Als Lizenzfrischling sehe ich mich zur Zeit nach meinem ersten eigenen
Schirm um und bin auf eine technische Frage gestossen, die mir hoffentlich
einer von Euch beantworten kann:
Paratec bietet neben den 9-Zellern, die auch andere Firmen als
Einsteigermodell führen, den Super Seven an, also einen 7-Zeller zum
Einstieg. Was genau unterscheidet nun eigentlich grundsätzlich das
Flugverhalten eines 9-Zellers von dem eines 7-Zellers? Wenn ich das richtig
verstanden habe, dann öffnet der 7-Zeller besser, fliegt langsamer, flaret
gutmütiger und ist zudem noch preiswerter, das klingt für mich nach dem
idealen Anfängergerät - aber warum gibt es dann in diesem Segment sonst nur
9-Zeller? Einen Turbo kann ich mir später immer noch leisten, falls ich ihn
je beherrschen sollte!
Ich hoffe auf zahlreiche Aufklärer und danke Euch vorab schon einmal für
Eure Mühe! :)
Blue Skies, Christian
> Paratec bietet neben den 9-Zellern, die auch andere Firmen als
> Einsteigermodell führen, den Super Seven an, also einen 7-Zeller zum
> Einstieg. Was genau unterscheidet nun eigentlich grundsätzlich das
> Flugverhalten eines 9-Zellers von dem eines 7-Zellers? Wenn ich das richtig
> verstanden habe, dann öffnet der 7-Zeller besser, fliegt langsamer, flaret
> gutmütiger und ist zudem noch preiswerter, das klingt für mich nach dem
> idealen Anfängergerät - aber warum gibt es dann in diesem Segment sonst nur
> 9-Zeller? Einen Turbo kann ich mir später immer noch leisten, falls ich ihn
> je beherrschen sollte!
Generell kann man sagen, dass 7 Zeller aufgrund des niedrigeren "Aspect
Ratio's (Streckung)" = Verhältnis Breite / Tiefe schlechter gleiten als
9 Zeller. Zum Vergleich: Segelflugzeuge haben ein hohes A R - sie
gleiten unglaublich weit.
Ausserdem sind sie meistens etwas träger, da die Zellen etwas höher
sind. Das Öffnungsverhalten ist etwas "sicherer" als bei 9 Zellern
(Stichwort "Aspect Ratio"). (Alles erstmal ganz pauschale Aussagen, ohne
Bezug auf irgendeinen Schirm).
Ich muss ehrlich sagen, dass mich das flaren bei den ersten Sprüngen
gefordert hat, da es vom timing anders ist als bei 9 Zellern (7 Zeller
sinkt mehr als 9 Zeller - s.o.). Alles in allem aber bin ich nach ca.
400 Sprüngen mit meinem 135er Super 7 sehr zufrieden (lässt sich auch
prima hooken...;).
Der einzige echte Nachteil an einem 7 Zeller ist für mich, dass wenn ich
Tandemvideo mache (=spät raus) und dann der Spot lang ist, die
Aussenlandung vorprogrammiert ist (s.o. schnelles Sinken = "schlechtes"
Gleiten). Diesen Effekt kann ich auch prima beobachten, wenn ich mit
anderen Schirmen am Himmel hänge, mein 7 Zeller verbraucht deutlich mehr
Höhe als die 9 Zeller.
--
Bis denne, blue skies,
Dieter Andreas Sattler, EXPO 2000 City Laatzen (Hannover), GERMANY
> Paratec bietet neben den 9-Zellern, die auch andere Firmen als
> Einsteigermodell führen, den Super Seven an, also einen 7-Zeller zum
> Einstieg. Was genau unterscheidet nun eigentlich grundsätzlich das
> Flugverhalten eines 9-Zellers von dem eines 7-Zellers? Wenn ich das richtig
> verstanden habe, dann öffnet der 7-Zeller besser, fliegt langsamer, flaret
> gutmütiger und ist zudem noch preiswerter, das klingt für mich nach dem
> idealen Anfängergerät - aber warum gibt es dann in diesem Segment sonst nur
> 9-Zeller? Einen Turbo kann ich mir später immer noch leisten, falls ich ihn
> je beherrschen sollte!
>
Hallo Christian
Alles was Du zu 7-Zellern gesagt hast stimmt im Prinzip - ein 9-Zeller
ist halt schneller und wendiger und macht daher mehr Spaß (wir
vergleichen hier natürlich ZP-Kappen gleicher Größe), daher sind die
9-Zeller so weit verbreitet. Trotzdem ist der Super-7 aus den von Dir
genannten Gründen ein sehr guter Einsteiger-Schirm, und verglichen mit
anderen ZP Kappen wirklich sehr günstig (das gilt jetzt aber nicht
unbedingt für alle 7-Zeller).
Viel wichtiger ist beim Kauf des Einsteiger-Schirms aber folgender Hinweis:
Bei Dir wird sich relativ schnell Interesse an einem kleineren Schirm
bemerkbar machen - viel schneller als Du im Moment glaubst!
Daher ist es nicht unbedingt die beste Idee, Dir jetzt ein nagelneues
maßgeschneidertes Komplettsystem zuzulegen. In einem Jahr möchtest Du
eine kleinere Kappe springen, da ist dann das Gurtzeug eigentlich etwas
zu groß. In zwei Jahren geht es dann wieder eine Kappengröße runter -
und da ist dann das Gurtzeug wirklich zu groß und etwas komplett Neues
muß her...
Besser ist da für den Anfang was gebrauchtes, denn gerade am Anfang
hangelt man sich relativ schnell die Kappengrössen hinunter.
Mit etwas Glück kannst Du den gebrauchten in 1-2 Jahren mit geringem
Verlust verkaufen und Dir dann Dein Traumsystem zulegen...
Oder alternativ: Suche Dir eine möglichst kleine Hauptkappe aus -
natürlich ohne dabei Kopf und Kragen zu riskieren - und kaufe die
möglichst gebraucht. Dazu dann Gurtzeug + Reserve neu und
maßgeschneidert - den Container dabei so klein wie möglich, so daß die
Hauptkappe gerade noch reinpasst.
Da kannst Du dann bei Bedarf so 1-3X eine kleinere Hauptkappe reinhängen
und kannst Gurtzeug + Reserve eine ganze Weile nutzen.
Kannst ja hier mal schreiben was Du wiegst, wieviel Sprünge Du hast und
welche Kappe Du zuletzt gesprungen bist - dann können wir alle zusammen
über die optimale Kappe "abstimmen"...
Blues
Wolfgang
BS
ulli wambach
"C. Kaufhold" schrieb:
vielleicht machst Du Dir ja zu viele Gedanken. Oder Du hast zu viel Geld. Denn
erstmal ist es ja wohl wichtiger das Geld zum Lernen auszugeben und nicht für
teures, neues Equipment.
Schau doch lieber, was in Deiner Nähe (Verein, größere Plätze usw.) an
gebrauchtem zu haben ist. Welche Schirmgröße zu Dir passt können Dir sicher
Deine Lehrer oder der Rigger sagen. Ein gebrauchtes Gurtzeug probiert sich
auch ganz leicht an. Und Du hast dadurch die Möglichkeit verschiedene zum
Verkauf angebotene Systeme zu springen, um selbst zu schauen was Dir gefält.
Nur nicht zu schnell zu kleine Schirme springen!!! ; )
nina