weiss hier jemand, wie in Deutschland die Rechtliche Lage bezüglich von
Schwerten (japanische: Katana) für den Kampfsprt aussieht?
Kann man die öffentlich mit sich herumtragen, oder gibt es da irgendwelche
Einschränkungen?
Vielen Dank
Sven
Bitte FUp-to de.rec.sport.budo beachten!
--
/*******************************************************/
Sven-Olaf Stalinski <ne...@stalinski.net>
PGP Key ID: 0x14C2EBB8
/********************************************************/
Da habe ich hier drin gerade vor ein paar Tagen was zu geschrieben.
Vielleicht hat es irgendwer noch, ich nämlich selber nicht.
--
Gruss, Klaus "Doc" Kessler, Germany
Doc`s Outdoor Center http://www.langschwert.de
> Als was siehst Du Mensuren?
Als Versuch, sich gegenseitig zu verletzen, um dann mit dem Schmiss
prahlen zu können.
Sensor
--
Das Leben ist eine Krankheit,
Sie wird durch Geschlechtsverkehr übertragen
und endet tödlich.
>Als was siehst Du Mensuren?
Als Schwachsinn. Oder als abgedrehten Männlichkeitswahn.
Jedenfalls nicht als Sport.
--
Gruß - Ulli
Na gut, ich habe es nochmal rausgesucht. Siehe Absatz (6) Satz1, der
dürfte auf uns zutreffen.
§ 39 Verbot des Führens von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen
(1) Wer an öffentlichen Veranstaltungen, insbesondere an Volksfesten und
öffentlichen Vergnügungen teilnimmt, darf keine
Schußwaffen, Hieb- oder Stoßwaffen führen.
(2) Die zuständige Behörde kann für den Einzelfall eine Ausnahme von
Absatz 1 zulassen, wenn
1. der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt,
2. ein Bedürfnis nachgewiesen ist und
3. Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht entstehen.
(3) Unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 können Ausnahmen
widerruflich auf die Dauer von höchstens fünf Jahren für
Vereinigungen zugelassen werden, bei denen es Brauch ist, aus besonderem
Anlaß Waffen zu tragen, wenn gewährleistet ist, daß
die erforderliche Sorgfalt beachtet wird.
(4) Die Ausnahmen nach den Absätzen 2 und 3 können mit Auflagen
verbunden werden, wenn das zur Abwehr von Gefahren für Leben
oder Gesundheit von Menschen erforderlich ist.
(5) Der nach Absatz 2 Berechtigte muß die Waffenbesitzkarte, den
Ausnahmebescheid und seinen Personalausweis oder Paß mit
sich führen und Polizeibeamten oder sonst zur Personenkontrolle Befugten
auf Verlangen zur Prüfung aushändigen.
(6) Die Absätze 1 bis 5 sind nicht anzuwenden
1. auf die Mitwirkenden an Theateraufführungen und diesen
gleichzuachtenden Vorführungen, wenn zu diesem Zweck ungeladene oder mit
Kartuschenmunition geladene Schußwaffen oder Hieb-
oder Stoßwaffen geführt werden,
2. auf das Schießen in Schießstätten (§ 44),
3. soweit eine Schießerlaubnis nach § 45 reicht.
Rupert Mazzucco schrieb:
> Über das WaffG haben wir ja kürzlich gesprochen. Wo kommt das mit
> den Versammlungen her?
Vermutlich aus dem Waffengesetz, § 39 'Verbot des Führens von Waffen bei
öffentlichen Veranstaltungen', wo es heißt:
" (1) Wer an öffentlichen Veranstaltungen, insbesondere an Volksfesten und
öffentlichen Vergnügungen teilnimmt, darf keine Schußwaffen, Hieb- oder
Stoßwaffen führen. "
Noch weitere Erläuterungen gibt's auf meiner Homepagev www.ArsMartialis.com
> > Ich würde mich allerdings wundern, wenn es offizielle Wettbewerbe gibt,
> > bei denen die Sportler mit scharfen Waffen aufeinander losgehen. Nach
> > meiner Einschätzung dürfte es keinerlei "Sport" geben, der mit scharfen
> > Schwertern einigermaßen ungefährlich sein soll.
>
> Als was siehst Du Mensuren?
Als Pausenprogramm für die trinkende Akademikerjugend, die sich nicht nur
im Saufen, sondern auch im Raufen mißt, auf daß nur die Besten dereinst als
führenden Nullen die Wirtschaft und Gesellschaft führen !
Aber ich glaube, so detailliert wolltest Du das gar nicht wissen, oder ?
Prost, Ralf (www.ArsMartialis.com)
> Mir fällt keine Definition[1] von "Sport" ein, wo Mensuren nicht
> auch reinpassen. "Schwachsinn", "abgedrehter Männlichkeitswahn"
> und rundherum Saufen - falls das zutrifft -, passt jedenfalls
> auch auf vieles andere, was gemeinhin als Sport gilt.
Eine Mensur ist weder ein Zeichen von "abgedrehtem Männlichkeitswahn" noch
ein "Pausenprogramm für die trinkende Akademikerjugend". Immerhin wird durch
Semesterlanges Pauken (=trainieren) auf die Mensur hingearbeitet.
Die Mensur ist eine freiwillig erlebte Extremsituation, in der der Paukant
(= der Fechtende) zeigt, daß ihm die Mitgliedschaft in seinem Bund wichtiger
ist, als ein eventueller Schmiß (der übrigens auch weder gewollt noch
beabsichtigt ist). Also ein gewisses "Auswahlverfahren" um Mitläufer zu
vermeiden.
Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis ins
Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen heute
noch hochhalten.
> Grüße,
> Rupert
"schlagende" Grüße
Rainer Gruber Z!
D.c.SV Gothia Wels
> Eine Mensur ist weder ein Zeichen von "abgedrehtem Männlichkeitswahn"
> noch ein "Pausenprogramm für die trinkende Akademikerjugend". Immerhin
> wird durch Semesterlanges Pauken (=trainieren) auf die Mensur
> hingearbeitet. Die Mensur ist eine freiwillig erlebte Extremsituation,
> in der der Paukant (= der Fechtende) zeigt, daß ihm die Mitgliedschaft
> in seinem Bund wichtiger ist, als ein eventueller Schmiß (der übrigens
> auch weder gewollt noch beabsichtigt ist). Also ein gewisses
> "Auswahlverfahren" um Mitläufer zu vermeiden.
>
Mit anderen Worten, es ist eindeutig "abgedrehter Maennlichkeitswahn" mit
denen sich die "besonders ausgiebig trinkende Akademiker Jugend" in den
Groehlpausen von den Normal-Schwachsinnigen abzusetzen versucht, die ihre
Triebe eher im Bungee-Jumping und Ecstasy-Techno-Tanzen ausleben. Aber wir
waren alle mal 20 und hatten zuwenig weibliche Sex-Sklaven zur Verfuegung,
keine Sorge, mit dem Alter legt sich das... ;^)
> Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis
> ins Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden
> Verbindungen heute noch hochhalten.
>
In der Tat, ein fortschrittlicher Brauch ueber Jahrhunderte beibehalten,
endet schliesslich dumpf-konservativ. Aufwachen, 21. Jahrhundert, radikal
fortschrittliche Waffenkunst besteht heutzutage darin, die FBI Homepage
verhunzen zu koennen...
Ciao,
Ingo
---
"Matters of great concern should be treated lightly." - Lord Naoshige
"Matters of small concern should be treated seriously." - Master Ittei
>Eine Mensur ist weder ein Zeichen von "abgedrehtem Männlichkeitswahn" noch
>ein "Pausenprogramm für die trinkende Akademikerjugend". Immerhin wird durch
>Semesterlanges Pauken (=trainieren) auf die Mensur hingearbeitet.
>Die Mensur ist eine freiwillig erlebte Extremsituation, in der der Paukant
>(= der Fechtende) zeigt, daß ihm die Mitgliedschaft in seinem Bund wichtiger
>ist, als ein eventueller Schmiß (der übrigens auch weder gewollt noch
>beabsichtigt ist). Also ein gewisses "Auswahlverfahren" um Mitläufer zu
>vermeiden.
>Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis ins
>Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen heute
>noch hochhalten.
>"schlagende" Grüße
>
>Rainer Gruber Z!
>D.c.SV Gothia Wels
...und ansonsten seit ihr alle noch ganz richtig im Kopf?
Frank
J.A.B. JKD Akademie Berlin
http://www.jkdberlin.de
"There´s only one principle of war and that´s this. Hit the other fellow,
as quick as you can, and as hard as you can, where it hurts him most,
when he ain´t looking!"
-Sir William Slim
>Die Mensur ist eine freiwillig erlebte Extremsituation,
Also vergleichbar mit den Mutproben sonstiger Kinder-/Jugend-/Männerbünde
bzw. -banden.
>in der der Paukant
>(= der Fechtende) zeigt, daß ihm die Mitgliedschaft in seinem Bund wichtiger
>ist, als ein eventueller Schmiß (der übrigens auch weder gewollt noch
>beabsichtigt ist).
>Also ein gewisses "Auswahlverfahren" um Mitläufer zu
>vermeiden.
>Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis ins
>Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen heute
>noch hochhalten.
Nur hat das ganze weder mit Sport als auch Fechten nichts (mehr) zu tun.
Halsbinde, Paukweste, Stulp (Armschutz), Paukbrille und oft Helm lassen
nur mehr bestimmte Flächen des Kopfes für Treffer übrig. Der Fechtarm
wurde hochgenommen, die Paukanten stehen eng zusammen, dürfen sich nicht
bewegen etc. etc. Es geht *nur* um den Schmiss.
Nahezu alles, was für die Mensur ins Feld geführt wird, kann man auch
beim Bungee Jumping anbringen. (Und ich habe da einige Gespräche hinter
mir, da ein früherer Arbeitskollege und mein Schwiegervater bei einer
schlagenden Verbindung waren. (Wobei auf einer Geburtstagsparty jenes
Kollegen meine Frau mit den Worten "Diese Dame hat einen Vorzug"
eingeführt wurde (der Bestand darin, dass ihr Vater ...)).)
--
Gruß - Ulli
> In der Tat, ein fortschrittlicher Brauch ueber Jahrhunderte beibehalten,
> endet schliesslich dumpf-konservativ. Aufwachen, 21. Jahrhundert, radikal
> fortschrittliche Waffenkunst besteht heutzutage darin, die FBI Homepage
> verhunzen zu koennen...
Lach nicht, ich habe danach die Fährte der IP's zu Dir gelegt ... }:-))
Gruß Ralf (www.ArsMartialis.com)
Wenn ich in die morgends in den Spiegel sehe, habe ich genügend 'freiwillig
erlebte Extremsituation'.
> Also ein gewisses "Auswahlverfahren" um Mitläufer zu vermeiden.
Ich habe da eigentlich mehr die Erinnerung an Wolfgang Staudtes Film
'Der Untertan'.
Aber 'mal ganz unter uns: Welchen Schaden könnte denn ein Mitläufer anrichten ?
Geht es um Geheimnisverrat ? Gibt es geheime Riten, Sitten, magische Formeln ?
Werden die Klassenfeinde, Agenten des Imperialismus und ausländischen
Nachrichtendienste von solchen Auswahlverfahren erfolgreich abgeschreckt ?
In Aachen hatten die Verbindungen einen unheilmlichen Zulauf, als Anfang
der 90er die Wohnungen so knapp wurden. Da waren hoffentlich keine
Mitsäu...läufer dabei, oder was meinst Du ?
Als ich das erste 'mal bei einer schlagenden Verbindung war, sagte man mir,
daß sie da 'pauken' würden - toll dachte ich, die tun ja richtig 'was für's
Studium ... bis ich erfuhr, was mit 'pauken' gemeint war und bis ich die
Strichliste an der hauseigenen Bar gesehen habe.
> Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis ins
> Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen heute
> noch hochhalten.
Ja, ja, Traditionspflege ist wichtig. Man sollte darüber nur nicht die
wichtigen Dinge vergessen ...
> "schlagende" Grüße
Ich schlag's mit Fassung ...
Gruß Ralf (www.ArsMartialis.com)
Das ein kleiner Beitrag gleich soviel aufsehen machen kann...
> Aber 'mal ganz unter uns: Welchen Schaden könnte denn ein Mitläufer
anrichten ?
> Geht es um Geheimnisverrat ? Gibt es geheime Riten, Sitten, magische
Formeln ?
> Werden die Klassenfeinde, Agenten des Imperialismus und ausländischen
> Nachrichtendienste von solchen Auswahlverfahren erfolgreich abgeschreckt ?
Eine Verbindung jeglicher Art ist ein Lebensbund, also eine Freundschaft auf
Lebenszeit. Das bedeutet, man sollte sich auf jeden Fall gut überlegen, ob
man sich diesem Bund anschließen will oder nicht. Bevor man eine Mensur
ficht, überlegt man sich das in der Regel schon ganz gut...
> In Aachen hatten die Verbindungen einen unheilmlichen Zulauf, als Anfang
> der 90er die Wohnungen so knapp wurden. Da waren hoffentlich keine
> Mitsäu...läufer dabei, oder was meinst Du ?
keine Ahnung, ich bin ja nicht aus Aachen.
> Als ich das erste 'mal bei einer schlagenden Verbindung war, sagte man
mir,
> daß sie da 'pauken' würden - toll dachte ich, die tun ja richtig 'was
für's
> Studium ... bis ich erfuhr, was mit 'pauken' gemeint war und bis ich die
> Strichliste an der hauseigenen Bar gesehen habe.
Wobei durch das akademische Prinzip garantiert ist, das auch ordentlich was
fürs Studium getan wird (=wer sein Studium nicht abschließt, muß den Bund
verlassen. Ist aber nicht bei allen Verbindungen so)
> > Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis
ins
> > Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen
heute
> > noch hochhalten.
>
> Ja, ja, Traditionspflege ist wichtig. Man sollte darüber nur nicht die
> wichtigen Dinge vergessen ...
s.o.
> > "schlagende" Grüße
>
> Ich schlag's mit Fassung ...
Ich mit Säbel d;-)//
> Gruß Ralf (www.ArsMartialis.com)
http://www.burschenschaft.de/beruehmt.htm (das ist nur von einem der vielen
Dachverbände. Ich denke, diese Herren waren alle ziemlich helle und richtig
im Kopf)
> Frank
> J.A.B. JKD Akademie Berlin
> http://www.jkdberlin.de
>
> "There´s only one principle of war and that´s this. Hit the other fellow,
> as quick as you can, and as hard as you can, where it hurts him most,
> when he ain´t looking!"
> -Sir William Slim
Und nach diesem Spruch fragst du mich, ob wir alle noch ganz richtig im Kopf
sind...
Rainer Gruber schrieb:
Allen, die hier sehr engagiert über Dinge schreiben, von denen sie keine Ahnung
haben (und sich dabei teilweise auch noch im Ton vergreifen), empfehle ich, sich
mal unter http://cousin.stud.uni-karlsruhe.de/cousin/allgemein/mensur.html zu
informieren.
Jörg.
--
Jörg Dreier
Hannoversche Burschenschaft Arminia
mailto:dre...@HB-Arminia.de
OK, dieser Beitrag ist mir zu blöd um mich ernsthaft damit zu
beschäftigen...
Man kann es vielleicht als Außenstehender als "Mutprobe" bezeichnen (obwohl
sich mir da die Nackenhaare aufstellen...)
> >Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis ins
> >Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen
heute
> >noch hochhalten.
>
> Nur hat das ganze weder mit Sport als auch Fechten nichts (mehr) zu tun.
Dem will ich mal widersprechen. Versuch mal, einen Säbel eine halbe Stunde
kontrolliert zu führen. Du wirst deinen Unterarm nicht wiedererkennen. Mit
Fechten hat es außerdem noch eine Menge zu tun. (Gerade beim Säbelfechten)
> Halsbinde, Paukweste, Stulp (Armschutz), Paukbrille und oft Helm lassen
> nur mehr bestimmte Flächen des Kopfes für Treffer übrig. Der Fechtarm
> wurde hochgenommen, die Paukanten stehen eng zusammen, dürfen sich nicht
> bewegen etc. etc. Es geht *nur* um den Schmiss.
Es gibt natürlich ein paar Korporierte, die auf einen Schmiss sind. Das sind
aber sehr wenige Ausnahmen.
> Nahezu alles, was für die Mensur ins Feld geführt wird, kann man auch
> beim Bungee Jumping anbringen.
Außer der Tradition. Ich kann mir schwer einen Studenten von 1815 beim
Bungee-Springen vorstellen. (Auch wenn sicher lustig aussehen würde)
> Gruß - Ulli
> http://www.burschenschaft.de/beruehmt.htm (das ist nur von einem der vielen
> Dachverbände. Ich denke, diese Herren waren alle ziemlich helle und richtig
> im Kopf)
Bitte setze das doch mal in Relation zu der Zeit, in der diese Herren
studierten.
Seltsam, dass sich dann trotzdem so viele Leute hier in de.rec.sport.budo
tummeln. Die meisten hier praktizieren doch wohl wesentlich ältere
Sportarten als studentisches Fechten. Ist das auch dumpf-konservativ?
Tobias (/\/)
--
Tobias Deißler *** eMail tdei...@gmx.de
"Never give up! Never surrender!"
> > ...und ansonsten seit ihr alle noch ganz richtig im Kopf?
>
> http://www.burschenschaft.de/beruehmt.htm (das ist nur von einem der vielen
> Dachverbände. Ich denke, diese Herren waren alle ziemlich helle und richtig
> im Kopf)
Nett :)
Gr ingo
> > Nur hat das ganze weder mit Sport als auch Fechten nichts (mehr) zu tun.
>
> Dem will ich mal widersprechen. Versuch mal, einen Säbel eine halbe Stunde
> kontrolliert zu führen. Du wirst deinen Unterarm nicht wiedererkennen.
"Der Schlepper stützt den Arm des Paukanten zwischen den Gängen,
damit der Paukant seinen Arm entlasten kann."
;-)
Gr ingo
[ ] Du hast eine Ahnung, wovon Du überhaupt redest.
Gunar Klemm L! Thur
[...]
> Ich würde mich allerdings wundern, wenn es offizielle Wettbewerbe gibt,
> bei denen die Sportler mit scharfen Waffen aufeinander losgehen. Nach
> meiner Einschätzung dürfte es keinerlei "Sport" geben, der mit scharfen
> Schwertern einigermaßen ungefährlich sein soll.
Akademisches Fechten.
Gunar Klemm L! Thur
ROTFLOL!
Noch so ein "Kenner der Szene".
Gunar Klemm L! Thur
Nein, denn flattrigen Gewändern die "Karate in 24 Stunden" - Bücher
nachzuspielen gilt in gewissen Kreisen als cool! Außerdem ist es nichts
deutsches! Wäre win-tsun eine urdeutsche Sportart, könntest Du darüber
hier das lesen, was in jetzt puncto Mensur abgesondert wird.
Ich glaube kaum, daß einer der Schwätzer, die hier ihre Kommentare
abgeben, je auf einen Mensurboden gewesen ist, als Paukant schon
garnicht!
Gunar Klemm L! Thur
> Noch so ein "Kenner der Szene".
Naja, was 2 Tage in Hannover so anrichten können, wenn man durch nen Kumpel,
der die Übernachtungsmöglichkeit organisiert hatte (und der ist von der
Alemannia Silesia in Clausthal), bei der Landsmannschaft Niedersachsen landet
und mit den Leuten trinken muss. Sorry, vielleicht bin ich auch nur an die
Falschen geraten, aber genau das war mein Eindruck.
Ja. Aber hast Du schon mal einen Blick auf Eure hompage geworfen?
Gunar Klemm L! Thur
Der Allianz-Boss Schulte-Noelle, ein Corpser, trägt recht gelassen einen
fetten Zieher im Gesicht, ein Bundesbruder von mir hat kürzlich seinen
Doktor gemacht, alle meine Bundesbrüder haben einen Hochschulabschluß
oder sind gerade dabei einen zu machen, viele haben promoviert...
Gunar Klemm L! Thur
>Akademisches Fechten.
"Fechten".
--
Gruß - Ulli
Aber nicht beim Pauken...Das hängt sich ganz schön an.
>
> Gr ingo
Ich schon
> Gunar Klemm L! Thur
Vielleicht hab ich einfach den Sinn deines Beitrages nicht kapiert... ;-)
> Grüße,
> Rupert
"Gunar Klemm" <dog...@blinx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3A567E54...@blinx.de...
Warum man einen "fetten Zieher" "gelassen" tragen soll.............???
Ich würde mich über so ein Teil mein Lebtag ärgern. Nicht genug versetzt?
Um auf den eigentlichen Beitrag zurück zu kommen.
1. Es gibt auch eine ganze Reihe heute aktiver Politiker, Wissenschaftler,
sprich Personen der Gegenwart, unterschiedlicher politische Couleur, welche
Mensuren geschlagen haben bzw. Mitglieder schlagender Verbindungen sind. Von
der großen Masse nicht so bekannter "schlagender Akademiker" in ganz
"gewöhnlichen" Positionen mal abgesehen.
2. Das das studentische Fechten keine Massenbewegung unter der
Studentenschaft mehr ist, wie noch in den letzen beiden Jahrhunderten, ist
auch klar. Trotzdem betreiben immer noch Tausende von Studenten jedes
Semester diesen Sport.
3. Klar muß aber auch sein, daß es wiederum nur eine Minderheit unter diesen
"Waffenstudenten" ist, welche das studentische Fechten über die
Pflichtmensuren hinaus intensiv betreiben.
4. Das man nicht selten Berufsfechtlehrer mit Diplom in Anspruch nimmt,
welche auch nicht gerade billig sind, zeigt, daß man sehr wohl auf saubere
Technik, sinnvolles Training etc. wert legt.
5. Gerade Turnerschaften rechnen Sportabzeichen, meines Wissens, mit einer
Pflichtmensur auf. Was wiederum zeigt, daß gerade von studentischen
Verbindungen mit "sportlichem" Anspruch hier der Bezug zum Sport klar
gesehen wird.
Im übrigen bleibt anzumerken, daß sich gerade auf Grund der teilweise hier
abgegeben unqualifizierten Statements zum Thema, einmal der Besuch eines
M-Tages anbietet. Am besten vorher auch mal ein Pauktraining ansehen. Bei
entsprechender Anfragen wird der ein oder andere Bund da sich offen sein.
MfG
Frank Hintermaier
"Stefan 'Sensor' Sänger" <sen...@tui-net.de> schrieb im Newsbeitrag
news:935ufc$6eb$2...@piggy.rz.tu-ilmenau.de...
> Gunar Klemm <dog...@blinx.de> wrote:
>
> > Noch so ein "Kenner der Szene".
>
> Naja, was 2 Tage in Hannover so anrichten können, wenn man durch nen
Kumpel,
> der die Übernachtungsmöglichkeit organisiert hatte (und der ist von der
> Alemannia Silesia in Clausthal), bei der Landsmannschaft Niedersachsen
landet
> und mit den Leuten trinken muss. Sorry, vielleicht bin ich auch nur an die
> Falschen geraten, aber genau das war mein Eindruck.
An jedem Hochschulort gibt es Studentenverbindungen, Clubs etc., wo sich
eben solche Klientel sammelt, welche gern, und manchmal über Gebühr, feiert
und trinkt bzw. regelrecht säuft. Solange diese Leute trotzdem ihr Studium
schaffen sei es ihnen gegönnt. Nun sind diese Leute und ihre Häuser nun mal
auch die Orte, welche man als Auswärtiger gerne anläuft. Denn dort bekommt
man "immer" ein Bier, findet "immer" ein paar Gestalten, welche mitfeiern,
und meist ist man dort auch, wegen der häufigen Gäste, eben auf diese und
eventuelle Übernachtungswünsche eingestellt und offen.
Das solche Verbindungen somit auch überregional bekannt sind und eine damit
gewisse Öffentlichkeitsarbeit betreiben, ob positiv oder negativ lasse ich
mal dahingestellt, ist auch klar. Andere Verbindungen, welche außerhalb
ihrer öffentlichen Veranstaltungen ihre Biertheke geschlossen haben, und
sich z.B. während der Prüfungszeit ungerne Spontanfeten auf ihren Häusern
sehen (und das wird die absolute Mehrzahl sein) sind eben auch nicht so
bekannt und logischerweise seltener "Opfer" irgendwelcher Besäufnisse.
Nur hat dies letztlich auch wenig mit dem Thema zu tun. Denn obige
Problematik hat rein garnichts mit studentischem Fechten zu tun. Denn es
gibt wesentlich mehr nichtschlagende Verbindungen und Clubs, die fleißig
saufen und feiern, und sich auch nicht daran hindern lassen ihre Gäste
abzufüllen.
Mein Consenior hätte mir jedenfalls den Kopf abgerissen, wenn ich besoffen
zum Pauktraining oder gar besoffen zur Mensur erschienen wäre. Eventuell
wäre es dann sogar überhaupt das letztemal gewesen.
MfG
Frank
"Ulli Kuhnle" <ul...@kuhnle.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ae7439...@momos.q-data.net...
> Nur hat das ganze weder mit Sport als auch Fechten nichts (mehr) zu tun.
Dazu habe ich im selben Thread schon was geschrieben.
Vielleicht solltest du mal an einer ernsthaft betrieben Paukstunde, mit
Aufwärm-, Ausdauer-, Techniktraining etc., teilnehmen.
> Halsbinde, Paukweste, Stulp (Armschutz), Paukbrille und oft Helm lassen
> nur mehr bestimmte Flächen des Kopfes für Treffer übrig. Der Fechtarm
> wurde hochgenommen, die Paukanten stehen eng zusammen, dürfen sich nicht
> bewegen etc. etc. Es geht *nur* um den Schmiss.
Wenn sie sich nicht bewegen, würde rein garnichts ablaufen. Sie dürfen nicht
aus der Mensur gehen, sprich nicht den Abstand von Schulte zu Schulter
verändern.
Dies war früher nicht immer so. Und hatte dann teilweise tödliche
Stichverletzungen zur Folge. Stichwort "Lungenfuchser". Dies wurde
abgestellt.
Es geht eben nicht um den Schmiß. Jedenfalls nicht darum einen zu bekommen.
Die jenigen, welche die Backe offen hinhalten um einen Schmiß zu kassieren
sind 1. selber schuld 2. würden in diesem Fall technisch einen Mangel zeigen
und 3. werden sie i.d.R. nicht für ganz voll genommen.
Aber auch hier gilt das Toleranzprinzip. Wer es braucht.............!
Im übrigen ist es garnicht so einfach einen Schmiß zu bekommen, selbst wenn
man will. Denn die Fechttechnik ist eben dahin ausgelegt, keinen zu
kassieren. Praktisch jeder Hieb (Bewegung des Armes) ist darauf ausgelegt
Deckung zu geben. Aber lange nicht jeder Hieb ist darauf ausgelegt einen
Treffer zu platzieren. Auch wenn man dies theoretisch durchhalten könnte.
Und kassiert man dann einen Treffer, so ist noch lange nicht gesagt, daß
dieser scharf gesessen hat. Meist sind es flache oder halbscharfe Hiebe,
welche eine Beule oder einen Kratzer hinterlassen. Diese Treffer sind d.R.
und tun ehrlich gesagt auch tierisch weh. Diese Treffer zeigen dann auch ob
die "Moral" stimmt, ob man trotzdem "stehen bleibt". Der Schmiß läßt sich
damit garnicht vergleichen. Wenn einer sitz ist in aller Regel sofort Ende
der Partie/Mensur. Und wenn einer aus der Mensur geht( sprich ausweicht)
weil er einenfetten Treffer bekommen hat, so dies auch ganz anders zu
bewerten, als wenn einer wegzuckt, wenn ein Hieb auf seine Deckung prasselt.
Daß das studentische Fechten eine Welt für sich ist klar. Es ist eine sehr
alte Sportart und dient nicht primär zur Leibesertüchtigung. Das tun aber
viele andere Sportarten auch nicht. Das studentische Fechten ist an jedem
Hochschulort etwas anders, da sich die Regeln etwas unterscheiden. Und er
kann auch von Verbindung zu Verbindung verschieden sein, ja, sich innerhalb
einer Verbindung über die Jahre auch ändern. Ähnlich wie sich die Moral oder
Technik eines Fußball-Clubs nach Spieler oder Trainerwechsel ändert.
> Nahezu alles, was für die Mensur ins Feld geführt wird, kann man auch
> beim Bungee Jumping anbringen.
Mensur-Fechten ist Lebensgefährlich???
>(Und ich habe da einige Gespräche hinter
> mir, da ein früherer Arbeitskollege und mein Schwiegervater bei einer
> schlagenden Verbindung waren. (Wobei auf einer Geburtstagsparty jenes
> Kollegen meine Frau mit den Worten "Diese Dame hat einen Vorzug"
> eingeführt wurde (der Bestand darin, dass ihr Vater ...)).)
Nun, daß einige Corporierte die Nase nicht hochgenug tragen können ist mir
auch aufgefallen. Corporierte sind nicht schlechtere und bessere Menschen
wie andere auch. Und so gibt es auch dort hochmütige und arogante
Zeitgenossen. Die gibts aber auch in jedem anderen Verein.
MfG
Frank Hintermaier
"Ralf Pfeifer" <KeineMail...@arsmartialis.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3A55E076...@arsmartialis.de...
> Rainer Gruber schrieb:
> Ich habe da eigentlich mehr die Erinnerung an Wolfgang Staudtes Film
> 'Der Untertan'.
Der DDR-Propagandafilm um den bösen Klassenfeind bloßzustellen?
Musste meine Frau zu FDJ-Zeiten pflichtmässig übersich ergehen lassen.
Nachdem sie mich kennenlernte, und dann nach ihrer Flucht in den Westen auch
Studentenverbindungen, hatte sie nur einen Kommentar: "Für wie blöd wollten
die uns eigentlich verkaufen!".
> Aber 'mal ganz unter uns: Welchen Schaden könnte denn ein Mitläufer
anrichten ?
> Geht es um Geheimnisverrat ? Gibt es geheime Riten, Sitten, magische
Formeln ?
> Werden die Klassenfeinde, Agenten des Imperialismus und ausländischen
> Nachrichtendienste von solchen Auswahlverfahren erfolgreich abgeschreckt ?
Du scheinst seltsame Vorstellungen von Verbindungen zu haben. Hast wohl
während deines Studiums irgendwelche studentische "Geheimorden" besucht.
Es geht vielmehr um Nassauer, welche billig an ne Studentenbude kommen
wollen, Vitamin B für lau, Bier billig, ohne langes Suchen ein Praktikum und
nach dem Studium schnell einen Job, haben wollen. Gerade diese Art Mensch
zieht schnell den Schwanz ein, wenn sie eben nicht ohne etwas zu geben etwas
bekommen.
> In Aachen hatten die Verbindungen einen unheilmlichen Zulauf, als Anfang
> der 90er die Wohnungen so knapp wurden. Da waren hoffentlich keine
> Mitsäu...läufer dabei, oder was meinst Du ?
Da kommst du genau auf den Punkt. Siehe oben.
> Als ich das erste 'mal bei einer schlagenden Verbindung war, sagte man
mir,
> daß sie da 'pauken' würden - toll dachte ich, die tun ja richtig 'was
für's
> Studium ... bis ich erfuhr, was mit 'pauken' gemeint war und bis ich die
> Strichliste an der hauseigenen Bar gesehen habe.
Studenten saufen immer, als Bierbrauer und Studierter und eifriger Besucher
von Kneipen im Studentenviertel oder Studentenparties kann ich nicht umhin
dies festzustellen. Weibliche Studenten nehme ich da nicht aus.
Nur, gerade in einer Studenverbindung fällt es den Bundesbrüdern eher auf,
wenn einer über Saufen das Studieren vergisst. Und dann kanns schon mal ein
Alk-Verbot hageln und wenn das nichts nützt ein Kollegzwang. Und hilft
garnichts, dann fliegt er raus. Bei uns galt: "Alkohol ist keine
Entschuldigung!".
> > Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis
ins
> > Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen
heute
> > noch hochhalten.
>
> Ja, ja, Traditionspflege ist wichtig. Man sollte darüber nur nicht die
> wichtigen Dinge vergessen ...
Eben!
MfG
Frank Hintermaier
> An jedem Hochschulort gibt es Studentenverbindungen, Clubs etc., wo sich
> eben solche Klientel sammelt, welche gern, und manchmal über Gebühr, feiert
> und trinkt bzw. regelrecht säuft.
Danke, das ist mir bekannt. Ich bin selbst seit einiger Zeit Student, und
ich bin Veteran des bi-Studentenclubs in Ilmenau. Das ist auch gar nicht das
Problem.
> Nur hat dies letztlich auch wenig mit dem Thema zu tun. Denn obige
> Problematik hat rein garnichts mit studentischem Fechten zu tun. Denn es
> gibt wesentlich mehr nichtschlagende Verbindungen und Clubs, die fleißig
> saufen und feiern, und sich auch nicht daran hindern lassen ihre Gäste
> abzufüllen.
Eben.
> Mein Consenior hätte mir jedenfalls den Kopf abgerissen, wenn ich besoffen
> zum Pauktraining oder gar besoffen zur Mensur erschienen wäre. Eventuell
> wäre es dann sogar überhaupt das letztemal gewesen.
Gut, dann ganz einfach: Mir ist unbegreifbar, warum man mit scharfen
Waffen aufeinander losgehen soltle. Und das dabei scheinbar Verletzungen
nicht nur in Kauf genommen werden, sondern teilweise sogar erwünscht scheinen.
Wenn mir da mal jemand den Sinn erklären könnte ...
>ich bin Veteran des bi-Studentenclubs in Ilmenau.
Hm, hm, hm...äh, du ahnst, was ich jetzt fragen möchte, oder? ;-))
Hab ich, ich mach sie. Ist das L! eigentlich dein Name?
Frank
J.A.B. JKD Akademie Berlin
http://www.jkdberlin.de
"There愀 only one principle of war and that愀 this. Hit the other fellow,
as quick as you can, and as hard as you can, where it hurts him most,
when he ain愒 looking!"
-Sir William Slim
>http://www.burschenschaft.de/beruehmt.htm (das ist nur von einem der vielen
>Dachverbände. Ich denke, diese Herren waren alle ziemlich helle und richtig
>im Kopf)
Das ist Ansichtssache.
>> "There´s only one principle of war and that´s this. Hit the other fellow,
>> as quick as you can, and as hard as you can, where it hurts him most,
>> when he ain´t looking!"
>> -Sir William Slim
>
>Und nach diesem Spruch fragst du mich, ob wir alle noch ganz richtig im Kopf
>sind...
Wo ist da dein Problem?
Frank
J.A.B. JKD Akademie Berlin
http://www.jkdberlin.de
"There´s only one principle of war and that´s this. Hit the other fellow,
as quick as you can, and as hard as you can, where it hurts him most,
>Der Allianz-Boss Schulte-Noelle, ein Corpser, trägt recht gelassen einen
>fetten Zieher im Gesicht, ein Bundesbruder von mir hat kürzlich seinen
>Doktor gemacht, alle meine Bundesbrüder haben einen Hochschulabschluß
>oder sind gerade dabei einen zu machen, viele haben promoviert...
Ob ihr bei einer Mensur einen Schmiss bekommt oder nicht, ist mir
egal, auch ich mache Messersparring in der Zwischenzeit mit scharfen
Gegenständen. Es ist der Rest, der euch als fragwürdig erscheinen
lässt.
>>ich bin Veteran des bi-Studentenclubs in Ilmenau.
> Hm, hm, hm...äh, du ahnst, was ich jetzt fragen möchte, oder? ;-))
jawollja... das hat nichts mit meinen sexuellen Präferenzen zu tun ...
ist auf http://www.bi-club.de erklärt ...
Kurz: in Ilmenau sind die Studentenclubs in den Kellern der Wohnheime.
Diese Wohnheime werden auch Blöcke genannt. Und die sind mittels Buchtsaben
durchnumeriert. Deshalb gibt es den bc-Club, den BD-Club, den BH-Club und
den bi-club ...
Ulrich
> jawollja... das hat nichts mit meinen sexuellen Präferenzen zu tun ...
>
> ist auf http://www.bi-club.de erklärt ...
> Kurz: in Ilmenau sind die Studentenclubs in den Kellern der Wohnheime.
> Diese Wohnheime werden auch Blöcke genannt. Und die sind mittels Buchtsaben
> durchnumeriert. Deshalb gibt es den bc-Club, den BD-Club, den BH-Club und
> den bi-club ...
Also ich wuerd' ja nach BH umziehen ;)
Gr ingo
Das sind Studenten die nie einen Sper geführt haben.
> > In Aachen hatten die Verbindungen einen unheilmlichen Zulauf, als Anfang
> > der 90er die Wohnungen so knapp wurden. Da waren hoffentlich keine
> > Mitsäu...läufer dabei, oder was meinst Du ?
>
wie nich kenne nicht.
> Da kommst du genau auf den Punkt. Siehe oben.
>
> > Als ich das erste 'mal bei einer schlagenden Verbindung war, sagte man
> mir,
> > daß sie da 'pauken' würden - toll dachte ich, die tun ja richtig 'was
> für's
> > Studium ... bis ich erfuhr, was mit 'pauken' gemeint war und bis ich die
> > Strichliste an der hauseigenen Bar gesehen habe.
>
Das stimmt nicht 5 tage in der Woche fechtena 1:30 Std ist doch anstengend.
Kein Bier.
en saufen immer, als Bierbrauer und Studierter und eifriger Besucher
> von Kneipen im Studentenviertel oder Studentenparties kann ich nicht umhin
> dies festzustellen. Weibliche Studenten nehme ich da nicht aus.
Wir Doch
> Nur, gerade in einer Studenverbindung fällt es den Bundesbrüdern eher auf,
> wenn einer über Saufen das Studieren vergisst. Und dann kanns schon mal
ein
> Alk-Verbot hageln und wenn das nichts nützt ein Kollegzwang. Und hilft
> garnichts, dann fliegt er raus. Bei uns galt: "Alkohol ist keine
> Entschuldigung!".
ist es auch nicht. die schmeißen wir auch raus.
>
> > > Nebenbei ist das Fechten ein alter studentischer Brauch, der sich bis
> ins
> > > Mittelalter zurückverfolgen läßt und den die schlagenden Verbindungen
> heute
> > > noch hochhalten.
> >
Machen wir seit 1798.
> > Ja, ja, Traditionspflege ist wichtig. Man sollte darüber nur nicht die
> > wichtigen Dinge vergessen ...
Stimmt.!"!!!!!!
>
> Eben!
Du hast recht!.
nk Hintermaier
>
>
Kay Reich Z!Z!IdC
W! Normannia Bremen et
C! SaxoMontania zu Freiberg und Dresden zu Aacchen
> http://www.burschenschaft.de/beruehmt.htm (das ist nur von einem der
> vielen Dachverbände. Ich denke, diese Herren waren alle ziemlich helle
> und richtig im Kopf)
>
Selbst wenn man mal vergisst zu welchen Zeiten die meisten dieser Herren
gelebt haben und ob alle diese Verbindungen schlagend waren, steht ja wohl
eins offensichtlich fest: die ueberwaeltigende Mehrheit der "hellen
Koepfe" war ganz offenbar _nicht_ in einer Burschenschaft.
Ciao,
Ingo
---
"Matters of great concern should be treated lightly." - Lord Naoshige
"Matters of small concern should be treated seriously." - Master Ittei
> Allen, die hier sehr engagiert über Dinge schreiben, von denen sie keine
> Ahnung haben (und sich dabei teilweise auch noch im Ton vergreifen),
> empfehle ich, sich mal unter
> http://cousin.stud.uni-karlsruhe.de/cousin/allgemein/mensur.html zu
> informieren.
>
OK, soeben komplett durchgelesen. Ich fuehle mich klar bestaetigt,
irgendwelche Ausreden das habe immer noch was mit "Kampfkunst" zu tun,
sind durch die modernen Entwicklungen beseitigt. Es ist ein reines
"Macho-Gruppen-Ding". Man muss sich vor der Gruppe Mit-Machos unter Beweis
stellen. Prima.
> Seltsam, dass sich dann trotzdem so viele Leute hier in
> de.rec.sport.budo tummeln. Die meisten hier praktizieren doch wohl
> wesentlich ältere Sportarten als studentisches Fechten. Ist das auch
> dumpf-konservativ?
>
In gewissem Sinne ist es das natuerlich! =o) Jedoch ist Nuetzlichkeit
fuers moderne Leben wenigstens teilweise gegeben (Stichwort
Selbstverteidigung) und die praktizierten Kuenste sind nicht zur reinen
Mutprobe unter Gruppendruck kastriert worden.
>>>ich bin Veteran des bi-Studentenclubs in Ilmenau.
>
>> Hm, hm, hm...äh, du ahnst, was ich jetzt fragen möchte, oder? ;-))
>
>jawollja... das hat nichts mit meinen sexuellen Präferenzen zu tun ...
Soso, naja, zu lahm die Ausrede, um ausgedacht zu sein ;-)
On Fri, 5 Jan 2001 11:25:14 +0100, ul...@kuhnle.de (Ulli Kuhnle) wrote:
>Also vergleichbar mit den Mutproben sonstiger Kinder-/Jugend-/Männerbünde
>bzw. -banden.
Na ja, was ist intensives Sparring (womöglich mit Vollkontakt) denn
großartig anderes?
>Halsbinde, Paukweste, Stulp (Armschutz), Paukbrille und oft Helm lassen
>nur mehr bestimmte Flächen des Kopfes für Treffer übrig. Der Fechtarm
>wurde hochgenommen, die Paukanten stehen eng zusammen, dürfen sich nicht
>bewegen etc. etc. Es geht *nur* um den Schmiss.
Na und wenn? Was ist schon groß dabei wenn Leute Bock darauf haben
sich die Fresse zu zerhacken? Ich kann ehrlich gesagt den Unterschied
z.b. zu dem Versuch dem Gegner den Kopf von den Schultern zu treten
nicht so ganz sehen.
Mutproben, Grenzerfahrungen, warum nicht?
Das Burschschaften u. U. ein Hort arg konservativem Gedankengut sind,
steht dabei doch auf einem ganz anderen Blatt und hat mit Mensuren
erstmal eher wenig zu tun. Ich finde die Diskusion läuft hier nicht so
ganz mit offenen Karten. Das Leute, die in einer Budo-Gruppe schreiben
sich kritisch auf das Ausführen von Mensuren stürzen finde ich doch
ein klein wenig befremdlich. Was euch an den Burschenschaften nervt
ist doch wohl etwas ansderes, oder? Na dann sagt's auch, scheiß auf
OT.
Bis denn
Bernd
> > Ich habe da eigentlich mehr die Erinnerung an Wolfgang Staudtes Film
> > 'Der Untertan'.
>
> Der DDR-Propagandafilm um den bösen Klassenfeind bloßzustellen?
DDR ? Naja. Aber der Klassenfeind ist immer böse !
> Musste meine Frau zu FDJ-Zeiten pflichtmässig übersich ergehen lassen.
Tja, DAS ist eben Tradition !
>> Aber 'mal ganz unter uns: Welchen Schaden könnte denn ein Mitläufer anrichten ?
>> Geht es um Geheimnisverrat ? Gibt es geheime Riten, Sitten, magische Formeln ?
>> Werden die Klassenfeinde, Agenten des Imperialismus und ausländischen
>> Nachrichtendienste von solchen Auswahlverfahren erfolgreich abgeschreckt ?
>
> Du scheinst seltsame Vorstellungen von Verbindungen zu haben. Hast wohl
> während deines Studiums irgendwelche studentische "Geheimorden" besucht.
Eigentlich nicht. Ich bezog das auf Rainer Grubers Satz:
>..> Die Mensur ist eine freiwillig erlebte Extremsituation, in der der Paukant
>..> (= der Fechtende) zeigt, daß ihm die Mitgliedschaft in seinem Bund wichtiger
>..> ist, als ein eventueller Schmiß (der übrigens auch weder gewollt noch
>..> beabsichtigt ist).
Und da frage ich mich schon, welchen speziellen Wert die Mensur hat. Den
prinzipiell testet jede Maßnahme, die über einen so langen Zeitraum (Rainer
schreibt '... semesterlanges Pauken ...') die Geduld des Novizen, egal ob es
sich dabei um Formen im Kampfsport oder was auch immer handelt.
Der herausragende Vorteil der Mensur in diesem Zusammenhang ist mir dagegen
nach wie vor nicht einsichtig.
> > In Aachen hatten die Verbindungen einen unheilmlichen Zulauf, als Anfang
> > der 90er die Wohnungen so knapp wurden. Da waren hoffentlich keine
> > Mitsäu...läufer dabei, oder was meinst Du ?
>
> Da kommst du genau auf den Punkt. Siehe oben.
Tja, wie ich das nur wieder geschafft habe ... :-))
> Studenten saufen immer, als Bierbrauer und Studierter und eifriger Besucher
> von Kneipen im Studentenviertel oder Studentenparties kann ich nicht umhin
> dies festzustellen. Weibliche Studenten nehme ich da nicht aus.
Ja, aber beim Besuch in einer Verbindung lernte ich auch den Daumen kennen,
der dann 'rangniederere Mitglieder' dringend aufforderte, vor der versammelten
Mannschaft ein Extraglas zu heben.
Und da muß ich sagen: Das schaffe ich auch ohne äußeren Druck;
Zugegeben, man läßt sich dabei manchmal etwas hängen und säuft dann doch
weniger, als man könnte ... aber na ja.
Gruß Ralf (www.ArsMartialis.com)
Ohoh, ich kann mir vorstellen, daß Du gut "bekeilt" wurdest! :)
Es sei Dir verziehen. ;)
> (und der ist von der
> Alemannia Silesia in Clausthal),
Pfffffft! Die Verbandsbrüder, so heißt es, sind alle auf einem Ohr taub
und haben nur eine Gesichtshälfte rasiert, was angeblich den auf Mensur
getragenen Ohr- und Wangenledern geschuldet sein soll.
> bei der Landsmannschaft Niedersachsen landet
> und mit den Leuten trinken muss. Sorry, vielleicht bin ich auch nur an die
> Falschen geraten, aber genau das war mein Eindruck.
Ob es die Falschen waren? Selbst im CC ist das Spektrum weit gefächert.
Ich hätte auf meine Schmisse gut verzichten können, verdanke sie aber
einzig und allein meiner mangelnden Konzentration bzw. ungenügender
Vorbereitung. Pech eben, mit dem ich aber leben kann.
Gunar Klemm
--
http://www.l-thuringia.de
Ausnahmen bestätigen die Regel. ;)
Gunar Klemm L! Thur
[...]
> Es ist der Rest, der euch als fragwürdig erscheinen
> lässt.
Aha. Also die üblichen Vorurteile...
Mehr wollte ich nicht wissen.
Gunar Klemm L! Thur
--
http://www.l-thuringia.de
[...]
> > Der Allianz-Boss Schulte-Noelle, ein Corpser, trägt recht gelassen einen
> > fetten Zieher im Gesicht, ein Bundesbruder von mir hat kürzlich seinen
> > Doktor gemacht, alle meine Bundesbrüder haben einen Hochschulabschluß
> > oder sind gerade dabei einen zu machen, viele haben promoviert...
>
> Warum man einen "fetten Zieher" "gelassen" tragen soll.............???
Wenn man ihn nun schon mal hat...
> Ich würde mich über so ein Teil mein Lebtag ärgern. Nicht genug versetzt?
Naja, vorsetzen geht nicht immer (Jagdquart) und manch einer ist nicht
der schnellste beim Abdrehen.
[...]
Völlig richtig! Die waren und sind natürlich in Landsmannschaften!
Na, dann ist ja gut.
> ich mach sie.
Dann weißt Du ja auch bescheid. Ich habe selbst viele Jahre Kampfsport
betrieben und es immerhin zu einem 1. Kyu im Judo gebracht. Ich könnte
nach der Lektüre Eurer Seite, insbesondere des Teiles, in dem Ihr
erklärt, welche Techniken Ihr lehrt und wozu bzw. wogegen sie dienen,
Dir genau diesselbe Frage stellen. Man macht sowas halt, weil man es
machen will.
> Ist das L! eigentlich dein Name?
Das "L!" gehört zu "Thur"(ingia) und bedeutet schlichtweg
"Landsmannschaft".
Nö, in etwa vergleichbar mit einem Wettkampf, bei dem man sein Können
mit einem bis dato unbekannten Gegenüber mißt.
[...]
> Nur hat das ganze weder mit Sport als auch Fechten nichts (mehr) zu tun.
Du hast schon mal an einer Paukstunde teilgenommen? Oder an einem
Mensurboden? Oder gar an einer Hatz?
> Halsbinde,
Die Klingen der Schläger sind rasiermesserscharf und das Ziel ist ja
nicht, den Gegenpaukanten zu töten.
> Paukweste,
Das ist unterschiedlich. Wir tragen auf Mensur ein weißes T-Shirt und
darüber ein Kettenhemd, da, wie bereits erwähnt, nicht der Tod des
Gegenpaukanten das Ziel ist. Ein fehlgegangener Hieb auf den Körper ist
jedoch rein vom Empfinden her nicht ohne.
> Stulp (Armschutz),
Was ohne Stulp passiert kann man eindrucksvoll an alten Männern
bewundern, die z.B. Tiermedizin studierten und am Ende trotzdem Pfarrer
wurden, weil eine Säbelpartie (grundsätzlich ohne Stulp) ins "Auge" bzw.
in den Arm ging.
> Paukbrille
Weil man ja auch nach geschlagener Mensur noch sehen können will.
> und oft Helm
Der nun aber bestimmt nicht! Es gibt Weichei-Comments in gewissen
Hochschulorten, wo die Paukanten mit Wangen-, Ohr- oder sonstigen Ledern
auf der Mensur stehen, aber Helme gibt es nur zum Pauken (Training).
> lassen
> nur mehr bestimmte Flächen des Kopfes für Treffer übrig.
Das Gesicht unterhalb der Augen, mit Ausnahme der Nase, die Stirn
oberhalb der Augen, die Seiten des Kopfes (lediglich die Gehörgänge sind
vom Brillenriemen bedeckt) und der gesamte obere Teil des Kopfes und
Hinterkopfes. Das ist eine Fläche, die trotz Verhängter, noch für
mehrere Dutzend Nadeln pro Partie ausreicht.
> Der Fechtarm
> wurde hochgenommen,
Was beim akademischen Fechten durchaus ja auch Sinn macht.
> die Paukanten stehen eng zusammen,
Natürlich, es heißt ja nicht "akademisches Speerwerfen".
> dürfen sich nicht
> bewegen etc. etc.
Sie müßen sich sogar bewegen! Sie *dürfen* nur nicht ausweichen oder
weglaufen!
> Es geht *nur* um den Schmiss.
Ja, um den Schmiss, den man dem Gegenpaukanten verpasst, wenn der einen
Fehler macht.
> Nahezu alles, was für die Mensur ins Feld geführt wird, kann man auch
> beim Bungee Jumping anbringen.
Das ist, gelinde gesagt, Quatsch. Für einen Bungee Sprung muß ich nicht
mindestens 6 Monate bis zu 6 x pro Woche mit einem eigens ausgebildeten
Trainer trainieren und ich fange danach auch nicht erstmal mit einem
"einfachen" Sprung an, um mich später zu steigern.
Mein Fechtlehrer ist Diplomsportlehrer, professioneller Fechttrainer und
war als junger Fechter Olympiasieger und Weltmeister. Einen Bungee Jump
habe ich ohne die Hilfe einer derartigen Person geschafft, aber auf
meiner ersten Mensur hätte ich ohne ihn und seine Vorbereitung alt
ausgesehen.
Wenn Du auf die Schutzbekleidung anspielst, so muß ich Dir sagen, daß
ich während der Olympischen Spiele in Sydney gesehen habe, daß auch
Florettfechter, Degenfechter und Säbelfechter sich nicht etwa
gegenseitig erstechen bzw. in Stücke hauen, sondern Schutzkleidung
tragen, die das verhindert. Warum soll das bei Schlägerfechtern (die
studentische Waffe heißt "Schläger") anders sein?
Nee, Fechten.
[...]
> Es ist ein reines
> "Macho-Gruppen-Ding". Man muss sich vor der Gruppe Mit-Machos unter Beweis
> stellen.
ROTFLOL!
Jau, und bei den asiatischen bzw. asiatisch verbrämten Kampfsportarten
ist es natürlich etwas ganz anderes! Der Geist und so! Alles klar!
In welchem "Dojo der reinen Lehre" trainierst Du denn? Jeder Kampfsport
hat etwas Machomäßiges, erst recht einer, der importiert ist, denn er
verschafft dem, der ihn ausübt einen Hauch von Exklusivität. Insofern
unterscheiden sich z.B. wettkampfmäßig betriebene asiatische oder
pseudoasiatische Kampfsportarten und akademisches Fechten eigentlich
nicht, mal abgesehen davon, daß sich auf Mensurböden äußerst selten
"Türsteher" und Luden aufhalten.
> Nein, denn flattrigen Gewändern die "Karate in 24 Stunden" - Bücher
> nachzuspielen gilt in gewissen Kreisen als cool! Außerdem ist es nichts
> deutsches! Wäre win-tsun eine urdeutsche Sportart, könntest Du darüber
> hier das lesen, was in jetzt puncto Mensur abgesondert wird.
>
Ich finde "urdeutsche" (naja, auch italienisch-spanisch-franzoesische)
Kampfkuenste wie das Fechten ueberaus ansprechend, selbst in ihrer
versportlichten Form. Und ich finde es sehr bedauerlich, dass etwa der
englische Langstock-Kampf nicht ueberlebt hat und nicht mehr gelehrt wird.
Wenn man aber nur noch bewegungslos voreinander steht und aufeinander
einhaut, dann ist fuer meinen Geschmack viel zuviel wegreduziert worden.
Abgesehen davon kritisiere ich "Hochrisiko" Verhalten ueberall, auch in
den asiatischen Kampfkuensten. Wenn Worna oder nun wohl auch Frank mir
erzaehlen, dass sie mit scharfen Messern im Partner-Training rumhantieren,
dann kriegen sie von mir _dafuer_ auch das Label "Spinner", obwohl ich die
beiden sonst sehr schaetze. Und "Hormondruck" Kommentare haue ich auch
gerne den Vollkontakt-Fanatikern um die Ohren. Ihr treibt diesen
typisch maennlichen Unsinn halt auf die Spitze...
> Ich glaube kaum, daß einer der Schwätzer, die hier ihre Kommentare
> abgeben, je auf einen Mensurboden gewesen ist, als Paukant schon
> garnicht!
>
Da ist was dran. Ansehen sollte ich mir das wirklich mal, ich finde sowas
immer sehr erheiternd... =o) Sind die Dinger oeffentlich?
> Na ja, was ist intensives Sparring (womöglich mit Vollkontakt) denn
> großartig anderes?
>
Intensives, regelmaessiges _VK_-Sparring (der "nicht-Judo" Sorte) ist in
der Tat m.E. ziemlicher Unsinn, da die gesundheitlichen "Kosten" in keinem
Verhaeltnis zum "Nutzen" stehen. Aber wenigstens gibt es dafuer zwei
Entschuldigungen, die fuer das "Pauken" nicht zutreffen: Erstens dient es
dem Erlernen "echter" kaempferischer Fertigkeiten (nicht, dass ich jetzt
annehme die "Paukanten" koennten gar nichts, aber wenn sie rein dies
trainieren, duerften sie keine Schnitte gegen einen Fechter oder
Eskrimador haben, wenn sich bewegt werden darf). Zweitens sind dank
Schutzausruestung die Schaeden in der Regel eher kulmulativ und es ist
somit weniger offensichtlich, dass man es lieber sein lassen sollte. Beim
Pauken ist die Chance durch einen einzelnen Fehler schwerwiegenden Schaden
zu erleiden (dazu zaehle ich durchaus auch das Verunstalten des Gesichtes
durch einen Schmiss, auch wenn einige diese Narbe anscheinend
begehrenswert finden) zun gross.
> Na und wenn? Was ist schon groß dabei wenn Leute Bock darauf haben sich
> die Fresse zu zerhacken? Ich kann ehrlich gesagt den Unterschied z.b. zu
> dem Versuch dem Gegner den Kopf von den Schultern zu treten nicht so
> ganz sehen. Mutproben, Grenzerfahrungen, warum nicht?
>
Na, das sie das tun duerfen, wenn sie wollen - klar. Ich finde sowas immer
lustig und teilweise sehr lehrreich (die Dog Brothers laufen bei mir z.B.
als "nuetzliche Verrueckte", die machen sich kaputt und ich kann von ihren
Erfahrungen profitieren... =o) ). Aber warum sollte mich das daran hindern
das bei Erwachsenen, noch dazu angeblich intelligenten Akademikern,
laecherlich zu finden und zu verspotten? =o)
> Das Leute, die in einer Budo-Gruppe schreiben sich kritisch auf das
> Ausführen von Mensuren stürzen finde ich doch ein klein wenig
> befremdlich.
>
Wieso? "Budo" in allen seinen Formen gehoert zu den sichersten
Sportarten... Wenn jetzt ein Mensch, der ohne Sicherung freeclimbt den
Lauten machen wuerde, das waere schon was anderes.
> Sie müßen sich sogar bewegen! Sie *dürfen* nur nicht ausweichen oder
> weglaufen!
>
"Nur" ist gut. Schau Dir mal Sport-Fechten an, ausweichen ist mindestens
die halbe Miete. Und selbst heutiges Sport-Fechten ist da schon kuenstlich
auf vor-zurueck limitiert. Bei noch "realistischeren" Waffen-KKs wie etwas
Escrima wird die Fussarbeit dann noch wichtiger und anstelle von
"aufeinander eindreschen" treten dann Konzepte wie "defanging the snake",
also _primaer_ Attacken auf die Waffenfuehrende Hand. Weil das _Letzte_
was jemand in einem echten Waffenkampf tun moechte nun mal der direkte
"faire" frontale Schlagabtausch in der Nahdistanz ist. Und genau das macht
ihr zur Hauptsache! Ausweichen ist nicht "feige" es ist eine fundamentale
Taktik im Waffenkampf. Was "geradlinige" Schlagabtaeusche mit Waffe
bedeuten, kannst Du im japanischen Schwertkampf sehen - eine Handvoll
Streiche (wenn nicht gar nur einer), dann ist einer der beiden tot.
Draufhauen bis der Arm muede wird? Wohl kaum.
> Wenn Du auf die Schutzbekleidung anspielst, so muß ich Dir sagen, daß
> ich während der Olympischen Spiele in Sydney gesehen habe, daß auch
> Florettfechter, Degenfechter und Säbelfechter sich nicht etwa
> gegenseitig erstechen bzw. in Stücke hauen, sondern Schutzkleidung
> tragen, die das verhindert. Warum soll das bei Schlägerfechtern (die
> studentische Waffe heißt "Schläger") anders sein?
>
In der Tat, ein wesentlicher Punkt! Warum folgt ihr nicht diesem guten
Beispiel und zieht euch _ausreichend_ Schutzausruestung an? Oder nehmt
doch einfach einen stumpfen Saebel. Warum muss es ein Schmiss sein, warum
reicht nicht der brummende Schaedel? Und _genau da_ setzt die Kritik bzgl.
Maennlichkeitswahn und Hormondruck an, es muss dieses Risiko der ernsten
Verletzung geben, damit ihr den Kitzel kriegt. Und ein brummender Schaedel
hinterlaesst nunmal keine bleibenden Zeichen des "besonderen Mutes", wie
es ein Schmiss tut (interessehalber - wieviele regelmaessige
Mensurkaempfer haben am Ende ihrer schlagenden Karriere denn _keinen_
Schmiss? Prozentsatz?).
> Jau, und bei den asiatischen bzw. asiatisch verbrämten Kampfsportarten
> ist es natürlich etwas ganz anderes! Der Geist und so! Alles klar!
>
Falsche Baustelle. Ich hab mit den geheiligten "Budo-Gedanken" herzlich
wenig zu tun. Ich mache KK, weil es mir Spass macht zu _ueben_ wie man
andere Leute fertig macht. So einfach ist das. Nicht-asiatische
Traditionen sind da leider entweder ausgestorben, versportlicht oder mir
schlicht zu hart (Boxen etwa). Was ich an euch kritisiere ist das sinnlose
Riskieren von ueblen Schaeden in oeffentlichen Schaukaempfen mit einem
Regelwerk, das "realistische" Techniken zu einem Gutteil verbietet.
> In welchem "Dojo der reinen Lehre" trainierst Du denn? Jeder Kampfsport
> hat etwas Machomäßiges, erst recht einer, der importiert ist, denn er
> verschafft dem, der ihn ausübt einen Hauch von Exklusivität. Insofern
> unterscheiden sich z.B. wettkampfmäßig betriebene asiatische oder
> pseudoasiatische Kampfsportarten und akademisches Fechten eigentlich
> nicht, mal abgesehen davon, daß sich auf Mensurböden äußerst selten
> "Türsteher" und Luden aufhalten.
>
Die Anzahl der "Luden" duerfte geringer sein als die Anzahl von Neonazis
in den Burschenschaften, wenn wir schon auf das ungern gesehene Publikum
zu sprechen kommen. Und seit wann ist "Tuersteher" ein abwertendes Wort?
Ich bin heilfroh, dass die Jungs die Drecksarbeit machen um mir Gesocks
von meinem Wochenendsvergnuegen fernzuhalten. Klar sind wir alle ein
bisschen auf dem Macho-Trip und Asien ist weit weg, Traditionsreich und
anders - darum "cool". Aber KKs gehoeren zu den sichersten Sprtarten und
haben trotzdem bgl. kaempferischen "Realismus" mehr zu bieten. Damit meine
ich jetzt weder "Strassenkampf" als Massstab (ein Kyudoka wir seinen Bogen
ja nicht im Alltag einsetzen), noch das ihr bei all eurem Training nichts
auf die Kette kriegt. Aber dieselbe Intensitaet in ein anderes Training
investiert, wuerde euch _besser_ auf einen "echten" Fechtkampf ohne Regeln
vorbereiten, und das mit geringerem kosmetischen/gesundheitlichen Risiko.
Euer Ziel ist eben nicht wirklich der Fechtkampf, sondern etwas anderes.
Und dieses andere erscheint mir bisher als wenig sympathisch...
>den asiatischen Kampfkuensten. Wenn Worna oder nun wohl auch Frank mir
>erzaehlen, dass sie mit scharfen Messern im Partner-Training rumhantieren,
Keine Messer ;-) Ähnlich. Kann man halt nicht mit jedem machen, aber
es gibt ausreichend Menschen, die das ausprobieren wollen. Bin ich
halt ein "Spinner", kann ich mit leben ;-)
>Frank Burczynski schrieb:
>
>[...]
>
>> Es ist der Rest, der euch als fragwürdig erscheinen
>> lässt.
>
>Aha. Also die üblichen Vorurteile...
You arew elcome. Meine Vorurteile wurden bisher in Heidelberg und
anderen Städten, in denen mir diese Typen über den Weg gelaufen sind,
bestätigt.
Mehr wollte ich gar nicht schreiben.
>> Ist das L! eigentlich dein Name?
>
>Das "L!" gehört zu "Thur"(ingia) und bedeutet schlichtweg
>"Landsmannschaft".
Und warum schreibst du es dann mit deinem Namen in einer Zeile? Gehört
es dann nicht darunter? Oder ist das deiner Meinung nach ein Titel?
>Das Burschschaften u. U. ein Hort arg konservativem Gedankengut sind,
>steht dabei doch auf einem ganz anderen Blatt und hat mit Mensuren
>erstmal eher wenig zu tun. Ich finde die Diskusion läuft hier nicht so
>ganz mit offenen Karten. Das Leute, die in einer Budo-Gruppe schreiben
>sich kritisch auf das Ausführen von Mensuren stürzen finde ich doch
>ein klein wenig befremdlich. Was euch an den Burschenschaften nervt
>ist doch wohl etwas ansderes, oder? Na dann sagt's auch, scheiß auf
>OT.
Hab ich doch. Ich dachte wenigstens, dass das klar rüberkommt. Mir
sind Mensuren etc. völlig egal, mir geht es um den Rest.
Da ich gerade auf eurer Homepage war, weiss ich ja jetzt, dass ihr
auch in Berlin Zeit. Da ich ebenfalls Student der FU Berlin bin, kann
man sich ja mal treffen ;-)
Bitte, was bedeutet eigentlich "Reichsgründungscommers" in eurer
Homepage? Was feiert ihr da am 18.?
Ähm, ja.
"Echte" Fechtkämpfe ohne Regeln also. Mhm. Klar. Seh ich ein. Ich trainier
für den Ernstfall, und wenn mich dann einer angreift, dann zieh ich meinen
Degen und...
Jetzt mal eine Frage im Ernst: Hier gibt es ja einige, die den Kampf mit
langen Klingenwaffen trainieren. Macht ihr das wirklich, um auf einen
"echten" Fechtkampf vorbereitet zu sein?
Ich kann durchaus den Reiz am "realitätsnahen" und "wirklichkeitsgetreuen"
Kämpfen nachvollziehen, aber der praktische Nutzen ist doch wohl sehr
begrenzt, wenn man immer diese sperrigen Katanas mit sich rumschleppen muss,
oder?
Tobias (/\/)
--
Tobias Deißler *** eMail tdei...@gmx.de
"Never give up! Never surrender!"
> > Du scheinst seltsame Vorstellungen von Verbindungen zu haben. Hast wohl
> > während deines Studiums irgendwelche studentische "Geheimorden" besucht.
>
> Eigentlich nicht. Ich bezog das auf Rainer Grubers Satz:
>
> >..> Die Mensur ist eine freiwillig erlebte Extremsituation, in der der
Paukant
> >..> (= der Fechtende) zeigt, daß ihm die Mitgliedschaft in seinem Bund
wichtiger
> >..> ist, als ein eventueller Schmiß (der übrigens auch weder gewollt noch
> >..> beabsichtigt ist).
> Und da frage ich mich schon, welchen speziellen Wert die Mensur hat. Den
> prinzipiell testet jede Maßnahme, die über einen so langen Zeitraum
(Rainer
> schreibt '... semesterlanges Pauken ...') die Geduld des Novizen, egal ob
es
> sich dabei um Formen im Kampfsport oder was auch immer handelt.
Es liegt ja wohl in der Natur der Sache, daß man einen totalen Frischling
nicht nach ein paar Wochen auf Mensur schicken kann. Die Entscheidung, wann
jemand soweit ist, obliegt dem Fechtwart der Verbindung. Das kann sich (im
Extremfall) schon über ein Semester ziehen.
Rainer Gruber Z!
D.c.SV Gothia Wels
www.gothia-wels.de
Hallole !
>>ein klein wenig befremdlich. Was euch an den Burschenschaften nervt
>>ist doch wohl etwas ansderes, oder? Na dann sagt's auch, scheiß auf
>>OT.
> Hab ich doch. Ich dachte wenigstens, dass das klar rüberkommt. Mir
> sind Mensuren etc. völlig egal, mir geht es um den Rest.
Was im speziellen?
--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studserv.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
*** Da wurde es 2000, 2001 - und die Welt will einfach nicht untergehen ***
Hallole !
> In der Tat, ein wesentlicher Punkt! Warum folgt ihr nicht diesem guten
> Beispiel und zieht euch _ausreichend_ Schutzausruestung an?
Waere ja langweilig. =;)
> Oder nehmt
> doch einfach einen stumpfen Saebel. Warum muss es ein Schmiss sein, warum
> reicht nicht der brummende Schaedel?
Lieber ein feiner Schnitt als eine Platzwunde oder gar eine
Schaedelfraktur ... !
> Und _genau da_ setzt die Kritik bzgl.
> Maennlichkeitswahn und Hormondruck an, es muss dieses Risiko der ernsten
> Verletzung geben, damit ihr den Kitzel kriegt. Und ein brummender Schaedel
Genau so ist. Klar kann man das kritisieren, aber wir stehen dazu.
> es ein Schmiss tut (interessehalber - wieviele regelmaessige
> Mensurkaempfer haben am Ende ihrer schlagenden Karriere denn _keinen_
> Schmiss? Prozentsatz?).
Fuer meinen Bund (eine Pflichtmensur)? Ich schaetze mehr als 90% ...
On Mon, 8 Jan 2001 05:59:53 +0100, Ingo Bojak
<bo...@dilbert.physik.uni-dortmund.de> wrote:
> Erstens dient es dem Erlernen "echter" kaempferischer Fertigkeiten
Na ja, ob ein VK Training, das rein auf Wettkampf ausgelegt ist, nun
den "echten" kämpferischen Fertigkeiten so förderlich sein soll, ist
ja auch noch nicht so ganz ausdiskutiert.
> Zweitens sind dank Schutzausruestung
Tragen die Leute bei Mensuren ja auch.
>die Schaeden in der Regel eher kulmulativ und es ist
>somit weniger offensichtlich, dass man es lieber sein lassen sollte.
Ein zermatschtes Nasenbein ist z.b ja auch nicht so ohne.
>Beim Pauken ist die Chance durch einen einzelnen Fehler schwerwiegenden Schaden
>zu erleiden (dazu zaehle ich durchaus auch das Verunstalten des Gesichtes
>durch einen Schmiss, auch wenn einige diese Narbe anscheinend
>begehrenswert finden) zun gross.
Nach den durchaus glaubwürdigen Ausfürungen scheint das mit dem
schwerwiegenden Schaden ja so doll nicht zu sein.
> Aber warum sollte mich das daran hindern
>das bei Erwachsenen, noch dazu angeblich intelligenten Akademikern,
>laecherlich zu finden und zu verspotten? =o)
Gar nicht. Ich hatte nur, ganz allgemein, das Gefühl das hier auf der
Tätikeit des Fechtens rumgehackt wurde, aber eigentlich ganz andere
Dinge dahinter standen. Doch das hat sich ja im Laufe der Disskusion
auch schon deutlich relativert.
>Wieso? "Budo" in allen seinen Formen gehoert zu den sichersten
>Sportarten...
Ich meinte das auch eher in der Richtung, das ich Mensuren fechten
auch in den Dunstkreis "Kampfkünste" einordnen würde. Dewegen fand ich
die Erregung darob etwas befremdlich.
Bis denn
Bernd
On Mon, 08 Jan 2001 08:43:54 GMT, jkdb...@t-online.de (Frank
Burczynski) wrote:
>Hab ich doch. Ich dachte wenigstens, dass das klar rüberkommt. Mir
>sind Mensuren etc. völlig egal, mir geht es um den Rest.
Ja, habe ich dann ja auch gelesen. Ich hänge im Augenblick mit dem
lesen ein wenig hinterher. Sorry.
Bis denn
Bernd
On Mon, 8 Jan 2001 06:54:45 +0100, Ingo Bojak
<bo...@dilbert.physik.uni-dortmund.de> wrote:
> Und ein brummender Schaedel hinterlaesst nunmal keine bleibenden Zeichen des "besonderen Mutes", wie
>es ein Schmiss tut
Unter Umständen aber eine wesentlich heftigere Schädigung als eine
Narbe im Gesicht. Jedenfalls wenn man sich den brummenden Schädel zu
oft abholt.
Bis denn
Bernd
Das alte Fechten ist durchaus als Kampfkunst zu verstehen. Zum
Beispiel "Talhoffers Fechtbuch" aus dem Jahre 1443 - Gerichtliche und
Andere Zweikaempfe Darstellend. Daraus "Meister Ott`s Ringkunst" oder
Selbstverteidigungspraktiken aus Albrecht Dürers "Fechtbuch" um 1512.
Alles älter als die ostasiatischen KK`s, zumindest im deutschen Raum.
Die Techniken sind die Gleichen, allein die Namen sind deutsch. Da
heisst halt ein Ausheber noch "Was ich heb das leg ich". Das ist KK
ohne Abstriche, aber eure Stillstehfechtereien als KK zu bezeichnen
ist doch etwas vermessen. Ich würde es als Mutprobe ( nicht mehr, aber
auch nicht weniger ) , die wohl nur noch symbolischen Wert hat,
bezeichnen. Deren einziger Sinn darin besteht euren zweifelhaften
(Maenner-)Bund zu besiegeln. Auch wenn ein Fechtlehrer hier
Unterricht gibt (kleines Zubrot fuer den Bundesgenossen? ;-)) Ja
Richtig, ich halt nicht viel von Vetternwirtschaft. Ihr nennt es wohl
Vitamin B. Aber es ist ja auch so schön sich elitär zu besauffen und
für die Gnade der Alten muesst ihr natuerlich was tun und könnt
natürlich nur Mitlaeufer gebrauchen. Also schoen brav unterordnen,
welch hehres Ziel. Dann gibt`s auch Unterstuetzung. Ich hab natuerlich
noch nicht an eurem heldenhaftem Tun teilgenommen. Nicht
falschverstehen Jungs, aber wo das hinführt weiss doch jeder, sagen
darf man es halt nicht. Aber ich halt mich mit meiner Meinung ueber
euren Bund zurueck, dafür behauptet ihr auch nicht mehr, dass eine
Mensur etwas mit KK zu tun hat <lachmichkrank>
Schoene Gruesse
Udo ohne L!M! und A!A!
Heute hat das eine mit dem anderen vermutlich nix, nada, null, zero zu
tun. Was IMO auch toll ist. In einer Kampfsportschule darf so gut wie
jeder, egal on Maennlein oder Weiblein, Arierausweis oder nicht,
Hochschulreife oder nicht, mitspielen und auch wieder austreten.
Kein Saufzwang. Alberne Verkostuemierungen fallen weg, oder sind
zumindest zweckmaessiger (Gi).
Aber wie mir befreundete Verbindungsstudies verraten haben, soll sich auch
bei einigen eine gewisse Lockerung breitgemacht haben, die aber widerrum
von der schlagenden Fraktion eher ungern akeptiert werden wuerde...
Aber das kann man jetzt vermutlich endlos diskutieren...
J.
--
Was ich auch tun wuerde, eins wuerde es geben, Leid.
Michel Houellebecq
Hallole !
> heisst halt ein Ausheber noch "Was ich heb das leg ich". Das ist KK
> ohne Abstriche, aber eure Stillstehfechtereien als KK zu bezeichnen
> ist doch etwas vermessen. Ich würde es als Mutprobe ( nicht mehr, aber
Ich tue das nicht. Es ist zwar nicht leicht, aber echte KK ist
wohl auch meiner Ansicht nach (kenne Judo, Bogenschiessen,
MA-Schwertkampf ... ) nicht, dazu ist es viel zu reglementiert
und stilisiert.
> auch nicht weniger ) , die wohl nur noch symbolischen Wert hat,
> bezeichnen. Deren einziger Sinn darin besteht euren zweifelhaften
> (Maenner-)Bund zu besiegeln. Auch wenn ein Fechtlehrer hier
Nicht der einzige, aber einer der diversen, ja.
> Unterricht gibt (kleines Zubrot fuer den Bundesgenossen? ;-)) Ja
Die meisten Pauklehrer sind selbst nicht korporiert.
> Richtig, ich halt nicht viel von Vetternwirtschaft. Ihr nennt es wohl
> Vitamin B.
Vitamin B ist nur schlecht fuer den, der keins hat. Wer in keine
Verbindung geht, geht in eine Fachschaft, eine Partei, eine
Gewerkschaft, einen Segelclub oder zu den Lions, ganz nach Wunsch.
Oder eben nicht.
> Aber es ist ja auch so schön sich elitär zu besauffen und
Wir besaufen uns ganz normal, wie alle anderen Studis auch.
Ok, manchmal im Anzug ... =;)
> für die Gnade der Alten muesst ihr natuerlich was tun und könnt
> natürlich nur Mitlaeufer gebrauchen. Also schoen brav unterordnen,
> welch hehres Ziel. Dann gibt`s auch Unterstuetzung.
Unsinn.
> Ich hab natuerlich
> noch nicht an eurem heldenhaftem Tun teilgenommen. Nicht
> falschverstehen Jungs, aber wo das hinführt weiss doch jeder, sagen
> darf man es halt nicht.
Aha. Wohin fuehrt es denn?
> Aber ich halt mich mit meiner Meinung ueber
> euren Bund zurueck, dafür behauptet ihr auch nicht mehr, dass eine
Wessen Bund? Welchen kennst Du eigentlich?
> Mensur etwas mit KK zu tun hat <lachmichkrank>
> Schoene Gruesse
> Udo ohne L!M! und A!A!
Komiker.
Hallole !
> Lustige Debatte. Was Budo und so mit schlagenden Verbindungen zu tun hat
> liesse sich hoechstens mit einer Zeitreise (2001-70) klaeren.
Von wann bis wann?
> Dieser Maenner/Haertekult, Autoritaets-Kram, Militarismus, Ehre,
> National-Wahn usw. aehnelt(e) sich womoeglich.
Es ist immer wieder schoen zu sehen, wie sich die Kritik an
Korporationen den Werkzeugen der Diktatoren befleissigt:
Begriffe verkuerzen, Bedeutungen vereinfachen und zielgerichtet
belegen. Schoene, einfache Schwarz-Weiss-Welt.
Ueber jeden dieser Punkte kann man lang und breit diskutieren,
allerdings aus Topic-Gruenden besser nicht hier.
> Heute hat das eine mit dem anderen vermutlich nix, nada, null, zero zu
> tun. Was IMO auch toll ist. In einer Kampfsportschule darf so gut wie
> jeder, egal on Maennlein oder Weiblein, Arierausweis oder nicht,
> Hochschulreife oder nicht, mitspielen und auch wieder austreten.
> Kein Saufzwang. Alberne Verkostuemierungen fallen weg, oder sind
> zumindest zweckmaessiger (Gi).
(Seufz. Soll ich in aller Ausfuehrlichkeit gegen sowas antippen ... ?)
Schnelle Antwort: Ganz nach Wunsch kannst Du in der heutigen
Verbindungswelt alles haben: Frauen/Maenner/gemischt, "Ver-
kostuemierungen" oder nicht, Fechten oder nicht, saufen oder
nicht, etc.
> Aber wie mir befreundete Verbindungsstudies verraten haben, soll sich auch
> bei einigen eine gewisse Lockerung breitgemacht haben, die aber widerrum
Es ist eher eine Aufweitung des Spektrums. Es gibt heute fast
alles, nur noch keine schlagenden Frauen. Aber vielleicht kommt
das ja nun auch, nachdem sie auch freiwillig beim Bund an die
Waffe duerfen/wollen/koennen/sollen/...
> von der schlagenden Fraktion eher ungern akeptiert werden wuerde...
> Aber das kann man jetzt vermutlich endlos diskutieren...
Ich empfehle Dir erstmal, Dich vorher gruendlich zu informieren.
Du kannst mich oder Gunar auch gern fragen ...
Ulrich
"der heute eigentlich Sonnenbrille tragen sollte"
www. escrima-rostock.de
Kann man von zwei Seiten sehen, und aus deiner Sicht natürlich richtig
;-)
> > Ich hab natuerlich
> > noch nicht an eurem heldenhaftem Tun teilgenommen. Nicht
> > falschverstehen Jungs, aber wo das hinführt weiss doch jeder,
sagen
> > darf man es halt nicht.
> Aha. Wohin fuehrt es denn?
Sag ich doch. Zur Vetternwirtschaft. Denke mal es gibt mehr die ihren
Nutzen draus ziehen in einer Verbindung zu sein. z.B. Arbeitsplatz,
obwohl es vielleicht einen besseren Mann gibt. Nicht nur eure
Vorzeigegenossen. Sagt man das bei euch so : "Genossen" ;-)
Aber das ist eigentlich OT. Und wenn euch das Spass macht ist mir das
eigentlich egal. Was das eigentliche Thema betrifft liegen wir ja gar
nicht so weit auseinander.
> Komiker.
Wenn Dir das lieber ist. Ich hab mir das gleiche gedacht, wollt`s nur
nicht schreiben ;-) Ja, wir haben also noch was gemeinsam ;-))
Beste Gruesse Udo
Hallole !
>> Udo Jung <udo....@gmx.net> wrote:
>> > für die Gnade der Alten muesst ihr natuerlich was tun und könnt
>> > natürlich nur Mitlaeufer gebrauchen. Also schoen brav unterordnen,
>> > welch hehres Ziel. Dann gibt`s auch Unterstuetzung.
>> Unsinn.
> Kann man von zwei Seiten sehen, und aus deiner Sicht natürlich richtig
> ;-)
Was verstehst Du denn unter "Unterstuetzung"?
So Du spielst auf Beruf und Karriere an, so passiert bei den
Verbindungen im Schnitt auch nicht mehr als bei jeder
anderen gesellschaftlichen Vereinigung.
> Sag ich doch. Zur Vetternwirtschaft. Denke mal es gibt mehr die ihren
> Nutzen draus ziehen in einer Verbindung zu sein. z.B. Arbeitsplatz,
> obwohl es vielleicht einen besseren Mann gibt.
Wir leben in Zeiten von Assessment Centern, Lean Management und
Personalwirtschaft. Solche Postenschieberei ging vielleicht noch
bis in die 60'er, 70'er Jahre, aber in der Wirtschaft des Jahres
2001 klappt sowas wohl kaum mehr - auch wenn kindische TV-Krimis
immer wieder anderes vorzugauckeln versuchen.
> Nicht nur eure
> Vorzeigegenossen. Sagt man das bei euch so : "Genossen" ;-)
Nicht wirklich. Jede gesellschaftliche Gruppe hat ihre eigenen
Sprachcodes, "Genosse" stammt aus der Arbeiterbewegung.
> Aber das ist eigentlich OT. Und wenn euch das Spass macht ist mir das
> eigentlich egal. Was das eigentliche Thema betrifft liegen wir ja gar
> nicht so weit auseinander.
Das ist ja das eigentlich ernuechternde. Alles, was mit dem Thema
"Verbindungen" zu tun hat, wird prinzipiell verdammt, weil in guter
alter Tradition der AStA und/oder die Antifa ihr Feindbild mit allen
Mitteln aufpolieren, und entsprechende Bilder, von Unicum und Co.
willig multipliziert, mit der Zeit von Otto-Normal-Studi kritiklos
aufgenommen werden.
Schaut man sich die einzelnen Themen in Ruhe an, verliert vieles
an Sensation und Aufgeregtheit, und man kann ganz normal darueber
diskutieren ...
Und ich erst... :-)
OK, ich gebe zu, Frank Rudloff, ein Trainingskollege und 5. Dan aus Essen,
vieleicht nicht mehr so lässig, weil er seit Jahren täglich Tabletten
schlucken muß.
Ihm hat mal einer bei einer Taekwondo Dan-Prüfung ein Messer 9 cm tief in
den Bauch gerammt. Seit dem funktioniert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr
richtig, glaube ich ;-)
Frank, Du liest doch mit, korrigiere mich, wenn ich irre.
Naja, meine persönliche Einstellung dazu habe ich hier schon mal
geschrieben. Mag es etwas verrückt sein, aber ich bin Vertreter
authentischen Handelns. Barfuß oder Lackschuh oder wie der Chinese sagt:
"Stehe, wenn Du stehen willst und liege, wenn Du liegen willst, aber
schwanke nicht!"
Entweder übe ich Messerkampf oder ich laß es bleiben. Und wenn ich
Messerkampf übe, dann muß ich gelegentlich auch mal ein echtes Messer in die
Hand nehmen. Das ist halt so.
Daß ich dann entsprechend vorsichtig und respektvoll arbeite und Rücksicht
auf meinen Partner nehme ist selbstverständlich. Wegen der besonderen
Brisanz beim Taekwondo auch erst ab 1. Dan im Programm.
Trotzdem gibt es natürlich immer wieder Unfälle, nur die gibt es auch
zahlreich beim VK-Kampf oder selbst beim Training ohne Kontakt. Ich erinnere
da nur an meine zwei Augenoperationen, die ich einem Paltungchagi
(halbkreiskick) verdankte, der eigentlich nicht treffen sollte.
--
Grüße,
Worna
Specials zum koreanischen Taekwondo
http://www.zohari.de
On 8 Jan 2001, Hannes Gnad wrote:
> > Dieser Maenner/Haertekult, Autoritaets-Kram, Militarismus, Ehre,
> > National-Wahn usw. aehnelt(e) sich womoeglich.
> Ueber jeden dieser Punkte kann man lang und breit diskutieren,
> allerdings aus Topic-Gruenden besser nicht hier.
Ich rede auch ueber Tendenzen im weiten Budo-Feld und pauschalisiere
hoechsten aus Gruenden der Darstellung.
Diese Parallelen gab es und sind nicht aus der Welt zu diskutieren.
Mir ist schon klar, dass die oben von mir angefuehrten
Dinger auch ausserhalb diverser Verbindungen, Corps,etc. vorkamen/vorkommen
und umgedreht nicht jedes Mitglied dieser Laeden ein KZ betrieben hat oder
Buecher verbrannt hat heute die Oder/Neisse-Grenze tilgen will ("Polen
holen") und tageintagaus mit gerecktem rechten Arm groelend besoffen in
der Gegend rumstolpert und nach "Satisfaction" schreit, wie manche Linken
es darstellen.
Allerdings lasse ich mir auch nicht einreden (nicht dasss du das getan
haettest), dass Verbindungen an sich die Speerspitze von Humanismus,
Voelkerverstaendigung und Aufklaerung seien.
> > Heute hat das eine mit dem anderen vermutlich nix, nada, null, zero zu
> > tun. Was IMO auch toll ist. In einer Kampfsportschule darf so gut wie
> > jeder, egal on Maennlein oder Weiblein, Arierausweis oder nicht,
> > Hochschulreife oder nicht, mitspielen und auch wieder austreten.
> > Kein Saufzwang. Alberne Verkostuemierungen fallen weg, oder sind
> > zumindest zweckmaessiger (Gi).
> (Seufz. Soll ich in aller Ausfuehrlichkeit gegen sowas antippen ... ?)
Das wuerde schwer werden, denn deine Bundesbrueder konterkarieren das
schon selbst.
> Schnelle Antwort: Ganz nach Wunsch kannst Du in der heutigen
> Verbindungswelt alles haben: Frauen/Maenner/gemischt, "Ver-
> kostuemierungen" oder nicht, Fechten oder nicht, saufen oder
> nicht, etc.
Ja. Ich weiss. Allerdings ging es um die Frage Mensur und Kampfsport.
Da fallen die Frauen/Neger-Aufnehmer, Anti-Alkoholiker und
sonstige Weicheier per Definition eh weg.
Bei dem eigentlichen Thema sind wir IIRC einer Meinung, naemlich dass
studentisches Fechten und Kampfsport heutzutags nicht zwingend miteinander
was zu schaffen haben, worueber ich persoenlich recht froh bin.
Ingo,
ganz klar, daß man sich in alter Klassenkampf-Tradition so geben muß, wie Du
dies gerade tust. Schließlich kann man sich nicht so ohne weiteres über die von
Nazis, ASten etc. über 70 Jahre hinweg geschaffenen und eingeimpften Vorurteile
hinwegsetzen. Das wäre, in gewisser Hinsicht, geradezu un-deutsch. (G)
Ob es Dir nun paßt oder nicht, das Schlägersystem ist in der Praxis heutzutage
zwar etwas eingeschränkt, ist aber der einzig überlebende Nachfahre eines
europäischen Hiebfechtsystems, das von Frankreich über England (als singlestick
od. backswording) bis hin in die USA praktiziert wurde.
Der ungeschützte Kopf der Fechter diente wie bei der Mensur auch beim
backswording und in den alten deutschen "Fechtschulen" (i.e., Schau- und
Lehrkämpfen der Fechtergilden) als Zielgebiet. Die blutende Kopfwunde
("Anschiß" in den ursprünglichen deutschen Mensuren) findet im "broken head"
der Engländer und in der "roten Plume" der Marxbrüder & Federfechter eine
Entsprechung (bei letzteren ging's allerdings um Platzwunden.)
Das Schlägersystem ist gänzlich um die Elemente von Form und Zeit aufgebaut,
wie die meisten Kampfsportarten auch. Perfekte Form und Beherrschung der
Fecht-Zeit (des vom Bewegungsablauf Auslage-Angriff-Rückkehr in Auslage
diktierten Maßes, im Fechtsport als Tempo, measure, oder Time) machen Treffer
unmöglich. Um Treffer zu erzielen, müssen Formschwächen des Gegners (wie in
jeder anderen Kampfsportart) genutzt werden, oder die Fecht-Zeit muß durch
Beschleunigungen, Verzögerungen, Finten etc. gebrochen werden.
Das Risiko eines scharfen Treffers muß vom Fechter im Training berücksichtigt
werden... Außer einigen Ryu des japan. kenjutsu und einigen filipinischen
Arnis-systemen ist das Mensurfechten das einzige regulierte antagonistische
Kampfszenario.
Als langjähriger Sportfechter (Florett, Degen und Säbel) in D, GB und USA, mit
netter Gürtelfarbenpalette in TaeKwon Do, Aikido (incl. Aiki-Jo und bokken),
sowie Scholar status in Talahib Marga (einer arnis Kategorie) muß ich
feststellen:
1. Es gibt viel zu viele White Boy Samurais in den Kampfsportarten, die
ihrem Schöpfer dafür danken sollten, daß sie nie in ihrem Leben eine
realistische Chance haben werden, das Gelernte außerhalb des hübsch
gepolsterten Dojos anzuwenden. (Wie könnten sie auch... die Hälfte lebt immer
noch in Mutterns 3-Zimmer-Wohnung...)
2. Außerhalb eines improvisierten Arnis Tourniers in der filipinischen
Provinz bietet nicht einmal ein Schwarzgürteltest soviel Adrenalin und
Herausforderung wie eine erste Mensur.
J. Christoph Amberger
Baltimore, MD
Das "Teil" in "teilweise" muß wohl mehr ein "Teilchen" sein...
Du würdest doch nicht ernsthaft argumentieren wollen, daß Iaido einen Nutzen
für's moderne Leben hat... oder wie sieht's mit dem praktischen Nutzen eines
Shinai aus? Oder die diversen chinesischen bzw. koreanischen Dreizack-Systeme?
90% aller in den östlichen Kampfkünsten verwendeten Waffen benötigen zu ihrem
kunstgerechten Gebrauch ein zumindest ebenso abstraktes combatives Umfeld wie
der Schläger. Dito 75% aller unbewaffneten Lehrtechniken, Kata etc.
Wenn es bei Kampfsport und Kampfkunst auf praktischen Nutzen ankommen würde,
liessen sich beide auf Gebrauch einer .45 reduzieren.
Frank Burczynski schrieb:
Hi Frank,
> Da ich gerade auf eurer Homepage war, weiss ich ja jetzt, dass ihr
> auch in Berlin Zeit. Da ich ebenfalls Student der FU Berlin bin, kann
> man sich ja mal treffen ;-)
>
> Bitte, was bedeutet eigentlich "Reichsgründungscommers" in eurer
> Homepage? Was feiert ihr da am 18.?
Mann Alter, jetzt kommst du aber ganz schön scheinheilig durch die
Hintertür. Haben sich in letzter Zeit nicht so viele Opfer gefunden? ;-)
Viele Grüße,
BB
> Ja. Ich weiss. Allerdings ging es um die Frage Mensur und Kampfsport.
> Da fallen die Frauen/Neger-Aufnehmer, Anti-Alkoholiker und
> sonstige Weicheier per Definition eh weg.
Wie kommst du denn zu dem Schluß?
Ich kenne Bünde, die nehmen Frauen auf, interessieren sich einen Dreck für
die Hautfarbe, nehmen auch Rücksicht auf Antialkoholiker und sind auch
fakultativ schlagend.
Wie du "sonstige Weicheirer" diffinierst weiß ich allerdings nicht.
MfG
Frank
Worna Zohari schrieb:
> Entweder übe ich Messerkampf oder ich laß es bleiben. Und wenn ich
> Messerkampf übe, dann muß ich gelegentlich auch mal ein echtes Messer in die
> Hand nehmen. Das ist halt so.
Hi Worna.
Ist es nicht dann aber so, daß der mit dem echten Messer angreifende
Skrupel hat es so einzusetzen als würde er _wirklich_ töten wollen? Ist
es nicht dadurch am Ende unrealsitischer, als wenn man ein ausreichend
stumpfes Messer nehmen würde? Schliesslich kann der Angreifende dann
voll Power geben und es ist gefährlich genug ein stumpfes Bauchtrauma zu
riskieren.
_Ich_ als Angreifender hätte einfach Angst daß der Prüfling versagt und
ich mit meinem Gewissen seine möglerweise bleibenden Schäden abmachen
kann. Genausowenig hätte ich ernsthaft auf Ueshiba schiessen können. (Es
sei denn Klaus leiht mir ne Gotcha-Knarre... und seine Zeitmaschine.)
Ich frage dich: Glaubst du bei einer solchen Prüfung tatsächlich an die
Ernsthaftigkeit des Angreifenden? Ich nicht einmal wenn es ein stumpfes
Messer ist, dann aber schon eher.
Gruß,
Andre, Messerfeti
Hallole !
> Bitte, was bedeutet eigentlich "Reichsgründungscommers" in eurer
> Homepage? Was feiert ihr da am 18.?
Eine grobe Erinnerung an den Geschichtsunterricht in der Schule
deutet auf die Gruendung des 2. Deutschen Reiches hin, am
18. Januar 1871 im Spiegelsaal zu Versailles proklamiert.
"Hannes Gnad" <rusa...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de> schrieb im
Newsbeitrag news:93cjcc$er9$3...@infosun2.rus.uni-stuttgart.de...
> Ingo Bojak <bo...@dilbert.physik.uni-dortmund.de> wrote:
> > es ein Schmiss tut (interessehalber - wieviele regelmaessige
> > Mensurkaempfer haben am Ende ihrer schlagenden Karriere denn _keinen_
> > Schmiss? Prozentsatz?).
>
> Fuer meinen Bund (eine Pflichtmensur)? Ich schaetze mehr als 90% ...
Jo!
Kommt aber drauf an, was man nun unter "Schmiß" betrachtet.
Eine "fetten Riegel", also daß was die breite Masse so als "Schmiß"
bezeichnet, sieht man heute äusserst selten. Eher also bei weniger als 10%.
Ich würde sagen, verschwindend gering.
Zu Treffern, welche genäht werden müssen kommt es hingegen öfters als bei
jeder 10 Mensur. Schätze mal so bei 20%. Nur sind dies meist kleine Schnitte
mit 1-3 Nadeln (Stiche), welche 1. sehr rasch und i.d.R. fast gänzlich ohne
Narbenbildung abheilen und 2. nicht im Gesicht liegen müssen, sondern je
nach Comment meist oberhalb der Backe, meist sogar in den Haaren liegen.
Ich habe über die Jahre tatsächlich die ein oder andere fiese Wunde gesehen
(Stichwort Lappen), aber eben weil es nicht um den "Schmiß" geht, welche
"gelassen getragen" wird, wurden die Wunden so behandelt, das nach
spätestens einigen Wochen nahezu nichts mehr zu sehen war.
Und begeistert war auch nie einer wenns mal wo eingeschlagen hat. Im
Gegenteil. Ich vermute mal dem Gegenpaukanten tuts mehr wer, als dem
eigentlich Getroffenen.
Und vorausgesetzt die Gegenseite hat so gefochten, wie annonciert war, also
wie es sich gehört, und keine Schweinereien gemacht, so hat man zu seinem
Gegenpaukanten auch Zeitlebens ein besonders inniges Verhältnis. Nicht
umsonst tauscht man auf die Mensur einen Zipfel. Man hat ja eigentlich nicht
"gegeneinander" sondern "miteinander" gefochten.
MfG
Frank
Hallole !
> Mir ist schon klar, dass die oben von mir angefuehrten
> Dinger auch ausserhalb diverser Verbindungen, Corps,etc. vorkamen/vorkommen
> und umgedreht nicht jedes Mitglied dieser Laeden ein KZ betrieben hat oder
> Buecher verbrannt hat heute die Oder/Neisse-Grenze tilgen will ("Polen
> holen") und tageintagaus mit gerecktem rechten Arm groelend besoffen in
> der Gegend rumstolpert und nach "Satisfaction" schreit, wie manche Linken
> es darstellen.
Wie schoen.
> Allerdings lasse ich mir auch nicht einreden (nicht dasss du das getan
> haettest), dass Verbindungen an sich die Speerspitze von Humanismus,
> Voelkerverstaendigung und Aufklaerung seien.
Was wissen wir also nun *wirklich*? =;)
>> (Seufz. Soll ich in aller Ausfuehrlichkeit gegen sowas antippen ... ?)
> Das wuerde schwer werden, denn deine Bundesbrueder konterkarieren das
> schon selbst.
Ein "Bundesbruder" ist ein Mitglied genau der gleichen Verbindung,
davon gibt es in D ca. 900 bis 1.000. (Eine Ausnahme ist da der Wingolf.)
Ich glaube nicht, dass Du schon mal einen "Bundesbruder" von mir
kennengelernt hast.
Solltest Du aber meinen, dass es Verbindungsstudenten gibt, die
sich unmoeglich/unter alle Kanone/grauenhaft/etc. benehmen oder
entsprechende Ansichten haben, da kann ich Dir vorbehaltlos
zustimmen. (Anhaltspunkt dafuer ist: Je aelter die jeweilige
Uni, desto krasser das Verhalten der Studis. Wir ehemaligen
TU'ler sind ja alle so brav ... =;)
>> Schnelle Antwort: Ganz nach Wunsch kannst Du in der heutigen
>> Verbindungswelt alles haben: Frauen/Maenner/gemischt, "Ver-
>> kostuemierungen" oder nicht, Fechten oder nicht, saufen oder
>> nicht, etc.
> Ja. Ich weiss. Allerdings ging es um die Frage Mensur und Kampfsport.
> Da fallen die Frauen/Neger-Aufnehmer, Anti-Alkoholiker und
> sonstige Weicheier per Definition eh weg.
Taeuscht. Es gibt sehr wohl schlagende Verbindungen, die Auslaender
aufnehmen. Oder, um mal deutlich zu sagen: Von den 900 bis 1.000
Verbindungen in Deutschland nehmen heutzutage vielleicht noch
50 bis 100 keine Auslaender auf. Saufen ist nur bei wenigen Buenden
ein echter Zwang, auch Wassertrinker bekommen ihre Mensur.
Nur bei den Frauen wird es enger: Schlagende Verbindungen sind
fast immer reine Maennerbuende - gemischte Verbindungen, bei
denen die Maenner fechten, die Frauen aber nicht, gibt es zwar
auch, sind aber sehr, sehr selten.
> Bei dem eigentlichen Thema sind wir IIRC einer Meinung, naemlich dass
> studentisches Fechten und Kampfsport heutzutags nicht zwingend miteinander
> was zu schaffen haben, worueber ich persoenlich recht froh bin.
Die Philosophie hinter der Mensur ist eine andere als hinter einem
asiatischen Kampfsport, ansonsten ist es (wenn auch ein sehr spezieller)
"Sport" (naja, eigentlich auch nicht so recht) mit einer Fechtwaffe.
"Ulrich Haberer" <Ulrich...@comundo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3a59f733$0$7112$7b77...@news.comundo.de...
> daneben kommt noch hinzu das man
> den Zweck einer langen Waffen konterkariert indem man sich so dicht
zusammen
> stellt das man sich schlecht gegenseitig erstechen kann obwohl Degen doch
> dazu primär gemacht wurden.
Schläger oder früher mal "Hieber", kein Degen.
Die Waffe ist nicht spitz.
Ursprünglich wurde sehr wohl mit "richtigen" Waffen gefochten. Und auch
gestochen.
Nur, wie schon mal geschrieben, da starben die Studenten auch weg wie die
Fliegen. Die Obrigkeit, Uni wie Kirche wie Staat, tat einiges um dies zu
unterbinden. Schon allein aus Kostengründen. Zudem war das langsame
Dahinsiechen nach einem Lungenfuchser auch nicht gerade angenehm für die
Umgebung. Und so entwickelte sich im Spannungsfeld des studentischen
Fechtens und der Repression eben ein Comment, welcher letztlich dazu führte,
daß das ganze seit einem BGH-Urteil aus dem 50er, heute legal ist, weil kein
Duell mehr, sondern eine sportliche Angelegenheit. Das einige versuchen das
Rad der Zeit zurück zu drehen mag sein, aber hat wenig Aussicht auf Erfolg.
Ich kann mir allerdings schon vorstellen, daß man die eine oder andere
ehrabschneidene Sache nicht auf gerichtlichem Wege löst, nur 1. kann ich die
Gegenseite nicht zwingen und 2. wenn sie freiwillig mitmacht, dann eben nur
im gesetzlich erlaubten Rahmen, eben wie bei einer Bestimmungsmensur. Das
man dann natürlich auch schon mal etwas anders hinlangt als gewöhnlich ist
anzunehmen. Aber das würde man z.B. im Boxring auch machen, wenn man die
Sache da austragen würde.
Aber das Umherlaufen und wahlos angerissene Visitenkarten verteilen oder der
"dumme Junge" ist wohl mehr als ausser der Mode. Wer drauf eingehen will,
bitte, ansonsten landet das Ding eben im nächsten Mülleimer. Fühlte sich der
Herr wirklich beleidigt, dann sollte er sich an meinen Bund wenden. Und wenn
mein Convent meint, ich hätte da über die Strenge geschlagen, dann muß ich
auch Mann genug sein, Asche auf mein Haupt streuen und mich entschuldigen.
MfG
Frank
> Ja, aber beim Besuch in einer Verbindung lernte ich auch den Daumen
kennen,
> der dann 'rangniederere Mitglieder' dringend aufforderte, vor der
versammelten
> Mannschaft ein Extraglas zu heben.
1. Soweit ich mich erinnere bedarf es dazu mindestens 3 Bundesbrüder, sprich
mindest ein Zeuge ist dabei.
2. Übertreibt es einer, sprich qüallt andere mit dem Daumen, ist es an
älteren Bundesbrüder einzuschreiten. Günstigtenfalls säuft der Quäler dann
selber gehörig, bis im das Ganze vergeht.
3. Verbindungen sind demokratisch organisiert. Lässt man ohne Grund saufen
und dies auch noch gehäuft, wird dies spätestens nach einem Antrag des
betroffenen auf dem Convent behandelt.
4. Deckt die Verbindung solcherlei Aktionen, dann kann ich letztlich jeder
Zeit selber nein sagen!!! Entwerder die Verbindung akzeptiert mein
Nichttrinken, oder aber ich verlaase diesen Bund. Fertig aus!
Auch hier gilt, jeder wie er es will und braucht. Das ganze ist interaktiv.
Offt fordern die jungen Bundesbrüder das ganze heraus und erwarten
regelrecht ins Glas geschickt zu werden. Solche pubertierenden Aktionen
lassen aber mit zunehmenden Alter spürbar nach. Die krassen Füchse müssen
sich erst die Hörner abstossen. :-))
MfG
Frank
> Es liegt ja wohl in der Natur der Sache, daß man einen totalen Frischling
> nicht nach ein paar Wochen auf Mensur schicken kann. Die Entscheidung,
wann
> jemand soweit ist, obliegt dem Fechtwart der Verbindung. Das kann sich (im
> Extremfall) schon über ein Semester ziehen.
Kommt drauf an, wie er sich anstellt.
Wenn man als erste Partie eine Fuchsenpartie schlägt. Sprich nur einen
bestimmten Hieb. Hier: Hochquart, dann kann eigentlich nichts passieren, im
Extremfall ziehen sich beiden einen Scheitel ober keinen Schmiß.
MfG
Frank
"Zoergiebel" <zoerg...@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:20010108140031...@ng-cs1.aol.com...
Wow!
Nach den tollen Ausführungen dämmerts mir, was uns auf dem Paukboden mal so
alles an Theorie beigebracht wurde, lang ist es her. :-))
Wobei meiner einer froh war, wenn er richtig versetzten konnte und die
Deckung zubekam. Interessant wurde es, wenn anspruchsvollere Mensuren
anstanden. z.B. die Chargenbestättigungspartie für den XX. Dann wurden die
von dir beschrieben Aspekte z.B. das Tempo schon ziemlich explizit erörtert
und trainiert.
> 2. Außerhalb eines improvisierten Arnis Tourniers in der filipinischen
> Provinz bietet nicht einmal ein Schwarzgürteltest soviel Adrenalin und
> Herausforderung wie eine erste Mensur.
Ich habe zwar keinen Schwarzengürteltest aber zwei Partien hinter mir, und
in der Tat, noch nie ging mir so die Muffe, mußte ich mich so beherschen,
war ich so konzentriert, wie damals und vorallem glücklich und total
befriedigt, als es vorbei war. Eine Extremsituation, welche man als
Ottonormalverbraucher freiwillig sonst nicht erlebt.
Der krönende Abschluß nach einer monatelangen, teilweise quälenden
Daraufhinarbeiten.
Nach den Pflichtpartien scheiden sich ja dann Gemüter. Die einen machen dann
freiwillig noch ein paar Partien. Andere wie ich auch, ok, sagen das wars.
Wobei man natürlich nie nie sagen sollte. :-))) Manchmal juickts einen schon
untern Pony :-)))
MfG
Frank
> On Mon, 08 Jan 2001 00:58:15 +0100, Gunar Klemm <dog...@blinx.de>
> wrote:
>
> Da ich gerade auf eurer Homepage war, weiss ich ja jetzt, dass ihr
> auch in Berlin Zeit. Da ich ebenfalls Student der FU Berlin bin, kann
> man sich ja mal treffen ;-)
Auf eine Partie leichten Säbel? Die Schlägerpartien sind Euch ja zu
"unbeweglich". ;-)
> Bitte, was bedeutet eigentlich "Reichsgründungscommers" in eurer
> Homepage? Was feiert ihr da am 18.?
Die Gründung des 2. Deutschen Reiches am 18. Januar 1871.
Die Einigung des in Kleinstaaterei zerissenen Deutschlands war ein Ziel,
auf das die Korporierten des 19. Jh. hinarbeiteten (vgl. auch Hoffmann
von Fallersleben "Das Lied der Deutschen").
Gunar Klemm L! Thur
--
"Better to be hated for who you are than loved for who you're not!" -
Phlogiston Verdigris
s.u.
> Gehört
> es dann nicht darunter?
Nein.
> Oder ist das deiner Meinung nach ein Titel?
Nein.
Mein newsreader gestattet mir nicht einen "Zirkel" hinter meinen Namen
zu setzen, sodaß es quasi als "Zirkelersatz" dasteht. Manche schreiben
stattdessen auch nur "Z!", allerdings ist daran der Bund nicht
erkennbar.
Der Zirkel ist so ein "verschnörkeltes" Ding hinterm Namen (sieht man
manchmal auf handschriftlichen oder gedruckten Sachen), bei dem mehrere
Buchstaben ineinander verschlungen sind (Anfangsbuchstabe des
Verbindungsnamens + v = vivat + c = crescat + f = floreat + "!").
Der Zirkel zeigt lediglich an, zu welchem Bund man gehört, d.h. andere
Korpos wissen dann, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie die
Unterschrift sehen.
Gunar Klemm