Da ich den Thread mit Boztepe wieder angefangen habe, möchte ich meine
Meinung zu der ganzen 'Wing Chun'-Szene berichten. Und bitte, ich meine
jetzt nicht nur "WT", sondern alles, was sich heute Wing Chun, Ving
Tsun, Ving Chun oder wie auch immer nennt. Ich finde, Wing Chun wird
maßlos überschätzt. Die Leute glauben immer, wenn sie irgendwelche
Bewegungen machen, die gefährlich aussehen, dass sie damit auch gleich
super-gute Kämpfer sind.
Wing Chun ist ein Standkampfsystem, bei dem geschlagen und getreten
wird. Es geht darum, den Gegner möglichst schnell und hart mit dem Fuß
oder der Hand zu treffen. Das macht Wing Chun aber keineswegs
einzigartig. Es gibt sehr viele Systeme, die Treten und Schlagen bis zur
Perfektion üben. Thai-Boxen, Kick-Boxen, Savate, Taekwon Do usw. ... Ich
verstehe gar nicht, warum das Wing Chun immer besser sein soll. Es ist
zweifellos ein gutes System, mit einem Unterricht, der es dem
Anfänger ermöglicht, schnelle Fortschritte zu machen. Aber deshalb ist
es doch keineswegs besser.
Der Nachteil des Wing Chun ist das ständige Trainieren unter
Semi-Kontakt-Bedingungen. Gerade im Chi Sau heißt es dann: "...ich habe
Dich doch schon getroffen ... Du könntest, wenn ich jetzt wirklich
zugeschlagen hätte, gar nicht mehr weiterkämpfen ... ". So ein Blödsinn!
Man hält oft mehr aus, als man denkt! ;-) Die einzige Möglichkeit, um
kämpferische Qualitäten zu entwickeln ist _Voll_kontakt. Und das mit
möglichst wenig Schutz. Wenn sich jeder eine komplette Ritterrüstung
überstreift, kann der anschließende Kampf wohl kaum mehr unter den
Begriff "Vollkontakt" fallen.
Ein weiterer Nachteil des Wing Chun ist der Mangel an qualifizierten
Lehrern. Es gibt leider nur sehr wenige Leute in Deutschland, die das
System vollständig gelernt haben. Selbst anerkannte Lehrer müssen
zugeben, dass sie nicht alles gelernt haben (z.B. die Doppelmesserform).
Es gibt das Problem der 'Stillen Post'. Der eine erzählt es dem
nächsten, der dichtet wieder ein bisschen was dazu und vergisst
sicherlich auch einiges und erzählt es dann wieder weiter. Dadurch kommt
irgendwann etwas heraus, was mit dem Wing Chun des Meisters, auf den
sich der/die jeweilige Schüler/Schule beruft, nichts mehr zu tun hat.
So, das war meine Meinung zu Wing Chun. Sorry, wurde etwas lang.
Bis die Tage,
Bernd.
--
"I Like Dirt" Red Hot Chili Peppers
Wer sagt denn, dass WT immer besser sein soll? Sind es nicht oftmals die
Gegner welche gegen WT oder WC wettern?
Im weiteren bin ich nicht einverstanden dass es im WT darum geht möglichst
"stark" zuzuschlagen. Gerade dies ist doch ein grosser Fehler den wir alle
immer wieder machen .... das verkrampfte und unermüdliche zuschlagen. Jedoch
genau dies wird im WT abtrainiert.
Desweitern denke ich schon dass z.B. in Sachen Stellung grosse Unterschiede
zu anderen Kampfsportarten vorhanden sind - im WT wird viel wert auf den
Schutz des eigenen Körpers gelegt (Genitalien usw.). In anderen Stilen wie
z.B. Karate wird sehr breitbeinig gekämpft
Schlussendlich geht es auch nicht in erster Linie um die Stile ..... ein
guter Karatekämpfer ist ein guter Karatekämpfer und ein guter WT'ler ist ein
guter WT'ler und genauso umgekehrt ein schlechter weiss ich was ist einfach
schlecht.
Jeder soll das trainieren was ihm am besten liegt und dort das maximum
herausholen.
Gruss
Christian
> Wer sagt denn, dass WT immer besser sein soll? Sind es nicht oftmals die
> Gegner welche gegen WT oder WC wettern?
Logisch - wer verliert schon gern ... ;-))
> Im weiteren bin ich nicht einverstanden dass es im WT darum geht
möglichst
> "stark" zuzuschlagen. Gerade dies ist doch ein grosser Fehler den wir
alle
> immer wieder machen .... das verkrampfte und unermüdliche zuschlagen.
Jedoch
> genau dies wird im WT abtrainiert.
Häh (bis auf "verkrampfte")?
Mal einen Ausschnitt aus den ersten Programmen:
1. Schülergrad: Fauststöße und Schritte
2. SG: KFS im Lat-Sao
3. SG: KFS mit Wendung, KFS mit Gegenkettenfauststößen
4. SG: Innen-FST, KFS-Kampf
usw.
Man trainiert eben, unermüdlich zuzuschlagen. Daß man nicht ohne System
wild und fuchtelnd um sich schlägt, versteht sich von selbst.
> Desweitern denke ich schon dass z.B. in Sachen Stellung grosse
Unterschiede
> zu anderen Kampfsportarten vorhanden sind - im WT wird viel wert auf den
> Schutz des eigenen Körpers gelegt (Genitalien usw.). In anderen Stilen
wie
> z.B. Karate wird sehr breitbeinig gekämpft
Da hast du Bernd aber noch nicht gesehen. Ich sag dir - der kriegt
vielleicht die Beine breit!! ;^^)
> Schlussendlich geht es auch nicht in erster Linie um die Stile ..... ein
> guter Karatekämpfer ist ein guter Karatekämpfer und ein guter WT'ler ist
ein
> guter WT'ler und genauso umgekehrt ein schlechter weiss ich was ist
einfach
> schlecht.
Völlig richtig!
> Jeder soll das trainieren was ihm am besten liegt und dort das maximum
> herausholen.
Genau!
> Bernd Hussnaetter wrote:
> > Der Nachteil des Wing Chun ist das ständige Trainieren unter
> > Semi-Kontakt-Bedingungen. Gerade im Chi Sau heißt es dann: "...ich habe
> > Dich doch schon getroffen ... Du könntest, wenn ich jetzt wirklich
> > zugeschlagen hätte, gar nicht mehr weiterkämpfen ... ". So ein
Blödsinn!
> > Man hält oft mehr aus, als man denkt! ;-) Die einzige Möglichkeit, um
> > kämpferische Qualitäten zu entwickeln ist _Voll_kontakt. Und das mit
> > möglichst wenig Schutz.
Ich glaube nicht, daß ein Wing-Chun(usw)-Sparring möglich ist. Nicht, weil
die Techniken so tödlich wären, sondern weil es nicht ins Konzept paßt
lange zu kämpfen, die Distanz immer wieder zu verlängern und miteinander zu
boxen oder zu treten. Es gilt, gleich bei der ersten Berührung die
Initiative zu übernehmen und bis zum Ende dran zu bleiben. Kommt es im
Sparring zB zu einer Situation in der KFS gegen KFS aufeinandertreffen,
geht das bei gleichguter Technik solange bis einer nicht mehr kann. Guter
Workout, klar - aber gutes Kampftraining? Ich muß da noch mal drüber
nachdenken ...
> > Es gibt das Problem der 'Stillen Post'. Der eine erzählt es dem
> > nächsten, der dichtet wieder ein bisschen was dazu und vergisst
> > sicherlich auch einiges und erzählt es dann wieder weiter. Dadurch
kommt
> > irgendwann etwas heraus, was mit dem Wing Chun des Meisters, auf den
> > sich der/die jeweilige Schüler/Schule beruft, nichts mehr zu tun hat.
Das ist sicherlich ein Problem. Auch wenn mir relativ egal ist, ob mein WT
so *aussieht*, wie das meines Ausbilders - funktionieren sollte es schon.
Auf dem Weg dahin ist "stille Post" eine große Bremse! :-(
--
Grüße,
Olaf
______
http://www.myweb.de/wtog WingTsun und das Neidmärbuch
> Gerade dies ist doch ein grosser Fehler den wir alle immer wieder machen
> .... das verkrampfte und unermüdliche zuschlagen. Jedoch genau dies wird
> im WT abtrainiert.
>
Äh? Man lernt doch nie aus. Ich hätte das unermüdliche (wenn auch nicht
verkrampfte) Zuschlagen geradezu als _das_ Wesensmerkmal von WT und von
Wing Chun an sich definiert. Aber was soll's...
Ciao,
Ingo
---
"It is not enough to succeed. Others must fail." Gore Vidal
> Wer sagt denn, dass WT immer besser sein soll?
Du zum Beispiel :(
Gr ingo
--
.oooO
( ) http://www.iee.et.tu-dresden.de/~augsten
\ (
\_) There is no spoon. And don't worry about that vase.
Bernd Hussnaetter schrieb:
> Hallo!
>
> Da ich den Thread mit Boztepe wieder angefangen habe, möchte ich meine
> Meinung zu der ganzen 'Wing Chun'-Szene berichten. Und bitte, ich meine
> jetzt nicht nur "WT", sondern alles, was sich heute Wing Chun, Ving
> Tsun, Ving Chun oder wie auch immer nennt. Ich finde, Wing Chun wird
> maßlos überschätzt.
Nein!
Es ist zwar dank Wendelins (schönen Gruß übrigens!) unermüdlichen Angriffen
hier der Eindruck entstanden, Wing Chun (und insb. WT) sei ein total
straßenuntauglicher Stil der seinen ganzen Ruf der Tatsache verdankt, daß WT
von KRK gehyped wurde, und alle anderen Stilrichtungen einfach auf der Welle
des Erfolgs mitschwammen.
Das ist nicht so. Der Einfluß von KRK auf das Ausland ist noch nicht so
berauschend, war vor ein paar Jahren noch kleiner, und Leung Ting ist auch
nicht einer der bekanntesten Personen im Wing Chun, außerhalb Deutschlands.
Propagandawirkung gleich null. Trotzdem findet man Wing Chun mit schöner
Regelmäßigkeit bei allen Leuten, die ernsthaft was von echtem Kampf
verstehen, zwischen den zehn besten Nahkampfmethoden der Welt aufgelistet.
MacYoung (Straßenkämpfer), Paul Balor (Söldner), Inosanto etc. sprechen mit
großem Respekt vor dem Wing Chun.
> Die Leute glauben immer, wenn sie irgendwelche
> Bewegungen machen, die gefährlich aussehen, dass sie damit auch gleich
> super-gute Kämpfer sind.
Jau, Du redest von Leuten, die ohne jegliche Erfahrung zum erstenmal in eine
Kampfschule kommen, gerade beim Wing Chun landen, und sich dann für
unbesiegbar halten. Klar, die kriegen schnell einen vor den Latz, wenn es
ernst wird, aber es gibt auch viele Leute, die kommen nach einer ganzen
Weile Crosstraining zum Wing Chun, und zwar weil es doch verdammt gut ist.
> Wing Chun ist ein Standkampfsystem, bei dem geschlagen und getreten
> wird. Es geht darum, den Gegner möglichst schnell und hart mit dem Fuß
> oder der Hand zu treffen. Das macht Wing Chun aber keineswegs
> einzigartig. Es gibt sehr viele Systeme, die Treten und Schlagen bis zur
> Perfektion üben. Thai-Boxen, Kick-Boxen, Savate, Taekwon Do usw. ... Ich
> verstehe gar nicht, warum das Wing Chun immer besser sein soll.
Wing Chun ist eiin NAHkampfsystem. Es hat eine engere Kampfdistanz als die
meisten von Dir zitierten Stile. Und es hat sich in letzter Zeit gezeigt
(UFC und so....) daß meistens der Kämpfer mit der engeren Kampfdistanz
gewonnen hat, da er einfach in seinen Gegner reinmarschiert ist, und dieser
nicht schnell genug zurückweichen konnte. Vorwärts geht es sich nun mal
schneller als rückwärts. Die Grappler sind noch näher herangegangen, haben
aber zu der rein _quantitativen_ "Nähe"-Komponente noch einen
_qualitativen_ Wechsel eingefügt (vom Stehen zum Liegen) der im
unbewaffneten one-on-one verheerend wirkt, aber auf der Straße (Waffen,
mehrere Gegner) nicht ohne weiteres einsetzbar ist. Von allen
_Stand_kampfmethoden die ich kenne, ist Wing Chun diejenige die die engste
Kampfdistanz hat.
Der Vergleich mit Boxen, Kick-Boxen und Muay Thai ist korrekt. Du wirst auch
keinen ernsthaften WC-ler jeglicher Couleur finden, der ernsthaft gegen
einen Thaiboxer antreten möchte. Trotzdem sind diese Stile einigermaßen
durch ihre Handschuhe und Regeln eingeschränkt:
a) Mit Handschuhen macht es mehr Sinn, in Haken zu schlagen, als rein mit
Geraden (sieht man auf den Bildern alter Boxer, daß die damals anders
gekämpft haben als heute). Gerde auf die "alten" Boxer kann man sich aber
als Kriterium für den Kampf mit barer Faust verlassen: Sie haben sich Tag
für Tag mit diesen Techniken gekloppt, und da westliches Boxen einen sehr
großen Freiraum für individuelle Techniken erlaubt, haben sich da schnell
die effektivsten Techniken herausgemendelt.
b) In vielen der von Dir aufgezählten Stile ist es verboten, die
gegnerischen Arme zu "trappen", bzw. anzufassen und aus dem Weg zu räumen.
Der Grund ist, daß diese Stile einen gewisse Showkomponente haben (Ring,
Zuschauer), und man vermeiden will, daß die Kämpfer zu oft in den Clinch
kommen (unspektakulär).
In einem realen Kampf haben wir da keine großen Skrupel gegen den Clinch,
und Handschuhe haben wir auch nicht. Wenn Du Dir also "altes" Boxen mit
"Hände aus dem Weg räumen" vorstellst, hast Du was verdammt Wing Chun-
ähnliches.
> Der Nachteil des Wing Chun ist das ständige Trainieren unter
> Semi-Kontakt-Bedingungen. Gerade im Chi Sau heißt es dann: "...ich habe
> Dich doch schon getroffen ... Du könntest, wenn ich jetzt wirklich
> zugeschlagen hätte, gar nicht mehr weiterkämpfen ... ". So ein Blödsinn!
> Man hält oft mehr aus, als man denkt! ;-) Die einzige Möglichkeit, um
> kämpferische Qualitäten zu entwickeln ist _Voll_kontakt. Und das mit
> möglichst wenig Schutz. Wenn sich jeder eine komplette Ritterrüstung
> überstreift, kann der anschließende Kampf wohl kaum mehr unter den
> Begriff "Vollkontakt" fallen.
Tja, ich sehe aber keinen besonderen Reiz darin, mir täglich die Fresse
verbeulen zu lassen. Ich denke auch nicht, daß ein großer "Einstecker"
zwangsläufig auch ein großer Kämpfer sein muß. Ehrlich gesagt, was mich
hauptsächlich (Achtung, Werbung!) zu meiner jetzigen _weichen_ Variante des
Wing Chun gezogen hat, ist dieses "Erfühlen" der Kraftlücken des Gegners, in
die hinein man schlagen kann. Dies ist auch ein Charakteristikum der
besseren NAHkampfarten, den gerade z.B. beim Ringen und beim BJJ wird die
Bewegung des Gegners mehr "gefühlt" als gesehen, und man reagiert mehr auf
"Kraftlücken" als auf individuelle Aktionen des Gegners. Ich reagiere
manchmal beim Grappling bei Frank nicht so sehr auf den Hebel, den mein
Partner gerade versucht, sondern mehr auf das Ungleichgewicht das ich bei
ihm spüre, und das es mir erlaubt, ihn ganz umzudrehen, so daß er seinen
Position verliert und sein Hebel sowieso nutzlos wird.
Klar, wenn man Wing Chun wie Boxen betreibt, dann macht es auch Sinn, wie
Boxer zu trainieren, die haben ja schließlich Erfahrung in ihrem Spiel, aber
ich denke, es gibt da Methoden, "eleganter" Kämpfen zu lernen.
> Ein weiterer Nachteil des Wing Chun ist der Mangel an qualifizierten
> Lehrern. Es gibt leider nur sehr wenige Leute in Deutschland, die das
> System vollständig gelernt haben.
Oooch, neee. Da antworte ich jetzt nicht darauf, das gibt nur böses Blut.
> Selbst anerkannte Lehrer müssen
> zugeben, dass sie nicht alles gelernt haben (z.B. die Doppelmesserform).
Wobei sich die Frage stellt, ob die unbedingt notwendig ist. Ich sehe sie
eigentlich nur als Accesoire, so wie der Löwentanz in anderen Kung Fu
Stilen. Ich werde nie mit den Dingern kämpfen, also ist es mir im Grunde
wurscht.
> Es gibt das Problem der 'Stillen Post'. Der eine erzählt es dem
> nächsten, der dichtet wieder ein bisschen was dazu und vergisst
> sicherlich auch einiges und erzählt es dann wieder weiter. Dadurch kommt
> irgendwann etwas heraus, was mit dem Wing Chun des Meisters, auf den
> sich der/die jeweilige Schüler/Schule beruft, nichts mehr zu tun hat.
Problem mit menschlichem Wissen in jeder Form. Wing Chun ist da nur ein
Spezialfall einer allgemeingültigen Regel. Selbst in so einem
standardisierten Sport wie Judo gibt es das gleiche Problem.
Du wolltest meine Meinung wissen ;-)))
Gruß
Ludwig
Ingo Augsten wrote:
> ch.f...@tpp24.ch wrote:
>
> > Wer sagt denn, dass WT immer besser sein soll?
>
> Du zum Beispiel :(
Dann zeig mir doch bitte mal wo?!
Gruss
Christian
"In anderen Stilen wie z.B. Karate"...meinst Du damit auch Taekwondo?
Ich hoffe nicht. Breitbeiniges Kämpfen gibt es bei uns nämlich nicht. :-)
Grüße,
Worna
> > > Wer sagt denn, dass WT immer besser sein soll?
> >
> > Du zum Beispiel :(
>
> Dann zeig mir doch bitte mal wo?!
Lerne er lesen.
>Die Leute glauben immer, wenn sie irgendwelche
>Bewegungen machen, die gefährlich aussehen, dass sie damit auch gleich
>super-gute Kämpfer sind.
...damit bist du im Wing Chun nicht allein. Das allein ist es nicht.
Wing Chun profitiert hier m.E. stark von der Werbung der EWTO. Eins
gilt aber wohl für Wing Chun wie für alle anderen: Für unbesiegbar
halten Ihren Stil ernsthaft nur die, die nie ein anderes System
kennenlernten.
>Der Nachteil des Wing Chun ist das ständige Trainieren unter
>Semi-Kontakt-Bedingungen. Gerade im Chi Sau heißt es dann: "...ich habe
>Dich doch schon getroffen ... Du könntest, wenn ich jetzt wirklich
>zugeschlagen hätte, gar nicht mehr weiterkämpfen ... ". So ein Blödsinn!
>Man hält oft mehr aus, als man denkt! ;-) Die einzige Möglichkeit, um
>kämpferische Qualitäten zu entwickeln ist _Voll_kontakt. Und das mit
>möglichst wenig Schutz. Wenn sich jeder eine komplette Ritterrüstung
>überstreift, kann der anschließende Kampf wohl kaum mehr unter den
>Begriff "Vollkontakt" fallen.
Da gehe ich nur sehr eingeschränkt mit dir konform. Richtigerweise muß
man sagen, daß die von dir genannten Punkte für alle Stile die mit non
oder Semikontakt üben zutreffen. Deine Kritik ist auch in jedem Punkt
richtig. Allerdings unterschlägt sie die Nachteile des Vollkontakt.
Jedes nicht rein Wettkampforientiertes Kampfsystem lebt von Angriffen
und wie auch immer gearteten Techniken gegnerischen Angriffen zu
begegnen. Beim Karate z.B. werden Angriffe gezielt auf empfindliche
Körperregionen abgesetzt, z.B. Partien des Halses, Lympfknoten,
Gelenke usw. Dies erfordert eine kleine Trefferfläche. Mit Schützern,
wie z.B. Boxhandschuhen ist dies nicht übbar. Weiterhin sind mit
solchen Schützern Fingerstiche und Greifen nicht übbar. Auf der
Blockseite sieht's ähnlich aus. Boxhandschuhe ermöglichen es, sich
hinter den Handschuhen zu verstecken. Ohne Handschuhe ist dies nur
sehr schwer möglich. Somit muß man wohl, wenn man Vollkontakt üben
will und auf Schützer verzichten will, Regeln schaffen um Verletzungen
zu vermeiden. D.h. man verabredet keine wirklich gefährlichen Ziele
anzuvisieren – dann ist es aber wohl kein Vollkontakt mehr. Es ist
aber m.E. illusorisch zu sagen im üben hau ich immer auf die Brust –
im Realfall schalte ich um und treff den Kehlkopf. Wenn sich das
Bewegungsmuster ‚auf die Brust hauen' eingeschliffen hat, wird man das
auch mit hoher Wahrscheinlichkeit in der realen Streßsituation tun.
Alles Üben eines Kampfsystems ist in dieser Hinsicht ein Kompromiss
zwischen den Streben nach hoher Realitätsnähe und verletzungsfreien
Üben.
>Ein weiterer Nachteil des Wing Chun ist der Mangel an qualifizierten
>Lehrern.
Auch hier – gilt nicht nur für Wing Chun. Da sieht's auch in anderen
Systemen ganz bitter aus. M.E. sieht die Wing Chun Szene hierbei noch
relativ gut aus. Innerhalb der EWTO – die immerhin einen nicht
unerheblichen Teil des Wing Chun Lebens in Deutschland darstellt –
wird durch die Lehrerausbildung zumindest versucht ein halbwegs
vergleichbares Niveau der Lehrer zu erreichen (auch wenn man da
durchaus noch andere Motive unterstellen kann). Davon sind andere,
typischerweise vereinsmäßig unterrichtete Stile weit entfernt.
Du hast schon recht mit deinem Posting, aber glaub bloß nicht, daß die
von dir angesprochenen Punkten nur für Wing Chun gelten. Es gibt nur
einen Punkt an dem sich Wing Chun von den anderen Systemen
unterscheidet: Die hohe Kommerzialisierung. Ansonsten haben wir alle
die selben Sorgen...
Gruß,
Thomas
On Mon, 22 Nov 1999 09:54:29 +0100, ch.f...@tpp24.ch wrote:
>Desweitern denke ich schon dass z.B. in Sachen Stellung grosse Unterschiede
>zu anderen Kampfsportarten vorhanden sind - im WT wird viel wert auf den
>Schutz des eigenen Körpers gelegt (Genitalien usw.). In anderen Stilen wie
>z.B. Karate wird sehr breitbeinig gekämpft
Das trifft nur auf das moderne Wettkampfkumite zu wo Tritte in den
Unterleib verboten sind. Schau dir mal traditionelles Goju-ryu an, da
ist z.B. Sanchin die vorherrschende Stellung - keine Spur von
breitbeinig.
Gruß,
Thomas
> Wer sagt denn, dass WT immer besser sein soll? Sind es nicht oftmals die
> Gegner welche gegen WT oder WC wettern?
ich sprach nicht nur von "WT" - ich sprach vom "Wing Chun" im
allgemeinen. Und übrigens, in dem Buch "Vom Zweikampf" wird immer wieder
von dem dummen Boxer und dummen Karateka gesprochen. Man muss nur etwas
zischen den Zeilen lesen, um herauszufinden, dass WT als überlegen
dargestellt wird.
Es ist ja schließlich kein Zufall, dass "Wing Chunler" als überheblich
gelten. Die ganze Sache mit Boztepe vs. Rutten ist doch auch so ein
Beispiel für Überheblichkeit. Dann soll Boztepe doch einfach Rutten
umhauen und fertig. Aber labern und dann doch nicht kämpfen finde ich
sehr bedenklich.
> Im weiteren bin ich nicht einverstanden dass es im WT darum geht möglichst
> "stark" zuzuschlagen. Gerade dies ist doch ein grosser Fehler den wir alle
> immer wieder machen .... das verkrampfte und unermüdliche zuschlagen. Jedoch
> genau dies wird im WT abtrainiert.
Nun, in einem schlagenden System geht es nun mal darum, den Gegner
mächtig auf die Zwölf zu hauen. Wenn ich ihn mit Teebeuteln bewerfe,
wird es ihn oder sie wohl kaum stören.
> Desweitern denke ich schon dass z.B. in Sachen Stellung grosse Unterschiede
> zu anderen Kampfsportarten vorhanden sind - im WT wird viel wert auf den
> Schutz des eigenen Körpers gelegt (Genitalien usw.). In anderen Stilen wie
> z.B. Karate wird sehr breitbeinig gekämpft
Na dann versuch' doch mal, einem Karateka in die Eier zu treten ... ;-)
> Schlussendlich geht es auch nicht in erster Linie um die Stile ..... ein
> guter Karatekämpfer ist ein guter Karatekämpfer und ein guter WT'ler ist ein
> guter WT'ler und genauso umgekehrt ein schlechter weiss ich was ist einfach
> schlecht.
> Jeder soll das trainieren was ihm am besten liegt und dort das maximum
> herausholen.
Ganz meine Meinung!
Gruß,
Worna Zohari schrieb:
Hi Worna,
> "In anderen Stilen wie z.B. Karate"...meinst Du damit auch Taekwondo?
> Ich hoffe nicht. Breitbeiniges Kämpfen gibt es bei uns nämlich nicht. :-)
Stimmt kann ich bezeugen.
Im TKD gibt es nur breitbeininges Hüpfen. ;-)))
Viele Grüße,
BB
> (sieht man auf den Bildern alter Boxer, daß die damals anders
>gekämpft haben als heute).
"Sportboxen" ist ja schon wieder eine Kunstform( und nicht mehr das reine
hauihnkranksoschnellesgeht) die wie auch heute bestimmten Modeauffassungen
/Philosophien/Schulen unterworfen ist von daher wäre ich da vorsichtig , wenn
Du aber Fotos oder Filme nicht gestellter Kämpfe hast sagt das mehr aus als
Poserporträts
Nach ner ganzen Latte von Kampfsportvideos glaube ich nämlich gesehen zu haben
,dass es oftmals einen großen Unterschied zw. Übung und Bewegungsvehalten im
Kampf gibt .
> Gerde auf die "alten" Boxer kann man sich aber
>als Kriterium für den Kampf mit barer Faust verlassen: Sie haben sich Tag
>für Tag mit diesen Techniken gekloppt, und da westliches Boxen einen sehr
>großen Freiraum für individuelle Techniken erlaubt, haben sich da schnell
>die effektivsten Techniken herausgemendelt.
Wie schon oben gesagt auch da gibt es mehrere Kirchen von daher bin ich mit dem
pauschalen "die Boxer" vorsichtig geworden
Ciao
Ulrich
Hi Olaf,
> Ich glaube nicht, daß ein Wing-Chun(usw)-Sparring möglich ist. Nicht, weil
> die Techniken so tödlich wären, sondern weil es nicht ins Konzept paßt
> lange zu kämpfen, die Distanz immer wieder zu verlängern und miteinander zu
> boxen oder zu treten. Es gilt, gleich bei der ersten Berührung die
> Initiative zu übernehmen und bis zum Ende dran zu bleiben. Kommt es im
> Sparring zB zu einer Situation in der KFS gegen KFS aufeinandertreffen,
> geht das bei gleichguter Technik solange bis einer nicht mehr kann. Guter
> Workout, klar - aber gutes Kampftraining? Ich muß da noch mal drüber
> nachdenken ...
warum soll ein 'Wing Chun'-Sparring kürzer sein als z.B. ein
Box-Sparring? Das verstehe ich nicht! Ich erinnere an die Kämpfe von
Mike Tyson: rein - druff - fertig. Und ich bin mir sicher, es gibt
kein Kampfsystem, das einen möglichst langen Kampf will. Jedes System
will den Gegner schnellstmöglich ausschalten.
Gruß,
Bernd.
P.S. ... ich denke auch nochmal nach ... :-)
Hi Ludwig,
> Ahhh, warum soll ich nicht mal den Bösewicht spielen...:-))
ich wusste, dass Du Dich melden würdest! ;-)
> Es ist zwar dank Wendelins (schönen Gruß übrigens!)
Wendelin ist wieder online. Wie ich ihn kenne, liest er mit.
unermüdlichen Angriffen
> hier der Eindruck entstanden, Wing Chun (und insb. WT) sei ein total
> straßenuntauglicher Stil der seinen ganzen Ruf der Tatsache verdankt, daß WT
> von KRK gehyped wurde, und alle anderen Stilrichtungen einfach auf der Welle
> des Erfolgs mitschwammen.
Ich bin nicht der Meinung, dass Wing Chun straßenuntauglich ist - ganz
im Gegenteil!
> Propagandawirkung gleich null. Trotzdem findet man Wing Chun mit schöner
> Regelmäßigkeit bei allen Leuten, die ernsthaft was von echtem Kampf
> verstehen, zwischen den zehn besten Nahkampfmethoden der Welt aufgelistet.
> MacYoung (Straßenkämpfer), Paul Balor (Söldner), Inosanto etc. sprechen mit
> großem Respekt vor dem Wing Chun.
Nu, das mag ja sein. Aber die von Dir zitierten Leute reden ebenso gut
über Boxen, Thai-Boxen, Jiu Jitsu etc. ;-)
Die Grappler sind noch näher herangegangen, haben
> aber zu der rein _quantitativen_ "Nähe"-Komponente noch einen
> _qualitativen_ Wechsel eingefügt (vom Stehen zum Liegen) der im
> unbewaffneten one-on-one verheerend wirkt, aber auf der Straße (Waffen,
> mehrere Gegner) nicht ohne weiteres einsetzbar ist. Von allen
> _Stand_kampfmethoden die ich kenne, ist Wing Chun diejenige die die engste
> Kampfdistanz hat.
Hehe, jetzt sind wir doch wieder bei dem Vergelich Stand- und Bodenkampf
angelangt. Ich gebe Dir recht. Auf der Straße sollte man den Bodenkampf
vermeiden (...im Ring sieht die Sache wieder anders aus).
> Tja, ich sehe aber keinen besonderen Reiz darin, mir täglich die Fresse
> verbeulen zu lassen. Ich denke auch nicht, daß ein großer "Einstecker"
> zwangsläufig auch ein großer Kämpfer sein muß.
Ich habe auch keine Lust auf Gehirnerschütterungen am laufenden Band.
Das bisschen, was sich in meinem Kopf befindet, will ich bewahren. :-)
> Oooch, neee. Da antworte ich jetzt nicht darauf, das gibt nur böses Blut.
>
:-)
> Problem mit menschlichem Wissen in jeder Form.
Wie sagte Karl Popper (frei zitiert): "Es gibt keine Gewissheit -
menschliches Wissen ist Vermutungswissen ...". ;-)
> Du wolltest meine Meinung wissen ;-)))
Danke!
Gruß,
Bernd.
> ...damit bist du im Wing Chun nicht allein.
da bin ich froh! :-)
> gilt aber wohl für Wing Chun wie für alle anderen: Für unbesiegbar
> halten Ihren Stil ernsthaft nur die, die nie ein anderes System
> kennenlernten.
Ja, meine Meinung!
> Da gehe ich nur sehr eingeschränkt mit dir konform. Richtigerweise muß
> man sagen, daß die von dir genannten Punkte für alle Stile die mit non
> oder Semikontakt üben zutreffen. Deine Kritik ist auch in jedem Punkt
> richtig. Allerdings unterschlägt sie die Nachteile des Vollkontakt.
Richtig! Wie ich in der Antwort auf Ludwigs Beitrag schon schrieb,
möchte ich wegen der Verletzungsgefahr kein Vollkontakt machen.
> Alles Üben eines Kampfsystems ist in dieser Hinsicht ein Kompromiss
> zwischen den Streben nach hoher Realitätsnähe und verletzungsfreien
> Üben.
Genau! Es nützt nichts, wenn man nach jeder Trainingseinheit 14 Tage im
Krankenhaus liegt. Außerdem hat man als Freizeitkämpfer ja auch noch
berufliche und familiäre Verpflichtungen. Der Profi kann es sich erst
recht nicht erlauben, ständig lukrative Kämpfe wegen
Trainingsverletzungen absagen zu müssen.
> Du hast schon recht mit deinem Posting, aber glaub bloß nicht, daß die
> von dir angesprochenen Punkten nur für Wing Chun gelten. Es gibt nur
> einen Punkt an dem sich Wing Chun von den anderen Systemen
> unterscheidet: Die hohe Kommerzialisierung. Ansonsten haben wir alle
> die selben Sorgen...
;-)
Danke für Deine Antwort!
Hallo Thomas
Was ist an der Kommerzialisierung denn so schlecht? Geht es schlussendlich
nicht um das Gewinnen von Mitgliedern und ums überleben? WT weist immerhin
den grössten Kampfsportverband weltweit auf.
Es ist nur richtig dass auch Vereine die Mittel einsetzen wie Sie in der
Wirtschaft eingesetzt werden. Klar ist, dass es bei erfolgreichen Vereinen
oder Unternehmen immer die Neider gibt.
Gruss
Christian
> Was ist an der Kommerzialisierung denn so schlecht? Geht es
> schlussendlich nicht um das Gewinnen von Mitgliedern und ums überleben?
> WT weist immerhin den grössten Kampfsportverband weltweit auf.
>
Es gibt da zwei Fragen: Erstens, kann bei wachsender Mitgliederzahl die
Qualität der Ausbildung gemessen am ursprünglichen _internen_ Maßstab
gehalten werden? Zweitens, nimmt der wachsende Verband anderen Gruppen
Mitglieder weg, obwohl er gemessen an einem _externen_ Maßstab die
qualitativ schlechtere Ausbildung bietet? Die erste Frage ist es was in
der Regel Mitglieder des Verbandes umtreibt. Hier muß man aufpassen, ob es
sich um gerechtfertigte Kritik oder um "früher war alles besser" Nostalgie
handelt. Die zweite Frage wird in der Regel von Leuten außerhalb des
Verbandes gestellt. Es ist in der Regel dort mindestens zweierlei unklar:
Erstens ob der Mitgliederzuwachs überhaupt auf Kosten einer anderen
Organisation geht. Schließlich könnte es ja auch sein, daß neue Mitglieder
geworben werden, die sonst überhaupt nicht eine Kampfkunst betrieben
hätten. Zweitens stellt sich die Frage, wer den externen Maßstab
definiert, nach dem die Kampfkünste und Organisationen verglichen werden
und welche Belege es für die Behauptungen gibt. In der Regel ergibt sich
bei genaueren Hinsehen, daß dort "objektive" Kriterien so konstruiert
wurden, daß sie zu den subjektiven Vorurteilen des Vergleichenden passen.
Trotz dieser Caveats möchte ich doch gegen Deinen oben geäußerten
Sozialdarwinismus in der Kampfkunst sprechen. Ich denke es ist wichtig
daran zu erinnern, daß es um eine Körper_kunst_ geht, oder meinetwegen
auch um einen _Sport_ im olympischen (und nicht Pay-TV) Sinne. Ein
bißchen naiver Idealismus tut da ganz gut, denn letzlich will ich
zumindestens die Kunst um der Kunst willen lernen. Und das kann man
letzlich nur von jemandem, der noch nicht völlig zur Kunst um des Geldes
willen übergegangen ist. Ich denke auch in der Kampfkunst gibt es, was die
"Kommerzialisierung" angeht, das Spektrum von van Gogh zu Picasso, vom
Hungerleider zum Multimillionär. Man muß sich aber immer versichern, daß
da noch ein bißchen Kunst um der Kunst willen übrig ist...
Oh weh...
...ich äußere mich zu diesem Thema derart ungerne, weil da sonst wieder so
viele Dinge unterstellt werden...
erstmal: labern und dann doch nicht kämpfen....
mal angenommen; was würde ich lesen können, wenn irgendwie bekannt würde,
Emin habe jemanden (wenn auch gefährlichen) in einem Restaurant kurzfristig
nach Streitdiskussion die Fisage massiert... Dann wäre Emin genau wieder der
Asso, wie man ihn gerade in dieser NG gerne beschreiben könnte.
Außerdem finde ich es sehr positiv, daß Emin sich von diesem "ich töte
jeden, der mich böse anguckt"-Image distanziert. Daß er auch keinen Bock auf
Zirkusdarstellung hat, kann ich nicht verübeln.
zum Thema Emin Boztepe, der Unbesiegbare...
geh mal auf 'nen Lg, oder wo sonst auch immer Du Emin treffen könntest und
sprich ihn einfach auf Deine Meinung hin an oder frag ihn mal, ob er sich
wirklich für unbesiegbar hält. Ich schätze, daß Du noch nie die Gelegenheit
hattest, ihn persönlich kennenzulernen und DIch mit ihm zu unterhalten. Ich
weiß daß es x Leute gibt, die sich über Emin den Mund zuerschnattern. Ich
weiß auch, wie sehr dies Emin eigentlich auf den Sack geht, daß da Typen
über ihn wettern, die höchstwahrscheinlich von der realen Situation und vor
allem von ihm keinen Plan haben. Dies gilt sowohl für Typen, die schlecht
über ihn reden, als auch über Typen, die aus ihm den Gott machen. Der
Unterschied zu Emin und den meisten Leuten, die über ihn quatschen ist der,
daß Emin seine realen Erfahrungen gesammelt hat. Meine "Gewißheit", mit der
ich seinen Realitätssinn und seinen praktischen Erfahrungsschatz beurteile
liegt nicht in WT-Welt- bzw. Slogan-Propaganda (300 Straßenkämpfe unbesiegt,
blablabla) begründet, sondern in Berichten von einigen seiner (z.T.
früheren) Schüler und Trainingspartnern, die so einiges aus seiner
Vor-Cheung-Zeit miterlebt haben und von dem Bild, welches ich mir aus
Gesprächen mit ihm selber machen konnte.
Wenn's Dich interessiert, gebe ich Dir mal die Email-Adresse von Emin
persönlich. Dann diskutiere das mit ihm selber mal aus.
!!! Ich möchte nicht für Emins Ehre gegen Dich in den Feldzu ziehen ;-) !!!
Ich schätze im Allgemeinen Deine Einstellung zur Kampfkunst. Aber es nervt
mich immer wieder, wenn da unqualifiziert (im Sinne von absolut verfehlter
Mutmaßungen) über jemanden geredet wird, den ich kennen- und schätzen
gelernt habe.
Emin ist kein Heiliger in meinen Augen, aber derartig arrogant und vor allem
unehrlich (im Sinne von: in wirklichkeit feige), wie er auch aufgrund der
Button-Story darzustellen versucht wird, habe ich in ganz und gar nicht
kennengelernt. Deshalb meine Statement!
Aber das wird mir ja doch wieder falsch ausgelegt werden ;-)
Also auf in den (Wort-)Kampf!
--
""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
WingTsun-Schulen Raum Koblenz
Jan-Holger Nahler
wing...@jhn.de Tel.: 0 26 31 / 77 99 66
http://www.jhn.de Fax: 0 26 31 / 97 97 72
> warum soll ein 'Wing Chun'-Sparring kürzer sein als z.B. ein
> Box-Sparring? Das verstehe ich nicht! Ich erinnere an die Kämpfe von
> Mike Tyson: rein - druff - fertig. Und ich bin mir sicher, es gibt kein
> Kampfsystem, das einen möglichst langen Kampf will. Jedes System will
> den Gegner schnellstmöglich ausschalten.
>
Im Boxen wird durch Regeln die Art der möglichen Attacken extrem
beschnitten und es wird mit Schutzausrüstung gearbeitet (wobei ich gar
nicht sagen will, daß Schläge mit Boxhandschuhen schwächer sind, aber die
goßen Dinger lassen sich eben als "Schild" einsetzen). Beides erhöht die
Chancen zur Verteidigung beträchtlich. Außerdem spielt eine Rolle, daß in
der Regel ähnlich trainierte und für diese erlaubten Angriffe abgehärtete
Kämpfer aufeinandertreffen, dies läßt die Chancen auf ein jähes Ende des
Kampfes weiter sinken. Schließlich wird durch die Möglichkeit einen
Punktsieg zu erreichen das Einschränken der Offensive zugunsten einer
guten Defensive erleichtert (siehe etwa Henry Maske). Kurz - die Chancen
stehen nicht schlecht, daß der Gegner trotz drei Minuten Feuer aus allen
Rohren die Runde überleben kann, selbst bei einem guten Angreifer (Foreman
gegen Ali!). Aber niemand kann über lange Frist 100% geben und 12 Runden
sind verdammt lang. Wer also sein Feuer zu früh verschießt, fällt im
Boxen oft auf die Nase.
Im Wing Chun hingegen wird meist von einer "alles erlaubt" Situation
ausgegangen, in der der Gegner nicht auf die ganze Palette der möglichen
Angriffe vorbereitet ist und sein kann. Wer da defensiv agiert, kommt
schnell unter die Räder. Ergo ergeben sich kurze Kämpfe. Ich denke drei
Minuten Puste sind für Wing Chun ausreichend: steht der Gegner nach einer
Minute noch, benutzt man die nächsten zwei um die Fliege zu machen... =o)
>warum soll ein 'Wing Chun'-Sparring kürzer sein als z.B. ein
>Box-Sparring? Das verstehe ich nicht! Ich erinnere an die Kämpfe von
>Mike Tyson: rein - druff - fertig. Und ich bin mir sicher, es gibt
>kein Kampfsystem, das einen möglichst langen Kampf will. Jedes System
>will den Gegner schnellstmöglich ausschalten.
Distanz überbrücken, umhauen oder werfen, noch ein paar drauf und
fertig machen! Na, kommt bekannt vor? ;-)
Frank
J.A.B. JKD Akademie Berlin
http://jkd.cjb.net
"Power and speed be hands and feet" (R.W.Emerson)
> Ich reagiere
>manchmal beim Grappling bei Frank nicht so sehr auf den Hebel, den mein
>Partner gerade versucht, sondern mehr auf das Ungleichgewicht das ich bei
>ihm spüre, und das es mir erlaubt, ihn ganz umzudrehen, so daß er seinen
>Position verliert und sein Hebel sowieso nutzlos wird.
Ah, erste Fransche Maxime: "Position before submission" ! Danke für´s
aufpassen ;-)
> Unterleib verboten sind. Schau dir mal traditionelles Goju-ryu an, da
> ist z.B. Sanchin die vorherrschende Stellung - keine Spur von
> breitbeinig.
Ist mir neu, wo kann ich das
mal nachlesen?
Hi Jan-Holger,
> erstmal: labern und dann doch nicht kämpfen....
> mal angenommen; was würde ich lesen können, wenn irgendwie bekannt würde,
> Emin habe jemanden (wenn auch gefährlichen) in einem Restaurant kurzfristig
> nach Streitdiskussion die Fisage massiert... Dann wäre Emin genau wieder der
> Asso, wie man ihn gerade in dieser NG gerne beschreiben könnte.
> Außerdem finde ich es sehr positiv, daß Emin sich von diesem "ich töte
> jeden, der mich böse anguckt"-Image distanziert. Daß er auch keinen Bock auf
> Zirkusdarstellung hat, kann ich nicht verübeln.
nun Bas und Emin hätten sich ja nicht in dem Restaurant schlagen müssen.
Sie hätten ja einen Termin in einer Trainingshalle oder bei einer
offiziellen Veranstaltung (z.B. UFC) vereinbaren können. Oder, sie
hätten über die Angelegenheit geschwiegen! ;-)
> Wenn's Dich interessiert, gebe ich Dir mal die Email-Adresse von Emin
> persönlich. Dann diskutiere das mit ihm selber mal aus.
Frag ihn doch mal, ob er sich nicht an dieser NG beteiligen will. Das
wäre doch toll! Dann könnten wir ihm unsere Fragen stellen.
> !!! Ich möchte nicht für Emins Ehre gegen Dich in den Feldzu ziehen ;-) !!!
>
Oops, wir müssen nicht gleich einen Feldzug veranstalten. Das ist nicht
meine Art. ;-)
> Ich schätze im Allgemeinen Deine Einstellung zur Kampfkunst. Aber es nervt
> mich immer wieder, wenn da unqualifiziert (im Sinne von absolut verfehlter
> Mutmaßungen) über jemanden geredet wird, den ich kennen- und schätzen
> gelernt habe.
Ich mutmaße nicht. Ich wundere mich nur, weshalb Boztepe erst gegen die
Gracies kämpfen wollte und dann doch wieder nicht. Jetzt der gleich
Zirkus mit Bas Rutten. Werbung? Wenn ja, dann ist es schlechte Werbung.
Mich würde so ein Kaspertheater eher abschrecken.
Hi Ingo,
> Im Wing Chun hingegen wird meist von einer "alles erlaubt" Situation
> ausgegangen, in der der Gegner nicht auf die ganze Palette der möglichen
> Angriffe vorbereitet ist und sein kann. Wer da defensiv agiert, kommt
> schnell unter die Räder. Ergo ergeben sich kurze Kämpfe. Ich denke drei
> Minuten Puste sind für Wing Chun ausreichend: steht der Gegner nach einer
> Minute noch, benutzt man die nächsten zwei um die Fliege zu machen... =o)
reale Kämpfe sind in der Regel immer sehr kurz. Egal ob es die Beimos in
Hong Kong oder die Death Matches auf den Philippinen waren und sind; die
Kämpfe haben meist nur ein paar Sekunden oder wenige Minuten gedauert.
Ulrich Haberer schrieb:
> Hi Ludwig
> >
> >a) Mit Handschuhen macht es mehr Sinn, in Haken zu schlagen, als rein mit
> >Geraden
> Ist man mit Handschuhen im Clinch bevorteiligt oder sind die geraden auf Grund
> des langen Ausholweges stärker?
Äh, ich verstehen jetzt Deine Frage nicht ganz. Die Geraden haben idR weniger
"Ausholweg" als ein Haken, deshalb sind sie normalerweise nicht so stark, wenn man
sie nicht mit der entsprechenden Fußarbeit unterstützt (Stichwort: "Falling step"
von Dempsey). Im Clinch halte ich die Haken auch bloß für sinnvoll, wenn so etwas
wir Trapping nicht geht.
> Subjektiv fühle ich mich jedenfalls auf die
> Lange mit Handschuhen schlagstärker.
Richtig. Der Kraftgewinn durch die Körperdrehung ( = Haken) ist enorm. Bloß die
Dinger sind auch etwas langsamer (oder, um R.Pfeifers Spitzfindigkeiten zu
vermeiden "sind später im Ziel"). Zwei Punkte unterscheiden IMHO den Kampf mit
Handschuhen vom Kampf mit der leeren Faust:
a) Du kannst mit Handschuhen viel stärker schlagen, ohne Dir die Fingerknöchel zu
brechen. Tyson hat sich in seinen Schlägereien immer die Hand gebrochen, weil er es
gewohnt war, mit "voller Kanne" zuzuschlagen. Und das kann man ohne Handshcuhe
einfach nciht, weil die hand zu Bruch geht.
b) Mit Handschuhen KANNST Du nicht bloß härter zuschlagen, Du MUSST sogar härter
zuschlagen. Sonst kriegst Du den Gegner nicht K.O. Stell Dir vor, Du kämpfst
Vollkontakt ohne Schutzausrüstung mit Rattanstöcken: Du musst sehr auf
Schnelligkeit und Technik auchtn, denn selbst ein harter Abaniko an den Kopf kann
Dich bzw. den Gegner ausknocken. Und nun stell Dir vor, das gleiche Sparring aber
mit gepolsterten Stöcken: Du musst schon einen richtigen "Powershot" liefern, um
dem Gegner überhaupt weh zu tun. So ein Blödsinn wie Abanikos kommn da gar nicht
zur Anwendung.
Daher: Boxer (heutige Boxer) MÜSSEN praktisch eine andere Körpermechanik anwenden
als Faustkämpfer ohne Polster, da sie eine Kraft brauchen, die im Straßenkampf
nicht nur unnütz sondern sogar schädlich wäre.
> Wie definierst Du Haken, horizental oder vertikal mit off lining in
> Schlagrichtung oder entgegengesetzt offene Hand oder Faust?
Haken: Für mich, alles was nicht eine Gerade ist ;-). Mit Kraftgewinn idR aus der
Körperdrehung bzw. aus dem Sidestep ( = Offlining).
> > (sieht man auf den Bildern alter Boxer, daß die damals anders
> >gekämpft haben als heute).
>
> "Sportboxen" ist ja schon wieder eine Kunstform( und nicht mehr das reine
> hauihnkranksoschnellesgeht) die wie auch heute bestimmten Modeauffassungen
> /Philosophien/Schulen unterworfen ist von daher wäre ich da vorsichtig , wenn
> Du aber Fotos oder Filme nicht gestellter Kämpfe hast sagt das mehr aus als
> Poserporträts
Hm, muß ich passen. Ab und zu werden auf DSF alte Boxkämpfe gezeigt, aber ich
glaube der älteste echte Kampf den ich je gesehen habe (der berühmte Dempsey vs.
Willard, den KRK im "Vom Zweikampf" erwähnt) war schon mit Handschuhen und 1920
oder so.
> Nach ner ganzen Latte von Kampfsportvideos glaube ich nämlich gesehen zu haben
> ,dass es oftmals einen großen Unterschied zw. Übung und Bewegungsvehalten im
> Kampf gibt .
Volle Zustimmung! OK, streich das mit den "alten Boxern" ;-)
Gruß
Ludwig
Bernd Hussnaetter schrieb:
> Trotzdem findet man Wing Chun mit schöner
> > Regelmäßigkeit bei allen Leuten, die ernsthaft was von echtem Kampf
> > verstehen, zwischen den zehn besten Nahkampfmethoden der Welt aufgelistet.
> > MacYoung (Straßenkämpfer), Paul Balor (Söldner), Inosanto etc. sprechen mit
> > großem Respekt vor dem Wing Chun.
>
> Nu, das mag ja sein. Aber die von Dir zitierten Leute reden ebenso gut
> über Boxen, Thai-Boxen, Jiu Jitsu etc. ;-)
Deshalb habe ich vorsichtigerweise gesagt "unter den zehn besten" statt "die
beste" ;-). Kein ernsthafter WC-ler wird Dir außerhalb der Reichweite der
Propagandamikrophone sagen, daß er Boxer, Thaiboxer, Ringer, BJJ-ler usw. nicht
für extrem gefährliche Gegner hält. Selbst KRK warnt im "Vom Zweikampf" dauernd
vor solchen Leuten!
> Hehe, jetzt sind wir doch wieder bei dem Vergelich Stand- und Bodenkampf
> angelangt.
Kommt leider bei mir immer auf, wenn das Wort "Kampfdistanz" irgendwie fällt ;-)
> Wie sagte Karl Popper (frei zitiert): "Es gibt keine Gewissheit -
> menschliches Wissen ist Vermutungswissen ...". ;-)
*Argh*! Noch ein Popper-Fan in dieser NG???
Gruß ;-)
Ludwig
> allgemeinen. Und übrigens, in dem Buch "Vom Zweikampf" wird immer wieder
> von dem dummen Boxer und dummen Karateka gesprochen. Man muss nur etwas
> zischen den Zeilen lesen, um herauszufinden, dass WT als überlegen
> dargestellt wird.
Also ich finde, das prangt aus jedem Wort.
Ist extrem nervend, dieses "Buch". Er spricht
ja ein paar interessante Sachen an und legt
sie logisch dar, zieht aber einseitige
Schlussfolgerungen.
PS Boztepe wird dort auch beworben.
> Gracies kämpfen wollte und dann doch wieder nicht. Jetzt der gleich
> Zirkus mit Bas Rutten. Werbung? Wenn ja, dann ist es schlechte Werbung.
> Mich würde so ein Kaspertheater eher abschrecken.
Das ist so wie "Werbung wirkt bei mir
nicht". Solange der Name richtig geschrieben
wird, ist alles Werbung.
Wenn er nicht Rutten angeruelpst haette,
wuerde ich nicht ueber ihn nachdenken usw.
> Die Geraden haben idR weniger
> "Ausholweg" als ein Haken, deshalb sind sie normalerweise nicht so stark, wenn man
> sie nicht mit der entsprechenden Fußarbeit unterstützt
Yep, aaaber: Obwohl die Endgeschwindigkeit hoeher sein
koennte, "dauern" sie laenger und vor allem steht
der Koerper nicht dahinter, die Power geht also
irgendwo auf der Strecke Boden-Fuss-Koerper-Hand
verloren.
Murdoch, alter Scherzkeks ;-)
> > > [...] Schau dir mal traditionelles Goju-ryu an, da
> > > ist z.B. Sanchin die vorherrschende Stellung - keine Spur von
> > > breitbeinig.
> >
> > Ist mir neu, wo kann ich das
> > mal nachlesen?
>
> Daß Sanchin-Dachi die vorherrschende
> Stellung im Goju-Ryu ist? Oder daß
> Sanchin nicht breitbeinig ist? :^)
Latuernich ersteres ;)
> Bernd Hussnaetter wrote:
>
> > allgemeinen. Und übrigens, in dem Buch "Vom Zweikampf" wird immer wieder
> > von dem dummen Boxer und dummen Karateka gesprochen.
Also das mit dem "dummen Boxer" musst Du mir nochmal zeigen. AFAIR wird da
immer davon gesprochen, daß Boxer extrem gefährlich sind, und daß sie zum
Glück nicht treten können sonst wäre es gaaaanz, ganz Übel.......
Die "dummen Karateka" werden auch nicht pauschal als solche dargestellt. KRK's
Kritik bezieht sich größtenteils auf einige der damals (mitte 80'er) im Handel
befindlichen Bücher über "Karate zur Selbstverteidigung", die ich persönlich
auch eher untermittelprächtig fand.
> Man muss nur etwas
> > zischen den Zeilen lesen, um herauszufinden, dass WT als überlegen
> > dargestellt wird.
Nix "zwischen den Zeilen". Er stellt WT extrem deutlich als das beste
Kampfsystem aller Zeiten und Welten dar. Er sagt aber auch gleichzeitig
(Kapitel "Mein unwiederlegbarer Irrtum") daß ihm bis jetzt nichts besseres
untergekommen ist, daß er aber ohne Probleme die Fronten wechseln würde, wenn
etwas besseres auftritt. Ob er das nach zwölf Jahre später immer noch so
sieht, kann bezweifelt werden, aber ich glaube ihm, daß er das damals so
gemeint hat.
> Also ich finde, das prangt aus jedem Wort.
> Ist extrem nervend, dieses "Buch". Er spricht
> ja ein paar interessante Sachen an und legt
> sie logisch dar, zieht aber einseitige
> Schlussfolgerungen.
Du kannst jederzeit gerne die "anderen" Schlussfolgerungen hier bekanntmachen.
Dazu ist z.B. so ein Forum da. Die Tatsache, daß bis jetzt noch kein Könner
eines anderen Stils es geschafft hat, seine Theorien auch nur andeutungsweise
so klar darzulegen, heisst nicht, daß das Buch schlecht ist.
> PS Boztepe wird dort auch beworben.
Wird er nicht! Er posiert fü ein paar Fotos, mehr nicht. Jedenfalls in meiner
Ausgabe (1992).
Gruß
Ludwig
> reale Kämpfe sind in der Regel immer sehr kurz. Egal ob es die Beimos in
> Hong Kong oder die Death Matches auf den Philippinen waren und sind; die
> Kämpfe haben meist nur ein paar Sekunden oder wenige Minuten gedauert.
>
Eben. Irgendwie beantwortest Du Dir jetzt Deine Frage selbst, oder?
Genau aus diesem Grund muß Wing Chun Sparring nicht so lange sein wie Box
Sparring (kann aber natürlich, wenn man Kondi kriegen will, schaden tut
das ja nicht und Sparring ist eben kein realer Kampf).
> PS Boztepe wird dort auch beworben.
>
Nur mal so nebenbei bemerkt - Werbung hin oder her, schlecht ist der Mann
nun wirklich nicht!
> Die Tatsache, daß bis jetzt noch kein Könner
> eines anderen Stils es geschafft hat, seine Theorien auch nur andeutungsweise
> so klar darzulegen, heisst nicht, daß das Buch schlecht ist.
Es fehlt ein kleines aber wichtiges Wort: "oeffentlich".
Es gibt auch vergleichbares, zB ist das, was die
DogBrothers auf Video darlegen, nicht schlecht.
Ich hab nicht gesagt, dass das Buch schlecht ist,
sondern dass es saugt.
> > PS Boztepe wird dort auch beworben.
>
> Wird er nicht! Er posiert fü ein paar Fotos, mehr nicht. Jedenfalls in meiner
> Ausgabe (1992).
Ich hatte das Ding bloss einen Tag in der Hand ('93),
aber durchgelesen. Boztepe wird immer dann aufgefuehrt,
wenn es gilt, einen unbesiegbaren Mann zu praesentieren.
Da war zB. was mit Fairness und einem fetten Freund und Helfer,
der sich auf Bozi stuerzte, und der faire Held knallte
ihm im Rueckwaertsfallen die Wunderwaffe KFS in die
Fresse usw.
Gruß Florian
On Tue, 23 Nov 1999 11:15:49 +0100, Ingo Augsten
<aug...@iee1.et.tu-dresden.de> wrote:
>T. Daum wrote:
>
>> Unterleib verboten sind. Schau dir mal traditionelles Goju-ryu an, da
>> ist z.B. Sanchin die vorherrschende Stellung - keine Spur von
>> breitbeinig.
>
>Ist mir neu, wo kann ich das
>mal nachlesen?
Bücher? mal bei den Leuten reinschauen. Ich war im Oktober in Japan
auf einem Goju-ryu Kata Seminar, habe dort die Kata Sanchin, Saifa und
Shisochin zuminst vom Bewegungsablauf vermittelt bekommen und mir kam
das halt so vor als sei Sanchin ein vorherrschender Stand.
Die Goju-Kata kann man sich z.B. in den Büchern von Morio Higaonna
ansehen (Traditional Karatedo; Performance of the Kata
ISBN0-87040-596-9)
Gruß,
Thomas
On Tue, 23 Nov 1999 08:08:11 +0100, ch.f...@tpp24.ch wrote:
>Was ist an der Kommerzialisierung denn so schlecht?
Ich hab nicht geschrieben daß es schlecht ist. Es unterscheidet nur
von den nichtkommerziellen Wettkampfverbänden.
> WT weist immerhin
>den grössten Kampfsportverband weltweit auf.
Bist du dir da sicher? Ohne Zahlen zu kennen, hätte ich da eher auf
Judo oder Boxen getippt.
>
>Es ist nur richtig dass auch Vereine die Mittel einsetzen wie Sie in der
>Wirtschaft eingesetzt werden. Klar ist, dass es bei erfolgreichen Vereinen
>oder Unternehmen immer die Neider gibt.
Nö. Vereine haben per Definition gemeinnützig zu sein. Deshalb sind ja
weder die EWTO noch die WT-Schulen Vereinen - wogegen es z.b. sehr
viel mehr Karate oder Judo Vereine als Schulen gibt.
Gruß,
Thomas
>
>Gruss
>Christian
>
>
Es gibt auch noch die These, daß Kokutsu nur den Japanern beigebracht
wurde, damit die sich die Knie brechen....
Ich glaub nicht so sehr, daß das Stilabhängig ist, ich seh da in der
Versportlichung den treibenden Motor. Sprich mal mit Leuten wie
Gilbert Gruss, die Wettkampf zu Zeiten betrieben haben, als tiefe
Tritte noch erlaubt waren. Da waren die Stellungen im Kumite auch
anders. Die Wettkampfregeln sind's die die Änderungen bringen. Siehst
du übrigens auch an der Entwicklung der Goju-ryu Kata für den
Wettkampf.
Gruß,
Thomas
Da liet eine kleine Verwechslung vor:
Der, der im Buch VZ bei der Szene beim Justizministerium erwähnt wurde, war
keinesfalls Emin, sondern m.W. Sifu Michael Fries!
Wie schon beschrieben: Emin posiert im Buch vom ZK für ein paar Fotos, unter
anderem ist er auf denen zu sehen, die rein "zufällig" beim Zusammentreffen
mit W.Cheung gemacht wurden und zufällig bei der Budo-Verlag-Redaktion auf
dem Schreibtisch landeten ;-)
Jan-Holger
Lieber Ingo,
wann entscheidest Du Dich endlich?
Soll ich Dich lieben (wenn Du Emin so wohlwollend erwähnst), oder soll ich
Dich hassen (,wenn Du die EWTO nicht so lobpreisend erwähnst...) ???
Entscheide Dich endlich!
Ihr mit Eurem Hüpfen... ;-))
Grüße,
Worna
- Heute ist morgen schon gestern -
>Äh, ich verstehen jetzt Deine Frage nicht ganz. Die Geraden haben idR weniger
>"Ausholweg" als ein Haken, deshalb sind sie normalerweise nicht so stark,
>wenn man
>sie nicht mit der entsprechenden Fußarbeit unterstützt (Stichwort: "Falling
>step"
>von Dempsey). Im Clinch halte ich die Haken auch bloß für sinnvoll, wenn so
>etwas
>wir Trapping nicht geht.
Grundsätzlich wohl richtig aber als ich das erste Mal gesehen habe wie ein
Boxer mit einem WT-Mann sparrte hatte zumindest dieser Boxer ein besseres
Distanzverhalten in Relation zu seinen jeweiligen Techniken oder anders gesagt
er wusste scheinbar wann er die langen Dinger abschiessen konnte, während
zumindest dieser WT-Mann nicht an den Mann rankam - was ich eigentlich sagen
wollte auch "lange Haken" können böse weh tun
>
>> Subjektiv fühle ich mich jedenfalls auf die
>> Lange mit Handschuhen schlagstärker.
>
>Richtig. Der Kraftgewinn durch die Körperdrehung ( = Haken) ist enorm. Bloß
>die
>Dinger sind auch etwas langsamer (oder, um R.Pfeifers Spitzfindigkeiten zu
>vermeiden "sind später im Ziel").
Wie gesagt alles ne timing - Sache
> Zwei Punkte unterscheiden IMHO den Kampf
>mit
>Handschuhen vom Kampf mit der leeren Faust:
>
>a) Du kannst mit Handschuhen viel stärker schlagen, ohne Dir die
>Fingerknöchel zu
>brechen. Tyson hat sich in seinen Schlägereien immer die Hand gebrochen, weil
>er es
>gewohnt war, mit "voller Kanne" zuzuschlagen. Und das kann man ohne
>Handshcuhe
>einfach nciht, weil die hand zu Bruch geht.
Yo Wornas Brett hab ich darum auch mit der offenen Hand(ich Weichei) geknackt
auf ca 20 cm Distanz
>
>b) Mit Handschuhen KANNST Du nicht bloß härter zuschlagen, Du MUSST sogar
>härter
>zuschlagen. Sonst kriegst Du den Gegner nicht K.O. Stell Dir vor, Du kämpfst
>Vollkontakt ohne Schutzausrüstung mit Rattanstöcken: Du musst sehr auf
>Schnelligkeit und Technik auchtn, denn selbst ein harter Abaniko an den Kopf
>kann
>Dich bzw. den Gegner ausknocken. Und nun stell Dir vor, das gleiche Sparring
>aber
>mit gepolsterten Stöcken: Du musst schon einen richtigen "Powershot" liefern,
>um
>dem Gegner überhaupt weh zu tun.
Drum gehts ja meist auch an den Kopf weil am da sozusagen den instant KO
erreicht während die Körpertreffer höllisch weh tun aber den Gegner nicht
sofort stoppen, wenn er ecth mies drauf ist.
Lutz hat mir mal erzählt das er unterm Helm ausgeknockt wurde
> So ein Blödsinn wie Abanikos kommn da gar
>nicht
>zur Anwendung.
Musst Du hier jetzt unbedingt über WEKAF tournament style lästern.-)
>
>Daher: Boxer (heutige Boxer) MÜSSEN praktisch eine andere Körpermechanik
>anwenden
>als Faustkämpfer ohne Polster, da sie eine Kraft brauchen, die im
>Straßenkampf
>nicht nur unnütz sondern sogar schädlich wäre.
also ich habe schon mehrere Leute auch vom Jujutsu getroffen die auch dieselbe
Trefferfläche der Faust wie beim WT nutzen bloß meist nicht senkrecht.
Wer seine Finger wirklich liebt nimmt halt palmsticks oder ne Mini Maglite:-))
- das war jetzt kein Ratschlag
Ciao
Ulrich
http://members.aol.com/Hroescrima/
> für extrem gefährliche Gegner hält. Selbst KRK warnt im "Vom Zweikampf" dauernd
> vor solchen Leuten!
na, dann MUSS es ja stimmen! :-)))
> Kommt leider bei mir immer auf, wenn das Wort "Kampfdistanz" irgendwie fällt ;-)
Ist o-kay. Mich interessiert das auch sehr!
> *Argh*! Noch ein Popper-Fan in dieser NG???
Warum (???), wer noch ... Du etwa??? ;-)
Hi Ludwig,
> Also das mit dem "dummen Boxer" musst Du mir nochmal zeigen.
kann ich leider nicht! Ich hatte mir das Buch nur geliehen. Kaufen
lohnte sich imho nicht! :-(
Hi Ingo,
> Nur mal so nebenbei bemerkt - Werbung hin oder her, schlecht ist der Mann
> nun wirklich nicht!
hat doch auch keiner behauptet. Die Frage ist nur, wie gut er wirklich
ist! :-)
> *Argh*! Noch ein Popper-Fan in dieser NG???
Jo, poppen tut anscheinend jeder gerne ... ;-))) Ups - ich Schandmaul! >;->
--
Grüße,
Olaf
______
http://www.myweb.de/wtog WingTsun und das Neidmärbuch
[Emin]
> Wenn er nicht Rutten angeruelpst haette,
Hat er das? Wieviel weißt du über die Ereignisse?
Die Story mit den Gracies ist eh etwas daneben...
Zunächst wurde Emin (so hat er es mir jedenfalls erzählt, noch bevor der
ganze Rummel in den Zeitungen zu verfolgen war...) vom Manager der Gracies
eingeladen, auf deren UCF "mitzuwirken". Emin antwortete nach der Methode
"Danke, ich fühle mich geehrt, aber kein Interesse an "Showkampf" vor
Publikum für Geld"!
Damit schien die Sache ohne Probleme beseitigt, bis auf die Tatsache, daß er
nach einer Woche im Internet leen konnte, daß er ein Feigling sei (das sagt
man nicht ungestraft über Emin ;-).
Dies, und die Tatsache, daß einige andere Vorbilder und Freunde Emins (Bill
Wallace, Benny Urquidez, Gene LaBelle...) auch schon für die "wir sind die
gefürchtesten"-Propaganda der Gracies benutzt wurden, ließ ihn den Entschluß
fassen, dem entgegen zuwirken.
Ich glaube wirklich nicht, daß Emin Angst vor den Gracies hat (BTW: ich
halte die Typen für super-sau-gefährlich!), deshalb hat er ihnen auch das
Ultimatum gestellt, sich zu entschuldigen, oder seine eigene Herausforderung
anzunehmen. Was sollte er sonst tun, um seinen Standpunkt klar zumachen?
Nun gab es ein hin und her. Die Gracies schrieben: "Komm doch auf die UCF,
dann kannst Du zeigen was dur drauf hast", Emin schrieb: "ich seh gar nicht
ein, für Eure Einschaltquoten herzuhalten, außerdem habt ihr doch ein
Regelwerk... Außerdem könnte es sein, daß die Gracies vorzeitig -
verletzungsbedingt - ausscheiden und ich somit gar nicht mit ihnen kämpfen
kann", dann kam von den Gracies: "warum sollten wir für Herrn Boztepe eine
Ausnahme machen? Er kann genauso teilnehmen und sich qualifizieren, wie
jeder anderer..." ... Emin wieder "ich hab' keinen Bock an einem UCF
teilzunehmen, wenn dann möchte ich definitiv gegen 'nen Gracie kämpfen und
sonst gegen keinen...." ... blablabla...
dann endlich wurden Termine für ein Boztepe-Gracie-Fight angeboten, die
meist zu Zeiten gelegt waren, wenn Emin gerade durch Europa tourte, und Emin
zugunsten seiner Schüler absagte.
Oder Zeitpunkt war OK aber der Ort war gerade derart ungünstig (für Boztepe)
gewählt, wo solche Fights illegal sind, die Gracies aber zufällig Ausbilder
der Police-Academy sind, in dessen Sporthalle das Event hätte stattfinden
können. Alles nicht gerade die schlauste Wahl, dort einen solchen Kampf
stattfinden zu lassen.
Nachdem sich die ganze Sache über mehr als 2 Jahre hinausgezögert hatte (und
die Gracies letztendlich den günstigeren Einfluß auf die Medien hatten)
entschloß sich Emin dazu, den (Zitat:) "Affentanz" zu beenden und sich
wieder dem zuzuwenden, was wichtig sei: nämlich seine Organisation in den
Staaten aufbauen und für seine Schüler dasein...
Ich weiß, daß sich Emin sehr wohl auf eine tatsächliche Konfrontation
vorbereitet hatte. Jeder der zu dieser Zeit einen seiner
Hardcore-Fighter-Lehrgänge besucht hatte, wußte, was gebacken ist.
Später gab es immer mal wieder irgendwelche Týpen (u.a. aus dem weiteren
Umfeld der Gracies), die versuchten, sich auf Emins Kosten nach Europa
einladen zu lassen, um ihm für eine Herausforderung zur Verfügung zu stehen.
Dann gab es immer wieder ähnliche Statments von Emin, wie zum Bsp.: "kann
sich gerne Prügel abholen kommen, aber Geld gibt's keines dafür!".
Was glaubt ihr, wieviele Typen Emin wöchentlich zum Kampf rausfordern etc..
Das ist so ähnlich, wie mit den Bombendrohungen, die tagtäglich in der
Großraumdisco, in der ich z.T. arbeite, eingehen... Nach der Zeit lernt man
realistisch zu selektieren und zu ignorieren. Da werden soviele Stories
erfunden, dazugedichtet etc., das ist dioe ware Wonne... :-)
Meine persönliche Meinung:
Wenn jemand Emin herausfordert, dann würde er lieber sterben, als zu
kneifen.
Auf der anderen Seite hat Emin selbst mal gesagt, daß er dieses Image des
"unaufhaltbaren Kaputtmachers" lieber ganz los wäre. Wenn aber dann jemand
kommt, der sagt, Emin wäre feige, hätte nichts drauf, etc. dann geht er
offensiv gegen diese Person vor. Geht die Person mit ihren "Beleidigungen"
an die Öffentlichkeit, dann tut dies Emin auch. Es hat aber noch kein Gracie
bzw. Rutton darauf ankommen lassen, Emin zu treffen und zu testen. Bisher
ging dies alles immer nur über offizielle Pressestellen etc.
Letztlich hat Emin nicht Bas rausgefordert, sondern umgekehrt. Warum wird
hier nicht darüber berichtet, daß Bas so groß getönt hat und nun nichts
weiteres unternimmt? Mir ist es letzlich egal, denn ich bewundere Emin für
das, was er mir beibringt, nicht dafür, wie vielen er potentiell auf die
Gosche drischt...
>Werbung? Wenn ja, dann ist es schlechte Werbung.
> Mich würde so ein Kaspertheater eher abschrecken.
Glaub mir, nichts turnt Emin mittlerweile mehr ab, als die ganzen
Herausforderungen und das ganze Heldentumsgedöns!
Er hat sehr sehr viel anstrengende Aufbauarbei in den Staaten für seine AWTO
zu erledigen. Solche Zwischenfälle sind ihm sicher eher lästig, als
nützlich. Würde er so etwas als günstige PR-Aktion betrachten, dann hätte
sich die EWTO sicherlich schnell eingeschaltet und in sämtlichen Magazinen
zur Fightstimmung aufgerufen. Dies wurde aber - so denke ich - wissentlich
in Europa unterlassen...
Ich werde ihm die Sache mit der Teilnahme in der NG mal vorschlagen, wenn
ich ihn mal wieder sehe ;-)
Gruß,
>> Was ist an der Kommerzialisierung denn so schlecht? Geht es
>> schlussendlich nicht um das Gewinnen von Mitgliedern und ums überleben?
>> WT weist immerhin den grössten Kampfsportverband weltweit auf.
>
>[...] denn letzlich will ich
>zumindestens die Kunst um der Kunst willen lernen. Und das kann man
>letzlich nur von jemandem, der noch nicht völlig zur Kunst um des Geldes
>willen übergegangen ist. Ich denke auch in der Kampfkunst gibt es, was die
>"Kommerzialisierung" angeht, das Spektrum von van Gogh zu Picasso, vom
>Hungerleider zum Multimillionär. Man muß sich aber immer versichern, daß
>da noch ein bißchen Kunst um der Kunst willen übrig ist...
Ganz Deiner Meinung, Ingo.
"Grösster Kampfsportverband weltweit" erinnert mich so an McDonalds,
CocaCola, ... Wenn das oberste Ziel ist, die meisten Mitgleider zu bekommen
und das meiste Geld zu verdienen, kommt die Kampfkunst selbst zwangsläufig
zu kurz. Ähnliche Tendenzen sieht man heute auch im Taekwondo. Besuch nur
mal paar Taekwondo-Vereine. Da werden ganze Bestandteile des Taekwondo wie
Ilbo-Taeryon oder Formen einfach vom Trainingsplan gestrichen und nur für
die Prüfungen kurz einstudiert. Oh Mann...
Grüße,
Worna
Grüße,
Worna
Als zum Thema Boztepe kann ich nur sagen: Ich hab den Vogel
kennengelernt.;-)
Ein sehr guter Kampfsportler, keine Frage, aber unbesiegbar?? Hahahaha
:-)))))
Ich habe in Berlin von meiner persönlichen Erfahrung mit ihm erzählt...
Zu Unbesiegbarkeit und 300 unverlorenen Straßenkämpfen sage ich: Totaler
Unsinn, nur Luschen als Gegner gehabt, oder viel Glück. Wie auch immer,
jedenfalls für mich kein Grund für übermäßigen Respekt, im Gegenteil bei den
Sprüchen.
Der kleinste Wicht, der etwas Hirn hat, kann zum gefährlichste Gegner
werden, wenn er Dich anlächelt...., sich entschuldigt, ... Dir die Hand
gibt, ... und Dir dann mit einer überraschenden Kopfnuß die Nase ins Innere
rammt! DAS ist die Realität, DAS ist Straße!
Grüße,
Worna
> Er hat sehr sehr viel anstrengende Aufbauarbei in den Staaten für seine
> AWTO zu erledigen. Solche Zwischenfälle sind ihm sicher eher lästig, als
> nützlich. Würde er so etwas als günstige PR-Aktion betrachten, dann
> hätte sich die EWTO sicherlich schnell eingeschaltet und in sämtlichen
> Magazinen zur Fightstimmung aufgerufen. Dies wurde aber - so denke ich -
> wissentlich in Europa unterlassen...
>
Mal von Deiner sagen wir mal recht Emin-positiven Auslegung der
Gracie-Geschichte (Kennst Du eigentlich die Postings von Pete Rihaczek zum
Thema? Die finde ich am informativsten...): Obiges kann ich nur als einen
Witz betrachten. Heute einen Gracie umzuhauen, wäre vielleicht nicht mehr
ganz so der PR-Bringer wie noch vor zwei Jahren, weil die ja doch auch
etwas an ihrem Unbesiegbarkeits-Mythos haben rütteln lassen müssen. Aber
es wäre immer noch das kostenlose Äquivalent eines Webefeldzuges, den so
nicht mal die EWTO finanzieren könnte. Schlagzeilen bis zum Anschlag und
am Ende sogar WT als neuer "unbesiegbarer" Stil im 1-on-1, wie jetzt
Grappling, die Amis stehen voll auf sowas. Immerhin hat der Fakt, daß die
Gracies andere Leute im Ring erledigt haben von ganz alleine zu einer
"Mini-Revolution" in den Kampfkünsten geführt (das Wort "Bodenkampf"
ist auf einmal Pflicht) und eine vergleichbare Geld- und
Mitgliederschwemme wie jetzt im "Grappling" gab es ja wohl seit dem
seligen Bruce Lee nicht mehr. Wenn Emin ein paar der Grappling/NHB-Stars
umhaut und ein Gracie wäre da ja ein guter Anfang, dann braucht der die
AWTO nicht aufbauen. Die Leute würden sich prügeln um Mitglied werden zu
dürfen und ihm seine Videos schneller aus den Händen reißen, als er sie
kopieren kann.
Also Moment! Sagen sie, daß Sie großen Respekt vor WC haben oder daß WC zu
den weltbesten Nahkampfmethoden gehört? Und: Was sind den die "neun" anderen
besten Nahkampfmethoden Deiner Meinung nach?
Ich muß sagen, ich liebe solchen Unsinn. :-)
>[...]aber es gibt auch viele Leute, die kommen nach einer ganzen
> Weile Crosstraining zum Wing Chun, und zwar weil es doch verdammt gut ist.
Ich kenne auch einige, die da aufgehört haben und heute beim Taekwondo
trainieren. Die freuen sich, weil sie heute verstehen, auch ihre Beine
richtig einzusetzen, mehr Kondition haben, mehr Kraft, insgesamt schneller
geworden sind, ... und: mit Handtechniken immer noch gut dabei sind. :-)
Grüße,
Worna
> > > PS Boztepe wird dort auch beworben.
> >
> > Wird er nicht! Er posiert fü ein paar Fotos, mehr nicht. Jedenfalls in meiner
> > Ausgabe (1992).
>
> Ich hatte das Ding bloss einen Tag in der Hand ('93),
> aber durchgelesen. Boztepe wird immer dann aufgefuehrt,
> wenn es gilt, einen unbesiegbaren Mann zu praesentieren.
Also ich frage mich, was genau Du da gelesen hast. "Vom Zweikampf" war es nicht...
> Da war zB. was mit Fairness und einem fetten Freund und Helfer,
> der sich auf Bozi stuerzte, und der faire Held knallte
> ihm im Rueckwaertsfallen die Wunderwaffe KFS in die
> Fresse usw.
Schon mal falsch! Das war NICHT Boztepe. Frag Thomas Paulus (in dieser NG!), der
ist bei dieser Episode dabeigewesen....
Gruß
Ludwig
> Der kleinste Wicht, der etwas Hirn hat, kann zum gefährlichste Gegner
> werden, wenn er Dich anlächelt...., sich entschuldigt, ... Dir die Hand
> gibt, ... und Dir dann mit einer überraschenden Kopfnuß die Nase ins
Innere
> rammt! DAS ist die Realität, DAS ist Straße!
Ja, stimme ich Dir voll zu.
Diesen Realitätssinn haben aber überwiegend nur diejenigen, die solche
Erfahrungen schon einmal gemacht haben, oder genauso agieren ;-)
Erzähl dem "in seine schöne Technik-verliebten" Theoretiker mal, daß er
keinen blassen Schimmer hat...
In meinen Augen stellt der nette Berserker-Schläger-Arsch von nebenan
sowieso den gefährlichsten Gegner dar.
Schmächtig, unscheinbar aber völlig brutal und hemmungslos...
Jan-Holger
P.S.: vielleicht könntest Du mir mal was von Deinen persönlichen Erfahrungen
mit Emin mailen.
BTW, kennst Du Leute, wie Guido Wedekind?
Nein, nein, so habe ich das auch nicht verstanden.
Aber noch 'n Vorschlag: wie sieht's aus mit Bleistaubhandschuhen???
- das war auch kein Ratschlag! ;-)
Jan-Holger
--
> >[...] Trotzdem findet man Wing Chun mit schöner
> > Regelmäßigkeit bei allen Leuten, die ernsthaft was von echtem Kampf
> > verstehen, zwischen den zehn besten Nahkampfmethoden der Welt aufgelistet.
> > MacYoung (Straßenkämpfer), Paul Balor (Söldner), Inosanto etc. sprechen
> mit
> > großem Respekt vor dem Wing Chun.
>
> Also Moment! Sagen sie, daß Sie großen Respekt vor WC haben oder daß WC zu
> den weltbesten Nahkampfmethoden gehört?
Das zweite: Das WC zu den weltbesten Nahkanpfmethoden gehört. Bücher von
MacYoung und von Balor bekommst Du über amazon.com ;-). Kannst Du nachlesen.
> Und: Was sind den die "neun" anderen
> besten Nahkampfmethoden Deiner Meinung nach?
> Ich muß sagen, ich liebe solchen Unsinn. :-)
Nun, MEINER Meinung nach (nicht MacYoungs, oder so):
Muay Thai
Kyokushinkai
Kickboxen
Boxen
Ringen
Kali/Arnis/Escrima
Brasilianisches bzw. Japanisches Jiu Jitsu
JKD
...hmm, und vielleicht noch Shootfighting, Kenne ich allerdings nicht in
"Reinform", sondern nur von Frank und Konsorten (d.h. mit allem möglichen
anderen Zeug gemischt).
von denen ich so kenne/gesehen habe. Persönllich sind mir auch Capoeira-Leute
unangenehme Gegner, da durch deren Angewohnheit auf den Händen zu stehen und mit
den Füßen zu treten die Angriffe immer in total "komischen" Winkeln kommen. Da
haben die WT-Techniken für mich so ziemlich total versagt: Ich kann meine
"Zentrallinie" einfach nicht gegen einen Stampftritt behaupten, der schräg von
unten hoch kommt. ;-)
> >[...]aber es gibt auch viele Leute, die kommen nach einer ganzen
> > Weile Crosstraining zum Wing Chun, und zwar weil es doch verdammt gut ist.
>
> Ich kenne auch einige, die da aufgehört haben und heute beim Taekwondo
> trainieren. Die freuen sich, weil sie heute verstehen, auch ihre Beine
> richtig einzusetzen, mehr Kondition haben, mehr Kraft, insgesamt schneller
> geworden sind, ... und: mit Handtechniken immer noch gut dabei sind. :-)
Jedem Tierchen sein pläsierchen ;-))) Ich hhabe nicht behauptet, TKD sei
schlscht. Ich habe bloß behauptet, WC ist nicht so schlecht, wie bernd es
gemacht hat.
Gruß
Ludwig
>Heute einen Gracie umzuhauen, w=E4re vielleicht nicht mehr
>ganz so der PR-Bringer wie noch vor zwei Jahren, weil die ja doch auch
>etwas an ihrem Unbesiegbarkeits-Mythos haben r=FCtteln lassen m=FCssen.
Apropos, für diejenigen, die es interessiert, am letzten Wochenende
bei der PRIDE 8 Veranstaltung ist es nun amtlich paßiert, der erste
Gracie hat in einem NHB-Event verloren.
Kazushi Sakuraba schlägt Royler Gracie am Boden mit einem Armhebel.
Und für die noch härteren Fans, Royce Gracie wird im Pride 2000
Turnier am 30.01. teilnehmen !
Frank
J.A.B. JKD Akademie Berlin
http://jkd.cjb.net
"Power and speed be hands and feet" (R.W.Emerson)
> BTW, kennst Du Leute, wie Guido Wedekind?
War zwar nicht an mich gerichtet, kann ich aber mit "Ja" beantworten
;-)
> Der kleinste Wicht, der etwas Hirn hat, kann zum gefährlichste Gegner
> werden, wenn er Dich anlächelt...., sich entschuldigt, ... Dir die Hand
> gibt, ... und Dir dann mit einer überraschenden Kopfnuß die Nase ins
> Innere rammt!
>
Darum gilt: wann immer sich jemand bei Dir entschuldigen will, gibst Du
ihm sofort die Kopfnuß! Das ist reine SV... ;^)
> DAS ist die Realität, DAS ist Straße!
>
Also, in meiner Straße ist sowas glücklicherweise keine Realität... =o)
War zwar nicht an Dich gerichtet ;-) , aber was hast Du mit Guido am Hut?
Ich habe ihn eigentlich deshalb erwähnt, weil ich Guido für einen sehr
toleranten (im Sinne von nicht eingeengt bezüglich Kampfstile) WT'ler halte,
der wohl auch kräftig in der JKD-, MuayThai- und Gracie-Szene bewandert ist.
Dieser allerdings spricht in ALLERHÖCHSTEN Tönen von Emin und dessen Können,
und die Anschuldigung, daß Emin ja vielleicht doch ein bisserl feige sei
läßt blos ein höllisch breites Grinsen in Guidos Gesicht erzeugen. Nach dem
Motto: "die armseeligen kleinen Dummschwätzer, die so 'nen Blödsinn
labern... sollen doch erst mal selber was auf die Reihe bekommen"
Aber eigentlich ist die ganze Diskussion um Emin ja eh für den Arsc...
Wer in Emin den arroganten, überheblichen oder vielleicht sogar
hochstablerischen Typen sehen will, der wird wohl immer seine Bestätigung
erhalten. Denn wenn jemand im Rampenlicht steht, dann gibt's immer
Angriffspunkte,die man als eindeutigen Indiz für dies oder jenes sehen kann.
Lustig vor allem die, die ihn gar kein Stück kennen (dabei finde ich auch
die etwas belustigend, die positiv von Emin reden und sich für ihn um Kopf
und Kragen streiten, obwohl sie ihn außer vom Foto und wilden Stories gar
nicht kennen.).
Wer sein Fan ist, der wird durch EWTO-Veröffentlichungen genug Bestätigung
erhalten...
Sei es drum,
wann immer die sinnvollen Diskussionen auftreten, ob Emin die übelste Hauer
der Welt und Leung Ting der tollste und beste Lehrer in Sachen WT/VT/VC/WC
sei, denke ich mir immer:
Ich hab die Leute live erlebt, so daß es mir den Atem gestockt hat (nicht
aus bloßer Ehrfurcht, sondern weil das, was ich da zu sehen bekam einfach
überwältigend war - für mich jedenfalls!). Selbst wenn es noch bessere Leute
gibt - bis ich von LT, Emin, meinem Si-Fu (KRK) ausgelernt habe, brauche ich
noch ein paar Jahrzehnte. Das dürfte für meine Ansprüche erstmal reichen ;-)
Und wenn ich dann doch ausgelernt habe, dann gehe ich zu Bernd, dem GRÖSSTEN
;-) der bringt mir dann das bessere wing chun bei ;-)
CU
> Sei es drum, wann immer die sinnvollen Diskussionen auftreten, ob Emin
> die übelste Hauer der Welt und Leung Ting der tollste und beste Lehrer
> in Sachen WT/VT/VC/WC sei, denke ich mir immer: Ich hab die Leute live
> erlebt, so daß es mir den Atem gestockt hat (nicht aus bloßer Ehrfurcht,
> sondern weil das, was ich da zu sehen bekam einfach überwältigend war -
> für mich jedenfalls!).
>
Echt jetzt? Kann ich so nicht bestätigen. Aber vielleicht hast Du ja das
wahre geheime WT gesehen. =o) Insbesondere LT fällt m.E. deutlich ab
gegenüber KRK und EB.
Weshalb muss grosses schlecht sein? Würdest Du Dich gegen neue Mitglieder
verwehren? Natürlich immer vorausgesetzt die Qualität stimmt. Aber eine grosse
Organisation muss nicht unbedingt auch mindere Qualität bedeuten.
Gruss
Christian
>Insbesondere LT fällt m.E. deutlich ab
>gegenüber KRK und EB.
Ich hatte vor Jahren die Gelegenheit auf einem EWTO-Ausbilder-Seminar
LeungTing live zu erleben.
Da wir eine kleine Gruppe von ca. 9 Leuten waren hatte jeder von uns die
sonst seltene Möglichkeit, mehr als ein paar Minuten mit ihm persönlich zu
trainieren.
Bei Emin und bei KRK hatte ich auch schon Privat-U.
Auf Lg's zeigen die nicht viel!
Emin war da früher anders, aber mittlerweile hat er keinen Bock mehr, den
Zirkusheld zu spielen.
Auf den TG-Lehrgängen geht's eh ganz anders ab!
Da fliegen auch schon mal ein paar hochgraduierte TG's durch die Halle.
Wenn SiFu KRK die kämpferische Seite abprüft, dann fetzt es auch schon mal
ganz gewaltig!
Und dann sieht es nicht immer so aus, als ob da jemand den höflichen Schüler
spielt. Viel mehr sieht das so aus, als wenn da jemand um sein Leben kämpfen
muß :-)
Und wenn das dann "schwere" Typen sind, ist die ganze Sache noch viel
eindruckvoller... ;-) Tatsache!
Aber diese Einblicke hat nicht jeder. Auch Leute wie Uwe Gieße etc. lassen
sich gerne mal auf ihren Lg's in die Karten gucken und zeigen mal ein
bißchen, was Sache ist...
Was soll ich Dir jetzt erzählen??? Du müßtest es schon selbst sehen können,
um es zu glauben!
> Hi Ludwig,
>
> > für extrem gefährliche Gegner hält. Selbst KRK warnt im "Vom Zweikampf" dauernd
> > vor solchen Leuten!
>
> na, dann MUSS es ja stimmen! :-)))
Ha, ha. Treffer gesunken! Aber ich hatte bis jetzt jedenfalls noch nicht das Vergnügen
(?), gegen einen guten Thaiboxer anzutreten. Trotzdem, was ich so auf vorführungen
gesehen habe, plus Sparring mit enem mäßig guten Kickboxer hat mir eigentlich
gereicht. In dieser Hinsicht glaube ich KRK mal ganz einfach.....;-)
> > *Argh*! Noch ein Popper-Fan in dieser NG???
>
> Warum (???), wer noch ... Du etwa??? ;-)
Wer sonst? Steffen Hillner etwa??? ;-)
Gruß
Ludwig
Bernd Hussnaetter wrote:
> Hi Ludwig,
>
> > Also das mit dem "dummen Boxer" musst Du mir nochmal zeigen.
>
> kann ich leider nicht! Ich hatte mir das Buch nur geliehen. Kaufen
> lohnte sich imho nicht! :-(
Sauteuer, aber für mch immer noch eins der besten Bücher in meiner (nach
15 Jahren doch schon beachtlichen) Sammlung. Rangiert gleich neben
MacYoungs erstem Buch "Cheap shots......etc."
Gruß
Ludwig
Frank Burczynski wrote:
> Apropos, für diejenigen, die es interessiert, am letzten Wochenende
> bei der PRIDE 8 Veranstaltung ist es nun amtlich paßiert, der erste
> Gracie hat in einem NHB-Event verloren.
Fotos von dem Kampf gibt es u.a. auf
http://ra.sakura.ne.jp/~celica/pride8v/saku.htm
insbesondere das "animated gif" der linken reihe (fünftes Bild von unten)
hat mir gefallen: DAS ist "Anti-Bodenkampf" und der Rest ist Quatsch ;-)))
Gruß
Ludwig
Hi Jan-Holger,
> Und wenn ich dann doch ausgelernt habe, dann gehe ich zu Bernd, dem GRÖSSTEN
> ;-) der bringt mir dann das bessere wing chun bei ;-)
sicher ist Dir nicht entgangen, dass ich _Wing Chun_ und nicht nur _WT_
kritisiert habe. Du scheinst hier nämlich etwas zu verwechseln. Dann
noch ein Beispiel: ich halte mich für einen relativ guten Techniker aber
für einen schlechten Kämpfer. Das passt jetzt vermutlich auch nicht so
recht in Dein Weltbild. Technik ist eine Sache von Händen und Füßen -
Kampf findet im Kopf statt. Oder wie sagte Wong (...falls Du den Spruch
noch nicht kennst): "It's the singer - not the song!". ;-)
Danke Worna,
> Ich kenne auch einige, die da aufgehört haben und heute beim Taekwondo
> trainieren. Die freuen sich, weil sie heute verstehen, auch ihre Beine
> richtig einzusetzen, mehr Kondition haben, mehr Kraft, insgesamt schneller
> geworden sind, ... und: mit Handtechniken immer noch gut dabei sind. :-)
genaue das meinte ich nämlich mit meinem ersten Posting zu diesem
Thread. Wing Chun ist keineswegs das beste, schönste, effektivste und
gefährlichste System der Welt, wie es manchmal dargestellt wird. Es gibt
genügend andere gute Systeme!
Hi Jan-Holger,
> Meine persönliche Meinung:
> Wenn jemand Emin herausfordert, dann würde er lieber sterben, als zu
> kneifen.
also ein echter Samurei!!! ;-)
Hi Ludwig,
> Jedem Tierchen sein pläsierchen ;-))) Ich hhabe nicht behauptet, TKD sei
> schlscht. Ich habe bloß behauptet, WC ist nicht so schlecht, wie bernd es
> gemacht hat.
ich habe Wing Chun doch gar nicht schlecht gemacht. Ich wollte nur
zeigen, dass es auch Schwachstellen hat und damit ein System unter
vielen ist. ;-)
>> Da war zB. was mit Fairness und einem fetten Freund und Helfer,
>> der sich auf Bozi stuerzte, und der faire Held knallte
>> ihm im Rueckwaertsfallen die Wunderwaffe KFS in die
>> Fresse usw.
>
>Schon mal falsch! Das war NICHT Boztepe. Frag Thomas Paulus (in dieser
NG!), der
>ist bei dieser Episode dabeigewesen....
Wie schon Jan-Holger geschrieben hat, das war mein ehemaliger Sihing Michael
Fries und nicht Emin.
Thomas Paulus
_______________________
www.gojutedo.de
(Das Gojutedo Kampf- und Fitness-System, der deutsche Budo-Index und viele
Kampfsport-Foren!)
Ulrich Haberer wrote:
> Grundsätzlich wohl richtig aber als ich das erste Mal gesehen habe wie ein
> Boxer mit einem WT-Mann sparrte hatte zumindest dieser Boxer ein besseres
> Distanzverhalten in Relation zu seinen jeweiligen Techniken oder anders gesagt
> er wusste scheinbar wann er die langen Dinger abschiessen konnte, während
> zumindest dieser WT-Mann nicht an den Mann rankam - was ich eigentlich sagen
> wollte auch "lange Haken" können böse weh tun
OK, Zustimmung. Und mit dem Boxer: Jeder so, wie er es nun mal trainiert hat. Du
hast doch auch mal ge-WT't: Wie oft hast Du trainiert, "lange" Techniken an den
Mann zu bringen? Wenn man was nicht übt, dann kann man es auch nicht
> > So ein Blödsinn wie Abanikos kommn da gar
> >nicht
> >zur Anwendung.
> Musst Du hier jetzt unbedingt über WEKAF tournament style lästern.-)
War wohl eher unfreiwillige Komik ;-) Hatte gar nicht an die WEKAF gedacht...
> Wer seine Finger wirklich liebt nimmt halt palmsticks oder ne Mini Maglite:-))
> - das war jetzt kein Ratschlag
Richtig, richtig....wo habe ich bloß meine Maglite gelassen? Ach ja, in der Kiste
mit den Bleipulverhandschuhen, Schlagringen, Stoßdolchen......
Gruß
Ludwig
Frank Burczynski schrieb:
>
> On Wed, 24 Nov 1999 08:37:22 +0100, "Prophet" <nah...@jhn.de> wrote:
>
> > BTW, kennst Du Leute, wie Guido Wedekind?
>
> War zwar nicht an mich gerichtet, kann ich aber mit "Ja" beantworten
> ;-)
>
Oder kennt einer von euch Sven Reichmann? (ehem. Thaibox-Weltmeister)
Eher schmächtig, unscheinbar, rothaarig (lädt zum verarschen ein), nicht
gross. Aber skrupellos, entschlossen, durchtrainiert bis in die letzte
Faser und eine Menge Kampferfahrung in der Realität. Immer wieder nett
Geschichten über ihn zu hören.
Andre
> Nun, MEINER Meinung nach (nicht MacYoungs, oder so):
>
> Muay Thai
> Kyokushinkai
> Kickboxen
> Boxen
> Ringen
> Kali/Arnis/Escrima
> Brasilianisches bzw. Japanisches Jiu Jitsu
> JKD
> ...hmm, und vielleicht noch Shootfighting, Kenne ich allerdings nicht in
> "Reinform", sondern nur von Frank und Konsorten (d.h. mit allem möglichen
> anderen Zeug gemischt).
Und Judo? :o)
Okay, aber mal ernsthaft. Habe gerade gestern eine neue und glaubwürdige
Geschichte gehört:
Ein Judoka (aus meiner Gruppe, 58 Jahre alt und verdammt fit für sein
Alter) ging mit seinem Boxer (Achtung: Hunderasse!) abends spazieren.
Hund läuft immer ordentlich weit vor und streunt durch Gebüsche und so.
Fahrradfahrer ohne Licht kommt plötzlich auf dem Gehweg um die Ecke
gezischt und knallt Werner fast um, war knapp. "Fahr' mal mit Licht und
auf der richtigen Seite, du Idiot!" war seine Bemerkung dazu. Der etwa
um die 20 Jahre junge Kerl fuhr langsamer und fragte "Willste was,
Alter?" Werner wiederholte seinen Spruch mit dem Anhang, das er ihn fast
umgesäbelt hätte. Der Radfahrer fuhr noch 10m und stieg dann ab, um auf
Werner zu warten. (Der Boxer, welcher ziemlich entschlossen sein
Herrchen verteidigen würde, war nicht in Sicht) Werner ging einfach
weiter auf ihn zu und der Radfahrer kam ihm entgegen um mit ein paar
Worten seine Jacke zu greifen "hast du ein Problem?". Wie automatisch
klemmte Werner diesen Arm ein und machte einen schööönen Schulterwurf
(Ippon-seoi-nage). Klatsch...woraufhin der junge Typ anfing um Hilfe zu
schreien!!!! Werner war ziemlich verschreckt und hoffte jetzt nicht als
Agressor dargestellt zu werden, wenn das eine sehen würde...wie auch
immer, der dümmliche Fahrradfahrer greifte sich an den Ellenbogen und
machte, das er mit seinem Drahtesel davonkam. Dann tauchte auch der olle
Boxer wieder auf! Tja...
So im Norden Berlins vor 2 Tagen passiert.
Also Judo KANN auch als SV ausreichen. Jedenfalls unter solchen
Umständen, wo jemand so unterschätzt wird. Klar, mit WT hätte er
sicherlich auch seinen Erfolg gehabt. Doch wie ginge es jetzt seinen
Handknöcheln? Oder eben dem Hals oder den Augen des Aggressors? So ein
Wurf war hier schon ganz angebracht, finde ich. Bin ja auch parteiisch.
Andre
Hey, Christian!
Kampfsport? Kampfsportverband? Grösster? Ich würde sagen, weder das
eine, noch das andere!
Andre
> > Ich hatte das Ding bloss einen Tag in der Hand ('93),
> > aber durchgelesen.
> > Bozi stuerzte, und der faire Held knallte
> > ihm im Rueckwaertsfallen die Wunderwaffe KFS in die
> > Fresse usw.
> Da liet eine kleine Verwechslung vor:
> Der, der im Buch VZ bei der Szene beim Justizministerium erwähnt wurde, war
> keinesfalls Emin, sondern m.W. Sifu Michael Fries!
Ooops, naja, Umstaende stehen ja oben ...
Gr ingo
--
.oooO
( ) http://www.iee.et.tu-dresden.de/~augsten
\ (
\_) There is no spoon. And don't worry about that vase.
No Problem, kann ich mich auch voll mit identifizieren!
Allright?
Jan-Holger
Los, erzähl schon :-)
Jan-Holger
ich befinde mich im Moment "auf der Arbeit" und habe deswegen Kernspechts
Buch nicht zur Hand.
Aus der Erinnerung kann ich jedoch sagen, daß mich beim Durchlesen der sehr
subjektive-Schreibstil genervt hatte.
(Okay, wenn ich ehrlich bin, hatte ich damit vor dem Kauf des Buches schon
gerechnet.)
Äußerst Kritikfähig finde ich aber den Punkt, daß er das Thema "Zweikampf"
einer "Naturwissenschaft" gleich behandelt.
Ich glaube nicht, daß man den Kampfkünstler auf Reaktionzeiten und
Einhaltung von Winkeln und Prinzipien reduzieren kann und sollte.
Für mich ist das "Herz" des Kampfkünstler der entscheidende Faktor in einer
"Zweikampfsituation".
Diesen Aspekt vernachläsigt Kernspecht in seinem Buch doch sehr.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich zum Thema Sparring noch folgenden Link
"nachschieben:
http://www.pekiti-tirsia.de/fra_main_aktuell.htm (Klick auf "Battle of
Grandmasters" und dort das Kapitel "Das Turnier - "Where were you when I was
there?")
Grüße,
Hendrik
Prophet schrieb:
Okay, ich versuche es mit der einen, die noch am meisten in meinem Hirn
haftet: (keine Gewähr)
Sven ist Polizist und es wurden vier (?) Zigaretten-Schwarzhändler zu
Fuß von mehreren Polizisten verfolgt. Sie rannten runter in die U-Bahn
und verschwanden in einem Wagen. Sven kam gerade noch mit in diesen
Wagen und dann fuhr der Zug los, bevor Kollegen den Bahnsteig
erreichten. Hektisch alarmierten diese per Funk andere Einsatzkräfte,
die ihm bereits im nächsten Bahnhof Unterstützung bieten sollten. Doch
das war nicht nötig, man sagt, das diese vier einigermassen verbeult im
Entenmarsch den Zug verliessen und sich ohne weiteren Widerstand
festnehmen liessen. Soweit ich weiss kam die Dienstwaffe nicht zum
Einsatz, auch nicht als Drohung.
Weitere Geschichten erfage ich lieber nochmals, bevor ich zuviel
vergesse oder dazudichte aus Gedächtnisinkompetenz ääähh..-kontinenz!
;o)
Andre
Hi Ludwig,
> > Warum (???), wer noch ... Du etwa??? ;-)
>
> Wer sonst? Steffen Hillner etwa??? ;-)
1:0 für Dich! :-))
Hendrik Reh schrieb:
> ich befinde mich im Moment "auf der Arbeit" und habe deswegen Kernspechts
> Buch nicht zur Hand.
Selbiges, aber ich kenne das Teil fast auswendig, also los mit der Diskussion
;-)
> Äußerst Kritikfähig finde ich aber den Punkt, daß er das Thema "Zweikampf"
> einer "Naturwissenschaft" gleich behandelt.
Hmm, die Methodik finde ich dabei gar nicht mal schlecht. Es sind ihm dabei
einige Patzer unterlaufen, die mich persönlich mehr stören. Die Methodik finde
ich OK.
> Ich glaube nicht, daß man den Kampfkünstler auf Reaktionzeiten und
> Einhaltung von Winkeln und Prinzipien reduzieren kann und sollte.
Vergiß bitte nicht, daß er eine Trainingsmethode vorstellen will, nicht ein
Handbuch zur Beurteilung der Kämpfer. Einen Stil, der auf "Mut" und "Kraft"
basiert, brauche ich nicht zu erlernen. Ich will wissen, wieweit ich mit
_meiner_ Kraft und meinem Mut kommen kann, wenn ich verschiedenen Methoden
erlerne.
> Für mich ist das "Herz" des Kampfkünstler der entscheidende Faktor in einer
> "Zweikampfsituation".
> Diesen Aspekt vernachläsigt Kernspecht in seinem Buch doch sehr.
s.o.
> Bei dieser Gelegenheit möchte ich zum Thema Sparring noch folgenden Link
> "nachschieben:
> http://www.pekiti-tirsia.de/fra_main_aktuell.htm (Klick auf "Battle of
> Grandmasters" und dort das Kapitel "Das Turnier - "Where were you when I was
> there?")
Zu spät ;-) Habe den Link schon vor ca. vier Wochen entdeckt. Pekiti ist einer
der Stile, über die ich Informationen sammle, und Eure HP besuche ich ziemlich
regelmäßig. Ich hatte schon mal gepostet, daß ich mir ein paar alte Lehrvideos
von McGrath besorgt habe, und doch, ich war begeistert. Einfach Klasse, der
Stil, kann man nicht anders sagen. Insb. die "Contradas" und "Recontradas" haben
mirsehr gefallen...
So, und nun nachdem ich Dir genug Honig ums Maul geschmiert habe ;-) noch ein
bisschen Werbung in eigener Sache: Was McGrath da an Fußarbeit vorstellt ähnelt
verdammt der Fußarbeit im WT. Was er im "Sidestep" macht, entspricht fast genau
unserer Wendung (Oberkörper aus der Schusslinie..), und beim Wenden von Rechts
nach Links bewegt er erst einen Fuß, dann den anderen. Genau wie wir!
Witzig ist, daß ich fast die gleiche "Wendung" auf MacYoungs Messerkampfvideo
entdeckt habe. Er erklärt zwar die Wendung noch mit klassischer WC-Terminologie
(man dreht sich um eine Achse, die vom Kopf durch den Körper bis zum Schritt
geht), aber beim Vormachen lehnt er doch deutlich den Oberkörper aus der
zentralen Mittellinie weg.
Und schönen Gruß an die VT-Ecke >:-D
Ahem, *hüstel* und was die "Subjektivität" unseres "Großmeisters" beim Schreiben
betrifft...
Ich bin eifriger Mitleser der Pekiti-Digest. Ist der Kerl, der unter "Leo T.
Gaje" postet wirklilch der Grand Tuhon, oder ist er ein Fake? Ich hoffe,
letzteres, aber ich weiss nicht, warum man ihn dann nicht aus der Liste
herauswirft. Manchmal strapaziert er gar nicht mal so sehr meine Geduld,
sondern eher meine Lachmuskeln. Im letzten Posting ging es um die tödlichen
Anwendungen der Metaphysik...;-))
Gruß
Ludwig
Auf jeden Fall weit entfernt vom 'Notwehr-Exzess', worauf es m.E. beim
Anwenden aller Budo-Techniken ankommt.
--
Karsten P. Hoffmann <Karsten....@mbs.gtn.com>
On 23 Nov 1999 22:13:49 GMT, m...@doppler.thp.univie.ac.at (Rupert
Mazzucco) wrote:
>> [...] Die Wettkampfregeln sind's die die Änderungen bringen. Siehst
>> du übrigens auch an der Entwicklung der Goju-ryu Kata für den
>> Wettkampf.
>
>Was für Entwicklungen sieht man denn da?
Ich muß hier voranstellen, daß es da sicher größere Experten gibt als
mich. Wir haben das Thema bei besagten Lehrgang diskutiert. Fakt
scheint zu sein, daß die Goju-ryu Kata im Wettkampfbereich hm... sagen
wir mal shotokanisieren... D.h. eigentlich langsame Passagen werden
schnell ausgeführt, die ganze Kata wird erheblich schneller
ausgeführt, Pausen zwischen den Sequenzen entfallen, der komplette
Rhythmus wird auf größere Dynamik verändert, Tritte, die in den
Goju-Kata eigentlich zur mittleren Stufe (Chudan) gehen, werden Jodan
(hohe Stufe) ausgeführt.
Das ist übrigens eine Entwicklung die man aktuell zwar im Goju-ryu
beobachten kann, aber das trifft für die Shotokan Kata genau so zu.
Schau dir mal die alten JKA Videos an und vergleich das mit dem wie
die Kata heute gelaufen werden. (Wobei die alten JKA Videos auch schon
die frühen Wettkampfformen der Kata zeigten!).
>Mir ist bei unserens letzten Staats-
>meisterschaften aufgefallen, daß die
>Goju-Ryu Leute alle Shotokan-Katas
>(vor allem Unsu) gemacht haben, die
>für Nichteingeweihte ja optisch auch
>tatsächlich mehr hergeben.
Das hör ich jetzt zum ersten mal, ich behaupte mal, daß das zumindest
innerhalb des DKV nicht üblich ist.
>Macht bei euch eigentlich noch gelegentlich
>wer Gankaku im Wettkampf? Die scheint
>geradezu auszusterben, dabei ist sie IMHO
>die schönste (und angeblich auch eine
>sehr wichtige) Shotokan Kata.
Gankaku scheint mir auch nicht gerade eine gebräuchliche
Wettkampfkata. Von aussterben würde ich nicht reden, die Kata wird
durchaus noch auf Lehrgängen vermittelt. Ich war im letzten Jahr auf
mindestens 2 Lehrgängen auf denen Gankaku gezeigt wurde und auf einem
bei der die Chinto (Urform der Gankaku) vermittelt wurde.
Grundsätzlich besteht aber m.E. schon das Problem, daß die
Wettkampfrelevanten Kata zu sehr dominieren.
Gruß,
Thomas
Hat die PTK Linie von L.Gaje die gleiche 144-Schläge-Einteilung wie McGrath?
Geht PTK wirklich mit Klingen ohne Zwang in den Infight oder gibt es dort etwas
wie Largo Mano nur mit anderem Namen? Und gibt es auchSchwert und Schild als
Kombination?
Ciao
Ulrich
On Tue, 23 Nov 1999 20:59:58 +0100, "Florian Greinecker"
<h.grei...@xpoint.at> wrote:
>Es gibt sogar die Vermutung das
>Funakoshi gezielt die Techniken "Kampfentfremdet" hat.
nicht Gichin Funakoshi, sondern dessen Lehrer Anken Itosu. Dessen
'entschärftes' Karate lehrte Gichin Funakoshi zunächst in Japan.
Funakoshis Sohn Yoshitaka kehrte während des 2. Weltkriegs diese
Entwicklung wieder um. Das ursprünglich von Gichin Funakoshi gelehrte
Karate ist verloren gegangen.
>Viele Karatekritik
>trifft nur auf Shotokan zu.
richtiger wäre m.E. ...viele Karatekritik meint Shotokan... zutreffend
muß sie deshalb noch lange nicht sein.
Gruß,
Thomas
On Mon, 22 Nov 1999 16:12:37 +0100, Ludwig Schwarz <kuku...@gmx.net>
wrote:
mal was ketzerisches:
>... aber es gibt auch viele Leute, die kommen nach einer ganzen
>Weile Crosstraining zum Wing Chun, und zwar weil es doch verdammt gut ist.
sicher auch weil es gut ist - wie auch immer gut in diesem
Zusammenhang gemeint ist. Aber häufig auch weil WT ein System ist, von
dem als Lehrer leben kann. Bei den meisten in Vereinen betrieben
Kampfsportarten ist das nicht so ohne weiteres möglich. Jedenfalls
nicht, wenn man sich nicht vorher einen sehr guten Ruf als Wettkämpfer
erarbeitet hat.
Gruß,
Thomas
Handschuhe mit Bleistaubfüllung sind ne gute Sache :-) Noch besser sind aber
die neuen mit Quarzsand. Die sind etwas stabiler (Doppelnaht, etc) und
halten mehr aus ;-)
Grüße,
Worna
>> Der kleinste Wicht, der etwas Hirn hat, kann zum gefährlichste Gegner
>> werden, wenn er Dich anlächelt...., sich entschuldigt, ... Dir die Hand
>> gibt, ... und Dir dann mit einer überraschenden Kopfnuß die Nase ins
>> Innere rammt!
>Darum gilt: wann immer sich jemand bei Dir entschuldigen will, gibst Du
>ihm sofort die Kopfnuß! Das ist reine SV... ;^)
Absolut richtig. ;-))
Arrghh, natürlich nicht, aber wenn man solche Erfahrungen gemacht hat, wird
man automatisch etwas vorsichtiger. Also mir hat in so einer ähnlichen
Situation mal einer einen Aschenbescher auf dem Hinterkopf zertrümmert. Und
so eine Schei... passiert MIR nicht nochmal! ;-)
Wenn ich mit jemandem (einer mir unbekannten Hilope!) Streß habe, geh ich
auf Abstand, sicher erst mal optisch die Umgebung usw. Entschuldigen kann
sich jeder gerne, ...aber mind. aus einem Meter Entfernung ;-)
>> DAS ist die Realität, DAS ist Straße!
>>
>Also, in meiner Straße ist sowas glücklicherweise keine Realität... =o)
Du wohnst ja auch in so ´ner reichen Villengegend mit lauter Doktoren und so
.... da gibt's ja auch keine "Straßen", sondern nur riesige Grundstücke
(Sausfork Ränch) mit Kilometer langen Hauseinfahrten. ;-)
Junge, Junge, ... wenn Du wüßtest, was in Deutschen Städten los ist.... Komm
wir fahren mal nach Linden, stellen uns auf die Straße und schreien "Türken
raus!!". Aber vergiß Deine WT-Handschuhe nicht ;-)))
Das ist nicht wirklich Dein ernst, oder? Du schreibst hier nicht wirklich
eine Liste der weltbesten Kampfkünste, oder? Das glaub ich einfach nicht...
Also ich sage Dir mal, welche meiner Meinung nach in der "Best of
World"-Liste fehlen, immer vorausgesetzt, wir reden von jeweils guten Leuten
(im eigenen Stil), klaro:
Judo (guter Judo-Mann? hab ich Riesen-Respekt vor)
Iaido (einer mit nem Schwert vor mir, der sein Schwert schneller ziehen
kann, als ich seine Hand fassen kann, wenn ich neben ihm sitze (schon
erlebt)? Da mach ich mir in die Hosen und geb all mein Geld, unterschreib
alles, ...)
Taekwondo (schon mal mit nem guten Taekwondo-Mann trainiert? Ich spreche
nicht von mir, aber im Taekwondo sind die Fußtechniken ziemlich ausgereift
und sauschnell. Ein bißchen Distanz und ab geht die Post (siehe Andy Hugh´s
Naeryo-chagi, den wir auch auf dem Lehrgang geübt haben oder de Dwit-chagi
(Rückwärts-Pferdetritt), ein echter Schweinetritt genau auf die
"Zentrallinie", der sauschnell ist und absolut überraschend und nicht
"blockbar".
Karate (ok, Kyokushinkai hast Du ja schon erwähnt, aber was ist z.B. mit
Shidokan? Die Turniere sollen härter abgehen als die UFC, ich habe da so ein
Video mit einer SAT1-Reportage...da hab ich mich erst Mal hingesetzt ;-)
Aikido/Hapkido (harte Fauststöße abwehren oder einstecken ist eine Sache,
klar, aber wenn Dich so einer dann nach dem ersten Schlag in der Nahdistanz
zu fassan kriegt, ist Land unter.;-) Die Hebel haben´s in sich!)
usw...usw...[endlos fortzusetzen]
Ich gebe auch zu bedenken, daß sich gute Aikido-, Taekwondo-, etc.-Leute
nicht für sowas wie UFC oder andere Käfigkämpfe hergeben. Auch haben sie
kein Interesse daran, als unbesiegbare Straßenkämpfer berühmt zu werden,
geschweige denn Ihre Kampfkunst als "effektiven Straßensport" zu
verschandeln.
> von denen ich so kenne/gesehen habe. Persönllich sind mir auch
Capoeira-Leute
> unangenehme Gegner, da durch deren Angewohnheit auf den Händen zu stehen
und mit
> den Füßen zu treten die Angriffe immer in total "komischen" Winkeln
kommen. Da
> haben die WT-Techniken für mich so ziemlich total versagt: Ich kann meine
> "Zentrallinie" einfach nicht gegen einen Stampftritt behaupten, der schräg
von
> unten hoch kommt. ;-)
"Füßen zu treten"? ... "komischen Winkeln"? ... das kenn ich doch
irgendwoher...(grübel ;-)
> Jedem Tierchen sein pläsierchen ;-))) Ich habe nicht behauptet, TKD sei
> schlecht. Ich habe bloß behauptet, WC ist nicht so schlecht, wie bernd es
> gemacht hat.
Hm...na gut... ;-)
Grüße,
Worna
http://www.zohari.de
Ja leider (jaul! ;-)
> Erzähl dem "in seine schöne Technik-verliebten" Theoretiker mal, daß er
> keinen blassen Schimmer hat...
Mein Reden! ;-)
> In meinen Augen stellt der nette Berserker-Schläger-Arsch von nebenan
> sowieso den gefährlichsten Gegner dar.
> Schmächtig, unscheinbar aber völlig brutal und hemmungslos...
Auch das (leider) absolut richtig. "Keine Skrupel", das ist hier das
allesentscheidende Stichwort!
> Jan-Holger
>
> BTW, kennst Du Leute, wie Guido Wedekind?
Ja, kenne ich, aber nicht persönlich.
Grüße,
Worna
Hi Ludwig,
> Witzig ist, daß ich fast die gleiche "Wendung" auf MacYoungs Messerkampfvideo
> entdeckt habe. Er erklärt zwar die Wendung noch mit klassischer WC-Terminologie
> (man dreht sich um eine Achse, die vom Kopf durch den Körper bis zum Schritt
> geht), aber beim Vormachen lehnt er doch deutlich den Oberkörper aus der
> zentralen Mittellinie weg.
>
> Und schönen Gruß an die VT-Ecke >:-D
vielleicht war MacYoung schon wieder stark alkoholisiert?!? :-))
Prophet schrieb:
Hi Jan-Holger,
> Lieber Ingo,
> wann entscheidest Du Dich endlich?
>
> Soll ich Dich lieben (wenn Du Emin so wohlwollend erwähnst), oder soll
> ich Dich hassen (,wenn Du die EWTO nicht so lobpreisend erwähnst...) ???
> Entscheide Dich endlich!
Schade das du nicht auf dem X-Over warst. Frank hat für Ingo´s Verhalten
eine einfache Erklärung. Das ist die Sache mit der Antithese. Du schreibst
etwas schlechtes über Sifu Emin, Ingo ist automatisch dagegen und schreibt
etwas gutes. Du schreibst etwas gutes über die EWTO, Ingo ist automatisch
dagegen und schreibt etwas schlechtes. So kannst du in gewissem Umfang
Ingo´s Meinung mit bestimmen. Willst du also endlich mal was gutes aus
Ingo´s Mund über die EWTO hören, mußt du nur zuerst etwas schlechtes
schreiben. Wobei alles hat seine Grenzen. Ich weiß nicht ob das in diesem
Falle funktioniert.
Viele Grüße,
BB
Worna Zohari schrieb:
Hi Worna,
> > Stimmt kann ich bezeugen.
> > Im TKD gibt es nur breitbeininges Hüpfen. ;-)))
>
> Ihr mit Eurem Hüpfen... ;-))
Ja das Hüpfen ist mir beim TKD doch in sehr schlechter Erinnerung geblieben.
ächz ... schwitz... ;-)
Viele Grüße,
BB
Worna Zohari schrieb:
Hi Worna,
> Ich habe in Berlin von meiner persönlichen Erfahrung mit ihm erzählt...
Ich dachte das hätten wir in Berlin ausdiskutiert. Die Sache mit Sifu Emin
ist passiert, als dieser etwas erklären wollte. Es ist ein gewaltiger
Unterschied ob ich kämpfen will oder mir einen Angriff geben lasse weil ich
etwas erklären will. Beim Erklären bin ich darauf konzentriert, den Zuhörern
das Wichtige dieser Technik nahe zu bringen. Während ich beim Kampf nur ein
Ziel habe, dem Gegner die Rübe runter zu hauen.
Viele Grüße,
BB
Hi Worna,
> > Stimmt kann ich bezeugen.
> Der kleinste Wicht, der etwas Hirn hat, kann zum gefährlichste Gegner
> werden, wenn er Dich anlächelt...., sich entschuldigt, ... Dir die Hand
> gibt, ... und Dir dann mit einer überraschenden Kopfnuß die Nase ins
Innere
> rammt! DAS ist die Realität, DAS ist Straße!
DAS bin ich! ;-))
--
Grüße,
Olaf
______
http://www.myweb.de/wtog WingTsun und das Neidmärbuch