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Selbstüberwindung - Bruchtest

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Worna Zohari

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Jun 17, 1999, 3:00:00 AM6/17/99
to
Der Bruchtest an sich ist für Ungeübte immer eine Überwindung. Angst
vor Verletzung, Angst, das Brett nicht durchzubekommen, ... aber vor
allen Dingen: Angst vor Verletzungen.
Ich bin der Meinung, eines der wirklichen Ziele ist, mit dem Geist den
Körper zu beherrschen oder wenigstens annähernd/situativ. Der Geist
hat Potential das unendlich ist, der Körper hat irgendwann klare
Grenzen. Die Grenzen, die er uns aber zeigt, sind vorgetäuscht, was
man z.B. bei der Dehnung sehr schön sehen kann. Die meisten Anfänger
hören bei den ersten Schmerzen auf, der Körper kann aber
tiefer/breiter, wenn auch nur ein Stück. Aber genau dieses Stück ist
es, was die Weiterentwicklung ermöglicht.
Die Kunst ist jetzt, mit dem "Geist" zu erkennen, wo genau diese
Grenze ist. Da ist es sicher Unfug, neun Mal auf einen Kieselstein zu
schlagen, bis die Hand gebrochen ist. Aber ein ist klar: die Hand war
bei diesem Fall gebrochen und ist nach drei Wochen wieder
funktionstüchtig gewesen, der Geist hat aber ne Menge über die
Möglichkeiten, den Körper zu beherrschen gelernt, nämlich das die
Grenze eindeutig überschritten wurde.

Vielleicht mal aus eigener Erfahrung:
Ich bin durch meine letzte Schüler-Prüfung gefallen, weil ich einen
Bruchtest (Fauststoß auf 4 cm Fichtenholz 26x26cm) versaut hatte.
Schon beim ersten, schwachen Versuch tat mir die Flosse so weh, daß
ich beim zweiten Mal nur noch locker berührte. Der Haupt-Prüfer sah
das schon fast als Beleidigung an, daß ich nicht in der Lage war,
wenigstens bei der letzten Schülerprüfung richtig reinzulangen. Ich
hatte halt einfach Schiß.
Heute (6 Jahre später) interessiert mich nicht mehr, ob ich mich
verletzen könnte oder nicht. Es ist nebensächlich, weil ich den Grad
der eventuellen Verletzung ungefähr kenne und weiß, wie schnell es
wieder heilen könnte (an meiner rechten Hand hatte ich bis heute 15
Bänderrisse, 8 Brüche und 6 x einen Knorpelriß).
Bei der letzten Bruchtest-Meisterschaft habe ich einen Fingerspieß auf
ein freigehaltenes Brett versucht und mir zwei Nägel aufgerissen und
zwei Bänder durchgerissen, hab dann direkt ne Faust geballt und mit
Adrenalin bis zum Augapfel noch mal richtig reingelangt und es
zerbrochen. OK, ich hatte zwei Wochen eine Schiene, aber das
Schei...-Brett ist durchgegangen. Ich habe meinen Körper, zumindest in
dieser Situation (Fauststoß) trotz Schmerzen beherrscht und ne schöne
und schnelle Technik gemacht. Was interessiert mich heute die
Verletzung?
Ich bin mit Sicherheit keiner von diesen bekloppten Sado-Maso-Fans.
Mir geht es darum immer wieder auszuloten, wie weit ich gehen kann,
die Hürde immer höher zu setzen und meine Technik immer mehr zu
perfektionieren. was ist daran so schlimm?
Wichtig: Damals (Schüler-Prüfung) hätte ich im Traum nicht daran
gedacht, mal solche Bruchtests zu machen.

Übrigens, genug auf die Schulter geklopft (ich weiß, daß ich toll bin)
;-)
Das war nur ´ne Antwort auf Ingo und Aufforderung zur Diskussion an
alle.

Grüße,
Worna
--
Time to visit :-)
http://www.zohari.de

Ralf Pfeifer

unread,
Jun 17, 1999, 3:00:00 AM6/17/99
to
Hi Worna,

mit schrecken las ich Dein Posting über die Verherrlichung des
Bruchtests und über das, was Du den Krankenkassen im Allgemeinen
und der Gemeinschaft der Versicherten im Besonderen antust.

Das 'Geist-ist-Stärker-als-der-Körper' Dogma ist altbekannt und
unzweifelhaft, nicht umsonst kommt in D-Land Selbstmord als
Todesursache direkt nach Herz-Kreislauf und Krebs (glaube mich
jedenfalls, an solche Statistiken zu erinnern)

Dein Training halte ich für ein Verbrechen an und für einen
Beweis mangelnde Einsicht für die 'Maschine' Körper.

Laß mich dazu den Vergleich zum Computer ziehen:
Was dem Computer beigebracht wird, erledigt er meistens schneller
und zuverlässiger als ein Mensch.
Aber der Computer kann kaum lernen, sich anpassungsen, Nahrung
suchen, sich reoparieren oder reproduzieren.

Der menschliche Körper kann dagegen sehr wenig, kann aber
lernen, und sich selbst optimieren (Prinzip von Roux, siehe
meine Homepage http://members.aol.com/PfeiferR).

Dafür hat der Körper andere Nachteile: Er lernt und löst zwar
viele komplexe Anforderungen, aber er ist dabei langsam und
selten perfekt.

Du benutzt Deinen Körper wie einen Computer. Keine Lernzeit,
kein Training. Ich kann Dir zu diesem Punkt nur einmal einen
Blick in die WTEO-Schulordnung empfehlen (http://wteo.org),
denn da wird schon dem Anfänger am Beispiel von Schützern der
Sinn eines aufbauenden Trainings erklärt.

Ich weiß, Du wirst mir wahrscheinlich antworten, daß es Dir
darum geht, eine Art Selbst-Erfahrung oder Selbsterkenntnis
zu machen, vielleicht ein Schritt zur Antwort auf die Frage
"Wer bin ich, woher komme ich und wohin gehe ich".

Aber sage mir bitte den tieferen Sinn des Bruchtests ?
Kann die Sinnfrage des Lebens durch Selbstzerstörung beantwortet
werden ?
Ich gebe zu, meine eigenen Trainingsschäden sprechen nicht dafür,
daß ich es viel schlauer angefangen habe als Du, aber ich habe
mich beim Training nie vorsätzlich in aussichtslose Überforderung
gestürzt.

Um ehrlich zu sein, ich kann aus Deinem Postig auch keine tiefere
Motivation für Deinen Willen zur 'Selbstbeschädigung' erkennen.
Vielleicht solltest Du dazu noch ein paar klärende Worte posten.

Versteh mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen Härte, ganz im
Gegenteil. Sie ist wichtiger Bestandteil eines Trainings. Aber
Härte muß für mich eine Funktion haben und Abhärtung ist ein
Entwicklungsprozeß, bei dem der Körper Gelegenheit erhalten muß,
sich anzupassen.


Gruß Ralf.

Ingo Bojak

unread,
Jun 18, 1999, 3:00:00 AM6/18/99
to
On Thu, 17 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> Der Bruchtest an sich ist für Ungeübte immer eine Überwindung. Angst
> vor Verletzung, Angst, das Brett nicht durchzubekommen, ... aber vor
> allen Dingen: Angst vor Verletzungen.
>

Was, wie man im folgenden sieht, auch eine verdammt gerechtfertigte Angst
ist! Ich halte es da lieber mit den Boxern und mit den Chinesen - im
Training immer sorgfältig die Flossen schützen und trotzdem voll zulangen,
wie die Boxer, und für den Kampf gilt: Hartes mit Weichem, Weiches mit
Hartem bekämpfen, wie es der alte Spruch in den meisten Kung Fu Stilen
sagt. In den Solar Plexus kann ich die Faust hauen, ohne daß die Knöchel
mucken und noch der dickste Schädelknochen macht beim härtesten Schlag
meine Hand nicht kaputt, wenn ich mit der Handfläche schlage. Bruchtest
sind im großen und ganzen überflüssig bis schädlich.



> Die Grenzen, die er uns aber zeigt, sind vorgetäuscht, was man z.B. bei
> der Dehnung sehr schön sehen kann. Die meisten Anfänger hören bei den
> ersten Schmerzen auf, der Körper kann aber tiefer/breiter, wenn auch nur
> ein Stück. Aber genau dieses Stück ist es, was die Weiterentwicklung
> ermöglicht.
>

Das stimmt schlicht nicht - wer immer nur bis zum ersten richtigen
Schmerzreiz geht, dehnt sicher und kommt auch zum Ziel. Man kann seinem
Körper vertrauen - sagt der ernsthaft "Aua", dann meint der das auch so
und man sollte gefälligst darauf hören!

> schlagen, bis die Hand gebrochen ist. Aber ein ist klar: die Hand war
> bei diesem Fall gebrochen und ist nach drei Wochen wieder
> funktionstüchtig gewesen, der Geist hat aber ne Menge über die
> Möglichkeiten, den Körper zu beherrschen gelernt, nämlich das die
> Grenze eindeutig überschritten wurde.
>

Eine Tatsache, die Normalos _vor_ dem dreiwöchigen Ausfall der Hand daran
erkennen, daß die Hand beim Zuschlagen unglaublich weh tut...

> wieder heilen könnte (an meiner rechten Hand hatte ich bis heute 15
> Bänderrisse, 8 Brüche und 6 x einen Knorpelriß).
>

Das sagt ja wohl alles. Und was machst Du, wenn Du schneller laufen
willst? Dir die Beine brechen und die Fußknochen zertrümmern?

> Bei der letzten Bruchtest-Meisterschaft habe ich einen Fingerspieß auf
> ein freigehaltenes Brett versucht und mir zwei Nägel aufgerissen und
> zwei Bänder durchgerissen, hab dann direkt ne Faust geballt und mit
> Adrenalin bis zum Augapfel noch mal richtig reingelangt und es
> zerbrochen.
>

Toll... Ist ja sowieso schon der Brüller, mit einem Fingerspieß gegen
_Hartes_ vorzugehen. Angesichts der anatomischen Voraussetzungen ist das
totaler Unfug (dafür sind Finger schlicht nicht gemacht) und die Quittung
hast Du ja auch prompt bekommen. Adrenalinausbrüche kann man auch haben,
ohne daß der Körper dabei auf der Strecke bleibt und die wirklich einzige
Situation in der es Sinn macht Körperteile zu opfern ist der Ernstfall mit
einem echten Gegner.

> Ich bin mit Sicherheit keiner von diesen bekloppten Sado-Maso-Fans.
>

Was sonst? Jemand der seinen Körper mittels Kampfkunst pflegt bist Du
jedenfalls offenbar nicht.

> Das war nur ´ne Antwort auf Ingo und Aufforderung zur Diskussion an
> alle.
>

Meine Meinung hast Du ja nun. Man sollte m.E. diese lustige Aufzählung
"wie ich meine Hand ruiniere um mich selbst zu überwinden" Kampfsport
interessierten Eltern in die Hand drücken, damit die mal wissen, was sich
hinter dem ganzen Geist besiegt Materie Gefasel wirklich verbirgt. Da
würde euch aber ganz schnell der Nachwuchs wegbleiben...

Ciao,
Ingo
---
"When you come to a fork in the road, take it." Yogi Berra


Worna Zohari

unread,
Jun 18, 1999, 3:00:00 AM6/18/99
to

Ralf Pfeifer <"KeineKekseFürPfeiferR"@aol.com> schrieb in im
Newsbeitrag: 37696786...@aol.com...

> Hi Worna,
>
> mit schrecken las ich Dein Posting über die Verherrlichung des
> Bruchtests und über das, was Du den Krankenkassen im Allgemeinen
> und der Gemeinschaft der Versicherten im Besonderen antust.

:-)))
Ich habe jede Menge Verbandsmaterial und Schienen auf Lager :-)
Aber Du hast Recht, meine Versicherung mußte schon den einen oder
anderen Treppensturz hinnehmen ;-)

> Das 'Geist-ist-Stärker-als-der-Körper' Dogma ist altbekannt und
> unzweifelhaft, nicht umsonst kommt in D-Land Selbstmord als
> Todesursache direkt nach Herz-Kreislauf und Krebs (glaube mich
> jedenfalls, an solche Statistiken zu erinnern)
>

> Der menschliche Körper kann dagegen sehr wenig, kann aber


> lernen, und sich selbst optimieren (Prinzip von Roux, siehe
> meine Homepage http://members.aol.com/PfeiferR).

Richtig.

> Dafür hat der Körper andere Nachteile: Er lernt und löst zwar
> viele komplexe Anforderungen, aber er ist dabei langsam und
> selten perfekt.

auch richtig.

> Du benutzt Deinen Körper wie einen Computer. Keine Lernzeit,
> kein Training. Ich kann Dir zu diesem Punkt nur einmal einen
> Blick in die WTEO-Schulordnung empfehlen (http://wteo.org),
> denn da wird schon dem Anfänger am Beispiel von Schützern der
> Sinn eines aufbauenden Trainings erklärt.

Unsinn. Ich trainiere seit 10 Jahren 3-5 Mal in der Woche, fahre jedes
Jahr 4-5 Mal in Trainingslager, hab fast jedes Wochenende einen
Lehrgang und unterrichte, gebe Lehrgänge, bin Landesprüfer und
Kampfrichter.
Also von "Keine Lernzeit, kein Training" kann keine Rede sein und
Anfänger bin ich, zumindestens meistens, auch nicht mehr. ;-)
Die WTEO-Schulordnung kenne ich. Ist auch soweit in Ordnung, aber ich
bin kein Anfänger. Bitte nochmal gründlich durchlesen vorm antworten.
:-)

> Ich weiß, Du wirst mir wahrscheinlich antworten, daß es Dir
> darum geht, eine Art Selbst-Erfahrung oder Selbsterkenntnis
> zu machen, vielleicht ein Schritt zur Antwort auf die Frage
> "Wer bin ich, woher komme ich und wohin gehe ich".

Naja, ganz so hab ich es zwar nicht ausgedrückt, aber ok.
Mir geht es darum, den Körper zu entwickeln und vor allen Dingen die
Techniken zu perfektionieren, und beim Bruchtest zeigt sich, ob die
Technik als einzelne Technik (ohne Kampf und Reaktion) funktioniert.
Stärkeres Material => bessere, schnellere und kraftvollere Technik
(und mehr Masse)

> Aber sage mir bitte den tieferen Sinn des Bruchtests ?

Aus dem Bruchtest kann man eine Menge lernen: Selbstüberwindung,
bessere Technik, Schnelligkeit, Präzision, Konzentration, ...
Man fängt klein an (dünnes Brett) und entwickelt sich später weiter
(freigehaltenes Brett, geworfenes Brett, Eis, Ziegelstein, Kokosnuß,
Bachkieselstein, Melone (habe ich auch mal mit Fingerspieß versucht,
das war vielleicht ´ne Sauerei :-), ...usw.)
Der Bruchtest ist ja auch nur ein Test, der nicht geübt wird. Und das
ist das interessante dabei. Wer jeden Tag auf Bretter haut hat nen
Schlach schräg! Das ist keine Kunst.

> Kann die Sinnfrage des Lebens durch Selbstzerstörung beantwortet
> werden ?

Das ist keine Selbstzerstörung. Erklär das mal den Zenmönchen. Im
Shaolin-Kloster, was leider touristisch voll erschlossen ist, ich war
da), machen die nachmittags auf der Straße Vorführungen, da kann man
wirklich nur noch den Arzt rufen. Die hängen sich zum Beispiel
2-Kilo-Steine an die Hoden und Laufen minutenlang meditierend vor
einem rum. DAS ist Selbstzerstörung, oder machen Kopfstand auf einem
Kieselstein.
Aber ein Bruchtest, den man sich zutraut (!), bei dem man sich
vielleicht ein Band im Finger verletzt oder ´ne Gelenkkapselreißt ...
naja

> Ich gebe zu, meine eigenen Trainingsschäden sprechen nicht dafür,
> daß ich es viel schlauer angefangen habe als Du, aber ich habe
> mich beim Training nie vorsätzlich in aussichtslose Überforderung
> gestürzt.

Ich auch nicht. Ich weiß, was ich kann und _teste_ es nur. Wenn das
Material nicht nachgibt -> Pech, trainieren und später vielleicht
nochmal probieren.

> Versteh mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen Härte, ganz im
> Gegenteil. Sie ist wichtiger Bestandteil eines Trainings. Aber
> Härte muß für mich eine Funktion haben und Abhärtung ist ein
> Entwicklungsprozeß, bei dem der Körper Gelegenheit erhalten muß,
> sich anzupassen.

Sehe ich genauso. Und die Gelegenheit bekommt er über Jahre :-)

Grüße,
Worna

http://www.zohari.de


Worna Zohari

unread,
Jun 18, 1999, 3:00:00 AM6/18/99
to
Ingo Bojak <bo...@dilbert.physik.uni-dortmund.de> schrieb in im
Newsbeitrag:
Pine.A41.3.95q.99061...@dilbert.physik.uni-dortmund.
de...

On Thu, 17 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

>> Der Bruchtest an sich ist für Ungeübte immer eine Überwindung.
Angst
>> vor Verletzung, Angst, das Brett nicht durchzubekommen, ... aber
vor
>> allen Dingen: Angst vor Verletzungen.
>>
>Was, wie man im folgenden sieht, auch eine verdammt gerechtfertigte
Angst
>ist! Ich halte es da lieber mit den Boxern und mit den Chinesen - im
>Training immer sorgfältig die Flossen schützen und trotzdem voll
zulangen,
>wie die Boxer, und für den Kampf gilt: Hartes mit Weichem, Weiches
mit
>Hartem bekämpfen, wie es der alte Spruch in den meisten Kung Fu
Stilen
>sagt. In den Solar Plexus kann ich die Faust hauen, ohne daß die
Knöchel
>mucken und noch der dickste Schädelknochen macht beim härtesten
Schlag
>meine Hand nicht kaputt, wenn ich mit der Handfläche schlage.
Bruchtest
>sind im großen und ganzen überflüssig bis schädlich.


Bin ich mit einverstanden und pflege es bei der SV auch so
(Empfindliches, z.B Fingerspieß zur Kehle und Ellbogen zum Kopf), aber
es geht um den Bruchtest und nicht um die Realität beim Kampf. Nur
eins ist klar: Sollte ich mal in die dämliche Lage kommen, zulangen zu
müssen (ist zum Glück schon lange nicht mehr passiert), weiß ich
erstens wie, zweitens mit welchem Körperteil ohne mich zu verletzen,
und drittens kenne ich die Effektivität oder kann sie zumindest
einschätzen.
Der Bruchtest ist für mich einfach nur eine gelegentliche
Unterstützung auf meinem Weg, aber das verstehen WTler nicht, ich
weiß.
Nochmal: Ich halte absolut gar nichts davon ständig den Bruchtest zu
üben und stundenlang auf Bretter zu schlagen. Das ist ausgemachter
Unsinn und schreit nach Deinen Kommentaren.


>> Die Grenzen, die er uns aber zeigt, sind vorgetäuscht, was man z.B.
bei
>> der Dehnung sehr schön sehen kann. Die meisten Anfänger hören bei
den
>> ersten Schmerzen auf, der Körper kann aber tiefer/breiter, wenn
auch nur
>> ein Stück. Aber genau dieses Stück ist es, was die
Weiterentwicklung
>> ermöglicht.
>>
>Das stimmt schlicht nicht - wer immer nur bis zum ersten richtigen
>Schmerzreiz geht, dehnt sicher und kommt auch zum Ziel. Man kann
seinem
>Körper vertrauen - sagt der ernsthaft "Aua", dann meint der das auch
so
>und man sollte gefälligst darauf hören!

Unsinn. Ich habe mit vielen Sportärzten (u.a. war ich wochenlang Köln,
und die müßten es eigentlich wissen), und werde regelmäßig von Dr.
Toma in Oberhausen untersucht. Toma gilt in NRW als einer "der"
Sportärzte (Jürgen Hingsen, DLV, Gewichtheber-Nationalmannschaft).
Schmerzen sind eben nicht immer ein Indikator für Schädigungen oder
Verletzungen, sonder oft Warnsignale, die der Körper aus der
Gewohnheit heraus abschickt, um vor einer möglichen Verletzung zu
warnen. Das heißt aber nicht unbedingt, das man sich dann auch
wirklich verletzt oder schädigt, wenn man dieses eine Schmerzsignal
(das erste in meinem Beispiel) ignoriert.
Man muß selbstverständlch vorsichtig sein, das ist unbestritten. Aber
bei der statischen Dehnung zum Beispiel ist es recht simpel zu
bewerkstelligen. Einfach mal ausprobieren: Warmmachen, statisch
dehnen, halten bis der Schmerz kommt, wo Du normalerweise aufhören
würdest, warten (3 Minuten), und nochmal ein Stück weiterdehnen. Und?
Körper verletzt, geschädigt, ... nein.

>Das sagt ja wohl alles. Und was machst Du, wenn Du schneller laufen
>willst? Dir die Beine brechen und die Fußknochen zertrümmern?

Laufen hat in erster Linie was mit dem Muskel zu tun. Hier geht es um
die Knochen (und die Haut) und Gelenke.

>Toll... Ist ja sowieso schon der Brüller, mit einem Fingerspieß gegen
>_Hartes_ vorzugehen. Angesichts der anatomischen Voraussetzungen ist
das
>totaler Unfug (dafür sind Finger schlicht nicht gemacht) und die
Quittung
>hast Du ja auch prompt bekommen.

Unsinn: Volker Kahl (6.DAN), Wolfgang Rumpf (6.DAN), Willi Kloss
(8.DAN) - meine Trainer- und in jedem Taekwondo-Buch (siehe auch Der
Bruchtest von Alexander Kelch) ... Bruchtest mit dem Fingerspieß wird
von einer ganzen Menge Leute ohne Probleme gemacht. Und?

>Meine Meinung hast Du ja nun.

Ja. Eine unüberlegte und unfundiert dazu. Schade. Das ist genau das,
was ich immer wieder von Leuten höre, wenn es um dieses Thema geht.
Nur das die keine Ahnung von Kampfkunst haben.

Man sollte m.E. diese lustige Aufzählung
>"wie ich meine Hand ruiniere um mich selbst zu überwinden" Kampfsport
>interessierten Eltern in die Hand drücken, damit die mal wissen, was
sich
>hinter dem ganzen Geist besiegt Materie Gefasel wirklich verbirgt. Da
>würde euch aber ganz schnell der Nachwuchs wegbleiben...

Tja, wir haben 160 Kinder im Taekwondo und 350 insgesamt. Und die sind
alle mit ihren Eltern beim "Tag der offenen Tür" und sehen sich sowas
an. Klar wird da diskutiert, aber hinter wirds auch verstanden :-)

>Ciao,
>Ingo

Servsu,
Worna

http://www.zohari.de


Worna Zohari

unread,
Jun 18, 1999, 3:00:00 AM6/18/99
to

Markus Tazl <marku...@uni-essen.de> schrieb in im Newsbeitrag:
376A9FCF...@uni-essen.de...
> x-no-archive:yes
>
> Worna Zohari schrieb:


>
> > und die müßten es eigentlich wissen), und werde regelmäßig von Dr.
> > Toma in Oberhausen untersucht. Toma gilt in NRW als einer "der"
> > Sportärzte (Jürgen Hingsen, DLV, Gewichtheber-Nationalmannschaft).
>

> Der Mann ist ein Gott in Weiß !!! (naja, eher in grün ;-))
Allererste
> Sahne, gilt auch für sein Praxis-Team, seinen Partner und
insbesondere
> für Dottore Toma's Humor ("TUUUUT DAAAAS WEEEEEH ?!" ;-))))).
>
> Grüße,
>
> Markus
> --
> P.S. Au Backe, ich hoffe nicht, daß ihm nächste Woche nun alle
Ruhrpott-
> kämpfer die Praxistüre einrennen ;-))

Jou. Rabi ist echt in Ordnung. Wir treffen uns auch hin und wieder,
aber er ist immer soooo im Streß. Der arbeitet einfach zu viel, und
dann noch jagen in Rußland, ...tststs... übrigens der Schade ist auch
nicht schlecht, z.B. bei Hand-Chirurgie
Grüße,
Worna

http://www.zohari.de


Ingo Bojak

unread,
Jun 19, 1999, 3:00:00 AM6/19/99
to
On Fri, 18 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> Das ist keine Selbstzerstörung. Erklär das mal den Zenmönchen. Im
> Shaolin-Kloster, was leider touristisch voll erschlossen ist, ich war
> da), machen die nachmittags auf der Straße Vorführungen, da kann man
> wirklich nur noch den Arzt rufen. Die hängen sich zum Beispiel
> 2-Kilo-Steine an die Hoden und Laufen minutenlang meditierend vor einem
> rum. DAS ist Selbstzerstörung, oder machen Kopfstand auf einem
> Kieselstein.
>

Das sind ganz sicher keine _Zen_ (bzw. chinesisch Ch'an) Mönche, die haben
für derlei Kindereien nichts übrig. Ich würde sogar bezwifeln, daß es
überhaupt buddhistische Mönche sind und taoistische sind es vermutlich
auch nicht. Die wissen nämlich genug über TCM um sich nichts an den Hoden
zu hängen. Mit fast 100% Sicherheit waren das Pseudo-Mönche der
Artistik-Shaolin-Verkauft-Sich-Gut Fraktion, die Dir noch dazu einen Bären
aufgebunden haben (denn es ist sehr viel einfacher einen Zaubertrick zu
entwickeln, der Dich denken läßt, der Typ hätte da 2 kg am Sack hängen,
als die Schmerzen wirklich zu ertragen...).

Ingo Bojak

unread,
Jun 19, 1999, 3:00:00 AM6/19/99
to
On Fri, 18 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> Der Bruchtest ist für mich einfach nur eine gelegentliche Unterstützung
> auf meinem Weg, aber das verstehen WTler nicht, ich weiß.
>

Also, erstens ich bin nur noch am Rande WT-ler. Ich kann wohl verstehen,
wenn man mal ein Brett durchkloppt - ist ja ganz lustig. Aber wenn daraus
ein Wettkampfsport wird bei dem die Extremitäten langsam aber sicher
kaputtgeschlagen werden, dann ist das für mich Schrott.

> Man muß selbstverständlch vorsichtig sein, das ist unbestritten. Aber
> bei der statischen Dehnung zum Beispiel ist es recht simpel zu
> bewerkstelligen. Einfach mal ausprobieren: Warmmachen, statisch
> dehnen, halten bis der Schmerz kommt, wo Du normalerweise aufhören
> würdest, warten (3 Minuten), und nochmal ein Stück weiterdehnen. Und?
> Körper verletzt, geschädigt, ... nein.
>

OK, war vielleicht unglücklich formuliert von mir. Gegen das obige habe
ich nichts, denn beim Halten verschwindet der Schmerz ja langsam, wenn da
noch Reserven sind! Auch da kann man also auf seinen Körper hören und
weiterdehnen, bis an den nicht-verschwindenden Schmerzreiz heran. Dann
sollte man aber tunlichst aufhören.

> Unsinn: Volker Kahl (6.DAN), Wolfgang Rumpf (6.DAN), Willi Kloss
> (8.DAN) - meine Trainer- und in jedem Taekwondo-Buch (siehe auch Der
> Bruchtest von Alexander Kelch) ... Bruchtest mit dem Fingerspieß wird
> von einer ganzen Menge Leute ohne Probleme gemacht. Und?
>

Es zeigt nur, daß auch die bekloppteste Art und Weise den Körper
einzusetzen nicht immer zur Verkrüppelung führt, weil der Körper so große
Reserven hat. Finger sind nun mal nicht auf Druckbelastungen von vorne auf
die Kuppen ausgelegt. Das wird Dir jeder Anatom gerne bestätigen. Gerade
was die Finger ausmacht (viele schöne Gelenke für maximale Flexibilität
und eben _nicht_ durchgehende Knochenspieße) sorgt für ihre Anfälligkeit
gegen derlei Belastungen. Das ganze geht ja noch an wenn das Getroffene
weich und nachgiebig ist (z.B. Kehlkopf), aber Holz damit anzugehen ist
schlicht voll daneben und muß zwangsläufig zu Verletzungen beim
kleinsten Fehler (und schließlich auch ohne Fehler) führen. Wie
Dein Fall ja auch schön zeigt.

> Ja. Eine unüberlegte und unfundiert dazu. Schade. Das ist genau das,
> was ich immer wieder von Leuten höre, wenn es um dieses Thema geht.
> Nur das die keine Ahnung von Kampfkunst haben.
>

Wohlüberlegt, und das unfundiert bitte ich Dich mir mal nachzuweisen. Ein
bißchen Ahnung habe ich schon von der Kampfkunst, aber die brauche ich
hier in der Tat nicht. Einfach nur zu lesen, was Du Deiner Hand angetan
hast, genügt.

> Tja, wir haben 160 Kinder im Taekwondo und 350 insgesamt. Und die sind
> alle mit ihren Eltern beim "Tag der offenen Tür" und sehen sich sowas
> an. Klar wird da diskutiert, aber hinter wirds auch verstanden :-)
>

Wohl kaum. Ich wette gerne darauf, daß Du den Eltern nicht Deine
zerschundene Hand präsentierst und ihnen dann en detail erklärst,
wieiviele Bänderrisse und Knochenbrüche Du dank Bruchtests hattest.
Da werden Eltern nämlich ziemlich nervös...

Worna Zohari

unread,
Jun 19, 1999, 3:00:00 AM6/19/99
to

Das sind ganz sicher keine _Zen_ (bzw. chinesisch Ch'an) Mönche, die
haben
für derlei Kindereien nichts übrig. Ich würde sogar bezwifeln, daß es
überhaupt buddhistische Mönche sind und taoistische sind es vermutlich
auch nicht. Die wissen nämlich genug über TCM um sich nichts an den
Hoden
zu hängen. Mit fast 100% Sicherheit waren das Pseudo-Mönche der
Artistik-Shaolin-Verkauft-Sich-Gut Fraktion, die Dir noch dazu einen
Bären
aufgebunden haben (denn es ist sehr viel einfacher einen Zaubertrick
zu
entwickeln, der Dich denken läßt, der Typ hätte da 2 kg am Sack
hängen,
als die Schmerzen wirklich zu ertragen...).

Ciao,
Ingo

:-)))
OK, Du hast es nicht anders gewollt. Ich habe am Eingang seinerzeit
auch ein Buch des Klosters für Touristen gekauft. Da sind ein paar
Bilder drin, die ich nächste Woche einscanne und hier mal vorstelle.
Mal sehen, was Du dann sagst ;-)
Grüße,
Worna

http://www.zohari.de

Ralf Pfeifer

unread,
Jun 19, 1999, 3:00:00 AM6/19/99
to
Hi Worne,

Worna Zohari schrieb:
>
>>[Arme Krankenversicherung]

> Aber Du hast Recht, meine Versicherung mußte schon den einen oder
> anderen Treppensturz hinnehmen ;-)

Haushaltsunfälle sind die häufigsten Unfälle. Ich glaube allerdings
nicht, weil das Leben im Haushalt so gefährlich ist ...

> Unsinn. Ich trainiere seit 10 Jahren 3-5 Mal in der Woche, fahre jedes
> Jahr 4-5 Mal in Trainingslager, hab fast jedes Wochenende einen
> Lehrgang und unterrichte, gebe Lehrgänge, bin Landesprüfer und
> Kampfrichter.
> Also von "Keine Lernzeit, kein Training" kann keine Rede sein und
> Anfänger bin ich, zumindestens meistens, auch nicht mehr. ;-)
> Die WTEO-Schulordnung kenne ich. Ist auch soweit in Ordnung, aber ich
> bin kein Anfänger. Bitte nochmal gründlich durchlesen vorm antworten.

OK, OK, ich ziehe das zurück.

> :-)

:-))

> > Kann die Sinnfrage des Lebens durch Selbstzerstörung beantwortet
> > werden ?
>

> Im Shaolin-Kloster, ... machen die nachmittags auf der Straße


> Vorführungen, da kann man wirklich nur noch den Arzt rufen.
> Die hängen sich zum Beispiel 2-Kilo-Steine an die Hoden

Aua.

> und Laufen minutenlang meditierend vor einem rum. DAS ist
> Selbstzerstörung, oder machen Kopfstand auf einem Kieselstein.

Kannst Du so nicht vergleichen. Wenn diese Mönche durch spezielle
Übungen ihre Fortpflanzungsfähigkeit hemmen, dann ist das im
darwinistischen Sinne 'survival of the fittest'.

Durch ihre Arte der Selbstbeschädigung verhindern sie, daß der
Genpool der Menschheit mit ihren wirren Genen verseucht wird.
(Leider besitzen nicht alle von meine gefährlichen Artgenossen
eine solche Selbsthemmung ... manche dieser Schadensfälle werden
sogar Politiker :-) ).


Gruß Ralf.

Worna Zohari

unread,
Jun 19, 1999, 3:00:00 AM6/19/99
to

Ingo Bojak wrote:

>Also, erstens ich bin nur noch am Rande WT-ler. Ich kann wohl
verstehen,
>wenn man mal ein Brett durchkloppt - ist ja ganz lustig. Aber wenn
daraus
>ein Wettkampfsport wird bei dem die Extremitäten langsam aber sicher
>kaputtgeschlagen werden, dann ist das für mich Schrott.

Ist das bei Vollkontokt-Turnieren anders? Ich denke da holen sich mehr
blaue Flecken und Verletzungen als Schwarzgurte auf einem
Bruchtest-Turnier. Vergiß nicht, wenn das Material nachgibt, habe ich
i.d.R. auch keine Verletzung. Und welches Material ich wähle oder wie
dick ist mir überlassen. Wenn ich mir zu viel zumute bin ich zu dumm
und selbst schuld, das ist richtig.

>OK, war vielleicht unglücklich formuliert von mir. Gegen das obige
habe
>ich nichts, denn beim Halten verschwindet der Schmerz ja langsam,
wenn da
>noch Reserven sind! Auch da kann man also auf seinen Körper hören und
>weiterdehnen, bis an den nicht-verschwindenden Schmerzreiz heran.
Dann
>sollte man aber tunlichst aufhören.

richtig. ähnlich ist es aber bei der körper-geist-beziehung im
bruchtest. ich klopf mit der hand locker auf die kokosnuß und denk
mir: hey, die kann einfach nicht durchgehen. das tut ja jetzt schon
weh." und trotzdem: ich hau von 10 kokosnüssen 9 mit dem ersten schlag
durch, weil ich die technik beherrsche, schnell genug bin, genug kraft
einsetze und voll konzentriert bin. da verletze ich mich auch nicht
und das ist ´ne gute schulung und vor allen dingen überprüfung.
ok, bei den materialien sollte man nur dann lebensmittel wählen, wenn
man sie hinterher auch vertilgt :-)

>> Unsinn: Volker Kahl (6.DAN), Wolfgang Rumpf (6.DAN), Willi Kloss
>> (8.DAN) - meine Trainer- und in jedem Taekwondo-Buch (siehe auch
Der
>> Bruchtest von Alexander Kelch) ... Bruchtest mit dem Fingerspieß
wird
>> von einer ganzen Menge Leute ohne Probleme gemacht. Und?
>>

>Es zeigt nur, daß auch die bekloppteste Art und Weise den Körper
>einzusetzen nicht immer zur Verkrüppelung führt, weil der Körper so
große
>Reserven hat. Finger sind nun mal nicht auf Druckbelastungen von
vorne auf
>die Kuppen ausgelegt.

Richtig, und ich trainiere sie, damit sie dafür geeignet sind.

>Gerade was die Finger ausmacht (viele schöne Gelenke für maximale
Flexibilität
>und eben _nicht_ durchgehende Knochenspieße) sorgt für ihre
Anfälligkeit
>gegen derlei Belastungen. Das ganze geht ja noch an wenn das
Getroffene
>weich und nachgiebig ist (z.B. Kehlkopf), aber Holz damit anzugehen
ist
>schlicht voll daneben und muß zwangsläufig zu Verletzungen beim
>kleinsten Fehler (und schließlich auch ohne Fehler) führen. Wie
>Dein Fall ja auch schön zeigt.

Mein Fall zeigt das nur, weil ich in diesem Fall die Technik nicht
beherrscht habe und nicht im 90-Grad-Winkel aufgetroffen bin.
Vor Kurzem habe ich den selben Bruchtest vorgeführt und egschafft. Die
Finger fühlten sich danach ganz normal an.

>> Ja. Eine unüberlegte und unfundiert dazu. Schade. Das ist genau
das,
>> was ich immer wieder von Leuten höre, wenn es um dieses Thema geht.
>> Nur das die keine Ahnung von Kampfkunst haben.
>>

>Wohlüberlegt, und das unfundiert bitte ich Dich mir mal nachzuweisen.
Ein
>bißchen Ahnung habe ich schon von der Kampfkunst, aber die brauche
ich
>hier in der Tat nicht. Einfach nur zu lesen, was Du Deiner Hand
angetan
>hast, genügt.

Unfundiert war vor allen Dingen auf die körperlichen Eigenschaften und
den Schmerz als Signalgeber bezogen. Ansonsten schätze ich Deine
Meinung hier sehr, sonst würde ich mir auch nicht so eine Mühe mit dem
Antworten geben :-)
Meinen Händen geht es übrigens sehr gut, ich spiele Klavier und bin
immer noch recht beweglich

>> Tja, wir haben 160 Kinder im Taekwondo und 350 insgesamt. Und die
sind
>> alle mit ihren Eltern beim "Tag der offenen Tür" und sehen sich
sowas
>> an. Klar wird da diskutiert, aber hinter wirds auch verstanden :-)
>

>Wohl kaum. Ich wette gerne darauf, daß Du den Eltern nicht Deine
>zerschundene Hand präsentierst und ihnen dann en detail erklärst,
>wieiviele Bänderrisse und Knochenbrüche Du dank Bruchtests hattest.
>Da werden Eltern nämlich ziemlich nervös...

Wie gesagt, meine Hände sehen gut aus und die Eltern wissen, was bei
Bruchtests oder aber auch bei Kämpfen passieren kann. Sie wissen aber
auch, wie lange ich schon trainiere und das ich für meine Kampfkunst
lebe. Sie schauen beim Probetraining zu und wir bieten auch
Mutter-Kind-Taekwondo an. Da überzeugen sie sich, daß wir keine
brachialen Methoden haben und traditionelles Taekwondo unterrichten.

Grüße,
Worna


Worna Zohari

unread,
Jun 19, 1999, 3:00:00 AM6/19/99
to
Ralf Pfeifer <"KeineKekseFürPfeiferR"@aol.com> schrieb in im
Newsbeitrag: 376BA0C0...@aol.com...

> Hi Worne,
>
> Worna Zohari schrieb:
> >
> >>[Arme Krankenversicherung]
>
> > Aber Du hast Recht, meine Versicherung mußte schon den einen oder
> > anderen Treppensturz hinnehmen ;-)
>
> Haushaltsunfälle sind die häufigsten Unfälle. Ich glaube allerdings
> nicht, weil das Leben im Haushalt so gefährlich ist ...

hihi

> > Unsinn. Ich trainiere seit 10 Jahren 3-5 Mal in der Woche, fahre
jedes
> > Jahr 4-5 Mal in Trainingslager, hab fast jedes Wochenende einen
> > Lehrgang und unterrichte, gebe Lehrgänge, bin Landesprüfer und
> > Kampfrichter.
> > Also von "Keine Lernzeit, kein Training" kann keine Rede sein und
> > Anfänger bin ich, zumindestens meistens, auch nicht mehr. ;-)
> > Die WTEO-Schulordnung kenne ich. Ist auch soweit in Ordnung, aber
ich
> > bin kein Anfänger. Bitte nochmal gründlich durchlesen vorm
antworten.
>
> OK, OK, ich ziehe das zurück.
>
> > :-)
>
> :-))

danke ;-)

> > > Kann die Sinnfrage des Lebens durch Selbstzerstörung beantwortet
> > > werden ?
> >
> > Im Shaolin-Kloster, ... machen die nachmittags auf der Straße
> > Vorführungen, da kann man wirklich nur noch den Arzt rufen.
> > Die hängen sich zum Beispiel 2-Kilo-Steine an die Hoden
>
> Aua.
>
> > und Laufen minutenlang meditierend vor einem rum. DAS ist
> > Selbstzerstörung, oder machen Kopfstand auf einem Kieselstein.
>
> Kannst Du so nicht vergleichen. Wenn diese Mönche durch spezielle
> Übungen ihre Fortpflanzungsfähigkeit hemmen, dann ist das im
> darwinistischen Sinne 'survival of the fittest'.

EBEN!! Das ist es ja was ich meine, endlich einer, der es versteht. Es
ist eben r e l a t i v ! Ich sehe meinen Körper nur als Fleisch,
Knochen, etc, die wieder heilen, zusammenwachsen usw. Schmerzen sind
zwar nervig aber überwindbar. Schmerzüberwindung halte ich für m i c h
selbst für sehr wichtig, damit mein Geist sich auf die wichtigen
Sachen konzentrieren kann. Nicht in jeder Situation, beim Dehnen höre
ich zum Beispiel sehr genau auf meinen Körper, aber beim Bruchtest ist
der zu erwartende Schmerz absolut unwichtig, sonst brauche ich es gar
nicht erst zu versuchen.


> Durch ihre Arte der Selbstbeschädigung verhindern sie, daß der
> Genpool der Menschheit mit ihren wirren Genen verseucht wird.
> (Leider besitzen nicht alle von meine gefährlichen Artgenossen
> eine solche Selbsthemmung ... manche dieser Schadensfälle werden
> sogar Politiker :-) ).

:-)))

Grüße,
Worna

http://www.zohari.de


Stefan Huerter

unread,
Jun 19, 1999, 3:00:00 AM6/19/99
to
Guckux "Worna

"WZ> Heute (6 Jahre später) interessiert mich nicht mehr, ob ich mich
"WZ> verletzen könnte oder nicht. Es ist nebensächlich, weil ich den
"WZ> Grad der eventuellen Verletzung ungefähr kenne und weiß, wie
"WZ> schnell es wieder heilen könnte (an meiner rechten Hand hatte
"WZ> ich bis heute 15 Bänderrisse, 8 Brüche und 6 x einen
"WZ> Knorpelriß).

Sei mir nicht böse, für meine Person betreffend, stößt soetwas auf
"Unverständiss"...

Bye
Stefan

Ingo Bojak

unread,
Jun 20, 1999, 3:00:00 AM6/20/99
to
On Sat, 19 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> Ist das bei Vollkontokt-Turnieren anders? Ich denke da holen sich mehr
> blaue Flecken und Verletzungen als Schwarzgurte auf einem
> Bruchtest-Turnier.
>

Ich bin auch kein so großer Freund von langem VK-Training. Wobei ich da
weniger die Gefährdung durch Verletzungen an sich sehe (wird ja meist
mit Schützern gearbeitet), sondern die ständigen Erschütterungen des
Kopfes für ziemlich übel halte. Ich sehe allerdings ein, daß VK
notwendiges Übel des Trainings ist, will man eine gewisse Kampfstärke
erreichen. Dasselbe kann ich aber nicht für Bruchtests unterschreiben.

> >Finger sind nun mal nicht auf Druckbelastungen von vorne auf
> >die Kuppen ausgelegt.
> Richtig, und ich trainiere sie, damit sie dafür geeignet sind.
>

Das ist meines Erachtens unmöglich. Ich wüßte jedenfalls nicht, was da
passieren sollte - würde die Gelenke zukalken bis da ein durchgehender
Knochen ist, ok, daß wäre stabiler - aber das willst Du sicher nicht.

> Mein Fall zeigt das nur, weil ich in diesem Fall die Technik nicht
> beherrscht habe und nicht im 90-Grad-Winkel aufgetroffen bin.
> Vor Kurzem habe ich den selben Bruchtest vorgeführt und egschafft. Die
> Finger fühlten sich danach ganz normal an.
>

Klar bei perfekter Ausführung triffst Du genau gerade mit arretierten
Gelenken und dann stauchst Du nur die Gelenke, was nicht weiter auffallen
muß. Die kleinste Abweichung aber, und Dir schnacken wieder die Bänder und
die Kapseln reißen an oder was weiß ich. Ich halte es für Unsinn derlei zu
probieren.

> Meinen Händen geht es übrigens sehr gut, ich spiele Klavier und bin
> immer noch recht beweglich
>

Würde mich mal interessieren, wie hoch die Gesamtkosten sind, die Deine
Hände bisher aufgrund von Bruchtests verursacht haben. Geht bestimmt in
die Zehntausende. Alles solidarisch bezahlt unter anderem von mir. Ich
gestehe jedem Sportler Verletzungen zu, denn das Versorgen derselben
kostet immer noch weniger als das des 50-jährigen Anti-Sportlers, der
weitere 20 Jahre lang sein Leben mittels Chemie verlängert, bis seine
Leiche auf den Sondermüll gehört. Aber bei 8-10 schweren Handverletzungen
stellt sich nicht mehr nur die Frage, ob es Dir gut geht. Sondern sehr
wohl auch, warum wir alle die regelmäßige Rekonstruktion Deiner Hand durch
Top-Sportärzte (jaja, der Doc von Jürgen Hincksen...) finanzieren müssen?
Wie wäre es, wenn Du den nächsten Bruch mal komplett selber finanzierst -
würdest Du dann immer noch frohgemut in Holzplatten reinhauen? Dein Körper
kennt keinen Schmerz, aber Dein Bankkonto schon... Wäre doch mal ein
lustiges Gespräch: "Tja, Herr Zohari, der Kreditrahmen für ihren nächsten
Bänderriß ist leider erschöpft."



> Wie gesagt, meine Hände sehen gut aus und die Eltern wissen, was bei
> Bruchtests oder aber auch bei Kämpfen passieren kann.
>

Ich hab sowieso den Eindruck, daß vielen Eltern völlig egal ist, was mit
ihren Kindern gemacht wird, solange sie sie nur mal für ein paar Stunden
los sind...

Worna Zohari

unread,
Jun 20, 1999, 3:00:00 AM6/20/99
to

Ingo Bojak <bo...@catbert.physik.uni-dortmund.de> schrieb in im
Newsbeitrag:
Pine.A41.3.95q.99062...@catbert.physik.uni-dortmund.d
e...

On Sat, 19 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

>Ich bin auch kein so großer Freund von langem VK-Training. Wobei ich
da
>weniger die Gefährdung durch Verletzungen an sich sehe (wird ja meist
>mit Schützern gearbeitet), sondern die ständigen Erschütterungen des
>Kopfes für ziemlich übel halte. Ich sehe allerdings ein, daß VK
>notwendiges Übel des Trainings ist, will man eine gewisse Kampfstärke
>erreichen. Dasselbe kann ich aber nicht für Bruchtests
unterschreiben.

Der Bruchtest ist eine Überprüfung der Technik. Wenn ich die Technik
mit allem drum und dran (Konzentration, etc.) richtig ausführe und
Material wähle, daß meinem Können entspricht, dann ist es eine schöne
Erfahrung, wenn es klappt. Und wenn nicht auch.
Im übrigen, sei doch mal ehrlich, ist es doch lustig, wenn andere ne
Kokosnuß mit dem Hammer nicht aufkriegen und in den Keller gehen um
die Werkzeugkiste zu holen und Du sie mit der Handkante in zwei Teile
spaltest, oder ;-)

>Finger sind nun mal nicht auf Druckbelastungen von vorne auf
>die Kuppen ausgelegt.

> Richtig, und ich trainiere sie, damit sie dafür geeignet sind.
>>
> Das ist meines Erachtens unmöglich.

Falsch, ist es, Du hast nur keine Erfahrung damit. Du mußt nur
pfeilschnell sein, dann staucht sich das Körperteil nur bedingt und es
passiert nichts. Du bist doch Physiker ...

> Mein Fall zeigt das nur, weil ich in diesem Fall die Technik nicht
> beherrscht habe und nicht im 90-Grad-Winkel aufgetroffen bin.
> Vor Kurzem habe ich den selben Bruchtest vorgeführt und egschafft.
Die
> Finger fühlten sich danach ganz normal an.
>
>Klar bei perfekter Ausführung triffst Du genau gerade mit arretierten
>Gelenken und dann stauchst Du nur die Gelenke, was nicht weiter
auffallen
>muß. Die kleinste Abweichung aber, und Dir schnacken wieder die
Bänder und
>die Kapseln reißen an oder was weiß ich. Ich halte es für Unsinn
derlei zu
>probieren.

Ja, erstens für Anfänger sowieso, zweitens ich probiere es nicht im
Sinne eines Trainings. Wie gesagt, Bruchtests werden nicht trainiert
und was ich persönlich mache ist davon unabhängig.

Na na na ... gaaanz ruhig. Du hast ja recht, ... irgendwo ..., aber
erstens renne ich nicht wegen jedem Schei.. zum Arzt, zweitens war ich
dieses Jahr noch keinmal beim Arzt und letztens nur ein Mal, und
drittens bin ich privat versichert, da gelten sowieso etwas andere
Gesetze. Da zahle ich schließlich auch 600 DM im Monat für mich
alleine. Im Übrigen: Wo soll man da anfangen und aufhören... Ich habe
immer noch weniger Arztbesuche als der durchschnittliche Fußballer.
Darum geht es aber auch nicht. Ich will nur den Bruchtest an sich
verteidigen und nicht meine persönliche, gelegentliche extreme
Ausreizung der Geschichte.


>Ich hab sowieso den Eindruck, daß vielen Eltern völlig egal ist, was
mit
>ihren Kindern gemacht wird, solange sie sie nur mal für ein paar
Stunden
>los sind...

Das stimmt. Trotzdem stehe ich nach wie vor hinter unserer Schule und
den Trainern. Wir vermitteln noch traditionelles Taekwondo, wenn die
erste Olympiade gelaufen ist, ist sowieso alles vorbei. Es ist ja
jetzt schon ein schreckliches Erlebnis, andere Taekwondo-Schulen zu
besuchen: Hohe Gewaltbereitschaft, ausschließlich Kampftraining,
Training in Jogginghose und nacktem Oberkörper, ...

Servus,
Worna

http://www.zohari.de


Ingo Bojak

unread,
Jun 20, 1999, 3:00:00 AM6/20/99
to
On Sun, 20 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> Der Bruchtest ist eine Überprüfung der Technik. Wenn ich die Technik
> mit allem drum und dran (Konzentration, etc.) richtig ausführe und
> Material wähle, daß meinem Können entspricht, dann ist es eine schöne
> Erfahrung, wenn es klappt. Und wenn nicht auch.
>

Dagegen habe ich nichts. Verstehe mich nicht falsch, Worna, Bruchtests
können sehr unterhaltsam sein, sowohl für den Ausführenden als auch für
den Zuschauer. In gewissen Grenzen erlauben sie sicher auch eine
Leistungsüberprüfung (obwohl hier moderne Technik inzwischen bessere
Alternativen bildet, z.B. Schlagdruckmeßpolster). Ich wettere hier nur
gegen die übertriebene Steigerung, die z.B. durch Wettkämpfe
herausgefordert wird und geradezu zu Verletzungen führen muß.

> > > > Finger sind nun mal nicht auf Druckbelastungen von vorne auf
> > > > die Kuppen ausgelegt.
> > > Richtig, und ich trainiere sie, damit sie dafür geeignet sind.
> > Das ist meines Erachtens unmöglich.
> Falsch, ist es, Du hast nur keine Erfahrung damit. Du mußt nur
> pfeilschnell sein, dann staucht sich das Körperteil nur bedingt und es
> passiert nichts. Du bist doch Physiker ...
>

Als Physiker sage ich Dir, daß das so erstmal nicht stimmt. Natürlich ist
die Belastung zunächst einmal größer, je größer das Tempo ist. Tippe ich
gegen eine Wand, passiert meine Finger nichts, lege ich meine ganze
Beschleungigungfähigkeit rein, zermatsche ich mir die Finger. Beim
Bruchtest, d.h. wenn das getroffene Objekt zerstört werden kann, kann es
aber tatsächlich zu einem Belastungplateau kommen. Wenn der nötige Impuls
erreicht ist um das Objekt zu zerstören, wird bei einem Erhöhen des Tempos
nur die Sicherheit, daß das Objekt zerstört wird wachsen, nicht mehr die
Belastung (da das Objekt wegbricht). Das gilt zumindestens solange, bis
der Fingerstich schneller wird als dir Bruchgeschwindigkeit des Materials
(was aber eher im Bereich von "Matrix" Leistungen liegen dürfte...).
Möglicherweise hilft erhöhtes Tempo auch die Zerstörung der Finger durch
Scherkräfte zu vermeiden, vielleicht bricht das Material quasi zu schnell
um die Finger noch groß quer zu beschleunigen. Das müßte man aber näher
untersuchen. Fakt ist jedenfalls, das im optimalsten aller Fingerstiche
Deine Finger die nötige Bruchbelastung des Materials gerade entlang der
Fingerknochen ertragen müssen. Dies bedingt eine Stauchung Deiner Gelenke,
gegen die sie sicher unempfindlicher sind als gegen Verwindung, die sie
aber bei wachsender Belastung (dickere, zähere, härtere Platten) auch
zerstört. Bei regelmäßiger Ausführung ergibt sich auch sicher eine
Anhäufung von Kleinstschäden (Ermüdungsbruch).

> Im Übrigen: Wo soll man da anfangen und aufhören... Ich habe
> immer noch weniger Arztbesuche als der durchschnittliche Fußballer.
>

Naja, 8 Brüche, 10 Bänderrisse und was weiß ich in 6 Jahren? Oder wie
waren die genauen Zahlen nochmal?

> Darum geht es aber auch nicht. Ich will nur den Bruchtest an sich
> verteidigen und nicht meine persönliche, gelegentliche extreme
> Ausreizung der Geschichte.
>

Also, ich kritisiere hier hauptsächlich die extreme Ausreizung... =o)

> Hohe Gewaltbereitschaft, ausschließlich Kampftraining,
> Training in Jogginghose und nacktem Oberkörper, ...
>

Hey, das hört sich ja richtig gut an... ;-)

Ulli Kuhnle

unread,
Jun 20, 1999, 3:00:00 AM6/20/99
to
Hi Worna,


> Training in Jogginghose und nacktem Oberkörper, ...

ist das so etwas wie Opernbesuch in Jeans?

Gruß - Ulli

Stefan Huerter

unread,
Jun 21, 1999, 3:00:00 AM6/21/99
to
Guckux Worna

ich will Dir wirklich nicht zu nahe treten (nicht daß ich Angst vor Dir
hätte ;-)

ABER:

"WZ> Ich habe jede Menge Verbandsmaterial und Schienen auf Lager :-)

Du weißt, daß die Heilung eines Knochens lange dauert? etwa 80% sind
erreicht nach etwa 6-8 Wochen (Ludwigs, Hilfe, irre ich mich wieder und es
dauert 3 Monate?) und über ein Jahr um die Bruchstelle vollständig
ausheilen zu lassen?

"WZ> Aber ein Bruchtest, den man sich zutraut (!), bei dem man sich
"WZ> vielleicht ein Band im Finger verletzt oder 'ne
"WZ> Gelenkkapselreißt ... naja

Bänder heilen schwer, Kapselrisse noch schlechter und nur die größeren
Kapseln (wie zB Schulter etc) lassen sich nähen...

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß Du einen gehörigen Teil
Masochismus hast.

Letztendlich interessiert mich aber eine Frage brennend:
Gibt es Langzeit-Erkenntnisse in diesem Bereich? Sprich, was ist mit dem
Körper, wenn man ins Alter kommt...

Bye
Stefan

Thomas Paulus

unread,
Jun 21, 1999, 3:00:00 AM6/21/99
to

Ulli Kuhnle schrieb in Nachricht ...

>Hi Worna,
>
>> Training in Jogginghose und nacktem Oberkörper, ...
>
>ist das so etwas wie Opernbesuch in Jeans?

Eher wie Sex mit Socken ;-)

Thomas Paulus
_______________________
Gojute-do Schule Saarlouis
http://www.talmei.de/

Hendrik Reh

unread,
Jun 22, 1999, 3:00:00 AM6/22/99
to
Hallo Worna,

hmmmm...
Habe selbst lange TKD gemacht und einige Koreaner kennengelernt, die als
Mitglieder verschiedener Demoteams durch die Welt reisten.
Heute sind es 30 bis 50 jährige "Krüppel" !!!
...und großartige Kämpfer wurden sie durch ihre absolvierten Bruchtest
auch nicht.

Gruss,

Hendrik


Worna Zohari schrieb:
...

> Heute (6 Jahre später) interessiert mich nicht mehr, ob ich mich

> verletzen könnte oder nicht. Es ist nebensächlich, weil ich den Grad
> der eventuellen Verletzung ungefähr kenne und weiß, wie schnell es
> wieder heilen könnte (an meiner rechten Hand hatte ich bis heute 15
> Bänderrisse, 8 Brüche und 6 x einen Knorpelriß).


> Bei der letzten Bruchtest-Meisterschaft habe ich einen Fingerspieß auf
> ein freigehaltenes Brett versucht und mir zwei Nägel aufgerissen und
> zwei Bänder durchgerissen, hab dann direkt ne Faust geballt und mit
> Adrenalin bis zum Augapfel noch mal richtig reingelangt und es

> zerbrochen. OK, ich hatte zwei Wochen eine Schiene, aber das
>

....

Worna Zohari

unread,
Jun 22, 1999, 3:00:00 AM6/22/99
to

Ingo Bojak <bo...@catbert.physik.uni-dortmund.de> schrieb in im
Newsbeitrag:
Pine.A41.3.95q.99062...@catbert.physik.uni-dortmund.
de...
On Sun, 20 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> Der Bruchtest ist eine Überprüfung der Technik. Wenn ich die Technik
> mit allem drum und dran (Konzentration, etc.) richtig ausführe und
> Material wähle, daß meinem Können entspricht, dann ist es eine
schöne
> Erfahrung, wenn es klappt. Und wenn nicht auch.
>
Dagegen habe ich nichts. Verstehe mich nicht falsch, Worna, Bruchtests
können sehr unterhaltsam sein, sowohl für den Ausführenden als auch
für
den Zuschauer. In gewissen Grenzen erlauben sie sicher auch eine
Leistungsüberprüfung (obwohl hier moderne Technik inzwischen bessere
Alternativen bildet, z.B. Schlagdruckmeßpolster). Ich wettere hier nur
gegen die übertriebene Steigerung, die z.B. durch Wettkämpfe
herausgefordert wird und geradezu zu Verletzungen führen muß.

Hm..OK, generell stimme ich zu

Ist schon untersucht worde, an der Uni Essen. Bekomme die Unterlagen
in ca. drei Wochen und werde dann auf meiner Seite veröffentlichen :-)

>Bei regelmäßiger Ausführung ergibt sich auch sicher eine
>Anhäufung von Kleinstschäden (Ermüdungsbruch).

Gut, wenn ich mir mal das letzte Röntgenbild meiner ansehe ... :-)))
ok, ok ... grundsätzlich hast du ja recht, hab ich doch schon gesagt
(winsel).
Ich persönlich habe halt eine andere Einstellung zu meinem Körper, die
ich aber auch von keinem anderen erwarte.

>> Hohe Gewaltbereitschaft, ausschließlich Kampftraining,


>> Training in Jogginghose und nacktem Oberkörper, ...
>>

>Hey, das hört sich ja richtig gut an... ;-)

Au weia, da könnte ich doch wieder die Diskussion "Park, 8.DAN: Warum
trainieren wir eigentlich nicht in Radlerhosen?" aufgreifen ;-)
Oh Gott, nierde mit der Dojang-Etikette, nieder mit K Fuzius, es lebe
das Tao Te King

Grüße,
Worna

Worna Zohari

unread,
Jun 22, 1999, 3:00:00 AM6/22/99
to

Ulli Kuhnle <ul...@kuhnle.de> schrieb in im Newsbeitrag:
slrn7mqkg...@momos.q-data.net...
> Hi Worna,

>
> > Training in Jogginghose und nacktem Oberkörper, ...
>
> ist das so etwas wie Opernbesuch in Jeans?
>
> Gruß - Ulli

:-))) genau, ... im grundegenommen ist es, die richtige haltung
vorausgesetzt, egal, was ich anhabe. aber ich denke, tradition hat
auch was gutes
Grüße,
Worna

Worna Zohari

unread,
Jun 22, 1999, 3:00:00 AM6/22/99
to

Stefan Huerter <Stefan_...@LU2.maus.de> schrieb in im Newsbeitrag:
199906210...@lu2.maus.de...
Guckux Worna

>ich will Dir wirklich nicht zu nahe treten (nicht daß ich Angst vor
Dir
>hätte ;-)

>ABER:

sorry stefan,
aber das war schon ein schlechter start. versuchs nochmal, ok.


Worna Zohari

unread,
Jun 22, 1999, 3:00:00 AM6/22/99
to

Hendrik Reh <r...@ibmt.fhg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
376F7C9D...@ibmt.fhg.de...


> Hallo Worna,
>
> hmmmm...
> Habe selbst lange TKD gemacht und einige Koreaner kennengelernt, die
als
> Mitglieder verschiedener Demoteams durch die Welt reisten.
> Heute sind es 30 bis 50 jährige "Krüppel" !!!

... und Alkoholiker, wie alle Koreaner :-))

will ich auch gar nicht bezweifeln, aber
erstens: die will ich mit mir nicht vergleichen, ich mach keine
weltreisen und mache auch nicht jedewoche einen bruchtest, wie gesagt,
es ist ein "test". iq-tests macht man wenn überhaupt ja auch nicht
jede woche
zweitens: es gibt auch genügend alte grossmeister (z.b. kwon, kloss,
rumpf, rudloff, richter, ...), die keine krüppel sind und auch etliche
bruchtests gemacht haben

> ...und großartige Kämpfer wurden sie durch ihre absolvierten
Bruchtest
> auch nicht.

das habe ich auch nicht behauptet, oder? wenn du jahrelang tkd
betrieben hast, müßtest du auch wissen, daß der bruchtest nichts mit
freikampf zu tun hat, jedenfalls nicht direkt

grüße,
worna
--
http://www.zohari.de


Hendrik Reh

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
Worna Zohari wrote:
>
> Hendrik Reh <r...@ibmt.fhg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> 376F7C9D...@ibmt.fhg.de...
> > Hallo Worna,
> >
> > hmmmm...
> > Habe selbst lange TKD gemacht und einige Koreaner kennengelernt, die
> als
> > Mitglieder verschiedener Demoteams durch die Welt reisten.
> > Heute sind es 30 bis 50 jährige "Krüppel" !!!
>
> ... und Alkoholiker, wie alle Koreaner :-))

Oh ja, die Herren können ganz schön was "weghauen" ;)

>
> will ich auch gar nicht bezweifeln, aber
> erstens: die will ich mit mir nicht vergleichen, ich mach keine
> weltreisen und mache auch nicht jedewoche einen bruchtest, wie gesagt,
> es ist ein "test". iq-tests macht man wenn überhaupt ja auch nicht
> jede woche
> zweitens: es gibt auch genügend alte grossmeister (z.b. kwon, kloss,
> rumpf, rudloff, richter, ...), die keine krüppel sind und auch etliche
> bruchtests gemacht haben

Krüppel war vielleicht eine zu "harte" Bezeichnung, aber die
Feinmotorik/Beweglichkeit der Finger war stark beeinträchtigt und ihre
Schienbeine reagierten sehr empfindlich auf kleinste Berührungen.

>
> > ...und großartige Kämpfer wurden sie durch ihre absolvierten
> Bruchtest
> > auch nicht.
>
> das habe ich auch nicht behauptet, oder? wenn du jahrelang tkd
> betrieben hast, müßtest du auch wissen, daß der bruchtest nichts mit
> freikampf zu tun hat, jedenfalls nicht direkt

Ich finde eigentlich das Bruchtests gar nichts mit dem Freikampf zu tun
haben,
schon gar nicht im TKD, wo doch sehr viel Schutzausrüstung eingesetzt
wird.
(Ist es überhaupt möglich mit der Faust einen regulären Treffer auf eine
ungepolsterte Stelle im Wettkampf zu plazieren?
Ich glaube nicht.)

Gruss,

Hendrik

Worna Zohari

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to

Hendrik Reh <he...@stud.uni-sb.de> wrote:
>Worna Zohari wrote:
>> =

>
>> Hendrik Reh <r...@ibmt.fhg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
>> 376F7C9D...@ibmt.fhg.de...

>(Ist es überhaupt möglich mit der Faust einen regulären Treffer auf=


> eine
>ungepolsterte Stelle im Wettkampf zu plazieren?
>Ich glaube nicht.)

falsch. der fauststoß ist ein wichtiger bestandteil des freikampfs. ich habe auf
der wm in hong kong einige kämpfe, vor allen dingen im schwergewicht, gesehen, wo
entscheidende punkte mit dem fauststoß erreicht wurden. und in unserem verein
wird immer wieder gern erzählt, wie einer meiner trainingspartner bei einem
turnier drei kämpfe hintereinander mit fauststoß-k.o. gewonnen hat, man nennt ihn
auch ayad, den schrecklichen :-))

grüße,
zohari
http://www.zohari.de

_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de


Monika

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
In article <3770...@netnews.web.de> "Worna Zohari" <kampf...@zohari.de> writes:

>entscheidende punkte mit dem fauststoß erreicht wurden. und in unserem verein
>wird immer wieder gern erzählt, wie einer meiner trainingspartner bei einem
>turnier drei kämpfe hintereinander mit fauststoß-k.o. gewonnen hat, man nennt

Soviel ich Deine page in Erinnerung habe, machst Du traditionelles TKD.
Traditionelles TKD wird doch ohne Kontakt ausgefuehrt. Wo kommen da die
Turniere mit KO her? Sind das stiluebergreifende Veranstaltungen?


Monika


Ingo Bojak

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
On Wed, 23 Jun 1999, Monika wrote:

> Soviel ich Deine page in Erinnerung habe, machst Du traditionelles TKD.
> Traditionelles TKD wird doch ohne Kontakt ausgefuehrt. Wo kommen da die
> Turniere mit KO her? Sind das stiluebergreifende Veranstaltungen?
>

Traditionelles TKD _ohne_ Kontakt? Also, was ich bisher vom traditionellen
TKD gehört habe deutet eher darauf hin, daß die Jungs und Mädels bei
Vollkontakt-Tunieren verblüfft sind, daß sie sich Schützer anziehen
sollen... =o)

Ich empfehle gerne mal wieder als krassen Beitrag Jeris Story:
http://www.pipeline.com/~jeriwho/tkd.htm

Kleiner Ausschnitt:

In the semi final match, Hong's opponent rushed straight towards him, and
Billy Hong jumped into the air, jerked his hips over, and shot his leg
into the man's face. It was a jump back kick that he'd used to smash
roofing tiles and bricks. It hit like a piece of concrete on the end of a
battering ram.

The kick threw the man over and knocked him to the ground. It had smashed
his upper palate and knocked his teeth out in a hail of blood and debris.
He went into shock and started having convulsions. Billy Hong, thinking he
might just be lynched by the crowd, remembered his orders and knelt down
by his opponent. He was terrified, but he calmly said, "You'll be all
right, friend. You'll be all right." and patted the man's back. Second to
his fear of being lynched was his fear that the judges would think he had
a bad attitude and disqualify him.

Der ist auch geil:

When Hong heard about the stories, he decided that there was only one
course of action: he must fight and kill Don Greely. He decided to issue a
challenge at once to a fight.

Fortunately, his senior students talked him out of this plan. At first he
did not believe them when they told him that he would be arrested for
murder if he killed Greely in a fight. But when the man who had sponsored
him told him that his green card would be revoked if Mr. Hong were
arrested for anything, Hong relented. He did not want to lose his green
card and be sent away from his adopted country in disgrace. But it was
disconcerting to realize that Americans did not comprehend a man's need to
fight to the death every now and then over important issues.

Oder der hier:

At a Friday night class a few days before his trip, Mr. Hong was impatient
with his black belt students, angry with them, and disappointed that they
lacked heart and spirit. He told all of the students below black belt to
leave. And then he locked the doors, lined up his black belt students, and
shouted at them, rebuking them as he had never done before for having poor
spirit. One man later told me that Mr. Hong said this as he berated them:

"I am the teacher!" he shouted at them. "I do what I am told! Like a dog
if my master tells me! That should be your attitude. If I say die, you
should die!"

Then he called the senior black belt student, Bull Beringer, to come to
the front of the room. Bull Beringer, a great bear-like man with a barrel
chest, dwarfed Billy Hong. Beringer was about six foot four and was
massive. He was a third degree black belt at the time.

"Bend over!" Mr. Hong shouted at him, and Beringer obeyed him. Mr. Hong
took up an oak stick, swung it like a baseball bat, and struck Beringer so
hard that he knocked him over. The blow was so severe against the top of
Beringer' leg that Beringer could not stand up.

"Get up! Get up!" Mr. Hong shouted at him.

Legs shaking, Beringer at last got up.

"Do you want another?" Mr. Hong asked him.

"No sir," Mr. Beringer said.

"Then you get out. You take another or you get out!"

"Well, I don't want another one, but I don't want to leave," Bull Beringer
said, and he bent over again to be hit. Mr. Hong only tapped him with the
stick, and then he shouted at everybody to get out. The black belts
hurriedly gathered up clothing and scurried out the door. But they stood
on the steps outside, talking. One by one, each went back inside and
humbly asked Mr. Hong if he had been the one who had disgraced or offended
him.

Und so geht das dann lustig weiter... ;-)

Hendrik Reh

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
Worna Zohari wrote:
>
> Hendrik Reh <he...@stud.uni-sb.de> wrote:
> >Worna Zohari wrote:
> >> =
> >
> >> Hendrik Reh <r...@ibmt.fhg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> >> 376F7C9D...@ibmt.fhg.de...
>
> >(Ist es überhaupt möglich mit der Faust einen regulären Treffer auf=
> > eine
> >ungepolsterte Stelle im Wettkampf zu plazieren?
> >Ich glaube nicht.)
>
> falsch. der fauststoß ist ein wichtiger bestandteil des freikampfs. ich habe auf
> der wm in hong kong einige kämpfe, vor allen dingen im schwergewicht, gesehen, wo
> entscheidende punkte mit dem fauststoß erreicht wurden. und in unserem verein
> wird immer wieder gern erzählt, wie einer meiner trainingspartner bei einem
> turnier drei kämpfe hintereinander mit fauststoß-k.o. gewonnen hat, man nennt ihn
> auch ayad, den schrecklichen :-))
>
> grüße,
> zohari
> http://www.zohari.de
>
>
> _____________________________________________________________
> NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de

Hallo Worna,

meine TKD Zeiten sind seit 1994 vorbei.
...andere Zeiten andere Sitten ;)

Georg Streif (damals Bundestrainer der DTU) schreibt in seinem Buch
"Taekwondo Modern" im Kapitel "3.1 Häufigkeit der einzelnen Techniken"
folgendes:
"Da der Jirugi zum Kopf nicht erlaubt ist und nur selten Punkte
anerkannt werden, wird die eigentlich schnellste Technik hier mit nur
7.79% durchgeführt. Vor dem Faustoß kommt noch der Naeryo.chagi"
Diese Aussage wurden von Streif nach der Videoanalyse von Zitat: "...16
repräsentativen Kämpfen (48 Runden) von mindestens nationalem
Spitzenniveau (über 18 Jahre), Titelkämpfen von Europameisterschaften
und Weltmeisterschaften..." gemacht.
Ausgewertet wurden dabei die Häufigkeit der einzelnen gängigen
Techniken. Gezählt wurden Techniken, die als Täuschung, Treffer oder
Punkt ausgewertet wurden.

Gruss,

Hendrik

P.S. Dieses Buch ist ein schönes Beispiel für die versportlichung des
TKD. (Bitte diese Bemerkung nicht als Wertung verstehen ;)

Peter Wiesneth

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
Ingo Bojak wrote:

> Traditionelles TKD _ohne_ Kontakt? Also, was ich bisher vom traditionellen
> TKD gehört habe deutet eher darauf hin, daß die Jungs und Mädels bei
> Vollkontakt-Tunieren verblüfft sind, daß sie sich Schützer anziehen
> sollen... =o)

Zu meinen TKD-Zeiten (waren nur 3 Jahre, bis 1983?) gab es in
Deutschland
das sog. traditionelle TKD und das neugegruendete TKD der Deutschen TKD-
Union (=DTU).

Ersteres war bzgl Freikampf eher "urspruenglich" (keine Schuetzer, kein
Vollkontakt), wobei der Kampfcharakter eher dem Produzieren vieler hoher
Tritte untergeordnet wurde. ;-) Typischer Vertreter ist Kwon Jae Hwa mit
seinen TKD-Galas samt seinen Schuelern.

Die DTU dagegen hatte Vollkontakt-Wettkaempfe mit Kampfwesten &
Tiefschutz.

Zum heutigen Zustand bitte unsere aktiven TKD-NGler ans Mikrofon ...

> Ciao,
> Ingo

Gruss,
Peter

Monika

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to

>On Wed, 23 Jun 1999, Monika wrote:

>> Soviel ich Deine page in Erinnerung habe, machst Du traditionelles TKD.

>> Traditionelles TKD wird doch ohne Kontakt ausgefuehrt. Wo kommen da die=
>=20


>> Turniere mit KO her? Sind das stiluebergreifende Veranstaltungen?
>>

>Traditionelles TKD _ohne_ Kontakt? Also, was ich bisher vom traditionellen

>TKD geh=F6rt habe deutet eher darauf hin, da=DF die Jungs und M=E4dels bei
>Vollkontakt-Tunieren verbl=FCfft sind, da=DF sie sich Sch=FCtzer anziehen=
>=20
>sollen... =3Do)

Merkwuerdig.
Ich hatte in einem kleinen Verein mit trad. TKD angefangen und da hiess es
"ohne Kontakt", jedenfalls rein theoretisch. (Inzwischen bin ich in einem
DTU-angehoerenden Verein.)

Kwon-Jae-Wa erklaert auch das trad. als ein TKD ohne Kontakt.
http://www.taekwon-do.de/de34.htm

Und nun berichtest Du das voellige Gegenteil.

Peter Steinberger, melde Dich doch mal dazu, Du bist doch ein
Trad.-TKD-ka. Wie ist das bei Euch?

Monika


Ingo Bojak

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
On Wed, 23 Jun 1999, Monika wrote:

> Und nun berichtest Du das voellige Gegenteil.
> Peter Steinberger, melde Dich doch mal dazu, Du bist doch ein
> Trad.-TKD-ka. Wie ist das bei Euch?
>

Äh, also ich hab keine Ahnung von TKD. Ich kenne halt nur Jeri Massi und
was die unter traditionellem TKD versteht. Und da läuft halt ohne Blut
spucken herzlich wenig... ;-)

Markus Kaemmerle

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
Hallo Hendrik,
hallo Liste

Hendrik Reh schrieb:


>
> P.S. Dieses Buch ist ein schönes Beispiel für die versportlichung des
> TKD. (Bitte diese Bemerkung nicht als Wertung verstehen ;)

Diese Buch ist auch ein Beispiel für das wissenschaftliche Herangehen
im Bereich Freikampf der WTF.
Da das Buch doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat würden mich
dir aktuellen Zahlen interessieren.

Kennt jemand eine Quelle mit neueren Werten?

Ciao,
Markus

Markus Kaemmerle

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
Hallo Peter,
hallo Liste

Peter Wiesneth schrieb:


>
> Zu meinen TKD-Zeiten (waren nur 3 Jahre, bis 1983?) gab es in
> Deutschland
> das sog. traditionelle TKD und das neugegruendete TKD der Deutschen TKD-
> Union (=DTU).

> ...


> Die DTU dagegen hatte Vollkontakt-Wettkaempfe mit Kampfwesten &
> Tiefschutz.
>

In der DTU gibt es
1.) Vollkontaktkämpfe mit Schutzweste, Kopf-, Tief-, Schienbein- und
Unterarmschutz

2.) Leichtkontaktkämpfe mit Handschuhen und Safeties (wie es mit
Tiefschutz aussieht weis ich leider nicht)

3.) Formenwettkämpfe ohne Schützer ;-))


ciao,
Markus


Stefan Huerter

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
Guckux "Worna

"WZ> sorry stefan,
"WZ> aber das war schon ein schlechter start. versuchs nochmal, ok.

muß ich's Dir demonstrieren?

Bye
Stefan

Klaus Steinberger

unread,
Jun 23, 1999, 3:00:00 AM6/23/99
to
In article <isar.2489...@geocities.com>,

is...@geocities.com (Monika) writes:
|> In article <Pine.A41.3.95q.99062...@dilbert.physik.uni-dortmund.de> Ingo Bojak <bo...@dilbert.physik.uni-dortmund.de> writes:
|>
|> Kwon-Jae-Wa erklaert auch das trad. als ein TKD ohne Kontakt.
|> http://www.taekwon-do.de/de34.htm
|>
|> Und nun berichtest Du das voellige Gegenteil.
|>
|> Peter Steinberger, melde Dich doch mal dazu, Du bist doch ein
|> Trad.-TKD-ka. Wie ist das bei Euch?

Hallo Monika,

ich vermute mal, daß du mich meinst. Wir trainieren normalerweise ohne Kontakt.
Unter Schwarzgurten ist im Freikampf auch mal leichter Kontakt am Körper erlaubt
(d.h. Anzugberührung).

Viele Grüße,
Klaus

Monika

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
Klaus Steinberger writes:

> is...@geocities.com (Monika) writes:

>|> Peter Steinberger, melde Dich doch mal dazu, Du bist doch ein

>ich vermute mal, daß du mich meinst. Wir trainieren normalerweise ohne Kontakt.


>Unter Schwarzgurten ist im Freikampf auch mal leichter Kontakt am Körper erlaubt
>(d.h. Anzugberührung).

Oh Verzeihung, Klaus, ich werde Deinen Namen nie mehr vergessen. :-)

Ich selbst versuche eine Gratwanderung zwischen den beiden Stilen. Von beiden
gefaellt mir 80%.

Wie ist das eigentlich mit Anerkennung von Pruefungen zwischen DTU/WTF/ITF?
Ist trad. eigentlich ITF, oder gibt es da auch wieder Unterschiede?

Monika

Bernd Hussnaetter

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to

Hi Peter,

> Zu meinen TKD-Zeiten (waren nur 3 Jahre, bis 1983?)

damals habt Ihr vermutlich noch bei Kerzenlicht trainiert!?! ;-)

Gruß,

Bernd.

Peter Wiesneth

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
Hi Bernd

> > Zu meinen TKD-Zeiten (waren nur 3 Jahre, bis 1983?)
>
> damals habt Ihr vermutlich noch bei Kerzenlicht trainiert!?! ;-)

Wie - Kerzenlicht??

Mit genuegend Abstand braucht man ueberhaupt kein Licht!

> Gruß,
> Bernd.

Gruss,
Peter

Klaus Steinberger

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
In article <isar.2490...@geocities.com>,
is...@geocities.com (Monika) writes:
|> Klaus Steinberger writes:

|> Oh Verzeihung, Klaus, ich werde Deinen Namen nie mehr vergessen. :-)

Never mind :-)


|> Ich selbst versuche eine Gratwanderung zwischen den beiden Stilen. Von beiden
|> gefaellt mir 80%.
|>
|> Wie ist das eigentlich mit Anerkennung von Pruefungen zwischen DTU/WTF/ITF?

Wir erkennen Prüfungen auch von anderen Schulen an. Die Prüfung zum nächsten
Kup kann dann natürlich erst nach der üblichen Mindestwartezeit erfolgen.

Anders rum hatten Leute von uns die zu anderen Schulen gewechselt sind, oder
zeitweise mal woanders waren, normalerweise auch keine Probleme.

|> Ist trad. eigentlich ITF, oder gibt es da auch wieder Unterschiede?

Ja, da gibt es auch Unterschiede. Die ITF hat in den letzten 10 Jahren
einiges an Ihrem Stil geändert, was mir nicht so gefällt. Hauptsächlich hat
die ITF die sogenannte Sinuswelle eingeführt. Bei der ITF macht man genau das,
was wir jedem Anfänger sagen, das er nicht machen soll: Hoch- und Tiefgehen
bei der Bewegung.

Viele Grüße,
Klaus

Klaus Steinberger Beschleunigerlabor der TU und LMU Muenchen
Phone: (+49 89)289 14287 Hochschulgelaende, D-85748 Garching, Germany
FAX: (+49 89)289 14280 EMail: Klaus.St...@Physik.Uni-Muenchen.DE
URL: http://www.bl.physik.tu-muenchen.de/~k2/
In a world without fences and walls, who needs Windows and Gates?


Thomas Paulus

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to

Klaus Steinberger schrieb in Nachricht
<7kstq1$db3$1...@sparcserver.lrz-muenchen.de>...

>Klaus Steinberger Beschleunigerlabor der TU und LMU Muenchen


Apropos Beschleunigerlabor, da habe ich ne schöne Geschichte gefunden: :-))

_In einer Ausgabe des amerikanischen "Meat & Poultry"-Magazins zitierte
ein Redakteur einen Artikel aus "Feathers", dem Veröffentlichungsorgan
der Californischen Geflügelindustriegesellschaft, die folgende
Geschichte:

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration)
besitzt ein auf der Welt einmaliges Gerät zum Testen der Beständigkeit
von Flugzeug-Windschutzscheiben. Bei dem Gerät handelt es sich um eine
Art Katapult, welches ein totes Huhn, mit einer Geschwindigkeit, die in
etwa der eines fliegenden Flugzeugs entspricht, gegen die zu
untersuchende Windschutzscheibe schiesst.

Die Theorie dahinter ist, daß die Flugzeug-Windschutzscheibe, wenn sie
dem Aufprall dieses Hühnches standhält, auch einen Zusammenprall mit
einem echten Vogel während des Fluges unbeschadet übersteht. Britische
Ingenieure waren sehr interessiert an diesem Verfahren und wollten damit
die Windschutzscheibe einer neu entwickelten
Hochgeschwindigkeits-Lokomotive testen.

Sie liehen sich die FAA-Hühnchen-Schleuder aus, luden sie mit einem
Hühnchen und feuerten. Das ballistische Hühnchen zerschmetterte die
Windschutzscheibe, durchschlug den Fahrersitz, zerstörte eine
Instrumententafel und blieb schliesslich in der Rückwand der
Fahrerkabine stecken. Die Briten waren zutiefst erschüttert und baten
die FAA die Testanordnung zu überprüfen, ob sie auch alles korrekt
ausgeführt hatten.

Die FAA-Ingenieure überprüften alles sorgfältig und gaben den britischen
Ingenieuren die folgende Empfehlung:

"Benutzen Sie ein aufgetautes Hühnchen!"

Markus Kaemmerle

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
Hallo Monika

Monika schrieb:


>
> Wie ist das eigentlich mit Anerkennung von Pruefungen zwischen DTU/WTF/ITF?

Der DTU-Dan kann, über einen Antrag, von der WTF anerkannt werden.
Die Preise sind hierbei je nach Grad gestaffelt
(1. Dan $75, 2. Dan $90, ...).

Im umgekehrten Fall bin ich mir nicht sicher. Es wird, glaube ich, eine
Anerkennungsprüfung verlang (Prüfungsform und ich glaube
Einschrittkämpfe).

Wie das von WTF nach ITF läuft weis ich nicht. (Macht das überhaupt
einer ?)

ciao,
Markus


Worna Zohari

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
Monika <is...@geocities.com> schrieb in im Newsbeitrag:
isar.2488...@geocities.com...

> In article <3770...@netnews.web.de> "Worna Zohari"
<kampf...@zohari.de> writes:
>
> >entscheidende punkte mit dem fauststoß erreicht wurden. und in
unserem verein
> >wird immer wieder gern erzählt, wie einer meiner trainingspartner
bei einem
> >turnier drei kämpfe hintereinander mit fauststoß-k.o. gewonnen hat,
man nennt
>
> Soviel ich Deine page in Erinnerung habe, machst Du traditionelles
TKD.
> Traditionelles TKD wird doch ohne Kontakt ausgefuehrt. Wo kommen da
die
> Turniere mit KO her? Sind das stiluebergreifende Veranstaltungen?
>

hi monika,

traditionelles tkd im sinne von kwon betreibe ich nicht, richtig. ich
bin in der wtf, die mit vollkontakt kämpft.
ich bezeichne es nur als traditionelles tkd, weil ich mich mit dem
modernen tkd nicht mehr identifizieren kann. taekwondo ist in der
heutigen zeit in den meisten vereinen nur noch auf turnier-kampf
ausgelegt. formen, do und andere dinge werden als notwendiges über
mitgenommen. deshalb "traditionell".
grüße,
worna

http://www.zohari.de


Worna Zohari

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to

>Hallo Worna,

>meine TKD Zeiten sind seit 1994 vorbei.
>...andere Zeiten andere Sitten ;)

>Georg Streif (damals Bundestrainer der DTU) schreibt in seinem Buch
>"Taekwondo Modern" im Kapitel "3.1 Häufigkeit der einzelnen
Techniken"
>folgendes:

Kenn ich, halte aber nicht viel von. Es gibt viele Bücher zu
unterschiedlichen Themen von unterschiedlichen Autoren. Man muß nicht
alles glauben, was man liest ;-)

>"Da der Jirugi zum Kopf nicht erlaubt ist und nur selten Punkte
>anerkannt werden, wird die eigentlich schnellste Technik hier mit nur
>7.79% durchgeführt. Vor dem Faustoß kommt noch der Naeryo.chagi"
>Diese Aussage wurden von Streif nach der Videoanalyse von Zitat:
"...16
>repräsentativen Kämpfen (48 Runden) von mindestens nationalem
>Spitzenniveau (über 18 Jahre), Titelkämpfen von Europameisterschaften
>und Weltmeisterschaften..." gemacht.

Halte ich statistisch angesichts der hunderten von turnieren (nicht
nur offizielle dtu-turniere) für nicht verwertbar. trotzdem habe ich
bei der wm nicht so häufig fauststöße gesehen wie als kampfrichter im
ruhrgebiet. der fauststoß ist sicher keine primäre punkte-technik,
aber sie kommt hin und wieder vor, und das war die antwort. sie wird
im übrigen auch oft zum "stoppen" eines gegnerischen angriffs genutzt.

>Gruss,

>Hendrik

ich halte übrigens nicht viel davon, aussagen von anderen durch
abschreiben von text-passagen eines buches zu widerlegen. nur weil
irgendetwas irgendwo steht ist es für mich noch nicht die wahrheit.
bücher lesen kann ich selbst. ich habe annähernd 50 verschiedene
bücher zum tkd und streif gehört sicher nicht zu den erwähnenswerten
autoren.

grüße,
worna

http://www.zohari.de


Worna Zohari

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to

Peter Wiesneth <Peter.W...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3770DC4E...@gmx.de...
Ingo Bojak wrote:

> Traditionelles TKD _ohne_ Kontakt? Also, was ich bisher vom
traditionellen

> TKD gehört habe deutet eher darauf hin, daß die Jungs und Mädels bei
> Vollkontakt-Tunieren verblüfft sind, daß sie sich Schützer anziehen
> sollen... =o)

Zu meinen TKD-Zeiten (waren nur 3 Jahre, bis 1983?) gab es in


Deutschland
das sog. traditionelle TKD und das neugegruendete TKD der Deutschen
TKD-
Union (=DTU).

Ersteres war bzgl Freikampf eher "urspruenglich" (keine Schuetzer,


kein
Vollkontakt), wobei der Kampfcharakter eher dem Produzieren vieler
hoher
Tritte untergeordnet wurde. ;-) Typischer Vertreter ist Kwon Jae Hwa
mit
seinen TKD-Galas samt seinen Schuelern.

Die DTU dagegen hatte Vollkontakt-Wettkaempfe mit Kampfwesten &
Tiefschutz.

Zum heutigen Zustand bitte unsere aktiven TKD-NGler ans Mikrofon ...


Die Entwicklung des Taekwondo betrachte ich mit einem weinenden und
einem lachenden auge. schön finde ich, daß tkd olympisch geworden ist
und dadurch weiter verbreitet werden kann. leider wird diese
kampfkunst aber immer mehr zur rein sportlichen betätigung die nur
noch wettkampf-orientiert trainiert wird, und der wettkampf ist auch
nicht mehr so schön wie früher, mit sprüngen, drehtritten, einfach
phantastischen fußtechniken, für die das taekwondo schließlich berühmt
ist.
bei der vorletzten und letzten wm konnte man sehen, daß fast
ausschließlich paltung-chagi (seiten kick) und dwitchagi ausgeführt
werden, immer schneller und schneller. der marco hat in der wm in
einem kampf fast 30 punkte gemacht, früher waren über 10 punkte in
einem ganzen kampf undenkbar.
dazu kommt, daß die schwarzgurte in korea verteilt werden wie eis am
stil. nach der ein-jährigen militärausbildung der pflichtsoldaten
bekommt jeder automatisch den 1. dan -> die koreaner sind so stolz
darauf, daß sie mehr schwarzgurte weltweit haben als die karateka ...
da wird einem doch schlecht, oder?
nur noch die privaten schulen lehren tkd als vollständige kampfkunst
(dreiteilung, etc). und wir hier in deutschland glauben noch an die
_kampfkunst_, sind fasziniert vom geist des budo.... tja, träume sind
schäume
jeder soll seinen weg gehen.


grüße,
worna
http://www.zohari.de


Worna Zohari

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
Markus Kaemmerle <Markus.K...@t-online.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 3770ECED...@t-online.de...
> Hallo Peter,
> hallo Liste

> In der DTU gibt es
> 1.) Vollkontaktkämpfe mit Schutzweste, Kopf-, Tief-, Schienbein- und
> Unterarmschutz
>
> 2.) Leichtkontaktkämpfe mit Handschuhen und Safeties (wie es mit
> Tiefschutz aussieht weis ich leider nicht)
>
> 3.) Formenwettkämpfe ohne Schützer ;-))
>
> ciao,
> Markus
>

und Bruchtest-Meisterschaften, allerdings nicht DTU-organisiert.
grüße,
worna


Time to visit :-)
http://www.zohari.de


Worna Zohari

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to

>
> Hallo Monika,


>
> ich vermute mal, daß du mich meinst. Wir trainieren normalerweise
ohne Kontakt.
> Unter Schwarzgurten ist im Freikampf auch mal leichter Kontakt am
Körper erlaubt
> (d.h. Anzugberührung).
>

> Viele Grüße,
> Klaus

Hallo Klaus,
da halte ich nicht viel von, eher umgekehrt, die Schüler ohne, die
Meister mit. Wo ist denn da die Logik. Der Erfahrene hat das bessere
Distanzgefühl und daher ist das Verletzungsrisiko auch geringer, wenn
es euch darum geht.
Aber von "ohne Kontakt" halte ich eh nicht viel. Ich bin der Ansicht,
es muß hin und wieder mit Kontakt trainiert werden, damit die
unterbewußte barriere aufgehoben wird. bei regelmäßigem Training ohne
Kontakt baust Du eine Schwellenangst vor dem Kontakt und dem
Auftreffen auf, die später hinderlich ist.
Grüße,
Worna

http://www.zohari.de


Ingo Bojak

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
On Thu, 24 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> nur noch die privaten schulen lehren tkd als vollständige kampfkunst
> (dreiteilung, etc).
>

Beim TKD wird man dreigeteilt? Aua, das tut doch bestimmt weh... ;-)

> sind fasziniert vom geist des budo....
>

Sind wir das? =o)

Bernd Hussnaetter

unread,
Jun 24, 1999, 3:00:00 AM6/24/99
to
Hi Peter,

> Wie - Kerzenlicht??
>
> Mit genuegend Abstand braucht man ueberhaupt kein Licht!

äh, meinst Du jetzt im Dojo oder ...

Gruß,

Bernd.

Worna Zohari

unread,
Jun 25, 1999, 3:00:00 AM6/25/99
to
Monika <is...@geocities.com> schrieb in im Newsbeitrag:
isar.2490...@geocities.com...

> Klaus Steinberger writes:
>
> > is...@geocities.com (Monika) writes:
>
> >|> Peter Steinberger, melde Dich doch mal dazu, Du bist doch ein
>
> >ich vermute mal, daß du mich meinst. Wir trainieren normalerweise
ohne Kontakt.
> >Unter Schwarzgurten ist im Freikampf auch mal leichter Kontakt am
Körper erlaubt
> >(d.h. Anzugberührung).
>
> Oh Verzeihung, Klaus, ich werde Deinen Namen nie mehr vergessen. :-)
>
> Ich selbst versuche eine Gratwanderung zwischen den beiden Stilen.
Von beiden
> gefaellt mir 80%.
>
> Wie ist das eigentlich mit Anerkennung von Pruefungen zwischen
DTU/WTF/ITF?
> Ist trad. eigentlich ITF, oder gibt es da auch wieder Unterschiede?
>
> Monika

Traditionell lt. Kwon ist ITF, der nicht so verbreitete Verband,
jedenfalls in relation zur WTF. Man kann auch salopp sagen ITF, der
Verband vom General, ist Nord-Korea und WTF ist Süd-Korea. Über
politische Ziele, die da mit dran hängen möchte ich aber nicht
erzählen ;-)
Jedenfalls gibt es nur diese zwei Weltverbände (die ernst zu nehmen
sind). Die DTU ist Mitglied in der WTF und somit der größte
Bundesverband.
Ich selbst bin aus der DTU ausgetreten, weil ich von ihr nicht viel
halte. Ich kenne einige da und habe einiges an Verbandsmauscherei
und-kungelei mitbekommen, daß den Ausschlag dafür gegeben hat. Über
meinen Großmeister Willi Kloss, der höchst-dangraduierte in europa,
bin ich direkt mitglied in der WTF in Seoul und dort als DAN-Träger
registriert. Ich brauche die DTU nicht, und auf Deutschen
Meisterschaften o. ä. starte ich eh nicht mehr (ist auch ab dem 4.
nicht mehr möglich).
Die DTU tut sich schwer mit dem Anerkennen von Prüfungen, die wo
anders gemacht wurden, wegen der in der Verbandkasse fehlenden
Gebühren. Sie schlagen in der Regel eine Überprüfung vor, die
natürlich entsprechend kostet.

Von einer Gradwanderung zwischen welchen Stilen sprichst Du? ITF und
WTF? Wie soll das denn funktionieren? Interessant ... ;-)

Grüße,
Worna

http://www.zohari.de


Worna Zohari

unread,
Jun 25, 1999, 3:00:00 AM6/25/99
to

Ingo Bojak <bo...@dilbert.physik.uni-dortmund.de> schrieb in im
Newsbeitrag:
Pine.A41.3.95q.99062...@dilbert.physik.uni-dortmund.
de...

On Thu, 24 Jun 1999, Worna Zohari wrote:

> nur noch die privaten schulen lehren tkd als vollständige kampfkunst
> (dreiteilung, etc).
>
Beim TKD wird man dreigeteilt? Aua, das tut doch bestimmt weh... ;-)


Jaaaaa, mit dem Fingerspieß :))))

servus ahoi,
worna

http://www.zohari.de


p.s.: kendo übrigens erst ab august. und dejan ist doch nicht
deutscher meister, sondern in der national mannschaft. ähem...kleine
korrektur am rande ;-)

Worna Zohari

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Jun 25, 1999, 3:00:00 AM6/25/99
to

Markus Kaemmerle <Markus.K...@t-online.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 37724F53...@t-online.de...
> Hallo Monika
>
> Monika schrieb:

> >
> > Wie ist das eigentlich mit Anerkennung von Pruefungen zwischen
DTU/WTF/ITF?
>
> Der DTU-Dan kann, über einen Antrag, von der WTF anerkannt werden.
> Die Preise sind hierbei je nach Grad gestaffelt
> (1. Dan $75, 2. Dan $90, ...).

stimmt genau, die kassieren alle kräftig ab

> Im umgekehrten Fall bin ich mir nicht sicher. Es wird, glaube ich,
eine
> Anerkennungsprüfung verlang (Prüfungsform und ich glaube
> Einschrittkämpfe).

jou, und dann wird auch kassiert :-))

> Wie das von WTF nach ITF läuft weis ich nicht. (Macht das überhaupt
> einer ?)

nö, um gottes willen, ich will doch keinen politischen sport betreiben
;-)

> ciao,
> Markus

grüße,
Worna

http://www.zohari.de


Markus Kaemmerle

unread,
Jun 25, 1999, 3:00:00 AM6/25/99
to
Hallo Worna,
hallo Liste

Worna Zohari schrieb:


>
> und Bruchtest-Meisterschaften, allerdings nicht DTU-organisiert.

Wenn Du mal in Süddeutschland von einer Bruchtest-Meisterschaft weist,
gib mir doch bitte bescheid.

Ciao,
Markus

Markus Kaemmerle

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Jun 25, 1999, 3:00:00 AM6/25/99
to
Hallo Worna,
hallo Liste

Worna Zohari schrieb:


> Die Entwicklung des Taekwondo betrachte ich mit einem weinenden und
> einem lachenden auge. schön finde ich, daß tkd olympisch geworden ist
> und dadurch weiter verbreitet werden kann. leider wird diese
> kampfkunst aber immer mehr zur rein sportlichen betätigung die nur

> noch wettkampf-orientiert trainiert wird, ..

Die Gefahr, daß TKD rein sportlich wird sehe ich nicht. Der Freikampf
ist doch eher eine Domäne der jüngeren TKDins. Und von denen sind
vieleicht
20% am Freikampf interessiert. Ich weis nicht wie das bei euch ist, aber
bei uns sind mehr Leute im normalen Training als im Freikampftraining.

>.. und der wettkampf ist auch


> nicht mehr so schön wie früher, mit sprüngen, drehtritten, einfach
> phantastischen fußtechniken, für die das taekwondo schließlich berühmt
> ist.

Ich schau mir TKD-Kämpfe wg. der Geschwindigkeit und Dynamik ganz gerne
an.
Anstelle viele Techniken zu produzieren ist jetzt eher die Taktik, das
Austricksen des Gegners getreten. Mir gefällts.

> dazu kommt, daß die schwarzgurte in korea verteilt werden wie eis am
> stil. nach der ein-jährigen militärausbildung der pflichtsoldaten
> bekommt jeder automatisch den 1. dan -> die koreaner sind so stolz

Automatisch bekommen die den nicht. Es wird aber nicht so genau geschaut
wer da Prüfung macht.

> nur noch die privaten schulen lehren tkd als vollständige kampfkunst

Das ist falsch!

> (dreiteilung, etc).
Vierteilung.

Ciao,
Markus

Markus Kaemmerle

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Jun 25, 1999, 3:00:00 AM6/25/99
to
Hallo Worna,
hallo Liste

Worna Zohari schrieb:
>

> Aber von "ohne Kontakt" halte ich eh nicht viel. Ich bin der Ansicht,
> es muß hin und wieder mit Kontakt trainiert werden, damit die
> unterbewußte barriere aufgehoben wird. bei regelmäßigem Training ohne
> Kontakt baust Du eine Schwellenangst vor dem Kontakt und dem
> Auftreffen auf, die später hinderlich ist.


Yep, stimmt.
Außerdem ist es wichtig zu lernen, daß es auch dem schlagenden Weh tun
kann.
Die Wucht beim Aufprall des Schlages einzutecken muß auch gelernt
werden.

ciao,
Markus


Hendrik Reh

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Jun 25, 1999, 3:00:00 AM6/25/99
to
Hallo Worna,

wünsche Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Deinen Bruchtests.

Gruss,

Hendrik


Worna Zohari

unread,
Jun 26, 1999, 3:00:00 AM6/26/99
to

Markus Kaemmerle <Markus.K...@t-online.de> wrote:
>Hallo Worna,
>hallo Liste

>
>Die Gefahr, daß TKD rein sportlich wird sehe ich nicht. Der Freikampf
>ist doch eher eine Domäne der jüngeren TKDins. Und von denen sind
>vieleicht
>20
m Freikampf interessiert. Ich weis nicht wie das bei euch ist, aber
>bei uns sind mehr Leute im normalen Training als im Freikampftraining.

Unsinn. Du darfst dabei nicht von deinem Verein ausgehen, sondern die gesamte
Entwicklung sehen. In 8 von zehn Taekwondo-Vereinen ist der Freikampf mit dem
entsprechend ausgelegt Training Schwerpunkt!

>Ich schau mir TKD-Kämpfe wg. der Geschwindigkeit und Dynamik ganz gerne
>an.
>Anstelle viele Techniken zu produzieren ist jetzt eher die Taktik, das
>Austricksen des Gegners getreten. Mir gefällts.

Ist aber kein Taekwondo mehr sondern Kickboxen. Was eine Kampfkunst auch
ausmacht ist die Vielfalt der Techniken, gerade beim Taekwondo. Wenn aber nur
eine Technik im Kampf gemacht wird, und zwar wirklich nur eine Technik, den Side-
Kick, und die 50 Mal, dann ist das schade und langweilig. Ich habe in einer Woche
WM in Hong Kong, und ich war jeden Tag da) nur vier Mal einen Pandae-dolyo-chagi
gesehen, die Königstechnik.

>
>
>> dazu kommt, daß die schwarzgurte in korea verteilt werden wie eis am
>> stil. nach der ein-jährigen militärausbildung der pflichtsoldaten
>> bekommt jeder automatisch den 1. dan

>Automatisch bekommen die den nicht. Es wird aber nicht so genau geschaut wer da
Prüfung macht.

Schon wieder Unsinn! Ich kenne genügend Koreaner, die es erzählt und erlebt
haben. Du machst die militärische Grundausbildung, ähnlich wie bei uns die
Wehrpflicht, und erhälst zusammen mit dem Entlassungszeugnis den 1. DAN! Das ist
einfach so!

>> nur noch die privaten schulen lehren tkd als vollständige kampfkunst
>
>Das ist falsch!

Nicht kontern, wenn Du keine Ahnung hast. Es ist richtig, basierend auf
fundierten Aussagen von Koreanern und einigen Vereinspartnern, meinem Meister und
letztendlich auch mir selbst, die in Korea waren und private und öffentliche TKD-
Schulen besucht haben.
Von Aussagen wie "Das ist falsch!" halte ich nicht viel. Fundierte Sachkenntnis
und Erfahrung und eine anständige Begründung ist mir lieber.


>> (dreiteilung, etc).
>Vierteilung.

Wohl noch nie etwas von der "Dreiteilung des Taekwondo" gehört, hm? Was ist den
die "Vierteilung"? Käsekuchen, und vier haben Hunger?

Grüße,
Worna

http://www.zohari.de

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Worna Zohari

unread,
Jun 26, 1999, 3:00:00 AM6/26/99
to

Markus Kaemmerle <Markus.K...@t-online.de> wrote:
>Hallo Worna,
>hallo Liste
>
Absolut richtig. Man muß Schmerzen durch Techniken kennenlernen (zumindest
ansatzweise), damit man sich der möglichen Wirkungen seiner Techniken bewußt wird.
Das ist besonders beim Hosinsul (SV) wichtig (Hebel, etc.).
Im Übrigen betreiben wir Kampfkunst, und das hat etwas mit Kampf zu tun, und
nicht Aerobic mit Anfassen ;-)
Grüße,
Worna

Worna Zohari

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Jun 26, 1999, 3:00:00 AM6/26/99
to

Markus Kaemmerle <Markus.K...@t-online.de> wrote:
>Hallo Worna,
>hallo Liste
>
>Worna Zohari schrieb:
>>
>> und Bruchtest-Meisterschaften, allerdings nicht DTU-organisiert.
>
>Wenn Du mal in Süddeutschland von einer Bruchtest-Meisterschaft weist,
>gib mir doch bitte bescheid.
>
>Ciao,
>Markus

klar mach ich.
Grüße,
Worna

http://www.zohari.de

Markus Kaemmerle

unread,
Jun 26, 1999, 3:00:00 AM6/26/99
to
Hallo Worna,
hallo Liste

Worna Zohari schrieb:
>

> Unsinn. Du darfst dabei nicht von deinem Verein ausgehen, sondern die gesamte
> Entwicklung sehen. In 8 von zehn Taekwondo-Vereinen ist der Freikampf mit dem
> entsprechend ausgelegt Training Schwerpunkt!

Ich kann halt nur von den Erfahrungen ausgehen die ich gemacht habe,
und die sind, daß es eine Schwerpunktverlagerung von Formen in Richtung
Freikampf gegeben hat. Die Formen sind aber immer noch ein Teil des
Ganzen.

> Ist aber kein Taekwondo mehr sondern Kickboxen. Was eine Kampfkunst auch
> ausmacht ist die Vielfalt der Techniken, gerade beim Taekwondo.

Zwischen Kickboxkämpfen und TKD-kämpfen sehe ich immer noch einen riesen
Unterschied. Alleerdings is das Kickboxen ja aus der Kampfkunstfamilie
der Schlagenden Zunft entstanden. Die anderen Elemente wurden einfach
weggelassen.

> >Automatisch bekommen die den nicht. Es wird aber nicht so genau geschaut wer da
> Prüfung macht.
>
> Schon wieder Unsinn! Ich kenne genügend Koreaner, die es erzählt und erlebt
> haben. Du machst die militärische Grundausbildung, ähnlich wie bei uns die
> Wehrpflicht, und erhälst zusammen mit dem Entlassungszeugnis den 1. DAN! Das ist
> einfach so!

Ich habs auch von nem Koreaner. Da wird es halt auch regionale, oder vom
Ausbilder her
Unterschiede geben.


>
> >> nur noch die privaten schulen lehren tkd als vollständige kampfkunst
> >
> >Das ist falsch!
>
> Nicht kontern, wenn Du keine Ahnung hast. Es ist richtig, basierend auf
> fundierten Aussagen von Koreanern und einigen Vereinspartnern, meinem Meister und
> letztendlich auch mir selbst, die in Korea waren und private und öffentliche TKD-
> Schulen besucht haben.
> Von Aussagen wie "Das ist falsch!" halte ich nicht viel. Fundierte Sachkenntnis
> und Erfahrung und eine anständige Begründung ist mir lieber.

Genau, sag mir mal was Vereine nicht vermitteln können, was private
Schulen vermitteln.
Ich hab nichts gegen private Schulen. Ich finde es toll wenn jemand
seine Leidenschaft zum
Beruf macht. Daß diese Schulen Pacht und Trainer zahlen müssen, der
Inhaber das Unternehmerische
Risiko tragen muß ist klar. Allerdings ändert sich auch die Beziehung
zwischen Trainer (,meinetwegen
auch Lehrer oder Sabom,) und Schüler. Der Schüler wird zu zahlendem
Kunden. Der Trainer wird zum
Dienstleister. Ein Verein im Gegensatz lebt von der Mitarbeit seiner
Mitglieder. Nur wenn die Mitglieder
sich einbringen und Aufgaben mit übernehmen kommt der Verein weiter.
Dafür ist's dann auch billiger.


> Wohl noch nie etwas von der "Dreiteilung des Taekwondo" gehört, hm? Was ist den
> die "Vierteilung"? Käsekuchen, und vier haben Hunger?

1. Formen,
2. Freikampf,
3. SV,
4. Bruchtest.


Ciao,
Markus


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