ich hätte da mal eine Frage an den Rest der Gemeinde.
Ich bin zwar noch nicht lange dabei, kann mich aber des Eindrucks nicht
erwehren, dass die meisten Spieler, deren Charaktere verletzt wurden
nicht wirklich daran interessiert sind die Heilung auszuspielen. Ich
habe (möglicherweise den falschen) Eindruck dass am besten "Handauflegen
und gut" gewünscht wird (von den SPIELERN, daß die Chars das wollen ist
klar)); abgesehen davon dass ein Großteil der Leute nach Wundversorgung
10min später (mal von Regi usw abgesehen) munter in der Gegend rumlaufen
und auch keine Lust zu haben scheinen ihre Verletzungen auszuspielen -
dann könnte man sich die Heiler eigentlich sparen... Als Heiler bin ich
allerdings der Meinung dass sowas auch mal (je nach Verletzung) lange
dauern kann und einen gewissen Aufwand macht, den ich auch zu machen
bereit bin. Abgesehen davon rennt man mit einem schwer verletzen Bein
nicht wieder volles Rohr durch den Wald, oder seh ich das falsch?!
Die Frage ist nun, ob die Spieler der verletzen Chars (Kämpfer mögen
sich jetzt angesprochen fühlen) ein ordentliches Ausspielen der
Wundversorgung wollen (ich meine als SPIELER erwarten und wollen) oder
nicht. Es gibt ja "Ausspielen" und "Ausspielen" vom einfachen Verband
anlegen bis OP ist ja alles drin. Ich kann ja schlecht eine
OUTTIME-Blase erzeugen und fragen: wie hättens sie's denn gerne!
Danke
Ralph.
--
Ralph Träger
Bruderschaft der Hüter des Schicksals
www.schicksalshueter.de
Ralph Träger <R.Tr...@schicksalshueter.de> wrote:
> Die Frage ist nun, ob die Spieler der verletzen Chars (Kämpfer mögen
> sich jetzt angesprochen fühlen) ein ordentliches Ausspielen der
> Wundversorgung wollen (ich meine als SPIELER erwarten und wollen) oder
> nicht. Es gibt ja "Ausspielen" und "Ausspielen" vom einfachen Verband
> anlegen bis OP ist ja alles drin. Ich kann ja schlecht eine
> OUTTIME-Blase erzeugen und fragen: wie hättens sie's denn gerne!
Einfach:
Wer dauernd "Heiler, Heiler" schreit, der möchte einmal Haundauflegen
mit zweisekundiger Heildauer und anschließendem Sofort-Wieder-In-
Den-Wald-Rennen-Können.
Wer aber "Ihr da, helft mir! Könntet Ihr nach meinem verwundeten
Bein schauen" sagt, der wünscht eine ausgiebige ausgespielte OP
mit anschließendem Verbandanlegen und mindestens drei Stunden Humpeln.
Thomas
Thomas Kessler schrieb:
Ich denke da hat Thomas vollkommen recht.
Leider gibt's von den Heiler, Heiler-Brüllern ziemlich viele und von den
Hokus-Pokus-du-bist-geheilt-Spieler leider noch mehr. Mich persönlich
frustet das gerade da ich selber auch oft einen Krieger spiele ganz
besomders. Der Char ist zwar darauf angelegt einer von den ganz harten
zu sein aber der Spieler ist halt nicht darauf angelegt einer von den
ganz Pappnasigenzu sein. Ich will zwar schwer hoffen, daß es auch noch
vernünftige Spieler gibt aber manchmal hatte ich schon Situationen, in
denen ich mich gefragt habe, ob ich eigentlich der einzige bin, der hier
aussieht wie eine humpelned Mumie. Es ist nicht nur Deprimierend für den
Heiler sondern auch für andere Krieger wenn sie das Gefühzl haben, daß
Ausspielen von vielen eigentlich gar nicht gewünscht wird. Das Leben
eines Kriegers besteht doch nicht nur im Kämpfen und wenn ich mal schwer
humpelnd und mit bandagiertem Bein das Schlachtfeld verlasse und meine
Axt nurmehr als Krückstock als als Waffe verwenden kann, dann ist mein
Charakter doch deswegen kein versager oder Weichei, oder? Wenn mich mal
der Heiler mit vier starken Helfern in's Lazarett schleppen muß, dann
bedeutet das doch nicht, daß ich ein Lausiger Kämpfer bin, sondern
höchstens ein ziemlich schwerer.
Sicher muß man bei den heilungen immer irgendwo einen Mittelweg gehen,
denn auch wenn diese ständigen Wunderheilungen sehr nervig sind, so ist
es zwar realistisch aber auch nicht sinnvoll wenn ich nach einer
Beinwunde erstmal 3 Tage Bettruhe verordnet bekomme. Das motiviert
letztendlich nur mehr Leute zum schummeln. Eine Scön ausgespielte Szene
muß ja nicht ewig dauern aber halt ein bischen, so daß die Leute halte
sehen, daß der Charakter verwundet ist, und daß er geheilt wird und daß
er eben nicht sofort aufspringt und weiterkämpft.
Leider sind aber aufgrund dieser ständigen Wunderheilungen auch viele
Orgas dazu übergegangen das Poteltial ihrer Monster/Räuber/etc daran
anzupassen, d.h. bei Kämpfen wird bereits einberechnet, die meisten
Krieger so ein bis zwei Vollheilungen reingdrückt bekommen. Besonders
exzessiv ist mir das z.B. mal aufgefallen als ich als 'neutraler' NSC
gelegenheit hatte follgende Situation zu beobachten: Die Orga wollte
eine richtig heftige Bedrohung auffahren, die den Spielern zeigen
sollte, daß die situation auf dauer nicht einfach durch niederpompfen
der Monster zu lösen sei. Man beschloß also den Spielern ordentlich
einzuheizen, bis so ungefähr die Hälfte außer Gefecht war. Man hatte
hierzu ein Portal zur Verfügung (welches logischerweise geschlossen
werden sollte) durch das Horden von Untoten hereinstürmten. Steigerte
von Welle zu Welle also kampfkraft und Menge der Gegner um die SCs
schlußendlich in die Knie zu zwingen. Das Ergebnis war so frustrierend
wie die Ganze Taktik im Nachinein sinnlos war: Eine Handvoll SCs (immer
die selben) gingen Permanent auf dem Zahnfleisch, lagen im Lazarett oder
waren permanent Kampfunfähig. Der Rest der SCs waren immer frisch und
munter wie gerade aus dem Ei gepellt, ganz egal wieviel feuer sie
bekamen.
Ich denke, das ist ein extremfall aber es macht wohl deutlich was ich
sagen will.
Leider weiß ich nicht was man so recht was man dagegen tun kann, denn es
scheint einfach mehr und mehr so, daß sich die LARPer in das Lager der
Ambientespieler und das Lager der Powergamer spalten.
Das muß doch eigentlich nicht sein, oder?
wäre es nicht möglich sich irgendwo auf der Mitte zu treffen?
Holger/Hawke
--
"Menschen essen Suppe!"
Hawke wrote:
>
> Leider weiß ich nicht was man so recht was man dagegen tun kann, denn es
> scheint einfach mehr und mehr so, daß sich die LARPer in das Lager der
> Ambientespieler und das Lager der Powergamer spalten.
> Das muß doch eigentlich nicht sein, oder?
> wäre es nicht möglich sich irgendwo auf der Mitte zu treffen?
Da sagst Du ein wahres Wort. Ich habe auch den Eindruck, daß sich am
Anfang eines LARPs schon zeigt: aha das sind die "Powergamer" und dort
sind Ambienteleute. Man ordnet sich am Anfang einer Gruppe zu und, wenn
man guten Willen zeigt, versucht man irgendwie Interaktion zwischen den
Gruppen zu schaffen - was nicht immer gelingt. Das beschreibt auch das
alte Spiel Magier - Kämpfer. Oftmals sehr schwer zu einem guten
Team-Spiel zu finden - weil einfach viele Leute nicht WOLLEN. Es sind
die SPIELER, die nicht wollen - wenn es wenigstens der Charakter wäre...
Meiner Meinung nach könnte das einen echten Spaß bringen wenn die Leute
sich mal zusammentun würden. Warum kriegt man das eigentlich so schwer
geregelt dass die Gruppen zusammenarbeiten? Vermutlich doch weil beide
eine komplett andere Vorstellung von dem haben, was sie auf dem LARP
wollen - dann kann man gleich separate "Prügel"- und "Plot"- LARPs
anbieten.
Ralph.
PS: ... und es macht trotzdem Spaß 8-)!
> Holger:
> Leider weiß ich nicht was man so recht was man dagegen tun kann, denn es
> scheint einfach mehr und mehr so, daß sich die LARPer in das Lager der
> Ambientespieler und das Lager der Powergamer spalten.
> Das muß doch eigentlich nicht sein, oder?
> wäre es nicht möglich sich irgendwo auf der Mitte zu treffen?
Eigentlich sollte man meinen, dass die Spieler sowas
regeln können, aber im Realfall denke ich, dass die SL
einfach die Instantheilungen verbieten sollte.
Sehr viele unschöne Dinge im Larp würden dadurch
wegfallen (z.B. zu mächtige Monster, zu oft und zu
unlogisch ausgefochtene Kämpfe, zu dämliches Macht-
gehabe, usw.).
Wäre ich SL auf einem Larp, würde ich zwei nette
Freunde an meine Seite stellen, die da heißen Wund-
brand und Cholera :-) Magische Heilung gäbe es bei
mir im Land nicht (spieltechnisch nicht so schlimm, da
Magier sowieso fast alles können, warum also sollten
sie auch noch heilen?). Zulassen würde ich nur normale
Heilungen (Verbände, Tränke, Kräuter) mit mittelstarker
Wirkung (mind. 2 Stunden Ruhe pro Wunde, selbst bei
voller Heilungsanstrengung) oder sehr schön ausgespielte
Gebete/Priestersprüche.
Alle anderen bekommen (ach wie gemein aber wie
wirkungsvoll) eben Wundbrand und verlieren dadurch
pro Tag einen LP, bzw. sind nach drei Tagen tot.
Mal sehen ob sich die Herren Helden dann immer noch
ins Schlachtgetümmel stürzen.
Aber wie gesagt: wenn die SLs da nicht ein wenig
durchgreifen, wird aus der Sache nie was werden.
Und das Problem existiert schon seit ich angefangen
habe (bzw. darüber hinaus).
> Holger
> "Menschen essen Suppe!"
Bastian
"Orks essen Menschen, nachdem sie Suppe gegessen haben!"
> Alle anderen bekommen (ach wie gemein aber wie
> wirkungsvoll) eben Wundbrand und verlieren dadurch
> pro Tag einen LP, bzw. sind nach drei Tagen tot.
> Mal sehen ob sich die Herren Helden dann immer noch
> ins Schlachtgetümmel stürzen.
Was soll das denn ?
Verbiete doch gleich Waffen.
Dann spiele ich auch einen Magier.
Wenn ich nur noch mit Wundbrand rumlaufe,
dann habe ich auch kein Bock mehr.
2 h/Wunde ? Tolle Idee :-(
Nach nem Kampf muss ich mich 6 Stunden
in die Ecke legen und die Herren Magier
den Plot loesen lassen, weil alle
Krieger verletzt sind.
Die Magier haben eh schon viel zu oft
die einzige Moeglichkeit den Plot zu loesen,
aber damit waere es ein Privileg der Magier
den Plot zu loesen, weil die Kaempfer eh
alle draufgehen oder verletzt sind und
um ihr Leben fuerchten muessen.
Tschuess
Daniel
> Ich bin zwar noch nicht lange dabei, kann mich aber des Eindrucks nicht
> erwehren, dass die meisten Spieler, deren Charaktere verletzt wurden
> nicht wirklich daran interessiert sind die Heilung auszuspielen. Ich
Ich schon, aber das Problem ist, dass ein Wochenend-Con leider
nur 40 Stunden dauert und man nicht stundenlang die Verletzung
ausspielen kann, wenn man ein bischen PLot miterleben will.
Also ich mache das meistens so dass ich noch eine Stunde humpele und
die Verbaende dran lasse.
Auch wenn irgend so ein Fritz angekommen ist, der meint in 5 Minuten
sei ich wieder fit.
Aber eine Instantheilung ist wirklich saudoof.
> habe (möglicherweise den falschen) Eindruck dass am besten "Handauflegen
> und gut" gewünscht wird (von den SPIELERN, daß die Chars das wollen ist
> klar)); abgesehen davon dass ein Großteil der Leute nach Wundversorgung
Naja, wenn es die Sprueche gibt, dann benutzen es die Magier auch.
Wenn es keinen Magier gaebe, der das kann, wuerden auch mehr Verletzungen
ausgespielt. Also sind wohl auch beide Seiten (HEiler und Verletzter)
schuld.
> 10min später (mal von Regi usw abgesehen) munter in der Gegend rumlaufen
> und auch keine Lust zu haben scheinen ihre Verletzungen auszuspielen -
Das schlimmste finde ich eigentlich, dass kaum einer Ruestungen reparieren
ausspielt. 20 min humeln ist ja ok, aber dass man immer heile Ruestungen
traegt ist viel schlimmer.
> bereit bin. Abgesehen davon rennt man mit einem schwer verletzen Bein
> nicht wieder volles Rohr durch den Wald, oder seh ich das falsch?!
Nein.
> Die Frage ist nun, ob die Spieler der verletzen Chars (Kämpfer mögen
> sich jetzt angesprochen fühlen) ein ordentliches Ausspielen der
> Wundversorgung wollen (ich meine als SPIELER erwarten und wollen) oder
> nicht. Es gibt ja "Ausspielen" und "Ausspielen" vom einfachen Verband
> anlegen bis OP ist ja alles drin. Ich kann ja schlecht eine
> OUTTIME-Blase erzeugen und fragen: wie hättens sie's denn gerne!
Frag nicht. Mache dein Ding.
Sag den Spieler, dass er eine Stunde Schmerzen spuert und nicht laufen kann
sondern nur gehen.
Tschuess
Daniel
Daniel Golesny schrieb:
> Ich schon, aber das Problem ist, dass ein Wochenend-Con leider
> nur 40 Stunden dauert und man nicht stundenlang die Verletzung
> ausspielen kann, wenn man ein bischen PLot miterleben will.
> Also ich mache das meistens so dass ich noch eine Stunde humpele und
> die Verbaende dran lasse.
> Auch wenn irgend so ein Fritz angekommen ist, der meint in 5 Minuten
> sei ich wieder fit.
Du hast vollkommen recht!
So sehe ich das im großen und ganzen auch.
> Aber eine Instantheilung ist wirklich saudoof.
Wenn schon Instantheilung, dann sollte es aber ein echtes Wunder sein
und daher mit den entsprechenden Special-Effects einhergehen und
seeeeeehr selten sein!
> Naja, wenn es die Sprueche gibt, dann benutzen es die Magier auch.
> Wenn es keinen Magier gaebe, der das kann, wuerden auch mehr Verletzungen
> ausgespielt.
Vollkommen richtig und darum können Magier das bei uns auch nicht!
Das ist teilweise ein echte Krampf das in deren Köpfe reinzubekommen.
> Das schlimmste finde ich eigentlich, dass kaum einer Ruestungen reparieren
> ausspielt. 20 min humeln ist ja ok, aber dass man immer heile Ruestungen
> traegt ist viel schlimmer.
Jau, da hast du ebenfalls recht. Mein Char hat an seinem Gürtel daher
immer einen Beutel Nieten, einen Beutel Kettenringe, sowei eine Tasche
mit Hammer und zwei Zangen. Außerdem verlieren die Ketteteile meiner
Rüstung gerne mal ein paar ringe, so daß ich immer gelegenheit finde
ganz real was rumzubasteln und mich damit einige Zeit zu beschäftigen.
Mir ist es sogar schon passiert, daß ich den nächsten Kampf 'verpasst'
habe weil ich noch mit basteln beschäftigt war. ;-)
> Frag nicht. Mache dein Ding.
> Sag den Spieler, dass er eine Stunde Schmerzen spuert und nicht laufen kann
> sondern nur gehen.
Jupp! Diskutieren bringt leider meist nichts außer die Atmosphäre zu
verderben.
Dan stell deinen Patienten lieber vor vollendete Tatsachen. Wenn er gut
ist wird er gut spielen, wenn er eine Pappnase ist ist es die Diskussion
nicht wert.
Ciao,
> Daniel:
> Was soll das denn ?
> Verbiete doch gleich Waffen.
> Dann spiele ich auch einen Magier.
> Wenn ich nur noch mit Wundbrand rumlaufe,
> dann habe ich auch kein Bock mehr.
> 2 h/Wunde ? Tolle Idee :-(
> Nach nem Kampf muss ich mich 6 Stunden
> in die Ecke legen und die Herren Magier
> den Plot loesen lassen, weil alle
> Krieger verletzt sind.
Naja, man kann das Extrem das du schilderst auch
rumdrehen. Spiel doch gleich ohne Wunden, wenn
erzeugte Wunden eh in 10 Minuten geheilt sind.
Und: auch wenn es da unterschiedliche Meinungen
gibt: ich bin nicht nur auf einem Larp um "den Plot
zu lösen", sondern vor allem, um meinen Charakter
glaubhaft und auch für andere plausibel darzustellen.
"Hach, der Kampf war hart, ich habe doch glatt vor
10 Min. einen Zweihänder in mein Bein und eine Axt
in meine Schulter bekommen. Gut, dass mir der
Heiler zwei seiner Tränke geopfert hat, jetzt kann ich
mich wieder reinstürzen ..." Nee, danke ...
Und: wer sagt, dass die Magier nicht ihr Fett weg-
bekommen? Ach ja richtig, wenn man einen
Feuerball ins Gesicht bekommt, hilft ja auch ein
Instanttrank. Ist auch nett, dass der gleich Schock,
Verwirrung und Angst mit heilt. Sonst hätte man
ja wenigstens eine halbe Stunde gewartet ...
> Die Magier haben eh schon viel zu oft
> die einzige Moeglichkeit den Plot zu loesen,
> aber damit waere es ein Privileg der Magier
> den Plot zu loesen, weil die Kaempfer eh
> alle draufgehen oder verletzt sind und
> um ihr Leben fuerchten muessen.
Hmm. Spielen wir da etwa mit dem Gedanken
aus einem real dargestellten Kampf soetwas wie
ein Kindergeburtstag zu machen? Genau aus diesem
Grund gibt es soviele dämliche Conans, die nicht
wissen, dass ein 3m langes Schwert nur schwer
mit einer Hand zu führen ist. Auf sowas verzichte ich
gerne.
Was du mit o.a. Satz ausführst kann man auch
hinstellen als: weil die SL zu doof ist, einen für
alle Charaktere geeigneten Plot zu generieren,
schummeln wir lieber das Kampfgeschehen auf
drittklassiges B-Film-Niveau ohne Realismus.
Sag mal, du bist doch derjenige, der dieses MASH
im Larp machen will, oder zumindest einer, der mit-
macht. Wie findest du es dann, wenn deine "Patienten"
alle in 5 Minuten wieder aufstehen und aus deinem
noch so toll dargestellten Heilerzelt rennen, nur um sich
wieder in die Schlacht zu stürzen? Also mir wäre das
doch ein wenig zu blöd ...
Lieber habe ich ZU harte Kämpfe als ZU einfaches
Spiel und ZU unrealistische Szenen im Larp. Aber
in diesem Punkt scheiden sich die Geister (wie
schon erwähnt nennt man diese Power- und Lowlevel-
Spieler).
Daher: in einem eher kampforientierten System,
in dem die Spieler eher den Spaß im Kampf denn
in der Darstellung suchen, hast du recht - hier ist
es nicht sinnvoll, den Kampf realistisch darzustellen,
da sonst alle (logischerweise) den Spielspaß verlieren.
In einem mehr auf Darstellung und Realität getrimmten
Spiel würde ich aber die Zügel schon etwas straffen.
Denn auch hier vergeht den Spielern bei Szenen wie
oben geschildert der Spielspaß.
Fazit (wie immer bei dem Thema):
Genau abklären welche Art von Spiel denn auf
einem Larp stattfindet. Spaß durch Kampf oder
Spaß durch Realismus.
> Daniel
Bastian
Bastian Weber <b...@easy-sys.com> wrote:
> Alle anderen bekommen (ach wie gemein aber wie
> wirkungsvoll) eben Wundbrand und verlieren dadurch
> pro Tag einen LP, bzw. sind nach drei Tagen tot.
> Mal sehen ob sich die Herren Helden dann immer noch
> ins Schlachtgetümmel stürzen.
Damit triffst Du bloß wieder die ehrlichen Ambiente-Spieler.
Die Pappnase spielt den Wundbrand einfach nicht aus.
Und nach drei Tage tot? Gut, daß der Con bloß zweieinhalb
Tage dauert. Ausredemäßig wird der Charakter dann
vielleicht auf dem nächsten Pompf-Con VII magisch
wunder-wiederbelebungsmäßig-absoluter-seelenschutz geheilt.
Groß irgendwelche Regeln aufstellen lohnt sich eh nicht.
Die Ambiente-Spieler haben meist bessere Einfälle,
irgendwas ganz toll auszuspielen und die Pappnasen halten
sich sowieso nicht dran.
Thomas
Bastian Weber schrieb:
>
> Hi.
>
> > Holger:
> > Leider weiß ich nicht was man so recht was man dagegen tun kann, denn es
> > scheint einfach mehr und mehr so, daß sich die LARPer in das Lager der
> > Ambientespieler und das Lager der Powergamer spalten.
> > Das muß doch eigentlich nicht sein, oder?
> > wäre es nicht möglich sich irgendwo auf der Mitte zu treffen?
>
> Eigentlich sollte man meinen, dass die Spieler sowas
> regeln können, aber im Realfall denke ich, dass die SL
> einfach die Instantheilungen verbieten sollte.
Du hast vollkommen Recht aber daß ich sagte man müsse sich irgendwo in
der Mitte treffen, also einen Kompromiß finden hat schon seinen Grund.
Was diese Puff-und-Fitt-Heilungen angeht stimme ich dir allerdings
volkommen zu.
>
> Sehr viele unschöne Dinge im Larp würden dadurch
> wegfallen (z.B. zu mächtige Monster, zu oft und zu
> unlogisch ausgefochtene Kämpfe, zu dämliches Macht-
> gehabe, usw.).
Im prinzip hast du damit recht aber wie ich schon mit meiner kleinen
Anekdote versuchte anzudeuten: Wenn du zu rigide bist würgst du
irgenwann nur noch den ehrlichen Spielern eine rein, während die
Pappnasen deine Regeln ignorieren.
>
> Wäre ich SL auf einem Larp, würde ich zwei nette
> Freunde an meine Seite stellen, die da heißen Wund-
> brand und Cholera :-) Magische Heilung gäbe es bei
> mir im Land nicht (spieltechnisch nicht so schlimm, da
> Magier sowieso fast alles können, warum also sollten
> sie auch noch heilen?). Zulassen würde ich nur normale
> Heilungen (Verbände, Tränke, Kräuter) mit mittelstarker
> Wirkung (mind. 2 Stunden Ruhe pro Wunde, selbst bei
> voller Heilungsanstrengung) oder sehr schön ausgespielte
> Gebete/Priestersprüche.
>
> Alle anderen bekommen (ach wie gemein aber wie
> wirkungsvoll) eben Wundbrand und verlieren dadurch
> pro Tag einen LP, bzw. sind nach drei Tagen tot.
> Mal sehen ob sich die Herren Helden dann immer noch
> ins Schlachtgetümmel stürzen.
Und gerade hier schießt du meiner Meinung nach über das Ziel hinaus.
Nichts gegen Wundbrand oder ähnliche Dinge aber mit dieser Regel tötest
du Meines erachtens beinahe ausschließlich faire Spieler. Die
Schlupflöcher sind zu groß und zu viele und die 'Strafe' ist zu hart.
Die Löcher wirst du nicht alle dichtkriegen wenn du nicht ständig
irgendwo Leute hast die die Einhaltung der Regeln überwachen.
>
> Aber wie gesagt: wenn die SLs da nicht ein wenig
> durchgreifen, wird aus der Sache nie was werden.
> Und das Problem existiert schon seit ich angefangen
> habe (bzw. darüber hinaus).
Du kannst als SL einiges machen (und ich spreche aus eigener leidvoller
SL-Erfahrung) aber du darfst niemals vergleichsweise Drakonische
'Strafen' für verhältnismäßig harmlose 'Vergehen' einführen. Damit will
ich z.B. sagen, daß wenn ich eine Regel einführe daß man 30 sec nach dem
Velust des letzten Trefferpunktes automatisch stirbt (ich glaube
ähnliches schon gesehen zu haben), Dann glaubst du gar nicht wie lang 30
sekunden auf einmal werden und du kannst nicht bei jedem, der am Boden
liegt einen mit der Stoppuhr danebenstellen, genauso wie du im Kampf
nicht bei jedem SC die Treffer zählen kannst. Du kannst nur dann
wirklich eingreifen wenn jemand ganz offensichtlich schummelt. Also z.B.
auch nach 10 Treffern zuviel noch steht oder nach einer halben Stunde
noch nicht verblutet ist. Ansonsten bist du als Orga zu willkürlich weil
du eben nur die rankriegst, die du erwischst.
> > Holger
> > "Menschen essen Suppe!"
>
> Bastian
> "Orks essen Menschen, nachdem sie Suppe gegessen haben!"
Hmm glaubst du, daß etwas das Suppe gegessen hat wirklich nahrhaft ist?
Ich glaube da schmecken selbst Viecher, die ihr Lebtag nur Grünzeug
gegessen haben besser...
Ciao,
Bastian Weber schrieb:
> Daher: in einem eher kampforientierten System,
> in dem die Spieler eher den Spaß im Kampf denn
> in der Darstellung suchen, hast du recht - hier ist
> es nicht sinnvoll, den Kampf realistisch darzustellen,
> da sonst alle (logischerweise) den Spielspaß verlieren.
>
> In einem mehr auf Darstellung und Realität getrimmten
> Spiel würde ich aber die Zügel schon etwas straffen.
> Denn auch hier vergeht den Spielern bei Szenen wie
> oben geschildert der Spielspaß.
>
> Fazit (wie immer bei dem Thema):
> Genau abklären welche Art von Spiel denn auf
> einem Larp stattfindet. Spaß durch Kampf oder
> Spaß durch Realismus.
Und damit machst du genau das was ich zu vermeiden versuche: Du
polarisierst die Szene noch mehr!
Damit erreichst du dann, daß man irgenwann ganz klar unterscheiden muß
zwischen Ambiente-Con und Hackschnetzel-Con. Ist das den so schwer
beides unter einen Hut zu bekommen? Ich für meinen Teil kann gut auf die
Instant-Heilung verzichten aber im Gegenzug erwarte ich auch von
niemandem, daß er jede Wunde über Tage im Bett auskurieren muß oder
ähnliches. Ein bischen Heroisch darf es gerne sein aber nicht so, daß es
zu Lasten des Ambientes geht. Es muß einfach schön aussehen und stimmig
sein und das kann es nicht, wenn beide Seiten auf ihren Pubnkten
beharre, es sei denn jeder spielt nur noch auf seinen eigenen Cons, was
irgendwie schade wäre.
Ciao,
Holger/Hawke
PS: Auf Pappnasen und Betonköpfe kann ich glaube ich dennoch gut
verzichten, denn Dummheit, Arroganz und Mogelei ist irgendwie kein
Spielstil mehr.
--
"Menschen essen Suppe!"
Thomas Kessler schrieb:
Di hast vollkomen recht und was du sagst stimmt komplett mit meinen
Beobachtungen überein. Ich möchte allerdings anmerken, daß das nach
meiner Meinung aber auch kein Grund ist jetzt die Regeln abzuschaffen,
da sie zumnidestens einen Rahmen schaffe, in dem das spiel abläuft und
für Orga NSCs und Spieler meines Erachtens wertvolle Richtlinien sind
auf die man sich beziehen kann.
Ciao,
Holger/Hawke
PS: Bitte, bitte jetzt das nicht wieder als Anlaß nehmen die alte
"Dikussion Regeln contra dkwddk" aufflammen zu lassen!
--
"Menschen essen Suppe!"
Ja und nein. Eigentlich wäre es gut, wenn man so einfach
und schön trennen könnte. Aber leider ist es eben nicht
so wie du gerne vermeiden möchtest. Leider treffen in der
Realität immer Spieler beider Ansichten aufeinander und
vermiesen sich im schlimmsten Fall das Spiel.
> Instant-Heilung verzichten aber im Gegenzug erwarte ich auch von
> niemandem, daß er jede Wunde über Tage im Bett auskurieren muß oder
> ähnliches. Ein bischen Heroisch darf es gerne sein aber nicht so, daß es
Ich auch nicht. Aber gehe auf ein beliebiges Larp und
schau dir die Kämpfe an, die stattfinden. Da wirst du
eher das Problem des zu schnell wieder im Kampfge-
tümmel seins, als des zu lange im Bett liegens haben.
> zu Lasten des Ambientes geht. Es muß einfach schön aussehen und stimmig
> sein und das kann es nicht, wenn beide Seiten auf ihren Pubnkten
> beharre, es sei denn jeder spielt nur noch auf seinen eigenen Cons, was
> irgendwie schade wäre.
Weiß nicht. Eigentlich wäre es sinnvoll, wenn man die
Larps besser deklarieren würde. So können sich die
Spieler die dort hingehen besser darauf einstellen. Wenn
bei einer Einladung z.B. steht "Wir legen mehr Wert auf
Kampf und Spaß denn auf Realismus", dann kann ich
mich auch als Realismusfan darauf einstellen und umgekehrt.
Aber so ein undurchschaubares Gemisch ist einfach
nicht auszuhalten. Ansonsten gebe ich dir recht. Wer
hautzutage nicht begreift, dass Kompromisse die
einzige Lösung sind, der hat was falsch verstanden.
> Holger
> PS: Auf Pappnasen und Betonköpfe kann ich glaube ich dennoch gut
> verzichten, denn Dummheit, Arroganz und Mogelei ist irgendwie kein
> Spielstil mehr.
Fast deiner Meinung. Es ist ein besonderer Spielstil, der nicht
nötig wäre, wenn die Leute einfach ehrlich sind. Ich habe nichts
gegen Powerspieler, noch masse ich mir an zu sagen "aber
Realismusspieler sind doch besser". Nur wissen würde ich es
gerne und ich hätte auch gerne, dass die SLs der jeweiligen
Larps klar und deutlich erklären, wie ihr System funktioniert.
Bloß es ist wie in der Politik: keiner traut sich zuzugeben, dass
er gerne metzelt, obwohl doch eigentlich nichts daran auszu-
setzen ist. Das paradoxe ist ja, dass die SLs und die Spieler,
die gerne einfach nur mit ihrem Latexschwert herumfuchteln
es nicht zugeben wollen, weil sie sich einbilden, es wäre weniger
schick, oder dergleichen. Ich kann es mir einfach nicht
erklären. Wenn ich aber nun wüßte: das ist ein Metzelcon,
dann könnte ich a) mich darauf einstellen oder b) einfach
wegbleiben und niemand würde durch "schlechtes" Spiel
des anderen leiden.
> Holger
Bastian
Seufz. Ja - so ist es meistens.
> Und gerade hier schießt du meiner Meinung nach über das Ziel hinaus.
> Nichts gegen Wundbrand oder ähnliche Dinge aber mit dieser Regel tötest
> du Meines erachtens beinahe ausschließlich faire Spieler. Die
> Schlupflöcher sind zu groß und zu viele und die 'Strafe' ist zu hart.
> Die Löcher wirst du nicht alle dichtkriegen wenn du nicht ständig
> irgendwo Leute hast die die Einhaltung der Regeln überwachen.
Siehe andere Mail. Eigentlich geht es mir gar nicht
um Bestrafung. Wenn ich im Larp zu einer Erkenntnis
gekommen bin, dann zu der, dass man Spieler mit
anderer Meinung nicht bekehren kann und sollte.
Voraussetzung für solch ein Spielsystem ist eine SL,
die es sich zum Ziel gesetzt hat, ein realistisches
Kampfsystem einzuführen. In einem Spaß-Metzel-
System hat diese Regel nichts zu suchen.
[...]
> noch nicht verblutet ist. Ansonsten bist du als Orga zu willkürlich weil
> du eben nur die rankriegst, die du erwischst.
Nein, es ist nicht Aufgabe der Orga, die Spieler zu
überwachen. Das führt zu nichts. Wie oben schon
erwähnt brauchst du mit Spielverderbern nicht großartig
diskutieren und vernünftige Spieler wissen von alleine,
wie sie sich verhalten sollen.
Aufgabe einer Orga ist es aber wohl, vorher jedem Spieler
begreiflich zu machen, was für eine Art Spiel denn
nun gespielt werden soll. HIER hakt das System. Sieh'
in den Larpkalender. Da sind dann so wertvolle Infos
wie "unsere NSCs können zwischen Blaubeerkuchen und
Radieschensuppe wählen" aufgelistet, aber nur sehr selten
kann man etwas über die eigentliche Art des Spiels
erfahren (spaßlastig, ambientelastig, viel Kampf, wenig
Realismus, viel Realismus, usw.).
> Hmm glaubst du, daß etwas das Suppe gegessen hat wirklich nahrhaft ist?
> Ich glaube da schmecken selbst Viecher, die ihr Lebtag nur Grünzeug
> gegessen haben besser...
Wie schon Mûbsurgash Trahlukk zu sagen pflegte:
"Es kommt auf die Suppe an ..." ;-)
> Holger
Bastian
> Ich schon, aber das Problem ist, dass ein Wochenend-Con leider
> nur 40 Stunden dauert und man nicht stundenlang die Verletzung
> ausspielen kann, wenn man ein bischen PLot miterleben will.
Da muss ich dir vollkommen Recht geben.
>
> Also ich mache das meistens so dass ich noch eine Stunde humpele und
> die Verbaende dran lasse.
> Auch wenn irgend so ein Fritz angekommen ist, der meint in 5 Minuten
> sei ich wieder fit.
Genau. Ich finde auch, dass es nicht zu viel verlangt ist, sich zB. nach einer
größeren
Beinverletzung mal eine halbe Stunde in die Ecke zu setzen und danach noch
1-2 Std. zu humpeln. Ich meine, dass das jedem zumutbar ist.
> Das schlimmste finde ich eigentlich, dass kaum einer Ruestungen reparieren
> ausspielt. 20 min humeln ist ja ok, aber dass man immer heile Ruestungen
> traegt ist viel schlimmer.
Stimmt auch, obwohl ich zugeben muss, dass ich darüber noch nie wirklich
nachgedacht habe, weil ich selber keine Rüstung trage und mich mehr auf
meine flinken Beine und meine Bogen verlasse und deshalb auch meist
einen gewissen Abstand zum Schlachtgetümmel habe. Aber
Nähzeug, um nach einer Verletzung meine Ledersachen wieder zu
"nähen" wäre auch keine schlechte Idee.
> Frag nicht. Mache dein Ding.
> Sag den Spieler, dass er eine Stunde Schmerzen spuert und nicht laufen kann
> sondern nur gehen.
Ja. So würde ich das auch machen.Entweder tut er's, oder er läßt es eben.
Gruß,
Christine
Hawke <hol...@hawke.de> wrote:
> Di hast vollkomen recht und was du sagst stimmt komplett mit meinen
> Beobachtungen überein. Ich möchte allerdings anmerken, daß das nach
> meiner Meinung aber auch kein Grund ist jetzt die Regeln abzuschaffen,
> da sie zumnidestens einen Rahmen schaffe, in dem das spiel abläuft und
> für Orga NSCs und Spieler meines Erachtens wertvolle Richtlinien sind
> auf die man sich beziehen kann.
Natürlich nicht. Auch ich halte Regeln für notwendig (obwohl ich
DKWDDK spiele). Allerdings halte ich es für einen Fehler, jede
Kleinigkeit bis aufs i-Tüpfelchen regeln zu wollen. In einem
guten Regelwerk sollten nur ein paar Sachen zum Kampf (grobe
Anzahl der LP, Schaden von Waffen, Rüstungsschutz) sowie ein
paar Sachen zur Magie (Zaubersprüche, Anzahl der Zauber(punkte)
pro Tag) und anderes (Wundheilungen, Tränke) stehen.
Die Art der Darstellung sollte aber dem Spieler in Absprache
mit der SL überlassen bleiben. Und wenn ein Spieler einen neuen
Spruch haben mag, oder anders zaubern will oder sonstwas, dann
gibt es normalerweise immer die Möglichkeit, sich mit der SL
zu einigen und andere auf Ausnahmeregelungen hinzuweisen (vor
dem Spiel, latürnich).
Thomas
...tt...
Jens
> Das schlimmste finde ich eigentlich, dass kaum einer Ruestungen reparieren
> ausspielt. 20 min humeln ist ja ok, aber dass man immer heile Ruestungen
> traegt ist viel schlimmer.
Da hast du recht!
An dem letzten Con an dem ich teigenommen habe wurde sehr viel gekämpft,
aber in den 4 Con-Tagen ist nur ein Spieler zu mir gekommen um seine Rüstung
reparieren zu lassen! (Mein Charakter ist Rüstungsschmied)
Ich habe meine Rüstung jeden Tag reparieren müßen (und nach dem "LiveQuest"
Regelwerk braucht man für ein hüftlanges Kettenhemd mit halben Arm 90 Min um
es als gelernter Schmied zu reparieren).
Teilweise war es dann so, dass ich mit nur halb reparieren Kettenhemd in den
Kampf mußte!
Ich habe bisher noch kaum jemanden der "Ritter" seine Rüstung geparieren
sehen!
Aber dies ist genau das gleiche Problem wie mit den nicht ausgespielten
Verletzungen!
Gruß
Michael
:-) Ja, ich habe schon das eine oder andere Buch über
Magier gelesen. Es gibt je nach System viele oder wenige
Magier - was dir sicherlich auch bekannt ist. AD&D bspw.
geht nicht gerade sparsam mit Magiern um, ob sie nun als
"gut" in ihrem Fach deklariert werden können hängt von der
Betrachtungsweise ab. In Mittelerde gibt es derer nur sehr
wenige und sie sind alle mehr oder minder Meister ihres
Fachs.
Aber nun zu einer Gegenfrage, da du so gerne liest ;-)
Wieviele Bücher kennst du, in denen Kämpfer beschrieben
werden, wie sie auf dem Larp vorherrschen? Nach meinem
Wissen ist selbst Conan oder Fafrdh nicht von so weit her-
geholt, obwohl das wirkliche Romanhelden sind ...
Auch verstehe ich die Aussage "dann haben wir nur noch
Magiere" nicht. Soll das heißen, dass die Beschränkung
auf Logik und Realismus zwangsweise impliziert, dass
keiner mehr einen Kämpfer spielt? Puhh ... dann ist es
wirklich weit gekommen ...
> Jens
Bastian
>Ich will zwar schwer hoffen, daß es auch noch
>vernünftige Spieler gibt aber manchmal hatte ich schon Situationen, in
>denen ich mich gefragt habe, ob ich eigentlich der einzige bin, der hier
>aussieht wie eine humpelned Mumie.
Stimmt. Wo bleibt sonst das Ambiente? Eine Schlacht ist nun einmal
nichts, wo man munter reinhüpft bis man eins auf's Maul bekommt,
instantan geheilt wird und wieder loshüpft -- auch wenn viele Leute das
scheinbar toll finden. Auf diese Weise wären einige Fantasy-Schlachten
wohl nicht möglich gewesen. Und warum bringen eigentlich immer nur die
"Guten" die Heiler mit? Wenn die "Bösen" ebenfalls medizintechnisch
aufrüsten, würde eine Schlacht sicher ewig dauern... ist es das, was
manche wollen?
Wo bleibt das Gemeinschaftsgefühl? Wo die Gewissensbisse, wenn man seinen
Kameraden am Boden bluten sieht, weil er sich in einen Hieb geworfen hat,
der einem selbst gegolten hat? Wo bleiben Verzweiflung, wenn man
versucht, jenen Kameraden noch zurückzuziehen? Wo bleibt das
gemeinschaftliche Sich-die-Wunden-lecken? Wo die letzte Hoffnung, wenn
als letzte Reserve die schon Verwundeten in die Schlacht geschickt
werden?
Wenn Larp-Kritiker meinen, Larp sei eigentlich nur ein Kinderspiel, dann
haben sie an dieser Stelle recht: was manchmal dargeboten wird, ist
kindisch!
>Leider weiß ich nicht was man so recht was man dagegen tun kann, denn es
>scheint einfach mehr und mehr so, daß sich die LARPer in das Lager der
>Ambientespieler und das Lager der Powergamer spalten.
Tja, shit happens. Mal schauen, ob ich mir ein Kettenhemd zulege. ;-)
Irgendwelche wirklich ambiente-trächtigen empfehlenswerten Cons im Raum
Ost- bis Mitteldeutschland in der warmen Jahreszeit? Ich könnte einen NSC
beisteuern...
Gruß,
René
--
Dipl.-Inform. René Tschirley, http://cg.cs.tu-berlin.de/~pooh
TU Berlin, Computer Graphics and Computer Assisted Medicine research group
Wollte damit nur sagen, dass ich deinen Vorschlag (du warst das doch mit
dem nach drei Tagen an Wundbrand krepieren, oder?) für zu extrem halte
und wollte mein Argument dazugeben - ich will keine lange Diskussion
anzetteln, dafür kamen von anderen Leuten viel schönere Vorschläge als
von mir.
> Auch verstehe ich die Aussage "dann haben wir nur noch
> Magiere" nicht. Soll das heißen, dass die Beschränkung
> auf Logik und Realismus zwangsweise impliziert, dass
> keiner mehr einen Kämpfer spielt? Puhh ... dann ist es
> wirklich weit gekommen ...
Ja - lass mal das e weg - ich hab mich eben vertippt :o)
Nein, aber ich finde, dass es so schon zu viele gibt - vor allem zu
viele schlecht gespielte - und eine solche Regelung die Magierquote mit
Sicherheit noch erhöhen würde - mehr nicht.
> Bastian
Macht ja nix. ;)
Jens (übrigens Elbenmagier)
> > Holger
> > "Menschen essen Suppe!"
>
> Bastian
> "Orks essen Menschen, nachdem sie Suppe gegessen haben!"
Haben bisher nur Erfahrung mit essen Elf. Aber nach haben gegessen
Elfenohrensuppe
(http://die.weltherrschaft.de/slogodds/images/minicon02.jpg
http://die.weltherrschaft.de/slogodds/images/minicon03.jpg) als
Appetitanreger immer haben mehr Hunger. Sollten probieren Mensch als
nächstes.
Mekzolahn
...tt...
Jens
...tt...
Jens
Ich mache für meinen normalen Körperheilen-Spruch schon ein mindestens
(!) 1/4-Stunden-Ritual, und dann sage ich den Leuten, dass es noch ein
3/4-Stunde dauert, bis ihre Wunden (nicht ihre Kämpferschutzpunkte -
auch wieder so eine Sache) geheilt sind. Wie sie das dann ausspielen ist
deren Sache.
Das mit dem humpeln ist ist manchmal wirklich schwer. Mir ist es schon
vorgekommen, dass ich auf mein Zimmer gehumpelt bin, um etwas zu holen
und beim Rückweg schlicht vergessen habe zu humpeln, bis dann jemand
beiläufig sagte: "Oh, ich sehe es geht eurem Bein schon viel besser."
Erst da viel mir auf, dass ich nicht gehumpelt war.
[
Dann bewegte ich die Hand vor ihm und sagte: "Du hast gesehen, dass ich
gehumpelt bin!"
Er sagte: "Bu bist kein Jedi!"
Ich: "Oh ... ach... ups."
]
Daraufhin bin ich dann wieder gehumpelt, bis ich das Gefühl hatte lange
genug gehumpelt zu sein...
Und an das reparieren von Rüstungen denkt man so gar nicht.
Zwar habe ich meistens nicht-Kämpfer gespielt, aber trotzdem kam mir der
Gedanke gar nicht, bis ich einen Elb im Wald sitzen sah, der an seiner
Lederrüstung herumbastelte und er mir auf meine Frage sagte, dass er sie
repariere...
Kettenhemden sind natürlich klar im "Vorteil" weil sie von Natur aus
schneller kaputt gehen und leicht zu reparieren sind...
So. Und jetzt bin ich ruhig. :)
...tt...
Jens
>Eigentlich wäre es gut, wenn man so einfach
>und schön trennen könnte.
Stimmt, dann wäre ich sicher, auf welchen Con ich fahren würde und auf
welchen nicht. :-|
>Wenn
>bei einer Einladung z.B. steht "Wir legen mehr Wert auf
>Kampf und Spaß denn auf Realismus", dann kann ich
>mich auch als Realismusfan darauf einstellen und umgekehrt.
So gesehen auf meinem ersten Larp. Wir dachten: Cool, da fahren wir
hin. Leider haben die meisten der anwesenden Spieler das anders
gesehen und die SL war nicht sehr Durchsetzungsfest.
Richtig. 100% Realismus ist auch mir ein wenig
zu hart und in vielen Situation so gar nicht
möglich (ich hasse z.B. echte Feuerbälle, auch
wenn sie sehr gut ausgespielt werden ;-))
Aber so ganz kann ich dir im Punkt 'starke Beschränkung'
nicht zustimmen. Ichglaube sogar, dass es ein paar
Spieler gibt, die es mögen, wenn alles ein wenig
schwerer ist, man nicht 4 Treffer mit der Barbaren-
streitaxt aushält und es manchen Spielern auch Spaß
machen kann, wenn sie mal für 4 Stunden verletzt sind
und flachliegen.
Wie schon geschrieben: das ist einfach Ansichtssache.
Wenn ein gutes, ambientetechnisch hochwertiges
Heilerzelt irgendwo rumsteht, dann ist es auch mal
ganz interessant, diese Facette einen oder zwei Tage
lang auszuspielen. Natürlich wird keiner gerne
1 Tag lang auf einer Bahre liegen wollen - aber zu
verlangen, dass die Verletzten einfach mal einen Tag
lang aufhören mit ihren Stahlwerkzeugen in der Luft
rumzufuhrwerken, das kann doch nicht zuviel sein, oder?
> Wollte damit nur sagen, dass ich deinen Vorschlag (du warst das doch mit
> dem nach drei Tagen an Wundbrand krepieren, oder?) für zu extrem halte
Klar. Es ist zwar nicht extrem sondern realistisch,
aber ich kann gut und gerne damit leben, dass viele
Spieler eben Spaß am Kämpfen haben. Ich habe schon
lange aufgehört mich dagegen aufzubäumen, denn viele
finden ihren Weg ins Larp gerade über die Kämpfe.
Und ein paar bleiben dann auch immer hängen, die
das Spiel bereichern, also habe ich gar keinen Grund
mich zu beklagen. Ich wollte damit auch nicht den
Wettbewerb der Extreme gewinnen, sondern nur mal
ansprechen, was eigentlich realistisch wäre und
wie unrealistisch Larp sein kann.
> Nein, aber ich finde, dass es so schon zu viele gibt - vor allem zu
> viele schlecht gespielte - und eine solche Regelung die Magierquote mit
> Sicherheit noch erhöhen würde - mehr nicht.
Liegt auch nur daran dass zuviele Spieler zuviel schlecht
dargestellte Magie akzeptieren, anstatt sich einfach totzu-
lachen.
> > Bastian
> Macht ja nix. ;)
?
> Jens (übrigens Elbenmagier)
Bastian
Klar. Bis die Schaumstoffschwerter glühen ;-)
Ungelogen: bei vielen Spielern ist das Kloppen
mit dem Schwert das Spaßigste am Larp. Deshalb
bin ich ja auch im Gegensatz zu Ralf für Polarisation.
Meiner Meinung nach führt das eher dazu, dass man
sich gegenseitig nicht das Spiel versaut.
> gemeinschaftliche Sich-die-Wunden-lecken? Wo die letzte Hoffnung, wenn
> als letzte Reserve die schon Verwundeten in die Schlacht geschickt
> werden?
Na wo wohl? Dafür hat man doch die NSCs, die - wenn sie sterben -
einfach wieder "hinten drangestellt" werden ;-)) (und dabei ist das
noch nichtmal ein Witz ...)
> Wenn Larp-Kritiker meinen, Larp sei eigentlich nur ein Kinderspiel, dann
> haben sie an dieser Stelle recht: was manchmal dargeboten wird, ist
> kindisch!
Leider muß ich dir recht geben, so traurig es auch
ist. Auf die Frage, warum er denn kein Larp mitmachen
wolle, hat ein Freund von mir mal geantwortet: "Was? Bei
diesem Spiel, wo alle in bunten Plastiksachen rum-
laufen und sich gegenseitig mit Schaumstoffschwertern
auf den Kopf hauen?" Mich wundert es auch nicht, wenn
die Larpszene schlechte Presse bekommt.
> René
Bastian
Herr Leutnant, Herr Leutnant. Wo bleibt denn Euer Korpsgeist?
Wie könnt Ihr diese thematisch einwandfreie Gelegenheit zur Truppenwerbung
verstreichen lassen?
Für die weltliche Heilung: http://www.golesny.de/mash/
Adjutant Gänsekiel, Kompanieschreiber
PS: SCNR
--
Ralf Hüls | F**king stupid B****rds computers! F**king
spa...@strg-alt-entf.org | information superhighway horses**t! Make
| life easier my hairy fat c**k!
http://www.teleute.ping.de | Garth Ennis - Preacher
Bastian Weber schrieb:
> Aber nun zu einer Gegenfrage, da du so gerne liest ;-)
> Wieviele Bücher kennst du, in denen Kämpfer beschrieben
> werden, wie sie auf dem Larp vorherrschen? Nach meinem
> Wissen ist selbst Conan oder Fafrdh nicht von so weit her-
> geholt, obwohl das wirkliche Romanhelden sind ...
Also Generell sind Krieger sogar die klassischen Romanhelden und kommen
viel häufiger als Haupfiguren vor als Magier. Ich denke aber ich weiß
worauf du hinauswillst: Die meisten LARP-Krieger sind eben nicht so, wie
die Typen in den Büchern. Das liegt primär an zwei Dingen: zum einen der
Darstellbarkeit, den viele der Akrobatischen oder Atletischen Großtaten,
die Krieger in Film und Buch so durchziehen sind im LARP einfach nicht
möglich. Wie bitte soll ich darstellen, daß mein Ninja eine 10 m weite
und 5 m hohe Flugrolle vollführt um über die Burgmauer zu gelangen? Wie
soll ich vernünftig darstellen, daß mein Bärenstarker Barbar seine
Gegner in einer scheinbar ausweglosen Situation einfach über den haufen
rennt oder der Dieb außen an der Burgmauerhochklettert. Viele der Dinge
die so in Büchern passieren würden im Film einen Stuntman oder eben
tricks, die man im LARP nicht durchziehen kann (weil z.B. die Burgmauer
halt wirklich senkrecht ist und nicht nur schräg und die Kamera statt
dessen halt ein bischen gedreht wird). Außerdem ist euch schon mal
aufgefallen wie Selten Film und Buch-Helden verletzt werden? Die werden
einfach nicht getroffen oder bekommen nur eine leichte Fleischwunde ab,
damit's dramatischer wirkt.
Der zweite Punkt, der damit in Zusammenhang steht ist die Menge. Auf
einem LARP hat man einfach meist sehr viele Charaktere, während es in
einem Buch meist nicht mehr als eine Hand voll sind. Das macht es
teilweise recht schwierig ihnen irgendwelche sonderfertigkeiten
zuzubilligen, wie z.B. die Kraft eine Conan, denn sonst hätten wir sehr
schnell eine echte Conan-Schwemme
> Auch verstehe ich die Aussage "dann haben wir nur noch
> Magiere" nicht. Soll das heißen, dass die Beschränkung
> auf Logik und Realismus zwangsweise impliziert, dass
> keiner mehr einen Kämpfer spielt? Puhh ... dann ist es
> wirklich weit gekommen ...
Komisch, nicht? Eigentlich ist LARP-Magie ja nun wirklich um vieles
Unrealistischer als jeder LARP-Kampf, oder? Ich meine bei den Kriegern
heißt es immer wie du mit dem Schwert umgehst ist unrealistisch, was du
aushältst ist unrealistisch und so schnell wie du geheilt bist ist
unrealistisch. Versteht mich nicht falsch: Ich hasse Leute, die mit
Zweihändern rumfuchteln wie mit einem Florett und ähnlichen Unsinn
genauso wie ihr wahrseinlich auch aber was ich versuche zu sagen ist,
daß viele Leute LARP-Kampf immer an der Realität messen, während das bei
Magie ja eigentlich fast unmöglich ist oder wer hat schon mal in der
Realität einen Feuerballzauber gesehen oder eine Dämonenbeschwörung, bei
der auch tatsächlich ein Dämon erschienen ist?
Ihr seht, es gibt nicht viel woran man Magie messen kann außer an der
eigenen Vorstellungskraft, an Büchern und an Filmen. Wenn man genau das
aber beim Krieger tut, dann fangen viele an zu schreien "das ist ja
unrealischtisch!" Wichtig ist einfach, daß wir uns einigen wie unsere
gemeinsame LARP-Realität (zumindestens für das betreffende Con) aussehen
muß, damit alle ungefähr die gleiche Vorstellung davon haben.
Bei manchen LARPs gibt's deshalb eben Regeln aber ich schätze auch auf
dkwddk-Cons wird sowas vorher irgendwie abgeklärt werden.
> Hawke:
[...]
> worauf du hinauswillst: Die meisten LARP-Krieger sind eben nicht so, wie
> die Typen in den Büchern. Das liegt primär an zwei Dingen: zum einen der
> Darstellbarkeit, den viele der Akrobatischen oder Atletischen Großtaten,
> die Krieger in Film und Buch so durchziehen sind im LARP einfach nicht
> möglich. Wie bitte soll ich darstellen, daß mein Ninja eine 10 m weite
> und 5 m hohe Flugrolle vollführt um über die Burgmauer zu gelangen? Wie
> soll ich vernünftig darstellen, daß mein Bärenstarker Barbar seine
> Gegner in einer scheinbar ausweglosen Situation einfach über den haufen
> rennt oder der Dieb außen an der Burgmauerhochklettert. Viele der Dinge
Genau. Danke. Darauf wollte ich hinaus. Larp ist eben KEIN
Tischrollenspiel und daher sollte man auch einfach ein wenig
darauf achten, was man wie gut darstellen kann. Ich würde als
Charakter auch gerne den erfahrenen General der Nordhorden
darstellen, aber meine Selbstüberzeugungskünste haben bis jetzt
nur dazu gereicht, einen einfachen Ork zu spielen (selbst da
hapert es noch vorne und hinten mit der Darstellung). So what?
Ist doch wurscht, dass ich nicht der SupertolleMegaHero sein
kann. Wichtig ist doch, dass meine Darstellung ausreicht, dass
mir andere meine Rolle "abkaufen".
[...]
> dessen halt ein bischen gedreht wird). Außerdem ist euch schon mal
> aufgefallen wie Selten Film und Buch-Helden verletzt werden? Die werden
> einfach nicht getroffen oder bekommen nur eine leichte Fleischwunde ab,
> damit's dramatischer wirkt.
Hihi, schon mal in einer Larpschlacht gewesen? ;-)
Die Helden dort bekommen auch nur "Fleischwunden"
ab. Und das obwohl man ihnen mit einem zweihändigen
Streitkolben mehrfach auf Schultern und Brustbereich
drischt ... *rotfl*
[Menge im Larp --> Conanschwemme]
Richtig. Da stimme ich dir zu.
> Komisch, nicht? Eigentlich ist LARP-Magie ja nun wirklich um vieles
> Unrealistischer als jeder LARP-Kampf, oder? Ich meine bei den Kriegern
Nein. Magie ist nicht unrealistisch. Magie ist völlig utopisch.
[...]
> daß viele Leute LARP-Kampf immer an der Realität messen, während das bei
> Magie ja eigentlich fast unmöglich ist oder wer hat schon mal in der
> Realität einen Feuerballzauber gesehen oder eine Dämonenbeschwörung, bei
> der auch tatsächlich ein Dämon erschienen ist?
Es geht noch nichtmal darum, alles an der Realität zu
messen, selbst beim Kampf nicht. Denn wenn wir
diesen Maßstab wirklich ansetzen, dann sieht es
bitter aus. Menschen im Mittelalter waren durchweg
trainiert (die, die Waffen trugen) und mit den heutigen
Weich-Schlabber-Säcken sicherlich nicht vergleichbar.
Da kann man einfach den berühmten "nimm doch mal
einen echten Zweihänder in die Hand" Satz sagen.
Es geht primär drum, dass mir jemand meine Show
abnimmt. Deshalb habe ich im Kampf auch lieber
jemanden vor mir, der mit einem Kurzschwert und
einem kleinen Schildkämpft, als den Retorten-Nr. 51
Standard Helden mit 3m Doppelzweihänder UND (!)
Turmschild. Denn der erstere hat es mit seiner Darstellung
gar nicht mal so schwer, während der letztere einfach
nur lächerlich wirkt. Vor allem, wenn es sich dabei
nicht um Arnold Schwarzenegger in Conankostüm,
sondern um Max Mustermann aus der 7. Klasse
handelt, der noch nie im Sportunterricht war.
*schwenk zur Magie*
Genauso ist es mit der Magie. Ein Magier, der in
der Schlacht geschützt (ohne Rüstung und Waffen)
hinter Söldnern steht (die er freilich vorher für horrendes
Geld angeworben hat) und dort in 10 Minuten Brummeln
einen Schadenszauber wirkt, den er nicht nur durch einen
Schaumstoffball oder ein Wort darstellt, sondern durch
einen Bolzen, den er mit Elfenstaub füllt, oder dergleichen,
hat es auch nicht schwer. Wenn da ein geworfener Bolzen
auf mich drauffällt und sich eine silberne Wolke um mich
ausbreitet, dann nehme ich dem finster dreinblickenden
Typen hinter dem menschlichen Schutzwall das auch ab.
Aber wenn so ein Pickelgesicht in Robe und Rüstung,
an jeder Seite ein Schwert, aus einer Stofftasche einen
Softball zieht, einen 08/15Pseudolateinsatz murmelt und
mir das Ding an den Kopf wirft, dann ramme ich ihm erst-
mal meinen Streitkolben zwischen die Nieren. Denn bei
solch einer grandiosen Vorstellung sehe ich nicht ein, etwas
auszuspielen, was nicht da ist. Wie schon von anderen erwähnt:
gerade bei einem Magier zählt die für seine Sprüche
angewendete Darstellung und die Mühe, die er da reinsteckt.
Einen Lichtzauber gestehe ich jedem einfach so aus dem
Handgelenk zu. Einen 2er Schadenszauber aber eben nicht.
Das wäre schlicht und ergreifend zu mächtig, wenn die
Typen das einfach so aus dem Ärmel (bzw. aus der Um-
hängetasche) schütteln könnten.
> Ihr seht, es gibt nicht viel woran man Magie messen kann außer an der
> eigenen Vorstellungskraft, an Büchern und an Filmen. Wenn man genau das
Ich messe Magie am Grad des Aufwands und der Mühe,
die der Magier in seine Sprüche investiert.
> aber beim Krieger tut, dann fangen viele an zu schreien "das ist ja
> unrealischtisch!" Wichtig ist einfach, daß wir uns einigen wie unsere
Auch hier: unrealistisch ist es eh wie die Seuche, daher: Mühe und
Darstellung. Nicht mehr, nicht weniger.
> gemeinsame LARP-Realität (zumindestens für das betreffende Con) aussehen
> muß, damit alle ungefähr die gleiche Vorstellung davon haben.
Bingo. :-) Genau das ist ein großer Punkt.
Wenn alle die Regeln des jeweiligen Universums
kennen, dann ist es auch nicht schwer sich damit
abzufinden. Sehe ich absolut auch so.
> Bei manchen LARPs gibt's deshalb eben Regeln aber ich schätze auch auf
> dkwddk-Cons wird sowas vorher irgendwie abgeklärt werden.
Nein. DKWDDK impliziert ja durch seine Namensgebung schon
die "Regel". Vielleicht sollte es wirklich langsam umbenannt werden
in DKWDDKUADA. :-) DuKannstWasDuDarstellenKannstUndDir
AndereAbnehmen.
> Holger
Bastian
"Orks gehen jetzt wieder schlafen".
Bastian Weber schrieb:
>
> Buaahh, so früh am morgen.
> Merke: Orks schlafen am Tag ... ;-)
Ram müssen Tags leider Arbeiten...
> Hihi, schon mal in einer Larpschlacht gewesen? ;-)
> Die Helden dort bekommen auch nur "Fleischwunden"
> ab. Und das obwohl man ihnen mit einem zweihändigen
> Streitkolben mehrfach auf Schultern und Brustbereich
> drischt ... *rotfl*
Ja sowas ist mir auch schon begegnet.
Da war z.B. der Gobbo (zwei Köpfe kleiner als ich und halb so breit) der
nicht mehr als ein Autsch hervorbrachte als ich ihn auf die Hörner
genommen hab. (Nein er ist nicht umgefallen)
>
> [Menge im Larp --> Conanschwemme]
>
> Richtig. Da stimme ich dir zu.
Wir haben ja alle schon Die Drow-Schwemme, und ähnliche Schwemmen noch
gut in Erinnerung ;-)
>
> > Komisch, nicht? Eigentlich ist LARP-Magie ja nun wirklich um vieles
> > Unrealistischer als jeder LARP-Kampf, oder? Ich meine bei den Kriegern
>
> Nein. Magie ist nicht unrealistisch. Magie ist völlig utopisch.
Ist doch fast das selbe, oder ;-)
> Es geht noch nichtmal darum, alles an der Realität zu
> messen, selbst beim Kampf nicht. Denn wenn wir
> diesen Maßstab wirklich ansetzen, dann sieht es
> bitter aus.
Definitiv und vermutlich würde es einfach weniger Spaß machen
> Menschen im Mittelalter waren durchweg
> trainiert (die, die Waffen trugen) und mit den heutigen
> Weich-Schlabber-Säcken sicherlich nicht vergleichbar.
Nie vergessen: Es ist nur ein Spiel es ist kein Sport und schon gar
nicht die Realität.
> Da kann man einfach den berühmten "nimm doch mal
> einen echten Zweihänder in die Hand" Satz sagen.
*grins*
Hmm für solche Fälle habe ich zu den meisten meiner LARP Waffen ein mehr
oder weniger reales Pendant.
>
> Es geht primär drum, dass mir jemand meine Show
> abnimmt. Deshalb habe ich im Kampf auch lieber
> jemanden vor mir, der mit einem Kurzschwert und
> einem kleinen Schildkämpft, als den Retorten-Nr. 51
> Standard Helden mit 3m Doppelzweihänder UND (!)
> Turmschild. Denn der erstere hat es mit seiner Darstellung
> gar nicht mal so schwer, während der letztere einfach
> nur lächerlich wirkt. Vor allem, wenn es sich dabei
> nicht um Arnold Schwarzenegger in Conankostüm,
> sondern um Max Mustermann aus der 7. Klasse
> handelt, der noch nie im Sportunterricht war.
Oh, ja, kann ich mir gerade bildlich vorstellen.
Komischerweise schafft mein Charakter es groß und gefährlich auszusehen
ohne eine Dreimeter-klinge zu führen. Genaugenommen ist meine Axt sogar
eher etwas würzer als das Standard-Langschwert aber sie drückt irgendwie
recht überzeugend die Botschaft "das tut weh" aus dennoch gibt's immer
wieder Leute, die das nicht verstehen.
>
> *schwenk zur Magie*
> Genauso ist es mit der Magie. Ein Magier, der in
> der Schlacht geschützt (ohne Rüstung und Waffen)
> hinter Söldnern steht (die er freilich vorher für horrendes
> Geld angeworben hat) und dort in 10 Minuten Brummeln
> einen Schadenszauber wirkt, den er nicht nur durch einen
> Schaumstoffball oder ein Wort darstellt, sondern durch
> einen Bolzen, den er mit Elfenstaub füllt, oder dergleichen,
> hat es auch nicht schwer. Wenn da ein geworfener Bolzen
> auf mich drauffällt und sich eine silberne Wolke um mich
> ausbreitet, dann nehme ich dem finster dreinblickenden
> Typen hinter dem menschlichen Schutzwall das auch ab.
>
> Aber wenn so ein Pickelgesicht in Robe und Rüstung,
> an jeder Seite ein Schwert, aus einer Stofftasche einen
> Softball zieht, einen 08/15Pseudolateinsatz murmelt und
> mir das Ding an den Kopf wirft, dann ramme ich ihm erst-
> mal meinen Streitkolben zwischen die Nieren.
Das würde ich bei jedem magier machen, der mich bezaubern will wenn ich
an ihn rankomme ;-)
Wenn er allerdings über den oben erwähnten Menschlichen Schutzwall
verfügt könntest du Probleme bekommen.
> > Ihr seht, es gibt nicht viel woran man Magie messen kann außer an der
> > eigenen Vorstellungskraft, an Büchern und an Filmen. Wenn man genau das
>
> Ich messe Magie am Grad des Aufwands und der Mühe,
> die der Magier in seine Sprüche investiert.
Ist sicher ein maß aber du kannst das halt nicht immer anwenden, nämlich
dann nicht wenn du gar nicht gesehen hast daß er etwas auf dich
gezaubert hat. (vieleicht hat er heimlich still und leise eine
Voodoo-Puppe gebastelt oder dich sonstwie aus dem Hinterhalt bezaubert.
Das macht den Zauber ja nicht schlechter aber du kannst ihn schlecht
beurteilen.
Ich gehe irgendwie davon aus, daß vieles im LARP vertrauenssache ist und
ich nicht immer in der lage sein kann alles zu begreifen was um mich und
mit mir geschieht
> > gemeinsame LARP-Realität (zumindestens für das betreffende Con) aussehen
> > muß, damit alle ungefähr die gleiche Vorstellung davon haben.
>
> Bingo. :-) Genau das ist ein großer Punkt.
> Wenn alle die Regeln des jeweiligen Universums
> kennen, dann ist es auch nicht schwer sich damit
> abzufinden. Sehe ich absolut auch so.
quod erat demonstrandum!
>
> > Bei manchen LARPs gibt's deshalb eben Regeln aber ich schätze auch auf
> > dkwddk-Cons wird sowas vorher irgendwie abgeklärt werden.
>
> Nein. DKWDDK impliziert ja durch seine Namensgebung schon
> die "Regel". Vielleicht sollte es wirklich langsam umbenannt werden
> in DKWDDKUADA. :-) DuKannstWasDuDarstellenKannstUndDir
> AndereAbnehmen.
ARGH! Das wird jetzt aber etwas albern, oder?
Außerdem finde ich impliziert die Namensgebung hier lange nicht alles.
Denn was die Leute dir abnehmen hängt doch davon ab wie sie halt die
Regeln des Jeweiligen Universums einschätzen und die werden in diesem
Buchstabenwust nicht beschrieben oder?
Sonst wäre es das Universum, das so ist wie es sich jeder gerade
vorstellt? (kurz dudsiwesjgv)
Das könnte aber schnell zu spannungen im Raumzeitkontinuum führen und
seit Startrek wissen wir, daß das ghanz böse Folgen haben kann. ;-)
Ciao,
Holger/Hawke
> "Orks gehen jetzt wieder schlafen".
"but I have promises to keep and miles to go before I sleep"
--
"Menschen essen Suppe!"
Ja, das kenne ich leider auch.
Das die aber auch gar keine Rücksicht
auf die Rasse nehmen ... (soviel zum
Thema Realitätsverlust ;-)
> nicht mehr als ein Autsch hervorbrachte als ich ihn auf die Hörner
> genommen hab. (Nein er ist nicht umgefallen)
Hmpf ... :-|
> Wir haben ja alle schon Die Drow-Schwemme, und ähnliche Schwemmen noch
> gut in Erinnerung ;-)
Oh ja ... :-)
> > Nein. Magie ist nicht unrealistisch. Magie ist völlig utopisch.
>
> Ist doch fast das selbe, oder ;-)
Ja :-) Aber Magie ist eben soo abgedreht,
dass man wirklich keinen Bezug zur Realität
nehmen sollte. Man muß merken, dass was
knistert, im (argh) Raum-Zeit-Kontinuum ;-)
> Nie vergessen: Es ist nur ein Spiel es ist kein Sport und schon gar
> nicht die Realität.
Vergesse ich schon nicht, keine Angst.
Spätestens auf dem Zeltplatz wird man
meist sehr unsanft aus dem herrlichen
Traum gerissen ... "...ey, reich mir
mal die Kippen ..." Hmpf ...
> *grins*
> Hmm für solche Fälle habe ich zu den meisten meiner LARP Waffen ein mehr
> oder weniger reales Pendant.
Das sollten sich mehrere Leute mal antun.
> Oh, ja, kann ich mir gerade bildlich vorstellen.
> Komischerweise schafft mein Charakter es groß und gefährlich auszusehen
> ohne eine Dreimeter-klinge zu führen. Genaugenommen ist meine Axt sogar
> eher etwas würzer als das Standard-Langschwert aber sie drückt irgendwie
> recht überzeugend die Botschaft "das tut weh" aus dennoch gibt's immer
> wieder Leute, die das nicht verstehen.
Du bist dieses Pelzvieh, oder?
Das aussieht wie ein Turm dem
plötzlich Haare gewachsen sind? ;-)
Doch, ich kann mir vorstellen, dass
ich erstmal überprüfen würde, ob
meine Beine noch gut laufen können,
wenn ich dieses Monstrum sehen würde.
*an die Schulter tipp* Du bist nur
völlig auf der falschen Seite, ehrlich ;-))
> Das würde ich bei jedem magier machen, der mich bezaubern will wenn ich
> an ihn rankomme ;-)
Punkt für dich :-)
> Wenn er allerdings über den oben erwähnten Menschlichen Schutzwall
> verfügt könntest du Probleme bekommen.
Richtig. Und obwohl es sehr nachteilig für
meinen Charakter wäre: ich wünschte, ich hätte
dieses Szenario wenigstens einmal bis jetzt
gesehen. Aber leider: Fehlanzeige. Ich kenne bis
jetzt nur 2 oder 3 Magier, den ich die Darstellung
auch abnehmen. Der Rest: gnadenlose Fehlanzeige.
(Nein, ich bin nicht der Meister der Darstell-
kunst und auch mein Charakter wirkt öfter mal
lächerlich - aber ich glaube sagen zu dürfen:
nicht SO lächerlich)
> Ist sicher ein maß aber du kannst das halt nicht immer anwenden, nämlich
> dann nicht wenn du gar nicht gesehen hast daß er etwas auf dich
> gezaubert hat. (vieleicht hat er heimlich still und leise eine
> Voodoo-Puppe gebastelt oder dich sonstwie aus dem Hinterhalt bezaubert.
> Das macht den Zauber ja nicht schlechter aber du kannst ihn schlecht
> beurteilen.
Das stimmt absolut. Ich habe hier auch nur von
aktiven Kampfzaubern gesprochen (ist ein LeidThema
von mir). Alles andere ist sowieso viel stimmungs-
voller. Alleine dadurch, dass einem kein Softball an
die Stirn fliegt. Gerade Zauber in Richtung Voodoo
fände ich spitze.
> Ich gehe irgendwie davon aus, daß vieles im LARP vertrauenssache ist und
> ich nicht immer in der lage sein kann alles zu begreifen was um mich und
> mit mir geschieht
Klaro, so sollte ein vernunftbegabter Mensch das auch
sehen. (so ein Glück dass ich ein Ork bin ... mist, schon
wieder diese Realitätsflucht ... ;)
> ARGH! Das wird jetzt aber etwas albern, oder?
Ja. :-)
> Außerdem finde ich impliziert die Namensgebung hier lange nicht alles.
> Denn was die Leute dir abnehmen hängt doch davon ab wie sie halt die
> Regeln des Jeweiligen Universums einschätzen und die werden in diesem
> Buchstabenwust nicht beschrieben oder?
Stimmt. Ein nicht im Namen impliziertes Stück Regel
lautet: jeder ist sich selbst und den anderen Spielleiter.
Da steckt eigentlich alles drin, was man braucht.
Vielleicht, um die Suppe perfekt zu würzen:
jeder akzeptiert die Darstellung des anderen so, wie
es ihm passt, ohne den anderen dabei zu stark in seiner
Darstellung einzuschränken. (Ja, die Dummen nützen das
wieder aus, aber denen kann man eh nicht helfen)
> Das könnte aber schnell zu spannungen im Raumzeitkontinuum führen und
> seit Startrek wissen wir, daß das ghanz böse Folgen haben kann. ;-)
*g*
> Holger
> "but I have promises to keep and miles to go before I sleep"
Selber schuld. ;-)
>Ich habe bisher noch kaum jemanden der "Ritter" seine Rüstung geparieren
>sehen!
Ein _Ritter_ hat dafür ja auch seine Leute. Sollte er zumindest haben, so
als Adliger... zumindest ein oder zwei Knappen. :-|
>Wenn ein gutes, ambientetechnisch hochwertiges
>Heilerzelt irgendwo rumsteht, dann ist es auch mal
>ganz interessant, diese Facette einen oder zwei Tage
>lang auszuspielen.
Und wenn die Heiler und Apotheker dann noch die Dorfschönheitinnen
rekrutieren, um die Verwundeten zu versorgen, stelle ich mir das
eigentlich ganz reizvoll vor, wenn die Wunden erst einmal mit warmem, mit
Heilkräutern versetztem Wasser ausgewaschen werden müssen... %-}
>Natürlich wird keiner gerne
>1 Tag lang auf einer Bahre liegen wollen - aber zu
>verlangen, dass die Verletzten einfach mal einen Tag
>lang aufhören mit ihren Stahlwerkzeugen in der Luft
>rumzufuhrwerken, das kann doch nicht zuviel sein, oder?
Nö. Sach bescheid, wenn Du mal einen Con mitveranstaltest!
>> Wollte damit nur sagen, dass ich deinen Vorschlag (du warst das doch mit
>> dem nach drei Tagen an Wundbrand krepieren, oder?) für zu extrem halte
>Klar.
Eigentlich nicht. Man sollte es schon schaffen, nach einer Verletzung
Hilfe zu bekommen -- oder halt eine reelle Chance zur lebensbedrohlichen
Krankheit! Das steigert auch den Bedarf an heilkundigen Figuren und nicht
nur magisch aktive Heiler, sondern auch Kräuterfrauen etc. Auf einmal
besteht Bedarf an dem jungen, schüchternen Mann, der sich einsiedlerisch
durch das Leben im Wald schlägt und er wird gebraucht!
>Ich wollte damit auch nicht den
>Wettbewerb der Extreme gewinnen, sondern nur mal
>ansprechen, was eigentlich realistisch wäre und
>wie unrealistisch Larp sein kann.
Hmm, realistisch wäre nach einer in einer Schlacht erlangten Verletzung
eine Überlebenschance von 40-60% _trotz_ medizinischer Versorgung. Dort
wäre das andere Extrem zu suchen. Und selbst in Fantasy-Settings sterben
nach Schlachten _sehr_ viele Menschen an Krankheiten und Siechtum.
Es kommt mir so vor, als habe man beim Larp quasi keine Chance, den
Löffel abzugeben. Egal, wie sehr oder wie oft man sich in die Schlacht
stürzt, man wird schon wieder reaktiviert.
Was soll das?
Wie soll eine Stadtwache Autorität verbreiten, wenn niemand fürchten muß,
daß man von eben dieser Wache erschlagen wird, sobald man die Hand gegen
sie erhebt? Wo bleibt da die Angst, in die Schlacht zu ziehen, wenn man
schon vorher weiß, daß man wieder heile nach Hause kommt? Ist _das_
Ambiente? Ich finde eigentlich nicht...
Bastian Weber schrieb:
> > nicht mehr als ein Autsch hervorbrachte als ich ihn auf die Hörner
> > genommen hab. (Nein er ist nicht umgefallen)
>
> Hmpf ... :-|
Such is life/live
Bei fünf leuten ist einer dabei, der mitspielt drei die nix raffe oder
raffen wollen und einer der fragt was er jetzt tun muß.
> > Nie vergessen: Es ist nur ein Spiel es ist kein Sport und schon gar
> > nicht die Realität.
>
> Vergesse ich schon nicht, keine Angst.
> Spätestens auf dem Zeltplatz wird man
> meist sehr unsanft aus dem herrlichen
> Traum gerissen ... "...ey, reich mir
> mal die Kippen ..." Hmpf ...
Verdammte Raucher!
> > *grins*
> > Hmm für solche Fälle habe ich zu den meisten meiner LARP Waffen ein mehr
> > oder weniger reales Pendant.
>
> Das sollten sich mehrere Leute mal antun.
Hmm manchmal aber nur manchmal denke ich darüber nach ob es nicht
sinnvol währe mal real zu demonstrieren wie weg das tut davon getroffen
zu werden.
...aber dann fällt mir immer ein, daß es verboten ist...
> Du bist dieses Pelzvieh, oder?
> Das aussieht wie ein Turm dem
> plötzlich Haare gewachsen sind? ;-)
Himmel ist meine Figur wirklich so verherend?
Im großen und ganzen klingt die Beschreibung aber so als könnte ich das
sein ;-)
> Doch, ich kann mir vorstellen, dass
> ich erstmal überprüfen würde, ob
> meine Beine noch gut laufen können,
> wenn ich dieses Monstrum sehen würde.
Ist übrigens erstaunlich wie wenige Leute so denken.
Beliebte Standardreakition: "Oh, was ist denn das? He du da! Was bist
du? Bist du eine Dämon? Nein? Na dann ist ja gut..."
> *an die Schulter tipp* Du bist nur
> völlig auf der falschen Seite, ehrlich ;-))
welches ist denn die Richtige Seite?
Eigentlich stehe ich bzw. mein Char primär auf seiner eigenen Seite (bzw
auf der seines Volkes)
> > Wenn er allerdings über den oben erwähnten Menschlichen Schutzwall
> > verfügt könntest du Probleme bekommen.
>
> Richtig. Und obwohl es sehr nachteilig für
> meinen Charakter wäre: ich wünschte, ich hätte
> dieses Szenario wenigstens einmal bis jetzt
> gesehen. Aber leider: Fehlanzeige. Ich kenne bis
> jetzt nur 2 oder 3 Magier, den ich die Darstellung
> auch abnehmen. Der Rest: gnadenlose Fehlanzeige.
> (Nein, ich bin nicht der Meister der Darstell-
> kunst und auch mein Charakter wirkt öfter mal
> lächerlich - aber ich glaube sagen zu dürfen:
> nicht SO lächerlich)
Ist so aber wie gesagt ich bin da auch sehr großzügig:
Wenn er seine Fähigkeiten nicht zu arg mißbraucht oder zu Pappnasig
damit umgeht lasse ich ihn meist machen. Diskussionen mit solchen Typen
muß ich einfach nicht haben und auch ihn zu ignorieren zieht
diskussionen nach sich.
>
> > Ist sicher ein maß aber du kannst das halt nicht immer anwenden, nämlich
> > dann nicht wenn du gar nicht gesehen hast daß er etwas auf dich
> > gezaubert hat. (vieleicht hat er heimlich still und leise eine
> > Voodoo-Puppe gebastelt oder dich sonstwie aus dem Hinterhalt bezaubert.
> > Das macht den Zauber ja nicht schlechter aber du kannst ihn schlecht
> > beurteilen.
>
> Das stimmt absolut. Ich habe hier auch nur von
> aktiven Kampfzaubern gesprochen (ist ein LeidThema
> von mir). Alles andere ist sowieso viel stimmungs-
> voller. Alleine dadurch, dass einem kein Softball an
> die Stirn fliegt. Gerade Zauber in Richtung Voodoo
> fände ich spitze.
Alles schon gesehen (oder zumindestens die Reste eines solchen Rituals
inklusive Voodoo-Puppe mit wiedererkennundswert.
Bei den Kampfzauber bin ich halt meist nachsichtig, da ich im Gefecht
meist andere Dinge zu tun habe als mir zu überlegen ob der Zauber nun
gut gezaubert war oder nicht.
>
> > Ich gehe irgendwie davon aus, daß vieles im LARP vertrauenssache ist und
> > ich nicht immer in der lage sein kann alles zu begreifen was um mich und
> > mit mir geschieht
>
> Klaro, so sollte ein vernunftbegabter Mensch das auch
> sehen. (so ein Glück dass ich ein Ork bin ... mist, schon
> wieder diese Realitätsflucht ... ;)
Vernunftbegabt und Mensch gehören übrigens nicht zusammen...
> Stimmt. Ein nicht im Namen impliziertes Stück Regel
> lautet: jeder ist sich selbst und den anderen Spielleiter.
> Da steckt eigentlich alles drin, was man braucht.
> Vielleicht, um die Suppe perfekt zu würzen:
Ich esse keine Suppe! (ja ich weiß, Realitätsverlust)
> jeder akzeptiert die Darstellung des anderen so, wie
> es ihm passt, ohne den anderen dabei zu stark in seiner
> Darstellung einzuschränken. (Ja, die Dummen nützen das
> wieder aus, aber denen kann man eh nicht helfen)
hmm führt nach meinen Dafürhalten zu dem klassischen 'viele Köche
versalzen den Brei'-Prinzip. Irgendwo muß man sich schon einigen was das
Maß der Dinge ist. Das kann man entweder mit Regeln oder auch formlos
machen. haupsache, jeder weis was die ungefähren Richtlinien sind. So
wie du es beschreibst hast du nachher ein Con mit x verschiedenen
Spielleitungen, die nach y verschiedenen
Regeln/Philosopien/Weltanschauungen spielen, bzw Spielleitern.
y liegt übrigens hin und wieder verdächtig nahe an x, kann aber nie
größer sein.
>Wie bitte soll ich darstellen, daß mein Ninja eine 10 m weite
>und 5 m hohe Flugrolle vollführt um über die Burgmauer zu gelangen?
Das Minitramp macht's möglich... :-) *lachtot*
>Wie
>soll ich vernünftig darstellen, daß mein Bärenstarker Barbar seine
>Gegner in einer scheinbar ausweglosen Situation einfach über den haufen
>rennt
Nun, wenn Du ihn _darstellen_ kannst, sollten die anderen auch damit
leben/arbeiten können. Ebenso wie mit dem Hieb der
Barbarenstreitaxt. Wenn ich _merke_ daß das keine normale Axt ist, die da
geschwungen wird, werde ich einen Treffer auch wesentlich bedeutender
ausspielen, nicht wahr? Und wenn ich als Dritter sowas sehe, nehme ich
vielleicht sogar die Beine in die Hand, denn schließlich kann ja nicht
jeder Held ohne Furcht und Hirn sein! :-)
...tt...
Jens
> Wie bitte soll ich darstellen, daß mein Ninja eine 10 m weite
> und 5 m hohe Flugrolle vollführt um über die Burgmauer zu gelangen?
Trampolin und vorbereitete Landefläche... ;-) (Nein, als sestes soll es
der romanautor vormachen)
Wie
> soll ich vernünftig darstellen, daß mein Bärenstarker Barbar seine
> Gegner in einer scheinbar ausweglosen Situation einfach über den haufen
> rennt
losrennen...
oder der Dieb außen an der Burgmauer hochklettert.
Das wäre im Prinzip darstellbar - für einen Freikletterer site eine
Burgmauer vermutliche besteigbar. Dagegen sprechen Haftungsfragen und
gewöhnlich auch, daß die Burgenverwaltung etwas dagegen hat.
Viele der Dinge
> die so in Büchern passieren würden im Film einen Stuntman oder eben
> tricks, die man im LARP nicht durchziehen kann (weil z.B. die Burgmauer
> halt wirklich senkrecht ist und nicht nur schräg und die Kamera statt
> dessen halt ein bischen gedreht wird). Außerdem ist euch schon mal
> aufgefallen wie Selten Film und Buch-Helden verletzt werden? Die werden
> einfach nicht getroffen oder bekommen nur eine leichte Fleischwunde ab,
> damit's dramatischer wirkt.
Ack.
> Der zweite Punkt, der damit in Zusammenhang steht ist die Menge. Auf
> einem LARP hat man einfach meist sehr viele Charaktere, während es in
> einem Buch meist nicht mehr als eine Hand voll sind. Das macht es
> teilweise recht schwierig ihnen irgendwelche sonderfertigkeiten
> zuzubilligen, wie z.B. die Kraft eine Conan, denn sonst hätten wir sehr
> schnell eine echte Conan-Schwemme
Ack. Selbst ohne Sonderfähigkeiten ist die Anzahl der Charaktere meist
zu groß, damit alle "Helden" sein können. Filme oder Romane mit 10
Hauptpersonen auf einer Seite sind so selten, daß mir keiner einfällt.
Und 10 wäre eine verdammt kleine Spielerzahl.
>
> > Auch verstehe ich die Aussage "dann haben wir nur noch
> > Magiere" nicht. Soll das heißen, dass die Beschränkung
> > auf Logik und Realismus zwangsweise impliziert, dass
> > keiner mehr einen Kämpfer spielt? Puhh ... dann ist es
> > wirklich weit gekommen ...
>
> Komisch, nicht? Eigentlich ist LARP-Magie ja nun wirklich um vieles
> Unrealistischer als jeder LARP-Kampf, oder? Ich meine bei den Kriegern
> heißt es immer wie du mit dem Schwert umgehst ist unrealistisch, was du
> aushältst ist unrealistisch und so schnell wie du geheilt bist ist
> unrealistisch.
Ist es. Da es keinen reale Magie gibt, geht "unrealistisch" für
Magiedarstelungen nicht. Nur kann man für Magier "schlecht dargestellt"
als synonym für "unrealistisch" nehmen.
Versteht mich nicht falsch: Ich hasse Leute, die mit
> Zweihändern rumfuchteln wie mit einem Florett und ähnlichen Unsinn
> genauso wie ihr wahrseinlich auch aber was ich versuche zu sagen ist,
> daß viele Leute LARP-Kampf immer an der Realität messen, während das bei
> Magie ja eigentlich fast unmöglich ist oder wer hat schon mal in der
> Realität einen Feuerballzauber gesehen oder eine Dämonenbeschwörung, bei
> der auch tatsächlich ein Dämon erschienen ist?
Definiere Dämon... (Du kennst meine "Kunden" nicht) SCNR
> Ihr seht, es gibt nicht viel woran man Magie messen kann außer an der
> eigenen Vorstellungskraft, an Büchern und an Filmen. Wenn man genau das
> aber beim Krieger tut, dann fangen viele an zu schreien "das ist ja
> unrealischtisch!" Wichtig ist einfach, daß wir uns einigen wie unsere
> gemeinsame LARP-Realität (zumindestens für das betreffende Con) aussehen
> muß, damit alle ungefähr die gleiche Vorstellung davon haben.
Ack.
Tobias
RA Tobias Nüssel schrieb:
> Wie
> > soll ich vernünftig darstellen, daß mein Bärenstarker Barbar seine
> > Gegner in einer scheinbar ausweglosen Situation einfach über den haufen
> > rennt
>
> losrennen...
Und hier kommen wir zu einem der beliebten Probleme: Der darf das nicht,
also kann der das auch nicht tun.
Erstes Beispiel: Ein Zwergpygmähe, der mit seinem Riesen Schild mir
versucht die Tür zu verstellen. Realistische Lösung: Mein Char nimmt
anlauf und er endet als breitgetretenes Etwas unter seinem Schild (wenn
er nicht rechtzeitig aus dem Weg geht). Leider darf ich ihn aber nicht
wirklich platt treten oder auch nur umrennen und das weiß er. Also wähnt
er sich in sicherheit.
Zweites Beispiel ein zwielichtiger Händler hat etwas was ich haben will.
Ich packe ihn am Sclafittchen und drohe ihm Schläge an. Realistischer
Ausgang: Er rückt raus mit was auch immer ich haben will oder hat im für
ihn günstigsten Fall nur eine gebrochene Nase. Leider darf ich ihn nicht
vwirklich verprügeln und das weiß auch er. Darum bleibt er rotzfrech und
hat keine Angst.
Beide Situationen sind mir in ähnliche Variation schon häufiger
untzergekommen und zeigen einfach, daß man sehr oft nicht darauf zählen
kann, daß der Gegeüber logisch reagiert
> oder der Dieb außen an der Burgmauer hochklettert.
>
> Das wäre im Prinzip darstellbar - für einen Freikletterer site eine
> Burgmauer vermutliche besteigbar. Dagegen sprechen Haftungsfragen und
> gewöhnlich auch, daß die Burgenverwaltung etwas dagegen hat.
Genau das! Jeder veranstalter tut gut daran, das verletzungsrisiko zu
minimieren und auch nicht den Geläde-verwalter zu verärgern.
> Ack. Selbst ohne Sonderfähigkeiten ist die Anzahl der Charaktere meist
> zu groß, damit alle "Helden" sein können. Filme oder Romane mit 10
> Hauptpersonen auf einer Seite sind so selten, daß mir keiner einfällt.
> Und 10 wäre eine verdammt kleine Spielerzahl.
Stimmt genau...
(der 13. Krieger hatte übrigens 13 aber das war ein Film...)
>
> Ist es. Da es keinen reale Magie gibt, geht "unrealistisch" für
> Magiedarstelungen nicht. Nur kann man für Magier "schlecht dargestellt"
> als synonym für "unrealistisch" nehmen.
Nicht zwangsweise:
gut und schlecht dargestellt ist sehr subjektiv. du kannst maximal
sagen, daß es aufendig dargestellt ist. Wenn es Magie wirklich geben
würde, vieleicht wäre es dann ja wirklich möglich mit einer kurzen
Hanbewegung einen Feuerball heraufzubeschwören oder jemanden mit dem
bösen Blick zu behexen?
Liegt der Gedanke denn so fern? ;-)
>
> Versteht mich nicht falsch: Ich hasse Leute, die mit
> > Zweihändern rumfuchteln wie mit einem Florett und ähnlichen Unsinn
> > genauso wie ihr wahrseinlich auch aber was ich versuche zu sagen ist,
> > daß viele Leute LARP-Kampf immer an der Realität messen, während das bei
> > Magie ja eigentlich fast unmöglich ist oder wer hat schon mal in der
> > Realität einen Feuerballzauber gesehen oder eine Dämonenbeschwörung, bei
> > der auch tatsächlich ein Dämon erschienen ist?
>
> Definiere Dämon... (Du kennst meine "Kunden" nicht) SCNR
Übernatürliche oft schlecht gelaunte Kreatur aus einer Paralewelt,
Dimension, Hölle etc. die durch Beschwörung in unsere Welt gerufen
werden kann. Gelten häufig als sehr launisch, ziemlich mächtig und
häufig boshaft. Desweiteren verfügen viele wohl auch über mannifaltige
magische Kräfte.
Bis auf die Tatsachen, das Dämonen heraufbeschworen werden müssen und in
dieser Welt nicht beheimatet sind sind alle der obigen Punkte optional.
> René:
> Und wenn die Heiler und Apotheker dann noch die Dorfschönheitinnen
> rekrutieren, um die Verwundeten zu versorgen, stelle ich mir das
> eigentlich ganz reizvoll vor, wenn die Wunden erst einmal mit warmem, mit
> Heilkräutern versetztem Wasser ausgewaschen werden müssen... %-}
:-)
> Nö. Sach bescheid, wenn Du mal einen Con mitveranstaltest!
Würde ich wirklich mal wieder gerne machen.
Vielleicht wird mein großes Maul danach auch
ganz klein, wenn ich sehe, wie schwierig es
wirklich ist :-)
> Eigentlich nicht. Man sollte es schon schaffen, nach einer Verletzung
> Hilfe zu bekommen -- oder halt eine reelle Chance zur lebensbedrohlichen
> Krankheit! Das steigert auch den Bedarf an heilkundigen Figuren und nicht
> nur magisch aktive Heiler, sondern auch Kräuterfrauen etc. Auf einmal
> besteht Bedarf an dem jungen, schüchternen Mann, der sich einsiedlerisch
> durch das Leben im Wald schlägt und er wird gebraucht!
Ja, das sind dann die Dinge, die mir sonst auf einem Larp fehlen.
Da bekommt man schonmal mit, dass ein Verletzter auf dem
Boden nach einem anderen Heiler schreit, weil ihm der aktuelle
"zu lange braucht" ... :-|
> Hmm, realistisch wäre nach einer in einer Schlacht erlangten Verletzung
> eine Überlebenschance von 40-60% _trotz_ medizinischer Versorgung. Dort
> wäre das andere Extrem zu suchen. Und selbst in Fantasy-Settings sterben
> nach Schlachten _sehr_ viele Menschen an Krankheiten und Siechtum.
Klar. Bloß sind da exakt 40-60% NSCs ;-))
Merke: Helden sind immer die restlichen 40-60% :-))
Und: ich kann das sogar verstehen. Ich selbst bin kein
Anhänger sinnloser und langweiliger Charaktertode, und
wenn sie noch so realistisch sind.
Aber wenigstens seine Verletzungen kann man doch ein
wenig realitätsnäher ausspielen, wenn man schon das
große Plus im Spiel besitzt, eben nicht an einer realistischen
Todesquote gemessen zu werden.
> Es kommt mir so vor, als habe man beim Larp quasi keine Chance, den
> Löffel abzugeben. Egal, wie sehr oder wie oft man sich in die Schlacht
> stürzt, man wird schon wieder reaktiviert.
>
> Was soll das?
Das kann ich wirklich verstehen. Das hat etwas damit zu tun, wie
stark man an einem Charakter hängt und wieviel Zeit man da
reininvestiert hat. In einer Schlacht aber, sollte schon die Chance
bestehen auch mal zu sterben. Niemand wird gezwungen an einer
Schlacht teilzunehmen.
> Wie soll eine Stadtwache Autorität verbreiten, wenn niemand fürchten muß,
> daß man von eben dieser Wache erschlagen wird, sobald man die Hand gegen
> sie erhebt? Wo bleibt da die Angst, in die Schlacht zu ziehen, wenn man
> schon vorher weiß, daß man wieder heile nach Hause kommt? Ist _das_
> Ambiente? Ich finde eigentlich nicht...
Nein sicherlich nicht. Man sollte als Spieler immer eine Chance erhalten,
aus einer tödlichen Gefahr zu entkommen, aber man sollte auch die
Konsequenzen tragen, wenn man sich bewußt in diese hineinstürzt.
Und dazu gehört eben auch ein gewisser Teil an Verletzungen und deren
Darstellung.
Wie schön ist es bspw., wenn man dem feindlichen Hauptmann
so übelst auf die Schulter gedroschen hat, dass dieser für die
kommende Schlacht nur noch als Beobachter dienen kann.
Aber nein, pünktlich um viertel nach zwölf, nach dem Mittagessen
stehen sich auf dem Campingplatzvorhof alle wieder gegenüber.
Und die einzigen sichtbaren Verletzung resultieren aus fehlerhaftem
Umgang mit Messer und Gabel beim Essen ...
> René
Bastian
Hah, ein Verbündeter :-)
Es gibt derer nur noch sehr wenige ...
> Hmm manchmal aber nur manchmal denke ich darüber nach ob es nicht
> sinnvol währe mal real zu demonstrieren wie weg das tut davon getroffen
> zu werden.
> ...aber dann fällt mir immer ein, daß es verboten ist...
Ja ... ist auch häßlich, das Knirschen der Knochen,
die Todesschreie der Verwundeten ... das Blut und die
Gedärme überall auf dem teueren (erst morgens ausge-
bürstetem) Fell ... ;-))
Nein, es würde schon reichen, wenn mal ein paar
Leute einen normalen Schaukampf durchmachen
würden. Ich z.B. halte das dann ca. 2 Minuten aus,
bevor ich mit Kreislaufkollaps und glühend roter
Birne vor meinem Feind zusammenbreche ...
Mit ein Grund, warum ich ungern kämpfe ...
> Himmel ist meine Figur wirklich so verherend?
> Im großen und ganzen klingt die Beschreibung aber so als könnte ich das
> sein ;-)
Hehe, und dann auch noch so selbstgefällig, sich
in dieser Beschreibung wiederzufinden. Hilfe,
monsterhafte Statur und Selbstvertrauen ...
wie gut waren nochmal meine Beine? ;-))
> Ist übrigens erstaunlich wie wenige Leute so denken.
> Beliebte Standardreakition: "Oh, was ist denn das? He du da! Was bist
> du? Bist du eine Dämon? Nein? Na dann ist ja gut..."
Vergleiche dazu Bogen. :-|
Ja, es ist teilweise schon recht nervig.
> welches ist denn die Richtige Seite?
> Eigentlich stehe ich bzw. mein Char primär auf seiner eigenen Seite (bzw
> auf der seines Volkes)
Na dann hast du die richtige Seite ja schon
fast gewählt.
> Ist so aber wie gesagt ich bin da auch sehr großzügig:
> Wenn er seine Fähigkeiten nicht zu arg mißbraucht oder zu Pappnasig
> damit umgeht lasse ich ihn meist machen. Diskussionen mit solchen Typen
> muß ich einfach nicht haben und auch ihn zu ignorieren zieht
> diskussionen nach sich.
Ja. Leider (oder zum Glück) tendiere ich auch
meist eher in die Richtung, auch wenn ich mir
immer wieder vornehme grottenschlechte Dar-
stellung zu ignorieren. Aber es ist einfach schädlich
für das gesamte Spiel etwas zu ignorieren. Deshalb
ärgert es mich ja auch so.
Wenn ich ein Gift braue und mir dabei keine Mühe
gebe, wenn ich es absolut ungeschickt in einen
Becher in der Taverne kippe, dann rege ich mich
auch nicht auf, wenn das mit dem Vergiften dann nicht
hinhaut. Ich war z.B. sehr angenehm überrascht, als
ein Magier vor mir einen Windstoß probieren wollte
und er ihn versaut hat. Er ist drei Meter nach hinten
geflogen und hat eigentlich nur deshalb nichts von mir
abbekommen, weil ich so verdutzt war. Aber es ist
schön, wenn mal was nicht klappt - auf beiden
Seiten. Sicherlich hat es ihm genausoviel Spaß
gemacht, mich zu verblüffen, wie mir, dass mal ein
Zauberer seinen Spruch vor mir versaut hat.
> Alles schon gesehen (oder zumindestens die Reste eines solchen Rituals
> inklusive Voodoo-Puppe mit wiedererkennundswert.
Feine Sache :)
> Bei den Kampfzauber bin ich halt meist nachsichtig, da ich im Gefecht
> meist andere Dinge zu tun habe als mir zu überlegen ob der Zauber nun
> gut gezaubert war oder nicht.
Hmm. Ja. Wie o. schon erwähnt. Meist spielt man es aus,
weil man gar keine Lust hat im aktiven Geschehen etwas
zu beanstanden. Trotzdem hätte ich gerne weniger mächtige
Magiere und schöner/realistischer ausgespielte Wunden ...
> Vernunftbegabt und Mensch gehören übrigens nicht zusammen...
Hihi, jetzt wirds aber gemein und ehrlich ... ;-)
> Ich esse keine Suppe! (ja ich weiß, Realitätsverlust)
Ohh, du verpasst was, wirklich. So eine Suppe nach
stundenlangem Wachschieben im eiskalten Regen ist
der Ahnen wahrer Segen! Da geht nur ein Steak
drüber. (die hat der Smuunt aber immer alle schon
aufgefressen, wenn wir kommen :-)
> wie du es beschreibst hast du nachher ein Con mit x verschiedenen
> Spielleitungen, die nach y verschiedenen
> Regeln/Philosopien/Weltanschauungen spielen, bzw Spielleitern.
> y liegt übrigens hin und wieder verdächtig nahe an x, kann aber nie
> größer sein.
:-) Ja, das ist die Gefahr. Aber es kann recht gut klappen.
Manchmal begegnet man eben vernunftbegabten Spielern,
manchmal nicht. Ob die nun nach Regeln oder DKWDDK
spielen ist eigentlich wurscht. Im positiven und im negativen
Fall.
> Holger
Bastian
> Erstes Beispiel: Ein Zwergpygmähe, der mit seinem Riesen Schild mir
> versucht die Tür zu verstellen. Realistische Lösung: Mein Char nimmt
> anlauf und er endet als breitgetretenes Etwas unter seinem Schild (wenn
> er nicht rechtzeitig aus dem Weg geht). Leider darf ich ihn aber nicht
> wirklich platt treten oder auch nur umrennen und das weiß er. Also wähnt
> er sich in sicherheit.
Er hat gefälligst aus dem Weg zu gehen...wenn er nicht glaubt, daß er
den Aufprall übersteht (ja, ich gebe zu - ich bin da der Mindermeinung)
> Zweites Beispiel ein zwielichtiger Händler hat etwas was ich haben will.
> Ich packe ihn am Sclafittchen und drohe ihm Schläge an. Realistischer
> Ausgang: Er rückt raus mit was auch immer ich haben will oder hat im für
> ihn günstigsten Fall nur eine gebrochene Nase. Leider darf ich ihn nicht
> vwirklich verprügeln und das weiß auch er. Darum bleibt er rotzfrech und
> hat keine Angst.
Schlechte Reaktion. Setz ihn ab und halte ihn dann mal an den Füßen in
die Luft...
Außerdem: wenn man einem guten Spieler sagt, er kriegt gerade eines auf
die Nase (z.B. durch einen Kopfstoß ins Gesicht), dann spielt der eine
gebrochene Nase.
> Beide Situationen sind mir in ähnliche Variation schon häufiger
> untzergekommen und zeigen einfach, daß man sehr oft nicht darauf zählen
> kann, daß der Gegeüber logisch reagiert
>
> > Ack. Selbst ohne Sonderfähigkeiten ist die Anzahl der Charaktere meist
> > zu groß, damit alle "Helden" sein können. Filme oder Romane mit 10
> > Hauptpersonen auf einer Seite sind so selten, daß mir keiner einfällt.
> > Und 10 wäre eine verdammt kleine Spielerzahl.
>
> Stimmt genau...
> (der 13. Krieger hatte übrigens 13 aber das war ein Film...)
Den ich nicht gesehen habe.
> >
> > Ist es. Da es keinen reale Magie gibt, geht "unrealistisch" für
> > Magiedarstelungen nicht. Nur kann man für Magier "schlecht dargestellt"
> > als synonym für "unrealistisch" nehmen.
>
> Nicht zwangsweise:
> gut und schlecht dargestellt ist sehr subjektiv. du kannst maximal
> sagen, daß es aufendig dargestellt ist. Wenn es Magie wirklich geben
> würde, vieleicht wäre es dann ja wirklich möglich mit einer kurzen
> Hanbewegung einen Feuerball heraufzubeschwören oder jemanden mit dem
> bösen Blick zu behexen?
> Liegt der Gedanke denn so fern? ;-)
Nö. Aber für einen großen Effekt erwarte ich bei Magie eine große Show.
Und eine echte große Show ist unterhaltsam und gut dargestellt.
> >
> > Versteht mich nicht falsch: Ich hasse Leute, die mit
> > > Zweihändern rumfuchteln wie mit einem Florett und ähnlichen Unsinn
> > > genauso wie ihr wahrseinlich auch aber was ich versuche zu sagen ist,
> > > daß viele Leute LARP-Kampf immer an der Realität messen, während das bei
> > > Magie ja eigentlich fast unmöglich ist oder wer hat schon mal in der
> > > Realität einen Feuerballzauber gesehen oder eine Dämonenbeschwörung, bei
> > > der auch tatsächlich ein Dämon erschienen ist?
> >
> > Definiere Dämon... (Du kennst meine "Kunden" nicht) SCNR
>
> Übernatürliche oft schlecht gelaunte Kreatur aus einer Paralewelt,
> Dimension, Hölle etc. die durch Beschwörung in unsere Welt gerufen
> werden kann. Gelten häufig als sehr launisch, ziemlich mächtig und
> häufig boshaft. Desweiteren verfügen viele wohl auch über mannifaltige
> magische Kräfte.
> Bis auf die Tatsachen, das Dämonen heraufbeschworen werden müssen und in
> dieser Welt nicht beheimatet sind sind alle der obigen Punkte optional.
Hm. Das macht mich nachdenklich.
Tobias
Hawke:
> versucht die Tür zu verstellen. Realistische Lösung: Mein Char nimmt
> anlauf und er endet als breitgetretenes Etwas unter seinem Schild (wenn
> er nicht rechtzeitig aus dem Weg geht). Leider darf ich ihn aber nicht
> wirklich platt treten oder auch nur umrennen und das weiß er. Also wähnt
> er sich in sicherheit.
Also, da wuerde ich so gegenrennen, dass der Kerl den Schlag spuert.
Dann leise dem Kerl sagen, wie stark man ist und dass er zurueckfliegt.
Wenn er nicht reagiert, echt davorrennen. Wofuer sind sonst Schild weich ?
> Zweites Beispiel ein zwielichtiger Händler hat etwas was ich haben will.
> Ich packe ihn am Sclafittchen und drohe ihm Schläge an. Realistischer
> Ausgang: Er rückt raus mit was auch immer ich haben will oder hat im für
> ihn günstigsten Fall nur eine gebrochene Nase. Leider darf ich ihn nicht
> vwirklich verprügeln und das weiß auch er. Darum bleibt er rotzfrech und
> hat keine Angst.
Dann verdrisch in bis Bewusstlosigkeit, wenn er meint so toll zu sein,
sieht er ja was er davon hat.
Tschuess
Daniel
RA Tobias Nüssel schrieb:
> > Erstes Beispiel: Ein Zwergpygmähe, der mit seinem Riesen Schild mir
> > versucht die Tür zu verstellen. Realistische Lösung: Mein Char nimmt
> > anlauf und er endet als breitgetretenes Etwas unter seinem Schild (wenn
> > er nicht rechtzeitig aus dem Weg geht). Leider darf ich ihn aber nicht
> > wirklich platt treten oder auch nur umrennen und das weiß er. Also wähnt
> > er sich in sicherheit.
>
> Er hat gefälligst aus dem Weg zu gehen...wenn er nicht glaubt, daß er
> den Aufprall übersteht (ja, ich gebe zu - ich bin da der Mindermeinung)
Ja, besonders die Zergpygmähen sind in der Regel anderer Meinung
> Schlechte Reaktion. Setz ihn ab und halte ihn dann mal an den Füßen in
> die Luft...
> Außerdem: wenn man einem guten Spieler sagt, er kriegt gerade eines auf
> die Nase (z.B. durch einen Kopfstoß ins Gesicht), dann spielt der eine
> gebrochene Nase.
Du hast das Zauberwort gesagt: "guter Spieler"! Mit guten Spieler
passieren solche Szenen nämlich gar nicht erst.
> > > Ack. Selbst ohne Sonderfähigkeiten ist die Anzahl der Charaktere meist
> > > zu groß, damit alle "Helden" sein können. Filme oder Romane mit 10
> > > Hauptpersonen auf einer Seite sind so selten, daß mir keiner einfällt.
> > > Und 10 wäre eine verdammt kleine Spielerzahl.
> >
> > Stimmt genau...
> > (der 13. Krieger hatte übrigens 13 aber das war ein Film...)
>
> Den ich nicht gesehen habe.
Ne, ich leider auch nicht aber er soll sehr gut sein und angeblich
kommen wirklich 13 Krieger drinnen vor. (irgendwann schau ich ihn mir
nochmal an aber aus irgendwelchen Gründen kam immer was dazwischen,
sowohl als er im Kino lief als auch immer wenn ich ihn mal auf Video
sehen wollte)
> Nö. Aber für einen großen Effekt erwarte ich bei Magie eine große Show.
> Und eine echte große Show ist unterhaltsam und gut dargestellt.
Klar, Show ist gut und soll belohnt weren aber es ist immer sehr schwer
zu sagen wieviel show für was jetzt nötig sind, weil gäbe es Magie in
der realität, so währe sie nicht von der show abhängig.
> > > Definiere Dämon... (Du kennst meine "Kunden" nicht) SCNR
> >
> > Übernatürliche oft schlecht gelaunte Kreatur aus einer Paralewelt,
> > Dimension, Hölle etc. die durch Beschwörung in unsere Welt gerufen
> > werden kann. Gelten häufig als sehr launisch, ziemlich mächtig und
> > häufig boshaft. Desweiteren verfügen viele wohl auch über mannifaltige
> > magische Kräfte.
> > Bis auf die Tatsachen, das Dämonen heraufbeschworen werden müssen und in
> > dieser Welt nicht beheimatet sind sind alle der obigen Punkte optional.
>
> Hm. Das macht mich nachdenklich.
Warum?
Hast du dich gefragt was der Beschwörungszirkel in deinem Kühlschrank
macht und warum er morgens immer leer ist?
Bastian Weber schrieb:
>
> > Holger:
> > Verdammte Raucher!
>
> Hah, ein Verbündeter :-)
> Es gibt derer nur noch sehr wenige ...
Wieso? Sind die anderen alle an Lungenkrebs, hervorgerufen durch
passiv-Rauchen gestorben oder lebst du im Ruhrgebiet wo eh' immer Smog
herrscht?
> Ja ... ist auch häßlich, das Knirschen der Knochen,
> die Todesschreie der Verwundeten ... das Blut und die
> Gedärme überall auf dem teueren (erst morgens ausge-
> bürstetem) Fell ... ;-))
Ja, sauerei sowas...
(Geistiger Vermerk: Fell bürsten oder endlich einen Knappen anschaffen)
>
> Nein, es würde schon reichen, wenn mal ein paar
> Leute einen normalen Schaukampf durchmachen
> würden. Ich z.B. halte das dann ca. 2 Minuten aus,
> bevor ich mit Kreislaufkollaps und glühend roter
> Birne vor meinem Feind zusammenbreche ...
>
> Mit ein Grund, warum ich ungern kämpfe ...
Ach, übung macht den Meister! ;-)
>
> > Himmel ist meine Figur wirklich so verherend?
> > Im großen und ganzen klingt die Beschreibung aber so als könnte ich das
> > sein ;-)
>
> Hehe, und dann auch noch so selbstgefällig, sich
> in dieser Beschreibung wiederzufinden. Hilfe,
> monsterhafte Statur und Selbstvertrauen ...
> wie gut waren nochmal meine Beine? ;-))
Wow ich seh schon auf dem nächsten Con folgende Szene:
"Was DU willst Lord Varric sein? Lord Varric ist 3 Meter groß!"
(Bald kann ich wahrscheinlich sagen: "Ja, das hab' ich auch gehört...")
Irgendwie habe ich das gefühl ein bischen überschätzt zu werden. Gerade
was das selbstvertrauen angeht. Komischerweise Hat Varric wirklich sehr
viel mehr Selbstvertrauen als Holger Lange aber vieleicht ist das halt
einfacher wenn einen alle so mit einer Mischung von Mißtrauen, Angst und
Ehrfurcht anschauen...
> > welches ist denn die Richtige Seite?
> > Eigentlich stehe ich bzw. mein Char primär auf seiner eigenen Seite (bzw
> > auf der seines Volkes)
>
> Na dann hast du die richtige Seite ja schon
> fast gewählt.
Was heißt hier fast? Gibt es etwa eine richtigere Seite als die eigene?
Sehe ich so aus als würde ich irgenwelchen verweichlichten planlosen
menschlichen Adligen hinterherlaufen?
*grins*
Irgendwie habe ich bemerkt, daß viele Leute das tun und weder Spieler
noch Charakter können sich erklären warum...
> > Vernunftbegabt und Mensch gehören übrigens nicht zusammen...
>
> Hihi, jetzt wirds aber gemein und ehrlich ... ;-)
such is life!
> > Ich esse keine Suppe! (ja ich weiß, Realitätsverlust)
>
> Ohh, du verpasst was, wirklich. So eine Suppe nach
> stundenlangem Wachschieben im eiskalten Regen ist
> der Ahnen wahrer Segen! Da geht nur ein Steak
> drüber. (die hat der Smuunt aber immer alle schon
> aufgefressen, wenn wir kommen :-)
Ich nehm das Steak und wenn der Koch das Steak gegessen hat notfalls
auch den Koch...
Ne die ganze Suppengeschichte hat ihren Ursprung darin, daß Varric
einfach keine Suppe essen kann (versuch das mal wenn du so ein Maul
hast! Da fällt es einem eben auf wie häufig Menschen Suppe essen. Die
Krönung wa aber ohne Zweifel wie ein Larhgotischer Koch uns über die
verschiedenen Arten Larhgotischer Suppe aufklärte. Larhgo soll ja eine
recht fremdefeindliches Land sein wo ausschließlich Menschen wohnen. ;-)
>
> > wie du es beschreibst hast du nachher ein Con mit x verschiedenen
> > Spielleitungen, die nach y verschiedenen
> > Regeln/Philosopien/Weltanschauungen spielen, bzw Spielleitern.
> > y liegt übrigens hin und wieder verdächtig nahe an x, kann aber nie
> > größer sein.
>
> :-) Ja, das ist die Gefahr. Aber es kann recht gut klappen.
> Manchmal begegnet man eben vernunftbegabten Spielern,
> manchmal nicht. Ob die nun nach Regeln oder DKWDDK
> spielen ist eigentlich wurscht. Im positiven und im negativen
> Fall.
Mit guten Spielern geht so ziemlich alles aber auf manchen Cons sind die
halt dünn gesäht!
Mit 170cm und 60kg bin ich kein Hüne, aber mich darfst Du versuchen,
über den Haufen zu rennen. Die Bezeichnung "Zwergpygmäne" würde ich mir
allerdings verbitten.
>
> > Schlechte Reaktion. Setz ihn ab und halte ihn dann mal an den Füßen in
> > die Luft...
> > Außerdem: wenn man einem guten Spieler sagt, er kriegt gerade eines auf
> > die Nase (z.B. durch einen Kopfstoß ins Gesicht), dann spielt der eine
> > gebrochene Nase.
>
> Du hast das Zauberwort gesagt: "guter Spieler"! Mit guten Spieler
> passieren solche Szenen nämlich gar nicht erst.
Doch, durchaus. "Ich handele nichtmit Barbaren oder Ziegen"
>
> > > > Ack. Selbst ohne Sonderfähigkeiten ist die Anzahl der Charaktere meist
> > > > zu groß, damit alle "Helden" sein können. Filme oder Romane mit 10
> > > > Hauptpersonen auf einer Seite sind so selten, daß mir keiner einfällt.
> > > > Und 10 wäre eine verdammt kleine Spielerzahl.
> > >
> > > Stimmt genau...
> > > (der 13. Krieger hatte übrigens 13 aber das war ein Film...)
> >
> > Den ich nicht gesehen habe.
>
> Ne, ich leider auch nicht aber er soll sehr gut sein und angeblich
> kommen wirklich 13 Krieger drinnen vor. (irgendwann schau ich ihn mir
> nochmal an aber aus irgendwelchen Gründen kam immer was dazwischen,
> sowohl als er im Kino lief als auch immer wenn ich ihn mal auf Video
> sehen wollte)
>
> > Nö. Aber für einen großen Effekt erwarte ich bei Magie eine große Show.
> > Und eine echte große Show ist unterhaltsam und gut dargestellt.
>
> Klar, Show ist gut und soll belohnt weren aber es ist immer sehr schwer
> zu sagen wieviel show für was jetzt nötig sind, weil gäbe es Magie in
> der realität, so währe sie nicht von der show abhängig.
Da bist Du dir sicher? Ich behaupte: magie wäre in der Realität von der
"Show" abhängig. Beweise mir das Gegenteil...
>
> > > > Definiere Dämon... (Du kennst meine "Kunden" nicht) SCNR
> > >
> > > Übernatürliche oft schlecht gelaunte Kreatur aus einer Paralewelt,
> > > Dimension, Hölle etc. die durch Beschwörung in unsere Welt gerufen
> > > werden kann. Gelten häufig als sehr launisch, ziemlich mächtig und
> > > häufig boshaft. Desweiteren verfügen viele wohl auch über mannifaltige
> > > magische Kräfte.
> > > Bis auf die Tatsachen, das Dämonen heraufbeschworen werden müssen und in
> > > dieser Welt nicht beheimatet sind sind alle der obigen Punkte optional.
> >
> > Hm. Das macht mich nachdenklich.
>
> Warum?
> Hast du dich gefragt was der Beschwörungszirkel in deinem Kühlschrank
> macht und warum er morgens immer leer ist?
Nein. Bis auf das "nicht auf dieser Welt beheimatet" und die magischen
Kräfte haben diese Dämonen viel Ähnlichkeit mt meinen heutigen
Mandanten...
To"leicht gefrustet"bias
...tt...
Jens
>Vor allem, wenn es sich dabei
>nicht um Arnold Schwarzenegger in Conankostüm,
>sondern um Max Mustermann aus der 7. Klasse
>handelt, der noch nie im Sportunterricht war.
Hmm, sowas schreit nach einem Ausfall ;-)
>DKWDDKUADA. :-) DuKannstWasDuDarstellenKannstUndDir
>AndereAbnehmen.
-> DKWDDKUDAA !
*g* Nicht ganz. Aber es gibt mittlerweile soviele
Paffer in meinem Bekanntenkreis, dass es einfach
selten ist, bei Sätzen wie "böse Raucher", auch mal
Zustimmung zu ernten. :-)
> Ja, sauerei sowas...
> (Geistiger Vermerk: Fell bürsten oder endlich einen Knappen anschaffen)
Hehe. :-)
> Ach, übung macht den Meister! ;-)
Stimmt. Und dabei fällt mir immer auf, dass ich
einige Fehler, die ich bei anderen ankreide des
öfteren auch mache, wenn ich mich nicht zusammen-
reisse. Das ist praktisch, da man so natürlich mit
der Zeit seinen eigenen "Stil" verbessern kann.
> Wow ich seh schon auf dem nächsten Con folgende Szene:
> "Was DU willst Lord Varric sein? Lord Varric ist 3 Meter groß!"
> (Bald kann ich wahrscheinlich sagen: "Ja, das hab' ich auch gehört...")
:-)))
> Irgendwie habe ich das gefühl ein bischen überschätzt zu werden. Gerade
> was das selbstvertrauen angeht. Komischerweise Hat Varric wirklich sehr
> viel mehr Selbstvertrauen als Holger Lange aber vieleicht ist das halt
> einfacher wenn einen alle so mit einer Mischung von Mißtrauen, Angst und
> Ehrfurcht anschauen...
Ebend. Das ist wahrscheinlich bei jedem Larpfreund so.
Ich glaube kaum, dass die Kunden bei einem gebellten
"Krummgestanden" so herrlich schnell reagieren, wie meine
Ork-Kumpanen. :-))
> Was heißt hier fast? Gibt es etwa eine richtigere Seite als die eigene?
> Sehe ich so aus als würde ich irgenwelchen verweichlichten planlosen
> menschlichen Adligen hinterherlaufen?
> *grins*
*doppelgrins*
> Irgendwie habe ich bemerkt, daß viele Leute das tun und weder Spieler
> noch Charakter können sich erklären warum...
Aber die sehen doch so niedlich aus, wenn sie alle im
Schlepptau von so einem Bortenkönig dahermarschieren ;-)
> Ich nehm das Steak und wenn der Koch das Steak gegessen hat notfalls
> auch den Koch...
Uiii, uii, schwerer Fehler. Töte einen Ork. Kein Problem.
Rotte eine Horde aus. Auch kein Problem. Vernichte einen
ganzen Stamm. Problemlos. Aber wage es nicht, Hand an den
Smuunt zu legen, der das große Fressen ermöglicht. Das ist
schierer Selbstmord :-))
> Ne die ganze Suppengeschichte hat ihren Ursprung darin, daß Varric
> einfach keine Suppe essen kann (versuch das mal wenn du so ein Maul
> hast! Da fällt es einem eben auf wie häufig Menschen Suppe essen. Die
*rotfl* Hihi, das ist wirklich eine gar lustige Vorstellung:
ein Fellmonster am Tisch mit einem goldenen Löffel, vor
einem Teller Suppe und einem total beleidigtem Blick ...
(und am Löffel kleben Fellbatzen von vergeblichen
Versuchen) *grins*
> Krönung wa aber ohne Zweifel wie ein Larhgotischer Koch uns über die
> verschiedenen Arten Larhgotischer Suppe aufklärte. Larhgo soll ja eine
> recht fremdefeindliches Land sein wo ausschließlich Menschen wohnen. ;-)
:-)
> Mit guten Spielern geht so ziemlich alles aber auf manchen Cons sind die
> halt dünn gesäht!
Ich wage jetzt nicht zu sagen: dünne Suppe aber gut ;-))
> Holger
Bastian
"Wesen, die nicht ständig ihr Fell im Maul haben, geniessen ihre Suppe"
>"Michael Claussen" <bin...@gmx.de> writes:
>
>>Ich habe bisher noch kaum jemanden der "Ritter" seine Rüstung geparieren
>>sehen!
>
>Ein _Ritter_ hat dafür ja auch seine Leute. Sollte er zumindest haben, so
>als Adliger... zumindest ein oder zwei Knappen. :-|
Naja, zwei müssens nicht sein, aber ein Knappe sollte schon sein. Ich
weiß gar nicht wie oft mich meinen Knappen schon mit kettenhemd und
Sandfass zum nächsten Hügel geschickt hab *g*
(das wurde nur dargestellt nicht wirklich gemacht, so eine
schweinearbeit verlange ich von keinem Spieler).
Aber es scheint halt wirklich mal wieder so, daß viele Leute sich
unter "Ritter" was anderes vorstellen: einfach nen Typen in Rüstung.
:-(
Dimo
Bastian Weber wrote:
>
> Wie schon geschrieben: das ist einfach Ansichtssache.
> Wenn ein gutes, ambientetechnisch hochwertiges
> Heilerzelt irgendwo rumsteht, dann ist es auch mal
> ganz interessant, diese Facette einen oder zwei Tage
> lang auszuspielen. Natürlich wird keiner gerne
> 1 Tag lang auf einer Bahre liegen wollen - aber zu
> verlangen, dass die Verletzten einfach mal einen Tag
> lang aufhören mit ihren Stahlwerkzeugen in der Luft
> rumzufuhrwerken, das kann doch nicht zuviel sein, oder?
Also, wer auf der Bahre liegt, fuchtelt nur nach einem
Wiederbelebungszauber mit irgendwas rum (Tote werden aufgebahrt). Wenn
man verletzt ist, kommt man auf die Trage, wie soll man denn vertrauen
zu einem Heiler haben, der einen gleich auf die Bahre legt, bevor er
anfängt zu arbeiten?
Nichts gegen die Grundargumente, stimmt schon, aber achtet auf den
kleinen Unterschied
Walter
Falsche Freunde?
Na ja, ich hab ja in meinem Bekanntenkreis auch den einen Oder
anderen Raucher aber sie sind deutlich in der Minderzahl.
Glücklicherweise sind das alles keine militanten Raucher und ich
bin auch hein militanter Nichtraucher, solange in meiner Wohnung
nicht geraucht wird.
> > Irgendwie habe ich das gefühl ein bischen überschätzt zu werden. Gerade
> > was das selbstvertrauen angeht. Komischerweise Hat Varric wirklich sehr
> > viel mehr Selbstvertrauen als Holger Lange aber vieleicht ist das halt
> > einfacher wenn einen alle so mit einer Mischung von Mißtrauen, Angst und
> > Ehrfurcht anschauen...
>
> Ebend. Das ist wahrscheinlich bei jedem Larpfreund so.
> Ich glaube kaum, dass die Kunden bei einem gebellten
> "Krummgestanden" so herrlich schnell reagieren, wie meine
> Ork-Kumpanen. :-))
Was für kunden bedienst du denn? Bei uns in der Firma sind die
meisten eigentlich zumindestens mit einem skurrilen Sinn für
Humor gesegnet, was die Sache sehr erleichtert. Außerdem sind
viele selber Rollenspieler.
> Aber die sehen doch so niedlich aus, wenn sie alle im
> Schlepptau von so einem Bortenkönig dahermarschieren ;-)
Das ist skurril nicht war? Da ist einer, der nichts kann außer
wichtig sein und alle rennen ihm hinterher. Kein einziger fragt
sich warum der eigentlich wichtig ist.
> Uiii, uii, schwerer Fehler. Töte einen Ork. Kein Problem.
> Rotte eine Horde aus. Auch kein Problem. Vernichte einen
> ganzen Stamm. Problemlos. Aber wage es nicht, Hand an den
> Smuunt zu legen, der das große Fressen ermöglicht. Das ist
> schierer Selbstmord :-))
Ein Koch der nicht für seine Fehler einsteht ist ein schlechter
Koch!
> > Ne die ganze Suppengeschichte hat ihren Ursprung darin, daß Varric
> > einfach keine Suppe essen kann (versuch das mal wenn du so ein Maul
> > hast! Da fällt es einem eben auf wie häufig Menschen Suppe essen. Die
>
> *rotfl* Hihi, das ist wirklich eine gar lustige Vorstellung:
> ein Fellmonster am Tisch mit einem goldenen Löffel, vor
> einem Teller Suppe und einem total beleidigtem Blick ...
> (und am Löffel kleben Fellbatzen von vergeblichen
> Versuchen) *grins*
Ach das mit Fell im Essen ist nicht so das Problem: Das Problem
ist eher das Essen im Fell und Suppe neigt irgendwie zu kleckern,
Während alles was einem nicht sofort vom Löffel springt
problemlos durch die große Futterluke eingefahren werden kann ;-)
> > Mit guten Spielern geht so ziemlich alles aber auf manchen Cons sind die
> > halt dünn gesäht!
>
> Ich wage jetzt nicht zu sagen: dünne Suppe aber gut ;-))
Ach was! kann man doch gleich das Wasser weglassen und die guten
Sachen so essen.
> Bastian
> "Wesen, die nicht ständig ihr Fell im Maul haben, geniessen ihre Suppe"
Menschen zum Beispiel...
Ciao,
Holger/Hawke
> > Ja, besonders die Zergpygmähen sind in der Regel anderer Meinung
>
> Mit 170cm und 60kg bin ich kein Hüne, aber mich darfst Du versuchen,
> über den Haufen zu rennen. Die Bezeichnung "Zwergpygmäne" würde ich mir
> allerdings verbitten.
Du bist ja auch nicht anderer Meinung aber ich komme gerne auf
das angebot zurück! ;-)
Ich wette nur, daß du keinen 2m Hohen Tüschild hast.
> > Du hast das Zauberwort gesagt: "guter Spieler"! Mit guten Spieler
> > passieren solche Szenen nämlich gar nicht erst.
>
> Doch, durchaus. "Ich handele nichtmit Barbaren oder Ziegen"
Oh, sollte ich herausfinden, daß du mit Ziege mich gemeint hast
hast du noch ein ganz anderes Problem. Da gibt's die gebrochene
Nase Gratis dazu und um mich milde zu stimmen (und um etwas zu
verhindern das Varric als "Persönlichkeitsspaltung" bezeichnet)
solltest du besonders dann sehr kooperativ sein. ;-)
> > Klar, Show ist gut und soll belohnt weren aber es ist immer sehr schwer
> > zu sagen wieviel show für was jetzt nötig sind, weil gäbe es Magie in
> > der realität, so währe sie nicht von der show abhängig.
>
> Da bist Du dir sicher? Ich behaupte: magie wäre in der Realität von der
> "Show" abhängig. Beweise mir das Gegenteil...
Das möchtest du nicht wirklich...
> > > > > Definiere Dämon... (Du kennst meine "Kunden" nicht) SCNR
...
> > > Hm. Das macht mich nachdenklich.
> >
> > Warum?
> > Hast du dich gefragt was der Beschwörungszirkel in deinem Kühlschrank
> > macht und warum er morgens immer leer ist?
>
> Nein. Bis auf das "nicht auf dieser Welt beheimatet" und die magischen
> Kräfte haben diese Dämonen viel Ähnlichkeit mt meinen heutigen
> Mandanten...
Bist du zufällig des Teufels Advokat?
Ciao,
Holger/Hawke
Die Szene hat zwei Fehler:
1) Krich dem Typen mal schnell Beigebogen, daß ich ihn über den
Haufen gerannt habe un der nicht stärker ist als ich und ihm auch
eine wer weis wie tolle Technik nix hilft gegen ein gepanzertes
Viech, was doppelt so stark und doppelt so schwer ist wie er. Die
Situation hat es eben, daß sie schnell vonstatten gehen muß und
wenn ich mich auf der Flucht oder auch beim Eindringen in
Feindliches Territorium lang mit erklärungen aufhalten muß, dann
bin ich schnell Hackfleisch.
2) Wenn ich ihn wirklich umrenne/zur Seite haue habe ich Angst
ihm ganz real Schaden zu verursachen. Nicht durch den Schild aber
dadurch, daß er hinfällt, mit dem Kopf gegen die Wand knallt oder
wer weiß was.
> > Zweites Beispiel ein zwielichtiger Händler hat etwas was ich haben will.
> > Ich packe ihn am Sclafittchen und drohe ihm Schläge an. Realistischer
> > Ausgang: Er rückt raus mit was auch immer ich haben will oder hat im für
> > ihn günstigsten Fall nur eine gebrochene Nase. Leider darf ich ihn nicht
> > vwirklich verprügeln und das weiß auch er. Darum bleibt er rotzfrech und
> > hat keine Angst.
>
> Dann verdrisch in bis Bewusstlosigkeit, wenn er meint so toll zu sein,
> sieht er ja was er davon hat.
Äh, den Spieler oder den Charakter???
Wenn bei einer intime-Prügelei nicht Beide Seiten mitspielen,
dann bringt's nichts.
Und auch wenn einem manchmal danach ist: Das verprügeln von
Pappnasigen Spielern kann nicht die Lösung sein.
Ciao,
Holger/Hawke
> > Also, da wuerde ich so gegenrennen, dass der Kerl den Schlag spuert.
> > Dann leise dem Kerl sagen, wie stark man ist und dass er zurueckfliegt.
> > Wenn er nicht reagiert, echt davorrennen. Wofuer sind sonst Schild weich
?
>
> Die Szene hat zwei Fehler:
> 1) Krich dem Typen mal schnell Beigebogen, daß ich ihn über den
> Haufen gerannt habe un der nicht stärker ist als ich und ihm auch
> [..]
> 2) Wenn ich ihn wirklich umrenne/zur Seite haue habe ich Angst
> ihm ganz real Schaden zu verursachen. Nicht durch den Schild aber
> dadurch, daß er hinfällt, mit dem Kopf gegen die Wand knallt oder
> wer weiß was.
Ja, stimmt. Das ist ein Problem.
> > > ihn günstigsten Fall nur eine gebrochene Nase. Leider darf ich ihn
nicht
> > > vwirklich verprügeln und das weiß auch er. Darum bleibt er rotzfrech
und
> > > hat keine Angst.
> >
> > Dann verdrisch in bis Bewusstlosigkeit, wenn er meint so toll zu sein,
> > sieht er ja was er davon hat.
> Äh, den Spieler oder den Charakter???
Natuerlich den Charakter, ob wohl es einige auch real verdient haetten.
Ein Haendler wird kaum stark geruestet sein und nachdem du
ihm dann die erste Wunde zugefuegt hast, kannst du ja erstmal fragen,
ob er immernoch so eine grosse Klappe hat.
> Wenn bei einer intime-Prügelei nicht Beide Seiten mitspielen,
> dann bringt's nichts.
Ein ganz normaler Kampf.
> Und auch wenn einem manchmal danach ist: Das verprügeln von
> Pappnasigen Spielern kann nicht die Lösung sein.
Erstmal nur eine Wunde.
Dann wird er es sich bestimmt ueberlegen, wenn nicht,
dann laesst du ihn eben bewusttlos liegen.
Aber ich weiss nicht, ob das wirklich klappt.
Wenn du sagst, dass geht nicht, wird es wohl stimmen.
Ich spiele noch nichtt so lange, dass ich das
beurteilen kann.
Ich denke nur immer, dass die Leute doch selber
merken muessen, dass sie grottenschlecht spielen.
Tschuess
Daniel
Ich bin kein Zwergpygmäne!
> Ich wette nur, daß du keinen 2m Hohen Tüschild hast.
Nein. Du hast mich auf dem Wenzingen I sicher auch gesehen.
>
> > > Du hast das Zauberwort gesagt: "guter Spieler"! Mit guten Spieler
> > > passieren solche Szenen nämlich gar nicht erst.
> >
> > Doch, durchaus. "Ich handele nichtmit Barbaren oder Ziegen"
>
> Oh, sollte ich herausfinden, daß du mit Ziege mich gemeint hast
> hast du noch ein ganz anderes Problem. Da gibt's die gebrochene
> Nase Gratis dazu und um mich milde zu stimmen (und um etwas zu
> verhindern das Varric als "Persönlichkeitsspaltung" bezeichnet)
> solltest du besonders dann sehr kooperativ sein. ;-)
Enno ist kein Händler. Aber jetzt weiß ich, wie man Varric zum Berserker
macht :-)
>
> > > Klar, Show ist gut und soll belohnt weren aber es ist immer sehr schwer
> > > zu sagen wieviel show für was jetzt nötig sind, weil gäbe es Magie in
> > > der realität, so währe sie nicht von der show abhängig.
> >
> > Da bist Du dir sicher? Ich behaupte: magie wäre in der Realität von der
> > "Show" abhängig. Beweise mir das Gegenteil...
>
> Das möchtest du nicht wirklich...
Wir sind uns aber einig, daß es in der Realität keine Magie gibt?
>
> > > > > > Definiere Dämon... (Du kennst meine "Kunden" nicht) SCNR
>
> ...
>
> > > > Hm. Das macht mich nachdenklich.
> > >
> > > Warum?
> > > Hast du dich gefragt was der Beschwörungszirkel in deinem Kühlschrank
> > > macht und warum er morgens immer leer ist?
> >
> > Nein. Bis auf das "nicht auf dieser Welt beheimatet" und die magischen
> > Kräfte haben diese Dämonen viel Ähnlichkeit mt meinen heutigen
> > Mandanten...
>
> Bist du zufällig des Teufels Advokat?
gelegentlich.
Tobias
> > > Dann verdrisch in bis Bewusstlosigkeit, wenn er meint so toll zu sein,
> > > sieht er ja was er davon hat.
>
> > Äh, den Spieler oder den Charakter???
>
> Natuerlich den Charakter, ob wohl es einige auch real verdient haetten.
> Ein Haendler wird kaum stark geruestet sein und nachdem du
> ihm dann die erste Wunde zugefuegt hast, kannst du ja erstmal fragen,
> ob er immernoch so eine grosse Klappe hat.
>
> > Wenn bei einer intime-Prügelei nicht Beide Seiten mitspielen,
> > dann bringt's nichts.
>
> Ein ganz normaler Kampf.
Hmm, wenn ich ihm eins mit meiner Axt überziehe käme mir das
unrealistisch vor. Wenn ich auch nur halbwegs der realität des
Spiels folge hätte ich vermutlich zwei halbe Händler und was habe
ich sonst? Ich will ihn ja außerdem nur gefügig machen und ihn
nicht zum Duell herausfordern!
> Erstmal nur eine Wunde.
> Dann wird er es sich bestimmt ueberlegen, wenn nicht,
> dann laesst du ihn eben bewusttlos liegen.
>
> Aber ich weiss nicht, ob das wirklich klappt.
> Wenn du sagst, dass geht nicht, wird es wohl stimmen.
> Ich spiele noch nichtt so lange, dass ich das
> beurteilen kann.
Wie gesagt, der andere muß immer mitspielen.
Neulich hab ich (wie hier glaube ich schon mal erzählt) einen
Dieb durch die mangel gedreht, der mich beklaut hatte. Ich wollte
nur meine Scahen zurück aber der Kerl ist lieber gestorben als
mit der Sprache rauszurücken. (Vor allem hat er sich nachdem ich
ihn ausgiebig 'befragt' habe schließlich selbst umgebracht)
> Ich denke nur immer, dass die Leute doch selber
> merken muessen, dass sie grottenschlecht spielen.
Leider tun das viele einfach nicht.
Viele Pappnasen halten sich zum überfluß auch noch für wer weis
wie tolle Spieler weil ihre Charaktere ja ach sooo mächtig sind.
Da ist man echt versucht sie alleine schon aus diesem Grund zu
verhackstücken aber das wäre schlechtes Rollenspiel...
Ciao,
Holger/Hawke
>Beliebte Standardreakition: "Oh, was ist denn das? He du da! Was bist
>du? Bist du eine Dämon? Nein? Na dann ist ja gut..."
Na, solange ich kein Inquisitor gebe, scheint's ja auszureichen :-)
Gruß,
René
--
Keep your Newsgroups tidy.
>Wenn es Magie wirklich geben
>würde, vieleicht wäre es dann ja wirklich möglich mit einer kurzen
>Hanbewegung einen Feuerball heraufzubeschwören oder jemanden mit dem
>bösen Blick zu behexen?
>Liegt der Gedanke denn so fern? ;-)
Nein. Aber es ist wohl anzunehmen, daß so etwas _sehr_ schwer ist. Und
mit schwer meine ich ein _langjähriges_ _intensives_ _Studium_ dieser
Kunst. Es ist üblich, dabei anzunehmen, daß das Wirken von Magie zum
einen nicht ganz einfach, zum nächsten nicht ganz risikolos und zum
letzten nicht ganz ohne eine negative Seite ist. Der Magier wird sich
also überlegen, wann er diese Punkte in Kauf nimmt und ganz einfach nicht
annähernd so oft Magie wirken, wie es manche Spieler tun möchten.
>Das hat etwas damit zu tun, wie
>stark man an einem Charakter hängt und wieviel Zeit man da
>reininvestiert hat. In einer Schlacht aber, sollte schon die Chance
>bestehen auch mal zu sterben. Niemand wird gezwungen an einer
>Schlacht teilzunehmen.
Nun, ich möchte ja nicht, daß massenweise Figuren sterben. Aber wenn man
schon nicht mal im Spiel sterben muß, darf man ja wohl von den
Beteiligten erwarten, daß sie so agieren, als _könnten_ sie sterben und
würden am Leben hängen. Aber das hat Hawke ja schon beschrieben...
Da ein Charakter von mir u.a. Feuerschamane ist, heilt er
natuerlich auch so - Wunden werden durch kraeftiges Druecken
durch das herausgequetschte Blut ausgewaschen und danach
ausgebrannt; die Geheilten werden dann mit den Worten "unter
dem Schorf bildet sich langsam neue Haut. In einer Stunde
koennt Ihr den Schorf abkratzen. Wenn Ihr vorher nicht
vorsichtig seit, bricht die Wunde wieder auf." entlassen.
Bei Krankheiten setze ich da entsprechend kurzzeitiges
hohes Fieber ein, auf das immenser Durst und Hunger und
entsprechende Ermattung folgt => Taverne oder entsprechende
Ruhepause.
Just my $0.02,
Jens
--
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"God, root, what is difference?" - Pitr
"God is more forgiving." - Dave Aronson