ich habe vor kurzem mit jiu jitsu angefangen. jiu jitsu habe ich gewählt,
weil es eine mischung aus effektiven und fliessenden techniken ist (meine
meinung). leider finde ich jedoch dass es zu sehr auf SPORT ausgelegt ist,
deswegen habe ich mir wing tsun angeschaut und bin am überlegen, zu
wechseln. jiu jitsu möchte ich aber nur sehr ungerne aufgeben, deswegen
meine frage:
gibt es argumente DAGEGEN, jiu jitsu und wing tsun gleichzeitig zu lernen?
Zwei Kampfsportarten gleichzeitig zu erlernen ist zwar nicht unmöglich,
aber doch schwierig. Zumal Du sagst, dass Du erst vor kurzem angefangen
hast. Dann bist Du sicherlich noch nicht alle Bewegungsabläufe gewohnt und
dann kann es leicht sein, dass du Bewegungen durcheinander bringst, oder
plötzlich total auf dem Schlauch stehst.
Vielleicht wäre es auch sinnvoll, erst ein paar Jahre die eine Sportart
alleine
zu betreiben und dann erst mit der anderen zu beginnen.
Wenn Du dich aber dafür entscheidest, beide Sportarten parallel zu
betreiben,
dann musst Du dir nur darüber im Klaren sein, dass der "gewünschte Erfolg"
sich nicht in beiden Sportarten gleich schnell einstellt, sondern unter
Umständen
in Jiu Jitsu und Wing Tsung etwas länger auf sich warten lässt und Du mehr
Aufwand hast um "dein Ziel" zu erreichen.
Egal, wie Du dich entscheidest, ich wünsch Dir viel Spaß beim Sport.
Gruß
Simon
"André" <andre.w...@rwth-aachen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bcsbo8$ngf$1...@nets3.rz.RWTH-Aachen.DE...
Also bei mir ist es nicht anders, ich überlege auch 2 kampsportarten zu
machen, zur Zeit betreibe ich Ju-Jutsu (kombination aus Karate, Aikido,
Judo, Jiu Jitsu), da mich allerdings noch Aikido reizt gedenke ich auch das
zu beginnen, der unterschied zwischen uns beiden besteht nur darin das beide
Kampfsportarten sich ergänzen... bzw. stellt Aikido zum JJ eine Ergänzung
dar, nun weiß ich nicht wie es bei wing tsun steht, jedoch denke ich das
man, wenn man 2 Kampfsportarten betreiben will, es sich um Kampfsportarten
handeln sollten, die sich gegenseitig ergänzen und wobei im endeffekt die
Techniken ineinander überfließen können.
Dann würd ich meinen das es dann auch nicht ein so großes Problem darstellt
beide Kampfsportarten intensiv und mit Erfolg zu betreiben.
Allerdings halte ich es nicht für sinnvoll mehrere Kampfsportarten zu
trainieren die sich von Grund auf unterscheiden.
Gruß
Stephen
André <andre.w...@rwth-aachen.de> schrieb in im Newsbeitrag:
bcsbo8$ngf$1...@nets3.rz.RWTH-Aachen.DE...
Warum dann noch Aikido?
Ju-Jutsu besteht eh´ schon aus 4 KK´s
> Allerdings halte ich es nicht für sinnvoll mehrere Kampfsportarten zu
> trainieren die sich von Grund auf unterscheiden.
>
Also ich bin gut damit zurechtgekommen 2 grundverschiedene KK´s zu machen.
Shotokan Karate = Harte KK
Tai Chi = Weiche KK
Ergaenzt sich sehr gut. IMHO
JoSi
--
Heutzutage gibt es alles moegliche.
Da werden Lila Kuehe auch schon mal lila angemalt. (Ein Arbeitskollege)
Weil ich es nicht für falsch halte eine diesa Kampfsportarten intensiver zu
trainieren, denn Ju-Jutsu behandelt ja nicht jede der KK mit der intensität
wie wenn man sie einzeln traniert.
> Also ich bin gut damit zurechtgekommen 2 grundverschiedene KK´s zu machen.
> Shotokan Karate = Harte KK
> Tai Chi = Weiche KK
Naja ich denke ma Tai Chi kann man fast mit allem verbinden da es ja
irgendwie hauptsächlich Training für Körper, Geist, Gleichgewicht,
Gesundheit etc. ist und das ist bei jeda KK nützlich.
Tai Chi scheint allerdings auch nich schlecht zu sein.
Gruß Stephan
>> Also ich bin gut damit zurechtgekommen 2 grundverschiedene KK´s zu machen.
>> Shotokan Karate = Harte KK
>> Tai Chi = Weiche KK
>
> Naja ich denke ma Tai Chi kann man fast mit allem verbinden da es ja
> irgendwie hauptsächlich Training für Körper, Geist, Gleichgewicht,
> Gesundheit etc. ist und das ist bei jeda KK nützlich.
^^^^^^^^^^
Das ist natuerlich am *allerwichtigsten* .
> Tai Chi scheint allerdings auch nich schlecht zu sein.
Fuer sich alleingenommen?
Ja, geht auch recht gut.
JoSi
--
Der Nuschler schprach "Der Schüttelreim isch scho gut, da rüttelt'sch
eim..." (Helmut Wicht in d.r.m)
> gibt es argumente DAGEGEN, jiu jitsu und wing tsun gleichzeitig zu
> lernen?
>
Im wesentlichen gibt es zwei Argumente: Du koenntest Dich verzetteln und
Du koenntest verschiedene "Antworten" auf aehnliche Kampf"fragen"
eindrillen, so dass Dein Koerper im Ernstfall verwirrt ist was er tun
soll.
Aber andererseits ist das alles nicht so wichtig. Wenn Dir das Spass
macht, mach es einfach. Im Zweifelsfall entscheidest Du Dich nach einer
Weile sowieso fuer das eine oder das andere. (Insbesondere wenn Du mit
dem WT anfaengst. Bei dem unaufhoerlichen Agitprop in dem Stil wirst Du
entweder irgendwann Kerni-Juenger oder die fliehst von dannen...)
Zai jian,
Ingo
--
For a person who has never seen the Orient a lotus is still a lotus,
for me it is only a kind of onion. --- G. de Nerval
> Allerdings halte ich es nicht für sinnvoll mehrere Kampfsportarten zu
> trainieren die sich von Grund auf unterscheiden.
>
Man kann das Argument auch umdrehen: bei aehnlichen KKs kommt es eher zu
verwirrendem Ueberlapp, wenn die KKs sehr verschieden sind kann man die
einfacher auseinanderhalten. Kickboxen und Judo z.B. laesst sich IMHO
prima kombinieren: Du schaltest einfach aus dem Kickboxen ins Judo wenn
Du ins "clinchen" kommst und wenn der Gegner aus Deinem Griff rauskommt
schaltest Du wieder ins Kickboxen.
Wenn Du mehrere KKs machst, wirst Du immer an der Kombination feilen
muessen, so oder so.
> Also ich bin gut damit zurechtgekommen 2 grundverschiedene KK´s zu
> machen. Shotokan Karate = Harte KK Tai Chi = Weiche KK Ergaenzt
> sich sehr gut. IMHO
>
Naja, unter Taiji-lern gelten Karateka als Paradebeispiel fuer
hoffnungslose Faelle, weil die so steif, eckig und hart sind, dass es
nie was wird mit dem Taiji. Aber Du machst sicher "Gesundheits-Taiji",
das kann in der Tat sowohl die 80-jaehrige Oma als auch der
Karate-geschaedigte. =o)
Meine Erfahrung: Mit Avci Wing Tsun habe ich Ju-Jutsu besser verstanden
- und ich hätte es bei Paralleltraining auch verbessern können.
In sofern ist JJ inkompatibel zu AWT, daher würde ich umsteigen.
Als zweiter Stil empfiehlt sich etwas, was im WT/JJ kaum vorkommt,
und da sind die philippinischen Künste (Arnis/Escrima) eine weit
bessere Ergänzung.
Gruß, Ralf.
Das kann aber wirklich ein "Gesundheits-Tai Chi" sein.
Mir ist das aber egal, da ich mich wohl fuehl dabei.
JoSi
--
Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur der Zeitraum
zwischen zwei Kriegen - Friede ist mehr. Friede ist das Gesetz
menschlichen Lebens. Friede ist dann, wenn wir recht handeln und wenn
zwischen jedem einzelnen Menschen und jedem Volk Gerechtigkeit herscht.
> Das kann aber wirklich ein "Gesundheits-Tai Chi" sein.
> Mir ist das aber egal, da ich mich wohl fuehl dabei.
>
Prima! (Ehrlich gemeint, nicht ironisch.)
Da kann ich nur beipflichten. Ich hatte auch mit Avci WingTsun und
Escrima begonnen und ca. 6 Monate lang versucht noch beim TaeKwonDo zu
bleiben.
Aber die traditionellen Kampfsportarten wie TKD,Karate,JJ,Judo
unterscheiden sich doch ziemlich davon
(ACHTUNG: Ich will damit nichts beurteilen oder sagen, dass was besser
oder schlechter ist :D)
und man wird im Training Probleme bekommen, weil man aufhört auf die
Kampfsportregeln zu achten.
Versuch es trotzdem mal und mach deine Erfahrungen, denn manche Leute
können wirklich gut zw. 2 Stilen umschalten, aber meistens vermischen
sich alle Einflüsse was zwar für die Selbstverteidigung optimal ist aber
nicht für sportliche Wettkämpfe.
MfG
Stefan
http://board.wteo.org
Yuriy.
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Kommt möglicherweise etwas auf den Stil an :-)
Ich mache Seigo-Ryu, da kommt mir Shotokan auch schon etwas
'steif' vor, wenn ich mir das so ansehe.
Zum Thema:
Ich hatte bei Kombination Karate (Seigo-Ryu) / Aikido ein
bisschen Problem, den Konter-Reflex zu unterdrücken, besonders
wenn's schnell geht.
(hab dan Aikido wieder 'dran gegeben, weil mir das Kontern
offensichtlich ein 'inneres Bedürfnis' ist ...)
--
Karsten P. Hoffmann <kphof...@rp-plus.de>
"The Answer to the Great Question of Life, the Universe and
Everything is Forty-Two", said Deep Thought, with infinite
majesty and calm. [In memoriam Douglas Adams, 1952-2001]
Ich mein, ich mach jetz JJ und Aikido... aber allein durch die Gegensätze..
Aikido = weich, JJ = hart, im AIkido soll man locker leicht flockig bleiben,
nud das Zentrum bewegen etc. (oder so ähnlich *gg* newbie) ;) und im JJ
muss man viel steifer und angespannter sein um zu blocken und zu schlagen,
passen die beiden Kampfstile wirklich zusammen?
Passt Aikido überhaupt mit einem harten Kampfstil zusammen?
Nö.
> Oder ist es mehr so zu verstehn das ich dem Angreifer ausweiche und
> unter ausnutzung seiner Energie an mir vorbeiführe und anschließend
> einen Kniestoß verpasse oder so?
Naja... teilweise. ;-) Sich so bewegen, daß sich seine Energie gegen ihn
selbst richtet.
>im AIkido soll man locker
> leicht flockig bleiben, nud das Zentrum bewegen etc. (oder so ähnlich
> *gg* newbie) ;)
Eigentlich bleibt das Zentrum gerade "unbewegt".
>passen die beiden Kampfstile wirklich zusammen?
Es gibt letztlich keine unterschiedlichen Kampfstile. Es gibt nur
unterschiedliche didaktische Schwerpunkte, um sich dem umfassenden
"Phänomen Kampf" lernend zu nähern. In einem echten
(Selbstverteidigungs-)Kampf kommt vor, was eben gerade vorkommt - also
musst Du (als Ideal) auch alles können.
> Passt Aikido überhaupt mit einem harten Kampfstil zusammen?
Wenn "hart" gemeint ist als Schlag-/Trittbetont - prinzipiell ja, da das
realexistierende Aikidotraining, was man normalerweise hier so bekommt,
in dieser Hinsicht manchmal etwas unterentwickelt ist.
Es gibt im Grunde zwei Wege: Den über die Weichheit zur Härte, und den
über die Härte zur Weichheit. Also sollte man generell als Anfänger
erstmal *einen* Stil zumindest mal 1-2 (besser 5) Jahre lang konsequent
machen, weil man ansonsten leicht in konzeptionelle Verwirrung gerät.
bye
Thomas
Das nennt sich dann Aikijujutsu, z.B. im Daito-ryu Aikijujutsu. :)
Nee, aber mal im Ernst, Aikido und JJ passen überhaupt nicht zusammen.
Zwar werden im JJ auch Aiki-Grundsätze angewendet, wie eben keine
harten Blöcke und Ausweichen usw, aber das ist in anderen KK genauso.
Aikido ist eine Kampfkunst, mit betonung auf Kunst. Vom JJ ist von den
klassischen Techniken nicht allzuviel übrig geblieben, JJ ist
hierzulande eine effektive und moderne SV.
Beinahe alle Techniken des Aikido finden sich auch im JJ wieder.
Allerdings sind gewisse Sachen eben universell, einen Kotegaeashi oder
einen Shihonage findest Du im Aikido, aber auch in etlichen anderen KK
wieder (wenn auch unter anderen Namen), weil es für bestimmte Probleme
eben nur bestimmte gute Lösungen gibt.
Wenn Du magst, mache beides. Ob es Sinn macht, mußt Du für Dich selber
entscheiden.
--
Mit freundlichen Grüßen, Klaus "Doc" Kessler, Germany
Schwerter, Rüstungen, Kampfkunst : http://www.langschwert.de
Verein f. trad. jap. Kampfkünste : http://www.schwertsport.de
Kintasha schrieb:
[JJ-Aikido]
Ist mal wieder die Frage was Du willst. Wenn Du Dich verteidigen willst,
warum machst Du Aikido und nicht nur JJ. Wenn Du Kunst und Schönheit
willst warum machst Du nicht Aikido. Wenn Du beides willst mußt Du schon
beides Trainieren und JJ und Aikido dürften sich weniger widersprechen
als andere KKs es tun.
greets Elch
> gibt es argumente DAGEGEN, jiu jitsu und wing tsun gleichzeitig zu
> lernen?
Ich glaube irgendwo selbst diese Frage mal beantortet bekommen zu haben
mit den Worten : "Mach lieber eine Sache richtig, als viele Sachen halb"
Es wäre sicherlich besser, wenn man schon 2 KK-Arten paralell lernen
will, diese KK-Arten so zu wählen, daß sie nicht zu widersprüchlich
zu einander sind.
Mal abgesehen davon, daß irgendwann die "Glaubensfrage" in deinem
Gehirn aufpoppt... deine Lehrer merken werden, daß Du gelegentlich mal
einen Angriff mit der Methode aus der anderen Schule abwehrst...
Du brauchst ja auch doppelt soviel zeit (plus den Verwirrungs-, evtl
demotivationsfaktor) um weiter zu kommen.
Unmöglich ist es jedoch nicht... die Sinnfrage darf sich aber einem
stellen.
Vielleicht lieber
a) bei den verschiedenen KK-Schulen probetrainieren. Ich kenne keinen
Stil
oder Lehrer der da etwas gegen hätte.
b) Wenn schon, dann vielleicht eine Kombination aus KKs die
verschiedene Zielsetzungen haben. Prominentes Beispiel - Karate & kendo
oder wing chun und escrima... (wc & escrima ist schon verwirrend genug
durch die komplett verschiedenen stände)
Ich kann mir auch vorstellen das Kendo & Laido besser harmoniert als
WC/WT und JJ - dort wird die "Glaubensfrage" sehr schnell aufkommen...
----
Man kennt vielleicht Die doofe Situation einen "Klugscheisser" in der
Schule zu haben der den Unterricht damit stört(oder bereicher)
das er die Abwehr von irgendwas aber anders machen würde....
...bei der 2ten Nachfrage kommt dann raus er ist eigentlich ein
heimlicher Fan von einer anderen KK...
(aber vermutlich macht ers in der anderen Schule genauso :o)
--
Oder aus sicht des Schülers... man ist beim Gasttraining und es juckt
einen ständig diesen einfachen Angriff mit Technik ABC abzuwehren und
als Held zu posen.... es fehlt einem eben das "Big Picture" dessen
was man gerade erst anfängt zu trainieren....
Nee, lieber eine Sache richtig als viele Sachen falsch.. mein Sifu hatte
sicher recht.. (Auch diesemal *soifz*) :-)
/timo