur als Beispiel, nach jedem
Elfmeterpfiff die gesamte Mannschaft, gegen die gepfiffen wurde, den
Schiedsrichter bedrᅵngt und anschreit, oft auch kᅵrperlich angeht, und
das folgenlos bleibt, dann denke ich schon, dass das ein Signal Richtung
Publikum aussendet: der Schiedsrichter ist keine Respektsperson. Also
verhᅵlt sich das Publikum ebenso.

Selten habe ich bei einem berechtigten Pfiff mal Zustimm ung im Publikum
gehᅵrt, wenn es um die eigene Mannschaft geht. Und ich sitze schon immer
nur in den Warmduscherblocks.

>> "Bei uns sind das AWH-H-Rufe; da hᅵngt noch ein lautes "Hoeneᅵ"
>> hintendran. :o) Und auch die kommen meist unspezifisch; einfach so;
>> irgendwann. Manchmal ist allerdings der Schiri damit gemeint. :o))"
>> Da sind ᅵberall Smileys und die sind auch ernst gemeint.
>
> Richtig, denn diese Dinge seh ich noch nicht als Problem.

ich schon, da sind wir unterschiedlicher Meinung.

Gruᅵ, Ekkart.

Andy Angerer

unread,
Nov 18, 2009, 5:53:58 AM11/18/09
to
Ekkart Kleinod formulierte aufs eloquenteste:

>>> Beschimpfungen, auch "auf dem Platz" ist da der Umgang ein ganz anderer.
>>
>> Ja; beim Eishockey zB, gell.... ;o)
>
> weiᅵ nicht, da war ich noch nicht.

Da prᅵgelt man sich relativ gern & oft aufm Spielfeld.
Und sag mir jetzt bitte keiner, das wᅵr ein Vorurteil; ich hab schon ᅵfters
Eishockey geguckt; im TV halt.

>>> Das ᅵbertrᅵgt sich natᅵrlich auch auf die Rᅵnge. Und wenn ich mir manche
>>> Argumente in der Gruppe so anschaue, ist der beleidigende Umgangston
>>> nicht die Ausnahme oder gar geᅵchtet.
>>
>> Ja, das stimmt.
>> Halt; stimmt nicht ganz. Vom Platz auf die Rᅵnge ᅵbertrᅵgt sich da gar
>> nix; das glaub ich einfach nicht. Die Rᅵnge originieren das schon selber.
>
> denke ich nicht. Wenn man sieht, dass, nur als Beispiel, nach jedem
> Elfmeterpfiff die gesamte Mannschaft, gegen die gepfiffen wurde, den
> Schiedsrichter bedrᅵngt und anschreit, oft auch kᅵrperlich angeht, und
> das folgenlos bleibt, dann denke ich schon, dass das ein Signal Richtung
> Publikum aussendet: der Schiedsrichter ist keine Respektsperson. Also
> verhᅵlt sich das Publikum ebenso.

Das bleibt aber normalerweise nicht folgenlos. Da zᅵckt der Schiri sein
Kartenspiel. Und das erwᅵhnte Siganl Richtung Publikum sendet der Schiri
selber aus, indem er scheiᅵe pfeift.

> Selten habe ich bei einem berechtigten Pfiff mal Zustimmung im Publikum


> gehᅵrt, wenn es um die eigene Mannschaft geht. Und ich sitze schon immer
> nur in den Warmduscherblocks.

Da hᅵrt man _Ver_stimmung im Publikum.
Aber nicht ᅵbern Schiri. Und daᅵ sich das Publikum ᅵber nen solchen Pfiff
gegen die eigene Mannschaft freut, ist ja nun echt zu viel verlangt.
Ich war immer sehr positiv ᅵberrascht, wie gerecht das Publikum in diesen
Dingen sogar ist. Ein Schiri muᅵ wirklich dauerhaft & grob danebenpfeifen,
damit er beschimpft wird. Kollektiv beschimpft; den einen oder anderen
blᅵden Einzelschreier gibts natᅵrlich schon ab & zu, aber auch die geben
gleich wieder Ruhe, wenn sie merken, daᅵ sie allein sind.

Joachim Parsch

unread,
Nov 18, 2009, 6:49:43 AM11/18/09
to
Andy Angerer schrieb:

>
> Ekkart Kleinod formulierte aufs eloquenteste:
> > denke ich nicht. Wenn man sieht, dass, nur als Beispiel, nach jedem
> > Elfmeterpfiff die gesamte Mannschaft, gegen die gepfiffen wurde, den
> > Schiedsrichter bedr�ngt und anschreit, oft auch k�rperlich angeht, und

> > das folgenlos bleibt, dann denke ich schon, dass das ein Signal Richtung
> > Publikum aussendet: der Schiedsrichter ist keine Respektsperson. Also
> > verh�lt sich das Publikum ebenso.
>
> Das bleibt aber normalerweise nicht folgenlos. Da z�ckt der Schiri sein
> Kartenspiel. Und das erw�hnte Siganl Richtung Publikum sendet der Schiri
> selber aus, indem er schei�e pfeift.

Das ist Unsinn. Das entsprechende Publikum vorausgesetzt kann auch ein
sehr gut und objektiv leitender SR zur Zielscheibe f�r P�beleien werden.
Um zum "Ha�objekt" zu werden, kann es schon ausreichen, da� er eine
offensichtliche Schwalbe eines St�rmers der Heimmannschaft nicht mit
einem Elfmeter belohnt.

Sicher kommt es auch vor, da� der SR aufgrund grober Fehlentscheidungen
und schlechtem "Spiel-Management" den Unmut meist beider Fangruppen auf
sich zieht, das ist aber nicht unbedingt der h�ufigste Grund f�r das
Geschrei.

Gru�
Joachim

Andy Angerer

unread,
Nov 19, 2009, 4:42:13 AM11/19/09
to
Joachim Parsch formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer schrieb:
>>
>> Ekkart Kleinod formulierte aufs eloquenteste:
>> > denke ich nicht. Wenn man sieht, dass, nur als Beispiel, nach jedem
>> > Elfmeterpfiff die gesamte Mannschaft, gegen die gepfiffen wurde, den
>> > Schiedsrichter bedr�ngt und anschreit, oft auch k�rperlich angeht, und
>> > das folgenlos bleibt, dann denke ich schon, dass das ein Signal
>> > Richtung Publikum aussendet: der Schiedsrichter ist keine
>> > Respektsperson. Also verh�lt sich das Publikum ebenso.
>>
>> Das bleibt aber normalerweise nicht folgenlos. Da z�ckt der Schiri sein
>> Kartenspiel. Und das erw�hnte Siganl Richtung Publikum sendet der Schiri
>> selber aus, indem er schei�e pfeift.
>
> Das ist Unsinn.

Nein.

> Das entsprechende Publikum vorausgesetzt kann auch ein
> sehr gut und objektiv leitender SR zur Zielscheibe f�r P�beleien werden.
> Um zum "Ha�objekt" zu werden, kann es schon ausreichen, da� er eine
> offensichtliche Schwalbe eines St�rmers der Heimmannschaft nicht mit
> einem Elfmeter belohnt.

Das erlebe ich nicht so.
Was lat�rnich nix beweist. Der ma�gebliche Teil in Deinem Text d�rfte "das
entsprechende Publikum vorausgesetzt" sein.

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