Es wird schmerzlich für Sie sein zu erfahren, daß unser Freund und
Skydiver Michael Haase gestern am 13.05.2001 auf dem Flugplatz
Neuhausen (Spree-Neiße-Kreis) tödlich verunglückte.
Die Trauerfeier ist am Freitag den 18.05.2001 um 10.00 Südfreidhof in
Cottbus.
Ayub
Jedenfalls mein aufrichtigstes Beileid an die Familie und Freunde von
Michael Haase!
:-(((( :-(((
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und das Du dich damit auseinandersetzt, daß die letzten 15min deines Lebens
angebrochen sein könnten ist schon bezeichnend für unseren Sport. Jedes
Wochenende sterben dutzende Verkehrsteilnehmer in unserem Land in ihren
Autos. Und trotzdem denken wir auf der Fahrt zum Flugplatz nicht an einen
Verkehrsunfall.
Das ist sicher kein Trost für die Familie und Freunde von Michael Haase!
Mein Beileid
PS: Für uns Fallschirmspringer wäre aber schon interessant wie der tragische
Unfall
passiert ist. Die Presse geht das jedoch weniger an.
Mein aufrichtiges Beileid seinen Angehörigen und seinen Freunden!
Aber vergesst in eurem Leid nicht, letztendlich ist Michael nur
vorausgegangen.
ciao
Mi
Mir brauchst Du das nicht zu sagen. Aber trotzdem kommen einem diese
Gedanken. Wie mir auch jedesmal auf der Autobahn gedanken kommen, wenn ich
gerade im Radio von einem schweren Verkehrsunfall gehört habe!!
BTW, es soll nicht verschwiegen werden, daß das Risiko im Fallschirmsport
tödlich zu verunglücken tatsächlich 8x höher ist als im Straßenverkehr -
wenn man die Anzahl der jeweils beteiligten den Toten gegenüberstellt.
Ich denke, das größte Risiko entsteht vor allem dann, wenn man ständig die
absolute Unbedenklichkeit dieses Sportes anpreist wie es manche heute tun.
Wenn ich manchmal im Web Diskussionen beobachte habe ich den Eindruck, daß,
wer nicht völlig ohne Angst und völlig unbeschwert aus dem Flieger springt
bei manchen Springern schon als uncool angesehen wird.
Das ist die Gefahr!
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FYI:
Gruss
Sven
>> PS: Für uns Fallschirmspringer wäre aber schon interessant wie der tragische
>> Unfall passiert ist. Die Presse geht das jedoch weniger an.
Das sind keine Informationen, das ist der uebliche presse bull shit! Was
ist denn nun wirklich passiert?
Wir lernen aus eigenen Fehlern und denen der anderen in unserem Sport,
aber das geht nicht ohne sachliche Informationen. Mir ist in den
vergangenen Jahren aufgefallen, dass Unfallhergaenge in Deutschland hier
in der deutschen NG immer totgeschwiegen werden, im Gegensatz zur UK und
US newsgroup. Warum eigentlich?
Mein Beileid an Michaels Angehoerige und Freunde.
blue skies
@nne
Anne Heck - Editor and Webmaster
** skyXtreme ** - The Skydive Online Magazine
http://www.skyxtreme.com
http://www.skydiveworld.com
hab noch eine meldung gefunden.
ist aber auch nicht viel aussagekräftiger
http://www.berliner-morgenpost.de/archiv2001/010515/brandenburg/story421711.html
cu
markus
Ja, es ist furchtbar. Mein Beileid an alle Angehörigen.
Aber jetzt würde ich doch gerne mal wissen wie das passiert ist. Mein
Lehrer hat auch gesagt, dass ich in niedrigen höhen keine radikalen
Drehungen fliegen soll, da sich sonst die Fangleinen verdrehen können.
Wie soll das denn passieren? Zum Zeitpunkt des Drehens ist der Schirm
doch voll belastet und kann doch eigentlich verdrehen? Wie kann sowas
trotzdem passieren? Ich fände es gut, wenn ein ausführlicher
Unfallberich veröffentlich würde, so wie es die Amerikaner immer
machen, damit wir eventuell daraus lernen können und nicht die selben
fehler machen. Es ist ja schon echt schlimm, aber unfälle dürfen nicht
totgeschwiegen werden in der szene. Wenn man in der Presse nichts
liest, ist das ja ok. Man denke nur an alle Whuffos, die jetzt wieder
kommen und sagen: "Haste das gelesen? Da ist _schon wieder_ einer
verunglückt. Warum machst du überhaupt diesen gefährlichen Sport?" Wir
können zwar nicht bestreiten das Fallschirmspringen ungefährlich ist,
aber ich denke mal nur aus Fehlern können wir lernen. Und da man bei
Fallschirmspringen nun mal keine Fehler machen darf, muss man aus den
Fehlern von anderen lernen.
-Rest in Peace Michael Haase-
Gruß,
Max
Als Anfänger behalte ich eine Aussage eines guten Springerfreundes im Kopf,
auf die Frage ob er sich Gedanken über den Tod macht:
"Mach Dir zunächst Gedanken über das Leben, bevor Du zuviel über den Tod
nachdenkst"
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Tiefes Beileid an die Freunde und Angehörigen.
Axl
mein tiefes Beileid an alle, die Michael näher kannten und
standen!!!
Habt jetzt die Kraft, die Ihr braucht, die schwere Zeit durchzustehen!!!
-
Solche Meldungen machen mich schon immer wieder nachdenklich. Aber
auch
Meldungen über jeglichen Tod. Ob durch Unfall oder Krankheit
oder durch
was auch immer. Es wird mir bewußt, daß unser aller
Leben eben nur endlich
ist.
Ich bin nicht Würgers Meinung. Ich würde lieber im Sport
umkommen, als z.B.
nach langer schwerer Krankheit sterben zu müssen. Wenn es
schon sein muß,
dann lieber gleich Tod, als z.B. Querschnittgelähmt im Rollstuhl
oder mit
Hirntumor dahinvegetieren.
Ich denke auch nie an "die letzten 15 Minuten" beim Einsteigen in
den Flieger.
Nein, ich bin kein Held oder besonders mutig! Warum muß man
sich solche
Gedanken machen? Es kann doch überall passieren, oder? Im
Auto, beim Skifahren,
in der Linienmaschine, im Zug, einfach überall.
Ja, ich habe Respekt vor dem Fallschirmspringen. Ich habe aber keine
Angst.
Mein Ausbilder sagte immer, habe vertrauen in das, was du gelernt
hast und
in dich.
Das Vertrauen in sich und in das was man gelernt hat, gepaart mit
dem nötigen
Respekt, gibt mir das Gefühl, Fallschirmspringen als Sport
betreiben zu können.
Klar habe ich auch immer das komische Gefühl vorm ersten Sprung
nach der Winter-
pause. Aber es ist nicht Angst! Wenn ich Angst hätte, dann
würde ich es nicht tun.
Wißt ihr was ich meine?
Komme gerade von einer Woche Hupfen in Klatovy zurück. Erster
Sprung nach der
Winterpause. Ich hatte schon ein flaues Gefühl in der Magengegend.
Aber die An-
spannung war weg, als ich im Flieger saß. Und als ich bei
4000 Meter ausstieg,
ich in der Luft alles unter Kontrolle hatte, war alles wie immer.
Einfach nur g..l.
Schlimmer empfand ich es vor 2 Jahren, als wir nach der Winterpause
in Lake Wales
in die Maschine einsteigen wollten und ein Springer stürzte
direkt vor unseren
Augen ab. LineOver an der Reserve. Er war sofort tod. Die DZ wurde
nicht geschlossen.
Wir schauten uns alle an und stiegen dann trotzdem in den Flieger.
Fragt aber nicht,
was wir alle gedacht haben. Das hat den "Respektlevel" wieder gewaltig
angehoben.
Am Sonntag in Klatovy saß ich gemütlich auf der Bank
vorm Manifest und sah
den Springern bei den Landungen zu. Alle landeten Gegenwind wie
es sich gehört,
als ich auf einmal einen Springer sah, der in ca. 60 Meter Höhe
ohne ersichtlichen
Grund die Richtung änderte und mit viel Speed am Boden zweimal
aufschlug und regungs-
los liegen blieb.
Sigi, Springer und Doktor, leistete sofort erste Hilfe. Sie war
bei Bewußtsein und wurde
auf dem Vakuumbett ins Krankenhaus gebracht. Soweit ich weiß,
ist es eine schwere Ver-
letzung der Wirbelsäule, welche aber nicht operiert werden
muß. Keinerlei Bewegung in
den nächsten Wochen. Ich drücke ihr alle Daumen, daß
sie wieder gesund wird!!!
Man erzählte, sie ist eine erfahrene Springerin. Hmmm. Es hätte
auch schlimmer ausgehen
können. Trotzdem springe ich weiter Fallschirm und hoffe,
daß mir soetwas nie passieren
wird.
In diesem Sinne: Allways blue skies and soft landings
R@iner
PS: Würger, woher nimmst Du das 8 fach höhere Risiko?
Gibt es Statistiken? Irgendwie habe
ich noch irgendwo Zahlen, daß z.B. Inlineskaten
wesentlich gefährlicher ist, als
Fallschirmspringen. Ich werd mal suchen ...
```
(o o)
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please reply to: mailto:rai...@skydiver.de
take a look at: http://www.rainerullrich.de
remember the time when skydive was dangerous and sex was safe....
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Ganz Recht, da gibt es Statistiken drüber. Das interessante ist, daß ich auf
Skydiver-Homepages oft geschönte Statistiken sehe, die zeigen wollen, daß
Fallschirmspringen überhaupt das ungefährlichste überhaupt ist.
Einige Zahlen vom DFV und vom Statistischen Bundesamt:
Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, daß im Jahre 1999 8395 Menschen
im Straßenverkehr auf jede erdenkliche Art und Weise ums Leben gekommen
sind. Wenn wir davon ausgehen, daß alle Menschen dieses Landes, vom Baby bis
zum Greis auf ihre Art und Weise Verkehrsteilnehmer sind, kommen wir auf
eine Verkehrsteilnehmer-Anzahl von 80000000 (in Worten: Achzigmillionen).
D.H., 8395 Tote unter 80000000 Teilnehmern.
Oder anders gesagt: Jeder 9529. Teilnehmer kommt jedes Jahr ums Leben.
Die Zahlen des DFV: Unter 9500 lizensierten Springern gab es im Jahre 1999 8
tötliche Unfälle, da hier nicht die ganze Bevölkerung, sondern nur die
Springer selber als Teilnehmer gezählt werden können verringert sich das
ganze, es sind also 8 unter 9500.
Oder anders gesagt: Jeder 1187. Springer kommt jedes Jahr ums Leben.
Damit ist die Wahrscheinlichkeit, im *Straßenverkehr* ums Leben zu kommen
8,02 mal GERINGER.
Nochwas zu den "letzten 15 Minuten": Ich denke, niemand denkt beim Springen
daran. Aber was ist, wenn man von Unfällen hört? Es ist wie beim Autofahren
auch, wo dann die Gedanken kommen, wenn man von einem Unfall hört.
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Meine Rechnung wäre eine andere: Im Jahr 1999 wurden in D ca. 319.300
Sprünge gemacht, dabei gab es 8 Tote -> 0.0025% aller Sprünge enden
tödlich (oder anders gesagt: jeder 39875te Sprung). Denn was nutzt es,
die Anzahl aller Springer zu kennen, wenn z.B. ein Teil davon während
der Saison nicht aktiv gewesen ist.
Allerdings sollte man generell mit solchen Rechnungen vorsichtig sein,
denn letztlich lassen sich Straßenverkehr und Springen wohl kaum
"sinnvoll" gegenüberstellen.
Bis denne, blue skies,
--
Dieter Andreas Sattler, EXPO 2000 City Laatzen (Hannover), GERMANY
http://www.fununlimited.de